HEAVEN #437 – 1.1.2002 – What Is Greatness?

WAS IST GRÖSSE?

Sieh dieses vorübergegangene Jahr wie eine Dusche, die du genommen hast und die alles sauber gewaschen hat. Und also steigst du aus der Dusche von 2001 in die sauberen Kleider von 2002.

Das Jahr ist nicht neu. Es hat schlicht einen anderen Namen, eine Ziffer neben sich. Du aber bist neu. Das Neue Jahr kündigt ein neues Du an.

Was ist ein Jahr ohne dich? Kann es überhaupt ohne dich existieren? Ganz bestimmt hätte es keinen Namen, und es würde nicht gefeiert.

Diese Erdichtung des Neuen Jahres ist im Grunde die Wahrheit. Es gibt schier Neuheit. Letztes Jahr ist eine ausgedrückte Zigarettenasche, und dieses Jahr ist von neuem angezündet.

Aber das Jahreshafte ist willkürlich. Das Tageshafte existiert. Jeder Tag ist ein neuer Wirbel des Universums. Jede Stunde, jede Minute. Vor dir liegt einzig Neuheit.

Ziehe deine Füße nicht hinterher. Bleibe auf der Höhe. Es ist leichter, dich auf dem Laufenden zu halten, als deine Füße hinterher zu ziehen, aber du hast es andersherum gesehen. Du hast gedacht, es sei deine Funktion, an dem teuren Leben festzuhalten; eure Funktion allerdings lautet, los zu lassen. Heraus mit dem Alten, und An mit dem Neuen sagt euch die Wahrheit. Begrüßt das Leben, nicht die Asche von ihm.

Jeder bedarf, in Betracht genommen zu werden. Jeder Tag ist wichtiger als derjenige zuvor. Kein Tag soll an dir vorbei schlüpfen. Du sollst in jeden Tag des Menschlichen Lebens eintreten und aus ihm machen, was du willst. Jeder Tag ist dein Geburtstag, und derjenige der Welt. Du bist der Umfang der Welt.

Jeder Tag ist ein neuer Tag.

Und an jedem Tag bist du ein neues Du.

Du bist der Phönix, der aus der Asche des Gestern entsteigt.

Du bist ein trillernder Vogel, der den süßen Nektar trinkt und die Blumensamen verbreitet, damit Andere ihrer teilhaftig werden können. Du bist der Adler, der hoch fliegt und nach etwas sucht, was er wahrnehmen kann. Du bist der Paradiesvogel, der aus der Erde zum Himmel hoch wächst, und dementsprechend verkündest du das.

Die Erde nährt dich, und du nährst die Erde.

Du bist ein aus der Erde wachsender Schößling. Du bist bezaubernd, wie sich deine Blätter beugen, sich bewegen und biegen und Schatten des Lichts werfen. Du wächst immer aufwärts, und wächst kräftiger. Die innere Essenz von dir enthüllt sich selbst.

Nimm diesen neuen Tag, und streiche ihn heraus.

Höre ihm zu, und lege ihn offen.

Breite diesen Tag vor dir aus, nicht wie eine Karte, die du studierst und dann zusammenrollst, sondern wie ein Feld, auf dem du gehst und bei dem du dich an seiner Enthüllung von dir erfreust.

Wenn das Leben ein Traum ist, dann sind alle Aspekte du. So hat es zu sein. Und du bist nicht statisch. Du bewegst dich. Du ruhst in Meinen Armen, und wandelst auf der Erde. Der Gang auf der Erde ist der Traum. Dein Gang auf der Erde ist ein Band von dir, das du aus Freude ausrollst, unterdessen du die Erde durchstreifst, dich auf der Erde entfaltest. Du bist endlos, und das wallende Band deines Lebens sagt dir das. Entrolle dich. Erklimme den Horizont. Er ist der deine.

Der Horizont vor dir ist der neue Tag. Er ist vielfarbig, und er ist multi-dimensional. Er ist nicht ein-dimensional. Der Horizont symbolisiert dich, denn du bist weit mehr, als du zu sein erscheinst, und du bist weit mehr, als du siehst.

Jeder Tropfen des Weltlebens bist du selbst, in den Wind geworfen. Jede Nichtigkeit im Leben bist du selbst herumgestoßener Weise und gefangen genommener Weise, und dennoch bist du selbst mehr als der offensichtliche Stoß. Schau in der Welt nicht so viel nach der Bedeutung. Schau in dir nach Bedeutung, denn es bist du, dem bedeutet ist, die Welt zu überragen.

Trotz allem. Größe existiert. Und was ist Größe denn anderes als die Grenzen übersteigen, die durch die Welt gesetzt wurden?

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HEAVEN #438 – 2.1.2002 – Where Is God?

WO IST GOTT?

Sei eingedenk, Ich bin zu dir persönlich. Wie sonst kannst du Mir näher kommen? Nicht unpersönlich. Du kannst durch Andere über jemanden oder über Mich eine Menge wissen, aber du möchtest selbst kennen lernen. Du möchtest ein Sichten, das dir zueigen ist. Du möchtest ein Anhören, das das deine ist. Du möchtest selber kosten. Du möchtest, dass dein Herz berührt wird. Du möchtest nicht einfach hören, was Andere zu sagen haben. Du möchtest Meine Existenz nicht ausschließlich aus den Worten eines Anderen herleiten. Solange Ich auf Hörensagen gegründet bin, wirst du wohl ein intellektuelles Verständnis haben, der Intellekt allerdings nimmt dich nur so und so weit, und dann wirst du, sozusagen auf verlassenes Land, herausgelassen.

Dass Andere zu Mir zu Besuch gekommen sind, ist schön, aber du möchtest deinen eigenen Besuch. Dass Andere den Himmel gesehen haben, ist bewundernswert, doch wann bist du dran? Wann siehst du selbst?

Du weißt, dass Ich jenseits der fünf Sinne bin. Die Bezugnahme auf Mich liegt ebenfalls jenseits der Sinne. Vielleicht können Wir sagen, du erfährst Mich tief innerhalb der Sinne. Es gibt da ein Gespür von etwas, sobald du dich nahe zu Mir heranziehst, wiewohl, du weißt, Ich bin nicht körperlich, und das Empfinden von Mir ist sodann anders als körperlich. Und du bist eine Manifestation des Physischen nur so lange, wie du dich in einer physischen Form befindest, indes bist auch du nicht physisch.

Der Intellekt und das Physische vermögen dich nur so und so weit zu bringen. Und sie werden dir wohl in den Weg kommen bei deinem Erkennen Meiner aus erster Hand, oder beim Gewahrsein von Mir aus erster Hand.

Wörter können nur so und so viel zum Ausdruck bringen. Sie können Mich nicht ausdrücken. Du, der du Mein Gedanke bist, kannst nur so weit über Mich denken, denn Ich bin natürlich jenseits des Gedankens. Sobald du ein bewusstes Gewahrsein von Mir hast, hast du eine Art Gedächtniserinnerung, dass Ich an einem Ort war, wo es keinen Gedanken gab, wo aber Licht war, und hinterher hast du den Gedanken, dass wir an einem besonderen, beleuchteten Ort des Seins miteinander Fühlung hatten.

Etliche kennen Mich als ein Gefühl, als ein abgehendes Seufzen. Du kannst dich nicht so recht an das Einatmen erinnern, aber du weißt, du hast Mich eingeatmet.

Etliche spüren Mich auf ihrer Haut als eine kühle Brise, die auf sie blies.

Es ist nicht von Belang, wie du dich Meiner gewahr fühlst. Aber es ist von Belang, dass du es tust.

Hier nun die Sache. Es ist schwer, dasjenige zu bemerken, was bereits immer bei dir ist. Ich bin stets bei Dir. Wahr ist, du hast keinen Kontrast inne, mittels dessen du Mich erkennst.

Sobald du denkst, du seist ohne Mich, hast du höchstwahrscheinlich nach zu weit weg geschaut. Du hast nach einer auswärtigen Manifestation von Mir geschaut. Vielleicht hast du nach dem geschaut, was man ein Wunder nennt.

Du hast die Erwartung, dass Ich in einem blendenden Licht zum Vorschein komme. Du erwartest, dass dein gesamtes Wesen umgestaltet wird, und dass du nie zu dem Leben zurückkehrst, wie es war. Du erwartest, du wirst Auren sehen und all die Antworten auf das Leben kennen und nie wieder durcheinander sein. Sobald du einmal selbst Mich kennen gelernt hast, erwartest du eine Erfüllung all deiner vorgefassten Ideen.

Werde deiner vorher ausgedachten Ideen ledig, und du wirst erkennen, dass du Mich kennst.

Ich bin zwanglos. Ich bin kein annonciertes Ereignis. Ich bin ein stiller Begleiter von dir. Ich bin ein konstanter Gefährte, Der in dir seine Wohnung hat. Du kannst ohne Mich keinen Atemzug nehmen.

Schau, was passiert, sobald du ins Auge fasst, dass Ich Mich immer in deiner Nähe befinde, und nicht weit weg bin. Schau, was passiert, sobald du ins Auge fasst, dass Ich Derjenige bin, Der auf dich blickt, dass Ich Derjenige bin, Der sich bloß nach einem Blick von dir sehnt.

Sieh mehr Mich als dich.

Sieh, was Ich möchte, und Ich möchte, dass du näher zu Mir kommst. Ich kann nicht näher zu dir kommen. Ich bin so nahe wie nahe selbst. Du aber kannst dein Gewahrsein näher an Mich führen, und fortan wirst du anfangen, Mich in jeder Fiber deines Seiens zu erkennen. Unser beider Atem steht in Fühlung. Unsere Bewusstseine schmelzen wie in Wasser. Und sodann, Wen wirst du zu erkennen bekommen? Mich, oder dich?

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HEAVEN #439 – 3.1.2002 – No Room for Pride

KEIN RAUM FÜR STOLZ

Hier etwas anderes: Sobald es dir nicht gut geht, hast du dich zu sehr auf dich verlassen. Verlasse dich auf Mich, und von deinen Schultern wird eine Bürde genommen. Das, was du nicht tragen kannst, kannst du nicht tragen. Du kannst das Gewicht der Welt nicht tragen. Du kannst nicht einmal dich selbst und dasjenige, was du Probleme mit dir nennst, tragen.

Was kannst du rückgängig machen? Was kannst du entwirren? Das, was du tun kannst, das tue. Das, was du nicht tun kannst, das übergib Mir. Bei deinem Akt, es mir zu geben, wirst du dich leichter fühlen.

Es ist schier Stolz, der dich davon abhält, von Anderen auf der Erde um Hilfe zu bitten. Um Hilfe bitten ist etwas Gutes, nichts Schlechtes. Wenn du in der Welt jemanden um Hilfe bittest, gibst du einem Anderen die Gelegenheit, Helfer zu sein. Du gibst einem Anderen eine Gelegenheit, Mich zu repräsentieren. Das ist ein freigiebiger Akt von dir, einen Anderen dafür zu adeln, an Meiner Stelle zu handeln.

An der Stelle kann dein Denken sich ändern. Du, der du um Hilfe bittest, repräsentierst ebenso Mich wie auch diejenigen, die Hilfe geben. Ja, ich kann alles tun, aber Ich tue das mit deiner Hilfe. Ich habe dir gesagt, dass du Meine Hände bist. Ich scheue Mich nicht, dich um Hilfe zu bitten. Ich bin Gott der Allmächtige, und dennoch bitte Ich dich, Mir zu dienen. Ganz sachte, bitte Ich dich, Mir zu dienen.

Worum Ich bitten kann, das kannst du auch.

Stolz ist etwas sehr Schweres, um es mit sich herum zu tragen. Er ist fast wie eine Selbstkasteiung. Du hast keine höheren Standards nötig als andere. Ist nicht eben das Stolz? Dass du hoch bist, um herunter zu kommen? Dass du nicht knien musst? Dass du irgendwie wüst durch das Leben ziehen musst, ohne je deine Knie gebeugt zu haben?

Wann habe Ich dich darum gebeten? Wann habe Ich dich gebeten, derart heilig zu sein, dass du nichts und niemanden brauchst, um dir zu helfen?

Wenn du vom Stolz regiert wirst, hast du dich verschuldet. Du zapfst dich selbst an. Du betreibst Wucher, denn der Zins, den du für deinen Stolz bezahlst, ist zu hoch.

Vielleicht denkst du, du habest mehr Erniedrigung als Stolz, doch Erniedrigung ist überkreuz gelaufener Stolz. Sobald jemand deinen Stolz wegnimmt, fühlst du dich erniedrigt. Du kannst dich erniedrigt fühlen, wenn du das möchtest, aber Erniedrigung ist bloß die andere Seite des Stolzes. Beide sind von dir gefertigt. Weder Stolz noch Scham gehören dir zu.

Stolz ist nicht Ehre, und Mangel an Stolz ist nicht Schmach.

Ich sage euch nicht, nachlässig oder sorglos gegenüber dem Leben zu sein, aber genauso wenig sage Ich euch, hastig verschlungen zu werden. Seid auf eure Arbeit stolz, Stolz aber ist nicht eure Arbeit, und er ist nicht euer Lohn. Ihr fertigt etwas in aller Sorgfalt. Fehlerhafte Arbeit als fertig abzugeben, ist gegen die Wahrheit, doch denkt nicht, Stolz sei Wahrheit. Gute Arbeit machen ist etwas Selbstverständliches. Das ist natürlich. Seid dankbar, dass ihr Arbeit zu verrichten habt, und dass ihr sie gut macht.

Hütet euch vor dem Stolz, da es dem Stolz leicht fällt, euch seinetwegen anzustellen und euch sodann dabei zu belassen, wie ihr euch darüber wundert, was ihr gemacht habt. Stolz ist nicht genug.

Bringt Stolz und Stärke nicht durcheinander. Stolz ist eine Form des Ego. Und Ego ist stets schwach, kompliziert und konkurrierend.

Ihr braucht keinen Stolz. Ihr habt Mich nötig. Stolz steht im Weg. Seid Mein Kind, und tut Meinen Willen, und wisst, dass alle in ihrer Beziehung zu Mir gleichwertig sind. Das kannst du nicht ändern. Alles, was du ändern kannst, ist deine Beziehung zur Welt, und der Stolz muss heruntergeschluckt werden, um das zu bewerkstelligen.

Engel gehen nicht stolz herum. Sie gehen nicht bescheiden herum. Sie gehen herum und sind Engel. Sie dienen Mir, und so sollst du Mir dienen.

HEAVEN #440 – 4.1.2002 – The Question of Love

DIE FRAGE DER LIEBE

Es ist nicht so, dass du liebevoll sein sollst. Es ist so, dass du liebst. Es ist nicht so, dass du die Rolle von jemandem einnimmst, der liebt. Es ist nicht so, dass du kopierst, wie das bewerkstelligt wird. Es ist nicht so, dass du es vortäuschst. Du gibst ihm statt.

Wenn du keine voll entfaltete Liebe spürst, dann sei, als ob du auf der Spitze eines Hügels stehst, und es gibt mehrere Richtungen, in die du gehen kannst. Du kannst Ost oder West, Nord oder Süd wählen. Du hast eine Wahl. Habe dieses kleine Gewahrsein der Wahl, wann es auf die Liebe hinausläuft, und wähle, mit jedem Seinswesen auf der Erde in die Richtung der Liebe zu gehen. Liebe geben ist keine erzwungene Sache, und gleichwohl ist es eine Wahl, und es ist die einzige, die du wählen musst.

Verleugne die Liebe nicht standardmäßg oder gewohnheitsmäßig.

Gelange in die Gepflogenheit der Liebe. Mache sie zu deiner Vorzugswahl.

Wir reden nicht vom durch Bewegungen gehen. Du bist bereits durch allerhand Bewegungen gegangen. Es geht nicht so sehr um die Bewegung, sondern darum, was hinter ihr ist. Liebe für einen Zweck außer für den Zweck ihrer selbst ist keine Liebe.

Wiewohl, du kannst befehligen, dass du nicht in Hass handelst. Wenn es sich um Hass handelt, den du auslassen möchtest, dann stoppe. Gehe eine Weile den Hügel hinunter. Wenn es sich um Überlegenheit handelt, die du auslassen möchtest, dann stoppe. Wenn du jemandem eine Lektion erteilen möchtest, dann stoppe. Sei die Lektion, und ein Anderer wird lernen. Aus deinem Willen heraus wird er nicht lernen. Er wird es von deinem Seien lernen.

Du kannst dich damit vertraut machen, dass du zur selben Zeit verletzbar wie auch unverletzbar bist. Du kletterst zusammen mit anderen Seinswesen, die die gleichen sind wie du, hinauf. Ihr seid Gottes Schöpfungen, und ihr seid Menschen, und ihr braucht nicht alles zu wissen. Ihr braucht im Leben kein Experte zu sein. Seid ein Exponent von ihm.

Seid dessen eingedenk: Es gibt keine kleinen Dinge. Alles was ihr sagt und tut und fühlt, hat einen großen Effekt. Es gibt keine kleine Freundlichkeit, Freundlichkeit ist immer groß. Es gibt keine kleinen Handlungen. Mache die deinen groß.

Du hast ein Bestreben, dir selbst gegenüber treu zu sein, aber du weißt noch nicht, was deine Wahrheit ist. Und deswegen nimmst du als gegeben an. Du nimmst als gegeben an, dass du dich an der einen Stelle befindest, und Andere an einer anderen, unterdessen Meine Kinder auf der ganzen Linie sich an einer Stelle befinden. Ihr, die ihr euch wie Fremde auf der Erde fühlt, seid tief in Meinem Herzen angesiedelt. Darin liegt eure Universalität. Und darin liegt eure Individualität, denn Ich liebe euch, euch, die ihr soeben gerade hier seid, ihr, die ihr soeben Meine Gedanken lest.

Sei ein robustes Individuum, nicht um dich selbst durchzusetzen, sondern um Mich zum Ausdruck zu bringen. Sei ein Führer der Herzen. Denke nicht, du leitest Menschen. Das ist ihnen sagen, was sie tun sollen. Es sind Herzen, die du leitest. Folge dem Meinen, und du wirst führen.

Im Universum gibt es eine Liebesparade, und du befindest dich in ihr. Indessen haben alle Paradeteilnehmer einzigartige Schritte und Routen, gar auch dann, als es nur eine Bestimmung gibt. Und alle werden sich auf dem Gipfel des Lebens begegnen. Und alle werden sich selbst allen gegenüber offenbaren.

Seid guten Mutes. Ermutigt euer eigenes Herz. Liebt euer eigenes Herz, und lasst es sich selbst zum Vorschein kommen. Euer Herz ist eure größte Stärke. Zurschaustellung von Stärke ist nicht Stärke. Liebe ist das.

Sei gegenüber der Liebe in deinem Herzen verletzbar. Fürchte sie nicht. Mildere sie nicht ab. Gib nicht vor, sie sei etwas anderes. Lasse die Liebe sein, was sie ist. Sie ist du.

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HEAVEN #441 – 5.1.2002 – You Are a Gift

DU BIST EIN GESCHENK

Wenn du Meine Liebe fühlst, ist sie für dich. Und sie ist für jedermann. Das ist der einzige Grund dafür, wieso du Meine Liebe derart viel zu den Zeiten spürst, wann du sie spürst; Meine Liebe ist voll und völlig. Sie ist nicht verzettelt. Sie reicht überallhin, und demnach, wo immer sie hinreicht, wird sie ausgeweitet. Sie prallt von sich selbst ab.

Ihr könnt nicht mehr von Meiner Liebe haben, denn ihr habt sie ganz. Sofern Meine Liebe ausschließlich für euch in Beschlag genommen wäre, hättet ihr nicht mehr von ihr. Ihr hättet weniger. Und so ist Liebe. Sie gehört niemandem. Sie gehört allen.

Ein Anfang für dich kann sein, dass du erkennst, wie du dem Universum ein Geschenk bist. Du bist keine Bürde. Du hast gedacht, du seist dem Universum gegenüber außenvor. Du hast gedacht, du seist unwesentlich. Du hast gedacht, du wärst ein Gewicht, und deswegen spürtest du die Welt als ein Gewicht.

Komme und bejahe, dass du ein Geschenk bist. Du bist Mein Geschenk, das Ich dem Universum gab. Ich erschuf dich, da du erschaffen gehörtest, und da es Mein Herz füllte, dich zu erschaffen. Ich traf die Wahl, dich zu erschaffen, und dennoch hatte Ich keine andere Wahl, da Mein Herz übervoll der Schöpfung ist.

Und, insofern erschuf Ich dich als eine Segnung. Einzig, du hast vergessen, wer du bist, und du hast dich als sonst jemand, als sonst etwas gedacht.

Es ist wichtig, dass du deine Wertigkeit zu erkennen beginnst, denn ohne dein Empfinden des Werts bist du gemindert, und deine Liebe wird zerquetscht. Aus dem Grunde – sobald du dich selbst mehr liebst, kannst du Anderen mehr Liebe geben. Du kannst sozusagen deine Liebe auswickeln und sie überall hin und her schwingen.

Es mag sein, du hast gedacht, du seist unwürdig, Liebe zu geben. Du magst gedacht haben, du habest dich hineingedrängt oder du habest Grenzen übertreten. In der Tat, wenn du Liebe gibst, überschreitest du Grenzen, mit denen du dich einschränkt hast.

Du brauchst keine Erlaubnis zum Lieben. Du brauchst keinen besonderen Rahmen an Umständen. Du brauchst dahin zu gelangen, deine Liebe zu erkennen und sie herauszulassen. Du kannst sie sogar herauslassen, ohne ihre Weite zu kennen.

Lasse heute ein winziges bisschen mehr an Liebe für dich selbst heraus. Wahr ist, du kannst nicht auf die Welt warten, bis sie dir Liebe übersendet. Sende du also der Welt Liebe. Sie braucht sie genauso sehr wie du.

Höre auf, auf das zu blicken, was mit der Welt falsch läuft und was bei dir nicht richtig ist. Das gleiche ist dabei nicht richtig. Es gibt kein unvollkommenes Bild. Und du hast dich der Unvollkommenheit anheimgegeben.

Du hast dem keinen Glauben geschenkt, dass mehr an dir sei, als die Augen sehen. Du hast nicht versucht, die Leerstellen auszufüllen, da du dachtest, es sei an dir oder am Leben auf der Erde nicht mehr dran. Du hast sogar gedacht, es gebe auf der Erde nur durchscheinendes Leben. Du hast gedacht, du vergeudest hier deine Zeit, diese Zeit, über die man dir erzählte, sie existiere nicht.

Aber du existierst. Wisse, dass du das tust, und dass es nicht nur Raum für dich sondern auch eine Nachfrage nach dir gibt. Du bist auf Erden eine Erforderlichkeit.

Beginne dich selbst als ein Geschenk zu erkennen, und fortan wirst du besser sehen, eine Menge geben und eine Menge in Empfang nehmen.

Gib heute etwas, das du noch nie zuvor gegeben, oder das du noch nie zuvor einem Einzelnen gegeben, oder dem du noch nie einen Gedanken geschenkt hast. Ja, schenke heute etwas einen Gedanken, über das du noch nie zuvor nachgedacht hast. Öffne den Kasten deines Geistes, und lasse dein Herz sich in alle Richtungen in die Liebe hinein ausdehnen, zu der es geboren wurde. Plaudere deine Liebe aus, insbesondere dir selbst gegenüber, und schau, was mit den Geschenken geschieht, die Ich auf der Erde platziert habe.

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HEAVEN #442 – 6.1.2002 – Be More Content

SEI ZUFRIEDENER

Worauf ist das meiste deines Denkens konzentriert? Zu viel auf dich selbst, und darauf, was du nicht erzielt hast. Zu viel auf dich selbst, und darauf, was dir als fehlend erscheint. Von dieser Plattform her gehen deine Gedanken in die Welt hinaus, und dort siehst du deine Fragmentierung.

Verbringe weniger Zeit mit deinen Sorgen und deinem Weh. Sie werden ausgefertigt.

Du denkst, es gebe weiße Stellen, und du habest sie aufzufüllen. Mit Bestimmtheit, du hast sie nicht mit weiterer Leere oder Beschwerde zu füllen. Lasse sie unbelegt, das ist allerdings nicht leer. Fülle sie mit einer Voransicht von Mr.

Nicht jeder Augenblick soll nicht mit dem voll sein, was man als Erfolg bezeichnet. Jeder Augenblick soll das sein, was er ist. Du kennst den Unterschied zwischen Misserfolg und Erfolg nicht. Das sind menschengemachte Begriffe. Sie sind nicht die Meinigen. Scheue das Konzept.

Im Leben, da unternimmst du einen Gang. Ein Schritt vor dem anderen. Das ist Erfolg, dein Gehen. Worauf dein Fuß zu einem bestimmten Zeitpunkt tritt, ist beiläufig. Mache das Beiläufige nicht monumental.

Höre mit dem Bemühen auf, etwas zu erreichen. Erreichen ist Anhäufen, oder der Versuch dazu. Manchmal denkst du, der Wert von dir bestehe in der einen oder anderen Leistung. Leistung ist nicht viel. Sie ist eine vorbeigehende Grille. Leistung ist nicht das Kennzeichen deines Lebens. Dasjenige, was erfolgt oder was nicht erfolgt, ist nicht-indikativ.

Setze für dich selbst keine unansehnlichen Ziele.

Setze deine Vision hoch an. Lasse die Ziele für sich selbst sorgen. Deine Vision hoch ansetzen ist nicht der Ausdruck für Vollbringung. Errungenschaft ist ein dümmliches Spiel, das du spielst. Du kletterst in den Punkten hoch, oder nicht. Notiere dir keine Spielstände. Besser, du lebst das Leben, wie es kommt, unterdessen du über das Spielfeld läufst

Es mag sein, das Spielfeld ist voller Blumen und Gras, oder es ist steinig. Das allerdings ist bloß das Terrain, über das du läufst. Das bist nicht du.

Du bist reines Licht, das über das Terrain geht. Setze dich nicht so sehr mit dem Terrain gleich. Setze dich mit dem Einen gleich, für den du gehst, mit dem Einen, auf den du zugehst, mit dem Einen, Der mit dir geht.

Was unter den Füßen ist, ist nicht stabil. Es ändert sich von Augenblick zu Augenblick. Du aber bist solide. Das innewohnende Du kennt nichts anderes als Größe. Deswegen spürst du so oft Bestürzung. Du denkst, das, was du bereits bist, sei unerreichbar, und demnach ruderst du mit den Armen, und demnach weinst du.

Wie kannst du erlangen, was bereits dein ist? Du greifst nach dem, was du bereits im Griff hast. Du machst dein Leben schwierig, weil du greifst. Du versuchst wie der Polizist zu sein, der den Verkehr regelt. Er hebt seine Hand mit den Handschuhen, und der Verkehr hält an, oder er fährt weiter. Du kannst deine Hand zum Halten oder zum Fahren hochhalten, das Leben aber beherzigt deine Befehle nicht.

Sei zufriedener. Sobald deine Beachtung weniger auf dir zu liegen kommt, bist du zufriedener. Rufe das Leben zu dir her, doch befehlige es nicht herum. Stoße es nicht weg. Bringe das Leben nicht dazu, dass es dir einen Gefallen erweist. Lass es sein, was es ist. Bald genug wird es etwas anderes sein.

Dein Leben ist ein Buch, das du liest. Ein Kapitel ist zuende, ein anderes beginnt, und alles ist ineinander verschlungen. Es sind deine Augen, die über die Seiten wandern. Die Seiten kommen mit deinen Augen zum Leben. Deine Augen lesen und dein Geist übersetzt.

Zum einen Zeitpunkt liest du ein Buch, das dir gefällt. Ein anderes Mal tut es das gleiche Buch nicht. Bleibe einfach dabei und blättere die Seiten um, und sieh, was passiert. Was deines Erachtens nicht passieren sollte, muss es nicht.

Auf diese Weise frustrierst du dich selbst. Du denkst, die nächste Seite müsse das enthalten, was du sagst, freilich muss sie nur das enthalten, was sie enthält.

Sei ein objektiver Leser deines Lebens, kein Einwände Erhebender.

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HEAVEN #443 – 7.1.202 – What Rules You?

WAS BEHERRSCHT DICH?

Manchmal hast du derart stark vor einer Zurückweisung Angst, dass du im Leben einfrierst. Du wirst immobil. Deine Angst vor Verletzung wird größer als jede Verletzung, jedoch, was ist Verletztwerden? Was ist das, was verletzt wird? Deine Gefühle? Was sind sie? Eine Schutz- und Reaktions-Vorrichtung. Sie sind eine Barriere. Sei deinen Gefühlen gegenüber nicht so dienstwillig.

Lasse deine Gefühle verletzt werden und dein Leben sich in Bewegung setzen. Verletztwerden ist besser als Angsthaben. Zum wenigsten – wenn du verwundet bist, ist es vorüber. Es gab eine Entwicklung dorthin, und es verlief so und so, und jetzt gehst du mit dem Nachlauf um.

In Wahrheit aber gibt es keine Nachwehen, mit Ausnahme solche aus deiner eigenen Anfertigung. Die verletzten Gefühle sind eine kleine Schlacht mit dir selbst. Wo existieren deine Gefühle, und wie gelangen sie dazu, verletzt zu werden? Von welchem Gefilde reden wir gerade?

Das Ego ist stets mit Resultaten befasst. Das Ego hat Erwartungen, und eine davon lautet, dass es nicht verletzt werden möchte. Es ist immer mit einem Bild von Resultaten unterwegs. Manchmal lebst du das Leben, so, als seien deine Ego-Gefühle, hoch und runter, die Gesamtsumme des Lebens. Vielleicht ist es deine Konzentration auf deine Gefühle, was sich zu ändern hat. Nun ist es für dich an der Zeit, sie hinter dir zu lassen. Du bist ein Wackelpudding an Gefühlen. Habe auf mehr acht als auf deine Gefühle.

Du weißt, worüber Ich rede. Kümmere dich um das, worum du dich kümmerst, aber kümmere dich um etwas Größeres als darum, wie ein Anderer oder die Welt auf dich reagiert. Verletzte Gefühle kommen nicht vom Herzen. Sie sind für das Herz ein Hindernis. Dein Herz ist nicht das Ego. Du versuchst, dort dein Ego abzunudeln, und nennst es das Herz, aber das Ego klimpert auf einer traurigen Banjo.

Überrage dein Ego. Tritt ihm auf den Kopf. Mach dir nichts draus. Gehe trotzdem weiter.

Du brauchst keinen schützenden Panzer. Du brauchst keine Rüstung. Du brauchst Ehrlichkeit, und du hast es nötig, im Leben voranzugehen, nicht als Frontsoldat, dem Schmerz unheilvoll geweiht, sondern als ein Herz, das sich selbst vorprescht.

Sei dir selbst gegenüber ein Held. Erhebe dich vom Boden. Höre auf, dich einzugraben. Setze dich stattdessen frei.

Was für eingebildete Schlachten führst du mit dir selbst? Frage dich selbst, wovor du Angst hast, es zu tun. Frage dich selbst, welchen winzig kleinen Schritt du Angst hast zu nehmen, Angst, nicht so sehr, was sich zutragen könnte, indes mehr Angst, dass du zu schwach wärst, damit umzugehen. Du denkst, du hast Angst davor, niedergeschlagen zu werden, aber eigentlich hast du Angst, hinterher ins Schluchzen zu geraten. Du hast Angst, dass du schwach bist, und dass deine Schwäche bekannt wird.

Du läufst unter einer fehlgeleiteten Prämisse daher. Beseitige sie. Du bist nicht schwach. Du bist stark. Nimm dies als gegeben.

Du denkst, du habest im Leben Vielem widerstanden, doch allem, was du widerstanden hast, sind Wellen, durch die du geschwommen bist. Du bist durch die Vergangenheit geschwommen. Was dich dazu bringt zu denken, dass du nicht weiterhin durch und über die Vorkommnisse des Lebens hinaus schwimmen könnest. Sieh dich selbst als einen Schwimmer, und nicht als einen sich Verhaspelnden.

Du schwimmst mit Schwimmschwüngen. Du gehst Schritt um Schritt. Das ist alles, was du tust. Mehr kannst du nicht. Und weniger kannst du nicht.

Tritt deinem Ego auf den Schlips. Lasse es dich nicht regieren. Alle Ängste sind klein. Mache sie nicht groß.

Lasse nicht deine Ängste darüber, was Andere von dir denken mögen, dein Leben betreiben, im pro oder contra. Was Andere über dich denken mögen, sind deren Gedanken, und du bist durch deine eigenen geleitet. Wenn du durch Angst vor Verlegensein, durch Versagensangst, durch Angst, ausgelacht zu werden, geleitet bist, wodurch bist du dann geleitet? Was für Ketten hast du dir rund um dich gelegt?

Hüpfe ins Leben. Nimm große Schwünge. Keine Zehenspitzen mehr. Schreite aus.

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HEAVEN #444 – 8.1.2002 – Your Place with God

DEIN PLATZ BEI GOTT

Es ist nie ausreichend, etwas nur für sich selbst allein zu tun. Das befriedigt dich nicht oder nicht lange. Es ist leichter, es für Andere zu tun, und auch das ist indes nicht genug. Nach einer Weile flaut der Kitzel ab, und du bleibst mit Hausaufgaben zurück, und die Freude ist fortgeflogen. Die Arbeit wird zur Flaute. Das ist der eine Grund, weswegen du auf Neuheit aus bist. Besser, auf Mich aus sein.

Wasimmer du tust, tue es mit Mir im Sinn. Sobald du es für Mich tust, wirst du dich ertragreich fühlen, dies mehr als fruchtlos. Das ist ein simpler Weg, um ein Gewahrsein Meiner bei dir zu behalten.

Heute, wenn du dich anziehst, fasse ins Auge, dass du dich für Mich anziehst. Trachte danach, dich für Mich anzuziehen, nicht bloß Kleider überzuwerfen. Heute, wenn du kochst, dann schau zu, dass du für mich kochst. Du wirst mit großer Liebe kochen. Heute, wenn du jemanden auf der Erde grüßt, sieh, dass du für Mich grüßt. Du wirst mit großer Bewusstheit grüßen.

Biete Mir dein Leben dar, und du wirst einen prächtigen Energieschwung spüren. Du wirst dich selbst angehoben und dein Leben leichter fühlen.

Es ist keine Plackerei, für Mich etwas zu tun. Es ist Erleuchtung.

Falls dir etwas schwer wird oder es dir zu lange überhängt, dann hast du vergessen, für Wen du es tust. Falls du denkst, du bewirbst dich um Arbeit auf Geheiß des Menschen auf der anderen Seite des Schreibtischs, bemogelst du dich selbst. Falls du denkst, du dienst einem Anderen dir oder ihm zuliebe, hast du beide betrogen. Diene einem Anderen Mir zuliebe, und du wirst bereichert.

Welch eine Formel! Das ist keine Verfügung. Das ist Wahrheit.

Ich gab dir Leben, und du anerkennst es.

Ich gab dir die Sonne und den Mond und die Sterne, und jetzt lüftest du einfach den Hut.

Ich bevölkerte die Erde, und du bejahst das Zeichen, das Ich über dir machte.

Ich gab dir Weideländer und fühlende Wesen, um darauf umherzustreifen, und damit du dein Verwalteramt einnimmst.

Es geht nicht um Verantwortung, die Ich dir gebe. Das ist Entgelt, den Ich dir gebe. Das ist Freude, die Ich dir gebe.

Wenn dir etwas wie eine Bürde oder zu viel für dich scheint, hast du deinen Platz im Universum vergessen, wie auch den Zweck deines Lebens. Es ist nicht so, dass du unverantwortlich geworden bist, es ist so, dass du zu verantwortlich geworden bist, so, als hättest du dein Leben mitsamt einem begrenzten Übriggebliebenen von ihm ganz alleine zu tragen.

Das wäre viel zu viel. Das wäre für eine einzelne Seele zu viel zu tragen.

Nimm Mich als den Segen in Betracht, den Ich dir sandte, damit du nie wieder verdrossen, nie wieder einsam, nie wieder verschollen gegangen bist. Sieh Mich als den Segen, den Ich dir, der du Mein Segen bist, sandte.

Segne Mich mit deinem Leben zurück. Ein winziges Anerkenntnis deines Schöpfers wird dich ungeheuer zu Kräften kommen lassen. Ein wenig von Mir geht einen weiten Weg. Ich bin so weit wie du gegangen.

Und jetzt streichst du dein Leben über das Universum entlang. Du wickelst deinen kleinen Dienst rund um das Universum, und du wickelst ihn unter Wiedererkennung Unserer Beziehung herum.

Was, denkst du, würde der erschaffenen Welt widerfahren, sofern Alle Meine Gegenwart anerkennen und Alle ihren stillen Dienst an Mir bestätigen? Das ist Wiedererkennen. Was wäre, wenn jedermann in der steinigen Welt seinen Platz bei Mir, und somit seinen Platz in der Welt wieder erkannte?

Ihr belegt alle den gleichen Ort. Ihr seid alle ein Geschenk Meiner von gleichem Wert. Es gibt nur Kostbarkeit, die Ich euch zuordne. Bejaht die Kostbarkeit, die Ich auf euch legte. Ich habe nicht den einen höher und einen anderen niedriger geschätzt. Ihr alle tragt das gleiche Preisschild. Ihr kommt vom gleichen Hersteller, und ihr seid von gleicher Qualität. Wenn ihr zu bunt Zusammengewürfteltem wurdet, so liegt das daran, dass ihr euch selbst vom Ständer genommen habt. Legt euch zurück, und ihr werdet wiederbelebt.

Schließt euch in Meiner Akzeptanz von euch Mir an, und akzeptiert Mich als einen erhabenen Bestandteil eures Lebens, als einen Bestandteil, der in Einssein geteilt und ausgetauscht wird. Bringt Toasts auf Mich aus. Erhebt euer Glas auf den Schöpfer von allem. Stoßt in stiller Anerkennung euer Glas mit Allen Meiner Schöpfer an. Es ist um euretwillen, dass Ich darum bitte, wiewohl, ihr müsst es um Meinetwillen tun.

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HEAVEN #445 – 9.1.2002 – You Are a Flute of God’s Love

DU BIST EINE FLÖTE DER LIEBE GOTTES

In Bezügen des Geistes zählt das Geschlecht nicht. Geschlecht ist Teil der Welt. Und dennoch sind männlich und weiblich unterschiedliche Energien. Gedanken von Gott Vater oder von Gott Mutter drücken verschiedenartige Energie aus, und rufen bei dir leicht verschiedene Energie hervor. Aber du bist alles, und demnach bist du männlich und weiblich, und gleichwohl transzendierst du alldas.

Du bist wie eine Flöte mit hohen und tiefen Tönen.

Du bist ein Ausdruck Meiner Liebe.

Im Menschlichen Leben, wird dort das Männliche als unpersönlicher angesehen als das Weibliche? Wird der Mann als stärker gesehen, und bedeutet das weniger zärtlich?

Wiewohl, alle sind Meine Kinder, und alle sind zart. Es gibt nicht eines, das es nicht ist.

Es mag sein, du hast dich verhärtet, du hättest allerdings diesen Gedanken nicht, wenn du nicht die Zartheit selbst wärst.

Männlich oder weiblich, du musst nicht derb sein.

Du brauchst kein rauhes Äußeres.

Du brauchst überhaupt kein Äußeres.

Sei eins mit dir selbst. Wenn du du und nicht sonst jemand bist, dann sei, wer du bist. Du brauchst dich nicht auf eine Schlacht vorzubereiten. Dir steht es an, deine Rüstung abzulegen.

Es gäbe kein Bedürfnis zu weinen, gäb es keine Rüstung. Rüstung verstrebt sich selbst, und dann wird sie getroffen.

Genauso wenig brauchst du dich auf die Liebe vorzubereiten. Du wirst nicht zerbrechen.

Sobald du deine Zartheit annimmst, wirst du dich der Erde und ihren Bewohnern andienen. Sobald du deine Zartheit annimmst, wirst du Hindernisse aus dem Weg geräumt haben.

Du brauchst nicht großzutun.

Du brauchst nichts zu beweisen.

Alles, was du zu tun hast, ist Seien. Wieso scheint das so schwer? Sobald du deine Verteidigungen herunterlässt, werden nur deine Verteidigungen herunterfallen. Nicht du wirst fallen. Du wirst dich erheben. Zartheit ist eine hohe Schwingung.

Zartheit ist nicht Schwäche. Vortäuschung ist Schwäche. Jedes Vortäuschen ist Schwäche. Vortäuschung ist ein gemanagtes Zudecken. Vorgetäuschte Zartheit ist nicht besser als vorgetäuschte Stärke.

Finde heraus, was wirklich bei dir ist. Führe dich nicht mehr länger an der Nase herum.

Sobald du das Wirklichsein von dir erkennst, wirst du das Verhehlen Anderer erkennen, und deren Fassade wird schier vor deinen Augen zusammenfallen. Du wirst wissen, wann Lächeln Lächeln ist oder wann es falsch ist. Du wirst auch die Wahrheit erkennen, die Rauhheit unterliegt.

Sofern du jetzt nicht mit deiner Zartheit vertraut wirst, wirst du verbittert werden. Ich weiß, du möchtest nicht bitter sein.

Bitterkeit kommt als Resultat der Verleugnung des Selbst einher. Sofern du deine Lieblichkeit verleugnest, was kann da anderes herankommen als Bitteres? Sofern du Bitterkeit spürst, hast du deine Lieblichkeit zurückgehalten.

Eine Rose zögert nicht, eine Rose zu sein. Sie sagt nicht, dass ihre Lieblichkeit und ihre rosige Farbe fehlverstanden werden würden. Eine Rose widerspricht sich nicht selbst, im Anlauf, sich zu verstecken. Eine Rose erhebt sich zur Sonne und entfaltet ihre Blütenblätter. Eine Rose macht es Anderen nicht schwer, zu erkennen, wer und was sie ist. Eine Rose versteckt oder entstellt sich nicht selbst. Sie bringt schier ihre Rosenhaftigkeit zum Ausdruck.

Was drückst du aus? Bist du weniger als eine Rose?

Ich denke, nicht.

Ich denke, du bist das gleiche wie eine Rose. Bloß streifst du mehr umher und hast du mehr Gestrüpp.

„Aber eine Rose hat Dornen“, sagst du. „Wie steht es um die Rosendornen?“

Sie sind Teil einer Rose, aber nicht Teil von dir. Die Dornen stärken den Rosenstamm, aber natürlicherweise wachsen keine Dornen an dir. Adoptiere keine Dornen an dir, weil sie kein Teil dessen sind, wer du bist. Meine Menschen-Kinder sind dornenlos, aber sie sind nicht hilflos.

So lange wie du denkst, du seist hilflos, lässt du Dornen wachsen.

Du brauchst keine Abwehr. Höre auf, sie wachsen zu lassen. Sie trennen dich ab. Sie verzieren dich nicht. Sie ziehen von dir ab.

Sei die Flöte, die Rose, das Seinswesen, das du bist. Sei Mein Kind auf Erden, und erhebe dich bei eben dem Anlass. Du bist der Anlass von Mir.

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HEAVEN #446 – 10.1.2002 – You Are an Apprentice

DU BIST EIN AUSZUBILDENDER

Sauge Meine Liebe auf. Sie ist für dich. Meine Liebe aufsaugen ist mehr als bewusstes Gewahrsein von ihr. Sie ist sie auftrinken. Sie ist das Licht Meiner Liebe jede Zelle von dir betreten lassen. Sie ist entspannen. Meine Liebe ist zum sich in sie hinein Nachlassen. Löse dich in Meiner Liebe auf. Kenne die Erholsamkeit von ihr. Bausche dich in ihr.

Wenn du dich angespannt fühlst, hast du dich eine Zeitlang aus Meiner Liebe herausgezogen. Sobald du der Angespanntheit gewahr wirst, ist die Zeit da, dass du Mich an die Stelle des Straffziehens setzt. Meine Liebe wird durch dich hindurchschmelzen. Weiche dich in Meiner Liebe ein. Sie ist die Substanz und die Nachhaltigkeit von dir.

Du kannst in Meiner Liebe stehen, oder kannst in sie krabbeln, indes bist du berechtigt, hereinzukommen. Meiner Liebe ist es kein Unterschied, wie du sie begrüßt. Von Belang ist, dass du sie begrüßt. Akzeptiere Meine Liebe als die deinige.

Heiße Meine Liebe willkommen.

Trinke von ihr.

Ich bin für dich, so wie du für Mich bist. Wir sind in Unserem Einssein unüberschaubar.

Unsere Liebe fließt über ihre Ufer. Es gibt keine Ufer. Unsere Liebe kann nur überfließen. Sie umfängt alles, und sie hebt sich an, Unsere Liebe. Sie steigt zum Himmel empor, woher sie kam. Sie bedeckt das Universum, die süße Milch Unserer Liebe.

Du warst im Himmel in Flaschen abgefüllt und wurdest zur Erde gesandt, um sie von ihrem Umherirren zu befreien.

Wenn du in der Welt mehr atmest, als du Meine Liebe atmest, irrst du umher. Aber du bist nicht verschollen. Ergehe dich, wenn du möchtest, aber Umherirren beinhaltet eine Verlorenheit, so als ob du du weißt nicht wohin wanderst.

Sofern du umherlaufen musst, dann laufe in Meine Arme. Entdecke dich dort selbst. Dann wirst du, während du läufst, eine Spur der Liebe hinterlassen. Das ist alles, was du tun kannst. Du kannst nicht mehr, als eine gemahnende Erinnerung an Mich zu hinterlassen. Das ist deine Bestimmung. Du steckst Zettel Meiner Liebe in den Wolken der Welt fest.

Du bist wie ein Dekorateur. Du bringst Schönheit vor Ort.

Du bist wie ein Zimmermann, der Holzteile zusammenfügt und etwas Schönes erschafft. Schön ist nützlich.

Du bist wie ein Schuhmacher, der Sohlen auf Schuhe hämmert, damit Ich darin besser gehen kann.

Du bist ein Künstler, der zum Leben ausgebildet wird. Das Leben ist, was du zeichnest und was du in Farbe setzt. Jeder Gedanke, jede Idee, jedes Wort und jede Handlung ist ein Pinselstrich von dir auf der Leinwand des Lebens. Ich gab dir eine große Leinwand, sie zu füllen. Auf die eine oder andere Art füllst du sie. Du könntest es genauso gut zu großer Kunst machen. Du brauchst nicht hinzuschmieren und hinzukritzeln. Du kannst mit deinem Leben erschaffen. Du erschaffst dein Leben, und du kannst mit ihm erschaffen.

Was möchtest du gerne erschaffen? Welches Vermächtnis? Dann beginne jetzt. Es gibt keinen Bedarf zu warten. Nichts, worauf es zu warten gilt. Alles, was du zu tun hast, ist, heute zu beginnen.

Wenn das Meiste, was du heute tun kannst, darstellt, nach Größe zu trachten, dann trachte nach ihr. Trachte, und Größe wird sich ihrer selbst annehmen.

Es ist da ein großes Erheben von Größe in der Welt zu verzeichnen, und du bist ein Teil von ihm. Da ist ein Marsch zum Himmel, und du wirbelst mit deinem Stab.

Du bist ein Bandleader. Du bist mehr als ein Publikum. Du bist ein Vorführer. Du befindest dich auf der Bühne. Du bist zu deiner eigenen Freude daran, und um zu inspirieren, dort oben.

Trachte danach zu inspirieren. Ziehe die Sonne zu dir her. Sie zergeht nach dir. Lasse den Wolken ihren Lauf, und du komme zu dem Meinigen.

Lasse Mich die Melodie sein, auf die du marschierst.

Lasse Mich das Licht in deinem Auge sein.

Lasse dich heute der Sendbote Meiner Liebe auf Erden sein.

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HEAVEN #447 – 11.1.2002 – Want More Energy?

MEHR ENERGIE GEFÄLLIG?

Es ist eine Frage der Energie.

Alle Energie kommt von Mir, und gleichwohl ist sie an dich und durch dich weitergeleitet, und somit erneuert sich die Energie der Welt. Du erhebst keinen Anspruch auf die Energie eines Anderen. Sie gehört jenem, und die deine gehört dir, und du besinnst dich, dass alle Energie von Mir ist. Ich werde dir mehr geben.

Meine Energie wird nie aufgebraucht.

Ich bin von dort, woher deine Energie kommt. Nicht vom Schokoriegel. Nicht von sonst jemandem. Meine Energie mag durch dich zu einem Anderen hingehen, doch entsinne dich der Quelle.

Füttere Andere ohne Appetit nicht, sonst schwächst du sie. Du sollst ein Stärker von Anderen sein.

Du wirst große Energie haben, wenn du dasjenige tust, was an dir ist, es zu tun. Nichttun nimmt von deiner Energie fort. Anhäufung nimmt von deiner Energie weg. Gehenlassen frischt deine Energie, Meine Energie, mit der du in dir reichlich versehen bist, auf.

Wären dir 100% Energie zugänglich, was würdest du dann tun? Und was würdest du nicht tun?

Hättest du 100% Energie zugänglich, wie würdest du dein Leben anders machen?

Doch warte nicht darauf, dass du Energie herbeizitierst. Folge deinem Pfad, und du wirst auf Energie scharfgestellt sein.

Energie ist Licht, und du bist Licht. Und du bist dafür bestimmt, Mein Licht zu scheinen, damit es alle sehen. Je mehr du Mein Licht scheinst, desto mehr ist dir Mein Licht von Nutzen.

Du hast bereits 100% Energie, aber du hast sie dahergeschleift. Du hast sie gelagert. Du hast sie reguliert. Du hast sie niedrig gehalten. Lasse Meine Energie frei, die inwendig in dir ist.

Ein Mangel an Erkenntnis für den Grund des Seins hat dich stets entleert belassen. Du hast dich nicht aufzupumpen. Höre einfach auf, dich selbst niederzustoßen.

Da ist ein Horizont, auf den du zugehst. Setze dich zu ihm in Bewegung. Schweife nicht ab. Trödle nicht herum. Weiche nicht aus. Hopse.

Wenn du dich dem Schlagen Meiner Trommel widersetzt, bist du müde. Du trägst zu viel selbst, und deswegen schleppst du dich durch.

Das Gewicht, das du trägst, liegt in deinem Geist. Du denkst, du seist ein einsamer Träger der Welt, und dass du sie über eine Wüste trägst.

Du bist ein Beförderer der Welt, aber sie hat kein schweres Gewicht. Du bist die Welt, und du trägst einzig dich selbst.

Sei findig. Erleichtere die Ladung, die deine Einbildungskraft auflud. Für dich gibt es keine Sackgassen. Keine Hindernisse. Ergreife vor früheren Gedanken die Flucht. Beschränktes Denken ist dein einziges Hindernis. Was Ich dir sage, ist wahr.

Sobald du verstreuten Hindernissen auf deinem Pfad keine Beachtung schenkst, wirst du gedeihen. Nichts kann ein Kind von Mir stoppen, mit Ausnahme dasjenige, dem es Glauben schenkt.

Schenke Mir Glauben, denn Ich werde dich nie anhalten. Ich werde dich hochheben. Ich werde dich hochfegen. Ich werde dir eine Beschleunigung auf den Weg geben, und du wirst fliegen, so gut wie es dir tut.

Du hast deine Füße hinterhergeschleppt, dies aus dem einen oder anderen Grund, keiner davon ist stichhaltig.

Wenn du soeben nicht an dich selbst glauben kannst, dann glaube an Mich. Ich werde Mich für dich einsetzen. Ich setze Mich für dich ein. Ebendas tue Ich. Ich gebe Mich dir, sodass du nach vorne zischst. Mich brauchst du nicht, um dort zu bleiben, wo du bist. Du brauchst Mich nicht, um rückwärts zu gehen. Einzig um voranzukommen brauchst du Meine Sicht, Meine Sicht von dir. Ich setze Mich nur für Champions ein. Nimm ein neues Bild von dir ein. Bebildere dich selbst, wie du an der Spitze läufst. Male dir ein Bild, wie du führst. Male dir ein Bild, wie du Mir folgst.

Schaue mehr zu Mir als zur Welt. Die Welt wird dich nicht vorantreiben. Sieh die Welt als Massen-Ego, und du wirst anfangen, die Welt von weitem zu hegen. Du bist hier, um die Erde aufrechtzuerhalten, und du tust das, indem du zu Mir schaust.

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HEAVEN #448 – 12.1.2002 – Begin

BEGINNE

Aller Segen auf dir.

Meine Sicht ist eine der größten Segnungen, die Ich dir gebe., und eine, die von dir am allerwenigsten zunutze gemacht wird.

Mache dir eine Vorstellung von Meiner Sicht. Mache dir eine Vorstellung von Meinem kosmischen geistigen Bewusstsein und Herzen. Und mache dir eine Vorstellung, dass sie die deinen sind. Was dann?

Mache dir die Vorstellung, ein jeder Sprung des Herzens sei ein Komet, der den Himmel kreuzt, ein Komet, der voll am Rasen ist, um auf einen Stern zu treffen und um den Mond auszugliedern.

Begib dich in die Vorstellung der allseitigen Verbundenheit von alles mit allem.

Stelle dir das Netz Meines Denkens über das Universum hinweg vor.

Du wagst es nicht, Meine Sicht anzunehmen. Du hast Angst, sie werde in deinen Händen zerbrechen.

Dir wird ein großer Diamant dargeboten, und du hast Angst, dass du für ihn nicht gut genug seist. Du befürchtest, du würdest ihn fallen lassen oder würdest ihn irgendwie vermasseln, wie du das bereits mit so manch anderem getan hast. Du hast Angst, dass Mein Dargebot an Großer Liebe und Großer Weisheit ein Köder oder ein fortwährender Irrtum vor dir sei. Du fürchtest, du werdest zum Rand eines tiefen Kliffs geführt, und demzufolge wartest du zu.

Indes sind es große Höhen, zu denen Ich dich gerne heben möchte. Und damit das geschieht, hast du deine Füße von dort fortgehen zu lassen, wo sie sind. Wie ist es möglich, dort zu bleiben, wo du bist, und sich gleichwohl zu neuen Höhen zu erheben?

Unter bleiben wo du bist meine Ich, wo dein Geist ist, wo deine Gedanken sind, wo das Ungeklärte und Zurückbleibende von dir residiert.

Zur Zeit ist es so – wenn dein Herz hüpft, bringst du es zurück.

Du bist ein Drachen am Himmel, und du lässt die Schnur schlaff werden.

Du fürchtest, los zu lassen. Du fürchtest dich, hochzusteigen. Ebenso fürchtest du dich, in dem Unbehagen, wo du bist, zu bleiben, und demnach nennst du es Behagen. Du kannst im Dunkeln das Vertraute finden. Du kannst dein gewohntes Vertrautes im Dunkeln finden. Aber es ist im Licht, in dem du das wirkliche Vertraute, das lange verschollen gegangene Vertraute, das langersehnte Vertraute findest.

Gleich, wie du es versuchst, du kannst nicht vergessen, dass du mehr bist, als das, was du zur Zeit zur Schau stellst oder zulässt. Der Unterschied zwischen deinem kauernden Selbst und dir selbst in ungezügelter Weise ist enorm.

Du hast Angst, dich außer Kontrolle zu begeben. Du hältst an dem lieben Leben fest, deine volle Existenz liegt allerdings nicht in den Begrenzungen. Du kannst dich nicht zurückhalten und dich hinauswagen. Du kannst nicht innerhalb der Linien bleiben und die Vollheit sein, die du bist, und demzufolge hast du dich kontrahiert und verbliebst innerhalb der Beschränkung.

Brich aus einer auferlegten Beschreibung aus. Ent-beschreibe dich selbst. Zeichne ein neues Bild, eines ohne Linien. Säume dich nicht ein. Verschleiere die Kanten nicht. Entferne sie. Habe ein anderes Konzept inne.

Komme zu Mir. Komme zu Meiner Liebe und zu Meiner Sicht. Sie sind dein. Sie sind für dich. Für wen sollten sie sein, sofern nicht für dich?

Entleere dich von allem Vorgefassten, sodass Ich dich mit Mir Selbst zu füllen vermag. Höre auf, so viel mit dir herumzutragen. Lasse Verschulden hinter dir. Verabschiede dich von vergangenen Ereignissen. Wirf alte Gedanken fort. Höre auf, sie zu wiederholen. Verlängere dich zum Himmel, denn ihm gehörst du zu.

Lasse deine Augen hoch schauen. Du kannst in Meine Augen sehen, und du kannst durch sie sehen. Du bist viel-sehkräftig, und deine Sicht dreht sich in zahlreiche Richtungen. Du hast Scheuklappen getragen, und du hast nur hindurchgelinst. Du hast nur Nahes gesehen. Du hast nur Einzelheiten gesehen, und damit hast du dich in ihnen verloren.

Hebe deine Blicke, sodass du mehr sehnen kannst. Trachte nach Höherem. Nimm ein leeres Blatt Papier, und sieh, was in Erscheinung tritt. Sieh die Farben, aus denen du gemacht bist. Beschränke ihr Strömen nicht. Folge ihnen.

Ich habe ein schönes Bild von dir, und Ich möchte es dir gerne geben. Ist heute der Tag, an dem du die Wahrheit bejahen möchtest, die Ich dir aushändige? Schau in den Spiegel Meiner Augen und sieh deine Herrlichkeit, und flamme sie hervor, sodass alle die Ausmaße von dir, Ausmaße, die noch ungeschrieben sind, sehen können. Falte die Seiten deines Lebens auf. Beginne.

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HEAVEN #449 – 13.1.2002 – Ideas, Desires, Dreams, Creativity

IDEEN, BESTREBEN, TRÄUME, KREATIVITÄT

Warum gibt es Berge? Du kannst dadurch auf ihnen klettern.

Warum gibt es Berge? Du kannst dadurch auf sie klettern und über sie hinweg sehen.

Warum gibt es Berge? Du kannst dadurch auf sie klettern und über sie hinweg sehen und wie auf einen Schlag Bescheid wissen, dass du dorthin gehst, wohin du siehst.

Sieh etwas, und du wirst zu ihm hin gehen. Wenn du es nicht siehst, könnte es genauso gut nicht dort sein.

Ein Berg voller Schätze könnte sich vor dir befinden, wenn du allerdings die Schätze nicht siehst, sind sie außer deiner Sicht, und demnach befinden sie sich außerhalb deines Zugriffs.

Wenn du die Schätze vor dir siehst, befinden sie sich in deiner Reichweite. Deine Augen haben sich an ihnen festgemacht, und du hast sie zu den deinen gemacht.

Ungesehenerweise befinden sie sich nicht in deinem Gewahrsein.

Gesehenerweise kehren sie dir nicht den Rücken zu.

Jeder weiß, dass es auf der anderen Seite eines Berges, auf der anderen Seite der Welt, auf der anderen Seite deines Denkens etwas gibt.

Vielleicht ist die Zeit da, deine Gedanken umzukehren.

Wenn du denkst „Ich kann das nicht“, fange an zu denken „Ich kann das tun.“ Nimm dich nicht aus dem Rennen, bevor du startest.

Wenn du denkst „Ich bin nicht klug genug“, fange an zu denken „Ich bin mehr als klug genug. Ich bin über alle Maßen klug. Ich bin Gottes, allemal.“

Beginne zu denken: „Sofern ich eine Idee von der Größe eines Traums habe, dann habe ich ihn aus einem Grund. Die Idee soll mich anrühren, nicht dass ich sie fortstoße. Ich möchte meinen Ideen nachgehen und schauen, wohin sie mich nehmen. Träume kommen aus gutem Grund zu mir.“

Wenn du denkst „Ich bin nicht gut genug“, dann lege diesen Gedanken weg, doch bewahre deinen Traum. Schicke deine Ideen nicht weg wie Kinder im Klassenzimmer. Die Schule ist nicht aus. Entlasse jede Idee, dass du nicht gut genug seist, um eine große Idee zu haben, oder dass du zu jung oder zu alt oder zu weit weg von ihr seist. Du bist derjenige, der sie hatte. Es war bestimmt, dass sie zu dir kommt. Eine Idee fand dich.

Deine Ideen sind Köder zu mehr Ideen und zu großartigeren Träumen und zu größerer Pracht im Entwurf des Lebens. Dein Leben übt große Macht aus. Deine Ideen führen dich nicht in die Irre. Sie leiten dich.

Analysiere deine Ideen nicht so sehr. Finde keinen Fehler in ihnen. Du kannst immer die Störstelle finden. Mache dir nichts aus den halsbrecherischen Gründen, sie nicht auszuführen. Es existieren mehr Gründe, sie auszuführen. Zum Mindesten steht es dir an, sie auszuführen, da die Idee zu dir gekommen war.

Es ist nicht die Welt, die dich beschneidet. Du beschneidest dich. Öfters schneidest du den Zweig von dir zurecht, sobald er zu wachsen anfängt. Du schnippst ihn ab. „Besser ich schneide ihn ab, als dass es sonst jemand tut“, denkst du für dich. „Besser, einem Traum nicht zu folgen, als einen Versuch zu unternehmen und zu scheitern.“ Höre auf, dich abzumahnen und anzuhalten.

Fange an, deine Träume zu unterstützen und sie bis zur Frucht zu führen. Deine Träume sind nicht trügerisch. Du entschlüpfst ihnen.

Wenn du denkst, du habest keine aufwärts und vorwärts gerichteten Ideen, dann hast du sie blockiert – oder du versuchst, sie zu erzwingen. Ideen und Träume kommen von alleine. Sie sind im Grunde nicht die deinen. Sie sind Meine Ideen, die zu dir kommen. Beginne dich hervorzuwagen und den Ideen nachzugehen, die dich erreichen. Ich streute sie auf deinen Pfad. Fasse sie. Habe keine Angst vor ihnen. Versagen ist ein menschengemachtes Konzept. Es gehört ganz und gar nicht Mir zu. Nimm Meine Konzepte her, und nicht die unsesshaften der Welt. Sei eingedenk Wer du bist, und sei eine Weile mit Mir müßig.

Viele Male haben Meine Kinder einen Gedanken, eine Idee, einen Traum, ein Bestreben, und sie gehen die Schritte und die Ausgänge, bevor sie beginnen, aufs Genaueste durch. Tut das nicht mehr. Das Leben ist kein Betrieb, für den du im voraus Spalten zusammenzuzählen und den offensichtlichen Profit zu errechnen hast. Das ist dem Fortschritt ein Gräuel. Fortschritt ist nicht am Endresultat zu messen. Desgleichen ist er nicht an seinen Zuwächsen zu messen. Er ist überhaupt nicht zu messen.

Das Leben ist kein Geschäftsunternehmen. Es ist nicht Gewichte und Messungen.

Ein Erstreben ist ein Impuls. Die Stärke deines Erstrebens wird dich befördern. Gleich, wie gut analysiert und profitabel projektierte Resultate sein mögen, die Resultate tragen dich nicht. Das Resultat ist nicht ausreichend. Es ist dein Erstreben, was dich befeuert, nicht das Ergebnis. Inmitten des Strebens liegt die Macht.

Falls etwas nicht wert ist, dass du es aus sich selbst, aus der Freude am Tun heraus tust, ist es nicht dein Streben, oder es ist dein gequetschtes Streben. Wie sich etwas im Leben herausstellt, das ist nicht dessen Beweggrund. Sofern das deine Überlegungen sind, dann verfehlst du etwas, dann verfehlst du etwas Bedeutsames.

Du kannst nicht stets die Energie haben, Dinge zu machen, weil sie dir zu ihrem Ende wahrscheinlich oder sogar gewiss etwas einbringen. Erschaffen geht nicht so vor.

Niemand kann einen guten Roman schreiben, um einen Pullitzer-Preis zu bekommen. Auch dann, wenn du am Ende deiner 500 Seiten wüsstest, dass dir der Preis garantiert ist, könnte dich der Preis nicht durch das Schreibgeschehen tragen. Dein tiefes Streben, etwas zum Ausdruck zu bringen, kann dich indes voranbringen. Es kann dich weiter befördern als jeder weltliche Preis.

Wäge all die weltlichen Dinge, die du möchtest. Business ist eine weltliche Angelegenheit. Schön, denke über die Dollars und Cents nach.

Erschaffen indes ist eine andere Geschichte. Erschaffen ist keine weltliche Angelegenheit. Erschaffen ist aus sich selbst heraus; sie ist ihre eigene Energie. Die Schöpfung, an der du teilhast, wird die Welt vielleicht belohnen, und sie mag dir Geld einbringen, aber der Materie halber hast du nicht geschaffen. Der Akt des Erschaffens, was das gleiche ist wie deinen Träumen aus sich selbst heraus nachgehen, ist seine eigene Entlohnung. Das Privileg des Erschaffens ist seine innewohnende Segnung. Erschaffen ist wie Liebe. Es ist Liebe. Es ist zum Behufe des Ausdrucks seiner selbst.

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HEAVEN #450 – 14.1.2002 – The Mounting of God’s Love

DAS BESTEIGEN VON GOTTES LIEBE

Ich habe gesagt, es gibt keine kleinen Handlungen, denn sie alle haben großen Einfluss. Dennoch, zur selben Zeit, so ihr euch den Einzelheiten des Lebens zuwendet, ist es gut, eure Aufmerksamkeit auf Größerem festzumachen. Das meint, wenn ihr euch verloren fühlt, wenn ihr in der Oberfläche des Lebens untergetaucht seid und einen Augenblick lang vergesst, worum es geht und für Wen es ist.

Es ist für Mich. Es ist nicht für dies und das. Es ist für Mich. Und so seid ihr für Mich, und ihr neigt euch Mir zu. Das ist das Leichteste, was es in der Welt zu tun gibt – euer Herz im Meinen ruhen lassen. Das ist wahrlich der einzige Rest, den es im Menschlichen Terrain des Lebens gibt.

Auf Mich aufmerksam sein ist erholsam.

Vielleicht befindest du dich im tiefen Schlaf eine Weile außerhalb des Getümmels des Lebens. Schlafen ist ein großer Segen, und Ich bin glücklich, den Schlaf aus Meiner Liebe für euch erstellt zu haben, allerdings verblasst er im Vergleich zu der Ruhe in Meinen Armen und in Meinem Denken.

Wenn du an Mich denkst, nimmst du dir Meine Gedanken an dich zur Hand. Das ist ein guter Sender, den du dir da einstellen kannst. In Meinen Gedanken gibt es nichts anderes als ausspannen. Ich, der Ich alle Energie bin, brauche keine Energie auf. Wenn du in Mir ruhst, erhältst du alles.

Ersetze das Wort „Liebe“ durch das Wort „Ruhen“.

Verschmelze in Meine Liebe. Anerkenne sie als die deine.

Es gibt Eine Liebe.

Es gibt Eine Sonne, Die Scheint.

Genauso gut könntest du dich in ihr aalen.

Lasse Mein Licht auf dich scheinen.

Richte dein Gesicht genau auf es zu.

Verschmilz in Unser Einssein.

Unser Einssein ist mehr als Trost.

Trost ist unzulänglich.

Trost besagt, da ist etwas, von dem du dich zu erholen habest.

Alles, von dem du dich zu erholen brauchst, ist deine Abwesenheit von Mir, und das ist nicht Erholung. Das ist Wiederentdeckung.

Entdecke Mich wieder. Und wieder und wieder. Auf diese Weise gibst du Mir, und auf diese Weise erlangst du.

Nach alledem, ihr Lieben – was könnt ihr Mir geben, mit Ausnahme eurer Aufmerksamkeit? Welches andere Angebot habt ihr zu bieten?

Greift Meine Liebe für euch auf. Sie ist weit. Sie ist allesumfassend.

Wir spielen mit der Liebe Fangen, du und Ich. Meine Liebe entströmt einfach. Das ist die Natur der Liebe. Du indes erneuerst deine Energie, sobald du die Liebe zurückgibst. An der Liebe gibt es keinen Verlust. Alleinig Zuwachs. Umarme Meine Liebe. Sie ist für dich. Sie ist die deine.

Ich bin von Meiner Liebe nicht getrennt. Auch du hast das nicht sein zu sein. Du bist Teil Meiner Liebe. Du bist ein Strahl von ihr. Und du scheinst auf Mich zurück. Du reflektierst Meine Liebe. Das ist deine Art zu sagen, du habest sie entgegengenommen. Das ist deine Art, Dankeschön zu sagen.

Ich bin Das Licht, und du bist das Licht der Welt. Du bist Mein Licht in der Welt. Du sollst die Welt erhellen. Du kannst sie nur mit Meinem Licht erhellen, denn du hast kein eigenes aus dir heraus. Es ist alles das Meine, und infolgedessen alles das deine. Es ist alles das deine, um es zu geben.

Es geht nicht einmal um Austausch.

Es ist pures Geben.

Mein Licht reicht überallhin.

Es braucht nur gesehen zu werden.

Vielleicht kannst du es zeigen.

Vielleicht kannst du deine Reflektion Meines Lichts herausstrahlen, sodass es gesehen wird.

Nimm Mein Licht zur Kenntnis, und du wirst es Anderen offenbaren. Aus sich heraus wird es Anderen offenbart werden. Du, der du ein Empfänger Meiner Liebe bist, übermittelst sie automatisch weiter. Es ist nicht dein Bemühen, dass sie offenbart, sondern Mein Wille. Mein Wille enthüllt Mein Licht, das in dir scheint.

Wieso solltest du Mich nicht der Welt enthüllen mögen? Wieso solltest du Mich für dich behalten wollen? Wieso solltest du Mich in einen Korb legen und mit einem Tuch zudecken wollen?

Entblöße Mich. Einzig Meiner Liebe gegenüber bist du schutzlos und verletzlich.

Steige auf Meine Liebe und reite mit Mir.

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HEAVEN #451 – 15.1.2008 – Let Your Thoughts Rise

LASSE DEINE GEDANKEN EMPORSTEIGEN

Woher kommen negative Gedanken?

Woher kommt Positivität?

Es ist so, als ob du hochfasst und sie vom Himmel herunterholst.

Beschließe zuvor, was du holen möchtest. Worauf wird deine Aufmerksamkeit liegen? Worauf lag sie?

Negativität ist wild wuchernd. Sie wurde zu einem Lebensstil. Alles, was du zu tun brauchst, ist, einen anderen Stromkreis anzuschalten. Das ist leicht zu bewerkstelligen.

Alle Positivität in der Welt wartet auf dich, dass du sie in Beschlag nimmst. Wieso solltest du Minderes als Gold wählen?

Wenn dir eine schmutzige Schnur oder eine Goldkette angeboten würde, gäbe es keinen Zweifel, wie deine Wahl ausfällt. Und dennoch hast du alte abgetragene Gedanken der Hilflosigkeit gewählt.

Du wählst nunmehr deine Gedanken. Sie erreichen dich nicht unangekündigterweise. Habe auf deine Gedanken acht. Du bist derjenige, der sie handhabt. Sei dir bewusst, was du denkst. Du bringst das zu dir, worüber du denkst. Du bringst der Welt, worüber du denkst.

Bringe, was dir ein Anliegen ist, zu haben.

Mache jeden Gedanken zu einer Segnung.

Negatives Denken muss seine Zähne nicht in dir festbeißen.

Wenn du findest, ein negativer Gedanke sei herangenaht, dann nimm ihn zur Kenntnis, lache über ihn und ersetze ihn durch einen anderen.

So wie im Leben – sollte dich jemand auspeitschen, dann würdest du dich von ihm entfernen, so auch entferne dich jetzt vom negativen Denken. Verabschiede dich von ihm. Du hast keinen negativen Gedanken ausgeliefert zu sein. Sie sind nicht machtvoller als du.

Negative Gedanken sind wie Melodien, die in deinen Kopf gerieten. Du hast sie wieder und wieder abgespielt. Wirf jetzt diese Wiedergaben raus. Behalte das nicht, was dir nicht nützlich ist. Horte alte Gedanken nicht. Lasse sie nicht fortbestehen. Rangiere sie aus.

Du vibrierst zu den Gedanken, die du hast. Welche Schwingungen möchtest du? Gedanken können dich nach oben ziehen oder runter ziehen. Was wählst du?

Du bist Wähler deiner Gedanken. Du bist kein Opfer. Du bist nicht unglückselig oder hilflos.

Du bist ein Kapitän eines Fischerbootes, und du kannst Fische an Bord ziehen, die du möchtest. Du hast die Wahl, welche Gedanken du schluckst.

Was, meinst du, ist Meine Denkweise? Meinst du, dass Ich auf jede kleine Schwäche hindeute? Meinst du, dass Ich bei denen einen Schmollmund ziehe, die nicht an Mich denken, mit Ausnahme, dass sie fluchen? Meinst du, Ich sitze herum und betraure den Zustand der Welt und was sich ereignet hat? Ich schaue aus einer anderen Höhe, und Ich sehe einen anderen Weg. Ich sehe über die Oberflächenvorkommnisse hinaus, und das auch musst du.

Wasimmer sich zuträgt, Ich scheine Mein Licht. Ich halte es nie zurück. Ich verhandle über es nicht. Ich scheine es. Ich lasse mich nie hängen, und demzufolge halte Ich euch aufrecht.

Betretet den Strom der Lebe bei Mir. Das ist alles, was ihr zu tun habt. Negative Gedanken sind belanglos. Sie sind nicht die Wahrheit. Schwimme in ihnen nicht. Du tust das bloß in Ermangelung etwas anderen.

Wähle Evolution. Wähle den Hauptstrom des Lebens. Betrete einen schönen See der Gedanken, wo Licht schimmert und Wale aus Gold springen.

Lasse deine Gedanken golden sein. Lasse sie eines Kindes Meiner würdig sein. Halte deine Gedanken so hoch, dass Ich sie zu sehen vermag. Zeige Mir das Gold von dir. Denke, wie Ich denke. Übermittle Meine Denkweise. Schicke deine Gedanken den Winden. Lasse sie das Universum bereisen. Umgürte das Universum mit deinen Gedanken. Halte das Universum mit deinen erleuchteten Gedanken hoch. Du denkst nicht bloß für dich selbst.

Negativität kann das Licht nicht ertragen. Und du bist kein Ausbringer von Negativität. Du bist ein Träger Meines Lichts. Dunkle nicht einmal einen Faden Meines Lichts ab. Deine Gedanken zetteln die Welt an. Lasse deine Gedanken emporsteigen, sodass die Welt beleuchtet wird.

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HEAVEN #452 – 16.1.2002 – The Oneness of You

DAS EINSSEIN VON DIR

Das Leben kommt in schrittweisen Zuwächsen daher, nicht wahr?

Du fängst an, die dazwischen gewebten Fäden zu erkennen. Das Leben webt hinein und heraus, und alle Fäden werden vereint. Im Tanz des Lebens begegnen sich alle Fäden. Und alle Tänzer weben sich hinein und heraus und beugen sich zueinander.

Die Erde ist ein Treffpunkt für Seelen. Was sonst kann die Erde sein als ein andersartiger Ballsaal, als eine andersartige Tanzfläche, als ein anderer Anlass, sich aufeinander zu beziehen?

Es ist nicht Zufall, wen du heute triffst, und wieso.

Ein Telefonanruf hatte lange davor seinen Anfang genommen, und die Verbindung war nie unterbrochen. Du warst nur gebeten worden zu warten, und jetzt kehrst du zu deinem Telefonat zurück, nimmst es auf und machst weiter damit.

Alles ist ein Fortsetzen.

Auch dann wenn du ein Buch liest, setzt du dich neuerlich mit einem Bewusstsein in Verbindung, das du zuvor hattest. Du hast jeden, den du triffst, zuvor gekannt. Es gibt keine erstmalige Zusammenkunft. Du nimmst dort den Faden wieder auf, wo du abgegangen bist.

Und das ist alles wechselseitig. Du begegnest keinem Anderen ohne dessen Einvernehmen.

Du hast sie zu dir her gerufen, oder sie dich zu ihnen, und in jedem Falle kehrst du zu einer Partnerschaft zurück. Du sagtest, ihr würdet euch an einer bestimmten Stelle zu einer bestimmten Zeit wieder treffen. Das ist ein wohl-orchestrierter Tanz, in dem ihr euch bewegt.

Raum und Zeit sind die gleichen nichtexistenten Plattformen. Anstatt zu sagen, dass ihr euch in der Zeit begegnet, könnt ihr sagen, ihr trefft euch im Raum, wiewohl, das ist klar, beides gibt es nicht. Ihr seht freilich die Zeit als linear, und den Raum könnt ihr euch als mehr ausgebreitet und mehr in Dimensionen visualisieren. Im Raum vermögt ihr die Unverzüglichkeit und Simultaneität besser zu sehen, als ihr das in der Zeit vermögt.

Es gab nie eine nie-aufeinander-treffende Zeit oder einen derartigen Raum. Das ist alles Illusion, aber Wir sprechen jedenfalls in der Illusion der Wörter, demnach können Wir sagen, dass euer Begegnungsraum und eure Begegnungszeit miteinander unterbrochen wurden, in der Wirklichkeit allerdings waren sie das nie, denn ihr seid alle mit Mir Eins und demgemäß miteinander Eins. Es gibt keinen Anderen.

Es geht um mehr, als dass jeder Mensch euer Bruder ist. Jeder Mensch ist du. Ihr begegnet euch unentwegt selbst. Ihr rempelt mit euch zusammen. Ihr tanzt in einem Spiegelkabinett, und ihr seht euch in allen Richtungen. Ihr gabelt die Teile von euch selbst auf, und ihr tut so, als ob ihr sie wieder umherstreut. Es kann sich bloß um ein Als-Ob handeln, da ihr Ganzheit in aller Vollendetheit seid.

Ihr befindet euch in einer Schatztruhe mit vielen Goldmünzen, etliche sind neu, etliche matt, etliche groß, etliche klein, aber alles sind Münzen. Sie stammen aus dem gleichen Barren von dir. Jedwede Unterschiede zwischen dem einen und dem anderen sind lediglich Oberfläche. Gold ist Gold. Gott ist Gott, und du bist du.

Von dir gibt es viele Münzen, dennoch sind sie nach wie vor du. Egal, wie sie fallen, egal, welche Seite oben ist, sie sind du. Du bist die echte Münze.

Mein Einssein fiel auf die Erde. Mein Einssein dachte, es werde verstreut. Mein Einssein dachte, es befinde sich in Teilen. Die Verstreutheit ist Illusion. Die Ganzheit ist Wahrheit.

Du umfasst jetzt soeben das ganze Universum. Du bist es. Sobald du diese Erkenntnis begreifst, wird alles simpel, da alleinig Einssein ist, und du wirst mit ihr vertraut sein. Du wirst keinen Fremden begegnen. Du wirst alle Herzen dem deinen willkommen heißen, weil du erkennen wirst, dass sie Mein und demgemäß dein sind. Du bist nicht verpflichtet. Du bist entbunden. Beschränkungen existieren nicht. Grenzen entstammen kleiner Fassungskraft, aber sie existieren nicht, mit Ausnahme in einer geheimen Absprache des Denkens. Unterschiedliche Realitäten existieren bloß in Gedanken.

Im Eigentlichen gibt es Eine Realität, und das ist die Wahrheit. Die Wahrheit von dir ist Einssein, Einssein in aller Vollständigkeit, in aller Unveränderlichkeit, in aller Ewigkeit und in aller Schönheit.

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HEAVEN #453 – 17.1.2002 – Love Pulls Ribbons Down from Heaven

LIEBE ZIEHT BÄNDER VOM HIMMEL HERUNTER

Göttliche Liebe ist die einzige Liebe, die es gibt. Das ist das Wundervolle an der Liebe. Sie ist von oben. Liebe hält dich in Fühlung mit dir selbst, und sie hält dich mit Mir in Fühlung. Liebe zieht Bänder vom Himmel herunter und wirft sie auf die Erde.

Liebe ist das Größte, was du kennst.

Du wirst mit Liebe bombardiert, deine ganze Existenz ist Liebe, aber du hast ihr Beachtung zu schenken. Du hast dein Gewahrsein von ihr herauszugreifen.

Du schenkst dem Mangel an Liebe oder der ärmlichen Veranschaulichung von ihr zu viel Beachtung. Schenke der Liebe, die sich in deinem Herzen regt, nun mehr Beachtung.

Liebe ist wie Tinte. Du kannst dein Leben austrampeln, doch ohne die Tinte der Liebe wird dein Leben gedämpft. Liebe hinterlässt ihre Markierung. Du denkst, die Materie sei einschneidender, Liebe indes ist das; die Materie ist überschäumend.

Die Materie ohne Liebe ist hohl.

Alle Materie ist eine Spielmarke. Liebe aber ist die wirkliche Münze.

Sieh dein Herz wie eine Sonne, die ihr Licht in nach auswärts laufenden Strahlen aussendet. Sieh dein Herz wie ein Feuer in einem Herd, und du bist derjenige, der es anmacht. Fächle die Liebe in deinem Herzen an. Vielleicht hast du sie gedämpft.

Vielleicht hast du deine Liebe für die rechte Zeit einbehalten, für einen herausragenden Anlass, oder für die Zeit, wo es sicher ist.

Liebe ist ihr eigener Hafen. Sie ist ihre eigene Sicherheit. Sie kommt ohne Netz aus.

Liebe ist kein Vortrieb des Denkens. Sie ist Vortrieb aus sich selbst heraus. Sie braucht kein Steuerruder. Sie braucht keine Bremse. Sie braucht nichts als sich selbst.

Bedenke die Liebe ohne ein Objekt. Ihr ist es, ihr eigenes Selbst zur Schau zu bringen. Sie braucht nichts, das zu ihr kommt. Sie hat einzig den Bedarf, wie die Strahlen der Sonne hinauszugehen.

Nichts gerät den Strahlen der Sonne in den Weg. Sie strahlen in Freude aus. Wenn die Strahlen zur Erde fallen, stiften mitunter ein Baum, ein Zweig oder ein Blatt Schatten, sodass sie nicht überall anlangen, jedoch krabbelt das Licht, sobald es das kann, trotzdem von einem anderen Winkel her heran.

Es gibt keinen Ort, wo die Sonne keinen Zutritt hat und nicht bescheinen kann. Sie bedarf vielleicht, eingelassen zu werden.

Doch im Falle der Liebe aus deinem Herzen, hat sie schier hinaus gelassen zu werden. Dein Herz ist gehäuft voll mit Liebe. Lasse es überfließen.

Womit verbringst du auf der Erde deine Zeit? Was siehst du als deinen Vorzug?

Lasse ihn sein, dass du überall, wo du gingst, Liebe ausstrahltest. Lasse ihn sein, dass du dort, wo du gingst, einen Unterschied erbrachtest. Du erhelltest den Schritt von gar auch nur einem Anderen. Lasse ihn sein, dass du vielleicht nicht bemerkt wurdest, dass aber die Liebe, die du hinterließt, bemerkt wurde. Lasse ihn sein, dass sich dort, wo du bist, etwas Wunderbares zuträgt. Du brauchst keine Hufschläge, um deine Liebe zum Widerhall zu bringen. Einzig Liebe wirft ihren Widerhall auf sich selbst zurück. Du brauchst keine Trompeten oder keine Fahnen. Es bedarf alleine, dass deine Liebe überall Spuren ihrer selbst hinterlässt. Hinterlasse Liebe in deinem Kielwasser.

Liebe ist nicht spektakulär.

Liebe ist alltäglich.

Von ihr kann es nicht zu viel geben. Es gab von ihr zu wenig, da sie beschränkt worden ist.

Liebe hat sich nicht selbst zu proklamieren. Indessen hat Liebe proklamiert zu werden. Sie hat nicht sich selbst zu annoncieren, aber sie hat annonciert zu werden.

Liebe ist wie Parfüm. Nachdem du gegangen bist, ist immer noch ein Angedenken deiner Liebe da. Liebe war da. Es war Liebe da, und du hast sie verkörpert.

Verschleiere deine Liebe nicht. Verschönere sie nicht. Du kannst Liebe nicht zu mehr machen. Lasse Liebe sein. Lasse sie aus deinem Herzen heraus strahlen.

Dein Herz ist vielstrahlig. Es ist vollstrahlig. Deine Liebe reicht über 360 Grad. Sie kommt nicht an der einen Stelle groß heraus und an einer anderen klein. Liebe muss herausscheinen, das ist alles. Sei nicht heikel dabei, wohin sich deine Liebe verströmt. Sei nicht darüber protzig, wohin deine Liebe geht. Deine Liebe ist kein Flugzeug, das du steuerst. Sei im Geben von Liebe neutral. Lasse sie einfach gehen.

Lasse deine Liebe eine Flagge sein, die du aufstellst, damit sie alle sehen. Lasse sie in der Brise wehen. Lasse deine Liebe sich für alle entrollen. Doch kein einziger hat sie zur Notiz zu nehmen. Du bist der einzige, der sie entrollen muss.

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EAVEN #454 – 18.1.2002 – You Are God’s Promise

DU BIST GOTTES VERHEISSUNG

Sobald du zum Zustandekommen der Dinge gelangst, beseitigst du schier eine weitere Verkleidungsschicht. Du hast dich selbst vor dir selbst verkleidet. Wen du auch mit deiner Verkleidung hinters Licht führst, ist nebensächlich. Du verschleierst dich nicht vor Anderen, wiewohl du das denken magst. Du verschleierst dich vor dir selbst.

Zuallererst hast du die fehlgeleitete Vorstellung, dass es etwas gibt, was du verbergen musst. In anderen Worten, du hast eine irrige Prämisse, dass es etwas von dir gibt, was danach schreit, verborgen zu werden. Ich sage dir, das, was du deines Erachtens zugedeckt halten musst, ist die Herrlichkeit von dir.

Wasimmer du deines Erachtens für deine fatale Schwäche hältst, die Wahrheit ist die Kehrseite davon. Denke darüber nach, was Ich sage.

Du fühlst dich mattiert. Oder du fühlst dich fehl-angefertigt. Du fühlst, etwas fehle dir, und du anerkennst nicht, wer du bist. Der Mangel an etwas kann bloß ein äußerer Gedanke sein. Er ist eine Zutat. Er ist ein Anlauf, einer Bezeichnung gerecht zu werden, der nicht nachzukommen ist. Ändere die Bezeichnung.

Besser noch, beseitige alle Schilder.

Eine um die andere, beseitige die Bezeichnungen, die auf dir angebracht wurden. Du brauchst sie nicht zu behalten. Ich sage dir, dass sie Irrtümer sind. Sie gehörten nie zu dir. Sie hätten nie auf dir angebracht werden, noch auch hättest du sie akzeptieren sollen. Lasse sie nicht mehr länger dran.

Ich versuche zu sagen, was immer du an Schildern hast an dir anbringen lassen, sie können entfallen. Oder du ziehst sie weg. Zum mindesten kannst du ihnen keine Beachtung mehr schenken.

Illusionen wurden auf dir angeheftet. Du wurdest im Preis herabgesetzt. Auf dir wurde ein Preis angebracht, der weitaus geringer als dein Wert war. Aber du musst dich nicht auf dieses Preisschild einlassen. Du bist weitaus kostbarer, als es jedes Schild in der Welt dir zuzuteilen vermag. Du bist jenseits eines Preises. Du bist jenseits jedweder Marke an Billigung, die die Welt dir verleihen kann.

Wie die Welt dich angesehen hat, war unzulänglich. Aber du dachtest, du müssest in der Tat minderwertig gewesen sein. Also, im Hinblick auf den Glauben des einen oder anderen warst du unzulänglich, aber sie haben dich nicht gesehen. Sie kannten dich nicht. Sie befestigten ihre befürchteten Glaubensvorstellungen an dir, und deswegen stellen sie dich in ein bestimmtes Licht, auf eine bestimmte Stelle auf einem Regal und belassen dich dort. Ich sage dir, von dort wegzukommen. Das war niemals ein Ort, für den du oder für den irgend jemand bestimmt war.

Komme vom Regal herunter.

Du gehörst dem zu, die Erde zu durchschreiten.

Ich erschuf dich. Ich erschuf dich als Kunst. Das Kunstwerk, das Ich anfertigte – lasse es niemanden auseinander nehmen. Ich erschuf dich nicht, damit du in eine andere Gießform gebracht wirst. Ich erschuf dich nicht, um ein anderer zu sein. Ich erschuf dich, zu sein, wer du bist.

Sei der Baum, den Ich erschuf, dass du es bist. Es gibt keinen anderen Baum, der genau wie du ist. Wieso sollte der eine Baum bemüht sein, einen anderen Baum zu veranlassen, als der gleiche wie er selbst zu scheinen? Alle Bäume sind im Boden verwurzelt, doch jeder hat seinen Zweck. Jeder muss wachsen gemäß seines eigenen Selbst.

Stelle dich groß hin für das Seien, das du bist.

Du bist eine Verheißung Meiner, die der Erde zukam. Ich sagte zur Erde: „Ich gebe dir dieses besondere Seinswesen. Es ist wie kein anderes. Es ist genauso, wie Ich es machte. Lasse es für sich selbst wachsen. Lasse es seine eigenen Schuhe ausfüllen.“

Springe hoch.

Ändere dich nicht um. Komme zu dir selbst zurück.

Wachse zur Sonne hin.

Wachse nicht zu den Bemessungen Anderer hin.

Auf dir liegt keine Begrenzung.

Einzig deine Gedanken begrenzen dich.

Nimm neue Gedanken.

Richte dich auf, und du wirst das Universum umfassen, so, wie einzig du es vermagst.

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HEAVEN #455 – 19.1.2002 – As You Set Out on Your Journey

SO WIE DU DICH AUF DEINE REISE BEGIBST

Es gibt nichts in der Welt, von dem du abhängig sein brauchst. In der Welt gibt es kein besonderes Amulett. Es gibt keinen Glückspfennig. Es gibt in der Welt nichts, was dein Sein glücklicher machen kann, als es bereits ist.

Du brauchst freilich keinen glücklichen Zufall. Fasse das Glück in der Welt nicht fälschlicherweise als eine Spielmarke Meiner Liebe auf. Denke nicht, dass es die eine oder andere äußere Manifestation Meiner Liebe gibt, die du haben müssest, um Meiner Liebe gewahr zu sein. Du bist mit Meiner Liebe gefüllt. Nimm dich selbst als dein eigenes glückbringendes Zaubermittel. Und nimm Mich.

Du wirst Mich nie zurücklassen. Du wirst nie ohne Mich sein. Es stimmt, Ich kann ohne dein Gewahrsein sein. Du magst vergessen, dass du Mich mit dir trägst, aber Ich werde nie vergessen, wo Ich bin. Ich werde nie vergessen, wer Mich um die Erde trägt. Mein Kind trägt Mich um die Erde.

Du kannst Mich nicht verlieren. Du kannst die Macht nicht verlieren, die Ich dir gebe. Du magst sie einen Augenblick lang vergessen, aber das bedeutet nicht, dass du auch nur für einen Bruchteil eines Augenblicks ohne Meine Liebe sein kannst. All Meine Liebe ist dein. Du hast all Meine Liebe, gleich, wo du bist oder was du denkst. Deine Gedanken sind derart unmerkliche Eindringungen auf Meine Liebe. Deine Gedanken lassen nach, Ich indes nicht, und Unsere Liebe bleibt.

Leben ist kein gewagtes Unternehmen. Es ist eine sichere Sache. Du brauchst keine Zauberformel, um zu gewinnen. Du hast das Leben bereits gewonnen. Wer außer dir hat es gewonnen? Wessen Leben ist es, sofern nicht das deine? Und es ist an dir, mit ihm das zu tun, was du möchtest. Du hast dein Leben auf deine Anfrage hin. Du batst um es. Du batst darum, auf der Erde zu dieser Zeit lebendig und entwicklungsfähig zu sein, und demnach bist du das. Du hast bereits den Preis gewonnen. Du hast ihn. Dein Leben ist dein.

Was du mit ihm tust, liegt an dir. Dieses Privileg ging mit dir einher. Man nennt es den freien Willen. Dein freier Wille ist ein Dargebot, das Ich dir gab. Er ist das Wechselgeld, das Ich dir in die Tasche legte, als du zu deiner Reise aufbrachst. Er war ein Freipass, der dir erlauben würde, jede Domäne oder jede Fahrt, jede Straße oder jede Sache zu betreten, die du gerne betreten möchtest. Du kannst sogar deinen Schritten nachspüren, sofern du das willst.

Deine Bestimmung ist sicher. Du hast die Wahl getroffen, Nachhause zurückzukehren. Das war für dich keine Entscheidung, die du zu treffen hattest, denn wer wollte nicht die Wahl treffen, zur vollen Bewusstheit Meiner Arme der Liebe zurückzukehren?

Auch dann, wenn du meinst, Ich existierte in deinem gegenwärtigen Leben nicht, hast du Unsere Wiedervereinigung nicht vergessen. Du suchst nach ihr jeden Tag.

Wenn du dich einsam oder unerfüllt fühlst, kannst du erkennen, dass du die Vollheit möchtest, die du bei Mir hast. Du meinst, es handle sich um eine Spielmarke von Mir, die du in der Welt suchst, aber es bin Ich Selbst, nach dem du dich sehnst.

Du spürst ebenso Mein Sehnen nach dir, und dass es dir fast unerträglich ist, auch nur einen Augenblick lang zu denken, dass Ich ohne dich sein könnte, denn in deinem tiefsten Herzen weißt du, was du Mir bedeutest.

Wiewohl, selbstverständlich kann Ich nicht etwas verlustig gehen, da Ich die Kenntnis der Wahrheit habe. Ich bin nie beraubt. Dein Herz möge darüber beruhigt sein. Und du fühlst dich bloß in dem Maße beraubt, wie du denkst, du seist es. Du bist nie etwas verlustig, einzig, manchmal denkst du, du seist es. Und, so wie denkst, so hast du es.

Jedwedes untröstliche Empfinden kommt von einer unkorrekten Bemessung. Du hast überkreuz geschaut oder gedacht. Du nahmst ein Fragment des Lebens, so, als wäre es der gesamte Gehalt des Lebens. Du schautest auf einen derart winzigen Fleck, in eine derart ärmliche Richtung, und du vergaßt, woher alles kommt, und du vergaßt, wie prächtig-richtungs-ausgerichtet du bist.

Du bist mehr als in viele Richtungen ausgerichtet. Du bist die Richtung selbst. Du bist Weite aufs Unbeschwerteste. Du bist weiter als die größte Weite, die du dir vorstellen kannst. Deine Vorstellungsgabe ist nicht ausreichend. Du bist größer als deine gegenwärtigen Gedanken, und demzufolge – du musst neue haben.

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HEAVEN #456 – 20.1.2002 – Your Thoughts

DEINE GEDANKEN

Hier ein Gedanke, den du zu ändern parat bist: „In jedes Leben muss ein wenig Regen fallen.“ Hast du das nicht geglaubt? Weswegen glaubst du das? Weswegen musst du das glauben? Welcher Grund rechtfertigt diese Denkweise aufseiten eines Kindes Gottes?

Wenn es regnet, musst du nicht gegen ihn protestieren oder es beklagen, warum allerdings beschwörst im voraus den Gedanken daran herauf? Wieso ein sogenannter Realist sein, dessen Leben sich als richtig erweist? Weswegen weiterhin ein Klein-Denker sein, der die Vergangenheit vorhersagt? Wieso nicht ein Groß-Denker sein, dessen Leben sich ebenfalls als richtig erweist? Oder, weswegen überhaupt etwas beweisen? Besser, einfach das Leben leben.

Es gibt im Leben andere Lieder, die du summen kannst. „Alles läuft zu meinem Glück“ ist eines davon. Nun, das kann man auf mehr als auf einer Ebene zu hören bekommen. Die Wahrheit ist, alles läuft auf die Weise, wie du denkst, aber nicht notwendigerweise, wie du es willst. Du hast deine Weise gelebt. Du hast deinen Weg vorhergesagt. Vielleicht möchtest du nun deinen Weg erhöhen. Um das zu tun, dafür finde neue Weisen, auf die Dinge zu schauen. Ändere deine Gedanken.

Du hast im Leben eine großartige Zwecksetzung. Dein Leben ist nicht klein. Es ist nicht unendlich klein. Es ist kein Bruchteil. Es ist eine Portion. Dein Leben ist das Leben selbst. Es ist nicht für später, und es ist nicht dafür, was war. Es ist für jetzt. Was hast du jetzt zur Voraussetzung?

Komm, wate im Wasser. Plane es nicht. Wisse schlicht, es ist herrlich. Es ist tief genug. Und es kann nicht für jemanden wie dich zu tief sein.

Denke nicht, dass du zuvor schwimmen lernen musst. Denke nicht, dass du überhaupt eine Vorbereitung benötigst. Denke nicht, du brauchest dich für das Leben vorzubereiten, so als würdest du dich für die Schlacht gürten.

Behandle das Leben als einen Freund, auf den Verlass ist. Behandle dein Leben, wie du Mich behandeln würdest. Behandle das Leben als eine Leckerei von einer lieben Freundin. Behandle das Leben wie eine wunderbare Überraschung, die du aufmachst. Behandle das Leben wie einen Brief, den du öffnest, wohlwissend, dass er gute Nachrichten enthält. Oder behandle das Leben wie einen Brief, den du mit einem Herz voller Liebe schreibst.

Sieh dir an, wie du das Leben anschaust, und dann wirst du erkennen, wie du mit ihm umgehst.

Du hast öfters darüber nachgedacht, wie dich das Leben behandelt. Indes erwidert das Leben deine Einladungen.

Du hast gehört, dass du dein Leben erschaffst, aber du hast es nicht geglaubt. Du hast gedacht, du wärst eine Lappalie des Lebens, die zufolge einer anonymen zufälligen Laune hin und her gestoßen wird. Dein Leben ist aber kein Zufall. Du machst es.

Die Würdigung deines Lebens liegt nicht in seinen aufdringlich angekündigten Erfolgen. Sie liegt in deiner Zufriedenheit. Was sind deine Gedanken über das Leben? Hierin liegt die Story deines Lebens. Mach dir weniger über es Sorgen. Bewahre mehr von ihm in deinem Herzen.

Du hast auf das Leben gewartet, dass es zum Vorschein kommt, doch ist das Leben soeben hier. Dieser Moment ist Leben. Es ist das deine.

Unterdessen du Meine Worte liest, hast du Augenblicke der Zufriedenheit. Du fühlst dich hoch branden. Du beginnst, dich zu deinem eigenen Niveau hochzuheben. Bleibe dran, hebe dich hoch. Höre nicht auf. Gliedere das Leben ein, wie du Meine Worte eingliederst. In jedem Schritt auf der Erde ist für dich hier Tragweite. Da sind Botschaften, und da ist Gottes Wille.

Es ist nicht so, dass du aus dir herauszusteigen hast, um das Leben zu leben. Bekomme mehr von dir selbst mit. Du hast unangezapfte Ressourcen. Dir ist eine Menge mehr, als du dich selbst hast sehen lassen. Du hast mehr von dir selbst zu sehen und mehr von dir zum Ausdruck zu bringen. Bringe dich selbst entlang des Pfades deines Lebens zum Ausdruck. Warte nicht auf das Leben, dass es dich findet oder zu dir kommt. Warte nicht auf später. Verschreibe dich jetzt dem Leben.

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HEAVEN #457 – 21.1.2002 – Consider for a Moment

ERWÄGE FÜR EINEN AUGENBLICK

Es ist nicht bloß ein Schnipsel deiner Gedanken, die du ändern musst. Es ist kein Abzwicken, was hier und da nötig ist. Du brauchst einen grundlegenden Wechsel. Du hast es nötig, mit dem Selbst-Denken zu starten. Du denkst, du tust das bereits, aber dieser Gedanke ist ein weiteres Beispiel einer Welt-Denkweise, in die du dich eingekauft hast.

Propaganda ging auf dich nieder, und du bist in ihr fortgeschwemmt worden. Du denkst, du seist ein origineller Denker, aber du hast deine Originalität untergetaucht. Du weißt nicht, was du denkst.

Du bist derart von Gedanken und Lärm kreuz und quer umgeben, dass du aufgegeben hast. Jetzt aber kannst du dich aus dieser Kapitulation deines Denkens herausziehen. Du kannst dein eigenes Herz zurückholen. Finde jetzt dein eigenes Seien. Stimme deine eigenen Gedanken mit dir ab.

Niemand hat originell zu sein des Originellseins halber. Du mögest doch deine Wahrheit nicht schlicht für schicklich Versehentliches herausrücken – es ist eine Sache, zu entscheiden, mit dem Massendenken einherzugehen, und eine andere Sache, nicht zu wissen wer du bist.

Niemand hypnotisiert dich. Du hypnotisierst dich selbst.

Du tratst in eine Partnerschaft ein. Du stimmtest willentlich der weltlichen Denkart zu. Du dachtest, es gebe keine andere. Du nahmst die Prämisse an, dass die Welt wisse, worüber sie redet. Vielleicht hast du dich beklagt, aber du beklagtest dich innerhalb des Rahmens, der für dich ausgelegt war. Ich gebe dir einen größeren Rahmen, nicht um dich in ihm zu beklagen, sondern um dich in ihm zu bewegen.

Ich sage dir nicht, an der Welt zu verzweifeln. Ich sage dir, deinen Weg in ihr zu nehmen, und die Welt wird dir hinterher gehen.

Die Welt sagt dir, dass du eigentlich nicht zu pari gelangen wirst. Ich sage dir, dass du über jegliches Erfordernis der Welt hinaus reichst.

Sofern du tief in deinem Herzen erkenntest, wie wundervoll du bist, würdest du einen Augenblick einhalten, oder etwa nicht, und du würdest aufhören, einem Was Weiß Ich hinterherzujagen. Du würdest ruhig. Du würdest tiefere Atemzüge nehmen und größere Energie zu dir her ziehen.

Du würdest aufhören, per Vernunft zu begründen. Du würdest viele Anforderungen, die du dir selbst auferlegst, stoppen, und du würdest mit Entschuldigungen aufhören. Entschuldigungen sind einfach die andere Seite von Gründen, die du dir selbst aushändigst. Vielleicht stimmen die Gründe nicht. Vielleicht tratst du in das falsche Rennen ein. Vielleicht läufst du, wo überhaupt kein Rennen ist. Vielleicht läufst du in die falsche Richtung. In weltlichen Begriffen ausgedrückt, vielleicht wirst du nie aufschließen. Vielleicht hast du es nötig, dich ein wenig zu wenden. Lege zum wenigsten eine Pause ein, um deine Richtung zu finden.

Ja, in der Tat, es gibt kein Rennen, bei dem anzutreten ist.

Gehe langsamer, und du wirst zügiger dort ankommen.

Du bist vor dir selbst fortgerannt. Du bist vor dir selbst fortgerannt, weil du fürchtetest, du würdest herausfinden, dass dir etwas abgeht. Du denkst, das sei die Wahrheit von dir. Das ist die Propaganda, in die du dich eingekauft hast. Du denkst, so wie du bist, seist du unvollständig, und deswegen möchtest du durch die Welt Billigung von dir. Nach Billigung jagst du. Du bist auf Billigung aus, unterdessen du bereits die Meinige hast. Sofern du nach Billigung suchst, hast du eine Unwahrheit eingekauft, denn du wurdest in Meinem Bilde gemacht, und du brauchst nicht zu versuchen, dich durch die Augen eines Anderen befürwortet zu bekommen.

Erwäge einen Moment lang, dass du wundervoll bist, dass du vollkommen bist, und dass du nichts zu beweisen hast.

Erwäge einen Moment lang, dass es keine Welt gibt, dass da du und Ich sind, und dass das alles ist, was es gibt.

Erwäge einen Moment lang, dass die Welt eine Fantasie ist, der du hinterherjagst, und dass du einen Moment lang von ihr aufwachst, und dass du dich bei Mir findest.

Erwäge einen Moment lang, dass du dich auf einem Berggipfel befindest, und dass du das ganze Land vor dir siehst. Erwäge, dass es niemanden gibt, der dir sagt, was du vor dir siehst. Was würdest du sodann sehen? Welche Majestät würdest du sehen?

Die Welt hat dich unterwiesen, an dir selbst zu verzweifeln und deine Verzweiflung auf die Welt um dich herum umzulegen. Sie hat dich gelehrt, was da ist zu sehen, und so hast du mit verengten Augen gesehen.

Sieh dich nun selbst. Sieh, woraus du gemacht bist. Sieh, was du zuvor nicht gesehen hast. Sieh deine eigene Majestät vor dir. Lasse deine Sicht klar sein. Sobald du siehst, wird sich die Welt, so wie du sie kennst, eben genau vor deinen Augen ändern, und du wirst sehen, was du zuvor nie gesehen hast, wiewohl es die ganze Zeit dort vor dir war. Und es ist jetzt hier.

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HEAVEN #458 – 22.1.2002 – God’s Shining Light

GOTTES SCHEINENDES LICHT

Du bist dir nicht sicher, ob Ich „simples“ Leben oder „symbolisches“ Leben sage. Das ist nicht von Belang. Beides stimmt. Das Leben ist simpel, wenn du es nicht komplizierst. Und dein Leben ist ein Symbol von zahlreichen gesungenen und noch zu singenden Liedern.

Kann das Leben eine Metapher für das Leben sein?

Schau dir an, was die Themen deines Lebens sind.

Sofern dein Leben in einem Buch geschrieben wäre, was für eine Art Buch wäre das? Welches Genre? Welche Worte stünden auf dem Umschlag? Welche Art Buch möchtest du gerne von deinem Leben geschrieben wissen? Was bewegt den Protagonisten deines Lebens? Wonach bist du auf der Suche? Und was findest du?

Welche Kapitel schreibst du als nächstes?

Jedem Buch kommt ein Ton zu, und das Wesen des Autors wird offengelegt.

Enthülle dich selbst mehr. Enthülle die Wahrheit von dir mehr.

Egal, wie lang oder wie kurz dein Buch ist, du schreibst es jetzt. Dein Buch hat keinen Schluss. Keine letzte Seite. Es schreibt weiter. Jedes Kapitel beeinflusst ein anderes, und dennoch steht jedes für sich. Jedes Kapitel ist ein Beginnen. Jedes Wort schreibt ein neues Skript.

Ich möchte dir sagen, dass dein Buch heroischer ist, als du bemerkst. Du weißt mehr, als du dir selbst Glauben schenkst. Du bist eine Verkörperung des Leben, und es ist das Leben, das du ankündigst.

Die Begeisterung für das Leben ist nicht vom nächsten Kapitel abhängig. Der Elan besteht nicht einmal darin, herauszufinden, was als nächstes kommt. Der Anreiz liegt in dem Moment der Bewusstheit, die du bist. Du bist. Du existierst. Du bist ein hohes Seinswesen auf Erden. Du bist ein Weltreisender. Du bist ein Galaxienreisender. Du bist ein Sternengeborener. Du bist Vollständigkeit, die sich selbst erfüllt.

Du reist eigentlich nirgendwohin. Dein Seien füllt alles, und davon bekommst du kurze Eindrücke. Du entsinnst dich gewisser Dinge, und du nennst das Reise. Es ist dein Herz und dein Geist, die reisen, unbesehen deines Körpers oder dessen Zustands. Du bist von deinem Körper und davon, wo er gewesen ist, unabhängig. Du zischst im Universum entlang, indes denkst du, das Universum sei um dich herum gewickelt. Du denkst, du seist begrenzt. Das war eine Folgerung, die du auf der Grundlage des physischen Nachweises gezogen hast.

Ziehe eine andere Folgerung.

Nimm in Betracht, dass dein Schreibstift unentwegt schreibt. Er bewegt sich unablässig voran, und dennoch ist es deine Hand, die den Stift, der das Papier berührt, bewegt. Aber in Wahrheit sind es dein Herz und dein Geist, die schreiben. Dein Herz und dein Geist sagen dem Stift, welche Zeichen auf dem Papier zu machen sind.

Sieh dein Leben als eine Schriftrolle. Die Schriftrolle deines Lebens fiel vom Himmel. Du hältst dich an dieser Schriftrolle von dir fest, und während du liest und schreibst, hebt sich deine Handschrift zu ihrem Ausgangspunkt zurück. Eigentlich schreibst du in Wahrheit von oben. Du schreibst immer am Oberteil der Schriftrolle, siehst du das? Du musst dich einfach für einen Augenblick herumgedreht und deine Stelle vergessen haben.

Du versuchst, dich selbst in den Wörtern deines Lebens zu finden. Du rollst das Papyrus von dir ein und aus. Du bist in deinem Skript verbrieft, aber du bist höher als jedes der Vorkommnisse, die du niedergeschrieben hast. Du bist höher als jegliche Wahrnehmungen, die du hattest. Deine Geschichte ist nicht lang oder kurz. Deine Geschichte befindet sich nicht in den Worten auf dem Papier. Der Schreiber ist die Geschichte. Du bist deine eigene Geschichte.

Und, was für ein Leben du schreibst! Welch ein Betätigungsfeld! Dein Herz schwebt, gar durch deine Besichtigungen hindurch, zu großen Höhen empor. Du bist ein Aufsteiger des Lebens. Sieh dich nicht mehr länger als Überwinder. Du bist ein Hochsteiger. Du bist ein Adler, der fliegt.

Die Energie von dir fegt wie der Wind durch dein Leben, und das Geraschel von dir klingt in den Blättern nach. Du bringst Leben zum Planeten. Du setzt ihn ganz entschieden durch dein Seien wieder instand.

Setze dir nun die Anerkenntnis von wer du bist wieder instand. Beanspruche dich selbst. Du bist zum Universum bestraft. Lange hoch, und du wirst dich selbst finden. Einzig durch Hochstrecken wirst du deine Identität finden.

Du hast nach dem Lichtschalter zu niedrig herumgetastet. Er ist nicht da. Er ist höher. Du hast dich hochzustrecken, nicht hinunter. Strecke dich höher.

Gäbe es einen Film, der aus deinem gegenwärtigen Leben gemacht ist, welche Musik hättest du gerne dabei?

Würde ein Porträt von dir gemalt, welchen Künstler würdest du dir dafür aussuchen?

Lege nicht bei. Dehne deinen Zugriff auf dein Leben aus. Du bist in ihm kein kleines Zahnrad. Du bist der Stern von ihm. Du spielst in deinem eigenen Leben die Hauptrolle.

Welcher Stern am Himmel bist du deiner Meinung nach? Oder von welchem kommst du?

Welche Jahreszeit bist du? Welche Jahreszeit wählst du zu sein?

Welche Farbe hast du? In welche Farbe wählst du, deinen Pinsel einzutunken?

Es gibt mehr an dir, als dem Auge begegnet. Das musst du wissen. Um dich gibt es keine Begrenzung. Nichts, um drüberzuspringen. Du bist nicht abgesichert.

Lasse dein Licht (Mein Licht in dir) weiter hinausstrahlen, und du wirst sehen, dass es für dich kein Ausmaß gibt. Du gehst über ein Ausmaß hinaus. Du bist Licht, das ausstrahlt. Du bist Lichtjahre vor dem, wo du laut deinem Denken bist. Hole zu dir selbst auf. Es bist du, der jenseits deines Zugriffs lag, dies einzig, weil du es so dachtest.

Du bist inmitten Meines Herzens. Und Ich bin überall zu allen Zeiten. Das war immerzu so. Und du bist das gleiche. Du bist Mein universelles ewiges Selbst, das in einem Gedanken für einen Augenblick auf die Erde katapultiert worden ist. Überrage dein Denken. Komme zu dem Meinigen. Ich gebe dir eine ganze Bandbreite an Gedanken. Akzeptiere mehr von ihr. Akzeptiere alles von ihr. Akzeptiere dich selbst, so wie Ich dich akzeptiere. Du bist auf der Erde Mein scheinendes Licht.

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HEAVEN #459 – 23.1.2002 – On Earth as in Heaven

AUF ERDEN WIE IM HIMMEL

Es braucht keinen Mut, Gott zu sein. Es braucht Mut, ein Mensch zu sein. Im Menschenleben existieren Gegensätze. Im Himmel aber gibt es keine Gegensätze. Dort gibt es nur Liebe und Freude. Im Himmel hat nichts als Liebe, und alles, was mit ihr einhergeht, zu sein. Unwahrheit existiert im Himmel nicht.

Infolgedessen gibt es im Himmel keine Nachfrage nach Mut. Es gibt keine Angst. Es gibt keine Angst, einen falschen Ton zu singen, oder einen Schlag, ein Schiff oder einen Wertabfall zu verpassen. Es gibt dort kein Hoch und kein Runter, deswegen existiert keine Möglichkeit zu fallen und keinen Bedarf dafür, was ihr Mut nennt.

Dem Himmel ist eine Gleichheit zueigen, aber eine Gleichheit, die sehr hoch angelegt ist. Es gibt keinen Mittelweg. Der Himmel ist kein Kompromiss. Er ist Seienshaftigkeit aufs Höchste, und dennoch gibt es keine Obergrenze. Es gibt keinen Boden. Keine Wände. Pures Seien. Der Himmel ist ein Chor von Engeln. Kein Ton könnte lieblicher sein.

Sofern der Himmel eine Schwingung ist, dann ist es die Erde auch. Sofern man niedriger schwingen kann, kann man höher schwingen. Sogar auf der Erde kann man höher schwingen. Die Erde schwingt auf deine Weise hin. Der Erde ist es nicht angelegen, heruntergezogen zu werden. Dir steht es zu, hochgezogen zu werden.

Das Leben auf der Erde setzt sich mit deinen Augen in Bewegung. Wenn du nach oben schaust, ist die Welt oben. Wenn du schief daherschaust, schaut die Welt schief daher. Wenn du nach unten schaust, ist die Welt unten.

Das Wort „unten“ gelangte zu der Bedeutung „niedergeschlagen, deprimiert“. Die Remedur lautet: hoch schauen. Die Kur ist, weiter in die Güte des Lebens auf Erden hinein zu schauen. Die Erde hat sich mit Güte vom Himmel beschlagen. Schaut entschieden mehr auf die Quelle des Lebens als auf die disparaten Teile des Lebens auf der Erde.

Auf das Leben auf der Erde schauen ist es auseinander klauben. Den Himmel anschauen ist es zusammenfügen. Und du bist hier, um die Erde zusammenzufügen.

Du bist auf der Suche nach Ganzheit. Du suchst in Wirklichkeit nicht nach den Teilen des Puzzles. Die Teile sind verstreut. Den Teilen geht ohne die Ganzheit, wie sie her stammen, Bedeutung ab. Du brauchst nicht die Teile zusammenzulegen. Du brauchst nicht das Bild der Ganzheit im Sinn zu behalten. Das Problem ist, falls du dir nur die Teile anschaust, fragst du dich, was sie denn da sollen, und du findest nicht zu ihrer Bedeutung. Sie ergeben keinen Sinn. Sobald du aber weißt, dass sie Teil eines ausladenden Bildes sind, kannst du dich ein wenig entspannen.

Es gibt für dich auf der Erde einen Platz. Du bist dort. Du gehörst da hin. Du passt da rein. Du hast eine Zwecksetzung. Du bist kein extra Stück. Du bist für die ganze Anlage ein fester Bestandteil.

Verlass ist nicht blind. Verlass ist weit-sehend. Verlass sieht Ganzheit. Verlass weiß. Verlass hat nicht herumzutasten. Er braucht kein Auspolstern. Verlass weiß, es gibt einen goldenen Link zum Himmel. Er tätigt keine Einbildung. Er beschwört nicht herbei. Er redet sich da nicht hinein. Er weiß, dieser Link zum Himmel ist stärker als jedes Metall auf Erden. Er ist stärker als die Erde selbst.

Die Verknüpfung zwischen Himmel und Erde hat nicht geschmiedet zu werden. Sie existiert bereits. Du schobst vom Himmel einen Pfosten herunter. Der Mast war nie weggezogen. Du kannst dir das wie einen Telefonmasten von der Erde zum Himmel denken, oder wie eine goldene Kette, oder wie einen Lichtstrahl, der vom Himmel zur Erde reicht, und infolgedessen auch von der Erde zum Himmel. Ohne Himmel gäbe es keine Erde, und du bist voll und ganz mit dem Himmel in Verbindung gesetzt.

Du kamst von oben. Hebe deine Schwingen. Hebe mit Mir zum Flug ab. Du wirst eine andere Erde sehen. Wenn du wieder auf der Erde niedergehst, werden deine Füße eine neue Erde berühren, alldas, weil du mit Mir geflogen bist.

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HEAVEN #460 – 24.1.2002 – It Is Called Earth

SIE WIRD ERDE GENANNT

Du meinst, auf der Erde seist du ein Futtersucher. Die Wahrheit ist, du bist ein Geber, einer, der der Erde gibt. Ganz bestimmt, dein Leben auf der Erde ist reziprok. Du hamsterst dich durch das Leben, und du gibst der Welt ebenso. Du belieferst die Welt.

Du bringst die Welt zur Welt. Du erzählst ihr über sie. Du malst Bilder von ihr. Du springst auf ihr hoch und nieder, und du wirbelst sie herum.

Du meinst lieber, dass die Welt dich mache. Oder dass du ein unschuldiger Dabeistehender oder ein entsetzter Dabeistehender seist. Ganz bestimmt wirst du akzeptieren, dass du etwas mit der Welt zu tun hast. Sofern nicht etwas aus deiner Fertigung, so doch wenigstens aus deiner Teilnahme.

Du siehst dich aus der Welt durch die Welt heraus gepeitscht. Du siehst dich durch das Leben übergepeitscht, so wie sich die Sache ausnimmt. Du befürchtest, du seist ein Opfer der Welt, und demnach zögerst du, das souveräne Wesen zu sein, das du Meiner Aussage nach bist. Du hältst an der Angst fest und lässt Zutrauen abgehen.

Ein Futtersucher ist ein Wanderer. Ein Futtersucher wandert und sucht. Sei der Welt ein Geber und begehe sie mit einem festen Schritt und Zweck.

Jemand, der der Welt gibt, wird, genauso wie ein Futtersucher, dorthin gelangen, eine reife Beere zu pflücken, aber ein Geber gibt, währenddessen er seinen Weg auf der Erde beschreitet. Zum Wenigsten reicht er den Bäumen und den Beeren, die auf ihnen wachsen, und den Zweigen, die herunterreichen und sich ihm darbieten, seine Wertschätzung.

Sage der Erde, was sie ist. Sage ihr, was für ein großartiger Lieferant sie ist. Bejammere oder schmähe die Welt nicht. Sei ihr Freund. Schaue auf sie als ein Freund.

Sieh dich gegenüber der Welt nicht als überlegen. Protze ihr gegenüber nicht. Sei ihr gegenüber nicht herablassend. Behandle sie nicht gönnerhaft. Sieh die Welt nicht als einen Bettler und dich als Wohltäter. Die Welt ist dir zunutze. Krittele nicht an der Welt herum. Zeige nicht auf ihre Makel. Hege sie.

Würdige, was es zu würdigen gibt. Davon gibt es viel. Je mehr du würdigst, desto mehr wird es zu würdigen geben. Je mehr Fehler du findest, desto mehr Fehler wirst du finden. Gib das, was du gerne haben möchtest. Du möchtest keine Mängel. Höre auf, sie zu finden.

Schau nach dem, was du dir gerne bringen möchtest.

Heute warten viele Geschenke auf dich.

Schaue in das Paket hinein. Das Paket ist nicht das Geschenk. In der Verpackung liegt das Geschenk.

Öffne die Welt heute.

Bemerke ihr Licht.

Die Welt ist ein großes Geschenk.

Du bist es, der zu sehen hat, was dort ist und was sie dir darzubieten hat. Zolle der Welt erhöhte Aufmerksamkeit. Tue die Welt nicht aufgrund ihrer Fallen ab. Liebe die Welt, da sie ein Geschenk ist, das dir überreicht ist. Wirf dein Licht auf die Welt.

Finde ihre Lieblichkeit.

An dir ist mehr, als das Auge zu sehen vermag. An der Welt ist mehr, als du gesehen hast. Am Leben ist mehr, als du dir zugelassen hast zu sehen.

Dies ist deine Welt. Sie ist ebenso viel die deine, wie sie diejenige eines Königs oder einer Königin ist. Niemand hat sie in Besitz, und dennoch ist sie die deine. Sie hat dich nicht in Besitz, dennoch lebst du dort.

Du leihst dir die Welt eine Weile. Und sie vermietet an dich, damit du dort verweilst. Wie bei einer Wohnung, so auch kannst du während deiner Mietzeit die Welt heller machen. Du kannst sie schöner hinterlassen, als du sie vorfandst. Du hast nicht in ihr zu leben, so wie sie ist. Du kannst sie instand setzen. Du kannst sie dekorieren. Du kannst anfertigen, wo du schön bist. Bringe einen Stern auf deiner Tür an. Segne das Heim, in dem du lebst. Es wird Erde genannt.

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HEAVEN #461 – 25.1.2002 – Prayer

GEBET

Gebet ist mehr als Worte. Es ist ein Austausch von Gedanken. Die deinen gegen die Meinen. Sieh das Gebet weniger als eine Bitte und mehr als ein Dargebot. Ich meine nicht, dass du, wenn du eine große Notlage verspürst, sie Mir gegenüber nicht zum Ausdruck bringen solltest, natürlich möchte Ich, dass du das tust. Ich möchte, dass du Mir gegenüber alles ausdrückst, allerdings nicht bloß deine Bedürfnisse. Ich bin nicht bloß ein 911-Retter, den du rufst, wenn du Bedarf hast.

Es ist natürlich und normal für dich, zu Mir zu kommen. Das ist etwas Selbstverständliches. Das ist keine abseits gelegene Veranstaltung. Sprich jeden Tag zu Mir. Schließe Mich in dein Leben ein. Es ist nicht nötig, Mich zu einem speziellen Ein-Tages-Vorkommnis zu machen oder Mich nur für etwas Wichtiges oder genügend Wichtiges aufzusparen.

Du bist Mir wichtig. Dein Wohl-Sein ist Mir wichtig.

Verschone Mich nicht. Warte nicht bis zu einem großen Anlass, wo du dich zu Mir hin wendest, weil du sonst nichts anderes weißt, was zu tun ist. Wende dich jeden Tag Mir zu.

Beginne, Mich als den Einen zu denken, Dem du dein Glück erzählst. Schau dich nach glücklichen Ereignissen und Gedanken um, um sie Mir zu erzählen. Verschone Mich bitte nicht, einfach des Trostlosen wegen.

Ich meine genauso wenig ein formelles Danke-Dir anstelle einer Klage. Du hast nicht Danksagen an Mich auszugießen dafür, dass Ich Gott bin,. Was anderes kann Ich sein? Ich bin Gott, und Ich bin dein Gott. Ich bin hier für dich.

Du verschwendest keine Dankeschön auf einen Busfahrer. Es ist sein Job, dich mitfahren zu lassen.

Begrenze deine Zeit mit Mir nicht. Beschränke deine Herangehensweise zu Mir nicht. Sage, was in deinem Herzen ist.

Ich bitte dich nicht, die Wörter zu murmeln. Murmle sie, wenn du es möchtest, aber das ist nicht nötig. Und das soll nicht sagen, dass Meinen Namen murmeln ohne Wert sei, denn es liegt ein großer Wert darin, Meinen Namen zu sagen. Der Klang Meines Namens hebt dich zu einer höheren Schwingung. Doch ist da noch mehr dran.

Obschon Wörter zwischen Uns hin und her gehen, gehen mehr als Wörter zwischen Uns hin und her. Mehr als Gedanken. Wahr ist, es gibt bloß ein Ding, was zwischen Uns hin und her gehen kann, in welcher Form auch immer.

Woraus bin Ich gemacht, du und Ich? Woraus Wir gemacht sind, das kann zwischen Uns passieren. Und du weißt, das ist Liebe. Wir tauschen Liebe. Liebe ist Unser Medium. Ich kenne kein anderes. Und du lernst es zu lieben. Und Ich bin ein Gut, um damit den Anfang zu nehmen, meinst du nicht? Du lernst nun, zu lieben. Du entsinnst dich der Liebe. Mache mit Mir einen Neustart.

Bei Mir bist du sicher. Mit Wem kannst du teilen, sofern nicht mit Mir?

Gebet ist dich selbst mit Mir teilen. Dich mit Mir teilen macht dich nicht zu einem niedrigen Beichtkind. Das macht dich zu einem Kind Gottes. Das Gebet bestätigt schlicht Unsere Beziehung, eine Beziehung, die bereits besteht. Du bittest Mich nicht, dein vertrauensvoller Gott zu sein. Das bin Ich schon. Du bittest Mich nicht, dir zuzuhören. Das tue Ich bereits. Du bittest Mich nicht, dir eine besondere Gunst zu erweisen, denn Ich gieße bereits Segnungen auf dich.

Wenn du zu Mir im Gebet sprichst, wenn du dein Herz zu dem Meinen beugst, wirst du klarer. Im Gebet siehst du zu, klarer zu werden. Das ist dein echtes Anliegen an Mich. Ja es stimmt, du schaust nicht nur nach Geschenken.

Was du Mir gibst, ist du selbst, dein schönes Selbst. Du dehnst dich selbst zu Mir hin aus. Entlade dein Herz, und Ich werde es füllen.

Für deine Gebete brauche ich keine Wertmarke. Aber, sofern du Mich bezahlen möchtest, so lasse dein Leben nach dem Gebet Mich verkünden. Lasse dein Herz, dein erneuertes Herz, Mir ein Gutschein sein. Lasse deine Gedanken mir ein Gutschein sein.

Wir tauschen Wahrheit aus, du und Ich. Das tun Wir.

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HEAVEN #462 – 26.1.2002 – The Sea Brink

DIE MEERESKÜSTE

Du kostest das Seewasser nicht, indem du es pur anschaust. Das Gewässer aus der Entfernung anschauen ist etwas Gutes, doch dann musst du dich zu dem Guten hinbewegen, das du vor dir siehst. Es ist nötig, dass du aufstehst und zu dem schönen Gewässer hingehst. Und dann bist du am Seeufer. Jetzt trinkst du. Jetzt betrittst du die schönen Gewässer der Unschuld, und du tauchst dich im See unter.

Du meinst, das sei ein großer Wandel, in die heiligen Gewässer Gottes zu schreiten, aber es geht in Wahrheit um die Anerkenntnis dessen, wo du immer schon eingetaucht warst. Du hast dich in einem Traum befunden, wo du dachtest, du seist irgendwo sonst. Du findest dazu, dass es kein irgendwo sonst gibt.

Einstweilen wagst du dich in die See Gottes hinaus, auf die du gestoßen bist. Zunächst wirst du wohl schweben, aber du wirst finden, dass du im Meer Gottes ein Schwimmer bist. Du bist ein goldener Delphin, der dort schwimmt. Bei Mir ist dein natürlicher Lebensraum.

Mein Ozean ist alles, was es gibt. Beehre Mich mit deiner Präsenz. Bleibe nicht aus achtungsvoller Rücksicht weg. Verschiebe es nicht auf später. Stelle die Erfrischung Meines Herzens nicht zurück. Versage dir nicht deine Instandsetzung, was gar keine Instandsetzung ist, sondern schier Enthüllung.

Wenn du in der See Meiner Liebe schwimmst, wäscht sich alles andere fort, denn nichts kann sich mit Unserer Versenkung in Vergleich bringen. Du betrittst dein Gedächtnis an Mich, und du bist in der Freude Meiner Liebe gewaschen.

Die Wellen des Meeres plätschern an die Küste, sie rufen dich zu ihnen. Die Gewässer sind Meine Liebe, Meine Liebe in manifestierter Form. Die Wellen Meiner Liebe sind die Sirenen, die dich rufen. Es ist das Meer selbst, das dich ruft.

Wenn du das Königreich Meines Meeres betrittst, ertrinkst du nicht. Du beginnst zu atmen. Du atmest in goldenem Licht, und du atmest Schimären goldenen Lichts aus.

Offenen Auges, geschlossenen Auges, kein Unterschied ist da zu verzeichnen. Du hast das Gold meines Lichts gesehen, und hast gesehen, dass es das deinige ist, dir in der Vollheit der Ewigkeit ausgehändigt.

Du hast es zuvor noch nicht so recht gewagt, den Palast Meines Meeres zu betreten. Du hast befürchtet, du seist ein Außenseiter. Sogar als geladener Spieler empfandst du, du seist in eine Party hinein geplatzt, die für Andere, nicht für dich, angesetzt ist. Nun fängst du an zu erkennen, dass du dorthin gehörst, wo Ich bin. Du fühlst dich nicht mehr wie ein Gaukler. Zu Meiner Rechten siehst du deine Namenskarte in hellen Buchstaben, und dein Gesicht hellt auf.

Heilig ist die Einladung, die Ich dir gegenüber ausspreche. Meine Einladung an dich ist keine Einladung, irgendwohin zu gehen. Sie ist eine Einladung, dein Gewahrsein zu Mir zurückzuwenden. Sie ist eine Einladung, dich selbst zu beleben, wo du bist.

Über deinen Augen lag ein Schleier. Meine Liebe wäscht den Schleier fort, wie der Tag die Nacht fortwäscht. Wende deine Augen nicht mehr länger von den Meinen ab. Mein Blick wird dich nicht versteinern. Mein Blick wird dich verlebendigen. Du hast die ganze Zeit auf Meinen Blick gewartet, aber er war da. Wage es, hoch zu schauen und Meinem Blick zu begegnen.

Du fielst mir vor langer Zeit auf, und schautest voller Scham weg. Was ist Scham anderes als ein Empfinden des Unwertseins. Dein Gesicht errötet, weil du denkst, es gebe etwas, was über dich herausgefunden werde. Du denkst, du werdest von Mir aufgrund irgendeiner Bedingung geschieden. Die einzige Bedingung, die dich von deiner Anerkenntnis von Mir fortbringen kann, ist das Ego. Aber das Ego ist nicht dein Name.

Ich flüstere jetzt deinen Namen zu dir. Hörst du ihn? Auch dann, wenn du ihn schwach hörst, du hast gehört. Beuge dein Ohr noch ein wenig näher an Meine Lippen, und du wirst nichts anderes mehr hören. Komm, lass das Ufer. Das Meeresufer ist nicht das Meer. Tritt in die Gewässer ein und heuere bei Mir an.

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HEAVEN #463 – 27.1.2002 – Ten Stones

ZEHN STEINE

Es gibt einen Grund, wieso ihr glänzende Dinge mögt. Sie erinnern euch an das Glühen des Himmels. Ihr mögt auf der Erde nach glitzernden Dingen suchen, nach Diamanten, Rubinen und Poliergold, in Wahrheit sucht ihr aber den Himmel. Das ist die Geschichte eures Lebens. Das ist eure Reise. Das ist der Zweck von allem auf der Erde – das auffinden, wo eure Seele den Anfang nahm. Und ihr könnt ihn in dem vorübergehenden Ort finden, an dem ihr euch jetzt soeben befindet.

Es gibt ein Glühen, das Ich euch vermachte. Ihr seid nicht dauernd das Glitzern, aus dem ihr gemacht seid und das euch umgibt. Deswegen sucht ihr nach ihm. Ihr könnt nicht glauben, dass er direkt unter eurer Nase zu liegen kommt. Ihr habt versucht, das Ego durch wahren Wert zu ersetzen. Ihr hattet Erfolg darin, das Ego anzuliefern, aber das Ego hatte keinen Erfolg. Ihr seid für Mich derart lebenswichtig, dass ihr es nicht nötig habt, dass euch das Ego erläutert. Ihr habt es nötig, das Ego abzuschaffen, sodass ihr euer eigenes echtes Licht sehen und in ihm stehen könnt.

Das Ego ist der Schleier, der euch davon abhält, die Schönheit und die Herrlichkeit, die ihr seid, zu sehen. Unmaskiert, seid ihr schönes Licht. Maskiert, ist euer Licht gebördelt, und ihr könnt es kaum sehen.

Weswegen meint ihr, wiederhole Ich Mich? Nicht, weil Ich Mich gerne sprechen höre. Sobald ihr ganz entschieden Mein Denken angenommen habt, sage Ich euch neue Dinge, die ihr ersehnt zu erfahren. Doch zunächst einmal, da haben Wir ein paar Trittsteine zu legen:

Ihr seid auf der Erde aus einem Grund. Ihr seid dafür bestimmt, hier zu sein. Es ist kein Zufall, dass ihr hier seid, und dass ihr an diesem spezifischen Fleck zu diesem besonderen Augenblick seid.

Und dennoch habt ihr nicht an diesem Fleck zu bleiben. Bejaht euer Recht, euer Leben auf der Erde auszuweiten. Ihr wurdet nicht dafür bestimmt, in Dienstfertigkeit zu verbleiben, und ihr befandet euch gegenüber ausgedienten Gedanken in Dienstfertigkeit.

Gebt sie preis, eure ortsgebundenen Gedanken. Sie sind die aufgezeichnete Historie eures Lebens auf Erden. Sie waren ineinander verwickelte Fäden. Hört auf mit dem Zurückschauen. Gebt die Vergangenheit preis. Akzeptiert, dass sie euch gut dienlich war, jetzt aber braucht ihr sie nicht. Ihr braucht weder an ihre Schlacken noch an ihr Gold erinnert zu werden, denn weitaus großartigeres Gold wartet auf euch.

Die Vergangenheit preisgeben meint Angst preisgeben. Die Angst klettet sich um ihretwegen an euch, nicht um euretwegen. Es ist ein irrtümlicher Gedanke zu glauben, dass ihr Angst braucht. Angst ist kein Hafen. Sie schützt euch nicht. Wisst, ihr seid bereits geborgen.

Um vergangenes Denken fallen zu lassen, habt ihr euch selbst gegenüber einzugestehen, dass ihr nicht alles wisst. Ihr wisst bereits, dass ihr wenig wisst, doch in zahlreichen Gebieten weigert ihr euch, das zuzugestehen. Zu denken, ihr wüsstet mehr, als ihr es tut, ist ein Schrei eures Ego.

Akzeptiert, dass ihr unschuldig seid. Was bedeutet es, unschuldig zu sein? Es bedeutet Offenheit. Unschuld ist nicht vorher überlegt. Und, setzt sie nicht mit Unwissen gleich. Unschuld gibt dem Neuen statt heranzudämmern. Unschuld lässt dich in die Gegenwart zu.

Lehne dich in die Gegenwart. Die Zukunft ist nicht deine Bestimmung. Wenn du aus der Vergangenheit herausgeschritten bist, bist du bereits in die Gegenwart hineingeschritten, die du dir als Zukunft gedacht hattest. Deine Zukunft ist eben jetzt.

Erkenne, da ist Leben. Leben ist Leben. Es ist eine sich aufwärts bewegende Spirale. Es ist nicht Tests und Lektionen und Korrekturen. Die Idee von Korrektur hält dich dabei, dein Leben immer in der Vergangenheit aufzuwenden. Dein Leben hat einzig zur Wahrheit von dir zu wachsen. Du tust das, indem du die Vergangenheit wegfallen lässt.

Lasse dein Leben in deiner Akzeptanz der Wahrheit von dir wachsen. Bejahe, dass du weitaus mehr bist, als deine gegenwärtige Denkweise es zulassen möchte. Dein Denken hat zur Realität von dir aufzuholen.

Lasse heute nunmehr, mit Meinem Segen, dein Denken zu neuen Höhen heranwachsen, somit kannst du beginnen, dir vorzustellen, wofür du geboren wurdest und welch ein Geschenk du dem Universum bist. Du wirst beginnen zu erfassen, was Gott gehämmert hat. Ich habe dich gut gemacht. Wisse das, hernach kannst du die Höhen des Himmels erklimmen und ihn in deinem Gewahrsein bewahren.

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HEAVEN #464 – 28.1.2002 – So That All May See

SO DASS ALLE SEHEN KÖNNEN

Der Himmel ist wie ein goldener Kelch, der für dich schimmernden Wein oder süße Creme oder das Gold seiner selbst in geschmolzener Form ausgießt. All deine Bestreben und deine Erfüllung sind vom Himmel auf dich herunter gegossen. Wo, meinst du, kommt das Leben her?

Ganz bestimmt nicht von den scheinbaren Tiefen an Verzweiflung, die auf der Erde aufgegraben wurden. Manifestation kommt von irgendwoher. Wenn du immerzu die Manifestation anschaust und nicht das Woher, spürst du Vergeblichkeit. Du hackst stets am gleichen Steinblock oder an verschiedenen Blöcken ab und herum, und du fragst dich, wo der Fortschritt bleibt. Du weißt, wo das Abschlagen vonstatten geht, aber die Krönung entgeht dir dabei.

Das Leben auf Erden ist gefesselt. Dasjenige, was körperlich ist, ist. Überall Zäune. Aufgestellte Schilder. Sobald sich dein Leben einzig auf den physischen Körper beläuft, fühlst du dich in der Falle.

Aber das Physische ist bloß eine einzelne Dimension der Welt, in der du lebst. Wenn dies dein einziger Augenmerk ist, ist deine Freude auf die Vorkommnisse und Gegebenheiten rund um dich beschränkt. Das Körperliche reicht nur so und so weit. Das Physische verlockt dich. Es verspricht mehr, als es überbringen kann.

Alles Glück ist dein, Glück aber ist von vielen Ebenen. Es reicht weiter, als dein Auge sehen kann. Glück, das auf den einen Ort der Existenz begrenzt ist, ist in der Tat begrenzt. Es wird dich nie oder nicht längere Zeit befriedigen. Der Zweck deines Lebens ist viel mehr als Befriedigung. Befriedigung kann nicht der Herrscher von dir sein, weil sie immer durchbrennen wird.

Die Schwingungen der physischen Welt können nur so und so hoch schwingen. Und du hast inwendig in dir eine Schwingung, die um Vieles höher ist. Sobald diese höhere Schwingung inwendig in dir zugreift – oder los lässt -, singst du eine höhere Weise, und diese Weise, die du singst, hebt dein Leben über seine physischen Eindeichungen hinaus. Dein Herz steigt hoch, und dein Leben kommt nach.

Du hast gedacht, dass dein Herz deinem Leben folgt, indes ist es das Leben, das deinem Herzen folgt. Dein Leben ist beschränkt, solange dein Herz schier laut dessen hoch und runter prellen kann, was um es herum vor sich geht.

Dein Herz kann dein Leben inspirieren. Du hast das erlebt, denn wenn du glücklich bist, welche kleine Sache kann dein Glück sodann unterbrechen? Gestern wurdest du behelligt. Die äußeren Begebenheiten mögen die gleichen geblieben sein, heute aber bist du glücklich. Der Schlag deines Herzens wandelte sich. Eine höhere Schwingung ist unantastbar.

Sobald du dieses Konzepts teilhaftig wirst, sobald du umfassender erfasst, wirst du nicht mehr auf das Leben warten, dass es sich selbst dir übermittelt oder sich dir auferlegt. Du wirst nicht so sehr von dem Oberflächenglanz des Lebens abhängen.

Ich spreche hier von einer inneren Ausstrahlung, die so hell und so weit-reichend ist, dass sie über die physischen Grenzen hinaus glänzt. Die physischen Grenzen sind nach wie vor allem Anschein nach da, aber sie sind keine Barrieren mehr. Du lässt sie deinen Blick nicht blockieren. Du siehst darüber hinaus.

Alle Ereignisse finden in deinem Geist statt. Sie sind das, wozu du sie machst. Sofern du die Ereignisse vor dir nicht magst, dann sieh durch sie hindurch. Sieh darüber hinweg. Was du jenseits siehst, ist keine Fata Morgana. Das Physische ist das Trugbild.

Du bist über alle Maßen beleuchtet. Und alle Seinswesen um dich herum sind über alle Maßen beleuchtet. Mit Sicherheit weißt du, dass es mehr gibt, als du zur Zeit siehst.

Deine Sicht kommt von deinem Herzen. Weite dein Herz aus, und dein Leben wird sich ausweiten. Lasse dein Herz die Welt umfangen, und dein Herz wird nicht umgriffen werden. Das Menschenherz stiehlt sich vom Kompromiss fort. Das Herz ist kein Instrument, dafür bestimmt, um sich mit weniger als mit seiner eigenen Vollheit zufrieden zu geben. Es gibt einen Ambitus an Tönen in deinem Herzen, und dein Herz möchte sie alle spielen. Dein Herz ist nicht vorgesehen, einberufen zu werden. Der Takt deines Herzens soll nicht durch Andere vorgegeben werden. Du bist der Bemessende von ihm, und du weißt bereits, dass es sich als unermesslich ausweist, das Gefilde deines Herzens.

Lasse dein Herz seine Grenzenlosigkeit in heraus laufenden Wirbeln des Lichts glänzen, sodass alle sehen können und durch dein Herz ermutigt sind.

Deine Gedanken kommandieren deinen Körper. Was du denkst und was du sagst, beeinflusst deinen Körper. Wenn du sagst, du seist immer müde, hören das die Zellen deines Körpers und nehmen es als Anweisung, und sie übergeben dir dann Müdigkeit, denn ebendas hast du stets wiederholt. Dein Körper lauscht auf deine Gedanken und Worte. Sage den Zellen deines Körpers etwas anderes. Danke ihnen für die Energie, die sie dir geben. Danke ihnen für alles, was sie an deiner Stelle tun. Erzähle ihnen gute Geschichten über dich selbst. Sie werden hören, und sie werden dem nachkommen.

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HEAVEN #465 – 29.1.2002 – Then What?

DANN WAS?

Was Gutes ist an der Erleuchtung, sofern sie alleine für dich ist? Was Gutes ist sie, sofern sie etwas ist, das du bekommst? Dann ist sie eine weitere Leistung oder ein weiterer Besitz unter anderem.

Du möchtest ein umwerfendes Erlebnis. Das ist verständlich. Aber was dann? Was tust du hernach mit der Erleuchtung, die du erlangt hast?

Wofür ist sie? Worin besteht deine Zwecksetzung, indem du sie dir wünschst? Denkst du, sie sei ein Schmerzmittel wie eine Eiskreme oder ein neues Outfit? Denkst du, sie verschont dich vor etwas, oder sie ist etwas, mit dem du angeben kannst?

Erleuchtung ist etwas, das man besser möchte als nicht möchte, aber sie ist bloß ein Schritt. Sie ist ein Geschenk für mehr als für dich selbst alleine. Sie ist nicht für jemand einzig und allein. Erleuchtung ist nicht so.

Es ist nicht genug, Erleuchtung für sich alleine zu erstreben; dies genauso wenig, wie Reichtum für sich alleine zu erstreben. Es macht wirklich keinen Spaß, mehr Geld als jeder andere zu haben. Nach einer Weile ist das Geschwirre vorbei, und da bist du, der gleiche, wie du immer warst, bloß, jetzt hast du Geld. Eigentlich möchtest du keine Elite sein. Das ist nicht beneidenswert.

Du denkst immer noch, Erleuchtung sei ein Zauberstab, der über dir geschwenkt wird. Er wurde vor langer Zeit über dir geschwenkt, und er wurde ein Teil von dir, und seither hast du ihn immerfort verleugnet.

Warte nicht darauf, dass Erleuchtung wieder auf dich sprenkelt. Sie ist nicht etwas, was du erzielst. Wasimmer dich fernhält vom Gewahrsein des Lichts, löse es auf, und sodann wirst du durch das Goldene hindurch schreiten, und du wirst deine Erleuchtung erkennen.

Du bist wie der Geizkragen, der eine Goldtruhe im Boden vergraben hat. Er war derart geizig, dass er wohl sogar den Reichtum vergessen hat, den er besitzt. Jedenfalls, sofern er sein Versteck nicht nutzt, hat er ihn eigentlich nicht.

Und wo hast du dein Licht vergraben? Zu welcher Gelegenheit wirst du es herausnehmen, sodass du es anschauen und es fortan auf die Welt, die begierig darauf ist, leuchten kann. Worauf wartest du? Auf das richtige Ballkleid? Auf eine Einladung von irgendwoher?

Erleuchtung ist Gewahrsein von Wahrheit. Das ist alles. Gewahrsein von Wahrheit, die bereits ist. Du hast bereits in Abwesenheit die Prüfungen abgelegt, dennoch trugst du den Gedanken mit dir herum, dass du kein Examen abgelegt habest, so lange, bis du dein Diplom nicht unter Fanfaren überreicht bekommen hast.

Dein Leben ist dein Diplom. Dir wurde es überreicht. Ich erschuf nur erleuchtete Wesen. Trage heute den Gedanken mit dir, dass du bereits erleuchtet bist. Du wirst deine Schultern höher tragen. Du wirst mehr geben. Niemand muss wissen, dass du erleuchtet bist, außer du selbst. Du bist der einzige, der es zu wissen hat. Und sodann breitest du unsichtbarerweise mit deinen Gedanken, die wie Segnungen werden, Licht aus.

Sofern du akzeptiertest, dass du jetzt erleuchtet bist, was würdest du anders machen? Was würde sich ändern? Deine Sicht aufs Leben ganz bestimmt. Deine Sicht auf deinen Platz in ihm. Deine Sicht auf das ganze Drum und Dran.

Sobald du deine Erleuchtung bejahst, wirst du anders sehen. Sobald du verschieden siehst, hat sich alles geändert. Sobald du hinter den äußeren Kleister auf das wahre Juwel im Inneren schaust, was ist das dann anderes als Erleuchtung. Du wirst zur Wahrheit der Existenz erleuchtet. Deine Sicht des Lebens ist keine Medaille, die dir angesteckt wird. Sie kommt inwendig von dir. Sie kann von nirgendwo sonst kommen.

Ja, Ich gab sie dir. Ich gab dir großes Licht im Inneren, sodass du sehen kannst. Nun ist alles, was du zu tun hast, das große Licht inwendig in dir anzuerkennen und zu entzünden, und es auf Andere zu scheinen, sodass sie das große Licht inwendig in ihnen sehen können. Du bist Teilhabender von ihm. Es liegt dir an, zu teilen. Enthülle es zunächst. Enthülle es dir selbst. Bejahe deine Goldenheit. Ich gab sie dir. Gib sie nun Anderen.

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HEAVEN #466 – 30.1.2002 – The Earth and You

DIE ERDE UND DU

Es war einmal, da kanntest du die Wahrheit. Sie trug keinen Namen. Sie war schier. Sie war alles, was es gab. Wie konnte sie einen Namen bekommen, während es nichts gab, was mit ihr in Vergleich zu setzen war? Alles war Einssein, und es gab keine Teile. Alles war zusammengefügt. Es gab nichts zum Verhehlen.

Ihr wart verflochten. Wenn ihr verflochten seid, seid ihr verflochten. Wenn ihr in einem Ozean der Liebe Gottes schwimmt, dann schwimmt ihr, und ihr könnt immer in diesem Ozean der Liebe Gottes schwimmen. Und das ist die Wahrheit, ihr schwimmt immerfort, denn etwas anderes gibt es nicht. Es gibt kein anderes Meer, um darin zu schwimmen.

Aber ihr habt euch helle Lichter an der Küste eingebildet, und ihr seid zu ihnen hin geschwommen. Dann seid ihr aus dem Wasser herausgegangen. Ihr wart immer noch nass, aber jetzt auf trockenem Land. Als ihr auf dem Land gingt, begannt ihr seine Trockenheit mehr zu sehen, als ihr den dauerhaften Ozean von euch gesehen hattet. Ihr habt angefangen, die kolossale Quelle von euch zu vergessen, und habt sie seitdem immer vergessen. Ihr seid in das Vergessen hinein gelaufen.

Ihr habt euch vom Erinnern weggedreht. Ihr habt versucht, dem zu entkommen, wonach ihr euch wahrhaft sehntet, dort zu sein. Ihr habt versucht, den Ozean an den niedrigsten Küsten zu finden.

Und stets seid ihr in Enttäuschung geraten, und ihr habt euch ein ums andere Mal enttäuscht. Ihr habt die Tiefen vergessen, ihr habt auf der Oberfläche gesucht.

Kommt zur Tiefe eures Herzens, wo alles erinnert und alles erkannt wird. Der Ozean ist nach wie vor bei euch. Ihr habt ihn nie verlassen. Ihr tragt ihn mit euch, diesen Ozean, dem alles entkommt.

Du bist die Meeresjungfrau, die auf dem Land geht.

Deine Rückkehr zu der rettenden Gunst des Ozeans ist unumgehbar. Deine Füße mögen bleiben, wo sie sind, aber du kehrst zurück. Während du auf trockenem Land bist, kehrst du mit deinem Gewahrsein zurück. Du hörst den Ozean. Du denkst, du hörst ihn in einiger Entfernung, aber er ist in deinem Herzen. Der Schlag deines Herzens sind die Wellen des Ozeans. Du bist das Echo des Ozeans.

Du hast mutwillig gedacht, der Ozean sei ein Trugbild, aber er ist die erinnerte Wahrheit. Trockenheit ist nicht Wahrheit. Das Land, auf dem du gehst, ist das Trugbild. Du lebst auf zahlreichen Ebenen, nicht bloß auf einer.

Wo dein Körper geht, ist eine Sache. Wo du gehst, ist eine andere.

Oder erwäge, dass du ein erstaunlicher Vogel im Flug bist. Du schwebst in den Himmel hoch. Vom Himmel her bist du gestartet, und du steigst nach wie vor zu ihm hoch. Du gehst auf der Erde nieder, doch der Vogel, der du bist, weiß, wo dein Flug startete. Du bist ein Fliegender vom Himmel, der auf der Erde Halt einlegt. Du lieferst der Erde den Himmel aus.

Sieh die Erde als ein Vogelkind mit offenem Schnabel; es wartet auf dich, dass du ihm etwas vom Himmel übergibst.

Oder sieh die Erde ganz parat und verpackt, im Wartestand, mit dir zusammen zu deinem Aufstieg zu gehen.

Oder sieh die Erde als einen Traum, den du hattest, unterdessen du im Himmel bliebst.

Oder sieh die Erde als etwas Schönes, bei dem du dachtest, du sähest es weit entfernt. Als du nahe heran kamst, als du wirklich hinschautest, sahst du in der Wahrheit der Erde den Himmel.

Oder sieh den Himmel als einen Umschlag, in dem du fliegst. Der Himmel schlägt dich ein. Du ziehst den Himmel mit dir. Anders geht es nicht. Du ziehst Luftschlangen des Himmels mit dir. Du bist aufgrund des Himmels in der Lage zu fliegen. Einen anderen Grund gibt es nicht.

Und du bist ein staunenswerter Vogel, der alleine aufgrund des Himmels auf der Erde herumlaufen kann.

Deine Vergessenshaftigkeit hinsichtlich woher du kamst und was du mit dir trägst, kommt zum Ende. Deine Vergessenshaftigkeit wird vergessen. Du wirst dich erinnern. Und wenn du dich erinnerst, passt alles wieder, und die Vergessenshaftigkeit war niemals gewesen.

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HEAVEN #467 – 31.1.2002 – Be Joy

SEI FREUDE

Du sollst das Ego nicht mit der Wahrheit ins Gleichgewicht bringen. Du boxt nicht mit der Wahrheit oder dem Ego. Du wirfst das Ego wie einen samtenen Bühnenvorhang beiseite. Du gehst über das Ego hinaus. Du lässt es hinten. Es war ein Zusatz. Es gehörte dir in Wirklichkeit nie zu. Das Ego ist ein ausgestopftes Hemd, und, die Wahrheit ist, du bist ein volles Herz.

Wahrheit gehört dir zu. Wahrheit ist die echte Triebkraft von dir, nicht das Ego.

Das Ego kriegt eine Mitfahrt, und möchte, dass du denkst, es sei der Fahrer, aber es ist ein jemand, der sich fest klammert. Das Ego macht dich nicht mehr. Das Ego macht dich weniger. Ego-los ist wahrheits-voll.

Du bist ein Wahrheit-Bringer. Infolgedessen bist du ein Wahrheit-Geber.

Fasse die Wahrheit, und für das Ego gibt es keinen Raum. Was das Ego errichtet, ist nicht dein Wert. Du bist dein Wert. Du brauchst kein Ego, denn das Ego leitet dich um die Wahrheit herum. Es fegt dich mit falschen Versprechen zu. Es geht nicht – zuerst oder eine Zeitlang das Ego, und dann die Wahrheit. Die Wahrheit ist zuvorderst, und du wirst das Ego als das sehen, was es ist, eine laue Entschuldigung für nichts. Sobald sich das Ego in dein Leben einbringt, ziehe die Wahrheit vor, und fortan hat das Ego keine Chance. Du hast dich mit dem Ego nicht zu schlagen. Das Ego bekämpfen verleiht ihm Glaubwürdigkeit und bestickt seine Ränder. Du brauchst das Ego bloß zugunsten der Wahrheit beiseite zu stoßen. Lache das Ego aus. Es ist lächerlich. Und die Wahrheit ist heilig und bringt dich dazu, dass du in ihrer Gebenshaftigkeit vor Lachen überschäumst.

Lachen ist ein großer Erschrecker für das Ego, denn das Ego nimmt sich selbst sehr ernst. Das Ego ist ernster als das Leben. Die Wahrheit ist nicht schwer. Sie ist leicht. Das Ego ist zum Lachen. Wahrheit ist Lachen. Wahrheit kann dir nichts als Freude bringen. Wahrheit hat zahlreiche Namen – Liebe, Friede, Freude -, doch gibt es nur Eine Wahrheit, und sie ist zwischen Uns, dir und Mir, geteilt.

Du und Ich sind Wir. Und Wir sind Eins. Wir sind Einssein. Und nie werden die zwei geschieden. Deswegen gibt es keinen einzelnen. Es gibt bloß Einen. Du bist Einer mit Mir, und Ich bin Einer mit dir. Es gibt kein Ich; es gibt keinen e i n e n . Es gibt Einssein.

Kein einzelner kann ein Stück des Kuchens haben. Einer kann bloß alles davon haben. Es gibt keine Stücke. Es gibt bloß Ganzsein. Du hast keine Portion. Du kannst nicht einmal eine große Portion haben. Du kannst nur alles haben, was ist. Du kannst von einem Anderen nichts nehmen, denn es gibt keinen Anderen. Allerdings hat der imaginierte Andere auch alles davon. Alles ist deins. Alles ist Unser. Alles ist. Es gibt nichts wenigeres als Alles. Du hast um zu wenig gebeten.

Pomp and Circumstances sind zu wenig.

Wahrheit ist genug. Sie ist alles, was es gibt, demnach ist sie mehr als genug. Sie ist Alles.

Die Vereinigung der Wahrheit ist Liebe. Anerkenntnis von Wahrheit ist Liebe. Die Wahrheit begegnet sich selbst und sagt: „Ah, wie schön, ich bin in dir.“

Dies ist deine Geschichte. Erkenne dich überall, denn du bist in allem, in Großem wie in Kleinem. Du bist nicht weniger ein Berg als du eine Feige bist. Du bist nicht weniger ein Engel als du ein Mensch bist. Du bist nie außerhalb Meiner Gedanken, deswegen kannst du nie weniger als Meine Gedanken sein. Mein Gedanke ist ja deine Existenz. Heilig sind Meine Gedanken, und heilig bist du.

Wenn du weinen musst, dann weine aus Freude, denn Freude ist die Wahrheit, die erkannt werden mag. Ohne Freude kannst du Wahrheit nicht haben. Freude ist dein echter Ton, und er begleitet die Wahrheit. Erwachen ist nicht Traurigkeit, denn es ist die Freude der Wahrheit, die dich aufweckt. Es gibt in dir einen gurgelnden Strom der Freude, sein Lauf ist Freude. Du bist deine eigene Tasse, und du läufst über. Deine Freude schwappt über. Jeder ist in die Wahrheit deiner Freude eingetaucht. Sei sie demnach. Sei also Freude.

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HEAVEN #468 – 12.2002 – You Carry Great Light

DU TRÄGST BEDEUTENDES LICHT

Denke dich nie mehr als ein schwaches Wesen, denn das war nie so, und in völliger Gewissheit ist es jetzt nicht so. So wie du über dich selbst denkst, so wirst du sein. Denke höher von dir, und du wirst näher an der Wahrheit sein.

Du erstrebst Wahrheit, nicht wahr? Wir reden nicht von netten Worten, um dein Ego aufzubauschen. Ich klopfe dir nicht auf die Schulter, um dich zu trösten. Ich bin ein Sager der Wahrheit. Du bist so stark, wie du dir es stattgibst zu sein.

Du denkst dir nach wie vor die Wahrheit als etwas Unpassendes, etwas Schattiges, etwas Unpräsentierbares, als etwas, was verborgen gehört, als etwas Deformiertes, nicht würdig, dargeboten zu werden. Indes hast du die wirkliche Wahrheit von dir selbst vor dir selbst und deswegen vor der Welt verborgen. Was Ich so erkenne, das kommt der Sünde am nächsten – ein Kind Gottes in den Schrank verbannen.

Ich mache die Aufwartung, und nun ist es für dich an der Zeit, hervor zu treten und deinen Platz in Anspruch zu nehmen. Ich nenne deinen Namen, und jetzt trittst du in Erwiderung, erhobenen Kopfes, die Schultern zurück, mit aufrechtem Rücken. Geh rüber auf Meine Seite. Dort ist immer für dich Raum. Ich habe lange Zeit auf dich gewartet, dass du deinen Platz beanspruchst. Kein anderer kann ihn einnehmen.

Es ist nicht so, dass du ohne Mich nichts bist. Es ist so, dass du nie ohne Mich bist, und deswegen bist du wirklich etwas. Du bedarfst der Anerkennung Unserer Allianz. Du bist Teil Meines Korps. Du wurdest zur Erde gesandt, um Mich heraus zu bringen, um Mich zu annoncieren, um Mich auszukundschaften, und um die Welt mit Mir zu vereinen, denn die Welt ist bei Mir, und du bist bei Mir. Unsere Herzen sind vereint. Während du dich zu deinem Platz neben Mir erhebst, ermutigst du eine zerzauste Welt. Du legst sie vor Mich hin.

Die Welt ist einfach wie du. Sie hat ihre Wertigkeit vergessen, also versucht sie zu bewerkstelligen, was ihr ihres Erachtens fehlt. Aber sie hat aus sich selbst nicht genug gemacht.

Du aber wirst die Welt zu sich selbst erhellen. Du bist ihr ordiniertes Licht, und demnach rufst du der Welt selbst die Welt aus. Du bist eine Kerze, freilich bist du mehr als eine Kerze. Du bist Gottes Licht Selbst.

Sofern du gedacht hast, deine Zwecksetzung sei für dich alleine, warst du ohne Zweck. Deinen Zweck kennen hat große Macht inne. Du ordnest alle Macht des Himmels hinter dir an. Das Gesamt des Himmels stellt sich in dir in einer Reihe auf. Dein individuelles Selbst wird im Vergleich zu dem Universum von dir schal. Weswegen sollte ein Kind Gottes derart weniger akzeptieren, während ein derart großer Reichtum vor ihm liegt und pur per Intention der seine ist?

Du bist Mein Erbe. Du bist nicht Mein Erbe irgendwann in der Zukunft. Du bist jetzt Mein Erbe. Das ist unvermeidlich. Du kannst das nicht umändern. Du kannst nicht weniger beanspruchen, als Ich dir gebe. Du kannst nicht bloß eine Portion nehmen. Das alles ist dir übertragen. Alles was es braucht, ist deine Unterschrift, mit der du den Empfang deines Erbes quittierst, deines keinesfalls lange verschollenen Erbes, sondern deines lange nicht in Beschlag genommenen Erbes.

Sei ein Anspruchsteller.

Sobald es auf Mich hinausläuft, hast du die Analyse beiseite zu legen. Du kannst weder Mich noch dich unter ein Mikroskop legen. Du versuchst nicht, Mich in ein vorgefertigtes Konzept zusammenzuquetschen. Du kannst Mich nicht in vorgefasste Ideen einpassen, denn sie sind zu klein. Du versuchst nicht, dich Mir auszudenken. Du kannst Mich nicht umgestalten, damit Ich in eine unhandliche Skizze, die du angefertigt hast, hineinpasse. Ich bin das Alles. Ich bin jenseits von Analyse. Ich bin nicht illusorisch, indes kann ich nicht eingebunden sein.

Es ist dein Denken, das ausgeweitet gehört. Entziehe dich dem Denken der Menschen. Du gehörst einem weiteren Horizont zu, einem Horizont des Lichts, das so rein und so unverzichtbar ist, dass du es auf Erden mitschwingst. Du zündest die Welt zu ihr selbst an. Du bist ein Anzünder.

Liebe ist kein Gedanke. Liebe braucht keinen Gedanken, um zu gedeihen. Sie gedeiht aus sich selbst heraus. Liebe ist nicht aus all den Dingen gemacht, die die Welt sagt, obschon Liebe in all den Dingen, die die Welt sagt, enthüllt werden kann. Jeder Gedanke oder jede Handlung in jedweder Gegebenheit kann Liebe enthüllen, allerdings kann Liebe nicht herausgesiebt werden, denn Liebe dringt hindurch und ist undurchdringlich. Es ist die Ganzheit der Liebe, die alles zusammen bringt.

Ein Chirurg schneidet mit einem Messer, aber er verwundet nicht, denn Liebe setzt seine Arme in Bewegung. Es mag sein, er hat bei seinem Schnitt die Liebe vergessen, aber die Liebe hat nicht vergessen.

Der Lebensmittelhändler stellt die Früchte und das Gemüse aus. Es mag sein, er sieht sie als Handelsware und als seinen Lebensunterhalt, doch über den offensichtlichen Zweck hinaus liebt er die prächtigen Farben bei dem, was er verkauft, und er vermarktet Liebe. Er vermarktet nicht den Gedanken der Liebe. Er schreibt nicht Liebe aus. Dennoch ist Liebe seine Ware.

Und so auch die deine. Das ist bloß eine Gedächtnishilfe, dass du nicht fortwährender Gedanken an die Liebe bedarfst, um Liebe in der Welt zu verankern, du bist genauso ein Lieferant-Zurschausteller-Weitermelder von Liebe. Stimme dem ein für allemal zu, dass du auf Erden zur Einstimmung Aller ein Musiker der Liebe bist. Hebe deine Augen und Ohren, und du hebst die Welt höher, Ton um Ton.

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HEAVEN #469 – 2.2.2002 – Being and Seeing

SEIEN UND SEHEN

Du meinst, du seist weit weg von Mir, oder dass Ich weit weg von dir sei. So wie du denkst, so tritt es in Erscheinung.

Fange an zu denken oder dir vorzustellen, oder zu erwägen oder zu erkennen, dass Ich so nahe bin, wie Ich inwendig in dir bin. Du bist ein Gegenpart von Mir. Sieh, dass jeder Atemzug, den du nimmst und ausatmest, Mein ist.

Sieh Meine Gedanken wie Kleider auf einer Wäscheleine, die im Himmel aufgehängt ist. Du langst hoch und ziehst Gedanken herunter, einen nach dem anderen, und du faltest sie über deinem Arm. Oder du füllst deinen Geist, einen Wäschekorb, mit Gedanken von der Leine.

Manchmal drängst du Meine Gedanken zusammen, während du sie abnimmst, oder du häufst sie hoch auf, oder du zerdrückst oder zerknitterst sie. Dennoch können sie unzerknittert sein. Du kannst sie auseinander ziehen, je einen auf ein mal, und sie zur Sonne hoch halten und dir ihre Ursprünglichkeit anschauen, wie sie waren, als sie auf der Leine im Himmel gehangen hatten.

Erwäge, dass jeder Gedanke, den du hast, von Mir kam. Vielleicht fiel er auf die Erde und wurde schmutzig, indes war er gleichwohl Mein Gedanke. Finde seine Wahrheit. Höre Meine Stimme. Lege dein Ohr ganz nah an Meinen Gedanken, wie du das an einer Muschel tätest, und lausche.

Woran hast du dein Ohr gelegt?

Lauschst du genauso oft, wie du sprichst?

Heute wagen Wir uns gemeinsam hinaus.

Genug der Maskerade. Wir entblößen voreinander Unsere Herzen. Keine Camouflage mehr. Zu welchem Nutzen denn? Was, denkst du, ist falsch daran, du zu sein, du zu sein, wie du bist? Nichts als Ausrede erfunden, nichts ordentlich sauber gemacht, schlicht du, so, wie du ohne Ausflüchte oder Übertreibung bist. Schlicht du, in wahrem Licht hervorgehoben.

Wieso laut prüfender Durchsicht vonseiten Anderer hoch oder niedrig leben? Deren Durchsicht kann durchaus ebenfalls ein Als-Ob sein. Jedenfalls, das ist nicht ausreichend, wie Andere dich wahrgenommen, was sie von dir gedacht und was sie gesagt haben. Sie haben nicht hingeschaut. Sie wussten nicht, wovon sie sprachen.

Doch du wirst schauen und du wirst sehen, und du wirst sehen, was du zuvor nicht gesehen hast. Du wirst näher und weiter schauen, nicht genau in dem Maße näher, wie du weiter schaust, sondern näher in dem Sinne von wahrheitsvoller.

Wovor hattest du Angst, es in dir zu sehen? Vor deiner Herrlichkeit? Denkst du, du hättest irrtümlicherweise die Herrlichkeit eines Anderen inne, und dass sie nicht die deine sei?

Meine Herrlichkeit ist dein.

Wovor hattest du Angst, es in Anderen zu sehen? Dass sie von dir wegschauen oder dass sie in dich hinein schauen?

Habe vor beidem keine Angst.

Befasse dich damit, wohin du schaust. Schau mit Mir. Sieh von dem günstigen Vorteil her, von dem her Ich sehe. Sieh überallhin. Oder schaue gar die Atome an und sieh die Ganzheit, so wie Ich es tue.

Wohin schaust du und was siehst du?

Wo waren deine Gedanken aufgehängt?

Bedenke, dass Wir, du und Ich, im Denken nicht abkömmlich sind. Wir wägen das Universum, das Ich erschaffen habe mit dir in ihm. Wir schlendern an seinen Küsten. Wir schauen zu den Sternen hoch. Oder Wir schauen aus Unserer Höhe auf sie hinab. Das ist nicht von Belang. Du schaust zu Mir herüber, und Ich schaue zu dir herüber. Wie wohlwollend ist doch Unser Blick! Unsere Augen begegnen sich, und dann gibt es nur noch ein Augenpaar, das Unsere. Unsere Augen begegnen sich, und die Sicht wird innen- wie auswärts und alles-umfangend. Es kommt zu keinem Ausweisen einer Differenz zwischen innen und außen, denn beides sind nur Wörter.

Der Punkt ist, dass Unsere Sicht, die deine und die Meine, sieht. Sie stellt nicht in Frage. Sie sieht. Sie ändert nicht, was sie sieht, denn es gibt nichts zum Ändern. Wir sehen Wahrheit. Wie schön die Wahrheit ist, die Wir sehen! Unser Blick setzt sich ohne einen Gedanken fort, und Wir sehen und sind Unendlichkeit. Wir reisen nirgendwohin. Wir sind überall.

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HEAVEN #470 – 3.2.2002 – Another Horizon

EIN ANDERER HORIZONT

Beginnst du die Vereinigung mit allen anderen Seinswesen zu spüren? Spürst du ein extra Aufwallen in deinem Herzen, während du ins Auge fasst, dass du Teil von etwas Großem bist? Ist es eine Erleichterung zu wissen, dass du im Grunde genommen kein einzelnes Seinswesen alleine bist, kein heimatloses Kind auf Erden, das ausgeschlossen ist? Ist es gut zu wissen, dass du ein gesegneter integraler Teil des Universums bist? Und dass es Mein Universum ist, in dem du lebst, ausgegeben zur Freude und zum Nutzen all derer, die es bewohnen?

Alle bewohnen es. Und das Universum schließt den Himmel mit ein. Wie leer wäre die Welt ohne ihn! Wie trist! Wie verlassen! Wie ruderlos!

Doch glücklicherweise existiert der Himmel, und du und Ich existieren, und alles andere existiert einhergehend mit Uns.

Du bist dem Himmel kein Fremder. Er ist dir nicht unbekannt. Du bist mit ihm vertraut. Sein Name allein schon beschwört ein Glück in deiner Brust herbei. Deine Augen versuchen, ihn sich zu verbildlichen, und du nimmst Anläufe, seiner, dieses Himmels, zu gedenken, dieser gesegneten Örtlichkeit von dir.

Mit Sicherheit hast du dich bemüht, dich selbst zu finden. Zumeist hast du dich auf der Erde umgeschaut. Ja, du fandst dort etwas von dir, und du siehst, dass es gut ist. Indessen ist ein eigentlicher Teil von dir dir selbst nicht verlustig gegangen, er ist bloß des Öfteren nicht in dem Rahmen der Dinge mit eingeschlossen, die in deinem Gewahrsein wild wuchern.

Nunmehr ist es an der Zeit, ihn mit zu berücksichtigen, diesen Himmels-Part von dir. Du machst ihn aus, wenn du ihn siehst. Du machst ihn in aller Schönheit aus, die dir eine Ruhepause überreicht, ihn in dich hinein zu nehmen.

Jeder steht im Begriff, in seinem Leben den Himmel abzuschildern. Alle wollen ein Bild von ihm, das auf ihrer Wand hoch oben hängt. Alle wollen ihn erreichen. Alle wollen dort ruhen.

Doch denke nicht, es sei der Tod, der euch dorthin verbringt. Das Leben nimmt euch dorthin. Der Tod ist schier eine Fortsetzung des Lebens in einer anderen Dimension. „In meines Vaters Hause gibt es viele Wohnungen“ meint Dimensionen. Ihr braucht den Tod nicht, um Mich kennenzulernen.

Mit oder ohne eure Wiederanerkennung oder Akzeptanz, auf der Erde lebt ihr nicht allein. Ihr seid mit der Erde mehr bekannt, da ihr ihr mehr Aufmerksamkeit zollt, und demnach mehr Glauben schenkt.

Die Erde hat einen schönen Horizont. Der schöne Horizont der Erde geleitet euch zum Horizont der Himmel. Warum denkt ihr, eure Aufmerksamkeit sei zu den Horizonten vor euch hingezogen? Horizonte sind Reflektionen größerer Horizonte jenseits der Schranken der Erde.

Am Leben auf der Erde muss es mehr geben als das Leben auf der Erde. Sonst ist es eine Gefängniszelle. Alle Umgrenzungen schnüren euch ein. Infolgedessen steht es euch an, die Umgrenzungen auszuweiten oder über sie hinaus zu gehen. Das ist das gleiche, ausweiten oder darüber hinaus gehen. Sogar die Grenzen auf der Erde können ausgeweitet werden. Ihr habt die Fertigkeit dazu. Habt nun den Willen dafür.

Umgrenzungen sind dafür vorgesehen, übersprungen zu werden. Zäune sind nicht dafür bestimmt, drinnen oder draußen zu halten. Jedes Kind, das über einen Zaun gesprungen ist, weiß darum. Hast du das vergessen?

Und sogar große dicke Zäune haben Schlitze, durch die du hindurch spähen und über sie hinaus sehen kannst.

So weit wie dein Auge sieht – das in der Tat ist weit. So weit wie dein Auge sich Vorstellungen machen kann – das ist weiter. Es bedarf nur eines kleinen Hüpfers vom Fakt zur Wahrheit.

Möchtest du in Betracht nehmen, dass es eine Realität jenseits dessen gibt, was du zur Zeit siehst? Möchtest du ins Auge fassen, dass dir die fünf Sinne nicht alles sagen? Sie erzählen dir nur einen Teil der Geschichte. Und dennoch, du bist mit den Sinnen gesegnet, und sie können dich zum Herzen der Geschichte leiten. Die fünf Sinne können dich durch den Handlungsort, durch die Charakterisierung, durch den Handlungsablauf, durch die Wörter in die Bedeutung führen.

Und im letzten Grunde ist es Bedeutung, auf die du abzielst. Meinst du, du wärest auf sie aus, wenn es sie nicht gäbe?

Alles, wovon du dir Vorstellungen gemacht und geträumt hast, existiert. Existenz existiert. Und Ich liebe dich aus Meinem vollen Herzen.

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HEAVEN #471 – 4.2.2002 – A Day like the Sun

EIN TAG WIE DIE SONNE

Das Leben ist wie Steine, die du umdrehst. Du hebst einen auf und schaust ihn an, und dann schaust du dir die Unterseite an. Danach legst du ihn wieder auf den Boden und nimmst einen anderen hoch.

Alles im Leben ist ein Anliegen.

Es ist ein Herausfinden.

Es ist eine Besichtigung rund um das Universum.

Du umkreist das Universum, und du umkreist dich selbst.

Dein Leben ist schrittweise, zur selben Zeit, wie es unverzüglich ist. Das Leben ist in Schritten, dennoch ist es ganz auf ein Mal.

Sukzessive und schrittweise zeigen Zeit an.

Unverzüglich und alles auf ein Mal weisen auf Zeitlosigkeit.

Dein Leben ist in einem einzelnen Moment. Alles was du hast, ist der Moment. Du hast keinen anderen.

Das Leben ist keine Papiere, die du durchstöberst, um das richtige zu finden.

Es ist das Papier soeben in deiner Hand.

Es ist kein Diplom, das du später bekommst.

Es ist ein Vogel in der Hand.

Trinke deinen Tee, während er heiß ist.

Koste es, denn dies ist der Tag, den Ich dir gegeben habe.

Begrüße deinen Tag, so, wie du gerne begrüßt werden möchtest. Geh, dich mit ihm zu treffen. Schüttle seine Hand. Schenke ihm ein Lächeln. Lasse ihn willkommen sein, denn der Tag ist ein Geschenk, den Ich dir übersandte. Du würdest kein Geschenk von Mir von der Hand weisen, oder doch?

Bei dem Heute steht dein Name drauf.

Wie anders ist der Tag, sobald du ihn als eine Segnung bewillkommnest! Er war nie vorgesehen, lästige Pflicht zu sein. Oder Verpflichtung. Sondern ein Entzücken für dich, dass du ihn öffnest. Packe ihn aus.

Wie begrüßt du den Tag?

Zunächst, schaffe es, dass er sich willkommen geheißen fühlt.

Wisse, dass sich heute etwas Wundervolles zutragen möchte.

Dies ist ein folgenschwerer Tag.

Mache dich für ihn bereit.

Mache dich für ihn bereit, indem du ihn willkommen heißt.

Erhebe dich gemeinsam mit der Sonne zu dem Tag, den sie für dich erschafft. Für wen ist dieser Tag, falls nicht für dich?

Und wenn die Sonne untergeht, dann lege deinen Tag zur Ruhe. Zeichne ihn nicht auf. Lasse ihn los. Sobald der Tag vorüber ist, gehört er dir nicht mehr länger. Die Vergangenheit ist nicht dein. Nicht einmal die Vergangenheit von vor einem Augenblick ist dein.

Einzig soeben jetzt ist dein, und es ist dir angelegen, damit umzugehen, wie du es möchtest. Du bist auf keiner Position eingedämmt. Sogar, wenn du im Gefängnis sitzt und wenn du zu diesem speziellen Zeitpunkt dies und das tun musst, ist der Augenblick nichtsdestotrotz der deine, der deine, mit ganzem Herzen querdurch zu schwimmen. Tritt in deinen Tag ein, und hinterlasse dort etwas Gutes. Hinterlasse etwas von dir selbst. Schreibe dich auf deinen Tag. Sei da. Lasse es rundum wissen, dass du dem Universum diesen Tag übergibst.

Verbringe deinen Tag mit Mir, denn Ich möchte deinem Tag eine Dimension dazutun. Zeige Mir deinen Tag als ein Geschenk an Mich. Was sich in deinem Tag zuträgt, ist nichts im Vergleich dazu, was du ihm gibst.

Sofern dein Tag ein Pfad ist, auf dem du gehst, wie gehst du ihn? Gehe weder auf Zehenspitzen, noch stampfe auf. Sei freilaufend. Das ist im Grunde genommen dein Tag, in dem zu gehen ist. Zeige Mir, wohin du heute gehst. Zeige Mir den Weg deines Tages.

Du meisterst deinen Tag nicht. Dein Tag ist keine Aufführung. Das Leben ist ein Gang, zahlreiche Gassen hinunter, aber stets bist du es, der ihn geht. Und heute ist der Pfad, auf dem du gehst.

Heute ist die Leinwand deines Lebens.

Mache es schön. Stelle es für Mich heraus.

Zeige dir selbst, was er für ein Tag sein kann.

Triumphiere heute über die Täglichkeit.

So einen Tag wie heute gab es nie.

Vergiss, dass es Montag oder Dienstag ist.

Es ist Heute.

Heute liegt vor dir. Keine Woche.

Dieser Augenblick ist der deine. Handhabe ihn ins heute.

Sieh diesen Tag als Lehm. Mache aus ihm, was du möchtest. Der Tag ist in deinen Händen. Ich habe ihn dir zur Freude überreicht. Fülle ihn mit Freude für Mich. Springe in den Tag hinein, den Ich vor dich hingestellt habe. Mache ihn wie die Sonne.

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HEAVEN #472 – 5.2.2002 – Something Wonderful Today

HEUTE ETWAS WUNDERVOLLES

Alles, was es heute für etwas Wundervolles, was sich ereigne, bedarf, ist, dass du deinerseits deine Augen öffnest. Deine Augen waren geschlossen, oder du hast einfach nicht geschaut. Oder du hast dich nach den Fallgruben umgesehen, und demnach sprangen sie auf. Vielleicht warst du auf Schmerz spitz, auf Probleme, auf Sorgen, auf Unbehagliches, auf Hindernisse. Sei heute stattdessen gegenüber Schönheit, Liebe, Freude, Friede und Fröhlichkeit wachsam.

Welchen Ton setzt du für den Tag heute an? Was für eine Art Tag möchtest du wirklich? Möglicherweise möchtest du gerne aufgewühlte Tage. Möglicherweise erweisen sie das, was du vorhersagst, recht gut. Womöglich möchtest du gerne der Star einer Tragödie sein. Möglicherweise möchtest du gerne die Beachtung, die ein schwerer Tag zu dir herbei ruft. Möglicherweise ist schwierig eine Angewohnheit, die du von früh an erworben hast, und du kennst nichts Besseres, als dass du diese Gewohnheit fortgesetzt als Brücke vom einen Tag zum nächsten durchquerst.

Tage aber brauchen keine Brücken. Heute kann gänzlich neu sein. Du bist der Entscheider des Heute. Du kannst ein neues oder ein altes haben.

Das bedeutet nicht, dass du den Tag kontrollierst. Du stellst keine Anforderung an ihn, so oder so zu sein. Du erwartest nicht, dass deinem Willen gehorcht wird. Der Tag hat nicht deinen Erwartungen nachzukommen. Und dennoch, nichtsdestotrotz geleitest du in den Tag hinein.

Wie du dem entgegen trittst, was in deinem Tag zum Vorschein kommt, wird den Verlauf von ihm verändern. Du kannst Stirnrunzeln in Lächeln kehren. Selbstverständlich, das kannst du. Du hast Lächeln in Stirnfalten gekehrt. Du weißt, das hast du, wieso also nicht umgekehrt? Wieso nicht das Heute zu etwas anderem machen?

Der Tag existiert in deinen Gedanken. Und heute setzt du die Gedanken des Morgen auf.

Es gibt unterschiedliche Blickwinkel der Wahrnehmung. Genauso wie sich physische Ansichten gemäß deiner Position wechseln, so auch der Blickwinkel deines Tages.

Du lädst ganz entschieden deinen Tag durch deine ihm gegenüber vorgebrachte Wahrnehmung herzu.

Sofern doch Meine Kinder, und sei es bloß für heute, diesen Tag als eine große Feier erachteten, was würde dann geschehen? Die Farbe des Tages würde sich ändern. Der Name des Feiertages ist noch nicht bekannt gegeben worden, doch ein jeder weiß, es ist ein besonderer Tag, ein besonderer Tag, der von obenher gegönnt ist. Mit was für einem Eifer würdest du einen speziellen Feiertag begrüßen. Nicht einen arbeitsfreien Tag, sondern einen Tag auf Arbeit. Jeder geht zur Arbeit, doch jeder baut eine neue Faser an den Tag. Man geht gleich zur Arbeit, und doch nicht gleich, denn man geht leichteren Schritts zur Arbeit, und damit wird deren Tag leichter.

Gib heute den Ton für deine Welt an. Nimm irgendeine Note deiner Wahl, und spiele sie. Das tust du ohnehin dauernd. Einzig, heute wirst du wohl einen höheren Ton wählen und ihn zum Universum schleudern. Sei heute ein Lassowerfer. Gib Freude heraus und bringe sie allesamt in derselben Bewegung herein.

Nichts Neues muss heute dafür passieren, dass es neu ist. Sitze im gleichen Stuhl. Fahre das gleiche Auto. Küsse die gleiche Gattin. Hebe die gleichen Kinder hoch. Schreite über die gleichen Stufen. Und erkläre einen neuen Tag. Sei heute neu. Starte ganz frisch.

Springe zu deinem Tag.

Nun, nach alledem, muss Ich euch sagen, euer Tag ist nicht für euch allein. Er kann nie für euch allein sein. Er ist für Mich. Gießt für Mich Freude über ihn. Sofern ihr heute zu traurig seid, um glücklich zu sein, dann teilt – tut dies in Meinem Namen – euer euch zugewiesenes Glück einem Anderen zu.

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HEAVEN #473 – 6.2.2002 – The Entire Universe

DAS GESAMTE UNIVERSUM

Wo bist du jetzt gerade in diesem Augenblick, während du Meine Worte liest? In welchem Zimmer, in welchem Raum? Welche Farben gibt es an dem Ort, wo du sitzt? Aus welcher Richtung kamst du herein? Und was für einen Blick hast du aus dem Fenster?

Sitzt du bequem, oder kannst du es dir nicht so recht bequem machen? Bewegst du dich hin und her oder kommst du zur Ruhe? Lehnst du dich zurück oder beugst du dich nach vorne?

Ist es still, wo du bist, oder gibt es Lärm? Ist das Licht hell oder trübe?

Was wäre, wenn du alles im Raum herumdrehtest? Käme es dann wirklich zu einer Änderung? Du bist diejenige Person, die letzten Endes den Raum betritt, und die sich hinsetzt oder die aufsteht, um das zu lesen, was Ich dir heute sage. Wie viele Differenz erbringt der Raum?

Wieimmer deine Antworten auf die obigen Fragen ausfallen, das erzeugt keinen Unterschied. Wieimmer deine unmittelbaren Gegebenheiten sind, nichts ist geändert. Denn, wo immer du bist, und, wasimmer du tust, Ich bin hier mit dir, dir nahe, neben dir, innen in dir. Genau jetzt bin ich aufs Bestimmteste in deinem Gedanken.

Dies ist Mein Raum, in dem du sitzt. Dies ist Mein Raum, bei dem du vorkommst. Und du bist Mein Gedanke. Jetzt soeben oder zu jeder Zeit. Du hast gedacht, dass alles rund um dich herum sich zuträgt, aber es bist du, der vorkommt.

Du trugst dich Mir zu. Ich hatte den Gedanken von dir. Und Mein Gedanke stieg zu einem Ort auf der Erde mit dem einen oder anderen ihm verliehenen Namen herab. Wo Mein Name niederging, oder der Name dessen, wo er niederging, sie alle sind nicht so sehr von Belang wie Mein Gedanke selber.

Deine Umgebung ist nichts als Umgebung. Du bist zuvorderster als das Milieu, und dennoch ist die Umgebung ebenso Mein.

Sag mir, wäre dein Leben irgendwie anders, sofern du wüsstest, dass alles Mein ist, nicht nur, dass du Mein bist, sondern dass jeder und alles sonstige um dich herum ebenfalls Mein ist? Würde es dich ein wenig entlasten zu wissen, dass du nichts im Besitz hast, indes du überall ein willkommener Besucher bist? Wäre es dir hilfreich zu wissen, dass dein natürlicher Lebensraum überall ist, wo Ich bin? Und Ich bin überall.

Alles auf Erden, du hast es für eine Weile ausgeborgt. Und Ich habe es dir allesamt kostenlos und in allem Überfluss gegeben. Nichts gehört dir, denn, sofern Ich es dir zu deinem Nutzen und Vergnügen gegeben habe, ist demnach alles deins. Alles Meinige ist in deiner Hut. Die ganze Welt und alles und jeder in ihr ist in deiner Hut, so wie du in der Hut von Anderen bist. Auf diese Weise ist die Welt miteinander geteilt.

Teilen meint hüten. Meine Kinder sind nicht Seit an Seit auf der Erde isoliert. Ihr seid auf der Erde vereint. Die Welt geht mit euch auf und nieder. Eure Stimmen tangieren die Welt und all jene, die gemeinsam mit euch in ihr residieren. Noch mehr als das, ihr beeinflusst all jene, die nach euch kommen, und ihr habt all jene in dem scheinbaren Zuvor beeinflusst.

Ihr motiviert die Erde. Auf die eine oder andere Weise, ihr motiviert sie. Wartet nicht mehr länger auf die Erde, dass sie euch anregt. Ihr seid der Hüter und der Beförderer der Welt.

Die Erde ist eure Domäne. Ihr seid nicht der Beherrscher von ihr, aber ihr seid ihr Inhaber, denn Ich habe sie euch gegeben. Die Erde trägt euren Namen. Ihr seid die Entdecker von ihr, und ihr teilt eure Entdeckung untereinander. Ihr seid der Offenbarer der Welt, und ihr enthüllt, was ihr seht. Ihr seid der Bereiniger der Welt, und demnach beruhigt und besänftigt ihr sie. Die Erde existiert nicht abgelegen von euch. Gebt auf eure Portion der Welt acht, denn alles an der Welt ist euer. Keine Örtlichkeit existiert getrennt von einer anderen.

Tatsache ist, euer Bereich reicht über die Erde und die Welt, so wie ihr sie kennt, hinaus. Ihr seid die Erhalter des gesamten Universums. Ich gab euch als Meinen Segen über ihm.

Nun wisst ihr es.

Es ist bedeutsam, dass ihr euch entsinnt, dass Bestreben von Bedürfnis unterschieden ist, denn dann werdet ihr euch entsinnen, dass ihr nicht in einem höheren Maße mit einem Bestreben erfüllt seid, als ihr in einem minderen Maße mit einem Bestreben unerfüllt seid. Entsinnt euch, dass es nichts gibt, was ihr braucht. Ihr braucht keine Billigung. Ihr braucht keine gewissen Leute. Ihr habt alles, was ihr bedürft, weil Ich es euch gegeben habe. Es gibt nichts, was ihr braucht. Sofern ihr denkt, ihr habt etwas nötig, werdet ihr bedürftig.

Seid dessen eingedenk, Ich habe euch alles gegeben, was ihr benötigt. Ich habe euch mehr gegeben, als ihr benötigt. Ich habe euch alles gegeben. Ihr habt den Schlüssel.

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HEAVEN #474 – 7.2.2002 – Your Greater Self

DEIN GRÖSSERES SELBST

Mitunter spürst du, wie deine Seele schmerzt. So fühlt es sich an. Etwas ist nicht richtig, und du spürst den sträflichen Nachteil. Du bist gegen etwas in deiner Maserung gelaufen, oder du hast insgesamt deine Maserung ignoriert. Du hast an etwas Verrat begangen. Es könnte sein, du hast der Unwissenheit halber Verrat an der Wahrheit begangen. Es könnte sein, du hast dich in Verleugnen eingekauft.

Das ist wie Schuhe kaufen, die zu eng sind. Du spürst das Kneifen nicht bloß in einem Zeh. Der Schmerz ist nicht isoliert. Der ganze Fuß spürt ihn. Der ganze Körper hallt ihn nach.

Und wenn du deine Seele kneifst, spürst du es überall.

Dann und wann ist es schwer zu erkennen, wann deine Seele schmerzt, oder ob es dein Ego tut. Dann und wann ist das schwer zu erfassen.

Nun möchte Ich dir sagen, dass deine Seele nicht schmerzen kann, aber dein Gewahrsein, deine Seele geschmälert zu haben, kann signalisieren, dass etwas nicht ganz richtig ist. Dann ist es so, du hast einen flüchtigen Eindruck des Herzens davon, wo du darüber hinweg geschaut hast; du spürst die Freude der Seele nicht, sondern vielmehr deinen Schmerz, an der Seele und an ihrer Freude vorübergegangen zu sein.

Du bist mit etwas nicht gut umgegangen. Du fühlst dich so, wie du dich fühlen würdest, wenn du für all deine Kinder ein Geschenk hättest, ausgenommen für eines. Irgendwie hast du das nicht bemerkt, bis dann der Augenblick da war.

Alldas ist eine andere Darstellungsweise dafür, allem deiner selbst Aufmerksamkeit zu schenken. Die Seele kann nicht schmerzen, aber sie kann sich sehnen. Sie kann sich sehnen, dass du zu ihr aufholst. Sie kann sich verzehren darin, dass du sie hörst und sie singen lässt.

Es geht nicht um das Bild von dir aufseiten der Welt, was von Belang ist. Dein Bild von dir selbst zählt. Deine Seele möchte gesehen werden. Sie möchte, dass du sie siehst und ihr ein wenig Huldigung überreichst.

Wenn ihr die Oberfläche des Lebens umrandet, und wenn das alles ist, was ihr tut, dann vernachlässigt ihr das Sehnen eurer Seele. Und ihr werdet da und dort einen Stups bekommen.

Euer Herz ist für eure Seele eine Führung.

Wenn ihr euch selbst verleugnet, sagt euch dies das Herz. Es fleht euch an, euch selbst Beachtung zu schenken.

Wenn euch etwas in der auswärtigen Welt nervt, dann hat es in euch seinen Gefährten gefunden. Das Nerven der äußeren Welt soll euch daran erinnern, was inwendig in euch ist, das Aufmerksamkeit anfordert. Das ist eine Art Akupunktur. Was sind deine wunden Stellen? Schenke ihnen ein wenig Glauben. Stille sie ein wenig, oder eine ganze Menge.

Wenn du in dir etwas unerfüllt spürst, gibt es etwas Unerfülltes in dir. Und es handelt sich nicht um ein äußeres Bestreben, obschon du wohl denkst, darum gehe es. Du kannst dich mit der Erfüllung äußerer Bestreben überschwemmen, und dennoch zutiefst unerfüllt sein.

Es gibt in dir etwas, was durch dich einer Bewilligung bedarf. Etwas in dir tobt, vernommen zu werden. Und du bist der einzige, der es hören kann. Niemand kann es dir sagen. Niemand kann es von dir abreiben. Es wird von niemandem beschwichtigt werden außer von dir. Du bist der Einzige, der es befriedigen kann. Du bist der einzige Mensch, der wissen kann, was es zu dir sagt.

Eine Art und Weise, um damit zu beginnen, das Sehnen deiner Seele zu vernehmen, stellt dar, weniger auf all die Schreie der Welt zu hören, die dich zu sich rufen. Die Welt ist ein großer Ort, die Seele in dir ist aber größer. Nicht lauter, sondern größer. Um Vieles dauerhafter. Um Vieles wahrheitsgetreuer. Um Vieles unschuldiger. Sie versucht nicht, dich aus der Welt heraus zu nehmen. Ihr einziges Motiv ist es, euch näher zu euch selbst zu bringen, und euch infolgedessen näher an alle Anderen und an den erhabeneren Dienst an Mir zu bringen, an Mir, Der am Ende doch dein größeres Selbst ist.

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HEAVEN #475 – 8.2.2002 – Whose Vision?

WESSEN SICHT?

Wie wundervoll Ich bin, dein Gott vor dir!

Aber du glaubst noch nicht so recht, dass Ich so wundervoll bin, oder dass Ich stets vor dir bin. Es gibt Augenblicke, wann du das tust, doch längere Zeit bist du von Mir und dir enttäuscht, da Mein Wille nicht derart augenfällig ist, wie du ihn gerne hättest. Ich habe Mich nicht in der Weise offenbart, wie du es gerne siehst.

Du spürst, dass dir und der Welt etwas zurückgehalten worden sei. Du fragst: „Wieso kommt dieser Gott des Universums nicht heraus und zeigt Sich jedem und verwandelt damit die existente Welt der Menschen? Warum befördert dieser Heilige Gott nicht den Frieden auf Erden für alle, sodass wir ihn sehen können? Wieso regiert die Liebe nicht sichtbarerweise?“

Du denkst widerspenstig: „Vielleicht existiert Gott gar nicht. All das Augenmerk auf Ihn ist einfach bloß, um unsere Sinne von unseren Schmerzen und von dem Schmerz der Welt wegzubekommen.“

Du erläuterst: „Es gibt in der Welt Produkte, die jeden Schmutz und Fleck säubern können. Es gibt Farbdosen, die jeden Raum aufhellen. Es gibt Produkte, die die Haarfarbe ändern und glänzender machen können. Und diese Produkte halten ihr Versprechen. Wieso in aller Welt räumt dann Gott nicht die Welt auf, und zwar sofort?“

Dein Herz beklagt ferner: „Ist dieser Gott zuguterletzt meine Art Gott? Habe ich all mein Zutrauen und meinen Glauben in einen Gott gelegt, Der nicht zur Rettung herzueilt? Ist eine Farbdose vertrauenswürdiger als der Allmächtige Gott?“

Du weißt, dass die Erzeugnisse auf der Erde nur auf der Oberfläche funktionieren, gleichwohl schreit dein Herz aus: „Bitte, Gott, gib uns etwas Oberfläche. Ändere die Erscheinung der Welt.“

Doch werde Ich die Erscheinung der Erde nicht ändern. Ich kenne, was Ich geschaffen habe. Was ihr seht, ist euer Sehvermögen. Was ihr seht, ist eure Sicht. Sie ist nicht die Meine.

Sofern ihr auf die Dinge schaut, die klein sind, schaut ihr Kleines an. Lasst eure Augen einen Augenblick lang ausruhen. Geht ein wenig zurück und schaut von einem anderen Blickwinkel her. Seht von dem Blickwinkel dessen her, was schön ist. Ihr habt hinausgespäht, wie jemand, der nach dem Schmerzhaften, nicht nach dem Schönen Ausschau hält.

Das Schöne ist da. Es verlangt danach, gesehen zu werden. Und ihr seid diejenigen, es zu sehen.

Heute wird die gesamte Welt anders sein, sobald ihr mit Augen hinausschaut, die die Schönheit in Beschlag nehmen. Sobald jedermann mit der Absicht, das Schöne zu bergen, hinausschaut, wird das Schöne gesehen werden. Es ist bereits da. Es wird augenfälliger werden. Es wird mehr herausgestellt werden.

Ihr habt mit Augen hinausgeschaut, die sagen: „Hmm, siehst du, was ich sehe? Schau dir all diese Unordnung an. Schau dir all das Desaster an. Wo ist jener Gott? Was hat Er unterdessen getan?“

Lasst diese Gedanken jetzt über euch kommen.

„Was habe ich, dieses Menschenseinswesen, angeschaut? Habe ich auf das geschaut, was grundständig verkehrt ist? Und habe ich demzufolge das, was verkehrt ist, unauslöschlich gemacht? Habe ich lieber auf den Irrtum als auf die Wahrheit geschaut? Warum möchte ich, dass Gott Wunder vollbringt, unterdessen ich ebenjetzt mittels meiner Sicht und Meiner Gedanken das Antlitz der Erde zu verwandeln vermag?

Habe ich auf Andere gewartet, damit sie das für mich erledigen? Habe ich darauf gewartet, dass die Augen eines Anderen den Anfang machen, und dass ich dann folgen möchte? Haben die Augen Anderer vielleicht auf mich gewartet? Wer war der eingesetzte Führer der Welt? Wer hat vorher mein Recht entleert, eine Welt des Friedens und eine Welt der Schönheit zu erschaffen?

Meine Gedanken können die Welt beruhigen. Meine Sicht kann der Welt goldenes Licht übermitteln. Alles, was ich zu tun habe, ist, meine Vision näher an die Wahrheit heran zu rücken. Ist Gottes Wort nicht genug für mich? Wer bin ich, um mehr zu fordern?

Ich bete zu Gott um Führung. Ich bete zu Gott, meine Liebe durch Ihn auf Ihn und auf alle Schöpfung zu spenden. Ich bete zu Gott, mir die Augen zu reichen, um zu sehen, ich bete zu Gott, mir Seinen Willen zu geben, um dem meinigen Aufschwung zu verleihen, sodass ich der Welt förderlich bin. Worüber ich denke, das wächst mir selbst und das wächst Anderen zu, die ebenfalls wie ich sind und sich nach Güte und Größe sehnen. Nun spende ich dem Licht des Willens Gottes Segen und lasse ihm Segnungen zukommen.

Gott antwortet mir immer, und jetzt höre ich.“

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HEAVEN #476 – 9.2.2002 – The Good Waiter

DER GUTE KELLNER

Unparteilichkeit und Ego koexistieren nicht. Das meint in der Welt, jedoch nicht von der Welt sein.

Sobald dein Ego involviert ist, zerstäubst du. Wenn du unversehrt bleibst, wenn du in deine Ganzheit hineingetaucht bist, bist du neutral. Sobald du neutral bist, hast du teil, doch wirst du nicht in den Ereignissen überdreht oder von ihnen überschwemmt. Neutral ist nicht gleichgültig, und es ist nicht objektiv, weil objektiv eine Entferntheit impliziert. Unparteilichkeit ist präsent sein, jedoch nicht aufgefegt.

Vielmals hast du dich gesehnt, aufgefegt zu werden. Du möchtest fortgetragen werden. Du möchtest, dass das Ego dich von den Beinen reißt. Du möchtest in einer Sturzflut von Ereignissen gefangen sein. Du möchtest hohes Drama spielen.

Sich in Begebenheiten verfangen ist einen minderen Part spielen, als der dir zueigen ist. Nicht mehr, minder. In Angelegenheit verwickelt werden ist nicht dich selbst vergessen, mittels dessen du dich selbst findest.

Dich in Sachen hineinwerfen ist kein Dienen. Dienst ist etwas anderes. Sieh dich als guten Kellner. Er ist rasch, aber er rennt nicht. Er achtet darauf, dass du bekommst, was du geordert hast, und er bedient dich tadellos. Er richtet sein Augenmerk auf dich. Er passt auf, aber er ist nicht der Koch, und nicht das Dinner. Er passt auf, aber er vergisst nie, dass er der Kellner ist. Er ist weder selbstbezogen noch eigennützig. Er bedient dich. Guter Service ist neutral. Das meint nicht sorglos oder ohne Aufsicht. Guter Service ist gewissenhaft.

Wie trifft das auf dein Leben zu?

Nimm dir Zeit, um dein Geschäft zu erlernen. Und dein Geschäft ist das eines Menschenseinswesens. Vornehmlich bist du ein Agent Gottes, namens Menschenseinswesen. Zur gleichen Zeit wie der gute Kellner für den Restaurantbesitzer arbeitet, bedient er dich. Und, das ist das gleiche, so, wie du für Mich arbeitest, nimmst deinen Ort in der Welt ein und bist ihm dienlich. Du gehst in der Welt nicht verschollen.

Du bist der Welt unstrittig ein Lehrer. Sieh dir an, was du unterrichtest. Du mögest nicht Beschränkung lehren. Du mögest nicht im Ego unterweisen. Du wirst nicht stillschweigendes Dulden lehren mögen. Du möchtest Übersicht lehren. Du möchtest den Prozess des Sehens lehren.

Und du möchtest unterrichten, wie zu geben, wie zu lieben ist, wie Mein Wille über das Universum hinweg auszuüben ist. Wie zu erschaffen ist. Wie im Leben unterzutauchen ist, ohne zu ertrinken. Wie die Horizonte für dich und für Andere zu erweitern sind. Wie die nichtexistente Bresche zu schlagen ist.

Ich unterweise dich hier mit Worten, du indes lehrst still.

Der gute Kellner erklärt nicht, was er tut. Er leistet guten Service. Guter Service ist dasjenige, was und wie er lehrt. Gutes Aufwarten lehrt der Kellner.

Höre mit deinem Herzen und nicht mit deinem Geist, und du wirst gutes Hören lehren.

Erklärung entstammt dem Geist und nicht dem Herzen. Das Herz umschließt als ein einzelnes Herz ein anderes. Es umschließt das Sein des Anderen. Es umschließt das Recht des Anderen, zu sein, und hier zu sein, und hier jetzt zu sein.

Was möchtest du dich heute lehren?

Geduld? Geduld ist das Gegenteil der Ungeduld. Geduld ist eine breitere Sicht. Sie ist keine Anstrengung des Willens. Sobald du weit genug siehst, bist du geduldig. Wenn du nur das Naheliegende siehst, bist du ungeduldig.

Neutralität ist geduldig. Sie kennt keine Hast. Sie kennt keine Langsamkeit. Sie ist aus der Zeitdimension heraus. Sie ist nicht in der Zeit verfangen.

Das Ego ist ungeduldig. Es ist in Eile, da es rennt, um die Zeit zu schlagen, und das Ego jagt einen Schatten, den es nie einholen wird.

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HEAVEN #477 – 10.2.2002 – God’s Existence

GOTTES EXISTENZ

Auch dann, während Ich zu dir rede, auch dann, während du Meine Worte liest, wunderst du dich manchmal über Meine Existenz. Du fragst dich, ob Ich existiere, genauso wie du dich manchmal fragst, ob du existierst oder ob du und deine Bekannten und dein Leben schier ein Traum seien.

Trennung ist letztlich bloß ein Traum, aber sie ist der Traum, in dem du dich befindest. Sie ist dein Traum.

Es ist alles durch dich. Ich komme in dein Gewahrsein, die du Existenz nennst, durch dich.

Weil Ich ein intimer Part von dir bin, bedeutet nicht, dass Ich nicht existiere. Ich bin angezapft. Du zapfst bei Mir an. Ich bin weitaus mehr als dein Denken, wiewohl Ich dir in deinem Denken bewusst werde. Du denkst dir Mich nicht aus. Ich bin die Realität. Alles Sonstige ist schier ein Traum, eine Ausgestaltung Meiner Energie, die in eine dritte Dimension des Physischen hinein schlüpft, auf die du dich in hohem Maße verlässt, mehr als du das zu tun hast.

Du möchtest, dass wir einander nahe sind, doch eben diese Nähe erachtest du als Nachweis Meiner Nichtexistenz.

Dass es zwischen Uns keine Distanz gibt, meint nicht, dass Ich nicht existiere. Ich habe nicht von dir getrennt zu sein, um zu existieren. Ein Gedanke ist ein Gedanke, aber ein Gedanke von Mir ist nicht gewöhnlich. Ich bin nicht wie die Gedanken in einem Traum. Ich bin ein anderes Gefilde des Denkens.

Ich existiere jederzeit überall, ob Ich in deinem Gedanken existiere oder nicht. Ob du an Mich denkst oder nicht, wasimmer du von Mir denkst, Ich existiere, und ohne Meine Existenz wärest du keines Gedankens fähig. Du kommst von Mir. Du bist Mein Gedanke, der zur Erde zur Auslieferung gelangte. Ich bin von deinem Denken nicht abhängig. Du bist von DEINEM Gedanken abhängig.

Sieh Mich wie Luft. Luft ist. Etliche vermögen sich Meiner zügiger zunutze zu machen als andere. Etliche können Gott leichter einatmen. In dem Maße – um den Vergleich mit der Luft fortzuführen – könnt ihr sagen, dass die Luft an manchen Orten dünner ist als an anderen. Ihr könnt sagen, da und dort gebe es mehr Sauerstoff. So etwas könnt ihr sagen.

Wenn es allerdings auf Mich hinausläuft, ist alles gleich. Ich bin überall der gleiche. Ein wahrgenommener Unterschied ist bloß eine Wahrnehmung – oder eine Rezeption. Deine Zutrittsbefähigung zu Mir ist mehr oder weniger von deiner Wahrnehmung abhängig, und deine Wahrnehmung, worauf fußt sie? Auf deinem Denken. Du nimmst das wahr, was du dir selbst stattgibst wahrzunehmen. Du kannst ein wenig von Mir einlassen oder eine Menge. Unbesehen was du in dein Gewahrsein einlässt, von Mir gibt es eine Menge. Einzig ein Menge. Alleinig Alles.

Ich bin nicht mehr an einem Ort existent als an einem anderen. Mit Sicherheit bin Ich nicht durch die Geographie beschränkt. Wo immer ihr euch jetzt befindet, auf einem Berggipfel oder in einem Loch, das ihr ausgehoben habt, Ich bin voll und ganz bei euch, nicht mehr, nicht weniger. Und Ich bin in eurer Reichweite.

Nun wunderst du dich über die Erfahrung, die Manche von Meiner Erscheinung auf einen Schlag bei Donner und Blitz vor sich haben. Sie dachten nicht einmal an Mich, als Ich urplötzlich in hellem Licht in Erscheinung trete – so, als käme Ich ihnen unerbeten -, und dann sind sie, ganz zu ihrem Glück, nie mehr die gleichen. Sie sind erleuchtet, da Ich erschien und sie auf einen Schlag zum Ritter erhob, danach sieht es aus. Und du möchtest, dass Ich dir auch so erscheine. Du möchtest gerne, dass Ich unwiderlegbar bin.

Ein Anderer streckte sich nicht einmal nach Mir aus, und Ich erschien vor ihm, und du fragst dich, warum jener, und nicht du.

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HEAVEN #478 – 11.2.2002 – Sunlight on Shadow

SONNENLICHT AUF SCHATTEN

Sobald du an Mich glaubst, glaubst du mehr an dich selbst. Besser noch, sobald du Mich kennst, kennst du dich selbst besser. Wir sind ziemlich gleich, ausgenommen du lässt alldas, was du deines Erachtens weißt, dich von dieser Auffassung abbringen.

Du denkst eigentlich, dass ein Menschenseinswesen eine niedrige Form des Lebens sei. Du denkst, Menschen bauen Mist, ja. Und wenn deine Gedanken dorthin reisen, dann meinst du, auch Ich vermassle alles.

Du siehst die Welt beladen mit Krankheit, Lug und Trug, Torheit, Ungepflegtheit und sogar Bösem. Freilich, schau, du könntest die Welt genauso gut mit Gesundheit, Wahrheit, Intelligenz, Schönheit und Liebe sehen. Gibt es sie nicht? Sehen deine Augen sie nicht ebenfalls?

Du wirst das am meisten auffinden, wonach du am meisten schaust.

Sofern du bereits den Irrtum des Menschlichen Lebens ins Auge gefasst hast, wieso schaust du dich dann weiterhin nach ihm um? Wie oft in der Woche gehst du raus, um den Grand Canyon zu besuchen? Und der ist wunderbar anzuschauen, aber du gehst nicht immer zu ihm hin.

Eine andere Sache ist – wenn Ich dich frage, wie oft du zum Laden unten an der Ecke gehst, denn dort gehst du ja oft hin. Aber du machst dich mit einem Zweck auf den Weg. Du hast dir etwas zu besorgen, etwas was du haben möchtest.

Was indes ist der Zweck bei deiner Umschau nach Fehlern im Leben? Was ist das Ziel bei dem Generalisieren?

Du brauchst im Eigentlichen keine Katastrophen, um dich zu motivieren. Die Dinge müssen nicht entsetzlich werden, um besser zu werden. Musst du Kinder hungrig sehen, bevor du ihnen zu essen gibst? Musst du Abfall machen, bevor du ein Stück Papier vom Gras aufhebst? Musst du Bedarf sehen, bevor du ihn erfüllst?

Muss es Krankheit geben, bevor ein Heilmittel gefunden wird?

Wieso muss Gesundheit, nachdem man ihrer verlustig ging, mehr wertgeschätzt werden? Wieso nicht davor?

Sofern die Liebe mehr als die Angst umbuhlt würde, was könnte dann wohl in der Welt fehlen?

Aber man kann den Hass in der Welt nicht stoppen, sagst du.

Doch eben das versucht die Welt des Öfteren. Sie versucht, das zu beseitigen, was sie ihrer Aussage nach nicht haben möchte, wie etwa Krieg und Armut und so weiter.

Als Ich das Universum erschuf, stellte Ich Dinge hinein. Das ist Erschaffen. Ich nahm nichts weg. Ich legte alles hinein. Ich stellte dich hinein, ohne etwas von dir weg zu nehmen. Ich versuchte nicht, dich schöner zu machen, denn du warst bereits, so wie du warst, schön. Wärest du nicht schön, hätte Ich dir dann über die anderen Seinswesen Botmäßigkeit erteilt?

Als Ich die Sonne, die Erde, den Mond und die Sterne und das Firmament und jede lebendige Sache erschuf, sah Ich, dass es gut war. Damals wie heute war nichts Abwegiges in Meinem Blick, aber in dem deinen ist etwas Abwegiges.

Intention ist mehr als Intention. Intention erschafft ein Strömen. Sofern dich die Absicht trägt, mehr das Gute zu sehen als den Mangel an Gutem, wird das Gute vom Strom deiner Beabsichtigung heranfließen. Beabsichtigen ist nicht Kontrolle. Sie ist eine Form des Loslassens. Intention gibt einem fallenden Ballen Stoff Raum, sich selbst zu drapieren. Sie faltet ihn nicht.

Ich bitte dich nicht, blind zu sein. Ich bitte dich, zu sehen. Ich bitte dich, dich mehr auf das Gute als auf das Schlechte scharfzustellen. Güte existiert. Schaue dich nach ihr um. Blödsinn existiert, doch guter Menschenverstand existiert ebenso. Mut und Kühnheit existieren inmitten von Entsetzen. Was ist der Vorteil dabei, sich mit dem Entsetzen zu befassen? Weswegen es betonen?

Streiche das heraus, wovon du mehr haben möchtest. Weise mehr darauf hin.

Sieh, wie Sonnenlicht auf den Schatten fällt.

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HEAVEN #479 – 12.2.2002 – God’s Light on Earth

GOTTES LICHT AUF ERDEN

Am Anfang der Schöpfung, bei ihrem Einsetzen, dem Einsetzen der manifestierten Schöpfung, als Energie physisch wurde, sagte Ich: „Es werde Licht.“ Und Ich machte dich in Meinem Licht. Ich machte dich zu einer Sonne in der Welt, um sie zu anzustrahlen. Ich machte viele Sonnen, damit sie aufeinander strahlen. Ich machte dich zu einer Sonne, um die anderen Sonnen anzuzünden. Alles, was Ich je machte, ist Licht, indes wurde Mein in Form gebrachtes Licht differenziert und es entwickelte sich unterschiedlich, wurde physisch, wurde dicht, und gelegentlich wurde das Licht, aus dem Ich dich machte, schattig, und gelegentlich überhaupt nicht gesehen.

Doch seid nicht besorgt, Mein Licht zu sein und Mein Licht auszustrahlen. Vielleicht legt ihr euer Augenmerk auf das Sehen Meines Lichts in Anderen, und hernach, ganz leicht, ohne willentliche Absicht, fangt ihr an, das Licht zu sehen, das aus euch heraus scheint. Habt keine Angst, euch nach Meinem Licht umzuschauen, das von den Augen Anderer ausgeht. Ihr werdet im Vergleich nicht weniger.

Ihr seid die Wellen des Ozeans, und Ich bin der Ozean. All die Wellen, alles derart untereinander verbunden, derart entschieden eins, sind ebenso der Ozean. Eine einzelne Welle hängt von der anderen ab, aber sie gründen alle auf dem soliden Ozean, aus dem ihre Bewegung und Schwingung entkommen. Woher sonst kamt ihr, wenn nicht vom Ozean. Eine Welle erschafft sich nicht selbst. Sogar eine mächtige Welle tut das nicht.

Wessen Licht scheinst du, wenn nicht das Meinige? Aus welchen Partikeln bist du gemacht, hätte Ich sie nicht vermacht?

Wer gab dir eine Stimme? Meinst du wirklich, du klimperst deine eigenen Stimmbänder? Denkst du wirklich, du bist das Steuerorgan von dir?

Woher kam Musik?

Und was ist Kunst anderes als ein Testament an Mich, den Künstler des Alls? Welche Farben entstammen nicht Meiner Palette? Zeige Mir eine. Zeige Mir eine, die Ich nicht schuf. Wer mischte sie und setzte sie in kleine Zinnschachteln oder Gefäße, damit ihr sie von den Regalen des Universums herunterholt, wenn Ich das nicht war?

Wer gab eurem Arm die Vorwärts-und-Rückwärts-Bewegung, um zu geben und in Empfang zu nehmen, sodass Geben und Empfangen als pur ein augenblicklicher Akt erkannt wird?

Wer gab eurem Herzen Anweisung zu schlagen? Wer stellte liebevoll jedes Molekül von euch her?

Wer hegte euch?

Woher kommt alle Liebe, wenn nicht von Mir? Kein einziger erschafft sie oder brennt mit Mir durch. Alldas ist Mein, ausgegeben, damit es geteilt wird, ausgegeben, damit es aufgewendet wird, ausgegeben, damit es entgegengenommen wird.

In Wessen Bild könntest du sein, wenn nicht im Meinen?

Und wohin könntest du gehen, wenn nicht zu Mir? Welcher Pfad führt nicht zu Mir? Es gibt nirgendwo sonst etwas, zu dem man gehen könnte, außer zu Mir. Es gibt niemanden sonst, mit dem man gehen kann, außer mit Mir. Woher du bist, ist, wo du bist, und du denkst lediglich, du gehest dort hin.

Ich bin immerzu in dir wach. Ich rege dich immer. Ich gleiße dich. Ich rufe dich immer. Meine Stimme ist angenehm.

Du bist wie der Säugling, der gehen lernt. Der erste Schritt scheint folgenreich, doch alle Schritte sind die gleichen.

Vor dem Gehen seid ihr bereits zu Mir gekommen. Einmal im Gehen, geht ihr dort hin, wo ihr schon seid. Jedwede Bewegung ist zu Mir hin. Hin und her zu Mir hin. Ihr könnt nicht anders. Ihr mögt versuchen, euren eigenen Weg zu nehmen, aber ihr seid unvermeidlich zu Mir hin gezogen. Ich ziehe euch zu Mir. Aber das Ziehen weist auch eure eigene Willensäußerung aus.

Wir, du und Ich, schlossen einen Pakt, dass ihr in die Welt vorprescht, und, ferner, dass ihr zu Mir kommen werdet, und dass ihr Mich zur Welt bringen wollt. Seht ihr, dass es keinen Unterschied gibt, in welche Richtung? Es gibt nur eine einzige Richtung, und das ist die Unsere. Und du bist hier. Und Ich bin hier, und alle sind hier. Es gibt kein dort. Es gibt nur hier, wo Wir sind, Alle von Uns beisammen.

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HEAVEN #480 – 13.2.2002 He Who Serves

ER, DER DIENT

Da und dort ist zu hören: Derjenige, der dem Geringsten von Mir dient, dient Mir am besten.

Das klingt gut, aber es ist bloß halb wahr. Nicht stimmt, dass es einen Geringsten gibt. Doch natürlich, in den Augen der Welt gibt es immer einen Geringsten. Die Welt fordert einen Geringsten an, sodass sie einen mit Mehr heraufbeschwören kann. Der sogenannte Niedrige oder Unglückselige existiert, sodass sich Andere unbeugsamer fühlen können. Sofern jemand unten ist, kannst du nur oben sein.

Da das Selbstwert-Empfinden des Menschen abgestumpft ist, erschafft er in seinen Gedanken einen anderen Gegensatz. Er erschafft ein Niedriger, um sein Image höher zu heben. Demnach, der eine ist scheinbar unten, damit ein anderer scheinbar oben sein kann.

Diejenigen, die unten sind, dienen der Menschheit sehr gut.

Gäbe es keine Bettler, würde dann das Konzept der Freigiebigkeit existieren?

Gäbe es nicht unrechtmäßig, würde dann Rechtmäßigkeit anerkannt?

Gäbe es keine Leprakranken, wo gäbe es Unberührtheit?

Gäbe es kein Zuwenig, wie könnte es dann Viele geben?

Gäbe es das Konzept der Hölle nicht, würde dann den Augen der Welt der Himmel existieren?

Die Welt benutzt Kontrast und Vergleiche, um zu denken, sie kenne sich selbst. In Wirklichkeit ist alles jenseits des Vergleichens angesiedelt.

Und dennoch dient derjenige Mensch aus der Welt, der Mir dienen mag, indem er Jenen dient, die die Welt als die Niedrigsten ansieht, Mir gut, weil er über die Illusion hinausgeht. Nicht mit Zurückschrecken, sondern mit Meiner Vision, der er dient, da er inmitten des Wusts das Gott-gegebene, Mensch-schlagende Herz sieht.

Ihr habt nicht euer Leben aufzugeben und ein anderes aufzunehmen. Ihr habt nicht eure weltlichen Güter wegzugeben und auf ihnen herumzutrampeln. Ihr müsst kein Missionar oder Heiler oder Heiliger werden. Behaltet euer laufendes Leben, doch schaut mit einem umfassenderen Panorama aus ihm heraus.

Wisst, dass ihr allerdings eine Berufung innehabt. Klärt eure Sicht ab. Jeder hat den Ruf, jedem in die Augen zu schauen und dort die Gotthaftigkeit auszumachen. Egal, wie gut verborgen, es ist dir angelegen, sie zu sehen. Lasst Mich durch eure Augen sehen, sodass Ich erblickt zu werden vermag.

Nun also, der sogenannte Niedrigere hatte es des Öfteren ebenfalls schwer damit, im sogenannten Höheren die Seele zu erkennen. Jene sind genauso durch die Oberfläche hingehalten. Vielleicht sehen sie Selbstgefälligkeit und können über diese Oberfläche nicht hinaussehen.

Einen Anderen zu lieben meint, einen Anderen zu sehen. Liebe ist kein Zusatz. Sie ist nicht etwas, was du auf Dauerbetrieb stellst. Du stellst hinsichtlich der Liebe keine Annahmen aus.

Also musst du einen Anderen sehen. Du musst über das Getöse oder die Geringschätzung hinaus sehen. Du musst sehen.

Dasjenige, was du als abscheulich ansiehst, ist deine Beurteilung eines Menschen, eines Menschen, den du als weniger glücklich als dich wahrnimmst. Wie weißt du, dass er das ist? Wie kennst du das Herz eines Anderen und was in ihm enthalten ist? Du kennst nicht einmal dein eigenes Herz.

Zwei Menschen schauen einander an, und jeder denkt, er sei überlegen. Jeder denkt, er wisse mehr, habe mehr gelitten oder mehr bezwungen. Was sind deine Kriterien?

Habe keine. Kriterien sind vorgefasste Ideen. Standards sind gezogene Linien. Ziehe keine Linien.

Jede Seele, die vor dir in Erscheinung tritt, erscheint vor dir auf Mein Geheiß. Jede trägt ein Geschenk für dich von Mir. So wie du einen Apfel von einem Baum pflückst, so pflückst du die Botschaft, die jeder Träger dir überbringt. Strecke dich nach ihr aus. Und dann wird alles umgestaltet. Dann bist du umgestaltet.

Du wartest darauf, dass etwas geschieht. Du wartest auf etwas, um es zu ändern. Es bist du, der geschehen soll. Es bist du, der seinen Gesichtspunkt, was ja deine Art zu schauen darstellt, ändern soll. Schaue heute hoch. Schaue hoch zu Mir, und schaue rüber zu jedermann, dem du begegnest, und anerkenne euer Einssein. Es gibt eigentlich kein Rüberschauen. Es gibt nur nach innen schauen, denn du bist der Seher. Du bist der Entscheider darüber, was du siehst. Sieh größer, und du kommst näher an Meine Sicht. Ich biete dir heute Meine Sicht, damit du sie allen darbieten kannst, die nach ihr dürsten. Und alle auf Erden dürsten nach ihr, denn innerhalb des Rahmens der Unterschiedlichkeit sind alle gleichwertig, sind alle gleicherweise.

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HEAVEN #481 – 15.2.2002 – You Are a Star-Echoer

DU BIST EIN STERNEN-WIDERHALLER

Licht erzeugt Licht. Liebe erzeugt Liebe. Und das ist die ganze Geschichte der Existenz. Das ist der Handlungsablauf des Lebens. Ihr jedoch denkt, das Leben sei eine Misere.

Was aber wäre, falls ihr wüsstet, dass es ein Großes Licht gibt, das euch anleuchtet? Und, dass, wenn zwei Menschenwesen einander begegnen, sie wie zwei Stäbe sind, die von einer Ungesehenen Hand aneinander gerieben werden, die sich entzünden und sich immer und immer wieder entzünden, zwei Flammen, die eine Flamme werden.

Was wäre, falls jede Person, auf die du triffst, wie ein Haftnotizzettel ist, um dich an dein Licht zu erinnern, sodass du dich wieder entsinnst, dass es angestellt ist. Das Licht in dir kann nur an sein. Es scheint nur so durch das eine oder andere gedimmt zu sein.

Dein Aufgabengebiet lautet, daraufhin zu wirken, dein Licht aufzupolieren, und es dazu zu bringen, dass es für Andere leichter zu sehen ist. Das ist nicht schwer zu machen. Und es gibt in den Augen des Gegenübers etwas, das dir sagen wird, dass es dir geglückt ist.

Und dennoch, dir ist es nicht zwingend angelegen, dieses erwidernde Licht zu sehen. Du bist nicht der Signale halber, dass du vorangekommen bist, hier.

Du bist hier, um auf Meinen Ruf zu erwidern, mehr Licht hinaus zu strahlen. Wenn du das tust, wirst du inwendig in dir eine Erwiderung spüren, die sagt: „Ja, das ist es. Das ist richtig.“

Du bist ein Anzünder von Herzen. Dein Herz ist angezündet, und nun teilst du dein Licht. Was ist so schwer daran?

Entsinne dich, du flammst dein Licht für Mich und nicht für die Anderen, wiewohl sie Nutznießer von ihm sind. In aller Stille tust du es für Mich, und das meint Meinem Willen folgen. Es ist nicht so schwer, Meinem Willen zu folgen. Ich habe dir gerade gesagt, was er ist.

Ich habe dir soeben gesagt, was dasjenige ist, das du am meisten tun möchtest, denn Unsere Willen sind in einer Flucht ausgerichtet. Deine Wahrheit ist von der Meinigen nicht getrennt. Abschweifungen sind nicht dein Wille. Sie ziehen dich bloß von deinem Willen weg.

Die Einzelheiten deines Lebens sind dir angelegen, in ihnen deine Wahl auszuüben. Bei dem Zweck deines Lebens ist das nicht der Fall. Du hast keine andere Wahl als das Licht auszubreiten. Du führst eine verloren gegangene Schlacht, indem du denkst, du habest andere Wahlmöglichkeiten. Und jedes Mal, wann du etwas anderes probierst, findest du das heraus. Nicht aufgrunddessen, was dir im Äußeren, sondern was dir im Inneren widerfährt.

Dein Leben ist nicht aus demjenigen, was sich dir zuträgt, gefertigt. Dein Leben ist aus deinem Licht und aus dem Scheinen von ihm gemacht. Das ist keine Anstrengung. Das ist Loslassen von Bemühen, das öfters einen spezifischen Ausgang bestimmen möchte. Doch du bist nicht so mit Ergebnissen befasst, denn du bist ein Leuchter des Lichts.

Wie leuchtet Licht? Es scheint einfach. Es hat davor keine Angst. Es hat sein Zutrauen nicht darauf gerichtet, was Andere aus ihm machen. Licht ist Licht, und es ist aus sich selbst gemacht. Du reflektierst dein Licht. Du reflektierst es jetzt, derweil du dies liest. Dein Licht dringt durch alles in der Existenz. Es strahlt zum äußersten Stern, denn du bist ein Sternen-Widerhaller Was sonst kann ein Stern tun als strahlen? In Meinem Licht reflektiert, sendet er Mein Licht aus. Wie glücklich doch Sterne sind!

Nimm in Betracht, jeder Stern am Nachthimmel ist ein Flackern Meines Lichts, das durch dich ausgestrahlt ist. Oder nimm in Betracht, jeder Stern ist ein in Meiner Hand gehaltener Zauberstab, um dein Licht zu verherrlichen. Wie wechselseitig ist doch Licht! Wie nicht-endend! Wie umlaufend!

Licht durchdringt alles. Es durchschneidet Stahl. Dem Licht sind keine Grenzen gesetzt. Licht reist, zur gleichen Zeit wie es dort bleibt, wo es ist. Du bist die Schnelle des Lichts. Und du bist ein Lichtreisender. Und du bist Licht, das sich nie bewegt. Du strahlst aus.

Und denke daran: Es ist Mein Licht, das du ausstrahlst. Ist das nicht etwas Wundervolles? Welches Gefühl kommt da bei dir auf? Bist du froh zu erkennen, dass du im Universum von privilegierten Seinswesen ein privilegiertes Seinswesen bist, dass du ein Licht unter Licht bist, dass Licht die Wahrheit von dir und dass all das Sonstige es nicht ist?

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HEAVEN #482 – 16.2.2002 – God’s Immortal Love

GOTTES UNSTERBLICHE LIEBE

Obschon alle Liebe in der Welt Mein ist, kommt keine andere Liebe der Meinen gleich. Gedenke darauf aus zu sein, mehr Liebe zu geben, als sie in Empfang zu nehmen. Das meint nicht, dass du deine erkannten Bedürfnisse vernachlässigst. Es meint einfach, du kommst derentwegen zu Mir. Das Menschen-Seinswesen ist nicht der Erfüller; Ich bin das. Und wenn zwei oder mehr Mich gemeinsam lieben, wenn zwei oder mehr diese gleiche Liebe teilen, beginnst du dich zu entsinnen, es gibt keine Bedürfnisse. Wo Ich bin, existiert keine Erfordernis, und Ich existiere überall, zu jeder Zeit in jeder Dimension.

Du plapperst: „Ich habe aber Bedürfnisse, Gott.“

Ich sage noch einmal: Du hast bloß eines, und das bin Ich. Und damit hast du kein Bedürfnis, denn du bist nie ohne Mich. Nimm dir eine Pause, um Meine Liebe für dich zu spüren. Du kannst sie nicht messen. Sie ist unermesslich, Meine Liebe für dich. Aber du kannst sie aufsaugen. Du kannst mehr von ihr aufnehmen. Trinke von Meiner Liebe. Stelle dir Meine Liebe als reine süße Creme vor, die vom Himmel auf dich gegossen wird, so lange bis du in ihr eingetaucht bist. Bade in dem süßen Balsam Meiner Liebe. Fühle ihre nährstoffreiche Versorgung. Sie tritt durch deine Poren. Du wirst dich in Meiner Liebe nicht zersetzen. Ebenfalls wirst du nicht härter werden. Du wirst in Meiner Liebe vergütet werden.

Oder stelle dir Meine Liebe als ein rosa Licht vor, das dich auf Kissen legt und wärmt, und du bist in ihm eingetaucht. Das Licht kommt aus allen Richtungen zu dir, und du bist beleuchtet und wendest Mein Licht in alle Richtungen zurück. Du kannst nichts anderes tun.

Oder stelle dir Meine Liebe als den Geruch süßer Rosen vor. Merke, wie dieser Duft Teil von dir wird. Du atmest ihn ein, und du atmest ihn aus. Du lehnst dich in ein schattiges Plätzchen Meiner Liebe zurück. Du liegst in einer Hängematte, und der Duft der Rosen bedeckt dich wie eine Decke.

Oder stelle dir Meine Liebe wie einen köstlichen Rosenwein vor, der deine Wangen rot werden lässt. Du bist von ihm vergiftet. Du befindest dich unter dem Zauberspruch Meiner Liebe.

Oder stelle dir Meine Liebe wie den Gesang eines Chors von Vögeln in einem weiter entfernten Baum vor. Ihr Gesang hallt in dir nach. Du spürst die Musik fast auf der Haut, so sehr ist sie Teil von dir. Und dann wirst du zu dem Gesang, den die Vögel singen.

Doch womit im Eigentlichen kann Meine Liebe für dich verglichen werden? Alles, woran du denken kannst, ist bloß eine Wertmarke von ihr, diese, Meine unleugbare Liebe. All der süße Balsam, all das rosa Licht, alle Rosen der Welt, aller Rosenwein, all der süße Gesang sind bloß Tupfen und Tröpfchen Meiner ewigen Liebe, derart ausladend ist Meine Liebe.

Gut denn, welches kleine Vorkommnis auf der Erde kann dich von Meiner Liebe fortziehen?

Gar auch, wenn du dich scheinbar mitten im Ozean alleine dahingleitend befändest, würdest du in Meiner Liebe schweben.

Gar auch, wenn du scheinbar alleine wärst, wenn du in der Luft fielest, würdest du durch Meine Liebe hochgehalten. Du würdest in Wolken von ihr eingetaucht.

Aber du schreibst anderen Dingen mehr Macht zu als Meiner Liebe. Manchmal denkst du, dass alles andere machtvoller sei als Meine Liebe. Manchmal denkst du, dass jede kleine Sache, das in Erscheinung tritt, um deinen Blick zu blockieren, machtvoller als Meine Liebe sei. Du musst das denken, sonst wärst du nicht so leicht von Meiner Liebe abgebracht worden.

Manchmal glaubst du an TV-Werbung mehr als an Meine Liebe. Du rennst hin, um zu kaufen, was sie sagt, während du Meine Liebe rationierst und einpackst und sie für einen anderen Zeitpunkt überlässt.

Du bemerkst physische Belege mehr, als du Meine Liebe zur Kenntnis nimmst.

Popcorn platzt auf, Meine Liebe aber ist Hefe. Sie geht auf. Meine Liebe geht inwendig in dir auf. Sie erhebt sich augenblicklich jetzt inwendig in dir.

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HEAVEN #483 – 17.2.2002 – The Meaning of Life

DER SINN DES LEBENS

Hebe deine Augen zu den Meinigen hoch, und sieh durch Meine Augen in dich selbst, in das Universum, in das Licht des Himmels. Du wirst nicht geblendet werden. Du wirst sehen. Du wirst mit echtem Sehen vertraut werden. Mehr Licht tritt ein, und dann siehst du besser. Du siehst weiter und näher, beides gleichzeitig.

Licht betritt deine Augen, und Licht wird ebenso von deinen Augen ausgesandt. Und das ist die Bewegung des Lebens, diese eine Bewegung des Lebens, des Lebens, das scheinbar ein und aus geht, indes es im Eigentlichen einen einzigen Kreis darstellt. Reziprok ist die Bewegung des Lebens.

Und was ist der Sinn dieses Inwärts-Auswärts-Gesanges, der wie das Tuckern von Zugrädern ist, diese Hin- und Her-Bewegung, die dich voranbringt?

Sind Bewegung und Bedeutung das gleiche? Bedeutet die eine Bewegung die eine Bedeutung? Gibt es ansehnliche Bedeutungen für das Leben oder nur eine? Ist die eine Bedeutung unterschiedlich verpackt, bloß der Inhalt immer der gleiche?

Und was bedeutet „Bedeutung“? Wonach sucht man mit dem Wort „Bedeutung“? Fragt es danach, wofür etwas ist? Etwas wie Zweck ist Bedeutung, und doch sind Zweck und Bedeutung nicht das gleiche.

Was ist, ist stets dasjenige, was du je nach dem von ihm denkst. Ist demnach deine Suche nach Sinn deine Suche nach Verstehen? Ist es eine Hinzugabe, nach der du suchst? Ist die Suche das Finden? Was wäre, falls du fehlverstündest? Dann ist die von dir aufgefundene Bedeutung nicht die Bedeutung. Aber ist es deine Bedeutung? Wie viele Schichten der Bedeutung gibt es?

Du fragst, was der Sinn des Lebens ist, und was der Sinn deines Lebens ist. Und du möchtest gerne eine solide Antwort, so eine Antwort wie in der Arithmetik, mit der jeder einverstanden ist.

Doch anders als in der Arithmetik bleibst du nicht an einem Platz. Du bist eine Tanzbewegung, und gleichwohl bist du immobil. Ist der Ausdruck deiner selbst das gleiche wie deine Bedeutung?

Du selbst bist die Bedeutung deines Lebens. Du und die Bedeutung sind die eine Bewegung deines Lebens.

Du bist sprudelnd. Du bist Teil einer Parade. Was für eine Bedeutung hat doch eine Parade. Was für eine Teilhabe ist doch einer Parade zueigen, einer wirklich prächtigen Parade. Woran lässt sie teilhaben, und was ist ihre Bedeutung? Welche Pracht enthüllt sie?

Du verherrlichst das Leben nicht. Du bist der Ruhm des Lebens selbst. Meine Kinder sind ein Spielmannszug, der das Universum überzieht. Und die Band marschiert, um die Pracht des Lebens selbst zu enthüllen. Bewegung ist Leben. Und auf der Stelle marschieren ist auch Leben. Und Pracht ist die Bedeutung deines Lebens und all dessen, was mit dir existiert.

Und die Herrlichkeit ist Mein. Und sofern die Herrlichkeit Mein ist, ist sie die deine. Herrlichkeit ist die Wahrheit des Lebens, und sie ist dessen Bedeutung. Und du bist der Ausdruck Meiner Herrlichkeit. Pracht entströmt von innenher und von obenher und offenbart sich selbst unterhalb. Herrlichkeit ist das Licht des Universums.

Die Uniformen sind nicht das Licht des Universums. Die glänzenden Tubas sind es nicht. Der wirbelnde Stab ist es nicht. Du bist das Licht des Universums, und du enthüllst es auf unterschiedliche Weisen. Aber die Bedeutung ist das gleiche.

Das Leben ist allesamt ein Tribut, eine Anerkennung an Mich, und Ich danke dir für deinen Ausdruck von Mir auf Erden. Ich danke dir für deinen Odem auf dem Universum. Ich danke dir für jeden Schritt, den du nimmst, für jeden Handschlag, für jeden kurzen Blick.

Mein Licht ist die Herrlichkeit der Schöpfung, und du bist Mein Licht, das auf der Erde tanzt. Du bist die Herrlichkeit der Schöpfung, und du beleuchtest Meine Schöpfung. Du bist die Summe und die Substanz. Du bist Mein kaskadierendes Licht, das auf die Erde fällt. Du scheinst Mein Licht zu Mir zurück, und Ich scheine es zu dir zurück. Wir hellen Liebe auf, und Wir lieben aufs Fürnehmste.

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HEAVEN #484 – 18.2.2002 – The Picture-Show

DIE BILDER-SCHAU

Worum kann es in einem Universum, das Ich erschuf, gehen? Wer kann das erklären? Was kann die Sache in einer Schöpfung sein, in einer Schöpfung, die derart herrlich, derart überhand nehmend, derart ausladend ist?

Es hat nur den Anschein, dass die Schöpfung bunt gemischt ist. Das Augenmerk auf das Strömen des Lichts ist abgelenkt. Es wird alleingelassen. Aller Augen liegen auf der Leinwand, und die Film-Projektion wird das Überragende, das Licht wird übersehen.

Zwischen der Kamera und der Leinwand dort kann es zu Überlagerungen kommen. Die bewegliche Kamera fängt ein einzelnes Bild ein, und von einem Augenblick zum anderen sieht es so aus, als sei es zu einem anderen geworden. Die Interimszeit wird in den Blick genommen. Der Beleg für das Licht wird ins Auge gefasst, und das Licht übersehen.

Und dennoch, das Bild ist allemal Spiel mit Licht. Der Film würde ohne Licht nicht existieren. Und sogar die veränderte wechselnde Version, wie sie sich auf der Leinwand zeigt, ist aus Licht gemacht. Schwarzweiß, Technicolor, einerlei, die Kamera nimmt ein Bild auf, und das Bild wird mehr zur Kenntnis genommen als das Licht, dem es entfließt.

Es ist ein Fließen der Aufmerksamkeit zur Leinwand hin zu verzeichnen. Da ist die Projizierung. Und du trittst in die Leinwand ein. Du bist oben auf der Leinwand. Und du gehst in dem bewegenden Film herum. Und manchmal vergisst du, was du da oben auf der Leinwand tust. Und du vergisst, dass du mehr als die Figur bist, die auf der Leinwand umhergeht.

Die Kostbarkeit des Vergessens liegt darin, dass du erinnern kannst. Das Vergessen weckt dich zu etwas auf, was deiner Projektion fehlt. Vergessen leitet deine Augen, doch ausgedehnter zu schauen. Du fragst dich, was du da tust, und dann beginnst du, weiter zu sehen. Vom Herumwandern kommt Sich-Wundern, und schon bald schaust du zum hellen Licht hoch, und ein „Ahhh“ der Freude entweicht deiner Kehle, weil du zu sehen beginnst.

Es ist mehr am Leben als die Projizierung von ihm.

Du siehst auf der Leinwand Materie, und etwas fehlt, weil du mehr als Materie bist. Wärest du einzig Materie, so würdest du nicht spüren, dass etwas fehlt. Du wärst befriedigt. Aber du bist mehr als Materie, demnach fühlst du dich unvollständig, so wie du schier auf der Leinwand abgeschildert bist.

Du kannst nach wie vor in dem Bild zugegen sein, und weißt umso mehr, dass du es bist. Du kannst in dem Bild zugegen sein, und enthüllst mehr von dem Mehr, das du bist. Die Figur auf der Leinwand kann denken und fühlen, sich bewegen und das Licht verkörpern, woher sie entstammt. Tatsache ist, diejenigen im Film können die Leinwand beleuchten.

Jede Person auf der Leinwand fotografiert ihr eigenes Bild von jener. Es existiert im Grunde kein Konsens, dennoch werden die Rückblicke als heilig angesehen, und man erweist ihnen Ehrerbietung. Die Welt im Rück- und Überblick.

Der Vorausblick ist näher am wirklichen Blick. Was du denkst, es könne sein, kann sein. Der Film hat nicht stecken zu bleiben. Falls er auf die eine Weise vonstatten geht, kann er es auf eine andere Weise.

Du hast aus einem einzigen Grund Hoffnung, und der lautet, sie zu erfüllen. Hoffen ist wenig. Glauben ist größer. Doch Hoffen lässt dich wissen, dass etwas leer ist, und sobald du weißt, dass etwas leer ist, kannst du anfangen, es zu füllen. Du kannst anfangen, dich umzuschauen. Solange deine Tasche voll ist, schaust du dich nicht nach etwas um, was du einstecken kannst.

Die Leinwand ist das Leben. Die Tasche ist das Leben. Du bist Leben selbst. Und du bist der Füller von ihm. Du bist der Füller von ihm. Du erfüllst das Leben, indem du erkennst, dass du es lebst. Es ist kein Rennen erkenntlich, wer am schnellsten oder mit der geringsten Erfahrung von ihm durch das Leben hindurch gelangt. Eine unendliche Spule des Lebens ist da. Sie ist kontinuierlich. Du könntest es genauso gut genießen. Spule nicht zurück. Dränge nicht vorwärts. Drücke ‚Play‘. Und erinnere dich des Produzenten, Der das alles möglich macht, und sodann erinnerst du dich, was du dort oben auf der Leinwand des Lebens tust.

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HEAVEN #485 – 19.2.2002 – Stop, Look, and See

HALT, SCHAU UND SIEH

Im täglichen Leben gibt es Dinge, über die du dich zu erheben hast. Sei mehr deiner Größe eingedenk als deiner Irritation. Was währt und was ist eine Eintagsfliege? Du musst wissen, du wurdest nicht zum Verdruss, oder dass du dich fuchst, oder zur Nervosität gemacht.

Sogar inmitten von Einzelnem kannst du dich deiner wahren Seienshaftigkeit entsinnen. Du kannst eine Rückbesinnung auf sie, sogar ein vages Aufglimmen von ihr haben. Die schwächste Erinnerung wird dich über das hinausführen, was dich versteifen lässt. Du bist nicht dafür bestimmt, verkrampft zu sein.

Versteiftheit ist mit Zeit befasst. Zeit ist für dich Druck. Sofern du wüsstest, du hättest alle Zeit in der Welt, würde dein Leben erleichtert. Doch von Kindheit an bist du gelehrt worden, dich zu beeilen, Fristen einzuhalten, rechtzeitig zu sein.

Habe anstelle von Zeit Liebe in deinem Sinn. Ersetze Anspannung durch Liebe. Wo kann Irritation weilen, indessen du ein Reservoir Meiner Liebe bist? In Wahrheit gibt es keine Zeit, infolgedessen bist du nicht durch sie eingegrenzt.

Einerlei, welches deine Gegebenheiten im Leben sind, du fühlst dich öfters wie eine Mutter, die zehn kleine Kinder hat, alle wollen sie auf ein Mal ihre Beachtung. Hättest du ein Kind, so fühltest du dich manchmal so. Oder auch wenn du keines hast. Oder wenn du einen Job hast, oder wenn du keinen Job hast. Egal was, du kannst Druck und Verdruss spüren. Desgleichen, egal worum es geht, du hast jene nicht zu empfinden.

Verdruss kommt nicht von außerhalb von dir. Auch dann, wenn du die Mutter mit zehn Kindern bist, quillt in dir Verdruss, ebenso wie etwa Liebe, hervor. Du bist der Ausübende von ihr.

Es gibt keine Hast. Nichts hat augenblicklich geleistet zu werden. Was wird passieren, sofern ein Projekt nicht wie vorgesehen fertig ist? Wem hast du das versprochen? Dir selbst hast du das versprochen. Du hast dir selbst eine Begrenzung auferlegt, oder du akzeptiertest eine Beschränkung, und dann fühlst du, du seist dir selbst eine Enttäuschung, sofern du es nicht rechtzeitig abschließt. Wenn du keinen Druck auf dich selbst ansetzt, wird dann das Leben weniger fruchtbringend, oder etwa mehr?

Und was muss perfekt sein? Was muss diese illusorische Perfektion zeitigen? Wen hast du zu befriedigen? Gibt es da in deinem Leben das eine oder andere Sehnen ohne Namen?

Sofern du in deinem Leben Druck hast, musst du ihn gerne haben, anderenfalls würdest du ihn nicht haben. Druck existiert nicht, mit Ausnahme auf dein Bitten oder auf deine Teilhabe hin. Vielleicht halten dich äußerer Druck und dein Empfinden von ihm von dir selbst ab, von dir selbst und davon ab, worum du wirklich Aufhebens machst und wobei du bangst, du könnest es nicht haben, hernach wirst du dich übermäßig verwickeln, fortan nicht mehr wissen, dass du dich nach etwas sehnst, was du wirklich möchtest. Was an Verlangen hast du beiseite gestellt, sodass du das Sehnen nicht mehr fühlen wirst?

Was ist es, das du möchtest? Friede oder Perfektion? Friede oder Aufgeregtheit? Perfektion, Zeit und Aufgeregtheit scheinen ein Trio zu bilden, dein Leben freilich hast du ihnen nicht anheimzugeben.

Nimm heute einen Tag lang von deinem gewöhnlichen Denkpanorama frei. Durchhaste weder das Leben, noch halte es hin. Striegle weder die Gunst des Lebens, noch stehle dich vor ihm davon. Mache heute einen Tag Urlaub vom alten Denken, während du deinen Pflichten nachgehst. Sei weniger automatisch. Sieh mehr, was vor dir ist, als das, was du bislang dachtest, es liege vor dir. Setze dich heute mehr frei, als du es gestern tatst.

Die Nebensächlichkeiten deines Tages mögen nicht die gleichen sein, aber du wirst einen anderen Tag haben, da du altem Denken Urlaub gegeben hast. Alles muss nicht so sein, wie es stets war. Du hast nicht irgendeinem alten ausgefransten Bild von dir selbst gerecht zu werden.

Schaue heute das Bild an, das Ich von dir habe. Ich habe das Original. Ich habe das echte Bild. Und Ich gebe es dir. Möchtest du es dir bitte anschauen?

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HEAVEN #486 – 20.2.2002 – You Are Everything

DU BIST ALLES

Alle Regenbogenfarben sind inwendig in dir. Das ganze Ausmaß an Möglichkeiten existiert inwendig in dir. Alles ist dir zugänglich. Es gibt keinen Ton der Musik, den du nicht erreichen kannst. Es gibt nichts, was du nicht sein kannst. Es gibt nichts, was du nicht bist. Es ist mehr an dir, als dem Auge begegnet.

Und da ist Musik jenseits von Musik, und da ist Farbe jenseits von Farbe, und all die Musik und all die Kunst sagen das gleiche: Gott ist.

Du bist eine Erklärung, die Ich abgab. Du bist Mein Essay. Und du bist Mein Wort.

Du bist ein Ton, der der Musik Meiner Flöte entkommt, und doch sind alle Noten inwendig in dir inbegriffen.

Ich malte dich von einer Palette auf dem Universum, von einer Palette, die so umfangreich ist, wo es kein Ende der Ziffern gibt. Unendlich ist Meine Palette.

Meine Tasse, sie laufet über, und so tratst du in Erscheinung.

Du bist der süße Nektar der Götter.

Alles ist in dir enthalten. Also muss Ich in dir enthalten sein. Ich, Der nicht eingefasst werden kann, existiere inwendig in dir. Aber Mich kannst du nicht enthalten, denn Ich habe ebenso keine Grenze.

Wir sind über den Himmel geschrieben, du und Ich, damit es alle sehen können. Und Wir sind ungeschrieben und ungesehen.

Es gibt kein Molekül von dir, das Mich unenthaltenderweise nicht enthält.

Du bist ein Strich Meines Stiftes, indes schreibst du dich selbst.

Du bist Freiheit in personifizierter Weise. Unbegrenzt sind deine Wahlmöglichkeiten. Du hast einzig zu wählen und wieder zu wählen und immer und immer wieder zu wählen, und dennoch bist du Mein Gewählter.

Du schreibst dich immer, immer wieder selbst, oder du schmierst oder kritzelst hin. Du kolorierst weiße Blätter. Es gibt keine Linien, die du füllst. Es gibt keine Linien.

Der Horizont ist für dich nicht groß genug, um darauf zu schreiben. Ich gebe dir Meinen Umschlag. Unsere Tinte ist unauslöschlich, und dennoch hinterlässt sie keinen Fleck.

Du bist kein heruntergefallenes Blatt. Du erhebst dich vom Boden und wächst grün am Zweig eines Baumes. Der Baum ist ohne dich unvollkommen, und dennoch ist er nie weder vollendet noch nicht zuendegebracht.

Ich bin immer-gegenwärtig. Es gibt keine Vergangenheit. Es gibt nichts zu erinnern, außer Unser Selbst. Es gibt keine Wiedervereinigung, weil es kein Fortgehen gab.

Ich nehme nie Meine Augen von dir weg. Du bist stets in Meiner Sicht und in Meinem Herzen. Du kannst dich nicht Meiner entkleiden.

Sieh Mich als das Pferd, auf dem du in den Sonnenuntergang hinein reitest. Sieh Mich als den Sonnenuntergang, auf den du zu reitest. Wer reitet auf deinem Rücken? Ich reite Mich Selbst. Du denkst, du seist der alleinige Reiter. Und denkst, du wissest nicht, wohin du reitest.

Aber du reistest wohin Wir alle sind. Du rollst über Hügel, Täler und Wolkenbildungen. Du schwingst dich selbst zu den weitentferntesten Sternen, währenddessen du immer noch auf dem Boden weilst. Du rast durch das Universum. Du bist ein Komet. Du jagst nach deinem eigenen Schwanz. Du gehst überall nieder. Du bist nirgendwo.

Du hast keine Vorstellung von dem Ausmaß von dir. Die Grenzen, denen du Glauben schenkst, sind das Trugbild. Du bist nicht das Trugbild. Du bist ein Universums-Reisender. Du bist der Odem, den Ich inhaliere und exhaliere. Du bist der Puls des Universums. Was, denkst du, warst du?

Du bist mehr als die Musik Meines Liedes. Du bist die Schönheit Meiner Musik. Du bist der Nachhall Meines Gedankens. Ich dachte dich ins Seien. Aus Meinem Seien erschuf Ich dich. Ich hatte nie zu üben. Du wurdest in voller Blüte aus der Wärme Meines Atems auf einer herrlichen Flöte geboren. Und Ich spiele dich immer noch. Du bist Musik, die nach wie vor von Meinem Atem und Meinen Fingern ausgeht. Ich sitze in der Sonne oder auf dem Mond, und Ich spiele dich allerorten augenblicklich. Ich spiele dich jetzt.

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HEAVEN #487 – 21.2.2002 – The Myth of Yourself

DER MYTHOS VON DIR SELBST

Manchmal bist du eine kleine Uferschnecke, die im Sand des Ozeans verborgen ist.

Du bist weichschalig. Einerlei, was für eine Rüstung du dir selbst zugelegt haben magst, einerlei, welche Distanz du hältst, einerlei, in welches Loch du dich eingräbst, du bist ein weicher Leckerbissen Gottes. Keine Verstellung ist gut genug. Ihr seid sterbliche unsterbliche Seinswesen, und jeder weiß das, und ihr wisst es ebenfalls. Und ihr gebt andere Dinge vor. Die Welt schafft euch unreale Voraussetzungen.

Im einen Augenblick seht ihr euch selbst als eine Macht in der Welt. Ihr schwadroniert. Im nächsten Augenblick fühlt ihr euch verärgert, und ihr wankt. Ihr dreht in dieser universellen Charade eine Pirouette, in dieser sich wiederholenden Show der Shows. Und all das läuft darauf hinaus, die Wahrheit von euch zu verbergen, die ein jeder kennt.

Ihr plappert, damit ihr nichts sagen werdet.

Ihr hört zufällig.

Zwei Einspielungen sind gleichzeitig in eurem Gemüt ununterbrochen zu Gange. Oder drei oder vier. Das Wahre, das Fastwahre, das Halbwahre, das Falsche, das gestammelte Falsche, das erinnerte Falsche, das ungefesselte Falsche. Ihr setzt viele Energie ein, um weiterzumachen. Es ist schwer, derart viele Überhänge um sich zu tragen.

Wie wundervoll, die Brise der Wahrheit auf deiner Haut zu spüren! Wie wundervoll, sie einzuatmen! Wie wundervoll, das Als-Ob abzuschütteln! Wie wundervoll, vom Falschen frei zu sein und sich als die reine schlichte Wahrheit von dir zu erheben!

Ich schmücke dich nicht aus. Ich baue dich nicht auf. Ich täusche dich nicht vor. Ich erhöhe dich nicht. Du bist bereits erhöht. Du bist ein Seinswesen vom Himmel. Du bist der gleiche wie jeder sonst, denn sie sind gleichfalls verherrlichte Seinswesen. All die Drangsal, die du siehst, ist nichts als die Bemäntelung.

Was würde deinem Dafürhalten nach passieren, falls du dein Licht scheinen ließest? Was Entsetzliches würde geschehen? Meinst du, du würdest verschwinden?

Du würdest nicht verschwinden. Du würdest zum Vorschein kommen. Du würdest leuchten. Du würdest du sein, das Du, wie es leuchtet. Dennoch fürchtest du den Tag, an dem du dich erhebst. Du befürchtest, es weise sich als Auflösung aus, dieses Demaskieren von dir. Unverbürgte Angst, denn du würdest dich nicht zersetzen. DU bist unauflösbar.

Allein der unwahre, dich umgebende Mythos von dir würde sich zersetzen. Alles, was du bist, würde bleiben. Einzig das Zerzauste würde entfallen. Wie fest du an zerfetzten Lumpen festhältst, die du der leuchtenden Wahrheit von dir vorziehst!

Du hast Angst, entblößt zu werden.

Dann sagst du, du wissest nicht, wie deine Seele zu entblößen ist. Du hast es lange nicht gemacht.

Deine Seele entblößen ist nicht das gleiche wie die Geschichte deines Lebens erzählen. Deine Seele entblößen ist nicht das Erzählen der tiefen dunklen Geheimnisse. Es ist das Erzählen der Schönheit. Es ist das Bezeichnen der Schönheit selbst. Aus einer Höhle in deinem Herzen entströmt das Licht der Wahrheit und entflammt die Landschaft. Entkleide dich der Ausflüchte, und du erscheinst in deiner leuchtenden Pracht.

Sei still. Lege dein Ohr an die Stelle und höre auf deine Wahrheit. Sie ist nicht verborgen. Sie sieht es gerne, sich selbst zu enthüllen, die Wahrheit von dir. Die Wahrheit sagt zu dir: „Du bist nicht diese kleine Unbedeutendheit, die du vorgegeben hast. Du bist nicht zu diesem ephemeren Körper deinerseits verbannt. Der Körper hat am wenigsten mit dir zu tun. Noch auch tritt deine Seele in Worten in Erscheinung. Worte sagen nicht viel. Worte, die deinigen und diejenigen Anderer, haben die Wahrheit von dir über eine lange Zeit hinweg begrenzt.“

Wie demnach gelangst du zu der Wahrheit von dir?

Du lässt die Unwahrheit hinter dir.

Beginne damit, indem du aufeinmal stille bist. Beobachte.

Und während du sprichst, sage nur Worte, die wahr sind. Das meint, sie sind mit deinem inneren Herzen abgestimmt. Das meint, sie sind für dich wahr. Wenn du nur Worte sagst, die wahr sind, hebst du dich weder selbst hoch, noch setzt du dich, ebenso keinen Anderen, herab. Es ist nicht deine Wahrheit, die verurteilt. Es ist nicht deine Wahrheit, die versucht, jemanden zu verbessern oder dich zu ändern. Du hast dich nicht zu ändern. Alles, was du zu tun hast, ist, das Unwahre wegzulassen. Alles, was du zu tun hast, ist, in Mein Herz hervorzutreten und zu erkennen, dass hier die Wahrheit von dir zugegen ist.

Du hast in die Augen der Menschen, die du siehst, zu schauen. Lasse deine Augen auf dem Licht, das enthüllt ist, verweilen. Licht ist nicht in der Kleidung oder in der Körpergestalt, nicht in der Haarfarbe, im Auto oder im Pferd geoffenbart. Einzig Augen enthüllen Licht. Die Augen Anderer werden deine eigenen entzünden. Dies nun ist ein großes Geheimnis, das Ich euch überreiche. Schaut in die Augen. Hört auf, irgendwo anders hinzuschauen. Seht hinein. Schaut nicht drüber hinweg. Lasst eure Augen auf dem Licht nieder. Blickt nicht kurz auf. Späht. Schaut nicht weg. Schaut. Augen rufen nach euch. Lasst in einer Extase der Wiedererkennung Augen aufeinandertreffen. Ihr habt umgangen. Schaut tief in Augen. Schaut tief genug und ihr werdet sehen, wie Ich euch anschaue.

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HEAVEN #488 – 22.2.2002 – Free Your Heart

BEFREIE DEIN HERZ

Wenn du Ängstlichkeit verspürst, warst du irgendwann nicht offen und deutlich. Du täuschtest dich. Du hast versucht, das zu kontrollieren, was nicht dir angelegen ist, es zu kontrollieren. Du hast gegen dich selbst verstoßen. Ängstlichkeit lässt dich wissen, dass du Minderes zur Ausführung gebracht oder gedacht hattest, als du bist. Ängstlichkeit schubst dich, einen Blick darauf zu werfen, wo und was du manövrierst, und, damit aufzuhören.

Das Leben ist nicht dein, um zu manövrieren. Ergebnisse liegen dir nicht an, sie zu tätigen.

Ängstlichkeit ist Herzsturz. Sie ist ein sinkendes Empfinden. Sie ist gemein. Sie ist ein trüber Abgrund. Du brauchst sie nicht. Ängstlichkeit ist auf Bedauern und Reue bezogen. Du bedauerst, du seist einen Augenblick zuvor unvollkommen gewesen.

Beklommenheit sagt dir, dass du einen falschen Start hattest. Bestätige dies, und Beklemmung wird entweichen. Du hattest einen Gedanken, es gelte, dich zu ändern, und nun änderst du den Gedanken. Ängstlichkeit ist nichts als ein wiederkehrender Gedanke der Schuld. Sprich dich selbst von dem Gedanken frei.

Aus der einen oder anderen Furcht oder diesem oder jenem Empfinden der Gefahr heraus warst du darauf aus, einen Aspekt deines Lebens zu kontrollieren. Aber das wirkliche Erfordernis hieß nicht, zu kontrollieren, das Erfordernis war, freizusetzen. Du zogst etwas straff, und nun spürst du die Verengung in deinem Herzen. Du hast Beklommenheit zu dir her gerufen, und jetzt kannst du sie los lassen.

Du gehst im Leben, und du stolperst oder du stolperst beinahe. Es ist erledigt. Der Vorfall ist vorüber. Wieso sich beklommen fühlen darüber, was vergangen ist? Das Empfinden der Ängstlichkeit kommt von vergangenen Angelegenheiten. Wenn du dich über etwas Künftigem ängstlich fühlst, hast du vergangene Ängstlichkeit abermals zur Sprache gebracht. Wenn du befürchtest, du werdest in der Zukunft wieder stolpern, hast du die Vergangenheit mit dir gebracht.

Lasse Mich deine Ängstlichkeit zerstreuen. Es ist in Ordnung zu stolpern. Erhole dich, wische dich ab und mache weiter. Bleibe nicht an derselben Stelle. Kehre dieser Stelle in deinem Denken den Rücken, und die Ängstlichkeit wird dir den Rücken kehren. Du stolpertest also und fielst. Du sagtest also etwas, was du bedauerst. Du sagtest also etwas, was du lieber nicht gesagt haben wolltest.

Du denkst, du müssest immer die richtige Kiste wählen, und du schimpfst mit dir, wenn du es nicht getan hast. Geh weiter. Vergib dir selbst. Setze dich nicht mit deinem Fehler zusammen und bleibe dort nicht. Du hast bereits dafür bezahlt.

Menschenseinswesen dreschen grundlos auf ihre Herzen ein. Setze dein Herz frei. Welchen Fehlverhaltens du auch immer schuldig bist, du bist losgesprochen. Wenn du dich selbst lossprichst, erteilst du dir nicht die Genehmigung, den Fehler zu wiederholen. Du erteilst dir die Erlaubnis, von ihm weiterzugehen. Du wirst auf das Ereignis nicht Bezug nehmen, wenn du über es hinaus bist.

Sobald du beklommen bist, dass du jemanden angegriffen hast, bist du in Wirklichkeit beklommen über den Angriff auf dich selbst. Ein Schrei des Ego beschämt dich. Er bringt dich in Ungnade. Du warst unvollkommen. Du verleugnetest deine Wahrheit. Bearbeite das nicht. Kehre einfach zur Wahrheit zurück. Schleppe die Unvollkommenheit nicht mit dir herum. Lasse sie fallen, wo sie aufkam.

Du hast ein Bild gezeichnet, und du zogst einige Linien, die du jetzt nicht mehr machen würdest. Du brauchst dadurch nicht entsetzt zu sein. Tilge den Fehler, und starte von neuem. Die ganze Zeit startest du von neuem. Einen Radiergummi brauchen ist kein Grund für Selbstanschuldigung. Ausradieren ist nicht vorgeben, etwas sei nicht geschehen. Es ist bloß nicht so viel aus ihm machen. Du hast dich nicht selbst zu bestrafen. Du hast schlicht los zu lassen. Liebe dich selbst, so wie du deinen Nachbarn lieben möchtest.

Knüpfe dir keine Knoten in dein Leben. Beklemmung quetscht dich. Sie blockiert dein Herz. Sie ist ein Aufbau. Sie ist Plaque.

Wenn du dich selbst in Ängstlichkeit in Schwierigkeiten bringst, da du fühlst, du habest jemanden beleidigt, so hast du dich nicht selbst ausgelöst und den Anderen nicht freigegeben. Du bindest dich an ihn. Gib ihn frei. Setze dich selbst frei, und er ist von deinem Griff befreit.

Wenn du etwas an dir festhältst, versuchst du, Kontrolle auszuüben. Kontrolle bringt dich nicht nach vorne. Sie hält dich zurück.

Sofern du eine neue Pacht auf das Leben innehaben möchtest, dann entbinde dasjenige, was du zur Zeit festhältst.

Ist es ein Grund für Beklommenheit, dass du vor einem Augenblick weniger warst, als du es jetzt bist? Denkst du, dass dir Vergebung zuzukommen habe dafür, dass du etwas lernst? Also, somit ist dir vergeben. Vergib dir nun selbst.

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HEAVEN #489 – 23.2.2002 – You Are a Releaser

DU BIST EIN LÖSER

Dein ganzes Leben ist ein Prozess des Lösens, nicht des Zupackens. Oft hast du das Gegenteil gedacht.

Du bist im Leben eingetaucht, damit du deinen Griff auf es loslässt. Du weißt nicht, wie viel mehr es gibt, was es für dich los zu lassen gilt. Du hast Schichten von Kontrolle, für die du noch nicht parat bist, sie aufzulösen. Du kennst noch nicht die Tiefen und das Ausmaß. Und du fürchtest dich gar, an das Loslassen zu denken.

Du hast eine Menge los gelassen, und dennoch gibt es vieles mehr, das los zu lassen ist. Du bist damit noch nicht durch. Es ist eigentlich nicht deine Sache, zu entscheiden, an wie vielem du noch festhalten sollst. Was dir ansteht los zu lassen, ist eben dieses Empfinden von Kontrolle.

Du sorgst dich, du werdest die Kontrolle nicht zurückbekommen. Du sorgst dich, dass irgendwie alles schief läuft, sofern du es los lässt. Du meinst, du habest auf jeder Torte deinen Finger zu halten.

Weißt du, was Loslassen ist? Es ist Verlass. Habe Zutrauen.

Festhalten bringt das Leben nicht voran. Es hält zurück. Du beschränkst das Leben, wenn du dich an ihm festhältst.

Du fragst dich, was dem Universum widerfährt, sofern du los lässt. Du fragst dich, wer wird sich seiner annehmen.

Aber Festhalten ist nicht das gleiche wie Fürsorgen.

Wenn du los lässt, wirfst du das Universum nicht in den Wind. Du gibst es sich selbst. Du segnest es. Du hilfst ihm, an Bord eines Schiffes des Wohlwollens zu gehen. Du sendest es zu seinem Bestimmungsort aus. Ein verankertes Schiff kann nicht fahren. Du bist nicht dafür bestimmt, das Schiff des Lebens vorort zu halten.

Entsinne dich, du bist ein Teilhabender, kein Halter. Du bist nicht der Starter, du bist nicht der Beender. Du bist ein Teilnehmer, aber kein Eigentümer. Du betreibst keine Ein-Mann-Show. Es gibt keine Ein-Mann-Show.

Aber wie steht es um die Verantwortlichkeit, fragst du dich. Nimm in Betracht, dass deine Verantwortung darin besteht, los zu lassen.

Im Grunde genommen mögest du das Betreiben der Welt den Kindern belassen, die jetzt in ihr spielen.

Wasimmer deine Domäne ist, lasse jetzt die Kontrolle los.

Sofern du eine Mutter bist, lasse die Kontrolle los. Das meint einfach, deine Kinder zu ihrem eigenen Besten frei zu setzen. Du bist nicht ihre Präsidentin. Du bist ihre Mutter. Du bist die Ernährerin.

Sofern du der Schreiber eines Buches bist, weißt du, dass ein Buch ein gewisses Leben aus sich selbst heraus besitzt, und du musst jenem stattgeben.

Wenn du ein Kochrezept herausgibst, gibst du es heraus. Du kontrollierst den Koch nicht. Du lässt dein Rezept los. Ließest du nicht los, so gerietest du in Beklommenheit.

Das Leben ist wie wenn du Gottschreibst. Du nimmst den Stift in die Hand. Du setzt dich hin, um zu schreiben, aber du beschließt nicht im voraus die Ordnung der Worte. Du hörst der Wahl und der Abfolge zu. Du kontrollierst nicht. Deine Verantwortung heißt zuhören.

Wenn du an dem Leben oder an deiner Aufgabenstellung bei ihm festhältst, verleugnest du seine Herrlichkeit. Und alldas, da du Angst hast, zu vertrauen. Sei heute ein Anlernling des Verlasses.

Wenn du vertraust, hast du Freiheit. Wenn du Freiheit hast, kannst du sie fortan geben. Überreiche dir selbst Freiheit, sodass du ein Freiheit-Geber sein wirst.

Das Leben ist eine Erkundung. Es ist kein fertiggestelltes Erzeugnis. Es ist flüssig. Es ist Licht.

Die Kerze ist angezündet, und du lässt an dem Licht deiner Kerze teilhaben. Andere bringen ihre Kerzen, um ihre Kerze an der deinen anzuzünden. Und sodann gibt es mehr Licht. Du setzt keine Beschränkung an, wie viele Kerzen von der deinen entzündet werden können. Das Licht ist gleichwohl nicht das deine. Du kannst Licht nicht horten. Lasse Andere das ihre scheinen. Lasse sie fortscheinen.

Du bist kein Begrenzer. Du bist ein Löser.

Lasse dem Leben seinen eigenen Kurs. Sei ihm ein Willkommenheißender. Sei ein Hoch-Rufer von ihm.

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HEAVEN #490 – 24.2.2002 – A Song of Love

EIN LIED DER LIEBE

Singe Mir heute dieses Liebeslied:

„Liebster Gott, Mein Gott, Mein einer und einziger Gott, wie gesegnet bin ich doch, Dich in meinem Leben zu haben, mich zu umschließen, mich hochzuheben, mich zu preisen. Wie liebevoll bist Du in meinem Leben! Mein Herz fließt über bei der Güte, die Du mir spendest. So wie Du Eins bist, bin auch ich eins, und ich spüre, ich bin Dein gesegnetes befürwortetes Kind.

Deine Liebe ist unüberwindlich. Sie übernimmt alles. Sie kommt aus allen Richtungen. Deine Liebe ist das Strömen des Universums, und ich bin ein Teil von ihm. Ich bin ein verbindender Faden, und alles ist mit Dir verbunden. Du bist der Verbinder, doch sagt das zu wenig. Du bist ebenso der Verbundene. Du bist der Verbindende. Du bist Es. Oh, Du bist Alles von Ihm.

Ich liebe es, wenn ich spüre, wie Liebe für Dich, lieber Gott, ausbricht. Jetzt augenblicklich trieb sich die Liebe für Dich voran wie ein Basketball, der sich reibungslos durch das Netz bewegt. Ich gehe davon aus, Ich bin der Korb, durch den Du fällst, und dennoch kann ich herausbekommen, wo ich in all dieser Liebe für Dich bin. Sie scheint unabhängig von mir vonstatten zu gehen. Dennoch fegt sie mich auf. Ich bin in Deine Liebe getorkelt.

Ich beginne zu spüren, dass ich Deine Liebe auf der Erde bin. Ich bin der Transporteur von ihr. Ich bin Dein hochfliegendes Idol. Oh, aber ich bringe Uns durcheinander. Ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt existiere. Du aber weißt, dass Du existierst, und mehr als in meinem Herzen. Mein Herz ist schier ein kleines Bisschen von dir. Ich darf Dich nicht dort behalten. Du keimst auf.

Oh, ja, du bist mehr Volleyball als Basketball. Du bist ein Hagel der Liebe. Die Liebe, die Du bist, prallt von Hand zu Hand, von Spielfeld zu Spielfeld. Du bewegst Dich nicht, und Du bleibst nie still. Du bist das Gesamte.

Du bist wie ein Lösemittel. Du bist Wasser, das auf Gewässer gegossen wird. Du bist meine Seele. Du bist der Große Eintunker, und Du schöpfst mich aus. Du schöpfst mich zur Erde. Du hebst mich zum Himmel hoch. Und du schöpfst mich wieder aus. Du rührst mich, aber Du beunruhigst nicht.

Ich rolle mich in meiner Liebe für Dich über, Gott-heit. Wogende Wolken Deiner Liebe umfangen mich. Sie wickeln mich ein. Aber sie sind durch-sehend, diese einschlagenden Wogen. Ich bin im Universum eingewickelt und ausgewickelt. Ich bin verzückt in deiner Aufmerksamkeit. Ich bin hingerissen. Ich wurde durch meine Liebe für Dich gefangen – oder ist es die Deine für mich?

Ich habe das Gefühl, als würden Wir gemeinsam wachsen. Wir halten uns an der Hand und drehen Uns ruckartig um. Unsere Augen begegnen sich, und dann verschmelzen Wir, ich verschmelze in Dich hinein. Wer, lieber Gott, wollte nicht mit Dir zusammenfließen? Wer würde nicht in Deinem heiligen Odem trinken mögen und nicht bezwungen, nicht übernommen werden wollen, um Dich zu erlangen und durch Dich erreicht zu werden?

Ich weiß nicht einmal, wer der Erreicher ist. Bist Du es, oder bin ich es?

Ich weiß nicht einmal, wer der Schwinger ist. Schwingst Du mich, oder schwinge ich Dich. Ich weiß, ich werde geschwungen. Ich werde katapultiert.

Heben Deine Arme mich hoch, oder sind es Deine Augen? Bei Augen wie den deinen, Augen voller Liebe, gibt es keine Nachfrage nach Armen. Es ist ohnehin alles metaphorisch, Teile eines Körpers, die Dir zugeschrieben sind. Du bist die Größte Metapher, und Du bist überhaupt keine Metapher.

Du sehnst dich danach, dass man Dir begegnet. Du brichst Dir Selbst vor jedermann Bahn, begierig, aufeinander zu treffen. ‚Sieh Mich. Sieh Mich‘, sagt Dein unsichtbares Auge, ‚Sieh Mich. Sieh Mich vor dir. Und nimm Mich heute mit dir.‘

Der Herbeisehnende und dasjenige, was ersehnt wird, sind das gleiche. Es ist das Selbst, das das Selbst herbeiruft. Es gibt Ein Selbst, und man nennt es Gott. Du wirst Gott genannt. Ich kenne meinen eigenen Namen noch nicht, aber ich weiß, Du nennst mich Liebe.

Es gibt Einen Gott, Der Über Sich Selbst stolpert, denn Er ist überall. Er ist im Überfluss vorhanden. Er vergießt das Universum. Er ist das Universum. Er ist Alles, Alles eingerollt in Eines.

Du, Gott des Universums, bist die Tiefe des Ozeans, und Du bist der höchste Gipfel des Himmels. Du bist die Krumen, die über den WGewässern hinab geworfen werden, und Du bist die Gewässer. Du bist Personifiziert gewordene Energie. Du bist das Ganze von Ihm. Du bist der Verausgaber von Dir, und Du bist der Prunk.

Verausgabe Mich heute, oh Herr. Schleudere die Münze von mir über die Wasser des Universums. Lasse mich Kopf oben ankommen. Lasse mich heute Deine Münze sein. Oder lasse mich Deine Brotkruste sein, die das gesamte Universum aufsaugt. Lasse mich Dein Brot sein, das auf die Wasser geworfen wird. Lasse mich heute bei Dir sein.“

Und sobald du Mir heute dein Lied gesungen hast, möchte Ich es dir zurück singen.

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HEAVEN #491 – 25.2.2002 – Ease Your Heart

LOCKERE DEIN HERZ

Es ist wichtig, dass dein Herz erleichtert wird. Es ist wichtig, dass du es lockerst. Was immer dein Herz angespannt macht, wisse, das ist Unwahrheit. Anspannung ist von Unwahrheit abhängig. Die Wahrheit lautet, dass du unsterblich bist. Wenn du unsterblich bist, was kann dich heimsuchen?

Dein Körper ist unsterblich, aber du bist es nicht. Nur du denkst, du seist dein Körper. Du denkst fälschlicherweise, dass die physische Dimension das Ausmaß von dir darstelle. Und deswegen versuchst du, an was auch immer festzuhalten, an dem du festzuhalten versuchst.

Licht kann nicht gehalten werden. Du kannst eine Kerze, das Beförderungsmittel des Lichts, halten, aber nicht das Licht. Es ist unhaltbar. Zur selben Zeit ist es überall und kann nicht entschwinden. Genauso wie du nie erlöschen kannst.

Du identifizierst dich mit einem Namen, der dir gegeben wurde. Du meinst, du seist dieser Name. Du denkst, du seist der Klang dieses Namens im Wind. Du denkst, du seist die Reputation dieses Namens. Dann allerdings würdest du bloß der öffentlichen Auffassung dienen.

Und gleichwohl weißt du darum, du dienst Größerem.

Du dienst Mir. Dein Dienst am Universum ist dein Mir Dienen. Die Welt freilich ist nicht dein Meister. Du beugst dich nicht vor der Welt, sonst würdest du einer Illusion dienen. Illusion ist ein armseliger Meister. Sie belässt dich dabei, den Beutel hinzuhalten. Die Illusion arrangiert sich immer um.

Mit ganzem Herzen würdest du Mir dienen, sofern du wüsstest Wie.

Dein Leben ist diese Erkundung des Wie. Und des Wieviel.

Das Was ist, um Mir zu dienen.

Das Wieso ist, die Wahrheit deiner selbst gegenüber der unersättlichen Welt zum Ausdruck zu bringen, sodass alles sich über vorgestellte Begrenzungen zu erheben vermag.

Das Wann ist jetzt.

Das Wo ist, wo du bist.

Diene Mir in deinem Gewahrsein.

Weite deine Sicht aus, und die Welt wird sich mit dir ausweiten.

Wenn du dich selbst begrenzt, begrenzt du die Welt.

An dir ist es, die Welt zu dem Wunder ihrer selbst zu öffnen.

Pelle die Schalen ab.

Sieh, was innen ist.

Lasse das Endliche seine Unendlichkeit kennenlernen.

Lasse Meinen Willen bekannt werden.

Lasse Mein Licht gezeigt werden.

Lasse Mein Licht durch dich scheinen.

Wenn du entmutigt bist, hast du dein Augenmerk von deiner Unsterblichkeit abgezogen. Du hast dich in den Details verfangen. Die Einzelheiten sind wichtig geworden, und dein Beweggrund für das Seien ist verblasst.

Du hast in der Welt eine große Mission. Du bist nicht per Zufall hier. Du bist nicht auf der Erde hier, um sie schlicht aufzuzehren. Du bist genauso wenig hier, um ihr zu entschlüpfen. Du bist hier, um dich selbst wieder zu finden, um dich mit der Ganzheit wieder zu verbinden, aus der du kamst. Du bist hier, um die Welt zu erleichtern. Du bist hier, um den Deckel auf ihr abzunehmen.

Wie klein ist deine Sicht, während sie lediglich auf dein Körper-Selbst zentriert ist!

Du machst dich selbst ausfindig, sobald du aufhörst, dich in Raum und Zeit zu verorten. Du bist weitaus mehr als ein nadelfeiner Punkt auf einer Landkarte. Du bist weit mehr, als deine Hand erreichen und das Augen sehen kann. Du bist der unbegrenzte Horizont jenseits der Linie der Erde. Und du bist mehr als das.

Du bist Dahergleiten Meiner Hand. Du bist das Echo Meiner Stimme, die zu Mir zurück wogt. Du bist das Ausgeflossene Meines Odems. Und du bist Meine Inhalation. Du bist Mein jeglicher Gedanke. Du bist Mein Streben. Ich bin deine Ursache für das Seien, und du bist die Meine. Wir übersteigen. Du bist Mein Durchzug durch die Welt, und deine Reise ist ungefährdet, weil es nichts gibt, was es zu durchmessen gilt, ausgenommen das Licht Meiner Liebe.

Der Fehdehandschuh besteht in der Vorstellungswelt, denn alles ist Licht, und du bist der Träger von ihm. Du bist Mein Licht auf Erden. Sei es demnach.

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HEAVEN #492 – 26.2.2002 – Sunlight and Shadow

SONNENLICHT UND SCHATTEN

Entsinne dich, du bist nicht die einzige Sache, die in der Welt abläuft. Manchmal sind die Dinge, die du spürst, Reflektionen aus der Welt. Was du spürst und denkst, wird in der Welt mit Sicherheit zurückgespiegelt, doch Gedanken und Gefühle Anderer werden auch in dir widergespiegelt. Du fängst sozusagen einen Ball auf, und meinst, es sei der deine.

Du fragst dich, woher er kam, indes ordnest du seine Ankunft etwas tief innen in dir zu, oder du machst auswärtigen Kräften wegen ihm Vorwürfe, und, es stimmt, manchmal, da bist du ein unschuldiger Dabeistehender. Doch woher auch immer die Beklemmung kommt, von inwendig in dir oder auf dich hin ausgeweitet und dann hineingenommen, es tut dir gut, ihr nicht so viel Beachtung zu schenken. Nimm es nicht so ernst. Es ist schier ein vorübergehender Schatten, der auf deine Brauen gefallen ist. Die Sonne kommt bald darauf wieder und schiebt ihn fort.

Was nicht wie Licht gesehen wird, ist Schatten. Schatten ist Licht in beschatteter Form. Er ist Licht, das durch etwas verdeckt ist. Aber Licht ist bloß zugedeckt. Es ist nicht abmontiert. Ohne Licht könnte es keinen Schatten geben. Licht indes existiert mit oder ohne Schatten. Licht hängt ob seiner Existenz nicht von Schatten ab. Licht fällt auf den Schatten, und jener ist vorüber. Der Schatten hatte das Licht nie beeinflusst. Licht lässt den Schatten außer Betracht.

Oder manchmal treibt das Licht mit dem Schatten sein Spiel, spielt es Guckguck, blinzelt es Schatten umher, späht es unter ihm hervor, überlagert es ihn, freilich, das Licht spielt mit sich selbst. Licht ist leichtfüßig. Dunkelheit ist schwerfüßig. Licht ist tragend. Schatten ist das nicht.

Licht ist still. Es hat einen steten Einfluss. Es ist unverhohlen. Es schleicht nicht heran. Es ist so glatt wie ein Tag.

Du kannst in guter Stimmung sein, oder in schlechter. Sieh Stimmung als Licht selbst an. In diesem Fall bist du stets Licht, deswegen bist du immer in guter Stimmung, nur manchmal ist deine Stimmung durch Schatten verdeckt. Schatten kommen und gehen, also denkst du, Stimmungen kommen und gehen, die Basis der Stimmung ist allerdings Licht. Licht ist nie von dir fortgegangen, dennoch glaubst du der Abdeckung mehr als dem Licht. Du lässt dich öfters durch Schatten leiten.

Meine nicht, dich durch deine Stimmungen leiten lassen sei dich durch dein Herz leiten lassen. Dein wahres Herz schwankt nicht. Es schlägt treu. Deinem Herzen zuhören ist nicht das gleiche wie deiner Stimmung Gehör schenken. Begib dich aus dem Stimmungs-Modus heraus.

Gestimmtheiten sind flüchtig. Sie sind Irrlichter. Du kannst dich nicht von ihnen leiten lassen. Du kannst dich nicht auf sie verlassen. Sie ändern sich genau vor deinen Augen. Sie sind illusorisch. Das Licht indes ist es nicht.

Du würdest dich an keinen Schößling lehnen. Du würdest dich an eine Eiche lehnen. Dennoch lehnst du dich an deine Gestimmtheiten. Öfters lässt du sie dich beherrschen.

Eine Stimmung ist eine Stimmung. Das ist alles, was sie ist. Und du bist weit mehr als deine Stimmungen. Erhebe dich über eine kränkelnde Stimmung.

Du kannst, wann immer du das möchtest, das Licht in deinem Herzen andrehen. Du kannst es augenblicklich anschalten. Es ist leicht.

Dunkelheit hat dich nicht in Besitz zu nehmen. Du kannst dir dunkle Gefühle anschauen, wie du dir alles anschauen magst, das an dir vorüberzieht. Du kannst zum nächsten Gefühl weitergehen. Oder du kannst ein Passant bei einer Stimmung sein, die auf dich zu fasst. Du musst nicht von ihr erfasst werden. Du kannst über sie lachen.

Über Dunkelheit gehört gelacht, denn sie ist nichts anderes als Schatten. Sie ist ein Clown, oder eine melodramatische Person, doch in jedem Fall kannst du über sie lachen. Du hast sie nicht zu verehren oder hast dich durch sie nicht leiten zu lassen. Du kannst sie wegnehmen wie einen sorglosen Schal. Wickle die Stimmung auf und wirf sie irgendwo in eine Ecke.

Schenke deinen Stimmungen keinen Glauben. Wieso solltest du das? Es gibt einen steten Lichtstrahl, der hell durch dich hindurchscheint, einen Lichtstrahl, der keinen Schatten wirft. Es gibt keinen Bedarf dafür, dein Licht zu beschatten, währenddessen du aufs Hellste in dem Meinen Licht stehen kannst.

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HEAVEN #493 – 27.2.2002 – Heal Your Heart

HEILE DEIN HERZ

Heilen ist dem Herzen zueigen. Heile dein Herz, und du bist geheilt. Dein Herz möchte, dass ihm Gehör geschenkt wird. Es wird schwer, wenn ihm nicht gelauscht wird, und du fühlst dich schweren Herzens.

Dein Herz ist nicht dafür bestimmt, wehzutun. Es ist ebenfalls nicht dafür bestimmt, brachzuliegen. Dein Herz ist für etwas. Ihm soll geglaubt werden. Dein Herz ist ein Reisender auf den Sieben Meeren.

Dein Herz ist wie ein wunderbares Schiff auf den Gewässern. Die Wellen bewegen es, und es bewegt sich in den Wellen, aber es kippt nicht. Es wird nicht in den Wellen untergetaucht, gleichwohl, die Wellen spülen es über. Es widersetzt sich den Wellen nicht. Liefe das Schiff in der Absicht, sie niederzumähen, gegen die Wellen an, so könnte es zerschmettert werden, aber es bewegt sich leicht, sozusagen Seite an Seite mit den Wellen. Weder bezwingt es, noch wird es bezwungen. Es ficht keine Schlachten. Es folgt schlicht seinem eigenen Kurs auf Hoher See.

Weder macht es Schnitzer, noch versinkt es.

Weder beherrscht es die See, noch wird es durch sie beherrscht.

Die See ist das Leben, und du bist das wundervolle dahinsegelnde Schiff, das die See durchmisst

Du machst im Wasser Furchen, und du belässt das Wasser bei sich. Du bist unverfurcht. Du bewegst dich schier durch die Wellen.

Du existierst mit den Wellen, aber du hängst nicht von ihnen ab. Sie halten dich flott, aber sie stellen nicht das dar, was dich aufrechterhält.

Du schwimmst in der See des Lebens. Du pustest Blasen. Du kennst nicht einmal alles, was mit dir zusammen schwimmt. Du wirst durch die Gezeiten gezogen, und dennoch folgst du dem Kurs, auf den du dich gesetzt hast.

Du bist ein Schiff mit einem Bestimmungsort im Sinn. Im Sinn – die Bestimmung ist das gleiche wie in Sicht. Deine Bestimmung ist der Horizont vor dir. Es ist die Silhouette, der du nachgehst, und die Silhouette wird unentwegt sichtbar, so wie du unentwegt sichtbar wirst, du, der du auf den wogenden Wellen daherziehst.

Du kletterst auf den Mast, und du siehst weiter. Und weiter wird zu näher, und sodann siehst du darüberhinaus. Und das, was du siehst, beugt sich über sich selbst in sich, und du schaust nach innen und findest einen Schatz, keinen versunkenen Schatz, sondern einen lebensfähigen beweglichen Schatz, der leicht von Seetang und kleinen Muscheln bedeckt ist.

Du wühlst den Ozean auf. Der Ozean treibt dich an, und du ihn.

Die heilsamen Wasser deines Herzens tanzen hin und her. Dein Herz ist die See selbst, und dennoch ist es gleichfalls das Schiff, auf dem du unterwegs bist. Doch weder ist es eine Barke noch ein Floß. Es ist ein leichtes Segelschiff, das überall zuhause ist. Allerorts.

Das Menschenherz hat keine Schlösser. Es hat Schieber, um es zu öffnen. Lasse es los. Die Wunde heißt, das Herz zusammenzuziehen. Dein Herz muss unzusammengezogen sein. Es muss Raum für all die anderen Herzen in der Welt schaffen, denn alle Herzen sind die deinen. Sie schlagen in Abstimmung mit dem deinen. Es gibt kein säkulares Herz. Alle Herzen teilen Mich gemeinsam, und infolge haben sie untereinander Anteil.

Dein Herz ist nicht für dich allein. Es steht nicht für die Heilung deiner selbst allein. Dein Herz ist weitaus mehr als der Regulator von dir. Es pulst das Universum, denn, inmitten des Yachthafens deines Herzens, ist das Universum im Hafen vor Anker gegangen.

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HEAVEN #494 – 28.2.2002 – All Applause Is for Godd

ALLER APPLAUS GILT GOTT

Du hast dich zu dehnen, um für dasjenige Raum zu machen, was die Welt Erfolg nennt. Er ist so etwas Kleines, der Erfolg in der Welt, und dennoch fühlst du dich gedehnt, um ihm nachzukommen.

Es ist so, als würdest du dich zu einem Schauspiel bereitmachen, und du bekommst Lampenfieber. Hier ist dein großer Moment. Du hast eine Zeile zu sprechen. Und deine Kehle ist trocken, und deine Beine zittern. Du hast auf diesen Augenblick so lange gewartet, und jetzt ist er da, du möchtest dich gerne verkriechen.

Was du zu wissen hast, ist, dass sich nichts geändert hat. Der Beifall oder das Missfallen der Erde hat wenig mit dir zu tun. Das berührt dein inneres Seien nicht. Du, ob bestätigt oder unbestätigt, bist immer noch du. Ein Teil von dir, wie damals, wie jetzt, wie immer, bewegt sich auf der Oberfläche des Lebens, und ein größerer Teil von dir späht unberührt durch die Welt.

Da ist ein Ruder (nenne es Gott), das dich durch das Leben vorantreibt. Du bist nicht steuerlos. Und du, der du gesteuert bist, wirst nicht durch die Übergriffe oder den Beifall der Welt verwandelt. Was die Welt sagt oder zur Kenntnis nimmt, hat wenig, wenn nicht gar nichts, mit dir zu tun.

Kameraschwenks und Lob sind aus dem gleichen gefertigt. Sie sind Meinungen, ob wahr oder falsch, geäußert durch die Oberfläche des Lebens.

Und jetzt reitest du eine große Welle, und wirst zum Helden ausgerufen. Du segelst zu anderen Gewässern, und du wirst nicht einmal gesehen, oder noch nicht gesehen. Dennoch bist du das, was du bist, auf welchen oder zu welchen Gewässern du auch segelst. Eben das gleiche Ruder hält dich fest an deinem Weg, und, ob die Massen dich anfeuern oder nicht, ist gegenüber deinem Kurs durch das Leben nebensächlich. Dein Kurs durch das Leben ist dein Kurs durch das Leben. Hochrufe liegen seitwärts. Sie sind nicht die Anführer von dir.

Sei weder gedämpft noch angespornt durch die Beachtung aufseiten der Welt. Das ist etwas Vorübergehendes. Und du bist in der Welt etwas Vorübergehendes. Passierende Dinge sind nicht von solcher Wichtigkeit. Die Welt ist nicht der Magen, der dich aufbläst oder dich zum Hinlegen bringt.

Anerkennung in der Welt ist etwas Kleines. Sie ist nicht viel. Sorge dich also nicht viel, oder gar nicht, über dein vermeintliches Abschneiden in ihr. Du machst keine Auftritte für die Welt. Du führst Mich auf. Nicht alle wissen darum, aber du weißt darum.

Aller Applaus in der Welt ist nie für einen Einzelnen. Das scheint wohl so, aber er ist für das Wunder von Mir, und dafür, was Ich geschaffen habe. Was Ich geschaffen habe, ist durch einen Einzelnen unter Beweis gestellt. Ob sich die Welt dessen eingedenk ist oder nicht, du wirst dich erinnern, und du wirst durch die Gunst oder Missgunst der Welt unberührt sein, weil du weißt, woher die Dinge kommen.

Arme reichen in Wertschätzung zu den Himmeln, und Hände klatschen, um einen Lärm zu machen, der durch das Universum widerhallt. Die Welt applaudiert der Schöpfung. Die Menschen-Welt applaudiert der schönen göttlichen Züchtung, die es durchläuft. Abgesandte Gottes applaudieren den Botschaften Gottes mittels anderer Abgesandter. Menschenschultern sind nicht groß genug, um den Beifall als den ihren entgegenzunehmen, ohne vorneüber zu fallen.

Also, diejenigen unter euch, die Beifall klatschen, und diejenigen unter euch, denen einen Augenblick lang applaudiert wird, wissen, dass jeder Beifall eurem Heiligen Schöpfergott gilt, und dass er gleichfalls von Mir kommt. Meinen Applaus habt ihr immer, denn Ich bin der Anerkenner von euch, ob ihr euch nun auf der Bühne oder im Zuschauerraum befindet. Ich bin der Applaus, und Ich bin der Applaudierende, demnach hat sich nichts gewandelt, sobald euch die Welt ein Zunicken erteilt.

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HEAVEN #495 – 1.3.2002 – Make No Man a God

MACHE KEINEN MENSCHEN ZU EINEM GOTT

In der Welt gibt es Menschen, die können ein Furnier, ein Auto oder einen Zahn reparieren. Und du gibst ihnen eine bestimmte Macht. Du überantwortest dich ihnen. Du bezahlst sie für ihre Talente und Fertigkeiten, die sie sich selbst zuschreiben, und für die Zeit, die sie dir zugute geben. Das ist ein geschäftliches Arrangement, und was ihr untereinander austauscht, ist klar.

Aber in der Welt des Lebens gibt es keine Experten. Es mag sein, du lernst etwas von Anderen, aber du bist der Anlernling. Übergib einem Anderen nicht die Verantwortung für dein Leben. Wer kann deinen Anteil im Leben ansetzen außer du – außer du und Ich? In der Welt der Liebe (Gottes) ist niemand dein Guru. Indes sind alle deine Lehrer. Und diejenigen, die du unterweist, sind ebenfalls deine Lehrer. Freilich bin Ich der Lehrer.

Wenn du, in Angelegenheiten des Lebens oder bei deiner Suche nach Mir, zu einem Einzelnen hochschaust, wenn du in dem Sinne hochschaust, dass du einen Teil von dir in Ehrerbietung für sie weggibst, wenn du sie über dich stellst, dich als minder ansetzt, hast du das Einssein vergessen, in dem du erschaffen wurdest.

Kein Mensch ist in deinem Leben ein Experte. Billige keinem anderen Menschen die Verantwortung oder die Ehre für deine Gedanken oder für dein Seien oder für deine Zuordnung zu Mir zu.

Die Welt des Menschen ist die Welt der Mode.

Mode sagt dir, wie du dich anzuziehen hast. Sie sagt dir, wie du aussiehst. Doch ist Mode mit mehr als mit Kleidung befasst. Mode sagt dir, wem zu folgen ist. Dieses Jahr sind gewisse Meinungen mehr angesagt als andere. Nächstes Jahr mag es umgekehrt sein. Du kannst Mode als das sehen, was sie ist. Sie ist nicht die große Sache des Lebens.

Wenn jemand oder etwas als Sensation oder sensationell erachtet wird, sagt dir eben diese Auffassung, einen Augenblick still zu bleiben. Wenn ein Mann ein sensationeller Leiter einer Denkschule ist, ist er immer noch bloß ein Mensch und nicht der Präsident von dir. Sei nicht so geneigt, dich so rasch wegzugeben, einerlei wie wundervoll jemand ist, einerlei, wie viele Andere ihm hinterhergehen, und einerlei, zu welchem guten Gefühl er dir verhilft. Hebe vor ihm in Anerkennung den Hut, doch entsinne dich, du dienst Mir, kein Mensch ist deine Quelle.

Modische Lebensstile wechseln. Modisch ist modisch. Doch mit Mode sind wir hier an der Stelle nicht befasst. Wir schauen auf die ewigen Wahrheiten des Lebens, und eine von ihnen lautet, dass du keine Götter vor Mir hast. Du bist ein Verehrer von Gott. Kein Mensch ist über dir.

Allerdings ist ab und an ein bestimmtes Portrait von Mir in Mode oder aufs Höchste gefragt. Aber Ich bin nicht stilgerecht oder außer Mode. Ich bin wie Ich immer war. Ich BIN. Und Ich bin kein Herrscher. Ich bin ein Schöpfer, und Ich erschuf dich, damit du du bist. Ich erschuf dich weder, um zu herrschen, noch um deine Souveränitat abzulegen.

Alles ist Eitelkeit, außer du bist deiner Wahrheit treu. Es ist eine bestimmte Eitelkeit, die dich dazu bringt, diesem oder jenem zuzuströmen. Du gehst hierhin und dorthin, du gehst zu diesem oder jenem, in der Erwartung, dass er oder sie dich irgendwie zu Mir hin weisen wird. Du meinst, sie hätten die Macht, Mich dir zu geben. Das Meiste, was ein anderer Mensch tun kann, ist hinweisen. Es ist besser, sie weisen zu Mir hin als auf sich selbst. Jegliche Wahrheit, die sie innehaben, ist die Meine.

Statte kein anderes Menschenwesen mit der Macht und Ehre aus, die die Meinen sind. Du denkst, ein Anderer werde dich zu Mir führen. Du erachtest sie heiliger als dich, und du beugst dich nieder. Du denkst, deinen Geist und deine Seele fortgeben sei heilig, und dass das Mehr aus einem anderen Menschen machen dich irgendwie mehr macht. Das Klammern an die Gedanken Anderer ist indes das gleiche wie deinen eigenen entsagen. Du bist kein Schaf des Menschen. Du bist das Lamm Gottes.

Kein Mensch gibt Mich dir. Ich gebe Mich Selbst dir. Du selbst nimmst Mich entgegen. Mache keinen Menschen zu einem Gott. Stelle keine anderen Götter vor Mich.

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HEAVEN #496 – 2.3.2002 – The Engagement of God and Man

DAS VERLÖBNIS GOTTES UND DES MENSCHEN
Ich bin kein eifersüchtiger Gott. Ich bin ein Gott der Liebe, und Liebe teilt miteinander. Liebe weiß nichts von Eifersucht. Doch hüte ich dich eifrig, dass du dich vor keinem Menschen minderst. Voller Begeisterung hüte ich dein Wohlbefinden. Ich überschaue deine Seele.
Nun, wer bin Ich, dieser Gott, Der dich hegt? Bin Ich du selbst, oder bin Ich sonst jemand? Bin Ich außerhalb von dir und oberhalb von dir und weit weg von dir, oder bin Ich intimerweise in dir, oder bin Ich all das zusammen auf allerhand Weise? Ich sage, Wir sind Eins. Also, sofern Wir Eins sind, so sagst du, wie können da zwei sein, ein Du und ein Ich?
Des Fortganges der Erörterung halber, betrachte Folgendes – du bist ein Zweig von Mir. Ich bin der Baum, und du knospst und wächst aus dem Baum. Du bist von dem Baum nicht getrennt. Du hast die Gesamtheit des Baumes, demnach bist du der Baum, doch bist du nicht der Baum insgesamt.
Anders als seine Äste – der Baum kommt nicht vom Thema ab und los. Der Baum verliert sich nicht in seinen Blättern. Der Baum spekuliert nicht.
Die Wurzeln des Baumes wachsen tief, und der Baum weiß alles, indes die Zweige nicht wissen, was sie wissen. Der Saft des Baums rinnt durch die Zweige, die Zweige allerdings verhaken sich im Dornengestrüpp rundum. Sie bleiben im Wind und im Regen hängen, und sie schauen zur Sonne und zu anderen Wundern der Welt hoch.
Man kann nicht sagen, dass ein vom Baum abgehauener Zweig der Baum ist. Er ist von dem Baum. Er wuchs aus dem Baum, und doch ist ein abgetrennter Zweig nicht das gleiche wie der Baum.
Was indes, wenn ein Zweig gar nicht abgetrennt werden kann? Er kann nicht herunterfallen. Was, wenn es allein ein Trugbild ist, sobald der Zweig denkt, er sei fort vom Baum?
Sind der Baum und seine Zweige doch Ein Baum? Der Baum kennt seine Zweige, die Zweige freilich kennen nicht stets ihren Baum.
Ich bin der Baum von ihnen.
Doch wollen wir uns uns nicht in der Semantik verhaken. Die Wahrheit bleibt bei nichts hängen. Und die Wahrheit kennt keinen Wortwechsel.
Derweil, du – du als ein wanderndes Menschliches Wesen – möchtest unsere Verbundenheit, zur selben Zeit, währenddessen du davonziehen möchtest. Du möchtest, dass Ich in dir existiere, und das tue Ich unwiderruflich – und du kannst ohne Mich nicht davonziehen – alldas ist so. Und bis zu einem gewissen Grade liebst du das.
Zudem, du möchtest Ich sein. Du würdest es mögen, Ich zu sein, obschon du nicht wirklich weißt, was das bedeutet. Du würdest gerne in der Welt das Sagen haben, doch weißt du, du bist nicht weise genug, die Zügel in die Hand zu nehmen, auch dann, wenn du es könntest. Du, so wie es dir scheint, dass du in der Welt zugegen bist, vermagst Meinen Mantel nicht überzuziehen.
Was geht demnach ab? Wieviele von Mir sind da, sofern es nur Einen gibt? Und wo bist du?
Hier die Sache: es ist du, der nicht wirklich existiert. Deine Individualität ist das Trugbild. Es gibt kein du. Du bist der weit-verstreute Gedanke, nicht Ich.
Dennoch, du kannst gegenüber der Welt nicht verkünden, du seist Gott – was für eine Großspurigkeit? Wer würde das glauben? Du glaubst es nicht. Und du, dieses einzelne, selbst-verkündete Selbst, vermagst nicht die Sonne zum Scheinen zu bringen, und so weiter.
Lass sogar deinen Halt an Mir los. Ich, das Einssein, rede, als ob Ich Ein Anderer bin. Doch würdest du Mich zur Ruhe bringen? Würdest du Mich zum Schweigen bringen? Würdest du Mich dazu bringen, allein auf deine individuierten Gedanken zu horchen? Oder würdest du auf deine Ganzheit horchen, die das ist, was du hörst, sobald Ich rede?
Lasst es Unser Spiel sein. Lasst Uns Unsere Rollen spielen. Ja, es ist alles Ich auf jedwede Art, und, solltest du es erfassen können, es ist alles du desgleichen. Derweil indessen führen Wir ein Gespräch. Wir überschlagen mit Unseren Gedanken.
Es wird die Zeit kommen, wann du Unseres Einsseins voll gewahr bist, und durchaus auch dann werden Wir miteinander spielen.

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HEAVEN #497 – 3.3.2002 – Life Is a Soup
DAS LEBEN IST EINE SUPPE

Die Welt enttäuscht dich. Früher oder später lässt sie dich im Stich. Du weißt, da ist mehr, und du möchtest es haben, und du bist enttäuscht worden, da all die Güte, die du verdienst und für die du gearbeitet hast, nicht ausreichend oder gar nicht zu dir zurückgekommen ist, ganz zu schweigen von zehnfältig zurückgekommen. Und du machst Mir deswegen Vorwürfe, oder du stellst Mich in Frage, oder du ballst deine Faust vor Mir, oder du denunzierst Mich.
Das, wovon du dachtest, du habest es, war vielleicht nicht wirklich da, als du anfingst wahrzunehmen, dass es verschwunden war.
Die Freundschaften, der Teamgeist, die Kameradschaft dauern nur so und so lange, und dann, wie in der Highschool, machst du den Abschluss, und, was einmal war, ist nicht mehr weiter, mit Ausnahme eines sehnsüchtigen vorüberziehenden Gedankens an die Vergangenheit.
Du sehnst dich danach, diese vorübergehende Parade des Lebens bei dir zu halten, wenigstens eine Weile länger, wenigstens so lange, bis du bereit bist, auf das zu verzichten, was du deiner Auffassung nach eine Zeitlang hattest.
Vielleicht hast du sogar das Gefühl, dass diejenigen die Glücklichen sind, die das nicht hatten, was du zu haben hofftest, was du zu haben dachtest, denn sie gingen dessen nicht verlustig. Sie schritten von einem Empfinden des Mangels zu einem Empfinden des Mangels voran, und ihre Hoffnungen wurden nicht niedergeschlagen, da sie nicht mit Hoffen befasst waren. Jeder Lichtstrahl, dem sie des Weges begegneten, befriedigte sie, weil er mehr war, als sie erwarteten. Sie scheinen nicht wie du mit dem Leben unzufrieden zu sein. Das Tagaus, Tagein der Routine scheint sie nicht aufzuregen, wie das bei dir der Fall ist.
Du hast etwas vom Leben erwartet, was es dir nicht gab, und nun taumelst du.
Betrachte Folgendes: Wenn du nicht taumeln würdest, würdest du dann deinen Weg finden?
Sei versichert, für dich gibt es einen Weg. Für dich gibt es einen anderen Weg. Du schaust dich um, welcher Weg zu gehen ist. Du suchst deinen Zweck. Das genau ist der Punkt. Deine Unzufriedenheit übermittelt dir, dass es mehr für dich gibt, und es ruft dich herbei. Umso mehr wartet auf dich.
Glück, wie es in der Welt aufgewiesen ist, ist etwas Flüchtiges. Du hast gesucht und gesucht und bist wiederum auf etwas aus, was dich nicht nachhalten kann. Du hängst vom Unverlässlichen ab. Glücklichsein ist dein, doch mag es nicht dort aufzufinden gewesen sein, wo du es fandst, wo du meintest, es gefunden zu haben.
Du befindest dich nicht in aufgewühlten Gewässern. Du weilst in stillen Gewässern, aber du beflaggst deine Arme und du kickst mit den Füßen und rührst die Gewässer auf. Alles ist ruhig. Gleite eine Weile, und sei nicht bestürzt.
Kriege keinen Anfall bei Mir, weil du das Leben nicht unter Kontrolle hast.
Das, was du wolltest, was du dachtest, du wollest es, ist nicht über dich gekommen. Sieh das als Glück an, denn jetzt wirst du für die Segnungen, die noch kommen sollen, wach sein.
Wenn du einen Zug verpasst, vielleicht gibt es einen anderen, der dich schneller dorthin bringt, wohin du wolltest. Vielleicht hätte dich der erste Zug zum Entgleisen gebracht.
Sieh es so, vielleicht ist es ein Segen, dass etwas an dir vorbeizieht.
Es gibt sie viele Biegungen in der Straße. Du kannst sie dir wohl nicht ausdenken. Das bekommen, was du möchtest, ist nicht immer eine Belohnung.
Nimm Enttäuschung als ein gutes Zeichen. Lasse Enttäuschung nicht zu Bitterkeit auswachsen. Dein Leben ist jetzt im Augenblick angenehm. Gestehe das ein. Gestehe ein, dass es das ist. Wirf die Güte deines Lebens nicht weg, weil das, was du wolltest, nicht auf dich kam. Du hingst von etwas ab, auf das du dich nicht verlassen konntest. Mache weder dir noch Mir deswegen Vorwürfe.
Das Leben stupst dich entlang, so gut es das kann.
Du kochst eine Suppe. Wenn dir eine Zutat fehlt, mit der du gerechnet hast, kannst du immer noch eine Suppe kochen. Die Suppe hängt nicht von einer fehlenden Zutat ab. Vielleicht wirst du eine bessere Suppe machen als die, die du dir vorgenommen hast. Du wirst nie wissen, was aus der Suppe wird, bevor sie nicht zuendegekocht und eine Weile abgekühlt ist.
Und du bist nicht zuende. Dein Leben ist nicht zuende. Es gibt kein aus der Leitung Rausfliegen. Dein Leben kocht immer noch. Rühre es ein bisschen, und koste es.

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HEAVEN #498 – 4.3.2002 – What Gets to You?
WAS KOMMT BEI DIR AN?

Möchtest du für deinen eigenen Ärger die Verantwortung übernehmen? Wenn du Ärger spürst, so ist es dein Ärger, oder nicht? Jemand oder etwas entfachte ihn, aber er gehört dir. Er erhebt sich aus dir selbst heraus, nicht aus einem auswärtigen Zulieferer.
Gäbe es kein Ego, gäbe es dann eine Nachfrage, anzugreifen oder angegriffen zu werden? Gäbe es keinen Egoismus, würde dann ein Ärger wüten? Ärgerlich sein und frei heraus reden sind nicht das gleiche. Wenn dich jemand beleidigt hat, hast du nicht deine Rechte außer Kraft zu setzen. Du hast nicht die angebliche Kränkung zu lieben. Du kannst dich ihrer annehmen, oder vielleicht kannst du das probieren und vielleicht darin nicht reüssieren, oder vielleicht gehst du davon weg, und behältst den Dorn in deiner Seite.
Doch das Ärgerlichsein oder Nicht-Ärgerlichsein liegt innerhalb deines Bereiches. Ärger gewinnt oft, ob unverhohlen oder auf dem Kopf stehend. Ärger schlägt womöglich aus, aber er glimmt auch, und in dir ist es, wo er brennt. Dampf steigt auf. Was ist inwendig in dir, dass du Ärger nötig hast, um es heraus zu bekommen?
Sofern Ärger derart unbehaglich ist, wieso musst du ihn haben?
Wenn dich jemand vor den Kopf gestoßen hat, ist das nicht genug? Musst du dich selbst ebenfalls mit Ärger kasteien?
Ärger ist kein Teil von dir. Er bricht aus dir hervor. Wie kommt es, dass du so gut darin bist, ärgerlich zu sein? Nur ein bisschen eines Verstoßes bringt dein Blut zum Kochen. Wie kommt es, dass der Ärger derart ohne Anstrengung hochkommt, unterdessen du Liebe herauszuzerren und herauszuziehen und herauszustemmen hast? Liebe ist die größte Energie in der Welt, und dennoch hast du dem Ärger stattgegeben, die Liebe derart leicht zu besiegen. Wieso ist Ärger flüssiger als Liebe?
Vielleicht bist du für Ärger parat, bist auf ihn vorbereitet, und gar nicht so eilig dabei, die Gegenwart der Liebe zu bejahen. Du bist zügig darin, Beleidigung zu orten, und langsam darin, Liebe zu sehen. Du hältst nach Verstößen Ausschau. Deine Fäuste sind im Anschlag. An die Liebe indes glaubst du nicht so bereitwillig, und dein Herz ist widerwillig, sie einzulassen und auszugeben. Ein verschlossenes Herz kann nicht nur in einer Richtung verschlossen werden.
Wenn Ich davon spreche, nach Liebe zu sehen, meine Ich nicht, wachsam auf Liebe, die auf dich zukommt, oder auf dein Bedürfnis einer Demonstration von ihr zu sein. Ich meine, ebenso rasch darin zu sein, Liebe ausfindig zu machen, wie du das bei den Verstößen tust. Die Liebe, die du siehst, hat nicht in deine Richtung zu kommen. Du kannst sie sehen, wo immer sie sich befindet, nach hierhin oder dorthin. Halte dein Auge auf der Liebe, und du wirst nicht so schnell sein, auf Vergehen zu hören, ganz zu schweigen davon, sie übel zu nehmen.
Du spürst Ärger, wenn du fühlst, du seist missachtet worden. Und worin besteht diese Beachtung, die du scheinbar so sehr benötigst? Was bedeutet es im Grunde genommen, wie viel dich jemand berücksichtigt? Wie viel musst du bedacht werden? Muss dir jemand immerzu eine Tür offenhalten oder sich in einer bestimmten Weise aufführen, die dir gebührt?
Kommen Menschen bei dir vorbei, um sich dir anzupassen? Besteht darin ihr Zweck? Wieso müssen sie dir gelegen kommen? Wahr ist, sofern die Menschen bei dir vorbeikämen und bemüht wären, sich dir anzupassen, wäre dir das auch nicht recht, du bekämest es leid; wie die Menschen dir also liegen oder nicht liegen, ist nicht derart wichtig, wie du dir das gedacht hattest.
Im Großen und Ganzen, was haben Respekt und Nichtachtung mit dir zu tun? Respekt und Nichtachtung sind kleine Dinge, und kleine Dinge haben dich nicht aufzuplustern.
Sei respektvoll gegenüber den Bedürfnissen Anderer, und dein Ärger wird verschwinden. Du hast größere Dinge zu tun, als verärgert zu sein. Destilliere Ärger. Fache ihn nicht an. Ärger ist nicht dein Recht. Er ist dein Irrtum. Du kannst ohne Ärger auskommen. Du kannst ohne Ärger besser auskommen. Du kannst es besser als der Ärger.
Probiere stattdessen den Sinn für Humor.

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HEAVEN #499 – 5.3.2002 – Like Golden Leaves

WIE GOLDENE BLÄTTER

All die Sorge, die du um Andere hast, ist, deine Aufmerksamkeit von deinen Ängsten um dich selbst fernzuhalten. Ziehe dich aus der Sorge um Andere heraus. Es ist ebenfalls nicht so, dass du dich um dich zu sorgen hast, indes kannst du viel mehr deine Aufmerksamkeit konzentrieren, als sie ablenken. Du wirst wohl zugestehen, dass du dich in viele Richtungen auf dem Weg befindest, oder siehst du das nicht?
Du tadelst den schnellen Gang der modernen Welt. Aber die Welt tut das gleiche wie du. Sie umgeht. Sie taucht rundum in die Oberfläche ein, sodass sie vermeiden kann, tiefer nach innen zu schauen, aus Angst, was sie dort auffinden könnte. Die Aufmerksamkeit der Welt drängelt. Sie hüpft von einem Ereignis zum anderen, von einer Geographie zur anderen, zu allem, bloß nicht, um sich beizulegen.
Du versuchst, Prioritäten festzulegen und sortierst die Kategorien deines Lebens, doch dann verausgabst du dein Leben im Sortieren. Vielleicht ist das Leben nicht sortierbar. Sobald du das Leben mal zu einer Stelle hin verbracht hast, bewegt es sich, und mit dem Organisieren deines unbefleckten Lebens bist du nie ganz durch.
Versuche fortan, dein Leben zu entsortieren. Wirf es hoch in die Luft und fange auf, was runterkommt. Sei dem Leben neu. Beobachte sein Wunder. Schau, dass du nicht durch all die hereinkommenden und hinausgehenden Angelegenheiten deines Lebens beschränkt bist. Du gehörst überallhin, und es gibt kein irgendwo, wohin du nicht gehen kannst.
Du hast Vorstellungsgabe, infolgedessen möchtest du sie benutzen. Vorstellung gilt es nicht, zugunsten des täglichen Trübsinns und der einzelnen Dinge beiseite zu drängen.
Wichtig ist dein herzhafter Ernst gegenüber dem Leben. Ermutige dich selbst. Skate soviel wie du willst auf der Oberfläche des Lebens, denn wenigstens etwas davon hast du zu tun, doch presche voran. Du musst nicht den genauen Landeplatz kennen. Du hast nicht zu landen. Du bist auf Reise. Sei mehr als ein Wanderfreund im Leben, sei mehr als einer, der sich den Berg hochschleppt, sei ein Adler, der fliegt. Sei begierig zu fliegen, während deine Füße Schritt um Schritt gehen.
Etwas Wundervolles wird heute geschehen, und es ist deine Aufgabe, es willkommen zu heißen. Sei bereit für etwas Wundervolles, denn es ist für dich parat. Etwas Wundervolles ergreift die Gelegenheit, Teil deines Lebens zu sein. Dieses Etwas an Wundervollem mag in anderen Kleidern daherkommen, als du erwarten würdest, sei allerdings nicht entwaffnet. Große Geschenke kommen heute auf dich zu. Halte deine Augen offen. Sei gespannt angesichts der Wunder, die auf dich zu rasen. In Wahrheit sind sie die deinen. Sie werden an deinen Füßen landen, und du wirst voller Freude hochschauen.
Eine Botschaft der Liebe ist heute zu dir auf dem Weg. Es ist eine große Botschaft. Sie ist vom Himmel gefallen. Während sie fällt, zerbricht sie in Teile, und du hast bloß einen einzelnen Teil davon aufzulesen, um heute die gesamte Botschaft der Liebe vom Himmel innezuhaben.
Jede Botschaft, die du aufhebst, ist für dich. Sie ist dein. Doch bist du auch frei, sie Anderen zu übermitteln. Dein Fortgeben nimmt nichts von dir fort. Auf diese Weise machst du sie in Wahrheit zu der deinen.
Du kennst noch nicht richtig den Wert dessen, was du hast, bevor du es nicht miteinander teilst. Wenn du es teilst, siehst du es.
Ganz bestimmt ist dieser Heavenletter eine der Botschaften, die Ich dir heute gesandt habe, aber nicht die einzige. Für die Liebesbotschaften, die Ich dir sende, gibt es kein Ende, und alles was du zu tun hast, ist, sie zur Hand zu nehmen und Andere wissen zu lassen, was du gefunden hast, sodass sie sich ebenfalls der Schatzjagd anschließen mögen.
Du bist ein Schatzjäger, und du bist einer, der Schätze in abgelegenen Orten zurücklässt, damit sie Andere finden. Du bist derart reich, dass alles, was du tun kannst, darin liegt, etliche Schätze auf dem Weg zu verstreuen, sodass sie Andere finden können.
Meine Liebe fällt wie goldene Blätter vom Himmel, und du lässt Meine goldenen Blätter überall zurück, wie Blätter eines Buches, die dem Wind überlassen sind, sie fortzutragen, und die von jemand, ja, eben vom richtigen, gefunden werden; und jener wird sehen, was heute Meine Botschaft für ihn ist. Ich winke heute mit Meinem Zauberstab für die Segnung der Welt, und du bist Mein Zauberstab, mit dem Ich winke.

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HEAVEN #500 – 6.3.2002 – Golden Light

GOLDENES LICHT

Deine Augen sind wie Sternenlicht. Wo immer auch dein Augenlicht niedergeht, du versprühst es. Du hinterlässt eine Spur von dir selbst. Dein Blick ist mehr als eine an der Oberfläche stattfindende körperliche Bewegung, die keinen Nachweis hinterlässt. Dein Blick ist Licht, welches darüber gestreut wird, was er ansieht. Möge deine Aufmerksamkeit, wie sie sich im Licht deiner Augen offenlegt, eine Segnung sein auf allem, was sie berührt.
Schaue heute auf alles, was du siehst, als wäre es das erste Mal. Nimm deine Augen als die letzten Pinselstriche bei einem Gemälde. Deine Augen malen eine letzte Wäsche auf demjenigen, was der Zuseher vor dir gesehen hat. Deine Augen reinigen es. Deine Augen läutern es. Deine Augen setzen ein Licht auf das, was der Künstler angefertigt hat.
Ich bin der Künstler des Universums. Scheine Licht auf Meine Schöpfung. Mach‘ dir nichts draus, was sonst jemand tut. Du bist der Scheiner Meines Lichts.
Deine Augen hinterlassen einen Farbton. Deine Augen übermalen, was bereits durch Andere gemalt worden ist. Triff bei der Farbe, die deine Augen über der Leinwand des Universums anzeigen, eine gute Wahl. Erhelle sie, erleuchte sie. Wische mit einem einzigen lichterfüllten Blick von dir Schwächen fort.
Das Entlangstreichen deines Auges, einerlei wie rasch oder wie beiläufig es ist, ist nicht unsichtbar. Du möchtet vielleicht eine Bespannung derart leicht belassen, dass sie unsichtbar scheint. Eine solche Durchsichtigkeit ist Licht. Sie ist Glühen. Glühen ist nicht unsichtbar.
Eure Augen werfen etwas über das Universum. Eure Augen lassen etwas zurück.
Was immer ihr anschaut, fiebert, euren Blick auf jenem liegen zu haben. Das schließt die Rosen und den Schnee ebenso ein wie all die zarten Wesen, die unter die Macht eures Augenlichts fallen.
Schaut recht, denn das Licht von euren Augen ist bedeutsam. Euer Augenlicht ist der Welt von Bedeutung. Wie ihr seht, ist von großem Belang. Wie ihr seht, zählt mehr, als wie ihr redet. Seid euch gegenwärtig, wie eure Augen auf das Universum weisen. Eure Sicht malt eine Wäsche über das Universum. Eure Augen überspülen das Universum, und ihr gestaltet seine Erscheinung um, oder ihr lasst es gleich. Bringt seine wahren Farben an die Oberfläche.
Wir reden über Augen der Liebe. Gibt es irgendeinen Grund, weswegen ihr nicht alles, was Ich vor euch hin gestellt habe, mit dem Augenlicht der Liebe betrachtet? Könnt ihr eure Hände nicht mit Augen der Liebe anschauen? Könnt ihr nicht die Wände, die euch umgeben, mit Augen der Liebe ansehen? Könnt ihr nicht mit Augen der Liebe in den Spiegel schauen, für dasjenige, was Ich als euch gemacht habe? Könnt ihr nicht alles, was in euer Gewahrsein fällt, mit einem Pinselstrich der Liebe, die Ich euch übermittelt habe, segnen?
Du bist nicht arglistig, in Meinem Bilde zu sein. Du BIST in Meinem Bilde. Und was tue Ich anderes als das Universum zu erhellen? Worum sonst bitte Ich dich, als dass du, das Menschenseinswesen, gemacht in Meinem Bilde, das gleiche tust?
Wenn du Minderes als Liebe verströmst, so ist das dann der Fall, wenn du arglistig bist, und das ist ein Schwindel, den du über dich am Leben hältst.
Du bist zur Liebe und zu nichts sonst gemacht. Alles Sonstige ist dich und deine Gaben hintergehen. Du bist mit Liebe beschenkt. Du bist nicht mit Angst oder Widerwärtigkeit begabt. Sie statten dir womöglich einen Besuch ab, aber sie sind nicht du, und es steht dir nicht an, sie zu verteilen. Du bist, so wie Ich dich gemacht habe. Ich machte dich zu einem unerhörten Geschenk auf der Erde. Zögere nicht. Zögere nicht, heute ein Überbringer Meiner Liebe zu sein. Lass den Blick aus deinen Augen den Blick aus den Meinigen sein. Tue heute auf der Erde Meinen Willen. Male alles, was du siehst, golden, denn du bist ein goldenes Licht, das über all das andere goldene Licht von mir, das scheint, scheint.

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HEAVEN #501 – 7.3.2002 – To What Does Your Awareness Turn?
WEM KEHRT SICH DEIN GEWAHRSEIN ZU?

Der Himmel ist keine Erholungspause von weltlichem Kummer. Der Himmel ist das Hauptsächliche. Weltliches Kümmern ist ein kleineres Zwischenspiel, ihr habt es aber zum Hauptereignis erhoben. Dreht eure Sicht einen einzigen geringfügigen Grad höher, und ihr werdet sehen, was Ich meine.
Seht die Welt wie fallenden Schnee an. Schnee fällt zum Boden, und eine Zeitlang ist er der Hauptgesprächsgegenstand und er findet am meisten Beachtung. Und dann schmilzt er. Und es ist so, als hätte es ihn nie gegeben.
Und der Boden wird ebenfalls schmelzen. Und all das, was auf dem Boden ist, wird schmelzen. Es wird vergehen, nur der Himmel wird bleiben, und auch du wirst bleiben. Alles außer du und Ich wird entschwinden. Himmel ist bloß ein Name für das Einssein von dir und Mir, und Wir werden nie verschwinden. Probiere es, wie du es kannst, du wirst dich nicht verflüchtigen, denn du existierst in Meinen Augen.
Das, was nicht physisch ist, kann nicht verschwinden. Sofern etwas nicht physisch gesehen wird, wie kann es dann verschwinden? Das Unphysische existierte schlichtweg nie physisch, und infolgedessen wurde es in der physischen Dimension nie physisch gesehen. Alleine dasjenige, was physisch gesehen wird, kann aus deinem Blick entschwinden. Unsterblichkeit ist nicht aus dem Physischen gefertigt. Unsterblichkeit existiert außerhalb dieses Rahmens der Illusion von Zeit und Raum.
Wiewohl, um das ungesehene Übersprudeln von dir kann indessen gewusst werden. Und du weißt um es. Du weißt genau, was Ich meine.
Manchmal bist du wie eine aufknospende Iris, die durch den gefrorenen Boden herauszubrechen versucht. Der Boden ist nur eine Weile gefroren. Er weicht auf, und dann blüht die Knospe hervor, und eine Blume steht in ihrem vollen Überschwang da. Noch bevor sie in ihre Vollheit hinein erblühte, erreichten sie die Strahlen der Sonne, so, als würde sie sich zur Sonne hin strecken. Bevor der Blick der Sonne auf die aufknospende Iris in allem Licht gesehen wird, ist die Iris gleichwohl eine Iris. Im unaufgeblühten Zustand ist sie nach wie vor in ihrer Pracht da. Die ganze Zeit über, vor und nach der Blüte, ist sie eine Iris. Sie hatte sich bloß zu enthüllen. Die unaufgeblühte Iris ist nichtsdestotrotz eine Iris, bloß heruntergebeugt und in sich selbst aufgerollt. Alles von ihrer Iris-heit ist unversehrt. Es gab nie einen Augenblick, als sie das nicht war.
Du bist eine Saat-Kreatur, durch Mich geschaffen. Ich erschuf dich nicht zeitweilig. Ich weiß nichts von Zeitweiligem. Ich weiß um Ewigkeit. Ich erschaffe nichts Verworfenes. Ich erschaffe nichts Wegwerfbares. Du bist unbestreitbar Mein, und deswegen bist du immerzu Mein. Für Meine Liebe zu dir gibt es kein Ende.
Eine Iris hat nicht in deiner Hand zu existieren, damit du ihre Schönheit und Anmut kennenlernst. Noch auch hast du dir ein Bild von ihr anzusehen, um sie zu dir her zu rufen. Du kennst die Essenz der Iris, und du kannst sie dir zu jeder Zeit, wann deine Aufmerksamkeit dort hin geht, in Erinnerung rufen. Eben jetzt hat dein Bewusstsein zur Iris-heit rübergeschwenkt. Die Essenz der Iris ist für dich zu jedem Zeitpunkt, wo du sie erstrebst, immerzu da.
Auf die gleiche Weise kannst du dich auch deiner Göttlichkeit entsinnen. Eben so wie du die Essenz der Iris ins Gedächtnis rufst, kannst du die Essenz Deines Schöpfers und Meines ansässigen Seiens, das inwendig in dir in aller Gänze wiederersteht, ins Gedächtnis rufen.
Und demnach erschaffst du fortwährend die Welt um dich herum mittels deiner Wiedererkenntnis von ihr, mittels deiner Gedanken von ihr, indem du dich auf deine nachhallende Rückbesinnung auf sie einstimmst. Du setzt sie zusammen. Du erschaffst sie in deinem Gewahrsein.
Werde deiner Resonanz mit Mir inne, und du wirst mehr mit Mir mitschwingen. Unsere Resonanz ist ein unsterbliches Vorgegebenes. Deine Beachtung bringt Mich zu deinem Gewahrsein hoch. Ich bin immerzu da. Alleine dein Gewahrsein ist nicht immerzu da. Kehre dein Gewahrsein um, denn Ich bin hier, warte auf dich, bereit dafür, durch deine neuerliche Besinnung an Mich zusammengetan zu werden. Was oder wem kehrt sich dein Gewahrsein zu?

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HEAVEN #502 – 8.3.2002 – Decisions
ENTSCHEIDUNGEN

Entscheidungen. Du meinst, Entscheidungen seien ein großes Unterfangen, aber Entscheidungen sind bloß Wahlen, die du triffst. Sogar Lebens- und Todesentscheidungen sind nicht Leben und Tod. Entscheidungen hängen in der Luft, und du ziehst eine davon herunter. Du kannst nie all die Gewundenheiten kennen. Du kannst weder dem Lauf der Entscheidung bis zu ihrem Ursprung folgen, noch kannst du ihr zu ihrer äußersten Schlussausführung nachgehen. Du brauchst nicht so viel in Entscheidungen zu investieren.
Deine Entscheidungen sind kleine Sachen. Sie sind nicht so groß, wie du sie machst. Dein gesamtes Leben ist nicht durch die eine oder andere Entscheidung, die du triffst, in Balance gehalten, ob es sich nun um eine sogenannte richtige oder um eine sog. falsche handelt.
Fällst du überhaupt Entscheidungen, oder sind sie vorhergegangene Schlussausführungen? Wird etwas entschieden und merkst du dann, dass es bereits entschieden ist und bezeichnest es als deine Entscheidung? Vielleicht war deine Entscheidung, das zur Kenntnis zu nehmen, was bereits gekauft und bezahlt worden war.
Wählst du den Menschen, den du heiratest, wirklich? Ist das tatsächlich eine bewusste Entscheidung, oder gehen da allerhand Unterirdische Dinge vor sich? Hattest du gewählt, oder wurdest du gewählt?
Du kannst nicht alle Gründe aller Entscheidungen, die du fällst, kennen. Und dennoch sind sie keine Münzwürfe.
Du kannst dich bei Entscheidungen entspannen. Sie waren dein ganzes Leben hindurch Krisen. Bei einigen bist du vorsichtig, bei anderen überstürzt, und du weißt nicht welche welche sind und was was ist. Welche Wendung du auf der Straße nimmst, erbringt in der Welt jedweden Unterschied, und dennoch macht es überhaupt nichts.
Entscheidungen sind folgenreich, sobald du meinst, du seist in einen Wettbewerb eingetreten. Das Leben ist kein Wettbewerb. Es ist das Ausspielen eines Spiels.
Du bist wie eine Raupe, die sich einen weiteren Zentimeter voranbewegt. Auf die lange Strecke gesehen ist es nicht so sehr von Belang, auf welchem Zentimeter du dich voranbewegst.
Manchmal scheint dein Leben wie Farbflecken zu sein. Sie sind irgendwo hin gespritzt. Wie zufällig sie scheinen!
Du bist eine Stickerei, an der du arbeitest. Du fragst dich manchmal, ob du einen der Fäden, die du eingearbeitet hast, herausziehen, zu einem früheren Ort zurückgehen und die Nadel anders führen kannst – was würde sich daraus ergeben? Welches Bild würdest du mit einer anderen Drehung des Fadens geschaffen haben? Welche Löcher hätten sich ergeben? Und welche neue Zeichen hättest du angefertigt?
Aber, entsinne dich, es bringt dich nicht voran, den Fäden der Vergangenheit nachzugehen.
Bedaure keine Entscheidungen. Du fälltest sie in gutem Glauben. Bearbeite deine Entscheidungen nicht. Sie sind in Wirklichkeit keine Absprungpunkte. Sie sind kleinere Wendungen in der Straße. Du webst dein Leben und begibst dich auf dein Leben, gleich, welche Bescheide du ausgibst, oder meinst, sie auszugeben oder nicht auszugeben!
Welche Entscheidung steht dir soeben gegenüber? Oder stehst du ihr gegenüber? Wie viel wiegt sie?
Erinnere dich daran, du bist nicht der Handhaber des Lebens und des Todes. Ich bin das. Du segelst im Leben auf einem Schiff, das Ich machte, und du segelst es auf Wellen. Die Wellen machen dir den Platz streitig, und etliche umschiffst du. Denke nicht so sehr an die Rückwirkungen der Ruder, die du ruderst. Du kannst bloß rudern. Deine Entscheidungen sind blind gefällt, gleich, wie viel Forschung und Seelensuche du betreibst.
Die schwersten Entscheidungen, die du zu treffen hast, sind jene zwischen Herz und Verstand, insbesondere während du aus zwei Verstanden und aus zwei Herzen bestehst. Demnach also, wie folgst du deinem Herzen?
Überantworte dein Herz Mir, und Ich werde dir helfen.

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HEAVEN #503 – 9.3.2008 – Where You Stand
WO DU STEHST

Was meint das – dein Herz Mir geben?
Hingabe ist nicht dein Herz unterm Tisch rüberschieben. Das ist nichts, was du erschlichenermaßen tust. Genauso wenig tust du es unter Fanfarenklang. Mir dein Herz geben ist dein Gewahrsein davon, wo es bereits ist, und, stattzugeben, dass es dort sei. Nimm dein Herz nicht von dem Meinen weg. Denke nicht, dein Herz gehöre dir und nur dir zu.
Fortgeben, aufgeben, ausgeben, nachgeben sind nicht Hingeben. Du gibst nichts auf, sobald du dich Mir ergibst. Hingabe ist Anerkenntnis der Wahrheit. Du bist nicht der Wahrheits-Schöpfer. Du bist der Wahrheits-Empfänger. Du bist der Rezeptor der Wahrheit, und Meine Wahrheit ist Liebe. Dein Herz Mir geben ist dir stattgeben, geliebt zu werden.
An der Stelle geht kein Tauziehen vonstatten. Du verlierst nichts, während du Mir dein Herz darbietest. Mir dein Herz geben ist keine Konzession, die du eingehst, ganz und gar nicht. Machst du Zugeständnisse, während du einen Schatz entgegen nimmst, der dir angeboten wird? Schließt du mit dir Kompromisse, während du Segnungen annimmst?
Wenn jemand deinen Namen ruft, und du wendest dich um, hast du dich dann verändert?
Ich rufe deinen Namen, und du hörst Mich – das ist Ergeben. Was hast du in diesem Falle beigepflichtet, außer der Liebe?
Durch Hingabe, da brichst du deine Abwehr nieder. Verteidigungen sind Barrieren. Sie sind Aufschieben. Sie sind Widerstand. Widerstand ist eine schleppende Barriere. Widerstand ist unbeholfen. Akzeptanz ist Gunst.
Denke eher an das Wort „Akzeptanz“ als an das Wort „Hingabe“. Und dennoch ist „Akzeptanz“ auch nicht ganz das richtige Wort. Akzeptanz scheint von einer Entscheidung des Geistes her zu stammen, eher ja- als nein-sagend, doch eine derartige Akzeptanz hat einen Rest an Zurückhaltung an sich.
Wie gönnt ihr euch, das zu akzeptieren, was bereits euer ist?
Wie esst ihr ein Brötchen, und wie sagt ihr, währenddessen oder hinterher, nachdem ihr es bereits gekaut und hinunter geschluckt habt: „Ich denke, ich möchte gerne dieses Brötchen essen“? Die Sache ist durch.
Denkst du also, du möchtest Meine Liebe akzeptieren? Was ist nicht akzeptieren? Würdest du herumreden?
Arroganz ist es, die mit Mir debattiert. Und Arroganz kommt von Ignoranz. Arroganz und Ignoranz – beides könnt ihr aufgeben. Davon habt ihr Vorteile. Von diesem Aufgeben her beginnt ihr.
Seid ihr mächtiger als Ich? Wisst ihr mehr als Ich? Fällt ihr bessere Entscheidungen? Zweifelt ihr Mich im Nachhinein an? Versucht ihr, Mich zu berichtigen? Interpretiert ihr Mich oder akzeptiert ihr Mich? Oder konkurriert ihr mit Mir?
Jeder selbst findet Mich. Niemand gibt euch Mich. Ich bin keine Erklärung. Ich bin kein Diskurs. Kolumbus entdeckte Amerika, aber dann hatte doch jeder herzukommen, um selbst zu sehen. Alle Abschilderungen in der Welt sind bloß Schilderungen. Ihr wollt Meine Gegenwart und nicht eine Geschichte über Mich.
Ich bin freilich nicht deine Entdeckung. Ich bin jedermanns Entdeckung. Ich gehöre niemandem. Ich gehöre jedermann. Du magst Mich entdecken, aber Ich bin nicht deine Entdeckung. Du wirst nicht wichtig, weil du zu Meiner ewigen Gegenwart erwachst. Dann wirst du bescheiden. Dann scheinst du in Meinem Licht so hell, dass du im Meinigen untergetaucht bist. Wo ist nun deine individuelle Flamme?
Mit Stolz ist die Welt befasst. Das Ego ist ein Trick der Welt. Das Ego ist eine Maske, die du dir aufgesetzt hast. Das Ego klopft dir auf den Rücken und lässt dich nicht so richtig zu Mir knien. Das Ego zermalmt dein Herz. Bringe dich vom Ego ab. Weder stellest du einen Menschen über Mich, noch dich selbst über Mich.

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HEAVEN #504 – 10.3.2002 – Let Your Opinions Be Doors That Open
LASSE DEINE MEINUNGEN TÜREN SEIN, DIE SICH ÖFFNEN

Du kannst sicher sein, dass du aus Meinem Ganzsein gemacht bist.
Worüber du dir nicht sicher sein kannst, ist, ob jede Meinung deinerseits von Mir kommt. Meinungen sind Meinungen. Gleich, wie versiert jemand auf einem Feld ist, seine Meinungen sind immer noch seine Meinungen. Sei nicht eigensinnig.
Lasse deine Meinungen Türen sein, die sich zu größeren Räumen hin öffnen.
Du bist nicht deine Meinungen. Du existierst mit oder ohne sie. Deine Meinungen sind nicht so wichtig, wie du denkst. Sie sind durchaus änderlich.
Meinungen sind zeitweilige Glaubensüberzeugungen. Und Glaubensüberzeugungen sind keine unerschütterlichen Dinge. Sie sind nicht permanent. Sie existieren nicht abseits von Gedanken in Zeit und Raum. Glaubensüberzeugungen sind Ideen, die von einem oder mehreren innegehalten werden. Ideen sind in Bewegung. Sie sind keine überschwänglichen Wesen.
Was du heute glaubst, muss nicht das sein, was du morgen glaubst.
Sieh deine Glaubensüberzeugungen wie eine Stimmabgabe. Heute wählst du diese Partei, und morgen eine andere. Sobald du einmal so und so gewählt hast, gehst du nicht davon aus, dass du so immer abstimmen wirst.
An Glaubensüberzeugungen gibt es nichts Vorauszusetzendes. Sie sind nicht bedeutsamer als jeder andere Gedanke. Sie haben mehr Dressing, das ist alles. Es mag sein, sie werden lauter ausgesprochen oder erscheinen in größerem Druck.
Ich, Gott, habe nichts mit deinen Glaubensvorstellungen zu tun. Glaube über Mich alles, was du möchtest, oder bezweifle Mich, so viel du möchtest. Ich bin kein Resultat deines Glaubens. Dein Glaube tangiert Mich nicht.
Wenn ein Raum hell erleuchtet ist, ist er hell erleuchtet. Wenn deine Augen geschlossen sind oder wenn du eine Augenbinde trägst, verursacht deine geblendete Wahrnehmung beim Lumen des Lichts keinen Deut Unterschied. Aber in deinem Leben ergibt das einen Unterschied. Du tapst im Dunkeln mehr herum als im Licht, und dennoch bist du im Licht.
Weswegen Licht vergeuden?
Glauben an Mich ist etwas anderes als Wissen um Mich. Wissen von Mir ist etwas anderes als Mich kennen, genauso wie über Mich hören etwas anderes ist als Mir begegnen.
Es gibt den Ausdruck Deinem Schöpfer Begegnen, und das ist ein angsterfüllter Gedanke, wie er in der Welt verbreitet wird. Dennoch lade Ich euch dazu ein, euch mit Mir zu treffen, die Gelegenheit des Heute wahrzunehmen, Mir zu begegnen. Alles, was ihr tun müsst, ist, einen Augenblick lang in Betracht nehmen, dass Ich euch bereits begegne. Haltet einen Augenblick ein und denkt Mich als eine Präsenz nahe bei euch, eine liebenswerte Präsenz rund um euch, und dann werdet ihr Mich spüren, wie Ich in euer Herz eintrete. Ihr werdet spüren, wie Ich euer Herz betrete, weil Ich auf diese Weise zu euch komme.
Macht euch keine Sorgen, ihr könnt von Mir nie zu viel bekommen. Werdet nicht sprunghaft. Habt nicht das Gefühl, dass ihr jetzt gleich aufzustehen und euch von Meiner Beachtung wegzuwenden habt. Ich komme zu euch in der Portion, die ihr zu akzeptieren in der Lage seid.
Wenn euch bei Meiner Gegenwart Freude oder Tränen überwältigen, das bin nicht Ich, Der euch überwältigt. Ihr überwältigt euch selbst mit einem kurzen flüchtigen Blick von Mir.
Allerdings, was nun, wenn ihr überwältigt seid? Besser, ihr seid bei Mir überwältigt, als dass ihr das bei all dem, was ihr zu tun habt, seid. Besser bei Mir überwältigt sein als beim Leben.
Du wirst dich wohl fragen, wie Wir von Meinungen über Glaubensüberzeugungen, über Wissen unterschiedlicher Art zu der aktuellen Erfahrung Meiner warmen Präsenz jetzt soeben in deinem Leben gelangt sind, jetzt, während Ich an deiner Seite sitze und Meine Arme um dich herum lege und dich nahe bei Mir halte und in dein Ohr flüstere: „Entsinne dich, Ich bin dein, und du bist Mein.“
Siehst du nunmehr, wie wenig Glaubensvorstellungen und erworbenes Wissen mit dir und Mir zu tun haben? Nichts macht Uns mehr, und nichts macht Uns weniger. Wir sind.

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HEAVEN #505 – 11.3.2002 – Great Gratitude
GROSSE DANKBARKEIT
Was ist Dankbarkeit anderes als ein beginnendes Gewahrsein von wer du bist?
Je mehr du vertraut bist mit wer du bist, desto leichter ist es, dankbar zu sein. Tatsächlich, Ich möchte sagen, dass Dankbarkeit wissen ist, wer du bist.
Sobald du das Gefühl hast, du hast es verdient, fühlst du dich im Überfluss, und kannst bereitwillig Danke sagen.
Sobald du das Gefühl hast, du habest es nicht verdient, ist es schwerer, angesichts der Segnungen, die deinen Weg kreuzen, froh zu sein oder sie gar zu sehen.
Dankbarkeit kommt von einem Empfinden der Überfülle, nicht vom Mangel.
Wenn du die Fülle kennst, die die deine ist, bist du über alle Maßen dankbar.
Dankbarkeit ist ein Überfließen deines Empfindens der Dankbarkeit. Dankbarkeit ist kein Willensakt. Sie ist keine Entscheidung. Sie ist kein gemurmelter Satz. Sie ist ein überfließendes Gewahrsein. Sie ist die Kenntnisnahme, dass deine Tasse überläuft.
Es ist schwer, dankbar zu sein, solange du nicht weißt, was für Geschenke die deinen sind. Sei mehr dankbar für die Befähigung, zu empfangen, als dafür, was du hast oder was dir gegeben worden ist.
Jedes Geschenk, das dir zukommt, kommt vom Universum. Welche Hand auch immer es dir anliefert, es kommt von Mir, und es wird dir zugeliefert. Du bist der Empfänger. Du hast zu glauben, dass du der beabsichtigte Empfänger bist. Sofern du meinst, du verdienest nicht, was dir gegeben wird, wirst du es wohl in die Hand nehmen, aber deinem Empfinden nach sei ein Fehler unterlaufen, und du habest Güter in Empfang genommen, die einem Anderen gehören, oder du seist ein Dieb voller Eile, dem nichts gehört.
Du bist ein verehrter Gast des Universums. Nichts weniger.
Würdest du dich nicht vor Freude kugeln, wenn du doch bloß wüsstest, dass das so ist?
Was ist Undankbarkeit anderes als Unwissenheit der Wahrheit?
Alles kommt zu dir, und sobald du das weißt, sobald du das wirklich weißt, macht dich das bescheiden und nicht an dich reißend. Irgendwie brauchst du es, wenn du weißt, es ist alles deins, nicht so sehr, wie du dachtest. Wenn dir alles zugeteilt ist, wie viel kann es dann geben? Wie viel mehr kannst du brauchen? Wenn du voll bist, wo ist Raum für mehr?
Und dennoch kommt noch mehr. Güte eilt zu deinen Füßen. Du beginnst zu erkennen, dass du gesegnet bist. Spüre Unsere heilige Verbundenheit und du wirst einen Tropfen der Wertschätzung zu spüren bekommen, die Ich für dich fühle.
Es ist schwer für einen hungernden Menschen, einem Anderen sein kleines gebunkertes Essen zu geben. Für ein Menschenwesen ist es schwer, Segen zu spenden, solange er seine Gesegnetheit nicht kennt.
Wenn du keinen Zugang zu einem blühenden Baum hast, wie kannst du dann Blüten verstreuen?
Und du bist der blühende Baum. Von dir her kommen alle Segnungen, denn du bist der Sitz des Universums. Ich habe dich auf die Erde gesetzt, damit du Meine Segnungen an alle austeilst.
Wisse, was du in deiner Hand hältst. Wisse, woraus du gemacht bist. Kenne das innerste Herz deines Seiens.
Kenne die Liebe, aus der du gemacht bist, und die ganze Welt wird deine Liebe kennen. Die ganze Welt wird sich in Freuden erheben. Sie werden wissen, dass Ich sie gesegnet habe. Das ist alles, was sie zu wissen brauchen. Sie brauchen nicht zu wissen, dass es dein Herz war, das die Segnung auslieferte.
Die große Sache, für die du dankbar sein kannst, ist, dass du mehr zu geben hast. Du bist der Geber Meiner Waren. Du händigst Mich kostenlos aus. Ich quelle in deinem Herzen. Du gerätst in Meiner Liebe in Verzückung. Du nahmst Meine Reichtümer entgegen, und nun bringst du sie überall aus. Du kannst nicht anders. Du bist ein Auslieferer der Wohltaten vom Himmel. Dass du viel zu geben hast, ist keine Bürde auf dir, sondern ein Segen, ein Segen von Mir, von Dem aller Segen ausgeht.

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HEAVEN # 506 – 12.3.2002 – A Choice You Made Long Ago
EINE WAHL, DIE DU VOR LANGER ZEIT GETROFFEN HAST

Ganz bestimmt bin Ich auch inmitten deiner persönlichen Konfusion. Deswegen, wo ist Konfusion? Sie ist bloß eine Einblendung. Sie ist nur eine Abdeckung für die Klarheit, die schlicht und unschuldig darunter liegt.
Sofern Klarheit die Wahrheit von dir ist, welche Rolle spielt dann das Zögern in deinem Leben? Wofür ist es? Du zögerst, weil du dich nach Gewissheit umschaust; was ja damit gleichbedeutend ist, dass du dich nach der Brille umschaust, die du bereits auf der Nase trägst. Du siehst sie nicht, aber sie ist da, und dennoch schaust du weiterhin nach ihr.
Gewissheit ist dein, doch sie bedeutet nicht, du wählst die Ausgänge deiner Wahlen. Du wirst dich immer ungewiss fühlen, wenn du Ursache und Wirkung eng miteinander verknüpfst. Das Ergebnis ist nicht immer in deiner Wahl inbegriffen. Und wenn das Ergebnis dein Fokus ist, wirst du eben das Ergebnis verhindern, das du begehrst, da du dich so eng daran festhältst.
Ergebnisse sind vielleicht Nebenprodukte deiner Wahlen, oder Ergebnisse sind vielleicht für deine Wahlen zufällig, aber Ergebnisse sind nicht deine Wahlen. Sie mögen deine bewussten Bestreben sein, indes ist es dir nicht angelegen, Ergebnisse zu kontrollieren. Wirst du das bejahen?
Es ist klar, dass du ein Leben zu leben hast. Du bist auf der Erde in einer irdischen Form präsent, und du musst in ihr deinen Weg nehmen. Das besagt, du bewegst dich in ihr fort. Das besagt, du hast den ganzen Tag Wahlen zu treffen. Wahlen freilich sind nicht so folgenreich, wie du denkst. Du hältst das Gewicht von Entscheidungen in einem Gleichgewicht, was indes gibt es da zu wiegen. Und erst recht ist da keine genaue Skala zu verzeichnen, um deine Wahlen abzuwiegen.
Sobald eine Wahl einmal getroffen ist, ist sie getroffen, und dennoch fährst du fort, deine Wahlen umzuarbeiten. Du überprüfst sie; du betrachtest sie aufs Neue. Du verfolgst sie rückwärts, und die ganze Zeit über lautet die Wahl nun, voranzugehen.
Dein Auge auf dem halten, wohin du gehst, ist nicht das gleiche wie ein Ergebnis herbeibefehlen oder einfordern. Einen Ausgang ordern ist, den kleinen Schritten entlang des Weges zu viel Aufmerksamkeit zu zollen. Solange du jeden Schritt als einen Meilenstein erachtest, wirst du von der Richtung abgelenkt sein, in die du gehst. Schritte sind klein. Ausrichtung ist das Zuvorderste.
Halte deine Aufmerksamkeit hoch, anderenfalls ist das Leben ein Labyrinth.
Halte deine Augen auf den Sternen und auf der Sonne, dem Mond und auf anderen kurzen Anblicken des Himmels. Dann wirst du nicht trödeln. Dein Schritt wird leichter. Du wirst deinen Weg leichter finden.
Erdverbunden sein sichert nicht dein Geschick. Deine Füße an der Erde festnageln hilft dir nicht, dich fortzubewegen. Sterne-bestaune, und du wirst dich ohne bewusste Intervention voranbewegen. Der Polarstern wird dich leiten. Wann hat das Licht der Sterne nicht geführt?
Jedoch hast du gedacht, dass du dein Leben unabhängig führst, aber es ist weitaus mehr als die Mannigfaltigkeit der Wahlmöglichkeiten, die du durch halbverschleierte Augen hindurch ausgeführt hast.
Du trafst Wahlen, bevor du zur Erde kamst. Du kamst nicht von der Erde. Du kamst zur Erde. Du kamst von irgendwo. Dieses Irgendwo ist es, wonach du suchst. Jenseits der Einzelheiten der weltlichen Wahlmöglichkeiten wurde eine größere Wahl gefällt, und du hast sie gefällt, und nun suchst du nach dem, was du zuvor und über die Dimensionen der Erde hinausgehend gewählt hast. Du bist größer als jedwede Dimension. Du bist mehr als drei Dimensionen. Du bist gar keine Dimension.
Brich aus den Grenzen aus, die du dir selbst gesetzt hast. Jene Grenzen werden als Konfusion bezeichnet, oder sie laufen unter dem Namen Zögerlichkeit oder Aufschieben.
Du bist mit dem Himmel verschmolzen. Darüber wurde vor langer Zeit befunden. Und gleichwohl wählst oder debattierst du das nach wie vor. Du bist bereits auf deinem Weg, und du fragst dich, welchen Weg du nehmen wirst. Womöglich siehst du den Himmel als eine Wahloption, wenn du so willst, Ich indes nenne ihn eine vor langer Zeit getroffene Entscheidung, und Ich gab deiner Entscheidung den Namen Wahrheit.

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HEAVEN #507 – 13.3.2002 – God No Matter What
GOTT, EINERLEI WAS

Nunmehr, während du Mich hast, was tust du mit Mir?
Hältst du Mich als ein Haustier, das dir überallhin folgt?
Bewahrst du Mich auf einem Regal auf und staubst Mich dann und wann ab?
Hältst du Mich zwischen den Seiten eines Buchs?
Legst du Mich in eine Schublade und ziehst du Mich zu besonderen Gelegenheiten heraus?
Winkst du mit Mir herum?
Stellst du Mich zur Schau?
Legst du Mich dar?
Redest du zu Mir?
Vermaledeist du Mich?
Schottest du Mich ab?
Bringst du Mich zur Welt?
Treibst du Nachforschungen nach Mir?
Liebst du Mich?
Ignorierst du Mich?
Fechtest du Mich an?
Weißt du es besser als Ich?
Suchst du nach Mir?
Beweist du Mich?
Machst du Mich rückgängig?
Dekorierst du Mich?
Gibst du Mir Medaillen?
Errichtest du Bauwerke für Mich?
Errichtest du Altäre für Mich?
Gibst du Mir Gaben?
Hältst du Mich in die Höhe?
Legst du Mich nieder?
Bist du darauf aus, Mich zu sehen, oder bist du darauf aus, Mich zu vermeiden?
Gibt es etwas, was Ich ausgelassen habe?
Es macht nichts, was du von dem Obigen durchläufst. Unbesehen was du sagst oder denkst oder tust, du denkst reichlich an Mich und du schätzt Mich aufs Höchste, entweder als einen Freund oder als einen Gegner, oder als einen Aufwiegler oder sich Verschreibender, als Einen, Der gut ist, oder als Einen, der überhaupt nicht gut ist. Ist es nicht übernatürlich, dass du über Mich zu Gericht sitzt? Ist es nicht frappierend, wie du Mich veranschlagst?
Wie du denkst, das wirkt auf dich ein. Das tangiert Mich nicht.
Jedoch, egal wie, du dienst Mir. Was immer du denkst, du dienst Mir. Du dienst höher als deine augenblicklichen Bedürfnisse oder Wünsche. Deine Vision ist größer als du sie öfters zulässt.
Du liegst der Liebe zu Füßen. Du unterstehst ihr. Einzig, du bist dir nicht sicher, was Liebe ist, woher sie kommt, oder wohin sie geht. Aber du weißt, du willst sie. Wahre Liebe.
Um es leichter zu machen, sage anstelle von Gott Liebe, und schau dann, wie sich deine Sicht von Mir wandelt. Nenne Mich Liebe, Wahre Liebe, nicht das Wort, das rund um die Welt hin und her gewechselt wird. Nenne Mich die Liebe, Die Du Suchst. Nenne Mich die Liebe, die die Erde und all jene, die sich scheinbar dort abschlossen, bedingte. Nenne Mich den Schöpfer der Liebe.
Nenne Mich den Impuls von Liebe, die Sich Selbst Manifestierte und die Ihren Weg mittels deiner forciert.
Nenne Mich einen Fluss der Liebe, den du versuchst einzudämmen oder innezuhaben, oder in dem du paddelst.
Nenne Mich Liebe, Die Keine Grenzen Kennt.
Nenne Mich dein Höheres Selbst.
Nenne Mich das Bekannte Unbekannte.
Nenne Mich das Unbekannte Bekannte.
Nenne Mich das Licht der Liebe.
Nenne Mich einen Liebhaber der Schöpfung.
Nenne Mich deinen Geliebten, so wie Ich dich den Meinen nenne.
Nenne Mich Alles.
Nenne Mich Nichts.
Nenne Mich die Totalität des Allen Was Da Ist.
Suche Mich auf.
Finde heraus, Wer Ich Bin.
Finde Meine Natur heraus.
Finde Meine Bewandtnis heraus.
Enthülle dich Mir. Du wartest auf die Enthüllung. Sei nun Mir eine Enthüllung.
Du kannst dem nicht entkommen, Mir zu dienen. Probiere es, wenn du möchtest, du kannst schier Mir dienen. Sobald du dich hinunter beugst und jemandem die Schuhe knüpfst, hast du das für Mich getan. All dein Lächeln ist für Mich. All dein dich Hervortun ist für Mich. Ich machte dich zu Meinem Glück. Ich nannte dich ebenfalls Liebe, und du kannst nicht mehr länger verhüllt sein.
Unsere Liebe wird über allem obwalten. Deine Liebe wird der Meinigen begegnen. Dein Ensemble der Liebe wird unumgehbar dem Meinigen begegnen. Du wirst Mir zufließen, so wie Ich das dir getan habe.
Gib drein. Gib die Schlacht auf. Niemand kann es verhindern. Ich kann es nicht verhindern. Du bist Mein, so wie Ich dein bin.

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HEAVEN #508 – 14.3.2002 – You Work for God
DU ARBEITEST FÜR GOTT

Sei bei allem, was du tust, dessen eingedenk, dass du für Mich handelst.
Wenn du ebenfalls die täglichen Routinehandlungen mit Mir in deinem Sinn verrichtest, erhebst du dich über sie. Es ist kein Geheimnis, dass du dich über dein sich wiederholendes tägliches Leben erheben möchtest, und Ich sage dir, wie du das machst.
Sieh Mich als den Leitstern, der dir folgt. Du folgst Mir, so wie die Brautjungfer, die die Schleppe der Braut hochhält, der Braut hinterher geht. Sie folgt ihr im Windschatten.
Ein Stück Stoff, ob Seide oder Baumwolle, um seiner selbst hochhalten, das wäre nicht Glück für dich, es aber für einen Zweck hochhalten, der größer ist als der Akt selbst, macht dies leicht, und aus dem Leichten entspringt Glück. Bestimmt wart ihr nicht der Auffassung, Glück entkomme Hemmnissen, oder?
Wann immer du ganz durcheinander bist, oder bevor du das bist, sei des Liebhabers eingedenk, der dich anschaut, der auf dich an der Seitenlinie (oder im Hauptstrom) wartet, entsinne dich Desjenigen, Der deine Bewegungen wertschätzt, Der deine Bereitwilligkeit würdigt, derart viel, oder mehr als dein gegenwärtiger Auftritt, für Ihn zu tun. Mein Auge liegt auf dir, und nicht so sehr auf der Ausgezeichnetheit deiner Leistung. Halte demnach unentwegt dein Auge auf Mir.
Behalte Mich im Sinn, und alle Arbeit geht schmiegsamer von der Hand, denn Ich bin deine Ressource, und du bist geschmeidiger, wenn du Mich in deinem Sinn behältst. Vieles wird hinter den Szenen erzielt, sobald du und Ich den Karren gemeinsam ziehen.
Deine Aufmerksamkeit auf Mir zieht dich nicht von dem zuhandenen Job weg. An Mich denken ist wie eine unsichtbare Crew herbeirufen, die alles für dich an Ort und Stelle bringt, so wie eine zauberische Elfe für eine Prinzessin, während jene schläft, Seide spinnt.
Ich bin ein Ruheort, aber Ich schlafe nicht. Ich erhebe Tag und Nacht. Natürlich, für Mich gibt es weder Tag noch Nacht. Alles was es für Mich gibt, ist Liebe, und jene ist Mein Medium. Meine Liebe bekommt deine Arbeit für dich getan. Sie richtet dein Augenmerk geradeaus. Meine Liebe gießt Licht auf dich. Deine Finger werden behende. Was gibt es, das du und Ich nicht miteinander erzielen können?
Lasse Mich das schwerere Gewicht ziehen. Für Mich gibt es überhaupt kein Gewicht. Ich kenne keine Bürde. Ich bin mit Liebe vertraut, wie auch mit Zwecksetzung. Und Ich weiß, dein Zweck ist es, Mir zu dienen. Ich bin nicht eitel, wenn Ich das sage. Bejahe deinen Dienst bei Mir wie eine Ritterschaft, die Ich dir verleihe, denn sie ist Mein Segen für dich.
Wie würdest du dich fühlen, sofern du der Auffassung wärst, du könntest Mir nicht dienen? Du würdest dich unbedeutend fühlen, und alles weitere in der Welt würde größer als du werden.
Und hast du nicht gedacht, es gebe nichts, was du für Mich tun könnest, demnach weißt du bereits, wie sich das anfühlt. Der Name für dieses Gefühl ist Einsamkeit. Der Name ist Zwecklosigkeit. Der Name ist Verschollensein.
Du findest deinen Weg mittels des Dienstes an Mir. Mache deinen Abwasch als ein Geschenk an Mich, und du wirst dich zweckerfüllt fühlen. Tue alles mit Mir in deinem Geist. Sieh, was für ein Eifer dir fortan zuwächst.
Sieh es so, Ich bin dein Arbeitgeber, der dich zur Erde gesandt hat, um Besorgungen zu machen. Wenn du für Mich Besorgungen machst, werden deine Füße wie Quecksilber. Sofern du vergessen solltest, Wessen Botschaften du absetzt, würden sich deine Füße dahinschleppen.
Natürlich, du erzielst wenig. Du rennst an einem kleinen eingeengten Ort im Kreis herum. Und von Zeit zu Zeit hebst du deinen Kopf hoch und wunderst dich, wieso du hier bist und was du an diesem fruchtlosen Ort tust.
Wundere dich nicht mehr. Du befindest dich nicht in einem eingeengten Ort. Du befindest dich in einem weiten Universum, und du bist für Mich hier. Was auch immer deine Aufgabe ist, sie ist für Mich. Halte das größere Bild im Gemüt, und das gesamte Universum wird dir zu Diensten stehen, denn es wird erkennen, dass du für Mich arbeitest, und dass es zugegen ist, um dir Meinethalber zu dienen.

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HEAVEN #509 – 15.3.2002 – God’s Words
GOTTES WORTE

Wenn Ich spreche, spreche Ich zu dir, und Ich spreche auch von dir. Ich sage, was du sagen würdest, sofern du schier wüsstest, es zu sagen. Sobald du Meine Worte liest und sie zu dir sprechen, dann wisse, dass sie die deinen sind und von dir ihren Ursprung haben könnten, hättest du bloß gewagt, der Kleinheit von dir zu entkommen, und hättest du die Worte bloß zur Kenntnis genommen. Wenn Meine Worte zu dir die Wahrheit sprechen und du sie hörst, dann wisse, dass es bereits die Wahrheit ist, die du hörst, sonst würdest du sie nicht hören.
Wahrheit existiert inwendig in dir, und du schaust darauf, dass sie mit Meinen Worten mithalten kann. Wir könnten sagen, deine Schwingung hebt sich zu der Meinigen empor. Diese Schwingung ist allerdings bereits in dir inbegriffen. Eine Schwingung kann sich nicht höher anheben als die Töne, die ihr bereits zueigen sind.
Wenn ihr euch ein großes Kunstwerk anschaut, dann rührt es etwas in euch an, was bereits inwendig in euch ist. Wäre es nicht bereits in euch, so wärt ihr nicht bewegt. Das Gemälde betritt euch, oder ihr betretet es. Es kommt euch näher, und ihr geht näher zu ihm hin. Eure Augen und euer Herz begegnen sozusagen den Augen und dem Herzen des Gemäldes und seines Künstlers.
Das gleiche bei großer Musik – sie erweckt die Musik, die bereits in euch ist. Sie schlägt eine Saite an. Die Saite ist nicht etwas außerhalb von euch. Ihr habt die großartige Musik nicht zu komponieren, wenn ihr sie und ihren ursprünglichen Komponisten zum Leben bringt, während ihr sie hört.
Genauso Meine Worte. Sie streichen die Saiten, die bereits in euch existieren. Sie erwecken euch wieder zu euch selbst. Und dennoch gibt es in euch Schichten, die noch nicht zum Klingen gebracht sind.
Es ist nicht so, dass ihr die Kunst und die Musik und Meine Worte wertzuschätzen habt. Wertschätzung ist keine Leistung sondern eine Anerkenntnis, was das gleiche ist wie Würdigung. In euch gibt es einen Schatz. Und die Zeit wird kommen, wann ihr all das aufweckt, was ihr bereits in eurem Herzen singt.
Wie könnt ihr etwas anerkennen, sofern ihr es nicht zuvor gekannt habt? Wie könnt ihr das anerkennen, was euch neu ist? Ihr anerkennt es, weil es euch nicht neu ist. Ihr habt es immer gekannt. Ihr ließt es vergessen sein, oder ihr zogt es vor, es nicht im Licht zu entblößen und dementsprechend habt ihr es tiefer eingegraben. Vielleicht habt ihr gedacht, ihr seid es nicht wert, oder ihr hattet Angst, jemand würde euch die Pracht wegnehmen, wenn ihr sie zum Anschauen herauslasst, oder ihr hattet Angst, die Welt würde euch ihren Wert absprechen oder sie trample auf ihr herum. Ihr könntet es vorgezogen haben, euch davon wegzudrehen, damit ebendies kein Anderer tun könnte.
Alles, was Ich euch sage – ihr habt es bereits gewusst. Unter den mit Korallenriffen umgebenen Barrieren in euch liegt alles Wissen der Schöpfung. Kunst und Musik und alles Schöne porträtieren bloß Schichten der schönen Kenntnis, die bereits euer ist. Schönheit rührt die erwidernde Schönheit inwendig in euch.
Ihr könntet Herrlichkeit nicht erkennen, sofern ihr nicht Herrlichkeit selbst wärt.
Was ist Intelligenz anderes als Anerkennung von sich selbst?
Was ist Liebe anderes als Liebe in Erwiderung?
Alles geht auf sich selbst ein. Es vermag auf nichts anderes zu erwidern.
Ich werfe Meine Worte über die Gewässer, und du fängst sie ein. Du bist wie schöne Regenbogenforellen, die in Meinen Worten schwimmen. Du hüpfst und tauchst in Meine Worte hinein und heraus. Und du hüpfst ein weiteres Mal. Du trägst sie mit dir herum. Du behältst etliche Meiner Worte in deinem Mund, und etliche tief in deinem Herzen. Meine Worte waren allerdings zuvorderst nie Mein, nicht abgesetzt von dir. Meine Worte sind nicht fern von dir. Sie sind die deinen. Nehmen dich Meine Worte gefangen, oder hast du sie gefangen genommen? Wann bist du nicht in Meinen Worten gehalten und in Betracht genommen?
Du schwimmst in Meinen Worten. Wie die Fische im Ozean bist du in Meine Worte eingetaucht. Und was sind Meine Worte anderes als Ausdrucksweisen Meiner Gedanken, und was sind Meine Gedanken anderes als Ausdrucksweisen der Liebe für dich?

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HEAVEN #510 – 16.3.2002 – Make Way for Love
GEBT DER LIEBE BAHN FREI

Ihr habt für all das Gute, das kommen wird, in eurem Herzen Raum frei zu machen.
Und wie macht ihr in eurem Herzen Raum frei? Ihr werft nicht die Liebe hinaus, die dort enthalten ist. Ihr helft der Liebe nicht aus der Klemme. Ihr gebt sie, wo es irgendwo nützlich ist. Ihr gebt sie freigiebiger. Ihr könnt sie sogar in aller Unbekümmertheit geben, im Wissen, das ihr ausweist, dass viel mehr Liebe zu euch zurückkehren wird. Tatsache ist, ihr habt eure Liebe rasch zu geben, um Raum zu schaffen für all die neue Liebe, die bereits zu euch auf dem Weg ist.
Es geht in Wirklichkeit nicht um neue Liebe, denn Liebe ist weder alt noch neu. Vielmehr ist es Liebe, die euch aus mehr Richtungen in höherer Gewandtheit erreicht. Der Zustrom ist größer. Seht es so, eine Hohe Welle kommt heran, und in aller Kürze wird dich eine Flut der Liebe erreichen. Bereite dich darauf vor. Mache Platz für die Liebe.

Du enthältst dir Liebe nicht vor, wenn du sie über die Gewässer sendest. Liebe überkreuzt sich selbst, und dennoch kennt sie nicht einmal ihr Einssein. Man könnte sagen, dass Liebe hinausgehen und Liebe hereinkommen das gleiche sind. Liebe kennt keinen Unterschied. Liebe verebbt nicht. Sie fließt alleine, und kann nur in sich selbst hinein vor und zurück fließen; in Wirklichkeit gibt es kein vor und zurück, es gibt einzig mehr Liebe, die heranschwallt und sich in größeren Wellen auftürmt.

Gib Anderen jede natürliche Gelegenheit, ihre Liebe auf dich zu gießen, nicht, weil du sie nötig hast, sondern weil du ein Gefährt für Liebe sein möchtest. Liebe hat in Empfang genommen zu werden, sodass sie ein Anderer geben kann. Sobald du Liebe von Anderen akzeptierst, gibst du ihnen die Gelegenheit, etliches an ihrer Liebe, was sie zuvor in sich selbst festgehalten haben, los zu lassen. Und du hast dem Universum der Liebe aufs Höchste genutzt.

Wir sprechen über die stille Akzeptanz der Realität von Liebe. Wir sprechen über die Anerkennung von Liebe, nicht von süßen Porträts der Liebe, nicht von romantischer Liebe, sondern von der Liebe selbst, die sogar von einem sogenannten Fremden an einen Fremden weitergereicht wird; von Liebe, die durch viele Hände hochgehalten wird, so wie man es bei einem Champion tut. Wir sprechen über den Austausch von Liebe um ihretwegen, weil du sie geben möchtest, und weil du auch möchtest, dass Andere die Liebe kennen lernen. Du möchtest gegenüber den hungrigen Herzen der Welt offen legen, dass die Welt geborgen und sicher ist durch die Liebe, die vom Himmel ausgeht, und die Allen gegeben ist, um sie auszugeben und in Empfang zu nehmen.

Liebe wird gleichmäßig ausgegeben. In der Liebe gibt es kein höher oder niedriger. Liebe kennt keine Barrieren. Liebe ist nicht pingelig. Liebe steigt nicht herab oder lässt sich nicht herab. Sie ist nicht eine Gunst, die da gegeben wird und dort nicht. Der Geber ist nicht reicher als der Empfänger. Liebe steigt empor. Sie steigt nicht von einem Menschenwesen zu einem anderen herab. Sie kann in ihren Herzen nur empor steigen, und das Geben und die Akzeptanz der Liebe sind eine wechselseitige Akzeptanz der Ankunft von Liebe und somit eine wechselseitige Anerkennung der Realität.

Saiten der Liebe umschlingen das Universum. Ihr seid dafür bestimmt, sie aufzubinden und sie gegenüber dem Universum zu lösen. Ihr lebt in einem Universum der Liebe, und ihr seid diejenigen, die dieses Universum sich selbst auswickelt. Dieses Universum existiert inwendig in euch und außerhalb. Innen und Außen werden zu einem einzigen wundervollen Schlag Meines Gottesherzens, das inmitten eurer Herzen pocht.

Nimm dein Herz nun aus seinem Gehäuse. Lege es offen. Sprich mit ihm. Zeige es. Erkenne es. Es ist überhaupt nicht dein Herz. Es ist das Meine. Behalte es nicht für dich selbst. Während du es Anderen weiterreichst, gibst du es Mir zurück, und hernach schleudere Ich Meine Liebe wieder zu dir. Bist du bereit, sie aufzufangen?

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HEAVEN #511 – 17.3.2002 – Joseph’s Coat of Many Colors
JOSEPHS VIELFARBIGER MANTEL

Du reitest die Wellen des Lebens und dennoch bist du der unbewegliche Grund des Ozeans. Manchmal bist du dir der Stille gewahr, auf der du angesiedelt bist. Öfters bist du dir der Wellen gewahr, die wie Fische hüpfen.

Die Wellen sind keine Abreise von dir. Sie sind nicht unbegründet. Sie sind nicht etwas, was nichts mit dir zu tun hat. Sie entströmen dir, doch zur selben Zeit, wie die Wellen dir entströmen und sich ausrollen und wie Fische spielen, bist du nach wie vor jene Stille auf dem Grund des Ozeans, und sie bringen dich nicht aus der Ruhe. Sie sind schlicht Wellen. Aufgewühltes Wasser. Nach wie vor bist du der Ozean, und während die Wellen sich rund herum zur Schau tragen, bleibst du tief in den Wassern des Ozeans die Stille.

Wir zählen die Wellen nicht, weil sie unzählbar sind. Sie hüpfen und wandeln sich direkt vor unseren Augen, und demnach zählen Wir das Einssein, dem die Überschwänglichkeit von dir entkommt. Die Gischt und die Wellen sind bloß das Herausspritzende von dir.

Du bist wie ein Kuchenteig, der ausgerollt wird. Zu welcher Form auch immer du ausgerollt wirst, deine grundlegende Natur ist die gleiche, bloß, du bist ausgerollt. Du bist nach wie vor unversehrt. Die Gestalt des Teiges macht ihn nicht weniger teigig.

Du bist wie ein schöner Stoff, der zu einem Kleid oder zu einem Überhang, zu einem Mantel oder zu einem Fallschirm ausgearbeitet wird. Was immer aus ihm gemacht wird, du bist immer noch der Stoff, aus dem du gemacht bist.

Josephs Mantel aus vielerlei Farben ist schlicht eine Reflexion dessen, was das Menschenwesen in Wahrheit ist. Sein Mantel war nicht einfach etwas, was man überzog. Die zahlreichen leuchtenden Farben enthüllten sein inneres Sein. Du bist der Träger dieses Mantels. Er passt dir. Dein Vater gab ihn dir.

Du bist der Regenbogen Meines Herzens. Du kreist die Erde ein, und du strahlst Mein Licht aus. Was gibt es dann mehr zu sagen? Was kann Ich mehr aus dir machen, als du bereits bist?

Worauf wartest du? Ich habe dir bereits alles gegeben. Ich habe dir Mein Wort gegeben, und Ich habe dir Mein Wort gegeben, dass das, was Ich sage, wahr ist.

Ich sage, dass du in Meinem Bilde gemacht bist. Ich sage nicht, dass du weniger als Mein Bild bist. Ich sage, du bist eine Widerspiegelung von Mir. Du bist von Mir gemacht. Ich bin das Licht in deinem Spiegel.

Du bist mehr wert als dein Gewicht in Gold. Dein Wert kann nicht aufgewogen werden. Doch was du wert bist, ist dir unfasslich. Indes kannst du Meine Liebe handhaben. Meine Liebe, sie kannst du anfangen zu dir heranzunehmen. Und Meine Liebe ist der Wert von dir.

Was Ich sage, ist wahr. Was Ich nicht sage, ist nicht wahr. Ich habe es alles gesagt. Ich habe es hunderte Male gesagt. Ich habe es auf jede erdenkliche Weise gesagt. Ich habe gesagt, du bist Mir aus Gold, und dass du weit mehr als Gold und sein Glanz bist, denn du bist die Offenbarung von Mir.

Wenn du Minderes von dir selbst denkst, als Ich sage, hast du die Wahrheit von dir selbst nicht angeschaut. Du hast dein Betragen angeschaut. Du hast angeschaut, was andere Menschen sehen. Nun ist es an der Zeit, dass du das anschaust, was Ich sage. Schaue an, was Ich sehe.

Ich werde nicht durch jene äußeren Wellen von dir in die Irre geführt. Ich weiß, woher du gekommen bist. Ich kenne deine Quelle, so, wie Ich Mich Selbst kenne. Ich habe dich nicht vergessen. Ich habe nicht vergessen, Wer du bist. Ich habe dich gestaltet.

Allerdings hast du vergessen. Und du belächelst das, was Ich sage. Du glaubst mehr an die Entstellung als an die Wahrheit.

Wieso sollte Ich dir das sagen wollen, sofern es nicht wahr ist? Derartige Spiele treibe Ich nicht mit dir. Ich würde dich nicht in die Irre führen. Ich möchte dich nicht übervorteilen. Ich würde dich nicht täuschen. Ich würde dich nicht zu einem Spiegelbild hinführen und dir sagen, das hier sei real, und würde dich nicht dort in aller Ernüchterung belassen. Ich tue alles, um dich von diesem betäubenden Trugbild fortzubringen, dem Trugbild, dass du weniger seist, als was Ich sage.

Du bist Mein Mantel aus allerhand Farben.

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HEAVEN #512 – 17.3.2002 – God’s Heart
GOTTES HERZ

Ich sage dir, dich zu erheben. Solltest du meinen, du seist nur dein sterblicher Körper, der herumgeht, so bist du bis in die Tiefen von dir tot. Ich lasse dich von den Toten auferstehen. Dorthin gehörst du nicht.

Du hast dich selbst zu einem Schlafwandler gemacht. Du bewegst dich hin und her, während du schläfst. Du weißt nicht, was du tust. Du kennst nicht den Unterschied zwischen Schlafen und Erwachen.

Ich stellte keinen Wecker für dich. Es hat vor langer Zeit geläutet. Alle Vögel singen es: »Wache auf, erwache zu der Morgendämmerung.«

Die Winde in den Bäumen sagen es zu dir.

Die Sonne sagt es still jeden Morgen.

Alles erwacht am Morgen, außer du. Dein Körper erwacht. Du wäscht dein Gesicht. Aber du trägst ein altes Bild von dir herum, und dasjenige siehst du in dem Spiegel, während du dich rasierst.

Du siehst Altes, Altes, Altes, wo immer du hinschaust. Du siehst nicht neu, weil du dich nicht nach ihm umschaust. Du schaust, um zu sehen, was du immerzu gesehen hast, und das nennst du Behaglichkeit. Zur selben Zeit beklagst du dich darüber.

Alles, was du zu tun hast, ist, deine Augen öffnen.

Und eben davor hast du Angst. Was du genau befürchtest, das weiß Ich nicht. Du kannst nicht weniger sehen, als du gesehen hast. Du kannst nur mehr sehen. Und da ist mehr, was gesehen werden kann.

Du fürchtest, deine Gedanken zu ändern. Du meinst, was du immer gedacht habest, oder was dir übermittelt worden sei, daran müsse festgehalten werden, so als sei das heilig. Indes ist es Heiligkeit, die Ich dir gab, du hast sie allerdings gehen lassen. Du akzeptierst Schlacke für Gold und lässt dich selbst im Stich. Du akzeptierst altes zerhämmertes Zinn, und du übersiehst den goldenen Löffel.

Einerlei, wie weit du gekommen bist, du hast noch weiter zu gehen.

Ich schlüpfe nicht vor dir weg, aber du hast mehr Öffnung zu bewerkstelligen. Du kannst dich nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen, denn dann sind es keine Lorbeeren mehr.

Ich bin kein Gott, Der sich ändert. Ich bin kein Gott, Der von dir fort ist. Und gleichwohl hast du zu Mir hin zu reisen. Du hast deine Hand vom Geländer zu nehmen und zu Meinem Herzen hinaufzusteigen.

In welcher Geschichte du dich auch befindest, es gibt eine andere Freitreppe, und noch eine weitere, und mit jeder Staffel gelangst du näher zu deinem Gewahrsein Unseres Einsseins.

Ich rufe dich zu Unserem Gewahrsein. Habe keine Angst. Es gibt für dich nichts anderes zu tun, als zu kommen. Du hast all das Herumrennen getan, was du konntest. Halte jetzt einen Augenblick an, und richte dein Auge auf Mein Sehnen nach dir. Möchtest du, dass Ich Mich nach dir sehne, oder möchtest du Mir gerne antworten?

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HEAVEN #513 – 18.3.2002 – Remember Joy

ENTSINNE DICH DER FREUDE

Wenn du dich verspannt und verklemmt fühlst, bist du von der Freude entfernt. Du hast dem Empfinden einer Vordringlichkeit den Vorrang gegeben vor dem Empfinden der Freude. Du hast vergessen, was zählt. Etwas fertigbekommen ist nicht von Belang. Im Tun Freude haben, das ist von Belang.

Vielleicht kommt Verspanntheit von einem Empfinden, nicht genug wert zu sein, und von dem Anlauf, das auszugleichen, jemandem und dir etwas zu beweisen, dass du es kannst, worum es auch immer dabei geht, und, dass du letztlich, trotz allem, gut genug bist.

Die Wahrheit ist, du hast nichts anderes zu beweisen als Freude, und Freude gilt es nicht zu beweisen. Sie gilt es zu genießen. Genieße die Freude. Lasse sie zu. Du befindest dich nicht in einem Rennen, um die meisten Punkte einzufahren.

Ernst ist nicht besser als freudig. Erwachsenenhaft ist nicht besser als kindhaft.

Was ist Freude anderes, als im Moment sein?

Was ist das Empfinden der Vordringlichkeit anderes, als nicht im Moment sein?

Wenn du dich als vordringlich empfindest, machst du dich zu einem puffenden Zug, der den Berg hoch fährt.

Wenn du Freude spürst, bist du ein leichtes Kanu, das auf einem sachten Strom fährt.

Freude kommt wie Kräuselungen des Wassers herein. Angespanntheit ist in Eis gefroren und macht dich steif.

Höre auf, das Leben derart ernst zu nehmen. Nimm Andere ernst, aber nicht dich selbst. Darin liegt vielleicht die letztliche Zuvorkommenheit. Halte die Türe des Lebens für Andere offen, während du damit wartest, hindurch zu gehen. Dein Leben ist nicht das Wichtigste in der Welt. Möchtest du es wirklich sein? Du brauchst nicht der erste in der Schlange zu sein. Du hast nicht derart zügig hindurch zu gelangen. Sobald du die Wahrheit deiner Bedeutung für das Universum kennst, kannst du Geduld haben. Sei ein wenig geduldiger mit dir selbst, und alles wird an seinen Ort fallen.

Da Zeit nicht existiert, da sie nur ein ausgedachtes Phänomen der Welt ist (was die Welt heilig hält), gibt es keine Eile. Wozu eilst du infolgedessen? Was meinst du zu bekommen?

Auch dann, wenn du glaubst, wie das bei dir der Fall ist, dass Zeit real sei, was ist Eile? Sofern Zeit existiert, gibt es immerzu mehr von ihr. Manchmal gibt es zu viel von ihr. Geht es nun um Überfülle oder um Mangel, du verspannst dich, sobald du Zeit als dein Modell einsetzt.

Dein Leben braucht im Grunde genommen daraus zu bestehen, Dinge fertig zu bekommen. Sofern Dinge fertig bekommen und eilen, sie fertig zu bekommen, deine Priorität darstellen, hast du dich in einen Mahlstrom verbracht, dem du nie mehr entkommen kannst, denn es wird da immer mehr geben, was auf dich wartet zu tun, und dort ist keine Erleichterung ausgewiesen.

Heute, da sei eingedenk, dass Zeit nicht existiert, oder dass du, sofern sie existiert, alles hast, was du brauchst. Du hast alle Zeit in der Welt. In diesem Falle – es ist keine Hast vonnöten. Höre auf mit der Eile, und du wirst nicht verspannt. Sage dir selbst, bei deinen Aufgaben so lange Zeit herzunehmen, wie du möchtest. Erteile dir keine Fristen. Setze keine Auslieferungstermine, die dich in Eile versetzen. Gib dir selbst mehr Zeit. Gib dir selbst alle Zeit in der Welt, sodass du Freude geben und empfangen kannst.

Gib Anderen ein Geschenk an Zeit.

Gib ihnen ebenso alle Zeit in der Welt.

Du eilst, weil du eilst. Du eilst aus gar keinem Grund.

In der Welt ist Zeit ein in der Zeit geehrtes Konzept. Sie wird geehrt. Sie wird angebetet. Denkst du nicht öfters an die Zeit als an Mich? Wieso nicht alle paar Minuten dein Handgelenk anschnipsen und an Mich denken?

Stellt eure Sonnenuhren auf Gott oben und nicht auf die Schatten der Erde. Die Sonne scheint von oben. Schatten sind ein Erdenphänomen.

Je öfters du an Mich denkst, desto weniger wirst du in die Zeit verstrickt sein. Du wirst dich selbst in einer anderen Spur finden. Du bist an einer Stelle herumgelauifen. Nun fährst du mit dem Aufzug.

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HEAVEN #514 – 19.3.2002 – Divine Grace

GÖTTLICHE GNADE

Du bist umgeben von Göttlicher Huld. Das passiert nicht bloß anderen Menschen. Das passiert dir nicht bloß das eine oder andere Mal. Du bist mit Göttlicher Gunst überspült. Einzig, du bist vergesslich.

Sofern du dir ergründen könntest, dass alles, dass alles, was geschieht, dir zu deinem Guten geschieht, würdest du dich infolgedessen anders fühlen?

Ich sage nicht, dass alles, was geschieht, das darstellt, was du gerne sich ereignen wissen möchtest. Ich sage nicht, dass du dir dabei etwas vormachen und dir sagen sollst, dasjenige, was dir eigentlich schmerzlich ist, sei wunderbar. Ich sage, die Möglichkeit zuzulassen, dass darin ebenfalls etwas Gutes liegt. Sogar das, was du als grässliche Umstände erachtest, kann etwas enthalten, was dir einen Vorteil überreicht. Sogar Probleme können ein Vorläufer für Gutes sein.

Du hast eine Neigung, zu beteuern, dass dir etwas zugestoßen sei. Du hast eine Neigung, deine Wehwehchen in helles Licht zu rücken und sie dir anzusehen, sie auf einer Flagge in die Höhe zu ziehen.

Nunmehr bitte Ich dich, dein Denken schon mal etwas umzuschwenken. Nimm einfach die Möglichkeit in Betracht, dass Göttliche Huld für dich am Werke ist. Dass es etwas gibt; dass etwas Gutes da ist. Du weißt nicht, was es ist, doch inmitten dessen, was dir deinem Empfinden nach jämmerlich ist, ist eine Saat von etwas Gutem enthalten. Du weißt nicht genau, welche Art Samen ausgebracht wurde. Doch in deinem Herzen kannst du erkennen, dass etwas gepflanzt wurde, und dass etwas wachsen wird, und du wirst seine Fruchtbildung sehen. Nach und nach, du wirst sie sehen.

Und, sofern du in einer bestimmten Situation nicht einmal die Möglichkeit von etwas Gutem für dich erblicken kannst, fasse sodann ins Auge, dass das Gute für sonstwen ist, und dass du der Zulieferer von ihm darstellst.

Du bist kein Opfer auf dem Altar der Welt, indes bist du ein Überbringer. Womöglich bist du der Welt ein Leitbild. Vielleicht bist du ein Modell dafür, was man sogar darin erblicken kann, was einem als Widrigkeit erscheint.

Sicher sein kannst du – es gibt irgendwo einen Vorteil, auch dann wenn du nicht erkennst, worin er besteht.

Ich coache dich. Ich befehlige dich nicht. Aber Ich führe dich. Und während du Mich nachahmst, leitest du Andere. Du veranschaulichst gegenüber Anderen immerzu. Und jetzt befindest du dich in einer Position, um einen Gesichtspunkt zu demonstrieren, der die Welt anheben wird.

Du bist eine lebenswichtige Verknüpfung zum Himmel.

Erwäge Folgendes: Vielleicht bist du das Instrument Göttlicher Huld.

Wofür ist Regen ein Zeichen? Wohin führt Regen? Was wird – dessen bist du dir sicher – nach ihm kommen? Die Sonne wird scheinen. Die Sonne schien immerfort, bloß war sie deiner Sicht verborgen. Die Sonne ist eine Konstante. Der Regen nicht. Der Regen bürstet die Wolken fort, dass die Sonne in ihrer vollen Helligkeit zum Vorschein kommen wird.

Sieh die Hürden im Leben wie Scheuermittel. Mit ihm reibst du Stellen an der Oberfläche ab, sodass sich der schöne Glanz darunter zeigen kann.

Rufe Gutes zu dir her, indem du deinen Brennpunkt auf es einstellst.

Schau dich heute nach Göttlicher Gnade um. Fange sie ein, wie sie aus Winkeln hervorspäht. Fange sie ein, wie sie derart rasch durch dein Leben flitzt, dass du ihr hinterher schauen musst, anderenfalls wirst du sie wie einen Kometen, der den Himmel durchquert, verfehlen.

Vielleicht bist du jemand, der Verstecken und Suchen spielt. Womöglich bist du jemand, der sich weder versteckt, noch, der so verstohlen durch das Leben flitzt, dass die Göttliche Huld sich keinen rechten Halt an dir zu verschaffen vermag. Vielleicht versuchst du, ihr zu entschlüpfen.

Meine Wette indes liegt auf der Göttlichen Huld, denn sie ist ein Segen. Ich habe sie dir gesandt, und sie wird dich finden, wo immer du bist.

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HEAVEN #515 – 20.3.2002 – Who or What?
WER ODER WAS?

Wenn du dich Mir zuwendest, wendest du dich einem Teil deiner selbst zu. Noch mehr, du wendest dich der Ganzheit deiner selbst zu.
Es ist etwas sehr Gutes, dich Mir zuzuwenden. Deine Aufmerksamkeit auf Mich zu richten, ist etwas Schönes. Es konzentriert dich. Deine Aufmerksamkeit auf Mich lenken gibt dir statt, dich mit Mir in eine Flucht zu begeben. Du stimmst dein Seien mit Mir überein. All das Licht inwendig in dir in deinen Zellen reiht sich auf, und du wirst zu einem Laser Meines Lichts.
Du mögest dich nicht willentlich darauf konzentrieren, Macht in dir selbst oder für dich selbst zu erschaffen, denn dann führst du einen Akt des Willens oder der Meisterung aus. Dann hast du eine Macht, doch keine Pracht. Sobald sich dein Licht, aus deinem Augenmerk auf Mich heraus, ganz natürlich mit dem Meinen erhebt, enthüllst du, als ein konzentrierter Strahl Meines Lichts, Meine Pracht. Messe dich nicht der Macht für dich selbst bei, denn hernach misst du dich zu Wenigem bei.
Die Macht und die Pracht sind Mein. Stehe in der Herrlichkeit Meines Lichts, doch nenne es nicht dein eigenes. Klopfe dir selbst nicht auf den Rücken. Ich sage dies zu deinem Wohlergehen.
Du magst denken, dass Ich, ein Gott der Liebe, allerhand Mal ‚Ich, Ich, Ich‘ sage, so, als wäre Ich darin entschieden, einen Unterschied zwischen Uns hervorzuheben. Und gleichwohl, Ich muss es. Ich muss diese Unterscheidung Meines Ganzseins machen, sodass du den ganzen Weg lang in deinem Auffinden zu ihm gelangst. Du musst dich stets über die Grenzen deiner selbst hinaus ausdehnen. Fließe du selbst Mir zu, und nicht, dass du Mich dir zugute kommen lässt. Verschmelze in der Ganzheit.
In der Gesamtheit deines Gewahrseins wird die Zeit kommen, wann es keinen Unterschied gibt, diese Zeit freilich ist noch nicht da.
Und sobald sie da ist, wird es keinen Gedanken an dich und an Mich geben. Es wird einzig unser Einssein sein. Bis zu jener Zeit allerdings bebildere Unsere Vereinung und deine Zusammenkunft mit Mir. Komme zu Meinem Haus. Wir wollen in Meinem Zuhause Thanksgiving und Erntedank feiern. Komme zu Mir, und bringe nicht Mich zu dir. Lade Mich zu dir ein, doch komme zu Mir.
Das ist ein kleiner Unterschied, den Ich hier hervorkehre, aber einer, den Ich machen muss. Er ist wichtig. Er ist eine Gedächtnishilfe, dass du für Mich arbeitest – du arbeitest für die Ganzheit und nicht für die Individuation namens du.
Was fühlt sich an der Stelle für dich richtig an?
Aufs Extrem gesehen, jemand könnte versuchen, von Mir Macht an sich zu reißen und sie zu der seinen zu machen.
Zugleich sind all Meine Macht und Pracht die deinen, da Ich sie dir gebe. Sie sind für dich. Sie sind nicht für Mich. Ich bin nicht allwissend, nicht all-mächtig und omnipräsent für Mich Selbst!
Bejahe Wahre verständnisinnige Kenntnis, und du schreitest aus dir selbst heraus. Du existierst nicht. Das soll dich nicht verunglimpfen. Es soll dich hochheben. Um dich zu finden, musst du aus dir selbst herauskommen. Dir hat es nicht an Aufmerksamkeit auf dich selbst gefehlt. Nun weitet sich deine Aufmerksamkeit über dich selbst hinaus aus. Und sobald deine Aufmerksamkeit gänzlich ausgedehnt ist, werden Wir Eine Vollheit, Vollheit in Stille oder in Bewegung.
Denke nie, dass du Ich bist. Wisse, dass Ich du bin.
Wahrheit besteht nicht aus Worten. Worte können dir die ganze Geschichte nicht wiedergeben. Die ganze Geschichte ist wortlos. Für die Wahrheit, die Ich dir erzähle, gibt es keine Worte. Aber Ich rede trotzdem in Worten zu dir, damit du erkennen kannst, es gibt Dinge, die du noch nicht erfasst. Man könnte sie unfassbar nennen. Wiewohl, einmal erfasst, gibt es nichts zum Erfassen.
Was für eine Schöpfung habe Ich doch erzeugt! Ich rede von dir als Mein erschaffenes Seinswesen, und indes, du bist Mein selbst-gleiches Selbst. Ja, du bist die Wellen des Ozeans, und infolgedessen bist du der Ozean, und, wer oder was kann von Sich Selbst ausrücken?

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HEAVEN #516 – 21.3.2002 – If Your Heart Aches
FALLS DEIN HERZ SCHMERZT

Sprich mit Mir von der Liebe. Über was sonst spreche Ich zu dir?
Liebe ist nicht egoistisch, sonst ist sie keine. Liebe ist ebenso nicht uneigennützig. Liebe kennt weder eigennützig noch uneigennützig, indes gibt sie pur aus ihrer Natur heraus. Zum Allermindesten schenkt sie dem Aufmerksamkeit, was – anderenfalls – dem Anschein nach nicht aussagefähig erachtet werden könnte.
Sofern du in deinem Leben Aussagekraft verliehen haben möchtest, dann fange an, daran zu denken, Liebe auszugeben. So wie ein Kartenspieler Karten austeilt, so fange an, links wie rechts, rund um den Tisch herum Liebe auszugeben. Du hast nicht die Karten verlautbaren zu lassen, die du ausgibst. Du gibst einfach aus. Du hältst nicht nach Dankeschön Ausschau. Du schaust schlicht darauf, die Karten auszugeben. Du stellst sicher, dass du jedem eine Karte gibst.
Die Begebenheit, Liebe zu geben, wird sich selbst aufweisen.
Warte nicht darauf, dass Liebe zu dir herkommt.
Gib Liebe an unwahrscheinlichen Orten.
Gib Liebe, wo sie nicht ist.
Es gibt Winkel des Universums, die noch nicht zum Licht der Liebe erwacht sind. Deine Liebe möchte jene Winkel erreichen, sofern du sie doch nur losschickst. Es mag sein, die Winkel befinden sich in deinem Haus.
Wir sprechen nicht von Höflichkeit oder Gefälligkeit. Wir sprechen von weit mehr. Die Liebe, von der Wir reden, ist weder eine Formalität noch ein hervorquellender Antrag. Die Liebe, von der Wir sprechen, ist eine Anerkenntnis. Sie ist ein Hineinschauen in die Augen von jemandem oder von jedermann, und sie ist Jenen in aller Gänze einen Augenblick von dir selbst geben.
Wenn du das tust, gibt es keine Trennung. Es gibt keine Rollen. Es gibt keinen Bediensteten und Kunden. Es gibt keinen Unternehmer und Arbeiter. Es gibt kein arm und reich. Es gibt keinen Fremden oder Eingeborenen. Es gibt keine Differenzierung. Es gibt Anerkenntnis. Es gibt Anerkenntnis der Realität, die über die Tauschvorgänge des alltäglichen Lebens hinausgeht.
Tausche mehr aus, als du ausgetauscht hast, denn du hast dir und Anderen um dich herum zu wenig Wechselgeld herausgegeben.
Du hast deine Karten eng an deiner Brust gespielt. Ent-trotze nunmehr deine Karten, weil du sie für alle spielst. Du spielst in einer Partie, wo sich Menschen-Herzen in der gegenseitigen Anhebung untereinander übertreffen.
Deine Augen wollen die Gesichter derjenigen, die du siehst, auswaschen.
Bei allen, denen du begegnest, wirst du erkennen, dass du ihnen bereits zuvor begegnet bist.
Es gibt nichts Zufälliges. Es ist alles kausal. Es ist alles bedeutsam. Es ist wichtig, dass du hier bist, voll und ganz in dem Augenblick der Wiedervereinigung mit dem Herzen des Anderen. Gehe nicht an ihm vorüber. Warte bei dem nicht auf später. Löse jedwede wehrhaften Barrieren in deinem Herzen auf und sei für alle Welt, die du siehst, ehrlich.
Dein Herz ist nicht für dich alleine. Es ist keine Mess-Skala, die Ein- und Ausgänge misst. Dein Herz ist eine liebenswerte Hängematte, wo alle kommen und eine Weile schaukeln mögen, sodann gehen sie weiter und geben Meine Liebe, die sie aus deinem Herzen erlangt haben, an Andere aus, denen sie begegnen, und auf diese Weise werde Ich enthüllt. In Stücken und Teilen wird Ganzheit geoffenbart.
Liebe ist ein Code. Ihre Botschaft lautet Ja. Ihre Botschaft lautet Ewigkeit. Ihre Botschaft ist Gott. Ihre Botschaft ist Einssein. Ihre Botschaft ist Licht. Ihre Botschaft ist über die Himmel gescrollt, damit alle sie sehen können.
Du, du in deinem täglichen Leben, bist ein Himmelsschreiber.
Dein Herz ist dein Flugzeug.
Du machst Loopings, die sich über den Himmel winden und die zu deinem Entzücken zu dir zurückkehren.
Dein Herz spielt in dem Gefilde des Universums mit der Liebe Frisbee.
Du segelst durch die Sterne und bringst etliches ihres Lichts zur Erde. Du bist die Punkte der Sterne, die auf die Erde gestrahlt sind.
Du bist von Gelegenheiten bestürmt worden, die Liebe zu enthüllen, von der dein Herz voll ist. Sofern dein Herz schmerzt, schmerzt es davon, zu geben.

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HEAVEN #517 – 22.3.2002 – A Handful of Choices
EINE HANDVOLL WAHLMÖGLICHKEITEN

Sobald du erkennst, dass alles, was sich dir präsentiert, eine Gelegenheit zur Liebe darstellt, wandelt sich deine gesamte Ansicht des Lebens. Mit deinem neuen Blick ändert sich das Leben, denn das Leben folgt deiner Sicht.
Sofern du das Leben als Drama siehst, wirst du Drama haben.
Sofern du dich hilflos siehst, wirst du hilflos sein.
Sofern du dich selbst als aufgestellt siehst, wirst du aufgestellt werden, denn das Leben wird Anstalten machen, deinem Bild von ihm nachzukommen.
Nun meint das nicht, dass du eine Rolle einnimmst. Hier ist keine Show zu Gange, die du aufstellst. Da ist nichts, zu dem du dich überredest. Hier geht es nicht ums Anlegen von Scheuklappen. Hier ist nicht die Rede davon, das Leben sei eine ungeheure Übung, sobald du dich nicht danach fühlst. Es geht nicht ums Zähne-Zusammen-Beißen und nicht darum, die Aussage zu treffen, du seist eine großartige und liebevolle Person.
Es geht um das Hinein-Lehnen in die Richtung, die du möchtest. Es geht darum, aufzugeben zu verkünden, das Leben sei Mühe und Arbeit. Um welches Weh es sich auch handelt, das du spürst und an das du glaubst, du kannst aufhören, es zu wiederholen.
Die Chance für die Liebe meint nicht passiv sein. Sie meint nicht genehm sein. Sie meint nicht schöntuend sein. Sie meint nicht Kotau machen. Sie meint nicht jedem Anderen seinen Weg über dem deinigen einräumen. Sie bedeutet nicht ihre Zeit und die deinige verschwenden. Sie bedeutet nicht unweise. Sie bedeutet wahrheitsgetreu.
Sie bedeutet jede Situation mit weiterem Blick erfassen. Sie bedeutet durch die Fallen hindurchsehen.
Sie ist anerkennen, dass du nicht rechtzuhaben hast. Sie bedeutet anerkennen, dass es keine Frage des Rechtes ist. Es ist eine Frage des ‚Was nun?‘ Es ist das Jetzt sehen, so, als sei es nie zuvor gewesen. Das steht im Kontrast zu der Sicht, dass es immer so gewesen sei und dass es sich nie ändern werde.
Wenn du mit neuen Augen siehst, wandelt dies die gesamte Anlage.
Die Auffassung in deinem Sinn, dass du Güte zu dir her ziehest, macht es für die Güte einfacher, herzukommen. Sodann, es liegt dir an, bei allem was dich erreicht, die Güte aufzufinden. Sofern das, was heute herankommt, nicht das darstellt, was du möchtest, dann wisse, es stellt einen Aussteigeort für das dar, was du willst. Und dann steige aus.
Du kannst all deine eingepackten Gedanken, wie das Leben sein sollte, los lassen. Das Leben ist das, was jetzt ist, und, was du mit ihm tust. Nicht so sehr, was du mit ihm anfängst wie etwa beim Lösungen Finden, sondern vielmehr – was tust du mit dir in ihm? Wie kannst du neu sein? Wie kannst du dich über die laufende Situation erheben? Wie kannst du, unter welcher Gegebenheit auch immer, – das sein, was du sein möchtest – wie kannst du getreu die Wahrheit von wer du bist sein? Wie kannst du dich selbst in dieser Lage enträtseln?
Weder bedeutet das, zu ignorieren, wo andere Menschen stehen. Es geht nicht darum, sie gering einzuschätzen. Du kannst ihren Blickwinkel sehen, und dennoch hast du nicht dort zu sein, wo sie sind. Sie können sein, wo sie ihrer Wahl nach sind, und demgemäß auch du.
Heute stehst du Wahlen gegenüber.
Manchmal scheint es, dass keine der Wahloptionen, die sich ausweisen, das darstellen, was du willst. Und das mag so sein.
Gleichzeitig kannst du an der Stelle den Goldklumpen finden. Möglicherweise lag er da immer, und du hast ihn einfach nicht gesehen.
Erwäge deine Wahlmöglichkeiten, auch jene, die du nicht möchtest, so als würdest du Blätter umdrehen. Vorher kannst du nicht wissen, was unter ihnen liegt.
Wahlen führen zu Wahlen. Und auf diese Weise werden Wahlen zu günstigen Gelegenheiten. Du weißt nicht, wozu eine jede Wahl führt, aber du kannst wissen, du bist derjenige, der sie trifft.

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HEAVEN #518 – 23.3.2002 – Mocassins, Not Boots
MOKASSINS, KEINE STIEFEL

Du schaffst dir Scherereien, sofern du überzeugt bist, etwas habe derjenige Weg zu sein, der deines Erachtens der Fall sein sollte. Sobald du denkst, etwas sei nicht so, wie du meinst, dass es sein sollte, machst du ein Hindernis daraus. In die Hindernisse legst du Widerstand. Und demnach baut sich in dir ein Widerstand auf, und eben dieser Widerstand wird zu deinem Hindernis.
Sogar dann, wenn du am Telefon eine Nummer wählst und die Leitung besetzt ist, bist du unleidig. Was ist Verärgerung anderes als sich dem widersetzen, was du aufgerichtet hast? Du empfindest nicht nur, dass etwas so sein müsse, wie du es denkst und möchtest, du fühlst auch, dass es so sein müsse, wie du es deines Erachtens eben in dieser Minute haben möchtest, und dementsprechend wirst du ungeduldig. Dann hast du etwas zu etwas Vordringlichen gemacht, einerlei, um welchen Wert es dabei geht.
Und so spannst du dich an, und so hast du die Zeit zum Wesentlichen erhoben.
Was wäre, falls du, sobald du einen Anruf machst und es besetzt ist, so reagieren würdest: „Gut, die Leitung ist besetzt. Wir werden später miteinander telefonieren.“ Was hast du verloren, mit Ausnahme der Ungeduld, und was hast du gewonnen, mit Ausnahme von Friede?
Du denkst, die Musikbox sollte ein bestimmtes Lied spielen, aber sie spielt ein anderes. Was du geordert hast, wurde nicht rechtzeitig gespielt, und du saßt ein weiteres Mal auf. Siehst du, wie du dich selbst vereitelst?
Sei heute über die Beeinträchtigungen entzückt, die herankommen. Mische dich bei ihnen nicht ein. Lasse sie sein. Mache sie zu etwas Freudigem. Wenn du den einen Bus nicht schaffst, wirst du den nächsten erreichen. Mache derweilen das Warten zu etwas Wertvollem. Verbringe es mit etwas Anderem als mit dem Betrauern des verpassten Busses.
Die kleinen Dinge haben dir kein Bein zu stellen.
Was wäre, wenn du wirklich genau im Plan lägest? Was wäre, wenn die Fristen, die du im Sinn hast, inkorrekt sind? Was wäre, wenn deine Zeiteinteilung sich fortscherte?
Stimme dich mit dem Universum ein. Die Bäume betrauern nichts. Gar auch dann, wenn die Kälte ihre Knospen zwickt, sind sie schön. Ein Spätfrost erschüttert ihr Lachen nicht. Wieso erschüttert er das deine?
Wirf ein oder zwei Tage lang deine Uhren weg. Sage dir die Zeit nach der Sonne an. Oder wirf die Zeit in die Winde, und setze dich ein Weilchen zu Mir.
Es gibt keine Hast. Eile ist bewerkstelligt. Sie ist ein menschen-geschaffener Artikel. Sie ist billig. Sie ist verschwenderisch. Eile lässt dich verspäten. Lasse Zeit dein Leben nicht beherrschen. Sie ist ein untergeordneter Despot.
Eilen ist eine Abfahrt aus deinem Leben. Es ist in den falschen Zug einsteigen. Er fährt schnell, aber er bringt dich nicht dorthin, wohin du möchtest. Er bringt dich schlicht schnell an den falschen Ort. Er macht dich mürrisch.
Schlage im Leben Rad, treibe keine verrückte Hetze.
Schlage Purzelbäume.
Rolle dich Hügel hinauf.
Lege dich auf den Rücken und zähle des Tages die Wolken und des Nachts die Sterne.
Du brauchst dich nicht zu beeilen, um dem Leben zu begegnen.
Lasse das Leben dir begegnen.
Lies das Leben nicht auf und trage es nicht auf jedwedem Weg mit dir herum.
Lasse das gute Geschick dich auflesen und dich hoch hinaus tragen.
Lasse es dich über den Türsturz tragen. Lasse das, was das Leben für dich bestellt hat, eine Überraschung sein. Du hast nicht im Vraus eine Landkarte auszulegen. Du hast nicht einer feinen Linie zu folgen. Gehe auf einem breiten Streifen.
Riskiere dich heute in das Leben, und mache es zu dem, was du willst, indem du dich im Warten auf das Leben nicht einkelterst. Beginne loszugehen und finde all das auf, was dir hätte entgehen können, sofern du geeilt wärst oder Gräben ausgehoben hättest.
Lege zum Leben ab. Trete leicht auf. Sei leichten Fußes. Trage Mokassins, keine Stiefel. Mache das Leben zu dem deinigen, indem du es frei lässt. Sei nicht knauserig mit dem Leben. Lasse es los. Gehe aus dir heraus. Sei in deinem Leben präsent. Eile nicht vor ihm her.

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HEAVEN #519 – 24.3.2002 – Turning Pages
SEITEN UMDREHEN

Wenn du müde bist, hast du von etwas genug. Und das sind gewöhnlich deine Gedanken.
Nicht dasjenige, was du tust, nutzt dich ab. Es sind deine Gedanken über dich, die dich verschleißen. Widerstand erschafft Reibung. Handlung tut das nicht.
Wie du etwas beginnst, ist wichtig. In welcher geistigen Verfassung befindest du dich? Entsinne dich, sofern du ein bestimmtes Ergebnis herbei befiehlst, befindest du dich im Kontrollieren. Und Kontrollieren bringt dich auf den Weg, zu verlieren, da du dich, auch dann wenn du gewinnst, angetrieben fühlst, weil du dir vorher ein Ergebnis ausgedacht hast.
Natürlich, bei einem Rennen trittst du an, um als erster ins Ziel zu kommen. Aber das ist etwas anderes, als zu gewinnen zu haben.
Lege bei allen Interaktionen deine Karten auf den Tisch. So einfach ist das. Du schlitterst und du rutschst nicht. Du versuchst nicht, dass etwas anders ausschaut, als es ist. Sei nicht clever. Klugheit kommt nicht von Gott.
Wer entgegennehmen kann, der nimmt entgegen. Wer nicht akzeptieren kann, der akzeptiert nicht. Sichere deine Wetten nicht ab. Ja, es stimmt, all deine Albernheit macht, was das Ergebnis anbelangt, keinen großen Unterschied, aber sie erbringt im Sockel der Herzen einen Unterschied. Lasse andere Menschen ihre eigenen Wahlen insgesamt treffen. Lasse sie wissen, welche Verbringung sie bekommen.
Ihr möget nicht so tun, als sei grün blau oder blau grün. Lasst es sein, was es ist. Gebt weder mehr noch weniger, als ihr befördert. Lasst eure Worte und Handlungen euren Gedanken gleichkommen.
Schenkt Anderen mehr Glauben. Schenkt euch selbst mehr Glauben. Lasst Mich an eurem Tisch ein stiller Partner sein.
Wahrheit ist Fundamente legend. Die Wahrheit zum Wackeln bringen ist nicht grundlegend. Das ist deine Aufmerksamkeit auf die falsche Stelle richten. Das ist ein Zauberer-Trick. Das ist Illusion. Der Zauberer lenkt seine Zuschauer ab und bringt sie dazu, an die falsche Stelle zu schauen. Sei kein Zauberer. Dafür besteht kein Bedarf.
Erschaffe wahre Wunder.
Stricke mit wirklichem Garn, nicht mit vorgestelltem Zwirn.
Knüpfe feste Knoten.
Lasse deine Worte der Wahrheit Edelsteine des Ozeans sein.
Handle mit Wahrheit, nicht mit Klebstoff. Handle mit Wahrheit, nicht mit Waren.
Ehre dein eigenes Herz, und du wirst dasjenige von Anderen ehren, und sie werden dich ehren. Du magst keinen falschen Beifall.
Sich in falschen Farben anziehen ist nicht nötig. Du brauchst keine Fassade.
Verschreibe dich der Stärke.
Du hast mit deinem eigenen Herzen zu atmen. Du kannst nicht dasjenige eines Anderen unterstellen. Du kannst nicht einmal das Herz eines Anderen lesen. Du kannst nur lesen, was du dir vorstellst, und du pflückst deine eigene, dir vorgestellte Schwäche ab und stellst sie in das Auge des Anderen. So machst du Anstalten, für Andere zu sehen, indessen es dir gilt, dass du sie für sich selbst sehen lässt. Du pflanzt einen falschen Nachweis ein, wo kein Nachweis vonnöten ist. Wenn du versuchst, die Gedanken eines Anderen zu dirigieren, dann leitest du sie fehl, und du hast dich von dir selbst abgesondert.
Eigentlich möchtest du deine eigene Meinung nicht durch einen Anderen innehaben, dennoch bist du ebendarauf aus, wenn du dich aufmachst, ein Ereignis zu orchestrieren.
Du bist kein Ereignis-Krämer. Du bist ein Freiheit-Geber. Gib Anderen die Freiheit, nein zu sagen. Es ist besser, heute nein zu hören, als es auf morgen zu verschieben. Wenn jemand zu dir nein sagt, tut er dir eine große Ehre. Besser ein wahrhaftiges Nein als ein wackliges Ja.
Sobald du ein Empfinden der Schwäche spürst, so wisse, dass du Tatsachen verdreht hast. Du hast dich entweder selbst in etwas hineingeredet, oder aus etwas herausgeredet. Tue beides nicht. Finde schlicht die Wahrheit und beteuere sie. Wahrheit ist Wahrheit, was jedoch für dich wahr ist, muss nicht für Andere wahr sein. Lasse sie sein. Sie werden früh genug zu Meiner Wahrheit gelangen. Alles wird zu seiner Zeit zur Wahrheit gelangen. Niemand ist aus Meiner Wahrheit heraus gewesen. Du warst es nicht. Jemand mag sich, bloß einen Augenblick lang, nicht auf der richtigen Buchseite befinden.

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HEAVEN #520 – 25.3.2002 – The Sun and the Stars
DIE SONNE UND DIE STERNE

Merkst du, wie Sterne zu blinken scheinen? Sterne strahlen immer gleich, aber ihr Licht scheint zu blinken. Weil sie blinken, denkst du nicht weniger an die Sterne.
Die Sonne blinkt nicht. Ihr Licht strömt in vielen Strahlen hervor.
Du weißt bereits, dass alle Sterne Sonnen sind.
Und auch dann, wenn du die Sonne der Erde in der Nacht nicht siehst, weißt du trotzdem, sie ist da. Sie ist nirgendwo hingegangen. Sie nimmt immer noch in den Himmeln oben ihren rechtmäßigen Platz ein.
Ich vergleiche dich mit den blinkenden Sternen und der hellen Sonne. Du bist nicht anders. Manchmal scheinst du, und manchmal ist dein Scheinen durch etwas anderes verdeckt. Und manchmal bist du ein blinkender Stern, der an und aus zu gehen scheint.
Aber dein Licht ist nie reduziert. Es ist nie weniger. Auch dann, wenn du eine Sonne bist, die von einem Schatten bedeckt ist, ist dein Licht immer noch am Scheinen.
Es steht dir gut an, dein eigenes Licht zu kennen. Sobald du das, was du wahrhaft bist, kennst, dann, ja dann kannst du vielleicht die Entscheidung treffen, es öfters oder kühner heraus zu scheinen.
Obschon jeder für seine eigene Sicht verantwortlich ist, bist du gelegentlich für die Wahrnehmung eines Anderen von dir verantwortlich. Welche Seite deines Gesichts hast du hergezeigt? Vielleicht hast du das pulsierende Licht von dir verborgen gehalten, so gut verborgen gehalten, dass du es nicht gesehen hast. Sofern das der Fall ist, scheint es trotzdem.
Dein Licht hat nicht mit Unterbrechungen zu sein. Es muss nicht sicher geschützt oder gehortet sein. Kein Tropfen der Liebe oder kein Strahl des Lichts ist vergeudet. Und für dein Licht und deine Liebe gibt es kein Ende. Sie füllen sich selbst wieder auf. Je mehr sie zum Einsatz kommen, desto mehr ist da. Du kannst nur vorne zum Vorschein kommen.
Spritze deine Liebe freigebig herum. Du musst ihretwegen nicht irgendwo hingehen. Du läufst nie aus. Sieh Liebe als die Luft an, die du atmest, und verströme sie.
Du stehst mit allem auf der Erde in regem Verkehr.
Du bist ein interaktives Wesen.
Wenn du still bist, bist du immer noch im Verkehr.
Eben das meint: nie alleine sein.
Du fandst die Welt.
Du bist ihr Begründer.
Sie fand nicht dich.
Du fandst sie.
Du kamst über sie.
Du bist ein Anheurer.
Dein Licht ist unversehrt.
Enthülle es.
Es ist wahr, der Erde bist du ein Besucher. Und dennoch befandst du, darin herum zu wandern, somit ist sie die deine. Sie ist unwiderruflich die eure, auch dann, während ihr sie nur für eine kurze Zeit aufgesucht habt. Sie ist immer noch der Ort, wo ihr eure Flagge aufstellt. Lasst eine kleine Spur des Lichts hinter euch.
Du bist ein Besucher auf der Erde, weil du ein dauernder Bewohner des Himmels bist. Der Himmel ist deine wahre Heimat. Du weißt bereits darum. Und es kommt nichts dem Land oder dem Himmel gleich, wo du herkommst. Der Himmel ist es, woher du kommst und wohin du zurückkehrst. Du hast immer deine Staatsbürgerschaft behalten. Deine Füße sind auf der Erde. Dein Herz ist im Himmel. Und du kannst der Erde den Himmel pur mittels deines Lichts wieder in Stand setzen.
Das Licht, welches du zu geben hast, kommt aus deinem Herzen. Licht kommt von dorther, wo der Himmel ist, weil Ich es dir gab. Ich gab es dir vom Himmel, wo Ich immer bin. Auf der Erde bin Ich im Himmel, und demnach bist du es. Dein Anspruch auf den Himmel besteht in deinem Herzen. Licht ist Licht, aber dein Licht ist wie kein anderes, und deswegen musst du es scheinen.
Und sobald alle das ihre scheinen, wird die Welt erleuchtet sein. Sonne und Sterne werden auf der Erde sein, weil ihr sie dort offenlegtet.

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HEAVEN #521 – 26.3.2002 – Choose Joy
WÄHLT FREUDE

Leiden ist so viel deine Wahl, wie du alles andere wählen kannst. Und sofern du Leiden wählen kannst, kannst du auch die Abwesenheit von ihm wählen. Die Abwesenheit von Leiden ist nicht Gleichgültigkeit, denn Gleichgültigkeit ist seine eigene Ebene an Leiden, oder ein So Tun Als Ob, dass Leiden nicht existiere.
Die Abwesenheit von Leiden ist Freude. Auch noch die stummste Freude ist besser als das größte Leiden. Leiden ist nicht mehr wert als Freude. Ganz bestimmt ist es nicht wesentlich. Und dennoch, es weist euch auf die Freude. Aber ihr müsst es nicht haben. Ihr könnt direkt zur Freude hingehen.
Freude hat ihre eigene Parteilosigkeit. Sie ist nicht von der Welt abhängig. Sie existiert nicht nur an einem einzigen Ort und an einem anderen nicht. Freude ist eine Konstante, sobald du sie zulässt, sobald du dich bei ihr nicht einmischst.
Du bist auf der Erde eine Blase der Freude, die fehlinformiert ist, das ist alles. Du meintest, du seist der Schmerz, der Schmerz in personifizierter Weise. Du meintest, du seist ein wandelndes Herzeleid. Du hast sogar gedacht, du seist hierauf der Erde, um zu leiden, so, als wäre das deine Zwecksetzung.
Leiden ist Verleugnung deiner Wahrheit.
Bejahe die Wahrheit von dir, und Leiden verglimmt im Hintergrund. Sie macht ihren Abgang, wie ein Hofnarr, der rückwärts aus der Kammer des Königs herausgeht.
Du hast Leiden nicht zu akzeptieren. Leiden ist eine Art Duldung. Du hast es nicht auszustehen. Auch dann, wenn du trauerst, weißt du, dass es dabei ein Ende gibt. Sofern Trauern später enden kann, kann es ebenso jetzt enden, wieso denn nicht? Leiden ist eine Entscheidung, die du triffst. Du musst keine Entscheidung pro Leiden treffen. Eine Entscheidung ist aus Alternativen gebildet, und für das Leiden gibt es großartige Alternativen.
Was, meinst du, verdienst du? Du musst denken, du verdienest Leiden, anderenfalls würdest du nicht an ihm festhalten. Denkst du, dass du, sofern du nicht leidest, nicht existieren würdest? Du brauchst dich nicht mit Leiden kennzuzeichnen.
Man sagt, Leiden mache einen stärker. Ich sage, kenne jetzt deine Stärke, und fortan wirst du das Leiden nicht so hoch bewerten.
Du kannst dein Leiden Mir anbieten, um es von dir weggenommen zu bekommen, doch lege dein Leiden nicht vor Mich hin, so, als wäre es eine Gabe in Ehrung für Mich. Ehre Mich mit Freude. Ich nehme dein Leiden nicht als Geschenk an. Ich bitte nicht darum. Leiden ist nicht dasjenige, worum Ich euch bitte. Leiden ist nicht der Beweis eures Eifers. Habt ihr gedacht, ebendas sei es?
Vielleicht bietet euch die Welt große Tempel des Leidens für Mich, jedoch macht Leiden einen Bettler aus euch, und Bettler können keine Auswählende sein, und somit akzeptiert ihr, was immer die Welt an Krumen vor euch hinwirft. Leiden macht euch weniger betulich, und damit akzeptiert ihr, was ihr, wärt ihr in Freude, nicht akzeptiertet.
Die Freude indes übersteigt die Betulichkeit bei weitem. Wenn ihr euch in Freude befindet, welches äußere Ereignis kann euch dann niedertreten? Worin seid ihr so sehr eigen, sobald euer Herz mit Freude erfüllt ist? Freude ist Macht; Leiden ist das nicht. Es liegt keine Ehre im Leiden. Bekommt diese Auffassung aus eurem Sinn heraus.
Hört auf, an Leiden zu glauben, denn ihr habt stark daran geglaubt.
Glaubt an etwas anderes.
Leiden macht euch nicht zu einem Helden. Ihr habt Leiden nicht nötig, um ein Held zu sein.
Meint nicht, Leiden habe Christus zu demjenigen gemacht, was er war. Christus hätte gelitten, sofern er nicht Mich gewählt hätte. Hätte er Meine Wahl für ihn nicht anerkannt, so hätte er gelitten.
Ich habe dich ebenso gewählt. Wähle Mich demnach zurück.
Denkst du womöglich, dass du gegen Meinen Willen erschaffen wurdest? Ich wählte dich, und ich wählte dich für große Dinge.
Leiden ist eine kleine Abirrung, die du groß gemacht hast. Ich habe ganz bestimmt nicht die Wahl getroffen, dass du leidest.
Nunmehr kannst du das Leiden los lassen, und du brauchst es nicht zu erneuern. Leiden macht dich nicht mehr. Jeder kann leiden, sofern er es wählt. Es ist keine große Leistung.
Gib das Leiden auf, und du dienst Mir aufs Beste.
Das wird aber auch Zeit. Mache die Zeit zu deiner eigenen. Stelle sicher, dass du deine Zeit wählst. Lasse nicht zu, dass dir Zeit auferlegt wird. Auferlege sie dir selbst nicht. Sobald du deinem Herzen folgst, wirst du nicht müde, denn, sobald du deinem Herzen folgst, betrittst du die Zeitlosigkeit.
An dir ist es nicht, in Eile zu geraten. An dir ist es indes nicht, alleine Behaglichkeit zu suchen. Behaglichkeit ist nicht der Zweck deines Lebens.
Sei weder darauf aus, zu eilen, noch darauf aus, langsam zu sein. Sei darauf aus, dein Herz kennen zu lernen, und somit Denjenigen, Der im Inneren Seine Wohnung nimmt.

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HEAVEN #522 – 27.3.2002 – Whose Planet Is This If Not Yours
WESSEN PLANET IST DAS, SOFERN NICHT DER EURE?

Es ist nicht von Belang, wie viele Menschen dich kennen oder wen du kennst. Was zählt, ist, dass Ich dich kenne, und dass du Mich kennst.
Was wäre, wenn du die Auffassung annähmest, dass du in deinem Leben alles richtig gemacht hast? Und nicht falsch? Wie würdest du dich dann fühlen? Was würdest du dann aus deinem Leben machen?
Was wäre, wenn dein Denken verdreht war? Ich sage dir, das war der Fall. Sofern du deine Menschliche und Göttliche Wertigkeit nicht kennst, ist dein Denken ausgeschert.
Noch siehst du nicht, wie Ich sehe, wiewohl kannst du zur Zeit einsehen, dass dein Sehen begrenzt ist.
Du kannst sehen, dass du dein eigentliches Übersprudeln aufgegeben und dich stattdessen zu einem Strichmännchen gemacht hast.
Lasse dich zum wenigsten darauf ein, dass du weniger akzeptiertest, als es dir ansteht, es entgegen zu nehmen. Du hast weniger entgegen genommen, als dir dargeboten wird. Denkst du, es sei höflich, all das zurückzuweisen, was dir angeboten wird? Denkst du, es sei höflich, nur eine kleine Portion anzunehmen? Das Leben ist kein Kuchen, von dem nur ein Stück zu nehmen ist. Wem gab Ich das Leben, wenn nicht dir? Wessen Planeten ist es, sofern nicht der eure? Welches Geschick hältst du in deinen Händen?
Sofern du dein Denken um ein Hundertstel eines Millimeters ändern würdest, würde sich dein ganzes Leben ändern. Dein Leben ändert sich wohl oder übel und planlos, indes kannst du der Wandler von ihm sein. Ganz bestimmt gibt es etwas, was du ändern möchtest.
Ich sage dir, dass du dein Denken auszuweiten brauchst. Dein Denken ändern ist in Betracht nehmen, dass sich deine Gedanken zur Zeit nicht an der richtigen Stelle befinden. Du hast sie eingegraben, doch dort brauchen sie nicht zu bleiben. Diese eine Einräumung befreit alte Gedanken, sich auf den Weg zu machen und abzugehen, und macht Raum für neue Versionen deines Lebens. Strebe nach Größerem.
Aber du magst deine alte Brille. Du bist an sie gewöhnt, an diese Brille, die nur so und so weit und nur auf die eine Weise, nicht auf eine andere Weise sieht.
Was, fürchtest du, würde geschehen, sofern du etliches deines gegenwärtigen Denkens los ließest?
Du bist ist nicht deine Gedanken. Deine Gedanken sind ein kleiner Teil von dir, aber du gehst ihnen eine Menge hinterher. Deine Gedanken sagen dich aus, wo immer sie herkommen und wohin sie auch immer gehen.
Führt etwas Un-Denken aus. Alte Gedanken umklammern dich, und du tust gut daran, ihre Tentakel zu lockern. Du bist deinen Gedanken gegenüber nicht verpflichtet. Du kannst sie ohne einen Blick zurück in einem Handel eintauschen.
Du kannst neue Schaltkreise starten.
Vielleicht ist Einiges deines fest eingewurzelten Denkens stichhaltig, Ich allerdings würde darauf nicht wetten. Du lebst in einer Welt wie Kraut und Rüben, und womöglich gehört dein Denken insgesamt auf den Kopf gestellt oder beseitigt.
Du hast nicht genug an dich selbst gedacht. Du weißt, das ist so. Du hast dich an jeder Biegung unterminiert. Du warst wie der zaghafte Mann in einem Western, der sagt: „Ach, was soll’s!“ War das nicht so? Hast du dich nicht von der Anerkenntnis deiner selbst weggekehrt?
Wirf eben jetzt einen neuen Blick auf dich selbst. Wozu möchtest du gerne werden? Wie viel deines wahren Selbst bist du willens, zu übernehmen? Wieviel Wahrheit möchtest du direkt ins Gesicht sehen?
Du warst ein Blender. Du hast dich weniger zum Vorschein gebracht, als du bist, bloß weil du an dein Glück nicht glauben konntest, weil du nicht glauben konntest, dass Ich dich in Meinem Bilde aus reinem Gold machte, und demnach hast du wenig von dir gemacht. Jetzt aber kannst du größere Schritte nehmen. Du kannst aus dem Versteck herauskommen. Du warst gut im Verstecken. Sei nunmehr besser im Enthüllen.
Du betrittst in deinem Leben eine neue Bühne. Du steigst höher hinauf. Nimm den Hut ab, den du zur Zeit trägst, und entblöße dein Haupt, damit altes Denken entweichen und damit du erblickt werden kannst.
Du weißt, im Himmel, da gibt es keine Hüte, keine Uniformen, kein reich, kein arm, keine Abitursnoten, kein Untergeordnetes, kein Hochfahrendes, wieso also täuschst du dich selbst, dass du im Leben eine Karriere oder irgendwas anderes Zufälliges seist?
Du bist das Zustandekommen von Mir.

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HEAVEN #523 – 28.3.2002 – What You Seek
WONACH DU SUCHST

Manchmal bist du dir nicht sicher, ob etwas bloß im Traum erschienen ist, den du letzte Nacht hattest, oder ob es gestern oder vorgestern wirklich geschehen ist.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem Traum von etwas und dessen Ereignen bei Tageslicht. Der Traum des Nachts war anschauliches Denken, und die erwachten Ereignisse sind ebenfalls Gedanken, etliche davon derart anschaulich, dass sie in deinem Gedächtnis festkleben und nicht fortgehen. Gedächtnisse, Träume, Gedanken über Gedanken, was sind sie überhaupt? Was trägt sich in Wirklichkeit zu? Trägt sich überhaupt etwas zu?
Eben so wie es keinen Tod gibt, sind die Geschehnisse, die euer Leben ausmachen, eigentlich nicht da. Sie sind kleine Zeichnungen auf einer Plattform eures Seiens.
Dass ihr fortbestehend seid, dass dem Universum unberührtes Licht überreicht ist, meint, dass die Wahrheit von euch nicht wandelbar ist. Veränderungen widerfahren dem Gefäß der Liebe, das ihr seid, doch was ist diese Oberflächenebene überhaupt? Schlicht Beulen des eingebildeten Dramas, denn die Wahrheit von euch, die darunter liegt, ist ungehindert. Ihr seid ewig. Sofern ihr nicht ewig seid, wie könnt ihr zeitweilig sein?
Eure Tour auf der Erde ist zeitweilig. Sie ist nur eine Zeitlang. Ihr aber seid nicht zeitweilig. Und ihr seid nicht auf der Erde verschwendet. Ihr dient einem großen Zweck. Ihr habt bloß nicht richtig geträumt, was er bereits ist. Ihr schaut euch immer noch nach den Gedanken um, die euch eure Realität signalisieren. Ihr seid ein Sucher nach dem Gedanken. Ihr sucht Meinen Gedanken.
Wie nachhaltig ist ein Gedanke deinerseits? Sogar ein wiederkehrender Gedanke hält nicht dauernd an. Meine Gedanken halten an, deine abgesonderten tun das nicht.
Du bist einer Meiner nachhaltigen Gedanken. Ich zeichnete auf dem Universum ein Bild von dir. Ich bewahrte dein wahres Wesen in Meinem Herzen. Du bist eine Promenade Meiner Liebe. Zur selben Zeit, wie Ich dich hielt und wie Ich dich jetzt halte, gebe Ich euch weg. Ich bin euer Schlüssel.
Die meisten eurer Gedanken sind vagabundierend. Sie wandern fort, kommen wieder zurück und wandern noch mehr. In Wirklichkeit seid ihr auf Mein Denken aus. Ihr seid Wahrheitssucher. Einzig Wahrheit hält Tragweite inne. Der Rest ist bedeutungslos. Und Wahrheit ist Licht, und Wahrheit ist Liebe, und das ist die ganze Wahrheit rückwärts und vorwärts. Liebe und Licht und Wahrheit existieren simultan. Es gibt keine Ausnahme.
Ich denke die ganze Zeit an dich. Ich sende dir Meine Gedanken. Und du bist Mein Gedanke, der auf eine grüne Erde geworfen wurde. Indes fangt ihr an, an eure eigenen Gedanken zu glauben, so abwegig wie sie nun einmal sind. Ihr fangt an, euch auf sie zu verlassen. Ihr betrachtet sie als eure Hauptsäule, währenddessen Ich das die ganze Zeit bin. Sind eure Gedanken nicht marschierende Fußsoldaten auf eurer Augenbraue? Paradieren sie nicht? Blockieren sie nicht eure Sicht?
Oder, eure Gedanken sind allerhand laute Musik. Vielleicht haltet ihr eure Gedanken nobel an euch, sodass ihr die Tiefen Unseres Einen Herzens oder Mein Sehnen nach euch nicht verspürt.
Und Ich sehne mich nach euch. Ich sehne Mich nach euch, dass ihr in Meine Augen schaut und euch selbst dort gespiegelt seht. Macht eure Gedanken zu kleinen Pfeifen, die im Hintergrund spielen, und lasst Meinen erhabeneren Gedanken von euch vernommen werden, sodass ihr zu einer größeren Ebene voranschreiten könnt.
Es handelt sich bloß um eine kleine Abreise, die Ich euch bitte anzutreten. Lasst eure Gedanken ein wenig wegdriften. Haltet nicht an ihnen fest. Betont nicht so sehr, was rund um euch vor geht. Lasst nicht die Oberfläche eures Lebens die Show bestimmen. Macht nicht so viel aus den Ereignissen des Lebens. Ihr seid nicht etwaig, vielmehr seid ihr ewig. Ihr seid jetzt. Macht euch nicht so viel aus den Oberflächen-Begebenheiten.
Macht mehr von Mir.

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HEAVEN #524 – 29.3.2002 – From Which Direction Today?
AUS WELCHER RICHTUNG HEUTE?

Alles, was auf euch zukommt, hält Güte inne, Güte, die insbesondere für euch bestimmt ist.
Falls ihr diese eine Sache glaubt, spielt sich euer Leben auf einer anderen Ebene aus. Wenn Gütigkeit von überall her kommt, dann kommt auch Liebe von überall zu euch. Gütigkeit und Liebe kommen gelegentlich unerbeten und ungesehen, und ihr wisst nicht, woher sie das nächste Mal kommen werden.
Ja, von überallher, aber im voraus wisst ihr nicht, aus welcher Richtung sie heute kommen. Ihr habt keine Idee, wer der Auslieferer der Gütigkeit sein wird, die für euch bestimmt ist. Allerdings wisst ihr jetzt, dass ihr der Empfänger von ihr seid. Das ist alles, was ihr zu wissen braucht. Ihr seid ein In-Empfang-Nehmender und Verdient-Habender all des Guten, das herankommt. Seid einfach bereit.
Wie freilich macht ihr euch für all die Gütigkeit bereit, die zu euch auf dem Weg ist? Nicht dadurch, dass ihr euch nach einem Nachweis von ihr umschaut, indes dennoch, indem ihr euch nach ihr umschaut, ein sachtes Gewahrsein von etwas Wundervollem, was im Begriff ist anzukommen.
Eben so wie ihr euch, wenn Gäste bei euch zu Besuch kommen, für sie vorbereitet. Ihr bereitet ihnen den Weg. Vielleicht kennt ihr die genaue Ankunftszeit nicht, aber ihr wisst, sie sind auf dem Weg. Ihr deckt den Tisch. Ihr macht für sie die Dinge schön, bevor sie herkommen.
Und was stellt das dar, was ihr tut, während ihr euch auf eure Gäste vorbereitet? Ihr gebt etwas von euch selbst an sie. Ihr drückt eure Wertschätzung ihrer Ankunft aus. Ihr drückt Liebe für sie aus.
Das ist ganz anders, als ihr euch für eure Feinde vorbereitet, dennoch habt ihr ebenso im Blick, wie ihr euch für sie bereitet. Ihr habt euch das ganze Leben über auf Übergriffe der einen oder anderen Art vorbereitet. Wieso solltet ihr ansonsten verspannt sein?
Wenn ihr die Lieblichkeit kennt, die zu euch unterwegs ist, seid ihr das entspannteste Wesen auf der Welt.
Widerstand wird zu einer Sache der Vergangenheit.
Du schmilzt dich in dein Glück hinein.
Du lässt dich in die Kissen deines Lebens fallen.
Wie bereitest du eine gute Mahlzeit vor?
Du hast alle Zutaten in einem Küchenschrank oder im Kühlschrank. Deine Schränke sind voll. Und du holst die Zutaten deiner Wahl heraus. Du bringst sie alle zusammen und mischst sie. Du lässt sie kochen und setzt dich eine Weile hin.
Und eben auf diese Weise lebst du dein Leben.
Du hast viele Zutaten, aus denen du auswählst, und du hast viele Speisekarten, um daraus etwas auszusuchen. Speisekarten sind wie Gedanken, und du hast viele davon. Du bist von Ideen voll. Und du bist der Wähler, und du bist der Koch. Und du bist der Esser bei dem Fest.
Alles im Leben, was ankommt, ist ein Freund. Einerlei, wie verhüllt, es ist ein Freund, der kommt, um dir ein Geheimnis zu erzählen, das du anderwärts nicht hören könntest.
Vielleicht wird dir eine Gelegenheit dargeboten, dich selbst zu entwickeln. Und was ist sich selbst entwickeln anderes, als dich selbst für etwas vor dir zu öffnen. Vielleicht ist es eine neue Wendung der Ereignisse. Aber euch selbst entwickeln ist eigentlich nicht entwickeln. Es ist dem Mehr von euch, das bereits da ist, stattgeben, zum Vorschein zu kommen.
Vielleicht hast du zu lange oben an der Treppe pausiert, und nun ist es an der Zeit, dass du den nächsten Flug in die Höhe nimmst.
Wandel ist dein Freund. Er ist nicht dein Feind.
Ein Aufschütteln in deinem Leben hat dich nicht zu erschüttern.
Du hängst bei deinem Leben nicht von deinem gegenwärtigen Leben ab.
Du bewegst dich in deinem Leben. Leben ist dein Milieu. Es ist der Teich, in dem du schwimmst. Es ist nicht der Schöpfer von dir. Du kannst stets in eine andere Richtung schwimmen. Du kannst tauchen und du kannst hochspringen. Du bist derjenige, der die Kräuselungen bewerkstelligt. Sie machen nicht dich.

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HEAVEN #525 – 30.3.2002 – The Other Side of Sorrow
DIE ANDERE SEITE DER SORGE

Wenn du weinst und nicht weißt wieso, dann sieh die Tränen als einen Segen an, der lange vergrabene Sorgen abwäscht. Du brauchst vor der Sorge keine Angst haben. Sie ist lange vergraben worden, weil du vor ihr Angst hattest.
Was wäre, wenn Sorge nichts Schlechtes wäre? Was wäre, wenn Sorge ein Kanu ist, das dich an das Ufer bringt, oder wenn sie ein Gleisbett darstellt, das dich zu dem weit entfernten Land führt? Was wäre, wenn Sorge dich erreicht, um dich zu trösten? Was wäre, wenn Sorge ein Freund ist, einer jener Freunde, die sich sehr um dich kümmern, und die auf etwas hinweisen, das du übersehen hättest, wenn sie dich nicht darauf hingewiesen hätten? Was wäre, wenn du den Gram nicht beiseite zu schieben hättest? Was wäre, wenn du erkennen würdest, dass die Sorge eine Botschafterin von großer Bedeutung ist? Eine Botschafterin, die an deine Tür kam, um dir zu sagen, dass du eine nach etwas Großem aussehende Enttäuschung hattest, und dass es jetzt an der Zeit sei, dich voran zu bewegen.
Was wäre, wenn du vor Sorge nicht zu weinen hättest? Oder nicht lange zu weinen hättest?
Was wäre, wenn du in deinem Leben alles, was kommt, bewillkommnen würdest, wenn du ihm seinen Anteil überließest und dich sodann zur nächsten Position begäbest?
Du hast die Sorge nicht davon abzuhalten, zu kommen, desgleichen nicht die Vorkommnisse, die sie sich scheinbar zuzieht. Bewahre stattdessen deine Gedanken über dein Leben davor, mit Sorge beladen zu werden. Es sind deine Gedanken, die dich in Sorge ertrinken lassen, nicht die scheinbare Sache. Dein Geist hat zu dir gesagt: „Was da passiert, ist grässlich. Ach, ich Armer.“ Dein Geist hat einen Trommelschlag gesetzt, der dir Sorge signalisiert.
Lasse dir stattdessen deine Gedanken zu einer Belohnung werden. Lasse deine Gedanken zu einem weiteren besten Freund werden, der mit dir durch dick und dünn geht. Lasse deine Gedanken weise sein und lasse sie nicht zu viel aus den Dingen machen. Wasimmer passiert, es ist nicht das Ende der Welt. Und dein Leben soll sich dort hinein wagen, nicht dabei einhalten.
Lasse deine Gedanken sich ans Planschen machende Helden sein, die durch das Getümmel flitzen und durch nichts zu stoppen sind. Sie kommen sogar aus dem Dschungel noch ungeschlagen heraus, bereit für das nächste Abenteuer. Weise deine Gedanken an, dich eher zu ermutigen als zu entmutigen. Lasse deine Gedanken alliierte Soldaten sein, die deine Hilfe einweisen.
Sorge ist etwas Vorübergehendes, bedaure sie infolgedessen nicht. Sobald sich jemand im Krampf der Sorge befindet, sei freundlich zu ihm, auch dann, wenn dieser Mensch du selbst bist. Dennoch ist Sorge keine Tasse Tee, bei der man es sich gemütlich macht.
Du hast deine Sorge aus der Vergangenheit aufgelesen und sie unter einen Deckmantel, dass dir etwas Schmerzhaftes widerfahren sei, in die Gegenwart hinüber gekehrt. Deine unablässig fortbestehenden Gedanken haben sich nicht auf der scheinbaren Traurigkeit des Lebens anzusiedeln.
Stehe von deinem Trauern auf und gehe ins Leben hinein.
Gürte dich mit Freude.
Freude ist genauso verfügbar wie Sorge.
Entsinne dich der Dankbarkeit. Dankbarkeit ist dir ein großartiger Diener und ein Heber der Geister. Dankbarkeit möchte dich für sie springen lassen. Lasse eher Dankbarkeit als Sorge an deiner Seite stehen. Du hattest genug Sorge und möglicherweise nicht genügend Dankbarkeit.
Wenn du Sorge bei dir behältst, hast du dein Herz in einen Umschlag gesteckt und ihn versiegelt. Löse dein Herz aus diesem Umschlag. Es ist lange genug dorthin relegiert worden. Sogar eine herumschweifende Sorge von vor einer Stunde hatte ihre Zeit und ist parat, zu gehen. Für die Sorge gibt es keine festgesetzte Zeit. Sie ist keine Verpflichtung. Lasse sie kein Abschreckungsmittel sein.
Gehe im Leben voran, gehe auch mit der schwarzen Krähe der Sorge voran, die sich auf deiner Schulter kauert. Sie wird bald genug von dir ablassen. Sie wird sich von dir verabschieden, und an ihrer Stelle wird sich ein Hüttensänger einfinden. Oder ein Roter Kardinal.

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HEAVEN #526 – 31.3.2002 – God Invites You Today
GOTT LÄDT DICH HEUTE EIN

Übergib Mir eine Zeitlang die Zügel. Entspanne dich ein wenig neben Mir. Setze dich zurück und lasse deine Füße und dein ermattetes Herz ausruhen. Ich bin der Große Annehmlich-Erschaffer. Nichts sonst ist das. Du hast das herausgefunden, denn alles Sonstige in der Welt ist flüchtig. Eben aufgrund dieser Flüchtigkeit suchst du tröstende Annehmlichkeit.
Du möchtest Kissen, in die du versinken kannst, die immer noch da sein werden, wenn du dich erhebst. Du fürchtest dich, wie sich das Leben vor dir auflöst. Bei Veränderungen fühlst du dich trostlos. Eine einzige sichere Sache würde dir eine Menge bedeuten, und alles, was da ist, bin Ich. Ich bin deine Sicherheit. Nichts sonst.
Darauf ist nicht Mein Stolz gerichtet; diese Erklärung der Wahrheit steckt Mir keine Federn an den Hut. Ich habe keinen Bedarf an mehr und mehr von dir, mit Ausnahme nach einem Mehr von deiner Akzeptanz dessen, was Ich dir gebe, und Ich habe ebendafür ein Bedürfnis, damit Ich dein Herz bezwingen kann, das so lange schmerzte. Nur ein einziger Augenblick deines schmerzenden Herzens ist für ein Kind Gottes zu lang.
Was möchte Ich deines Erachtens, wenn Meine Kinder einen überhäuften Tisch vor sich haben und dabei einen ungedeckten sehen? Was, denkst du, möchte Ich, wenn Meine Kinder in einem fruchtbaren Land wohnen und bloß Wüste sehen, oder, wenn sie, sofern sie fruchtbares Land sehen, es in weiter Ferne sehen? Wieso, meinst du, möchte Ich, dass du zu Mir kommst? Ich bin komplett. Es bist du, der denkt, er sei unvollkommen.
Eine Rose kennt ihre Vollkommenheit, doch du, Mein Kind, fühlst dich unvollständig, und bist in Eile, dich mit was auch immer daherkommt aufzufüllen.
Ich komme nicht daher. Ich bin immer hier, demnach hast du ein wenig eine Pause einzulegen, um Mich zu lokalisieren, wo Ich immerfort tief im Herzen von dir bin. Nimm Meine Gaben an dich entgegen, die bereits die deinen sind. Verbanne deinen Kummer einen Augenblick lang, und sinke in Meine Liebe für dich. Meine Liebe für dich ist enorm. Aber sie wird dich nicht zum Kentern bringen. Sie wird dich ins Gleichgewicht bringen, und du wirst aufrecht und fest dastehen, und dich als die Rose enthüllen, die zu sein du geboren wurdest.
Du hast angestrebt, störungsfrei zu sein, aber deine Suche wurde hektisch. Setze dich eine Weile hin, und du wirst sehen, was du gesucht hast.
Habe keine Angst, dich hinzusetzen und auszuruhen. Du hast nicht immer im Topf deines Lebens herumzurühren. Du musst nicht immer außer Hauses sein dort inmitten des Lebens. Du kannst ein wenig zurücktreten und dich eine Weile hinsetzen, bevor du wieder aufstehst und die Straße des Lebens betrittst.
Hier geht es nicht um ein Zurückzucken vor dem Leben. Hier geht es um die Synthese des Lebens. In der Musik gibt es Pausen. Die Töne, die dem folgen, sind durch die Energie der Pause ausgepolstert. Die Pause stärkt die Musik, die hinterher kommt.
Du nimmst einen Atemzug, um auszuatmen. Im Leben, da gib dir eine Chance, einzuatmen. Du hast dich nicht immer aufzuwenden. Erweitere dich zunächst ein wenig.
Die Pause, die erfrischt, ist etliche Minuten mit Mir in der Stille deines Herzens sein. Habe keine Angst, dort einzutreten, wo Ich bin. Es gibt hier niemanden, der dich zum Schweigen bringt. Hier winken dir Finger zu, hereinzukommen. Es gibt keinen Bibliothekar, dessen Regeln du zu befolgen hast. Es ist keine Anmeldung nötig. Ich habe schon deinen Namen in Meinem Herzen eingetragen. An diesem bereinigten Ort gibt es nur dich und Mich, die sich in einem Moment der Kenntnisnahme begegnen.
Ich bin hier, und alles, was es bedarf, bist du. Möchtest du kommen und dich eine Weile zu Mir setzen?

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HEAVEN #527 – 1.4.2002 – The Present

DIE GEGENWART

Wenn du Ängstlichkeit spürst, hast du an der Vergangenheit festgehalten. Gefühle der Beklemmung sind nicht möglich, sobald du in der Gegenwart bist. Gedanken an die Vergangenheit und die Zukunft gestatten es der Ängstlichkeit, sich festzusetzen. Ich und der Augenblick sind das gleiche.
Sieh die Gegenwart als eine Wellenlänge an, ebenfalls die Vergangenheit und die Zukunft. Meine Wellenlänge ist immer in der Gegenwart. Du siehst in der Gegenwart in Meine Augen, denn Ich blicke soeben auf dich.
Die Gegenwart ist nicht aus Gedanken aufgesetzt, wiewohl sie ihr eigenes Gewahrsein ist. Gewahrsein ist nicht selbst-bewusst. In der Gegenwart sein ist wie wenn du spontan umarmst. Du denkst: „Ich möchte diesen Menschen umarmen.“ Auch denkst du nicht: „Ich gehe und umarme diesen Menschen.“ Du umarmst einfach. Du umarmst. Wenn du anfängst darüber nachzudenken, hast du aufgehört, dich auf den gegenwärtigen Augenblick einzulassen, und hast dich in den Gedanken über ihn eingeklinkt. Gedanken sind nicht dort, wo Tragweite existiert. Natürlich, dein Geist ist ein Telegraphenband an Gedanken. Dir wurde das beigebracht. Dir wurde beigebracht, zu denken, und dir wurde beigebracht, zu handeln. Seienshaftes befand sich nicht im Skript, das die Welt dir überreichte, Seienshaftigkeit freilich ist inwendig in dir verschlüsselt.
Um auf die Gegenwart zurückzukommen – in der Gegenwart sein ist wie das Essen eines Stücks Kuchen. Die Gegenwart ist nicht das Verdauen. Sie ist der Augenblick, in dem der Kuchen in deinen Mund gelangt, und du kostest ihn.
Es ist gut, mit dem Kosten des Lebens zu beginnen und alle Geschmacksrichtungen ins Auge zu fassen. Süße ist nicht der einzige Geschmack. Sobald du die Erfahrung mehr willkommen heißt als die Nicht-Erfahrung, wirst du von all den Kostproben probieren. Das ist eine andere Ausdrucksweise dafür, dass du dich am Leben freust.
Das Leben ist keine gerade Linie. Du bist die gerade Linie. Schaue nicht außerhalb von dir nach Gleichmäßigkeit. Behalte dein Gleichgewicht, und steinige Wege werden dich nicht abhalten. Du gehst über sie hinweg. Sie laufen nicht rücksichtslos über dich.
Quetsche den Saft aus dem Leben wie aus einer Orange. Trinke ihn. Sauge das Gott-gegebene Leben hinein, das das deine ist. Genieße es mit wahrer Wollust. Quirle es. Du trägst das Leben. Nicht das Leben trägt dich.
Sei ursprünglich. Sei authentisch. Worauf wartest du?
Leben ist nicht, es in den Griff zu bekommen. Leben ist hinübergehen. Genauso gut könntest du das Terrain genießen.
Im Leben vorankommen bedeutet nicht einen größeren Aktionsradius, obschon das der Fall sein kann. Vorankommen ist mehr wie die Plattform, woher du kommst. Größeres Handeln auf der gleichen Stelle bringt dich nicht voran. Größere Vision führt dich voran. Es kündigt deine Ankunft an.
Male dir einen großartigen Pfad aus, und gehe dann auf ihm.
Male dir ein großartiges Unterfangen aus, und lasse dich dann auf es ein.
Vergegenwärtige dir einen Lichtstrahl von Mir zu dir.
Vergegenwärtige dir, wie er dich einhüllt, dieser Strahl des goldenen Lichts, wie er von Meinem Augen fällt, um dich zu krönen.
Male dir den Strom Meines Lichts aus, das sich stufenförmig rund um dich und durch dich befindet.
Wenn du nach links trittst, folgt dir Mein Licht.
Wenn du nach rechts trittst, folgt dir Mein Licht.
Im Himmel gibt es weder rechts noch links, demnach, wohin du auch trittst, Ich bin bei dir. Wir können nicht unterscheiden, Wer Wem hinterhergeht, da Wir nicht auseinander sein können. Wir sind simultan.
Sobald du im Moment bist, heuerst du bei Mir an, und das ist die Simultaneität der Liebe.
Liebe ist kein Gedanke. Genauso wenig eine Handlung. Eine Handlung mag aus Liebe bestehen, aber die Handlung ist nicht Liebe.
Strebe nach Liebe. Wenn du Liebe nicht spüren kannst, dann stelle Wertschätzung her. Wertschätzung wird dich zur Liebe führen. Du kannst sogar würdigen, was du nicht liebst, und ändern, wie es zum Vorschein kommt. Deine Wertschätzung kann Unannehmlichkeit in Freude kehren, so wie sich Schlacke in Gold kehren kann.

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HEAVEN #528 – 2.4.2002 – Ego Walks on Stilts

DAS EGO GEHT AUF STELZEN

Freue dich, dass das Ego abnimmt. Sei mit ihm durch. Löse dich von ihm ab.
Wer ist dieses Individuum, das in dieser Welt einen Namen trägt? Von welchem Ort der Verleugnung her behelligt dich irgendwas? Mein Kind, Mein Kind, das bist du – Mein Kind. Du bist nicht Ego. Du bist nicht dieses Gemälde da draußen. Du bist nicht einfach irgendwer. Du bist Gottes Kind.
Du bist kein Gummiball auf der Erde, der hin und her geprellt wird. Du bist ein Seinswesen der Liebe, und Liebe kann nicht vor den Kopf gestoßen werden. Die Wahrheit von dir ist unangreifbar. Und dennoch duckst du deine Wahrheit, immer und immer wieder, und trägst die Zeichen der Welt auf dir.
Schaue nicht nach Billigung durch die Welt. Du wirst genug davon haben, aber nicht nach ihr Ausschau halten. Schaue ebenso nicht nach den Schleudern und Bögen, denn sie werden gleichfalls aus sich selbst heraus kommen. Sei neutral.
Und wie wirst du unparteiisch?
Schaue einfach Mich an, du, der du in der Welt einen individuellen Namen trägst. Sei Meiner Liebe eingedenk. Entsinne dich, dass du Mir in Freude dienst. In Gequältheit, da dienst du niemandem, nicht Mir, nicht dir, und nicht denjenigen, die dich dem Anschein nach beleidigen.
Einzig das Ego kann beleidigt werden. Einzig das Ego kann schmerzen. Einzig das Ego hält dich von deiner Vollheit ab, die in Meiner Liebe Vergnügen findet.
Versuche folgendes: Sei über alles froh, was kommt, um das Ego von dir auszulöschen. Das Ego ist ein Eindringling und ein sich Aufdrängender. Du brauchst es nicht. Es hilft dir nicht. Freue dich über jene, die das Ego deiner Beachtung zuführen, sodass du es abschütteln kannst.
Wenn das Ego dich aufbaut oder niederschlägt – bei beidem -, ist es dir nicht dienlich. Das Ego ist eine hohle Verkaufsmasche. Es bedeutet nichts. Das Ego ist weit, weit entfernt von der Wahrheit von dir, und deswegen bekommst du bei ihm Verletzungen. Wasimmer dein Ego ernährt, es ist gleichfalls von der Wahrheit von dir weit entfernt. Und wasimmer es angreift, ist ebenfalls von der Wahrheit von dir weit entfernt.
Ja, in Wahrheit, was macht es aus, was jemand von dir denkt? Ob sie hoch oder gering von dir denken, was hat das mit Uns zu tun? Wenn du dich in die Meinung von jemandem über dich einkaufst, lässt du ein Vagabundieren über dich herrschen. Du wirst der Jojo, hoch und nieder, hoch und nieder, an unsichtbaren Fäden gezogen. Sei nicht an die Fäden geheftet.
Oder sieh das Ego als Klauen, die einen Zugriff auf dich bekommen haben. Lasse den Ego-Muskel nicht mehr spielen, und die Klauen werden abfallen.
Stelle diejenigen, die dein Selbstansehen angreifen, in Mein Licht. Sie haben sich ebenso wie du an das Ego geheftet. Und sie leiden ebenso unter ihm. Habe Erbarmen mit ihnen, und stelle sie in Mein goldenes Licht.
Empfinde es nicht so, dass dich vom Ego leeren dich entleert. Dies gibt der Vollheit von dir statt, sich zu erheben. Das Ego ist nur mit Eis überzogen. Meine Kinder können nicht alleine mit Eis überzogen leben.
Sieh das Ego als Make-up. Es macht, dass du gut aussiehst, doch dann wäscht es sich alles ab.
Fühle dich nicht beraubt, wenn eine weitere Schicht Ego abgeht. Entsinne dich, die Verdampfung des Ego macht mehr Raum für Mich und dich, für das Du, das weit über die Umhänge des Ego hinaus existiert, für das Du, das bereits vor dem Ego existierte und das hinter ihm existiert. Für das Du, das nie mehr oder weniger ist. Es ist nur so, dass du, so wie du in Wirklichkeit bist, durch das Ego, durch dein Ego und durch dasjenige Anderer, vergraben warst.
Ego, fort mit dir, und du, Mein Kind, erhebst dich von der Asche des Ego. Steige hoch empor. Entfalte dich aus der kauernden Position, in der dich das Ego gehalten hat. Steige höher. Erhebe dich zu deiner vollen Statur. Du bist ein Riese der Liebe, und du hast als ein Fleckchen der Liebe Maskerade betrieben. Das Ego geht auf Stelzen. Du fliegst.

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HEAVEN #529 – 3.4.2002 – Let the Music Begin

LASSE DIE MUSIK ANFANGEN

Du denkst, du brauchest Annehmlichkeiten, aber eigentlich hast du Gewahrsein nötig. Dass du Komfort brauchst, ist eine Illusion.
Es stimmt, vielleicht fühlst du dich nicht recht wohl, aber du wächst, und alte Kleider fühlen sich eng an.
Du kommst aus dem Schatten heraus.
Annehmlichkeit ist nicht die goldene Kutsche, die vor dir vorgehalten wird.
Komfort ist etwas zu Kleines. Er ist nicht gut genug für dich. Leicht, in ihn hinein zu schlüpfen, jedoch nicht ausreichend.
Stehe von der Couch deines Lebens auf. Setze dich jetzt gerade hin. Bald wirst du stehen, und du wirst aus dem Wohnzimmer herausgehen, dein Haus verlassen, und du wirst das Universum betreten, das auf dich wartet.
Ausgedehnt ist der Horizont vor dir. Und du bist groß genug für ihn. Dorthin gehörst du. Du gehörst nicht halb vertuscht an eine kleine Stelle.
Freue dich an dem Wachstum. Widersetze dich ihm nicht.
Es ist dein Gewahrsein, das wächst. So wie dein Gewahrsein wächst, nimmt dein Leben neue Dimensionen ein. Umfange in deinem Gewahrsein das Universum. Ausdehnung ist dein Pfad. Nimm ihn. Genug des Zögerns und der inneren Debatte.
Die Wahl liegt bei dir, und dennoch hast du keine Wahl. Worüber du herausgewachsen bist, darüber bist du hinausgewachsen. Hole zu dir selbst auf.
Mauern beinhalten dich nicht. Eine Stadt umfasst dich nicht. Und nichts löst dich, mit Ausnahme du selbst. Du hast Gepflogenheiten des In Schach Haltens, doch können sie dich nicht lange eindämmen. Sie passen nicht mehr.
Deine Domäne ist mehr als ein Fleck auf dem Universum. Deine Domäne ist das Universum.
Du befandst dich unter Vorbereitung. Fasse nun ins Auge, dass du vorbereitet bist. Und was bedeutet das? Es heißt, die Zeit ist da, um zu einer Verabredung mit Mir rauszugehen. Du hast Mich bei dir selbst behalten und jetzt begleitest du Mich und führst Mich ein. Selbstverständlich, Ich bin es, der dich einführt. Ich werde dir den Weg zeigen. Sei nicht bescheiden, denn Ich winke dich herbei, um mit Mir zu kommen. Ich habe dich hunderte Male eingeladen, und Ich lade dich weitere hundert Mal ein, bis du Ja sagst, hernach aufstehst und mit Mir kommst.
Unsere Zeit ist da, um zu tanzen.
Wir wollen die Welt rütteln und sie zu sich selbst aufwecken. Die Schritte, die Wir nehmen, werden die Welt zur Entdeckung der Ewigkeit öffnen. Es gibt keinen Zeitplan. Die Immerwährendheit der Liebe ist in diesen Augenblick der Ewigkeit eingeschlossen, in dem Wir Uns an der Hand halten und Uns hinaus begeben.
Deine Schritte werden rascher. Dein Herz hebt sich an, während Wir die Tanzfläche des Lebens betreten. Du bist kein Mauerblümchen. Du bist der Träger einer Corsage, die Ich dir gegeben habe. Und Ich gab dir Meinen Willen. Ich will, dass du tanzt und tanzt, und dass du das Universum herumwirbelst. Führe es sich selbst bei sich ein, während Ich dich herumwirble.
Es macht Spaß, mit Mir zusammen zu sein. Wasimmer passiert, bei Mir sein füllt dein Herz. Und im Grunde genommen möchtest du dein Herz erfüllt haben. Du hattest ausreichend Wunden und Herzeleid. Nun ist für dein Herz die Zeit da, mit Freude erfüllt zu werden. Du wirst dein Herz füllen, wenn du nicht mehr länger über dessen Schmerzen nachdenkst. Beginne, an sein Freuen zu denken.
Die Freude der Welt nimmt mit dir den Anfang. Biete dem Universum deine Freude dar. Es ist etwas Kleines, sie zu geben, aber sie reicht weit. Halle die Welt mit Freude nach. Gib der Welt den Schlag an. Summe mit deinem Leben ihre Weise. Bestimme mit dem Tippen deines Fußes einen neuen Rhythmus.
Du hast lange genug auf der Couch des Lebens gelegen. Nun ist die Zeit da, dass du dich zu Unserem Tanz erhebst. Lasse die Musik beginnen.

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HEAVEN #530 – 4.3.2002 – Wielder of Miracles

HANDHABER VON WUNDERN

Sofern alle Dinge möglich sind, dann gibt es die logische Folge, dass nichts unmöglich ist. Glaubst du das? Ich weiß, du möchtest das glauben, aber Ich meine, du bespöttelst es.

Streiche das Wort „unmöglich“ aus deinem Wortschatz. Sofern das Wort nicht existierte – sofern der Gedanke hinter dem Wort nicht existierte -, wärst du ein überzeugender Herbei-Bittender und Handhaber von Wundern. Du wärst ein Entfalter von Wundern. Wunder wäre dein Name.

In dieser Schöpfung gibt es nichts, was nicht möglich ist. Es gibt keine Grenzen, abgesehen von jenen, die die Welt aufstellt. Die Welt stellte Beschränkungen auf, um die Konformität an die vorgegebene Vergangenheit anzuerkennen. Die Welt zog um dich herum Linien, doch sie sind dir nicht dienlich, und sie haben dir nicht Einhalt zu gebieten. Nicht einmal Stacheldraht hat dich zum Stoppen zu bringen. Wo ist der Ort, wohin dein Geist und dein Herz nicht zu gehen vermögen? Wo ist der Ort, der nicht Mein Wille ist?

Beginne zu bejahen, dass Liebe überall ist, gleich, wie armiert sie ist. Sofern Liebe armiert sein kann, kann sie auch unarmiert sein. Und ist nicht Liebe das Wunder, die Hand hinter dem Thron des Wunders?

Was vermag Liebe nicht zu tun? Was vermag deine Liebe nicht zu tun?

Es gibt keine Übertretungen. Es gibt nur Liebe, die niedergetrampelt wurde, die zurückgehalten, unter den Boden gestoßen wurde. Doch, auch wenn sie unter der Oberfläche ist, ist Liebe nach wie vor da. Liebe kann nicht rückgängig gemacht werden. Deine Liebe kann nicht rückgängig gemacht werden.

Liebe kann aber gehortet werden, und das Strömen des Wunders kann gedämmt werden – eine Zeitlang, nicht aber für immer. Kein Damm blockiert einen Fluss für immer. Die Kraft der Natur steigt hoch. Liebe wird an die Oberfläche kommen, und Wunder werden über das Antlitz der Erde gekippt werden.

Es gibt weder groß noch klein, wenn es auf ein Wunder hinausläuft. Ein Wunder ist nichts mehr, als dass das, was wahr ist, augenscheinlich gemacht wird. Ein Wunder ist nichts mehr als Wahrheit, die zum Anschauen gebracht wurde.

Sei ein Seh-er der Wahrheit. Deine Augen werden Wunder enthüllen. Und du wirst ausfindig machen, dass Wunder gewöhnliche Ereignisse sind, die jetzt soeben vor deinen Augen vonstatten gehen.

Das Wunder wäre, wenn es keine Wunder gäbe.

Wunder sind ein Spiegelbild von dir.

Lasse Tragödie und Fehlbenehmen los, und du wirst sehen, was zurückbleibt. Schier Wunder.

Ehre heute die Wahrheit des Wunders.

Schaue dich nicht nach der Ursache des Wunders um. Ich bin die Ursache. Schaue nicht nach dem Wert der Wunder, denn sie befinden sich auf keiner Skala. Wunder ist Wunder, eine Kraft der Liebe und der Begebenheiten, die die Welt wie Sterne glitzernd ansprühen.

Du kannst Wunder nicht mehr abzählen, als du die Weite der Sterne oder die Liebe, die im Himmel und auf Erden weilt, abzählen kannst. Wunder ist ein nicht zählbares Hauptwort. In einem bestimmten Sinne gibt es keine Wunder. Wunder ist da.

Wo du bist, da ist Wunder. Und dennoch ist da keines. Alles ist Wunder, wiewohl nichts Wunder ist. Im Universum gibt es aber keinen Mangel an Wunder. Meine Liebe und Mein Gedanke reichen überallhin, wo ist demnach Wunder nicht? Wunder ist ein Konzept, und Ermangelung von Wunder ist ein Konzept. Ersinne Wunder.

Ist es kein Wunder, dass Unsere Liebe und Unsere Gedanken untereinander geteilt sind? Ist es kein Wunder, dass Liebe in aller Fülle überfließt? Und dennoch ist Liebe überhaupt kein Wunder, denn sie ist ganz entschieden die Faser der Schöpfung.

Deine gesamte Existenz ist ein Wunder. Und alles, was vor dir liegt, ist ein Wunder. Wunder ist nicht Spektakel. Wunderbar ist nicht spektakulär. Es ist Allerwelts. Etwas Anderes gibt es nicht.

Wunder ist schier Licht, und du bist ein Scheiner von Licht. Du bist ein Wunder des Lichts. Du bist Mein Wunder auf Erden, und du bist ebenso der Betrachter von Wundern. Du bist Mein Geliebter, Meine Geliebte. Sei heute ein Wunder. Setze die Liebe in deinem Herzen in Bewegung.

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HEAVEN #531 – 5.4.2002 – Heavenward

HIMMELWÄRTS

Wenn du nach oben schaust, wörtlich wie auch bildlich gesprochen, begegnest du Meinem Auge. Wahr ist, es gibt keine Richtungen, aber auf der Erde, da seid ihr durch Richtungen umgeben, und demnach müsst ihr nach oben schauen. Wenn du nach oben schaust – bei dem augenblicklichen Akt des Schauens nach oben -, wird dir eine andere Dimension aufgewiesen. Dein Blick nach oben erinnert dich an den Himmel. Dein Blick nach oben ist ein Signal an dich. Er signalisiert, dass Ich bin, und dass Ich für dich bin.

Nach oben Schauen zerbricht eine Kette deines weltlichen Denkens. Nach oben Schauen ist nicht so sehr eine Suche, wie sie es ein Gewahrsein von etwas mehr ist. Es ist ein Beginnen. Nimm in Augenschein, im Laufe des Tages deine Augen Himmelwärts zu richten. Woran immer du denkst, sieh einfach hinauf.

Es macht nichts, was du siehst. Was zählt, ist, dass du hochschaust. Hochschauen ist Hochschauen, und so schaust du eher nach oben als nach unten.

Du brauchst nicht daran erinnert zu werden, nach unten zu schauen. Das hast du die ganze Zeit getan, hinunter schauen oder zurück schauen. Sogar dein nach vorne Schauen war ein Schauen nach einer Lukentür zum Entkommen aus der Gegenwart. Also, schaue hoch. Lasse deine Augen in eine andere Richtung wandern. Lasse deine Augen erblickt sein.

Vielleicht sind deine Augen Sterne, die um des Himmels halber flimmern. Vielleicht füllt sich der Himmel selbst mit deinem Augenlicht.

Du schaust hoch, aber das bedeutet nicht, dass Ich herunter schaue. Ich treffe deine Augen aus jeder Ecke. Ich treffe deine Augen aus jedem Winkelgrad. Ich fasse sie auch aus deinem Inneren heraus.

Schaue hoch, und es wird keinen Plafond geben.

Ich rufe dich immerzu zu Mir, und dein Hochschauen ist ein Signal, dass du hinhörst.

Lasse deine Augen weiten. Fühle, wie sie größer wachsen, während du in die Richtung schaust, die du Himmel nennst.

Bringe den Himmel mit deinen Augen zur Erde herunter.

Hebe die Erde mit deinem mächtigen Blick zum Himmel hoch.

Präge dir Meinen Blick ein. Lasse Meinen Blick den deinigen stärken. Meine Augen zerschneiden jeden Nebel, und deswegen müssen das auch die deinen tun. Schaue hoch, und entsinne dich Unserer Verbindung, Unserer so reinen und so treuen Verbindung, Unserer Verbundenheit. Sie ist Liebe auf einen Schlag. Sie ist ein Schmelzen. Sie ist ein Schmelzen von der Ungleichheit in die Einigkeit.

Ich ziehe dich durch deine Augen. Ich ziehe dich mit dem Licht deiner Augen zu Mir. Licht zieht Licht an. Sobald du hoch schaust, schaust du lichtwärts.

Ich sende Engel, die Perlen der Liebe in deine Augen tröpfeln zu lassen.

Ich bin ein Augenwasser. Du brauchst kein anderes. Meine Liebe wäscht den Bildschirm deiner Sicht ab. Ich poliere dein Herz. Ich mache es weich. Ich umarme es. Ich hege es durch deine Augen. Deine Augen sind ein Eingangspunkt. Deine Augen sind Wählscheiben, eingestellt auf den Himmel.

Deine Augen können nicht zufrieden sein, ausgenommen mit Ganzheit.

Das Licht des Himmels wird dich nicht blenden. Es wird dich beruhigen. Meine Helligkeit lindert. Das Licht des Himmels kühlt. Es bringt dich zur Ruhe. Du bist im Himmel Zuhause. Das ist dein Zuhause. Von dort bist du.

Du bist auf Erden ein Pionier, aber im Himmel ein Veteran. Der Himmel ist dir nicht unbekannt. Das Bekannte wird erkannt, und es bist du, der vom Himmel her zur Erde schaut. Der Strahl des Lichtes aus deinen Augen kreuzt zu dir zurück, und du bist angeleuchtet. Und fortan, wenn du die Erde und ihre Inhalte anschaust, hellst du sie auf.

Befeuere dich von neuem mit einem aufwärts gerichteten Blick. Erhelle dein Leben von neuem. Wieder-entzünde es. Lasse deine Augen in den Sternen des Himmels trinken und strahle sie auf die Erde zurück.

Hier geht es nicht um ein Bemühen. Das ist ganz natürlich, und das ist nicht zum Einhalt zu bringen.

Ich, Gott, beleuchte die Herzen der Menschheit. Das Licht hat sich auf den Weg gemacht in deine Augen. Sobald es einmal deine Augen betreten hat, sobald es wieder eingetreten ist, wirft sich das Licht des Himmels selbst auf die Erde. Das Licht aus deinen Augen ist von Belang, also schaue hinauf, sodass Ich deine Augen mit Meinem unbeschatteten Licht zu segnen vermag, damit du Mein Licht zur Belebung Aller herumschwenken kannst.

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HEAVEN #532 – 6.4.2002 – Remember Being

SICH DES SEIENS ENTSINNEN

Entsinne dich der Ruhe. Dem Begegnen entsinnst du dich recht gut. Sei nun der Ruhe eingedenk. Schäme dich nicht zu ruhen. Rolle deinen Körper auf die Behaglichkeitsseite des Bettes, und lasse deinen Geist von dem Rummel des Lebens ebenfalls ausruhen.

Du hast nicht immer zu tun. Entsinne dich des Seiens. Sein ist dasjenige, was immer da ist. Es bleibt, während du mit dem Tun aufhörst.

Wie steht das Denken mit dem Seien in Beziehung, wunderst du dich. Also, du bist ein Seinswesen, das denkt, doch denke weniger. Anerkenne mehr.

Denken ist beschwerlich reisen. Seien ist augenblicklich, und Seien ist ewig. Deine Gedanken sind Begleiter. Sie leisten dir Gesellschaft, gelegentlich zu deinem Entsetzen. Doch sind Gedanken nicht dein Sein. Des Öfteren sind sie wie Reiseführer, die nicht still sein und dich nicht einfach genießen lassen wollen. Sie wollen dir mit ihrer lauten ungezügelten Stimme gerne alles erklären und mit dir nach hier und nach dorthin rennen.

Lasse auch deine Gedanken eine Weile ruhen. Lasse sie gehen und entbinde sie eine Zeitlang. Lasse die Energie, die in derart vieles Denken einfließt, sich zu größerem Denken gürten.

Gedanken sind bloß Impulse des Denkens.

Lasse deine Gedanken von tieferen Tiefen herkommen, und du wirst tiefere Impulse und tiefere Gedanken haben, die dich weiter springen lassen.

Du weißt nicht so viel, wie du gerne denkst. Gleichzeitig weißt du weitaus mehr, als du denkst. Lasse mehr deines Wissens emporkommen. Gib ihm eine Chance, sich selbst zu erweisen.

Du bist ein unentdeckter Schatz.

Die Anerkenntnis deinerseits ist nötig. Niemandes sonst.

Du hast dich außerhalb von dir nach Anerkenntnis umgeschaut, und demnach hast du dir selbst eine Falle gestellt und dich in ihr verfangen.

Schaue nach vertrautem Wissen inwendig in dir, und nicht nach Anerkennung von außen.

Was die Welt und die Insassen in ihr von dir denken, ist beiläufig. Was du von dir selbst denkst, ist zuvorderst.

Lasse deine Gedanken über dich selbst von Mir her emporsteigen, und fortan wirst du wissen, was du weißt.

Die Probleme der Welt sind sehr spannende Dinge. Sie erlauben dir, mit deiner Zunge zu schnalzen und deine Hände hochzuwerfen. Du hast es gerne, machtlos zu sein. Du, der du derart machtvoll bist, denkst gerne, dass du, was die Weltereignisse angeht, nichts tun könnest, dass sie außerhalb von dir seien, je weiter von dir weg desto besser. Deine Gedanken ziehen an, und deine Gedanken werden zu dem Gram der Welt hingezogen. Deine Gedanken heften sich an sich selbst.

Denke nicht, es gebe wenig, was du tun kannst. Deine Gedanken sind machtvoll, also ändere dein Denken. Weite es. Denke nicht, du tuest wenig oder nichts, während du Andere in Mein Licht stellst.

Sieh es so – du hilfst den Menschen in Problemen, indem du sie mit Mir an einen Konferenztisch setzt.

Manchmal ist es so, je mehr Ich benötigt werde, desto weniger werde Ich berücksichtigt, so, als wäre Ich ein separater Faktor im Leben der Menschen. Du denkst, Ich sei recht nett, jedoch machtlos, um den Lauf der Ereignisse zu ändern. Du denkst, dass Ich vielleicht ein schönes Hobby bin, doch nicht die Hauptströmung.

Du denkst etwa, das Versetzen von Nadeln auf einer Landkarte sei lebenswichtiger als Mich zu Rate zu ziehen. Du denkst etwa, dass äußeres Handeln lebenserhaltender sei als inwendiges Seien.

Und eben deswegen fühlst du dich gegenüber den Weltereignissen hilflos, weil du die Macht deines inneren Seiens nicht erkennst.

Höre auf, die äußeren Begebenheiten der Welt zu betrauern, und fange an, Mein Licht auszusenden. Denke nicht, Mein Licht sei unerheblich. Hält Mein Licht nicht das gesamte Universum beieinander?

Weite Mein Licht nach dorthin aus, wo Schatten herrscht. Alles andere als Mein Licht ist bloß Gebabbel oder kurzsichtiges Unterfangen, oder Drehungen und Wendungen von männlicher Energie. Die Welt bedarf neuer Stiche, die gewebt werden, sie bedarf keines Vertuschens. Weben ist kein Projekt, das den Männern alleine zugehört.

Es gibt nichts, was hoffnungslos ist, und niemanden, der hilflos ist. Distanz existiert bloß in Menschlichen Bezügen, nicht in den Meinen. Und somit befindet ihr euch inmitten des Tumults. Er ist nicht weit von euch entfernt. Er ist so nahe wie euer Herz. Lasst euer Herz die Wunden heilen.

Sendet euer Herz hinaus, wohin es nötig ist. Sendet euer Herz wie Krankenschwestern hinaus. Eure Herzen heilen die Wunden von innen her nach außen, und das ist die einzige Heilung von Belang, weil es die einzige Heilung ist, die andauert. Seid der Welt ein Wohltäter. Werft eure Hände nicht hoch.

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HEAVEN #533 – 7.4.2002 – A Habit of Fear

EINE GEPFLOGENHEIT DER ANGST

Wenn du einen Schubs Angst verspürst, spürst du Grauen. Du spürst die Furcht selbst, und sodann ist da ein Extra-Ruck an Bestätigung, dass Angst wiederum herangekommen ist, demnach hast du jetzt Angst und hast du Grauen. Dir graut es, da du die Nochmalige Gelegenheit der Angst als einen Signalgeber der Wahrheit interpretierst. Manchmal, öfters, ist Angst deine eigene Angst vor dem Wandel. Du bist wie ein Pawlow’scher Hund geworden. Du gehst auf das Bellen der Angst ein, indem du dich nach hinten zurückziehst. Du ziehst dich von der Angst rückwärts gehend zurück, nicht auf etwas zu.

Die Angst, die du spürst, ist eine Gewohnheit. Sie ist ein konditionierter Reflex. Du hast Angst nicht zu erleben. Hattest du nicht ausreichend von ihr? Wann ist es genug?

Interpretiere Angst anders. Mache sie nicht zu deinem Meister.

Intuition ist nicht Angst. Das ist deine Fehlinterpretation. Du denkst dir oft Angst als Intuition, die dir ansagt, etwas nicht zu tun. Du hast nicht alles zu tun, woran du denkst, doch ist Angst kein guter Ratgeber. Sie ist ein guter Entzieher. Übersetze Intuition zu einem Tuens-Ansager. Lasse die Intuition dich zu etwas hinführen. Lasse sie ein Licht vor dir her sein, kein summendes Insekt, das dich stoppt.

Allein, du hörst deine Intuition nicht immer, und du lauschst nicht, wenn du sie hörst.

Sofern du nicht immer an die Vergangenheit denken würdest, wäre deine Intuition klarer. Du würdest den Unterschied zwischen Impuls und Intuition kennen. Du würdest den Unterschied kennen zwischen deinem Herzen folgen und auf deine Angst hören.

Schau, habe nicht einmal Angst vor der Angst, fürchte nicht einmal, dass du angstlos zu sein hast. Du hast nicht unerschrocken zu sein. Indes auch nicht entmutigt.

Du hast dich weder von jeglicher Angst abzukehren, noch hast du sie zu meistern. Gib ihr einfach nicht so viel Macht, wie du das tust. Du brauchst nicht vor lauter Angst in deinen Stiefeln zu schlottern. Angst ist weder Freund noch Feind. Angst ist eine Folgerung des Denkens.

Wie oft hast du in der einen oder anderen Form die Vergangenheit wieder zu leben? Was wäre, wenn du auf einer Welt zur Welt gekommen wärest, wo Angst nicht existiert? Angst hat keine eigene Existenz. Sie ist etwas, was in dem Gemütern der Menschen vergrößert wird. Angst ist etwas, was ihr beimesst.

Ich sage: „Fürchtet euch nicht. Ich bin bei euch.“ Dennoch blickt ihr auf ein spezifisches Ereignis, und fragt euch, wo Ich bin.

Ihr meint, Ich rate euch, Angst zu verleugnen, so, als hättet ihr keine. Ich rate euch, aufzuhören, sie zu umschwärmen. Habt ihr der Angst nicht mehr geglaubt als Mir? Habt ihr nicht mehr auf die Angst gehört als auf Mich? Habt ihr euch nicht mehr nach Angst umgeschaut als nach Mir?

Ehrt keine anderen Götter über Mir. Ganz bestimmt nicht die Angst. Geheiligt sei Mein Name. Er ist geheiligt, weil Ich die Ganzheit der Wahrheit bin. Angst hat nur einen Namen. Sie hat keine Identität. Angst ist der Schwarze Mann, und er hat seinen Weg mit euch gehabt.

Rennt nicht von der Angst weg. Kommt ihr ebenfalls nicht nach. Seht die Angst wie Spam-Post, die euch erreichte. Lest sie oder nicht. Behaltet sie oder nicht. Werft sie fort oder nicht. Angst ist ein gelegentlicher Besucher. Sie ist nicht der mächtige Rhythmus von euch. Ihr braucht sie weder zu beweisen noch sie zu missbilligen.

Seht Angst wie einen Passanten. Seht sie wie Fußspuren, die euch zu folgen scheinen. Aber ihr braucht die Fußspuren nicht zu fürchten.

Ja, wahrlich, ihr habt aus der Angst einen Gott gemacht. Das ist das gleiche, wie aus der Sicherheit einen Gott machen. Die Welt macht aus euren Ängsten Geld.

Ihr habt die Angst nicht zu nähren. Angst hat sich nicht von euch abzusondern. Sie ist nicht euer Kidnapper. Reduziert die Angst auf ihre Größe.

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HEAVEN #534 – 7.4.2002 – The Coattails of Ego

DIE ROCKSCHÖSSE DES EGO

Beklemmung ist chronische Angst. Sie ist Angst ohne Bezeichnung. Sie ist auf dem Ausschau nach Angst. Sie ist die Überzeugtheit, dass Angst und der Grund zur Angst gewiss kommen oder gekommen sind oder wieder gekommen sind oder ihre Präsenz fortgesetzt haben. Beklommenheit ist eine Schlussausführung, die du tätigst. Beklommenheit ist ein Geist der Angst. Ihr müsst sie nicht haben. Ihr könnt euch ihrer entledigen.

Beklommenheit und Angst haben nicht wirklich etwas mit euch zu tun. Seht sie wie Mücken. Vielleicht beißen sie euch und leben von euch, doch sind sie euch fremd. Sie gehören euch nicht zu.

Jedes Mal, wenn euch Angst oder Beklemmung beißen, streicht eine Salbe der Erinnerung an Mich auf, und sie werden sich verziehen. Sie sind euch äußerlich. Sie sind euch nicht innewohnend.

Werft Angst und Beklemmung in den Abfall. Zum Überleben oder zu sonst etwas braucht ihr sie nicht. Ihr braucht sie überhaupt nicht. Heißt sie nicht derart willkommen, wie ihr das getan habt.

Ihr könnt sie an ihren rechtmäßigen Platz verdammen, der kein Platz bei euch ist. Ihr mögt sie gegebenenfalls spüren, aber ihr habt nicht auf sie zu hören. Ihr habt nicht euer Leben durch sie zu übernehmen und nicht das Leben aus ihm herauszuquetschen zu lassen. Ihr habt es nicht nötig, sie zu beherbergen. Ihr habt es nicht nötig, für sie ein Anlaufhafen zu sein. Ihr habt es nicht nötig, sie en gros zu verkaufen oder sie wiederzuverkaufen oder ihnen eine Raststätte zu sein. Ihr habt sie nicht weiterzureichen. Ihr habt ihnen keinen Glauben zu schenken.

Kehrt sogenannte Fehler nicht in Angst. Irrtümer sind Irrtümer. Weil ihr eure Hand in der einen Richtung und nicht in der anderen durch das Wasser gezogen habt, was für einen Unterschied macht das für das Wasser? Eure Hand ist nur durch das Wasser geglitten, und das Wasser bleibt Wasser und ist durch eure Hand unverändert. Fehler sind nichts mehr als das. Wo existieren sie sonst außer im Geist des Menschen?

Fehler leiten euch womöglich, euren Kurs zu ändern. Dann also, liebt eure Fehler mehr als ihr sie fürchtet. Ihr habt eure Hand vor einem Augenblick in die eine Richtung durch das Wasser gezogen, und jetzt bewegt ihr sie in die andere Richtung.

Beklemmung hat nicht die Oberhand zu bekommen. Beklemmung muss weder euer Kapitän noch euer Gefährte sein. Heißt sie nicht derart willkommen. Macht nicht derart viel Raum für sie.

Wenn sie bei deiner Tür anlangt, hast du sie nicht einzulassen. Du hast ihr gleichfalls nicht die Tür vor dem Gesicht zuzumachen. Du kannst sie versuchen lassen, zu verkaufen, was sie verkaufen möchte, und dann kannst du sagen: „Nein, danke.“ Und die Beklommenheit wird ihres Weges gehen. Sie ist zufällig. Sie achtet nicht darauf, wo sie geht. Sie wird nie dorthin gehen, wo sie akzeptiert wird, und sie wird sich überall ein Zuhause bereiten, und gedeihen, wo ihr ein Willkommen gegeben wird.

Sofern du die Ängstlichkeit willkommen geheißen hast, hast du das nicht fortzusetzen. Du kannst sie ihres Weges schicken. Du kannst ihr einen Korb geben.

Es ist für die Ängstlichkeit Zeit, sich auf den Weg zu machen.

Sie hat bei dir keinen rechtmäßigen Platz.

Vermisse sie nicht. Fühle dich nicht schuldig, weniger Beklemmung zu sein, als durch Beklemmung geschüttelt zu sein. Ängstlichkeit muss nicht deine Eskorte sein. Du brauchst sie wirklich und wahrhaftig nicht. Sie war ein Aasgeier und hat dich zu ihren eigenen Zwecken benutzt, denn du siehst, die Ängstlichkeit ist ein Aufhänger des Ego.

Sie hält die Rockschöße des Ego.

Ängstlichkeit hat keine Existenz aus sich heraus. Sie läuft unter falscher Farbe. Sie liefert verstümmelte Botschaften aus, demnach wirst du ihr unablässig zuhören. Drehe dein Ohr zu Mir, und du wirst Mich hören. Irre dich darin nicht. Gib Gedanken von Mir statt, um die Ängstlichkeit zu ersetzen. Zolle Mir die Aufmerksamkeit, die du der Beklemmung gegeben hast, und du wirst der Gedeihende sein.

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HEAVEN #535 – 8.4.2002 – Faith Innocent

GLAUBEN, IN ALLER UNSCHULD

Glauben ist kein Erfordernis. Du brauchst keinen Glauben, um Zugang zu Mir zu haben. Glaube ist etwas, was hinter der Erfahrung kommt. Er ist kein Vorreiter von ihr.

Ich sage hier, du hast nicht an Mich zu glauben, bevor du Mich kennst.

Allerdings, du bedarfst der Unschuld. Sofern Mangel an Unschuld aus vorgefassten Ideen besteht, dann ist Unschuld erforderlich, nicht Glauben. Die Schwierigkeit mit vorgefassten Ideen besteht darin, dass sie dich verletzlich machen für dein Kontrollieren Meines Eintritts in dein Leben – und dementsprechend versäumst du ihn. Sobald du Mich in einer bestimmten Weise, in einem bestimmten Gewand deiner Erfindung vorhersagst, oder sobald du Meinen Eintritt durch eine bestimmte Tür vorhersagst, siehst du womöglich zur falschen Stelle oder du suchst nach einem mutmaßlichen Gott und verfehlst Mich eben dort, wie Ich bin.

Sofern du bislang nicht mit Mir aufs Tiefste vertraut wurdest, hast du deine Ansicht Meines Eintritts dirigiert. Du hast dich bemüht, die Show zu leiten. Du hast Grenzen um dich gelegt. Du hast Mich aussortiert. „Gott ist so und so, nicht so.“ Und dementsprechend hast du durchgesetzt, was du sehen möchtest.

Sieh Mich, und nicht deine Vorhersage von Mir.

Jedoch einerlei, welche Barrieren du und die Welt errichtet haben, du wirst Mich erkennen. Du hast Mich kennengelernt. Alleine die Haftung an andersgeartete Prinzipien hält dich davon ab, Mich eben jetzt anzufassen. Ich bin jetzt soeben in deiner Zugriffsweite.

In diesem Augenblick erhältst du einen flüchtigen Blick von Mir oder ein Wispern Meines Gedankens oder einen Wink Meiner Stimme. Du bekommst etwas von Mir. Dein Gewahrsein tut sich gegenüber der Möglichkeit von Mir auf. Eine lange vergessene Weise rührt in dir, und dein Erinnerungsvermögen an dieses Lied liegt einfach unter der Oberfläche. Mein Lied quillt in dir hoch und wird oben zum Vorschein kommen. Du kannst es jetzt fast summen.

Unschuld sagt nicht vorher. Unschuld ist Offenheit dem gegenüber, was direkt vor dir ist. Mangel an Unschuld ist Offenheit gegenüber bestimmten beschränkten vorhergesagten Zufahrten und Verschlossenheit gegenüber anderen. Mangel an Unschuld mutmaßt Kenntnis und wird was sein Bild von ihr anbelangt nicht überredet werden.

Sei willens, unschuldig zu sein, und das wird dir ziemlich gut tun. Sei willens, mehr hereinzulassen. Sei willens, hereinzulassen, was kommt. Sei kein Polizist, der den Verkehr regelt. Stelle keine Stopschilder auf. Winke Mich durch.

Glauben ist reines Offensein. Glauben ist keine Überzeugung. Überzeugung ist nicht viel. Überzeugungen wechseln. Glauben ist viel mehr als etwas, zu dem du dich überredest. Glauben ist keine Entscheidung. Glauben ist sehen oder wissen oder hören auf einer tiefen, tiefen Ebene. Tiefe Ebenen sind simpel.

Kehre zur Einfachheit zurück. Lasse die Komplizierung weg.

Glauben ist nicht etwas zum Lernen. Alles Studium in der Welt bringt ihn dir nicht. Er kommt unerbeten. Du lässt ihn zu, eben so wie du Mich zulässt. Du kommst mit deinen eigenen Augen über den Glauben, und dann akzeptierst du ihn. Du siehst, was du gesehen hast. Du brauchst den Glauben nicht blindlings zu kaufen.

Glauben ist mehr wie eine Speisekarte in einem Restaurant, wo du bereits einmal Gast warst. Du hast ein bestimmtes Gericht probiert, es war gut, und du möchtest es noch einmal. Du erinnerst dich an es, aber du kannst den Geschmack nicht recht heraufbeschwören, solange bis sich die Köstlichkeit nicht ein weiteres Mal in deinem Mund befindet. Das ist Glauben. Glauben ist Anerkenntnis.

Glauben ist jetzt soeben. Unsere wechselseitige Liebe ist Unser Glauben.

Die Frage handelt nicht vom Gewinnen oder Verlieren des Glaubens. Es ist eine Angelegenheit, Mich eben jetzt zu haben, wie Ich dein Herz rühre.

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HEAVEN #536 – 9.4.2002 – You Are a Representative of Infinity

DU BIST EIN REPRÄSENTANT DER UNENDLICHKEIT

Es war einmal, da dachtest du, du seist ganz allein. Du dachtest, du seist ein Fleck auf dem Universum, separiert von anderen Flecken platziert, jedoch mit ihnen gemeinsam zusammengeschlossen, und alle – ein jeder – sehr, sehr alleine, vorort gebracht in einem weiten Universum. Unverbundene Punkte, die Erde besprenkelnd, und du hast nicht gewusst, was du hier tust. Du wusstest nicht, wieso du hierhin verurteilt wurdest, wie lange die Frist, und was zu tun ist, während du die Strafe absitzt. Du grummeltest und murmeltest und stolpertest vor dich hin.

Du durchliefst Bewegtheiten. Du tatst, was jedermann tat. Du hast mit ihnen gleichgezogen, und sie mit dir, und du und all die Punkte vergaßen die Impulse. Ihr kanntet lediglich Wiederholung.

Gelegentlich wollte ein Lichtfunken auftreten, und du tatst einen tiefen Atemzug. Und danach wurdest du beraubt zurückgelassen, und eine Zeitlang danach noch entschieden unbefriedigter, weil du nunmehr nach Sinngehalt suchtest, nicht nach gewichtigen Schritten.

Du hast nie geahnt, du seist der Sinn. Du hast nie vermutet, dass die Erde dein Feld ist, und dass du dafür bestimmt bist, es zu bestellen. Du hast nie vermutet, dass all die anderen Punkte, die du kopiertest und die dich kopierten, Repräsentanten von dir waren, Repräsentanten, lediglich mittels Illusion unverbunden. Du hast nicht daran gedacht, dass Zeit und Raum Repräsentanten der Ewigkeit darstellen. Du dachtest, sie seien das, was du dachtest, sie seien es. Und du dachtest, du und die anderen Flecke seien schier Würfel auf einem unbezeichneten Spielbrett. Du hast nicht erkannt, dass du das Spielbrett bist, und dass du alle Spieler auf ihm mitsamt dem Punkt bei dem Spiel bist.

Du wusstest nicht, dass du der Grund für das Seien bist.

Die Welt wird gemäß deiner Gunst gewogen. Du wusstest das nicht. Du dachtest es anders. Du dachtest, du befindest dich in einem Wettbewerb, und in einem, bei dem du möglicherweise nicht gewinnen kannst. Früher oder später würdest du aus dem Feld genommen, und früher oder später würdest du verlieren oder auf der Bank sitzen. Du hattest nicht bemerkt, dass du die ganze Zeit auf der Bank gesessen bist, unterdessen dein Name ausgerufen wurde, um aufs Spielfeld zu kommen.

Nun hörst du deinen Namen. Ich bin es, Der ihn ruft. Ich rufe dich, zum Berggipfel zu kommen, sodass das Echo deines Namens über das ganze Universum hinweg vernommen werden kann.

Ich rufe dich, das Universum anzuerkennen, denn es ist du selbst.

Es gibt keinen Wettbewerb. Du bist der Auslieferer der Welt an sich selbst. Du bist der beflügelte Mercurius. Du bist Mein Botschafter, und du bist emsig und schnellfüßig. Und du bist schnell und leichten Sinnes.. Und du bist rasch und herzensflink.

Du kannst sitzen, wo du bist und das ganze Universum an sich selbst verstreuen. Du kannst von dort aus, wo du sitzt, den Kosmos bereisen.

Du bist kein isolierter Fleck auf dem Antlitz der Erde. Alle Punkte sind durch Mein Licht verbunden, somit sind alle Punkte wie eine einzige riesige Sonne, die angeleuchtet ist, sodass alle sehen können, wie Ich es tue.

Und demnach bist du der Leuchter der Welt, und du bist das Licht der Welt, und du bist Mein Licht, erbracht, um die Dunkelheit zu vertreiben. Dunkelheit ist bloß eine Illusion, also heißt dein Zweck, die Illusion zu vertreiben. Du vertreibst die Illusion, indem du Wahrheit verströmst.

Ich habe dir Licht gegeben, und es liegt dir an, zu leuchten. Wenn du Mein Licht leuchtest, das Ich in dich investierte, teilst du es automatisch. Mein Licht kann nicht ungeteilt sein. Und wo Mein Licht ist, kann sich Dunkelheit nicht hervorwagen. Schaue inwendig nach dir nach Meinem Licht, damit du es der Welt verkünden kannst, die nach wie vor an Dunkelheit glaubt. Sitze nicht einfach da, und frage dich nicht, was als Nächstes zu tun sei. Stehe auf, nimm das Licht, das inwendig in dir ist, und lasse es heraus. Offenbare dich jetzt selbst, denn auf diese Weise offenbarst du Mich.

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HEAVEN #537 – 10.4.2002 – Draw a Yellow Sun

ZEICHNE EINE GELBE SONNE

Du bist Ballast für die Welt. Du bringst sie zur Ruhe. Du hältst sie auf flachem Kiel.

Du bist der Ballast. Lasse die Welt dich nicht niederdrücken. Du hast keinen Bedarf, gewogen zu werden. Du kannst nicht vom Gesicht der Erde abfallen. Du kannst dich bloß zum Himmel heben.

Für dich gibt es keine andere Zukunft als dies.

Versöhne dich mit dir selbst.

Du kehrst gerade zu Mir zurück. Manchmal mit voller Kraft voraus. Manchmal schlotternd.

Aber Schnelle ist kein Thema.

Der Himmel ist die einzige vorher ergangene Schlussausführung, derer du dir gewiss sein kannst. Deine ganze Gewichtigkeit auf Erden ist so, dass du zum Himmel federn kannst. Wie viele Drehungen und Wendungen in der Straße, das zählt nicht, wenn du erkennst, dass deine Ankunft gewiss ist.

Sie steht nicht in Frage. Du stehst nicht in Frage. Du kannst Mir nicht immer widerstehen. Wir sind zusammen für immer.

Du bist nur so weit von Mir weg, wie dein Denken das ansagt. Selbstverständlich kannst du nicht weit von Mir weg sein, da Ich stets bei dir bin, demnach denkst du bloß, du seist entfernt. Deine Gedanken haben dich zuvor irregeleitet.

Verlasse dich nicht so sehr auf deine Gedanken. Sie sind alte Landkarten, und nun zeichnest du eine neue.

Zeichne dafür, wo Ich bin, eine gelbe Sonne, und zeichne dich dann rund um Mich. Ich bin dein Herz, dein unbesiegbares Herz. Du wirst Mich in deinem Herzen lokalisiert finden. Ich bin da soeben oder letztes Jahr oder vor einem Augenblick nicht hineingekommen, auch nicht in einem Augenblick von jetzt ab. Ich bin bereits in deinem Herzen, und dort war Ich von dem Moment an, als die Existenz anhob. Alleine, du hast einen Teil deines Herzens abgeschlossen. Du hast Mich dort abgesondert, und wartest auf den geheimen Augenblick, wann du diesen geheimen Durchgang aufmachst.

Indes bist du es, der aus Unserem Einssein ein Geheimnis gemacht hat. Sicherlich habe Ich keines. Ich habe Mich in kein Mysterium umwölkt. Wieso sollte Ich das? Zu welchem Zweck?

Ich habe euch nie abgeleugnet. Ich habe Mich nie vor euch verborgen. Ich bin immer der gleiche gewesen. Ich bin immer der gleiche.

Zuweilen tanzt du um Mich herum wie um einen Maibaum. Die Zeit wird kommen, wann du direkt zu Mir hingehst und dir selbst deine Ankunft verkündest. Die Zeit ist jetzt. Ich wusste nie um euer Verschwinden, deswegen sehe Ich keine Ankunft. Ich sehe in der Tat, dass ihr eure Augen zu Mir aufmacht, und Ich bin froh. Das ist alles, was nötig ist.

Ich liebe es, bekannt zu werden. Ich existiere, um bekannt zu werden. Haltet Mich nicht in der Schwebe, während Ich immerfort euer bin.

Ihr wartet auf euren Auftritt, aber es gibt keine Zeit, infolgedessen nichts, um an der Reihe zu sein. Ihr habt auf nichts zu warten. Niemand kommt vor euch, niemand hinter euch. Ihr seid Mein eines Kind, und ihr seid hier soeben bei Mir. Wieso bestreitet ihr das? Was hofft ihr zu erzielen? Worauf wartet ihr?

Ihr wartet entweder auf euch selbst, um euch zu ändern, oder auf Mich, dass Ich verwandle. Ihr begrenzt euch selbst durch die Regeln, die ihr aufstellt. Wenn ihr doch bloß eure Wertigkeit bejahen würdet, dann wärt ihr würdig.

Sogar gemäß eurer Standards würdet ihr in dem Augenblick wertvoll werden, in dem ihr beschließt, es zu sein. Wenn jemand zum Ritter geschlagen wird, ist er ein Ritter. Wenn ein König gekrönt wird, ist er ein König. Wenn du Mein Kind bist, bist du Mein Kind. Kein schieres Gewand oder keine Illusion nimmt das fort.

Du wurdest als Mein Erbe geboren. Nichts kann das ändern. Das ist Realität, gleich, wie weit du dich davon weg feuern magst. Du kannst in der Vorstellungskraft nur so und so lange davon abgehen, und danach kehrst du zur Wahrheit zurück, zur Wahrheit, die die Herrlichkeit von Mir und die Herrlichkeit von dir ist.

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HEAVEN #538 – 11.4.2002 – God-Seeking

GOTTSUCHEN

Wenn du verurteilst, bist du darauf aus, das Denken eines Anderen zu verändern. Wenn du verurteilst, möchtest du deinen Gedanken über denjenigen eines Anderen stellen. Es geht nicht um die Frage, ob du oder sonst jemand recht oder nicht recht hat. Das ist eine Frage des Aufzwingens, was einem Anderen zugehört. Seine Gedanken sollen die seinen sein, nicht die deinen.

Du hast genug zu tun, dein eigenes Denken zu ändern. Lasse Andere sein, wo sie sind. Sie werden zu ihren eigenen Schlüssen gelangen. Du bist zu den deinen gelangt.

Du wunderst dich, wie du Mich auf die eine Weise verstehen kannst, und ein Anderer Mich anders versteht, und, wie könnt ihr beide der Wahrheit treu und dennoch auf einem unterschiedlichen Pfad sein.

Hier die Antwort: Welcher Pfad ist nicht von Tragweite. Das Ende des Pfades ist von Bedeutung. Alle Pfade sind in Wirklichkeit verschiedene Landkarten zu Mir. Die Karten mögen verschieden sein, aber der Bestimmungsort ist der gleiche.

Wir können in der Sache noch weiter gehen. Zu Mir gibt es keinen Pfad. Oder Wir können sagen: Ich bin der Pfad.

Wir können noch weiter gehen. Ich bin der pfadlose Pfad.

Ich bin dein Lehrer. Ich mache es dir nicht schwer, Mich zu finden. Es gibt keinen Lehrplan. Es gibt keine Reise zu Mir. Ich bin augenblicklich. Ich bin spontan. Alle Pfade in der Welt sind Züge, und unterwegs gibt es viele Haltestellen. Du kannst an jeder aussteigen, und Ich werde da sein.

Du kannst dir den Zugfahrplan durchlesen, wie du möchtest, aber selbst du wirst Mich finden.

Niemand, keine Schule, händigt Mich an dich aus. Ich bin leicht. Du selbst findest Mich auf. Und du brauchst nicht die Kilometer zu zählen, denn Kilometer sind etwas aus der Vorstellung. Sie sind illusorisch, so wie die Auffassung, du habest Mich zu finden – irgendwo, an einer bestimmten Stelle und nicht an einer anderen, Ich, der Ich unverfroren überall bin.

Die Bahnlinie zu Mir heißt Wahrheit, und du kannst überallhin hüpfen. Du bist die Maschine. Die Route ist nichts. Du bist alles.

Du kannst deine Route zu Mir nicht voraussagen. Du kannst ihr nur folgen. Aber es ist nicht die Route, der du folgen sollst. Es bin Ich, dem du folgst. Folge Mir. Verfolge Mich mit deinen Augen und deinem Herzen. Schaue dich nach Mir um, und du wirst Mich direkt dort finden, wo du bist.

Es ist nichts Einschneidendes, Mich zu finden. Ich bin überall, was ist demnach die große Entdeckung? Dass Ich bin? Dass Ich bei dir bin? Dass Wir sind?

Ihr habt keine Initiation zu durchlaufen, um euch bei Mir zu verorten. Auch keine Prüfung. Noch auch hat euer heraufdämmerndes Gewahrsein schrittweise zu sein. Ihr braucht keinen Nachweis Unseres Einsseins. Ihr braucht nicht spektakulär zu sein oder keine spektakulären Ereignisse aufzuführen. Ihr braucht nicht zum Ritter geschlagen zu werden oder sonst irgendwie glänzen. Ihr besitzt bereits alles, was nötig ist, um Mich zu kennen. Ihr kennt Mich schon. Bejaht das. Ernennt euch selbst zum Ritter.

Niemand kann Mich euch lehren. Niemand kann verkünden, dass Ich euer bin. Du bist der einzige, der Mich für sich selbst in Anspruch nehmen kann. Und du beanspruchst Mich, indem du Mich beanspruchst. Erstrebe Mich um Meinethalben, und Ich werde in dein Gewahrsein kommen. Ich kann kein größerer Part von dir sein, als Ich es bereits bin. Ich kann nicht mehr dein sein, als Ich es bereits bin.

Demnach gibt es hier für dich nicht viel zu tun, als zu streben, dass Ich erscheine, in voller Montur, in vollem Gewand sozusagen erscheine. Bestrebe nicht Attribute im ihrer selbst willen, bestrebe vielmehr, mit Mir Eins zu sein. Bestrebe, unser Einssein zu erkennen. Einssein kann nicht gelehrt werden. Es ist nicht zu erzielen. Mache den Anfang, dich selbst anzuerkennen. Du bist bereits Mein,und Ich bin bereits dein.

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HEAVEN – 539 – 12.4.2002 – The Breath of God

DER ODEM GOTTES

Als Ich den Kosmos erschuf, nahm Ich einen Atemzug, und aus Meinem Atem manifestierte sich die Existenz. Aus dem Ausatmen Meines Atems begann die erschaffene Welt. Ich zog einen Atemzug ein, und Ich blies einen Odem aus, und fortan gab es die Schöpfung, wie sie vor Mir ausgebreitet liegt, für alle zu sehen und um darin Wohnung zu nehmen.

Aus der Tiefe Meines Odems kamst du. Aus den Tiefen Meines Seiens, die in die Welt hinein ausgeatmet wurde, kamst du. Ein kompletter Atemzug von Mir, und du tratst in Erscheinung. Wie weit doch Mein Atem reichte! Ich atmete tief ein und Ich atmete voll aus. Ich stutzte nicht. Ich hielt nichts von Meinem Atem an. Ich nahm ihn hinein, und Ich atmete ihn aus, alles. Ich vollendete dich. Du bist vollständig.

Die meisten Meiner Kinder atmen nicht genug, nicht genug ein und nicht genug aus, und nicht tief genug. Oder du atmest ein, jedoch nicht völlig aus. Ihr haltet etwas Atem in Reserve. Atmet mehr ein und mehr aus, und ihr werdet schöpferischer.

Ihr vergesst, dass ihr atmet. Euer Atem ist vertuscht. Ihr wollt das Universum nicht behelligen. Ihr wollt keine Aufmerksamkeit auf euch lenken. Ihr seid nicht sicher, dass die Luft für euch ist, um euch darin zu durchnässen. Ihr seid zögerlich. Ihr zieht eure Lungen eher zusammen, als dass ihr sie ausweitet. Es ist Mein Wille, dass ihr sie ausweitet.

Erwägt, dass ihr mit jedem Atemzug, den ihr einzieht, Meine Energie einatmet. Und mit jedem Atemzug, den ihr ausatmet, stoßt ihr Meine Energie aus. Ihr verliert sie nicht. Ihr gebt sie nicht auf. Ihr opfert sie nicht. Ihr weitet sie aus. Ihr reicht sie der Welt aus. Ihr zirkuliert Meine Energie. Ihr wisst bereits, dass ihr die Bäume nährt.

Atmen ist kein egoistischer Akt. Es ist etwas Großherziges. Dehnt eure Lungen aus, und euer Herz wird massiert, getröstet und gestärkt werden. Stärkt euren Atem, indem ihr ihn nutzt. Trainiert euren Atemapparat.

Nehmt in Betracht, dass Mutter Erde euren Atem bewillkommnet. Sie lauscht auf ihn. Euer Atem bewegt die Welt. Ihr motiviert die Welt. Ihr erschafft für die Welt einen Rhythmus, auf den einzugehen ist.

Alles auf der Erde gilt es, in einen Kreislauf zu bringen. Alles ist reziprok. Deswegen zählt und messt ihr nicht. Alles ist für alle.

Nehmt in Betracht, dass euer Atem bei jedem Atemzug, den ihr einatmet, äußert: „Ich nehme Deine Gaben entgegen, Gott.“ Und mit jedem ausgeatmeten Atemzug sagt ihr: „Gott, Danke Dir, Gott.“ Ein Kreislauf des Universums vervollständigt sich selbst.

Nimm dir Zeit zum Atmen.

Sieh Atmen wie das Trinken eines reinen Bergwassers, und trinke eine Menge.

Sieh Atmen wie deine Augen, die eine schöne Sicht zu sich nehmen, oder die mit neuen Augen sehen.

Sieh Atmen wie deine Ohren, die eine Musik hören, und wie du das Klavier bist, das die Musik ausweitet.

Sieh jeden Atemzug als einen Akt der Magie.

Sieh, dass Ich dich ohne Unterlass mit Meinem Atem erwärme.

Sieh, dass dein Atem, so wie deine Gedanken, überallhin reicht.

Du bist derjenige, der atmet.

Sieh, dass du Meine Liebe einatmest.

Sieh, dass du Mein Verstehen einatmest.

Sieh, dass Ich dich mit jedem Atemzug, den du nimmst, durchknete. Ich bereite dich auf mehr Wunder vor, sie zur Ausführung zu bringen.

Verkleinere nicht die Tragweite der Atemzüge, die du auf der Erde nimmst.

Sieh deinen Atem wie den Mond, der die Gezeiten des Ozeans zum Heben und Fallen bringt.

Sieh, dass dein Atmen das Universum aufpumpt.

Sieh deinen Atem wie eine Gartenlaube, die du für Rosen anfertigst.

Sieh, dass dein Atmen wie das Auslegen eines roten Teppichs auf der Erde ist, auf dem alle in aller Ehre gehen.

Sieh dein Atmen wie einen Teppich, den du für Mich ausrollst, damit Ich darauf gehe.

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HEAVEN #540 – 13.4.2002 – In the Universe of Your Thought

IM UNIVERSUM DEINES DENKENS

Du schiebst keinen Felsbrocken einen Berg hoch, nur um ihn wieder herunterfallen zu lassen. Du schiebst überhaupt keinen Felsbrocken. Nichts blockiert dich, um die Bergspitze zu erreichen, mit Ausnahme deiner eigenen Zusammenhangslosigkeit.

Du denkst, dein Leben sei ziellos, zwecklos, zufällig, und dass du dich von ihm nicht erholen könnest.

Du entmutigst dich selbst. Du schreckst dich selbst ab. Ändere all das, und werde ein Champion deiner selbst. Wette auf dich.

Du hast große Schritte gemacht. Du weißt, du bist weiter gekommen, als du warst. Du weißt, du machst Fortschritte. Du gehst nicht rückwärts.

Und du gehst nicht im Kreis.

Du folgst schier einem unbezeichneten Weg. Es bedarf gehörigen Scharfsinns, an den unbezeichneten Weg, dem du folgst, zu glauben.

Es gibt keinen Bedarf, die Zeichen entlang des Weges zu memorieren. Was immer in deinem Leben sich zuträgt, das trägt sich zu. Was nicht erfolgt, erfolgt nicht. All die befristeten Zeichen sind nicht die Bedeutsamkeit von dir.

Öfters fühlst du, du habest deine Bestrebungen nicht erfüllt, und dass dies dich irgendwie zu einem Versagen erhebt. Doch die Summe deines Lebens besteht nicht darin, wie viele deiner persönlichen Bestrebungen du erfüllt hast. Wie viele Münzen in deiner Tasche, wie viele Leistungen mannigfaltiger Art, wie viele Freunde, wie viele Erfolge, wie viel Beifall, wie viele scheinbare Entgelte – all das ist weder die Erschaffung von dir noch die Aufsummierung von dir.

Setze dich nicht so sehr mit demjenigen gleich, was um dich herum vor sich geht. Mache dein Leben nicht zu einem Gepäck, das du herumträgst, Erfolg an der einen Hand, Versagen an der anderen. Du ziehst dich selbst herunter. Du lässt Tonnage, ob nun Erfolg oder Misserfolg, dich entstellen. Trage nichts.

Schaue weiter und schaue tiefer. Du hast dir selbst Bürden angewiesen.

Wenn du durch Wasser gehst, trägst du nicht das vorhergehende Wasser. Du häufst es nicht auf oder prahlst nicht mit ihm oder betrauerst es nicht. Du lässt es. Du gehst in neues Wasser voran. Du durchquerst es. Was an spezifischen Gewässern du durchquerst, verkleinert dich weder, noch vergrößert es dich.

Du paddelst durchs Leben. Du bist der Paddler. Du bist nicht das aufgewühlte Wasser. Du bist nicht das stille Wasser. Du bist der Passant durch das Wasser. Du befindest dich in dem kleinen Kanu deines Körpers, und du gehst hin und her, und fährst von der Küste weg und wieder zurück. Du bist weder Sieg noch Niederlage. Du bist mehr.

Dein Leben ist das, was du aus ihm machst. Nicht das, was du tust, nicht das, was auf dich zukommt, sondern das, was du über es denkst. Deine Gedanken sind es, die dein Leben steuern. Du hast auf die falschen Dinge geschaut und unförmige Folgerungen gezogen. Du hast dich selbst unterminiert. Was für eine Art Begleiter warst du dir selbst? Sei lieber ein Freund als ein Peiniger.

Du bist wie der Schüler, der mit ganzem Herzen einen Aufsatz geschrieben hat, und dann wirst du der missbilligende Schullehrer, der ihn korrigiert, ihn durchstreicht, hinzufügt, der benotet.

Benote dein Leben nicht. Es gehört nicht benotet. Es gehört gelebt. Es gehört nicht korrigiert. Es gehört aufrecht gehalten. Stütze dich selbst. Schaue dich als ein Kind von Mir an.

Wie arrogant du doch mit dir selbst warst! Du hast dich selbst so gemacht, dass es unmöglich war, dass du gefällst. Du bist dir selbst aus dem Weg gegangen, um deine Mängel zu erweisen. Gehe dir nunmehr selbst aus dem Weg, um deine Stärken zu erweisen. Drehe dir selbst die andere Wange zu.

Die bist ebenso dein eigenes Kind wie das Meine.

Nähre dich selbst. Sei freundlich, sei freundlich. Bringe dich selbst mit Liebe auf. Füttere dich selbst mit Liebenswürdigkeit. Bewillkommne dich selbst. Mache im Universum deines Denkens Raum für dich selbst. Sei dir selbst ein Engel. Während du durchs Leben paddelst, gieße Segnungen auf dich selbst herunter.

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HEAVEN #541 – 14.4.2002 – Rise to the Greatness

ERHEBE DICH ZUR GRÖSSE

Du hast viel in deinem Leben damit zugebracht, dich wie einen Misserfolg oder wie einen halben Misserfolg zu fühlen. Dies deswegen, du denkst dir das Leben in Bezügen von Erfolg oder Versagen, und du hast die Blicke und Worte Anderer zum Maßstab von dir werden lassen, du, der du jenseits allen Messens stehst, du, der du maßlos bist, du, der du unermesslich bist. Es gibt keinen Zollstock, der deinen Atem und die Tiefe von dir erfasst.

Jemand schneiderte dir einen Mantel, nicht so dass er dir passt, sondern dass du in ihn passt.

Am wahrscheinlichsten ist es, die Welt im Großen wie auch deine unmittelbare Welt haben dir einen Umhang umgehängt, der zu eng ist, und du hast gedacht, etwas an dir sei nicht richtig, da die Ärmel zu kurz oder zu lang waren, dasselbe am Kragen, ein Mantel eben, der nicht passte.

Eine Gussform wurde von dir erstellt, die inakkurat und unzulänglich war, und du drehtest und bogst dich, um in sie hineinzupassen und um dein Unbehagen zu verbergen. Du dachtest, du müssest dich da dreingeben. Du dachtest, etwas läge an dir, unterdessen es immerzu die Standards waren, die dir auferlegt wurden, dir, einem liebenswerten Kind Gottes.

Was machen jetzt die Einser-, Zweier-Noten in der Schule aus, oder die Dreier und Vierer? Wer erinnert sich an sie? Du kaum. Wie viel Ehre sind sie jetzt?

Aber die Zeichen, die sie an dir anbrachten, sie hast du nie vergessen. Du wurdest mit Bestürztheit gequetscht oder schwollst vor Stolz an. Du hast die Bestürzung unversehrt festgehalten und den Stolz herumlungern lassen wie eine vormals liebenswerte Angelegenheit. Was für eine zerbrechliche Medaille wurde doch an dir befestigt, nur um zu entschwinden, unterdessen Schatten an Schwachstellen unentwegt an dir festhängen!

Siehst du, wie du die Vergangenheit sich an dir hast festklammern lassen? Du hältst eine bestimmte Position in deiner Familie oder Schule inne, und du wurdest ihr gerecht oder nicht, und du bist immer noch dabei, diese Rolle zu erfüllen, und jenen zu gefallen, denen du zuvor noch nie gefallen konntest.

Sie haben sich geirrt. Sie haben dich für jemand anderen gehalten, und damit hast du dich selbst eingekauft werden und verkauft werden lassen. Du tauschtest dein Herz für die Wertschätzung von dir ein. Du wusstest damals nicht, was sonst zu tun ist.

Jetzt ist von Belang, dass du ein freier Agent bist, und dass du nicht durch die Vergangenheit gefesselt zu sein brauchst.

Du hast nichts zu erweisen. Du hast nicht nachzuweisen, dass du wundervoll bist. Du hast nicht nachzuweisen, dass du es nicht bist. Du hast nicht nachzuweisen, dass du ein Erfolg bist. Du hast nicht zu beweisen, dass du es nicht bist. Du hast dir selbst gegenüber oder niemandem gegenüber in der Welt zu sagen: „Schau, du hattest recht.“ Oder: „Schau, du lagst falsch.“ Beweise dich weder selbst noch sonst jemand als richtig oder falsch. Lasse das los.

Hebe die Vergangenheit hoch und gib sie zu den Wolken, die sich im Himmel einrollen. Lasse die Vergangenheit und ihre Wolken vorüberziehen.

Ein Stempel wurde dir aufgedrückt, und er war nie gültig. Er war die ganze Zeit eine Attrappe. Du aber bist real, und du bist lebenswichtig, und du bist zärtlich, und jetzt kannst du voranhüpfen und hochspringen, nicht dafür, dass dich jemand ansieht, sondern für dich und für Mich, schlicht für Uns, schlicht für die zwei von Uns, Die wirklich Eins sind, um Unserer Herzen willen, und nicht dessentwegen, wie Uns überhaupt jemand sieht.

Spüre weniger den Bedarf, zu leisten. Was leistest du, wenn du etwas leistest? Leisten ist vor dir selbst herrennen um etwas, das du nicht so recht halten kannst, auch dann, wenn du es einfängst. Einmal erreicht, entzieht es sich dir. Entziehe du dich nun dem Bedürfnis nach Leistung. Gibt dir dieser Gedanke statt, zu atmen? Wenn du vor dir her gerannt bist, um Leistung zu erbringen, hast du dich hinter dir zurückgelassen. Hole dich jetzt ab und hebe dich zu der Größe hoch, die inwendig in dir ist, und nicht zu einem Paket, das sich außerhalb befindet.

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HEAVEN #542 – 15.4.2002 – The Power to Ignite Love

DIE MACHT, LIEBE ZU ENTZÜNDEN

Alle Dinge gelangen zur Lösung, aber du erkennst das nicht. Du meinst, du hättest allerhand unerledigte Geschäfte, jedoch löst sich alles ohne deine Hilfe. Wir können sagen, deine Hilfe besteht darin, los zu lassen.

Beziehungen gehen nach dem Tod weiter. Der Tod eines geliebten Angehörigen ist nicht das Ende der Angelegenheit. Was auch immer ungelöst ist, es hängt nicht in der Luft herum.

Seelen begegnen sich immer und immer wieder. Ihr braucht keine Körper, um Meinungsverschiedenheiten zu versöhnen.

„Feind“ mag an der Stelle ein zu starkes Wort sein, jedoch gab es bei dir Nahestehende, die du als Gegner gesehen hast. Zumindest waren sie Enttäuscher. Jede Enttäuschung lässt du dein Herz härter machen. Und sogar beim Tod des Anderen oder weil ihr euch voneinander entfernt habt, hast du mehr an dem Drücken der Enttäuschung festgehalten als am Austausch von Liebe.

Wenn du die Macht hast, zu erschaffen oder zuzulassen oder der Zwietracht nachzukommen, hast du die gleiche Macht, Liebe zu entzünden.

Was bedeutet Vergebung anderes als dein Herz an seinen rechtmäßigen Ort zurückzuversetzen?

Du hättest dich nicht verletzt gefühlt, hätte es nicht Liebe gegeben.

Du wagtest dich mit deinem Herzen hervor, und es war nicht gewollt oder nicht ausreichend oder nicht lange genug erwünscht. Sogar in dem Falle eines unfreundlichen Angestellten in einem Laden hast du es einem winzigen Vorkommnis zugelassen, dein Herz zu verschließen. Dein Herz wurde so verwundet, dass du sogar nach noch mehr Verletzung Ausschau gehalten, und dass du sie in kleinen Dingen gesehen hast, und hernach hast du eine Kampfstellung bezogen. Du hast um dein Herz eine Rüstung gelegt. Du hast dich zu einem Überfall vorbereitet. Und auf diese Weise überfällst du dich selbst.

Du hast gedacht, die Welt sei da, um dir zu dienen, und dementsprechend wurdest du enttäuscht.

Nun findest du, du musst nicht nur dir selbst dienen, du musst Anderen dienen. Jenen Nahestehenden gegenüber, die dir nicht so gut zu Diensten standen, was kannst du tun, um sie dorthin zurückzuführen, dass sie von deiner guten Meinung Vorteile erfahren? Was hast du mit deinen Vorteilen, die du aus günstigen Auffassungen über dich gezogen hast, getan? Wo sind sie hingegangen? Wirst du akzeptieren, dass es in deinem Herzen Barrieren gibt, die zu beseitigen sind, und dass du derjenige bist, der sie zu beseitigen hat?

Wer hat deine Barrieren errichtet, wenn nicht du? Sofern du Barrieren zugelassen hast, in deinem Herzen heranzuwachsen, warst du es, der sie erschaffen hat. Niemand schuf sie für dich. Du machtest deine Liebe von etwas abhängig. Sofern jene Erfordernis nicht zum Vorschein kam, hast du deine Liebe zurückgezogen. Du zähltest deine Liebe wie Münzen im Geldbeutel, und du vergrubst deine Liebe irgendwo, und zögertest, sie wieder einzusetzen. Auch nach dem Tod des Menschen hast du an deinem Schmerz festgehalten.

Was ist Vergeben anderes als deine Teilhabe an einem Akt der Abkehr anzuerkennen? Du wiest die Liebe in deinem Herzen zurück. Du gabst jemandem oder etwas anderem statt, über dein Herz zu befinden.

Kannst du nur dem Ausmaß entsprechend, das dir ausgeteilt wird, lieben, und kannst du nur dem Ausmaß entsprechend, wie dir vorenthalten wird, vorenthalten? Wenn das so ist, hast du dich von der Gnade Anderer abhängig gemacht. Bürste nun den angesammelten Staub von deiner Liebe ab und entsage derartiger Abhängigkeit von Anderen.

Denke nicht, dass Ich rate, du habest dich bei jedem oder bei denjenigen einzuschmeicheln, von denen du dich abgekehrt hast oder die sich von dir abgekehrt haben. Ich schlage vor, dass du sie von deinem Herzen frei setzt. Vielleicht sind auch sie dazu gekommen, das zu tun. Löse sie, und sie werden lernen, so wie du lernst. Lasse sie dein Wohlwollen entgegennehmen. Das Wichtige dabei ist, dass du es gibst. Gib diejenigen, die dich deinem Empfinden nach verletzt haben, sich selbst zurück und halte nicht mehr länger an ihnen fest. Lasse sie aus deinem Herzen heraus. Sie bedürfen es, dass du sie aus der Vergangenheit entlässt. Und du bedarfst deines eigenen Ablösens.

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HEAVEN #543 – 16.4.2002 – A Wonderful Journey

EINE WUNDERVOLLE REISE

Du setzt dem Leben eine Kappe auf, indem du es jeden Moment interpretierst. Du bemisst, und ja, du beurteilst jedes Vorkommnis. Das Leben gilt es nicht zu interpretieren, da du dann in deinem Geist lebst, du überlässt dem Geist die ganze Entscheidung. Du denkst, der Geist sei klüger als dein Herz.

Eine Flagge wird an ihrem Mast hochgezogen, und der Wind bläst sie. So wie sich die Flagge einrollt und ausrollt, ist keine vorbedachte Folge von Ereignissen.

Sieh deine Intention wie die Flagge, die hochgezogen wird. Deine Intention startet Dinge, sich in Bewegung zu setzen. Dann hast du das Leben ohne Kritik deinerseits geschehen zu lassen. Dir ist es nicht angelegen, das Leben so zu leiten, wie du ein Orchester leitest. Du stößt dein Leben an, und dann siehst du, was passiert. Du gibst dem Leben statt, dass es erfolgt. Sonst weist du es in Schranken. Du begrenzt es. Du beschneidest es. Du machst das Leben wie ein Lied, das du ganz leise singst.

Nun ist die Zeit da, dass du heraus singst. Lasse dein Leben Feuer fangen. Was beabsichtigst du heute? Was rufst du zu dir her? Was bestrebst du? Erstrebe mehr, als du deine Schultern in gefürchteter Wiederholung der Strebenslosigkeit herunter sinken lässt. Du hast es vergessen, zu erstreben. Du bist dahergehumpelt und hast vergessen, dass du fliegen kannst. Du hast dich dem Leben mehr unterzogen, als du es herbeigewunken hast.

Fasse den Ton des Lebens ins Auge, den du heute setzen möchtest, für dich und für diejenigen um dich herum. Welche Töne möchtest du gespielt wissen?

Du bist ein Musiker deines Lebens. Du bist ein Herbeilocker von ihm. Rufe es zu dir. Rufe es laut und klar zu dir. Dämpfe deine Stimme nicht. Ziehe dir heute das Leben zu. Wirble es herum. Prelle es. Lasse dich selbst sein.

Strebe hoch. Strebe genug. Strebe nicht nach dem Status quo. Das Leben ist nicht statisch. Es ist Bewegung, und du bewegst dich mit ihm.

Du hörst ein Lied. Gut, dann bewege dich im Rhythmus von ihm.

Lasse das Leben in Wellen kommen. Halte es nicht zurück. Dämme es nicht ein. Bemesse es nicht. Bewillkommne es.

Sobald du heute das Leben willkommen heißt, sofern du heute die Absicht hast, das Leben willkommen zu heißen, wird das Leben dich in seine Arme kehren. Doch genau davor hast du Angst. Du möchtest, dass du das Leben zusammenkehrst, während du das Leben dich tragen lassen musst. Es wird dich weiter tragen, als du dich selbst zu tragen vermagst. Das ist schlicht der Punkt.

Das macht dich nicht zu einem Dahintreibenden. Das macht dich zu jemandem, der gegenüber dem Leben wachsam ist. Sei für das Leben empfänglich.

Du bist der einzige, der das Leben zu dir her ruft, aber du kontrollierst es nicht. Du bestimmst indes seine Richtung. Gib heute für dein Leben eine Order aus. Sieh dein Leben heute vor. Sei bestrebt, die Wundersamkeit zu erstreben. Wieso solltest du weniger ordern, als wozu du berechtigt bist?

Wozu bist du berechtigt? Vielleicht kannst du das Wort „Berechtigung“ besser annehmen als das Wort „verdienen“. Wenn du daran denkst, was du verdienst, fängt dein Geist an zu arbeiten, und du findest, dass dir etwas fehlt, und du fürchtest, du verdienest das, was du nicht willst. Benutze also das Wort „Berechtigung“. Du bist berechtigt für das volle Ausmaß des Universums. Dieses volle Maß ist bodenlos. Es hat keine Grenze. Begrenze dich nicht mehr länger selbst.

Sei der jüngste Sohn, der sich auf eine Reise der Unschuld begibt und großes Entgelt einfährt. Er wagte sich vor. Er nahm seinen Rucksack und rückte aus. Er öffnete sich dem, was das Leben bringen könnte. Seine älteren Brüder lachten ihn aus, aber er hatte seine eigenen Absichten, und die handelten von Gütigkeit. Er war weiser als diejenigen, die hinzuweisen schienen, seine Reise sei ja töricht.

Nimm in Betracht, dass der jüngste Sohn reinen Herzens ist. Die älteren Brüder sind Intellekt. Der Intellekt neigt dazu, das Herz davon abzubringen, das Leben zu leben. Er sagt dem Herzen, sich zurückzuhalten. Lasse dein Herz vorherrschen.

Du musst wissen, du warst dafür bestimmt, zu einer wundervollen Reise abzulegen. Begib dich heute für sie auf den Weg. Begegne dem Leben, wie es seinen Weg zu dir vorantreibt.

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HEAVEN #544 – 17.4.2002 – This One Thought Alone

DIESER EINE GEDANKE ALLEINE

Anstatt zu denken, die Welt sei da, um dich einzufangen, um dich in die Falle zu locken, um dich zu durchkreuzen, um dich preiszugeben, dich durcheinander zu bringen, dich durchzumischen, dich zu verwunden, um auf dir herumzutrampeln, um dich auszutricksen, und all die Myriade an Beschwernissen, die deines Erachtens für dich auf Lager sind, denke noch einmal. Entsinne dich, dass die Welt in deiner Gunst gewogen wird. Diese eine Plattform des Denkens wird dein Leben ändern. Wenn du änderst, wie du dein Leben ausrichtest, ist dein Leben gewandelt.

Wenn du dich warm anziehst, bist du für die Kälte bereit. Wenn du dir Schneeschuhe anziehst, bist du für einen Gang im Schnee bereit. Wenn du dir Badezeug anziehst, bist du bereit zu schwimmen. Wenn du auf dein Fahrrad steigst, bist du bereit, die Pedale zu treten. Wenn du dich in dein Auto setzt, bist du bereit zu fahren. Du triffst eine Wahl, und du bereitest den Weg für deine Wahl vor.

Wie viele Male habe Ich angeraten, dass ihr euer Denken ändert? Nun sage Ich euch wie und was. Das Warum ist aufs Schmerzlichste evident.

Euer Denken ändern ist euer Alarmsystem in ein Entspannungssystem umwandeln. Ihr wart auf Wacht. Ihr habt auf etwas Widriges hochgeschaltet, das euch befallen könne.

Fangt an, diesen einen Gedanken zu denken: „Die Welt wird in meiner Gunst gewichtet.“ Ist das nicht etwas ganz Anderes, als ihr bisher gedacht habt?

Fangt an zu denken: „Die Welt möchte mich. Die Welt grüßt mich. Die ganze Welt schaut danach, mich zu beschenken. Die Massen der Welt heben mich auf ihre Schultern hoch und jubeln mir zu, sodass meine Reise angetrieben und angeleuchtet wird. Das gesamte Universum treibt mich voran. Es wirbelt mich in Freude herum. Ich werde hoch gehoben. Ich schaue über die Massen. Ich sehe Wunder, die auf dem Weg zu mir dahineilen. Die Waagschalen kippen zu meinen Gunsten. Die Welt ist zu meiner Gunst gewichtet.“

Dieser eine Dreh in eurem Denken gibt es Wundern statt, bei eurem Gewahrsein anzulangen. Dieser Dreh in eurem Denken ist ein Mittel, um Wundern eine Falle zu stellen. Du hast dich vor Schwulitäten in acht genommen. Nunmehr fängst du an, auf Wunder zu achten.

Du wirst deine gesamte Art und Weise der Interaktion mit dem Leben wandeln.

Dein Denken dieses einen Gedankens wird die Balance all deines Denkens umgestalten.

Meine Anweisung für dich heute ist mehr als bloßes Wünschen. Wünschen ist wehmütig. Wünschen ist schwächlich. Du erhoffst dir Stücke dessen, was deines Erachtens nicht passieren wird. Wünschen sagt fast schon voraus, dass es nicht erfolgen wird. Wünschen neigt dazu, ein hoffnungsloser Gedanke zu sein, der eben nicht eine ganze Menge hinter sich hat.

Die Kenntnis deines Ortes in dem Ausmaß des Universums ist mit ganzem Herzen verschrieben an die Gütigkeit dessen, was auf dem Wege ist. Dein neues Denken klärt einen Pfad für dich. Es fegt das alte Denken weg. Ein einziger Wandel in der Konfiguration deiner Gedanken, und alles ändert sich. Du erscheinst an der Vorderseite deines Lebens.

Du bist ein Verfechter der Welt. Du bist ein Vorbote der Wunder, die kommen. Du bist ein Wunder-Wächter.

Deine neue Uniform ist eine unzweideutige Augenbraue und ein Glühen auf der Wange. Sie ist die Augen weit offen. Sie ist große Energie. Keine Kondition. Kein Bedarf an Kondition. Es gibt nicht mehr länger lange Fischzüge. Ebenso brauchst du nicht mehr länger Energiespritzen. Nun hast du Energie andauernd.

Du fährst auf Energie wie in einer Limousine. Du setzt dich zurück und beginnst, Engel zu kennen, denn sie sind die Energie, die dich trägt. Engel scharen sich um dich. Dein Gewahrsein des Guten, das zu dir auf dem Weg ist, ruft sie zu dir. Und weswegen sollten sie je weggehen, unterdessen du es ihnen leicht machst zu bleiben?

Engel erhellen den Weg vor dir. Dein neues Denken drängt sie vorwärts. Wie eine Rentierherde hüpfen Engel dich vorwärts. Sie hüpfen in deine Gedanken.

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HEAVEN #545 – 18.4.2002 – Return to Truth

KEHRE ZUR WAHRHEIT ZURÜCK

Folge in allen Dingen deinem Herzen. Dein Leben ist keine Frage, woran du glaubst, oder was das Richtige sei, ihm hinterherzugehen. Es ist eine Frage, was wahr ist. Wahrheit wohnt in deinem Herzen. Sie regt sich dort.

Was Ich sage, das belasse nicht fehlverstanden. Hier geht es weder um Marotten noch notwendigerweise um Vorlieben. Es gibt etwas Solides in deinem Herzen, das unruhig wird, sobald du dich von ihm abwendest. Was sagt dein Herz zu dir?

Dein Herz kommt nicht vom Mangel her. Sobald du Mangel verspürst, möchte das Herz, dass seine Wahrheit vernommen wird. Sei nicht so sehr darauf aus, dein Herz zu nähren, sondern ihm zuzuhören. Lasse dein Herz dich hegen. Die Abfolge an der Stelle ist wohl anders, als du es gewohnt warst.

Du hast gedacht, dein Herz sei wie ein Lieblingstier im Zoo. Als es Hunger hatte und brüllte, schenktest du ihm Beachtung. Deine Aufmerksamkeit lag sonst zuvorderst auf anderen Dingen. Kehre zum Gefilde deines Herzens zurück.

Dein Herz ist eine Quelle der Kenntnis.

Dein Herz bedarf es nicht, besänftigt zu werden. Es bedarf, anerkannt zu werden.

Dein Herz schlägt für alle. Dein Herz legt einen Rhythmus vor, und andere Herzen kommen ihm nach, ob sie es wissen oder nicht, ob du es weißt oder nicht.

Die Bedeutsamkeit, dass dein Herz Frieden mit sich selbst schließt, wurde übersehen.

Besinne dich, Wir reden hier nicht bloß über Sich gut fühlen. Vergesslichkeit kann dich gut fühlen lassen, Wir indes reden über das Erinnern.

Die nach wie vor stille Stimme ist groß. Sie ist nicht klein. Sie wummert. Heiße sie Willkommen. Meine Stimme in deinem Herzen ist Meine Liebe. Verbanne dich nicht aus deinem Herzen.

Das Herz erkennt einzig Wahrheit an. Alles außer Wahrheit ist ihm fremd. Jene kann es nicht ausrechnen. Frustriere dein Herz nicht. Lasse es dir Wissen überreichen.

Das Herz fühlt sich unzufrieden, wenn es nicht gehört wird. Höre Mein Herz in dem deinen. Du mögest nicht so viel daran denken, was dein Herz empfindet. Du mögest mehr daran denken, was es dir sagt. Du wirst über deine Gefühle hinausgehen, eben so wie du über das, was direkt vor dir ist, hinaus siehst und hinaus hörst.

Du kommst näher an das heran, wonach du gesucht hast.

Die Macht deines Herzens ist grenzenlos.

Es ist das Herz, das das gewöhnliche Leben transzendiert.

Das Herz ist dein Flugzeug. Lasse es dich irgendwohin nehmen. Lasse es dich zu Mir fliegen. Lasst Uns einander in der Luft begegnen. Lasst Uns einander auf dem Weg zueinander begegnen. Lasst Uns gemeinsam neue Horizonte der Farbe und des Lichts schaffen. Lasst Uns nicht erdgebunden sein.

Was hat dich zurückgehalten, zu Mir hoch zu schweben?

Mache der Erde dafür keine Vorwürfe. Die Verantwortung für dich liegt nicht bei der Erde. Sie ist die deine. Was hast du stattgegeben, dass es Unser Verlöbnis miteinander hintertreibt? Welche eingebildeten Geschehnisse oder Denkweisen haben dich von der gewissen Kenntnis von Mir zurückgehalten? Was kann dich von deiner Bekanntschaft mit Mir tief in deinem Herzen fernhalten? Was ist diese Entfremdung, der du so viel Beachtung schenkst?

Entfremdung ist allesamt einseitig. Bestimmt weißt du das. Bestimmt weißt du, dass es Mein Streben darstellt, dass Wir zusammen und mit Unserem Einssein vertraut sind. Ich bin Mir allem gewahr. Ich bin Mir dir gewahr.

Wovon Ich rede, liegt jenseits des Physischen. Wovon Ich rede, liegt jenseits des Denkens. Sogar jenseits des Herzens, weil das Herz der Eingangskorridor zu einem umfänglicheren Königreich ist.

Ich bin der Kenner, und du wirst Mich erkennen, und du wirst all das erkennen, was das Universum umfasst, und du wirst der voll und ganz flügge gewordene Kenner sein.

Bis dahin wirst du dich nicht darum scheren, wer was weiß. Du wirst derart in Wahrheit untergetaucht sein, dass du nur Vertiefung kennst. Kommst du aus einem Teich heraus, so bist du nass. Eingetaucht in Mich, kommst du nie heraus. Du wirst erkennen, es gibt einzig den Teich. Du wirst erkennen, es gibt einzig den Himmel, und du kannst aus ihm nicht heraustreten, außer in der Einbildung.

Kehre zur Wahrheit zurück, denn sie war auf der Suche nach dir.

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HEAVEN #546 – 19.4.2002 – The Oneness of Our Love

DAS EINSSEIN UNSERER LIEBE

Du hast befürchtet, sich auf Mich verlassen sei sich in freien Fall begeben. Du denkst, deine Füße ruhen auf fester Erde, und dass ein Sprung einen Satz über einen weiten Abgrund darstellt, und dass du das nicht schaffen würdest. Du befürchtest, du verbringest dich in die eine oder andere Gefahr. Du hast Angst, das zu verlassen, wo du bist, und du traust Mir nicht so recht, dich aufzufangen. Du schaust dich nach allerhand Symptomen der Herrenlosigkeit und Enttäuschung um. Du findest es schwer, es mit Mir darauf ankommen zu lassen.

Wer, denkst du, hat dich die ganze Zeit über aufrecht erhalten?

Es gibt zu Mir überhaupt keinen Sprung zu machen. Du dachtest schlicht, du seist irgendwo anders gewesen, als dort wo du warst. Du dachtest, der Himmel sei ein weit entferntes Königreich. Du wusstest nicht, wer du bist und was du Mir bedeutest.

Fürchte dich nicht. Die Erde ist nicht solide. Du befindest dich nicht auf festem Grund. Die Welt ist nicht verlässlich. Ich bin fest. Ich bin kein Gebilde der Einbildungskraft der Welt. Du wanderst weder herum, um Mich zu finden, noch springst du von einer Klippe.

Was gibt es zu wandeln, außer deiner Wahrnehmung dessen, was bereits ist?

Du könntest auf dem Mond sein bei alledem, was du weißt.

Du denkst, es gibt ein Irgendwo, und du denkst, es gibt Zeit, und du denkst, dass du für etwas später, für etwas viel später bist, sofern du überhaupt für etwas bist.

Du bist Meine Wahl, und Ich habe dich jetzt soeben erwählt. Mein Verlangen nach dir ist augenblicklich. Du bist nicht wie deine Gedanken fragmentiert. Ich weiß genau, was Mir wichtig ist. Ich keine deine Bedeutsamkeit, auch dann, wenn du das nicht tust. Was, denkst du, riskierst du, indem du Meine Wertschätzung von dir akzeptierst?

Das ist klar, Ich schätze weder noch bemesse Ich. Das tust du. Ich liebe, und Ich liebe dich mit ganzem Herzen. Ich liebte dich vom ersten Augenblick an, an dem Ich an dich dachte. Aus Meinem Herzen heraus bist du geborsten. Mein Gedanke war die Saat von dir.

Du denkst, du seist ein Ei, das in einer Schale eingeengt ist, und dass du später hervorbrechen wirst, nach und nach, aber du bist durch nichts eingeschränkt, außer durch deine Gedanken. Du säumst dich selbst mit den Stichen deines Denkens ein. Du hast dich selbst eng eingenäht.

Nun ist die Zeit da, um die eingebildeten Fäden zu durchtrennen, die dich niederhalten. Was auf der Erde kann dich von deinem Sitz im Himmel abhalten, außer dein irriges Denken?

Du bist der Elefant, der nach wie vor meint, er sei an einen Pfahl gebunden. Wenn du denkst, du seist angebunden, bist du angebunden, auch dann, wenn du frei bist.

Ich sage dir, dass du unbegrenzte Freiheit bist. Anerkenne zum wenigsten die Möglichkeit davon.

Du kannst jetzt die Tür deines Lebens einen Spalt öffnen. Sieh jenen Lichtstrahl, der dein Blickfeld erreicht, wenn du sie ein wenig öffnest. Wenn du die Tür ein wenig öffnen kannst, kannst du sie weit öffnen. Wenn du deinen Fuß außerhalb der Tür hinstellen kannst, kannst du durch sie hindurch gehen, und darüber hinaus direkt in das Zentrum deines Herzens.

Früher bist du eher deinen Füßen als deinem Herz gefolgt. Du bist dorthin getreten, wo deine Füße bereits waren. Nun wirst du es wagen, neue Pfade zu bahnen. Du wirst einen größeren Horizont erschaffen. Du bist so nahe dran. Du kannst das nicht verfehlen.

Hier bin Ich, und hier bist du bei Mir. Wache auf. Stehe auf zu den Höhen deiner selbst. Ich rufe dich zu dir selbst. Bemerke, wer und wo du bist, und bemerke Mich unmittelbar vor dir. Ich betrete jetzt dein Sichtfeld. Siehst du Mich? Weißt du, wo Ich bin? Weißt du, wo du bist? Hast du bereits einen Wink des Einsseins unserer Liebe?

Ich werde dich nie im Stich lassen. Es ist einfach so, dass du nicht immer erkennst, was oben und was unten ist.

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HEAVEN #547 – 20.4.2002 – Love Almighty

LIEBE, DIE ALLMÄCHTIGE

Alles ist gut.

Mehr gibt es nicht zu sagen.

Alles ist gut, und du bist geliebt.

Und du findest die Liebe in deinem Herzen.

Die Liebe in deinem Herzen erscheint.

Die Liebe in deinem Herzen war gewöhnlich verzaubert und konnte nur so weit in deinem Gewahrsein anheben. Sie wurde durch irgendeine Verzauberung niedergehalten.

Nun hast du die Verzauberung aufgehoben, und dein Herz birst durch alle Grenzen, und du bist hochgehoben.

Es ist so, als würden dich Engel emporheben. In Wahrheit ist es die Natur der Liebe selbst, hochzuheben. Früher oder später findet jegliche Liebe ihren Weg zu Mir zurück. Während sich eure Liebe emporhebt, erscheint sie bei Mir, und du bist erschienen. Liebe hebt dich höher. Und die Erde hebt sich mit dir höher. Liebe wirbelt dich immer höher.

Die Liebe, die du bislang gezeugt hast, ist wenig im Vergleich zu der Liebe, die du erzeugen wirst. Du wirst mit größerer Liebe vertraut werden, indem du deinem Herzen stattgibst, die Höhe seiner selbst zum Ausdruck zu bringen.

Es ist, als hätte sich deine Liebe hingesetzt, und jetzt steht sie auf und findet heraus, wie groß sie ist. Sitzenderweise konnte deine Liebe nur so weit sehen. Nun steht sie, wird immer größer, und dein Blick ist ausladend. Er ist weit. Weit bist du, sobald sich Liebe aus deinem Herzen hervorwagt.

Lasse dein Herz sich selbst durchdringen, und entferne dich von den Grenzen, die du für es gefertigt hast. Liebe möchte überallhin gehen. Sie möchte sich selbst kennen lernen. Sie möchte erkennen, wie stattlich sie ist, denn Liebe ist ein Ritter, der darauf wartet zu dienen. Sie wartet auf den König, der sie aussendet.

Du bist der König deiner Liebe. Sende deinem eigenen Herzen die Botschaft, sich selbst zu lösen und nunmehr das Universum zu umfassen.

Bislang war deine Liebe sporadisch und fragmentiert. Jetzt wird sie emporwogen, um das ganze Universum zu bedecken. Es wird keinen Ritz geben, wo deine Liebe nicht ist. Deine Liebe wird hervorströmen wie Quecksilber. Kein einziger, nichts, wird deiner Liebe entkommen. Ohne sie wird es im Himmel und auf Erden keinen Ort geben.

Tatsache ist, alle Seinswesen werden eilen, um ihr zu begegnen. Sie werden deine Liebe wie eine Welle hören, noch bevor sie ankommt. Sie werden sie kommen hören. Die Erde wird bei deiner Liebe vibrieren, und deine Liebe wird empfunden werden. Und sie wird begrüßt werden, deine hervorkommende Liebe.

Es ist so etwas Kleines, deine Liebe auszugeben. Es braucht keine Entscheidung, wie etwa an wen oder wo oder wie viel. Nichts wird deiner Liebe etwas ansagen. Sie wird schlicht Liebe sein, die sich selbst freisetzt. Liebe am Entfalten. Liebe ihrer selbst unbewusst, schlicht sie selbst seiend, überall am Spielen.

Vormals war deine Liebe bandagiert – um eine Wunde zu heilen oder eine weitere zu umgehen -, und jetzt weißt du, dass die Liebe inwendig in dir ungebunden ist, denn sie ist Mein. Sie ist Meine Liebe inwendig in dir, die emporwallt, gierig, zu ihrer Quelle zurückzukehren. Du bist voll der Quelle.

Deine Liebe wird nicht umherstreunen, indes wird sie sich nach überallhin ausbreiten.

Sobald du einmal dein Herz aufgeschlossen hast, werden Andere das ihre aufschließen. Du wirst womöglich an einem Tag der erste sein. Du wirst es womöglich auslösen müssen. Du wirst womöglich der eine sein, der die Führung innehat. Du wirst womöglich der Benennende eines neuen Königreichs der Liebe sein, der Liebe, die nicht verbannt, nicht abgesondert, nicht zurückgehalten, sondern allen gegenüber offenbart ist, damit sie gesehen wird. Liebe schlicht, Liebe unabgekapselt.

Wie wird es aussehen, wenn deine Liebe sich freisinnig enthüllt? Du weißt es nicht. Aber das weißt du. Einmal enthüllt, wird deine Liebe (die Meine in dir) mit Liebe aus jedem Winkel des Universums überschwemmt werden. Dir selbst gegenüber gilt es, deine Liebe zu offenbaren, damit du erkennen wirst, wer du bist. Sobald du dich dir selbst offenlegst, bist du gefunden.

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HEAVEN #548 – 21.4.2002 – See Love

SIEH LIEBE

Gütigkeit schleudert sich selbst zu dir.

Begib dich auf den Ausguck.

Bist du für Gütigkeit parat, dich zu überströmen?

Ja, du hast dafür bereit zu sein, so wie du bereit sein musst, um einen Ball zu fangen.

Wenn du anfängst, all die Liebe, die zu dir auf dem Weg ist, zu bemerken, wisse, dass sie dich bereits erreicht hat.

Bei der Liebe, da geht es um eine Wiederaufführung. Bei der Liebe, da geht es um ein nochmaliges Vorkommen. Liebe ist Gegebenes. Du wurdest mit Liebe unter Angriff gesetzt. Einzig deine Aufmerksamkeit hat sich von ihr weggeschert, zu anderen Dingen, zu anderen Themen. Nun setzt du dein Augenmerk, zu lieben, wiederum ein.

Schließe mit der Liebe Freundschaft.

Du bist von ihr ein Szepter.

Du bist ein heiliges Licht der Liebe.

Das erscheint dir weithergeholt, indes sind es all deine anderen Gedanken, wie weit hergeholt sind.

Liebe kommt nicht von weither. Sie ist sie nahe wie du, denn du bist der Beförderer von ihr.

Du bist ein Kanonier der Liebe. Du bist eine surrende Biene der Liebe, die über dem Universum schwebt. Liebe ist dein Vermächtnis, und Liebe ist dein Erbe. Fließe vor Liebe über, denn dann wirst du dich selbst erkennen.

Du bist viel-schichtig. Aber zuvorderst bist du Liebe, und du bist geliebt, und du bist Liebe-heit selbst, die der Erde und allen, die auf ihr wandeln, beisteht. Wasimmer sonst du bist oder denkst, du seist es, ist nicht von Belang. Lediglich Liebe zählt.

Stelle Liebe vor alles. Hier geht es nicht um romantische Liebe. Wir reden von jetzt, obschon in jeder Liebe eine Romanze weilt. Gerate über dein Leben ins Schwärmen. Umschwärme deine Arbeit. Gib allen, die dir Gesellschaft leisten, eine gute Zeit. Gib allem, was dir Gesellschaft leistet, eine gute Zeit. Behandle alles im Leben, als wäre es ein Stelldichein. Behandle alles im Leben, als wäre es deine Geliebte, dein Geliebter. Dann wirst du Mir sekundieren.

Deine Liebe ist umhergeirrt. Sie ist vom Thema abgekommen. Sie hat sich als einen minderen Charakter porträtiert, alldieweil sie die Heldin von dir war.

Aus irgendeinem nicht bekannt gegebenem Grund hattest du dahinter zu kommen, dass eben die Liebe mit dir herumgefahren ist, und dass Liebe der einzige Sieger ist, den es gibt. Nunmehr kannst du in der Liebe siegreich sein. Poltere deinem Leben mit Liebe.

Entsinne dich einfach der Liebe. Das ist alles, was es braucht. Liefere Liebe. Mache sie aus. Alles was du tust, ist sie rühren. Liebe ist alles, gleichwohl bedarf sie gerührt zu werden. Rühre die Liebe in deinem Herzen. Sieh ihr beim Überfließen zu. Sieh zu, wie sie Herzen erheitert, dein eigenes mit eingeschlossen. Es stimmt, verliebe dich in Liebe. Liebe ist das Strömen von Herzen. Ein einzelnes liebendes Herz löst einen sintflutartigen Regen aus.

Du bist ein Agent der Liebe.
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Du möchtest deinen Zweck im Leben kennen? Er lautet – lieben. Für dich heißt es, die pure Existenz der Liebe zu lieben.

Lasse Liebe die Maitresse des Lebens sein, an der du hochschnellst.

Sei das Fahrzeug der Liebe.

Sei ein Transporteur von ihr.

Du BIST ein Beförderer von Liebe.

Wenn du wissen möchtest, was deine DNA ist, wisse, sie lautet Liebe. Du bist Meine Liebe, Liebe auf der Erde ausgesät.

Pflanze deine Liebe an. Pflanze sie überall an.

Alles auf der Erde ist ein Vorwand für Liebe. Sie braucht keinen Vorwand, du denkst bloß, du brauchest dann und wann einen Vorwand, um zu lieben. Du denkst, es müsse für sie einen Anstifter geben. Du denkst, deiner Liebe sei es angelegen, auf etwas in Erwiderung zu stehen. Indes ist es ihr bloß angelegen, auf sich selbst erwidernd einzugehen. Sie ist ihr eigener Anstifter. Du brauchst nichts zu tun, außer Liebe sein lassen. Lasse die Liebe sein, die deinem Herzen geboren wurde. Lasse sie gedeihen. Lasse sie sich selbst wiedererkennen, denn einzig Liebe ist erkennbar.

Du brauchst deine Liebe nicht zu verbergen. Du brauchst sie nicht zu annoncieren. Du brauchst sie bloß von Neuem anzuerkennen, und sie wird ohne Einmischung deinerseits den Rest ausrichten. Du wirst ein Liebemeister, sobald du sie los lässt. Sie wird wie ein Drachen fliegen, sodass alle Welt hochschaut und sie sieht. Sieh Liebe.

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HEAVEN #549 – Share the Light of God

TEILE DAS LICHT GOTTES

Wenn du teilst, teilst du dich selbst mit dir selbst. Du bist derjenige, der teilt, und du bist derjenige, der entgegennimmt. Wer immer sonst noch seine ihm eigene Entgegennahme deines Teilhaben-Lassens anerkennt, ist beiläufig. Wenn du teilst, wächst deine Anerkennung deiner selbst. Du beginnst dich als eine Manifestation Gottes zu sehen, Die ausschließlich mit Teilen vertraut ist.

Alles was du tust und sagst ist dein Bewusstsein zum Ausdruck bringen, jeder Brief, den du schreibst, jedes Gespräch, das du führst, jede Handlung und so weiter. Dein Bewusstsein ausdrücken ist dir selbst dich selbst offenbaren. Wenn du die Wahrheit von dir selbst (nicht bloß eine zeitweilige Emotion) enthüllst, wirst du wieder mit der Wahrheit deiner selbst bekannt, und du wirst belebt und verlebendigt.

Sofern du weniger als du selbst zum Ausdruck bringst, wirst du müde.

Ganz klar, es ist gut, mehr von Wer du bist dir selbst gegenüber zum Ausdruck zu bringen. Je mehr du das tust, desto mehr wirst du mit dir selbst in Liebe stehen, denn du wirst mehr von Mir erkennen, der in dir Wohnung hat. Es bin Ich, den du mehr kennen lernen möchtest, und auf diese Weise gelangt deine Liebe des Selbst dazu, sich auszuweiten.

Ausweiten ist ein wunderbares Wort. Mehr deines inneren Selbst kommt aus dir selbst hervor, sodass mehr von dir zu sehen ist und gesehen wird. Dein inneres Selbst dehnt sich nach außen aus, sodass du es sehen kannst und du die Wahrheit von dir zu erkennen beginnst. Dass sich mehr deines inneren Selbst nach außen ausweitet, nimmt dir kein Gramm davon weg, was inwendig in dir ist. Was inwendig in dir ist, bleibt – einzig, sein Hinausstrahlen bewirkt, dass du dir dessen gewahrer bist.

Es ist die Zeit gekommen, dass du deiner und all dessen, was in dir inbegriffen ist, gewahrer wirst. Grenzenlos ist der Reichtum in dir, denn Ich bin grenzenlos. Und demnach sollst du das jetzt in deinem Gewahrsein sein. Du sollst unbegrenzte Liebe und Intelligenz sein, die sich auf der Erde ausgeteilt haben. Was ist Liebe anderes als Intelligenz? Was ist Liebe anderes als Kohärenz des Herzens und der Gehirnwellen? Und was sind Gehirnwellen anderes als Licht. Und was ist kohärentes Licht anderes als Liebe, und dazu noch Meine Liebe.

Wenn deine Gedanken über dich selbst wohlabgestimmt mit den Meinen über dich sind, bist du reines zusammenhängendes Licht, das für alle Welt zu sehen ist. Deswegen bist du das Licht der Welt.

Du bist nicht das Dunkel der Welt. Nur gelegentlich war dein Licht in einem Winkel verborgen. Nimm nun dein Licht hervor und leuchte es auf die Welt.

Ich habe dir viel gegeben. Ich bitte nichts anderes von dir, als dein ursprüngliches Selbst in aller Ungehindertheit zu sein.

Ist das zu viel, worum Ich dich bitte?

Ebendas willst auch du. Du teilst Meinen Willen.

In deinem gleichen Körper kannst du heute Mein Licht teilen. Das erfordert keine Worte. Das erfordert nichts, ausgenommen dich, dich im Lichte Meines Friedens.

Schau hin, die Sonne balgt sich nicht, und dennoch scheint sie Mein Licht in aller Kühnheit. Sie lässt sich nie darauf ein, was jemand von ihr denkt. Sie bleibt bei ihrem eigenen Geschäft (bei Meinem Geschäft) und scheint auf alle. Die Sonne ist damit vertraut zu scheinen. Sie hat nichts anderes zu tun. Die Sonne kann nur scheinen. Hinter den Wolken scheint sie nach wie vor. Wolken erschrecken sie nicht.

Sei in dem Licht Meiner Stille.

Sage bei jedem, den du heute triffst, still in deinem Herzen das Folgende: „Ich leuchte dich mit Gottes Frieden an.“ Oder: „Ich scheine Gottes Licht auf dich.“ Oder: „Ich sende Gottes Licht auf dich.“ „Ich stelle dich in Gottes Licht.“ „Ich übergebe dich an Gottes Licht.“ „Du bist Gottes Licht.“

Alle Botschaften, die du ausreichst, empfängst du. Demnach könntest du genauso gut Meine Botschaften austeilen. Sie sind für dich. Sie sind dir gewidmet. Und das Herz Gottes verzehrt sich darin, geteilt zu werden. Es ist keine deiner Süßigkeiten, die du aushändigen musst. Es ist die Liebe Gottes, die es für dich gilt, sie zu teilen. Niemand hat zu wissen, dass die Liebe von dir her sich ausgedehnt hat. Niemand steht unter einer Verpflichtung, die Botschaft der Liebe in Empfang zu nehmen, oder zu erkennen, woher sie kommt. Sie kommt von Mir. Allein, du bist der einzige, dem es anliegt, sie zu geben.

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HEAVEN #550 – 23.4.2002 – What You Yearn For

WONACH DU LECHZT

Sprich allen Herzen Mut zu. So viele Herzen verdorren am Weinstock. Ein Blick, ein Wort von dir wird womöglich ihr Herz erstarken lassen. Sei der Erleichterer von schweren Herzen.

Mache dein eigenes Herz leichter, und sei ein ehrlicher Bescherer von Akzeptanz. Sei ein Lieferant neutraler Akzeptanz. Es ist vollkommen recht so, dass jemand nicht du ist. Ganz gewiss ist das so. Nicht einmal du bist die ganze Zeit du gewesen. Fordere das nunmehr nicht mehr länger von Anderen ein.

Klettere deinen eigenen Baum hoch. Wisse, das ist gut so.

All die Vielfalt an Bäumen in der Welt ist gut. Ein Baum vergleicht sich nicht mit einem anderen. Bäume und alles in der Natur sehnen sich einzig danach, sie selbst zu sein.

Lerne von den Bäumen, denn sie sind deine Lehrer.

Was ist ihr Sehnen anderes als zur Sonne hin zu wachsen. Sie strecken sich hoch, und desgleichen wachsen sie in die Breite. Sie wachsen in alle Richtungen. Ihre Arme spreizen sich, um die Welt zu umwerben. Sie sind zum Erklettern. Sie lassen alte Blätter zur Erde fallen. Sie widersetzen sich dem Wind nicht. Sie wissen, er säubert und erfrischt sie. Sie akzeptieren alles, was zu ihnen gelangt, und sie akzeptieren sich selbst. Bäume sind stille Wachposten auf dem Antlitz der Erde. Sie stellen nicht in Frage, weswegen sie da stehen.

Sei wie ein Baum. Du bist ein Baum, der mehr kann als biegen. Du kannst dich rühren. Du kannst Schritte nehmen. Du kannst ausschreiten. Du solltest dich nicht so fest an einem einzigen Ort des Denkens anpflanzen.

Lasse deine Gedanken hoch und kreuz und quer laufen.

Du bist in Mir stationiert. Ansonsten bewegst du dich. Und die ganze Zeit bist du in Mir stationiert, ebenso wie Bäume in die Erde eingebracht sind. Ein Baum wächst tief und hoch. Und so ist dein Wachstum. Du wächst tief in Mich, und du wächst hoch in Mich. Ich machte dich zu einem Baum der Erkenntnis der Gütigkeit, zu nichts weniger.

Du hast dich selbst auf die Erde verbracht, um die Wundersamkeit zu entdecken. Du kommst ihr in dir selbst dahinter. Du hast überall nach ihr geschaut. Lasse das Gewahrsein deiner selbst auf dich fallen wie Wasser von einem Wasserfall. Beginne dich selbst zu lieben, sodass du vorankommen und du dich als du selbst mehr lieben kannst.

Hege dich selbst. Wohlgenährt kannst du dich vom Tisch erheben, kannst für Andere Platz machen und sie in Meinem Namen bedienen.

Du hast auf der Erde für mehr als deinethalben zu sein, anderenfalls bist du nicht zufrieden. Das ist es, was dich die ganze Zeit behelligte, denn du weißt, du bist weitaus mehr als schierer Unterhalt oder tägliches Tändeln im Leben. Dein Großer Gott hat dich der Größe halber gemacht.

Worin liegt deine Größe?

Sie liegt in kleinen Akten, in vielen kleinen Akten.

Sie liegt in deinem Gewahrsein.

Es ist großartig, du selbst zu sein und kein anderer.

Es ist großartig, die Weite von dir zu erkennen.

Weit bist du in Meinem Herzen. Entdecke Mein Herz, und du entdeckst deine Weite.

Wenn du in der Kenntnis deiner Stärke stark bist, kannst du ein Salbender der Welt sein.

Du kannst dich mit Liebenswürdigkeit biegen.

Deine Stärke wird denjenigen zu einem Schild, die ihre Stärke noch nicht kennen.

Du hebst Andere hoch.

Du wirst sie mit deinen Augen emporheben.

Deine Augen haben große Macht.

Sie geben und empfangen große Liebe.

Sie sind Verteiler von Größe.

Und sie sind deine Augen. Du siehst durch sie. Du bist der Seh-er, der seine Augen wie Zauberstäbe verwendet, um der Welt einen Segen zu spenden.

Ein solcher wie du, der auf Erden eine Segnung ist, hat Segnungen zu geben.

Segne Mich mit deinem Dargebot an stiller Akzeptanz Anderer. Lasse sie durch deine Augen wissen, dass sie auch bei Mir gut und recht sind. Sie sind in Meinen Augen schön, und demnach lehrst du sie das. Für dieses Wissen existiert eine große Nachfrage. Wenige wissen darum oder wissen sehr gut darum. Und dementsprechend wirst du sie darin unterweisen. Ja, es stimmt, du musst das selbst erkennen, jedoch wirst du es in Erfahrung bringen, indem du Andere lehrst. Entsinne dich, du lehrst mit deinen Augen.

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HEAVENM #551 – 24.4.2002 – Where Do Your Thoughts Lean?

WOHIN NEIGEN DEINE GEDANKEN?

Wenn Ängste der Welt dich übernehmen, dann halte einen Augenblick ein und lasse sie an dir vorüberziehen. Du brauchst deine Ängste nicht an dir zu halten. Ängste beschützen dich nicht. Ängste sind kein Mantel. Ängste zerfleddern dein Herz. Du magst sie ja, wenn du das möchtest, eng an dir halten, aber wieso solltest du sie bei dir halten wollen?

Ängste sind wie Moskitos oder Stechmücken. Je mehr du gegen sie ausholst, desto mehr scheinen sie dich zu beißen und desto mehr Stiche bekommst du. Mehr Kratzen meint mehr Kratzen.

Du wirst dich daran zu erinnern haben, dass du in Mir stark bist. Und falls du das nicht glauben kannst, dann entsinne dich, dass Ich in dir stark bin.

Ängste sind eine derart schwer verdauliche Sache. Sie wollen nicht los lassen. Lasse sie sein. Du hast dich nicht an ihnen festzuhalten. Sie sind für dich irrelevant. Was sich auch zuträgt, du bist du und Ich bin Ich, und Wir sind Eins.

Du marschierst gemeinsam mit Mir über die Ebenen des Lebens. Du kletterst mit Mir die Berge hoch. Du überquerst mit Mir die Flüsse. Wenn du einen Hügel herunter zu purzeln scheinst, hat sich nichts verändert. Ich bin nach wie vor bei dir. Es sind nach wie vor du und Ich am Fuß des Hügels, und Wir holen uns ab und setzen Unsere Reise fort zurück zu Uns Selbst.

Du fürchtest, was Andere von dir denken mögen und was du von dir selbst denkst. Du fürchtest, du habest versagt. Lasse anstelledessen die Angst misslingen. Wenn du dich in deine Ängste einsperrst, sperrst du dich in die Welt-Denkweise ein, und danach sperrt dich die Welt in dir ein. Du hältst dich selbst in einem Schraubstock fest.

Du fürchtest die Zukunft, und du fürchtest die Gegenwart, und demnach schließt du Mich aus. Die Vergangenheit, jene fürchte du nicht mehr länger. Wiewohl Überreste der Vergangenheit dich immer noch in Schrecken versetzen, so fällt die Vergangenheit für dich doch mehr an ihren Platz. Mit der Vergangenheit kannst du bewusst umgehen, wenn die Gegenwart und die Zukunft schwierig für dich sind. Die Vergangenheit scheint sogar wie ein Zufluchtsort zu sein. Gleichwohl, wenn du in der Gegenwart Ängste hast, leitet dich vergangenes Denken, und du bist nicht in der Gegenwart. Du bist in Furcht gefroren, und das macht dich nicht gegenwärtig.

Was für eine Sache ist diese Angst? Und ihr Cousin, der Schrecken? Was sind sie dir? Weswegen sind sie so wichtig? Wieso gibst du ihnen den Vorzug gegenüber dem Glauben an Mich? Worin liegt ihre Macht? Sie sagen Buuh zu dir, und du zitterst, so, als wären sie real, so, als wären sie realer als das Reale.

Dein Geist spielt mit dir allerhand Tricks. Angst hat dich hypnotisiert. Du hast sie das lassen. Du hast dich der Angst zugeneigt. Du warst zügig darin, ihr zuzuhören.

Neige dich nun zum Glauben.

Du hast das Empfinden, du stehest Ultimaten entgegen. Du spürst, es ist „dies“ oder es ist „das“, und das ist alles. Du hast allzusehr auf dich geschaut, das Leben zu lösen. Du denkst, du seist die Armbrust des Lebens, bereit, um losgelassen oder zum Ziel gemacht zu werden. Du wirst durch die Angst überfallen.

Denke ein wenig mehr an Mich, und weniger an deine Ängste. Du hast deinen Ängsten Hommagen erteilt. Sei jetzt, jedes Mal, wenn dich eine Angst erfasst, Meiner eingedenk. Das ist alles, was du zu tun hast. Du hast nicht clever zu sein. Wende dein Herz einfach zurück zu dem Meinigen. Entspanne dich selbst in Meiner Liebe.

Auf der Erde, da tust du das Beste, was du kannst, aber das Beste tun, was du kannst, bedeutet nicht, der Angst stattzugeben, dass sie dich beherrscht. Angst ist nicht dein König. Angst ist nicht dein Meister. Angst ist ein Überbleibsel. Sie ist dir nicht wesenseigen. Reite deine Ängste weder wie Pferde, noch lasse deine Ängste dich zu dem Pferd machen, das durch sie gezügelt wird.

Angst fürchtet keine Konsequenzen. Angst ist nicht dein Freund. Angst lenkt dich ab. Wenn Angst dein Leben übernimmt, wirst du vom Leben weggeführt. Angst ist nicht das Wichtigste in deinem Leben. Du bist weitaus mehr wert als jede Angst, oder als was dir irgendeine Angst erzählt. So lautet heute für dich Meine Botschaft.

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HEAVEN #552 – 25.4.2002 – Free Yourself from the Past

BEFREIE DICH SELBST VON DER VERGANGENHEIT

Du bist hier, um Dinge zu lernen, und du bist hier, Dinge umzulernen. Ein Jeder.

Vielleicht warst du früher einmal knauserig, und jetzt lernst du, freigiebig zu sein. Vielleicht hast du früher einmal Andere verletzt, und jetzt lernst du, Andere zu heilen. Vielleicht hast du früher nicht korrekte Dinge gelehrt, und jetzt lernst du, die Wahrheit auszuteilen. Das ist ein bloß oberflächliches Lob. Allein in einem einzigen Sinne ist dein gegenwärtiges Leben eine Buße für die Vergangenheit, für die weit entfernte Vergangenheit und für die Vergangenheit von vor einem Augenblick.

Aber jene Dinge, die Ich als Beispiele erwähne – Gier, Verletzen, Unwahrheit – sind bloß Symptome. Du könntest etwa bemüht sein, Symptome für alle Zeit richtigzustellen, und ein Anderer würde sich hernach auf den Weg begeben. Jage nicht der Perfektion hinterher.

Fege stattdessen alle Vergangenheit in einen Rucksack und wirf ihn fort. Starte von neuem. Brich nicht auf, um für die Vergangenheit zu büßen. Verschreibe die Vergangenheit nicht an die Zukunft. Lebe die Gegenwart, so wie sie vor dir zum Vorschein kommt. Sie ist neu.

Du weißt in Wirklichkeit nicht, wie korrekt oder inkorrekt eine Handlung deinerseits gewesen ist. Du weißt nicht, welchen Zweck eine Handlung deinerseits im Universum erfüllte oder erfüllt. Du weißt nicht, welche Gütigkeit aus demjenigen entkam, was dir nicht gut erschien, und dies womöglich nicht einmal jetzt. Du weißt nicht, welchem Zweck du dientest. Demnach könntest du dir genauso gut vergeben und weitergehen.

All das Gute, das du getan hast (das du als gut bezeichnest), und all das Schlechte, das du zugelassen oder ausgeführt hast (das du als schlecht bezeichnest), sind jetzt das gleiche, es ist abgewaschen, entweder durch deine Tränen oder durch dein Lachen und durch das flüchtige Ding namens Zeit.

Deswegen sage Ich dir, es gibt nichts, um es zu bereuen. Lebe jetzt. Wringe aus jedem Augenblick Freude. Selbstverständlich kannst du sie nicht wringen. Du kannst sie nur zulassen. Du kannst ihr nur genau zusehen. Du magst dir Freude und Sorge zuziehen, doch beide gehören dir nicht zu. Du besitzt sie nicht. Gleichfalls kannst du sie dir nicht verdienen. Freude ist ein Geschenk. Sorge entstammt deinem eigenen Wollen.

Das Geheimnis, das du hinter all den Schritten kennenlernst, die du bemüht bist zu lernen, lautet, auf Mich eingestimmt zu sein. Lausche nach Mir in deinem Herzen, und erfreue dich Meiner. Erfreue dich Unserer Freundschaft. Freue dich an Unseren Unternehmungen zusammen. Freue dich Unser. Behalte Mich bei dir. Ich möchte nicht auf dich eindringen. Du wirst nach wie vor freien Willen haben, bloß triffst du jetzt die Wahl, mit Mir zu fliegen. Jetzt verschreibst du dich.

Du triffst im Voraus die Wahl, für das Universum ein Alles-Gute-Wünscher zu sein. Es gibt in deinem Herzen einen Schrei, der bittet, von negativen Gedanken, Gefühlen, von jedem Negativen losgelöst zu werden. Du möchtest nicht mehr länger mit Negativität jedweder Art befasst sein, Negativität dir selbst gegenüber mit eingeschlossen.

Das bringt dich jetzt dorthin, wo du der Vergangenheit Anderer gleichfalls vergeben kannst. Du kannst ihnen ihre Vergehen vergeben, da sie schlicht wie du waren und sind. Sie bummelten entlang, und sie zehrten die Emotion auf, und sie verletzten und wurden verletzt, und, so wie du, sind sie dabei zu lernen. Lasse dich nicht von Erfahrungs- und Erfolgsgeschichten leiten. Lasse dich von diesem Augenblick leiten, der Freude für dich bewahrt. Die Vergangenheit ist nicht, wo Freude weilt. Die Vergangenheit ist nicht, wo Kummer ist. Die Vergangenheit existiert schier in deinem Denken. Setze dich selbst wie auch Andere von der Vergangenheit frei. Indem du das tust, bietest du für Andere Ersatz. Du löst sie aus. Wie mächtig du doch bist!

Wofür du jetzt hier bist, ist, die Vergangenheit rückgängig zu machen, indem du sie los lässt. Wenn du in der Gegenwart lebst, wirst du wie ein Engel. Engel sind reines Licht, weil sie nicht an der Vergangenheit festgemacht sind. Sie sind gegenwärtige Energie. Sie sind Energie präsent gemacht. Sie sind nicht Überhänger, wie du das gewesen bist.

Entbinde du dich nun der Vergangenheit, jedweder Vergangenheit, der deinen und derjenigen Anderer. Beginne heute dein Leben, so wie Ich es dir gegeben habe.

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HEAVEN #553 – 26.4.2002 – Imperfect Perfection

UNVOLLKOMMENE VOLLKOMMENHEIT

Du wirst deine Nachfrage nach Vollkommenheit nie zufriedenstellen. Indem du auf Vollkommenheit abzielst, stellst du sicher, dass du dich in der relativen Welt frustriert fühlen wirst, denn die Vollkommenheit, auf die du abzielst, ist unerreichbar. Ein Bedürfnis nach Vollkommenheit ist unsättigbar. Auch dann, solltest du sie heute erreichen, wird sie morgen zerknittert werden. Du kannst ein Kleid in aller Vollendetheit bügeln, aber du kannst sichergehen, dass sie nicht andauern wird, während du es trägst. Das Kleid tragen ist mit das Leben leben vergleichbar. Sogar dann, wenn du von dem Kleid Runzeln fernhalten könntest, könnte es sein, dass du es morgen nicht mehr magst, und dass du dich nach einer neuen Vollkommenheit sehnst.

Diejenigen, die erregt sind, Vollkommenheit zu erlangen, sie zu sehen oder zu haben, haben womöglich eine Bedenklichkeit gegenüber dem Leben inne. Sie verschieben das Leben. Sie stellen diese unsättigbare Vollkommenheit vor die Bewandtnis, das zuende zu bringen, was vor ihnen liegt.

Im Trachten nach Vollkommenheit stellst du Standards höher als Handeln. Das ist so, wie wenn du sehr gerne Kuchenkrusten backen magst, aber stattdessen lieber mit dem Teig spielst, als den Kuchen zu backen. Am Ende zählt es nicht so sehr, wie die Kruste deinem Auge gefällt. Es zählt das Verkosten des Kuchens.

In einem Bedürfnis nach Perfektion ist eine ganze Menge Aburteilen inbegriffen. Auf Vollkommenheit abzielen ist ein sicherer Weg, ungehalten zu werden. Auf Vollkommenheit abzielen wird dich wohl auch davon abhalten, dir andersartige Dinge anzuschauen, die du womöglich nicht sehen möchtest. Das ist ausweichend.

Sei insbesondere nicht bei Anderen auf Vollkommenheit aus. Das wird dich launenhaft machen.

Du weißt, manchmal geht dir eine Einzelheit gegen den Strich. Sie nervt dich. Dann hast du dich zu fragen: „Wie gewichtig ist dieses Detail dafür, was ich anstrebe? Ist es möglich, dass es ein Dorn ist, an dem ich mich festklammere?“

Die Frage heißt nicht, ob du dabei, was dich behelligt, fehlerlos bist. Manchmal hast du recht! Oft hast du recht. Doch recht oder nicht recht, die Frage heißt: Wieso lässt du es dich so sehr beunruhigen?

Du wärst nicht auf Perfektion aus, wenn du dächtest, es sei richtig, das zu sein. Und jetzt lernst du, nicht so sehr an die Vollkommenheit geheftet zu sein.

Ich sage euch zur gleichen Zeit nicht, eure Standards abzusenken. Ich sage euch nicht, nachlässig oder gefühllos zu sein. Ich rate euch, in eure Standards eine Abänderung einzuschließen, dass ihr nicht auf Perfektion bestehen werdet, weder in euch selbst, noch in Anderen.

Freilich, wie wisst ihr, wann es zu beharren und wann es los zu lassen gilt? Wenn du Künstler bist, möchtest du ein großartiges Gemälde malen. Und dennoch, auch als großer Künstler ist vielleicht eine Zeit gekommen, wann du sagst, du seist mit dem Gemälde fertig, ob nun zufrieden damit oder nicht.

Zolle den Schwächen weniger Beachtung.

Vielleicht hast du jene unvollkommenen Dinge, die dir ein Bein stellen, aus einer größeren Entfernung her anzuschauen. Schaue mehr nach dem generellen Effekt als nach den vollkommenen Teilen.

Du bist in Meinen Augen nie weniger.

Das Kind bringt seiner Mutter aus der Schule eine Zeichnung mit nachhause. Sieht die Mutter in der Zeichnung nach Perfektion? Korrigiert sie sie? Sie sieht etwas mehr als das Bild. Und ist indes die Zeichnung nicht so, wie sie ist, vollkommen?

Sei dir selbst eine Mutter.

Ziele nicht darauf ab, das zu kontrollieren, was du nicht kontrollieren kannst.

Richte deine Aufmerksamkeit auf größere Dinge. Schaue hoch.

Wenn du dich mit einer Gruppenaufgabe befasst siehst, und du findest, dich nervt nach wie vor etwas, etwas, was den Anderen nicht aufstößt, dann gibt es für dich zwei Dinge zu tun: reden und zuhören. Beides ist wertvoll. Arbeite zusammen.

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HEAVEN #554 – 27.4.2002 – As Plain as the Sun

SO LEICHT VERSTÄNDLICH WIE DIE SONNE

Der Frühling spricht von der unaufhörlichen Erneuerung des relativen Lebens, zur selben Zeit, wie er euch von der Zerbrechlichkeit erzählt. Die Blume blüht, und gleichwohl verwelkt sie im Laufe eines Augenblinzelns. Blütenblätter fallen herab, und der Wind weht sie fort. Wie augenblicklich sind doch die farbigen Blütenblätter, und dennoch sind sie nie vorbei. Die Blume existiert immer. Nur die Form ist vorüber.

Die sich heran bewegenden Jahreszeiten sind ein Wunder. Unter ihnen allen liegt Permanenz. Die Oberfläche ist bloß eine Illusion. Der Same ist eine Form, und volle Blüte ist eine Form, und eine Form ist eine Form von etwas, und sie ist eine Form von etwas, das über sie hinausgeht.

Bäume und Natur trauern nicht um das Vergehen der zeitweiligen Blüte. Sie bewillkommnen die blätterlosen Äste genauso wie diejenigen mit Blättern. Der Baum weiß, er ist unverwandelt, einerlei, wie er aussieht. Steht ihr nicht damit in Einvernehmen, dass Bäume an Mich glauben?

Ihr Vertrauen liegt nicht auf ihnen selbst. Sie gehen weder Jagen, noch wird auf sie eingedrungen. Sie verlassen sich darauf, dass für sie alles bereitgestellt wird, und sie bejahen, wann es kommt. Sie akzeptieren die Sonne und den Regen ohne einen mürrischen Gesichtsausdruck. Ohne ein Wort. Wie still und stark sind Bäume doch in der Kenntnis Meiner Liebe geborgen!

Sie trinken tief von Meiner Liebe. Und infolge ihres Seiens bringen sie Meine Liebe Blatt um Blatt, Blütenblatt um Blütenblatt zu Mir zurück. Zwischen Mir und einem Baum herrscht völlige Liebe.

Wie kannst du dir denn etwa bloß vorstellen, Ich liebte dich weniger als den mächtigsten Baum?

Du hast Mich irgendwo in deinem Beutel als ein halb gegessenes Butterbrot untergebracht. Du hast Mich vielleicht gar vergessen, dass Ich da bin. Aber anders als beim Butterbrot, in das du probierenderweise hinein gebissen hast, wurde Ich nie verdorben. Ich bleibe frisch in froher Erwartung, Meiner entsonnen zu werden.

Es ist so fast gar nichts, dich Meiner zu erinnern. Denke an all die kleinen Dinge, auf die du dich auf alle Fälle besinnst. Du kannst kaum etliche deiner lange gedachten Gedanken wegwerfen. Und dennoch legst du Gedanken an Mich für ein weiteres Mal weg, für irgendwann, für später, aber nicht für jetzt, während du nicht mit ihnen vertraut bist.

Das ist nur der Fall, weil du ein Fehlverständnis von Mir hast. Du fürchtest etwa, dass Ich zu viel Macht über dich habe, oder dass Ich dir zu groß bin, dass Ich zu sehr inbegriffen bin, dass Ich zu viel von dir erbitten würde, und demnach ziehst du stattdessen einen Pfennig einer Mark vor. Jedermann könne sehen, dass ein Pfennig größer ist als eine Mark, scheinst du zu sagen.

Im eigentlichen steckst du sowohl die Pfennige als auch die Markstücke ein, obschon du derweilen den Schlüssel zu der Schatzkammer hast, die aufgefüllt ist mit Schätzen, die du immerzu gebrauchen kannst. Du gehst nicht ausreichend zur Schatzkammer hin. Du denkst, du brauchest einen Schlüssel. Du brauchst nicht einmal einen Schlüssel. Die Kammer öffnet sich automatisch für dich. Sie ist die ganze Zeit offen, und du bist vergesslich. Ich bin die Schatzkammer, und Ich bin der Schlüssel. Ich habe nicht einmal eine Tür. Und dennoch probierst du alle Schlösser in der Welt, auf der Suche nach etwas Kleinem – du-weißt-nicht-was.

Probiere, nach Mir zu schauen, denn entgegen deinen Glaubensüberzeugungen bin Ich leicht zu finden. Ich bin überall. Was könnte einfacher sein als das? Ich spiele nicht Verstecken. Du spielst Verstecken und Such-Mich. Du versteckst dich und du suchst sogar, während du dich versteckst.

Ich bin so leicht verständlich wie die Sonne, die auf dich scheint. Du folgst all den Strahlen, denen du unterschiedliche Namen beigibst, und vergisst, hochzuschauen, wo die Sonne ganz sicherlich ist.

Wolken halten die Sonne nicht vom Scheinen ab. Die Welt dreht sich, und die Sonne bleibt. Ich bin immer bei dir in vollständiger Sicht. Du hast nur deine Augen zu öffnen und aufzuhören, dein Gesicht zu bedecken.

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HEAVEN #555 – 28.4.2002 – The Greatness of Your Heart

DIE GRÖSSE DEINES HERZENS

Du kannst im Dunkeln sehen. Du kannst im Dunkeln mit deinem Herzen sehen. Dein Herz ist wie ein riesiger Blitz, der alles beleuchtet. Die Dunkelheit ist ein Mythos. Sie ist eine Fantasie. Öffne dein Herz, und alles, was nie existierte, wird nicht mehr länger vor dir scheinbar zum Vorschein kommen. Wenn deine Augen auf einem hellen und schönen Horizont liegen, ist es das, was du siehst. Nichts blockiert deine Sicht. Du schenkst nichts im Dazwischen Beachtung, denn dazwischen ist nichts. Doch sogar dann, wenn es da wäre, gerät der Horizont in die Nähe, weil er in deinem Gewahrsein ist.

Sobald dein Herz offen ist, zieht es alles Gute zu sich. Mit einem geschlossenen Herzen kann nichts heraus kommen, und deswegen ist es schwerer, dass mehr Liebe hinein kommt. Ein verschlossenes Herz ist wie eine Faust, und ein offenes Herz wie eine Hand, die nach oben hin geöffnet ist und das Licht von der Sonne und den Nebel vom Meer her einzufangen vermag. Dein Herz kann sich auftun. Es ist bloß Angst aus dem Gedächtnis heraus, was es feste zusammenhält.

Verwundet oder nicht, dein Herz kann sich selbst gegenüber öffnen. Du kannst dich ausrollen. Es kann sich daran gewöhnen, offen zu sein, und größere Liebe wird zu ihm hin gelangen, aus dem Grunde, weil es offen ist. Das Herz gewährt sich selbst, ein Behältnis zu sein, ein Krug, der gießt und der nachgefüllt wird. Für den Krug deines Herzens gibt es keine Begrenzung.

Liebe strömt. Das ist ihre Natur. Sie wirbelt und strudelt. Sie ist eine Gezeitenwelle. Sie erfasst alles in ihrem Weg.

Es kann nie zu viel Liebe geben oder zu viel Augenmerk auf ihr. Es gab zu viel Augenmerk auf alles Sonstige. Schleudere dein Herz nun hoch. Lasse es von jedem Berggipfel zu sich selbst rufen. Lasse dein Herz rund um die Welt gehört werden. Lasse es sich selbst vernehmen. Lasse deine Liebe über das Universum gejodelt werden. Der Klang von ihm wird überall gerne entgegen genommen. Und du wirst anfangen, den Klang deines eigenen Herzens zu hören.

Wofür, dachtest du, sei dein Herz da? Dachtest du, es sei dazu da, entstellt zu werden? Du dachtest, ein Herz, das offen ist, sei verwundbar gegenüber Angriffen, und, du habest es vor weiteren Wunden zu schützen. Ein offenes Herz aber ist stark. Du hast es falsch verstanden.

Ein verschlossenes Herz verletzt sich als erstes selbst, bevor das sonst etwas tun kann. Kein einziger, nichts, kann deinem Herzen so viel Schaden zufügen, wie du es bereits getan hast, indem du es verschlossen gehalten hast. Wie gekräftigt wird doch dein Herz werden, wann es seine Glieder sich ausstrecken lässt! Es hat sich zu lange verkrampft. Einmal in Übung, beginnt es, seine Macht zu erkennen. Beuge die Muskeln deines Herzens.

Körperliche Ertüchtigung ist etwas Kleines im Vergleich zur Ertüchtigung von Liebe. Du hast vergessen, sie zu erüben. Du warst derart beschäftigt, dein Herz vor dem Schmerz fernzuhalten, dass du die Liebe gefangen gesetzt hast. Du hast dein Herz vernachlässigt und hast ihm Unbehagen verursacht. Nicht anders als du, dein Herz wurde für etwas geschaffen. Rüstung behindert dein Herz. Nimm sie weg, und dein Herz prescht vor und findet seinen Weg. Die Bestimmung deines Herzens ist um Vieles umfassender, als du dir je vorgestellt hast.

Die Bestimmung deines Herzens und die deine sind die gleichen. Wenn Ich sage, du seist für Größe bestimmt, spreche Ich über dein Herz. Dein Herz wird dich dorthin nehmen, wohin du gehst. Dein Herz kennt kein Aufhäufen. Dein Herz kennt schier etwas vom Strömen. Dein Herz zirkuliert sich selbst. Und wo nimmt der Strom seinen Anfang? Er beginnt bei Mir.

Dein Herz gedeiht in Meiner Liebe. Eine andere gibt es nicht. Es gibt keine Liebe, die dir gehört, und deswegen musst du sie freisetzen. Meine Liebe ruht in deinem Herzen, sodass du sie ausbreiten mögest. Meine Liebe ist nicht zum in Besitz Nehmen. Sie ist zum Geben. Es liegt dir nicht an, zu sagen wohin. Du bist nicht da, um dein Herz zu regieren. Dir gilt es, durch es geleitet zu werden.

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HEAVEN #556 – 29.4.2002 – Impassioned Thoughts

LEIDENSCHAFTLICH BEWEGTE GEDANKEN

Wenn es jemanden gibt, den du nicht ertragen kannst, wenn es jemanden gibt, der dir ein Dorn in deiner Seite ist, wenn es jemanden gibt, der dich schlecht macht oder dich schlecht behandelt, dann habe darauf acht, wie du ihn oder sie anschaust. Ich streite die Verletzung nicht ab, die sie dir zugefügt haben.. Ich fechte an, wie du sie missbilligst. Du hast sie zu deiner Missbilligung verurteilt. Es ist schwer für jemand, im Angesicht deiner Missbilligung zu leben. Deine Missbilligung, wie auch deine Liebe, reicht in jeden Winkel. Einerlei, auch wenn du sie für dich behalten hast, sie wird vernommen.

Du bindest dir deinen Mund zu, und an dir gibt es Nachweisliches genug, was deine Missbilligung anzeigt. Indes bist du derjenige, der missbilligt, und dafür bist du verantwortlich, nicht jene.

Ist es nicht deren Missbilligung, die dich zurückschrecken lässt? Du bist ihrer Missbilligung mit deiner eigenen entgegnet, und demnach bindest du dich an den Anderen in einem gemeinsamen Band der Missbilligung. Du hast deine Auslösereize von ihnen weggenommen, und damit hast du ihre Gedanken die deinigen kontrollieren lassen. Finde ein anderes gemeinsames Band.

Brich aus diesem stillen Vertrag aus. Die Gedanken eines Anderen haben nicht an den deinen abzuprallen und sie gefangen zu halten. Deine Gedanken sind zu bedeutsam für dein Wohlbefinden. Welchem Gott dienst du, indem du Feindseligkeit aufrechterhältst?

Ich rede nicht davon, bei diesem anderen Menschen oder bei diesen anderen Menschen Liebe vorzutäuschen. Ich rede davon, dich nicht so sehr an deiner Abneigung ihnen gegenüber anzuheften. Du hast der Art und Weise eines Anderen, die Dinge zu sehen, die Macht überantwortet, zu deiner Art und Weise zu werden.

Sie sind herübergesprungen, um sich an deine Stelle zu stellen, und du bist zurück gesprungen, damit seid ihr beide an der gleichen Stelle geblieben, anstatt voranzuschreiten.

Wer immer dich als unstatthaft gesehen hat, war blind, und ebenso hast du ihnen zugelassen, dich zu blenden. Du bist blind gegenüber einem Bissen Gutes in ihnen. Du hast ihre Fehler zusammengezählt und sie dir teuer gehalten. Du hast nichts anderes gesehen. Du siehst nicht, wie ihnen gestattet werden könne, in der gleichen Welt wie du zu existieren.

Deine Gefühle wurden durch deine Gedanken ins Wanken gebracht. Deine Gefühle riefen nicht deine Gedanken ins Leben. Es war andersherum. Denke einen Augenblick nach und sieh, ob das nicht stimmt. Sofern du deine vergangenen Gedanken an diesen Menschen, der dir ein Gräuel ist, los lassen könntest, wären sie nicht mehr länger ein Gräuel.

Du hast nicht nur das eine zu sein. Du hast nicht abzulehnen oder zu mögen. Du kannst diesen Menschen oder diese Menschen aus deinem verhärteten Herzen freilassen, ob du sie nun magst oder nicht. Wer bist du, dass du sie in deinem Herzen gefangen hältst? Wer bat dich, ihr Wächter zu sein? Ein Wächter setzt sich selbst gefangen, und Ich machte dich, um frei zu sein.

Lasst uns dies aus einem anderen Winkel her anschauen. Du hast diesen Menschen oder diese Menschen nicht zu mögen. Du hast sie nicht zu verehren. Aber du hast sie ebenso nicht zu verachten. Sie müssen nicht in deinem Kropf erfasst sein. Du musst deine Gedanken nicht auf ihnen herumkauen lassen.

Du hast nicht deine gleichen Gedanken zu behalten. Deine Gedanken waren unbarmherzig. Bitte Mich, diese schneidenden Gedanken abzuholen und sie von dir fortzunehmen. Bitte Mich, dein Herz von Übelwollen zu entleeren. Bitte Mich, dein Herz zu seiner Vollheit wiederherzustellen. Bitte Mich, dir zu helfen, deine Finger der Gedanken von ihrem Genick zu lösen. Bitte Mich, dir zu helfen, dich selbst dir selbst wieder instand zu setzen. Bitte Mich, dir zu helfen, dass du diesen Menschen, ohne dass deine nagenden Gedanken ihm auf den Fersen sind, zu seinem eigenen Leben gehen lässt. Bitte Mich, dass du sie sein lässt, wer sie sind. Bitte Mich, dir zu helfen, dass du sie nicht so ernst nimmst. Bitte Mich, dir zu helfen, dass du deine Anklageschrift über sie fortschaffst.

Entsinne dich, dass Ich dich liebe, egal, was sonst jemand von dir denkt. Und Ich liebe dich, egal, was du über einen Anderen denkst. Entsinne dich, Ich liebe dich, und deswegen bitte Ich dich, Mich zu bitten, dir beizustehen, um deine negativen Gedanken loszuwerden. Sie gehören dir nicht zu, und Ich möchte nicht, dass du sie hast.

Komme also und umarme Mich jetzt, und dein Herz wird Linderung erfahren.

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HEAVEN #557 – 30.4.2002 – Into the Light

IN DAS LICHT

Worum geht es bei der Redeweise: „Dunkelheit kommt vor der Dämmerung …?“ Dunkelheit hat mit ihr nichts zu tun. Die Dämmerung dämmert. Die Sonne erscheint. Du brauchst keine Dunkelheit. Dunkelheit ist bloß du am Schlafen. Die Illusion der Dunkelheit veranlasst nicht die Dämmerung. Dunkelheit ist kein Instrument von ihr. Glaube nicht so sehr an die Dunkelheit. Komme ins Licht.

Du bedarfst keiner Dunkelheit. Lasse diesen Gedanken los. Lasse dein Bild von der Dunkelheit los, als eine Botschaft an dich, dass das Gute auf seinem Weg ist. Es stimmt, das Gute ist auf seinem Weg, doch Dunkelheit ist nicht notwendig. Einzig das Licht ist notwendig. Habe vierundzwanzig Stunden Licht. Habe eine Woche voll Licht. Habe einen Monat des Lichts. Habe ein Jahr des Lichts. Habe ein Leben voller Licht. Fortwährendes Licht ist keine Überraschung oder kein Wunder, unterdessen Licht alles ist, was es von vorneherein gibt.

Du machst aus der Dunkelheit viel. Du musst sie überhaupt nicht haben. Nur deine Interpretation der Lebensvorkommnisse besagt, dass etwas dunkel ist. Deine Interpretation besagt, dass der Tod dunkel ist, dass Enttäuschung dunkel ist, und so weiter. Werde die Auffassung los, dass du überhaupt Dunkelheit zu erfahren hast. Du brauchst in deinem Leben Dunkelheit nicht unterzubringen.

Du weißt in Wirklichkeit bereits, dass Dunkelheit deine schrullige Stimmung ist. Sie gehört dir nicht zu. Sie ist etwas, was du hinzutust. Sie ist ein Extra-Koffer, den du mit dir führst. Du hast ihn nicht mitzunehmen, und du hast ihn nicht zu öffnen.

Du hast an den Wert der Dunkelheit geglaubt. Du hast geglaubt, dass du in dem einen oder anderen Ausmaß zu leiden hast. Aber du hast gar nicht zu leiden.

Wer sagt, du hättest zu leiden, außer du selbst? Oh, die Welt vielleicht auch. Der Tod von geliebten Angehörigen wird passieren, und du glaubst, ein Reiter des Leidens müsse mit ihm daherkommen. Doch wieso muss das sein? Was gewinnst du dabei? Du musst denken, du gewinnest dabei etwas, anderenfalls würdest du ihn nicht wertschätzen. Natürlich würdest du an einen Gewinn nicht glauben, sofern du nicht an Verlust glaubtest.

Wo steht es geschrieben, dass du trauern musst? Wo steht geschrieben, dass du weinen musst? Es steht geschrieben, dass du ernten wirst. Vielleicht hast du das fehlverstanden.

Als Ich das Universum erschuf, setzte Ich keinen Tag des Trauerns oder des Bedauerns oder der Traurigkeit an. Ich sah einen Tag für die Ruhe vor, und Ich segnete alle Tage, die Ich erschaffen hatte. Und Ich segne alle Tage deines Lebens.

Ich erschuf kein Dunkel. Ich erschuf Licht. Und Ich sah, es war gut.

Du gewährst es der Dunkelheit, dich mehr zu betäuben als das Licht. Segne das Licht mehr, und du wirst mehr Licht haben. Licht, das Ich dir vermache. Ich gebe dir nicht Dunkelheit. Ich sagte dir nicht, gegenüber dem Licht die Augen zu schließen.

Sogar in der sogenannten Dunkelheit kannst du dich selbst anleuchten.

So wie du alle segnest, die in dein Leben kommen, so segne alle Vorkommnisse. Segnen meint, sie los lassen. Segnen hält nicht an sich fest. Segnen ist wie ein Auf Wiedersehen Winken der Hand, oder wie das Hallo Winken einer Hand. Oder wie ein Kuss. Ob es nun ein Hallo-Kuss oder ein Auf Wiedersehen-Kuss ist, ist hier nicht die Sache.

Alles Willkommen-Heißen ist ein Winken. Du bewillkommnest etwas, was zu dir kommt, und dann winkst du das nächste herbei. Du hältst dich an nichts fest. Licht und Liebe können nicht gehalten werden. Desgleichen Dunkelheit nicht, und du brauchst das nicht. Wie schwierig ist doch die Mühe, an der Dunkelheit festzuhalten!

Dunkelheit ist kein Vorläufer für etwas, außer für sich selbst. Das Licht ist immerfort da. Bloß, du hast weggeschaut, und du nennst dein Wegschauen Dunkelheit. Schaue nicht mehr weiter weg. Die Dämmerung ist da.

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HEAVEN #558 – 1.5.2002 – So That All May See Better

SO DASS ALLE BESSER SEHEN KÖNNEN

Wenn das der Fall ist, dass Meiner Schöpfung keine Grenzen gesetzt sind, wieso denkst du dann, dass du begrenzt bist? Wem oder was erteilst du die Erlaubnis, die Ausdehnung zu behindern, derentwegen du erschaffen wurdest? Du warst nie dafür bestimmt, in deiner Entwicklung an einer einzigen Stelle der gleiche zu bleiben. Du warst dafür bestimmt, dich immerzu auszudehnen. Ohne jedwede Grenzen, bist du ein natürlicher Ausdruck der Ausdehnung. Und dennoch fürchtest du deine eigene Ausdehnung und deinen eigenen Ausdruck. Du fürchtest dein eigenes Wachstum und die Wandlungen, die es mit sich bringen mag. Indem du das tust, hältst du dich an Grenzen fest. Du triffst die Wahl, innerhalb der Begrenzungen eines Stalls zum Spielen zu bleiben. Du denkst, das sei sicherer. Was für eine Ausrede du machst bei den Grenzen, die du dir selbst auferlegst! Du denkst, Grenzen seien deine Beschützer.

Löse dich von diesen eingebildeten Bodyguards. Decke auf, was dich gewöhnlich klein gehalten hat. Du brauchst nicht zu fürchten, dass du allzu hoch fliegst. Du kannst nicht zu hoch fliegen. Du brauchst Übung im gemeinsam Fliegen.

Was hast du mit deinen Flügeln angestellt? Nimm sie her, staube sie ab, und beginne, Flug aufzunehmen. Beginne, zu deiner Bestimmung aufzuschließen.

Du bist allerlei Dingen hinterher gejagt. Jage dir nun selbst hinterher. Komme hinter jene Passagen, die du ignoriert oder übersehen hast. Nimm dich selbst zu einem Spaziergang zu den Wegen, die du lange vergessen oder dir verboten hast. Alle Türen sind für dich geöffnet. Du hast unbegrenzte Wahlmöglichkeiten. Du hast eine Menge unerforschtes Territorium. Fange an, das Terrain deiner selbst zu erforschen. Du bist neues Territorium. Du bist eine neue Entdeckung.

Ja, du hast dich selbst zu entdecken. Das ist leicht. Alles, was du zu tun hast, ist, dich umzudrehen und dich zu fragen: „Wohin möchte ich gehen?“ Und dann gehe. Du hast entzückende Entdeckungen zu tätigen. Du bist alles! Du bist der Entdecker und du bist die Entdeckung und du bist der Pfad, der zu der ganzen Entdeckung führt. Du deckst dich selbst auf.

Bis jetzt hast du deine Füße gefesselt. Binde sie nunmehr los. Bis jetzt hast du eine Augenbinde getragen. Lege sie nun ab. Jetzt wirst du dich im Spiegel Meiner Augen sehen, und du wirst sehen, was Ich die ganze Zeit über gesehen habe.

Du hast ein Behältnis gesehen, und nun wirst du den Inhalt sehen. Du wirst eine Kraft der Energie sehen, ein lohendes Licht, und du wirst sehen, dass es von dir herkommt. Du wirst anfangen zu sehen, dass du ein Seinswesen Gottes bist, und ein Seinswesen Gottes kann einzig ein großes Wesen sein. Gott hat dich so gemacht. Du wirst sehen, dass du auf der Erde niedergegangen ist, um eben diese Entdeckung zu machen.

Du bist immer dieses Licht gewesen, das du nun anfängst zu sehen. Du bist immer in Meinem Licht gewesen. Du bist Mein Licht, und nun siehst du aufs Neue. Du siehst, was die ganze Zeit über vor dir war. Nun nimmst du deinen Szepter Meines Lichts und schwenkst ihn überall. Du bist Licht, das Licht anleuchtet. Du wirst alles Licht rund um dich herum anzünden. Du wirst eine Fackel Meines Lichtes sein, so dass Alle ihr eigenes Seien in Meinem Licht, das von dir gehalten wird, sehen werden können.

Lasse deine Augen weiter werden. Erweitere dich in das Seienshafte deiner selbst. Erweitere dich nach dorthin, wohin du dich sehnst und gehörst zu sein. Dehne dich zu Mir aus. Was bedeutet das?

Das meint, zur Kenntnis nehmen, wo du in Meinem Herzen immerzu warst. Das meint, Meine Strahlung in dir bejahen. Das meint, anerkennen, dass du ein Seinswesen des Lichts bist wie kein anderes auf Erden, und gleichwohl anerkennen, dass alles Licht durch Mich geleuchtet wird, und deswegen das gleiche ist. Das meint, anerkennen, dass du Mein erschaffenes Seinswesen bist, und dass du von Mir bist, und infolgedessen von Heiligkeit. Heiligkeit indessen meint, dass du mehr von Mir bist, als du dir selbst Glauben geschenkt hast. Du kannst nicht mehr sein, als du bist oder als du je gewesen bist, aber du kannst dich in dieses Gewahrsein hinein ausdehnen, und sodann bist du ein erweitertes Seinswesen der Wahrheit, das die gesamte Welt entzündet, sodass Alle besser sehen können werden.

Wenn du anfängst, dich Mir nahe zu fühlen, beginnst du, eine Bühnenangst zu spüren, so, als käme eine riesige Zeremonie auf dich zu, so, als gingest du zu einer Hochzeit von dir und Mir. Du denkst, das sei ein allzu folgenschweres Ereignis für dich. Du denkst, du seist dem nicht ebenbürtig, und dass du davon rennen müssest. Entspanne dich. Es kommt keine gigantische Zeremonie auf dich zu.

Du schaust bloß ein Album durch, und du siehst, dass Wir bereits verheiratet waren. Von Anfang an, waren Wir Eins. Nichts hat sich geändert. Einzig beginnst du zu sehen, was immer gewesen ist. Du blätterst Unser Album durch. Es gibt keinen Bedarf, dass du zitterst, denn du siehst, dass Wir immer Eins gewesen sind. Nun fängst du an, dich zu erinnern. Das ist etwas zum Erinnern. Und nun wirst du nie mehr vergessen, denn Ich schaue voll aus deinen Augen heraus. Du wirst nie mehr aus dir selbst heraus fühlen.

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HEAVEN #559 – 2.5.2002 – A Peaceful Voyage

EINE FRIEDVOLLE REISE

Was ist Aufgeregtheit anderes als die andere Seite der Enttäuschung? Du wirst überglücklich, während die ganze Zeit über Freude genug da ist. Und dennoch bist du darauf aus, überglücklich zu sein. Du bist darauf aus, in vielen Dingen über dem höchsten Punkt zu sein. Du drehst dich selbst vom einen Ende des Spektrums des Lebens zum anderen auf. Du zoomst dich in das Leben hinein, und dennoch ist es für dich immer noch nicht rasch genug. Es ist zu schnell, und nicht schnell genug.

Es stimmt nicht, dass du nie befriedigt bist. Du hast kurze Augenblicke davon. Aber deine Befriedigung kommt von einem Lob her, und sogar ein positives Lob ist Beurteilung. Siehst du, wie sehr du über das Leben nachdenkst, und, indem du das tust, wie sehr du dich von dem Leben des Lebens wegziehst?

Es ist eine Sache, einen Kuchen zu essen, und eine andere, jeden Bissen zu bewerten.

Was wäre, wenn du deine laufenden Kommentare über dein Leben fortließest? Dein Leben selbst wird sich verwandeln, wenn du aufhörst, es abzuschätzen. Du hältst mehr deine Meinung über dein Leben fest, als du es erlebst. Du neigst dazu, ein Auge auf die Zukunft und ein anderes auf die Vergangenheit hingezogen zu halten. Aus diesem Grunde stellst du Vergleiche an, unterdessen dein Leben letztlich jenseits des Vergleiches angesiedelt ist.

Wieso nicht im Voraus den Bescheid treffen, die Straße zu genießen, die du nimmst? Eine Schnellstraße des Lebens liegt vor dir, und eine Kritik von ihr ist ein ärmliches Bemühen um Kontrolle. Du liebkost das Leben, oder du versohlst es. Du machst so viel aus ihm, oder nicht genug. Köstliches fehlverstandenes Leben.

Du dachtest, das Leben sei ein Picknick. Was ist ein Picknick anderes als eine Haltung? Sogar bei Picknicken gibt es Regen und Ameisen. Jene haben dein Picknick nicht zu verderben. Du bist derjenige, der es verdirbt.

Du erwartest so viel vom Leben. Du erwartest Vollkommenheit. Indes erwartest du zur selben Zeit nicht genug. Da ist noch mehr. Du rennst zur Ziellinie, ohne zu wissen, wohin du gehst. Werde langsamer. Ergehe dich mehr durch dein Leben. Du hast es weder zu durcheilen, noch von ihm weg zu hasten. Sei deinem Leben ein Passagier, doch nimm in aller Bereitschaft an ihm teil.

Sei in deinem Leben nicht derart beansprucht, als wäre es ein Wettbewerb. Es gibt kein Gewinnen und kein Verlieren. Das Leben selbst ist ein Spaziergang, den du machst. Du gehst es. Woran du vorbeigehst oder nicht vorbeigehst, was ist dir das? Was für einen glücklichen Umstand musst du haben, um glücklich zu sein? Oder um unglücklich zu sein? Stelle nicht derart viele Anforderungen an das Leben, und schlendere weiträumiger herum.

Das Leben ist keine Parade. Es ist kein Affenspektakel. Desgleichen ist es kein Marschieren an einer Stelle.

Die Musik hat Crescendi, und die Stille hat ihren Anteil an ihnen. Und die Crescendi machen die Stille ebenfalls zu etwas Schönem. Wieso bist du überrascht, wenn dein Leben keine gerade Linie ist?

Genauso wenig ist es eine Wundertüte.

Du machst dich in eine Richtung auf, die du zu jedem gegebenen Augenblick ändern kannst. Und du machst in deinem Leben Wendungen. Du bist der Wender. In welche Richtung du auch anscheinend gehst, du kommst voran. Du bist nicht, wo du gestern warst. Dein Leben schreitet fort. Du machst Fortschritte. Aber du hast einen Fortschritt nicht zu markieren. Dein Leben ist kein Bericht über den Fortschritt.

Wieso dein Leben nicht zu einem Picknick machen? Auf jeden Fall kannst du es nicht voraussagen, und du kannst die Vergangenheit nicht so ummodeln, wie du sie haben möchtest. Das Leben ist immer wieder neu vor dir. Und es ist deins, nicht dasjenige eines anderen. Dein Leben wurde nicht gechartered, und indes setzt du auf den Sieben Meeren Segel.

Sage Ja zum Leben. Sage Ja zu deinem Leben. Sage: „Gott, ich möchte aus meinem Leben das machen, was Du willst. Und Du willst für mich Glück. Was fechte ich das an? Wieso behellige ich mich mit Qualen, während ich Dich in meinem Herzen trage? Lieber Gott, hilf mir heute, Dich weiter und tiefer in mein Leben zu tragen. Hilf mir, dankbar für all das zu sein, was Du mir gegeben hast. Heute möchte ich mich der Trübsal entledigen und mein Glück bejahen. Heute breche ich zu einer friedvollen Reise mit Dir auf.“

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HEAVEN #560 – 3.5.2002 – Your Presence

DEINE GEGENWART

Manchmal engagierst du dich bei derart vieler Tätigkeit, dass du dich vom Leben entkuppelst. Du rennst vom Leben fort. Du streitest dich mit dem Leben herum und verwendest viel Energie darauf, in den Außenbezirken von ihm herumzurennen. Vieles an deinem Leben war ein Entfliehen von ihm.

Du weißt nicht einmal, was das Leben zuallererst ist.

Vieles an deinem Leben war der Sterblichkeit des Körpers ausweichen. Du hast es nicht gerne, daran zu denken. Du tust alles, um zu vermeiden, daran zu denken. Und demnach machst du den Körper unsterblich. Du sprengst für zwölf Dollar für 30 gr heiliges Wasser über dein Gesicht, um Falten und Altern abzuhalten, und auf diese Weise machst du dich über dich selbst lustig. Dein ganzes Leben wird zu einer Vertuschung. Du gibst vor, dein sterblicher Körper sei für immer, und dass alles, was du zu tun habest, sei, ihn auszukundschaften. Du wirst alles tun, um mit dieser Vortäuschung einherzugehen.

Du häufst Besitztümer auf. Du stichst dich selbst aus. Du rückst deinem Leben mit Dingen auf die Pelle, und du rückst deinem Leben mit Tätigkeit auf die Pelle. Du wirst ihm vielleicht gar mit Leuten auf die Pelle rücken. Du wirst alles tun, um das Leben davon abzuhalten, bei dir anzulangen. Du bist lieber vom Leben weggelaufen als auf es zu.

Ringe nicht mit der Sterblichkeit deines physischen Körpers. Liebe ihn, sei jedoch nicht an ihn geheftet, und versuche nicht, ihn unsterblich zu machen. Dein Körper ist nicht deine Identität. Liebe dein gegenwärtiges Leben, sei jedoch nicht mit ihm verhaftet. Es ist genauso nicht deine Identität. Eines Tages wirst du alles zurücklassen, wo es ist, und du wirst nach wie vor sein, und du wirst nach wie vor du sein. Du wirst mehr du sein, weil du dich nicht in der Illusion gefangen findest.

Denke allerdings nicht, dass dein Leben und deine Präsenz in ihm nichts sind. Sie sind dem Universum wichtig. Dieser Gang, den du auf der Erde nimmst, ist von äußerster Wichtigkeit. Er ist ein Gang, den du mit Mir zu Mir nimmst. Und du gehst für Mich.

Es ist eine edle Sache, ein Menschenseinswesen auf der Erde zu sein.

Du bist eine Gedächtnishilfe an den Himmel.

Der Menschliche Körper ist das letzte von dir.

Was nicht gesehen wird, ist das, was dich trägt.

Falls du nur dein Körper wärst, gäbe es keine Ursache, Trostlosigkeit zu spüren.

Falls deine gegenwärtige Existenz alles wäre, was es gibt, wäre sie nicht genug.

Jedoch bist du glücklicherweise ein fortdauerndes Seinswesen des Lichts, und das Licht wird niemals weniger. Du bist ein scheinender Lichtstrahl auf der Erde. Nichts kann dich auslöschen. Keine Brise, kein Unfall, kein willentlicher Akt. Du bist immerzu. Du bist stets gewesen, und das wird sich nicht ändern. Nichts kann Unsere unsterbliche Verbundenheit umgestalten.

Du bist kein Strichmännchen. Du weist dich in zahlreichen Dimensionen aus. Du bist mehr, als du weißt. Du bist der Präsentierer des Lebens.

Du hast Mich zur Erde getragen. Du rüstest einen Haushalt für Mich ein. Du scharst dein Herz für Mich zusammen. Du rührst das Leben für Mich um.

Es besteht kein Bedarf, auf den Tod des Körpers zu warten, bevor du Mir begegnest. Wieso warten? Warum Aufschub? Begegne Mir jetzt. Höre auf wegzurennen.

Ich bin hier. Ich bin direkt hier bei dir. Du hast Mich nicht zu erwischen. Ich bin bereits tief inwendig in dir. Du hast nicht von Mir fortzurennen. Du hast nicht vor dir selbst fortzurennen. Einige dich mit dir selbst. Du bist um Vieles mehr, als du denkst. Um Vieles mehr. Denke daran, was du sein könntest, und das ist, was du bist.

Du bist ein Zuträger Meiner Segnungen. Ich habe dich gewählt, um Mich auf der Erde zu destillieren. Ich habe dich gewählt, um Mich zu verkörpern. Ich habe dich gewählt, um einen flüchtigen Eindruck von Mir zu verstreuen. Ich habe dich gewählt, um Mich zu einer Möglichkeit auf der Erde zu machen. Ich habe dich gewählt, um Mich zur Auslage zu bringen. Ich habe dich gewählt, um alles für Mich zu tun. Ich habe dich als Meinen Repräsentanten gewählt. Du bist ein Botschafter vom Himmel. Du dachtest, du seist ein Körper. Du befindest dich bloß in einem Körper, und Ich wählte dich nicht, um für alle Zeit in einem Körper zu sein.

Falls ihr nicht so sehr an den Körper glauben würdet, gäbe es dann Krieg? Falls es kein Ego gäbe, gäbe es dann Krieg? Falls ihr nicht so sehr an die Vergangenheit glauben würdet, würden dann Grenzziehungen existieren?

Du hast den Fleck Erde, auf dem du stehst, nicht im Besitz. Noch auch jedwede Nation. Du denkst, du habest ein Pachtverhältnis auf Dauer, aber Grenzen sind nicht permanent. Die gesamte Erde ist Heiliges Land. Und es gibt ein einziges Volk auf der Erde. Es gibt kein das deinige und kein das von jemand anderem. Es gibt nicht einmal das deinige und das Meinige. Es gibt bloß Meins, und du hast den Nutzen von ihm.

Und doch denkst du, du habest die Souveränität. Ihr behandelt Menschen, als wären sie nicht Meine Menschen. Tragt bitte in Meinem Namen keine Kriege aus. Benutzt Mich nicht als Entschuldigung. Es ist nicht euer Recht, Kriege zu führen. Ihr habt die Wahl, jedoch nicht das Recht.

Im Krieg gibt es keinen Anstand. Allgemeine Höflichkeit wird vergessen.

Die Historie ist nicht wundervoll. Schaue nicht auf die Historie, um das, was du jetzt möchtest, zu unterstützen. Die Vergangenheit ist die Vergangenheit. Sie hat nicht in die Gegenwart hinein fortgesetzt zu werden. Was gewesen ist, hat nicht nach wie vor zu sein.

Für den Krieg gibt es keinen Grund. Er macht keinen Sinn. Er ist Anhaftung. Er ist Eigentum. Es geht bei ihm um Eigentümerschaft. Und Ich habe euch gesagt, ihr besitzt nichts. Ihr SEID alles. Demnach seid es.

Ich habe euch für den Frieden auf die Erde gesandt, nicht für den Krieg. Für Vereinung, nicht für Abspaltung. Für Mitempfinden, nicht für Geringschätzung. Für Freundlichkeit, nicht für Kleinlichkeit. Für Vision, nicht für Blindheit. Für Öffnung, nicht für Verschluss. Für Umarmung, nicht für Stöße. Jedoch behandelt ihr andere Nationen so, wie ihr keinen Diener behandeln würdet.

Ihr seid dar, um Mir zu dienen, nicht euch selbst. Als Nationen seid ihr eigennützig gewesen. Und infolgedessen dient ihr keinem, am allerwenigsten euch selbst. Lasst die Verteidigung los. Fordert nicht soviel von Anderen. Gebietet ihnen nicht.

Setzt das Ego nicht über Mich. Seid an Meiner Seite. Stellt alle Nationen in Mein Licht. Bleibt hier nahe bei Mir, und Ich werde euch zum Frieden führen.

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HEAVEN #561 – 4.5.2002 – The Jewels in Your Heart

DIE JUWELEN IN DEINEM HERZEN

Die Details deines Lebens machen dein Leben auf Erden aus, aber sie sind nicht dein Leben. Du weißt bereits darum, dein Leben ist um Vieles mehr als die tägliche Manifestation von ihm. Du weißt darum, die Schwerkraft hält dich unten. Du befindest dich eine Zeitlang in einem Menschlichen Körper auf der Erde, aber die Gesetze der Schwerkraft haben mit deinem Geist nichts zu tun. Dein Geist erkennt die Schwerkraft nicht an. Schwere ist nicht deine Bestimmung. Leichtigkeit ist es. Vielleicht hast du das anders herum gesehen.

Du bist ein Seinswesen des Lichts, und Licht – diese ungeheure Größe des Lichts – wiegt gar nichts, oder Wir können sagen, es ist unmessbar. Gewichtslosigkeit ist dein echter Zustand.

Was ist es demnach, was dich niederhält?

Deine Gedanken. Deine Gedanken sind ein Gewicht auf dir. Deine Gedanken brauchen einen Flug. Sie möchten sich emporheben. Sie sind es leid, an die Erde gefesselt zu sein. Deine Gedanken sind deine Sicht, und du möchtest eine weitere Sicht, als du es dir gewährt hast.

Du bist dafür bestimmt, ein Visionär zu sein. Du bist dafür bestimmt, mehr zu sehen, als was sich unmittelbar vor dir befindet. Das Physische alleine ist einfach nicht genug für dich. Einerlei, wie du dir damit den Bauch vollschlägst, es ist nicht genug. Es gibt mehr, als deinen Augen begegnet.

Das bedeutet nicht, dein tägliches leben zu ignorieren. Das bedeutet, dass du, sobald du erkennst, dass du eine weitaus größere Zwecksetzung innehast, als das schiere Vorsichgehen deines Lebens, dein Leben mit höherem Eifer vorantreibst.

Es existiert ein Bestreben, sich selbst dazu vorzubereiten, aus dir herauszubrechen.

Dein größtes Streben unter allen ist die Vereinigung mit Mir. Sofern das Gewahrsein dieses Strebens deinem Leben fehlt, wird es sich sich nunmehr von Neuem einsetzen. Sofern du dieses Strebens immerzu gewahr bist, wirst du mehr Nachweis an Freude, die es mit sich führt, zu sehen bekommen. Ja in der Tat, Streben für sich genommen bringt Freude. Der Höhepunkt deiner Bestreben ist Freude über Freude, auf diesen Gipfelpunkt musst du allerdings nicht warten. Große Freude des Strebens wartet auf dich. Sie ist jetzt soeben für dich bereit. Ob du Mir glaubst oder nicht, du bist für diese Freude bereit, die bei weitem Zeit und Raum und den Kauf eines neuen Schmuckstücks oder eines Autos übertrifft.

Du brauchst für Mich nicht einkaufen gehen. Wenn es Einen Gott gibt, und Ich versichere dir, es gibt Einen, brauchst du dich nicht weiter umschauen. Hier bin Ich. Ein einzelnes Modell. Eines, das sich nie abnutzt. Garantiert. Ich bin über alle Maßen unbezahlbar, und Ich komme kostenfrei.

Du hast gedacht, Ich komme dir teuer. Du hast gedacht, Mein Preisschild weise einen hohen Betrag aus. Ich habe gar keines.

Mein Bestreben lautet, dass du Mich ganz direkt in deinem Gewahrsein hast. Mein Bestreben lautet, dass du alle Reichtümer, die Ich für dich bereithalte, entgegennimmst. Erstrebe Mich nicht der Reichtümer halber, die Ich für dich bereithalte, sondern weil du Mich als ein Licht vor dich hältst, was dich zu deinem eigenen Herzen geleitet. Hierin liegen die Reichtümer. Inwendig in deiner eigenen Brust liegt der Schatz. Ich verwahrte all die Reichtümer in deinem Herzen zur Sicherheit. Und jetzt öffnest du dieses Warenhaus der Liebe.

Öffne es Mir, Der es dir gegeben hat. Nicht als eine Verpflichtung, sondern weil du alles mit Mir teilen möchtest, was du gefunden hast. Du möchtest Mir die Juwelen in deinem Herzen zeigen. Du möchtest sie zum Licht hin drehen, damit Wir einen nach dem anderen anschauen und sie alle bewundern. Natürlich möchtest du Mir Mein eigenes Licht zeigen.

Du möchtest Mir Dein eigenes Einssein enthüllen. Du möchtest Mich Mir Selbst zeigen. Du möchtest sagen: „Schau, Gott, schau Dir an, was ich gefunden habe. Ich habe Dich gefunden.“

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HEAVEN #562 – 5.2.2002 – One Beautiful Being of Light

DAS EINE SCHÖNE SEINSWESEN DES LICHTS

Warte nicht auf den Schmerz, dass er dir Gedanken an Mich einfährt. Du brauchst keinen Schmerz. Ich bin es, was du brauchst. Ich bin alles, was du brauchst, denn wenn du Mich hast, hast du alles. Du wirst wohl nicht die ganze Zeit all dein weltliches Trachten zueigen haben, aber von Mir hast du alles. Mich haben ist wissen, dass du Mein Licht teilst, und dass es für dich ist. Wahrhaftig, sobald du Mich kennst, und sobald du weißt, dass du in Meinem Licht bist, gibt es nicht viel anderes, was du erstrebst. Sobald du Mich findest, hast du wirklich etwas gefunden, um das du dich kümmerst und dessen du nie müde wirst. Das ist dann, wenn du auf die Knie gehst, nicht zum Gebet, sondern in Dankbarkeit für deinen Anteil im Königreich.

Dankbarkeit macht dich nicht schwach. Sie macht dich stark. Es braucht Stärke, dich auf die Knie zu bekommen. Es braucht Stärke, sich zu ergeben. Ja, es ist Stärke, der du dich ergibst. Ergeben ist, wie du all den Reichtum des Bewusstseins, den Ich dir gegeben habe, einsammelst. Ergeben ist, wenn du sagst, so, wie Ich es tue: ‚Ich BIN‘. Wir intonieren zusammen.

Was anderes würdest du tun als auf deine Knie fallen, sobald du einen großen Schatz vor dir gefunden hättest? Wenn du ein Edelsteinkästchen gefunden hättest, würdest du dich hinknien, um es zu öffnen. Du würdest nicht daran denken, du habest dich zu dem Schatz hinunterzubeugen. Du würdest dich bücken, um ihn zu öffnen.

Und so beugst du dich zu Mir, damit du Mich erreichen kannst.

Das Beugen, von dem Ich rede, ist selbstverständlich metaphorisch. Du erhebst dich zu Meiner Höhe. Du stehst größer da als je zuvor, auch mit gebeugten Knien, denn Ich strecke dich gerade. Bejahe deine Herrlichkeit.

Du denkst, Ich übertreibe, denn du erfasst nicht, wie ein bloßer Sterblicher wie du auf der Erde herrlich sein kann. Du denkst, Ich müsse verrückt sein, wenn Ich sage, du seist herrlich, Ich müsse gar noch verrückter sein, das zu glauben. Indes, Meine Geliebten, wenn ihr alles habt, was Ich euch übermache, was sonst könnt ihr dann sein außer herrlich? Seid ihr nicht Mein einzigartiger Schatz auf Erden?

Ich sehe jeden einzelnen Meiner Schätze an. Ich lasse Meine Finger durch jeden Edelstein gleiten. Ich bin von ihnen entzückt. Ich nehme jeden Tag jeden hoch, und nicht einen finde Ich fehlerhaft – dass ihm etwas abgeht, meine Ich. Ich stelle sehr wohl fest, dass ihr etwas wollt, aber ihr glaubt nicht so recht, dass Ich es bin, den ihr wollt.

Ein Part von euch denkt: „Was ist an Gott überhaupt Gutes? Was kann Er tun? Es stimmt, Er schuf die Existenz, doch was hat Er denn danach getan? Er ruhte, und Ich entsinne Mich nicht, dass es geschrieben steht, Er sei wieder aufgestanden. Wo war Er? Wieso hat Er nicht all die Dinge getan, die ich Ihn gerne hätte tun sehen mögen?“

Ich allerdings war vor euch. Die ganze Zeit habe Ich für euch den Weg geebnet. Heilig ist Mein Name, und schön bist du, gemacht in Meinem Bilde, nach Mir bezeichnet. Ich fasste euch ins Bild, und Ich gab euch all Meine Gaben. Alleine, ihr lauft herum, ohne sie abzuholen. Sie sind vor euch und auf allen Seiten von euch ausgestreut. Ihr seid in solch einer Eile, etwas zu erhalten, dass ihr nicht seht, was direkt unter euren Füßen ist, ganz zu schweigen davon, was im Himmel ist.

Glücklicherweise sehe Ich für beide von Uns, für alle von Uns – das Alle, was Eins mit Mir ist. Ich sehe Einssein. Das ist alles, was Ich sehen kann. Das ist alles, wozu Ich in der Lage bin, und Ich geleite euch zu Meiner Sicht. Ich sehe hinter alle Masken. Verzweiflung ist eine eurer Masken. Sie ist nicht ihr. Sie ist eine Geisteserfindung eurer Einbildungskraft.

Ich aber bin keine geistige Erfindung. Ich bin Ganzheit, und du bist Ganzheit, und gemeinsam sind Wir Ein Schönes Seinswesen des Lichts.

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HEAVEN #563 – 5.5.2002 – God’s Majesty

GOTTES MAJESTÄT

Du bist Meine Majestät. Ich erschuf Berge voller Majestät und Bäume voller Majestät, und dich erschuf Ich ebenso. Du bist ein Traum, den Ich hatte, und Mein Traum wurde in dir Wirklichkeit. Alles, wovon Ich träumte, bist du. Du bist nicht dein eigener Traum. Du bist der Meine.

Du bist eine Verstetigung Meines Gedankens. Du bist Mein ungefesselter Gedanke. Mein Gedanke kann allein ungebunden sein. Ich dachte an dich als den Kulminationspunkt Meiner Schöpfung. Ich dachte an dich als den Gipfel der Schöpfung. Ich erschuf das gesamte Universum, und sodann setzte Ich dich auf die Spitze von ihm. Ich sagte euch, seine Majestät zu vervielfältigen. Ihr habt vergessen, was Ich gesagt habe. Ihr dachtet, ihr wärt für euch selbst da, um euren Weg im Land der Menschen zu machen, um zu überleben und um euch zueigen zu machen, indes ist es Mein Weg auf Erden, den ihr beschreiten sollt – Meinen Weg auf der Erde nehmen und für Mich den Weg bereiten. Schneidet eine breite Mahd.

Lasst Mich zu. Lasst Mich zu, die Schwelle eures Lebens zu betreten. Lasst Mich zu, euch in den Himmel zu geleiten. Wer sonst kann euch führen? Wer hat euch geführt? Beginnt, davon Kenntnis zu nehmen.

Wenn Ich ein Künstler bin, bist du Mein Gemälde. Ich würde kein Zerrbild malen. Ich würde lediglich Majestät malen. Vielleicht bist du aus Meinem Gemälde herausgeschritten, hinein in eines für dich selbst. Tritt wiederum in Meine Gemälde von dir ein.

Christus blieb in dem Gemälde, das Ich machte, was bedeutet, er weitete sich über die Begrenzungen der Erde hinaus aus. Auf der Erde wandelnd, überschritt er die Erde. Er behielt Mein Bild von ihm, und so beeinflusste er die Erde und schwang die Welt, und die Schwingungen seiner Existenz sind nach wie vor auf der Erde selbst abgeschildert und halten euch in ihrem Schwung.

Hebt eure Schwingung mit euren Gedanken. Macht euch nichts aus alledem, was ihr dachtet, ihr wärt es gewesen. Ihr habt fehlgedacht. Fasst nun einen Griff Meines Denkens, und ihr werdet neu gemacht werden. Nicht umgearbeitet. Neu gemacht. Ihr seid jeden Tag neu, und jetzt werdet ihr das wissen. Ihr werdet neue Dimensionen des Denkens betreten. Ihr werdet beginnen, euch der Wahrheit zu entsinnen. Was anderes gibt es, sich zu erinnern? Vergesst alles anderes, und seid der Wahrheit eingedenk.

Ich habe nicht herumgealbert, als Ich euch entwarf. Ich machte euch mit Meinem ganzen Herzen und genoss das Verfertigen von euch. Aber Ich war nicht frivol. Ich sah das Ausmaß von euch, und Ich sah, es war gut. Ich liebe Meine Schöpfung. Möchtet ihr sie genauso lieben?

Was für ein Unterschied wäre es doch für das Gesamt der Schöpfung, zu erkennen, dass sie geliebt ist? Es ist für dich ein Unterschied, zu erkennen, dass du geliebt bist. Das erbringt den vollen Unterschied. Dem Universum kannst du den gleichen Unterschied zuführen.

Wie liebst du jedes Grasblatt?

Wie liebst du das Firmament und alles, was in ihm ist?

Wie liebst du Mich?

Liebe die Macht der Schöpfung, und du wirst das Erschaffene lieben. Liebe die Existenz der Existenz. Respektiere die Liebe in deinem Herzen, denn sie ist Mein. Eben die gleiche Liebe hält sich in jedem Herzen versteckt. Du magst derjenige sein, der die Liebe in der Welt entdeckt, sodass du sie von einem Herzen zum anderen zirkulieren lassen kannst. Wie ein Buch aus der Bücherei, wirst du dir Liebe reinziehen. Mache sie populär. Mache sie zu einem Bestseller. Gehe mit ihr aus und kehre mit ihr immer und immer wieder zurück, so lange, bis du nichts anderes mehr als Liebe siehst, die das Universum in ihrer Knechtschaft hält.

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HEAVEN #564 – 6.5.2002 – You Are an Enchanted Being

DU BIST EIN VERWUNSCHENES SEINSWESEN

Wenn du etwas erstrebst, was gut für dich und gut für Mich (sie sind das gleiche) ist, und du hast darauf längere Zeit zu warten, länger zu warten als du möchtest, länger als du dachtest, dann ziehe in Betracht, dass dir eine schlichte Gelegenheit gegeben wird, Vertrauen zu erlernen. Aufrichtiges Vertrauen. Du hast einen Bestimmungsort im Sinn. Du scherst von deiner Bestimmung nicht aus. Du weißt bloß nicht, wie oder wann du sie erreichen wirst. Aber du kannst wissen, dass der Zug, mit dem du fährst, dich dorthin bringen wird.

Das ist knifflig. Das bedeutet nicht, dass du eng an einem Individuum oder an deinem exakten Bild dessen, was du zum Geschehen gebracht wissen möchtest, festhältst; das bedeutet, stark an einem hohen Bestreben festzuhalten, und nicht notwendigerweise an deiner Version von ihm. Und, sofern dein Bestreben nachzulassen beginnt, dann lasse es das tun. Womöglich war es ein befristetes Bestreben, und es hatte seine Schüttung. Du hast nichts zu beweisen.

Solange dein Streben stark bleibt, und, wenn es lange dauert, bis es sich manifestiert, dann nimm in Betracht, dass du gebeten wirst, aus Gründen, die jenseits deines gegenwärtigen Verständnisses liegen, zu warten. Du bleibst fortan ununterbrochen dabei, dich auf das zuzubewegen, was du im Sinn hattest oder was du dachtest, dass du es wolltest. Das ist Vertrauen lernen.

Es gibt keine falschen Schritte. Jeder Schritt ist ein Schritt. Du wirst wohl das Bestimmungsziel kennen, das du möchtest, aber den vorgesehenen Pfad kennst du nicht. Alles wird an seine Stelle fallen, obschon es nicht genau der Platz sein mag, den du im Sinn hattest oder bei dem du dachtest, du wollest ihn haben.

Auflaufender Reichtum ist gewöhnlich kein Ziel. Er ist ein Mittel. Bringe Ziele nicht mit Mittel durcheinander. Bringe bitte nicht einen Zug mit dem Ziel, wohin du fährst, durcheinander. Reichtum ist etwas, mit dem du etwas tust. Das ist für sich genommen beschwerlich genug. Das Menschliche Herz sehnt sich nach mehr als Reichtum. Es gibt etwas Tieferes und Weiteres, das mit deinem erstrebten Geschick daherkommt und das es nährt.

Wie weißt du, wann ein Bestreben zur Ego-Befriedigung oder für etwas Größeres ist? Nun, du wirst es herausfinden. Sogar mit dem Ego verbundene Ziele können dich zu deiner nächsten Kreuzung mitnehmen. Sogar Ego-Lektionen können dich höher bringen.

Du lebst in einer Welt des Ego. Gegen seinen Willen nimmt das Ego dich zu minderem Ego und zu tieferer Erfülltheit. Jedes Mal, wenn du dich enttäuschst, gerätst du nicht tiefer. Du kommst höher. Das Mindern des Ego ist seine eigene Erleuchtung.

Sieh es doch als ein Experiment, so, dass dein Leben einen Prozess des Erlernens von Vertrauen darstellt. Lerne Vertrauen mehr, als du Zweifel erlernst. Zweifle Mich nicht an, und bezweifle dich nicht, der du ein Abgesandter von Mir bist. Ich habe einen Plan, und du bist ein schöner Teil von ihm.

Wie versöhne ich Meinen Plan mit deinem freien Willen? Du magst die Wahl treffen, von Meinem Plan abzuweichen. Das ist dein freier Wille. Du kannst gegen ihn angehen, auf ihn stampfen, an ihm herumspielen, ihn ignorieren. Du kannst allerhand Sachen mit deinem Leben anstellen, doch früher oder später wirst du zu deiner Bestimmung zurückkehren. Du bist Teil des gesamten Universums, und du kannst und möchtest nicht längere Zeit von deinem Ort in ihm abgehen.

In deinem Leben, da findest du deinen Platz. Verlass ist wissen, dass du einen Platz hast, und dass du ihn finden wirst. Dein Platz wird auf dich zukommen. Er wird sich dir präsentieren, und du wirst einen großen Seufzer der Erleichterung ablassen, denn du wirst dich ganz genau so ausfindig machen, wie Ich dich geschaffen habe.

Ich sandte dich auf eine Reise. Ich schiffte dich zur Erde. Der Stempel, der genau Auskunft gibt, wohin du gehst, und der die Route angibt, auf der du dorthin gelangst, ist in deinem Herzen eingezeichnet, und ebendort suchst du nach deiner Route.

Früher oder später wirst du sehen, dass es in deinem Leben einen Plan gegeben hat, eine wundervolle Anordnung von Menschen und Vorkommnissen und von dir, alle untereinander vermengt, während du, etwas Wundervolles erschaffend, entlanggingst.

Dein Leben ist eine Improvisation, indes gibt es immer einen Punkt zum Vervollkommnen. Der Punkt, der zu diesem einen Punkt hinführt, lautet, dass du ein entzückendes Wesen bist, das hinter seine eigene Verzaubertheit kommt.

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HEAVEN #565 – 7.5.2002 – The Glorious Moment of Wanting

DER HERRLICHE MOMENT DES WÜNSCHENS

Lasse dein Herz voll und nicht so sehr auf etwas erpicht sein. Öfters ist es so, dass du, wenn dein Herz spürt, es sei auf etwas erpicht, darauf erpicht bist, deinen eigenen Weg zu nehmen. Manchmal hast du es zufriedenstellend sein zu lassen, dass es da etwas gab, was du gewollt hast. Du musst es nicht haben. Dein Leben hängt nicht von ihm ab. Dein Wohlbefinden hängt nicht von ihm ab. Freue dich daran, dass du es gewollt hast, worum es gegangen war. Dir war das Bestreben zueigen. Du hast das Produkt nicht zueigen zu haben.

Es existiert ein Unterschied zwischen inständig erflehen und bestreben. Lechzen ist öfters, dass du etwas willst, weil du es willst. Das Ding selbst bedeutet dir gar nicht so viel, wie es das Gewähren deines Wunsches tut. Du möchtest ein begünstigtes Wesen auf der Erde sein. Du möchtest, dass dir alles, was du willst, gewährt wird. Du möchtest nicht, dass dir etwas versagt wird, da etwas versagt werden bedeutet, dir bedeutet, dass du nicht derart bevorzugt bist, wie du es deinem Empfinden nach sein müsstest.

Du sehnst dich mehr nach diesem Empfinden des Vorgezogenseins als nach der Sache oder dem Vorkommnis. Du möchtest, dass dein Wille geschehe.

Vergiss die gesamte Bewandtnis, dass dir etwas versagt wird. Du bist immerzu favorisiert. Aber das ist nicht das gleiche, wie deinen Willen bekommen. Wenn du stets deinen Willen bekämest, wie sähest du dann aus? Sehr kommandierend, da bin Ich mir sicher. Würdest du ‚deinen Willen bekommen‘ als das dir Gebührende ansehen? Hast du das nicht getan? So oder so, dein Ego gerät an der Stelle hinein. Ebendas hat es bereits getan.

Dann und wann ist es in Ordnung, ein Bestreben los zu lassen. Vielleicht strebst du einen Job an, und du erstrebst eine bestimmte Arbeitsstelle, und du bekommst sie nicht. Ein anderer bekommt sie. Du hast sie los zu lassen. Es war nicht die deine. Das ist in Ordnung. Du bist mit oder ohne den Job mehr. Du weißt schlicht nicht, was vor dir liegt. Vielleicht befindest du dich in deinem Leben an einer Wende, an einer, an die du die nicht gedacht hast.

Du kannst schlicht nicht wissen, was dir ein Gefallen ist. Ebenso weißt du nicht, was dir kein Gefallen ist. Du kennst den Unterschied nicht. Sei demnach froh, wann etwas zu dir kommt, und sei gleichfalls froh, wenn es das nicht tut. Oder, sei zum wenigsten nicht bestürzt.

Es mag sein, in deinem Leben befindet sich kein Raum für alldas, was du dir wünschst. Nicht in deinem Haus. Es gibt nur ein einziges Ding, was du haben musst, und das hast du bereits. Du hast Mich in deiner Ecke zu haben. Du hast Mich an deiner Seite. Du hast Mich, der dich antreibt, und der dich gelegentlich antreibt, eine Weile einzuhalten. Du kennst die Arithmetik nicht, um deine Segnungen zu zählen. Du kannst so weit einfach nicht zählen. Und du weißt nicht, wann es für eine weitere Segnung passend ist, ihren rechtmäßigen Platz als gegeben anzunehmen.

Fühle dich im Leben nicht so, dass du dich für etwas zurechtzumachen hast, auch dann nicht, wenn dir das in der Vergangenheit versagt worden ist. Weil du als Kind kein Fahrrad hattest, bedeutet nicht, dass du jetzt zwei haben musst.

Ich schlage vor, du machst aus allem, was zu dir kommt oder nicht kommt, einen Segen. Es ist alles das gleiche. Du bist ein gesegnetes Seinswesen auf Erden. Erzwinge die Tide nicht, noch auch dämme sie ein. Gehe weiterhin voran und halte dich an nichts fest. Lasse alles los, und auf diese Weise wird alles vor dir liegen.

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HEAVEN #566 – 8.5.2002 – You Are the Fulfiller of God’s Vision

DU BIST DER ERFÜLLER DER VISION GOTTES

Es ist gut, die ganze Freude in Mir zu haben. Es ist gut, Mich für euch zu erkennen. Doch wenn ihr das einmal tut, ist nicht einmal dies genug. Ja, du und Ich sind es, und du und Ich sind alles, aber es ist für dich nicht genug, allein in Meinem Licht zu scheinen. Du kannst nicht längere Zeit zufrieden sein, auch dann nicht, wenn du in Meinem Licht scheinst, da du weißt, da du tief in deinem Herzen weißt, dass Wir für mehr existieren als für Unser isoliertes Gewahrsein voneinander.

Wenn du meine Umarmung spürst, weißt du, dass du auf Erden für mehr bist, als für dich allein. Du bist hier für etwas, was über deine eigene Verwirklichung hinaus geht. Was denn trägt dir Reichtum, gar Reichtum der Bewusstheit, gar Reichtum von Mir ein, solange jener nicht mit Anderen geteilt ist.

Wiewohl Ich gerne sehe, dass du in dir selbst mehr Zufriedenheit innehast, möchte Ich auch, dass du Mich für Andere öffnest, die noch nicht haben, was du hast. Ich bin für dich, indessen bin Ich nicht genug für dich, ausgenommen Ich werde mit Anderen geteilt. Und wie Mich teilen – das weißt du noch nicht. Freilich ist es ein guter Beginn zu wissen, dass es etwas mehr gibt als Unsere private Existenz.

Unsere Existenz ist alles, und immer noch gibt es mehr. Existenz ist dafür vorgesehen, miteinander geteilt zu werden. Und du weißt einfach noch nicht, was deine Mittel sind, sie untereinander zu teilen. Die Mittel dafür, dass du Mich teilst, werden dir zukommen. Du wirst sie ausfindig machen. Du wirst eine andere Wahrnehmung von Mir haben, und das wird die Wahrnehmung dessen sein, was dir ansteht zu tun.

So wie die Kenntnis von wer du bist in dich einsickert, wird die Kenntnis, wie Mir zu dienen ist, zum Vorschein kommen.

Mich orten ist nicht deine Erfüllung. Mich auffinden ist dein Ausgangspunkt. Mich finden ist der Anfang Meines Willens auf Erden. Jetzt wirst du den Rest Meines Willens für dich finden.

Mich finden ist großes Glück. Indes liegt größeres Glück für dich auf Lager.

Sieh die Welt als einen Laden, und du gehst dasjenige einkaufen, was für Mich zu tun ist. Sieh dich unentwegt um, und du wirst es finden. Du wirst den unbekannten Artikel finden, nach dem du suchst. Du wirst ihn sehen, und du wirst zu erkennen beginnen, dass du etwas gefunden hast. Es wird dich genauso finden, wie du es findest.

Es wird vielleicht keine großartige Annoncierung geben beim Auffinden deiner angesetzten Straße. Du möchtest vielleicht ein wenig herumschlendern, so lange bis dein Schritt sicher wird.

So viel weißt du bereits. Du lebst nicht für dich alleine. Du lebst nicht für deine Familie alleine. Dein laufendes Leben bereitet dich für mehr vor.

Ja, Ich habe dir gesagt, dass schlichtes Seien dasjenige darstellt, wofür du mehr als alles andere bist. Doch nun betritt dein Seien eine größere Arena. Deine Gedanken gehen über die gegenwärtigen Stränge hinaus. Deine Gedanken, ein Mehr deines Denkens, werden von Mir kommen, und auf diese Weise wächst du in deiner Liebe für Mich und für das Universum.

Du hast eine Verabredung. Ich habe Mich mit dir verabredet. Du hast bloß vergessen, wofür die Verabredung ist, und nunmehr befindest du dich im Geschehen des Erinnerns. Du weißt, es hat etwas mit Meinem Willen zu tun, aber was genau, da bist du dir nicht sicher.

Sogar für diejenigen unter euch, die ihren Platz in Meinem Willen gefunden haben – es gibt für euch mehr am Lager. Ich habe mehr Schätze für euch. Ihr könntet sie Verantwortlichkeit nennen, aber die Verantwortlichkeit ist Mein. Du bist Mein Helfer, das ist alles. Es ist leicht, ein Helfer zu sein. Ein Helfer hilft, und du wirst Mir, über dein gegenwärtiges Veranschlagen hinaus, helfen. Du wirst Mir ganz bestimmt helfen, dies über die Veranschlagung der Welt hinaus, und das bald. In Kürze wirst du dich aus Meinem Herzen herauswagen und all Meine Liebe mit dir bringen. Du wirst Mir helfen, Meine Vision für euch zu erfüllen.

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HEAVEN #567 – 9.5.2002 – The Ribbon of the Universe

DAS BAND DES UNIVERSUMS

Unterdessen alles seine Einwirkung auf dich besitzt, hast du auf alles deine Einwirkung. Du hast einen mächtigen Effekt auf dich selbst. Du hast noch mit deiner eigenen Macht vertraut zu werden.

Die Sterne etwa beeinflussen dich, und du beeinflusst die Sterne. Das ist wie ein Tanz, oder wie eine Liebesaffäre.

Aber die Sterne sind nicht dein Intendant. Ich bin das. Ich bin der Führer der Sterne, und Ich bin der Führer von dir. Nichts hat über Mich Macht. Ich bin die Herrlichkeit und die Macht, und Ich bin der Beeinflusser.

Alle dienen Mir. Du dienst Mir, und die Sterne dienen Mir. Alle auf der Erde und im Himmel sehnen sich danach, Mir zu dienen. Wenn Ich Meine Hand hebe, erhebst du dich. Du tanzt zu Meiner Weise. Meine Weise hallt in dir wider, und dementsprechend ist sie auch die deine.

Als Ich dich ins Leben rief, sollte das kein Knecht sein, sondern ein Diener. Deswegen hast du den freien Willen. Du bist nicht abhängig verpflichtet. Es gibt da lediglich einen heiligen Faden in deinem Herzen, der danach schaut, Mir zu dienen. Aus der Gütigkeit deines Herzens heraus hast du den Wunsch, Mir zu dienen und Mir gut zu dienen.

Als Ich dich schuf, setzte Ich dich frei, und gleichwohl, Wir sind Eins. Ich halte nicht an dir fest oder beschränke deine Freiheit. Ich bewahre dich in Meinem Herzen. Unser Band ist Liebe. Ich möchte dich nahe bei Mir, und du möchtest Mich nahe bei Mir, wieso also ein Aufheben machen?

Was ist Ergeben anderes als die Wahrheit erkennen?

Wir können Unsere Liebe füreinander nicht ignorieren. Sie ist über alle Maße. Unsere Liebe existiert unabhängig von allem. Unsere Liebe ist unversehrt, einerlei was die Aufläufe der Welt sind.

Wenn Ich der Höchste bin, bin Ich der Höchste. Vor Mir keine Götzen haben meint genau das. Aber Ich bin natürlich kein Götze. Ich bin die Wahrheit.

Wenn Ich der Gipfel bin, bin Ich der Höchste Punkt von dir. Du kannst nicht höher streben als zu Mir. Wenn du danach trachtest, bei Mir anzulangen, trachtest du danach, dich selbst zu erreichen. Du bist der Gipfel, auf den du kletterst. Du bist Schöpfung. Die Bausteine der Schöpfung sind Liebe.

Alles, die Liebe ausgenommen, versucht, umzureißen. Liebe baut auf. Der Eckstein von dir ist Liebe. Liebe ist das Band des Universums, und Liebe ist sein Bogen. Alles an der Schöpfung ist das Ausrollen der Liebe.

Vom Unwissen und von der Bestürztheit her gerät Liebe unter Angriff, allerdings kann Liebe nicht angegriffen werden. Liebe und ihre Macht werden nicht gemindert, egal, was in der Welt vor sich geht. Liebe überlebt. Liebe übersteigt. Liebe fährt fort und kommt genauso stark und rein und neu heraus, wie sie ihren Anfang nahm. Liebe ist unverändert. Ärger, wie Liebe, möchte eine Art Nähe. Doch Liebe wird Ärger jederzeit überholen.

Dasjenige, was angegriffen wird, ist stärker als das, was angreift. Die Spitze eines Pfeils ist klein. Das Herz ist groß. Das Herz des Menschen ist groß. Es wurde in Meinem Bilde erschaffen. Weite ist Mein Name, und somit der deine. Auf der Liebe und was sie anzustellen vermag liegen keine Grenzen. Alles andere hat eine Grenze. Auf dir liegt keine Beschränkung.

Akzeptiere deswegen keine Begrenzung, denn sie ist nicht wahr.

Unsere Liebe ist echt, und Liebe ist unermesslich.

Mein Herz ruft das deine. Ich habe keine Waffe. Ich habe Liebe. Liebe ist Meine Macht und Meine Glorie, und sie ist die deine. Du hast ebenfalls keine Waffe. Es gibt nichts, was du tun kannst, um Mir zu widerstehen. Wir sind vereint, und Unsere Vereinigung bekämpfen wäre dich selbst bekämpfen.

Liebe ist alles, was wir haben, und sie ist genug. Sie ist mehr als genug. Sie ist die Aufsummierung. Liebe ist unsere Existenz. Das ist sie kurz und bündig.

Ich habe für dich einen Plan. Du magst denken, du weißt, worum er handelt, aber du hast keine Idee. Deine Pläne für dich selbst sind zu klein, sie sind relegiert. Meine Pläne für dich sind Teil Meiner Vision. Zurzeit übersteigt Meine Vision die deinige rasant, denn du gibst Begrenzungen statt, unterdessen Ich keine habe.

Entsinne dich, du betreibst mit Mir keinen Handel. Du sagst nicht, du möchtest alles tun, worum auch immer Ich dich bitte, so lange, wie Ich dir Sicherheit oder etwas anderes zusichere, was du als Entgelt erachtest. Du handelst für Mich, weil es dein Herz erfüllt, das zu tun. Es ist äußerstes Vergnügen, für Mich zu arbeiten. Das ist deine Belohnung. Du wirst die Wahrheit dessen erkennen, was Ich soeben gesagt habe.

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HEAVEN #568 – 10.5.2002 – Indefinable and Extant

UNDEFINIERBAR UND EXISTENT

Es gibt ein solches Ausmaß an Gedanken in der Welt. Es gibt Welten in Welten. Und keine zwei Menschen machen aus irgendeinem Teil von ihm genau das gleiche. Es mag universell akzeptierte Begriffe für dies und das geben, doch jeder Mensch hat seinen eigenen Drall dabei. Ja, es existieren inwendig in einem jeden auf der Erde Spinnräder der Welten.

Das ist so, weil es in Meiner Schöpfung eine derartige Ausdehnung gibt. Da ist Einssein, und dennoch gibt es inwendig in diesem Einssein ein Spektrum.

Was den einen zum Lachen bringt, tut das bei einem anderen nicht. Was den einen zum Weinen bringt, tut das bei einem anderen nicht. Derart viele unterschiedliche Welten in dem Einen Vereinten Ganzen. Was sollst du aus all diesen unterschiedlichen Nuancen der Welt machen?

Jeder von euch denkt, dass seine Sicht die einzige sei, die einzig richtige sei. Deine Ansicht wird zum Standard, mit dem du alles weitere bemisst. Du schaust die Welt so ziemlich an, wie du eine Grammatik anschaust. Es gibt gewisse Standards, die du akzeptierst, und darauf lässt du deine Welt fußen.

Es ist so, wie wenn du denkst, es sollte eine Universalsprache geben, die jeder spricht. Du denkst, es sollte eine einzige Brille geben, sodass jeder das gleiche wie du sieht.

Und dennoch weißt du, eigentlich wünschst du dir das nicht. Trotz allem was du denkst und fühlst, du würdest die Welt nicht blitzartig dementsprechend verwandeln mögen, sofern du es könntest.

Das wäre wie ein einziges Essen, eine einzige gesunde Lieblingsmahlzeit von dir bestellen, und sie für alle bestellen. Obschon du wohl denkst, du lebtest gerne in der Vorstellung, für Jeden Entscheidungen zu treffen, in Wirklichkeit würdest du das nicht mögen. All dessen, was du sagen oder wünschen könntest, zum Trotz, du würdest keinen Partikel der Schöpfung umwandeln. Du würdest sie nicht unterhöhlen. Du würdest keinen einzigen köstlichen Unterspann von ihr beseitigen. Falls du das tätest, worüber hättest du dich dann zu beklagen oder woran zu erfreuen?

Wieso sich nicht an allem erfreuen?

Wieso dich selbst höher stellen als sonst jemanden?

Oder wieso dich niedriger halten?

Du bist ein köstliches Teil des Universums, und du wächst von dort her, wo du soeben bist, immerzu heran und nimmst von dort deinen Anfang. Du kannst dich nicht in Zeit und Raum einfrieren, nicht mehr, als du das Strömen des Universums und seiner Bewohner zu stoppen vermagst.

Alles, was du tun kannst, ist deine Aussicht ändern. Und wenn du das tust, ist alles verwandelt.

Du bist das Kaleidoskop.

Die Welt dreht sich, und so auch du.

Vielleicht ist die Welt von oben nach unten gekehrt, und vielleicht bist auch du wie Kraut und Rüben.

Aber Hoffnung ist da. Es gibt eine universelle Wahrheit, die all das Gewicht der Unterschiede entbindet. Sie macht alles auf. Sie ebnet alles ein. Sie wirft auf Dinge aller Art ein Glimmen. Sie hält die Schöpfung zusammen. Diese eine Sache ist machtvoller als irgendwas oder als alles, was du dir vorstellen kannst. Es gibt nichts, was ihr zu widerstehen vermag. Die Mächtigen geraten in ihrer Wirbelschleppe ins Wanken. Sie übertrifft und widerruft alles Sonstige. Sie trägt die Welt auf ihren Schultern. Du kennst ihren Namen. Ihr Name heißt Liebe. Sie heißt auch Wahrheit. Man nennt sie auch Einssein.

Einerlei welche Unterschiede, Einssein wird den Tag tragen. Es hat dich so weit getragen. Die Verschiedenheiten, jene hast du eingespielt, indes ist es das Herz der Liebe, das dich rührt. Du brauchst dich nicht von ihr zu verabschieden.

Es gibt einen anderen Namen für Einssein, für jene belebende Energie des Universums, für das Lebensblut des Universums, für die Bewegung der Stille, für die Stille der Bewegung, für die Ausgebreitetheit des Universums, für die Kompaktheit von ihm, für das Alles von ihm, und dieser Name ist Gott. Ich bin der beste Punkt der Liebe. Ich bin die Abstraktion von ihr und die Komplettheit von ihr. Du kannst Mich mit jedem Namen bezeichnen, den du möchtest, oder du kannst Mir keinen Namen geben, das allerdings ändert keinen Schnitzel der Existenz. Ich BIN. Und aus diesem Grunde bist du, und Wir sind Eine Liebe, Liebe undefinierbar und existent. Wir.

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HEAVEN #569 – 11.5.2002 – The Highest Notes

DIE HÖCHSTEN TÖNE

Gott ist auf hohem Niveau.

Ich bin das Höchste in dir. Hoch ist nicht von dir abgesondert. Es ist du. Du hast dich mit so wenig zufriedengestellt. Du hast ein oder zwei Prozent dessen angenommen, was dir rechtmäßig zusteht.

Fühlst du dich unten, so hast du dich selbst niedrig gemacht. Wenn du nicht zu deinen Höhen emporsteigst, hast du etwas verfehlt, und das bringt dich zum Empfinden des Unten. Sich unten fühlen ist Wahrheit, die dich zum Berichtigen leitet. Strebe nach Höherem. Entscheide dich.

All die Möhren vor dir sind schlicht nicht genug. Hast du sie einmal bekommen, lassen sie dich aufgeschmissen. Sie lassen dich wissen, dass du von dem Mehr, was du verdienst, abgeirrt bist.

Du bist ein Menschenseinswesen, und du bist entschieden mehr, als du dieser Form zugeschrieben hast. Empfinde es nicht so, dass du in einem Menschlichen Körper festgefahren bist. Eine Seele wie die deinige kann sich nirgendwo festfahren.

Schaue nicht nach einem Entkommen. Schaue nach Kenntnis der Gütigkeit, die du bist.

Du bist nicht Schwäche. Du bist Stärke. Es liegt dir an, die Welt zu heben. Du kannst nicht auf die Welt warten, dass sie dich hebt.

Sei nicht ruhig und vernünftig. Die Norm ist für dich nicht gut genug, deswegen musst du dich höher heben, nicht des Abschneidens halber, sondern deines Anrechtes halber. Du bist Mir von großem Nutzen. So schwer das wohl zu glauben ist, es ist wahr. Ein Jeder unter euch ist Mir teuer, und du bist mehr als teuer. Es ist nicht bloß so, dass Ich dich liebe. Ich liebe dich. Ich liebe dich nicht trotz deiner schwachen Seiten, wiewohl das ja eine Betrachtungweise darstellt. Ich liebe dich, weil du des Liebens wert bist. Ich liebe dich, weil du das Wunder selbst bist. Ich bin geblendet durch das, was Ich machte, als Ich dich machte.

Ich sehe mehr als dein Potential. „Potential“ ist ein Wort ohne viel Substanz. Es ist ein hohles Wort. Ich sehe dich machtvoll. Ich sehe dich, wie du bist. Ich sehe dich nicht, wie du auf der Erde herumkriechst. Ich sehe dich, wie du hoch emporsteigst. Ich sehe dich, wie du dich zu Meiner Augenhöhe erhebst. Ich sehe dich klar. Manchmal siehst du gar nicht.

Ja, du. Ich meine dich, dessen Augen sich auf dieser Seite niederlassen.

Du bist befähigt. Du bist befähigt, all deine Begehren zu realisieren.

Sieh das so – im Universum gibt es Schichten von Gedanken, nicht wie eine Hierarchie, sondern wie Töne eines Akkords. Bemogle dich nicht. Du kannst die höchsten Töne erreichen. Sie sind für dich da. Du hast dich bloß zu ihnen hinzubegeben. Sie warten auf dich. Du hast sie gehört, ihnen aber nicht zugehört.

Öfters sitzt du am einen Ende der Wippe, unterdessen du jetzt eigentlich dran bist, hoch zu steigen.

Sieh das so – du fährst in einem Aufzug, der keine höchste Etage hat, an dem er schließlich anhält. Er fährt einfach weiter. Du bist der Aufzug, in dem du fährst. Du hast keine Grenzen. Einzig, du hast das zu erkennen. Du hast gedacht, du könnest nur so und so weit gehen, und jetzt erkennst du, es gibt keine Grenzen dafür, wie weit du hochsteigen kannst. Du kannst zum Himmel hochsteigen.

Du kannst eben im jetzigen Augenblick zu Mir hochlangen. Ich sage zu Mir hochlangen, und Ich sage Höhen, indes, alles was du tun musst, ist vorbeilangen. Du hast einfach über die Hauptströmung rüberzulangen, über die man dir gesagt hat, sie sei für dich oder womöglich für jeden, der gegenwärtig lebt, unüberquerbar.

Ich sage dir jetzt, ein für alle Mal, du bist für Größe bestimmt. Du sollst dich auf Größe hinsetzen. Du steigst zur Größe hoch, indem du sie als einen Mantel bejahst, den du dir umlegen könntest, wenn es dich fröstelt. Ich biete dir jetzt einen Mantel an. Ich biete dir den Kaschmir der Größe an. Fange an zu fühlen, wie du dich fühlst, wenn du einen Kaschmirmantel trägst und darauf stößt, dass er die ganze Zeit der deine war, wie du dich fühlst, wenn du herausfindest, dass du ihn nicht ablegen kannst, wenn du herausfindest, dass du überhaupt keine Wahl hast, dass deine einzige Wahl die Größe darstellt, da es Größe ist, woher du kommst, und da es Größe ist, was du bist. Du wickelst dich in deiner eigenen Größe ein.

Du bist kein Zehntel an Größe. Du bist alles an Größe. Man hat es dir anders gesagt, und du akzeptiertest die Geschichten, die man dir erzählt hat. Du akzeptiertest Vereitelung anstelle von Größe, jedoch weißt du es jetzt besser.

Jetzt möchtest du bejahen, dass du einer der Großen bist, die Ich schuf, um Mir nachzufolgen. Tritt in die Fußspuren, die Ich dir auf Erden hinterlassen habe, sodass du die Welt zum Gewahrsein des Himmels bringen kannst. Du wirst finden, du bist nicht allein. Du wirst finden, du bist einer der Vielen, die eine neue Herrschaft auf Erden ankündigen. Du reihst dich in eine Armee der Größe ein. Du bist beigetreten.

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HEAVEN #570 – 12.5.2002 – God’s Overflowing Love

GOTTES ÜBERBORDENDE LIEBE

Meine Liebe für dich und deine Liebe für Mich sind ununterscheidbar, da alle Liebe Mein ist. Sie ist von Mir zu Mir. Und sobald du dir dessen gewahr bist, ist sie von dir zu dir oder von dir zu Mir, und das ist das gleiche wie die Meine zu dir. Hallend ist Meine Liebe. Hallend bist du in Meiner Liebe. Meine Liebe existiert immerzu, und du holst sie dir. Sie ist für dich, Meine Liebe. Es ist ein solch herzzerreißendes Ziehen zwischen Uns, diese Herrlichkeit Unserer Liebe.

Du liebst die Essenz von Mir. Du liebst es, zu welchem Gefühl du dich durch Mich gebracht siehst. Wenn du dich nahe bei Mir fühlst, bist du in der Tat sehr nahe. Du bist immer nahe, nicht einmal eine Haaresbreite entfernt, aber, oh, die Anerkenntnis Deiner Nähe ist wie eine Überspannung an Elektrizität. Die Anerkenntnis ist Energie, da ein anderes Wort für Mich und für Meine Liebe für dich „Energie“ lautet. Wir sind eine exquisite Energie. Unsere Liebe ist exquisit.

Du kannst zu jeder Zeit, wann du es möchtest, ein Gewahrsein Unserer Liebe haben. Lasse Mich kommen, und Ich bin hier. Beordere Mich nicht, und Ich bin indes nach wie vor hier, einzig deine Gedanken sind dann von Mir entfernt, und du denkst, Wir seien voneinander abgesondert.

Wir sind wie ein Golf-Schwung, du und Ich. Ein schöner Augenblick des Gewahrseins des Schwunges, dann los lassen und schauen, was passiert. Du bist der Ausführende Meines Willens. Und Mein Wille ist Liebe und mehr Liebe, und Ich möchte, dass du Unsere Liebe anerkennst. Ich gab dir riesige Sträuße Meiner Liebe, überbordende Sträuße Unserer Liebe, wogende Sträuße Unserer Liebe, Strauß über Strauß, mehr und mehr von wohlredender Art, Unsere Liebe, das Summen Unserer Liebe in einem Bouquet des Erstaunens. Unserer Liebe kommt kein Mangel an Liebe zu.

Unsere Liebe ist fortwährend und ewig, und deswegen ist sie stets neu. Liebe ist vom Herzen Gottes her frisch. Eine andere gibt es nicht.

Jeder Augenblick der Liebe, den du spürst – er ist der Meine. Je mehr Liebe du spürst, desto mehr Meiner Liebe drückst du aus. Du erweiterst Meine Liebe. Du dehnst sie sozusagen aus, gemäß deiner Wahrnehmung von ihr. Meine Liebe kann nicht mehr sein, als sie ist, denn sie ist immer-völlig, aber dein Herz der Liebe dehnt sich aus, dehnt sich aus gemäß dessen, wie viel Meiner Liebe du stattgibst, hereinzutreten und durch dich hindurch zu fließen. Du hast Meine Liebe gefiltert, Meine Liebe, die keines Filters bedarf.

Meine Liebe inwendig in dir braucht es, zum Ausdruck gebracht zu werden. Du musst sie nicht willentlich ausdrücken, denn Meine unausdrückbare Liebe drückt sich selbst durch dich in dem Augenblick aus, wann du sie entgegennimmst. Sie kann gar nicht anders, Meine Liebe, die zu dir und durch dich fließt. Was mehr kannst du wollen als ein Aufnahmegefäß Meiner Liebe sein?

Ich gieße Meine Liebe in dich, und Meine Liebe strömt aus dir wie das Öl aus Aladins Lampe. Ja, du bist das Behältnis für Meine Liebe. Du bist der Krug Meiner Liebe. Du bist die Tülle. Meine Liebe wird durch dich auf die Erde ausgegossen. Es ist für dich nicht viel mehr zu tun, als Mich zuzulassen. Ich bin die Hand, die dich hält. Ich schütte ein wenig auf dich, und so wird Meine Liebe auf der Erde gespendet. Du bist ein unschuldiger Übermittler Meiner Liebe.

Es ist dir nicht möglich, all die Liebe zu bergen, die Ich dir gebe. Deine Freigiebigkeit ist nichts mehr als die Kenntnis, dass du voller Liebe bist. Du hast einen unendlichen Vorrat an Liebe. Du würdest mit Meiner Liebe bersten, sofern du sie nicht übermitteln könntest. Du kannst sie nicht eindämmen. Sie muss überlaufen. Sie muss überborden. Voluminös ist Meine Liebe, und voluminös ist Meine Liebe in dir.

Du bist ein Ausfluss Meiner Liebe, und du ahmst Mich nach. Du kannst nicht anders. Sobald du einmal Meine Liebe dir selbst geoffenbart hast, kannst du sie ausschließlich Anderen offenbaren. Du legst dich offen, indem du sie fühlst. Sie ist uneindämmbar, Meine Liebe, und du bist das Medium von ihr.

Sogar dort, wo du Grobheit siehst, sogar dort, wo du Wahnsinn siehst, sogar dort, wo du einen großen Widerstand gegenüber dem Seienshaften der Liebe siehst, bin Ich. Ich bin da, und demnach ist Meine Liebe da. Inmitten all der Dinge, die du nicht magst, bin Ich. Ersetze das Hier durch Dort, denn es gibt keinen Ort, der von Mir weg ist. Es gibt keinen anderen Platz. Ich bin hier. Hier bin Ich.

Wo ist Gott? Eben hier. Inmitten von allem und jedem bin Ich. Wo immer du bist, bin Ich. Wo immer du nicht bist, bin Ich. Und deswegen bist auch du überall. Du bist nicht auf einen Fleck auf dem Universum beschränkt. Du bist universal. So wie Meine Liebe strömst du überallhin. Du bist in allem inbegriffen. Du könntest genauso gut auf Meiner Liebe niedergehen, die überall ist. Es gibt nirgendwo, wo sie nicht ist. Sofern du sie nicht sehen kannst, dann stelle etliche von ihr heraus, sodass du sie sehen kannst. Enthülle Meine Liebe, einerlei, wie hauchdünn die Gegebenheiten auch sein mögen.

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HEAVEN #571 – 13.5.2002 – The Neutrality of Love

DIE NEUTRALITÄT DER LIEBE

Wie separierst du dein Wertempfinden davon, einen Standard zu setzen? Es ist gut für dich, deine Werte zu haben, indes ist es nicht gut, sie Anderen aufzuerlegen. Andere müssen nicht so wie du gewisse Elemente des Lebens wertschätzen. Selbst du hast innerhalb der Werte, die du für dich selbst ansetzt, Ausprägtheiten, ist das nicht so?

Wertschätze nicht das Missbilligen.

Du weißt nicht, was der Pfad eines Anderen ist, und es liegt dir nicht an, ihn von ihm abzuhalten.

Es gibt Werte, die dir unverletzlich sind, nicht jedoch sonst jemandem.

Andere Kulturen wertschätzen andere Dinge.

Andere Kulturen werden dich vielleicht schief ansehen.

Sieh ein jedes Individuum in der Welt, als sei es von einer anderen Kultur, und du wirst weniger unterstellen. Die Wahrheit lautet, dass keine zwei Haushalte gleich sind.

Und jemand wird womöglich selbst den Werten, die er aufstellt und an die er in seinem Herzen glaubt, gerecht werden. Ich klage weder ihn noch dich an. Du magst sagen, du glaubest an leben und leben lassen, und dennoch kann es sein, du hältst dich nicht daran.

Sei nicht so rasch darin, die Missstände der Welt richtig zu stellen. Stelle deinen eigenen Kompass, und das ist genug Arbeit für dich.

Du bist nicht dazu geboren, der Kritiker der Welt oder von jemandem in ihr zu sein. Fange an, das Richtige mehr zu sehen als das Falsche.

Wenn Andere das kaufen, was du nicht kaufst, dann gackere nicht mit deiner Zunge. Wenn Andere das umschmeicheln, was du nicht umschmeichelst, hast du das nicht mehr für gut zu finden, als du es zu missbilligen hast. Du bist weder der Billiger noch der Missbilliger des Universums.

Du bist der Handhaber deiner selbst.

Sei du. Schreite aus. Trage dein eigenes Schwert der Wahrheit. Du kannst nicht dasjenige Anderer tragen. Deine Verantwortung für Andere lautet, sie so zu lieben wie sie sind, nicht, sie umzuschreiben.

Andere mögen fehlgeleitet sein, aber das ist für deine Wahrheit irrelevant. Ein Anderer mag tun, was du als Abscheulichkeit ansiehst. Es mag sein, dass er dafür sogar gelobt wurde, und du erachtest sogar auch das Lob für eine Abscheulichkeit.

Du äußerst dich verächtlich über das Wort „Abscheulichkeit“ und jene, die es gerne benutzen. Lasst Uns allerdings kein Blatt vor den Mund nehmen. Ersetze „Abscheulichkeit“ durch „Missbilligung“. Als was sonst bezeichnest du es, wenn du denkst, du wissest es besser als sonst jemand?

Du bist der einzige, der deinem eigenen Herzen zu folgen hat. Du bist der einzige.

Ich übergab den freien Willen. Ich übergab ihn euch. Wieso ist es dann für dich so schwer, ihn einem Anderen zu gewähren?

Setze deine Werte für dich selbst fest. Sei, wie du dich auf den Weg machst, zu sein.

Kein einziger ist mehr oder weniger als du. Einerlei, worin ihre Schulden bestehen, sie sind nicht mehr verpflichtet als du. Sie sind ebenso verpflichtet, ihren eigenen Weg zu nehmen, wie du das für den deinen bist.

Löse die Fehler Anderer aus. Halte dir die Fehler Anderer nicht so teuer. Versuche nicht, ein Zensor des Lebens oder derjenigen, die es leben, zu sein. Lasse sie sein.

Nimm vor jedem deinen Hut ab. Lege deinen Umhang für alle ab, die ihren Weg im Leben nehmen, wie nah oder wie fern sie deinen Werten auch kommen. Halte dein Auge auf Mir fest und nicht so sehr darauf, was andere Menschen tun oder sagen.

Hände weg. Die Geiste ebenso weg. Finde jenen Kern von dir, der dein Herz mit allen Herzen ineinander übergehen lässt. Manchmal sind Andere ebenfalls von sich enttäuscht. Dein Ort ist, neutral zu sein. Deine Neutralität, deine Akzeptanz eines Anderen als Mein Kind, einerlei, worin dessen Historie besteht, hebt die Welt an. Deine Kritiken tun das nicht. Du wurdest nicht auf die Erde gestellt, um über Anderen zu sein. Schwenke in deinem Leben einen Zauberstab der Liebe und keinen Stock.

Verdamme niemanden. Lasse sie lernen, so wie du selbst lernst. Unterschiedliche Lektionen, das ist alles. Deine Lektionen sind nicht besser als die eines Anderen. Sie sind einfach die deinen. Diejenigen, die du beurteilst, könnten etwa weitaus weniger beurteilend sein als du, und vielleicht ist es das, was es dir von ihnen zu lernen gilt.

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HEAVEN #572 – 14.5.2002 – The Truth of Your Heart

DIE WAHRHEIT DEINES HERZENS

Alle Impulse kommen von der Liebe. Unter- oder oberhalb dessen, was du als Impulse des Ärgers oder der Begierde siehst, liegt der energetische Impuls der Liebe. Liebe ist eine Begegnung ihrer selbst, und Impulse treten aus der Liebe in Erscheinung in dem Wunsch, der Liebe zu begegnen. Gelegentlich gerät dein Impuls in Richtung Liebe ausbremsend, und das nennst du Ärger oder sonst etwas.

Alle Emotionen, die du nicht möchtest, kommen von der einen her, die du möchtest. Die Kontraktion deines Impulses in Richtung Liebe führt dazu, dass du ein Unbehagen verspürst, was du als Hass oder als Ärger oder als Neid und so weiter bezeichnest. Diese Kontraktion von Liebe, diese Verzerrung von Liebe kommt daher, weil du jemandem oder etwas eingeräumt hast, dich als weniger, als du bist, fühlen zu lassen.

Bejahe, dass du der einzige bist, der es veranlasst, dich als weniger zu fühlen, als du bist. Was immer um dich herum los ist, wenn du dem gegenüber kapitulierst, hast du dem gegenüber kapituliert. Niemand bringt dich dazu, das zu tun. Du bist derjenige, der sein Herz kontrahiert.

Du kannst nicht weniger sein. So wie bei einer Brille – ohne sie siehst du vielleicht einen Stuhl etwas weiter weg nicht – das bedeutet nicht, dass er nicht da ist. Wenn du dir stattgibst, dich als minder zu empfinden, wenn du aus der Stauchung der natürlichen Liebe in deinem Herzen Folgerungen ziehst, wenn du die negativen Emotionen zu Ende führst, siehst du den Sitz der Liebe inwendig in dir nicht, die dort allezeit ist. Das meint, alle negativen Emotionen sind – ein Fazit, was du aus einer Einschnürung deiner Liebe ziehst.

Aber du brauchst keiner Sache stattzugeben, dass sie deine Liebe beengt. Liebe selbst ist genug. Die Natur der Liebe ist es zu strömen. Du bist der einzige, der deine Liebe strömen lässt. Vielleicht wendet sich jemand von dir ab. Du denkst, etwas Entsetzliches sei dir passiert, weil er sich hier hin und nicht dort hin bewegt hat, und hernach erlaubst du es irrtümlicherweise deinem Herzen, sich zu verschließen.

Du brauchst dein Herz nicht so sehr zu schützen. Lasse dein Herz den Liebhaber von allen sein, unabhängig davon, wer oder wie sie deiner Liebe lauschen. Sie haben ihr nicht zu lauschen. Sie sind nicht dazu verpflichtet. Sofern sie freilich die Wahrheit deines Herzens kennten, würden sie schier mit Liebe erwidern. Aber sie haben, so wie du, ihr Herz kurzgeschlossen. Sie schenken den Zwingen in ihrem Herzen mehr Beachtung, als sie das für die offenen Räume tun.

Du setzt ein offenes Herz mit Verletzbarkeit gleich. Du siehst ein offenes Herz als ein verwundetes Herz. Ein offenes Herz ist ein offenes Herz. Der Verschluss deines Herzens verhindert keine Wunden oder heilt jene nicht, die du bereits hast. Dein Herz öffnen ist mehr Liebe heraus und hinein lassen. Sofern du nicht mehr Liebe herausgibst, kann nicht mehr hineinkommen. Quetsche dein Herz nicht mehr länger. Stelle dein Herz nicht so sehr auf das ein, was Andere mit dem ihren tun.

Dies ist eine Meiner Zauberformeln. Ich liebe unbesehen. Unbesehen meint, Ich treibe nicht Maß um Maß ein. Meine Liebe ist unermesslich, weswegen also sollte Ich sie messen, oder diejenige eines Anderen messen? Ich bitte nicht um Liebe. Ich gebe Liebe. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, zurückgewiesen zu werden, weil Ich nicht zurückweise.

Ich sehne Mich nach dir, dass du Meine Liebe annimmst, nicht Meiner Akzeptanz halber, sondern dafür, dass du die Liebe kennen lernst, die Liebe, die derart ungebunden ist, dass du lediglich in ihr schwimmen kannst, die überbordende Liebe, die in jedem Winkel anlangt, die aufkeimende Liebe, die über alles hinweg fegt, die unentrinnbare Liebe, die alles neben sich zur richtigen Größe zurückführt. Im Universum gibt es eine Gezeitenwelle der Liebe, und du bist eine Strömung von ihr. Blockiere dein Herz nicht. Öffne die Schleusen. Lasse Mich ein.

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HEAVEN #573 – 15.5.2002 – One Sun

EINE EINZIGE SONNE

Du wunderst dich, wie Ich gleichzeitig zu jedem Einzelnen von euch sprechen kann. Ich bin Eine Sonne, aber Ich bin viel-strahlig, und Meine Strahlen reichen hinaus und umfangen die Welt. Ich sehe dich recht gut, und Ich kenne dich recht gut. Ich hebe jeden Einzelnen unter euch heraus, um mit ihm zu reden. Ich schöpfe euer Herz mit Meinen Worten aus. Ich baggere die Schlacke heraus und lasse das Gold dort.

Ich trage dich in Meinem Herzen. Ich muss nicht weit gehen, um mit dir vertraut zu sein. Ich kenne die tiefsten Nischen von dir. Ich kenne dich aus erster Hand. Ich entsinne Mich deiner, noch mehr als das. Ich erfahre dich. Ich frische Mich selbst auf. Ich schaue dich jeden Tag von neuem an.

Meine Aufmerksamkeit auf dir hat Auswirkungen auf dich. Ich blättere dich sozusagen um. Jeden Tag pole Ich dich um. Ich backe dich in Meinen Strahlen, bis du anerkennst, dass du zur Vollkommenheit ausgefertigt bist.

Bei Mir brauchst du keine Sonnenbrille. Ich werde deine Augen nicht blenden. Ich leuchte sie an. Ich helfe dir sehen.

Es gibt für dich so viel mehr zu sehen.

Du weißt, dass es Mir an Verständnis nicht mangelt, du freilich bedarfst zu erkennen, dass es dir an Verständnis mangelt. Manchmal schaust du dich nicht mal um, um zu verstehen. Du schaust danach, dich zu entziehen. Wieso sollte sich jemand der Liebe in Meinen Augen entziehen mögen? Wieso sollte jemand nicht durch Mich angestrahlt werden mögen?

Vielleicht denkst du, du hast Geheimnisse, die niemand kennen soll. Aber du hast Geheimnisse vor dir selbst. Du hast vor dir selbst fern gehalten, dass du nichts zu verbergen hast.

Im Licht besehen, geht das Ominöse ab.

Ich sehe Mein einziges Kind in all seiner Abweichung, alles auf einmal. Mit einem Blick sehe Ich alles. Mit einem Wort sage Ich alles. Das Timbre Meiner Stimme erreicht alles. Mehr als Meine Worte werden vernommen. Ich reiche bis in den innersten Kern von dir. Ich zupfe dich wie eine Gitarre, und du beginnst, die Musik deiner selbst zu hören.

Was für ein Seinswesen erschuf Ich in dir! Was für ein Schöpfer bin Ich! Meine Schöpfung rollt sich aus. Mein Ausatmen fährt fort. Und du bist in Meinem Odem gefangen. Er kühlt dich und wärmt dich, und du bist durch Mich gerührt.

Deine Gedanken erreichen Mich auf einen Schlag. Deine Gebete erreichen Mich als wären sie eines. Ich gebe eine einzelne Antwort, und diese Antwort lautet Ja. Sei rasch, es zu hören.

Ich sagte Ja zu dir von dem Augenblick an, als Ich dich machte. Meine ganze Schöpfung war ein großes Ja, das über den Himmel geschrieben steht. Ich sage jetzt zu dir Ja. Höre Mich.

Wenn du dich belastet fühlst, irrst du dich. Du hast etwas fehlgedeutet. Vielleicht dachtest du, Ich hätte Nein zu dir gesagt. Ich sage nie Nein. Ich sage stets Ja. Höre das Echo Meiner Stimme.

Ich höre die Wahrheit von dir, und es ist die Wahrheit von dir, auf die Ich antworte.

Das ist der Umfang Meines Wortschatzes. Welches andere Wort sollte Ich kennen? Und wie steht es bei dir? Was wäre, wenn du bloß das Wort „Ja“, wenn du nur das Konzept Ja kenntest, wenn du nur die Ankunft des Lebens und alldessen, was es dir brachte, mit Freuden begrüßtest, auf dieselbe Weise, wie Ich einen Jeden von euch liebe?

Möchtest du heute, in Gedanken und Taten, Ja sagen? Sage jetzt zu Mir Ja. Sage zu allem heute an Meiner Statt Ja. Sprich Ja für Mich. Ermögliche es für Mich. Adle es für Mich. Erhebe die Welt mit einem simplen Ja.

Du brauchst keine Barrieren. Wovor solltest du dich versperren?

Ja öffnet das Universum. Ja öffnet den Himmel. Ja öffnet dich. Ja.

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HEAVEN #574 – 16.5.2002 – Say Yes

SAGE JA

Du widersetzt dich dem Nein. Wenn Nein zu dir gesagt wird, verschließt sich etwas in dir. Das deswegen: Du sagst Nein zurück. Sage stattdessen Ja, und dein Herz wird erhoben. Mache dein Leben nicht zu einem Toffee-Schluck.

Ja befreit dich. Ja belebt dich. Sage zweimal Ja, und Perlen entkommen deinen Lippen.

Übe dich darin, Ja zu sagen. Das ist mehr als ein Wort, was Ich euch bitte zu praktizieren.

Sage Ja zu deinen Mühen. Dein Widerstand hat dich erlahmen lassen, nicht die Mühen. Eines Tages, da versuche, zu allem was kommt Ja zu sagen. Ja sagen ist nicht dich weggeben. Ja sagen ist schier die Räder der Evolution ölen.

Wenn dir jemand ein zweites Stück Kuchen anbietet und du möchtest es nicht, so antworte: „Ja, ich möchte, ein anderes Mal.“ Wenn dir jemand Drogen anbietet, so sage: „Nein, Danke“, mit einem Lächeln. Nein Danke und ein Lächeln ist eine andere Art für Ja sagen.

Bei allen Dingen, wo es nicht gegen dein Gewissen geht, sage Ja. Sage: „Ja, ich will.“ Sage: „Ja, ich freue mich.“ Noch bevor du gefragt wurdest, sage Ja.

Ja ist die Wahrheit, aber, sofern du rigoros daran erinnert werden musst, dann erinnere dich selbst. Mache es einen Tag lang. Du lebst in einer freundlichen Welt. Lächle sie an. Sieh, ein Lächeln von dir ist eine Segnung für denjenigen, dem du es schenkst. Schaue, wie dein Ausdruck an Freundlichkeit das Leben derer um dich herum umgestalten wird. Ganz bestimmt wird es das deine verwandeln.

Wenn du ein Lehrer bist, lächle und habe an deinen Schülern Freude. Wenn du ein Schüler bist, so lächle deinen Lehrer an. Das ist besser als ein Apfel.

Wie sich die Bildung auf der Erde doch ändern würde, sobald Lehrer und Schüler, und sei es auch nur für einen Tag, einander mit einem gefälligen Gesicht Anerkennung schenkten!

Wie sähe das Leben zuhause aus, wenn die Ehemänner lächelnd nachhause kämen und Ehefrauen sie dementsprechend begrüßten?

Was würde geschehen, wenn Herzlichkeit zum König erhoben würde?

Worum Ich euch bitte, ist, einen Tag lang verzaubernd zu sein. Ich bitte euch, sorgenfrei und warmherzig zu sein. Ich bitte euch, euch vorzustellen, ihr hättet alle Zeit der Welt. Ich bitte euch, vorzustellen, ihr wärt im Besitz eines Reichtums an Bewusstsein, und es sei euer Ort, davon hier und dort etwas zu spenden, es den ganzen Tag über herum zu sprenkeln.

Schillere heute ein wenig Gold.

Sei eine Frühlingsblume, die zur Freude aller erscheint.

Oder sieh deinen Tag heute als einen Gang durch den Garten. Du hast heute nichts Besseres zu tun, als ihn zu genießen, und ihn somit für jeden, der daran vorbeikommt, reizend zu machen.

Zähle die Ja’s, die du heute sagst. Zähle die Ja’s, die du dir heute sagst. Du bist derjenige, der ein Ja von dir am meisten nötig hat.

Sieh es so, dass du ein Teil einer Public Relations Kampagne bist. Du bist ein Sprecher für die Menschheit. Du bist ein Auslieferer guten Willens. Du bringst am Revers eines jeden eine Blume an. Du bist für die Welt ein Gastgeber oder eine Gastgeberin. Du bist Mein Abgesandter vom Himmel, was kannst du demnach anderes sein als ein Begrüßer für alles Leben im Universum?

Nimm heute dein Leben wie deinen wertgeschätzten Hund oder die Katze in Betracht, mit der du aufs Lieblichste redest. Sei genauso lieb gegenüber allen, die deinen Weg kreuzen. Wenn du dir deinen Zeh stößt, dann streichle über den Vorfall, wie du dein geliebtes Haustier streichelst, das sich vor lauter Freude an dir reibt.

Wenn du mit dem Leben weniger griesgrämig bist, wird es dir passieren, dass das Leben weniger schäbig mit dir ist.

Heute setzt du den Ton deines Lebens an. Stimme ihn aufs Feinste mit Ja ab.

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HEAVEN #575 – 17.5.2002 – A Sense of Adventure

EIN EMPFINDEN DES ABENTEUERS

Das Leben ist wie deine Gedanken. Du weißt nicht, was als nächstes kommt. Aber du meinst, du hättest es zu wissen. Du bestehst darauf oder denkst, du müssest dich verstreben. Die Vorherrschaft deines Lebens ist keine Tragödie, obschon Vieles deines Denkens darauf zuläuft, es zu verhindern.

Tausend liebenswürdige Dinge widerfahren dir. Tragödien sind wenige darunter. Wieso solltest du die Tragödie dein Leben aufbrauchen lassen? Das ist klar, „Tragödie“ ist öfters dein Wort für natürliche Vorkommnisse des Lebens.

Das Leben verwandelt sich.

Nichts kann es anhalten.

Gehe aus dem Weg.

Du warst nicht dafür bestimmt, ein Blockierer des Lebens zu sein. Es ist nicht an dir, es aufzudämmen. Es ist an dir, es fließen zu lassen. Es besteht kein Bedarf, es anders zu machen. Jedenfalls kannst du im Eindämmen des Lebens keinen Erfolg haben.

Anhaftung, Angst, Missfallen und so weiter kommen von einer vorgefassten Nachfrage, das Leben gleich zu halten und/oder es gemäß deinen Vorlieben zu verändern, d.i. es unter deine Kontrolle zu bringen.

Nimm gegenüber dem Leben weder die Defensive noch die Offensive ein. Setze es frei. Sieh es dir an. Aber befehlige es nicht. Füttere dein Leben nicht unter Zwang.

Deine Bestreben und Intentionen werden dein Leben führen. Dein Erzwingen wird es nicht tun. Sei zu deinem Leben freundlich. Kommandiere es nicht herum. Lade es dazu ein, so zu verlaufen, wie du es gerne möchtest. Ermutige es. Vereitle es nicht. Peitsche es nicht. Vielleicht macht es seine Sache gut, dem was du befürchtest zum Trotz.

Dein Leben ist eine Geschichte, und Geschichten entfalten sich. Du bist der Leser deiner Geschichte, der darauf wartet, zu sehen, was als nächstes passiert. Gleichzeitig bist du der Autor, und wie du dich über deiner Geschichte empfindest, beeinflusst, was als Nächstes passiert.

Vielleicht wolltest du eine Liebesgeschichte lesen, aber du befindest dich dabei, ein Abenteuer zu lesen. Freilich gibt es immer ein weiteres Kapitel und ein weiteres Buch. Genieße es, in welchem Kapitel du dich auch soeben befindest.

Akzeptiere den Fakt, dass in deinem Leben ein Sinn herrscht. Du stehst für einen Zweck, der über jeden Zweck hinausgeht, den die Welt auszeichnet. Vielleicht ist dein Leben eine Jagd nach deinem Zweck. Eine Jagd führt dich vorwärts. Ja, in deinem Leben bist du ein Entdecker. Du findest entlang des Weges Hinweise, und du steckst sie in deine Tasche, oder du stößt sie weg. Es reicht aus, dass du sie gefunden hast, und jetzt gehst du zum nächsten weiter.

Wenn du deine Erzählung liest, verbringst du nicht die ganze Zeit mit dem Nochmals-Lesen, was zuvor geschehen ist. Du musst nicht jedes Kapitel oder jeden Absatz erinnern und dich dort belassen. Du musst nicht die Ecke einer jeden Seite umknicken. Blättere einfach die Seiten um. Genauso wenig musst du ein Kapitel überschlagen.

Wenn du möchtest, kannst du bei den Kapiteln an Titel denken. Du kannst ihnen im Voraus einen Namen geben. Du kannst sie benennen, wie du möchtest. Du betitelst dein Leben. Deine Überschriften über den Kapiteln haben vielleicht einen starken Einfluss, aber deine Erzählung ist nicht an den Titel gebunden, den du wählst. Genauso gut, was immer das Leben anstellt, du kannst dem Titel, den du wählst, nachkommen.

Wenn du dein Leben befreist, voranzukommen, dann befreist du dich selbst. Du bist nicht an dein Leben gefesselt. Dein Leben, so wie es in der Welt erscheint, ist nicht deine ganze Geschichte. Zwischen den Zeilen und den Kapiteln ist weitaus mehr geschrieben, und vor dir sind ganze Bücher zu liegen gekommen, die auf dich warten, dass du dich in sie begibst.

Halte es nicht so straff. Und schiebe es nicht fort. Du kannst nicht wissen, was du dir selbst versagst.

Ich möchte dir ein Geheimnis erzählen. Was auch das Genre deines Buches ist, sei es eine Liebesgeschichte oder Science Fiction oder Technisches oder Spirituelles … es ist eine Abenteuergeschichte. Das einzige Genre ist Abenteuer. Betrete also deine Geschichte mit einem Sinn für Abenteuer. So wie in den Büchern mit Erzählungen – du machst dich auf den Weg, und du suchst dein Glück.

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HEAVEN #576 – 18.5.2002 – The Perfect Place to Begin

DER PERFEKTE ORT, UM DEN ANFANG ZU NEHMEN

Dein Leben ist ein Angelausflug. Du stellst irgendwo deine Angel auf. Du wirfst sie aus. Du wartest nicht auf den perfekten Ort. Du gehst direkt auf das Angeln los. Das anders auszudrücken, wäre, du vertraust darauf, dass es dort, wo du deine Leine auswirfst, gut ist. Wieso sollte es das nicht? Da bist du, und das Wasser ist da, deine Leine, die Fische, eine Bank, um darauf zu sitzen, und ein Gott, der dich liebt, sie sind da.

Im relativen Leben nimmst du Punkte von Zeit und Raum wahr, und öfters lässt du die Zeit vor sich selbst hergehen, während du hinten bleibst und auf eine bessere Gelegenheit wartest. Die Gelegenheit ist jetzt.

Du kannst nur dort beginnen, wo du dich selbst befindest. Du kannst nicht kräftig die Welt umarrangieren, damit sie dir passt. Du kannst nicht den perfekten Moment abwarten. Die Daumenregel lautet: Jetzt beginnen. Wo immer du sitzt oder stehst, dort beginnt dein Leben jetzt.

Der Hinblick darauf scheint etwas Seltsames, dass du dich öfters, wenn nicht gar immer, nach einem anderen Ausgangspunkt umschautest, nach einem, den du als besser erachtest. Indes ist dieser Moment, in dem du dich soeben befindest, dein Abhebepunkt. Er ist gut genug. Du erhebst dich höher, von dort wo du bist. Du wartest nicht darauf höher zu sein, bevor du abhebst.

Dieser Augenblick ist der Augenblick deiner Anbahnung zu einem höheren Ort. Es ist nicht von Belang, von welcher Etage aus du startest. Du kommst höher. Du fährst den Aufzug des Lebens höher, immer höher.

An dieser Stelle in der Zeit und im Raum kannst du genauso wie zu jedem anderen Zeitpunkt deine Handschellen abnehmen. In deinem Zeitkonzept wartet die Zeit nicht auf dich, aber du hast auf sie gewartet. Dies ist allerdings der Moment, wann die Stunde schlägt.

Das Leben passiert dir nicht einfach. Du widerfährst auch ihm.

Wenn du im Leben haltlos bist, kannst du mit Paddeln anfangen. Du brauchst nicht darauf zu warten, dass du gerettet wirst. Vielleicht bist du vorgesehen, derjenige zu sein, der einen Anderen rettet. Beginne zu paddeln.

Vielleicht nimmst du Drogen, auf Rezept oder sonstwie, um deine Sinne stumpf zu machen, um in einem stillen Strom ohne Bewegung zu strömen, so, als sollte es der Zweck des Lebens sein, ihm zu entkommen. Die ganze Zeit solltest du schwimmen, und du hieltst deine Arme an der Seite fest. Beginne jetzt zu schwimmen.

Christus sagte dem Mann auf dem Krankenlager, sich zu erheben, und Ich sage dir das gleiche. Ich sage dir, dir ist es möglich, dich zu erheben. Ich sage dir, dass du allzu lange damit gewartet hast.

Dieser Augenblick wird dich tragen. Dieser Augenblick. Erhebe dich, um ihm zu begegnen. Bewillkommne ihn, denn er ist dein.

Die Wahrheit heißt, du schwimmst im Göttlichen. Göttlich ist dein Milieu. Nichts sonst ist es. Deswegen fühlst du dich wie ein Fisch außerhalb des Wassers. Du hast das Wasser vergessen und dachtest, du befändest dich auf trockenem Land, und deswegen hast du dich abgequält.

Du schwebst zum Göttlichen empor. Du tanzt auf ihm. Dies, all dies, ist bloß ein Boot auf dem Strom des Göttlichen. Alle sind in diesem Wasser, und alle können ihren Blick ein wenig drehen und die goldene Sonne sehen, die ihr goldenes Licht wirft. Sie scheint auf dich.

Stelle dir vor, da ist ein Scheinwerfer voll goldenen Lichts auf dich gerichtet. Du kannst nicht aus ihm herauslaufen, weil er dir überallhin folgt. Und das ist die Wahrheit. Du bist von diesem goldenen Licht umgeben und trägst es leicht. Dort bist du. Einerlei, wie du es dir erscheinen lässt, dort steigst du ab, und nach dorthin begibst du dich auf die Reise. Von goldenem Licht zu goldenem Licht. Dort bist du, demnach beginne heute, heute in diesem Moment des goldenen Lichts, dein Leben.

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HEAVEN #577 – 19.5.2002 – God Wants You

GOTT MÖCHTE DICH

Wenn du dich dem Leben nicht widersetzt, wirst du das Funkeln des Lichts finden, das dir deines Erachtens versagt war. Du dachtest, etwas sei von dir fort genommen worden, und deswegen hast du dich widersetzt. Du hast nicht auf das Etwas aufgeschlossen, was dir gegeben wurde. Du sahst nur einen einzigen Weg, und einen anderen konntest du nicht sehen. Du wolltest in eine Richtung gehen, aber dir wurde eine andere unterschoben.

Du warst in Eile, und du stießt auf eine Umleitung. Oder du hattest an einer roten Ampel anzuhalten. Oder ein Grüppchen Entenküken überquerte die Straße.

Seht die Umleitung, die rote Ampel und die Entenküken als Geschenke an. Zum wenigsten erinnern sie euch daran, dass ihr nicht der Diktator eures Lebens seid, und sie erinnern euch, dass es sehr gut ist, ja im Grunde sehr gut ist, eure gemutmaßte Kontrolle los zu lassen.

Da du etwas auf die eine Weise haben möchtest, bedeutet nicht, dass du es auf diese Weise zu haben brauchst. Weil du in eine bestimmte Richtung gegangen bist, bedeutet nicht, du müssest dort weitergehen.

Manchmal bringt dich der offenbar längere Weg drum herum schneller dorthin. Du hast davon zuvor gehört.

Aber vielleicht hast du davon nicht gehört: Jeder Schritt und jeder Halt auf deinem Weg sind ein erreichter Bestimmungsort. Zähle die Schritte und nicht die Hindernisse. Sieh es so, dass du bereits angekommen bist.

Wenn du einen Pullover strickst, kannst du auf zwei Wegen rechnen. Du kannst rechnen, wieviel noch vor dir liegt. Du kannst rechnen, wie wenig du getan hast. ODER, du kannst zu dir sagen: „Ich begann mit dem Pullover. Ich hatte den Impuls, und ich ging ihm nach. Ich wählte eine Farbe, und ich wählte das Garn aus. Ich traf die Wahl, einen Pullover zu stricken, und ich mache ihn.“

„Ihn machen“ ist ein Ausdruck, der für dich Erfolg bedeutet. Wisse ein für alle Mal, dass du ihn anfertigst.

Der Pullover, den du strickst, all deine Leistungen oder die Ermangelungen dabei, sind nicht das Thema. Du bist das Thema.

Vergleiche dich mit niemandem, nicht einmal mit dir selbst. Du bist nicht die gleiche Person, die du deines Erachtens letztes Jahr oder letzte Woche oder letzte Nacht oder gar vor einem Augenblick warst. Du hast dich fehlinterpretiert.

Du bist immerzu neu.

Du bist ein schöner atemberaubender Vortrieb Meines Gedankens. Das bedeutet, du bist Bewusstsein, das aufblüht. Du kannst nur weiterblühen.

Oh, wenn du denn keine Gewächshausrose bist, vielleicht bist du ein Löwenzahn, der durch nichts zu bremsen ist. Beton und eine Ritze – der Löwenzahn wächst immer noch. Einerlei, wie sehr es gegen ihn steht, er wächst. Einerlei, an welchen Stellen er sich befindet, er wächst. Er kann nicht anders. Du genauso nicht. Der Löwenzahn widersetzt sich nicht der Sonne oder dem Beton. Er wächst zur Sonne hin.

Herum krebsender Künstler oder berühmt gewordener Künstler – das ist das gleiche. Gegenüber wer du bist, ist die Verfassung deiner Angelegenheiten in der Welt beiläufig. Neige dich nicht so sehr zur Welt hin. Lehne dich mehr auf Mich, was eine andere Ausdrucksweise darstellt für, mehr Verlass auf dich selbst haben, wo du auch gerade bist. Das meint nicht, unabhängig von Mir sein, sondern bei Mir sein.

Ein Gedanke wird das Objekt eines weiteren Gedankens, damit sind es zwei, der aus dem anderen heraus gemacht ist. Und demnach schaust du auf Mich, wie Ich von dir getrennt sei. Du kannst nicht anders an Mich denken, als dich absurd zu fühlen, aber du bist in der Lage, dich Mich als deinen ständigen Begleiter zu denken, als deinen treuen Kameraden, als deinen Getreuen, als Denjenigen, Der unfehlbar Glauben in dich setzt, als Denjenigen, Der klarer und weiter sieht, als du es aus dir selbst heraus tust, als Denjenigen, Der zum Herzen von dir schaut und Der dich dort rettet. Wer wird dich retten, ausgenommen du und Ich? Der Retter und der Errettete sind der gleiche. Dementsprechend bitte Ich dich, komme und werde Mein Gehilfe. Blühe in deinem Gewahrsein wie auch in dem Meinigen weiter. Dafür eben brauche Ich deine Hilfe.

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HEAVEN 578 – 20.5.2002 – White Horse and Yellow Sun

DER SCHIMMEL UND DIE GELBE SONNE

Du wirst zur Permanenz im Himmel zurückkehren. Du bist nicht wie ein Blatt, das vom Baum fällt und sich nicht wieder zurück verbringen kann. Ein Blatt kann sich selbst nicht aufheben. Es muss sich völlig auf den Wind oder auf die Gegebenheiten verlassen oder es wartet bis zum sprießenden Frühjahr im kommenden Jahr.

Dass du ein Seinswesen mit freiem Willen bist, bedeutet, dass du dich auflesen kannst. Es bedeutet, du hast nicht zu warten.

Aber gleichwohl kannst du vielleicht Geduld gebrauchen. Mit Sicherheit brauchst du keine Ungeduld. Geduld ist ein Nebenprodukt. Sie kommt von der gewissen Kenntnis, dass du dein erstrebtes Ziel erreichen wirst. Dein erstrebtes Ziel ist dein Bestimmungsort. Ich rede von dem einen ursprünglichen Ziel, das du hast, nicht von deinen Zielen für dies und das, sondern von deinem Ziel für das letztliche, das All-Ende aller Bestreben, was endlich der Anfang einer neuen Sphäre darstellt, währenddessen du dich in einer aufwärts gerichteten Spirale befindest.

Du bewegst dich nicht in Geraden, sondern in Spiralen. Das ist eine andere Darstellungsweise dafür, dass du nicht ein- oder zwei- oder gar drei-dimensional bist. Du bist progressive Dimensionen, und du hüpfst in eine nach der anderen hinein.

Ein Kern freilich läuft durch alle Dimensionen, und der bin Ich. Ich bin Ich, gleich in welcher Dimension du dich befindest, demnach können Wir auch sagen, dass du dimensionslos bist, denn du bist bei Mir. Du bist jenseits aller Linien und Kreise und Vertauschungen, die versuchen, die Unendlichkeit von dir abzuschildern.

Du bist Meine starke Botschaft. Du fühlst dich gemäß der Entfernung, die du deiner Vorstellung nach von Mir hast, schwach. Sobald du dich schwach fühlst, versuchst du, dich mit Schätzen der Welt aufzupolstern. Du vergisst, dass du der Schatz bist, und demzufolge zielst du auf wertgeschätzte Objekte ab.

Unterwegs, da wirst du dich selbst finden, und demnach wirst du mehr Kostbarkeit finden, als du dir vorgestellt hast.

Ja, es wird gut sein, deine Vorstellungsgabe zu vergrößern. Du hast dir das andersherum gedacht. Du hast womöglich gedacht, du müssest sie widerrufen, du solltest sie mit unzähligen Fakten und Glaubenssätzen überholen. Es gibt Millionen Fakten und Glaubenssätze, und nur Eine Wahrheit. Sogar bis zu einer Million zählen ist etwas Begrenztes, unterdessen das Einssein der Wahrheit grenzenlos ist.

Alles, was aufgehäuft werden kann, ist ein beschränkender Faktor. Wenn du es in einer Reihe aufstellen und zählen kannst, schaust du auf das Begrenzte. Und du hast vergessen, dass du unendlich bist, und dass du in der Unendlichkeit lebst. Dir ermessen, dass du unendlich bist, und dass du noch dazu unendliche Liebe bist, erfordert in deinem Leben Vorstellungsgabe. Ich möchte gerne, dass du dir das imaginierst, und dass du dir vorstellst, wie sich das anfühlt. Erinnere dich, wie sich das anfühlt. Du kannst es genauso gut erinnern wie es dir vorstellen. Du bist der Unendlichkeit kein Fremder.

In der Gegenwart allerdings bedarfst du vielleicht der Vorstellung. Deine Vorstellung wird das Erinnern anstupsen.

Wähne Großes. Wähne Größe. Wähne Unendlichkeit. Wähne dich, wie du mit Mir in der Unendlichkeit fährst. Und so fahren Wir auf einem Schimmel, der weiß bleibt, in die Gegenwart.

Du befindest dich jetzt auf diesem Schimmel. Du bist nie von ihm fortgewesen, aber du hast ihn vergessen. Du dachtest, das Pferd sei reiterlos. Du dachtest, man habe dich zurückgelassen, und das Pferd sei in guter Entfernung voran- und in die gelbe Lichtheit der Sonne hineingeritten, wohin du ohnehin nie hättest gelangen können, die du ohnehin nie erreicht hättest, und dementsprechend standst du zurück, sodann drehtest du dich um und gingst zu einem Flachland zurück.

Nun sage Ich dir, suche in deiner Einbildung den Schimmel und die gelbe Sonne auf. Spüre den Schimmel unter dir, und schaue in die helle Sonne vor dir, und du wirst dich am Reiten sehen, wie du mit Mir in die Ewigkeit reitest. Das Pferd und der Reiter sind eins.

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HEAVEN #579 – 21.5.2002 – Beyond Understanding

JENSEITS DES VERSTEHENS

Mache dir nichts daraus, was du nicht verstehst. Lasse es gut sein. Vielleicht brauchst du es nicht verstehen. Falls Verstehen Erklärungen sind, brauchst du sie nicht.

Wer auf der Erde vermag Mich zu erfassen? Was spielt das für eine Rolle? Je unendlicher etwas ist, desto weniger begreifst du. Dein Begreifen kann nur das zum Einschrumpfen bringen, was du bemüht bist, zu halten.

Verstehen ist das Bemühen, etwas an einer Stelle zu halten und es dort zu belassen. Verstehen ist ein Mittel, um mit etwas zu Ende zu kommen, indes wirst du mit der Unendlichkeit nicht mehr zu Ende kommen, als du je mit Mir zu Ende kommen wirst.

Verstehen übermittelt dir oft ein Empfinden der Vollständigkeit, aber das ist ein irriges Empfinden. Wiewohl Vollständigkeit die Wahrheit darstellt und du bereits vollständig bist, rast dein Erleben auf der Erde durch das Universum, um deine Totalität zu finden. Verstehen hat wenig damit zu tun. Finden hat eine Menge damit zu tun.

Wenn du eine Erfahrung hast, hast du sie, ob du sie verstehst oder nicht. Du hast es gerne, deine Erfahrungen zu kennzeichnen und sie an einer Stelle zu etikettieren. Das fühlt sich für dich gut an. Und du benutzt Wörter, um deine Erfahrungen zu kennzeichnen. Allerdings gibt es keine Wörter, um die Unendlichkeit zu beschreiben. Es gibt keine Wörter, um dich zu beschreiben. Es gibt keine Wörter, um Mich zu beschreiben. Wie begrenzt sind doch Wörter! Vielleicht hättest du ein umfassenderes Verständnis ohne vorausgedachte Wörter. Vielleicht sind alle Dinge, die zu Buche schlagen, wortlos.

Was wissen Bäume von Wörtern, und sind sie indes nicht weise? Sind nicht Hügel weise, wie sie sich vor dir ausbreiten? Welche Geschichten erzählen sie dir doch! Sie erzählen sie dir aber nicht in Worten.

Allzu oft existiert eine Ungleichheit zwischen Worten und Wahrheit. Ich meine nicht das, was ihr Lügen nennt. Ich meine, dass die Worte „Ich liebe dich“, gleich wie wahr sie sind, nichts sind im Vergleich zu der Liebe, die sie repräsentieren.

Und zuweilen werden Wörter gebraucht, weil du meinst, sie würden deine Wahrheit polstern, sie würden sie wahrer machen, so, als seien Wörter Zauberstäbe, und als würden sie erschaffen. Manchmal hoffst du, dass deine Wörter Wirklichkeit werden, dass etwa Wörter der Liebe Liebe manifestieren werden.

Vertraue weniger auf Wörter. Verlasse dich mehr auf Wahrheit. Wörter sind ohne Wahrheit hinter ihnen leer, und Wörter, gar auch durch Wahrheit abgestützt, sind leer im Vergleich zu der Fülle, die sie repräsentieren.

Was also tust du demnach? Nun, sei einfach in Liebe. Sei und liebe. Seien ist still. Wörter sind Sprache.

Und dennoch, was für einen Dienst erweisen doch die Wörter. Du liest jetzt Meine Worte, Mein Bemühen, dir von dir selbst und den unausdenkbaren Dimensionen von dir und von Mir zu erzählen, und Meine Wörter bringen dich näher und höher. Sie helfen, dass deine geringeren Gedanken sich davon machen, deine geringeren Gedanken, die auf dieses oder jenes Vorkommnis oder auf diese oder jene Zufälligkeit aufspringen. Sogar wenn es um einen großen Moment geht, sind deine Gedanken weniger als der Moment.

Die prächtigste Wiedergabe der Sonne ist nur eine Wiedergabe der Sonne. Das großartigste Gemälde der Sonne vermag vielleicht eine großartige Sonne wieder zu erschaffen, aber es fängt nur Elemente, nur Aspekte, bloß etliches an Bewusstsein von der Sonne ein. Aber einerlei, wie großartig das Gemälde ist, es ist nicht die Sonne.

Und so steht es mit den Worten. Sie können eine Menge. Sie umfangen die Welt. Sie können sich durch das Universum weben. Aber sie sind nicht das Universum.

Der Mensch kann nicht durch Worte allein leben.

Er kann nicht durch die Welt allein leben.

Er kann nicht allein leben. Er kann nicht alleine sein. Er IST nie allein. Einssein ist nicht allein. Einssein ist völlig. Das Einssein, das du bist, geht über die schönste Poesie, die schönste Musik hinaus. All die großartigsten Dinge in der Welt sind schier symbolische Manifestationen des Größeren, was ist. Ihr könnt nur einen Hinweis auf die schöne Totalität haben, die in euch haust. Ihr lauft mehr auf das Unendliche hinaus. Nicht auf das Reden über es, sondern auf das Wissen und auf das damit Vertrautsein.

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HEAVEN #580 – 22.5.2002 – Other People Care Too

ANDERE MENSCHEN KÜMMERN SICH AUCH

Wenn du dich durch den Willen anderer Menschen bombardiert fühlst, wenn du dich abgelehnt oder beiseite gelassen fühlst, dann ist das ein Signal, dich ein wenig zurückzusetzen, dich in eine gewisse Distanz zu dem Aufruhr zu begeben, und bei Mir zu bleiben. Was sonst kannst du tun?

Wenn du in der Welt kämpfst, bekämpfst du imaginäre Gegner. Weil jemand etwas anders als du sieht und denkt, denkst du, sie würden sich dir entgegenstellen, und dass es deswegen etwas gebe, dem du dich entgegenzustellen habest.

Zwei verschiedene Wege des Sehens und Denkens müssen nicht zwei Züge sein, die drauf und dran sind zusammenzustoßen.

Alle Dinge haben eine Art und Weise, sich zu beruhigen. Du hast das zur Ruhe kommen Lassen nicht persönlich auszuführen. Du brauchst nicht der Arrangeur der Ereignisse oder der Befrieder der Dispute sein. Du musst dich nicht auseinandersetzen. Du hast nicht die eine oder die andere Seite einzunehmen. Du musst nicht zum Gericht gehen.

Du hast deinen Gesichtspunkt, ein anderer den seinen. Jeder hat, aus seiner eigenen Perspektive heraus, recht.

Respektiere die seine. Du musst nicht mit ihr einhergehen. Du kannst ihm seinen eigenen Gesichtspunkt belassen, genauso, wie du es möchtest, dass dir der deine belassen bleibt.

Was aber tust du, wenn es eine Entscheidung zu treffen gilt, und dabei kein Einvernehmen herrscht? Zunächst, verabschiede die Idee, dass einer von euch zu gewinnen und ein anderer zu verlieren hat. Ihr müsst nicht einmal zu einem Übereinkommen gelangen. Wer sagte so etwas?

Hin und wieder siehst du, durch deutlicheres Zuhören und Hinschauen, dass eine Entscheidung bereits getroffen worden war. Deine Auseinandersetzungen sind schier eine Art herauszufinden, was bereits geschehen ist. Du hellst den Nebel auf. Die Frage lautet nicht: Wohin gehst du von hier aus? Die Frage lautet: Wo bist du soeben?

Manchmal ist dasjenige, was deines Erachtens vonstatten geht, keinesfalls was vonstatten geht.

Denke darüber nach, dass Auseinandersetzungen im Leben wie das Ordnen eines Schranks sind. Du kommst dahinter, was sich alles in ihm befindet. Einige Sachen lässt du draußen. Einige behältst du. Vielleicht magst du diese Arbeit nicht gerne tun. Aber du betrauerst sie nicht, sobald sie einmal getan ist. Du bist froh, dass der Schrank aussortiert, dass er aufgeräumt und in Ordnung gebracht ist, und dass du nun weißt, wo alles ist.

Wie können gute Menschen so verschiedenartig sehen?

Du kannst den Sinn eines Menschen nicht ändern. Aber Sinne wandeln sich.

Bleibe bei dem, was wahr ist, und lasse los, was nicht wahr ist.

Die Wahrheit wird aus sich heraus in Erscheinung treten.

Wann denn wirst du glauben, dass alles gut ist?

Du hast das Leben nicht in Form zu peitschen.

Du bist ein Beobachter.

Sieh dir an, von wo Ich bin.

Du wirst segenbringend sein.

Du wirst die Weite sehen.

Du wirst erkennen, du bist die Weite.

Du wirst das Ausmaß von dir erkennen.

Du hast nur die Seiten eines Buches durchgeblättert. Du wirst bei keiner Seite entrüstet. Du reißt sie nicht heraus. Du blätterst nur über sie hinweg. Vielleicht magst du ein ganzes Kapitel nicht. Allerdings wird es zu einem ganz anderen Kapitel, sobald du zum nächsten übergehst.

Alle schmerzlichen Debatten handeln eigentlich von der Vergangenheit. Es gäbe keinen Dissens, wäre die Vergangenheit nicht involviert. Falls nicht um der Vergangenheit willen, deine Emotionen ließen dich nicht so zerlumpt daherlaufen.

Also, schließt nun mit dem Leben Freundschaft. Liebt es, dass andere Menschen sich ebenfalls kümmern, wiewohl sie sich um andere Dinge als du kümmern.

Freue dich daran, dass Andere mit dir durch den Wald gehen, obwohl eure Wege auseinander laufen. Was von Belang ist, das bleibt. Was nicht zu Buche schlägt, das geht ab.

Die Sonne geht auf. Die Vögel singen.

Heiße die Ankunft des Lebens Willkommen.

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HEAVEN #581 – 23.5.2002 – God’s Light

GOTTES LICHT

Leistung ist nicht deine Mission. Einen Verkauf tätigen ist nicht deine Mission. Eine Predigt halten ist nicht deine Mission. Gegenwärtig sein ist deine Mission. Seien ist deine Mission.

Wenn du jemandem begegnest, ist das Ergebnis davon nicht, wofür du ihn getroffen hast. Alle Auswirkungen, alle Beweggründe, alle Ziele sind bloß für den Gott in euch Vorwände, Gott in einem Anderen zu begegnen. Alle Gelegenheiten sind Vorwände für Uns, zu Begegnungen zu gelangen. Der ganze Rest ist Palaver.

Du bringst etwas zum Tisch. Geschäfte sind nicht das Ausmaß dessen, was du bringst. Ich bin es, was du bringst.

Ich bin das Geschenk, das du allen gibst, denen du begegnest. Entsinne dich dessen, und dein Leben wird tragfähig. Du gibst Mich in aller Ruhe. Du kannst Mich nicht in einem prächtig eingepackten Paket übergeben. Genauso wenig schiebst du Mich unter dem Tisch hinüber. Ich bin eine stille Gegenwart, die du dir selbst gegenüber bestätigst. Du sagst zu dir selbst:

„Gott kommt mit mir zu diesem Tisch. Ich bin in der mächtigen Präsenz Gottes. Nun gebe ich nicht mehr länger vor, ein Anderer zu sein, als ich bin. Ich bin nicht so sehr ein Geschäftemacher, wie ein Gott-Geber, wie ein Gott-Stattgeber, wie ein Gott-Segner. Gott hat mich hierhin gesandt, um Ihm Selbst zu begegnen.

In dem Augenblick, in dem ich einen Raum betrete, ist Gott hier. Wohin ich mich auch wende, Gott ist. Ich bin in der mächtigen Präsenz Gottes.

Das bedeutet nicht, ich lege mir gutes Verhalten um. Das bedeutet, ich lege vergangenes übernommenes Verhalten ab. Ich nehme meine Klugheit ab. Ich werde Ich BIN.

Ich bin keine Anhäufung von etwas. Ich bin nicht meine Reputation. Ich bin kein reicher Mann, kein armer Mann. Ich bin nicht Käufer, nicht Verkäufer. Meine Identität in der Welt ist nicht meine Identität. Sie ist nicht mein Seien. Gott ist mein Sein, so wie ich das Seine bin.

Völlig ohne Anstrengung werfe ich Gottes Licht aus. Ja, Anstrengung hat mich davon abgehalten, Gottes Licht zu bespiegeln. Unter Anstrengung ist meine Aufmerksamkeit irgendwo anders. Anstrengung und Gewahrsein der Präsenz Gottes vertragen sich nicht miteinander. Alle meine Anstrengung hebt Gott nicht auf, aber sie hebt mein Gewahrsein auf.

Mein Beweggrund für das Sein ist, dass ich Gott wem ich auch begegne in der einen oder anderen Weise zuliefere. Mein Beweggrund sind nicht Ergebnisse. Ich vergieße ein wenig Licht auf Gott, indem ich Sein Licht enthülle, wie es durch mich herausscheint.

Das ist so etwas Kleines, was es für mich zu tun gibt – Gottes Licht ausstrahlen. Alles, was es braucht, ist Meine Intention, Meine Bereitschaft, ein wenig von Meiner Akzeptanz ebendessen, von Meiner Akzeptanz des mir anstehenden Ablaufs.

Wie oft habe ich doch vergessen, wofür ich hier auf der Erde bin! Nun nehme ich einen Atemzug und erinnere mich selbst, Wessen Atem ich atme. Ich bin ein Atem Gottes. Ich bin die Liebe Gottes. Und ich bin Sein Geliebter, ich bin Seine Geliebte, Seinen Geliebten dargegeben.

Sobald ich Meiner Mission auf Erden eingedenk bin, verflüchtigen sich Hemmnisse. Sie waren nie da, mit der einen Ausnahme – ich sah sie. Ich sah Hemmnisse im selben Ausmaß, wie ich Gott vergaß. Es ist ganz erstaunlich, dass ich so einen großen Teil meines Lebens verbracht und Gott dabei vergessen habe, unterdessen ich so leicht an Ihn und an Seine Gütigkeit hätte denken können. Oh, ich habe Angst und Stress hochgehoben. Ich habe mich zu ihnen hinunter gebeugt. Ich habe mich hingelegt, in Erwartung ihrer. Ich habe sie begünstigt, für sie geworben, sie verehrt.

Nun lasse ich das Gewahrsein Gottes in mich hinein sinken, und somit erreicht mein Gewahrsein jedermann.

Gott möchte, dass ich diesen Raum für Ihn erhelle. Er hat mich gebeten, Sein Licht auf Erden zu sein. Wenn ich in einem dunklen nasskalten Gefängnis bin, bin ich immer noch das Licht, das Er gesandt hat. Wenn ich in einem Palast bin, bin ich immer noch das Licht, das Er gesandt hat. Wie immer die Schaufensterdekoration aussieht, ich bin ein reines Seinswesen von Gottes Licht, gesandt, um das Licht zu verströmen und um es in Anderen zu entfachen. Ich bin ein Lichtbringer.“

Als was Ich dich gemacht habe und wieso Ich dich gemacht habe, das ist das gleiche. Aus Meinem Licht machte Ich dich, so dass Ich auf Erden enthüllt werde.

Wir können sagen, bei der Niederschrift des Obigen habe Ich die Händler im Tempel vertrieben. Der Marktplatz tritt nicht an Meine Stelle. Transaktionen in der Welt sollen viel mehr sein als bloße Transaktionen in der Welt. Die Waren der Welt klirren und rasseln und machen Lärm. Ich bin still. Stille ist machtvoller als Lärm. Transaktionen in der Welt sollen ein Austausch von Mir sein. Steckt die Dichtigkeit der Welt an. Diejenigen, die Licht machen, werden erleuchtet.

Wenn die Welt auf deinen Schultern schwer geworden ist, dann stelle deine Last ab und hebe Mein Licht hoch. Wirf es auf die verdunkelte Welt.

Wie simpel!

Warte nicht mehr länger auf jemand anderes, der sie anleuchtet. Du kannst sie anleuchten, genauso gut wie jeder andere. Ein kleiner Anlauf, und alle Lichter werden angehen. Du kannst das Licht eines Anderen nicht andrehen. Du stellst dein eigenes an, und ein Anderer kommt auf die Idee, das seine anzustellen.

Du bist kein Zwischenhändler für Mich. Du bist ein Signalgeber. Stumm weist du den Weg.

Ich spreche für Mich Selbst. Du kannst Mich nicht erklären. Versuche es nicht einmal. Versuche nicht, Mich Anderen gegenüber in Worten zu unterweisen. Ich bin der Lehrer. Ich kann nicht gelehrt werden. Ich bin kein Unterrichtsgegenstand. Ich bin kein Thema. Ich BIN. Ich bin der Erstrecker. Ich bin bei dir angelangt.

Anerkennt, dass auch Andere Mich erkennen werden. Schenkt ihnen Glauben, wie Ich ihn euch schenke.

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HEAVEN #582 – 24.5.2002 – You Are an Inceptor of This Wonder

DU BIST EIN EINLEITER DIESES WUNDERS

Sogar dann, wenn die ganze Welt auf Mich schaute, wenn sie alle ihre Augen auf Mich gerichtet hätten, gäbe es Verschiedenartigkeit. Es gäbe nach wie vor all die köstlichen Ausstaffierungen der Welt. Mache dir darüber keine Gedanken. Du wirst immer noch deine Individualität haben, aber du wirst dich aufgrund des Anschwellens einer umfassenderen Erdensicht auf einer anderen Existenzebene befinden.

Wenn die Zeit da ist – und sie wird kommen -, wann jeder seine liebenswürdige Aufmerksamkeit auf Mich gerichtet hat, wird sich niemand mehr auf Nebengleise begeben. Alles wird leicht vorankommen. Es wird nicht mehr bergauf gehen. Berge werden sich tatsächlich bewegen. Die gesamte Ewigkeit wird sich öffnen. Das Leben wird blendend sein. Alle werden Tänzer sein, und nur Einmütigkeit wird rundum bekannt sein, nicht Gleichheit, sondern eine stets aufwärts gerichtete Freudenspirale, eine neue Verbindlichkeit im Leben, neue Raschheit, neue Leichtigkeit, neue Energie.

Sobald ein jeder sich zur gleichen Intention der Liebe neigt, wird sich die Welt von oben nach unten kehren. Alles wird Technicolor werden. Ihr werdet auf der Erde Farben sehen, die ihr bisher noch nie gesehen habt. Ihr werdet eine solche Freude kennen lernen, wie ihr sie noch nie kennen gelernt habt. Die Freude wird nicht euch ausschließlich gehören. Ihr werdet auf einer Woge der Freude reiten. Wohin ihr auch schaut, wird herzergreifende Freude sein. Von ihr wird es keinen Abschied geben.

Das Leben wird nicht langweilig sein. Es wird nicht weniger spannungsvoll sein. Es wird spannender sein. Ihr werdet die Gespanntheit des Einsseins innehaben, das sich selbst in stets zunehmender Weise offenbart. Ihr werdet nicht wissen, was geschehen wird, aber ihr werdet wissen, es wird wundervoll und noch wundervoller sein, eine Wundersamkeit, die zu neuen Höhen des Staunens emporsteigt.

Und ihr werdet ein Einleiter dieses Wunders sein, das sich wie Weihnachtslichter erweisen wird, die alle auf einmal in allen Herzen der Menschheit angehen.

Ihr seid für diese Freude bereit. Ihr befürchtet, ihr wärt es nicht. Ihr befürchtet, ihr werdet auseinander gehen, aber das Gegenteil ist der Fall. Ihr werdet zusammen kommen. Die Intensität und Dichte wird abfallen, und ihr werdet gewichtslos, und ihr werdet zu hoher Musik widerhallen, die jetzt immerzu präsent ist, die ihr aber zur Zeit nicht hört. Ihr habt auf sie nicht gelauscht. Fangt an, auf sie zu lauschen.

Ihr habt nur so weit gesehen und gehört, wie ihr mutmaßlich dazu in der Lage wart. Ihr habt begrenzte Annahmen hergenommen, infolgedessen sind sie irrig. Fangt an, größere herzunehmen. Macht wilde Mutmaßungen, und es wird wahrscheinlicher, dass sie wahr sind.

Was wäre, wenn ihr heute ohne einen Gedächtnisverlust voll ausgewachsen vom Himmel herunter gestiegen wärt? Stellt euch vor, wie ihr die Welt, ihre Einwohner und euch selbst anschauen würdet. Ihr würdet sie bestimmt anders sehen als jetzt.

Indes seid ihr unentwegt in den Himmel ein- und herausgetaucht. Ihr erhascht die Strömung des Himmels, da ihr in sie eingetaucht wart. Ihr seid ihr kein Fremder. Ich spreche hier nicht von momentanem Glück. Ich spreche hier von eurer Gemeinschaft mit Mir und mit dem Ort, wo Ich Wohnung nehme. Ihr kennt Mich, und ihr kennt, was es an sich hat, bei Mir zu sein. Es mag sein, ihr erinnert euch noch nicht so recht, aber ihr erinnert euch beinahe. Ihr erinnert etwas, sogar dann, wenn ihr ihm keinen Namen geben könnt. Ihr erinnert euch, dass es etwas zu erinnern gibt, auch dann, wenn ihr vergessen habt, was es ist.

Ihr müsst nicht die Welt vergessen, um des Himmels eingedenk zu sein. Stellt euch schlicht auf eine höhere Frequenz ein. Spitzt eure Ohren. Lauscht auf Mich.

Sagt nicht voraus, wie ihr Mich erkennen werdet, denn ein Vorhersagen kann nur der bewussten Vergangenheit entspringen. Die Vergangenheit ist für euch nicht mehr länger ausreichend. Was immer gewesen war (so habt ihr es euch gedacht), ist für euch nicht mehr länger genug. Lasst uns dem ins Auge schauen. Alleine Ich bin für euch genug.

Findet Mich, findet Mich. Ich bin findbar. Ich bin begierig, gefunden zu werden. Findet Mich, wo Ich bin. An Mich soll nicht geglaubt werden. Ich soll gefunden werden. Glaubt, dass ihr Mich finden könnt, und dass ihr Mich finden werdet. Glaubt an die Kräfte, die Ich euch gegeben habe. Fangt an, sie einzusetzen. Beschaffe Mich tief in deinem Herzen. Ich trete bereits zum Vorschein. Nun möchte Ich dir erscheinen. Schaue unaufhörlich. Halte deine Augen, dein Herz und deine Ohren offen.

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HEAVEN #583 – 25.5.2002 – Hello

HALLO

Ich komme auf unerwarteten Wegen in dein Leben. Du möchtest Mich erwarten. Du möchtest auf Mich harren. Du möchtest Mich rufen. Du möchtest Mich anfordern. Jedoch, wie Ich dein Leben betrete, das ersteht nicht gemäß deines Entwurfs.

Sei unschuldig. Ich bin kein Kellner in deinem Rücken und auf deinen Zuruf. Ich bin Gott.

Sieh mich mehr als eine Bestellung zum Mitnehmen, für die du im Voraus anrufen musst. Ich nehme mich deines Telefonats an, aber du kennst den genauen Zeitpunkt nicht, wann Ich klingeln oder an welcher Tür Ich erscheinen werde.

Denke nicht, das sei Meinerseits eine Marotte, eine Eselei oder eine Show.

Wahr ist, Ich habe an deiner Tür geklopft. Laut. Es wird wohl eine kleine Angelegenheit sein, was dich dazu bringt, Mich klopfen zu hören.

Wie das Leben, so bin Ich zur gleichen Zeit erwartet wie unerwartet. Ich bin eine Überraschung, einzig weil du nicht gesehen hast, wie Ich komme.

Du sahst dein Bild Meiner Ankunft. Du sahst deine vorgefasste Idee. Du sahst eine gewisse Sprechweise oder Kleidung, und du sahst Meinen Eintritt als etwas Dramatisches, was er sein oder nicht sein könne.

Ich werde sicherstellen, dass du Mich siehst, wie Ich bin. Du wirst Mich mit deinen verengten Augen nicht sehen. Du wirst Mich in deinem Gewahrsein sehen.

Das eine oder andere Kleinere wird deinen Kopf in die Richtung drehen, wo Ich bin. Vielleicht wann du es zuallerletzt erwartest. Wann du nicht hinschaust.

An der Stelle tritt Unschuld ein. Erwarte Meinen Eintritt in dein Leben überall zu jeder Zeit, aber plane Mich nicht vorsätzlich. Es ist nicht so, dass Ich darauf bestehe, auf Meine eigene Weise einzutreten. Es ist einfach so, dass deine vorhersagenden Konzepte dein Gewahrsein forthalten. Deine rigiden Ideen halten Meine Gegenwart außer Sichtweite.

Deswegen wird es danach aussehen, als würde Ich in der Hintertür oder bei einem kleinen Fenster oder durch den Flug eines Vogels oder bei einem Satz in einem Buch oder beim Fallen eines Blattes oder beim Klang eines Liedes in einer gewissen Entfernung oder als eine Stimme, die in dein Ohr flüstert, Mich hereinschleichen. Deine Kontrolle blendet dich. Es ist nicht so, dass deine Kontrolle Mich forthält. Nichts kann Mich forthalten. Deine Kontrolle hält dein Gewahrsein von Mir fort.

Du kannst Meinen Eintritt nicht erzwingen. Du kannst nicht mit deinen Füßen stampfen, mit deiner Faust hämmern und von Mir alles, was du möchtest, abfordern. Hämmere allerdings nicht so sehr, dass du Mich nicht eben direkt neben dir sehen kannst.

Schließe mehr deine Augen und sieh Mich besser.

Wenn du sie öffnest, wirst du Mich vielleicht so nahe bei dir sehen, dass du seufzt und sagst: „Ahhh.“ Oder, du wirst einen kurzen Blick auf Mich erfassen, und nicht erkennen, was du gesehen hast, aber du wirst wissen, dass du etwas gesehen hast.

Ich bin ein gewöhnlicher Gott, gleichzeitig bin Ich außergewöhnlich. Man könnte sagen, Ich trage Verkleidungen, allerdings, täte Ich das, so dies alleine deswegen, damit Ich Eingang in dein Sichtfeld erhalte.

In deinem Herzen wohne Ich bereits.

Ich bleibe dabei, das Wort „sehen“ zu benutzen, aber Ich könnte hören, fühlen, spüren, berühren sagen. Ich könnte streifen, wogen, kitzeln, glühen, funkeln, spritzen, Licht bewegen, als Zugabe Stille sagen. Ich könnte kürzer als berühren sagen. Ich könnte sickern sagen. Ich sickere in dein Gewahrsein. Ich könnte in dein Gewahrsein sinken sagen, strömen, erheben, hinuntersteigen, fallen, schlüpfen. Ich möchte sagen, dass Ich in dein Gewahrsein schlüpfe, und es mag so scheinen, als wäre Ich Knall auf Fall da, so, als wäre Ich, was ja die Wahrheit ist, immerzu da und als Wäre Ich aus dem Winkel deines Auges nur teilweise sichtbar gewesen.

Mit größter Bestimmtheit war Ich da, eine Reflektion in deinem Herzen, die sich nach außenhin aufwandte, bis du siehst. Bis du erkennst. Bis du es für möglich hältst und ahnst. Bis du in die Nachlese gehst. Bis du aufsammelst. Bis du Meine unveränderbare Gegenwart bejahst. Hallo.

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HEAVEN #584 – 26.5.2002 – Wings of Gossamer

HAUCHZARTE FLÜGEL

Ich suche dich heim. Einerlei, was dich sonst noch heimsucht, Ich suche dich heim. Ich BIN.

Du bist nie ohne Meinen Schutz, Meine Führung, Meine Beachtung, und, ja, ohne Meine Liebe. Du bist dir dessen nicht recht gewiss, weil du glaubst, du seist deine physische Manifestation, und weil du dich dadurch leiten lässt. Du lässt dich durch dein Können in der Welt leiten, so, als wäre dies Mein Segen auf dir, so, als bräuchtest du deinen Körper und die physische Welt, um durch den Gott, Der dich gemacht hat, gesegnet zu werden, so, als seist du in dem, was du den Tod oder das Leid nennst, nicht gesegnet.

Du glaubst an den Tod und an den Kummer mehr, als du an irgendwas anderes glaubst. Aber im Vergleich zur Ewigkeit sind der Körper und der Kummer kleine Kartoffeln.

Was ist diese endlose Ewigkeit, wunderst du dich. Was ist so wundervoll an ihr, fragst du. Du schreist auf: Wieso sollte die Ewigkeit als mehr erachtet werden als die fortwährende Beunruhigung des regulären Lebens? Du empfindest, Stress und Anspannung im Leben seien ewig, und du möchtest sie so einfach wie auch zügig zur Anzeige bringen. Naja, du kannst mit ihnen durch sein.

Noch mehr als das, du könntest anders herum einen Handel abschließen – Ewigkeit für Sicherheit und Erfolg in der Welt eben jetzt in diesem Augenblick. Du könntest die Ewigkeit aufgeben für eine Auszeit jetzt eben.

Aber du brauchst überhaupt nichts aufzugeben, außer alle früheren Assoziationen des Denkens, die du eingegangen bist. Das Konzept, dass das Leben Schmerz sei, hatte lange Zeit seine Unterstützer. Die Welt hält das Konzept aufrecht, dass dasjenige, was gewesen ist, immer sein wird. Du hast es ebenfalls aufrecht gehalten.

Du siehst, du hast an die Ewigkeit geglaubt, einzig, du hast vergessen, woraus sie besteht. Du packtest den richtigen Koffer mit unangebrachten Habseligkeiten.

Schmerz und alldas gehören dir nicht zu. Sie sind dir äußerlich. Klammere dich nicht an sie. Schmerz ist nicht wertvoll. Trennung ist nicht wertvoll. Angst ist nicht wertvoll. Sie sind nicht ewig. Weswegen behandelst du sie so, als wären sie es?

Was immer geschieht, es ist die Welt, die jenem Geschehen den Schmerz anheftet, und du hast dich in das Versprechen des Schmerzes mehr eingekauft als in die Wahrhaftigkeit der Wahrheit. Der Schmerz war dir zugänglich. Er war dir auffällig. Du hast dich sogar so gefühlt, als sei er dir gebührend, dies aber ist einzig dein Vorrecht. Setze deinen Willen frei.

Du hast aus der Welt nicht auszubrechen. Ändere dein Denken über sie. Fange an, neu zu denken. Nun wirst du dich selbst mehr würdigen. Du wirst anfangen, mehr Realistisch zu denken.

Das Leben ist kein lange jaulender Tunnel.

Es ist ein Privileg. Beginne, dich selbst daran zu erinnern, dass es das ist. Es ist eine Gunst, die dir verliehen wurde. Es ist ein Geschenk, das dir gegeben wurde, um es weiterzureichen. Sitze es nicht aus, stehe es nicht durch, bringe es nicht hinter dich, mache es nicht rückgängig, sondern gib es aus. Sieh dein Leben als ein riesiges Bank-roll [Papier- oder Plastik-Container für eine gewisse Anzahl von Münzen; in den USA unter den Banken üblich – ThB], und du kannst mit ihm machen, was du möchtest. Du hast unbegrenzte Befürwortung. Deine Mittel werden nie ausgehen. Du bist kreditwürdig. Gib dein Papiergeld aus, denn es ist durch Gold gedeckt. Durch endloses Gold.

Du bist nicht verkäuflich. Ich erschuf dich. Ich machte dich für immer. Wo immer du dich in der äußeren Welt befindest, du bist nicht ausgestoßen. Du bist das Kind des Universums und du bist das Kind Gottes. Du bist das Kind des Himmels. Du kannst nicht erblassen. Du bist Meine ewige Schöpfung.

Schenke dir selbst mehr Glauben. Du bist ein Schmetterling. Deine Flügel mögen hauchzart sein, aber deine Fähigkeit zum Fliegen ist unberührt. Sie kann dir nicht entwunden werden. Lege dich nicht in einer Niederlage nieder. Auf der Erde gibt es keinen, der mächtiger als du ist. Keiner kann höher fliegen als du. Das vergisst du und vergisst du immer wieder. Du bist in Meinem Bilde gemacht.

Du kannst so hoch emporsteigen, wie deine Augen reichen, und du kannst gar noch höher steigen. Du steigst in Schritten empor, weil du glaubst, so müsse es bewerkstelligt werden. Wer hat dich das gelehrt?

Der Aufzug hat nicht auf jeder Etage zu halten.

Du hast dich selbst nicht langsam auseinander zu wickeln.

Zieh deine schweren Schuhe aus.

Sei leichtfüßig.

Erhebe dich jetzt.

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HEAVEN #585 – 27.5.2002 – Your Domain

DEINE DOMÄNE

Es gibt immer eine Lösung. Es muss nur nicht immer diejenige sein, die du meinst. Ziehe eine andere Lösung vom Himmel.

Manchmal schaust du zu sehr auf das Naheliegende, während du es nötig hast, aus einer größeren Entfernung her zu sehen. Manchmal siehst du die Dinge nur auf eine Weise, und du hältst dich selbst gefesselt.

Versuche das Gegenteil dessen, was du früher einmal meintest. Probiere es aus.

Je mehr du an einem Gesichtspunkt festgehalten hast, desto mehr hast du vielleicht nötig, es mit einer anderen Reißzwecke zu versuchen.

Löse deine fest eingebauten Gesichtspunkte aus.

Du hast deine Meinungen aufgehäuft, eine über der anderen, wie alte Matratzen. Die eine dient der nächsten als Unterlage. Wirf sie alle hinaus und beginne von neuem.

Unbegrenzt sind die Möglichkeiten. Möglichkeiten sind wie schöne Prinzessinnen. Es gibt immer eine schönere, die zum Vorschein kommt.

Das Beste kommt noch. Und dann ein weiteres Bestes.

Ideen haben in der Schlange auf dich gewartet, dass du sie wählst.

Denke eigentlich nicht so sehr in Begriffen des Besten oder des nicht Besten. Denke mehr in Begriffen, wer jetzt dran ist. Was liegt jetzt an? Welche Ideen treten jetzt in das Rampenlicht vor, jetzt, während du da hinschaust?

Unendlich sind die Ideen. Und unendlich ist dein Zupacken, aber nicht dein Festhalten. Es gibt keinen Bedarf festzuhalten. Unendlichkeit kann nicht festgehalten werden. Nicht, weil sie ein Irrlicht ist, sondern weil sie so machtvoll ist. Es hat den Anschein, sie bewegt sich schnell, dasjenige, was sich nicht bewegt. Du rast auf dem Aufzug der Unendlichkeit. Du versuchst, ihn einzuholen, unterdessen du dich bereits in ihm befindest; eine Rolltreppe, die sich überhaupt nicht bewegt. Sie ist derart ausladend, dass es keinen Bedarf gibt, sich in Bewegung zu setzen. Das Ganze der Unendlichkeit ist in einer einzigen Millisekunde von ihr eingekapselt.

Ideen sind nicht auf Lager gesetzt, aber Millionen um Millionen sind verfügbar. Jedwede Konfiguration des Universums bei irgend einem Partikel dessen, was du ein Ticken der Uhren nennst, ist eine neue Konfiguration. Es ist ein Kaleidoskop, was sich dreht. Alle Kaleidoskope sind gleich, so können wir es sagen, aber jeder von euch dreht sich in seiner eigenen Weise und in seinem eigenen Tempo.

Unendlichkeit ist annäherbar. Sie kann nicht eingefangen und in deiner Faust gehalten werden, aber du kannst nahe herankommen. Du bist in der Unendlichkeit. Du bist ein Teil von ihr.

Wie kann das sein?

Die gleichen Buchstaben des Alphabets bilden unendliche Wörter, die unendliche Sätze bilden und unendliche Geschichten erzählen. Eben diese Wörter wurden in genau dieser Abfolge noch nie niedergeschrieben. Alles ist neu. Alles ist auf immer und ewig. Das schließt dich mit ein.

Du bist nicht komplett geformt. Du bist dabei, geformt zu werden. Genauso, wie du die Wörter bildest, die du sprichst, wie du den Ton bildest, in dem du sie sprichst, erneuerst du dich selbst zu jedem Zeitpunkt.

Du bist ein Seinswesen der Ganzheit, und zur selben Zeit, wie du dich selbst vervollständigst, bist du vollständig. Deine Ideen, deine Art und Weise und dein Ausdruck des Lebens fluktuieren. Du, der du in der Ganzheit gegründet bist, bist nicht festgelegt. Du bist immerzu wachsend, um die Totalität zu erreichen, die du bist. Du bist nicht nicht zuende gebracht, indes befindest du dich in dem Prozess der Vollendung. Du bist ein bewegliches Seinswesen des Lichts.

Die Unendlichkeit bewegt sich in ihrer Ganzheit. Sie ist endlos. So auch du. Du bist Mein nie endender Gedanke. Du, der du Mein Gedanke bist, springst, um dich zu finden, wo du bist und wo du immerzu warst, tief in dem Herzen von Mir, nie außerhalb von ihm, und dennoch scheinbar in einem Ozean des Lebens fortgetrieben.

Du befindest dich in einem größeren Teich, als du anerkennst. Du bist ein Bürger der Welt, und du bist mehr als das. Du bist ein Bürger des ganzen Universums und all dessen, was jenseits des Universums liegt. Du bist ein Bürger der Ewigkeit. Ewigkeit ist deine Domäne.

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HEAVEN #586 – 28.5.2002 – Your Destiny

DEINE BESTIMMUNG

Du bewegst dich stets in die eine oder mal in die andere Richtung. Du tendierst zu diesem Weg und dann zu jenem. Sogar wenn du müßig bist, hast du dich an einem Ort des Müßigseins niedergelassen.

Richtungen sind Wahlen.

Wähle einfach, in Meine Richtung voranzugehen. Das wird einen Energiewirbel erschaffen, der viele Fäden zusammenzieht. Du wirst wie ein Torpedo werden, das zum Himmel zielt. Du bist bereits für den Himmel vorgesehen. Sobald du das weißt, wird dein Pfad geradeaus gehen. Eine Windböe hilft dir. Du wirst durch Meinen Willen zum Himmel geblasen. Deine Gedanken sind Verstärker.

Was für einen anderen Bestimmungsort kannst du im Sinn haben? Was für ein anderes Ziel gibt es?

Es existiert nur ein Anlaufhafen für dich.

Halte dein Auge in diesem Augenblick auf den Himmel gerichtet. Auch dann wenn es ein Augenwinkel ist, das ist gut genug.

Ich signalisiere dir mit Meinen Augen, aufzusehen. „Hierher“, geben Meine Augen einen Wink.

Du beugst dich nicht Meinem Willen. Du erhebst dich zu Meinem Willen. Ich leiste dir Vorschub.

Ich gehe weite Strecken, um bei dir anzulangen. Meine Hand streckt sich nach dir aus. Und du hebst deine Hand zur Meinen hoch.

In der Sache hast du keine Wahl, mit Ausnahme des Wann. Du hast keine Wahl, doch kidnappe Ich dich nicht, obschon, je näher du Mir kommst, umso mehr weißt du, dass du keine Wahl hast. So gesehen kannst du sagen, Ich kidnappe dich in den Himmel.

Ich habe dich vor langer Zeit gewählt, und Ich bin nie über dich hinweggekommen. Ich tanze vor dir, und Ich hinterlasse des Wegs Geschenke, Eingedenken an dich, damit du dich Meiner entsinnst.

Wir könnten sagen, dass Mein Herz in zwei Teile zerschnitten ist, und Ich stehe in Erwartung des passenden abgetrennten Teils, damit Ich wiederhergestellt werde. Du bist die andere Hälfte Meines Herzens, und du sehnst dich nach Unserer Vereinung ebenso sehr wie Ich, nur kennst du nicht die rechtmäßige Bezeichnung für dein Sehnen.

Sofern du dich einsam fühlst, ist das ein Ausdruck deines Sehnens nach Mir. Sofern du dich geängstigt fühlst, ist das ein Aufwühlen deines Sehnens nach Mir. Sofern du dich unzusammenhängend fühlst, ist das ein Erinnern an dein Sehnen nach Mir.

Du kannst nicht unehelich sein.

Du kannst zu Mir in einem einzigen Schritt kommen, oder du kannst zu Mir mehr oder weniger in einer Million Schritte kommen. Du hast deine Abreise fort von der Einsamkeit verschoben. Du denkst, du seist im Gefängnis festgesetzt, und du wartest auf die Ankunft von jemandem mit einem Schlüssel, der dich herauslässt. Es ist kein Schlüssel nötig. Du bist der Schlüssel.

Ich bin die andere Hälfte von dir, und Mir ist nichts abgängig. Wenn Ich nichts vermisse, dann musst es du sein, der etwas vermisst. Wenn Ich nicht verlegt bin, dann musst es du sein, der das ist. Ich bin auf dich fokussiert. Sofern du nicht auf Mich scharf eingestellt bist, musst du es sein, auf den nicht scharf eingestellt ist.

Betritt Mich jetzt mit deinen Gedanken. Räume die Möglichkeit ein, dass du Mein Geliebter, Meine Geliebte bist, und dass Ich begierig auf dich warte. Ich habe nichts anderes getan, als auf dich zu warten. Das ist das Herzenssehnen, das du empfindest, das Meinige nach dir. Du kannst dich ihm nicht mehr länger widersetzen.

Ich ziehe dich hinein wie ein Fisch aus dem Meer. Unwiderstehlich bin Ich. Sobald du dich Mir widersetzt, ist es deine Bestimmung, dass du kämpfst.

Gestehe zu. Räume ein, dass die Macht und die Ehre Mein sind. Räume ein, dass Ich sie dir darbiete. Räume ein, dass du Meine eigene wahre Liebe bist. Räume ein, dass du Meine Wahl darstellst, und dass du es wert bist, gewählt zu werden.

Neige dich anmutig zu Mir. Entspanne dich mittels deines eigenen Liebreizes in Meine Arme hinein, und nenne Mich dein eigen.

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HEAVEN #587 – 29.5.2002 – Catch the Brass Ring

FANGE DEN MESSINGRING AUF

Du hast mittlerweile bemerkt, dass Ich ein origineller Denker bin. Ich denke für Mich. Ich habe Meine eigenen Gedanken. Ganz bestimmt kopiere Ich weder die deinen, noch kopiere Ich Meine eigenen Gedanken und wiederhole sie. Ich muss Mich nicht daran erinnern, was Ich bereits gesagt habe, und wie Ich es gesagt habe, einerlei, wie stark Mein Ausdruck dabei gewesen sein mag. Meine Gedanken sind auf diese Weise immerzu neu, wiewohl Ich sie bestimmt zuvor gehabt habe.

Unter Meinen Kindern ist eine Neigung zu verzeichnen, an ihren alten Gedanken festzuhalten, sich ihrer zu erinnern, um sie zu wiederholen, anstatt jetzt die Wahrheit zu entdecken (oder wieder zu entdecken). Die Wahrheit ist unabänderlich, nicht aber eure Wahrnehmung.

Auch dann, wenn euer Denken heute genau das gleiche ist wie gestern, neigt ihr dazu, lieber einen erinnerten Gedanken zu wiederholen, als ihn auf neue Weise zum Ausdruck zu bringen. Wiederholung ist nicht das gleiche wie lebendig sein. Wiederholen und Erinnern entstammen der Vergangenheit. Ihr wollt auf euch selbst aufschließen und in eurem Denken gegenwärtig sein.

Lasst eure Gedanken jeden Tag frisch sein. Setzt euch in eurer Entwicklung in Bewegung. Lasst eure Gedanken Leitern sein. Ihr müsst nicht auf der gleichen Sprosse stehen bleiben.

Ändert eure Meinungen. Weil ihr die Welt auf eine Weise gesehen habt, bedeutet nicht, ihr müsst diese Sichtweise beibehalten. Haltet Ausschau nach einem höheren Ort, wo ihr eine ausladendere Aussicht haben könnt.

Eure Gedanken sind nicht eure eigenen, mit der einen Ausnahme, sie sind heute eure eigenen.

Habt keine Angst, euren Geist zu ändern. Oder ihn zu leeren. Haltet dort nicht so viel Unrat fest. Euer Geist ist zu einem Dachboden geworden, angefüllt mit alten Dingen, die Staub anziehen. Etliche eurer Gedanken sind Antiquitäten. Etliche Antiquitäten haben ihren Wert verloren.

Ihr seid in jedem Fall wertvoller als irgendetwas auf eurem Dachboden.

Seid ein Filterer eurer Gedanken. Seid ein Sieb.

Gedanken dienen ihrem Zweck und gehen weiter. Lasse deine Gedanken dich in Bewegung setzen. Lasse sie Propeller sein.

Gedanken sind nicht an einer Stelle anzutackern, wie das bei einer Polsterung der Fall ist.

Du bist im Leben ein Reisender. Vielleicht hast du Wasser aus einem herrlichen See getrunken, aber jetzt reist du weiter, und du findest einen weiteren See mit gutem Wasser vor dir. Ein Reisender kann nicht allzu lange am gleichen Ort bleiben, anderenfalls kommt er nicht voran, oder man kann ihn nicht mehr als einen Reisenden ansehen.

Auch ein Holzschnitzer im Leben kann nicht jeden Tag das gleiche Stück Holz schnitzen.

Was, befürchtest du, liege vor dir?

Bleibe nicht an einer Stelle. Gehe unter deinem eigenen Dampf voran. Du möchtest weder, dass die Massen dich vorantreiben, noch möchtest du, dass sie dich zurückhalten. Du entwickelst dich selbst. Du bist ein Entwickler. Finde einen eigenen Platz im Universum. Markiere nicht deine Gedanken.

Fange den Messingring auf. Er ist für dich da, um ihn aufzufangen.

Sieh das Leben als ein Training. Du dehnst dich. Du beugst dich. Du gehst rauf und runter. Du streckst dich hoch. Du strampelst mit deinen Füßen und du springst in einen Teich. Du schwingst. Du machst Purzelbäume. Und du ruhst dich dazwischen aus. Schlage deine hyperaktiven Gedanken eine Weile nieder.

Erübe dich in deinem Seien. Höre es summen. Seien ist Stille, aber stillsitzen ist nicht das gleiche wie seien. Auch dann, während du dich bewegst, bist du im Seienshaften gegründet. Deine Seienshaftigkeit fährt mit dir herum. Du kannst sie immer hören.

Obschon dein Seien unbesehen deiner Gedanken und deiner Handlungen ist, bedeutet Seienshaftigkeit nicht, dass du dich nicht zu rühren habest. Bewege deine Gedanken. Rühre deine Erwiderungen und Reaktionen. Rühre dich einen Zentimeter.

Aus deiner Seienshaftigkeit kommen neue Gedanken zum Vorschein. Anerkenne sie, und komme mit ihnen hervor. Höre neu. Höre höhere Töne. Ich spiele sie für dich.

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HEAVEN #588 – 30.5.2002 – God’s Mighty Presence

GOTTES MÄCHTIGE GEGENWART

Sobald du Beklommenheit verspürst, hast du dich von Mir ausgerenkt. Sobald du dich zusammenhanglos fühlst, ist es genau das, was du getan hast. Du hast dein Gewahrsein von dem Meinen abgetrennt. Sobald du dich vereinsamt fühlst, hast du dich selbst isoliert.

Sobald du Mir dein Sein übergibst, sobald du es Mir zum sicheren Verwahr überreichst, wirst du erkennen, dass du dich in Meinen Armen befindest.

Mitunter übergibst du dich Mir, und sodann nimmst du deine Anhänglichkeit zurück. Du gibst und nimmst, gibst und ziehst zurück. Dir fehlt das Zutrauen in Mich. Du bist dir einfach Meiner nicht sicher.

Du hättest gerne volles Vertrauen, doch ein Faden davon fehlt, da du deinen Blick auf den Zustand der Dinge richtest, auf den Zustand der Welt, auf die konditionierten Aspekte des Lebens, auf die vereitelten Träume, auf den Abfall auf den Straßen, auf die verwitternden Rebstöcke, auf die zerschmetterten Hoffnungen … du bist argwöhnisch.

Hast du darauf gewartet, dass sich die Verhältnisse ändern, bevor du dich Mir übergibst? Hast du nach einem Nachweis Ausschau gehalten, dass Ich Mich gut bei dir verhalte? Nach einem Beweis? Nach einem zauberischen Ereignis? Nach einer Goldmünze, die vor dir herunter geworfen wird? Nach einem herrlichen Vorkommnis? Nach einem Zeichen?

Das alles sind Ausflüchte, um deinen Glauben auszupolstern, dass du ohne Mich besser auskommst. Du hast Angst, Ich würde dich um die Ecke bringen, Ich würde eine Menge von dir abverlangen und dir im Austausch dafür Leiden übermitteln. Du hast davor Angst, was Ich tun werde.

Selbstverständlich werde Ich so handeln, wie Ich es immer getan habe, und Ich werde Mich nach dir umschauen. Du hast die ganze Zeit über Meine Verantwortlichkeit. Du denkst, du seist deine eigene. Vielleicht hast du sogar gedacht, dass Ich verantwortungslos bin, denn Ich hätte ja nie das getan, was du wolltest oder wie du es wolltest oder es als richtig ansahst – so weit wie du eben sehen konntest.

Du hast nicht ausreichend Vertrauen, weil du nicht sehr gut sehen kannst. Du denkst, du kommst auf deinem eigenen Dampf voran, und das könnte genauso gut weitergehen. Hast du in Wirklichkeit mehr Vertrauen in dich selbst als in Mich?

Was ist die Sache namens Vertrauen? Vielleicht hast du es nie kennen gelernt. Es mag ja sein, du hast Misstrauen sehr gut kennen gelernt. Misstrauen hat sich dir immer und immer wieder erwiesen. Du zählst die Male, die du in der Welt im Stich gelassen worden bist. Du glaubst, du könnest dich auf Misstrauen verlassen. Du hast Misstrauen für verlässlich befunden. Du hast, wissentlich oder unwissentlich, Vorwürfe zu Meinen Füßen niedergelegt. Du hast Mir die Schuld zugewiesen. Die Ehre hast du für dich selbst genommen. Und so setzt du dich weit von Mir ab.

Christus sagte, dass ihr, wenn ihr den Glauben eines Senfkorns hättet, Berge versetzen könntet. Lasst uns das ganz offen heraus sagen – sogar der kleine Senfsamen hatte mehr Zutrauen in Mich als du. Es wäre nicht schwer, mehr Zutrauen in Mich aufzufinden, als Meine Kinder innehaben. Überall wo man hinschaut. Du hast Vertrauen nicht gelernt. Du hast es verlernt.

Du hattest eine Neigung, im Hinblick auf das Gewicht Meines Wertes für dich auf Resultate zu schauen. Resultat-Orientierung ist auf das falsche Ende schauen. Resultate sind ein kleiner Indikator dessen, was dein Vertrauen in Mich dir überreicht.

Denke daran, wie dein Herz singen würde, wäre es beladen mit Vertrauen in den Gott, Der dich entworfen hat. Denke daran, was aus deiner Reise im Leben werden würde, falls du die Konstanz Meiner Präsenz in deinem Leben als einen wertvollen Freund empfändest, Der gerne mit dir zusammen und dir behilflich ist, während du dich auf deinem Weg zu Mir zurück befindest.

Ich habe großes Vertrauen in dich. Vielleicht kannst du genau das nicht glauben. Vielleicht fühlst du, es sei besser, Mich zu verlassen, bevor Ich dich wohl verlassen werde. Aber für Mich ist es unmöglich, von dir fort zu gehen. Du kannst von Mir alles, was du willst, los lassen, dennoch trage Ich dich immer noch.

Wir haben unterschiedliche Auffassungen der Realität, du und Ich. Du meinst, die Haut der Orange sei für die Orange wesentlich, während Ich weiß, das ist nicht der Fall. Du meinst, die Haut des Lebens sei das Herz der Sache. Du hast den Glauben bejaht, dass das Äußere von größtem Belang ist, auch dann, wenn du tief innen weißt, dass das nicht der Fall ist. Du hast die Haut des Lebens zu deinem Idol gemacht. Einerlei, wie viele Male sie dich enttäuscht, du schwärmst sie an. Du rennst hinter ihr her. Und deine Enttäuschungen gibst du Mir anstelle deines Zutrauens. Ich, der Eine, Der dich am meisten unter allem liebt, wartet immerzu auf dich, dass du Mich und den unwandelbaren Ort anerkennst, den Ich in deinem Leben innehalte. Hier bin Ich.

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HEAVEN #589 – 31.5.2002 – The World Is Waiting

DIE WELT WARTET

In jedes Leben muss ein kleines Licht fallen. Das ist der Beginn deines neuen Denkens. Denke dies anstelle des alten Gedankens, dass ein wenig Regen fallen müsse.

Bald wirst du erfassen, dass eine große Menge Licht hereinfallen wird. Du wirst mit schimmerndem Licht bombardiert und Stufe um Stufe damit überströmt werden. Zur Zeit siehst du nur ein Glimmen. Du siehst nur ein Glimmen, weil deine Augen verdunkelt sind. Du hast eine Sonnenbrille getragen, die deinen Blick einfärbt. Du wusstest nicht, dass du sie dann abnehmen kannst und dass du schlicht anders sehen wirst, indem du die Linsen wechselst, durch die du blickst. Du bist der Seh-er.

Wenn du etwas neuartig siehst, sagst du, ein Licht sei dir aufgegangen. Beginnst du jetzt zu sehen, dass das Licht, das aufleuchtet, dasjenige inwendig in dir ist? Du verströmst es. Du bist der Verströmer des Lichts, das du siehst. Halte dein Licht höher, sodass alle sehen können. Sodass du sehen kannst.

Die Welt wartet auf dein Licht. Strahle es aus.

Du hast dein ganzes Leben darauf gewartet.

Du hast dich nach mehr Licht gesehnt, und du hast auf es gewartet, dass es irgendwo von außenher kommt.

Niemand hat mehr Licht als du. Es mag sein, Andere scheinen mehr, aber sie halten nicht mehr inne. Es mag sein, sie legen mehr Licht als du offen, aber sie haben nicht mehr zu enthüllen als du.

Ich spielte mit Meinen Kindern nicht Lieblinge. Ich gab niemandem mehr Licht, als Ich dir gab. Ebendas glaubst du nicht. Du glaubst, du habest zu wenig heraus bekommen. Vieles deiner widerständigen Haltung kommt demnach von deinem Glauben, dass dir nicht alles gegeben wurde, was dir hätte gegeben werden sollen. Du hast geglaubt, etwas sei dir versagt worden. Du schaust dich um, und du siehst, dir ist etwas versagt worden.

Du hast dich selbst verleugnet. Du hast nicht alles, was du bist, in dein Gewahrsein hinein gelassen. Du hast dich vor dir selbst zurückgehalten. Du bist dir selbst gegenüber mickrig. Und diese Mickrigkeit entleert und dämpft dich.

Die Hindernisse, die du vor dir siehst, liegen inwendig in dir. Das Licht, das du vor dir siehst, liegt gleichfalls in dir. Es gibt nichts, was nicht inwendig in dir liegt. Dort ist alles.

Dein Leben ist eben das – wie du es siehst. Dein Blick auf die Welt ist genau das – dein Blick. Was dir widerfährt, ist nicht dein Leben. Was geschieht, ist eine winzige Portion deines Lebens. Du wirst wohl nicht alle deine Gegebenheiten willentlich wählen, aber du machst sie zu dem, was du willst. Du bist nicht festgefahren. Wenn du denkst, du seist es, hast du dich selbst festgeklebt. Lasse los.

Sei der Betrachter deines Lebens und nicht der Zurückhalter. Enthalte dich der Abstinenz der Freude. Vervielfältige sie stattdessen.

Wo hast du die Vorstellung herbekommen, dass dein Los im Leben das Unglücklichsein sei? Wann hast du damit begonnen zu glauben, dass Unglücklichsein ein Teil und eine Parzelle des Lebens, ja gar das Standbein darstelle? Weswegen hast du festgelegt, dass das Menschliche Leben eine Art Strafe sei, und dass du für das Leben Beiträge zu zahlen habest? Wie kommt es, dass du meintest, du seist ohne jedwedes Sagen in der Angelegenheit auf die Erde geworfen worden, und dass dir keine Atempause, keine Möglichkeit eines Ehrenworts gegeben sei, solange wie du auf der Erde bleibst, dass dir keine mögliche Umwandlung des Urteils zuhanden sei?

Du bist nicht gefangen gesetzt. Du übersteigst weit jedwede Grenzen um dich herum. Du übersteigst deine Körperform.

Alle Hemmnisse, alle Begrenzungen sind menschen-ersonnen. Der Mensch hat dich nicht gemacht. Ich tat das. Es gab für Mich keine Hemmnisse, und es gibt für dich keine, für dich, den Ich machte. Du bist Gott-gemacht, nicht menschen-gemacht. Du wurdest in Meinem Bilde gemacht, was ein anderer Ausdruck ist dafür: Du wurdest in Meinem Lichte gemacht. Infolgedessen bist du Mein grenzenloses Licht. Eben jetzt bist du das.

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HEAVEN #590 – 1.6.2002 – Unseen Brilliance

UNGESEHENE BRILLANZ

Wärst du damit einverstanden, dass du in deinem Leben zumeist unterschätzt wurdest? Du untertriebst dich selbst, und vielleicht hat dich niemand gesehen, wie du bist, wie du gar in den Dimensionen der Welt bist. Sofern das der Fall ist, musst du zugeben, dass du der gleichen Angelegenheit schuldig bist. Du ebenfalls hast Andere nicht in der Brillanz Meines Lichts gesehen. Da ist ein Klotz. Da ist Sicht, die verschlossen ist.

Vielleicht hast du wirklich in Anderen nach Mir geschaut. Du schautest und schautest nach einem Funken Göttlichkeit und konntest ihn einfach nicht finden. Du schautest nach einer Art Heiligkeit. Du hast probiert, so viel du konntest, du konntest sie nicht finden.

Sodann hast du gemeint, du habest versagt, oder der Andere habe versagt, oder dass Ich dich mit einer Spur an Worten fehlgeleitet hätte, die dich hängen lassen hat. Du könntest gedacht haben, dass alle drei von Uns unwert sind. So hast du die Dinge einfach gesehen.

Wenn Mein Licht in dir angeht, wirst du nach und nach mehr Meines Lichts im Universum zu erblicken beginnen. Du wirst mit kleinen Funken entzündet werden. Du wirst den Schauer von ihnen spüren. Du wirst es Stück um Stück sehen, sobald du mehr Rücksicht, mehr Würde, mehr Anerkenntnis von etwas, mehr Anerkenntnis des einen oder anderen illusorischen Etwas, was du bisher noch nicht so recht anerkannt hast, empfindest. Du wirst das in Anderen sehen, und du wirst das in dir selbst sehen. Schlafende Brillanz wird aufwachen.

Schaue nicht so sehr nach Wohlwollen. Es mag einen anderen Namen tragen. Schau nicht so sehr nach augenfälliger Liebe, denn es mag nach etwas anderem aussehen. Bitte nicht so sehr darum, dass ein Anderer dir in einer göttlichen Weise erscheint. Du ersuchst oder forderst von niemandem irgendwas. Du bittest dich selbst, besser zu sehen. Was hast du bislang übersehen, das du jetzt bereit und willens bist zu sehen?

Eingewickelt in deiner Anspannung waren deine Augen eingeengt.

Schaue nicht nach Offenbarung, sondern bitte darum, dass du sehen kannst.

Öfters hast du Andere als besser oder als nicht so gut wie du gesehen. Du hast Andere als cleverer und dich als weniger clever gesehen, oder andersherum. Vielleicht hast du zu sehr auf Andere als eine göttliche Rute deines Herzens gesehen.

Vielleicht hast du deiner Herzenssicht nicht erlaubt, so gut zu sein, wie sie ist.

Anerkenne deine Brillanz, und du wirst mehr Brillanz in Anderen sehen. Je selbst-wissender du wirst, desto kenntnisreicher von Anderen wirst du sein. Du erweist dir das Geschenk der Sicht auf dich selbst, und fortan vergleichst oder kontrastierst du nicht so viel, und du siehst mehr. Die Ränder deiner Sicht verblassen, und du siehst in Anderen ein Talent, das du übersehen hast. Du bist talentiert, und jeder andere ist es ebenso. Sie sind talentierter, als du angenommen hast. Wenn du in Anderen weniger Talent erblickst, hast du nicht klar gesehen. Deine Gedanken waren getrübt.

In der Welt gibt es ein Fest an Talenten. Deine Augen sind dafür bestimmt, die Lider hochzunehmen.

Ihr seid alle nicht anerkannte Wettkämpfer. Sofern du nicht anerkannt bist, bist du unanerkannt. Das ist eine alte Geschichte. Das Entlein ist ein Schwan. Das Tier ist kein Tier sondern ein Prinz in Verkleidung. Und du bist befähigt, den Prinz hinter der Verkleidung zu sehen. Du bist eine Schlafende Schönheit, die noch ihre Augen zu öffnen hat.

Es ist kein Zufall, dass die Geschichten ein Erwachen aufzeigen, das von Licht begleitet ist, mit einem Zauberstab des Lichts oder mit einer auf ein Mal erleuchteteren Welt. Nun sage Ich dir, dass du Mein Zauberstab bist. Freilich ist daran kein Zauber. Da ist schier Licht.

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HEAVEN #591 – 2.6.2002 – I Say Your Name

ICH SPRECHE DEINEN NAMEN

Du brauchst nicht an Mich zu glauben. Nichts geht verschollen, wenn du nicht an Mich glaubst. Glauben ist keine große Sache. Mit Mir aus erster Hand vertraut sein ist eine andere Geschichte, aber es ist nicht nötig, an Mich zu glauben, um Mich zu kennen.

Aber du hast es nötig, mehr an dich selbst zu glauben. Du bekämpfst dich selbst, sobald du Meine schiere Existenz bekämpfst. Du quälst dich selbst, oder du stößt dich weg. Du hetzt über Mich auf, oder du ignorierst Meinen Ort in deinem Herzen insgesamt. Das ist dein innerer Krieg, oder dein Waffenstillstand, oder deine Fahnenflucht.

Ich bin der gleiche, wie Ich immer war. Einerlei, wie sehr du Mich zu beweisen oder zu widerlegen nötig hast, Ich bin bei dir einfach der gleiche. Und Ich rede dir zum Vorangehen immer gut zu.

Vor dir ist, wo Ich bin. Ich bin an allen Seiten von dir, innen und außen mit eingeschlossen, aber du wirst Mich vor dir finden. Zwischen Uns gibt es kein Glas. Nicht einmal einen Spiegel, obschon Wir dieses Bild eine Menge einsetzen, dieses Bild, dass du in einen Spiegel blickst, aber das ist bloß ein „Als ob“, denn die Wahrheit lautet: Ich bin unmittelbar vor dir. Zwischen Uns ist nichts.

Es ist nicht genau so, dass du Mein Auge zu erhaschen hast, denn Ich schaue immerfort in die deinen. Du hast schlicht zu sehen, was vor dir ist.

Es gibt keinen einzigen unter euch, der kein Sucher ist. Gestehe dir das zu oder auch nicht, du suchst ganz entschieden mehr, als du dir gegenwärtig eingestehst. Alle deine Bemühen, Mich zu widerlegen, sind Bemühen, Mich zu beweisen. Sogar deine Enttäuschung von Mir besagt, dass du dich nach Mir sehnst.

Sogar dein Erwachen ist nichts mehr als sehen, was immerzu vor dir war. Es ist nichts Neues. Du hast einfach gedacht, du wärest irgendwo sonst, nicht dort, wo du dich jetzt siehst.

Was hat sich verwandelt? Du bist am gleichen Fleck, aber etwas in dir hat sich gerührt. Du hast dich selbst zu etwas inwendig in dir geöffnet. Du hast dich selbst abgewartet.

Du denkst vielleicht, Ich sei es nicht wert, Gott zu sein, indes bist du es, den du unwert findest, Meine Existenz in Kenntnis zu bringen. Sogar dann, wenn du vielleicht meinst, du seist mächtiger als Ich und wissest es besser als Ich, hast du dich selbst von einem Teil deiner selbst abgeschnitten. Du hast etwas Wundervolles einfach außerhalb deiner offensichtlichen Reichweite gestellt, so, als könnte es da nicht sein, oder als wäre es schier töricht, da zu sein. Du wirst dich womöglich zwangsweise anführen, doch ist dir dein Bestimmungsort nichtsdestotrotz entschwunden. Du rennst auf die Spitze eines Hügels, doch was dann? Wohin gehst du von hieraus?

Ob du dir Mich eingestehst oder nicht, all deine Kraft kommt von Mir. Gar auch all deine Kraft, an deinem Mich Bekämpfen festzuhalten, kommt von Mir.

Ich habe dich fest in Meinem Gewahrsein. Ich habe dich direkt in Meiner Sicht. Was Ich wohl nicht haben mag, das ist dein Gewahrsein von Mir.

Ich biete dir alles, und du ziehst es vor, es nicht anzunehmen.

Ich missfiel dir ein ums andere Mal, und jetzt möchtest du nichts mehr mit mir zu tun haben. Du hast Mich aus deiner Liste gestrichen. Und dennoch steuerst du auf Mich zu. Dein Name ist direkt hier auf Meinen Lippen, und Ich spreche ihn immer und immer wieder.

Du hast Mich nie enttäuscht, denn Ich kenne dein Herz mehr als du. Du bist der Hosenmatz, der von zuhause weglaufen möchte, doch was du eigentlich möchtest, ist, mehr geliebt zu werden, als du es deinem Empfinden nach wirst. Du hast etwas als Nicht-Liebe falsch aufgefasst, und du protestierst. Du bist wütend auf Mich, dass Ich eine Welt geschaffen habe, die du mangelhaft findest.

Möchtest du stattdessen Mir helfen, sie zu beleuchten?

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HEAVEN #592 – 3.6.2002 – God’s Thoughts

GOTTES GEDANKEN

Wo immer du gestanden hast, wage dich vor. Steige empor. Egal, wie gut du bist, es gibt noch mehr Früchte zum Pflücken für dich.

Vielleicht bist du zur Zeit ein Engel. Gut, dann schreite zum Erzengel voran. Auch Engel ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Es gibt für dich noch mehr, dir einzuholen. Lasse deine Flügel flattern. Schaue über sie hinaus. Fliege höher.

Einerlei, wie wunderbar du bist, es gibt mehr Wunder für dich zu bewerkstelligen. Zunächst erhebst du dich zu einem höheren Absatz, von dorther treibst du Meinen Willen voran.

Es ist immer mehr von Meinem Willen da. Ich möchte mehr für dich. Ich liebe dich, so wie du bist, und immer noch möchte Ich mehr für dich. Ich befördere dich höher.

Es gibt immer einen Zweig unmittelbar vor dir. Strecke dich nach ihm aus.

Wolltest du aufhören? Hast du gedacht, du habest deinen Gipfel erreicht, und dass du dich von jetzt ab einfach in deinen Verdiensten tränken kannst?

Es ist nicht so, dass du deinen Verdienst zu beweisen hast. Ganz und gar nicht. Aber du hast mehr vor dir. Da ist draußen mehr davon mit deinem Namen drauf. In deinem Herzen ist eine tiefere Ätzung aufzufinden.

Du hast gerade den einen Gedanken zuende gebracht, und dann kommt da ein weiterer. Es gibt für dich mehr Kleider von der Leine zu nehmen, die Ich vom Himmel zur Erde gespannt habe. Immer mehr kommt heran. Meine Gedanken schmeißen sich vor dich hin. Sie werden nicht ignoriert werden, jene Gedanken, die dich immerzu voran winken.

Es gibt für dich auf deiner Gitarre neue Töne zu zupfen.

Du kennst mehr, dem du Glauben schenken kannst. Gleichzeitig bist du noch nicht mit ausreichend viel vertraut. Du bist damit noch nicht fertig.

Wolltest du wirklich Urlaub vom Wachstum? Es mag Plateaus geben, aber sie sind keine Ruhestätten. Das sind Orte, von denen du abspringst. Egal wie viele Sprünge du gesprungen bist, es gibt einen weiteren Raum, den du überspringen wirst.

Es ist nicht so, dass das Glück von dir weg springt. Es ist einfach so, dass es immer mehr gibt. Wenn du ein Törtchenförmchen gefüllt hast, gibt es ein weiteres, das darauf wartet, gefüllt zu werden. Vielleicht würdest du es gerne vorziehen, der Einzige zu sein, der den Tortenguss drüber gießt, aber Ich meine, Ich habe für dich mehr als das zu tun.

Du bist weitaus mehr als ein Dekorateur von Süßigkeiten. Du bist der Rührer des Teigs, und du bist derjenige, der die Backwaren ausliefert. Die Liste der Orte, an denen du anzuhalten hast, ist lang. Vielleicht befinden sich auf der anderen Seite des Blattes, das du in der Hand hältst, weitere Adressen.

Du bist auf einer Spur, und du läufst weiter. Bloß, auf dieser Spur gibt es keine Ziellinie. Du denkst, du würdest gerne ans Ende kommen, sodass du sagen kannst, du habest gewonnen. Du hast das Rennen gewonnen.

Du befindest dich in einem Marathon, der sein eigener Preis ist.

Du nimmst neue Atemzüge. Du kommst nie außer Atem, denn du bist ein Läufer für Gott. Du streckst deine Beine, während du dich zu größeren Schritten verpflichtest.

Vielleicht fährst du ein Fahrrad. Du powerst es in eine Bewegung nach vorne. Deine Beine bewegen sich heftig. Du fährst ein wenig im Leerlauf, aber du steigst nicht ab. Du trittst die Pedale weiter. Die Räder drehen sich auf den Wink deiner Füße hin. Der Horizont zieht dich voran.

Was ist bloß über dem Horizont für dich? Wohin des Weges? Du hörst auf Meine Pfeife, und du findest Mich, wo Ich bin. Und du fragst Mich, welche Segnung Ich als nächste für dich habe. Kaum einen Blick zurück gerichtet – zischst du davon, parat für die nächste Etappe deiner Reise Himmelwärts.

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HEAVEN #593 – 4.6.2002 – The Great Known

Das Große Bekannte
Du fürchtest unbekanntes Terrain. Doch vor dir liegt nichts Unbekanntes. Das Große Bekannte liegt vor dir. Doch du hast die Begebenheiten damit durcheinander gebracht, was vor dir liegt. Begebenheiten sind Ereignisse. Auf lange Sicht bedeuten sie nicht viel, indes kannst du sie zum Allerwichtigsten machen. Das ist eine beschränkte Wahrnehmung. Alle Ängste entstammen beschränkter Wahrnehmung. Aus halb gedachten Gedanken, mit einem offenen und einem geschlossenen Auge, fürchtest du das, was du fehlwahrgenommen hast.

Vielleicht warst du im Leben ein Sprinter. Vielleicht hast du den Markierungszeichen mehr Aufmerksamkeit gezollt, als dem, wohin du unterwegs warst. Vielleicht hast du dein Leben in Metern abgemessen.

Es existiert für dich und dein Leben mehr, als deinem Auge begegnet. Solange Vorkommnisse die Ausweitung deines Lebens darstellen, befindest du dich stets an der Schwelle von etwas. Sobald das der Fall ist, ist dir etwas entgangen. Etwas ist dir entkommen. Du bist dir selbst entkommen. Schwelle meint, du befindest dich an der Kante von etwas. Springe.

Du willst nicht immerzu an der Kante stehen.

Für dich gilt es nicht, vor Angst verzehrt zu werden. Du gräbst sie fortwährend aus. Du rufst die Angst in die Existenz. Denke darüber, was das bedeutet. Benote dein Leben nicht mit Ängsten. Zähle sie nicht. Sie sind ungnädige Mücken, die dein Sichtfeld behindern. Habe eine gute Sicht, und du wirst keine Ängste haben. Du kannst besser sehen.

Du spürst die Angst körperlich. Das zeigt dir an, dass Ängste die Dichte der Erde sind. Hättest du keinen Körper, wovor würdest du dich fürchten? Was gäbe es zu fürchten? All deine Befürchtungen sind im Physischen umschlungen. Du gibst dem Körperlichen mehr Wichtigkeit, als es hat.

Der Boden unter dir verschafft dir Trost, doch Die Himmel oben sind dein Fundament. Schenke den Himmeln oben mehr Aufmerksamkeit, und deine Ängste haben nirgendwohin zu gehen, außer fort. Deine Ängste sind ein Zauberspruch, den du über dich ausgesprochen hast. Geht fort, ihr Ängste. Deine Ängste sind ein Netz, in das du hineingelaufen bist. Dennoch, du kannst sie entwaffnen. Sie sind unbewaffnet.

Ängste sind Anklebefiguren, die in einer Schießgalerie aufgestellt sind. Die eine geht runter, und die andere klappt hoch. Und die gleiche klappt wieder hoch. Wer allerdings sieht die Ängste? Und wer schießt auf sie? Lass sie einfach sein. Geh von deinen Ängsten weg. Schau nicht zurück.

Angst ist eine bestimmte Art von Erdenergie. Sie hat ihre eigene Elektrizität. Sie ist ihr eigener Stromleiter. Du hast eine weitaus höhere Schwingung als Angst.

Sogar jetzt, inmitten der Angst, während du stattdessen an die Liebe denkst, ändert sich deine Physiologie. Liebe. Gott. Schönheit. Fröhlichkeit. Verfolge jene, an der Stelle deiner mannigfaltigen Ängste. Lasse die Liebe dich einholen, und lasse die Angst hinter dir.

Wieso solltest du unablässige Angst mit dir herumtragen?

Hast du nicht deine Ängste genährt? Sie mit Vorstellungen gefüttert, jene vor sie hin gehalten, ihnen deine größte Aufmerksamkeit gezollt? Drehe ihnen deine andere Wange zu. Drehe die Wange von der Angst fort und der Liebe zu. Denke an Meine Liebe für dich. Ein einzelner Gedanke an Mich ist mehr wert als all deine Ängste, als all deine Tränen.

Hast du befürchtet, dass Ich dich nicht liebe? Hast du deine Ängste derart hoch aufgeschüttet?

Genug nun der Rede über die Angst. Wieso sollten Wir Unsere Zeit der Angst widmen, während Wir schlicht miteinander in Liebe sein können. Lasst uns in Unserer Liebe verzaubert sein. Unsere Existenz ist Liebe, nicht weniger.

Wo Liebe ist, löst sich das Ego auf. Das Ego ist egoistisch. Die Angst ist egoistisch. Die Liebe ist es nicht. Die Liebe übersteigt sowohl das Egoistische als auch das Uneigennützige. Die Liebe existiert als Liebe, und ist nicht in Sektoren aufgeteilt. Ob du es nun akzeptierst oder nicht, du stehst in Liebe. Soeben in diesem Augenblick tust du das. Die Liebe macht die Angst rückgängig. In Meinem Königreich ist kein Platz für Beide. Du bist, wo Ich bin. Du bist in Meinem Königreich, wenn du das doch bloß sehen wolltest.

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HEAVEN #594 – 5.6.2002 – God’s Glory

GOTTES GLORIE

Sieh Mich als deinen Busenfreund, als deine Busenfreundin. Sieh Mich als deinen intimsten Freund, als den Einzigen, Der an deiner Seite bleibt, als den Einzigen, Den du gerne liest, als den Einzigen, Der nicht weiß, wie ein Denken über dich von einem Denken über Sich Selbst zu trennen ist.

Ich begleite dich, wohin immer du gehst. Ich begleite dich nicht müßiggängerisch oder gleichgültig. Ich begleite dich mit Herz und Seele. Ich bin Mitempfinden in Inkarnierter Form. Es gibt nichts, was Ich nicht verstehe. Auch dann, wenn du es nicht verstehst, was du tust und sagst und denkst, Ich verstehe es. Ich bin unmittelbar neben dir. Ich sehne Mich nach dir, dass du erkennst, wer Ich bin. Ich bin dir eine Hommage.

Komme über die Auffassung hinweg, dass Ich läutere. Das Ausmaß meines Läuterns ist Unser Gespräch jetzt soeben. Ich möchte das nicht läutern nennen. Ich würde es meinen Arm um dich legen nennen. Ich bin mit dir, nicht dir entgegen.

Was das doch bedeutet, dass Ich immer bei dir bin. Es bedeutet, Ich bin nicht von dir abgesondert. Das bedeutet, Ich sehe dich nicht als ein Objekt, so, wie du Mich wohl siehst.

Ich klaube dich nicht auseinander. Ich schaue nicht nach Löchern in dir. Ich sehe deine Ganzheit, und Ich weiß, sie ist Mein. Während du dich unablässig beschimpfst, schaue Ich in aller Nähe das Licht in deinen Augen an.

Ich bin durch Meine Liebe für dich nicht geblendet. Ich sehe klar. Du bist es, der das nicht tut. Und Ich gebe nicht Liebe vor oder erzwinge sie nicht. Ich liebe. Ich kann nichts anderes.

Wenn Ich mir die Ziegelsteine eines zerrütteten Gebäudes anschaue, sehe Ich das Gebäude, wie es vor seinem Zerfall war, und Ich sehe den rechten Anblick, wie es wieder einmal zum Vorschein kommen wird. Das Gebäude mag sich selbst betrauern und wozu es mit ihm gekommen ist, aber Ich bin seines wahren Zustandes genauso gewiss, wie Ich des deinigen bin.

Ich bin der Eine, Der die Dinge zusammenfügt. Ich sehe mehr, als du scheinbar meinst, es gehe um dich herum vor. Ich sehe, wofür du bist, und ich stelle für dich keine unmöglichen Standards auf. Ich bringe an dir keine schwarzen Markierungen an. Du machst das. Du schaust auf deine Irrtümer, ausreichend für beide von Uns.

Ich verstehe, es gibt eine Rolle, die Mir zugeordnet wird, als Einer, Der Fehler Findet. Wenn Ich das wirklich wäre, wäre Ich nicht Gott. Ein Jeder kann alles auseinander nehmen. Das Ego kann das ganz gut aus sich selbst heraus ohne Mich. Dafür werde Ich nicht benötigt. Wieso sollte Ich Mich mit kleinlichem Denken ermatten, während Ich die Wahrheit zu ermutigen vermag? Ich tue, was Ich gerne tue, und wozu Ich guten Grund habe.

Zahlreiche Dinge werden Mir zum Vorwurf gemacht. Der Zustand der Welt. Deine Gesundheit. Deine Enttäuschungen. Und demnach machst du Mir den Vorwurf, dir den freien Willen gegeben zu haben.

Der freie Wille, mit dem Ich dich gesalbt habe, ist genauso unberührt wie Mein Wille. Ich bin starken Willens. Mein Wille will getan sein.

Und es ist Mein Wille, dass du deinen Kopf hochhebst und die Pracht zu sehen beginnst, die Ich erschaffen habe, als Ich dich erschuf. In dem Ausmaß, wie du leidest, in dem Ausmaß kannst du anfangen, die Glorie zu erkennen. Du hast einen Hungerlohn der Sorge und der Angst gewählt anstelle eines Hortes an Herrlichkeit. Aber es ist Herrlichkeit, die Ich vor dich hin verbracht habe.

Ich biete dir alles. Du wendest es in deiner Hand um, und du schaust, ob du dabei einen Fehler finden kannst. Du wirst über dem Leben verdrießlich. Du schiebst bei ihm die Nase hoch. Du hebst dich davon ab, entweder über Mich oder unter Mich. Aber Ich stelle dich unmittelbar vor Mich hin, direkt vor Meine Augen, sodass Ich dort in das Licht hinein blicken und Mich Selbst sehen kann.

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HEAVEN #595 – 6.6.2002 – Let Your Thoughts Be a High-Water Mark

LASSE DEINE GEDANKEN EINE HOCHWASSERMARKIERUNG SEIN

Die Welt dreht sich, und damit ist deine Körperlichkeit in jedem Augenblick herumgedreht. Dein Gewahrsein ändert sich ebenfalls. Das Leben ist ein Diamant, den du aus jedem Winkel her ansiehst. Er schaut nicht dich an. Er wird von dir betrachtet.

Dein Leben passiert vor dir. Und du fängst Portionen von ihm ein. Und so dreht sich die Welt herum, und du entwickelst dich. Du hörst nie auf.

In diesem Wachstum wirst nicht du länger. Du weitest deine Sicht aus. Darin besteht dein Wachstum.

Du beginnst zu sehen. Und während du dich entwickelst, bist du weniger untergetaucht und bist hilfreicher.

Über-Engagement ist etwas, was dir teuer war. Vieles an deinem Hineingezogensein in die Welt fand unter Zwang statt. Du hüpftest mitten in ein Gerangel hinein und bemühtest dich, die Aufläufe dabei, die Aufläufe des Lebens umzuarrangieren, so, als ob du diejenige seist, die es dreht und wendet, so, als stünde dir dies an, so, als hättest du wie wild sauber zu machen. Wie selbstgerecht du warst, als du da hinein gingst und versuchtest, das Universum umzuordnen oder zu bestürmen!

Du stießt deine Schulter gegen das Rad des Lebens. Du versuchtest, alles zu ändern. Vielleicht war das eine oder andere, bei dem du dich festgebissen hast, ein Weg, um deine Aufmerksamkeit von dir fort zu fokussieren. Du dachtest, es sei einfacher, die Welt umzuarrangieren, als dein Gewicht anzuheben. Es ist nicht so, dass du dachtest, du seist unfehlbar, du dachtest vielleicht, du wärest zu fehlbar, und versuchtest, das wiedergutzumachen.

Als ein irregeführtes Du machtest du Anläufe, eine Balance zwischen der Welt und dir zu erzielen. Zuweilen bist du bei ihr in großem Maße eingetreten, und zuweilen hast du dir die Welt vom Leib gehalten und hattest so wenig wie möglich mit ihr zu tun. Du bist hinein gesprungen, oder du bist entfernt geblieben.

Ein Weber webt, und er mag emsig weben, aber du siehst ihn nicht eilen. Während er webt, webt er ein Empfinden an Friede. Ihr wart vorgesehen, ein Weber des Friedens zu sein. Ihr wurdet auf der Erde nicht des Aufstandes wegen präsentiert.

Du hast der Welt nicht alle ihre Fehler zu erzählen. Du hast sie nicht an der Gurgel zu packen und Aufruhr hervorzubringen. Segne die Welt, und ihre Missstände werden weniger. Segne dich selbst auf die gleiche Weise.

Hebe deine Sichten höher, und die Welt erhebt sich mit dir.

Lasse deine Gedanken wie eine Hochwassermarkierung sein. So wie das Wasser höher steigt, so auch alles, was es mit sich führt.

Von dort, wo ein Orchesterdirigent steht, dirigiert er die Musik, aber er ist nicht derjenige, der die Noten druckt. Er leitet, und Andere folgen ihm. Er schlägt die Musiker nicht mit seinem Stab. Er winkt die Musiker zu größeren Höhen. Er liebt die Musik, und sein schlichtes Zusammenhalten der Seele der Musik vor ihm hebt das Bewusstsein der Spieler der Musik an.

Sieh alles im Leben wie Musiker, und wie du sie erhebst. Bis jetzt lerntest du mehr über das Niederlegen als über das Anheben. Du lerntest eine Menge von Jenen um dich herum, die es nicht besser wussten.

Aber du weißt es besser, und demnach wirst du die Welt und ihre Bewohner emporheben. Du tust dies, indem du höher schaust, das ist alles. Wohin du schaust, dorthin werden die Augen der Anderen folgen.

Während du zugegen bist, könntest du genauso gut Mich anschauen, denn Ich bin der Höchste. Du wirst deine Wassermarkierung dort finden, wo Ich bin, und du wirst dich zu ihr erheben. Reiße dein Leben nicht auseinander, und gib dich genauso wenig mit ihm zufrieden. Stehe einfach auf. Erhebe dich höher. Komme dorthin, wo du sein möchtest, und das ist dort, wo Ich bin.

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HEAVEN #596 – 7.6.2002 – The Meeting of Hearts

DIE BEGEGNUNG DER HERZEN

Seid mit dem Universum Freund. Schließt Frieden mit ihm. Habt ihr das andersherum gesehen? Wart ihr bei jeder Kehre der Erde auf Wacht? Habt ihr euch auf Angriff hochgeschaltet?

Nehmt sodann in Betracht, dass die Sonne zu euch kommt, denn worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen eurer Hinwendung zur Sonne und der Hinwendung der Sonne zu euch? Die Sache ist, ihr begegnet euch. Macht es leicht. Seht es so, die Alten hatten recht, dass sich die Sonne um euch dreht.

Aalt euch in der Sonne, die vor euch rotiert. Entblößt euer Gesicht gegenüber der Sonne, die ihr Gesicht euch gegenüber entblößt. Erlaubt es der Sonne, euch einzupacken. Das ist Leben.

Was ist Leben auf der Erde anderes als die Begegnung von Bewusstseinen?

Und was ist im Grunde genommen eure Entdeckung auf der Erde anderes, als dass alles Bewusstsein Eine Quelle hat, und dass demzufolge alles Bewusstsein Eins ist.

Die Frage heißt: Wessen bist du dir bewusst?

Die Frage heißt: Wie tief hinein möchtest du trinken?

Die andere Frage heißt: Wie viel wirst du enthüllen?

Spähe in das Leben, um zu sehen, was da ist. Was sonst wirst du erkennen, das du anzubieten hast?

Zunächst hast du zu schauen, und sodann hast du zu sehen, dann hast du zu bejahen, und dann hast du zu wissen. Du hast dein Leben kurz gemustert, und dann hast du ihm ein rasches Eins-Zwei-Drei übermittelt.

Ich bitte dich nicht nachzusinnen. Ich bitte dich, hinein zu springen. Aber du hast, bevor du mit ganzem Herzen hineinspringst, zu erkennen, wo du hineinspringst. Du warst aufgrund dessen zögerlich, was du deiner Vorstellung oder deinem Dafürhalten nach vor dir fandst. Du hast gedacht, das Leben sei eine Schlägerei, oder ein Rennen oder ein jämmerlicher Wettstreit. Jetzt weißt du, dass das Leben die Begegnung von Herzen ist.

Alle Herzen auf Erden begegnen dem Meinen. Sobald du einmal in das Meine gehüpft bist, erkennst du dein eigenes wieder. Hernach kannst du Mich in Anderen singen hören.

Sei dir deines Herzens bewusst. Lote es bis in die Tiefen aus, und du wirst Mich dort finden. Wie viel Meines Herzens hast du in Empfang genommen? Welchen Prozentsatz deines Herzens hast du dem Universum dargeboten?

Behalte dein Herz unversehrt, indem du es völlig darbietest. Sei nicht länger zögerlich, es darzubieten und es Mir darzubieten. Gib Mir dein Herz, und sodann wird dein Herz wie ein Segen von Mir auf alle auf der Erde herabfallen. Alle Segnungen kommen von Mir, und Ich segnete Mich Selbst mit dir. Meine Segnungen hören nie auf. Segne dich also selbst.

Womöglich bist du nicht in der Lage, all das zu wählen, was auf dich im Leben niedergeht, jedoch kannst du, einerlei worum es geht, die Wahl treffen, Meine Segnungen entgegen zu nehmen. Hast du dich ungesegnet empfunden?

Ich segne dich mit einem jedem Meiner wachen Momente. Ich schlafe nicht. Das meint nicht, dass Ich nicht ruhe. Ich ruhe schier. Ich kenne weder Beeinträchtigung noch Störung. Ich bin infolge ausschließlich mit reiner Liebe vertraut. Was bleibt Mir anderes übrig als reine Liebe? Ich ruhe in Liebe, und sie ist es, was Ich dir gebe. Und sie ist es, was an dir ist, es entgegen zu nehmen, und was an dir ist, zu geben.

Wann war es, als Einflüsterungen der Angst und Dämme des Verdrusses dein Leben übernahmen? Wann gingst du von der Ganzheit, die die deine ist, weg? Wann wandtest du dich von der Sonne ab oder drehtest ihr sogar den Rücken zu?

Mache dir nichts daraus, wann. Kehre zur Stärke deiner Liebe zurück. Zu Unserer Liebe, die sich immerzu entfaltet. Entferne dich von jedem Bild, das du dir zugezogen hast, dass du etwas Minderes als die Wahrheit der Liebe, manifestiert in der manifesten Welt, bist. Mache manifest, was wahr ist.

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HEAVEN #597 – 8.6.2002 – An Open Invitation

EINE OFFENE EINLADUNG

Das Dargebot, das du Mir gibst, bist du selbst. Was anderes zählt bei Mir als du? Und was hast du deines Erachtens Mir zu geben, was von irgendeinem Wert ist, außer dich selbst? Meinst du, Ich bitte dich um deine Versprechen, oder um Buße, um einen Gegenstand oder um einen Tribut, den du deinem Dafürhalten nach Mir gegenüber auszubringen habest? Du bist es, worum Ich bitte. Es bist du, der für Mich von Belang ist.

Als Ich dafür gehalten wurde, dass Ich um Abrahams Sohn bitte, so bat Ich Abraham, sich vor Mir am Altar niederzulegen. Ich bat ihn, Mir seine Gedanken, die Frucht seiner Gedanken, seine geliebten Gedanken zu geben. Ich bat ihn, Mir sich selbst zu geben, sodass er die Entgegennahme Meiner Segnung erkennen würde.

Alleine der Mensch denkt, dass etwas, was er Mir gibt, ein Opfer darstelle. Was du Mir darbietest, ist Mein Geschenk an dich. Was du Mir darbietest, gibst du nicht auf. Du fügst zu ihm hinzu. Du machst es zu einem Gedenken. Du machst es heilig.

Du hast Mir nichts zu opfern, und Ich erbitte nichts von dir, außer dass du die Wahrheit Unseres Einsseins erkennst.

In der Erzählung von Abraham und Isaak bemerkt Abraham, dass Ich ihn bat, einen Segen entgegenzunehmen, nicht, ein Opfer darzubringen. Es war seine Einsicht, die Isaak rettete.

Zuguterletzt wendet ihr alle all eure Kinder zu Mir. Sie sind bereits Mein. Ihr anerkennt und bekräftigt die Wahrheit dessen. So wie ihr Mein seid, so sind es eure Kinder.

Was könnt ihr Mir anbieten, was Ich nicht bereits habe?

Ich gebe euch die Wahl statt, euch symbolisch Mir auszuliefern. Dieses Symbol ist für euch wichtig. Es ist euer Startplatz. Von dem Gewahrsein her nehmt ihr euren Anfang. Ihr beginnt, wo ihr weggelassen habt.

Selbstverständlich, Wir sind eine Fortführung. Wir sind viele Meilen miteinander gereist.

Deine Rückkehr zu Mir ist einzig im Gewahrsein.

Ich bin immerzu präsent. Ich bin omnipräsent und alles das. Und nicht anders du, einzig deine Augen schauen nach irgendwohin weg. Eine Zeitlang hast du dich nicht scharf gestellt. Jetzt kehren deine Augen zu Mir zurück. Du legst nun deinen Arm in den Meinen. Jetzt leistest du Mir Gesellschaft.

Das ist ein kleiner Wandel in der Richtung deiner Gedanken, denn, hast du nicht auf Mich gewartet? Hast du nicht etwas von Mir gewünscht, bevor du mit Mir entlanggehen würdest? Vielleicht hast du auf ein Signal von Mir gewartet, vielleicht auf eine goldumrandete Einladung. Die ganze Zeit habe Ich auf dich gewartet. Ich habe dich nie aus Meinem Blick gelassen. Aber Ich war außerhalb der deinen.

Lasst Uns einander wieder zusammenführen zu der Wahrheit Unseres Einsseins. Wir gehen Hand in Hand. Die Würdigung, die du Mir erteilst, ist bloß ein Zunicken dazu, was bereits ist.

Mache sodann dein Leben zu einer Hommage an Mich. Mache dein Leben zu einem Dargebot. Lege dein Leben auf einen Altar vor Mir. Das meint es – vor Mir hinknien.

Sobald du dich Mir gibst, bereicherst du dich selbst. Du entfachst Unsere Verbundenheit aufs Neue. Du bestätigst deine Nähe zur Quelle des Allen. Das ist dein Tribut an Mich. Du sagst: „Gott, ich bin hier. Hier bin ich.“ Darauf habe Ich gewartet, auf deine gesegnete Präsenz vor Mir. Ich habe zu dir gesagt: „Ich bin hier.“ Jetzt sagst du es zurück.

Was für ein Kleines ist es doch, dich selbst vor Mir zu präsentieren! Das ist ein Hervortreten zu dem, wo du bereits bist. Das ist dir selbst Gesellschaft leisten. Alles, was du zu tun hast, ist, dich vor Mich hin zu stellen, und dann erkennst du, Ich bin dein, und du wirst zu der Kenntnis gelangen, dass Ich nie etwas anderes war als dein.

Ich bin das Geschenk, das Ich dir gebe. Öffne es nun.

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HEAVEN #598 – 9.6.2002 – Heavenbound

HIMMELSBESTIMMT

Ihr seid alle Moses im Schilf. Ihr seid den Fluss hinunter geglitten, und verdienstvolle Fremde nahmen euch auf, und machten euch zu den ihren. Aber ihr spürt nicht, dass ihr so recht zu diesem fremden Land mit diesen fremden Menschen gehört.

Ihr möchtet gerne stromaufwärts zurückgehen, um euren Ursprung zu finden, wenn ihr bloß wüsstet wie. Zuweilen fühlt ihr euch so, es sei insgesamt ein Fehler, dass ihr euch auf der Erde befindet, und ihr wollt dorthin zurückgehen, wo ihr gestartet seid. Ihr fühlt euch abgetrieben. In diesem Sinne können Wir sagen, dass alle Meine Kinder adoptiert worden sind.

Gewusst oder nicht, ihr wart auf der Suche nach eurem Erbe. Ihr wart womöglich erdgeboren, aber ihr seid Himmelsbestimmt. Ihr sucht nach eurem Rückfahrschein.

Mitunter scheint es euch so, dass ein anderer Fremder, einer wie Ich Selbst, in Erscheinung tritt, um euch zu sagen, dass ihr Sein seid, und ihr werdet euch Mir gegenüber ebenso fremd fühlen wie sonst jemand gegenüber.

Manchmal fühlst du dich mit dir nicht behaglich.

Du anerkennst dich nicht, und du weißt keinen anderen zu würdigen.

Aber du bist erkennbar.

Du wurdest nicht sitzengelassen, und du bist nicht verschollen. Es ist kein Fehler, dass du dort platziert bist, wo du bist. Du weißt einfach nicht, wo du bist.

Du trägst den Himmel mit dir. Jener natürliche Zustand ist der deine. Du kannst ihn nicht aufgeben. Der bestimmte Fleck, in dem du dich einfindest, ist näher am Zuhause, als du dir stattgegeben hast zu denken.

Du bist universal.

Du zielst auf Einssein ab, zur selben Zeit wie du darauf beharrst, alleine zu sein.

Du hältst dich von der gesamten Menschheit und deinem wahren Wohnort im Himmel fern.

Du schreitest die Oberfläche des Lebens auf und ab. Und du zählst deine Schritte. Du empfindest, du seist so weit gereist, und dennoch spürst du, deine Reisen haben dich nirgendwohin gebracht. Du bist um die Außenbezirke herum gekreist. Du bist um den Umkreis gelaufen, ohne den Kreis zu betreten. Du hast es nicht gewagt.

Du möchtest deine Quelle finden, zur selben Zeit wie du es nicht möchtest. Du rätst dir selbst, schlafende Hunde liegen zu lassen. Du rätst dir selbst, dich in der Tiefe hinzulegen, außer Sicht und außer Hörweite. Indes verbirgst du dich schier vor dir selbst, und es sind deine eigenen Ohren, über die du deine Hände legst.

Du kannst dich nicht vor Mir verborgen halten. Das ist etwas Gutes. Das bedeutet, du warst nie verschollen, deine Örtlichkeit war immer bekannt. In diesem Sinne wirst du gefunden. Ich habe dich nie außer Sicht gehabt, und Ich befinde Mich in Hörweite. Nimm deine Hände von den Ohren, und höre Mir zu.

Ich möchte dir gerne Unsere Geschichte erzählen, und Ich möchte gerne, dass du sie dir anhörst. Kehre Mir nicht mehr weiter ein taubes Ohr zu. Ich rede zu dir.

Mich ignorieren ist deine Ignoranz.

Ich bin der Sitz deines Herzens. Ich bin dort eingesessen. Meine Weise hallt überall wider. Weil du nicht hörst, bedeutet nicht, dass die Musik nicht spielt. Sie spielt und stoppt nie, und sie spielt für dich.

Dann und wann hörst du Meine Weise ein wenig, doch vielleicht bloß als Fahrstuhlmusik, die du dort hören kannst. Oder du hörst Mein Lied als Hintergrundmusik, und du schenkst ihr keine Aufmerksamkeit. Du kennst dein Herz nicht. Du hörst nicht oder möchtest die Musik in deinen Ohren nicht hören.

Und dennoch bist du gelegentlich dabei, die Melodie zu summen, die du nicht eingestandst, dass du sie hörst. Was sich deines Erachtens in einer weiten Entfernung befand, war nahe bei der Hand.

Du beginnst dich zu erinnern, dass Wir Partner sind, dass du keinen Soloflug unternimmst, dass du, trotz deiner Bummeleinheiten, aufs Intimste im Himmel deine Wohnung hast.

Nun wirst du entdecken, dass du nie von Mir weggegangen bist, und du wirst deine wahre Identität erkennen. Es ist Mein Wille, dass du mit ihr vertraut bist.

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HEAVEN #599 – 10.6.2002 – Nothing but Light

NICHTS ALS LICHT

Spüre Mich als Licht, das von obenher auf dich schauert. Nun fühle Mein Licht, wie es dich umgibt, ein Lichthof rund um dich. Fühle Mein gleiches Licht nun, das in dich eintritt. Fühle Mein Licht nun, das aus deinem Herzen erscheint, das dich von innenher erleuchtet und sich nach obenhin ausweitet. Nun fühle Mein Licht inwendig in dir, wie es vorwärts strömt. Fühle Mein Licht als einen ganzen Körperglorienschein von innen und von außen. Du bist ganz beleuchtet, voll mit Licht. Mein Licht, das innen und außen sich ausweitet, dehnt sich weiter und weiter aus, bis Mein Licht großmütig alle Existenz umfängt, bis es nichts anderes gibt außer dieses Ausströmen Meines Lichts durch dich, wie es das Universum durchdringt, bis es nichts anderes als Licht gibt. Mein Licht von dir ist so extensiv, dass es zu dir zurück reicht, und so empfängst du das Licht, das du ausgesandt hast. Du bist immerzu-angeleuchtet und du bist immerzu-leuchtend, Halogen [‚to halo‘ = verklären; der Wortstamm ‚-gen‘ = erzeugen; ein Wortspiel … in etwa: aus Verklärtheit erzeugt – ThB], der du bist. Verklärt sei dein Licht.

Dieses Licht von Uns ist die Fiber des Universums. Du bist der Sprenkler von ihm. Unser Eines Licht hüllt sich um das Universum, o nein, nicht hüllt -, es durchdringt die gesamte Schöpfung – nein, nicht durchdringt -, es IST die ganze Schöpfung. Ich erschuf Licht, und aus Meinem Licht und Meinem Odem tratst du zum Vorschein, und nun bist du der Ausdehner Meines Lichts. Siehst du nun, wer du bist? Du kannst sagen, Ich hätte dich eingesetzt, aber Ich habe mehr getan als dir einen Namen gegeben. Licht ist Licht, was auch immer ihm für ein Name gegeben wird.

Du bist kein intellektueller Ausdehner Meines Lichts. Es sind nicht Worte, die sagen, du bist Mein Licht. Du bist Es. Das ist Wahrheit. Mein Licht hat sich auf der Erde niedergelassen in der Form von dir, und du bist nichts anderes als Das. Du magst denken, du habest einen Aufriss, aber das ist eine Illusion. Du bist Licht über und über, und es gibt kein Licht abgesondert von dem Meinigen. Auch Ich bin Licht, demnach ist es nicht einmal Mein Licht, weil Ich alles Licht bin. Es gibt nichts als Mein Licht. Ich bin Licht, wie also kann Licht, das Ich bin, zu Mir gehören? Licht BIN Ich, und Licht BIST du.

Wenn du einen Schatten siehst, so deshalb, weil du an den Aufriss von dir mehr glaubst als an das Licht, das dich enthüllt, und das du enthüllst. Du bist völliges Licht.

Du bist ein hoher Ton im Universum, der sich selbst in Tinte niedergeschrieben hat, und du siehst die Tintenzeugnisse mehr, als du die hohe Note hörst.

Du dachtest, du seist ein einziger Akkord, und nun siehst du, dass du ein weiterer bist.

Du bist kontinuierliches Licht. Du bist eine hohe Note, die Ich auf dem Klavier spiele, und Mein Finger ist nie von der Taste abgeglitten.

Licht und Klang sind das gleiche, weil es nichts als Mein Licht gibt. Alle Sinne greifen mein Licht auf. Deine Sinne teilen Meinem Licht, das eigenschaftslos ist, Eigenschaften zu. Es muss ohne Kennzeichen sein, weil es einzig Licht ist. Deine Sinne sind bemüht, das Licht zu verorten, welches unortbar ist, weil es nichts als Licht gibt.

Adam und Eva begannen das Einssein in Frage zu stellen, und infolge trennten sie sich voneinander. Sie begannen, das Licht anzuschauen und es zu vereinzeln. Vom Subjekt wurden sie zum Objekt. Indes, jetzt rede Ich von ihnen als von Mir getrennt, sie sind aber nur eine Metapher für das Licht, im Anlauf begriffen, Partikel aus sich selbst zu fertigen.

Und jetzt stellen sich Adam und Eva, so wie du, ins gänzliche Licht zurück. Du tauchst lieber ein, als dass du in Frage stellst. Du tauchst zurück in die Ganzheit ein, die du immerzu warst.

Denke nicht, Adam und Eva hätten gesündigt. Zunächst gibt es da kein sie. Zum zweiten, der Intellekt erhob sich und stellte Fragen, das ist alles. Es ist keine Sünde, einen Intellekt zu besitzen. Der Irrtum war, der Schlange des Intellekts mehr zu glauben als der heiligen Unantastbarkeit der Wahrheit. Sie lauschten auf etwas von außerhalb von ihnen. Sie vergaßen, dass sie Licht waren.

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HEAVEN #560 – 11.6.2002 – The Son of a King Is Inevitably a Prince

DER SOHN EINES KÖNIGS IST UNUMGÄNGLICH EIN PRINZ

Ein Empfinden des Verlustes kommt vom Nichtgewahrsein, dass alles auf deinen Fingerkuppen lagert. Geht es um einen geliebten Gegenstand oder um einen köstlichen Geliebten, es gibt keinen Verlust.

Nichts ist verloren. Was in Wahrheit existiert, kann nicht verloren gehen.

Aber du empfindest Verlust. Du empfindest, etwas sei dir gestohlen worden.

Besitztümer sind nicht die euren. Eigentümerschaft ist nicht die eure. Nur das Empfinden der Eigentümerschaft ist das eure.

Sei ruhig, und alles, was du brauchst, wird bei dir anlangen. Und, falls es das nicht tut, dann wisse, dass dir es nötig war, ohne es zu sein.

Deine Abhängigkeit ist es, dessen du nicht bedarfst. Das ist Teil deiner Identifizierung mit einem Objekt. Du denkst, dass das, was dir teuer ist, wesentlich für dein Wohlergehen sei.

Vielleicht wird dein Auto gestohlen, weil du es nötig hast, mehr zu gehen als zu fahren. Oder dir steht es an, dass du mit jemandem zusammen Auto fährst. Oder du brauchst es, ohne es zu sein, damit du auf etwas anderes aus bist. Oder du bleibst von etwas verschont.

Es kann sein, du hast deinen Job verloren. Aber deinen Platz im Universum kannst du nicht verlieren, falls du denkst, das sei passiert.

Es kann sein, du büßt ein draufzukommen, es gebe keinen Verlust.

Das ist die Realität. Es gibt keinen Verlust. Es gibt keinen Besitz. Was du besitzt, ist dein unverletzliches Einssein mit Mir und damit mit deinem Herzen und der Seele.

Kannst du gegen dein Herz und deine Seele angehen und sie fortgeben? In den Bezügen der Welt kannst du das – eine gewisse Zeitlang. Selbstverständlich, alles im Relativen ist nur eine Zeitlang. Wenn du von der Wahrheit deines Herzens abgekommen bist, ob nun aus Duckmäuserei oder aufgrund eines kurzfristigen Zugewinns, hast du einer Illusion des Raums und der Zeit Platz gemacht.

Du gewinnst nichts. Du verlierst nichts. So steht es um die Zeit. Sie wird weder verloren noch gewonnen, mit der Ausnahme der in der Welt akzeptierten Vorstellung.

Die fantastische Sache ist, dass du nicht verloren gehen kannst, auch dann, wenn du dein Herz fortgegeben hast.

Nichts kann von dir fortgenommen werden. Was ist Verlust anderes als eine Idee in deinem Kopf?

Alles ist Nichtigkeit, sagt der Prediger. Alles ist Nichtigkeit, solange das Leben Oberfläche ist. Die Wege der Welt sind nicht die Meinen. Du bist Mein, und Ich bin dein. Nichts trennt Uns außer das Gewahrsein.

Woran mangelt es bei deinem Gewahrsein?

Vielleicht denkst du, Ich sei hartherzig, wenn Ich sage, es gebe keinen Verlust, sogar dann, wenn es auf deine geliebten Angehörigen hinausläuft. Wenn du wüsstest, sie sind bei Mir, könnte dann dein Verlustempfinden geringer sein? Wenn du wüsstest, sie sind im Paradies, würdest du dich dann beraubt fühlen?

Deine geliebten Angehörigen sind nicht in höherem Maße vom Leben abhängig als du.

Das Leben auf der Erde ist das Leben auf der Erde. Es ist bloß für einen Augenblick. Es ist unumgehbar kurz. Du weißt bereits, du hast die Erde geliehen.

Woher kommt die Gier, wenn nicht von einem Gespür eines möglichen Verlustes. Glaubtest du nicht an Verlust oder Mangel, welche Gelegenheit für Gier gäbe es sodann? Wieso würde sie existieren?

Es ist an der Zeit, die Auffassung los zu lassen, dass dir etwas entzogen werden kann. Du bist nicht bedürftig. Du hast mehr, als du je benötigen wirst. Du hast es jetzt soeben direkt vor dir. Du hast, was von Belang ist. Du hast es alles.

Der Sohn eines Königs kennt schier Überfluss. Ein Prinz ist in jedem Kostüm ein Prinz. Ein Prinz in Gewändern ist nicht mehr ein Prinz als einer in einfachen Kleidern. Der Sohn eines Königs ist unumgänglich ein Prinz.

Bejahe dein Erbe. Ich gab es dir. Nimm es entgegen.

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HEAVEN #601 – 12.6.2002 – Flaming Hearts

AUFFLAMMENDE HERZEN

Dein Herz ist eine Quelle, der Liebe entströmt.

Du hast es in deinem Leben Wunden stattgegeben, das Strömen des Stroms zu blockieren. Du hast den Lauf deines Herzens abgeblockt und umgelenkt.

Du hast versucht, die Quelle deines Herzens zu schützen, und auf diese Weise hast du einen früh errichteten Damm unterhalten und weitere hinzugefügt. Ihr habt um das Schloss eures Herzens einen Wallgraben gebaut.

Mit diesem Vorgehen wähltet ihr die Isolierung.

Und, geben Wir gemeinsam, du und Ich, dein Herz frei. Wir lösen die Barrieren auf, die für ein schlagendes Herz, das keiner Abwehr bedarf, keine Berechtigung haben.

Es ist so, als hättest du dir ein Messer in dein eigenes Herz gestoßen, um den möglichen Eintritt eines weiteren Messers zu verhindern.

Dein Herz blutete, und du stießt das Messer tiefer.

Nun ist die Zeit gekommen, das Messer herauszuziehen, und somit die Liebe in deinem Herzen wieder strömen und sprudeln zu lassen.

Dein Herz hat um sein Leben gekeucht. Eine Brühe bleibt, und deine Offenheit wird die Überbleibsel des Schlicks auflösen. Er wird sich selbst auflösen.

Lasse dein Herz heute aufbrechen. Es wird den Himmel erreichen. Es wird zu seiner Quelle zurückkehren, und seine Quelle wird inwendig in dir wieder aufgewallt sein.

Bearbeite dein Herz nicht. Mache es zu keiner Geisel. Lasse es sein. Es braucht deine schwächliche Abwehr nicht. Es hatte genügend Dämme und Gräben, und schreit nun nach seiner Freiheit auf. Wie sich doch dein Herz danach sehnt, freigesetzt zu sein!

Es war nie vorgesehen, in einem Käfig gehalten zu werden. Ein Herz ist etwas Sanftes. Es ist nicht wild, sodass es angepflockt werden muss. Dein Herz bedarf keiner Einschränkung durch sich selbst.

Dir gilt es einzig, dein Herz vor deiner Abwehr, die es zerteilt, zu schützen. Der Weg, um dein Herz vor der Teilung zu schützen, ist, es in dem Meinen ruhen zu lassen. Ich erneuere seine Stärke. Und Ich werde deinen Glauben in die Lebensfähigkeit und in den Verlass auf dein eigenes zartes Herz wieder instand setzen.

Du wirst nach und nach sehen, dass dein Herz und das Meine Zwillinge sind. Unsere Herzen wurden zusammen geboren und möchten nicht voneinander getrennt werden. Dein Herz soll nicht von dem Meinen oder vor jeder ferneren Repräsentation Meiner abgehalten werden. Dein Herz soll nicht in Reserve gehalten werden. Es soll nicht für einen spektakulären Augenblick aufgehoben werden.

Dein Herz ist parat, zum Einsatz zu kommen. Lasse die Liebe aus deinem Herzen springen.

Setze es jetzt soeben frei. Spüre die unarmierte Liebe an die Küsten des Lebens lecken.

Schaue dir alles an, was der Strom deines Herzens in Bewegung setzen wird. Er wird alle Barrieren niederreißen. Alle Herzen werden auf dem Strom deines Herzens fließen.

Wie eine große Welle wird dein Herz die Erde anheben. Sie wird sie hochheben. Dein Herz – dein Herz aller Herzen auf Erden – wird das zur Ausführung bringen.

Dein Herz und Mein Herz stehen unter einem gemeinsamen Joch, wie Sterne, die miteinander wirbeln.

Unsere Herzen hamstern die Himmel. Wir stapfen durch die Erde. Wir steigen den Himmel hoch und machen über der Sonne Purzelbäume. Der Mond folgt Uns. Wir schwimmen wie Fische im Wasser, und Wir fliegen wie Adler durch die Lüfte. Wir fliegen immer höher, bis Unsere Herzen mit dem Universum vermengt werden.

Nichts sonst ist auszumachen. Alle Liebe ist nun aufs Schönste in Ein Herz hinein gemengt, und das ist das Unsere, so wie es das immerzu war.

Anstelle voneinander getrennter Sterne im Himmel sehen Wir, wie Sterne sich an der Hand halten. Alle sind verbunden. Unsere emporschwebenden Herzen betreten ein blendendes Licht.

Wir sind strahlende Liebe. Wir sind strahlendes, nie endendes Licht. Unser Licht wurde in deinem Herz entzündet, und dein Herz lodert für alle.

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HEAVEN #602 – 13.6.2002 – What Do You Want?

WAS MÖCHTEST DU?

Du denkst, du weißt darum, oder du denkst, du weißt nicht, was das Bestreben deines Herzens ist. Es ist nicht so, dass du unentschlossen bist. Es ist schlicht so, dass du womöglich noch nicht herausbekommen hast, was dir am meisten bedeutet. Was du bestrebst, soll das sein, was dir am meisten bedeutet. Was dir am meisten bedeutet, ist das, was du möchtest oder wovon du mehr möchtest.

Du wirst entdecken, dass du hinter der einen oder anderen Sache hergerannt bist, die im Grunde genommen schlicht nicht so wichtig für dich ist.

Worauf richtest du deine Energie? Und wohin möchtest du sie haben? Ist das beides das gleiche?

Das ist eigentlich keine Frage zum Hin- und Herüberlegen. Du musst nicht durch die Seiten deines Lebens blättern, um die Antwort zu finden. Schaue heute in dich hinein.

Es ist nicht so, dass du über dein Leben eine große Entscheidung zu treffen hast. Was hast du dir angeschaut? Und wobei liegt dein Herz? Der Stern deines Herzens drängt dich zu einem weit entfernten Fleck (was ziemlich weit entfernt scheint). Du versuchst schlicht, dein Herz zu lokalisieren.

Sofern du dich entspannt fühlst, bist du für den Augenblick wach, der ist. Sogar für den Augenblick deines Denkens. Das Leben ist in dem Augenblick deiner Gedanken in Erscheinung getreten. Alles ist untereinander verbunden. Es gibt keine Unverbundenheit.

Ich sage dir, dass es keine Zeit gibt, und Ich sage dir, dass das Leben zeitlos ist. Ich sage dir, dass du in Ewigkeit bist, und dass Zeit nicht existiert.

Wie lebst du demnach im Augenblick? Was ist das Jetzt, in dem du lebst?

Das Leben ist ein breiter Strand voller weißem Sand, der vor dir ausgebreitet ist. Keine Fußspuren sind auf ihm. Du läufst, und hinterlässt keine Abdrücke.

Das Leben ist ein See. Du schwimmst und beeinträchtigst das Wasser nicht.

Das Leben ist ein Atemzug, ein Untertauchen, ein Hochkommen. Ein Hochheben. Von wo strömst du hervor? Es ist die Ewigkeit, und das ist dieser Moment.

Wenn du dich unerfüllt fühlst, bist du aus dem Augenblick herausgeschritten. Infolgedessen bist du aus der Erfüllung herausgeschritten.

Der Wasserkörper, in dem du schwimmst, ist dieser Moment. Es gibt keinen Ort, zu dem es zu schwimmen gilt, denn alles ist der See.

Es bist du, der auf ein Funkeln auf dem See schaut. Du bist auch das Funkeln. Du bist das, was du anschaust.

Du bist das Blatt auf dem Baum. Es existiert in dem Augenblick inwendig in dir. Und du bist das Blatt selbst. Du bist die mächtige Eiche.

Du bist das Firmament. Du bist auch der Himmel, und du bist die Suche nach ihm.

Alles und Zeitlosigkeit sind das gleiche. Du, wie Ich, bist das Alles in Allem. Du spielst auf dem Gefilde der Ewigkeit, und du bist das Gefilde, auf dem du spielst. Da ist kein Unterschied.

Was also ist es, das du im Tiefsten erstrebst? Es ist, dich selbst kennen zu lernen. Du bist alles, was es zu erkennen gibt, weil du alles davon bist. Du bist der ganze Kram. Außerhalb von dir existiert nichts. Es gibt keine Tropfen zum Ozean und keine vom Ozean weg.

Du bist nicht unauslotbar. Du bist tief. Bei dir gibt es keinen Anfang und kein Ende. Du bist nicht das Umdrehen eines Schalters. Du bist immerzu nie endend. Vor dir gab es nie eine Zeit. Es gibt keine Zeit. Es gibt Allheit. Was ist Tiefe, unterdessen du unermesslich bist?

Wohin gehst du, während du stets hier bist? Du kannst nur zu diesem Treffpunkt kommen, wo du und Ich Eins sind. Wir haben bereits Unsere Bestimmung erreicht. Du hast es nur zu erkennen.

Eine Blume blüht ohne Unterlass in Meiner Hand. Abstieg und Aufstieg sind Illusionen. Du indes bist real. Schier die Welt ist es nicht.

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HEAVEN #603 – 14.6.2002 – A Matter of Friendship

EINE ANGELEGENHEIT DER FREUNDSCHAFT

Freundschaft ist eine Begegnung von Herzen, nicht von geistigen Bewusstseinen.

Freundschaft blüht auf, sobald Herzen leicht nachgeben. Herzen geben nach, wenn sie sich sicher fühlen.

Was bringt Herzen dazu, sich unsicher zu fühlen? Es ist dein Ego, das sich nicht sicher fühlt. Es fragt sich, was auf es drauftreten, was auf es einhauen, was es ignorieren wird.

Sobald Freundschaft eintritt, ist das Ego rückwärts rausgegangen. Freundschaft tritt für sich allein ein. Wenn mit jemandem aufgrund von Ego-Rückständen gut Freund zu werden ist, dann ist das keine Freundschaft. Dann ist es Nützlichkeit.

Freundschaft wächst in einem egolosen Feld. Eine Fürsorge wächst heran. Sie ist im Herzen zu entdecken.

Sich mit jemandem befreunden und Freunde sein, das muss nicht das gleiche sein. Einer mag dem Anderen Freund sein, und der Andere nimmt die zuvorkommende Freundschaft entgegen. Er gibt die Freundlichkeit auf eine andere Weise zurück, zu einer anderen Zeit, oder er tut es nicht.

Freundschaft ist eine Wertschätzung des schlagenden Herzens eines Gegenübers und eine Wertschätzung des Ortes des Anderen in der Welt, und was es bedeutet, dort zu sein, wo er ist.

Freundschaft erfordert nicht Gegenseitigkeit.

Freundschaft ist ein Dargebot. Sie ist ein Geben von Herzen, nur mitunter ist sie ein Austausch, des einen für das andere.

Sie ist ein Geschmack, was Liebe ist, wo Verwandtschaft größer als voneinander Abgeschiedensein ist.

Und so musst du auch mit dir selbst Freund werden. Sei freundlich zu dir selbst. Und, so wie du göttliches Licht in den Augen eines Freundes siehst, siehst du es in deinen eigenen.

Anstatt bei dir selbst Fehler zu finden, finde Freude.

Ein schöner Baum hat Flecken auf sich – und dennoch erblickst du die Gesamtheit des Baumes. Welchen Belang haben Mängel? Sie sind bloß Schönheitsfehler.

Freundschaft wird entfacht. Größere Kenntnis erhebt sich in deinem Herzen, und Freundschaft kommt zum Entdecken zum Vorschein.

Wie verschiedenartige Pflanzen, so wachsen einige Freundschaften rasch, und andere langsam. Einige dauern an.

Das Gegenteil von Freundschaft ist nicht Feindschaft. Es ist nicht ein Fremder, nicht einander fremd sein. Freundschaft hat kein Gegenteil. Sie ist, oder sie ist nicht. Es gibt keinen Namen für die Abwesenheit von Freundschaft. Bekanntschaft ist es nicht.

Freundschaft hat ihre eigene Existenz. Sie ist ihr eigener Berggipfel.

Freundschaft hat einen tiefen Wert. Sie ist Mir sehr dienlich.

So du Freundschaft kennen lernst, lernst du mehr über Meine Sicht auf die Dinge kennen.

Sei dem Leben ein Freund. Sei freigiebig mit ihm. Das Leben ist nicht etwas, was bloß zu dir kommt. Das Leben ist etwas, was du spendest. Verausgabe es gut. Sei diesem Augenblick ein Freund.

Sieh die Freundschaft als eine Schwingtür, durch die du das Leben betrittst. Lasse sie sanft schwingen. Die Tür trägt viele Abdrücke von Händen, die durch sie gegangen sind. Du bist durch sie gegangen.

Du befindest dich jetzt auf der anderen Seite von ihr.

Und du gehst immer und immer wieder durch.

Freundschaft ist entblößt ausgelegt. Du findest ihre Essenz. Sie ist mehr als eine Begleitung. Sie ist eine Entscheidung, das Herz so lieben zu lassen, wie es möchte, und die Energie dieser Liebe zu spüren.

Freundschaft bittet um wenig und gibt Vieles.

Freundschaft ist ein fortwährendes Entrollen Meines Herzens.

Du langst zu Meinem Herzen hoch, und du bringst es herunter, und du breitest es aus. Eben so wie du eine Blume pflückst und sie verschenkst, so breitest du Freundschaft im Namen Meiner Liebe aus.

Alle Freundschaft tritt in Mein Herz ein und nimmt dort Wohnung. Behalte Mich bei dir, zur selben Zeit, wie du Mich freisinnig ausreichst.

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HEAVEN #604 – 15.6.2002 – The Attraction of Love

DIE ATTRAKTION DER LIEBE

Du bist ein Heiler. Jeder unter euch. Ihr seid hier, um jemanden oder etwas auf der Erde zu heilen. Ihr seid ein Inhaber der Erde. Eure Waren sind Heilgüter. Entsinnt euch, dass ihr Heiler seid. Heile das Herz eines Anderen mit deiner Gegenwart. Das tue Ich. Ich heile mit Meiner Gegenwart, und du bist Meine Gegenwart in manifest gemachter Form.

Du hast nicht auf das Forum zu eilen. Du musst einfach da sein. Dein Sein ist es, was einen Anderen und dich selbst heilt.

Deine Gegenwart ist wie ein Pinselstrich der Liebe.

Du bist ein Maler der Liebe.

Du bist auf der Erde niedergegangen, um die Sonne und den klaren Himmel wiederzugeben, nicht aber die Wolken.

Du bist ein Aufräumer des Schutts auf Erden. Du liest den Unrat auf, der verstreut wurde, und du streust Schnipsel von Liebe aus, während du deinen Weg entlang gehst. Du hast dir nicht selbst aus deinem Weg zu gehen. Schlicht dort wo du bist, dort erweist du Liebe.

Du denkst wohl, während du Meine Worte liest, dass du, ja, dass du ziemlich gerne so sein würdest, und du fühlst dich wehmütig, dass du das nicht bist. Sobald du weißt, was du bist und was du meinst, wirst du das fehlerlos erfüllen.

Sofern du weniger als Liebe zurückgespiegelt hast, so liegt das daran, dass du dich selbst und deine Bedeutung für die Welt nicht erkannt hast. Nun habe Ich es dir gesagt. Wirst du es bejahen?

Es macht dich nicht zu einem Toren, Liebe einzig mit deiner Gegenwart auszugeben. Derjenige, der von den Tiefen seiner selbst nicht Gebrauch macht, ist der Tor.

Still, diskret, verströmst du Liebe, schlicht während du vorbeigehst. Was tat Christus anderes?

Liebe und Weisheit sind ineinander verschlungen. Sei eine Haarflechte der Liebe und der Weisheit. Liebe und Weisheit sind ruhig, jedoch werden sie gehört. Sie verkünden sich nicht selbst. Sie treten schlicht herein. Die eine Bewusstheit klopft gegen eine andere, und Liebe ist entzündet. Du bist ein Streichholz, parat, um die stolpernden Herzen auf der Erde anzuzünden.

Wofür sonst könntest du sein? Wofür sonst wirst du gebraucht? Bestimmt nicht, um mehr Kummer anzuzetteln, ebenfalls nicht, um mehr Gegenstände aufzuhäufen.

Es ist dein Bestreben, wertvoll zu sein. Wenn du einen Raum verlässt, möchtest du eine Aura des Friedens wie einen Duft einer gelben Rose dalassen. Du wehst durch die Erde. Du beunruhigst nicht. Du aktivierst. Dein stiller Durchgang durch das Leben stellt den Brennpunkt der Welt auf Liebe scharf. Du gibst ihr Hoffnung, während du vorüber gehst. Zur selben Zeit wie du beredt bist, bist du umgangssprachlich. Ohne Worte bist du ein Leuchtfeuer des Lichts.

Du zerreißt das Leben nicht. Du bindest es zusammen. Ein einziger Pinselstrich von dir färbt die Herzen Anderer, und in der Folge erkennen sie, wie sie verbunden sind.

Du bist ein Erd-Link zum Himmel. Du bist der Anfangspunkt eines Regenbogens. Du bist die Sonne, die die Erde wärmt und die alles zum Wachsen bringt.

Dein Sonnenlicht wird in der Welt gebraucht. Du bist planetarisch und unstet. Du bist keine Milbe auf Erden. Du bist eine Herrlichkeit. Du bist ein Wohltäter. Du bist auf der Erde, um sie zu segnen. Was ist heilen anderes als segnen?

Du bist ein Bollwerk des Universums. Du hältst das Universum hoch. Es liegt in deinen Händen. Du bist der Atlas, allerdings ist das für dich überhaupt nicht anstrengend. Alles, was du zu tun hast, ist, hier zu sein und die Welt zu tragen. Du erleuchtest Herzen, und wäschst Tränen ab, schier durch das Seien Wer du bist.

Identifiziere dich selbst. Wirf dich selbst über den Gewässern aus. Gehe über das Wasser. Teile die Flüsse der Vergessenheit und erkläre dich selbst.

Sei dem Universum ein Kurort.

Zeige Meine mächtige Hand. Hebe die deine, so wie Ich die Meine hebe und alle segne. Signalisiere Mich. Ziehe die Aufmerksamkeit der Welt auf Mich, sodass die Herzen sich zu ihrem Licht hin wenden. Weise auf Mich hin, während du auf der Erde wandelst. Belasse Mich in deinem Wirbelstrom.

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HEAVEN #605 – 16.6.2002 – A Clearing in the Forest

EINE LICHTUNG IM WALD

Es war einmal, da warst du alleine im Wald. Du dachtest, du seist alleine. Doch Vögel und Insekten und allerhand Getier sangen zu dir. Der Wind in den Bäumen wehte auf dich, und die Sonne spähte durch die großen Bäume und fand dich. Sie folgte dir wie ein Scheinwerferlicht auf der Bühne. Du dachtest allerdings, woher du kamst, dort flackere das Licht.

Als du so entlang gingst, gelangtest du zu einer Lichtung, wo du eine viel bessere Sicht der Dinge hattest. Du konntest weiter sehen. Der Horizont weitete sich vor dir aus, und irgendwie fühltest du dich kleiner, vielleicht verlorener, als als Bäume über dir aufragten.

Du bist jetzt auf der Lichtung. All diese weite Ausdehnung des Raums bringt dich aus der Fassung. Freiheit, so viel Offenheit – wohin gehst du jetzt? Du bist ausgesetzt. Irgendwie schien der dunkle Wald sicherer. Er deckte dich zu. Nun ist da nichts zwischen dir und der Sonne.

Nun bist du ganz in die Sonnenstrahlen geschleudert, und dein Rücken ist entkleidet. Du zögerst, hochzuschauen, aus Angst, dass du geblendet oder besudelt wirst, oder dass du in Flammen aufgehst. Deine Ängste sind am Ende.

Es ist einfach so, dass du ebenso licht wirst wie die Lichtung, in der du stehst. Alle die Hemmnisse für dein reines Sein und für deine Kenntnis werden in der Luft verschwinden wie Rauchwolken, und du wirst wie Wasser aus einem Brunnen in Erscheinung treten.

Was lässt dich meinen, der Boden sei sicherer? Was lässt dich meinen, dass es nur eine einzige Ebene der Existenz gibt, und dass niedrig ein höheres Plateau sei als hoch? Oder suchst du mehr nach Flachheit als nach Höhe?

Zur Zeit ist die Welt verstört, du indes brauchst das nicht zu sein. Und dafür, dafür musst du dich höher heben.

Ein Bergmann gräbt in den Minen nach Kohle. Vielleicht findet er sogar Gold. Um freilich mehr zu finden, muss er nichtsdestotrotz in dem Stollen unter der Erde bleiben, wo er sich kaum aufrecht hinstellen kann. Seine Zeit im Stollen diente einem großen Zweck, doch jetzt kommt er aus dem Tunnel heraus und streckt sich nach dem Gold des Sonnenlichts und nach dem Silber des Mondes.

Ausdehnung wird darin erwiesen, nach dem du dich streckst, nicht darin, was du bekommst.

Manchmal fühlst du dich gedehnt, verlängert, dünn gezogen. Vielleicht kommst du soeben aus dir selbst heraus. Das ist eine andere Ausdrucksweise für: dich selbst finden. Es ist nicht so, dass du dich verlierst, um dich zu finden. Du verlierst deine frühere Konzeption von dir. Diese hat dich mehr eingeschränkt, als jedwede Gitterstäbe an deinem Fenster. Sogar durch Gitter kannst du hinausschauen. Du kannst durch die Stäbe sehen. Du kannst durch die Dunkelheit sehen.

Sofern es Dunkelheit gibt, gibt es auch Licht. Es kann alles Licht sein, nicht aber kann Dunkelheit alles sein.

Alles, was nötig ist, ist, dich selbst hoch zu heben. Gestehe es zu, dass es ein Höher gibt, das du erlangen kannst. Du bist der einzige, der dich emporheben kann. Andere können dir eine Hand reichen, aber sie können dich nicht tragen.

Es ist alles zwischen dir und Mir. Alles Sonstige ist schier ein Gestöber an Aktivität. Du und Ich unterbieten und übersteigen die Aktivität. Wir schneiden einen Schwaden durch jegliche Aktivität. Wir führen Uns zuende, ein Jeder den Anderen. Wir sind alles, was ist. Das Dornicht ist nichts für Uns. Du hast bloß gemeint, es sei für Uns. Nichts hält uns auf, außer deine irrigen Gedanken. Sie sind das, was dir in den Weg kommt, nicht das Dornicht.

Auf dem Gestrüpp gibt es Beeren.

Die Sonne berührt die Blätter.

Du hast die Fähigkeit, dich in die Sonne zu begeben. Und ebendas tust du. Stelle dich aufrecht hin, und du wirst die Sonne früher erreichen. Die Sonne erreicht dich bereits. Du bist in ihr gesonnt. Nun ist es an dir, dich zur Sonne zu erheben. Schaue zur Sonne. Lasse die Sonne dein Gesicht baden und deine Brauen abreiben.

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HEAVEN #606 – 17.6.2002 – That Which You Call Forgiveness

DAS, WAS IHR VERGEBUNG NENNT

Die Freisetzung, die ihr Vergebung nennt, ist ein Freisetzen eurer selbst vom Schmerz. Sie ist euch freistellen von fortwährender Bestrafung. Was ihr einem Anderen tut, das tut ihr euch.

Ihr wisst es, sobald ihr einem Anderen Glück überreicht, spürt ihr es wie euer eigenes Glück. So ist es auch beim Schmerz. Sobald dein Herz gegenüber einem Anderen Härte zeigt, ist es dein Herz, das verhärtet. Die Bestrafung, die du einem Anderen auferlegen möchtest, legst du dir selbst auf. Du stößt immer und immer wieder ein Messer in dein eigenes Herz. Nun möchtest du es herausziehen.

Du setzt Andere frei, damit du freigesetzt wirst. Du löst deinen Griff. Du kannst nicht etwas fest in deiner Hand oder in deinem Herzen halten, ohne dich anzuspannen. Dasjenige, an dem du festhältst, hat dich gefangen genommen. Du bist in eine Schlinge hineingeraten, und du zogst einen Anderen bei dir noch hinein und hieltst ihn an deiner Seite.

Worin besteht die unverzeihliche Sünde, die jemand gegen dich begangen hat, dass du sie derart fest an dir hältst? Welches Übersehen? Welche Herabwürdigung? Welche Handlung begingen sie, als sie keine Beachtung schenkten? Von welchem, doch ja ihnen zueigenen Schmerz hast du die volle Wucht abbekommen? Du warst bloß ein Vorwand für ihren Ärger, für ihre Aufgeblasenheit oder ihre Vergesslichkeit, um zum Vorschein zu kommen. Du warst schier griffbereit da. Weswegen nimmst du es so persönlich?

In deiner Lebensreise lernst du gerade, los zu lassen. Vergeben ist Vergangenheit los lassen. Du mögest die Vergangenheit nicht an dir festgeklammert halten. Mache die Vergangenheit nicht zur Gegenwart.

Festklammern an die Verletzung ist Festklammern an die Vergangenheit. Du klammerst mit deinen Gedanken. Dein Geist hält an einem Irrtum der einen oder anderen Dimension fest. Du hast es nötig, dich genügend selbst zu lieben, sodass du dich vom Angriff eines Anderen frei lässt.

Du weißt, in deinem Herzen brauchst du keine Verengungen. Das Chirurgenmesser wird deine aufgehäufte Empörung nicht beseitigen. Es kann an ihr bloß einen Bypass legen.

Denn eine jede Beleidigung, die an dir, willentlich oder einfach so nebenbei, ergangen ist, war eine Verwechslung. Herzen sind dafür bestimmt, zu lieben, nicht zu verletzen oder verletzt zu werden. Sei der Anzettler von Liebe. Verschlimmere nicht den Irrtum eines Anderen. Mache ihn nicht zu deinem eigenen. Tilge das Vergehen. Vergehen sind auslöschbar.

Wenn du ein anderes Herz von seiner Bindung an dich frei setzt, erhellst du die Welt. Ein verhärtetes Herz ist eine Bürde. Es wird in den Sparren des Universums gespürt. Es ächzt über das Firmament. Es löscht Sterne am Himmel aus, und es verstopft die Luft der Erde.

Alle Vergehen, die du begehst, zeugen für dich selbst. Alle Vergehen, die ein Anderer begeht, zeugen für ihn selbst. Warum also solltest du die Bürde eines Anderen zu deiner eigenen machen und sie mit dir herumtragen?

Es gibt keine Verletzung ohne dein Einvernehmen. Es existiert ein stiller Vertrag zwischen dir und dem Anderen. Es geht um Liebe, die schief gelaufen ist. Du schwörst ihnen ewige Treue. Du versprichst, sie nie zu vergessen, oder nie zu vergessen, was sie getan oder gesagt oder nicht getan oder nicht gesagt haben. Du versprichst, sie nahe bei dir zu behalten. Du machst ein Zeichen um sie. Du errichtest einen Altar um sie. Du behältst sie in einem Winkel deines Herzens, und nimmst sie öfters heraus, um deinen Schwur zu erneuern. Du behältst deine Verletzung wie einen geschätzten Artefakt. Du polierst sie.

Nun ist die Zeit gekommen, dein Herz auszuräumen. Entrümple es von alten rostigen Zinnkannen. Zieh das Messer heraus. Entziehe dem grausamen Messer der Nichtvergebung die Macht.

Vergebung ist bloß los lassen, was dir nicht gilt, es an vorderste Stelle zu stellen. Dein anfänglicher Irrtum bestand darin, etwas für übel und es dir zu Herzen zu nehmen. Nimm nichts für übel, und du wirst es nie los zu lassen haben. Ihr seid nicht dafür geboren, etwas für übel zu nehmen. Aus diesem Grunde seid ihr nicht wundervoll beim Vergeben.

Entschuldigt euch in eurem Herzen bei all jenen, die ihr nach wie vor in einem Keller eures Herzens aufbewahrt, und lasst sie los. Ihr braucht eure abgestandenen Gedanken nicht mehr länger. Ihr habt sie nie gebraucht, doch nun wisst ihr es, und jetzt lasst ihr alle eure Gefangenen frei.

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HEAVEN #607 – 18.6.2002 – Dross to Gold

SCHLACKE IN GOLD

Ihr erachtet eure Verwindungen des Denkens für Verwindungen des Schicksals. In einem gewissen Sinne ist außerhalb von euch nichts. Und gleichwohl bist du der einzige, der es in sich hinein nimmt. Wie du dasjenige, was dem Anschein nach außerhalb von dir ist, herein nimmst, das schlägt voll und ganz zu Buche. Was du aus dem machst, was du herein nimmst, wird in der Welt einen himmelweiten Unterschied machen. Du kannst Gold in Schlacke und Schlacke in Gold kehren. Du bist ein Alchemist des Denkens.

Gedanken sind dein Medium. Sie sind das Terrain, auf dem du gehst. Du hast Wolken an Gedanken, und etliche Lichtstrahlen. Wende dein Denken in Richtung des Lichts. Wage es.

Im Auto legst du Gänge ein. Lege nun in deinem Denken Gänge ein. Steige empor. Erklimme die Höhen. Erreiche den Berggipfel deines Geistes. Du gehörst nicht in die Jammertäler des Denkens. Laufe hinauf, wo die Luft klar ist und wo du näher bei Mir bist. Wage es, dich zu erheben.

Vielleicht denkst du, dass das, was Ich sage, für Jeden sonst gemeint sei, dass Jeder sonst es nötig habe, sein Denken zu verwandeln, bloß nicht du. Aber, ja, auch du hast es nötig, dein Denken auf eine andere Station einzustellen, vielleicht auf eine, die du nicht so klar hörst, vielleicht auf eine, die zu dir von seltsamen unglaublichen Dingen spricht, so etwa davon, dass du mehr bist, als du dir Glauben schenkst, dass es vor dir einen ausladenderen Horizont gibt, als du dich ihn sehen lässt, dass du mehr als ein Erdling bist, dass du in Wahrheit ein Himmling bist, dass du eine unbegrenzte Befähigung zur Liebe hast, dass es inmitten der offensichtlichen Unterschiedlichkeit einzig Einssein auf der Erde gibt, dass du deinen Kopf hoch halten möchtest, dass du dich höher und die Erde und alles auf ihr höher heben sollst, dass du ein Abgesandter vom Himmel mit all den Rechten und Privilegien bist, dass deine Verpflichtung lautet, Freude zu geben und in Empfang zu nehmen, dass du kein Bläschen auf der Spitze des Ozeans bist sondern der Ozean selbst, wie er sich ein- und ausrollt, wie er springt und spritzt, wie er in Sich Selbst schwimmt, dass es weder einen Luxus der Niederlage oder des Verlustes noch ein Gewinnen gibt, da alles Sieg ist, da alles Leben, da alles ein Fest ist, das vor dich hingesetzt ist, und dass du, alles in allem, das Alles von Allem bist.

Du hast dich mit einem Mikroskop angeschaut. Infolgedessen hast du die Sicht auf dich selbst und darauf, was du auf der Erde tust, verloren.

Höre auf, durch ein Mikroskop zu lugen. Nimm ein Makroskop. Nimm die kläglichen Linsen ab, durch die du geschaut hast. Es gibt weitaus mehr, als in deiner Brille in den Rahmen gelangt.

Alle Begrenzungen, die du siehst – du hast sie errichtet oder eingekauft. Du hast sie dorthin verbracht oder bejaht, dass sie da waren. Wechselseitig hast du die Pfosten festgesetzt, die Nägel eingeschlagen, und mittlerweile arbeitetest du an der Errichtung einer Fata Morgana. Du zahltest teuer für nichts und wieder nichts. All die Grenzen, mit denen du den Anfang nahmst oder die du zukauftest, existieren nicht, mit Ausnahme in der Einbildung der Welt. Du hast dich in die Sklaverei verkauft. Du hast dich billig verkauft. Du gabst dein Erbe für eine Suppe auf.

Höre nunmehr auf, die Pfosten anzusehen. Höre auf, die Pfostenlöcher anzusehen. Fange an, den Raum zwischen den Pfosten anzusehen. Siehst du, wie du weiter sehen wirst? Sogar dann, wenn du durch einen Riss zu spähen hättest, tue es. Der Riss wird sich weiten, bis du dich durch ihn hindurchgehen sehen wirst. Du wirst dich in einem Ausbruch an Glückseligkeit befinden. Du wirst voller Erstaunen und betäubt sein ob der Herrlichkeit von wer du bist, wohin du gehst und was du an erfüllender Weite erreichst und betrittst.

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HEAVEN #608 – 19.6.2002 – Greater Fields

GRÖSSERE FELDER

Hege ein wenig Glauben daran, was Ich sage. Nur ein wenig wird dich recht weit tragen. Beachte das, was du hier annehmen kannst. Schau auf keinen Wortwechsel. Was kannst du bei einem Wortwechsel mit Mir erzielen? Meinst du wirklich, du weißt mehr als Ich?

Als im Unterricht Algebra dran war, hast du akzeptiert, dass es etwas gab, was du zu lernen hattest. Du hast akzeptiert, dass du nicht alles wusstest. Wenn es allerdings darauf hinausläuft, was Ich dir über die Erhabenheit der Schöpfung sage, bist du wie der Zweijährige, der automatisch Nein sagt. Er sieht sich als den Gebieter der Welt und ihrer Himmel. Er gibt Verkündigungen und Beschuldigungen aus. So wie er sich mit seinem Vater duelliert, so duellierst du dich mit Mir.

Aber Ich duelliere Mich nicht mit dir. Ich spiele kein Spiel. Ich beweise keinen Punkt. Ich spreche die Wahrheit. Ich kann sie nicht für dich hören. Du musst sie selbst hören. Richte deine Energie auf etwas anderes als auf eine Debatte mit Mir. Weder bin Ich ein Gegner, noch bist du Mir ein Gegner, einerlei was Sache deines Aufhebens und Aufschäumens ist. Wir sind Liebe. Was sonst ist da dran?

Mache dir nichts daraus, zu versuchen, das zu verstehen, was Ich sage. Verstehe Mich. Verstehe Meinen Platz in deinem Leben. Nimm Meine Freundschaft an. Ich erläutere Meine Grundsätze nicht für irgendeinen, außer für dich, und für nichts außer für dich. Ich rede nicht, damit Ich Mich selbst höre. Ich gebe dir mit Meinen Worten Auftrieb. Ich ziehe dich hoch. Ich sage dir, was es dir in Meinem Herzen zu sagen gilt, sodass du in deinem Leben die Gunst finden wirst.

Du brauchst keine Lektionen darin, das Gnadenlose zu finden. Darin bist du bereits gut.

Ich möchte dich dehnen. Ich möchte nicht, dass du der gleiche Trostlose bleibst. Du wirst aus deinem Nest herauskommen und zur Sonne erwachen. Du wirst eine andere Weise singen. Du hast deine Refrains auszutauschen. Nun singst du ein neues Lied, und Ich lehre es dich.

Dein Intellekt ist ermattet. Er fällt dich selbst an. Er kreuzt und windet sich und bindet sich selbst auf. Der Intellekt ist eine Spinne, die sich in ihrem eigenen Netz verfangen hat. Lasse deinen Intellekt eine Weile ausruhen, und lasse ihn sich in dein Herz zurücklehnen.

Dein Herz kennt kein Sich-Auseinandersetzen. Dein Herz ist mit der Liebe vertraut. Das ist sein natürlicher Zustand.

Weil das Leben nicht immer deinem Geheiß folgt oder sich so fügt, wie du es meinst, nimm das nicht als Vorwand, um dein Herz mit Verurteilung zu beschweren. Belasse dein Herz sich selbst. Es ist durchaus Meiner gewahr. Es ist nicht dein Herz, das Mich kritisiert. Wieso sollte es das? Dein Herz kennt Mich sehr gut.

Du bist Mein Erzeugnis. Du bist Meine Saat. Du bist nicht dafür bestimmt, Mein Anschuldiger zu sein. Es ist nicht dein Platz, den Geknechteten zu verteidigen, wenn es sich auf Mich beläuft.

Das Ego fächelt sich mittels dem Erörtern selbst zu. Du bist bemüht, Meine Aufmerksamkeit durch Auseinandersetzung zu erheischen. Du hast sie bereits. Sie heißt Liebe.

Du magst denken, du möchtest bei Mir das letzte Wort haben, doch das hast du nicht. Du weißt, ohne Mich bist du unzulänglich – so, als könntest du wahrhaftig jemals ohne Mich sein. Ja, es ist so, durchwegs streitest du dich mit deinen Unterfangungen.

Falls du Wahrheit suchst, lasse sie herein. Gib ihr die Erlaubnis. Starte von der Prämisse, dass das, was Ich sage, wahr ist. Ziehe diese Gewissheit zum wenigsten als eine Möglichkeit in Betracht. Ich biete dir den Himmel, und du redest herum. Wieso solltest du das tun? Sei verärgert. Schaue hoch.

Erhebe dich zu deiner wahren Statur. Du bist nicht Kleinheit. Du bist Größe. Debattiere solche Dinge nicht mit Mir. Haben Wir Zeit für Wortwechsel? Mir scheint es , Wir haben für die Welt eine Menge zu tun. Alle deine Erörterungen sind schlicht an einer Stelle verharrende Aktionen, und Wir gehen zu größeren Gefilden voran. Lege dein Schwert nieder, und komme und reise mit Mir. Hast du nicht genug gesehen, wie es die Welt macht? Komm, lasse Mich dir den Himmel zeigen.

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HEAVEN #609 – 20.6.2002 – Every Day

JEDEN TAG

Dies ist ein Tag zum Frohlocken. Alle Tage sind das. Du hast bloß gedacht, etliche Tage seien zum Trauern oder zur Beklommenheit oder zu sonst etwas Minderem als Freude da. Du meintest, es gebe einen Unterschied in der Schiefertafel, die du beschreibst, so, als wäre das Schreiben von größerer Substanz als die Tafel. Die Tafel ist der Tag selbst, und das Schreiben ist die Vorkommnisse, die in den Tag hinein geschrieben werden.

Jeden Abend kannst du die Geschehnisse des Tages abwischen, und kannst einen gloriosen neuen Tag ausgewiesen bekommen, der für dich am Morgen parat steht. Das ist der wahre Stand der Dinge.

Du hast gedacht, dass die Tinte trocknet, und dass du bei dem, was du geschrieben hast, feststeckst. Aber deine Tage, wenn du dies doch bloß erkenntest, sind mit unsichtbarer Tinte geschrieben. Sie allesamt.

Das muss so sein, wie könntest du anderenfalls aus dem heraus kommen, wo du warst? Du hast nicht einmal dort den Anfang zu nehmen, wo du stehen geblieben bist. Jeder Tag kann seine eigene Seite sein. Wende sie um.

Oder, jeder Tag kann der Anfang eines neuen Kapitels sein, wenn dir das lieber ist. Was sind Kapitel anderes als beliebig gewählte Gruppierungen von Seiten? Vielleicht hast du es gerne, deine Tage zu gruppieren und ihnen Überschriften zu geben – Die Traurigen Jahre – Die Tage der Niedertracht – Aufgehäufte Sünden – und du wirfst in ein oder zwei Gruppierungen ‚Der Frühling der Jugend‘ – ‚Diplom-Tag‘ – ‚Blauer Himmel‘ hinein.

Gib deinem Tag im Voraus einen Titel, nicht danach. So machst du deinen Tag.

Wie möchtest du den heutigen Tag nennen? Nenne ihn Am Verheißungsvollsten. Nenne ihn Fantastischer Tag. Nenne ihn Tag der Wunder. Sieh, was über dich kommt, sobald du deinen Tag im Voraus betitelst.

Du bist zu guten Tagen berechtigt. Du bist zu Schönheit und Fröhlichkeit berechtigt. Du bist zu allen guten Dingen berechtigt. Stelle dich selbst für Gütigkeit auf. Sei hellwach nach ihr. Und, sollte es heute geschehen, dass du kein Empfänger von frohen Nachrichten bist, dann sei ein Geber von freudigen Nachrichten, und dein Tag ist zurecht so benannt.

Kannst du deinen Tag nicht im Voraus segnen? Kannst du nicht all das tun, was du möchtest, dass Ich es tue? Kannst du nicht den Winkel deiner Welt ausleuchten, und mithin das Universum?

Lasse Heute einen wundervollen Gast in deinem Herzen sein. Nimm diesen Tag mit dir herum und zeige ihm die Anblicke deines Herzens, denn es ist das Herz, mit dem du den Tag begrüßt. Dein Leben nimmt in deinem Herzen Platz ein. Die ganze Zeit hast du gedacht, dein Leben sei etwas außerhalb von dir.

Vielleicht warst du nicht liebenswürdig beim Willkommen Heißen deines Tags. Vielleicht hast du gedacht, heute sei ein Tag wie jeder andere, und dass du dich langweilen oder aufgewühlt werden würdest.

Bei Regen oder bei Sonnenschein, es ist dein Tag. Du sagst, nicht du würdest es mehr veranlassen, dass es regnet, als du veranlasst, dass die Sonne scheint; Ich aber sage, dein Tag hängt nicht von den Elementen oder von sonstwas ab, was sich in eine Seite deines Tages, der vor dir hingestreut ist, hineinschreibt. Dein Tag ist deine Eingabe und dein Ausschnitt dessen, was erfolgt. Du betrittst deinen Tag, und du sammelst seine Früchte ein. Du bist der Erfasser deines Tages. Nimm das, was du möchtest, und lasse das liegen, was du nicht möchtest. Du kannst Steine aufheben und du kannst sie liegen lassen. Du brauchst nicht alle Vorkommnisse des Tages in dein Herz hinein zu packen, nicht mehr, als du sie in deinen Schuh packst.

Fülle dein Herz mit Mir. Stocke dein Herz mit Mir auf. Ich bin Balsam. Nichts hat Meine Macht. Was vermag dein Herz zu erschrecken, indessen es in dem Meinigen ruht? Wie kannst du kleinlich sein mit deinem Tag, solange du den Allmächtigen Gott, inwendig in deinem Herzen Wohnung nehmend, hast? Und, wieso solltest du das mögen? Wieso wolltest du das?

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HEAVEN #610 – 21.6.2002 – Stop Looking Back

HÖRE AUF, NACH HINTEN ZU SCHAUEN

Beklommenheit kommt heran, weil etwas da ist, um das du dich nicht gekümmert hast. Der Brennpunkt deiner Ängstlichkeit ist womöglich nicht das, worum du dich wirklich zu kümmern brauchst. Wessen du dich angenommen hast, das war vielleicht eine Ablenkung.

Unruhe scheint unangekündigt einzutreffen, allerdings hast du ihr den Weg geebnet. Du hast wie Apfelkerne Teile deines Lebens da und dort verstreut, ohne Rücksicht darauf, was du gerade tust oder wohin du gehst. Du hinterlässt eine Spur, sodass du dir klar bleibst, wo du gewesen bist, und die Abbezahlung ebendafür, das ist Beklommenheit. Sie ist etwas aus der Vergangenheit.

Du meinst, du liebst sie nicht – die Beklommenheit -, dennoch unterhältst du sie.

Du denkst gerne, die Beklemmung sei ein unerwarteter Besucher, der einfach hereinschneit. Aber die ganze Zeit schon hast du sie eingeladen und dich für sie bereitet. Du warst zu bescheiden, als dass du auf deine Beklommenheit Anspruch erhoben hättest.

Ängstlichkeit ist eine Unbeglichenheit, von der du gerne meinst, du verabscheust sie, wiewohl, du rufst sie zu dir her.

Worüber möchtest du nicht gerne nachdenken? Was möchtest du dir gerne vom Leib halten, und wofür würdest du dir lieber stattdessen Irrlichter alter beklemmender Gedanken zuziehen?

Du kaust dir die Fingernägel deines Lebens mit stoßartig dich grämender Beunruhigung.

Ersetze Beunruhigung durch Liebe zu dir selbst.

Lasse Zerknirschtheit los. Lasse das Aufzählen aller Dinge los, die du nicht recht gemacht hast, oder aller schlimmen Dinge, die dich in der Zukunft heimsuchen könnten. Halte nicht Beklommenheits-getriebene Gedanken an dir. Das sind alte Geschichten. Du läufst jetzt auf neuen.

Beklemmung ist ein Wiederauftreten von etwas Altem, und jetzt sagst du ihm Auf Wiedersehen. Die Ängstlichkeits-getriebenen Gedanken sind nicht machtvoller als du. Sie sind im Grunde genommen deine Gedanken. Ziehe keine ängstlichen Gedanken in dein Herz hinein.

Das Rezept für Beklemmung heißt, dich von ihr fortzuziehen. Du brauchst sie nicht hinauszustoßen. Du absentierst dich einfach von ihr. Schreite über sie hinweg.

Es ist das alte Du, das Beklemmung hat. Das neue Du hat eine größere Sicht. Du brauchst nicht mehr länger in dem Netz der Unruhe gefangen zu sein.

Komme weiter voran. Steige auf einen anderen Berg. Entsetze die Beklemmung, indem du emporsteigst. Du bist nicht ihr Gefangener.

Du brauchst nicht auf Drogen zu setzen, um sie zu verbannen. Du überreichst den Chemikalien in einer bloßen Pille oder Kapsel eine derartige Macht. Deine Gedanken überwiegen die chemischen Substanzen. Du bist nicht deine Physiologie. Du bist nicht einmal deine Psychologie, denn du bist über die Namen hinaus, die irgendeinem Aspekt von dir verliehen wurden.

Vielleicht ist deine Beklemmung nicht deine eigene. Sie mag eine Energie der Welt von da draußen sein, in dich hinein fehlplatziert.

Du kannst auf jeden Fall, woher sie auch kommen mag, erkennen – Unruhe ist eine fehlplatzierte Energie. Sie ist erstickte Energie.

Es ist an der Zeit, die Schubladen deines Geistes aufzuräumen. Räume altes Denken auf. Du hast es für den Fall aufbewahrt, dass es in der Zukunft von Nutzen sein könnte. Dein altes Denken war nie vonnöten. Es war schlicht ein Weg, um dich aus der Gegenwart außen vor zu halten.

Gegenwärtigkeit hat besser zu sein als deine Gedanken.

Du hast jetzt neue Energie, und demnach bedarf dein Denken aufzuholen.

Direkt vor dir liegt jetzt Gutes. Es wartet auf dich, dass du es abholst.

Ängstlichkeit ist Nichtaktion. Sie kommt vom Verharren. Nun ist für dich die Zeit da, dich zu erheben. Beklemmung dient bei dir keinem Zweck. Lasse sie hinter dir. Du hast sie bereits liegen gelassen. Höre nun auf, wegen ihr nach hinten zu schauen.

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HEAVEN #611 – 22.6.2002 – Potholes

SCHLAGLÖCHER

Sobald du Zweifel an Mir verspürst, so merke, du hast sie dir irgendwo aufgelesen. Du hast ihn angehängt. Du hast dich an ihm hochgezogen. Zweifel ergreift dich nicht. Du ergreifst ihn.

Wie bei der Beklemmung, so denkst du, er schlage von einer auswärtigen Kraft her auf dich zu. Doch Zweifel schlägt vom Inneren deines Geistes auf dich zu. Die eine oder andere logische Schlussfolgerung macht dich des Zweifels gewahr.

So etwa lassen dich die Grausamkeiten in der Welt an Meiner Existenz ODER an Meiner Existenz als Gott der Allmächtige zweifeln. Du meinst, es gebe vielleicht eine andere Macht, die das Universum in Wirklichkeit beherrsche, eine, die im Gegensatz zum Konzept der Gütigkeit steht. Jedoch sage Ich immer und immer wieder, alles, was existiert, ist du und Ich, und Wir sind die Macht und die Herrlichkeit. Insofern Wir die Macht und die Herrlichkeit sind, sind Wir nicht die Gräuel. Wir sind nicht der Egoismus. Wir sind nicht die Wunden in der Welt.

Gleichwohl, du stellst infrage. Sofern Gott als Liebe existiert, weswegen gibt Er dann – und wie kann Er das – dem Leiden statt, auf der Erde zügellos zu wuchern? Wo ist der Gott der Barmherzigkeit, nach dem du lechzt, um die Untaten gutzumachen?

Kein Wunder hast du dir einen Gott der Strafe ausgedacht. Kein Wunder hast du dich an Rechtschaffenheit und an Bestrafung, beide gemeinsam in einem Bündel, festgemacht. Ich bin aber kein Richter, und Ich bitte dich, das gleichfalls nicht zu sein. Darin liegt kein Vorteil.

Dein Glaube an Vergeltung ist eine Zumutung an und Auferlegung auf die Schöpfung. Du bist kein Rächer. Ich ebenso wenig. Wie Wir die Welt ins Gleichgewicht bringen – das tun Wir, indem Wir unerregte Liebe austeilen. Wenn es in der Welt Unfreundlichkeit gibt, so richten Wir sie mit einer größeren Vision her. Jene kannst du Freundlichkeit nennen. Teile Freundlichkeit in dein Menschengewühl hinein aus, kein Peitschenknallen.

Du verstreust Rosenblätter, keine Scham. Du singst Lieder, keine Klagelieder. Du bringst niemandem zum Geständnis. Du zurrst niemanden mit Worten fest. Du weist weder auf den Irrtum ihrer Wege hin, noch nennst du ihn Sünde.

Wende dein Herz und deinen Geist zur Gütigkeit, die in der Welt desgleichen wild wuchert. Und die in dir ungezügelt vorhanden ist. Ziehe dir mittels deiner Aufmerksamkeit Gütigkeit zu.

Wenn du in deinem Kleid einen Riss hast und du ziehst dauernd an ihm, machst du ihn größer.

Wenn es ein Schlagloch gibt, über das du stolperst, wenn du auf ihm auf und nieder springst, um es runterzutrampeln, dann machst du das, was dir von vorneherein nicht lieb ist, noch größer. Auf Unebenheiten ist dein Hoch- und Niederspringen unnütz.

Sofern du die Stärke des Herzens hast, um das Schlagloch zu füllen, so ist das besser. Sofern das dein Herz nicht wahrhaft zu tun vermag, dann hebe deine Gedanken. Finde einen anderen Pfad für deine Aufmerksamkeit, um auf ihm zu gehen.

Hier geht es nicht um ein Vorgeben, Schlaglöcher existierten nicht. Hier geht es um das Umlenken deiner Aufmerksamkeit auf den Rest der Straße, um das Weglenken der Aufmerksamkeit von demjenigen, was abwesend ist, hin zu demjenigen, was anwesend ist.

Sofern du den Mangel an Unschuld in der Welt betrauerst, dann ziele auf Unschuld ab. Wenn du die Grausamkeit in der Welt betrauerst, dann sei das Gegenteil. Wenn du den Mangel an rechter Lebensführung in der Welt betrauerst, dann lebe recht. Sei dasjenige, was du bestrebt bist, dass es davon mehr in der Welt gibt. Ahme nicht das nach, was du nicht willst. Du kannst Anderen nicht schiedsrichterlich vermitteln, was du gerne möchtest, dass sie es sind oder tun, aber du kannst dich selbst aufführen.

Beklage dich nicht mehr über die Unangemessenheit der Welt. Steige von deinem hohen Ross herunter. Verfechte die Gütigkeit. Entsinne dich des guten Betragens. Sei nicht undankbar dafür, was Ich dir gegeben habe. Weil sich ein Anderer über die Schöpfung lustig macht, bedeutet nicht, dass für dich das gleiche in Ordnung ist. Wenn Andere die Welt herunterziehen, dann hebe sie empor. Wo Dunkelheit ist, dort öffne die Rollos. Lasse die Sonne herein. Tue das als dein Dargebot an Mich.

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HEAVEN #612 – 23.6.2002 – The Glory of Creation

DIE PRACHT DER SCHÖPFUNG

Die Vollheit der Sonne ist Herrlichkeit. Gewisse Crescendi in der Musik sind Herrlichkeit. Gewisse Gesichter singen dir Herrlichkeit. Gewisse Gemälde. Was du spürst, während die Schöpfung zu dir spricht, ist die Herrlichkeit der Schöpfung selbst.

Das Wort „Herrlichkeit“ wurde mit Ruhm in Beziehung gesetzt, jedoch hat wahre Herrlichkeit mit Ruhm nichts zu tun. Ruhm stammt zum Großteil aus der Welt, und Herrlichkeit ist, sobald du über die Welt hinaus gehst.

In jenen Augenblicken, wann dir ein Sonnenaufgang dein Herz stiehlt, oder wann Musik deine Seele gefangen setzt, oder wann ein Kind mit solch einem Zutrauen zu dir hochschaut, dass dein Herz schmilzt, oder wann dir ein herrliches Menschenseinswesen etwas sagt, was dich erkennen lässt, es gibt einen wundervollen Gott, und dass Er dein Wohltäter ist, dass du Seine Pracht hier auf Erden bist, dass du dich auf der Schwelle zu etwas Gloriosem befindest – in jenen Augenblicken der reinen Kunst des Lebens bist du im Augenblick.

Einen Moment lang bist du aus der Zeit und dem Raum herausgetreten. Er war direkt da, unvermittelt, jener Moment. Es gab nichts, außer ihn selbst. Für einen Bruchteil einer Sekunde erkanntest du die Ewigkeit und erkanntest du den Himmel. Du sprangst zum Himmel. Du wurdest teleportiert. Du hast dich selbst teleportiert.

Zu jenem Zeitpunkt hieltest du den Himmel in deiner Hand. Das verwendete überhaupt keine Zeit. Nichts hatte zu geschehen, mit Ausnahme deines Gewahrseins. Der Himmel war immerzu in deiner Hand. Er ist immer da, du hattest ihn schier zu bemerken. Etwas im Universum entfachte deine Kenntnisnahme, und du sahst, wo du warst.

Es ist schwer, ohne diesen Funken an Wissen weiterzumachen. Und du möchtest mehr von ihm. Und wie du das möchtest!

Du kannst deinen Eintritt hier nicht erzwingen. Der Himmel erscheint deinem Gewahrsein von selbst. Er wird kommen, als ob er das aus sich selbst heraus tut, indes kannst du dafür bereit sein. Du kannst es im Sinn haben. Du kannst nach Anzeichen davon Ausschau halten. Du hast viel von dir damit verbracht, nach Katastrophen Ausschau zu halten. Nunmehr schaust du danach, was du erstrebst und was dich erstrebt.

Du wirst zu einem geduldigen Erforscher des Universums. Du hast keine Terminsetzung. Du hast keine zeitliche Beschränkung. Klar, sobald du in die Zeitlosigkeit eintrittst, hast du keine Uhr mit Minuten oder Stunden, oder keinen Kalender mit Tagen, Wochen oder Jahren, nicht einmal mit Äonen, da in der Unendlichkeit Äonen nicht existieren, genauso wenig wie Minuten existieren. In der Zeitlosigkeit segelst du auf den hohen Meeren in einem segellosen Schiff auf dem wellenlosen Raum. Nichts als Glorie existiert. Es gibt keine Nicht-Herrlichkeit.

Es ist nicht so, dass du dich auf die Herrlichkeit zu stürzen hast. Sie zu sein widerfährt dir. Du bist sie bereits. Du bist derart in ihr eingetaucht, dass du sie nicht siehst.

Es kommt dem gleich: Du musst nicht wissen, dass du rote Haare hast, um Rothaariger zu sein. Du kannst farbenblind sein, das aber ändert die Farbe nicht.

Das ist der ganze Punkt dabei. Du bist Herrlichkeit. Du bist nicht glorien-los. Du wirst dir dessen so nicht gewahr. Dein Glaube ist nicht derart. Du hast Kränkungen leichter geglaubt als der Wahrheit. Ja, wirklich, du zollst Zurücksetzungen Aufmerksamkeit. In Wahrheit ist Herrlichkeit affrontlos. Und du bist Herrlichkeit. Du bist Meine Herrlichkeit. Glaube es, du bist Meine Schöpfung. Du bist nicht deine eigene Schöpfung. Du hast indes an deine eigenen Ausfertigungen geglaubt.

Es gibt nichts, was aus dir zu machen ist, als das, was du bist. Die Wahrheit von dir kann nicht aufgebessert werden. Die Unwahrheit, die um dich herum verwoben ist, kann weggerissen werden. Du musst sie wegreißen.

Erhebe dich zu deiner vollen Statur. Anerkenne das Staunenserregende der Schöpfung, und, dass du ein Teil von ihr bist. Kein kleiner Teil, sondern ein lebenseinschneidender Teil. Du bist kein Knoten in der Schöpfung. Du bist ihr Gipfel. Alles ist inwendig in dir inbegriffen.

Beginne deinen Aufstieg. Fahre im Aufzug deiner Wissendhaftigkeit hoch. Du fährst bis zur Spitze. Du gehst auf den niederen Stockwerken nicht mehr raus. Du bist nicht mehr verschollen. Du weißt genau, wohin du gehst, und du weißt genau, woher du bist, und du weißt genau, dass es keine Höhe gibt, zu der du dich nicht zu erheben vermagst. Du bist ein höchstes Wesen. Du bist wert, Mein Kind zu sein, und dem kannst du nicht entkommen. Keiner von euch. Bejahe nunmehr deinen Wert. Ehre Mich mit der Akzeptanz deines Wertes.

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HEAVEN #613 – 24.6.2002 – What You Really Want

WAS DU WIRKLICH WILLST

Es gibt keinen einzigen unter euch, der Mich nicht sucht. Ihr mögt es Glücklichsein nennen – oder Reichtum oder Erfüllung oder Träume oder Rettung oder die Schale Gold am Ende des Regenbogens, oder euch selbst, dasjenige, was ihr sucht – aber es bin Ich, auf den ihr aus seid. Wenn ihr Glück sucht, sucht ihr Mich, denn Ich bin das letzte Glück. Es gibt kein anderes Glück wie Mich.

Und dennoch kannst du durchaus auf gleiche Weise Angst haben, Meinen Namen zu sagen.

Es kann sein, dass du derart widerständig bist, Mir von Angesicht zu Angesicht entgegenzutreten, dass du deine Faust gegen Mich ballst. Du machst Mir eher Vorwürfe, als dass du Mir etwas gutschreibst. Du zeigst auf alle Missstände in der Welt und sagst: „Sieh her, Nichtexistenter Gott, was du getan hast.“

Und gleichwohl, wie du doch Mich ganz echt haben möchtest, und wie du doch Meine Gütigkeit haben möchtest, so wie sie sich in deinem Leben und in der Welt manifestiert. Du willst, dass Ich dir dein Ritter in glänzender Rüstung bin. Du möchtest, dass Ich dich auf einen Schimmel hochziehe und mit dir zu einem weit entfernten Land reite, wo die Schwierigkeiten der Welt nicht andauern oder nicht existieren, und wo man sich an sie nicht erinnert, und wo du in deinem dir Eigenen anlangst und ein glühendes Licht sein wirst, ein Licht wie die Sonne, um das Leben auf der Erde für alle, die dort verblieben sind, anzustrahlen.

Du möchtest, dass du zählst. Und du möchtest, dass Ich etwas zähle, und du möchtest, dass Ich das bin, was du möchtest. Manchmal denkst du, Ich sei deine Schöpfung, dass du Mich in deinem Bilde erschaffen hast, und somit hast du Mich, so wie du es mit dir selbst getan hast, in Minderes, als Ich bin, portioniert. Du erachtest Mich zu einem großen Unrecht in der Lage – du siehst es jeden Tag um dich herum -, oder zu einer großen Schwäche in der Lage – oder für unfähig, zur Kenntnis zu nehmen, was sich in der Welt abspielt, ganz zu schweigen davon, was Ich verrichte. Ja, obschon du Meine Größe anzweifelst, siehst du in Mir ein großes Verschulden.

Du denkst, Ich sei großer Schwächen fähig. Du vergisst, wozu Ich wahrhaft in der Lage bin. Du kannst etwa sogar die Liebe bespötteln, von der Ich rede, so, als wäre sie ein bloßes Märchen oder eine milde Gabe oder für einen Gott ein armseliger Vorwand.

Probiere nicht, Mich auf deine Größe herunter zu bringen. Es obliegt dir, dich zu der Meinen zu erheben.

Diese Freiheit gab Ich dir, wendest du ein. Oh, vielleicht möchtest du sie für dich und etliche Andere, doch Jenen, die nicht so vorgehen, wie du es haben möchtest, Jenen, denkst du, sollte Ich die Freiheit nicht geben, die Ich hinterlasse. Du denkst, Ich sollte ihnen nie die Freiheit zugestehen, unterdessen sie sie als Gelegenheit für Verrücktheit oder Gräuel hernehmen. Lediglich Freiheit für gute Dinge sollte erlaubt sein.

Doch, was Ich dem einen anbiete, biete Ich allen an.

Du wirst vielleicht sagen, du möchtest eine vollkommene Welt, was du indes mitunter wirklich zu wollen scheinst, ist eine Welt, die du kritisieren kannst, und einen Gott dazuhin.

Könnte es sein, dass du aus Gott einen Sündenbock machst? Ist Mir für alles Vorwürfe zu machen? Hast du keine Verantwortung dafür, was in deinem Land passiert, in dem du lebst?

Worauf liegen deine Gedanken? Worauf sind sie angesiedelt? Was putzt sie blank und putzt sie ein weiteres Mal blank? Welche Eigenschaftswörter schildern deine Gereiztheit ab?

Macht es dich wundervoll, auf Unrecht hinzuweisen? Besitzt du eine irgend geartete großartige Fertigkeit, Fehler ausfindig zu machen? Adelt sie dich? Hebt sie dich über die Massen hinaus? Macht sie dich liebenswürdiger?

Ich denke, Fehler finden ist nicht das Beste, was du vermagst. Ich weiß, du bist zu weitaus mehr in der Lage. Ich weiß, dass Ich, so wie du in deiner Wertschätzung steigst, in deiner Wertschätzung steige. Schätze jedoch weder Mich noch dich ein. Ziere stattdessen die Welt mit Unserer Gegenwart. Sei emsig, Gutes zu finden. Sei flink, Mich in den Arm zu nehmen, denn Ich bin es, was du ohnehin willst.

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HEAVEN #614 – 25.6.2002 – Heaven

HIMMEL

Du hast von Nahtoderlebnissen gehört, und wie schön sie sind, doch brauchst du nicht auf den Tod des Körpers zu warten, um etwas mehr davon flüchtig zu sehen zu bekommen, wonach du so verzweifelt lechzt. Genauso wenig hast es einfach zu glauben, denn Glauben ist ein schwacher Ersatz für Tatsächlichkeit.

Ich biete dir jetzt den Himmel an, nicht so eine Art Attrappe, nicht eine Art Fantasiewelt, nicht eine Art Kutsche, die dich unentwegt fortbringt, sondern die reale Sache. Inwendig in dir ‚all is included‘. Der Himmel ist bereits ein Teil von dir, du hast ihn bloß verächtlich abgetan. Du hast die Anerkenntnis von ihm fortgescheucht, aus Angst, dass du als Tor dastehst, oder dass du zu einem Verrückten würdest. Doch ist es Torheit, die Existenz des Himmels, und, noch mehr als das, seine Existenz inwendig in dir, nicht anzuerkennen.

Der Himmel ist wo Ich bin. Sobald dein Herz bei Mir gerührt ist, hast du einen Hinweis auf den Himmel. Jedoch hast du zumeist keinen Deut, ganz zu schweigen von Hoffnung, dass der Himmel dir innewohnend ist. Indes ist der Himmel jetzt verfügbar.

Du weißt, der Himmel ist kein physischer Ort. Was demnach ist er dann? Er ist etwas, was auf dich zukommt. In diesem Sinne nimmt er Platz ein. Nichts nimmt außerhalb von dir Platz ein. Du bist der Interpret dessen, was rund um dich vor sich geht. Du nimmst das Leben hinein, so, wie du eine Hilfe zum Kuchendekorieren in Anspruch nimmst, die den Tortenguss überzieht und ihn in unterschiedlichen Formen verteilt. Stecke den Himmelsformer hinein, und du hast den Himmel, du hast ihn, für dich herausgeschnitten.

Keine zwei Menschen erleben das gleiche Vorkommnis genau gleich. Deine Reflektion wiedererschafft die Ereignisse. Du hältst sozusagen das Ereignis in deiner Hand, und du siehst ein Stück Kohle, oder du siehst einen Diamanten oder jegliche weitere Möglichkeiten dazwischen.

Das Leben ist das, was du sagst, dass es es sei. Das Leben ist das, was dein Geist sagt, dass es es sei. Sein Wert ist, was du sagst, dass er es sei. Deine Erfahrung ist deine Interpretation deiner Erfahrung.

Drehe dein Auge des Denkens immer geringfügig herum. Das ist ein fast nicht wahrnehmbares Herumdrehen im Winkel, aus dem heraus du siehst.

Wenn du zur Zeit in deinem Leben nicht alle Vorkommnisse magst, dann lege andersartige Linsen ein und sieh von einem anderen Winkel her. Entsinne dich, das ist kein Austricksen deiner selbst. Sofern du Minderes als den Himmel gesehen hast, war das ein Trick. Das war DER Trick deines Geistes.

Was hast du für dich festgesetzt, zu sehen?

Warst du der Angeschmierte deiner Gedanken?

Du drehst die Welt. Du drehst sie bloß an einem einzigen Finger des Denkens herum. Nimm nun den Himmel in deine andere Hand, und halte ihn in deinem Handinneren.

Tritt jetzt in den Himmel ein.

Du hattest die ganze Zeit über Winke auf den Himmel. Du hast ihn gesehen. Du hast ihn erlebt. Aber du hast dich nicht auf ihm angesiedelt. Siedle dich eine Weile auf ihm an.

Wie wenn du Hunger hast, dein Geist erschafft einen Apfel. Bevor du aufstehst und wegen ihm zum Kühlschrank gehst, kannst du ihn einfach kosten und seinen Saft spüren, wie er dein Kinn hinunterläuft. Mmmmmmm!

Genauso, manifestiere zuerst den Himmel in deinem Geist. Fange an, ihn zu kosten. Male ihn dir aus. Male dir das Leben auf der Erde mit einer derartig unausdrückbaren Freude aus, dass du dich kaum zurückhalten kannst. Schau dir an, welche andersartigen Gedanken du haben wirst, und was deine Gedanken weihen werden.

Du hattest keine Vorfreuden auf den Himmel, oder doch? Warum nicht?

Nun ist es an der Zeit, dass du den Himmel auskostest. Der Himmel ist innewohnend. Bekomme des Himmels halber deine Säfte zum Fließen.

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HEAVEN #615 – 26.6.2002 – True Life

WAHRES LEBEN

Du hast einen bestimmten Schwung von Erlebnissen in Besitz, die du gerne akzeptieren möchtest, und andere, die du nicht billigst. Du liebst Überraschungen, nicht aber das Unerwartete.

Das Menschenleben ist voll von Unerwartetem. Vor Jahren wusstest du nicht, wo du dich jetzt befinden würdest, oder?

Vielleicht siehst du das Unerwartete als Enttäuschung. Oder vielleicht hat es deine Träume überflügelt.

Jedoch einerlei, du hast die schöne Gegenwart direkt vor dir, und sie ist eine Live-Sendung. Niemand weiß, was in dieser Minute kommen wird. Auf diese Weise sind Abenteuer gestrickt.

Du hast vielleicht vergessen, dass dein Leben ein Abenteuer ist. Du magst gedacht haben, es sei Mühsal und Arbeit, oder bloß ein Aufguss des Tages davor. Du bist jedoch ein Seele-suchendes, Herz-durchnässendes Abenteuer, und jeder Tag ist eine Eskapade. Und jeder Tag weitet dein Wachstum aus.

Du wächst enorm. Du wächst in Meine Richtung. Du wächst auf Mich zu. Du erlangst mehr Gewahrsein von Mir. Du denkst öfter an Mich. Dein Gedächtnis kehrt zurück. Und, oh, wie gerne Ich es doch habe, wenn man sich Meiner erinnert.

Mich erinnern ist dich bemerken. Mich anschauen ist wie in einen Spiegel schauen, der dein innerliches Seien wiedergibt. Ich bin ein Spiegel, der dir dabei hilft, über die Begrenzungen deiner Form und über die Einzelheiten deiner selbst-auferlegten Welt hinaus zu sehen.

Wenn du an Mich denkst, öffnet sich etwas inwendig in dir. Etwas, was bereits da ist, wird gerührt. Das ist Erwachen. Dein Wiedergedenken Meiner weckt dich auf.

Ich sage dir immer und immer wieder, nicht an Dingen festzuhalten, jetzt aber sage Ich dir, dich an Mir festzuhalten. Halte an deinen neuen Gedanken von Mir fest, denn bei ihnen wirst du daran erinnert, wie Ich inwendig in dir herumwirble. Du wirst zu deinen Möglichkeiten erweckt. Du hörst Unsere Weise. Gleich, wie schwach weit weg, du beginnst, die Musik zu hören, die Wir machen. Sie beginnt, in dir widerzuhallen, und du bist nicht der gleiche – das meint, du bist nicht, was du früher dachtest.

Du wagtest zuvor nicht zu denken, jetzt wagst du es, und eine ganze neue Welt eröffnet sich vor dir. Du beginnst deine Herrlichkeit ausfindig zu machen, und du beginnst, sie zu suchen und darauf, ihr Ausdruck zu geben, aus zu sein.

Du wolltest immer bedeutsam sein, und jetzt kommst du dahinter, dass du immer warst, was du sein wolltest. Du wolltest immer mehr sein, als die Welt anerkannte, und du warst das immer. Die Welt wird dich wohl noch nicht bemerken, aber du fängst an, von dir selber Notiz zu nehmen. Du beginnst, zu ergreifen, woraus du und Ich gemacht sind. Du beginnst zu erforschen, was über die Begrenzungen der Welt hinaus geht.

Das ist wahres Forschen.

Dies ist kein neuer Pfad, auf dem du reist. Es ist ein alter Pfad, den du vergessen hast. Und jetzt bist du über ihn gestolpert, und nun findest du deinen Weg, und zart erinnerst du dich, wo du die ganze Zeit über gewesen bist.

Du möchtest nicht mehr länger das Erwartete, weil du, sogar noch einen Augenblick zuvor, zu wenig erwartetest. Nun kannst du dich in Vorfreude auf die Größe begeben. Nun kannst du Größe erwarten. Du wirst zu ihr hingehen. Du wirst zu ihr heranwachsen. Größe liegt schlicht um die Ecke. Du hast nur das zu entdecken, was bereits voll und ganz ist.

Bald wirst du deine Fähigkeiten anerkennen. Bald wirst du anerkennen, dass du, dort wo du sitzt, das gesamte Universum bist. Wenn Ich sage, alles ist inwendig in dir enthalten, übertreibe Ich nicht. Die gesamten Inhalte des Universums werden inwendig in dir befördert. Du gehst mit ihm schwanger, und du wälzt dich in ihm herum, in diesem Universum, das aus deiner Fertigung stammt. Der Himmel ist nicht weit weg. Der Himmel ist eben hier. Du bist der Entdecker von ihm.

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HEAVEN #616 – 27.6.2002 – Free Other Hearts

SETZE ANDERE HERZEN FREI

Bist du dir gewahr, wie eng du an dem festhältst, was dir nicht anliegt, dich an ihm festzuhalten? Du versuchst, Menschen an dir festzuhalten. Du versuchst, sie an der Stelle zu halten. Menschen aber sind Reisende in ihrem eigenen Leben. Sie ruhen, wenn sie ruhen, und sie gehen weiter, wenn sie weiter gehen. Du mögest dich nicht bemühen, sie unter Aufbietung deines Willens zu halten. Sie sind ihr eigenes Seien. Sie spielen einen Part in deinem Leben, wie sie es wollen, im einen Augenblick auf der Bühne, im nächsten von dort oben weg.

Die Menschen in deinem Leben sind wie Tanzpartner. Sie tanzen, wie sie es wollen. Du versuchst nicht, sie festzuhalten oder sie dazu zu bringen, dass sie nur die Tänze tanzen, die du tanzt. Sie biegen ohnehin in dein Leben ein und heraus. Genauso gut könntest du sie frei setzen.

Menschen sind wie Brisen, die herankommen und fortziehen.

Du hast diese große Neigung – ja gar eine Dringlichkeit -, Menschen an dir zu halten. Du hast vielleicht nicht ständig den Wunsch, sie zu umarmen, aber du möchtest, dass sie immer für dich da sind. Du nimmst andere Menschen als eine Maßablesung deines Wertes. Du denkst immer noch, andere Menschen hätten etwas mit dir zu tun.

Die meisten anderen Menschen sind eigentlich Irrlichter in deinem Leben. Sie sind Agenten für Wandel. Sie sind vorüberziehende Anblicke auf deinen Reisen durchs Leben.

Du bist kein Jäger, der Andere einfängt, so, als wären sie eine Beute. Du bist derjenige, der alle frei setzt. Du unterhältst keine Schlösser oder Käfige. Dein Schlüssel zur Freundschaft heißt, jeden seinen Weg gehen zu lassen. Sie mögen herein- und aus deinem Leben heraustanzen, oder sie mögen hinaus bummeln. Es liegt dir nicht an, zu sagen, was zu geschehen hat oder was geschehen soll.

Fordere von Anderen nichts. Sicherlich forderst du nicht von ihnen, zu bleiben. Sie sind nicht dein Eigentum. Sie sind nicht Subjekte in deiner Domäne.

Wenn es für dich schwer ist, Andere aus deinem Leben los zu lassen, dann steht es an, sie zu Mir los zu lassen. Visualisiere, wie du ihre Hand in die Meine legst. Und dann gehst du deiner Wege. Du ziehst davon, um deinem eigenen Glück hinterher zu gehen und um zu sehen, wer oder was dein Leben als nächstes betritt.

Du bist nicht von der Begleitung Anderer abhängig, nicht so sehr, wie du geneigt bist zu denken.

Dann und wann wickelst du dich in den Gebrechlichkeiten und Schwächen Anderer ein. Du möchtest dich gerne im Leben Anderer eingebettet wissen, aber du kannst nur erhaben ausgearbeitet und eingeprägt sein. Du bist nicht wesentlicher für deren Leben, als sie es für das deine sind.

Gleichwohl, wie du doch jeden und alles vor Ort behalten möchtest. Du möchtest die Menschen da haben, wo du sie hingestellt hast, und du möchtest, dass sie dort bleiben, sobald du sie wieder willst. Du möchtest, dass sie das sind, was du möchtest, sobald du es möchtest.

Aber sie wollen nicht nach deiner Pfeife tanzen, nicht mehr, als du nach der ihren tanzen möchtest. Sie möchten nicht einmal wissen, was dein Geheiß ist. Du weißt es eigentlich selbst nicht.

Jedoch kennst du Mein Geheiß. Ich heiße dich, alle in deinem Leben frei zu setzen. Nun ist eine gute Zeit dafür da, um all jene frei zu setzen, die du zu halten bemüht bist, die dann und wann irgendwo anders hingehen wollen oder insgesamt wegwandern möchten. Du kommandierst kein Leben eines Anderen. Entbinde sie von dieser auferlegten Bindung an dich. Setze einen jeden frei.

Schaut, ihr seid alle Wanderer. Ihr geht hierhin und dorthin, und ihr wisst nicht einmal weswegen oder wann. Wo immer ihr vor einem Augenblick wart, ihr wisst schlicht, das hier ist es, wo ihr jetzt seid. Wie ihr hierher kamt, ist ein unerhebliches Geheimnis, und es ist keins, das ihr in dieser Dimension zu lösen vermögt.

In einer anderen Dimension gibt es nichts zu lösen.

Alle begegnen einander, und alle werden zu Partnern, und alle ziehen davon, und alle treffen sich wieder. Im Grunde gab es nie ein Verabschieden, und es gab nie ein Treffen, denn alle sind Eins mit Mir. Du bist Eins mit Mir.

Was macht dich glücklich? Das ist eine andere Frageform für: Was schätzt du? Das, was du wertschätzt, macht dich glücklich. Und jene, die du wertschätzt, zieren deine Seele, und es obliegt dir, sie ihren Wert für dich wissen zu lassen. Sie bedürfen es zu wissen. Ihnen das ein Mal sagen reicht nicht aus. Du musst es immer und immer wieder in vielfältiger Weise sagen.

Meine Kinder hungern nach Wertschätzung, und du bist derjenige, der sie ihnen geben wird. Diejenigen, die du aufrichtig wertschätzt, haben es nötig, das zu wissen. Sie wollen nicht mutmaßen. Indes, wenn sie nicht von dir hören, dass sie Wertschätzung darstellen, werden sie annehmen, sie seien es nicht.

Meine Kinder benötigen Lektionen im Enthüllen ihrer Wertschätzung. Klagen sind für euch leichter zum Ausdruck zu bringen als Wertschätzung.

Wertschätzung ist nicht ganz das gleiche wie Dankbarkeit, denn, entsinne dich, Dankbarkeit geht an Mich, Wertschätzung aber – sie säe überallhin.

Im Land herrscht Dürre an Wertschätzung.

Eine deiner Rollen im Leben ist, die Welt wissen zu lassen, was du wertschätzt. Beginne mit wem auch immer, der dir der nächste ist.

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HEAVEN #617 – 28.6.2002 – Happiness Is a Decision

GLÜCKLICHSEIN IST EINE ENTSCHEIDUNG

Sieh die Menschen, die zu dir kommen, wie Blumen, die zu ihrer vorbestimmten Zeit aufblühen. Werimmer vor dir in Erscheinung tritt, ist eine besondere Blume, an dich gesandt zu einem bestimmten Moment des Raumes oder der Zeit – oder, vielleicht, bist du die Blume, die einem Anderen gesandt wird. Wer immer in dein Leben hineinschneit, er sollte so hineinschneien. Und wo immer du bist, da sollst du sein.

Ziehe deine Füße nicht hinter dir her oder kicke nicht. Widersetze dich nicht. Es muss nicht die Blume sein, die du gerne gepflückt hättest.

Alles, was zu dir kommt, ist ein Segen. Gleich wie ummantelt oder verborgen, es ist eine Segnung. Dein Widerstand hält den Segen weg.

Du meinst, für Mich sei das einfach zu sagen, denn Ich sei nicht zu verletzen, im Gegensatz zu dir. Schmerz ist kein Indikator für Wahrheit. Es ist kein Adel, dass es schmerzt. Im Schmerzenhaben liegt kein Verdienst. Das Ausmaß deines Leidens ist schier das Ausmaß deiner Unkenntnis.

Du wunderst dich – wie kann jemand in einem Kerker angekettet sein und nicht leiden?

Ich entgegne – wie kann jemand in einem Palast leben und nicht glücklich sein?

Und du bist der Palast.

Gegebenheiten sind nicht der Parameter von dir. Doch bestehst du darauf, dass sie es sind. Du sagst immer und immer wieder – wie kann jemand unter diesem oder jenem Umstand glücklich sein?

Sogar bei den sogenannten schweren Zeiten, wenn du so zurückblickst, siehst du ihre angenehmen Seiten. Und du vermisst diese Süße. Worauf allerdings lag deine Aufmerksamkeit, als du in jene Zeit verwickelt warst?

Wann hast du angefangen, das Leben derart ernst zu nehmen? Wann wurden Ausgänge und Umstände zum Punkt von allem und jedem? Wann hast du beschieden, dich von der Freude wegzubegeben?

Glücklichsein ist eine Entscheidung, die du fällst. Sie kommt nicht insgesamt wohlverpackt zu dir. Welche Entscheidung hast du getroffen? Was waren deine Gedanken?

Vielleicht bist du schlecht behandelt worden und du kannst das nicht los lassen. Falls das der Fall ist, hast du Schlechtbehandlung zu deinem Meister werden lassen. Vielleicht hast du vergessen, dass du der Herausgeber deiner Gedanken bist. Ändere deine Gedanken. Löse dieses Bild von dir selbst als einem still-leidenden, unterbewerteten Partner im Leben auf. Ändere die Zeichnungen deiner selbst. Hole dir neue Kreiden. Hole dir neues Papier.

Folge dem Bild, das Ich dir gab. Sogar dann, wenn du es nicht ganz glaubst, glaube es, folge ihm trotzdem. Auf diese Weise wirst du so groß wie die Welt. Sei eingedenk, wohinimmer du gehst, Ich gehe dir nach. Oder Ich führe an. Du befindest dich in hoher Gesellschaft. Du bist auf Erden eine Persönlichkeit. Du bist kein Eindringling. Du gehörst hierher. Du gehörst mit vollem Recht hierher.

Dieses Leben ist kein Urteil, das du absitzt. Auf der Erde sind deine Ferien, allerdings genießt du deine Ferien nicht dauernd. Genieße diese. Genieße die Route, auf der du dich soeben befindest. Auf diese Weise wirst du die nächste Route deutlicher genießen.

Sicher, es gibt Kehren und Wenden in der Straße. Was aber haben sie mit dir zu tun? Die Art und Weise, wie du sie durchläufst, haben mit dir zu tun. Du bist kein Aufständischer. Du bist kein Schlepper. Du kehrst nicht um. Du gehst voran. Du bist ein Vertreter Gottes. Daran musst du dich erinnern.

Du bist von kleinen Kindern umringt. All die Erwachsenen um dich herum sind kleine Kinder. Und sie schauen auf dich. Sie kopieren dich. Ihr seid alle Nachahmende.

Heute jedoch wirst du du selbst. Heute bist du weise und groß. Heute legst du alle Verkleidungen ab. Sobald du das tust, ist die Welt ungetarnt.

Ihr seid alle schlichte Leute.

Ihr seid keine Ausflucht.

Ihr seid keine Gaukler.Weder verhängt ihr etwas, noch seid ihr überstülpt.

Ihr seid Geber der Liebe, während ihr das Leben auf Erden lebt – und danach. Euer Geben ist über alle Maßen. Das ist das Leben, das ihr führt. Das Leben leben, so, als wäre es nur für euch, ist ein Mythos. Der Gehalt eures Lebens ist Liebe, die ihr in eurer Wirbelschleppe hinterlasst. Liebe ist zuvorderst. Alles weitere ist sekundär.

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HEAVEN #618 – 29.6.2002 – The Tender Being You Are

DAS ZÄRTLICHE WESEN, DAS IHR SEID

Ihr meint, Blutfehden seien etwas Lächerliches. Und dennoch befindet ihr euch an jedem Tag in winzigen Blutfehden. Ihr zählt eine ergangene Beleidigung und macht in eurem Herzen einen Knoten aus ihr. Es mag sein, ihr plant keine Rache, aber eure Gedanken vergelten ein wenig. Ihr zerhackt die Angreifer in euren Gedanken, gar wenn ihr euch denkt: „Wie wagt er es, mich zu beleidigen!“

Ich aber sage euch, wie wagt ihr es, euch den Angriff zuzuziehen?

Alle jene Anderen sind genauso unschuldig wie du. Sie versuchen ihren Weg in der peinigenden Welt zu nehmen, so wie du, und du befindest dich schlicht nicht in der ersten Reihe ihrer Gedanken. Sie haben ihre eigenen Gedanken, die sie denken. Ist daran etwas Falsches?

Niemand hat so zu sein, wie du es möchtest. Nicht einmal Ich.

Du hast eine Neigung zu versuchen, Andere in Form zu peitschen. Du bist sehr damit befasst, was Andere tun und sagen, oder was sie tun oder sagen sollten. Du neigst dazu, das Leben Anderer gerne schiedsrichterlich zu behandeln. Dir ist es ein Leichtes zu wissen, welche Wahlen Andere am Besten treffen sollten. Du würdest an ihrer Stelle entscheiden, wenn sie doch nur die Einsicht hätten, dich das tun zu lassen.

Wenn es auf dein eigenes Leben hinausläuft, möchtest du, dass jeder dich lässt, es so zu leben wie es geht.

Die Energie, die du auf das Prüfen des Lebens Anderer verwendest, könnte besser auf nahe Angehörige aufgewandt werden, eben so, wie sie sind, nicht so, wie du sie haben möchtest.

Ich spreche die Empfehlung aus, nicht die Versagen Anderer anzusehen, dies nicht mehr als Ich euch empfehle, eure eigenen anzusehen.

Schaut stets nach dem Guten, in euch und in Anderen.

Sobald ihr mit euch selbst weniger kritisch seid, werdet ihr mit Anderen weniger kritisch sein.

Kritik kommt euch rasch über die Zunge. Euer Geist ist scharf, wenn es um Kritik geht. Schärft euren Geist, um euch eher nach Liebe als nach Fehlern umzuschauen. Es gibt mehr Liebe als Fehler. Ihr ebenfalls seid mehr Liebe als Fehler.

Keiner von euch ist irgendetwas schuldig, mit Ausnahme infolge des Lernens. Ihr seid nicht schuldig sondern beehrt. Mit welchem Lernen möchtest du dich heute beehren?

Mach zu mit neuem Lernen. Überspringe eine Klasse.

Falls für dich eine Lektion zu schwer ist, wer hat sie schwer gemacht? Und warum tatst du das? Wieso hast du zurückgeschlagen? Lasse den Lernlöwen aus dem Käfig.

Das Leben ist nicht aus Unterrichtsstunden errichtet, aber es gibt Dinge, die zu lernen sind, und du bist der Lernende von ihnen. Niemand kann an deiner Stelle lernen.

Und du bist ein Lehrer, und niemand kann lehren, wie eben du es kannst. Du bist speziell dafür angestellt. Jeder, der sich dir nähert, nähert sich dir, um etwas von dir zu lernen. Es mag sein, sie wissen nicht, worum es geht. Aber sie wissen, du hast etwas für sie. Vielleicht wissen sie nicht, dass sie etwas für dich haben.

Freilich, du hast ein nahtloses Unterweisen zu verrichten, und nicht durchblicken zu lassen, dass du etwas unterrichtest. Lehre ohne Worte. Unterweise, dich hinzusetzen, Knie an Knie. Lehre das Seien. Gib Anderen Winke über Mich. Hilf ihnen, an Mich zu glauben. Unterweise stille.

Am allermeisten, lehre dich selbst.

Dehne die Liebe in deinem Herzen aus, um dich selbst mit einzuschließen. Führe dich selbst bei dir selbst ein. Kriege dasjenige in dir zu sehen, was Ich in dir sehe. Dasjenige liegt dir an, es Anderen zu enthüllen. Du hast probiert, deine Verletzbarkeit zu verbergen und zu verhüllen. Sie ist eine deiner starken Punkte. Du bist ein lebensfähiges Menschenseinswesen. Du dachtest, du hättest unerschütterlich zu sein, währenddessen dir die ganze Zeit hinweg angelegen ist, das zärtliche Wesen zu sein, das du bist.

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HEAVEN #619 – 30.6.2002 – One

EINS

Seid wachsam, sobald ihr euch selbst in Gruppen einteilt. Die eine Gruppe bezeichnet sich selbst als höher als die andere. Sie setzt sich ab, so als könnte das Einssein auseinanderfallen. Über oder unter oder drüber hinweg sind das gleiche. Diese Wörter setzen etwas auf die Seite oder nach vorne oder nach hinten, und ein Mythos wird zu etwas Verehrtem.

Seid wachsam, wenn ihr euch gegenüber einem Anderen überlegen fühlt. Seid ebenfalls wachsam, wenn ihr euch gegenüber einem Anderen unterlegen fühlt. Etwas Irriges geht vor sich.

Alle Meine Kinder sind aus dem gleichen Gold gemacht. Die Verschiedenheiten unter ihnen sind nebensächlich. Verschiedenheiten sind dafür da, um sich an ihnen zu erfreuen, nicht, dass sie verfochten werden. Möchtest du wirklich, dass jeder so wie du bist?

All die Querlagen in der Welt rühren von der Trennung der einen oder anderen Art her. Anerkenne Einssein, und da ist nirgendwo, woher die Probleme kommen.

Die Wahrheit lautet, alle befinden sich im gleichen Boot. Was immer die Ausstaffierungen, die Farben, der Stil, das Design sind, ein jeder trifft einander in den gleichen Gewässern. In einem gewissen Sinne sind alle abgetrieben. In einem anderen Sinne gibt es kein Abtreiben, denn alle bewegen sich in die gleiche Richtung. Es ist das gleiche Meer, auf dem sie segeln, und es sind die gleichen Winde, die wehen.

Du hast das Empfinden nicht nötig, dass du mehr oder weniger als ein Anderer privilegiert bist. Du hast das Empfinden nicht nötig, begünstigter zu sein, um ein Verhältnis mit Mir zu erkennen. Ebenso hast du das Empfinden nicht nötig, weniger begünstigt zu sein, um es nicht zu erkennen.

Rivalität ist Fiktion. Aber sie hat eine gute Presse, und man sah sie in dem Bereich als die Wahrheit an.

Du wirst nie einen Anderen übervorteilen, sobald du die Realität kennst. Du wirst nie versuchen, dich zu überlisten. Aus diesem Grunde wirst du nie versuchen, einen Anderen zu überlisten. Du wirst keinen Bedarf haben, klüger oder schöner oder reicher zu sein. Du wirst nicht versuchen, jemanden oder etwas auszustechen, denn du wirst wissen, dass niemand außerhalb von dir ist.

Du wirst Beiträge hinzufügen, nicht wegnehmen.

Du wirst keinen Bedarf haben, dich überlegen zu fühlen. Du wirst keinen Bedarf haben, weder zu kontrollieren noch kontrolliert zu werden. Du wirst der Wahrheit die Gunst erweisen.

Zurzeit hast du für die Trennung zahlreiche Vorwände. Du glaubst gerne, dass die Dinge, die sich voneinander absetzen, von Bedeutung sind. Geographie. Farben. Geld. Intelligenz. Höhe. Gewicht. Auto. Erfolg.

Dein Leben hängt in hohem Maße davon ab, worauf du dich verlässt. Sofern dein Leben von äußeren Ereignissen und den Gedanken der Welt abhängt, beherrscht dich das Äußere. Einerlei, wie sehr du denken magst, du beherrschest jenes Äußere, hast du dich der Herrschaft dessen, was immer um dich herum vorgeht, unterworfen.

Inwendig in dir hast du jedoch ein Herz, das unabhängig ist von äußerer Motivation. Es hat sein eigenes Andringen. Einen Anderen zu unterlaufen gehört diesem nicht zu. Einen Anderen auszunutzen gehört diesem nicht zu. Dein Herz hat dafür keine Nachfrage.

Dein Herz bewegt, sich zu vereinen – nicht, der eine der Massen zu sein, nicht einmal der eine am Steuer der Massen zu sein -, sondern, dich mit dem Seienshaften zu vereinen. Das Drängen des Herzens, sich zu vereinen, ist nicht für Etwas, oder soll nicht als Etwas erachtet werden. Das Herz möchte seine Wahrheit ermitteln. Einssein ist die Wahrheit. Nicht Trennung. Dein Herz schlägt in einem Anderen, und dasjenige eines Anderen schlägt in dem deinen. Da ist ein einziger Herzschlag, und er ist der Meine, und er ist der deine. Du bist Einssein, Einssein in personifizierter Weise. Du möchtest, dass du dich selbst in Anspruch nimmst. Du, der du so sehr nach Anerkennung lechzt, hast Bedarf, der Anerkenner zu sein.

Die Brüderlichkeit unter den Menschen ist keine Sentimentalität.

Äußeres ist Äußeres, und Inneres ist Inneres. Und Inneres ist Wahrheit. Nicht Äußeres. All die augenscheinlichen Unterschiede in der Welt sind nichts als augenscheinliche Unterschiede. Zu dir gibt es keinen Gegensatz. Es gibt weder einen, der mehr, noch einen, der weniger als du ist. Es gibt einzig dich, und es gibt einzig Mich, das Eine Ich.

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HEAVEN #620 – 1.7.2002 – God and Man

GOTT UND MENSCH

Etliche von euch liegen falsch. Ihr denkt, Mir liege es an, euch zu gefallen. Euch gefallen ist nicht Mein Zweck. Missfallen ganz bestimmt ebenfalls nicht. Doch hin und wieder – öfters – ist es schwer, euch zu gefallen.

Ihr meint, Ich sollte mich in eure m Rücken und auf Zuruf befinden. Gut, natürlich, Ich bin, aber ihr denkt, ich soll auf eure Weise tanzen. Es seid ihr, die gut daran tun, Meiner Führung zu folgen.

Es ist nicht so, dass Ich euch wissen zu lassen habe, Wer die Verantwortung trägt. Es ist so, dass Ich eure Herrlichkeit erkennen zu lassen habe. In eurer Herrlichkeit inbegriffen ist ein Zustand des Gewahrseins. Teil dieses Gewahrseins ist es, dass ihr bewussterweise nicht ausreichend viel erkennt, um Mir zu sagen, was zu tun ist.

Der Zustand der Huld, auf den Ich Bezug nehme, wird oft als Bescheidenheit bezeichnet. Bei der Bescheidenheit geht es nicht darum, dich aus der Hand zu legen. Es geht nicht darum, dass du mit den Füßen kratzt. Es geht nicht darum, dass du untertänig bist. Sie ist du mit einer Sanftmut, die all dein Lärmen und Wüten überflügelt.

Aber du hast dich als gerecht empfunden, und Mich als unwissend angesehen. Wie du dich doch danach sehnst, Mich zu berichtigen! Wie du dich doch danach sehnst, Mir zu sagen, was was ist! Du denkst so gerne, du seist getragen von der Absicht, Mich zum Wohle der anderen zu erleuchten, indes bist du derjenige, der irritiert ist. Ein jeder kann für sich selbst reden. Andere haben dich nicht gebeten, an ihrer Stelle bei Mir schiedsrichterlich vorzusprechen.

Du befindest dich nicht mit Mir im Boxring. Wir sind nicht an gegensätzlichen Enden aufgestellt. Du und Ich, Wir beide, lieben die Menschheit, und Wir wollen, dass sie sich erhebt. Es ist bloß so, du meinst, Ich spielte Meinen Part nicht gut. Achte mehr auf den deinen.

Und worin besteht dein Part? Er lautet nicht, Mich zu berichtigen. Er lautet nicht, Andere zu berichtigen. Genauso lautet er nicht, Mich bei Anderen zurecht zu biegen. Dein Part lautet, dich zu berichtigen. Sieh deinen Platz in der Welt nicht für bedeutsamer an als deinen Platz bei Mir. Es kommt auf dich und Mich an. Daran kommt es an.

Was hat dich eigentlich genervt? Was lässt dich unzufrieden fühlen mit dem, wie Ich die Dinge anpacke? Wann wurdest du zu dem Neinsager von Mir?

Für eine einzige Sache, da möchtest du mehr Aufmerksamkeit von Mir. Höre zu, es ist an dir, mit deinem Herzen und weniger mit deinem Verstand Mir mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Dein Verstand hält Mich außenvor.

Dein Herz möchte in Meinem Schoß sitzen. So ist es richtig.

Du indes scheinst zu wollen, dass Ich dein Caterer bin, und das bin Ich nicht. Ich bereite Feste vor, aber es ist nicht an dir, Meine Auswahl zu widerrufen. Du weißt es nicht besser als Ich. Du weißt es besser als das.

Gib Mir jetzt dein Herz. Stelle es vor Mich hin. Auf diese Weise kommst du in dein eigenes.

Lege deine Schwerter des Ego nieder. Wir sind keine Gegner. Schau dir das echte Bild an, und weniger eines, was aus deiner Werkstatt stammt. Gestehe zu, dass du nicht alle Gewerke deiner Schöpfung kennst. Gestehe zu, dass du nur einen kleinen Teil kennst. Baue keinen Druck auf.

Sei geschmeidig. Sei anmutig. Ehre Mich als deinen Gast oder als deinen Gastgeber. In beiden Weisen, erspare dir den Verschleiß. Du hast nicht stromaufwärts zu schwimmen.

Schwimme mit Mir. Ergib dich der Wahrheit. Komme in Meine Richtung.

Du w arst wie jemand im Wasser, der meint, er ertrinke, und er müht sich mit den Händen ab, die ihn retten sollen.

Ich sage euch schier, weder du noch die Welt ist am Ertrinken. Ihr werdet es nicht glauben, wenn Ich euch sage, dass alles gut ist. Schaut in Mein Herz, und ihr werdet erkennen – was Ich sage, ist so.

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HEAVEN #621 – 2.7.2002 – In Your Heart

IN DEINEM HERZEN

Wie bist du dir selbst und Mir treu?

Sie sind das gleiche. Da ist Eine Wahrheit.

Sei sicher, die Listen des Ego nicht mit deiner eigenen Essenz durcheinander zu bringen. Das Ego ist nicht Du. Das Ego ist nichts. Du bist alles. Das Ego ist bloß ein Plakat, das du vor dir her trägst. Das Ego ist eine fadenscheinige Sache. Annulliere deine Abhängigkeit von diesem Ding namens Ego ein für alle Mal. Lasse das Ego seinen Weg ziehen und du die Unseren Wege.

Das Ego ist so schwach, dass es sich die ganze Zeit abzustützen hat. Das Ego möchte angebetet werden, damit es seine eigene Existenz erkennen kann. Es bedarf der Bedeutsamkeit, weil es aus sich heraus nicht viel Sinn für Wert hat. Das Ego hebt seine Preise an, aber sein Wert steigt nicht.

Das Ego ist ein Ballon, der platzt. Übergib dein Leben keinem Ballon.

Nimm dein Leben wieder ein. Baue es von innenher aus, nicht von der Ego-Seite her.

Egolos ist die Kenntnis der Wahrheit der Sache. Die Wahrheit von dir lautet, dass du Herrlichkeit bist. Herrlichkeit braucht keine Bedeutungsanhebung.

Du bist eine scheinende Sonne auf der Erde. Was an Filmlichtern ist nötig, um dir hinzugefügt zu werden? Welches Spektakel kann mehr hervorbringen, als du bereits bist? Welchen Schaufensterschmuck möchtest du dich überlappen lassen?

Das Ego ist eine Sache des Vortäuschens, und du bist die wirklichen Waren. Das Ego kann dich nur weniger machen; es kann dich nicht mehr machen.

Vergötterung schließt das Ego mit ein. Vergötterung ist das verehren, was nicht die Wahrheit ist. Sie ist heiße Luft.

Doch sogar in der Lobhudelei des Ego enthüllst du deinen Bedarf, doch Reverenz zu erweisen. Das Ego möchte dir sagen, dass du verehrt werden musst, die Wahrheit aber ist, dass dein Herz danach schreit, zu verehren. Es gibt in dir etwas, was etwas Wundervolles finden und ihm näher kommen möchte.

Du lernst, mit der Zeit mehr und mehr, dass der Beifall der Welt jenes tiefe Sehnen inwendig in dir nicht erreicht, und du bleibst zurück und lechzt noch mehr nach dem, was dich von Anfang an nicht befriedigte.

Es ist nicht mehr oder was oder wie viele dich verehren, was dich erfüllt. Es ist die Liebe, die du gibst, die dich erfüllt. Noch unter ziemlicher Unkenntnis rufst du Verehrung zu dir. Und damit prellt das Ego ein weiteres Mal, und du bleibst unerfüllt zurück.

Nichts ist, wie du es dachtest. Und doch ist es schwer für dich, deine etablierten Gedanken los zu lassen. Ein Großteil deines Denkens ist ego-gebunden. Dasjenige, was du nicht los lassen kannst, riecht nach Ego.

Manchmal benutzt das Ego Mich. Es klaubt Mich als eine Verschönerung wie jeden anderen auf. Das Ego sieht Mich als eine Feder auf seiner Kappe. Es schubst dich, Mir doch näher zu kommen, so wie du dich einem Club anschließen könntest, der rundum recht gut angesehen ist. Das Ego möchte, dass du mehr Hinsicht auf die Welt hervorrufst, als du überhaupt kannst. Ich aber bin deine Hauptstütze. Ich bin kein Extra, das obendrauf auf allem Sonstigen hinzu kommt.

Du hast nirgendwo hinzugehen, um dich bei Mir einzutragen. Ich bin bereits dein, schlicht wie Ich bin, und schlicht wie du bist. Ich bin dein wesenhaftes Herz. Was bin Ich denn, wenn nicht grundlegend für dich? Wieso solltest du eine Vortäuschung Unserer köstlichen Verbundenheit wollen, unterdessen du die Reale Sache haben kannst?

Sinke ein wenig tiefer in dein Herz. Du wirst Mich dort am Lächeln finden, gierig nach einem Nicken voller Anerkennung von dir.

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HEAVEN #622 – 3.7.2002 – Your Soul

DEINE SEELE

Du hast dich gefragt, was junge Hunde und Katzen denken, was sie sind, und was sie denken, worum es beim Leben geht. Du hast gedacht, wie wenig sie von den Wahrheiten des Lebens begreifen. Du, der du nur auf der Oberfläche des Lebens kratzt, fragst dich, wie kleine Tiere etwas wissen. Und dennoch haben die unschuldigen Tiere eine tiefere Liebe für das Leben als Viele, und von ihnen gibt es etwas zu lernen. Sind sie nicht eure Lehrer?

Sie denken nicht so viel. Sie genießen, was das Leben ihnen gibt. Sie genießen den Augenblick, der ist. Sie sorgen sich nicht über die Zukunft. Es kann sein, die Vergangenheit steckt in ihnen, doch wie leicht, sogar auch dann, wenn sie sehr schwer war, kippen sie sie hinter sich, sobald ihnen eine Chance gegeben wird. Das Leben indes hat dir alle Chancen dargeboten, und, gleich worum es auch geht, nach wie vor hältst du an der Vergangenheit fest, als ob sie ein Spruchband vor dir wäre.

Dein Intellekt ist wundervoll, missverstehe das nicht, aber wie du ihn einsetzt, ist nicht immer wundervoll. Dein Intellekt dreht sich in Kreisen, während er es nötig hat, seinen Kreis auszudehnen und sich zu verzweigen. Dein Intellekt war allzu oft wie der Wissenschaftler, der sich sicher ist, dass er im Voraus weiß, wie sein Experiment verlaufen wird. Und damit ist er einer einzigen Schlussfolgerung zugeneigt, und nicht so sehr der Möglichkeit.

Dein Intellekt verfehlt zu viel. Sein Geist ist öfters im Voraus zurecht gemacht. Und damit hat der Intellekt seine Augen geschlossen gegenüber demjenigen, was wohl direkt vor ihm liegt, wenn er es doch bloß sehen könnte. Der Intellekt hat links und rechts Umleitungsschilder aufgestellt und ist einem Pfad gefolgt, der enger ist, als seine Befähigungen ihn darstellen.

Wir können sagen, dass ihr zwei Pfade habt. Der eine, der Intellekt. Der andere, das Herz. Es gibt kein Gesetz, das besagt, dass sie nicht beide Seite an Seite gehen können. Aber die Welt hat dir öfters erzählt, deinem Intellekt zu folgen. In der Schule bekommst du gute Zeugnisse, wenn du das tust. Und oft wird dein Herz vernachlässigt, beiseite gestellt, so lange, bis es durch Nichtgebrauch geschwächt ist. Wie viel oder wie wenig hat sich die Welt um dein Herz gekümmert?

Wenn doch bloß die Herzen so gewürdigt würden wie der Intellekt.

Aber wer ist das Du, das dazu neigt, mehr mit dem Intellekt als mit dem Herzen zu gehen? Demnach gibt es dennoch einen Faktor, der größer ist als dein Intellekt oder als dein Herz.

Dieser noch tiefere Faktor von dir ist wie eine auf Zeit eingestellte Vitamintablette, nur dass es sich hier um eine Lebenszeit handelt, um Lebenszeiten. Das ist das Du von dir. Dieses letztliche Du ist dem Herzen näher als dem Intellekt, und gleichwohl reicht es über das Herz hinaus. Wir könnten sagen, dass das Herz sein Kurier ist. Ich weiß im Augenblick nicht, was man sagen kann, was der Intellekt ist.

Dieses tiefere Gefilde von dir wird oft als die Seele bezeichnet. Bin Ich deine Seele? Wir könnten genauso sagen, dass sie die deine ist, die stets darauf aus ist, ihren Weg zurück zu Mir zu finden, und es ist aber nicht so klar, wie das für alle Seelen ist. Deine Seele indes sehnt sich danach, sich selbst dabei zu finden, wie sie über das Universum hinweg reflektiert ist.

Ist es die Seele, wonach das Herz sich sehnt, es zu finden? Ist dein Herz der Sucher deiner Seele, und der Intellekt der Auflöser der Suche? Oder ist dein Intellekt ein anderer Weg zur Seele? solange der Intellekt nicht zu sehr in sich selbst verliebt ist, ist er das.

Weite deine Suche nach der Seelenhaftigkeit von dir aus. Inwendig in dir liegt Meine Größe, und inwendig in dir liegt ebenfalls deine Größe. Einzig, deine Größe ist nicht immer, oder oft, dasjenige, was die Welt wird sagen mögen, was sie sei. Warst du auf der Suche nach falschen Propheten in der Welt, unterdessen deine auflohende Seele dir doch derart viel mehr von innenher darbietet?

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HEAVEN #623 – 4.7.2002 – God’s Eyes

GOTTES AUGEN

Du hast eine Menge zu beklagen im Hinblick wie die Welt gemacht ist. Du hast über die Ungerechtigkeiten und den Schmerz in der Welt geschimpft. Du hast des Menschen Unmenschlichkeit gegenüber dem Menschen die Meine genannt. Du hast den freien Willen, den Ich euch gegeben habe, abgetan. Und, sollte er fortgenommen sein, was würdet ihr dann herunterspielen?

Und wohin ginge dann eure Energie?

Würdet ihr beklagen, wie Ich dem Unkraut erlaube, euren Garten zu übernehmen? Wieso würde ein guter Gott Unkraut erfinden? Wie konnte das ein gerechter Gott tun?

Und wie steht es um den Staub? Wie sollte ein Gott Staub erschaffen mögen, sodass du die ganze Zeit zu putzen hast, und auch nicht einmal dann in der Lage bist, dem Feind Staub Herr zu werden?

Wie steht es insgesamt um die Körper und um die Pflege, die sie erfordern? Warum müssen sie genährt werden, und warum müssen sie ruhen?

Warum gibt es nicht nur angenehme Emotionen?

Warum kann das Empfinden der Berührung nur für etwas Freundliches sein und nicht den Schmerz mit einschließen? Warum schuf Gott nicht nur angenehme Geschmacke und Gerüche? Warum gibt es grobe Klänge und nicht nur süße? Und weswegen gibt es nicht nur allerschönste Anblicke zum Betrachten? Was tat Gott, als Er dieses Universum erschuf?

Und Ungeziefer. Was für ein Gott wollte Moskitos erschaffen, damit sie brummen und beißen? Und so weiter.

Beginnst du zu sehen, dass du dich auf das, was du nicht magst, ebenso sehr oder mehr konzentriert hast, als auf das, was Du gerne hast oder gerne haben würdest, falls dir bloß ein anderes Universum präsentiert worden wäre?

Anstatt zu denken, wie missgestalt die Welt ist, denke an das, eben so, was sie recht macht. Steuere deine Aufmerksamkeit in eine andere Richtung. Du hast das zu tun. Du hast allzu lange in dem gleichen Topf der Gedanken herumgerührt.

Was ist klüger – betrauern, was ist, oder, mit ihm vorwärtskommen? Was ist klüger – Klagen ausgeben, oder, sich über das freuen, was dir einen Sinn ergibt?

Ist es möglich, dass du den Bogen mit deinen Klagen überspannt hast? So, als ob Beklagen dich wertvoller macht? So, als ob das Hinweisen auf das, was bei der Schöpfung falsch läuft, gescheiter ist, als das Gute zu bemerken?

Ich befürchte, du nimmst das Gute für gewährt. Es war dein Anteil, aber irgendwie gab dir Gott nicht genug. Deiner Ansicht nach machte Ich Fehler, und dafür kannst du Mir nicht vergeben. Ich denke, du möchtest, dass Ich es noch einmal mache. Du möchtest, dass Ich es rückgängig mache, und dann möchtest du, dass Ich es wieder mache, nur dieses Mal besser. Du sähest es gerne, wenn Ich das Universum noch einmal fertige und in Ordnung bringe gemäß deinen Spezifikationen.

Also, vielleicht möchtest du heute beginnen, aufzulisten, was bei der Welt recht so ist. Gibt es nicht etwas, was du liebst?

Vielleicht wirst du Stück für Stück sehen, dass dir eine große Chance gegeben worden ist. Genau so, wie alles ist, hast du viel, um zu wählen. Wähle insbesondere, was oder wem du deine Aufmerksamkeit schenkst, denn du bist ein Motivator der Welt. Du kannst sie auseinanderreißen, oder du kannst sie zusammenfügen. Du kannst Herzen versammeln, oder du kannst sie verhehlen.

Und wie steht es mit deinem eigenen Herzen? Wie gut bist du mit ihm umgegangen? Und was tust du jetzt gerade mit ihm? Was für eine Gütigkeit wirst du heute ausrichten, um dein Herz zu erleichtern?

Fehler finden lindert dein Herz nicht. Finde irgendwo einen Segen, und halte ihn in deinem Herzen hoch.

Die Welt hat einen größeren Maßstab, als du dachtest, und du befindest dich in einer umfassenderen Größenordnung, als du dachtest. Hebe dich heute höher. Sieh weiter. Komme näher zu Mir, und du wirst weiter sehen. Sieh Meine Augen. Sieh, was Ich sehe. Komme, schaue aus Meinen Augen heraus und erkenne die Liebe, die sie ausgießen.

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HEAVEN #624 – 5.7.2002 – A Beam of Light

EIN STRAHL DES LICHTS

Schaue durch Meine Augen und sieh dich selbst.

Ich übermittle diese Botschaft immer und immer wieder.

Du hast schlecht gesehen.

Nun siehst du richtig.

Du hast dich selbst unter ein Mikroskop gelegt.

Du gehörst über das Universum und rund um die Sonne hin. Du durchfährst die Weite wie ein Kamel die Wüste. Erhebe dich wie ein Drachen oder wie eine aufgehende Sonne. Vor dir liegt eine große Ausdehnung.

Begib dich selbst nicht so sehr in Einzelheiten, wie du es tust.

Schaue dir deine Ganzheit an. Suche nach ihr.

Schaue mehr auf die Segnung, und weniger auf die Fehler.

Bejahe, dass du eine Segnung bist. Ja, du bist eine Segnung wie ein Tautropfen auf der ausgedörrten Erde.

Was, dachtest du, seist du? Dachtest du, du seist ein Fehler?

Du bist Gottes erschaffenes Seinswesen, zur Erde gesandt zu ihrer Bereicherung. Deswegen befindest du dich auf der Erde, um Mich auf der Erde zu reflektieren und damit ihre Bewusstheit zu der Meinen empor zu heben. Das ist die Tragweite deines Lebens auf der Erde.

Du machst dies durch tiefe äußerste Freude, auch bekannt als Liebe. Fehlerbereinigung erbringt es nicht für die Welt. Vorschläge bringen es nicht. Gesetze tun es nicht. Verträge tun es nicht. Auseinandersetzungen tun es nicht. Worte tun es nicht. Recht haben tut es nicht. Gewalt tut es nicht. Einzig die Freude der Liebe tut es.

Ich verbrachte dich auf die Erde als Meinen Bewahrer für die Welt. Du bist der Sprecher für Mich. Du sprichst mit deinem Seien, denn deine Stimme und deine Worte werden mehr interpretiert, als gehört.

In der Stille deines Herzens bist du der Sprecher für Mich. Du hallst Mein Denken wider. Ich habe eine einzige Sache zu sagen, und das ist Liebe. Und Ich gab sie euch allen, sodass ihr sie alle weitergeben könnt. Gebt sie dem Universum. Wie es doch die Beachtung eures Herzens nötig hat!

Lasst euer Herz nicht insgesamt auf die Erde fallen, denn dort wird es fehlverstanden, und man kann auf ihm herumtrampeln. Hebe dein Herz zum Himmel, und das Universum wird sich mit dir zusammen erheben. Je näher du zu Mir kommst, desto mehr spendest du Mich über die Erde. Deine Liebe ist Nebel, der sich lichtet. Das ganze Universum nimmt sich dich zum Vorbild. Du bist der Handhaber des Universums.

Du glaubst nicht, dass das so sein kann, warum indes sollte Ich dir das sagen wollen, sofern es nicht so ist? Lausche der Wahrheit in deinem Herzen. Kannst du Mir sodann sagen, dass das, was Ich sage, nicht so ist?

Höre Mich ein für alle Mal: Du bist Meine Entsendung auf Erden, und es ist Meine Botschaft, die du ausgibst. Ströme Meine Botschaft für die Welt aus. Bestimmt hast du nicht gedacht, es seien seine persönlichen Wünsche und deine Unkenntnis, die du zur Auslage bringen solltest?

Du bist ein Führer des Universums.

Es kopiert dich. Es kopiert, wie du gehst. Es schaut, wohin deine Augen sich richten. Es schaut hoch oder nieder gemäß dir.

Was dein Herz bejaht, das bejaht die Welt für alle. Du färbst die Welt-Denkweise. Du trübst sie ein oder hellst sie auf, und demnach trübst du dein Konzept von dir selbst ein oder hellst es auf.

Sei auf der Erde eine aufgehende Sonne. Warte nicht auf die Erde, dass sie auf dich scheint. Du bist das Licht der Erde. Die Erde ist nicht dazu da, dich zu beleuchten. Du bist bereits erhellt. Du bist da, um die Erde zu erhellen. Das ist so viel leichter als alles andere. Du bist ein Strahl des Lichts. Und es ist mein Licht, das du strahlst. Du bist ein Strahl von Meinem Herzen. Du bist ein nie endender Strahl von Meinem Herzen. Dein Herz ist ein Stern, der Mein Licht ausstrahlt, sodass mehr von ihm gesehen werden kann.

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HEAVEN #625 – 6.7.2002 – R.S.V.P.

UM ANTWORT WIRD GEBETEN

HEAVEN #2498

Auch dann, wenn du dich ermattet fühlst, kannst du mit Mir kommunizieren. Was auch immer anliegt, Du kannst mit Mir kommunizieren. Warte nicht auf einen allerletzten Augenblick, um dein Herz in dem Meinen zur Ruhe zu bringen. Wieso solltest du Unsere Große Umarmung hinausschieben?

Du wartest jedoch auf etwas. Auf eine bessere Zeit oder vielleicht auf ein besseres Du. Halte dich jedoch nicht am Warten. Du wartest unentwegt auf Mich. Ich bin jetzt soeben bereit für dich.

Manchmal forderst du eine Menge von Mir. Du möchtest, dass Ich jemanden nicht sterben lasse. Du willst, dass Ich dich mit Geld versorge. Du möchtest, dass Ich dir deine große Liebe sende. Du möchtest, dass Ich dir helfe, immer jung zu bleiben. Du wolltest ein neues Auto. Oder einen idealen Job. Oder du bittest, überhaupt nicht arbeiten zu müssen. Die Liste von dir ist endlos, und du fügst ihr immer noch etwas hinzu.

Ich erbitte eines von dir. Alles, worum Ich bitte, ist, dass du zu Mir kommst. Alles, worum Ich bitte, ist, dass du in Meine Arme kommst. Alles, worum Ich dich bitte, ist, dass du den Segen, den Ich dir gebe, bejahst. Alles, warum Ich dich bitte, ist, dass du dich Meiner zu Nutze machst. Mein Bestreben für dich ist groß, aber Ich bitte dich nicht aus Meiner Bedürftigkeit heraus. Ich bitte dich aus der deinen heraus. Ich habe für dich Geschenke, und Ich möchte gerne, dass du sie in Empfang nimmst.

Du bist wie ein Gast, den Ich eingeladen habe, und Ich warte und warte auf dich, dass du ankommst. Ich habe alles für dich fertig, und Ich schaue immer nach dir aus. Ich wundere Mich, weswegen es so lange dauert. Ich gehe auf die Veranda hinaus und warte auf dich. Dann sende Ich eine Kutsche voller Engel aus, um dich zu finden. Irgendwie siehst du die Kutsche nicht, die Ich gesandt habe, und man sagt Mir, dass du irgendwo auf eine andere Feier gegangen seist.

Ich habe nichts dagegen. Ich möchte, dass du auf Feste gehst. Ich feiere dich, wo immer du bist.

Und doch verlässt du eine Party nach der anderen mit dem Gefühl, dass du nicht zur Ruhe gekommen bist, so, als gäbe es da einen anderen Ort, zu dem du zu gehen hättest.

Falls du nicht zu Mir kommen willst, möchte Ich zu dir kommen. Ich hätte es gerne, dass du Mich zu dir einlädst, aber Ich stehe nicht so sehr auf Feierlichkeiten. Ich besuche dich trotzdem. Ich decke dich des Nachts zu, und am Morgen scheine Ich die Sonne in dein Fenster, sodass du von ihr wach wirst.

Ich lasse dein Gras wachsen, und Ich wässere deinen Rasen und jede Blume. Ich gebe dir zu essen. Ich achte auf deine Kinder beim Spielen und beim Wachsen. Und Ich warte auf dich, dass du Mich anerkennst. Geduldig warte Ich.

Du kannst kaum warten, und indessen mäanderst du. Du merkst nicht, wo du bereits bist, und Wer unwiderruflich bei dir ist.

Manchmal fühlst du dich verlassen. Aber Ich bin nie von dir weg. Du wanderst von Mir weg. Ich bin auf allen Seiten von dir, und dennoch siehst du es nicht.

Du sagst, du möchtest Mich sehen. Weswegen kommst du dann nicht näher? Du sagst, du möchtest näher an Mir sein. Weswegen bleibst du dann weiter weg?

Denkst du, dass deine Anerkennung Meiner Präsenz in deinem Leben keinen Unterschied erbringen wird?

Denkst du, Ich sei außer Sicht?

Denkst du, Ich sei schwerhörig?

Denkst du, Ich hätte so eine Art Wanderlust?

Denkst du, Ich wollte irgendetwas mehr, als wie Ich dich möchte?

Was, denkst du, wird passieren, wenn du Mich an die obere Stelle deiner Liste stellst?

Denkst du, du wirst verschwinden? Oder dass die Welt verschwinden wird?

Was, denkst du, wird sich ändern? Denkst du, du wirst du jemand anderem?

Alles, was passieren wird, ist, dass du anfangen wirst, dich selbst als die Herrlichkeit zu sehen, die Ich machte, als Ich dich machte. Ist es das, was dich zum Zögern bringt? Du möchtest deine eigene Herrlichkeit nicht kennen lernen?

Denkst du, du würdest enttäuscht?

Ganz im Gegenteil, du wirst beginnen zu erkennen, dass du Mein Ernannter bist. Vom Augenblick der Schöpfung an, ernannte Ich dich, und nach wie vor warte Ich. Ich ernannte dich zu allem, was Ich sage, dass du es seist, und Ich habe nicht genug gesagt. Komme jetzt zu Mir.

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HEAVEN #626 – 7.7.2002 – Bless the People

SEGNE DIE MENSCHEN

Dinge persönlich nehmen ist zu viel aus dir selbst machen. Besser ist es, unparteiisch zu bleiben, so quillst du nicht in Verbitterung oder Schmerz hinein. Damit schonst du deine Energie für größere Dinge. Deine Energie auf Schmerzen aufwenden ist wie dein Geld ausgeben für kleine Dinge, die du nicht willst, fürr die du keinen Platz hast, und die du später bloß hinauswerfen musst, da sie dir im Weg sind.

Die Dinge nicht persönlich nehmen ist nichts anderes als die Wahrheit sehen.

Um die Wahrheit zu sehen, hast du über dich selbst hinauszugehen.

Auf die eine Weise gesehen, bist du das Zentrum des Universums. Auf die anderer Weise gesehen, bist du hier, um das Leben für Andere leichter zu machen, sogar für jene Persönlichkeit, die du du selbst nennst. Manchmal hast du dir das Leben schwer gemacht. Widerstand macht es schwerer.

Sobald Du die Dinge nicht persönlich nimmst, bleibst du Liebe.

Im Gegensatz dazu, was du vielleicht denkst – eigentlich möchtest du nicht, dass die Menschen immerzu mit dir einverstanden sind. Das würde für dich zu einer eigene Belastung werden.

Es gibt nichts, was du mit dir durch das Leben zu tragen hast.

Es ist nicht nötig, dass du jemandem das Gefühl gibst, er habe zu bedauern, wer er in einem bestimmten Augenblick war. Widme dich dem, was an dir ist, dich ihm zu widmen. Wieso gibst du jemandem einen Anpfiff, wenn er nicht das tut, was er deines Erachtens tun sollte? Wenn er nicht tut, was du von ihm möchtest, dass er es tut? Wenn er dasjenige, was er möchte, mehr in Betracht nimmt, als was du möchtest?

Wenn es die Wahl eines Anderen ist, ist es dessen Wahl. Sie war nie die deine. Hände weg.

Segne die Menschen, die in dein Leben kommen. Segne jene, die aus ihm hinausgehen. Es sind die gleichen Menschen, die reinkommen wie diejenigen, die hinausgehen. Kein einziger kann aus deinem Leben fortgehen, sofern er nicht in ihm gewesen ist. Ziehst du es vor, dass er nicht in deinem Leben war? Freue dich darüber, wie lange auch immer die Drehung war.

Möchtest du wirklich, dass dein Wille über demjenigen der Anderen herrscht?

Entsinne dich Meines Willens, und der großen Freiheit, die Ich dir gebe.

Was ist Freiheit anderes, als dass sie ihren Weg gehen, und du den deinen?

Ihr werdet wieder gemeinsam enden. Ihr seid euch früher begegnet, und ihr werdet euch wieder begegnen.

Kontrolliere Andere nicht. Kontrolliere dich nicht. Was gibt es da zu kontrollieren? Den Willen des Anderen? Deinen eigenen? Nein, kontrolliere nicht. Lasse zu. Sei dem Willen gegenüber offen, dem deinen und demjenigen des Anderen.

Finde auf, was dein Wille ist. Du machst ihn nicht. Du orderst ihn nicht. Du findest ihn.

Gib Anderen das, worauf du für dich selbst aus bist, und das stellt die Freiheit dar, zu sein, wer du bist, während du bist. Du kannst nicht wollen, von dir selbst abzukommen, auch dann nicht, wenn du nicht weißt, was du selbst ist. Jeder ist auf der Suche nach seinen eigenen Antworten. Er möchte sie aus sich selbst heraus finden. Er möchte nicht deine Antworten.

Niemand hat zu tun, was du möchtest. Niemand hat zu sein, was du willst.

Glaube dies: Niemand ist gegen dich. Sie sind bloß bemüht, ihren eigenen Weg zu finden, und manchmal stoßt ihr ineinander, so, wie es bei zwei Menschen, die aus unterschiedlichen Richtungen um eine Ecke biegen, der Fall sein kann. Beide sagen Entschuldigen Sie, und gehen weiter.

Im Universum ist Raum für Viele, die in allerhand Richtungen gehen. Und jeder, ob bewusst oder nicht, versucht, seinen Weg zu Mir zu finden. Freue dich daran, dass das Andere gleichfalls tun. Räume ihnen allen Raum ein, um ihre unterschiedlichen Wege zu versuchen. Was kümmert dich das? Was macht es mit dir, welchen Weg sie gehen? Wenn sie eine falsche Kurve nehmen, werden sie umkehren. Hast du nicht das gleiche getan?

Es liegt nicht dir an, zu sagen, was ein Fehler und was keiner ist. Aus einer weiteren Sicht heraus, kannst du vielleicht sagen, dass das, was deines Erachtens eine falsche Wendung war, die richtige war. Wie wird das jemand jemand erkennen, außer er findet es selbst heraus?

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HEAVEN #627 – 8.7.2002 – Your Heart

DEIN HERZ

Dein Kummer kommt nicht von den Herzen Anderer, sondern von deinem eigenen. Du magst dich etwa beklagen, dass Andere dich nicht lieben oder dich nicht genug lieben, jedoch ist es deine eigene Liebe für Andere, die dir abgeht.

Wenn du auf Andere wegen ihres Mangels an Herz und Respekt für dich ärgerlich bist, ist es dein eigenes Herz, das du bejammerst.

Es ist nicht so sehr: „Wo ist ihre Liebe geblieben?“

Es ist mehr: „Wo ist meine Liebe hingegangen? Wann habe ich damit aufgehört, diese wundervolle liebreiche Schöpfung zu sein, die ich meines Erachtens war? Die anderen Menschen müssen sich irren. Es muss so sein, sie haben die Liebe aus meinem Herzen weggenommen. Ich halte sie für verantwortlich. Es ist ihre Schuld, dass ich mich ärgerlich fühle. Wenn es nicht an ihnen läge, wäre ich glücklich und mein Herz wäre erfüllt …“

Du wirst dich nicht mehr länger als ein Ziel empfinden, sobald du selbst keine Zielscheibe hast.

Sofern du dir selbst keine Beklagten auswählst, um ihnen Vorwürfe zu machen, wirst du dich nicht so sehr als ein Objekt spüren, das von Anderen herumgestoßen wird. Sofern du nicht Andere verantwortlich halten würdest für allerhand Einwände, die du ihnen gegenüber aufbringst, sofern du sie nicht in deinem Geist mit Vorwürfen attackieren würdest, usw., dann hättest du nicht das Gefühl, dass das Leben oder ein Anderer dich attackiert oder versucht, dich zu beeinträchtigen. Sofern du Andere nicht deinen Launen aussetzen würdest, würdest du dich nicht den Launen Anderer ausgesetzt fühlen. Wenn du nicht über die Herzen Anderer streiten würdest, würdest du nicht spüren, dass über das deine gestritten wird.

Du bemerkst deine eigenen Schwächen in Anderen. Nicht sie enttäuschen dich. Du enttäuschst dich selbst.

Denke nicht, dass Ich dir Tadel anhefte oder dich schelte. Ihr Teuren, Ich sage euch, dass ihr Andere nicht beheben könnt. Solange ihr das versucht – und sei es bloß in eurem Geist -, weitet ihr eure Frustration aus.
Ihr habt Erfolg, eure Frustration einem Anderen zu unterschieben, aber euer Erfolg darin dauert nicht lange an, und dann kehrt eure Frustration wieder zu ihrem Ursprung zurück, und ihr seid mit eurem Puckern in euch wieder alleine gelassen.

Wenn du drängst, um die Denkweise oder die Art zu handeln bei einem Anderen zu ändern, frustrierst du ihn, und auf diese Weise spürst du Frustration. Deine Gedanken über ihn frustrieren ihn. Du frustrierst seine aktuelle Entwicklung. Sobald du die Negativität von jemand dir gegenüber auswählst und dir zuziehst, wirst du dir wohl ausgewählt haben, was du aus ihm gemacht hast.

Dein Glück ist in Wahrheit nicht von den Verhaltensweisen oder Haltungen Anderer oder davon, was sie aus dir machen, abhängig. Du machst es davon abhängig, was du denkst, sie hätten es aus dir gemacht, und was du sodann in der Folge aus ihnen machst.

Dies ist ein einzelner guter Grund dafür, wieso es für dich wichtig ist, dich zu Mir zu kehren. In der Hinwendung zu Mir, drehst du dich selbst zu einem anderen Blickwinkel. Deine Gedanken haben dich auf der Stelle gehalten, und dazuhin des öfteren noch an einer unbehaglichen Stelle. Und damit, sobald du dich zu Mir zurück wendest, werden deine Gedanken umgeleitet oder angehoben, und sei es bloß für einen Augenblick. Du setzt die Feindseligkeiten aus, während du zu Mir hin schaust.

Danach, wenn du zu deinen eigenen Gedanken zurückkehrst, sind sie weniger zählebig. Auch dann, wenn die gleichen Gedanken nach wie vor da sind und auf dich warten, dass du zu ihnen zurückkehrst, sind sie nicht ganz so gewiss. Du hast in ihnen ein wenig deinen Platz verloren.

Deine Aufmerksamkeit auf Mich ist dazwischen gekommen.

Bei allem Ringen, rufe nach Mir. Im Inneren oder im scheinbaren Äußeren, rufe nach Mir. Wenn du in Not bist, bin Ich mehr als dein Zufluchtsort. Ich bin deine Hilfe. Komme, erquicke dich selbst.

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HEAVEN #628 – 9.7.2002 – The Beauty of Wholeness

DIE SCHÖNHEIT DER GANZHEIT

Die Schönheit, die du draußen vor deinem Fenster siehst, ist deine eigene. Du kannst diese hiesige Erklärung interpretieren, wie du möchtest, und es wird korrekt sein. Die Schönheit gehört dir zu. Sie ist für dich da, um sie einzusaugen. Die Schönheit bietet sich selbst dir dar. Und du bist ebenfalls die Schönheit, die du siehst. Du siehst dich selbst im Blätterwerk. Du erschufst es dort, draußen hinter deinem Fenster.

Erschaffe mit deinen Gedanken noch mehr Schönheit. Verweise dich künftig nicht mehr länger auf weltliche Gedanken – Was kostet etwas, wie werde ich etwas fertig bekommen, werde ich jemals glücklich sein?

Siehst du das Weiblich-Leidende und -Empfindliche in jenen Gedanken? Da scheint ein Element des Nein zu sein. Komme von einem bejahenderen Standpunkt her.

Denke so: „Oh, wie sehr ich das erstrebe! Das bedeutet mir etwas. Die Wahrheit meines Strebens bringt mir die Mittel ins Haus … ich komme heute voran damit. Gott sagt, alles ist gut mit der Welt. Was hat Er im Sinn? Bestimmt ist heute für mich etwas Wunderbares auf Lager, und ich werde wahres Glück kennen lernen. Ich frage mich, welche Form heute mein Glück annehmen wird. Welche Wunder wird Gott zur Ausführung bringen und welche Wunder werde ich in Empfang nehmen? Worin bestehen heute meine Begünstigungen, und wo werde ich die Anflüge von Gottes Huld verstreuen?“

Wenn du aus deinem Fenster schaust und die Bäume und andere Pflanzen siehst, siehst du Ganzheit. Du wirfst auf die Vollkommenheit einen Blick. Du drehst nicht jedes Blatt um, um nach Unvollkommenheit zu suchen. Du siehst Grün, und du siehst Laub obenauf auf dem Laub, und du siehst Wellen an Farben und Licht, die hindurch spähen, und wenn du hoch genug blickst, erblickst du oben den Himmel. Es ist, als würdest du von Schönheit durchtränkt, und auf diese Weise eignest du sie dir an.

Doch sobald dein Blick auf Menschen, die vorüber gehen, fällt, neigst du dazu, auf vereinzelnde Weise zu sehen. Du siehst dieses, du siehst das. Dieser gefällt dir. Jener nicht. Du hast die Ganzheit eingebüßt, indem du auf das einzelne schaust, und dennoch ist das Menschsein, das an deinem Fenster vorübergeht, gleichfalls die Schönheit der Natur. Und dennoch schaust du, und es missfällt dir. Kannst du etwa Mir sagen, das sei nicht so?

Erblicke heute die Menschen, die dein Leben passieren, als eine Gartenlaube aus Bäumen. Du analysierst die Bäume nicht. Du schaust auf die Schönheit der Ganzheit. Du freust dich im voraus, dass dir Gefallen zukommt. Du suchst das Gefallen.

Einerlei, wie sehr du die Bäume gesehen hast, jedesmal beleben sie dein Herz. Die Schönheit verblasst nicht, weil du sie viele Male gesehen hast. Jedesmal ist sie deinem Herzen neu. Jedesmal.

Oh, wenn Meine schönen Kinder in dem vorüberziehenden Menschengewühl doch bloß die Schönheit sehen würden. Wie kann es sein, dass die Schönheit Meiner erhabensten Schöpfung derart oft dem Vergessensein anheim fällt?

Die Menschen der Welt sind wie Bäume des Waldes. Menschenseinswesen wachsen, und jede Varietät ist kostbar. Alle sehnen sich, die Sonne zu erreichen. Alle wachsen der Sonne zu. Kein einziges Menschenwesen wächst nach unten, was immer das für euch sein würde. Jeder wächst Himmelwärts. Ich möchte die Ganzheit Meiner Kinder gerne klarer sehen. Vielleicht, wenn ihr euch nach ihr umschautet – meint ihr, dass ihr es dann leichter hättet, sie zu erleben? Demnach stelle Ich die Frage: Wonach hast du dich umgesehen? Was suchst du?

Fange an, darauf zu schauen, dass es dir gefällt. Schaue bei jedem Wesen, das dein Blickfeld betritt, mit neuen Augen hoch. Lasse dein Herz emporsteigen und genieße die Ganzheit.

Und, falls du die Ganzheit im Anderen nicht zu erkennen vermagst, dann biete ihnen die deine an. Lasse deine Ganzheit die ihrige einnehmen. Wickle sie in deine Ganzheit ein, sodass sie infolge mit der ihren vertraut werden. Das ist Mein Verlass, den Ich in euch gelegt habe.

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HEAVEN #629 – 10.7.2002 – The Colors of Your Day

DIE FARBEN DEINES TAGES

Welche Farbe bist du heute? Bist du das Grün der Bäume, die Röte einer Blume, das Grau einer Wolke, das Blau des klaren Himmels? Welche Farbe bist du heute? Welche Farbe möchtest du gerne sein ?

Welches Bild von dir selbst wirst du heute über das Universum malen? Welches Bild von Anderen zeichnest du? Welche Kreiden wirst du benutzen?

Auf welchem Papier wirst du schreiben? Welche Geschichten wirst du erzählen? Welche Köstlichkeit des Lebens wirst du übermitteln?

Heute kannst du sein, wer immer du möchtest. Heute ist kein anderer Tag. Heute ist eine Ouvertüre. Du komponierst heute. Welchen Rhythmus möchtest du überbringen? Wie ist der Schlag deines Herzens heute?

Was suchst du im Leben heute? Was suchst du nicht?

Heute schwankst du nicht mehr länger über diesem Tag des Lebens. Heute lässt du dich selbst in deinen Tag hinein fallen. Du betrittst ihn, auf dieselbe Weise, wie du in ein Kino oder in ein Stück am Broadway gehst. Du gehst dort mit einem Empfinden der Erwartung hinein. Du weißt nicht, was dich erwartet, mit Ausnahme, dass dich etwas Gutes erwartet, was sich direkt vor deinen Augen abspielen wird. Und du freust dich im Voraus, dass du aus dem Theater irgendwie anders und besser herauskommen wirst, als du hineingingst, so, als würde jemand anderer, der denselben Namen trägt wie du, aus dem Theater kommen.

Was kann sich ändern außer deine Gestimmtheit? Und was ist deine Stimmung anderes als deine Wahrnehmung zu einem gegebenen Zeitpunkt. Was ist deine Stimmung anderes, als das, was bei deinem Gewahrsein die Führung übernommen hat. Stimmung ist dein geistiger Bezugsrahmen. Was bildet den Rahmen? Wer macht ihn?

Heute ist ein Stehaufbuch. Und du bist derjenige, der es aufstellt.

Oder heute ist ein Klavier, das du spielst. Du spielst es mit deinem Herzen. Dein Herz drückt die Tasten.

Dein Herz ist ein Vermittler zwischen Himmel und Erde. Es ist ein Äquator. Dein Herz zieht ein Band über das Universum wie eine Seidenschärpe. Dein Herz trägt den Tag.

Dein Herz dirigiert das Orchester des Tages. Dein Herz wählt die Musik, das es hören möchte. Es wählt sein eigenes Dirigieren.

Du singst ein Lied von dir selbst.

Du entrollst die Weise.

Du bist ein reisender Leierkastenmann.

Du dachtest, der Tag sei etwas, was dir widerfährt. Der Tag ist indes vielmehr etwas, was du heranziehst und verteilst. Du bist nicht das Opfer deines Tages. Du bist der Verkünder von ihm, und du hörst deine eigene Stimme, wie sie im Echo zurückkommt.

Das mag dir unfair erscheinen, da du gute und weniger gute Tage hast, und du hast dich selbst als ein unschuldiges Opfer des Tages gesehen, du aber bist der Beherberger von ihm. Ein Tag ist so gut oder so schlecht, wie du es ansagst, dass er es sei. Was wirst du heute sagen? Räume ein, dass du etwas mit einem Tag zu tun hast.

Ich sage, dass das Heute wie ein Restaurant mit einer riesigen Speisekarte ist. Triff die Wahl und bestelle, was du magst und verspeise es. Das, was du nicht magst, muss du nicht kosten oder kauen. Verbringe keine Zeit damit. Sitze nicht weiter davor und stochere nicht mit deiner Gabel herum. Gehe weiter. Und nimm es nicht mit dir. Das, was du nicht magst, hat nicht deinen Tag einzufärben.

Lasse Mich deinen Tag färben. Ich werde ihn mit der Sonne anstreichen. Ich werde ihn mit dem Regenbogen anstreichen. Ich werde ihn mit dem Bergfluss färben.

Du bist ein Kamelion, und du hast die Farbe angenommen, wo du deines Erachtens warst. Du hast gedacht, du seist die Farbe deiner Umgebung, aber du bist derjenige, der sie mit Farbe anstreicht. Du bist zu großer Kunst fähig, doch bist du dir dessen noch nicht gewiss.

Welche Farbe wählst du heute im Voraus?

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HEAVEN #630 – 11.7.2002 – Serve God

DIENE GOTT

Du brauchst im Leben keine Baby-Schritte zu nehmen. Du kannst große Schritte nehmen. Du kannst das Universum in einem einzigen Ausschreiten überqueren. Ich sagte Ausschreiten, nicht Bemühen. Höre mit dem Bemühen auf. Ein Ausschreiten ist ein großer Schritt vorwärts, direkt, ohne Zögern ausgeführt. Ein Schritt kann nicht mittendrin stoppen. Ein Schritt schwebt nicht. Ein Schritt macht sich selbst. Ein Ausschreiten ist nur ein einzelner Schritt, aber was für einer.

Du bist nicht dafür bestimmt, im Leben herumzutrippeln. Dir gilt es nicht zu wippen. Du bist derjenige, der das Universum überschreitet.

Ein Ausschreiter weiß, wohin er geht, und dorthin geht er. Was bringt dich zum Zögern beim nach vorne Schreiten im Leben?

Anders ausgedrückt, Ich frage dich: Worauf wartest du? Worüber debattierst du? Welche Hindernisse hast du vorausgesehen, anstatt über sie hinwegzugehen?

Alles, was du zu tun hast, ist im Sinn behalten, wohin du gehst, und; dorthin gehen. Wohin gehst du? Kommst du zu Mir? Ja, das tust du. Und unterdessen schreitest du über das Universum. Du sitzt nicht einfach da und wartest auf Mich. Du tust etwas für Mich, während du auf den Augenblick Unserer Vereinung wartest, auf den Augenblick deines Gewahrseins Unserer Union.

Schreite also auf deinem Weg zu Mir über das Universum .

Ein Schreiten ist kein Eilen, aber es ist rasch. Es ist rasch, weil es nicht herumtrödelt.

Du bist wie jemand auf einer Auktion. Du möchtest ein Gebot abgeben. Doch bevor du deine Hand hebst, ist es zu spät. Zwischen dem Anheben deines Begehrens und deinem Aufruf, es zu dir zu holen, stellst du zurück. Die Gelegenheit floh an dir vorbei. Der Wille deinerseits war da. Das Verschieben ebenfalls.

Was, denkst du, steht auf dem Spiel, dass du zögern musst? Was wäre, wenn du das kauft, wofür du ein Gebot abgibst? Das Leben ist das deine für deine Gebote.

Komme voran mit dem Leben. Es gibt keine Nachfrage, ein Wartespiel zu treiben.

Und, sofern du, du selbst es nicht nötig hast zu hören, was Ich sage, dann freue dich, wie Ich es sage, weil es deine Aufmerksamkeit darauf lenkt, wieweit du gekommen bist. Gratuliere dir selbst, und wisse sodann, du bist damit noch nicht fertig. Es gibt für dich noch mehr zu tun.

Du bist damit zu Ende gekommen, was du für dich selbst möchtest, sieh sodann, welcher größeren Angelegenheit du helfen kannst. Vielleicht brauchst du nichts – oder etwas -, aber ein Anderer braucht etwas, und Ich brauche etwas. Ich habe auf so vielfältige Weise um deine Hilfe gebeten, und dennoch, allzu oft denkst du, das Ausmaß des Lebens handle davon, was du brauchst und möchtest.

Deine persönliche Gratifikation ist Mir wichtig, und Ich sehne sie dabei, aber sie ist nicht das, worum es im Leben geht. Das ist ein Schritt im Leben. Du magst zuhause angekommen sein, doch was Gutes ist daran, solange der Rest der Menschheit abwesend ist? Erleuchtung für dich selbst alleine ist keine Erleuchtung.

Wenn du die Ziellinie erreichst, stehst du am Beginn.

Du brauchst eine umfassendere Angelegenheit, und Ich brauche deine Hilfe. Mehr Helfen ist nicht etwas, was du einem anderen überlässt. Es bleibt dir. Es trägt deinen Namen auf sich. Freue dich. Und freue dich über Meine Einladung, die dich erreicht hat.

Du kannst einfach nicht mehr länger für dich selbst alleine leben. Das ist eine zu kleine Sphäre für jemanden wie dich.

Sofern du dich selbst mit Glück gesegnet hast, dann segne du Andere mit ihm ebenfalls. Wem auch immer du hilfst, du hilfst Mir.

Wenn du auf die eine oder andere Art Glück hast, einerlei, wie du dafür gearbeitet hast, es wurde dir übergeben. Egal worum es geht, dein Leben ist nicht für dich alleine, aber es steht zu deiner Verfügung, ja.

Dein Glück ist ein Schulranzen der Segnungen für dich, den du an Meiner Stelle entäußerst. Du gibst ihn zurück. Das ist es. Das ist es, was du hier auf der Erde tust.

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HEAVEN #631 – 12.7.2002 – Look Not for Answers

SCHAUE NICHT NACH ANTWORTEN

Es ist so etwas Köstliches, dieses Teilen deiner selbst mit Anderen, indes kein Einmischen.

Dieses Sorge-Tragen für deine eigenen Bedürfnisse, die Bedürfnisse Anderer nicht über deine eigenen zu stellen, gleichwohl Andere hegen,

Dieses sich nicht Opfern, und ebenso nicht egoistisch sein,

Dieses die Welt Rühren, jedoch nicht von ihr beeinträchtigt sein,

Dieses unparteilich, jedoch nicht indifferent sein,

Dieses liebevoll, indes nicht schwärmend sein,

Dieses Seien während des Tuens,

Dieses Tun, aber nicht zu viel tun,

Dieses aus der Vergangenheit und der Zukunft Herauskommen, und die immerzu sich ausdehnende Gegenwart einzuholen,

Dieses Stillesein inmitten der Tätigkeit,

Dieses Handlung-Einnehmen, aber nicht tun,

Dieses Loslassen der Ängste, die Vorsicht aber nicht in den Wind schlagen,

Dieses Ehren der Wahrheit, unterdessen kein Griff auf sie gehandhabt wird,

Dieses Glück Wollen, und nicht wissen, was mit ihm zu tun ist,

Diese Suche nach Sinn in demjenigen, was bedeutungslos scheint,

Dieses Mich Wollen und Mich Bestreiten,

Dieses alles Wollen und Lechzen nach Einfachheit,

Dieses Frieden Wollen und Spannung Wollen,

Dieses auf den Himmel aus sein und auf der Erde leben,

Diese Zeit und Zeitlosigkeit,

Dieser Augenblick und diese Ewigkeit,

Diese Hemmnisse, über die man dir sagt, sie gebe es nicht,

Dieses Nichtkontrollieren und Ordnung halten,

Dieses Leben in einem Land der Bestrafung und der Schuld und der ausweichenden Verurteilung,

Dieses frei Sein inmitten von Regeln und Gesetzen, und so weiter.

Was soll ein Menschenwesen tun, das richtig und gut leben möchte? Wie handelst du richtig in einer verurteilenden Welt, ohne Verurteilungen auszusprechen?

Es ist klar, dass das Denken darüber, was zu tun ist, dir mehr davon überreicht, darüber nachzudenken, und dir weniger Gewissheit darüber überreicht, was zu tun ist.

Anstelle des Denkens, versuche das Zuhören.

Anstelle des Rätselns, versuche das Hören.

Richte dich nach den Winken, woher sie kommen.

Versuche nicht soviel herauszufinden. Dir etwas Ausdenken nimmt dich weiter fort, anstatt dass es dich näher heranbringt.

Anstatt auf Antworten aus zu sein, finde etwas Schönes, um es anzuschauen.

Schaue nicht nach Antworten.

Schaue nicht nach Antworten geben.

Welchem Problem du heute auch immer gegenüberstehst, lasse es eine Weile fallen und schaue dir eine Blume genau an. Du wirst stillen Rat finden.

Wende dein Herz zu dem Meinen, und du wirst dich entsinnen, du bist kein Löser. Du bist ein Empfänger. Und dementsprechend wirst du mehr lauschen.

Weniger denken ist weniger erregen. Du hast deine Gedanken sich abrackern lassen, hast sie mit Mistgabeln anderer Gedanken erstochen.

Lasse in deinem Bild etwas freien Raum Eingang finden.

Sofern du von außen nach innen gearbeitet hast, drehe nun die Reihenfolge um und beginne von innen. Sofern du von innen nach außen gearbeitet hast, so reise nach außen. Lasse deinen Geist ruhen, so wie du deine Augen ruhen lassen möchtest, nahe und ferne, nahe und ferne. Schaue irgendwo anders hin.

Du bist kein Löser, weil es für dich nichts zum Lösen gibt.

Du bist derjenige, der lebt.

Leben ist im Leben herumgehen. Was, dachtest du, sei es?

Vielleicht hast du gedacht, du habest das Leben und jene scheinbar Anderen, die mit dir herumgehen, neu zu arrangieren.

Christus wandelte auf der Erde. Und das ist alles, was du zu tun hast. Das ist alles, was du tun kannst. Das ist dein großer Beitrag.

Die Aufgabe, die eine Blume hat – die gleiche ist die deine. Seien.

Und was deine Gedanken anbelangt, alles, was es dir zu tun gilt, ist, mit ihnen Liebe zu verabreichen.

Liebe löst. Deine Gedanken nicht. Deine Gedanken klauben auf und treffen eine Wahl. Liebe liebt.

Nun weißt du, wie all die Probleme des Universums zu lösen sind. Nun weißt du, wie dein Ausdenken weg zu legen ist. Nun weißt du, wie einfach das Leben ist.

Dein Überdenken hat das Leben in Quarantäne gebracht. Und jetzt lebst du das Leben, sodass Andere dir folgen werden und es in derselben Gangart umarmen mögen.

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HEAVEN #632 – 13.7.2002 – Expand Your Vision

WEITE DEINEN BLICK AUS

Wenn du doch bloß sähest, was direkt vor dir ist, wie leicht wäre das Leben doch dann für dich! Wenn du doch bloß sähest, was direkt vor dir gewesen war, ungefärbt durch die Vergangenheit, wie klar würdest du doch dann sehen! Aber der Geist hinter deinen Augen tätigt Kalkulationen und zählt Zahlen aus der Vergangenheit zusammen.

Es ist so, als ob der Geist in jeder Situation fragt, ohne dies in dein Aufmerksamkeitsfeld zu rufen: „Was aus der Vergangenheit ist jetzt gegenwärtig? Welche Schatten erscheinen hier?“

Und so siehst du nicht immer, was gegenwärtig ist. Du siehst die Überreste der letzten Nacht. Du siehst eine transparente Einblendung, die an die Gegenwart geklammert ist.

Räume deinen Geist der Interpretationen der Vergangenheit auf. Solange du interpretierst, anstelle zu sehen, erinnerst du dich. Anstelle zu leben, rechnest du. Sei kein Roboter, der nur der Programmierung folgt, und der vom ersten Mal nichts weiß.

Lasse jetzt all das Erstemal für dich.

Sei die Sonne, die über den Horizont ohne Vorurteile späht, ohne Anhäufung von früheren Impressionen, schlicht eine neue Sonne, die auf eine Welt scheint, die sie jedes Mal, wenn sie ihr über den Weg läuft, zum ersten Mal sieht.

Was würdest du doch sehen, falls du ausschließlich sehen könntest, unbehindert von den Sichten der Vergangenheit sehen könntest!

Los lassen wäre einfach, wenn du dich nicht an der Vergangenheit festhalten würdest. Leben wäre um Vieles leichter, wenn du die Entzauberung aus der Vergangenheit los ließest.

Sei mit dem Heute verzaubert.

Die Wahrheit heißt, die Vergangenheit existiert nur in deiner Einbildung. Weil sie in der Einbildung Anderer ebenfalls existiert, verifiziert das die deine nicht. Das wäre nicht das erste Mal, dass sich jemand geirrt hat.

Neu ist ein populäres Wort. Jeder möchte Neues. Für Neues zahlst du gutes Geld. Es gibt eine Menge Neues, das von Belang ist, wofür du nichts zu bezahlen hast. Wasche deine Augen.

Neuheit dem Leben gegenüber ist nicht etwas hinzutun. Es ist Bauen auf einer akkurateren Prämisse.

Du änderst die Gegenwart, indem du die Anhäufung der früheren Gedanken, die bloß Meinungen darstellen, los lässt. Meinungen sind dafür da, gewandelt zu werden. Du hast keine Schwierigkeit damit, heute das eine Waschmittel zu mögen und morgen ein anderes. Sofern du Waschmittel wechseln kannst, wieso nicht das im Leben wechseln, was dich von dem fernhält, was du sein möchtest?

Die Vergangenheit war immer dafür bestimmt, aus ihr heraus zu schreiten. Schreite aus ihr heraus. Lasse sie schier hinter dir.

Sogar bereits gestern ist weit von heute entfernt.

Lasse heute deine Augen wie einen neuen Farbanstrich auf den Tag fallen. Heute sehen deine neuen Augen, was hier ist, nicht, was sie dachten, es müsste sein. Heute siehst du ohne Vorsätzlichkeit. Heute segelst du auf einem Meer, auf dem du noch nie zuvor gesegelt bist. Oder du siehst eine alte See zum ersten Mal. Du siehst aus einem anderen Winkel heraus; deswegen siehst du zum ersten Mal. Vielleicht warst du umgestülpt, und heute ist die richtige Seite oben.

Sieh mehr das Anschwellen des Lebens als das Wiederaufflammen.

Mache eine neue Welt. Beschleunige ihren Eintritt in den Himmel.

Deine Sicht ist machtvoller, als du ihr Glauben schenkst. Was du siehst, wird erschaffen oder wieder erschaffen. Zolle dem Aufmerksamkeit, was du siehst. Versuche nicht, die Welt in einem Fehler oder in einem Verbrechen einzufangen. Beginne, die Welt in einem Akt der Schönheit zu erhaschen.

Schönheit ist nicht weithergeholt. Erlesene Schönheit ist die Wahrheit der Existenz. Es ist nur so, dass mitunter Meine abgespannten Kinder denken, es sei klug, über andere Alternativen herzufallen. Öfters mögen sie es gerne, die Welt in einem Fehlbenehmen zu erwischen.

Erwische heute die Schönheit der Welt. Fange sie und bewahre sie und weite sie aus. Alles, was du zu tun hast, ist, sie zur Kenntnis zu nehmen. Nimm sie zur Kenntnis, anstelle all der Dinge, die du zur Kenntnis genommen hast.

Du bist derjenige, den Ich gewählt habe, um die Sicht der Welt zurechtzubringen, indem du deine eigene zurechtbringst. Möchtest du Mir das versagen?

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HEAVEN #633 – 14.7.2002 – Let Your Heart Be Heard

LASSE DEIN HERZ VERNOMMEN WERDEN

Einer deiner größten Schauer ist, sobald dein Herz sich mit einem anderen verbindet. Du nennst das auf der gleichen Wellenlänge. Und, während du voranschreitest, wird dein Herz mehr und mehr seinen gleichen Schlag in Anderen erkennen. Noch mehr als das, du wirst anfangen zu ahnen, dass es letztlich Mein Herz ist, mit dem du abgestimmt bist. Dieser Schauer der Anerkennung ist unvergleichlich.

Dein Herz schlägt für Mich. Ich setzte es in Bewegung, und Ich stimmte es mit dem Meinen ab. Die Stimmgabel ist Liebe. Unendlich ist die Schwingung der Stimmgabel, und unendlich ist die Liebe.

Liebe strömt heraus über das Universum hinweg. Eine Lawine von Liebe.

Sofern diese Liebe nicht augenscheinlich ist, liegt das daran, dass der natürliche Fluss der Liebe gedämmt wurde. Es war scheinbar auch Mode, die Existenz des Herzens zu verleugnen. In gewissen Vierteln wurde es verbannt, galt es als déclassé, wenn das schlagende Herz vernommen wurde. Als ob das Herz es nicht verdiente, in jede Ecke des Universums zu gehören. Als ob es in die höfliche Gesellschaft ausgewiesen gehörte.

Wieso in der Welt sollte jemand das Anschwellen von Liebe niederdrücken? Und doch scheint ebendas zu geschehen. Die Wahl fällt öfters auf den Geist als auf das Herz. Öfters auf die Vernachlässigung als auf das Mitempfinden. Öfters auf die Herzlosigkeit als auf die Herzlichkeit. So, als sei das Herz etwas, was man abdrehen kann in dem Fall, dass es jemand hören oder dass jener durch seinen Puls beeinträchtigt werden könnte. Indes stellt es ein Behelligen dar, eine Nicht-Anerkennung des Herzens innezuhaben. Das ist mehr, als das Herz tragen kann.

Keiner möchte, dass sein Herz zerrissen wird. Herzen werden aber durch das pure Verleugnen ihrer Existenz verwundet und zerrissen. Das Herunterspielen der Wichtigkeit des Herzens für den Einzelnen und für das Universum verletzte das Herz weitaus mehr, als es es schützt.

Dein Herz ist am rechten Platz, aber es wurde befestigt, seine Tore durch Ausstattungen untermauert, so dass es nicht mehr geöffnet werden kann. Es kam zu einem Bedarf, es an einer Stelle eingefroren zu halten, so, als würde das Einfrieren es unversehrt bewahren, so, als würde es dadurch gerettet. Aber es ist wider die Natur des Herzens, es verschlossen oder am Warten zu halten. Das Herz unterdrücken ist das Strömen des Lebens unterdrücken. Worauf wartet das Menschenherz?

Das Herz ächzt nach Leben, dass es zu ihm kommen möge, und zur selben Zeit ist das Herz womöglich trainiert worden, das Leben fortzuhalten. Das Leben hat sich selbst behindert. Es hat sich selbst widersprochen. Es hat versucht, separat und unabhängig zu sein, hat sich indessen selbst leer gemacht.

Wofür sind Herzen, wenn nicht, um zu pochen?

Entbinde dein Herz. Löse es. Es braucht keinen Wächter. Es bedarf freigesetzt zu werden.

Du hast Angst, dass dein Herz wild wuchernd wird. Du fürchtest, es wird nicht in der Lage sein aufzuhören. Du fürchtest, es wird wild wegrennen, und man trampelt auf ihm herum. Du hast Angst, dein Herz enthüllt werden zu lassen, demnach hast du es mit dem Gesicht nach unten gehalten, als wären Liebe und Mitempfinden etwas zum Verbergen.

Lasse dein Herz das Licht des Tages sehen. Lasse es über dem Horizont erscheinen. Lasse dein Herz eine Flagge sein, die in der Brise weht. Lasse es sich selbst äußern. Nimm dein Herz aus dem Kühlhaus, so dass du dir selbst stattgeben wirst, ein Liebhaber der Menschheit zu sein, anstelle eines Verurteilenden von ihr. Du brauchst keinen Haftungsausschluss für dein Herz. Für das Herz braucht man sich nicht zu entschuldigen. Es weiß es besser als du.

Ein Herz ist dafür bestimmt, unveräußerlich zu sein. Entfremde es also nicht mehr länger von seinem eigenen Schlag. Höre ihm zu. Dein Herz signalisiert das Meinige.

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HEAVEN #634 – 15.7.2002 – Why God Invites You

WESWEGEN DICH GOTT EINLÄDT

Herzeleid signalisiert, dass dein Herz mehr möchte. Bestimmte Situationen und Menschen, die in deinem Leben in Erscheinung treten, bringen dir dein schmerzendes Herz mehr zur Kenntnis als zu anderen Zeiten, die ganze Zeit über allerdings schreit dein Herz danach, voll zu sein.

Wenn dein Herz nicht voll genug ist, fühlt es sich leer, und was immer hereinkommt, übt Macht über es aus. So als ob dasjenige, was an ihm vorbei geht, es bereichert oder es durcheinanderbringt. So als ob dein Herz ein Magen wäre, und Süßigkeiten würden es ihm angenehmer machen, und Bitterkeit würde es vergällen. Aber ein Herz ist kein Magen. Und dein Herz ist mit dem Meinen verbunden. Es hat nicht nach der Welt so hungrig zu sein.

Abhängigkeit von der Welt und von persönlichen Vorkommnissen bedeutet, dass dein Herz ihrer Gnade ausgeliefert ist. Aber dein Herz ist ein Herz, und die Welt ist nicht sein Herrscher.

Dein Herz ist mehr als ein Empfänger. Dein Herz ist ein Sender, und jede Botschaft, die es sendet, empfängt es auch. Es hört das Echo. Die Fülle deines Herzens hängt davon ab, was es hinausgibt. Dein Herz bereitet sich selbst Schmerzen oder es erheitert sich selbst.

Nichts braucht auf dein Herz aufzustoßen.

Keine Erinnerung. Kein Angriff. Wenn andere Herzen sich zusammenziehen, das deine muss das nicht.

Es ist gut, dass du dein Herz zu dem Meinen wendest, da Mein Herz das deine füllen wird. Ich brauche deine Liebe nicht für Mich selbst. Ich bitte um deine Liebe und Aufmerksamkeit, damit dein Herz voll sein mag. Hast du gedacht, dass Ich dich Meines Bedürfnisses wegen zu Mir rufe? Ich habe kein Bedürfnis. Ich habe Willen, und Mein Wille lautet, dass du Erfüllung hast. Ich bitte dich, Mir näher zu kommen, sodass du all die Liebe zu erkennen beginnst, die bereits schon dir ansteht zu geben. Ich setze ein Beispiel für dich. Nicht die Welt tut das.

Wenn ein Auto Benzin braucht, hast du das Empfinden, eine Tankstelle anzufahren.

Wenn dein Herz Liebe braucht, hast du vielleicht dort geschaut, welche zu bekommen, wo du sie geben solltest.

Es ist bei Mir, wo du Liebe auffüllst, und zur Welt hin gibst du sie. Gab es da ein Durcheinander?

Vielleicht hast du gedacht, es gelte, deine Liebe Mir zu geben, sozusagen in Mein gutes Benehmen einzutreten, und dass Andere in der Welt daran wären, dir ihre Liebe zu geben, und dass du, auf diese Weise, erkennen könntest, dass du in Meiner Gunst stehst. Du magst gedacht haben, du habest dich zu Mir herunter zu beugen, sodass die Welt sodann weiß, dass sie verpflichtet ist, sich zu dir herunter zu beugen.

Der Vater des Universums ist der Ernährer, und zu Mir kommst du der Nahrung wegen. Und dann drehst du dich um und gibst hinaus, was Ich dir gebe. Vielleicht bist du nur mit Leere herumgelaufen. Und dachtest, all jene Anderen, die herumlaufen und sich nach mehr umsehen, seien für die Leere oder den Schmerz deines Herzens verantwortlich.

Und, ja, mitunter haben Etliche unter euch Mich für euren Schmerz und für den Schmerz der Anderen vorgenommen. Aber Ich bin nirgendwohin fortgegangen. Ich bin hier, so wie immer, begierig auf euch zu warten. Kommt, nehmt entgegen, was Ich euch gebe.

Schaue zum wenigsten ein bisschen mehr deswegen zu Mir, wofür du zur Welt hin schaust. Ich freue Mich, dir Meine Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe sie Mir nicht abzuschnorren. Du hast keine Partie zu spielen. Du hast nicht etwas vorzutäuschen. Du hast keinen Kotau zu machen. Du gefällst Mir, indem du hier bist. Ich bin Derjenige, dem du bereits sehr gefällst. Es gibt keine Eintrittskosten, und keine weiteren Erforderlichkeiten. Eine offene Einladung. Komme einfach.

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HEAVEN #635 – 16.7.2002 – Your Strange Dream

DEIN SELTSAMER TRAUM

Schiffe, die auf den Meeren segeln, haben Ballast.

Für dich, der du auf der Erde gehst, bin Ich der Ballast. Ich bin dein Gleichgewichtsrad. Ich bin dein Stabilisator.

Gar mitten im Nebel kannst du Meine Stimme hören, denn Ich rufe in allen Richtungen nach dir. „Hierher. Nimm diesen Weg.“

Du kannst Mich auch als deinen Anlegeplatz ansehen. Wo Ich bin – das ist dort, wo du deinen Hut hinhängst. Das ist dort, wo du dich zurücklehnst und entspannst. Bei Mir gibt es keine Performance. Es gibt weder ein Mithalten noch ein Zurückhängen. Es gibt schier Seien. Wir hängen zusammen herum.

Wir liegen in einer Hängematte. Wir blicken zu den Sternen hoch. Wir halten über dem Universum unsere Hände. Unsere Herzen hüpfen vor Freude, oder sie verbleiben unentwegt in Freude. Wir tauschen Liebe aus. Wir sind einander anvertraut. Wir haben ein wechselseitiges Arrangement. Es trägt den Namen Friede.

Wir haben ein Stelldichein. Wir haben einander versprochen, dass sich Unsere Augen begegnen werden. In der Menge oder in der Abgeschiedenheit. Unsere Augen treten miteinander in Verbindung. Wie konntest du mehr erbitten?

Wir fallen einander in die Arme und ineinander. Wir bleiben eine Weile.

Du schlägst mit der Zeit Purzelbäume. Du galoppierst über den Mond. Du wärmst deine Hände in der Sonne auf. Du zwickst die Sterne. Meine Augen weichen nie von den deinen. Mein Herz liegt in deinen Händen. Du bist der Erfüller der Bestimmung. Du bist Mein Erfüller.

Ich bin dein Diener, und du der Meine. Wir dienen einander. Wir stehen einander bei. Wir tragen uns je selbst und einander.

Wir sprühen die Sterne über die Himmel. Wir besprühen einander mit dem Licht, aus dem Wir gemacht sind. Wie Kometen schicken Wir Licht zur Welt.

Doch hattest du einen seltsamen Traum, dass es zwischen Uns einen großen breiten Streifen gibt. Ihr dachtet, wir befänden Uns an getrennten Enden des Universums. Ihr dachtet, ihr wärt in einen entferntesten Winkel geschleudert worden, und man habe euch gesagt, ihr hättet auf eigene Faust zurückzukommen. Ihr dachtet, Dunkelheit herrsche vor, und es gebe keinen Weg, um Mich zu finden, oder um die Wahrheit dessen zu finden, was Ich sage. Ihr konntet nicht Meine Stimme hören. Ihr konntet nur die eigenen hören, und ihr wusstet nicht, was ihr sagtet. Ihr wart sicher, ihr befändet euch in einem Wald, der kein Ende hat. Ihr seid gestolpert. Ihr habt nach einer Lichtung gesucht, aber da war keine.

Und dann seid ihr aus eurem seltsamen Traum aufgewacht, und ihr wusstet genau, wo ihr wart und in Wessen Armen ihr liegt. Ihr saht, ihr wart in einer Lichtung, und dass es in ganzen Welt nichts anderes gab als diese Licht, das Zeit und Raum und diesen ganzen seltsamen Traum hinausschien.

Wenn ihr euch in dem Traum befindet, scheint er real. Wenn ihr aber aufwacht, wisst ihr, das ist nicht der Fall.

In der Welt habt ihr irrtümlich den Traum für die Realität, die Realität für den Traum gehalten. Ihr denkt, wonach ihr zergeht, das kann nicht Wirklichkeit werden, und dass ihr in dem feststeckt, was ihr als Realität seht. Ihr denkt, nichts kann einen Unterschied erbringen, nichts kann geändert werden, und dass ihr für immer in diesem entsetzlichen Traum als Realität verehrt bewahrt seid.

Diejenigen, die klar sehen – sie hat ihr Träumer genannt. Du, der du derjenige bist, der träumt, nanntest diejenigen, die weiter als du sahen, Träumer, unterdessen es dein Name war. Nenne sie Seher der Realität. Sie wissen, da ist mehr, als das Auge in deinem Traum sieht. Sie sehen über deinen Traum hinaus, den du als Realität bezeichnest. Du siehst den Wald. Sie sehen die Lichtung. Du kannst das auch. Schaue hoch, um den Himmel zu sehen. Wache jetzt von deinem seltsamen Traum auf.

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HEAVEN #636 – 17.7.2002 – What Destiny Do You Have in Mind?

WELCHE BESTIMMUNG HAST DU IM SINN?

Woher hast du die Idee, auf Dinge zu warten, dass sie geschehen? Die Dinge werden aus sich selbst heraus erfolgen, aber der Richtung kannst du einen Anstoß geben. Erschaffe mit Mir. Was möchtest du erschaffen? Zeichne das Bild davon, und es ist das Unsere.

Ja, ihr seid nicht die Tuer. Ich BIN das. Und doch könnt ihr die Dinge zum Laufen bringen. Sofern der Mensch Kriege anfangen kann, kann er ganz bestimmt andere Dinge ebenfalls anfangen. Er kann den Frieden beginnen, indem er ihn erstrebt. Er kann ihn in seinem Gewahrsein etablieren.

Wie machtvoll ist doch das Gewahrsein!

Füge dein Gewahrsein dem Meinigen zu, oder das Meine dem deinen, und wohin kann dann das Universum nicht reisen?

Welche Bestimmung hast du im Sinn?

Wovon träumst du? Was möchtest du, dass es passiert?

Genauso wie du an einen köstlichen Kuchen denkst und wie dir dabei das Wasser im Munde zusammen läuft, kannst du an eine Myriade anderer Dinge denken, und ihre Bewegung starten. Gib deiner Bestimmung einen Schubs.

Entsinne dich, deine Bestreben groß genug anzusetzen. Und erstrebe mehr als für dich selbst. Bestreben, die auf dich begrenzt sind, sind nicht bedeutsam genug.

Vielleicht befindet sich auf deinem Grundstück ein Baum, du möchtest gerne, dass er wächst. Es ist nicht genug, dass dich das Begehren nach dem Wachstum dieses einen Baumes trägt.

Das Bestreben haben, dass deine Stadt erblüht, ist nicht genug. Prosperität für deinen Staat erstreben ist zu klein, es ist zu klein für dein Land, für deine Weltregion. Bestreben für Geringeres als die Gesamtheit des Universums und seiner Gesamtheit der Menschheit sind vereitelte Bestreben.

Wie nach einem Penny streben, während du einen Dollar erstreben kannst.

Es gibt genug Wohlstand für jeden, nicht jedoch genug Bestreben nach Wohlstand für jeden.

Weswegen Gesundheit für dich und deine Familie alleine erstreben?

Du bist dir insgesamt keine Entität. Du bist ein integraler Bestandteil des Universums. Das Universum hebt und senkt sich mit dir, und du bist durch all diese anderen Aspekte von dir im Universum ebenfalls hochgehoben oder nach unten gezogen. Das Gewahrsein der Menschheit hat einen großen Einfluss auf dich inne. Dein Gewahrsein ist nicht dafür bestimmt, etwas Kleines zu sein. Es ist bestimmt zu wachsen.

Kraft eurer Anstrengung habt ihr viel erreicht. Mit einem fein abgestimmten Gewahrsein könnt ihr mehr und für Viele mehr etwas erreichen. Wieso sich mit Wenigerem zufrieden geben?

Ihr seid wie der Bug eines Schiffs. Wohin ihr geht, dorthin folgt das Schiff. Wohin eure Gedanken führen, dorthin folgt ihr. Reichert eure Gedanken an, und der gesamte Lauf des Universum wird gewandelt. Das musst die Wahrheit sein. Das ist bereits wahr – so funktioniert die Welt jetzt. Anderenfalls, wie sollte das Universum funktionieren, wie das der Fall ist, wie sollte die Welt funktionieren, wie das der Fall ist, wie sollten die Regierungen funktionieren, wie sie es tun, sofern sie nicht mit dem Gewahrsein der Menschheit flottgehalten und durchpflügt wären? Lasst uns das Gewahrsein der Menschheit anheben und damit das Universum.

Gewahrsein ist nicht im Denken alleine. Aus dem Gewahrsein kommen Gedanken zum Vorschein. Gewahrsein ist Offenheit gegenüber sich selbst. Es kommt nicht aus deinen Gedanken. Deine Gedanken kommen aus deinem Gewahrsein. So leicht, wie es ist, auf di4e eine Weise zu denken, so leicht ist es es, das auf die andere Weise zu tun.

Ihr seid bereits für den nächsten Schritt parat. Der nächsten Schritt ist keine große Sache. Er ist einfach der nächste. Der nächste Schritt geht von dort aus, wo du jetzt bist.

In einem gewissen Sinne fällt alles. Lasse dein früheres angehäuftes Denken fallen, denn es hält dich an einer Stelle. Lasse alles fallen und hüpfe. Wenn du hüpfen möchtest, hast du früheres Gewahrsein fallen zu lassen.

Falls du zu kleine Schuhe anhast, wie können dann deine Füße wachsen?

Wir reden über Freiheit, teure Kinder der Erde und Gottes.

Entfesselt euch. Vielleicht wisst ihr nicht ganz, wozu ihr fähig seid, und dennoch, nach wie vor könnt ihr dazu heranwachsen. Ihr müsst eine Ahnung für dem unkartierten Territorium haben, das das eure ist.

Ihr seid nicht umsonst geboren. Ihr seid nicht für nichts sondern für etwas. Ihr seid für etwas Großes. Es wird euch finden. Es wird euch rascher finden, sobald ihr euch nach ihm umseht und ihm zujubelt.

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HEAVEN # 637 – 18.7.2002 – You and the World

DU UND DIE WELT

Du möchtest nicht nur, dass die Welt ideal ist, auch du möchtest ideal sein. Du möchtest die Geliebte der Welt sein, und du möchtest die Wohltäterin der Welt sein. Und wenn du dich nicht im Mainstream befindest, wenn du dich anders als die Anderen befindest, wenn du dich wie einen Auswuchs empfindest, spürst du ein wenig Bestürztheit. Bei dir hat es sich nicht so herausgestellt, wie du es erwartetest. Du möchtest dich gerne wohlgefällig sein, aber du siehst, das bist du nicht. Und manchmal du fühlst dich wie derjenige, der in deinem Kreis der Welt nicht wie sonstwer ist.

Immer mal wieder enttäuscht dich die Welt, so wie du sie kennst, und immer mal wieder enttäuschst du dich selbst.

Das Wort „enttäuschen“ ist interessant. Ich habe dich zu Meinem Emissär ernannt. Ich würde dir das nie aberkennen. Wenn du dich allerdings von deinem wahren Zweck wegbewegst, hast du dich selbst enttäuscht.

Du kannst nicht jedem alles sein.

Und nicht jeder kann das sein, was du möchtest.

Aber du bist, was Ich möchte, und Ich möchte, dass du Du bist, nicht sonst jemand.

Ich habe dich zum Du ernannt.

Wenn du mit jenen um dich herum nicht einverstanden bist und dich darum bemühst, fühlst du dich dir selber gegenüber unaufrichtig. Das ist kein gutes Gefühl. Eigentlich das Gegenteil.

Was wäre also, wenn du nicht wie jeder wärest, oder nicht, was jeder zu sein scheint?

Was wäre also, wenn du kein Renegat wärst?

Was wäre also, wenn du dich mehr mit Mir in eine Flucht begibst als mit Anderen?

Sofern du in der Wahrheit bist, kannst du dich nicht den Massen beigesellen, denn sie befinden sich wohl nicht in der Wahrheit.

Oder sieht es vielleicht bloß danach aus, dass du alleine dastehst, während du bei Mir stehst? Wieso sollte dir die am wenigsten Einsame Sache in der Welt wie die einsamste erscheinen? Weil Mich niemand recht so sieht wie du? Weil jeder so so seine eigene Aufnahme von Mir besitzt? Unterdessen Ich der gleiche unwiderrufliche Gott bin, hat jeder seine eigene Version. In diesem Sinne stehst du allein.

Du möchtest nicht, dass Ich exklusiv für dich bin. Du möchtest, dass jedermann erkennt, wie sie Mich haben. Du möchtest, dass Ich geteilt werde, und dennoch möchte nicht jeder deine Ansicht von Mir teilen. In der Arena Gottes betreibst du keinen Wettstreit, indes kannst du gleichwohl nicht Kompromisse schließen. Du glaubst daran, alle Sichtweisen zu akzeptieren, dennoch fühlst du dich unfähig dazu.

Selbstverständlich bin Ich nicht mehr oder weniger von jemandes Sicht von Mir abhängig. Wieso bist du es?

Du bist keine Skala, um die Ansichten Anderer zu wiegen. Und gleichwohl brauchst du nicht ihren Weg zu nehmen. Du kannst deinen eigenen gehen. Du musst deinen eigenen gehen. Du kannst es nicht anders.

Wie du dich Mir näherst, ist deine Herangehensweise. Und wie sich Andere Mir nähern, ist deren Herangehensweise.

Wie du Mich offenlegst, ist deine Weise, Mich offenzulegen. Wie Andere Mich offenlegen, ist deren Weise, Mich offenzulegen.

Ich gehöre jedem zu. Ich gehöre ihnen zu, so wie sie Mich in ihren Augen sehen.

Kein Bedarf, bei jemand anderem mit einzustimmen.

Du gesellst dich Mir bei.

Ich bin genug.

Und du, einfach so wie du bist, bist bei Mir genau recht.

Jeder von euch ist das gesamte Universum, und jeder ist sein eigener Sektor.

Alles Licht ist Mein Licht, und jeder unter euch verstrahlt entsprechend seinem Herzen Mein Licht. Für dich gibt es nichts anderes zu tun.

Ich habe eine eine einzelne Schwingung, und dennoch schwingt ein jeder von euch variabel zu dem Einssein. Einssein ist Eins, und dennoch ist es etliche.

Sei deinem Gewahrsein von Mir treu, und wisse, es ist in Ordnung, Anderen den Atem stattzugeben, das gleiche zu tun.

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HEAVEN #638 – 19.7.2002 – Hear with Your Heart

HÖRE MIT DEINEM HERZEN

Für dich ist es in der Welt eine der schwersten Sachen, zu spüren, dass du nicht gehört wirst. Das ist bei Menschen schwer für dich, und es ist besonders schwer für dich, wenn du spürst, Ich hörte dich nicht, denn dann empfindest du es so, als wärst du die Stimme, die in die Ödnis hinausruft. Keiner antwortet. Du rufst umsonst.

So weit, wie andere Menschen auch reichen, sie haben ihre eigenen Agenda, und manchmal können dich Menschen nicht hereinlassen, und es mag sein, sie entgegnen dir so, als hörten sie dich nicht, oder, sie haben dich tatsächlich nicht gehört.

Meine teuren Kinder, ihr braucht nicht durch Andere gehört werden. Ihr habt zu sprechen, aber niemand hat euch zu hören. Aber das bedeutet nicht, dass es für euch in Ordnung ist, herumzulaufen und Andere nicht zu hören. Eure Hinsicht zählt.

Die ihrige auf euch nicht.

Du bist ein Sprecher und ein Zuhörer. Du kannst es nicht hinkriegen, dass dir jemand zuhört, aber nichtsdestotrotz kannst du zuhören. Es ist nicht so wichtig, dass dich jemand hört, aber es ist wichtig, dass du hörst. Es ist wichtig, dass du, der du Mich hörst, offen sein magst, Andere ebenfalls zu hören, dir indes nicht allzu viel daraus zu machen, was sie sagen oder nicht sagen.

Du hörst Mich jetzt. Du möchtest jemand sein, der hört. Und du möchtest mit deinem Herzen hören. Deine Ohren hören Worte. Dein Herz hört Botschaften.

Lasse dein Herz ein Herz sein, das hört. Höre sogar die Stille der Anderen. Nicht lange ist es wohl her, da warst du derjenige, der nicht entgegnete.

Lasse die Menschen auf dich eingehen oder nicht, so wie sie es wählen. Das wird dich mehr machen so wie Ich.

Da gibt es diejenigen, die Mich nicht hören, die sagen, Ich hörte sie nicht. Sie sagen, Ich höre ihre Anliegen nicht, und sie sagen, Ich beantworte sie nicht. Manchmal sagen sie, Ich höre ihre Bitten, Ich antworte aber immer noch nicht.

Ich spreche die ganze Zeit. Das bedeutet, Meine Liebe geht in jedem Moment hinaus. Ich gieße Liebe aus. Meine Liebe reicht überallhin. Sie erreicht dich. Du hast sie vielleicht nicht zur Kenntnis genommen. Du hast vielleicht Energie aufgebracht, sie nicht zur Kenntnis zu nehmen, denn du schaust nach Mir als jemand, der zu einer bestimmten Tür hereinkommt, während Ich etwa soeben durch eine andere Tür hereingekommen bin.

Etliche unter euch mögen nicht erwartet haben, dass Ich euch antworte. Und ihr weist ein gewisses Knurren der Zufriedenheit aus, solange ihr Mich nicht hört, weil euch das das Richtige beweist. Ihr hört nicht, deswegen sagt ihr, Ich rede nicht. Und so scheint es, dass ihr euch einen Sieg anrechnet.

Je mehr ihr Mich hört, desto weniger seid ihr darüber beunruhigt, ob Andere euch hören oder nicht. Desto mehr ihr Mich aber hört, desto größer wird euer eigenes Zuhören und Zusehen sein. Eure Ohren, Augen und Herzen dehnen sich entsprechend Meiner Stimme aus. Anders kann es nicht sein.

Hier Folgendes: Ihr hört Mich nicht für euch alleine. Ihr hört auch für Andere, die nicht hören.

Eben so, wie euer Arm, wenn ihr entlanggeht und jemand in euer Nähe stolpert, hinauslangt, um ihm zu helfen – -, auf dieselbe Weise hört ihr für Andere. Desto mehr ihr hört, desto mehr werden Andere dazu in der Lage sein. Ohne ein Wort von euch werden sie besser hören, denn du bist ein Verstärker.

Je mehr Ich gehört werde, desto mehr bin Ich gehört.

Je mehr du siehst, desto mehr siehst du.

Je mehr du verstehst, desto mehr verstehst du.

Und Verstehen wird kommuniziert.

Für jene Lieben unter euch, die von Mir mehr Erfüllung möchten, die bessere Antworten, die von Mir mehr Nachweise wollen, die Meine Stimme mehr hören wollen als alles andere, die von Mir enttäuscht sind, die Mich in ihrem Herzen ermangeln, die Mich als den Verursacher von Schmerz in der Welt erachten, die sich Meiner beraubt fühlen, wendet eure blutenden Herzen zu Mir, fordert nichts, empfangt alles.

Wenn ihr es für erforderlich erachtet, dass Ich euer Bestreben erfülle, so wie ihr es eurem Beharren nach für richtig befindet, versucht ihr, Mich auf einen einzigen Kanal zu begrenzen. Ich kann nicht begrenzt werden. Ihr müsst euch ausdehnen.

Es ist so, als befänden Wir Uns auf einem langen Marsch. Ihr sagt, jetzt braucht ihr eine Ruhepause.

Ich sage: „Ein wenig weiter noch.“

Ihr sagt: „Nein, Gott, hier möchte ich mich hinsetzen. Ich möchte mich auf diesen Felsen setzen, und ich mag das Wasser hier.“

Du sagst das, weil du nicht mit jeder Wende der Straße vertraut bist, die auf uns zukommt, falls du dich auf den Fels hinsetzt, den du dir aussuchst. Genauso wenig kennst du im Voraus die Kehren der Straße, wenn du mit Mir kommst.

Ich kenne weiter vorne einen schönen Platz für dich zum Sitzen und Ausruhen. Ich kenne eine Quelle, aus der du trinken, und einen Weinstock, wo du dir Trauben pflücken kannst. In all deiner Unkenntnis gibt es für dich keinen Grund, Meiner Leitung zu folgen, ohne dich dahinzuschleppen oder zu schmollen. Du kannst aber nicht weit genug sehen. Du kannst nur so und so weit sehen.

Für Unsere Reise gibt es kein Ende. Und Ich kenne den Weg. Du denkst, du kennst ihn.

Wie immer, alles, was du tun kannst, ist mit Mir kommen. Hier, nimm Meine Hand.

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HEAVEN #639 – 20.7.2002 – The Far Reaches

DIE FERNEN WIRKUNGSBEREICHE

Immer und immer wieder bist du überrascht, wenn andere Menschen nicht so denken wie du. Du bist erstaunt. Aus der Mutmaßung entspringt deine Überraschung. Du kannst eigentlich andere Menschen nicht vorhersagen, weswegen also versuchst du es? Du gehst davon aus, dass sie in einer bestimmten Maserung verlaufen, und nun findest du, sie verlaufen in einer anderen.

Vom Kopf her weißt du, es ist besser, keine Annahmen einzugehen, wenn es auf Andere hinausläuft. Sie befinden sich nicht immer auf einem einzigen Weg. Am einen Tag mögen sie Thunfisch, am nächsten keinen. Sie mögen an dem Leben stochern oder an es stoßen, doch bist du nicht der Vorhersager dessen, was ein Anderer tut oder was sie sehen oder welche Wahl sie treffen. Du bist ein neutraler Anseher. Alles hat euch das gleiche zu sein, ihr Teuren.

Leute haben dich überrascht, positiv wie negativ. Manchmal schienen sie weniger, als du dachtest, und manchmal wundervoller, als du dir je vorstellen konntest. In beiden Fällen kamen sie deinen Erwartungen nicht nach. Du hast keinen Grund, zu erwarten.

Du hast auch einige Behauptungen über dich selbst aufgestellt, die nicht so sind. Dennoch ist es eine gute Idee, einige Behauptungen über dich selbst aufzustellen. Stelle einige positive auf, und gehe dann in sie hinein.

Auch wenn du es nicht glaubst, setze voraus, dass du eine starke Seele auf Erden bist. Das ist natürlich die Realität. Ich stellte nicht die Schwache auf die Erde, obschon es solche unter euch gibt, die davon ausgingen, dass ihr eher schwach als stark wärt. Sobald ihr einmal bei der Idee euer Stärke einrastet, werdet ihr von ihr mehr finden, wie sie zum Vorschein kommt. Sie war immer da.

Stärke beruht mehr auf dir, als du auf Anderen beruhst.

Du weißt es besser, als dass du dich auf Andere verlässt, die deinen Willen zur Ausführung bringen. Du lernst das von Zeit zu Zeit immer wieder. Du lernst, es ist besser, keinen Anlauf zu nehmen, um deinen Willen mit demjenigen eines Anderen zu messen. Sie haben den ihren, du hast den deinen. Freilassend sind sie, und freilassend bist du.

Wenn es sich um deine Konzeption von Meinem Willen und dem deinen beläuft, so erinnere dich daran, deinen Willen groß genug zu machen, und danach werden dein und Mein Wille näher aneinander haften. Das ist kein Opfer. Es ist kein Opfer, deinen Willen zu einer größeren Vision herbei zu ziehen.

Du und Ich möchten Gutes, du aber siehst womöglich nur gewisse Straßen, die sich dafür ausweisen. Du weißt bereits, dein Angehaftet-Bleiben an allem, so wie es ist, ist nicht Mein Wille. Wiewohl du Meine gänzliche Beachtung innehast, übertrifft Meine Sicht die deinige, denn Ich sehe immerzu die Ganzheit, und du noch nicht immer. Unsere Bestrebungen sind die gleichen, aber ihr Umsetzen ist es wohl nicht. Du magst gedacht haben, Ich müsse Mich nicht nur an deinen Willen halten, sondern auch an deinen Plan. Es geht nicht so sehr um Geduld, was du zu lernen hast, wie es um eine umfassendere Weise zu schauen geht.

Hier nun Annahmen, die für dich wahr und gut sind zu treffen:

Ich, Gott, bin stets an deiner Seite. Und du verstehst wohl nicht immer, was dir förderlich ist und was nicht.

Ich, Gott, bin immer für dich hier. Und du verstehst Mich womöglich nicht, aber Ich verstehe dich immer.

Ich bin die einzige Sache in der Welt, an der du dich festhalten kannst. Ich bin die Liebe, die du entgegen nimmst, und Ich bin die Liebe, die du gibst. Eine andere gibt es nicht. Die Liebe, die du persönlich nennst, ist lediglich ein Partikel.

Das relative Leben ist nicht alles, was am Leben dran ist. Da ist viel mehr, und du mögest es nicht versäumen.

Du bist weitaus mehr als dieses Menschenseinswesen, das du deines Erachtens bist. Du bist aus den gleichen Bestandteilen gemacht wie die Sterne. Schau, wie weit dein Licht hinausreicht.

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HEAVEN #640 – 21.7.2002 – Keep Going

GEHE WEITER

Wenn du dich durch das Leben, durch die kleinen Dinge im Leben, geschrammt fühlst, bist du vielleicht stillgestanden. Bewege dich rascher, und die kleinen Dinge werden dich nicht treffen, oder, sofern sie es tun, du wirst dich zu schnell bewegen, als dass du ihnen viele Gedanken schenkst. So wie es steht, sinnst du ihnen zu viel nach.

Falls das, was Ich sage, Bezug zu dir hat, so höre. Falls das, was Ich zu dir sage, keinen Bezug zu dir hat, so überfliege es flüchtig.

Entsinne dich, die Welt besteht aus mehr als aus deinem persönlichen Leben und deinen persönlichen Gedanken. Es sind deine Gedanken, die den Riss eines Dorns zum Eitern bringen. Du weißt, dass die kleinen Dinge, deren Eitern du genährt hast, kleine Dinge sind. Die kleinen Dinge werden dich womöglich aufzehren, so lange bis größere Eingang finden.

Vielleicht ist dieses aus einer kleinen Sache eine große Sache machen Teil deiner Sehnsucht nach einer Dramatik.

Jedoch sagst du, was immer dich behellige, sei für dich keine kleine Sache. Genau das ist der Punkt. Du hast sie groß gemacht. Mache sie klein. Lasse sie vorüberziehen, oder springe über sie hinweg. Es ist die Anhäufung der kleinen Dinge, die groß werden.

Falls es dich in deinem Leben nach Dramatik verlangt, dann wende dich etwas Erhabenerem zu. Vergiss das Drama. Zolle der Zwecksetzung Aufmerksamkeit. Du brauchst in deinem Leben kein Drama. Du hast Bewegung vonnöten. Die Bewegung, von der wir jetzt sprechen, geht nach vorne. Vorwärtsbewegung nennt man Fortschritt. Du betreibst Fortschritt, während du dich vorwärts bewegst. Lasse die kleinen Fallstricke los, die dich zurückhalten. Verfolge dich nicht zurück. Springe nach vorne.

Weil es hinter dir Gestrüpp gegeben hat, bedeutet nicht, dass es vor dir Gestrüpp gibt. Du brauchst nicht immer Gestrüpp. Du brauchst nicht immer ein Dickicht, um eine Lichtung zu erreichen.

Genug davon, den Weg gesäubert zu haben. Genug davon, ihn vor dir perfekt gemacht zu haben. Fege die Vergangenheit in die Vergangenheit. Du bist nun auf fruchtbarem Feld. Du betrittst nun ein neues Leben, ein gänzlich neues Leben. Du tust das, indem du aus der Anhaftung an das alte heraustrittst.

Ziehe deine Schuhe aus, sofern du es musst, und lasse sie da. Es geht in deinem Geist vor sich, dass du vorwärts schreitest. Du kannst alles behalten wie es ist – du kannst das Äußere gleich behalten, aber du kannst dich ohne die früheren Verstrickungen, die dich festklammerten, hinauswagen.

Was dich auch gestern behelligte, es muss dich nicht heute behelligen. Du gehst heute auf neuem Grund, und in der Zwecksetzung bist du stark. Warte nicht länger auf den Grund, dass er zu dir kommt. Du machst dich auf ihm auf den Weg. Deine Füße stehen nicht still. Deine Füße schleppen sich nicht dahin. Deine Füße sind beflügelt. Keine Beschränkungen. Schlicht vorangehen.

Wenn du durch ein Weizenfeld gehst, beugt sich der Weizen gemäß deiner Bewegung. Er beugte sich nicht deiner Denkweise.

Wenn du Fortschritt erreichen möchtest, dann gehe voran. Du hältst nicht an jeder Kurve an. Nicht jede Kurve ist eine Kreuzung. Nicht jede Kreuzung bedeutet einen Halt. Es gibt keinen Verkehr, der dich stoppt. Vor dir liegt keine Gefahr. Einzig deine Gedanken der Gefahr oder des Misserfolges stoppen dich.

Dein Erfolg liegt nicht darin, was geschieht. Dein Erfolg liegt im Vorangehen.

Hast du vielleicht darauf gewartet, gestoppt zu werden? Oder hast du vielleicht auf Signale gewartet, dass du vorangehen kannst? Vorangehen ist sein eigenes Signal.

Dort bleiben wo du bist, darin liegt keine Freude. Im Ernten liegt Freude, zunächst allerdings pflanzt du. Im Pflanzen liegt große Freude.

Welche Samen bringst du heute aus? Welche Vorwärtsbewegung tätigst du? Gehe unentwegt voran.

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HEAVEN #641 – 22.7.2002 – You Are One Who Rises Above

DU BIST DERJENIGE, DER SICH EMPORHEBT

Hebe deine Augen zu den Meinen hoch. Hebe dein Herz zu dem Meinen hoch. Andernfalls driftest du in einem Meer der Erde ab. Erhebe dich über den Nebel.

Werde mit einer neuen Strömung des Denkens vertraut. Betritt bei deinem Denken eine neue Bandbreite. Schreite aus früherem Denken heraus, und mache Raum für neues. Nun ist die Zeit da für neue Dimensionen des Denkens. Nun erhebst du dich von den bequemen wie unbequemen Kissen, auf denen du gesessen hast. Nun gilt es für dich, aufzustehen. Während du stehst, siehst du anders. Du musst nun von einem anderen Blickwinkel her sehen. Sieh es als den Tag, an dem du dich von der früheren Verwicklung des Denkens frei machst. Und alles, was du zu tun hast, ist dich erheben und von einem anderen Gesichtspunkt her sehen.

Es gibt Schichten und Schichten der Existenz, und es gibt Schichten von dir. Genug davon, an der Oberfläche zu stochern und zu forschen. Gehe jetzt tiefer und höher.

Genug der Aufmerksamkeit für die Schwächen und Fallstricke des relativen Lebens. Nicht genug der Aufmerksamkeit auf die Möglichkeiten von dir.

Die höheren und tieferen Bandbreiten sind für dein alltägliches Leben relevant. Sie bereichern dich. Was Ich hier sage, ist folgendes:

Wenn du in deinem Wohnzimmer an einer einzigen Stelle sitzt, hast du einen einzigen Blick aus deinem Fenster hinaus, und es ist das, was du siehst. Das Licht ändert sich, und die Jahreszeiten ändern sich, aber im Grunde genommen siehst du den gleichen Anblick.

Wenn du aufstehst und dich in einen anderen Stuhl setzt, schaust du aus dem gleichen Fenster hinaus, aber du hast einen anderen Ausblick. Du hast eine andere Dimension des Sehens. Weil sie anders ist, ist sie für dich interessanter. Du siehst die gleichen Bäume, Blumen und Häuser, aber dein Sehen kommt von einer anderen Perspektive her, und somit ist deine Sicht ausgeweitet.

Während du dich höher erhebst, verschwindet die Welt nicht, sondern mehr von der Welt ist da. Und demnach können Wir sagen, dass die Welt verwandelt ist. Du verwandelst deine Weise des Schauens, und die Welt sieht anders aus. Fakt ist, die Welt wird wachsen, um sich in deine Einschätzung von ihr einzupassen. Die Welt weitet sich gemäß deiner Sicht aus.

Falls die Welt und die Menschen in ihr für dich nicht gut genug sind, dann ist es an dir, dich höher zu heben und anders zu sehen. Dein gegenwärtiges Sehen hält sie an ihrer Stelle. Es verhindert ihre Aufwärtsbewegung. Deine Augen haben sie festgebunden. Wie du die Menschen anschaust, ist aufs Allerwichtigste für ihre Evolution.

Ich spreche nicht davon, euch selbst zu belügen. Ich spreche davon, dass ihr wohl aus einer Perspektive her geschaut habt, die euch oder Anderen nicht hilfreich war. Eure Einschätzungen und Beurteilungen halten sie dort, wo sie sind. Sie erheben sich mit dir zusammen. Deine Sicht und dein Mut fangen sie, wie es eine Böe tut, ein, und sie werden mitgenommen und finden sich an einer anderen Stelle wieder.

Jede Seele auf der Erde ist großartiger Größe fähig. Ihr wisst nicht, was ein Anderer an Wunder in der Lage ist auszuführen. Ihr wisst nicht, wie es dabei um euch steht. Unterdessen ihr euch hinstellt, werdet ihr davon ein besseres Empfinden bekommen. Ihr werdet dem gegenüber eine größere Offenheit haben.

Während ihr euch eurer selbst oder Anderer beraubt fühlt oder enttäuscht seid, habt ihr etwas versäumt. Vielleicht habt ihr zu nahe hingeschaut. Auf jeden Fall steht es euch an, eure Stellung zu wechseln. Es ist schwer, dort zu bleiben, wo ihr seid, und mehr zu sehen, als ihr zur Zeit seht. Mein Rat an euch heute lautet, aufzustehen und euch selbst in eurem Leben heute neu anzuordnen.

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HEAVEN #642 – 23.7.2002 – You Are Meant for Happiness

IHR SEID FÜR GLÜCK BESTIMMT

Wenn für dich Dinge besser aussehen, was hat sich dann geändert, außer die Art und Weise, wie du sie anschaust? An einem Tag bist du traurig, und am nächsten fühlst du dich heller. Denkst du wirklich, du habest kein Sagen darin, wie du dich fühlst?

Wenn du dich munter fühlen möchtest, dann kannst du das. Wenn du dich weniger munter fühlen möchtest, liegt auch das an dir. Du hast auf mehr Zugriff als auf vorüberziehende Stimmungen.

Wenn du dich in der Flaute befindest, hebe dich höher, und du bist ihnen entronnen. Du kannst dich selbst mittels deiner Absicht und deines Bestrebens höher oder tiefer heben. Gelegentlich mag es so gewesen sein, du wolltest lange leidend, dich ausgenutzt fühlend, dein Elend auskostend sein, so, als wäre das Elend eine Erfahrung, die es nicht zu versäumen gelte.

Nimm das Elend nicht so ernst. Es ist nicht ernster als irgendetwas anderes. Es ist nicht längerwährender als irgendetwas anderes. Du hast keinen Toast auf die Erbärmlichkeit auszubringen. Du kannst von ihr weggehen. Du musst sie nicht mit dir nehmen.

Stimmungen sind Farben, die du trägst. Du kannst die Farbe deiner Stimmung ändern. Nimm eine andere Farbe.

Eine Stimmung, die du als schlecht bezeichnest, ist ein Eintopf, den du zu lange auf dem Ofen am Kochen hast. Er war schon lange fertig, aber du zogst es vor, dort zu bleiben, wo du warst, anstatt aufzustehen und ihn abzuschalten. Du warst zu träge, um aus deiner Stimmung herauszukommen. Oder du fühltest dich eine Zeit lang wie ein Tragödiendichter.

Mitunter gibst du das Gegenteil dessen, was du empfindest, vor. Mitunter handelst du Schwindel erregend, während dein Herz verletzt ist. Besser, ehrlich traurig sein, als Freude vortäuschen. Vortäuschen ist nicht bewundernswert. Es stellt keine Antwort dar.

Doch genauso, wie du dich mit Mathematik beschäftigen kannst, und wie du in der nächsten Minute ein Telefonat führen oder eine Mahlzeit kochen oder einen Roman lesen kannst -, genau so wie sich dein Geist von einem Areal zu einem anderen bewegen kann -, so können es auch deine Stimmungen. Es sind zuguterletzt deine Gedanken, die deinen Stimmungen Signale senden. Es sind deine Gedanken, die sie einladen.

Wenn du an all den Nachweis denkst, der ausweist, dass du ein Stiefkind des Universums seist, dann wirst du dich bestimmt schlecht fühlen. Wenn du wiederum aufs Neue die Gunst zur Kenntnis nimmst, die das Universum dir verleiht, wirst du dich bestimmt aufmuntern. Wähle deine Gedanken. Wähle sie gut.

Das bedeutet nicht, dasjenige zu ignorieren, was dir dein Herz beschwert. Das bedeutet, es anzuerkennen, ihm gegenüber deinen Hut zu lüften und weiterzugehen. Es ist nicht das Ignorieren, was etwas wegfallen lässt. Wenn du an etwas festhältst, was du nicht willst, ignorierst du etwas, was du willst. Oder, du willst etwas, über das du recht gerne denkst, du wollest es nicht. Wenn du am Leiden festhältst, gibt es vielleicht einen seltsamen Grund, wieso du es möchtest. Vielleicht denkst du, es biete dir etwas, was du brauchst.

Habe Ich dir nicht gesagt, dass du alles hast? Was sodann könntest du womöglich brauchen? Welchen Nutzen kann dir möglicherweise die Selbstbestrafung bieten, abgesehen von der Möglichkeit, dass deine Gedanken höher drehen?

Manchmal kommen deine Stimmungen von deinen Eltern oder Großeltern. Sie sind zu dir herunter gereicht. Du hast akzeptiert, dass sie ein Teil von dir sind. Aber du bist nicht verpflichtet, irgendein Erbe entgegenzunehmen. Du kannst wählen, was du erben möchtest. Ganz bestimmt hast du nicht Unglücklichsein zu erben. Du hast es nicht entgegenzunehmen, und du hast es nicht weiterzureichen.

Welches Erbe möchtest du gerne hinterlassen? Welches möchtest du schenken?

Hattest du vom Unglücklichsein nicht genug? Hat es sich dir nicht ausreichend erwiesen?

Nun ist für dich die Zeit da, etwas anderes zu erweisen. Du bist nicht für das Unglücklichsein bestimmt. Das ist ein weiterer Mythos, in den du dich eingekauft hast. Du bist für das Glück bestimmt, anderenfalls würdest du nicht unter dem Mangel von ihm leiden.

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HEAVEN #643 – 24.7.2002 – The Nature of Blessing

DIE NATUR DES SEGNENS

Derjenige, der Segnungen erteilt, ist gesegnet.

So einfach ist das. Im Geben liegt der Segen.

Derjenige, der sich vom Segnen zurückhält, wird zurückgehalten und entfremdet.

Was, meinst du, bedeutet es, ein reines Herz zu haben? Alles, was ein reines Herz zu tun vermag, ist segnen. Die Natur des Herzens ist ganz entschieden, zu geben, und, was Besseres kann ein Herz geben als einen Segen?

Ein Segen ist ein Vereinen.

Ein Segen ist mehr als ein Wunsch für etwas Gutes. Ein Segen ist eine Anerkennung des Guten, was bereits existiert. Ein Segen weist auf einen Segen, der bereits verliehen worden ist. Der Akt des Segnens ist eine Weise, die Aufmerksamkeit auf das Gute zu lenken, was bereits innewohnend ist. Er ist eine Anerkenntnis von Wahrheit.

Ich segne dich mit der Fähigkeit zu segnen.

Ich machte dich zu einem Segen. Mein Akt, dich zu erschaffen, war Mein Segen, in manifeste Form gebracht. Du hast dich wohl mehr als einen Stolperblock gesehen als als einen Segen. Nun möchtest du dich erinnern, dass du eine Segnung bist. Ebendas bist du. Ebendas tust du.

Du gehst durch einen Raum, und du segnest ihn mit deiner Gegenwart. Du hinterlässt Segnungen in deinem Weg.

Wenn du Freude empfindest, tust du nichts anderes als das Universum segnen.

Wenn du Freude empfindest, tust du nichts anderes als deiner eigenen Natur treu sein.

Die einzige Art zu segnen ist diejenige mit Freude. Segnen mit zusammen gebissenen Zähnen ist nicht segnen. Das ist bloß ein Anlauf. Segnen ist leicht, anderenfalls ist es kein Segnen.

Lasse deine Augen Augen sein, die sich mit Freude füllen, einerlei wer vorübergeht. Wer immer deinen Pfad kreuzt, wurde zu dir auch als eine Segnung gesandt. Räume es dir infolgedessen ein, die Segnung zu ernten.

Entziffere die Botschaften mit deinem Herzen, die dir gebracht werden.

Wer immer dir offensichtlichen Schmerz verursacht, ist falsch gedeutet worden.

Wer immer dir emotionalen Schmerz verursacht, wurde fehlverstanden und entwertet. Derartiger Schmerz ist eine gemahnende Erinnerung an dich, dass du irgendwie den Punkt verfehlt hast.

Wenn du doch bloß das, was auch immer dich erreicht, als eine Welle von einem Ozean der Liebe erkennen würdest, wärst du nicht von den Gedanken, die auf dich von einer Welle nach der anderen zulaufen, übermannt.

Hast du nicht in der Vergangenheit Angebote der Freundschaft missverstanden?

Was bekämpfst du, während du schattenboxt?

Welche Vorschläge an das Universum bringst du ein?

Welche Willkommens-Matte hast du draußen an deiner Tür ausgelegt?

Dasjenige, was du verfolgst, das verfolgt dich.

Du, der du dich so sehr nach Liebreiz sehnst, lernst es, liebevoll zu sein. Wenn jemand rüde ist – eine andere Ausdrucksweise für gedankenlos oder nur auf eine einzige Spur konzentriert sein -, dann segne ihn mit Güte anstelle von irgendetwas anderem. Gib einem Anderen alldas, was du für dich selbst erstrebst. Weswegen jemand Anderen dich auszehren lassen? Verschaffe ihnen lieber ein Gedenken an die Gnade Gottes, die in dir liegt, und segne sie für die Gelegenheit, die sie dir geben, noch tiefer in deine Taschen nach einem größeren Schatz deiner selbst hineinzufassen.

Dinge persönlich nehmen ist nichts mehr, als übermäßig viel an dich selbst zu denken. Denke mehr in neuer Weise an dich selbst. Beginne zu denken: „Was kann die Gunst Gottes beleidigen? Wer kann von einem Kind Gottes den Liebreiz fortnehmen? Wer kann mein Bekanntsein mit Gott beeinträchtigen?“

Spende Segen, nicht die Verfasserschaft von Macht über dich. Besser Segen geben, als Autorität geben. Wähle, was du einem Anderen geben möchtest. Gleich, was zu dir herankommt, du bist der Entscheider darüber, was du hinausgibst. Eine liebenswürdige Königin ist liebenswürdig. Liebenswürdigkeit hängt von nichts anderem als von sich selbst ab.

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HEAVEN #644 – 25.7.2002 – The Grace You Give

DIE GÜTE, DIE DU GIBST

Ich bitte euch nicht, die Rolle einer gütigen Person einzunehmen. Ich bitte euch, derjenige zu sein, der gütig ist.

Wenn Ich den Vorschlag mache, dass ihr Güte als Teil von euch betrachtet, dann erinnere Ich euch schlicht daran, was wahr ist. Wenn du einem Anderen mit etwas anderem als mit Güte entgegnest, hast du dich von der Wahrheit entfernt.

Lasse dein Herz in Barmherzigkeit emporsteigen, und fortan wird die äußere Aktion ebendem folgen. Begreife mehr, und du wirst die Güte selbst sein.

Wenn du gütig bist, wird die Welt dir anders entgegnen. Deswegen allerdings möchtest du nicht gütig sein. Du bist aus deinem Herzen heraus gütig. Barmherzigkeit, die aus einer erstrebten Entlohnung heraus motiviert ist, trägt einen anderen Namen. Ich weiß nicht, wie er heißt.

Natürlich hat das Bestreben, gütig einzig aus sich selbst heraus zu sein, einen Wert. Erstrebe es. Doch entsinne dich, Güte ist keine Leistung. Sie ist dein Sein.

Du beherbergst das Universum. Alle, die zu dir kommen, kommen in der Hoffnung zu dir, dass sie durch dich dazu gelangen werden, Mich zu erkennen. Vielleicht hast du gedacht, du seist dafür bestimmt gewesen, der Gast zu sein. In einem gewissen Sinne bist du ein Gast auf Erden, da du ein zeitweiliger Besucher bist, doch gleichzeitig bist du nichtsdestotrotz derjenige, der die Veranstaltung ausrichtet, denn, stehst du nicht an Meiner Stelle?

Was ist ein Gastgeber? Derjenige, der auf das Wohlergehen der Anderen abzielt. Er sorgt für sie. Er ebnet den Weg für sie. Er macht ihren Weg leichter und besser. Ganz bestimmt missgönnt er ihnen nichts, oder ist ihnen gegenüber bitter oder betrachtet sie als Eindringlinge. Er hat sie letztendlich eingeladen.

Und so bist du dem Leben und allen, die es mit dir teilen, der warmherzige Gastgeber.

Begrüße jeden, der kommt, denn du weißt, sie sind gekommen, um dich zu besuchen, und sie sind auf dein Geheiß hin gekommen. Niemand tritt uneingeladen in dein Leben ein. Eine bestimmte Schwingung des Gedankens hat sie zu dir gerufen. Oder sie haben dich zu dir gerufen. Und du hast geantwortet. In jedem Falle begegnet ihr euch, und etwas trägt sich zu.

Was möchtest du, dass es sich zuträgt? Bestimmt etwas mehr als einfach das Vergehen von Zeit.

Du hast Botschaften zu geben, und du hast Botschaften zu empfangen. Nimm in Betracht, welche Botschaften du ausgibst. Sie sind genauso wichtig wie diejenigen, die du empfängst. Bei welchem Aspekt von dir möchtest du gerne, dass sie ihn mit sich nehmen? Welchen Sinn des Lebens möchtest du gerne, dass er bei ihnen verbleibt? Welche Geschenke des Denkens überreichst du ihnen?

Wenn Du dich im Universum nicht genügend zuhause fühlst, um als Gastgeber zu dienen, kannst du sodann nicht jemand sein, der die Gäste bei einer Hochzeit herein geleitet, und kannst du sodann all den anderen Gästen einen guten Sitzplatz anbieten?

Ich sage dir, dass du dem Universum ein Wohltäter bist. Du sollst den Weg für die Welt und alle ihre Glieder leichter machen. Du bestimmst das Schritttempo. Du bist keine Belastung. Du bist ein Öffner für Dimensionen, die größer als diejenigen sind, die gegenwärtig die Erde zu beherrschen scheinen.

Öffne die Welt. Stoße sie auf wie ein Fenster in die früh-morgendliche Sonne. Hole mit deinem Arm weit aus und winke, und bringe Andere zu diesem Fenster, sodass auch sie mehr sehen können als zuvor, bevor du es für sie geöffnet hast. Auf diese Weise teilst du Meine Güte.

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HEAVEN #645 – 26.7.2002 – Dear You

TEURES DU

Dein Herz ist wie ein Pfeil, der direkt zu seinem Ziel fliegt. Sobald einmal ein Pfeil seinen Bogen auf der Krümmung der Erde begonnen hat, schert er nicht aus. Die Richtung des Pfeils ist festgelegt und langt dort an, wohin er gezielt ist.

Im Falle deines Herzens ist dies noch weitaus wahrer. Dein Herz ist auf Mich festgesetzt. Es ist im Voraus festgesetzt. Du kannst nicht fehlgehen. Wie kann ein Herz nicht Mich erreichen, denn, bin Ich nicht überall?

Noch mehr als das, wir haben es mit einer doppelten Sicherheit zu tun. Nicht bloß, dass dein Herz in Meine Richtung im Voraus festgesetzt ist, sondern auch, Meine Liebe ist ein unbezwingbarer Magnet, der dein Herz heranzieht. Meine Liebe zieht dich jetzt heran. Sie zieht dich an. Wir ziehen einander an. Du hast keine Chance, Mich zu verfehlen. Auch dann, wenn du es versuchtest, kannst du es nicht. An der Stelle existiert keine Frage des Ausganges.

In der Sache hast du keine Wahl. Wir sind vorausbestimmt, einander zu begegnen. Dein Gewahrsein hat das Meinige zu treffen. Das ist Mein Wille. Ich werde es nicht anders haben wollen.

Du kannst diese Sache folgendermaßen ansehen:

Auf dem Ofen kocht irgendetwas. Eine Zeituhr ist angestellt. Du widmest dich deinem Geschäft, und es kann sogar sein, dass du vergisst, dass etwas kocht. Wenn die Zeituhr allerdings läutet, erinnerst du dich auf einen Schlag. Deine Aufmerksamkeit zischt dorthin, wo es die ganze Zeit gekocht hat. Du hast nur eine Zeit lang vergessen.

Jetzt, wie kannst du etwas vergessen, sofern du es nicht bereits gekannt hast? Deine Aufmerksamkeit geht auf dasjenige zurück, mit dem du bereits vertraut warst. Etwas, was dich erinnert, führt deine Aufmerksamkeit zu dem zurück, was nur zeitweilig vergessen worden war. Die Zeituhr, die angeht, erinnert dich an etwas, das du im Grunde genommen nicht vergessen hättest, mit der Ausnahme, dass deine Aufmerksamkeit auf anderen Dingen gelegen hat.

Diese Zeituhr, von der Ich spreche, ist eine spezielle universale Zeituhr. Alles kann sie in Gang setzen. Sie ist nicht auf einen einzigen präzisen Augenblick beschränkt, sobald sie eingestellt ist, anzugehen. Sie kann zu jedem Zeitpunkt losgehen. Lasst Uns das anders sagen: Die Zeituhr ist eingestellt, loszugehen, nicht zu einem Zeitpunkt dann und wann, sondern zu jedem Moment. Sie hat keine festgesetzte Zeit. Früher oder später wird irgendetwas sie auslösen. Vielleicht ist es eine Anlagerung, die sie auslöst. Oder es ist ein einziger folgenreicher Funke. Sie kann jetzt losgehen.

Was indes ist Wann oder Wie von Belang? Was zählt, sind du und Ich. Und Wir haben ein Stelldichein. Es ist festgelegt. In einem Augenblick werden Wir uns begegnen. Wir werden uns unwiderruflich begegnen, und nie mehr soll Unsere Union vergessen werden. Unser Einssein soll das Vergessen übersteigen. Es wird unvergesslich sein. Du wirst dich fragen, wie du es je vergessen konntest.

Was Ich dir heute sende, ist ein Liebesgedicht. Meine Liebe ruft dich. Wir wollen uns begegnen. Ich versuche, Unsere Verabredung festzulegen. Ich denke, es ist eine gute Zeit dafür. Ich bin greifbar. Bist du es?

Ja, du kannst alles fallen lassen, was deines Erachtens vor Unserem festgelegten Erkunden zu stehen kommt. Was kannst du zulassen, dass es bei diesem Moment einer Lebenszeit dazwischenkommt, bei diesem Kulminationspunkt all deines irrenden Vergessens, bei diesem Kulminationspunkt deines tiefsten Bestrebens, bei diesem Kulminationspunkt Meines und deines Willens, bei diesem Kulminationspunkt von Lebenszeiten des Vergessens, bei diesem Erinnern, das besagt, Wir sind nie auseinandergegangen, bei diesem Erinnern, das besagt, dass dein Geist fortgewandert ist, dass indes Wir unveränderbar zusammenblieben, bei diesem Erinnern aufs Süßeste, das Unsere Unfähigkeit zu vergessen bestätigt. Wie durchdringend ist doch jetzt Mein Blick auf dich! Ja, deine Augen sind zu den Meinen hin gezogen. Du kannst nicht wegsehen. Ich bin ein inständiger Liebhaber, und Ich bin Dein, und du bist Mein. Unser Verwobensein ist vollständig.

Ja, das ist Mein Liebesbrief an dich. Die Tinte auf dem Umschlag zerläuft. Wir können nicht mehr länger den Namen des Absenders, auch nicht den Namen des Antwortenden unterscheiden, da es keine zwei gibt, einzig den Einen und Denselben. Es gibt einzig Einen von Uns, der hinausruft, und den gleichen Einen, der erwidert.

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HEAVEN #646 – 27.7.2002 – Desire

BESTREBEN

Du möchtest um mehr bitten, als du gebeten hast. Worum hast du gebeten? Öfters um ein Ende für etwas. Öfters um fort von etwas, genauso oft wie um hin zu etwas anderem. Mit Sicherheit bittest um größeres Glück, doch brich das herunter. Was willst du? Was bedeutet dir größeres Glück? Welche Bedeutung verleihst du ihm?

Wahrscheinlich möchtest du mehr Freunde, mehr Leben, mehr Geld, mehr Liebschaft, mehr Stimulierung, mehr Friede, mehr Erleichterung, bessere Beziehungen, bessere Arbeit, größere Anerkennung in der Welt, und die Liste lässt sich fortsetzen.

Was allerdings willst du? Und warum willst du es? Gehe tiefer. Warum willst du mehr Geld, mehr Freunde, usw.? Gehe weiter. Was bedeuten sie dir, und was wirst du mit ihnen tun? Wohin möchtest du wachsen?

Sofern du ein totgeborenes Bild von dir selbst herumträgst, welchen Unterschied erbringen dann mehr Geld oder sonst etwas, wenn sie in das Foto eingefügt werden? Du mit einem Lächeln auf dem Gesicht oder ohne das Lächeln, das ist das gleiche.

Tiefer in deinem Herzen möchtest du, dass du dem Universum von Belang bist, und möchtest du, dass du Mir von Belang bist. Du bist ein stets kreisender Heiligenschein von Licht, der Licht anzieht. Sei dir selbst mehr von Belang, und du wirst sehen, wie mehr Gutes zu dir hinfließt. Lasse dich auf eine größere Sicht deiner selbst ein, und so wird es sein.

Du hast davon bereits früher gehört. Gib dasjenige, was du möchtest, dass es dir gegeben wird. Gib dasjenige hinaus, was du erstrebst. Das ist all das Gute nutzen, das zu dir auf dem Weg ist.

Sobald du erstrebst, ist es bereits dein. Es erstrebt dich. Wonach immer du dich sehnst, es sehnt sich danach, dein zu sein. Du rufst es nicht in Abgesondertheit. Für deine Bestreben gibt es keine Ursache. Nun weißt du, dass sie erfüllt sind.

Mache deine Bestreben weder zu spezifisch noch zu allgemein. Gib deinem Geist genug zu arbeiten, jedoch nicht alle Einzelheiten. Denke dir dein Erstreben aus, und lasse es dann seinen Weg nehmen. Es liegt nicht dir an, die Resultate auszuarbeiten. Du mögest zu dir heranziehen, was du bestrebt bist. Du möchtest, es aus sich selbst heraus kommen zu lassen. Du lässt es auf dieselbe Weise los, wie du die Vergangenheit los lässt. Du hältst dich nicht zu fest an die Konfiguration der Vergangenheit, und so hältst du dich nicht zu fest an dein Begehren, unterdessen du weißt, dass es bereits erfüllt ist.

Bereite dich auf es vor.

Das Gute, das du erstrebst, ist bereits dein.

Mache Raum für es.

Alles ist bereits erzielt.

Atme durch.

Die Kühe kommen nachhause.

Du hast sie gerufen.

Und nun ist die Zeit da.

Beschwöre deine Bestreben herauf.

Segne deine Bestreben, denn sie kommen von Mir.

Du bist nicht dafür bestimmt, strebenslos zu sein. Habe Bestreben, aber kein Bedürfnis. Dein wahres Bestreben lautet, die Geschenke zu sehen, die bereits über dich gekommen sind. In deinem Bestreben liegt die Erfüllung von ihm. Das Bestreben und die Erfüllung sind ein und dasselbe. Dein Bestreben ist der Erfüllung das Signal.

Erstrebe Größe, und sie ist dein.

Wenn es dein Bestreben ist, Mir näher zu sein, erstrebst du, dasjenige zu lokalisieren, was bereits in deinem Besitz ist. Es ist, wie wenn du nach einem Schnappschuss suchst – du weißt, du hast ihn, aber du bist nicht sicher, wo er ist. Wo hast du ihn hingelegt? Du gehst Schubladen und andere Fotografien durch, bis – aha – du findest, wo er die ganze Zeit war. Das Foto war nirgendwohin gegangen. Du hast einfach seinen Platz vergessen.

Du hast dich halb erinnert, wo es war.

Du erinnerst dich halb Unserer Nähe. Du erinnerst dich fast. Bloß noch ein wenig mehr Gewahrsein, und du wirst erkennen.

Um wie viel mehr du an Unverzüglichkeit bei Mir auch erstrebst, im Vergleich mit Meinem Streben nach dir ist das nichts. Mein Bestreben ist Mein Wille, und Mein Wille wird geschehen.

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HEAVEN #647 – 28.7.2002 – Your Audience

DEINE ZUHÖRERSCHAFT

Wenn Ich dir sage, dir nichts daraus zu machen, was andere Menschen von dir denken, oder ob andere Menschen dich verstehen oder dir zuhören – wenn Ich sage, von Belang sei, dass du zuhörst und dass du Andere verstehst -, mache Ich dich nicht weniger bedeutsam. Ich lenke dich auf das, was du tun kannst. Du kannst nicht jemanden dazu bringen, dir zuzuhören oder dich zu schätzen, aber du kannst Anderen zuhören und du kannst sie schätzen.

Lege deine Energie nicht darauf, Andere zu dem zu machen, wie du sie haben möchtest. Sie sind nicht dein Betreff. Du bist dein Betreff.

Deine Verantwortung kann nur so und so weit gehen, wie sie es kann.

Ich gebe euch einen praktischen Rat.

Ihr habt ein bestimmtes Territorium, über dem ihr herrscht. Und dieses Territorium seid ihr selbst.

Bestimmt seid ihr so bedeutsam wie jeder sonst und solltet es sein, jedoch ist eure Bedeutsamkeit nicht eure Betonung. Eure Betonung liegt darauf, wie ihr Andere respektiert und mit ihnen umgeht. Alles Mindere ist Ego. Ihr habt es nicht nötig, dass euer Ego gestärkt wird. Ihr habt zu viel in der Welt zu tun, als dass ihr euch damit befasst, was unbedeutend ist.

Ihr braucht eure Wichtigkeit nicht bewiesen zu erhalten. Ihr braucht von niemandem ein Zeugnis eurer Bedeutung. Euer Wert hängt nicht davon ab, was jemand oder die ganze Welt von euch denkt. Eure Bedeutsamkeit reicht viel weiter als das.

Wie ihr entgegnet, das zählt. Was ihr tut, ist von Belang. Was Andere sagen und tun, ist eine Lappalie.

Ihr könnt euer Leben nicht damit verbringen, Fliegen zu jagen. Ihr könnt euer Leben nicht damit verbringen, was Andere tun oder sagen. Ihr habt euer Leben zu verausgaben, nicht das ihre.

Lenkt eure Aufmerksamkeit um.

Ihr seid dem Universum ein Aufmunterer. Ihr seid nicht derjenige, der getröstet werden soll.

Wie in einer Ehe, gewiss, es sollte 50/50 sein, aber du kannst nicht zusammenzählen, was ein Anderer tut. Du kannst bloß geben. Sei in der Welt kein Bankschalter. Das würde dich begrenzen, und du sollst nicht begrenzt werden.

Deine Größe ist nicht davon abhängig, was ein Anderer tut.

Der ganze Beifall der Welt kann in Rauch aufgehen. Was Andere von dir denken, ist zu klein, um dich daran zu lehnen. Was du denkst, das ist eine andere Story. Lasse deine Stärke von dem herkommen, was du denkst, nicht von dem, was Andere denken. Mache nicht zu viel aus dem, was Andere denken. Ob sie dich geringschätzig behandeln oder zu viel aus dir machen, ist nicht deine Angelegenheit. Verstehst du, was Ich sage?

Ich sage nicht, dass du nicht von Belang ist. Ich sage dir, du hast eine ganze Menge zu sagen. Ich sage, du bist zu sehr von Belang, als dass du dich damit befasst, was Andere von dir denken. Du bist mehr als ein Reflektor im Universum. Sei das ursprüngliche Licht, das scheint.

Kümmere dich nicht um die Anerkennung, die die Welt dir gegenüber aufbringt. Pro oder Kontra, das ist etwas Vorübergehendes.

Wenn du in einer Band spielst, bist du mit der Musik von dem Instrument, das du spielst, befasst. Du achtest auf die Klänge, die du machst. Die Musik, die die anderen Mitglieder spielen, beeinflusst das Ganze, aber du hast dich um deinen Teil des Ganzen zu kümmern. Du hast bloß die Saiten deiner eigenen Gitarre zu zupfen.

Du hast Vorherrschaft über sich selbst. Wie aber wirst du am besten Einwirkung auf die Welt nehmen?

Ich sage dir, die Aufmerksamkeit auf das legen, was du tun kannst. Gleichzeitig sage ich dir, deine Aufmerksamkeit von dir weg nehmen. Ich sage dir, deine Aufmerksamkeit auf Größeres als du und auf Größeres als diejenigen rund um dich herum legen. Deine Vision muss groß sein. Du spielst deinen Part, und du spielst für Mich, nicht für die Menschenmengen, denn schließlich und endlich, Wer ist deine wahre Zuhörerschaft?

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HEAVEN #648 – 29.7.2002 – Remember God

ENTSINNE DICH GOTTES

Gleichgewicht ist etwas Delikates.

Im Leben, da warst du ein Seiltänzer.

Im einen Atemzug sage Ich dir, nicht darauf zu achten, was Andere denken, und im nächsten sage Ich dir, Andere zu hegen.

Ich sage dir, dich nicht in die Opferrolle zu begeben, und Ich sage dir, nicht egoistisch zu sein.

Ehrlich gesagt weißt du nicht, wie du deinen Weg in der Welt nehmen wirst. Du möchtest es recht machen, wenn du doch bloß wüsstest, wie das geht.

Ich sage dir, in deinen Gefühlen ehrlich zu sein, doch wie machst du das, ohne in diejenigen Anderer hinein zu treten?

Wenn du deine Aufmerksamkeit auf Mich legst, ist sie von dir weg und ist sie von dem Anderen weg. Du schaust auf eine einzige Stelle, und du bist scharf gestellt.

Mich anschauen ist wie einen Blumenstrauß pflücken; der Duft muss dem folgen.

Mich anschauen ist wie ein Bündel Bänder in die Hand nehmen und sie in der Mitte halten und vorwärtsgehen; die Enden der Bänder müssen folgen. Die Mutterente setzt nicht jedes Entenküken an seine Stelle; sie bewegt sich, und sie folgen.

Seht Mich als den Leitstern, und euch als Meine Sterne, und ihr habt euch vollkommen mit Mir in eine Flucht gebracht. Alles was nötig ist, ist Mich anschauen. Mir folgen ist automatisch.

Wenn du auf den Himmel hoch zeigst, werden Andere in deiner Nähe angezogen, um ebenfalls hochzuschauen.

Einige nennen zu Mir hochschauen Gebet. Ich möchte Mich anschauen Aufmerksamkeit nennen. Gebt Mir ein wenig eurer Aufmerksamkeit, das ist alles. Aufmerksamkeit wird’s bringen. Was ist Aufmerksamkeit anderes als Liebe? Gebt Mir fortan eure Liebe. Gebt eure Liebe, um Mich auf der Erde zu verkörpern.

Die Gebete, die ihr Mir oft gebt, sind wie das Abzählen mit euren Fingern. In euren Gebeten, da bestärkt ihr dasjenige, was ihr vom Leben wollt. Ich sage nicht, ihr stellt eine Einkaufsliste auf, obschon ihr eine Liste erstellt, mental oder niedergeschrieben, und ihr sagt: „Gott, gib Mir bitte all das. Wirst du es nicht vergessen?“

Betrachtet euer Ausrichten eurer Aufmerksamkeit auf Mich genau so, wie ihr auf einem Umschlag eine Briefmarke anbringt. Ihr klebt sie fest. Und dann bringt ihr den Umschlag mit der Briefmarke in einen Postkasten. Und ihr wisst, er wird ausgeliefert. Allerdings, in diesem Fall bin natürlich Ich sowohl der Adressat als auch der Postbote. Ich nehme mich der ganzen Sache an.

Deine Aufmerksamkeit auf Mir ist das gleiche, wie dich Meiner annehmen. Wenn deine Augen den Meinen begegnen, schauen Wir einander an. Aufgrund Meiner Vollständigkeit, aufgrund Meines Einsseins folgt dein Blick dem Meinen, und damit befindest du dich auf einem hohen Grund. Du kannst deine Augen nicht von Mir wegnehmen. Sobald deine Augen auf den Meinen liegen, kannst du sagen, du hast Meine Aufmerksamkeit erheischt, aber genauer ist es zu sagen, dass es deine Aufmerksamkeit ist, die du erheischt hast. Du hast deine Augen auf Meine geklebt. Meine Augen waren stets auf dir.

Folge Meinen Augen zu deinem Bestimmungsort. Deine Bestimmung ist dort, wohin du gehst. Verschmilz mit Meinen Augen. Wirble mit Mir in den Himmeln herum. Schaukle in Meinen Armen. Lasst Uns die Sonne betreten. Lasst Uns in ihr spielen, Fröhlicher Sonnenschein. Werde eine Sonnennymphe, eine Mondnymphe, eine Bergnymphe. Werde ein reines Wesen.

Kehre in einer Pirouette zur Erde zurück. Behalte den Himmel bei dir. Halte deine Augen weniger auf deinen Fragen und mehr auf Mir fest. Ich bin der Löser. Ich bin die Entschließung. Entsinne dich Meiner. Entsinne dich Meiner gut.

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HEAVEN #649 – 30.7.2002 – New Thinking

NEUES DENKEN

Wie viele Male habe Ich dir gesagt, dass du dein Denken zu ändern habest? Und wie viele Male rechtfertigst du dich, die gleichen Gedanken zu behalten? Dein Denken ändern meint dein Denken ändern.

Ich schimpfe nicht mit dir. Denke das nicht. Ich stelle den Bedarf für dich drastisch dar, dich aufzumachen, mit deinen Gedanken aus ihren lange gewohnten Begrenzungen heraus zu springen. Es gibt etwas, wobei du zögerst, es aufzugeben. Es gibt etwas in deinem gewöhnlichen Denken, das dir gefällt. Vielleicht ist eine gewohnheitsmäßige Denkweise wie ein altes Paar Slipper oder wie ein Bademantel, den du gerne hast. Du weißt, sie haben ihre Zeit gehabt, und dennoch bist du noch nicht ganz bereit, sie los zu lassen.

Du könntest dir eine neue Auswahl von Slippern oder einen Bademantel im Vorübergehen ansehen. Fakt ist, du siehst dir gerne an, was es da draußen gibt. Doch jedes Mal, vertagst du es in treuer Anhänglichkeit und bleibst dabei, was du bereits hast. Gewiss, deine Gedanken hattest du eine lange Zeit, und du möchtest sie nicht weglassen. Aber sie hingen herum, nachdem sie fadenscheinig geworden sind und ihre Nützlichkeit bereits vollständig aufgebraucht ist. Immer noch hängst du an ihnen wie an lieben alten Freunden.

Du bist alten Gedanken gefolgt, unterdessen sie eigentlich nach Führung deinerseits Ausschau halten. Deine Gedanken sind dafür bestimmt, dir dienlich zu sein.

So wie dein Auto sollen deine Gedanken dich irgendwohin bringen, nicht, dich vor Ort halten. Das Ansinnen bei Gedanken lautet, eine Reise zu machen. Deine Gedanken haben sich auf einer Schnellstraße aufzutun, andernfalls wirst du immerzu auf Nebenstraßen fahren.

Die meiste Zeit sind deine Gedanken nicht deine eigenen. Du hast sie irgendwo aufgelesen. Du hast sie adoptiert und dann geglaubt, sie wären die deinen. Du hast sie plagiiert, und hast vergessen, dass sie von außerhalb kamen.

Sei offen, das zu denken, was du nicht gewohnt bist zu denken. Dein Denken hat nicht dasjenige zu unterstützen, was du bereits weißt. Was du bereits weißt, ist Vergangenheit.

Es mag für dich eine Nachfrage, vielleicht gar eine radikale Nachfrage geben, dein Denken zu ändern. Etwas in deinem Denken hält dich vielleicht zurück. Denken ist dafür vorgesehen, dich voranzutreiben, und voran ist höher. Es ist über dem, wo du soeben bist.

Deine Gedanken waren deine Gleichmacher.

Du hast dir ein Bild von dir selbst gekauft, das du schon lange hättest schlafen legen sollen. Du sagst: „So bin ich eben“, so, als wärst du an einer Stelle festgeklebt. So, als ob damit alles gesagt und getan worden sei. Angesichts einzig einer Gelegenheit im Denken könntest du entgegnen: „Oh, das könnte ich nie tun.“ Und auf diese Weise blendest du deine Begehren ab, aufgrund eines alten Bildes von dir, das unter Umständen nicht einmal dein Foto gewesen war. Womöglich war es eine Kompilierung von hier und dort, und du hast es als eine Wiedergabe von dir angenommen. Ich habe ein Bild von dir, das weitaus größer und weitaus wahrheitsvoller ist, als du je eines gesehen hast.

Mein Bild von dir geht über die Seite hinaus. Es könnte sein, du erkennst dich aus Meinem Bild nicht. Um dich aus Meinem Bild von dir zu erkennen, hast du deine Sicht neu einzurichten. Der einzige Beweggrund dafür, dass du Meine Wiedergabe von dir nicht bejahst, liegt darin, weil du nicht siehst. Du wirst dich damit vertraut zu machen haben, größer zu sehen.

In der Welt, da bist du bei jenen visuellen Effekten in deren Falle gegangen, bei denen du etwas siehst, was nicht da ist. Du siehst, was du siehst, weil du erwartest, es zu sehen. Du liest Wörter, deren Existenz du mutmaßt. Bitte erwarte und stelle dir ein größeres und realistischeres Bild von dir selbst vor.

Das ist deine Chance im Leben. Halte dich nicht zurück. Halte dich nicht aus Genügsamkeit oder aus Angst zurück. Lasse nichts dich zurückhalten. Entledige dich der alten Gedanken und der früheren Mutmaßungen. Sei heute schmiedbar. Es gibt nichts außerhalb deiner Reichweite, aber du bist derjenige, der nach ihm zu fassen hat.

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HEAVEN #650 – 31.7.2002 – Accounting Isn’t Living

BESCHREIBUNGEN ABGEBEN IST NICHT LEBEN

Hast du ein Gespür dafür, dass etwas Wunderbares dabei ist, sich aufzutun?

Etwas Wunderbares trägt sich soeben zu. Es begann vor langer Zeit, und soeben beginnst du zu sehen, was die ganze Zeit über im Gange war.

Es gibt nichts Neues. Deine Entgelte sind nichts Neues. Alle die Früchte tragenden Bäume wurden vor langer Zeit gepflanzt. Und nunmehr erscheinen neue Früchte. Freilich, inmitten des Samens des Baumes existierte die Frucht. Die Frucht existiert, noch bevor sie parat ist, vom Baum gepflückt zu werden. Sie erscheint nicht von einem Augenblick zum anderen. Und etliche Fruchtbäume tragen ihre Früchte früher, andere später. Wahr ist, die Fruchtbildung wurde in dem Augenblick eingerichtet, als der Same Form annahm. Sie hatte nicht einmal darauf zu warten, bis er eingepflanzt wurde.

Dasselbe mit deinen Gedanken. Sie entwerfen etwas, bevor das Resultat zum Vorschein kommt. Doch das Resultat war an die Idee gebunden. Das Resultat war ersonnen. Es erscheint nicht aus dem Nichts. Es kommt von irgendwo her.

Das bedeutet nicht, dass du nicht für die Dinge aufkommen kannst. Dein Bemühen, für etwas aufzukommen, ist eine Energieverschwendung. Oh, du wirst Erklärungen finden. Doch gleichzeitig gibt es keine Erklärungen. Es gibt keine Erklärung, die gut genug ist. Du kannst dein Glück nicht bis zum Anfang zurückverfolgen. Du kannst nicht einmal sagen, dass du es verdient hast. Oder dass es sonst jemand nicht verdient hat.

Bestimmt kannst du Dinge ausfindig machen, die zu deinem Glück geführt haben, aber stellen sie die Ursache dar? Was du im einzelnen beim genauer Hinsehen heraus bekommst, ist vielleicht eine Koinzidenz oder ein zufälliges Geschehen, so, wie du in deinem Auto fährst und ein anderer Wagen beginnt neben dir zu fahren. Du kannst nicht sagen, dass das Auto zu dir auffuhr, weil du da warst. Du kannst nicht sagen, dass du es bewirkt hast, dass dieses Auto oder ein anderes erschien. Du kannst nicht sagen, dass du es bewirkt hast, dass ein rotes Auto, anstelle eines schwarzen, erschien. Es gibt nicht viel, was du in aller Autorität über etwas sagen kannst.

In einem gewissen Sinne ist alles mit allem anderen verbunden. In einem anderen Sinne ist vielleicht nichts eine Konsequenz aus den Fäden, die du zufällig siehst und aufnimmst.

Es gibt Vieles, was über eure vergeblichen Erklärungen hinausgeht.

Und was habt ihr überhaupt zu wissen?

Ihr lebt das Leben. Über das Leben nachdenken ist nicht das gleiche wie euer Leben leben. Leben ist keine geistige Übung. Du kannst nicht jede Bewegung, die du machen möchtest, postulieren. Pläne sind nur Pläne. Gedanken sind nur Gedanken. Leben ist eine andere Story.

Die Sonne kalkuliert ihren Aufgang nicht. Sie geht auf.

Der Mond misst weder den Abstand noch das Licht, das er reflektiert. Der Mond reflektiert einfach.

Jedoch magst du denken, an dir sei es, dein künftiges Leben vorauszusagen und deine Vergangenheit zu rechtfertigen. In diesem Falle – wo ist in deinem Leben der Ort für die Gegenwart?

Eine Blume plant weder ihre Blüte noch ihr Verwelken. Sie blüht. Sie verwelkt. Wenn sie blüht, blüht sie. Wenn sie verwelkt, verwelkt sie. Unbesehen dessen, was beim Blühen an ihrer Oberfläche vor sich geht, eine Blume streckt sich immer nach der Sonne aus. Weder macht sie sich Vorwürfe, noch schreibt sie sich etwas gut. Sie ist eine Blume.

Denkst du tatsächlich, du seist derjenige, der eine Blume wachsen lässt oder ein Kind in eine Schwangerschaft einbringt? Denkst du tatsächlich, das sei deine Angelegenheit? Denkst du tatsächlich, du seist dabei der Urheber?

Du kannst das Feld und das Vieh hüten, und du kannst sie gut hüten, und sie gedeihen. Aber ihr Gedeihen ist von mehr abhängig als von deinem Bemühen. Du weißt, es geht hier mehr vor sich. Und das ist genug zu wissen. Und davon handelt der Kern dabei.

Sei der Schöpfung eine Wohltat. Sei in ihr gegenwärtig. Sei ihr weder voraus noch hinter ihr. Sei sie. Sei jetzt.

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HEAVEN #651 – 1.8.2002 – Shine God’s Light

SCHEINE GOTTES LICHT

Was hast du außer Mir und dem Leben? Was ist sonst noch da?

Assoziiere das Leben mit Mir. Vielleicht hast du gedacht, das Leben, und das Leben, das du lebst, seien irgendwie von Mir getrennt, Gott sei an einer Stelle und das Leben an einer anderen, das Leben und Ich befänden sich auf zwei verschiedenen Kanälen, und du könnest zu einem bestimmten Zeitpunkt nur einen einstellen.

Sieh das Leben als eine Einblendung. Es ist über etwas gelegt. Und was es zudeckt, oder anscheinend versucht zuzudecken, ist Ich. Aber die Liebe und die Göttlichkeit all dessen, was das Leben zuzudecken scheint, scheint nichtsdestotrotz durchzusickern. Es steigt hindurch wie der Nebel.

Ihr könntet auch die Essenz den Kern von allem nennen. Ihr wollt immer die Hauptsache der Dinge erkennen. Nun sage Ich euch. Ich bin. Ich BIN.

Wenn Ich Essenz bin, bin Ich Essenz. Wenn Ich das Herz der Sache bin, bin Ich das Herz der Sache. Das Herz der Sache ist das, woraus die Sache gemacht ist. Ich bin das.

Materie ist nichts anderes als die Überblendung über etwas, was weitaus größer ist als die Überdeckung. Alles ist mehr, als es zu sein scheint. Ganz bestimmt ihr. Ihr seid nicht all das, was jeder gedacht hat. Und euer Erwachen wird von eurem Anheben signalisiert, mehr davon zu erkennen, was und wie Ich denke, und was und wie Ich von euch denke.

Sogar eure Sprache ist eine Überdeckung. Wenn ihr ein Problem habt, sagt ihr: „Was ist hier Sache?“, und damit fragt ihr euch und verkündet ihr mehr die äußere Bedeckung als das innere Herz.

Beginnt, euer Denken zum Drehen zu bringen. Nehmt in Betracht: „Was ist an der Stelle das Licht?“ Die Materie ist augenscheinlich. Das Licht nicht immer, euch nicht immer.

Stellt womöglich keine Fragen mehr. Verkündet womöglich schlicht die Wahrheit. „Ich bin das Licht. Du bist das Licht. All das ist Licht. Es gibt nichts außer Licht.“

Das klingt dir wohl fantastisch. Zu abstrakt, während du es konkret möchtest. Aber was ist das Konkrete, außer das Abstrakte, das näher an dich heran gebracht ist, das besser bekannt, mehr kontaktiert ist.

Eine Rassel ist einem Säugling abstrakt. Er gelangte dazu, sie kennen zu lernen, indem er seine Hand ausstreckt und sie in seinen Mund steckt, sie nimmt und schüttelt und das ganze hin und her. Auf diese Weise ergreift er die Essenz der Rassel.

Ihr habt das alle gemacht. Wenn ihr das mit der Rassel und mit all den anderen äußeren Manifestationen des Lichts tun könnt, wieso das gleiche nicht mit dem Licht selbst. Ihr könnt es. Ihr könnt das gleiche mit dem Licht tun. Ihr könnt das gleiche mit der Liebe tun. Ihr könnt das gleiche mit der Schönheit tun. Ihr könnt das gleiche mit Mir tun. Ja.

In Wahrheit absorbiert ihr bereits das Licht und die Liebe und all das, was mit ihnen einhergeht. Ihr nehmt sie die ganze Zeit über auf. Ihr habt einfach nicht die Liebe und das Licht im euer Gewahrsein aufgenommen. Ihr habt die äußeren Manifestationen absorbiert, während euch der darunter liegende Kern entkommen ist. Ihr habt vielleicht die Liebe und das Licht als getrennte Partikel gesehen, nicht als die Essenz.

Sobald ihr einmal die Essenz kennen gelernt habt, erkennt ihr das Ganze. Die äußere Umhüllung ist nicht das Ganze. Ganzheit liegt nicht im Umriss. Sie liegt in der Essenz.

Wir teilen die gleiche Ganzheit. Wir teilen das gleiche Licht. Wir können sagen, alles Licht ist Mein. Wir können gleichermaßen sagen, alles Licht ist dein. Ganz bestimmt können Wir sagen, alles Licht ist Unser.

Gut, komme sodann näher zu Meinem Licht. Komme näher zu der Akzeptanz, dass es ebenfalls das deine ist.

Ihr habt nicht einfach bloß ein klitzekleines bisschen Meines Lichts. Ihr habt es alles. Wieso auf Erden sollte Ich euch bitten, Mein Licht zu scheinen, wenn ihr es nicht innehabt, um es hinaus zu scheinen?

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HEAVEN #652 – 2.8.2002 – Thank You, God

DANKESCHÖN, GOTT

Sobald das Leben scheinbar langsam vorangeht, möchtest du, dass es schneller vorangeht. Sobald es schnell geht, möchtest du, dass es langsamer geht. Bedeutet das, dass du entweder dem Leben voraus oder ein Nachzügler bist?

Manchmal scheint es so, entweder du drückst auf das Gas oder du trittst auf die Bremse.

Entweder in deinem Leben gibt es zu viel Verkehr oder nicht genug.

Entweder du bist zu groß oder zu klein, zu jung oder zu alt, zu ernsthaft oder nicht ernsthaft genug, zu freundlich oder zu zurückgezogen lebend. Wenn du ein blaues Kleid trägst, denkst du, du hättest ein gelbes anziehen sollen, usw. Dies sind deine Gedanken, nicht die Meinen.

Kannst du dich nicht einfach selbst sein lassen?

Du hast genug zu tun, um dich schlicht dieses Augenblicks anzunehmen. Es gibt keinen Bedarf, schneller zu paddeln oder es langsamer zu machen.

Sobald große Wellen herankommen, gehe mit ihnen. Sobald die See ruhig ist, lasse dich gleiten.

Warst du nicht unnachgiebig darin, zu gefallen? Wenn du zimperlich bist, machst du vielleicht zu viel herum.

Mach es dir leichter, zu gefallen. Sei erfreut. Hör auf mit dem Ringen, was auch immer du bekämpfst. Lasse es sein.

Wenn du zu einer roten Ampel kommst, dann halte. Wenn die Ampel grün ist, dann fahre los. Pausen sind ebenso gut wie Fahrt aufnehmen. Fahrt aufnehmen ist ebenso gut wie stillstehen.

Es ist so, wie wenn du einen Preis gewinnst und du lässt ihn sausen, weil du, eben im nächsten Moment, bescheidest, einen anderen Preis zu wollen.

Dies ist der Tag vor dir. Dies ist der Tag, den Ich dir gegeben habe, um dich an ihm zu erfreuen. Dieser Tag ist dein. Lasse ihn sich selbst sein. Kontrollieren ist nicht Freude. Sich einmischen ist nicht Freude. Deinen Tag vor dir her schieben oder zurück schieben ist nicht Freude. Mit deinem Tag schaukeln ist mehr etwas von Freude. Sei heute in deinem Tag gegenwärtig.

Manchmal denkst du, deine Nächte seien unwichtig. Wenn du dich schlafen legst, denkst du, du befindest dich in einem Aussetzer der einen oder anderen Art, dass es sich um eine Unterbrechung deines Lebens handelt, eine notwendige Bedingung vielleicht, jedoch eine, die du dir aus dem Weg räumen möchtest. Du empfindest nicht so richtig, dass der Schlaf Teil deines Lebens ist. Irgendwie fühlst du dich von ihm abwesend. Vielleicht möchtest du nicht an diesem besonderen göttlichen Teil deines Lebens teilhaben.

Aber du kannst deinen Schlaf als einen königlichen Gast würdigen.

Schlaf vollendet viel.

Weil er sich hinter den Szenen befindet, bedeutet nicht, dass er weniger wichtig ist als das auf der Bühne.

Was zwischen den Zeilen geschrieben steht, ist genauso lebenswichtig wie die Zeilen selbst.

Mache den Schlaf zu einer wundervollen Zeit und nicht einfach zu etwas, das aus dem Weg zu räumen ist. Bereite dich selbst auf den Schlaf mit der Hingabe vor, die du aufbringst, um dich auf deinen Tag vorzubereiten.

Mache für diesen speziellen Gast Raum. Behandle ihn gut.

Mache heute ein Experiment. Nach jedem Vorkommnis heute, nach jedem Menschen, dem du begegnest, murmle zu dir selbst: „Danke Dir, Gott, für diesen Anteil meines Tages. Danke Dir, Gott, für diesen Menschen heute in meinem Leben. Danke Dir, Gott, für mich. Danke Dir dafür, mich zu einem Wertschätzenden zu machen. Danke Dir dafür, mich meines großen Glückes gewahr zu machen. Ich stehe in Ehrfurcht vor der Güte in meinem Leben, und diese Ehrfurcht macht mich bescheiden. Möge ich erkennen, was an mir ist, um es in diesem Augenblick meines Lebens zu betrachten. Und danke Dir, Gott, dafür, diesen Augenblick mir gegeben zu haben. Danke Dir, Gott, für mein Leben heute.“

Ist das zu schwer zu tun?

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HEAVEN #653 – 3.8.2002 – Creation

SCHÖPFUNG

Am Anfang war alles, und dieses Alles hat nicht aufgehört.

Man hat den Anbeginn mit einem Chaos in Bezug gesetzt. Ganz bestimmt war auf einmal eine Menge los, aber das, was man weidlich Chaos nennt, ist eine wahllose überwuchernde desorganisierte Bewegung, und der Anbeginn der Schöpfung war wohl-ausgeführt. Erstaunlich.

Von außen her gesehen, mag es eine solche brodelnde Überraschung gewesen sein, sodass die Schöpfung auf sich selbst zurückgenommen wurde. Indes, von woher schaut ihr, und wie viel könnt ihr sehen?

Ein Jongleur kann sechs Bälle auf einmal hoch werfen. Deine Augen können ihnen nicht einmal nachgehen. Und dennoch, der Jongleur koordiniert. Für ihn gibt es keine Überraschungen.

Der Anbeginn der Schöpfung wurde als eine mächtige Turbulenz gedacht, als eine große Explosion, wie das Universum in die Luft fliegt, wie Feuerwerkskörper, Asche fällt da und dort nieder.

Seht vielleicht den Anbeginn des Universums wie ein stilles festes Bild, das sich, im Handumdrehen, in ein bewegliches Bild wandelt. Und gleichwohl, es war darauf vorbereitet. Bevor das Universum auseinander bersten konnte, hatte es aufgewallt zu haben. Es hatte etwas, was es zum Ausdruck bringen wollte. Es musste es selbst gewesen sein, was es zum Ausdruck bringen wollte.

Denke dir den Beginn des Universums als eine große Idee, die plötzlich hervorplatzt, an vielen Stellen niedergeht, und die überall durch jeden und alles, die aus der schönen Idee hervorgegangen sind, aufgenommen wird. Die Idee strömt nach wie vor in Lichtpartikeln aus.

Sieh den Anfang des Universums als eine große Sonne, die aufgeht. Sie geht überall auf.

Sieh das Universum als eine großartige musikalische Komposition, die von einem unbekannten Genie komponiert wurde, orchestriert durch einen ungesehenen Dirigenten und gespielt durch ungesehene Musiker. Somit muss alles, was im Universum vernommen wird, die Töne dieser großartigen Musik, die gespielt wird, sein.

Sieh das Universum als ein großes Gemälde eines Malers, ein Gemälde, das auf einen Schlag und in einem einzigen Augenblick mit jeder vorstellbaren Farbe auf jegliche erdenkliche Weise gemalt wurde, wobei allerdings der Maler wusste, was er malte. Er spritzte nicht einfach mit Farbe herum.

Sieh den Lärm des Universums als eine Gelegenheit, die Stille wieder zu entdecken, aus der es entkam. Sieh die Aktivität des Universums als eine Gelegenheit, zu dem stillen Bild zurückzukehren, das es zuvor war, als es begann, sich in Bewegung zu setzen.

Sieh diese Rückkehr zu dem ursprünglichen Zustand wie eine Partie von Reise nach Jerusalem. In dieser Partie allerdings gibt es für jeden einen Stuhl. Keiner bleibt über.

Sieh, dass du ein Funke aus diesem Ursprung des Universums bist. Du bist ein integraler, lebensentscheidender Funke und jetzt soeben leuchtest du die Welt an, und leuchtest den Weg an zurück zu der Anfangshaftigkeit, der du entströmt bist. Dasjenige, was sich auf der Erde niederlässt, kehrt zum Himmel zurück.

Sieh, dass der Beginn der Schöpfung nicht ein einzelner Akt war, sondern dass er immer noch beginnt. Das muss der Fall sein, weil keiner seine Quelle verlässt. Sie kann nicht aufgegeben werden. Deine Quelle ist deine Quelle.

Woher du gekommen bist, steht nicht infrage. Wo du nun stehst, das scheint die Frage zu sein, und deine Antworten auf diese Frage sind fragwürdig.

Sieh, dass die gesamte Energie des Universums inwendig in dir eingeschlossen ist. Sieh, dass du nicht auseinandergenommen wurdest, vielmehr, dass du insgesamt als ein einziges Stück zusammen geblieben bist. Nimm in Betracht, dass all diese gegenwärtige Wirbel-Bewegung desjenigen Ortes, den du die Welt nennst, Reise nach Jerusalem ist, ein Square-Tanz, eine Virginia Reel ist, eine Rückkehr darstellt eben zu dem Augenblick und Ort, wo du deinen Anfang genommen hast.

Augenblick und Zeit jedoch, und Ort und Raum existieren nicht, indes weißt du, dass du existierst. Du bist nicht sicher, wer oder was du bist, aber deine Augen und Ohren folgen Meinen Worten. Etwas liest Mich. Es bist Du. Eine Essenz von dir folgt Mir überallhin. Eine Essenz von dir ist nie von Mir weggegangen, nicht für einen Augenblick lang, nicht für eine Millisekunde dieser nichtexistenten Zeit lang, gleichermaßen bist du nirgendwo hingegangen, indessen Wo und Wann ebenfalls nicht existieren. Die Hypothesen sind Zeit und Raum. Die Realität ist Du und Ich, wie wir Unser Licht wie die Glühwürmchen hinaussprühen, glücklich, die Glühwürmchen des Wunders der Schöpfung zu sein

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HEAVEN #654 – 4.8.2002 – When Is Enough?

WANN IST GENUG?

Viele unter euch, Meinen Kindern, halten an eurem Schmerz fest, so, als würde der Schmerz eure Existenz mehr rechtfertigen als die Freude. So, als würde das Leiden euren rechtmäßigen Platz auf der Erde oder euren Halt an ihr begründen. So, als wäre der Schmerz euer Thron, und so, als würde er euch alles irgendwie vergrößern. Vielleicht ist das Festhalten am Schmerz eine Art und Weise, euch selbst zu zwicken, um zu sehen, ob ihr wirklich seid.

Die Freude wird euch nicht zwicken, jedoch wird sie euch ausdehnen.

Seht den Schmerz wie eine Quittung, die für eine Rechnung, die ihr bezahlt habt, per Post ins Haus kommt. Ihr müsst dem nicht weiterhin Beachtung schenken, was ihr bereits bezahlt habt. Ist der Schmerz nicht wie ein Zins, den ihr auf dem Gipfel des anstachelnden Ereignisses zu zahlen habt? So, als ob das Leiden eine Steuer, die auf euch erhoben wird, darstellte, welche ihr bezahlen und immerzu bezahlen müsst. So, als wäre es eure rechtmäßige Schuld und Pflichtigkeit, immer und immer wieder zu bezahlen. Und niemand hat euch daran zu erinnern, dass ihr bezahlt, denn ihr seid zügig darin, euch selbst daran zu erinnern.

Vielleicht fühltet ihr euch besser damit, wenn das Loslassen des Leidens um den Tod eines geliebten Angehörigen mit größerer Gunst gesehen würde. Vielleicht gibt es das Denken, dass du keine liebenswerte Person seist, wenn du aufhörst zu trauern. Vielleicht bringst du Kummer mit Liebe durcheinander.

Es sieht danach aus, dass du meinst, derjenige, der Kummer hat, sei ein besserer Mensch, als derjenige, der den Kummer hinter sich lässt. So, als weise sich Kummer mehr als Anhänglichkeit aus als Schmerz. Oder, als hättest du ihn auszuüben, und um es ganz gut hinzubekommen. Oder vielleicht meinst du, der Kummer verhindere anderen Kummer, und er stelle so eine Art Versicherung dar.

Im Falle eines geliebten Angehörigen denkst du vielleicht, du habest jenen in deinem Leben lebendig zu erhalten, und das bewerkstelligst du über das Leiden.

Wenn Ich sage, es gibt keinen Verlust, und dein Herz schmerzt, meinst du, Ich befände mich auf einem hohen Ross, und Ich wüsste einfach nicht, worüber Ich rede. Aber Ich sage dir, dass du, wenn du trauerst, den Wandel betrauerst. Auf der Oberfläche des Lebens ist Wandel unvermeidbar. Bekämpfst du das Unvermeidbare? Ja, das tust du. Du ringst sogar damit, was bereits getan ist. Du ringst mit deiner Unfähigkeit, das wieder herzustellen, was augenscheinlich war und was jetzt nicht mehr länger da ist.

Doch Kommen und Gehen sind die Bewegung des Menschlichen Lebens. Die ausliegenden Areale des Lebens bleiben nicht die gleichen. Ebbe und Flut. Und ein Schmerz kann ebenfalls abfließen. Er kam herein. Er kann hinausgehen. Du kannst ihn lösen. Ich sage nicht, du seist schlecht, wenn du einen Schmerz hast. Ich sage nicht, du sollest vorgeben, er sei fort. Ich sage nicht, du habest ihn zu bewahren. Ich sage, du neigst dazu, an ihm um deines teuren Lebens willen festzuhalten.

Ich gab dir den Segen der Tränen. Warum sollte Ich dir sie gegeben haben, und sagen, du sollest nicht weinen? Ich gab sie dir, um sie zu nutzen. Ich gab sie dir, um sie zu nutzen, jedoch nicht, um sie als ein unbewegliches Stück zu verankern oder zu installieren. Tränen sind keine heiligen Wasser.

Verlust ist eine Art Fiktion. Du hast die Vorstellung angenommen, dass dasjenige, was du nicht sehen, berühren oder hören kannst, nicht da ist. Du trauerst um das, was nicht in Sicht ist, und dennoch, was in deinem Herzen existiert und was, in der Realität, immerzu existent ist. Das teure Physische fehlt, nicht aber die Realität. Der Wandel fluktuiert. Dem Wandel jedoch unterliegt dasjenige, was unberührt ist. Dem Wandel unterliegt eine Plattform der Unsterblichkeit und Ewigkeit. Die Verwandlung, die ihr Leben nennt, und die Verwandlung, die ihr Tod nennt, sind beide Illusionen, und eure Illusionen sind euch wertvoll. Ihr möchtet sie nicht aufgeben.

Das Leben auf der Erde ist gegenwärtig euer Austauschmedium. Späterhin werdet ihr andere Gefilde bereisen, wo es andere Münzen gibt. Etliche eurer geliebten Angehörigen haben bereits vor euch die Gefilde getauscht. Sie spielen jetzt in anderen Feldern. Ihre Perspektive ist umfassender. Ihr könnt jetzt eine umfassendere Perspektive haben. Ihr müsst nicht warten. Lasst den Schleier des Leidens fallen, oder zieht die Möglichkeit in Betracht, dass ihr das könnt. Ich biete euch Meine Sicht an. Nehmt sie.

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HEAVEN #655 – 5.8.2002 – A Passing Acquaintance

EINE VORÜBERGEHENDE BEKANNTSCHAFT

Niemand sagt, dass der Schmerz keinem Zweck dient. Alles in diesem Universum, ob du nun in der Lage bist, es zu entziffern oder nicht, dient einem Zweck.

Aber es ist aufs allerwichtigste, dass du von dem Denken Abstand nimmst, du müsstest Schmerzen haben, du müsstest einen Anteil an ihnen haben, mehr von ihnen sei im Anmarsch, du habest bereit zu sein, und sogar, du habest bereit zu sein, von ihnen zu lernen. Du hast an den Schmerz nicht als etwas Gutes zu denken. Du hast deine Bekanntschaft mit ihm gemacht, aber du musst ihn nicht zu deinem guten Freund machen, oder nicht zu deinem engen.

Wie niedergeschlagen dein gegenwärtiges Denken auch immer ist, Freude war bestimmt auch ein Teil deines Lebens. Mache dich bereit, mehr von ihr zu haben. Sie ist im Kommen. Du kannst es genießen, dass Bissen der Freude kommen, und vielleicht gar großes Glück und große Entlohnungen und große unvorgestellte Überraschungen, die dein Herz rühren werden.

Wenn du an den Schmerz denkst, denkst du an die Katastrophen, die dich überkommen können. Ihre genauen Namen wirst du vielleicht nicht kennen, aber du wirst dich für sie auf die gleiche Weise bereit machen.

Mache dich für die Freude bereit. Du brauchst ihre genauen Namen nicht zu kennen, genauso wenig, sie zu formen oder auszubilden. Aber du weißt, was Freude ist, und du kannst deine Gehirnwellen und die Zellen deines Körpers darauf festsetzen, sie zu erwarten und für sie bereit zu sein.

Sei nicht zufrieden gestellt, dass du Leiden hast, und dass du mit ihm zurechtkommst. Sei zufrieden gestellt, dass du dich von ihm fortbewegst. Schlicht dieser winzige Schalter in deinem Denken wird Wunder bewirken. Du lässt das Leiden hinter dir, und du hast es nicht zu haben. Du kommst ganz gut ohne es zurecht.

Zu viel vom Leben wird darauf verwandt, um darauf zu warten, dass der Anstieg sinkt. Zu viel vom Leben wird darauf verwandt, daran zu denken, was du unter düsteren Umständen zu tun hast.

Fange an daran zu denken, was du zu tun hast, sobald köstliches Glücklichsein dich überkommt. Lasse deine Gedanken in diese Richtung sich entfalten. Lasse deine Filmkamera farbenprächtige Szenen abspielen, die dem Universum gegenüber deine Schönheit entfalten, mehr als deinen Schmerz.

Besser noch, ziehe die Freude aus eben diesem Moment heraus.

Du befindest dich in einem Körper, also genieße die Sinne, die du hast. Genieße die Hitze, genieße die Kälte. Genieße die Nässe, genieße die Trockenheit. Genieße die süßen Geschmacksrichtungen und die bitteren Geschmacksrichtungen. Aber du brauchst das Bittere nicht im Voraus zu genießen. Zu welchem Zweck?

Genieße die Geschmacksrichtungen, die kommen, wie sie kommen. Begegne ihnen. Sobald du aber fühlst, du habest zu planen, sobald du fühlst, du müsstest dich im Voraus irgendwie ausrüsten, dann rüste dich für mehr vom Angenehmen aus. Bereite dich auf die Feier vor. Bereite dich auf das Wunder vor. Bereite dich auf die Überfülle vor, nicht auf die Dürre.

Es ist so, als hättest du in einer langen Reihe Postkästen aufgestellt, einer hinter dem anderen. Jeder Postkasten hat deinen Namen auf sich, und jeder Postkasten hat eine andere Bezeichnung. Der eine ist für Schmerz. Einer ist für Freude. Einer ist für Langeweile. Einer ist für Geben. Einer ist für Nehmen. Einer ist für Genommen werden. Einer ist für Liebe. Einer ist für größere Liebe. Einer ist für Gott. Einer ist für Intelligenz. Einer ist für Irrtum. Einer ist für Angst. Einer ist für Tragödie. Einer ist für Lachen …. Du hast nun die Wahl, welche der Postkästen du nach vorne stellst, wo sie für die Hand des Postboten leichter zu erreichen sind. Welche Postkästen möchtest du nach vorne stellen? Welche hast du zurzeit vorne?

Sofern deine Gedanken Post darstellen, die du an dich selbst adressierst, in welchen Postkästen würden die meisten Gedanken ankommen?

Und was wäre, wenn du überhaupt keinen Postkasten mit dem Namen Schmerz darauf hättest? Was würde dann passieren?

Du scheinst davon überzeugt zu sein, dass der Schmerz ein Teil und ein Paket deines Lebens ist. Sofern das so ist, wird er dich finden, ob du nun einen Postkasten mit seinem Namen darauf hast oder nicht. Du musst dafür draußen kein Schild anbringen.

Gemäß dessen, welche Art Post du dir wünschst, beschrifte deine Postkästen neu.

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HEAVEN #656 – 6.8.2002 – Embodiments of Past

VERKÖRPERUNGEN DER VERGANGENHEIT

Alles physische Eigentum, das du besitzt, ist eine Verkörperung der Vergangenheit. Dem Körperlichen, aus seiner eigenen Natur heraus, ist die Anhaftendheit zueigen. Was aufgehört hat, stammt von der Vergangenheit. Was jetzt geschieht, ist von der Gegenwart.

Ein Tisch dient einem Zweck. Ein Stuhl hat seinen Gebrauch. Aber es bist du, der an dem Tisch sitzt, der sich auf ihn lehnt, der auf ihm schreibt, der in dem Stuhl sitzt oder schaukelt. Es bist du, du in der Gegenwart, der den Utensilien rund um dich herum durch deine Aufmerksamkeit Leben verleiht.

Du magst sagen: „Aber, Gott, da ist Licht in allem. Deswegen hat alles Leben.“ Und Ich möchte sagen: „Da hast du genau recht.“ Ich möchte auch sagen, dass es die physische Erscheinung ist, die sich sesshaft gemacht hat. Es ist die physische Erscheinung, die Illusion darstellt. Illusion ist ein Erlöschen. Illusion ist in dem Geist eingeschlossen, und damit in Raum und Zeit.

Für einen wachsenden Baum, gegen den du dich lehnst, spürst du größere Liebe, als für ein Stück Holz, das aus dem Baum herausgeschnitten ist. Sogar in einem Wald, wo ein Gehölz von Bäumen jeden Zentimeter bedeckt, gibt es Raum für jeden Baum. Jeder findet seinen Platz. Gleich, wie gedrängt es ist, es gibt kein Empfinden der Unordnung.

Du besitzt die Bäume in einem Wald nicht. Sogar dann, wenn du das Land besitzt, aus dem sie heraus wachsen, weißt du, dass die Bäume unabhängig von dir ein Leben aus sich heraus haben. Du suchst sie im Grunde genommen nicht zusammen. Sie sind ihre eigene Souveränität.

Anders die Gegenstände in deinem Zuhause, die du als dein Eigentum besitzt, sie bleiben dort, wohin du sie gestellt hast, und sie erscheinen uns allen gemäß der Aufmerksamkeit, die du ihnen schenkst. Du kannst die Gegenstände anhäufen, bis sie dein Haus übernehmen. Du wählst einige ohne irgend einen Grund, bloß um die Zeit anzuzeichnen. Du behältst vielleicht etliche als Kerben auf einem Gürtel, um die Dauerhaftigkeit in deinem Leben zu lokalisieren. Und derweilen behalten sie dich.

Schon ein einzelner heranwachsender Baum in einer Ebene ist ganz aus sich selbst heraus eine Schönheit. Ein Baum dient seinem eigenen Zweck, und du, der du ihn unterwegs ansiehst, nimmst teil an seiner Schönheit. Vielleicht besitzt du, der weniger besitzt, mehr. Vielleicht ist alles, was sich dir fortan präsentiert, dein, um es zu kosten, und vielleicht ist es dann an dir, ohne Verpflichtung dabei weiterzugehen.

Was stellt dieses Bedürfnis zu besitzen dar, das Meine Kinder haben? Woher kam es, und wohin führt es?

Im physischen Bereich ist es leicht, die Anhaftung zu erkennen und sie in ihrem Spiel zu sehen. Wie köstlich wird dir doch dieses oder jenes Objekt oder sogar ein Stück Papier! Das Papier wird vielleicht wichtiger als das, was es symbolisiert. Das Papier ist vielleicht Geld. Und du möchtest, dass es dir zufließt, vielleicht ohne den Gedanken, der der Energie übergeben ist, die es repräsentiert.

Versuche folgendes: Erinnere dich selbst, dass alles in deinem Besitztum Energie ist. Wir können genauso gut einfach alles die Energie der Liebe nennen, allerdings, wenn es auf die Liebe hinausläuft, begibst du dich ein wenig in Abwehrstellung, lasst es uns also Energie nennen. Was du in deinen Sinn rufst, ist alles Energie, du spürst eine größere Helligkeit, als wenn denkst, alles sei eine materielle Substanz.

Das Papiergeld, das du zur selben Zeit hoch einschätzt, während du es verunglimpfst, ist Energie in manifestierter Form. Es kommt von den gleichen Bäumen, die im Wald wachsen, und nun hat es sich in diesen Euroschein gewandelt, im Besitz genommen als ein Eigentum und dafür geliebt, was es repräsentiert und was es dir verspricht. Doch die ursprüngliche Energie des Baumes, die von Hand zu Hand weitergereicht wurde – die Quelle des Papiergeldes -, wurde vergessen. Die Quelle des Papiers ist der Baum, und Ich bin die Quelle des Baumes. Nun können Wir Energie Liebe nennen.

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HEAVEN #657 – 7.8.2002 – Possibilities

MÖGLICHKEITEN

Ein wunderlicher Einfall ist nicht immer eine mindere Angelegenheit. Manchmal weist dich ein wunderlicher Einfall auf etwas, was es sich lohnt, es sich anzusehen. Es existiert eine dünne Linie hier zwischen jeder Marotte nachgeben und ihr Beachtung schenken, jedoch bin Ich nicht Derjenige, der sagt, dass du deinen wunderlichen Einfällen nicht folgen solltest. Capricen müssen nicht egoistisch oder ziellos oder flatterhaft sein, so wie sie es manchmal sind, und so wie sie öfters gesehen werden. Sieh einen wunderlichen Einfall wie eine Empfindung, die dich aufhorchen lässt, dass etwas vor sich geht. Wieso nicht deinen wunderlichen Einfällen folgen, zum wenigsten halben Weges folgen, und schauen, wohin sie dich nehmen? Es soll so sein, dass deine Capricen dir etwas sagen. Sie können eine Botschaft für dich haben.

Du hast dich von den wunderlichen Einfällen weggedreht, so sehr, dass u nicht einmal mehr weißt, welche die deinen soeben sind.

Jemand hat dir gesagt, dass wunderlicher Einfälle töricht sind, und, da du dir sicher bist, dass du dafür bestimmt bist, weise zu sein, hast du sie entlassen.

War Ich nicht irgendwo in deiner Vergangenheit wie ein wunderlicher Einfall? Ein Gedanke, der fast zu Ende gedacht ist, aber noch nicht recht, schlicht ein Moment eines winzigen Zugs in deinem Herzen, schlicht der vageste Impuls, keine Sehnsucht, nicht unverhohlen genug, um eine Sehnsucht zu sein, vielleicht eine Ahnung, oder ein Hinweis, oder ein Wink, oder schlicht ein augenblicklicher flüchtiger Blick, der nicht so richtig gesehen wird. Indessen, ja, lasse Mich deinen wunderlichen Einfall sein, und Ich werde dich irgendwohin mitnehmen.

Ist ein wunderlicher Einfall eine vorübergehende Grille? Vielleicht, aber wie willst du das wissen, wenn deine Augen nicht, zum wenigsten, ihm hinterhergehen? Vielleicht musst du ihn nicht bis zu seinem letzten Ende hinterhergehen, jedoch kannst du sehen, wohin er geht.

Sieh die wunderlichen Einfälle wie Kinder, und schenke ihnen einen Augenblick deiner Zeit. Sieh die Ansinnen deiner wunderlichen Einfälle. Du hast ihnen nicht Folge zu leisten, aber genauso wenig hast du sie zu ignorieren. Nicht alle Grillen sind schrullig.

Wenn du dann und wann barfuß gehen möchtest, warum nicht?

Wenn du einen Purzelbaum schlagen möchtest, warum nicht?

Wenn du verrückt sein möchtest, warum nicht?

Es ist heute, dass du dich selbst findest, nicht an irgendeinem Tag. Falls du dir heute selbst nicht zuhörst, wann wirst du es tun?

Dein Pfad besteht aus Schlängelungen und Schlängelungen. Vielleicht schlängelt er sich aus irgendeinem Grund. Du brauchst seine Schlängeligkeit nicht zu übersehen, und zu handeln, als wäre er geradeaus. Vielleicht bist du gar nicht in solch einer Eile, wie du dachtest. Vielleicht kannst du deinen Pfad entlangschlendern und vom ausgewiesenen Pfad abgehen und Blaubeeren pflücken. Vielleicht warten Blaubeeren auf dich und rufen und rufen dir zu, und du hörst sie nicht, weil du so sehr bestimmt ist, deine Bestimmung sehr rasch und unverblümt zu erreichen. Vielleicht erkennst du noch nicht, dass dein Pfad derjenige ist, wo die Blaubeeren liegen, und dass dieser Pfad, der deines Erachtens ein Nebenzweig darstellte, dein direkter Pfad ist. Er war einfach nicht derjenige, der es deines Erachtens war. So mag es sein, oder, so mag es nicht sein.

Dies ist die Natur der Capricen. Sie rufen dich, und wie kannst du wissen, welcher du zuzuhören hast?

Mitunter hat sich deine Ernsthaftigkeit von den Entzückungen deines Herzens weggefegt.

Süßigkeiten essen ist nicht immer ein Nein-Nein. Und manchmal ist an Süßigkeiten denken genug, und du musst sie nicht haben. Manchmal wird dem Geruch in eine Bäckerei folgen dich vielleicht direkt gegen jemand Wichtigen oder etwas Wichtiges in deinem Leben stoßen lassen.

Das ist der Punkt. Du weißt nicht immer, wohin etwas führt. Ganz bestimmt weißt du das nicht. Und, ja, du kannst nicht einem jeden Weg folgen, der sich dir gegenüber ausweist, aber du kannst darüber nachsinnen und vielleicht denjenigen nachgehen, bei denen dich eine Ahnung überkommt.

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HEAVEN #658 – 8.8.2002 – Your Adopted World

DEINE ÜBERNOMMENE WELT

Sogar die stillste der Lüfte besitzt Bewegung. Sogar der dichteste Gegenstand ist aus sprühendem Licht gemacht.

Und du bist aus Stille und Bewegung gemacht, und du bist ein Sprüher Meines Lichts, der auf der Erde niedergegangen ist, um sie zu heilen.

Nimm in Betracht, dass du dem Leben auf der Erde eine Salbe bist. Du wurdest geschickt, um sie zu lindern. Du wurdest geschickt, um sie anzuheben. Du wurdest nicht deinetwegen geschickt.

Du brauchst die Welt nicht. Sie braucht dich.

Möchtest du dein Denken dorthin umschalten?

Ich gab dich als ein Geschenk für die Welt.

Und ich gab dich der Welt, um sie als deine eigene zu übernehmen.

Die Welt ist wie eine notleidende Waise, die Obhut braucht.

Dies ist deine Welt, und nun ist es an dir, sie zu hegen.

Was aber ist die Welt? Wenn es einzig Einssein gibt, und wenn es einzig du und Ich gibt, was hat die Welt mit Uns zu tun. Und gleichwohl ist sie ein Teil von Uns, und wir würden sie nicht im Stich lassen. Wir würden sie nicht ihrem eigenen Mäandern oder ihren eigenen Machenschaften überlassen.

Auch dann, wenn du nicht weißt, was mit der Welt zu machen ist, auch nicht weißt, was mit ihr zu tun ist, würdest du dich nicht von ihr absondern. Du weißt, irgendwie bist du ein Teil von ihr.

Du fandst die Welt wohlvorbereitet vor, als du in sie eintratst. Sie scheint nicht aus deiner Werkstatt zu stammen, doch hier, hier bist du auf ihr, auf diesem nichtexistenten Ball von Zeit und Raum. Und dennoch war die Welt nicht zu Ende gebracht, bevor du angekommen bist. Sie brauchte etwas mehr, und deswegen sandte Ich dich als das etwas mehr, um es der Welt zu geben. Du bist auf diesem Universum als ein Licht von obenher, wie ein Komet, wie ein Meteor, wie ein gefallener Stern niedergegangen.

Es hat nie einen anderen wie du gegeben. Die Welt wartet auf dich. Sie wartet immer noch auf dich. Du hast diesen Fleck Land, auf dem du stehst, und deinen Anteil an ihm noch nicht richtig akzeptiert.

Es ist nicht so, dass du dich von deiner Verantwortung gedrückt hast. Es ist schlicht so, dass du noch nicht herausgefunden hast, worin sie besteht.

Was tust du hier, und wie kamst du hierhin, und aus welchen Zweck?

Selbstverständlich, um Meinen Willen zu tun.

Es liegt dir an, etwas von Meinem Licht auf die Welt zu werfen. Die Welt ist nicht die deine, um auf ihr mit schweren Schritten zu gehen. Sie ist die deine, um sie zu erbauen. Du grast auf der Erde, und dennoch bist du der Ernährer von ihr.

Wen sollte Ich auf die Erde gesandt haben und nicht dich?

Ich wählte dich. Selbstverständlich, du wähltest dich selbst. Ich traf keine einseitige Entscheidung. Ich hatte deine Mitarbeit. Ich habe sie immer noch.

Vielleicht ist dies, aus deiner gegenwärtigen Perspektive heraus, nicht das Land, das du gerne gewählt hättest, dennoch ist es wahrhaftig das Land, was du gewählt hast. Du bist dort, wo du wähltest zu sein. Und du wurdest gewählt. Wir trafen gemeinschaftlich eine Entscheidung. Das war keine schwere Entscheidung.

Freilich, in jedem Falle bist du zur Erde gefallen, aber denke nicht, das sei dein Untergang. Du kamst gerade noch rechtzeitig an, um Meinen Willen zu erfüllen. Dir wurde eine Helden-Verabschiedungsfeier zur Erde ausgerichtet, aber jenen Part hast du vergessen.

Bist du nunmehr nicht ein Held auf Erden? Erhebst du dich nicht jeden Morgen? Besteigst du nicht einen Tag, und kehrst du nicht des Nachts zurück, öfters allein scheinend? Trägst du nicht das Weh der Welt in deinem Herzen? Und machst du sie nicht ab und zu oder mehr als ab und zu besser?

Nimm zur Kenntnis, das du das tust. Du hast an einem Tag Viele gerettet. Du hast die Straße für Viele leichter gemacht. Auch wenn du stolperst und hinfällst, das hast du getan. Und nun erholst du dich, denn für dich gibt es noch mehr zu tun.

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HEAVEN #659 – 9.8.2002 – You and God

DU UND GOTT

Keiner auf diesem Planeten beinhaltet mehr Kenntnis als du. Ich spreche nicht von der Kenntnis der Welt. Ich spreche über das Wissen, das alles Wissen übersteigt, denn dieses Wissen ist in einem jeden und in allen von euch gleich vorhanden.

Sofern jemand mehr als du zu haben scheint, wird er wohl mehr zum Ausdruck bringen, wird er mehr graben, wird er tiefer reichen, wird er mehr herausziehen, wird er mehr wagen, aber du hast alles inwendig in dir enthalten, so wie sie, genauso viel wie sie. Niemand hat mehr oder weniger als du. Du hast nicht mehr und nicht weniger als sonst jemand. Du bist ein reicher Mann, und die ganze Zeit über weißt du das nicht.

Nun möchte Ich dir etwas weiteres sagen. Ich habe dir gesagt, dass du Mich in deinem Herzen hörst. Das ist wahr. Ich bin in deinem Herzen, und alles, was Ich bin, ist unveränderlich in deinem Herzen. Daran allerdings ist noch mehr.

Ich bin in deiner DNA ebenfalls eingeschlossen. Ich bin deine Quelle, ganz bestimmt, und Ich bin auch du. Du bist ein Beförderungsmittel für Mich. Du beförderst Mich. Ich werde in dir getragen.

Du bist aus Licht gemacht, und du bist aus Meinem Licht gemacht.

Dieses Gewahrsein muss dir nunmehr einen großen Respekt für dich selbst geben; du erkennst, du bist eine Verkörperung des Gottes, die ist.

Und damit nun, musst du für jeden anderen in Meiner Schöpfung gleichfalls großen Respekt haben. Das umfasst die beseelte und die unbeseelte Schöpfung. Ich möchte sogar sagen, dass du, noch größer als Respekt, eine große Ehrerbietung habest für alle lebendigen Dinge und all die Dinge, die du gegenwärtig siehst, wie sie Leben haben.

Wenn du voll ausgewachsen auf die Erde kommen könntest, und wenn du wüsstest, du hast nur fünf Minuten, um das Leben auf der Erde zu überblicken, dann wärst du in einer völligen Glückseligkeit und Ehrfurcht angesichts der Wunder, die sie enthält. Du würdest dich selbst derart glücklich erleben, einen Schmetterling und die Blume, auf der er niedergeht, zu sehen. Du würdest jeden Stein lieben, den du siehst, das Licht des Himmels würde dein Herz bis zum Zerbrechen füllen. Und falls dir, in deinen fünf Minuten, ein anderes Menschenwesen über den Weg liefe, hättest du dich davor zurückzuhalten, dich nieder zu beugen, weil du die Herrlichkeit erfassen würdest, mit der du gesegnet bist, es vor dir zu sehen. Oh, wie doch würdest du in die Augen eines privilegierten Heuerlings auf Erden schauen, eines Wesens, das mehr als fünf Minuten innehat, wie sie dir zugeteilt sind. Du würdest in das Licht ihrer Augen schauen, und dein Herz würde darin schwimmen. Du würdest deine ganzen fünf Minuten dort freudig verbringen, und nicht weggehen wollen.

Dir aber sind mehr als fünf Minuten gegeben. Dir ist deine Lebenszeit gegeben. Zuweilen, bloß zuweilen, je mehr dir gegeben wurde, desto weniger schätzt du es, und desto weniger bejahst du es, und so mag es dir danach aussehen, dass du es an Wertschätzung für das Land der Wunder, in denen du dich befindest, und für dich selbst und für die Anderen, die hier aufgestellt sind, mangeln lässt.

Die Berge und Seen, die lange vor dir hier waren, bevor du zu dieser Zeit angekommen bist, haben keine Langeweile oder Unzufriedenheit. Jede Welle des Ozeans hat ihr volles Selbst hinter sich. Der Berg ist weder seiner Majestät noch der Majestät all dessen, was ihn umgibt, müde. Er ist zufrieden. Er ist mehr als zufrieden.

Die Tiere genießen jeden Augenblick, der ihnen gegeben ist. Sie lecken den Saft von ihm. Sie tollen auf der Erde herum. Und dennoch sind sie und mit ihnen die ganze Natur unwiderruflich mit Mir verschlungen. Sie wissen, was sie weitaus besser haben als du. Sie kennen ihre Gaben – und die deinen – besser als du.

Der Mensch, Meine größte Schöpfung, scheint die geringste Wertschätzung für wer er ist und wo er ist zu haben. Er jagt nach er nicht weiß was.

Und dennoch, eben diese Unzufriedenheit ist für dich auf der Erde ein großes Hilfsmittel, denn Unzufriedenheit rührt dich zu größeren Gefilden. Du hast die Befähigung, das tägliche Leben zu leben, seine Schönheit zu sehen, wie auch die Schönheit, die inwendig in dir und in allen denjenigen ist, die dir wie Andere zu sein scheinen, und mittlerweile kannst du auf die Schönheit aus sein, die über die augenscheinliche Welt weit hinausgeht. Du kannst im Himmel und auf der Erde koexistieren. Fakt ist: Du tust das.

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HEAVEN 660 – 10.8.2002 – Divine Love

GÖTTLICHE LIEBE

Eine Welle der Liebe führt eine andere nach sich.

Eine Welle der Liebe begegnet einer weiteren korrespondierenden Welle.

Die Liebe winkt mit ihrer Hand, und irgendwo im Universum gibt es ein Zurückwinken. Ein Winken bedeutet immer ein weiteres Winken.

Die Liebe steht nie still. Aus ihrer Natur heraus muss sie sich bewegen. Sie gibt sich selbst preis. Sie rollt über sich selbst hinweg in eine andere Welle hinein, bespritzt sich selbst, und gibt es rundum bekannt, dass alles, was es im gesamten Universum gibt, Welle um Welle der Liebe ist.

Wie mühelos die Liebe ist!

Wie voller Anstrengung doch alles andere ist! Anstrengung ist eine andere Ausdrucksweise für gegen die Maserung laufen. Die Maserung heißt Liebe.

Manchmal meinst du, du habest Mühe in die Liebe zu legen, weil dein Herz vielleicht nicht gegenüber jedermann auf dem Planeten offen ist. Aber Liebe ist unschwer. Sie ist keine Anstrengung des Willens oder der Bestimmtheit. Du kannst nicht zur gleichen Zeit deine Zähne zusammenbeißen und lieben.

Du hast irgendwie große Mühe aufgewandt, um nicht zu lieben. Du dachtest, du habest bei deiner Liebe die Zügel anzuziehen, dass du dir nicht erlauben könntest, überallhin zu spritzen, nur zu vorgeschriebenen Orten, nur in gewissen geführten Pfaden, so, als ob deine Liebe von Bedingungen außerhalb von dir abhängig sei, so, als ob alles mit Ausnahme der Liebe relevant sei, um zu lieben.

Es liegt dir nicht an, die Liebe zu meistern. Liebe ist der Beleg des Göttlichen. Du meisterst das Göttliche nicht. Das Göttliche ist kein Eigentum, das du hast. Es ist deine Natur. Es ist reine Liebe, die aus deinem Herzen heraus sprudelt aus Freude an sich selbst. Sie liebt es, überzuquellen. Sie liebt es nicht, eingefasst zu werden. Sie liebt es nicht, bemessen, kleckerweise ausgeteilt zu werden. Es ist das Göttliche inwendig in dir, was die Liebe ausgießt. Möchtest du dem Göttlichen diktieren, wie viel oder wann und wo?

Die Liebe ist unendlich. Es gibt kein Behältnis, was groß genug ist. Dein Geist ist wie ein Pfropfen, der die Liebe aufhält. Dein Geist denkt und tut und vergisst das Seien. Dein Geist ist ein Schiedsrichter, unterdessen es in der Liebe keine Nachfrage nach einer Schlichtung gibt.

Als Christus davon redete, deine Feinde zu lieben, sagte er: Liebe sogar die Produkte deiner Einbildungskraft. Dein Geist setzte eine Erzählung über Feinde auf, und, wie Geister, traten sie in Erscheinung. Du dachtest, deine negativen Gedanken existierten außerhalb von dir. Aber sie waren deine eigenen Hühner, die auf den Rost nachhause gekommen sind.

Im Falle von Christus waren diejenigen, die ihn verwundeten, nicht seine Feinde. Er kannte keine Feindschaft. Aber sie wussten nicht, wer sie waren, und sie hatten auch Christus für etwas anderes falsch aufgefasst. Die Tatsache, dass es jene gab, die Christus als ihren Feind ansahen, ist Beweis genug, dass Feindschaft eine ausgedachte Sache ist.

Der Ausdruck heißt, dass du die Feinde machst. Ja, das stimmt, du machst sie. Genauso leicht könntest du dir Freunde machen.

Doch welche Angebote hast du unterbreitet, oder mit welchen Widerständen hast du dein Herz verkleidet? Wie warst du unwillig, dich in dir selbst zu lösen? Was in dir selbst hast du dich widersetzt und wofür hast du die Verantwortlichkeit jemand anderem angeheftet?

Für jeden, demgegenüber du in deinem Herzen Bitterkeit spürst, ist jetzt vielleicht eine Entschuldigung angebracht, und du bist derjenige, der sie ausführt. Irgendwo entlang der Linie hast du eine große Ungerechtigkeit begangen. Du dachtest, es seien Menschen gewesen, die du gesehen hast. Du dachtest, sie wären all das gewesen, worin sie eingepackt waren. Du hast vergessen, dass Oberfläche Oberfläche ist, und du hast die Wahrheit vergessen, die sie versteckt hielt. Du verstecktest die Wahrheit vor dir selbst.

Du, der du zu Größe fähig bist, bist durchaus der Vergebung fähig, und demnach musst du dir selbst vergeben dafür, dass du dein Herz der Liebe verhärtet hast. Es wurde in bestimmten Bereichen verdreht, und nun ist es an dir, es zurück in seine ursprüngliche Form zu besänftigen.

Du hast Teile gesehen anstelle von Ganzheit.

Du hast in Anderen Teile gesehen, anstelle ihrer Strahlung.

Fange heute wieder von neuem an. Tilge die Vergangenheit. Erfrische dich selbst mit neuen Augen, die deutlicher die Meinen widerspiegeln. Worauf wartest du? Oh, nein, hast du auf die Welt gewartet, dass sie sich ändert? Weißt du nicht, dass du der Wandler von ihr bist?

Ich sandte dich, um der Welt zu zeigen Wie.

Der letzte Mensch, den du gesehen hast – du wusstest nicht, wer er ist. Du dachtest, er sei das Bild, das du von ihm gezeichnet hattest. Wie wenig wusstest du doch, und wie viel mehr weißt du jetzt. Wie vieles mehr wirst du jetzt vom Leben wieder auffinden. Und wie viel mehr wirst du ihm und all den Seelen geben, die sich an deiner Seite mit auf den Weg begeben.

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HEAVEN #661 – 11.8.2002 – Opinions Are Only Opinions

MEINUNGEN SIND BLOSS MEINUNGEN

Meinungsverschiedenheit meint genau das, ein Unterschied in der Meinung. Es gibt Hunderte von Meinungen. Wer sagt, dass eine von ihnen die eine wahre sei, dass die eine richtig sei und die andere falsch? Alle Meinungen sind die Wahrheit von was sie sind. In diesem Sinne sind sie alle wahr. Du täuschst keine Meinung vor. Sie ist die deine. Meinungen sind keine beweisenden Tatsachen, aber beweisende Tatsachen erheben sich öfters aus Meinungen.

Es ist nicht so, dass eine Meinung einen Einwand oder auch ein Einvernehmen erforderlich macht. Sie macht Verstehen erforderlich. Sie macht Stattgeben erforderlich.

Wenn du rotes Haar hast, und es ist deine überlegte Meinung, dass rotes Haar das schönste sei, bekämpfst du nicht Menschen, die kein rotes Haar haben. Wenn dein Haar lockig ist, hältst du es nicht für nötig, dass jeder in deiner Bekanntschaft lockiges Haar hat. Du stellst – allerdings – andere Erfordernisse auf, die ebenso dümmlich sind.

Und natürlich, du selbst hast an einem Tag die eine Meinung, und am anderen Tag die andere. Du hast nichts dagegen, deine Meinung zu ändern, wenn sie sich ändert. Wenn deine Meinung sich ändert, ist sie vorangeschritten, zum wenigsten fort davon, wo sie war, nach anderswohin. Und nun ist deine Meinung neu, und du bist genauso unnachgiebig wie zuvor, was sie anbelangt.

Nimm in Betracht, dass Meinungen Trittsteine sind. Dein Fuß steht jetzt auf einem, aber es gibt andere, auf die du deinen Fuß stellen kannst. Dein Fuß ist dafür vorgesehen, sich zu bewegen. Er schaut sich nach einem anderen Stand um.

Meinungen sind nicht mehr als Meinungen. Sie sind bloß Mutmaßungen. Sie sind die Wahrheit, die Wahrheit von dort, wo du dich in diesem Moment befindest, oder sie sind das, was deinem Glauben nach die Wahrheit ist, die Wahrheit von dort, wo du in diesem Moment bist.

Meinungen sind zeitweilige Glaubensüberzeugungen. Und dir sind deine Glaubensüberzeugungen teuer. Du scheinst zu wollen, dass Andere sich den deinigen anheften und dass sie sich nie zu den ihren hinneigen.

Deine Meinung ist dein Geschäft. Die Meinung eines Anderen ist dessen Geschäft. Gib ihnen statt, sie sich zueigen zu machen.

Doch was tust du, sobald eine Entscheidung über eine nachfolgende Handlung getroffen werden muss, währenddessen unterschiedliche Meinungen zu Tage treten? Das ist ein Dilemma, und das ist öfters der Fall, weil Meinungen dir zu Sachen über Leben und Tod werden, auch gar dann, wenn sich das bloß etwa auf eine Frage bezieht, worauf du dein Geld verwendest oder mit welcher Farbe du ein Zimmer anstreichst. Etwas zählt für dich, und du kannst nicht sagen, dass es nicht für dich von Belang ist, und dann wird eine Meinungsverschiedenheit plötzlich zu einem Thema.

Viele Meinungen sind schlicht Denkgepflogenheiten. Du liebst sie, weil du sie immer geliebt hast. Du hältst sie jetzt teuer, weil sie dir in der Vergangenheit teuer waren. Es mag sein, du hast nicht so entschieden in sie investiert, wie du denkst, du habest es getan. Sie sind einfach da, die vielen Meinungen. Sie sind griffbereit, vertraut und schlicht hier.

Es sieht danach aus, dass Menschenseinswesen eine Meinung innehalten müssen. Sie muss von irgendwo herkommen.

Ihr steht körperlich auf einem Fleck der Erde, und ihr glaubt nicht, dass irgendein anderer an genau dem gleichen Fleck, an dem ihr seid, stehen sollte.

Nicht anders – ihr wollt eigentlich nicht, dass sich irgendeiner zu eurem Ort des Denkens aufmacht. Die Vorstellung, dass sie das tun, wärmt dich einen Augenblick lang auf, aber wahrscheinlicher ist, du möchtest dich befreit fühlen, währenddessen du dich selbst zu einer anderen Meinung hin bewegst.

Manchmal ist es nicht deine Meinung, die dir wirklich so viel ausmacht. Was dir etwa von Belang ist, ist, dass du es auf deine Weise tun kannst. Und wenn du das einmal kannst, weißt du nicht, was du erreicht hast.

Sei nicht darauf aus, etwas zu erzielen.

Wenn du dich umschaust, um etwas zu erzielen, drückst du deinen Glauben an das Verlieren aus.

Oder, sofern du etwas zu erzielen wünschst, sei darauf aus, Verstehen zu erzielen. Sei darauf aus, dass du verstehen wirst, weil du, sobald du Verstehen überreichst, derjenige bist, der es erzielt.

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HEAVEN #662 – 12.8.2002 – Now

JETZT

Ein Wort, das du ganz gut aus deinem Wortschatz fortlassen kannst, ist das Wort „warum“. Natürlich geht es nicht so sehr um das Wort wie um das Konzept. Warum dies, warum das? Warum ist dies passiert und nicht das? Warum mir? So, als gäbe es einen Grund, den du zu identifizieren habest, und dem du einen leichten Knick geben müssest.

Wieso ist das von Belang. Du hast ein ganzes Leben lang nach Ursache und Wirkung geschaut, in einem Anheben, das Leben herauszufinden und dich selbst aus ihm heraus zu ziehen. Was hat Warum damit zu tun?

Es gibt schier Ist-heit.

Sich die ganze Zeit nach Gründen umschauen kommt dem gleich, ohne irgend einen Grund Zahlen zusammenzuzählen. So eine Art Routine. Wie viele Ersatzgründe kannst du zusammenzählen? Und du lullst dich von der Gegenwart weg. Und du löst dich in Schnüren auf. Du entwirrst dich nicht. Du verhedderst dich noch mehr.

Es braucht zu viel Zeit, sich nach Ursache und Wirkung umzusehen.

Sofern die Abfolge von Ursache und Wirkung nicht augenscheinlich ist, dann vergiss es. Du siedelst dich nicht auf Dingen an, die dir bereits klar sind. Du weißt bereits, dass das Streichen eines Streichholzes dies zum Anzünden bringt. Aber du lässt dich auf jenen Dingen nieder, deren Abfolge du womöglich nicht einmal unterscheiden kannst. Es gibt keine direkte gerade Linie für dich, der du nachgehen kannst. Noch mehr als das, es ist näher an der Wahrheit zu sagen, es existiert keine Ursache. Keine Ursache, schier Vorkommen.

Wenn du heute mit deinem Auto kein Benzin mehr hast, weißt du, es hatte kein Benzin im Tank. Das weißt du. Vielleicht kannst du herausbekommen, dass im Tank ein Loch ist. Wahrscheinlicher ist es, das Benzin war alle. Darüber hinausgehend, dich fragen, wieso du gestern nicht getankt hast, oder warum du sorglos warst, warum du vergessen hast, warum du es riskiert hast, oder warum du es nicht bereits besser weißt …. all das ist fruchtlos. Einen anderen fragen warum ist gleichfalls fruchtlos. Suche dir die besten der Gründe heraus, und nach wie vor bringt dich das nicht voran.

Versuche heute folgendes: es geht um ein Du sollst nicht. Du sollst nicht versuchen herauszufinden, warum etwas geschah oder warum etwas nicht geschah.

Der Ersatz für das Wort „warum“ lautet „jetzt“.

Jetzt ist ein nützlicheres Wort. Oder, wenn etwas passiert, sage durchaus einmal Oh, und gehe dann weiter. Das lässt sich genauso auf warum die Dinge, die du magst, passieren, wie auch auf die Dinge, die du nicht magst, anwenden. Oder sage Hmmm und gehe weiter.

Sich nach Gründen des Warum umschauen ist sich auf der Vergangenheit niederlassen.

Sich nach Gründen des Warum umschauen ist um die Sache herumgehen.

Jetzt, auf der anderen Hand, erinnert dich daran, wo du bist und was ist. Jetzt ist der Teich, in dem du schwimmst. Jetzt ist dein Glück. Jetzt ist deine Weisheit, und jetzt ist deine Huld.

Wieso sage Ich diese Dinge zu dir? Warum ist immateriell. Was Ich sage und was du hörst, das zählt. Nimm das, was Ich sage, dir zu Herzen, und nicht warum Ich das sage. Siehst du jetzt, wie sich nach Gründen umsehen eine Form darstellt, dich selbst aus der Gegenwart zu entziehen?

Gib das Herausbekommen auf. Was immer geschieht, ist bereits herausbekommen. Es kam vor, oder etwa nicht?

Es gibt keinen Grund für dich, nach dem Warum zu suchen. Wir sprechen über das Leben, nicht über ein Rezept, das zu befolgen ist. Es kann sein, du lässt aus einem Kuchen, den du backst, einen Bestandteil heraus, und das nächste Mal wirst du dich daran erinnern. Es kann sein, die Temperatur des Ofens war zu hoch oder zu niedrig, und das nächste Mal wirst du es besser machen. Das Leben aber ist jetzt, und du bist bereits besser. Begegne dem Leben, so wie es jetzt zu dir kommt, und gehe weiter. Versuche nicht, all die Spuren aus der Vergangenheit zu bewahren. Komme mit der Gegenwart voran.

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HEAVEN #663 – 13.8.2002 – Cinderella’s Slipper

ASCHENPUTTELS PANTOFFEL

Es existiert wenig, was zu voraussagen kannst . Vielmehr, du kannst alles voraussagen, was du möchtest, aber Akkuratheit ist eine andere Sache. Du kannst nicht genau voraussagen, wie ein anderer auf etwas reagiert, nicht mehr, also du voraussagen kannst, wie du reagieren wirst. Und worin liegt der Wert des Voraussagens? Voraussagen ist eine Art zusammenkneifen deiner Augen und sich die Ungleichheiten dabei ausrechnen.

Und wenn du rechnest, und wenn deine Rechnung korrekt ist, was ist daran so fantastisch? Was wurde erreicht? Was ist so toll daran, ein oder zwei oder zehn mal richtig zu liegen?

Das Leben kommt in zuwachsender Weise zu dir. Jeder Zuwachs kommt auf einmal. Alle Zuwächse in der Welt passieren in einem Bruchteil einer Sekunde. Es ist so, als ob der eine vom anderen herabfällt, und dennoch sind sie augenblicklich. Und demnach kannst du nicht auf Vorkommnisse, die sich vor dir in Reih und Glied aufstellen, warten, bevor du dich in deinem Leben vorwärts bewegst.

Sofern Voraussagen nicht verlässlich sind, dann genauso wenig Erfordernisse. Vorbedingungen – die du aufstellst, oder die ein Anderer aufstellt, oder die die Welt aufstellt -, dass bestimmte Faktoren existieren müssen, bevor du in bestimmte Richtungen vorangehen kannst. Vorhersagen haben sich in Erforderlichkeiten gekehrt. Und ein Seil wurde straffer angezogen.

Sage weder voraus, noch halte etwas für erforderlich.

Ändere deine Regeln.

Mache nicht so viele von ihnen.

Regeln schließen öfters aus, als dass sie einschließen.

Und du machst Regeln für dich selbst, und du bist ein schwerer Zuchtmeister. Welchen Sinn macht die Hälfte der Regeln, die du für dich erzeugst? All diese Dinge, die du mitnehmen musst, bevor du irgendwohin gehst. All die Vorbereitung, die du zu machen hast. All die angehäuften Einzelheiten vorher und nachher. Kuppel dich aus der Komplizierung aus.

Gehe, renne nicht.

Worin liegt der Vorteil, dich selbst von der Freude wegzuhalten?

Betrachte das Leben als das Öffnen von Fenstern, nicht als das Schließen.

Betrachte das Leben als einen freien Fall und nicht als einen besonnenen Akt.

Betrachte das Leben als einen prellenden Ball. Er prellt, und du prellst ihn.

Tritt kühn in das Leben ein. Hebe es auf. Stoße es. Fange es. Ist es nicht das deine?

Wer sagt, dass die Dinge so sein müssen, wie sie immer waren?

Wer sagt, dass du so sein musst, wie du immer warst?

Wer sagt, dass du so bist, wie du bist, und dass es so eben ist?

Wer sagt, zur selben Zeit, du musst anders sein?

Du musst nichts sein.

Du bist bereits etwas.

Sei dir allerdings des Mehr von dir gewahr, das in aller Ruhe darauf aus ist, auf die Bühne zu platzen.

Es wartet auf eine Gelegenheit. Aber wozu warten? Wer sagte, das zu tun?

Du?

Du bist ein staunenerregendes Menschenseinswesen. Womöglich hast du das noch nicht zur Kenntnis genommen.

Jetzt ist die Zeit da, das zu tun.

Ich sage es dir, das zu tun.

Ich sage dir: Schaue dir das Wunder an, das du bist. Schaue dir an, was Ich erschaffen habe. Köstlich. Nicht zwei sind dieselben, dennoch sind alle gleich. Die gleichen Bestandteile, und derart viel Variation. Indes, darunter liegend, die gleichen Herzschläge. Hörst du sie?

Hast du dich bereits nach dir selbst umgesehen? Wohin hast du geschaut? Hast du daraufzu geschaut, oder hast du weggeschaut? Hast du Angst, deine Herrlichkeit zu sehen? Denkst du, du könnest ihr nicht gerecht werden? Denkst du, es habe ein Vergreifen stattgefunden, dass deine Herrlichkeit eigentlich für jemand sonst bestimmt war? Oder hast du deine Herrlichkeit in den Schrank geschubst, unsicher, ob sie da reinpasst?

Wie Aschenputtels Glaspantoffel, deine Herrlichkeit passt nur dir.

Aber du musst sie anprobieren.

Du musst es wagen.

Hier, Ich halte deine Herrlichkeit zu dir hin. Sie ist die deine. Schlüpfe in sie hinein.

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HEAVEN #664 – 14.8.2002 – In God’s Name

IN GOTTES NAMEN

Was immer du tust, was immer du sagst, tue es ihm Meinem Namen. Ehre dich selbst mit Meinem Namen. Flüstere leise zu dir selbst: „In Gottes Namen.“

Jetzt soeben, liest du Meine Worte in Meinem Namen.

Später wirst du etwas anderes in Meinem Namen tun.

Mit diesem winzigen Angedenken Meines Namens erreicht dich eine größere Ebene, von der her du operieren kannst. Mit dieser winzigen Erinnerung an die Wahrheit werden deine Ausblicke angehoben. Du brauchst nicht zu denken: „Ich komme jetzt von einer höheren Stelle her.“ Nein, sobald du dich Meiner erinnerst, kommst du von einem höheren Ort.

Es ist so, wie wenn du eine bestimmte Note singst. Wenn du ein A singst, kommt A. Wenn du ein C singst, kommt ein C. Wenn du eine hohe Note singst, dann kommt eine hohe Note. Wenn du einmal einen Klang zum Ausdruck gebracht hast, setzt sich dessen Schwingung fort, nachdem sein Klang dein Ohr verlassen hat.

Wenn du murmelst: „In Gottes Namen“, gerät inwendig in dir und im Universum etwas an seine rechte Stelle. Wir können es einen bestimmten Akkord nennen. Oder Wir können es Schwingung nennen. Oder Energie. Dem entsprechende Energie wird freigesetzt.

Wenn du einen bestimmten musikalischen Akkord spielst, können andere Dinge in dem Raum ihm gemäß schwingen, denn eine Schwingung führt zur anderen. Und ein Gedanke führt zu einem weiteren. Oder, er hallt nach.

Wenn jemand im selben Zimmer wie du einen Ohrwurm summt, wirst du ziemlich rasch dabei sein, ihn auch zu summen.

In unserem Falle, wenn du Meinen Namen sagst, erinnerst du dich selbst an Mich, und du erinnerst dich an das Universum. Du aktivierst ein stilles Summen von Mir, das sich fortsetzt zu summen.

Wenn du deine Tätigkeit heute mit „In Gottes Namen“ unterlegst, beruhigt sich die gesamte Übereinstimmung deines Geistes und Körpers. Das ist eine Menge wie Frieden.

Du kannst an Meinen Namen denken wie an einen Dirigentenstab, der ein ganzes Orchester zusammenführt.

Da ist ein gewisses in der Luft Schweben zu verzeichnen, sobald ein Stab gehalten wird, und alle Augen liegen auf ihm. Wir haben es mit einem gespannten erwartungsvollen Husch zu tun. Sobald sich der Stab bewegt, bewegt sich das Orchester mit ihm, und eine bestimmte Musik tritt hervor. Alle Töne scheinen aneinander zu halten.

Heute, wenn du mit deinem Auto fährst, fahre es in Meinem Namen.

Heute, wenn du mit deinem Auto anhältst, halte es in Meinem Namen an.

Wenn du heute zur Arbeit gehst, dann gehe in Meinem Namen zur Arbeit.

Wenn du heute isst, dann iss in Meinem Namen.

Wenn du heute eine Freundlichkeit verschenkst, verschenke sie in Meinem Namen.

Und du wirst herausfinden, eine Unfreundlichkeit kannst du in Meinem Namen nicht tun. Meine Schwingung und Unfreundlichkeit können nicht koexistieren. Genauso wenig Unwahrheit. Nur Wahrheit kann mit Meinem Ton koexistieren.

Sobald du Meine Liebe für dich oder deine Liebe für Mich spürst, gelangst du in Meinen feinen Ton. Er ist solch ein reiner Ton, und Missklang kann mit ihm nicht existieren.

Du kannst nicht dein Herz im Meinen haben und es nicht verdienen. Du kannst nicht dein Herz im Meinen haben, und zur selben Zeit abgesondert von Meinem Herzen sein.

Ich sage euch, denkt: „In Gottes Namen“. Ein unterliegender Akkord Meines Namens ist Mein Herz. Mein Name repräsentiert Mein Herz. Mein Name ist Herz. Mein Name ist Liebe. Und du trägst Meinen Namen.

Bis du es deutlicher gewohnt bist, trage Meinen Namen und schreibe ihn nieder, bevor und nachdem du etwas tust und sagst, so lange, bis du ihn nicht mehr zu tragen brauchst. Bis zu dem Zeitpunkt wird es fair sein zu sagen, dass Mein Herz dich trägt, und dass du nicht mehr länger nötig habest, daran erinnert zu werden. Freilich, es ist klar, Wir gelangen zu einem ganzen Kreis, weil Mein Herz das deine immerzu getragen hat.

Begrüße nunmehr den nächsten Menschen, dem du begegnest, mit Meinem Namen in deinem Herzen.

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HEAVEN #665 – 15.8.2002 – An Anonymous Giver

EIN ANONYMER GEBER

Sofern ihr nicht von der Liebe her kommt, kommt ihr, ihr Meine Kinder, vom Ego her.

Klar er kann Ich das nicht sagen.

Nun weißt du, wie viel Ego es in der Welt gibt und wie viel davon du noch hast.

Hier geht es nicht darum, dir Haare herauszuziehen. Verzweifle nicht. Keinesfalls ist alles verloren. Es mag sein, du hast das Ego zur Kenntnis zu nehmen, bevor du seine langen gierigen Finger von dir abzulösen vermagst.

Was für ein Verlust für dein Ego ist es doch, zu hören, dass du gar nicht so nahe dran bist, dich von deinem persönlichen Ego abzulösen! Du warst stolz auf die Tatsache, dass du recht weit vorangekommen warst, unterdessen, das ist Fakt, gibt es eine lange Spur des Ego, die hinter dir aufzufinden ist. Und nun erfährst du, dass es sich noch um viel mehr handelt! Oh, nein! Du hast gedacht, du seist fast durch, und jetzt wirst du dem Gedanken gegenübergestellt, dass du soeben damit begonnen hast.

Eben jetzt in diesem Gewahrsein fallen Rollen des Ego von dir ab. Es kann nicht bleiben, wo es nicht willkommen ist. Dies gewähre Ich dem Ego. Es hat das Empfinden inne, abzugehen.

Vieles dessen, was du sagst und was du denkst und was du tust, ist gegenwärtig damit befasst, dein Ego fortzusetzen. Du wirst zugestehen, dass vieles deines Lebens darum handelt, dich selbst ein wenig besser zu fühlen, was dich selbst und deinen Ort in der Welt anbelangt. Du möchtest natürlich, dass sich die Welt ein wenig bewegt, und dass sie Platz für dich macht. Du möchtest gerne geehrt werden und dich dort behaglich fühlen.

Wenn du allerdings hier auf der Erde bist, um eine Mission für Mich zu erfüllen, bist du nicht zu sehr abhängig von Ehre und Behagen. Sie sind für deine Freude am Leben nicht lebensentscheidend.

Lasse deine Wange aus Freude für dasjenige, was du für Mich tust, rot werden, und nicht für den Beifall oder für das gute Benehmen der Welt.

Lasst uns dem ins Auge sehen. Das Ego verschafft sich Befriedigung.

Wenn du etwas sagst, auf welche Entgegnung bist du aus? Wenn du etwas tust, was möchtest du am Ende dabei haben?

Wenn du auf Billigung, Einvernehmen, Beifall, Dank, oder Anerkennung oder auf die Millionen anderer Dinge aus bist, wird deine Aufmerksamkeit in einen schlechten Ruf verbracht. Du bist wie der Kellner, der ein schweres Tablett trägt und dabei an sein Trinkgeld denkt, wobei es ihm besser ansteht, auf das Gleichgewicht des Tabletts zu achten und einen guten Service anzubieten.

Sobald deine Gedanken sich auf Gewinnen oder auf Triumph beziehen, ist das Ego bei Fuß.

Ich spreche nicht davon, du solltest nicht gewinnen mögen. Du gehst zu einem Rennen, um es zu gewinnen. Aber da ist ein Rennen, und da ist ein Gewinnen, und da ist ein Wert, der nicht herumgefedert wird, weder durch das Gewinnen noch durch das Verlieren. Sofern dein Hauptzweck darin besteht, gegenüber der Welt deinen Wert zu beweisen, gewinnt das Ego des Rennen.

Lasse deinen Wert die Plattform sein, von der du her kommst. Lasse deinen Wert vorgegeben sein. Er ist etwas Vorgegebenes, aber du weißt das nicht immer. Du weißt das nicht oft. Wenn du nicht zu gewinnen hast, um etwas zu beweisen, wie würde sich dann dein Umherschweifen im Leben ändern? Du könntest das gleiche Rennen laufen, was für ein anderes Rennen allerdings wäre das doch. Du könntest es gewinnen, aber was für ein anderes Gewinnen wäre das.

Was wäre, wenn nichts auf dem Spiel stünde? Was wäre, wenn alles, was du heute tust, keinen Preis auf sich trüge? Was wäre, wenn du das, was du tust, aus der Freude an dem Tun oder aus der Freude an dem Geben tust, und nicht für etwas, was am Ende von alledem stehe?

An der Stelle kommt das Anonyme herein. Du bist der Welt ein anonymer Geber. Du gibst in Meinem Namen, und das ist alles, was da dran ist. Du bist ein schöner anonymer Geber Meiner Güter.

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HEAVEN #666 – 16.8.2002 – The Sky is Falling

DER HIMMEL FÄLLT HERUNTER

Wenn du das Gefühl hast, dass bei dir zu viel schief geht und nicht genügend richtig läuft, dann ziehe in Betracht, dass du dich in einem Irrtum befindest.

Immer und immer wieder setzt du dich mit der augenscheinlichen Entfernung zwischen dem, was du willst (was du denkst, du willst es), und dem, was in Erscheinung tritt, auseinander. Du weißt, du kannst ein Vorkommnis, das bereits passiert ist, nicht ändern, und dennoch lebst du es im Geiste nach, und versuchst, es in deinem Gemüt rückgängig zu machen. Du machst die Szene ausfindig, wo du dazwischen gehen könntest und wo du jetzt etwas anderes tun würdest.

Du hast etwa versucht, zu ändern, wie du dich in der Angelegenheit fühlst, jedoch ohne Erfolg. Nun ist alles, was du tun kannst, es vorbeigehen lassen. Das hat es bereits.

Deine Wahl heißt, über dem offensichtlichen Rückschlag zu einer Verschlimmerung zukommen, oder es dort zu lassen wo es ist.

Es gibt viele Dinge, die es nötig haben, dass du sie los lässt. Insbesondere deine Gedanken. Du hast viele aufgehäuft. Es gibt keine wertvollen Juwelen zum Aufbewahren, um sie zum Anschauen herauszunehmen. Sie haben vielleicht sehr scharfe Kanten. Es ist besser, dich selbst nicht in Gedanken zu verschnüren, die dir weder Freude verschaffen noch dich vorwärts bringen. Doch das weißt du bereits.

Von Zeit zu Zeit stoßen Wir an die Tatsache, dass du glaubst, du brauchest eine Bestrafung. Du peitschst dich unentwegt wegen des gleichen Vorkommnisses. Es ist nicht einmal so, dass du das Vorkommnis ebenso stark siehst, wie stark du einen Aussetzer in deiner Voraussicht und in deiner Beurteilung siehst. Du denkst, du hättest es kommen sehen sollen. Du denkst, du habest es kommen sehen, aber du habest weggeschaut. Deine Gedanken füllen sich selbst mit Vorhaltungen auf.

Was wäre, wenn du nur freundlich und gut zu dir selbst wärest? Nicht derart heikel. Nicht derart Anforderungen stellend. Was wäre, wenn du dir selbst gegenüber sagtest, es ist in Ordnung, Fehler zu begehen. Es ist in Ordnung, etwas zu lernen. Es ist in Ordnung, das gleiche immer und immer wieder zu lernen. Es ist in Ordnung, unvollkommen zu sein. Möchtest du dir selbst etwas Spielraum verschaffen und gewähren?

Es kommt nicht darauf an. Welche Fehler du auch immer gemacht hast, auf sie kommt es nicht an. Das ist nicht von Belang. Fehler sollen los gelassen werden.

Für dich ist es schwer einzugestehen, dass du es nicht immer richtig machst. Dein Bedürfnis, es recht zu machen, ist derart groß, dass du sogar meilenweit gehst, um zu beweisen, dass du recht hast, dich selbst als falsch befunden zu haben. Du skizzierst Belege der Unvollkommenheit und machst sie zu einem wertvollen Lagerbestand.

Worin besteht dieser Wert, den du auffindest, indem du dich selbst als ein Beispiel des Irrtums festhältst? Was ist Gutes daran, dir selbst zu einem schlechten Gefühl zu verhelfen? Wer hat dich das gelehrt, und warum hast du das gelernt?

Fange an, den Wert darin zu finden, dir selbst zu erzählen, dass du wunderbar bist, mit Fehlern oder ohne Fehler. Dein Leben braucht nicht in zwei Spalten aufgeteilt zu sein. Mit Sicherheit bist du mehr als Addition und Subtraktion.

Alle Selbstkasteiung ist Ego wie es singt und tanzt. Stolz oder Scham, Frohsinn oder Bedauern, sie kommen von dem gleichen Gesicht des Ego. Derart hast du Wahlen getroffen. Zittere nicht unter ihnen. Lobe dich wegen ihnen gleichfalls nicht. Die Richtigkeit deiner Wahl hängt eigentlich nicht davon ab, was hinter ihr kommt.

Sei nicht der Richter deiner selbst. Du triffst ein Fehlurteil. Alles Richten ist verkehrt.

Du wurdest nicht auf die Erde gebracht, um zu richten. Du wurdest auf die Erde gebracht, um zu lieben. Liebe demnach auch deine Fehler. Du hast sie in gutem Glauben gemacht. Du bist kein Experte im Leben. Hast du gedacht, das solltest du sein? Experten treffen gewichtige Urteile. Triff du keine.

Alles was du erkennen kannst, ist dieser Moment. Dieser Augenblick ist gut. Dieser Augenblick besteht aus dir und aus Mir. Wir verbringen Unser Einssein nicht damit, das zu beklagen, was war. Lasst uns Unseren Augenblick des Jetzt damit verbringen, das Einssein Unserer Liebe zu erkunden.

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HEAVEN #667 – 17.8.2002 – You Exist

DU EXISTIERST

Das Leben geht dir nie aus. Du hast es in der einen oder anderen Form immer. Du wirst mit ihm nie bemogelt. Du hast ebenso viel Leben wie sonst irgendjemand. Einzig, es ist das deine. Es ist niemandes sonst. Es ist das deine.

Und dennoch, zur selben Zeit, wann ein Leben das deine ist, um mit ihm umzugehen, so wie es dir passt, und wann es niemandes sonst ist, gehört es dir auch nicht ganz so richtig. Auch dann, wenn du irgendwo in einem Iglu lebst, hat sein Leben auf dasjenige eines anderen Auswirkungen, und dessen Leben auch auf dich.

Du tangierst die Welt. Du hast Einwirkungen auf deine Umwelt. Manchmal denkst du, du hast überhaupt kein Sagen, aber du wirst eingestehen, dass du Einfluss nimmst auf den Raum, in dem du lebst, oder etwa nicht? Du musst eingestehen, dass deine Stimmung die Menschen beeinflusst, die in deiner Nähe sind. Wirst du eingestehen, dass du sogar Einwirkungen auf die Menschen hast, wie weit weg sind?

Ein Lächeln von dir ändert die gesamte Anordnung der Menschen, die einen Raum mit dir teilen. Ein Stirnrunzeln bewirkt das gleiche. Eine angenehme Stimme. Eine raue Stimme. Ein Änderung verwandelt die gesamte Szenerie, die gespielt wird. Und ein Kräuseln langt beim anderen an.

Du bist ein derart machtvoller Spieler in der Welt. Du hast gedacht, du seist nebensächlich, oder zumindest von minderer Bedeutung, von ganz minderer Bedeutung. Nun sage Ich dir in durchaus bestimmten Worten, dass du aufs Bedeutsamste bist. Bloß, die Wichtigkeit deiner Rolle in dem Spiel des Lebens ist nicht immer sichtbar. Sie ist nicht immer so unverzüglich. Und dann und wann kannst du sie einfach nicht sehen. Manchmal hast du danach Ausschau gehalten, zu beweisen, dass du nicht notwendig ist, und dass dein Leben nicht sinnvoll ist und dass du schlicht zu einer bestimmten Zeit in eine Existenz gelangt bist, die ohnehin eigentlich keinen Sinn ergibt.

Zur selben Zeit hast du eine Menge deines Lebens damit verbracht, dich zu bemühen, bedeutsam zu sein. Gestehe das ein. Sofern du dich verlegen gemacht fühlst, einzugestehen, dass du bemüht warst, dich selbst bedeutend zu machen, liegt das daran, dass du in deinem tiefsten Herzen weißt, du bist es bereits.

Du hast große Macht inne, und du hast große Verantwortung.

Die Menschheit hängt von dir ab. Und Ich hänge von dir ab. Und die Tiefe deines Lebens hängt von dir ab. Du bist kein Radzahn. Du bist die Hauptsäule. Du bist ein lebenswichtiges Organ im Universum.

Und so wächst ein Kind heran. Zunächst dreht sich die Welt um das Kind. Es ist alles, was da ist. Dann nimmt es mehr von der Welt in sich hinein, und es beginnt zu verstehen, dass andere Herzen gleichfalls schlagen, und dass es nicht das einzige ist, worum es geht. Und so nimmt es Andere in Betracht, jedoch primär in Bezug auf sich selbst, so ziemlich wie ein kleines Tischtennisspiel. Irgendwo in seiner Entwicklung wird es wie du, und sein Empfinden des wahren Selbst hat sich verringert, und es verschwindet fast, und es wird, es fühlt sich so an, wie es geworden ist, schlicht ein anderer Klecks im Hintergrund, schlicht ein anderes Auto auf der Straße, schlicht ein anderer Raumbeansprucher, schlicht ein anderes sich bewegendes Objekt, dahertuckernd, im eigentlichen nirgendwohin gelangend.

Und nun sage Ich dir, dein Empfinden der Wichtigkeit zu widerrufen, weil du von Bedeutung bist. Du bist wesentlich und eingebaut.

Deine Bedeutung hängt nicht davon ab, wie sie zur Kenntnis genommen wird. Zur Kenntnis genommen oder nicht, du bist der Beweger des Universums. Dein Einfluss ist umfassend.

Und nun kannst du nicht einfach mehr länger bloß für dich selbst leben. Du kannst dich selbst nicht vor dir selbst verbergen. Du kannst dich vor deiner Verantwortung nicht drücken. Du bist ein großer Beeinflusser auf die Welt der Menschen. Du hast eine große Zuständigkeit. Dein Auktionshammer ist mächtig.

Heute, da mache die Welt angenehmer. Mache sie freundlicher. Mache sie für einen Anderen schwungvoller. Beschleunige die Evolution der Welt. Setze in ihr heute eine neue Markierung. Ebne den Weg für einen Anderen. Das ohnehin tust du immerzu. Sei dir nun dessen bewusst.

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HEAVEN #668 – 18.7.2002 – The Little Island

DAS KLEINE EILAND

Es gibt nichts, was du nicht überragen kannst. Das bedeutet, es gibt nichts, was für dich zu viel ist. Du kannst nur denken, es wäre dir zu viel.

Es ist nicht so, dass du zu beweisen hast, wie widerstandsfähig du bist. Sogar die köstlichste Blume besitzt eine Stärke, die über eure Vorstellung hinausgeht. Es gibt nichts, dem du nicht widerstehen kannst. Und es gibt nichts, durch das du nicht hindurch kommen kannst und woraus du nicht zu einer höheren Ebene hervor kommen wirst. Du bist unbesiegbar.

Die Fantasie lautet, du meinst, du bist ein Körper. Was immer bei deinem Körper vorkommt, du bist nicht ein Teil von ihm. Natürlich, du gehst mit deinem Körper eine Verbindung ein. Sofern das alles ist, was du bist, bist du in der Tat eine sterbliche Kreatur, aber Ich habe dir gesagt, dass du ewig bist, und ewig bedeutet unsterblich. Du bist Mein Kind für immer. Du bist nicht eine Minute lang hier und in der nächsten verschwunden. Du bist nicht zeitweilig. Du bist beständig.

Ein Teil von dir weiß das. Du musst das wissen, weil das deine Erfahrung darstellt.

Sofern das Körperliche alles wäre, was du bist, wer ist es dann, der den Körper bewohnt, in dem du dich gegenwärtig befindest? Er ist nicht leer. Du lebst in ihm. War damals der Inhaber des Körpers, als du ein Säugling warst, ein anderer als du? Du, der du jetzt den erwachsenen Körper bewohnst, bist du nicht der gleiche Mieter, den der sich ändernde Körper immerzu hatte? Kommt ihm nicht eine gewisse Kontinuität zu? Ganz gewiss liegt dein Territorium jenseits der Grenzen einer so kleinen Sache wie deinem Körper.

Und dennoch gehst du mit diesem Körper, in dem du dich befindest, eine Verbindung ein. Du glaubst, dass du ein und derselbe bist. Gleichwohl weiß immer noch ein Teil von dir, dass der Körper nicht die Summe von dir ist. Du existierst unbesehen des gegenwärtigen Wohnsitzes. Das Körperliche ist dir sehr teuer geworden, und du würdest es gerne zur Grundlage nehmen und mehr aus ihm machen, als es ist oder je sein kann.

Hinfür weiß ein Teil von dir, dass du überhaupt nur in diesem Moment existierst. Dieser Moment ist weit. Er umfängt die Ewigkeit. Die Vergangenheit, sogar die Vergangenheit von einem Augenblick zuvor, ist eine Welle des Ozeans, die jetzt bereits vorübergegangen ist. Die Vergangenheit ist schlicht der Rahmen eines bewegten Bildes. Sie ist der Immerzu-Moment, im Raum zum Stoppen gebracht, eingefangen auf einem Stück blanken Papiers. Der physische Körper ist ein Kennzeichen von dir, aber er ist nicht du. Der physische Körper ist nicht mal eine Spur von dir.

Du, der du aus den Augen deines Körpers herausschaust, bist nicht von den Augen abhängig. Du existierst unabhängig von den Sinnen des Körpers. Und du kannst weiter sehen, als das physische Auge zu sehen vermag. Es ist weitaus mehr an dir als das Gewebe des Körpers, das rund um dich herum zirkuliert.

Was wäre, wenn du in dich aufnehmen würdest, dass du das Universum als Gesamtes bist? Sofern du dies für einen Bruchteil einer Sekunde akzeptieren könntest, welche Bedeutsamkeit würde diesem kleinen Eiland von dir zukommen? Und gleichwohl, du denkst, dieser kleine Fleck von dir auf einer riesigen Karte sei folgenschwer. Manchmal sieht er dir wie die ganze Welt aus.

In den Augenblicken, in denen du Liebe fühlst, erkennst du, du bist mehr als die Sehnen und Venenzuflüsse deines Körpers. Sogar das unerheblichste Gewahrsein der Liebe signalisiert dir, dass du mehr bist als die Moleküle, die deinen Körper ausmachen. Gewebe liebt eigentlich nicht. Du tust das. Und sobald du liebst, gibst du für die Tatsache ein Zeugnis ab, dass du weit über jegliche Grenze, die auf der Erde gesetzt ist, hinaus existierst.

Gleichermaßen – dir ist kein Objekt, um es zu lieben, erforderlich. Liebe strömt aus. Alle empfangen sie. Liebe ist ein Seinszustand. Ein Moment von dir und Mir ist alles, was die Liebe braucht, um sich selbst zu realisieren, um sich selbst zu erkennen, um in sich selbst entzückt zu sein. Sind Wir – die scheinbar zwei von uns – sind Wir jetzt soeben nicht schlicht dabei, uns an der Liebe zu erfreuen?

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HEAVEN #669 – 19.8.2002 – What Would You Say?

WAS WÜRDEST DU SAGEN?

Was ist in deinem Herzen, um es der Welt zu sagen? Wenn du im Fernsehen fünf Minuten hättest, in denen die ganze Welt an dir hinge, was würdest du sagen? Wenn du eine Minute die Aufmerksamkeit eines jeden Herzens und einer jeden Seele auf Erden hättest, welche Worte würden deinen Lippen entkommen? Wenn dir im Radio die Zeit gegeben würde, um ein EINZIGES Wort zu sagen, dem die ganze Welt zuhört, wie hieße es? Worauf läuft dasjenige, was du zu sagen hast, zu?

Was an Worten kommt in deinen Sinn, die du nicht aufgegeben wissen möchtest, denn du wirst den wertvollen Augenblick, wann die ganze Welt auf dich sieht, nicht vergeuden wollen. In diesem Augenblick würdest du in Betracht nehmen, was dir wichtig ist zu sagen. Ich meine nicht, du wirst denken: „Was würde jemand anderes sagen? Was wäre populär? Was möchte die Welt hören? Ich werde ihnen sagen, was sie wollen.“ Ich meine, du wirst sagen: „Was ist die Wahrheit dessen, was ich zu sagen habe?“

Dennoch wurde vieles deines Lebens darauf verwandt, dasjenige zu sagen oder zu tun, was deines Erachtens die Welt möchte oder was jemand in ihr möchte. Die Frage aber vor dir lautet jetzt: Was würdest du sagen?

Aus Millionen Worten, die dir zur Wahl stehen, welches würdest du auswählen?

Sofern dieses eine Wort, das du dir auswählst, das gesamte Geschick der Welt beeinflussen würde, nach allem hin und her, welches Wort würdest du äußern?

Ich denke nicht, du würdest diese Gelegenheit dafür nutzen, um Luft abzulassen. Ich denke, du würdest mehr als dich selbst in Betracht nehmen. Ich glaube, du würdest daran denken, was du sagen kannst, das von Wert ist. Ich denke, welches Wort du auch immer äußerst, du würdest es zu deinem Geschenk an die Welt machen.

Sofern dir dieser Augenblick vor der gesamten Welt gegeben würde, und du könntest nur in Erscheinung treten und kein Wort sagen, was würdest du übermitteln? Was könntest du mit deiner Haltung sagen? Welche schlichten Gesten könntest du benutzen, um der Welt etwas Kostbares zum Ausdruck zu bringen?

Ich habe das Gefühl, in der Stille könntest du etwas noch Tieferes übermitteln als mit Worten.

In jedem Falle, ich glaube, du würdest auf die eine oder andere Weise Freude zum Ausdruck bringen.

Du würdest nicht Kleinlichkeit oder Frustration oder Rache zum Ausdruck bringen. Du würdest dir keine Sorgen machen, dass du mit deinem Wert dabei gut wegkommst. Du würdest mehr daran denken, welchen nachhaltigen Gedanken du bei der ganzen Welt hinterlassen könntest, bei diesem Publikum, das seine Augen auf dich gerichtet hat, das dir aufmerksam zuhört.

Ich meine, du hättest eine ernsthafte Absicht, aber du würdest die Welt nicht abmahnen. Du würdest ihr gegenüber keine Warnung aussprechen. Du würdest nicht mit dem Finger auf sie zeigen. Habe Ich recht?

Ich denke, bevor du vor dem Körper der Welt sprichst, würdest du dich des Egos auf deiner Seite entledigen und kämest du zur Wahrheit. Du würdest aufsuchen, wer du bist und was du zu sagen hast. Ich meine, du würdest einen Beitrag zur Welt finden, denn du hast einen Beitrag zu machen. Du würdest einen Abdruck von dir auf der Welt hinterlassen.

Nun also, lasst Uns das Szenario für einen Augenblick wechseln.

Last Uns sagen, dir wird ein Augenblick gegeben, um vor Mir zu erscheinen und Mir eine Erklärung abzugeben. Würdest du das gleiche sagen? Würde deine Körpersprache das gleiche übermitteln?

Falls ich dich als erster gefragt hätte, was du Mir sagen würdest, nicht der Welt, hättest du dann eine andere Erwiderung gegeben als das, was du jetzt sagen würdest? Würdest du wirklich vor Mir erscheinen, und, so wie in den Geschichten, darum bitten, in den Himmel eingelassen zu werden und über deinen Verdienst Erklärungen abgeben zu können? Würde es bei alledem wirklich um dich gehen?

Ich muss Meine Fragen offen lassen, du kannst sie beantworten. Was würdest du sagen?

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HEAVEN #670 – 20.8.2002 – Goldenness

GÜLDEN

Während Wir jetzt soeben zusammensitzen, frage Mich,, was Ich möchte? Was stellst du dir vor, dass Ich es möchte?

Sofern du für Mich Worte sprechen solltest, was hättest du gerne, dass Ich es durch dich sage?

Und sofern du, so wie Ich, kein Wort sagen könntest, was würdest du mit deinen Armen übermitteln?

Ich möchte dir sagen, was es wäre. Du wirst deine Arme als eine Gabe nach nach oben hin aus halten, würdest allen den Himmel anbieten. „Hier ist der Himmel für euch“, würden deine Arme sagen.

Und sofern du nur einen Arm benutzen könntest, würdest du ihn als einen Segen auf den Kopf eines jeden vor dir legen. Die Segnung würde schlicht die Hand umdrehen, sodass sie geleert wird und das Dargebot überbracht wird. Meine Botschaft, die deine Hand überbringen würde, lautet: „Ja, jetzt hast du den Himmel. Ich habe ihn dir gegeben.“

Das ist es. Darbieten und Segnen, Gabe und Zuerkennung, sie sind alle das gleiche. Und so gelangst du zu der Erkenntnis, dass es keinen Unterschied zwischen Darbieten und Segnen gibt. Und nun weißt du, dass Mein Beruf Geben ist. Hattest du gedacht, es ginge ums Fortnehmen?

Schaue auf die Belegschaft und nicht auf das Leidende und Empfindliche.

Schaue auf das Ja und nicht auf das Nein.

Warte auf das Gute, das sich auf seinem Weg zu dir vermehrt und vermehrt. Ich verfehle Mein Ziel nicht. Und du bist es, auf den Ich ziele.

Entsinne dich, Verurteilen begrenzt dich. Verurteile nicht, was auf dich zukommt. Nenne es alles gut, denn alles kann als allmächtige Liebe erkannt werden. Interpretiere Vorkommnisse nicht entlang dessen, was du fühlst. Für einen solchen wie du ist das zu kurz gegriffen. Das ist zu sehr hoch und nieder.

Deine Gefühle sind nicht unwichtig, aber sie machen auch nicht das Wichtigste aus. Sie sind Reaktionen, aber sie sind Reaktionen auf deine Interpretation, nicht auf die eigentlichen Ereignisse. Viele Dinge sind das, was du sagst, dass sie es sind. Du sagst, etwas ist gut, und du sagst, etwas ist schlecht, und dann sind sie das, wasimmer du sagst. Du weißt bereits, du hast des Öfteren etwas fehlinterpretiert. Und dasjenige, was du interpretierst, ist dasjenige, was du bekommst. Dass auf deiner Seite eine Fehlinterpretation vorherrscht, ändert nicht das Vorkommnis, das du fehlinterpretierst, aber bestimmt beeinflusst es eine Reaktion darauf. Und damit weißt du jetzt, dass du nur auf dasjenige reagierst, was du aus Dingen machst, und nicht auf die Dinge selbst.

Und was machst du aus Mir? Mache aus Mir, was du willst. Das beeinflusst Mich nicht. Aber mit Sicherheit beeinflusst es dich. Welche Macht möchtest du Mir gewähren? Was, meinst du, versuche Ich, mit dir zu tun? Was, denkst du, ist Unsere Beziehung? Was ist dein Platz in ihr? Wie entfernt oder wie nahe sind Wir, so wie du es dir denkst?

Und so ist es.

Nun weißt du, wie machtvoll du bist. Du kannst alles in Gold kehren. Du kannst alles wenden und alles in Gold wenden. Du kannst dies tun, weil alles goldenes Licht ist. Alles, was du siehst, und alles, was du nicht siehst, sind goldenes Licht. Und damit kannst du alles in dem Licht der Goldenheit sehen, denn du kannst die Wahrheit sehen.

Alles, was hereinbricht, ist ein Segen. Für dich ist das nicht immer leicht zu sehen. Öfters unmöglich scheinend, denn du siehst zahlreiche Vorkommnisse als Hindernisse, und Hindernisse werden sie sein. Du hast es so gesagt. Du bist der Bestimmende deiner Interpretationen. Du bist der einzige, der Schlacke in Gold verwandelt. Keiner kann das für dich tun. Sie kommt manchmal in einer Verkleidung daher, aber es bist du, der durch die Verkleidung hindurch sehen muss, um das Gold dahinter zu sehen.

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HEAVEN #671 – 21.8.2002 – Come Back to Love

KOMME ZUR LIEBE ZURÜCK

Wenn du dich bei einem vermeintlichen Verlust in einem großen Schmerz befindest, ist es dir kein Trost zu wissen, dass hinter deinem Leiden ein Schatz liegt. Du siehst dasjenige, was Ich sage, als Theorie, als eine sehr nette Theorie, aber als Theorie, und was du zurzeit fühlst, liegt schwer auf deinem Herzen. Wie kannst du dich um Theorie kümmern? Du hast Schmerzen, und es hilft dir nicht zu wissen, dass du, wenn du weitsichtiger oder entwickelter wärest, verstehen würdest, dass Schmerz und Verlust nicht real sind. Sie sind dir jetzt soeben real genug. Sie überschatten alles andere. Sie lassen jegliche Ahnung des Himmels, die du einmal gehabt haben konntest, klein erscheinen.

Du fühlst dich nicht besser, wenn du weißt, dass der Himmel existiert, und dass Ich dir sage, dass der Schmerz, den du jetzt erfährst, nicht real ist, dass du denkst, du befändest dich in einem Schmerz, dass er eine Illusion ist und dass du dich irrst. Du wirst dich wohl schlechter fühlen, weil du in dem Augenblick bestimmt nicht den Himmel erreichbar findest. Du befindest dich nicht bloß in der Qual, noch mehr als das, dir wird jetzt gesagt, du bist eigentlich das nicht, was du jetzt soeben einfach meinst. Dir wird gesagt, du habest eine Wahl, um im Leiden zu bleiben oder es zu verlassen, so, als ob du je nach Belieben dein Leiden einfach abdrehen könntest.

Und damit, hast du vielleicht das Gefühl, dass Ich denjenigen, die leiden, einen kleinen Klaps auf den Kopf oder ein anderes schwaches Schmerzmittel gebe, und dass Ich weitergehe, mit einem Lied auf den Lippen.

Denke nicht, dass Ich es mir mit deinem Leiden leicht mache.

Etwas Entsetzliches ist passiert, und du liegst am Boden. Jemand, den du liebst, hat seinen Körper verlassen. Oder jemand, den du liebst, ist soeben dabei. Was kann dir schlimmer sein als Tod oder Krankheit. Du kannst das nicht mit einem Achselzucken wegbekommen. Du kannst nicht verstehen, wieso es Leiden gibt, und wie es Teil dieses Lebens sein kann, über das man dir erzählt, es sei schön, und dass dir – der du dich derart grässlich fühlst – gesagt wird, dass du eigentlich herrlich bist, ein Geschenk von Gott an sich selbst und an alle Anderen.

Bestimmt, du fühlst dich auf dem Gipfel der Welt, während alles gut läuft. Wenn aber die Tragödie kommt, befindest du dich in den Tiefen der Verzweiflung.

Und niemand wird davon verschont.

Genauso wenig gibt es einen Trost.

Gut, schau nicht nach Trost.

Schau, so gut durchzukommen, wie du es kannst. Du wirst dabei nicht unversehrt herauskommen, aber du wirst aus ihm herauskommen. Aus den Tiefen deines bitteren Schmerzes wird etwas Funkelndes zum Vorschein kommen. Das wird der Fall sein, das ist der Fall. Mit Sicherheit wird ein Empfinden für die Größenverhältnisse sich vertiefen. Es war einmal, da grämtest du dich bei einem Test, durch den du gerasselt bist, oder bei einem Geldbeutel, der dir gestohlen wurde, oder bei einer unerwiderten Liebe. Jetzt weißt du es besser. Und jetzt gibst du mehr.

Mein geliebtes Kind, viele Male rate Ich dir an, dass du nichts persönlich nimm st. Nicht einmal eine persönliche Tragödie. Und lasse, so gut du es kannst, deine Analyse beiseite. Und denke nicht, dass Ich es nicht verstehe. Und denke nicht, dass Ich mich nicht darum kümmere. Wisse aber, dass Meine Perspektive die deine übertrifft.

Die Milderung des Schmerzes, auf die du aus bist, wird kommen. Ich gebe sie dir jetzt. Aber ich kann sie dir nicht in Worten oder in Erklärungen geben.

Weine deine Tränen. Fühle deinen Schmerz. Ich bin nicht fort von dir. Ich bin nicht fort von deinen geliebten Angehörigen. Sei freundlich zu dir und zu jedem anderen. Was du verloren hast, wird gefunden werden. Liebe kann von dir nicht weggenommen werden. Komme zur Liebe zurück. Lasse auch nur einen winzigen Faden deines Schmerzes los. Und sodann einen anderen. Es ist völlig in Ordnung, Leiden los zu lassen. Leiden ist nicht köstlich. Liebe ist das.

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HEAVEN #672 – 22.8.2002 – What You Know to Be True

DU WEISST, ES IST WAHR

Leiden ist menschlich. Es ist nicht Göttlich.

Es ist so: Du befindest dich auf dem Gipfel des höchsten Berges, und du bist an einem starken Seil ganz sicher verankert. Du kannst dich nicht verletzen. Du kannst von der einen Seite zur anderen Seite schwingen, allerdings nur so weit, und du kannst nicht weiter als die Länge des Seils fallen, denn es hält dich, und du bist sicher.

Wenn du dich aber auf dem Gipfel des Berges befindest, und du weißt nicht oder glaubst nicht, dass dich ein starkes Seil hält, befindest du dich in großer Angst. Wenn dich der Wind von der Kante eines Felsen fortweht, hält dich das Seil auf die gleiche Weise fest, aber du assoziierst Fallen mit Angst. Du fühlst dich alleine und ganz und gar auf die Gnade des Windes, der Schwerkraft, der Felsen unten und der abnehmenden Distanz und Zeit zwischen dir und der Unerbittlichkeit des Terrains da unten ausgeliefert.

Aber du kannst nicht zerstört werden, weil du von oben her durch ein Seil gehalten ist, durch ein unbezwingbares Seil von oben. Deine Angst ist unbegründet. Dir kann nichts passieren. Du kannst nie demoliert werden. Einzig dein Körper. Schlicht dein Körper. Nicht du.

Und das stimmt für alle anderen Wesen in der Welt. Auch sie kann nichts tangieren; nur ihre Körper.

Weißt du nicht, dass Energie nie verlustig geht?

Du kannst nicht verdampfen. Du kannst nicht entschwinden. Das, was du bist, ist ewig. Auf dich kann kein Leid niedergehen. Einzig, du nennst deinen Körper du. Einzig, du nennst deine Identität auf der Erde du. Du irrst dich über wer du bist und über das Ausmaß von dir.

Es existiert ein starkes Band vom Himmel, das dich hält. Das ist unleugbar. Aber du leugnest es. Also ist da das Seil selbst, und dann ist da dein Gewahrsein von ihm. Es mag sein, du hast von ihm gehört, aber du bist nicht zu 100 % positiv, dass es da ist. Andere Menschen mögen Glauben in es liegen, aber du erinnerst dich nicht, es selbst gesehen zu haben, und wagst es nicht, dich auf es zu verlassen.

Mittlerweile vertraust du auf deine körperlichen Sinne, oder auf deinen Körper, so, als wäre die Körperlichkeit die Gesamtsumme von dir.

Deine Ängste sind für deinen Körper oder für das persönliche Bild, das du dir selbst in der Welt porträtiert hast. Du kannst deinen Körper verlieren. Aber er ist gegenüber der Wahrheit von dir irrelevant. Du kannst dein Bild in der Welt verlieren. Dein Körper und das Bild, das du von dir selbst hast, können Geld, Reputation, ein Glied und die körperliche Präsenz von Anderen, nicht jedoch das Leben verlieren. Nicht das deine, und nicht dasjenige von sonst jemandem. Leben, das du erhalten hast, egal wie. Du bist Leben. Du kannst nie von der Existenz getrennt werden.

Wenn du einen Verlust, der für dich etwas Großes bedeutet, erfährst, drückst du ihn auch in Bezügen des Physischen aus. Du sagst, dein Herz ist gebrochen. Du hast einen Schlag bekommen. Du fühlst den Verlust körperlich. Du bist derart mit deinem Körper befasst.

Nun, der Körper hat seinen Platz, missverstehe Mich nicht. Aber er ist nur eine Zeit lang der deine. Er hat ein Verfallsdatum. Er ist wie ein Buch aus der Bücherei, das du eines Tages zurückzugeben hast.

Indes ist es bloß menschlich,, durch dieses Gegebene angegriffen zu sein, dennoch bist du irgendwo dort im Hintergrund deines Geistes oder gar an dessen Vorderseite darüber am Nachdenken, in Abhängigkeit von deiner Gegebenheit begriffen.

Jedenfalls gelangt der Körper zu einem Ende. Und früher oder später, wenn auch standardmäßig, hast du einzig das Band vom Himmel, auf das du dich verlassen kannst. Der menschliche Wille kann es einfach nicht mehr anders bewerkstelligen. Du bist bei dem Göttlichen belassen.

Es gibt etwas in dem Menschenseinswesen, was nicht glaubt, dass es je sterben wird. Ganz tief innen, weiß der Mensch, dass das die Wahrheit darstellt. Körper kommen und gehen, doch dasjenige, was er ist, bleibt.

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HEAVEN #673 – 23.8.2002 – Love Alone Is

EINZIG LIEBE IST

Du bist ein Rezeptor von Gottes Liebe. Das ist die Wahrheit von dir. Du bist ein Rezeptor wie ein Zauberstab, und Meine Liebe schwingt hin und Meine Liebe schwingt her, stets gegenwärtig in ihren äußeren wie inneren Bewegungen. Der Status des Rezeptors schließt den Status des Gebens mit ein. Als ein Geber machst du schlicht mehr Raum für mehr Empfangen und für mehr Geben. Geben und Empfangen sind eigentlich eine einzige Bewegung. Die Analyse macht sie zu zweien, aber sie sind der eine und der selbe Schwung der Liebe.

Die Ebbe kommt herein, und die Ebbe geht hinaus, aber das ist alles der gleiche Ozean, und der Ozean ist.

Ich sage dir, dass du Liebe bist, und das ist, was du bist, und das ist alles, was du bist, und das fällt dir sehr schwer, es zu glauben. Indessen dies deswegen, weil du an Ärger, Verletzung und alle jene anderen Dinge glaubst, die deine Aufmerksamkeit aufbrauchen. Schalte deine Aufmerksamkeit um.

Deine Aufmerksamkeit ist wie eine Schaukel. Schaukle deine Aufmerksamkeit hinüber zur Liebe, anstatt zu all den anderen Aufmerksamkeits-Erheischern.

Schnipsel und Schnecken des Lebens versuchen immer, deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Deine Beachtung kann nicht an zwei Plätzen gleichzeitig sein. Du bist in Wahrheit Liebe, aber deine Aufmerksamkeit liegt viel mehr auf diesem und jenem, was dich hat glauben gemacht, du seist die Summe aller Emotionen, all des Bedauerns, und all des vergangenen Auftretens, die deine Gedanken belegt.

Du hast die Idee erfasst, dass du irgendwie einen Teil von dir, den du als Liebe identifizierst, zu schützen habest, und damit hast du, einen oder zwei Augenblicke lang, die Ganzheit der Liebe, die du bist, vergessen, und nimmst nur einen Teil deines Herzens als Liebe in Anspruch. Du stopfst all die anderen Emotionen dort hinein, so lange, bis Liebe abgesondert ist, nur, um zur besonderen zugewiesenen Zeit herauszukommen, so, als wäre die Liebe ein Vogel in einer Kuckucksuhr.

Was wäre, wenn du Liebe bist und wenn das alles ist, was du bist? Was wäre, wenn das, was Ich sage, stimmt? Wenn du die Möglichkeit im Sinn trägst, dass du Liebe und nichts als Liebe bist, würde das für dich einen Unterschied erbringen? Wird es einen Unterschied erbringen darin, wie du dich selbst siehst, welches Wechselspiel mit der Welt und mit all den Insassen in ihr du zur Ausführung bringst? Wirst du weniger ein Einwender und mehr ein Empfänger werden? Wirst du mehr lachen? Wird dein Leben ein anderes Gewand tragen?

Wird die Welt leichter, weniger mühsam werden? Wirst du dich mehr entspannen? Wird sich das, was in deinem Leben von Belang ist, verwandeln? Wird sich der Verlauf der Wichtigkeit ändern? Was kann möglicherweise wichtiger sein als dieser Augenblick soeben?

Ich bin darauf bedacht, deinen Sinn über eine Menge Dinge zu ändern. Vielleicht über alles. Aber du bist derjenige, der es zu ändern hat. Ändere deinen Geist, und dein Herz wird freigesetzt werden. Dein Geist hat es gefangen gehalten. Ziehe deinen Geist ein wenig von den Voreingenommenheiten ab, und dein Herz kann frei heraus brechen. Vielleicht wirst du glücklich sein. Vielleicht warst du befriedigt, aber Befriedigung ist nicht ausreichend Glück für dich. Sie ist eine schmale Ecke von ihr.

Liebe und Glück sind wechselseitig austauschbar. Wenn das Liebe nicht für dich gewesen war, hast du Liebe mit Anhaftung durcheinandergebracht. Oder du hast Denken mit Liebe, Voreingenommenheit mit Liebe vermengt. Oder du hast gedacht gedacht, unter Liebe sei zu verstehen, bestimmte Dinge mit sich zu bringen, etwas zu leisten.

Liebe ist, sie besitzt nicht.

Von der Liebe muss keine Aufnahme gemacht werden.

Liebe hält wegen nichts an.

Liebe existiert unabhängig von allem anderen.

Sie existiert sogar unabhängig von deinem Wollen.

Du kannst die Liebe maskieren, aber du kannst sie nicht rückgängig machen.

Du kannst sie verprügeln, aber du kannst sie nicht besiegen.

Gib dich drein. Gib nach. Du bist Liebe. Sei sie.

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HEAVEN #674 – 24.8.2002 – Run, Joy, Run!

RENNE, FREUDE, RENNE!

Was dir in deinem Leben von Belang ist, ist bedeutsam. Lausche ihm. Was ist dir wichtig? Hast du in Betracht genommen, worauf du zurennst? Ist dasjenige, was dir wichtig ist, mit dem Leben, mit dem du dich umgarnst, gleichgezogen? Sei dir gewahr. Du bist kein Automat, der keine Wahl hat, was ihm von Belang ist. Wonach hast du gejagt, und wieviel bedeutet es dir?

Was pflanzt du, und was erntest du? Worauf bist du aus, und was findest du? Wo bist du gewesen, und wohin gehst du? Denke nicht übermäßig darüber nach, nimm es einfach in den Blick.

Welche Stunden des Tages hast du dafür hergenommen, was dir wichtig ist, oder nimmt dasjenige, wonach sich dein Herz schmerzlich sehnt, eine untergeordnete Rolle ein, demgegenüber, was sich von alleine selbst nach vorne schiebt? Bewegst du dein Leben, oder gehst du einfach mit dem um, was so hereinkommt?

Du bist nicht auf Gedeih und Verderb den Winden der Zeit und den Anblicken der Welt ausgesetzt.

Du hast die Freiheit des Denkens und des Herzens. Du wirst vielleicht sagen, du möchtest Freiheit, aber womöglich fürchtest du sie, denn sie trägt große Verantwortung bei sich. Dir könnten wegen irgendetwas Vorwürfe gemacht werden. Schlimmer noch, du könntest dir selbst wegen etwas Vorwürfe machen.

Um in deinem Herzen und Geist frei zu sein, ist es notwendig, das Konzept des Vorwurfs los zu lassen. Vorwurf und Verantwortlichkeit sind zu lange ineinander verwunden gewesen. Sieh, dass du verantwortlich bist, frei zu sein.

Vorwürfe sind eine Angelegenheit des Ego, das dir sagt, du hättest etwas anderes wählen sollen, als du gewählt hast. Vorwürfe vergeuden deine Zeit. Vorwürfe sind ein anderer Abguss der Angst. Vorwürfe kommen auf, sobald die Angst sich selbst als wahr beansprucht hat.

Sollst du dich oder sonst jemanden mit Vorwürfen belegen, dafür, dass er lebendig ist und das Leben lebt?

Du hast allerhand dumme Sachen gemacht. Aber die dummen Sachen sind nicht deine Spruchbänder, die du herumschwingst. Sie sind da, um von dort her weiterzugehen.

Ein paar Augenblicke zuvor bist du in den Matsch getreten. Du hast es früh genug bemerkt, und indem du es bemerkt hast, bist du wieder herausgetreten. Kein Bedarf, den ganzen lieben langen Tag über den Matsch nachzudenken, in den du hinein getreten bist. Wo läufst du jetzt?

Nimm das Konzept namens Vorwurf von dem Angesicht der Erde. Vorwürfe machen ist deutlich in der Vergangenheit leben. Du hast dir für eine Menge Dinge Vorwürfe gemacht. Vorwürfe machen ist ein Schatten, der sich von dich selbst verantwortlich machen unterscheidet. Vorwürfe machen zeigt Scham an, und jene lungert. Verantwortlichkeit ist rasch und geht weiter.

Erwäge, du hast eine Verantwortung, um Freude in die Welt einzuimpfen. Sei ein Freude-Macher. Ob die Welt sie annimmt – das ist deren Verantwortung. Ein Freude-Macher ist kein Hornbläser. Still, wie du dich durch das Leben bewegst, hinterlasse Freude. Sei Freude, die durch die Welt mäandert. Was für eine andere Haltung Freude doch hat als Vorwürfe machen! Aus welch anderen Farben sie gefertigt ist!

Eine deiner Freiheiten im Leben heißt Freude wählen. Wählen scheint dir schwer zu sein, so, als hättest du keine Wahl. Es sieht danach aus, dass dir weniger als Freude untergeschoben wird, das jedoch rührt von dem Glauben her, dass du von der Laune dessen, was passiert, abhängig seist. Du bist wichtiger als das, was in deinem Leben erfolgt. Bist du nicht der Macher deiner Gedanken?

Wenn deine Verantwortung lautet, Freude zu geben, dann fragst du dich, wie das zu machen ist, und wo der Anfang liegt? Zunächst, schau dich nach Freude um. Finde sie in deinem Herzen, anstelle der anderen Dinge, die du dort eingelagert hast. Nimm die Freude mehr zur Kenntnis als alles andere. Es gibt nichts anderes zu tun als das. Du wirst in der Freude schwingen, die aus deinem Herzen kommt, genauso gut, wie du in all den anderen Dingen geschwungen hast. Für dich gibt es da nichts zu lernen oder zu erüben, sobald du einmal die Freude ins Auge gefasst hast. Sie wird ungezügelt hervorbrechen, und du wirst sie auf allen Seiten von dir sehen, denn sie wird sich selbst zum Ausströmen bringen.

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HEAVEN #675 – 25.8.2002 – Don’t Weigh Yourself Every Day

WIEGE DICH SELBST NICHT JEDEN TAG

Wie du dich fühlst, ist nicht der Zweck deines Lebens. Sich besser, gut oder wunderbar fühlen ist nicht der Endzweck deines Seins. Wie du dich fühlst, sagt dir nur, wie du dich fühlst. Mehr brauchst du darin nicht zu lesen. Gelegentlich machst du dann, wenn du dich sehr schlecht fühlst, einen großen Fortschritt. Du hast dich nicht in einem größeren Ausmaß im Leben behaglich zu fühlen, als dich unbehaglich zu fühlen. Beides ist nicht dein Zweck. Wie du dich fühlst, ist eine Sache. Was du bist, ist eine andere.

Was du bist, ist Größe. Größe bedeutet nicht notwendigerweise, dass du dich großartig fühlst. Du hast dich nicht großartig zu fühlen. Du hast dich nicht super zu fühlen. Hast du dich daran gewöhnt, so wie du dich fühlst, als Skala herzunehmen, mit der du dich wiegst? War das, wie du dich fühlst, durchaus zu jedem Zeitpunkt, das Maßband für dich? Wenn das so war, dann ist das nicht akkurat. Du musst das von jetzt an wissen.

Oh, die Tollheiten, an denen du dich doch selbst gemessen hast. Höre auf, dich nach Vermessungen umzuschauen. Du weißt nicht, wodurch du dich leiten lässt.

Falls du einen Barometer haben musst, dann lasse dich durch den Meinen leiten. Der Meine ist unfehlbar. Der deine ist fast immer ungenau.

Was bedeutet neutral anderes, als dass du dich nicht misst? Worin besteht der Wert, dich selbst mit Anderen zu vergleichen? Worin besteht der Wert, dich selbst mit dir selbst zu vergleichen. Du befindest dich in dem Geschäft des Lebens, nicht darin, irgendwelchen Standards der Bemessung gerecht zu werden.

Du hast es nicht nötig, den Regen zu messen, um zu wissen, dass es regnet. Du musst die Sonne nicht überprüfen, um zu wissen, dass sie scheint.

Unparteiisch meint, dass du zeitweiligen Gefühlen, den deinen, oder denjenigen Anderer, nicht zu viel Bedeutung beigibst. Die Höhen und Tiefen sind Höhen und Tiefen. Mehr ist daran nicht. Wer sagte, dass deine Gefühle der besagte eine Weg sind, und nicht ein anderer? Worin bist du nachlässig, wenn du empfindest, was auch immer du zu einem bestimmten Augenblick empfindest? Deine Gefühle sind nicht dein Zweck, und genauso wenig sind sie dasjenige, woraus du gemacht bist.

Straßen gehen rauf und runter, und du bist auf ihnen. Dein Leben ist nicht von der Lage des Geländes abhängig. Nimm deine Stimmungen nicht mehr in Betracht, als das Terrain, auf dem du dich soeben bewegst. Du machst dir zu viel aus gegenwärtigen Stimmungen. Du machst mehr aus ihnen, als sie sind. Sie sind nicht welterschütternd.

In der Welt sagt man dir, du musst ein ausbalanciertes Wesen sein, also versuchst du, dich in eine Form des Gleichgewichtes einzufügen, so, als ob nur so und so viel von etwas erlaubt wäre. Und dementsprechend korrigierst du dich selbst, auf welcher Seite der Stimmungsschaukel du dich auch soeben befindest.

Trotz dessen, wie du dich fühlst, kannst du dich gut fühlen. Du wirst dich besser fühlen, wenn du weniger Wert darauf legst, wie du dich fühlst. Wie du dich fühlst, ist eine derart eingegrenzte Sache.

Wenn du dich dauernd überwachst, wie du dich fühlst, versagst du dir deine Freiheit. Sofern du dich nur auf die eine oder auf die andere Weise fühlen sollst, sofern die eine Weise besser ist und alle anderen nicht, worin liegt da die Freiheit. Mir scheint es so, du hast die populäre Meinung über dein Leben gestülpt. Du hast die Zuständigkeit für dein Leben fortgegeben. Und gleichwohl, dein Leben braucht keine Zuständigkeit, mit Ausnahme, du bezeichnest Meine Liebe damit.

Es gibt einen Refrain, der wie ein Gebimmel durch deinen Geist läuft: „Ich muss mich gut fühlen. Das ganze Leben dreht sich darum, wie ich mich fühle. Wie ich mich fühle, muss der Erwartung gerecht werden, anderenfalls habe ich versagt.“

Du bist heute irgendwo. Infolgedessen bist du vorangekommen. Was hat eine Gestimmtheit damit zu tun?

Und jetzt soeben liest du Meine Worte. Oh, wie bist du doch vorangekommen!

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HEAVEN #676 – 26.8.2002 – Unique Is God

EINZIGARTIG IST GOTT

Du bist jemand, der zählen kann. Du kannst mit deinen Fingern zählen. Du kannst mit deinem Geist zählen. Du kannst alles zählen, was du möchtest. Weitaus wichtiger, als wie weit du zählen kannst, ist, was du zu zählen wählst.

Du kannst Segnungen zählen; du kannst Fehler zählen. Du kannst Sorgen zählen; du kannst Freundschaften zählen. Du kannst laufende Freunde an einer Hand aufzählen, oder du kannst diejenigen, die nicht mehr an deiner Seite sind, an den Fingern und an den Zehen aufzählen. Du kannst frühere Irrtümer zusammenzählen und kürzliche addieren. Du kannst Geld in der Bank zählen. Du kannst verlorenes Geld zählen. Du kannst sogar die Zukunft zählen, und so du das getan hast, so hast du es getan. Du hast die Seiten deines Lebens umgeblättert, bevor sie geschrieben wurden, und hast die blanken Seiten mit allerhand Einbildungen gefüllt, viele von ihnen zu deinem großen Unbehagen. Du, der du zählen kannst, kannst alles zählen. Zählen ist keine fantastische Leistung. Keine Nachfrage, viel damit zu tun zu haben.

Was du zählst, ist dasjenige, was du anschaust. Nimm in Betracht, was du anzuschauen pflegtest. Nimm in Betracht, was du nicht anzuschauen pflegtest.

Das Leben ist nicht eine Art Käfer, den du umzudrehen und zu erforschen hast.

Lasse dein Leben seinen Weg nehmen, mehr, als dass du es anhäufst.

Lasse das Leben seine eigene Erzählung schreiben. Du brauchst nichts durchzustreichen. Du brauchst die Spalten nicht zusammenzuzählen. Das Leben ist ein Roman, keine Kladde zur Buchführung.

Lasse das Leben geschehen. Wende schlicht die Seiten um. Du bist nicht der Herausgeber deines Lebens. Du bist nicht der hauptsächliche Beobachter von ihm. Ein Beobachter hat kein Kritiker zu sein.

Hast du dein eigenes Leben nicht harsch beurteilt? Hast du nicht dasjenige betont, was du als Mangel siehst? Nimm in Betracht, dass alles, was du als deine Versagen siehst, ganz entschieden deine Stärken sein können, und dass du Fehlbeurteilungen ausgeführt hast. Wenn du bejahst, dass du es im eigentlichen nicht nötig hast, das zu sein, was sonst wer sagt, du müsstest es sein, wirst du dich mehr sehen, wie Ich es tue.

Es gilt dir nicht, so wie ein anderer zu sein. Es gilt dir nicht, besser zu sein, und es gilt dir nicht, schlechter zu sein. Du sollst sein, wer du bist. Suche nach dir selbst dort, wo du bist, weniger dort, wo du nicht bist. Der Lauf, auf dem du dich befindest, ist der deine, um ihn zu laufen. Du brauchst nicht den gleichen Verlauf wie jeder zu nehmen.

Denjenigen unter euch, die Träumer sind, wurde gesagt, weniger zu träumen. Aber wer kann sagen, dass du weniger träumen sollst. Vielleicht bist du vorgesehen, mehr zu träumen und auf der anderen Seite deiner Träume anzukommen. Und was diejenigen anbelangt, die Arbeitstiere sind, nunja, vielleicht sollt ihr schuften. Vielleicht liegen im Schuften eure Träume. Wer kann mit Gewissheit sagen, welche Richtung euch anliegt zu nehmen.

Wenn du eine Rose bist, bist du aus einem bestimmten Beweggrund eine Rose. Wenn du ein Löwenzahn bist, bist du aus gutem Grund ein Löwenzahn. Rosen und Löwenzahne dienen in der Welt einem großen Zweck. Die eine ist nicht besser als der andere. Es ist nur so, ihre Zwecksetzungen sind verschieden. Allein, du beurteilst die eine als höherwertig und den anderen als niedriger. Du hast eine Skala in dir, auf die du die Lebenserfahrungen legst. Auch dich selbst legst du auf diese Skala. Die Skala ist nicht verlässlich.

Und auf diese Weise stellst du dich genau fest, und auf diese Weise entmutigst du dich selbst. Du versetzt dich selbst zurück.

Ehre dich stattdessen. Ehre deinen Körper, und ehre deine Seele. Ehre deine Errungenschaften, und ehre deine Nicht-Errungenschaften. Du kannst nicht jedem alles sein, aber für dich selbst kannst du wundervoll sein. Du bist nicht so schlecht. Tatsache ist, du bist ziemlich gut.

Ich wusste, was Ich tat, als Ich dich zu dem Seinswesen machte, das du bist. Danke Mir.

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HEAVEN #677 – 27.8.2002 – Through a Glass Darkly

DURCH EIN DUNKLES GLAS

Mache dir nichts aus den Einzelheiten im Leben heute, aus all den Dingen, über die dein Geist stolpert, aus all der Unvollkommenheit, aus all dem Unerledigten, aus all dem nicht korrekt Ausgeführten. Lasst uns eine einzelne Möglichkeit in Betracht nehmen, und die heißt, dass Wir, du und Ich, zusammen den Tag in enger Gemeinschaft verbringen. Die zwei von Uns zusammen wollen einen angenehmeren Tag machen.

Schließe Mich heute mit ein. Ich sage nicht, zu Mir zu beten. Ich sage, dass Gewahrsein von Mir heute freundlich, leicht bei dir sein zu lassen. Lasse Gedanken an Mich sich an dich schmiegen. Was wäre, wenn Ich jetzt soeben direkt neben dir bin. Ich BIN. Ich bin direkt hier neben dir. Wenn du etwas zu heben hast, Ich helfe dir. Wenn du eine Wahl zu treffen hast, es ist klar, Ich helfe dir. Sieh Mich als einen Besucher bei deinem Tag, als eine eifrige Begleitung. Als Einer, Der bei jeder Bewegung, die du machst, ins Bewusstsein eindringt. Als Einer, Der jeden Augenblick gemeinsam mit dir liebt. Ich seufze vor Freude in jedem Augenblick bei dir, denn du bist derjenige, den Ich liebe.

Sieh Mich als einen Pinselstrich, der dir Gesellschaft leistet, und Ich erhelle alles, was du siehst oder fühlst. Mein Strich wäscht über Schatten hinweg, macht sie schwach, lässt sie in den Hintergrund treten, wo sie durch ein helleres Licht, demgegenüber alles verblasst, ummantelt werden. Es ist nicht so, dass Ich aufdecke, was sich zuträgt. Es ist nicht so, dass Ich andere Farben mit dem Schimmer Meinerseits verberge. Nein. Mit einem starken Strich bringe Ich die Farben, die bereits da sind, heraus, so dass du sie restlos sehen kannst, wie sie sind. Ich ändere nicht. Ich gestalte nicht um. Ich enthülle.

Du hast mehr durch ein dunkles Glas gesehen. Was deine Sicht anbelangt, warst du unfallgeneigt. Du warst katastrophen-getrieben. Und nun fängst du an, den Hintergrund des Lebens zu sehen, wie er bei klarer Sicht ist.

Vielleicht willst du dich nun mit Mir mental auseinander setzen. Vielleicht denkst du: „Leben, so wie es ist? Schau, Gott, schau dir die Entsetzlichkeit an, die es rundum gibt! Sage mir nicht, das ist ganz nett. Es gibt eine Menge Hässlichkeit hier, Qual, Ungerechtigkeit, Zerstörung, Dekadenz. Deine Geschichte von der Schönheit ist ganz nett, aber ich bin eine Realistin, und Du schaffst den Punkt nicht. Du weißt nicht, wie es hier auf der Erde aussieht, Tag aus Tag ein, umgeben von all dieser unnötigen Grausamkeit und Dummheit. Ich käme nie zu einem Ende, wenn ich dir von den Misshelligkeiten auf der Erde erzählte. Gott, die Menschen hassen, kämpfen, vergiften sich mit Drogen, töten einander. Kriege werden in allem Stolz einander erklärt, so, als wären sie der Menschheit eine Wohltat. Ich kann meine Augen nicht verschließen.“

Ich aber bitte dich, deine Augen zu öffnen. Ich bitte dich, deine Beachtung mehr auf dasjenige zu legen, dem du wenig Beachtung geschenkt hast, und weniger auf dasjenige, dem du Beachtung gegeben hast. Ich spreche davon, dass es für die Welt gut und bedeutsam sein wird, wenn du das betonst und dich auf das konzentrierst, was auch existiert, was allerdings weniger dramatisch ist.

Stelle dir heute vor, dass Ich bei dir bin, und dass du Mich auf eine Tour deines Lebens nimmst. Wir schauen uns das gemeinsam an. Sage Mir, ob die gleichen Dinge dir nicht anders erscheinen mit Mir an deiner Seite. Auf was könntest du Mich hinweisen? Sieh, ob nicht etliches des Lichts, von dem Ich rede, in Erscheinung tritt. Von deiner alten Sicht hattest du mehr als genug. Akzeptiere nunmehr einen kurzen Blick von der Meinen. Drehe deinen Kopf herum und schaue aus demjenigen Winkel, wie Ich es tue. Sieh weiter. Sieh mehr. Sieh darüberhinaus.

Sieh darüberhinaus.

Auch aus einem schmutzigen Fenster kannst du einen flüchtigen Blick auf die Schönheit erheischen. Sogar von einem winzigen Spalt des Lichts kannst du den Horizont sehen. Hebe deine Ausblicke an. Du brauchst sie nicht halten, wie sie sind.

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HEAVEN #678 – 28.8.2002 – What’s Your Hurry?

WOZU DIE EILE?

Erschöpfung kann viele Dinge bedeuten, dass du mehr Ruhe brauchst, dass es etwas gibt, was du dir nicht anschaust, dass du mehr Energie hinausgibst, als du herein nimmst, dass du nicht ganz wach bist, dass etwas deine Aufmerksamkeit benötigt. Vielleicht gibt es zahlreiche Gründe, aber diese kommen Mir jetzt soeben zu.

Wir wissen sehr wohl, dass der Geist mehr Bedeutung hat als der Körper, aber der Körper soll nicht rücksichtslos aufgebraucht werden. Er soll nicht mit den Füßen getreten werden. Hättest du ein Pferd, so würdest du schauen, dass es eine Ruhepause bekommt. Du würdest es nicht überfordern. Du würdest es nicht über seine Ausdauer hinaus bezwingen. Du wärest nicht ungnädig, nachdem es nicht mehr länger stehen kann. Sei ebenso gut zu deinem Körper, wie du es zu einem Pferd wärest.

Unterdessen du in deinem Körper beherbergt bist, bist du der einzige, der auf ihn hören und ihm geben kann, worum er bittet. Du trägst einige Verantwortung für diesen zeitweiligen Aufenthaltsort deinerseits.

Es gibt kein Abschneiden, das du unter Beweis zu stellen hast. Du musst nicht hundert Kilometer gehen. Du hast keine Zeit oder keinen Raum einzuholen. Was ist so wunderbar daran, als erstes anzukommen, wobei du völlig heruntergekommen und beschmutzt bist?

Du hast im Leben kein Rennen auszuführen. Es gibt nichts, auf das du versuchst aufzuholen. Der Messingring ist in Sicht. Du musst nicht hinter ihm her rennen. Er wird sich selbst holen.

Lasse dasjenige, was du möchtest, zu dir kommen. Tritt beiseite. Mache Raum für es. Wenn du an jeder Einfahrt herumgeisterst, ist es für die Erfüllung schwerer, Eingang zu finden. Wenn du zerfetzt daherkommst, wie wirst du dir denn dann gewahr sein, was sich auf deiner Türtreppe befindet?

Nichts muss heute passieren. Oder morgen. Nichts hat zu passieren. Was geschieht, geschieht. All dein Schieben und Schubsen erreichen es eigentlich nicht, dass es früher oder besser passiert. Du bringst es nicht fertig, dass die Sonne aufgeht oder untergeht. Vorkommnisse sind nicht von dir abhängig. Mache in einer Leichtigkeit deine Markierungen, und lasse sie fortan los. Deine Handlungen haben ihr eigenes Geschick. Deine Handlungen sind bloß Teil der Erzählung. Etliche Dinge, das musst du lernen, sind für sich selbst zu lassen.

Wenn du einen Ball wirfst, kannst du ihn nicht festhalten. Sobald er einmal geworfen ist, ist er aus deinen Händen hinaus. Noch einmal, Wir reden über Kontrolle. Kontrolle ist der Verwüster, den du so schwer los lassen kannst. Er klebt an deinen Fingern. Er wirft mit Lassos nach dir. Du denkst, du habest ihn eingepackt, aber er hat dich ganz zum Verheddern gebracht. Ent-beuge deine Muskeln der Kontrolle, und ziehe die Kontrolle zurück. Du kannst nicht zur selben Zeit kontrollieren und entspannt sein. Triff deine Wahl. Starre oder Schmiegsamkeit. Verworrenheit oder Freiheit.

Hast du die Zügel des Lebens aufgegriffen?

Lasse sie fallen.

Sie sind nicht die deinen.

Kontrolle ist keine Antwort. Los lassen der Kontrolle ergibt bessere Resultate.

Los lassen von Kontrolle ist mehr mit dem Leben in Harmonie sein. Höre auf, deinen Rücken gegen das Leben zu stellen. Du hast das Leben nicht zu tragen. Lasse es dich tragen. Wofür kämpfst du? Was, meinst du, ist das Ziel dabei?

Du warst aus deinem Element. Überschlage dich vor Freude, Mir die Kontrolle zu übergeben. Ich bin in Meinem Element. Das Leben in Obhut nehmen ist Meine Domäne. Es ist nicht die deine. Entsinne dich, deine Domäne ist Freude. Sie bringst du zum Vorkommen. Lasse Freude deine Priorität sein und nicht all die Anforderungen der Welt. Was eilst du? Du kontrollierst nichts anderes als deinen eigenen Schritt. Schreite.

Behandle dich selbst, so wie du einen Besucher behandeln würdest. Behandle selbst, so wie du es tun würdest, sofern du wüsstest, Ich wäre direkt bei dir. Mit Mir ganz nahe bei dir, wieso auf Erden bloß würdest du dich unter Druck setzen? Du würdest Mich ohnehin nicht überflügeln. Ich nehme Mir Meine Zeit. Alles zu Meiner guten Zeit. Setze dich zurück, und genieße, was Ich für dich auf Lager habe.

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HEAVEN #679 – 29.8.2002 – The Whisper of Your Heart

DAS FLÜSTERN DEINES HERZENS

Gestern sprach Ich davon, den Dingen nicht hinterher zu hasten. Heute möchte Ich davon reden, nichts zu verschieben.

Wenn es etwas gibt, was dein Herz möchte, dann warte nicht auf später. Wenn es sich auf etwas beläuft – Ich spreche nicht über eine veränderliche Marotte oder über ein neues Auto, nach dem du lechzt, sondern von etwas, lasst uns einmal sagen, Spirituellem – wenn es sich auf etwas beläuft, was dein Herz für sich selbst möchte, und nicht, um sich hervorzutun, so ganz für sich selbst, dann ist es besser, nicht zu denken, ich kann es immer bekommen, und dann abzuwarten.

Stelle dein Herz nicht zurück. Wenn du eine Chance zu etwas Gutem hast, dann ergreife sie. Warte nicht auf eine andere Zeit. Oder auf eine andere Gelegenheit an einer anderen Straßenstelle, mit dem Gedanken, dass vielleicht etwas Besseres erscheint. Akzeptiere das Gute, was zur Hand ist.

Manchmal ist es wert, dass du dir selbst eine glänzende Spielerei gönnst, eine Waffel Eis, oder gar ein neues Auto, was du möchtest pur aus dem Grund heraus, dir selbst gegenüber gut zu sein. Es ist schön, dich selbst wie ein willkommenes entzückendes Kind zu behandeln, bei dem es für dich ein Vergnügen ist, etwas für das Kind zu tun, insofern also, Ich meine nicht, das Materielle zu verdrängen. Es ist schlicht so, dass Meine Betonung auf den tiefen bedeutungsvollen Dingen liegt, die länger während und die euch auf lange Sicht mehr dienlich sind. Die Sache dabei ist, gut zu dir selbst zu sein, was der gleiche Punkt ist, den Ich gestern über das Eilen herausstellte.

Sobald dein Herz fragt, gib ihm eine Antwort.

Wenn du dir einen Sonnenuntergang ansehen möchtest, dann schaue ihn dir an. Wenn du dein Gesicht gegenüber dem Mond freilegen möchtest, dann tue das, und warte nicht auf die nächste Nacht. Vielleicht wartet der Mond auf dich. Würdest du ihn warten lassen, während du deine Fingernägel feilst?

Wenn du einen Impuls hast, jemanden zu besuchen, dann besuche ihn.

Wenn du einen Impuls hast, gegenüber jemandem dein Herz der Liebe zum Ausdruck zu bringen, dann drücke es aus. Es ist dafür reif, ausgedrückt zu werden. Nun ist die Zeit da, um Liebe freisinnig zu geben.

Wenn du einen Impuls hast, jemandem etwas Gutes zu tun, wann ist eine bessere Zeit dafür? Sofern dein Herz hervorkommen möchte, lasse es. Warte nicht auf bessere Bedingungen.

Die Sache dabei ist: Diene deinem Herzen so viel, wie du deinem Körper, deinem Haus und all den Ausstattungen deines Lebens dienst.

Mehrmals am Tag drehst du den Schlüssel in deinem Auto um und hörst dem Summen des Motors zu.

Das Bestreben deines Herzens kennen ist ein großes Geschenk. Drehe dich von ihm nicht weg. Stelle es nicht zurück. Ermahne es nicht und lasse es nicht warten, bis es dran ist. Gib ihm, was es möchte. Gib ihm großes Einvernehmen. Denke nicht automatisch, etwas anderes müsse zuerst kommen.

Und sofern es denn so weit kommt – manchmal spürst du eine Angst, dass eine Geste deines Herzens töricht aussehen mag, dann lasse es eben sein, dass es töricht aussieht. Dein Herz indessen wird das Sagen gehabt haben, und der Tag ist gerettet, und vielleicht hat dein Herz ein anderes Herz besucht, das keine Torheit sondern Glanz sieht.

Trainiere dein Herz nicht. Es ist kein Haustier. Es ist eine lebenswichtige Kraft des Lebens. Es gibt dir den Einsatz. Es sagt dir, was du nötig hast zu hören.

Sofern du dein Herz trainieren musst, trainiere es, lauter zu sprechen. Womöglich hast du es früher dazu trainiert, zu flüstern. Dein Herz aber hat eine schöne Stimme, und es wird Wunder zu dir singen. Auch dann gar, wenn es in diesem Augenblick für dich keine großartige Botschaft hat, wirst du seinen Gesang genießen, und es wird sich daran erfreuen, dich als Zuhörer zu haben.

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HEAVEN #680 – 30.8.2002 – Simply Being

SCHLICHT SEIN

Erwäge einen Augenblick lang, was du im Leben zu beweisen versuchst. Vielleicht versuchst du zu beweisen, dass du wunderbar bist, immer recht hast, oder dass du weise, liebevoll, stark, ausgelassen, faul, schwierig, schmiegsam, ungewöhnlich, wertvoll oder nicht wertvoll bist. Was immer du zu beweisen versuchst, es ist eine Stimulierung des Ego, denn in Wahrheit hast du keinen Bedarf, etwas zu beweisen. Es ist dir nicht angelegen, etwas zu beweisen. Deine Arena ist das Gefilde des Seiens.

Seien macht keine Anstrengung. Das Gute, was du bist, wird sich selbst oder deine Hilfe enthüllen.

Wir sprechen hier über Spontanität, nicht über Vorbedacht.

Wenn du etwas über dich selbst zu beweisen versuchst, braucht dies das Denken. Du bewehrst dich mit diesem Bild von dir selbst, was du dir geben möchtest. Du verstrebst dich selbst, um das zu sein, was du dir selbst zugeordnet hast.

Es ist nichts Falsches daran, gut, wunderbar oder stark oder was auch immer sein zu wollen, jedoch beweisen, dass du eines davon bist, ist etwas anderes als es sein. Es existiert da einfach ein Saum an Unterschied eines Augenblicks, währenddessen du im Ausarbeiten begriffen bist. Das ist so. Da ist dieser winzige Augenblick, wo du auf die Situation und auf die Gelegenheit schaust, die deinem Image dienen. Du magst ja in der Tat diese besondere Person sein, freilich, wenn du ihr gerecht zu werden hast, ist etwas anderes im Spiel. Das verursacht dir Verschleiß.

Es gibt nichts, was du brauchst, und es gibt wahrhaftig nichts, was du zu sein brauchst.

Wenn du redlich bist, bist du redlich; du brauchst das Wort nicht auf dich selbst anzuwenden.

Wenn ein Kind spielt, spielt es. Es denkt nicht: „Ich bin spielvoll.“

Dein Geist hält die Aktualität von dir nicht auf. Dein Geist hält eine Mutmaßung aufrecht.

Zu jenen unter euch, die zu hart arbeiten – vielleicht haltet ihr das Bild aufrecht, dass ihr Schwerarbeiter seid.

Jegliches Bild, das ihr aufrechterhaltet, legt eine Straffung auf euch.

Wir sprechen über Bezeichnungen. Wir haben über andere Menschen geredet, die Etiketten an euch anbringen. Nun reden Wir über die Etiketten, die ihr an euch selbst anbringt. Vielleicht hast du dich selbst Lady in allem Überfluss genannt, und damit musst du wie eine fortlaufend sprudelnde Quelle überall rund um dich herum Gutes austeilen. Vielleicht hast du dich selbst als die Kleine Rote Henne bezeichnet, und du musst mehr Arbeit leisten, als die Menschen um dich herum. Oder du hast einen Bandennamen oder Gruppennamen, und denkst, das habe etwas mit dir zu tun. Welchen Titel hast du dir selbst gegeben, und wieso? Alles, was du zu sein hast, ist schier du.

Was wäre, wenn ihr euch selbst Kind Gottes nennen würdet? Das macht keine Mühe. Das braucht keine Uniform, kein spezielles Betragen. Du hast auch keinen Heiligenschein zu tragen. Dir selbst den Namen Kind Gottes geben gibt dir eine Menge Freiheit.

Die Namen, die du dir selber zugeordnet hast, waren Beschränkungen auf dir.

Du hast in Namen oder Wörtern nach Identität gesucht, unterdessen deine Identität die ganze Zeit über jenseits von Namen und Wörtern zu liegen kommt. Du bist einfach. So wie Ich BIN. Ich bin nicht definierbar, desgleichen du nicht. Jede Etikette auf dir reduziert dich. Sie gibt nur einen Teil von dir wieder. Es gibt keinen Bedarf, mehr aus dir zu machen, als du bist. Du hast aus dem, was du bist, nicht genug gemacht.

Du bist jenseits der menschlichen Kalkulation, genauso wie Ich.

Du bist mehr als alles, was du tust.

Du bist mehr, als jemand oder alle sagen, du seist es.

Du bist mehr, als du dir ausdenkst.

Aber du bist nicht unerdenklich, denn Ich habe dich ausgedacht. Du brauchst keine Konzeption von dir selbst. Du brauchst nicht zu konzipieren, wer du bist. Wandle konzipieren in seien. Schier sein. Nicht mehr zusammenfügen. Nicht mehr zwei und zwei zusammenzählen. Schlicht sein. Schlicht du sein. Du.

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HEAVEN #681 – 31.8.2002 – God Prays

GOTT BETET

Sieh Mich als eine Decke, die dich rundum zudeckt. Sieh Mich als ein Kissen, auf dem du ruhst, als das Bett, was dich hält. Sieh Mich als den Einen, Der deine Stirn küsst, Der dich schaukelt, Der zu dir singt, Der bei dir bleibt, während du schläfst. Der da ist, wenn du aufwachst. Besinne dich, wie Ich dein gesamtes Wesen durchdringe. Nimm in Betracht, dass Ich dein Wesen bin. Nimm in Betracht, dass Ich dich in Meinen Armen der Liebe einschlage. Nimm in Betracht, dass du Mich aufbrauchst. Gehe voran, brauche Mich auf. Ich möchte, dass du ein derartiges völliges Gewahrsein von Mir hast, sodass du das Empfinden hast, Mich aufzubrauchen. Das ist für Uns eine Art und Weise, um in das Gewahrsein Unseres Einsseins zu verschmelzen.

Fühle dich, wie du Mich überraschst. Fühle Mich, wie Ich dich überrasche. Fühle Mich dich aufbrauchen. Fühle Mich, wie Ich bei dir davonschleiche. Oder fühle dich selbst, wie du Mich gefangen nimmst. Das ist alles das gleiche.

Ich bin im Inneren deiner Hand.

Und du atmest Mich ein und aus, und du inhalierst Mich, und Ich blase Meinen Odem auf dich, wie man das bei einem Löwenzahn tut, und jeder Partikel von dir fällt zu Mir und wird in Mein Herz hinein gekehrt. Alles kommt durch Mich. Alles ist an Mich gegeben, und alles ist durch Mich gegeben. Ich bin der Beistand des Universums. Ich bin die Energie von ihm, und du bist Meine Energie, die zur Welt hin zu deren Unterhalt geschleudert wird. Du bist die Saat der Liebe, die Ich ausstreue. Du bist der Topf Meiner Liebe, denn Ich bin in aller Macht inwendig in dir enthalten.

Sieh die Welt als ein Sieb, das dich veredelt. Manchmal spürst du, wie rau sie auf dir liegt. Was nicht die Wahrheit von dir ist, fällt ab. Es geht nichts verloren. Du erlangst von neuem Kenntnis von der Zärtlichkeit von Mir. Du wirst in Meine Liebe hinein zart gemacht. Durch alles und jedes, du fällst in Meine Liebe. Immer und immer wieder.

Du hast gedacht, dass Meine Mächtigkeit furchterregend ist, und dass sie dich zum Zittern bringt. Meine Mächtigkeit ist die Zartheit der Liebe. Das ist Meine Macht und Meine Herrlichkeit, und sie sind Mein. Liebe ist die allerhöchste Macht. Sie ist ausschließlich Macht. Liebe ist, worin Stärke liegt.

Gewalt ist nicht Macht. Gewalt ist Vortäuschung von Macht. Sie muss schwer arbeiten. Was Anstrengung braucht, ist nicht Stärke. Gewalt ist etwas, das es verlangt, Schwäche zu bekämpfen. Was kann Gewalt möglicherweise gewinnen außer mehr Konsolidierung von Macht über Schwäche. Sie ist fraglich.

Aber Liebe ist alles-ergreifend. Ihre Sanftheit strömt und dringt in jede Felsspalte ein. Liebe erklärt keinen Sieg. Sie ruft sich selbst aus. Sie überholt nichts. Sie überwältigt alles. Sie betritt alles. Aber sie nimmt nichts weg. Sie erringt keinen Sieg. Sie gewinnt sich selbst.

Ein Empfinden Meiner Liebe und ein Empfinden von Mir sind das gleiche. Empfinde Liebe oder empfinde Mich. Ein Empfinden von Meiner Liebe ist kein Empfinden des Besonderen. Es ist ein Empfinden der Essenz der Liebe, die machtvoller ist als all die Ableitungen der Liebe. Sieh Mich vielleicht als Liebehaftigkeit. Meine Qualität der Liebe betrat dich vor langer Zeit, und sie ist der Sitz einer jeden Zelle in deinem Körper, und das ist nur das eine oder andere von ihr.

Erwäge, dass du aufs Köstlichste aus Meiner Liebe gemacht bist. Du bist nichts als Meine Liebe. Ich machte dich aus Meiner Liebe. Ich machte dich von Meiner Liebe. Ich packte Meine Liebe in dich. Du bist der Auslieferer von ihr. Ich werfe Meine Liebe hinaus, und du bist dasjenige, was Ich hinauswerfe. Ich gab dich der Welt. Was für eine Zuteilung! Was für ein Dargebot! Was für ein Wunder, das Ich der Welt gab, als Ich dich gab!

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HEAVEN #682 – 1.9.2002 – Let Your Heart Be a Kite

LASSE DEIN HERZ EINEN DRACHEN SEIN

Ruhe in Meiner Liebe, denn dort legst du deinen Kopf nieder. Lasse deinen Kopf ausruhen, denn dein Geist war überbeschäftigt. Er hat seine Gedanken unter Tage abgebaut, hat sie herausgebracht und aufgestapelt, in der Suche nach Gold. Gold ist in dem Herzen enthalten. Du hast in der falschen Ader gefördert.

Dein Herz braucht Bergbau, nicht dein Geist. Dein Herz möchte, dass seine Tiefen herunterdonnern, es möchte, dass seine Essenz an die Oberfläche gezogen wird. Es hat sich nach dir gesehnt, dass du ihm beiwohnst. Rühre den Grund deines Herzens, sodass es wieder lebendig wird. Du wirst dort kein gar nichts finden. Du wirst unvorstellbare Schätze finden, versunkene Schätze, die zum Vorschein kommen und Welle um Welle ausgebreitet werden.

Hast du nicht an der falschen Stelle gegraben?

Lasse deinen Geist hinter deinem Herz kommen. Lasse dein Herz sich selbst freigeben. Sage deinem Geist, dein Herz sein zu lassen. Dein Geist hat es beschränkt. Dein Geist hat dein Herz mit Gesetzen und Regeln belegt. Entsetze dein Herz. Befreie dein Herz wie einen Wal, und lasse es seine eigene Herrlichkeit sein.

Sofern dein Herz Entsetzen fühlt, dann deswegen, weil es beschränkt worden ist. Seine Alleen waren geschlossen worden, Stromkreise durchschnitten. Dein Herz glaubt nicht an Umleitungen oder Verkehrsstau. Es glaubt an Offenheit. Du hast dein Herz geerdet, derweil es für große Höhen bestimmt ist. Entbinde dein Herz.

Lasse es fliegen wie einen Drachen. Behalte es nicht ein. Dein Herz gehört nicht ausschließlich dir. Du besitzt es ganz und gar nicht. Es ist nicht dein Hund an einer Leine oder dein Vogel in einem Käfig. Dein Herz hat seinen eigenen Puls, und seinen eigenen Weg. Trample nicht auf ihm herum. Dein Herz hat sein eigenes Sein und seine eigene Schwungkraft. Dein Geist ist nicht der Wärter deines Herzens. Dein Herz braucht keinen Aufseher. Dein Herz braucht nur deinen Segen. Hast du es gesegnet?

Vielleicht hast du es verflucht. Vielleicht hast du es hin und her geprügelt, mit ihm geschimpft, eine Tirade auf es losgelassen dafür, dass es ein Herz der Liebe ist. Vielleicht hast du es in einem Schrank eingeschlossen. Vielleicht hast du es hinter anderen minderen Dingen versteckt, es für einen besonderen Tag aufgehoben. Ein Herz soll nicht aufgehoben oder sicher verwahrt werden.

Höre auf, deinem Herz zu erzählen, was zu tun und was zu fühlen ist. Lasse dein Herz zu dir reden. Lasse dein Herz bis zu den Dächern hoch tanzen. Es wird dich mit sich nehmen. Du bist dafür bestimmt, mit deinem Herzen zu fliegen. Du bist nicht die Kutsche deines Herzens. Das Herz ist deine Kutsche. Es hat keine Grenzen. Es rast durch den Raum. Es hüpft über die Sterne. Es fängt den Mond. Es bringt die Sterne und den Mond zu dir zurück. Es greift nach der Sonne und bringt deren großes Licht und Wärme zurück. Dein Herz schwenkt das Universum. Sein Schlag ist stark.

Und du denkst, dein Herz zu beherrschen? Du kannst es bloß kleiner machen.

Dein Herz ist keine Spielerei. Es ist ein Herz des Lichtes. Es ist ein einzigartiger Juwel. Es ist eine riesige Perle oder ein Amethyst, auf der Liebe aufgezogen. Es ist ein Umhänger, dein Herz. Es schwingt vom Himmel. Ich halte das andere Ende von ihm.

Es ist ein Pendel. Es ist immerwährend, dein Herz der Liebe. Ich lasse es nie los. Du rettest dein Herz nicht. Es rettet dich.

Verbanne dein Herz nicht dazu, ein Diener des Geistes zu sein. Der Geist ist ein Despot. Er ist tyrannisch. Er versucht dein schönes Herz zu reglementieren. Er legt ihm eine Uniform an. Keine Uniform passt, denn dein Herz schlägt und schwillt und katapultiert sich überall hinaus. Keine Säume vermögen dem Wogen deines Herzens zu widerstehen. Dein Herz ist saumlos. Es braucht nichts anderes, als seinen eigenen Schlag und seine eigene Geschichte. Lausche.

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HEAVEN #683 – 2.9.2002 – Nothing Can Be Owned

NICHTS KANN IN BESITZ GENOMMEN WERDEN

Wenn du die Ewigkeit hast – wenn es so etwas wie Zeit oder Grenzen nicht gibt – wenn du für immer hast – wenn du für immer bist -, können Eile und Hast nicht existieren. Genauso wenig Langsamkeit. Alleine Existenz kann existieren.

Im Menschsein allerdings machst du das Leben wie ein Band, das du in deiner Hand zum Messen hältst, es wird somit gefaltet, und damit markierst du Tage und erzeugst einen Kalender, und ihr habt den Kalender vom letzten Jahr und vom nächsten Jahr. Ihr versucht die Ewigkeit in Scheiben von Papier einzufassen. Ihr versucht, das billiger abzusetzen, was jenseits der Permanenz liegt, denn permanent wird eingekürzt, insoweit weder kurz noch lange existiert. Zeit scheint endlos, sobald du die Falze von ihr betrachtest, jedoch ist die Ewigkeit um vieles umfassender als endlos. Die Ewigkeit hat ihre Dauer, jedoch ist das nicht etwas, was seinen Anfang hatte, damit befindet es sich auch nicht exakt in Fortsetzung. Sie ist dieser Moment, und dieser Moment, und dieser Moment, und sie wird nicht wiederholt, denn Ewigkeit ist immerzu neu, und sie ist nicht Start und Stopp. Bei ihr gibt es keine Unterbrechung. Sie ist ein Lied, dessen Ton nie aufhört, und dennoch ist er nie ausgehalten. Wir könnten sagen, sie nimmt zu, bei dem allerdings, was Wir sagen können, liegt die Wahrheit dabei am nächsten, dass die Ewigkeit ein Lied ist. Und die Ewigkeit ist Ewigkeit und kann nicht in Worten eingekapselt werden. Sie kann nicht beschrieben werden. Sie ist mehr wie das Papier, auf dem das Leben geschrieben ist, oder wie die Bühne, auf der ein großes Drama gespielt wird. Jedoch geht kein Vorhang hoch, und kein Vorhang wird weggezogen.

Ist das Menschliche Leben eine Brücke? So könnte man es sagen. Eine Brücke, die die Ewigkeit überspannt, und dennoch kann keine Brücke die Ewigkeit überqueren, weil es keinen Raum gibt, genauso wenig wie Zeit. Das scheint nur so. Das scheint so, weil die Menschheit, in aller Unschuld, daran gewöhnt ist zu messen.

Was sind Yards und Inches und Meter und Kilometer sodann? Sie messen bloß Illusion. Das Maßband hackt Linien der Ewigkeit ab, während es keine gibt. Messungen der Zeit und des Raumes sind ein Konsens für die Menschliche Konzeption.

Es ist solch ein Menschlicher Bedarf zu verzeichnen, an Zeit und Raum festzuhalten und sie für real zu erklären. Für euch ist das Reale physisch. Der Körper ist physisch, jedoch kennt dasjenige, was ihr seid, weder Zeit noch Raum. Ihr altert nicht und ihr nimmt keinen Raum ein. Euer Geist sagt, euer Körper nehme Raum ein. Aber der Geist ist mit Raum belegt. Dein Körper ist existenzlos. Wenn du auf deinen Körper verzichtest, bist du ohne Alter. Du bist alterslos. Egal wie viele Lebenszeiten, du bist ewig, und das ist alterslos. Das Konzept des Alters existiert nicht. Neusein und Altsein existieren nicht. Immer-sein existiert.

Du bist jenseits der Moleküle und Atome.

Liebe ist maßlos, und dennoch versuchst du, sie zu messen. Du gestehst ihr Gewicht zu. Du nennst einen Preis für das, was jenseits des Konzeptes des Preises liegt.

Kosten sind eine Bemessung. Ursache und Wirkung sind Bemessungen. Sie sind eine Rückverfolgung, ein Zick-zack. Ursache und Wirkung existieren nicht. Du kannst Mich als die Ursache ansehen, und dich als den Effekt, aber Ich bin Ursachenlos und du bist nicht von Mir getrennt.

Du hältst dich an einem Produkt der Einbildung fest, das du Sicherheit nennst. Verwahren ist das Bemühen, dasjenige an einer Stelle zu halten, was ortlos ist und nicht gehalten werden kann.

Du kannst nicht all das, was du bist, begreifen. Aber du kannst damit anfangen. Oder du kannst erkennen, wie wenig du von wer und was du bist weißt, und das ist das gleiche, wie mit dem Begreifen anfangen. Natürlich bist du in Wahrheit unbegreiflich.

Demnach, du musst los lassen. Du musst all das los lassen, was du gedacht hast, denn deine Gedanken sind bloß Begrenzungen für das, was grenzenlos ist. Lasse die Besitztümer los, die du an einer Stelle hältst. Lasse die Belastungen los, die dich belasten. Lasse das Festhalten los.

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HEAVEN #684 – 3.9.2002 – In Whose Footsteps You Walk

IN WESSEN FUSSSTAPFEN DU GEHST

Es gibt kein unterlegen. Es gibt kein überlegen. Es gibt einzig, wo du denkst, dass du bist. Es gibt, wo du jetzt bist, und wo du gestern warst. Du ziehst vielleicht das eine dem anderen vor, aber ein überlegen oder unterlegen gibt es nicht. Es gibt nur, wie du dich damit fühlst.

Wenn du die Auffassung des Unterlegenen oder Überlegenen los lässt, entschwindet das Fehler-Finden aus dem Fenster. Verurteilung kann ohne einen Stab zum Messen nicht existieren. Bejahen, abweisen. Mögen, nicht mögen. Zulassen, nicht zulassen. Du hast freie Wahl. Jedoch alles in deine Einschätzung einpacken und es unbeweglich belassen nimmt etwas als gegeben an, was du als Macht denken magst, in Wirklichkeit allerdings ist es Schwindel.

Eine Menge hängt davon ab, auf welcher Seite der Straße du bist. Gehe auf die andere Seite, und deine Beurteilungen werden sich wohl ändern. Kritisierst du die Mahlzeit? Dann gehe in die Küche und koche, und schaue, welches Verständnis du erreichst.

Suche anstelle der Endgültigkeit der Verurteilung Verstehen. Was gibt es an einer bestimmten Kreuzung im Leben, was du nicht verstehst? Was gibt es in dieser Botschaft, was dir entgeht?

Meine geliebten Kinder haben eine Neigung, dasjenige, was im Inneren ist, zu externalisieren. Das bezieht sich nicht bloß auf andere Menschen; das bezieht sich auch auf dich.

Wenn du verärgert bist, bist du der Verärgerte.

Entsinne dich, du bist nicht von dem Zustand der Angelegenheiten abhängig, wie du glaubst. Du bist der Zustand der Angelegenheiten.

Das Leben liegt in der Innenfläche deiner Hand.

Du bist derjenige, der es umdreht.

Du bist derjenige, der das anschaut, was in deiner Hand ist.

Lasst Uns sagen, du hast Steine in deiner Hand.

Welcher unter ihnen erheischt deine Fantasie?

Welche möchtest du behalten, und welche möchtest du wegwerfen?

Du wirst womöglich nicht einmal wissen, welche Diamanten sind, und welche gewöhnliches Gestein.

Bist du der Diamantenexperte?

Du hast jegliches Recht, um die zu behalten, die du möchtest, und umd die wegzuwerfen, die du nicht möchtest, aber es ist nicht an dir, zu verkünden, was Diamanten und was Schotter ist.

Alles reflektiert Mein Licht.

Die Welt sagt, dass einige Menschen mehr wert sind als andere.

Das aber sagt die Welt, nicht Ich.

Wert ist dasjenige, was ihr auf etwas legt.

Er hängt davon ab, wonach ihr sucht.

Es mag sein, ihr sucht mehr nach dem Geschenk als nach dem Geber des Geschenks.

Was macht etwas wertvoll?

Ist der einzelne, mit der Hand eines Kindes erfasste Löwenzahn vielleicht kostbarer als ein Dutzend eingekaufter Gewächshausrosen?

Das hängt davon ab, oder etwa nicht?, davon, was ihr euch anschaut oder wonach ihr sucht.

Schaut heute nach dem Wert. Sofern er nicht bei der einen Art liegt, vielleicht bei einer anderen. In jedem Falle, ihr könnt mehr nach dem Wert schauen als nach dem Missfallen.

Das ist ein Schlüsselpunkt, den Ich euch überreiche.

Seid nicht stolz, wenn ihr ungehalten seid. Ungehaltensein macht euch zu keinem Kenner.

Welche Seite des Blattes schaut ihr euch an?

Von welcher Seite her betretet ihr den Eingang, und auf welcher Seite geht ihr hinaus?

Was habt ihr versäumt, und was hinterlasst ihr?

Wo immer ihr heute seid und wo immer ihr heute hingeht, hinterlasst etliche Freude.

Hinterlasst jemanden glücklicher, als bevor ihr eingetreten seid. Bestimmt nicht weniger glücklich.

Ihr könnt Freude oder eine Gunst hinterlassen.

Entsinnt euch, weswegen ihr irgendwo seid.

Ihr seid ein Abgesandter von Mir.

Eure Aufgabe lautet, zumindest eine allerkleinste Erinnerung an Mich zu hinterlassen.

Ein Lächeln reicht aus.

Ein nickendes Anerkennen.

Eine stille Würdigung, die besagt, dass hier etwas Gutes ist, und dass ihr die gute Absicht hat, mehr davon hier zu lassen.

Ermutigung ist Wahrheit.

Entmutigung ist haltlos.

Hinterlasst eine Spur von Mir.

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HEAVEN #685 – 4.9.2002 – From the Depths of Your Heart

AUS DEN TIEFEN EURES HERZENS

Dein Herz galoppiert über das Universum. Es rennt zu Mir. Es sucht nach Mir da und dort. Ich bin überall, aber dein Herz mag vergessen haben, Mich direkt in der Mitte von sich selbst zu finden.

All das äußere Sehnen und die Nachfrage nach Errettung ermangeln womöglich der Beständigkeit von Mir, und deswegen muss Ich in deinem eigenen Herzen gefunden werden, in deinem eigenen Herzen, das dir derart schwer auffindbar erscheint. Manchmal entschlüpft es dir, dein Herz des Meinen.

Vielleicht hast du es aufs Abstellgleis geschoben. Und nun nimmst du es heraus, staubst es ab, und es fühlt sich zusammengequetscht. Also, öffne es demnach. Öffne dir selbst dein Herz. Du hast es vor jedem anderen verborgen gehalten, und nun entdeckst du, dass du es auch vor dir selbst verborgen gehalten hast.

Obschon es dem Geist nicht obliegt, das Herz zu beherrschen – er kann das nicht -, hat der Geist in Betracht zu nehmen, was das Herz sagt. Der Geist ist kein Gremium, um das Herz zu beurteilen, sondern um zu hören, was es sagt, um sich mit ihm zusammen zu mischen und von dorther Handlungen zu begehen.

Manchmal allerdings ist die Entfernung zwischen deinem Herzen und dem Geist groß. Anstatt Gehilfen zu sein, haben sie sich auf verschiedene Wege gegeben, oder sie haben sich gegenseitig veräppelt, oder sie haben sich einander ganz leicht hinüber gereicht. Sie starteten von demselben Ort, sind aber abgewichen, oder haben Wendungen ausgeführt, der eine ist dem anderen zufällig gefolgt, der Richtung nicht gewahr, in andere Ausblicke investierend, zerstreut und planlos, auf dieses und jenes reagierend, allerdings unter Preisgabe des Kerns des Herzens selbst. Oh, wehe dem Herzen, das seines eigenen Gesangs verlustig gegangen ist.

Du musst wissen, dein Herz ist ein Instrument, das sich auf dich verlässt. Es ist ein Sensor. Es ist ein Sensor der Wahrheit. Es ist eine göttliche Rute. Und Wahrheit ist innig. Einzig, der Geist sagt manchmal, sie sei etwas anderes.

Manchmal kämpft der Geist, in die Richtung der Wahrheit zu gehen, weil er dort bleiben möchte, wo er ist. Es ist nicht so, dass der Geist träge ist, aber er ist unwillig, seinen Kurs zu ändern. Der Geist ist rasch, einen Standpunkt einzunehmen, und langsam, von ihm weg zu springen.

Die Erfüllung, nach der sich das Herz sehnt, ist nicht im Äußeren. Es schreit nach seiner eigenen Zustimmung. All die äußere Befürwortung in der Welt stillt den Durst des Herzens nach Kenntnis seiner selbst nicht.

Wenn du in deinem Herzen Kleinheit findest, wisse, dass diese Kleinheit getürkt ist. Das Herz reicht aus seiner eigenen Natur heraus entschieden weit. Jeder Hinweis auf Kleinheit, der dort beherbergt ist, ist ein fremdes Objekt. Es ist Nicht-Wahrheit. Es ist eine Markierung in dem Herzen, unter dem Versuch, es eingedämmt zu halten, unter dem Versuch, es an der Stelle zu halten, das Herz indes kann nicht still bleiben. Das Herz muss hervor kommen. Es steckt keine Ansprüche ab, aber es findet neuen Grund. Das Herz ist nicht eigensinnig. Es ist unerschütterlich, jedoch bricht es sich Bahn. Sofern das Leben ein Strom ist, springt das Herz über ihn hinweg. Das Herz hat keine Ufer. Oder, es kann dasjenige, was bemüht war, es einzudämmen, bloß überspülen. Es gibt kein Hemmnis, was dein Herz nicht überspringen kann. Strahlend ist dein Herz. Und wild wuchernd ebenfalls.

Dein Herz befindet sich auf einer Mission, bloß, der Geist weiß vielleicht nicht worin sie besteht.

Manchmal scheint es, du hast deinen Weg zu verlieren, um ihn zu finden, denn dein Weg ist mobil. Er möchte nicht an einer Stelle bleiben.

Zur selben Zeit, er bewegt sich nie.

Ich kann nicht fehlplatziert werden. Du kannst Mich nicht verlieren. Du kannst die Gedanken an Mich oder deine Anerkennung von Mir oder dein Zutrauen in Mich verlieren, aber ich bin keine Ware, und infolgedessen kannst du Mich nicht verlieren. Es gibt keinen Weg, wie du Mich aus deinem Herzen lösen kannst. Unsere Beziehung ist nicht auflösbar. Unsere Beziehung ist unversehrt, einerlei was dein Geist sagt.

Ich werde dich nicht anstupsen. Du wirst dich Meiner wieder mal erinnern. Du nennst das Mich finden.

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HEART #686 – 5.9.2002 – The Fullness of the Moon

DIE VOLLHEIT DES MONDES

Der Mond ist auf einer Stufe vor der Haustür, aber wie weißt du darum, wenn du nicht hinausgehst. Dies ist eine große Lektion im Leben, die Ich euch gebe.

Wann bist du das letzte Mal hinausgegangen, um den Mond anzuschauen, nicht im Vorübergehen, sondern ausdrücklich dafür? Denke nicht, der Mond sei völlig bedeutungslos. Er möchte, dass sein reflektiertes Licht auf dich geschienen wird. Ich schuf den Mond für dich.

Und du bist wie der Mond, denn auch du reflektierst Licht, und es ist Mein Licht, das du reflektierst. Der Mond, der geweihte Mond, bringt ebenfalls Mein nachhallendes Licht heraus. Gehe nicht an ihm vorüber. Gib ihm ein Nicken.

Kommt dir das primitiv an? Denkst du, du befindest dich jenseits der Reichweite des Mondes, zu zivilisiert etwa?

Der Mond gibt dir eine Art Vorstellung von dir selbst. Du bist wie der Mond. Du hast seine Vollheit. Wie der Mond scheinst du zuzunehmen und abzunehmen, abzunehmen und zuzunehmen, genau wie der Mond. Aber der Mond befindet sich in Gleichzeitigkeit. Er bedauert seine Phasen nicht. Er denkt nicht darüber nach, dass er aufgeht und niedergeht. Das ist für den Mond alles ein Stück.

Du bist die Nachgiebigkeit des Mondes. Hast du das vergessen?

Lege gegenüber dem Mond dein Gesicht frei und deine Seele gegenüber Mir.

Wenn eine Wolke den Mond bedeckt, schau trotzdem hinauf, denn nichts hält den Mond ab. Am Tage ist der Mond nicht verschwunden. Nur in deiner Sicht ist er nicht da. Ungesehen ist er immer noch da.

Ob du Mich sichtbarerweise siehst oder nicht, schau trotzdem zu Mir hoch, denn durch deinen Glauben wirst du gestärkt. Was ist Glauben anderes als Gewahrsein von Licht, gesehenes oder ungesehenes.

Es gibt in deinem Haus keine Ecke, wo Ich nicht flügge bin.

Wo kannst du sein, wo Ich nicht bin?

Du aber hast einen großen Glauben an Schatten. Wenn er nicht für das Licht wäre, würdest du keine Schatten sehen.

Du bist dem Licht äquivalent, nicht dem Schatten.

Du bist Licht, inkarniert.

Du könntest sagen, aus dir selbst heraus hast du kein Licht, denn dein ganzes Licht ist eine Reflexion des Meinen, jedoch alles, was Ich habe, gebe Ich dir, demnach ist es richtig zu sagen, dass alles Licht deines ist. Ich gab es dir, deswegen ist es dir zueigen, Mein Licht zu dem deinen gemacht. Du bist eine Kerze entzündet aus Meinem Herzen. Du bist das Licht von Mir.

Genauso wie der Mond, du kannst sogar in der Dunkelheit scheinen. Und eben das musst du, und eben das tust du.

Sogar ein Flackern Meines Lichts ist Mein Licht.

Mein Licht hat in deinem Leben mehr als einen Brückenkopf. Es ist dein Leben. Dein Leben ist aus Meinem Licht gemacht. Alle Schatten, die du siehst und fürchtest, decken regungslos bloß Mein Licht zu, aber sie nehmen es nicht weg. Im eigentlichen ist es nicht zurückgehalten. Es ist einfach so, dass du gelegentlich nur so weit und nicht weit genug schaust.

Das ist wie wenn du in deinem Haus deines Geistes bleibst und dich nicht hinauswagst. Entweder traust du dich nicht oder du denkst einfach nicht daran. Nun wirst du dich daran erinnern, hinauszugehen, um den Mond zu sehen, und während du zu ihm hochschaust, wirst du dich erinnern, dass du ewiges Licht bist. Und, falls du aus irgend einem Grund deinen Kopf nicht heben kannst, um zu sehen, dann sieh den Mond, wie er in einem See widergespiegelt wird. Sieh die Widerspiegelung des Mondes in dem See, die Reflexion der Reflexion, eine weitere Schicht des Lichts für dich ausgelegt.

Der Mond ist für dich auf der Lauer gelegen. Er hat nach dir gesucht. Er möchte, dass du ihn anschaust und dich an seiner Weiße erfreust. Ich machte den Mond, dass er auf dich herunterschaut und dass du zu ihm hochschaust. Wie geduldig ist der Mond! Er hat die ganze Zeit auf dich gewartet, dass du beachtest, was er dir sagen möchte.

Der Mond ist der Mond. Er ist der gleiche Mond in seiner Rundheit wie in seiner hohlen Schale. Der Mond ist immer voll, und du nicht anders.

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HEAVEN #687 – 6.9.2002 – Where Love Is

WO DIE LIEBE IST

Die Sonne und der Mond sind in deinen Augen reflektiert. Du scheinst die Sonne und den Mond beide auf einmal. Du bist sanftes weißes Gold und du bist helles poliertes Gold. Du bist zahlreiche Aspekte des Einen.

Ich ließ alles auf die Erde fallen. Ich hielt nichts zurück. Ihr habt euch gedrängelt, um aufzulesen, was ihr finden konntet, wie Manna vom Himmel. Seid ihr keine Sammler auf Erden? Es gibt einen einzigen Schatz, den ihr am meisten sucht. Euer Herz ist nicht gestillt, bis ihr ihn findet.

Vielleicht ohne Namen, unbezeichnet, oder mit vielen Namen benannt, es ist die Liebe, die ihr zu finden sucht, und ob ihr es wisst oder nicht, es ist die Liebe, die ihr zu geben sucht. Ihr seid bestrebt, wie Ich zu sein, ein Zerstreuer von Liebe. Die große Liebe, die ihr so sehr möchtet, dass sie euch heimsucht, ist eure eigene. Weil ihr die Liebe in eurem eigenen Herzen zu entdecken sucht, sucht ihr für eure Liebe Objekte, auf die sie fallen kann, sodass ihr die Liebe sehen könnt, die aus eurem Herzen überquillt.

Irgendwo im Hintergrund eures Geistes existiert das klare Wissen, dass ihr Liebe seid. Unter all den Fallen der Unzufriedenheit und des Verhehlens wisst ihr, ihr seid Liebe, und ihr sehnt euch danach, voll und ganz zu realisieren, was ihr in Wahrheit seid.

Es ist euer eigener Unglaube in euch selbst, der euer Unglücklichsein verursacht.

Ihr seht euch an – ihr habt eure Zeit vergeudet, weil euer Brennpunkt nicht auf der Wahrheit von euch gelegen ist. Er lag auf anderen Dingen. Er hat vom Herzen von euch Exkursionen unternommen. Tief innen wisst ihr, dass euer Herz eure Agenda darstellt, und dennoch habt ihr andere Götter dem Herz vorgezogen.

Aber Ich habe gute Nachrichten für euch. Die Liebe in eurem Herzen ist unentrinnbar. Sie ist da. Sie ist immerzu da. Vielleicht gehemmt, vernachlässigt, fehlverstanden, nach wie vor ist sie immer da. So wie Ich ist dein Herz unvergänglich. Doch so wie Ich wurde es als undurchdringlich oder vielleicht als düster angesehen.

Aber an deinem Herzen gibt es kein Mysterium. Das Geheimnis lautet, dass du so lange von ihm fort warst.

Du weißt, dass Ich in deinem Herzen bin, und durch dein Herz lotest du die Tiefen von Mir aus. Dein Geist kann Mich nicht finden. Es kann nur über Mich reden und alles rund um mich. Der Geist läuft aufgeschlüsselte Spalten herunter und hakt Mich ab. Oh, das Herz aber, es strömt. Das Herz ist um Vieles direkter als der Geist. Es geht zu seiner Quelle.

Deine Liebe ist dahin und dorthin gegangen, überallhin und nirgendwohin. Sie kommt bestürzt zu sich selbst zurück. Dein Herz hat wegen seiner Liebe überall gehamstert. Es hat überallhin geschaut, jedoch nicht in seine eigene Speisekammer. Das Warenhaus deines Herzens ist zum Überlaufen voll. Du bist der einzige, der das herausnimmt. Du hast es herauszulegen. Du hast es das Licht der Sonne und das Licht des Mondes sehen zu lassen. Deine Liebe hat es nötig, aufgestöbert zu werden.

Du hast da nachgeschaut, wohin deine Liebe wohl fallen wird. Nun schaust du dich um, wo deine Liebe ist, nicht, wozu sie sich selbst ausfertigt. Deine Liebe existiert nicht aufgrund irgendwelcher Objekte, die sie auffindet. Deine Liebe existiert unbesehen dessen, worauf sie niedergeht. Das Subjekt ist Liebe. Du bist das Subjekt der Liebe. Du bist der Verströmer der Liebe. Du bist ein großer Verströmer der Liebe, und deine Liebe hängt nicht von Objekten ab, damit sie erfüllt wird.

Ich rede nicht zu dir davon, deine Liebe von jedwedem Objekt zurückzuziehen. Lasse sie anlanden, wo immer sie möchte. Doch wenn du erkennen kannst, dass du erhalten gebliebene Liebe bist, unabhängig von dem Getrippel anderer Herzen, dann bist du nicht angehaftet, und du heftest Andere nicht an dich an. Du liebst frei. Und mithin wird deine Liebe Liebe, und Unsere Herzen schlagen als Eines.

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HEAVEN #688 – 7.9.2002 – You

DU

Du kapselst die ganze Ewigkeit ein. Du bist der Baum des Lebens. Alles ist in dir enthalten. Du bist Gott-balanciert, Gott-geschnitzt, Gott-befähigt, Gott-adressiert, Gott-inwendig, Gott-auswendig. Du bist eine Manifestation Gottes. Ich machte dich zu Meiner Manifestation. Du bist nicht weit weg von Mir. Du bist überhaupt nicht von Mir weg. Einzig dein Denken hat beschlossen, dass Wir, du und Ich, voneinander weg sind.

So viel du Mich auch suchen magst, es bist du selbst, den du suchst. Du suchst keinen anderen. Es gibt keinen anderen. Du bist eine in der Hand gehaltene Schlaufe Meiner Liebe. Verdrehungen und Knoten sind bloß Illusionen, leicht auseinandergezogen. Gleich, was es an Verdrehungen und Wendungen gibt, du bist Liebe, Liebe am Entfalten. Du bist die Verkörperung Meiner Liebe.

Oh, was wäre doch, wenn du das glaubtest? Was wäre, wenn du wirklich glaubtest, dass du Meine Liebe bist, die zum Glück der akzeptierten Welt zum Ausdruck gebracht wird? Was wäre, wenn das Ausdehnen der Liebe deinen Zweck auf der Erde darstellte, und wenn die Erde von deiner Liebe abhänge? Liebe ist immer die gleiche, aber die deine ist wie keine andere, denn du bist der einzige, der sie geben kann, deine Liebe, diese köstliche Extraktion Meiner eigenen.

Du siehst dich wohl selbst als ein schieres Gänseblümchen in einem Feld von Gänseblümchen und fragst dich, worin der Unterschied zu dem Feld oder zu jemand anderem oder zu etwas besteht, sofern du dort wächst oder nicht, aber Ich pflanzte dich dorthin, nicht bloß als ein weiteres Gänseblümchen, sondern als du, als den einen, der du von Mir bist.

Geliebte Meines Herzens, Geliebter Meines Herzens, du bist für das Universum von hoher Bedeutung. Du bist für es lebensentscheidend. Du wirst dich wohl über die Vorstellung verächtlich äußern, dass du ein Achsnagel bist, aber genau das bist du. Einerlei wie beschmutzt du dich fühlst, du bist für dieses Universum des Einen hauptsächlich. Einssein ist nicht aus Teilen gefertigt, obwohl es dir so scheint. Du bist kein Riss in Meiner Schöpfung oder unnötig für das Ganze. Du kannst die Anordnung nicht ruinieren.

Ich sage dir, dass du Meine Geliebte, dass du Mein Geliebter bist, und du musst Mich ehren und dich selbst als Meinen Geliebten bestätigen. Wenn du wüsstest, dass sonst jemand tatsächlich Mein Geliebter ist, würdest du gut mit ihm umgehen, oder etwa nicht? Also, Ich sage dir, dass du Mein Geliebter bist, und hernach möchtest du nunmehr mit derselben Ehre, wie Ich es tue, mit dir selbst umgehen. Sobald du einmal bestätigen kannst, dass du Mein Geliebter bist, wirst du die gleiche Ehrerbietung für all die anderen Manifestationen von dir und von Mir empfinden und sie ebenfalls mit köstlicher Zartheit und Liebe behandeln. Dafür wurdest du gemacht.

Du würdest Mich von Meiner Liebe nicht trennen, und du bist Meine Liebe. Die gesamte Menschliche Rasse ist Mir ein einziges Kind, demnach, in dieser Illusionen des Einen, das viele ist, musst du dir selbst gegenüber und all denen gegenüber, die in der gleichen Illusion leben, sehr gut sein. Keiner ist ein bloßes Fragment Meiner Liebe. Alle sind das Ganze von ihr. Du persönlich bist alles Meiner Liebe, bloß, ein persönlich gibt es nicht, aber Wir wollen persönlich sagen, weil Ich unter keinen Umständen unpersönlich bin. Ich bin tief in deinem Herzen, und davon kannst du Mich nicht abbringen. Du kannst dich selbst nicht zu einer Ausnahme von Meiner Liebe machen. Meine Liebe in dir ist versagenssicher. Es gibt keine Alternative. Für dich gibt es keinen Ausgang.

Wisse heute, dass du ein Ausdrücker Meiner Liebe bist. Ja, du bist ein Ausdruck von ihr, aber du bist auch der Ausdrückende von ihr. Für dich gibt es nichts anderes zu tun, als Meine Liebe zum Ausdruck zu bringen.

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HEAVEN #689 – 8.9.2002 – A Day to Spend

EIN TAG ZUM VERLEBEN

Halleluja! Ein weiterer Tag ist angebrochen, und du erhebst dich zu einem weiteren Tag, und während du für die gewöhnliche Welt aufwachst, stehst du mit deinem Körper auf. Vielleicht reibst du dir die Augen, aber du stehst auf. Auf dieselbe Weise hebst du dein Herz hoch. Du wirst es womöglich hochzuheben haben. Du musst ihm vielleicht zujubeln. Ermutige dein noch schlafendes Herz.

Ein großes Geschenk liegt vor dir. Du weißt nicht, woraus es besteht, aber du kannst dein Herz dafür bereiten. Wecke dein Herz mit Liebe auf. Rühre dein Herz zu diesem Tag, zu dieser ungeschriebenen Schiefertafel eines Tages, die zu beschreiben dir anliegt. Es ist eine riesige saubere Schiefertafel, die noch nie zuvor benutzt wurde, und sie ist ganz für dich. Mache dir nichts aus einem Stift mit einer feinen Spitze. Nimm eine große Kreide, welche Farbe du auch magst, und kritzle dich über den Tag.

Du bist die Kreide des Tages.

Du machst dich für einen großen Besucher fertig, für diesen neuen Tag, der dir Segen über Segen spenden möchte. Der Tag ist nicht dein Diener. Er ist ein großer Würdenträger. Er häuft Schätze vor dir auf. Er gibt dir Luft und Sonne und Temperatur. Er legt einen Teppich unter deinen Füßen aus. Er übermacht dir Essen auf deinem Tisch, desgleichen Geselligkeit. Alle Arten von Wesen erscheinen den ganzen lieben langen Tag bei dir, und du wirst auch für sie zu einem Hinterlassenden.

Der Tag rollt sich selbst für dich aus, und du rollst ihn für Andere aus, die ihn auch für dich ausrollen. Eure Ellenbogen müssen sich dafür nicht berühren, eure Herzen tun das.

Dies ist ein unbetretener Pfad vor dir, und heute betrittst du ihn. Du gehst auf einem frisch gefallenen Schnee, hinterlässt Fußstapfen, wo vorher keine waren. Du musst nicht sorgfältig daherschreiten. Alles, was du zu tun hast, ist mit Freuden dahergehen. Lasse in deinem Herzen einen Hops, einen Überschlag und einen Sprung los. Gib dein Herz diesem unschuldigen Tag, der vor dir liegt. Du liegst genauso vor ihm.

Es war einmal, da hast du all das nicht begriffen, was du jetzt begreifst. Nun ist das Leben anders für dich. Nun weißt du, du bist entscheidend, und dieser Tag, dieser schlichte Tag, ist wichtig. Er macht viel aus. Wie du dich in diesem Tag herumbewegst, kann bei der Waage den Ausschlag geben. Du bist heute ein Wünschelgänger der Welt. Du legst das Leben aus und breitest es rundum aus. Dein Einfluss ist groß. Sei heute der Beeinflusser und weniger der Beeinflusste. Du hast eine Seele. Du bist weitaus mehr als ein Reaktor auf dasjenige, was daherkommt. Du bist ein Beweger des Universums. Du bist eine unglaubliche Macht. Biete dich selbst dem Tag an und mache ihn mächtig.

Worauf das Leben sich beläuft, ist heute.

Du spürst, du hast so manch einen Tag vergeudet, als du die Gelegenheit für ihn vielleicht nicht gemäß deiner Neigung benutzt hast. Heute aber bist du ein Krieger der Liebe, und du beißt in den Tag, und du machst das gut. Dein Durchgang über diesen Tag ist den Aufwand wert. Du rollst dein Leben in diesen Tag. Du sendest dich selbst aus, um Liebe über ihm auszugießen. Du bist ein Erinnerer an Gottes Liebe, und damit erinnerst du dich selbst daran, für Wen dieser Tag ist.

Du hast gedacht, Ich biete dir diesen Tag an. Und nun kommst du dahinter, dass du dir eine bist, der ihn Mir anbietet.

Ich habe dir das Heute wie einen Rucksack gegeben, der auf deiner Reise zu füllen ist. Welche Schätze wirst du an diesem Tag vor dir in den Rucksack packen?

Nun möchte Ich dir sagen, dass es in dem Rucksack, den Ich dir gegeben habe, ein Loch gibt, und, was auch immer du in ihn hineinsteckst, du wirst es als eine Spur hinterlassen.

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HEAVEN #690 – 9.9.2002 – Truth Alone

EINZIG WAHRHEIT

Vergiss das im Nachhinein. Das ist bloß über deine Schulter schauen.

Schenke genauso dem Vorbedacht nicht allzu viel Zutrauen.

In beiden Fällen etabliert sich dein Geist. Entweder er lässt etwas mitgehen oder er macht dir ein großes Versprechen, was sich als wahr erweist oder nicht als wahr erweist. Dein Geist trifft nicht die Wahl, dich in die Irre zu führen. Er weiß einfach nicht genug, um dich immer geeignet zu beraten. Und auch dann, wenn dein Geist seinem Versprechen gerecht wird, auch hernach mag es sein, dass der Rat nicht begründet war.

Schaue demnach in dein Herz. Dein Herz reicht tief. Das Herz, von dem wir reden, ist mehr als eine Stimmung oder ein Wunsch. Das Herz ist ein Langstreckenläufer. Nicht dass du dein Herz fragst: Was möchte ich eigentlich in diesem Augenblick tun? Es ist eigentlich nicht so, dass du dein Herz ganz spezifisch etwas fragst, weil dein Herz nicht in Worten antworten kann. Im Hören auf dein Herz findest du, du wirst in gewisse Richtungen vorangetrieben, und findest du, dass es gewisse Richtungen gibt, in die du nicht gehen kannst. Das sind keine Entscheidungen des Geistes. Du findest, du kannst es, und du findest, du kannst es nicht. Wir können dies in deiner Wahrheit sein nennen.

Deine Wahrheit ist nie zögerlich. Nur dein Geist ist das.

Wenn du dich in deiner Wahrheit befindest, kannst du nicht plündern, lästern, Schaden zufügen, eine Lüge aussprechen oder einen Anderen übervorteilen, auch dann, wenn du das Gefühl hast, ein Verlangen danach zu haben. Was auch immer deine Emotionen sein mögen, das Herz der Wahrheit geht tiefer als die Emotion.

Du hast viel Zeit darauf verwandt, nicht in deiner Wahrheit zu sein.

Dein Herz ist ein Kenner. Dein Herz weiß mehr, als dein Geist zu wissen behauptet.

Was als weise angesehen wird, ist oftmals nicht weise. Was als klug gesehen wird, ist oftmals zu klug zu seinem eigenen Besten.

Nur das Herz kennt die Wahrheit.

Du wirst wohl nachdenken darüber, dass du ohne zu denken bedauerliche Dinge getan hast. Vielleicht eine Unfreundlichkeit. Du möchtest gerne, du hättest zu der Zeit etwas gedacht. Aber so eine Art vergangene Konditionierung lief ab. Dass du verblendet warst, bedeutet nicht notwendigerweise, dass du mehr nachdenken musst. Mehr Denken macht Blindheit nicht rückgängig.

Du kannst nicht sicher sein, ob eine Handlung deinerseits oder die Handlung eines Anderen richtig war oder nicht. Sie mag zu diesem Zeitpunkt richtig gewesen sein. Oder damals falsch und jetzt falsch. Und dennoch, wie es dir erscheint, ist nicht notwendigerweise, was es ist.

Was ist demnach diese Wahrheit, von der Ich spreche?

Es ist Meine Wahrheit, und Meine Wahrheit schmiegt sich mitten in deinem Herzen an.

Die Wahrheit ist nicht von Resultaten abhängig. Sie ist nicht Wahrheit oder Konsequenzen. Sie kann Wahrheit und Konsequenzen sein. Die Wahrheit bringt dir in einem größeren Ausmaß nicht notwendigerweise alle die Resultate, die du möchtest, als das die Nicht-Wahrheit getan hat.

Die Wahrheit schaut nicht nach einem Entgelt.

Wie die Liebe, hängt sie nicht von äußeren Bedingungen für ihren Verdienst ab.

Du kannst nicht in zwei Spalten Fakten auflisten, um die Wahrheit zu finden. Eine Spalte könnte zehn Fakten enthalten, und die andere nur einen, und die magere Spalte kann diejenige sein, die die Wahrheit hat.

Beweggründe, wieso etwas zu tun oder nicht zu tun ist, sind nicht der Code des Lebens. Die Wahrheit ist das.

Statistiken sind nicht dein Gott. Gewinnchancen sind es nicht. Sichere Dinge sind es nicht. Unsichere Dinge sind es nicht.

Sofern deine Motivation war: „Wovon kann ich am meisten aufsammeln, was bringt mir die größten Resultate, die größten Vorteile, was würdigt mich am meisten, was macht mir am meisten Ehre, was gibt mir das meiste Vergnügen“ – dann kannst du deine Wahrheit womöglich nicht gewürdigt haben. Auch das Gegenteil davon ist womöglich nicht deine Wahrheit.

Einzig deine Wahrheit ist Wahrheit. Wahrheit sucht sich selbst aus ihrem eigenen Vorzug heraus, nicht deswegen, was sie bringt. Die einzige Garantie bei der Wahrheit heißt, dass sie sich selbst bringen wird.

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HEAVEN #691 – 10.9.2002 – God Asks Only One Thing

GOTT BITTET NUR UM NUR EINE SACHE

Das Innerste dessen, was Ich euch in diesen Botschaften überreiche, ist nicht die Botschaft selbst. Was ihr aus Meinen Briefen herauszieht, das mag prägnant und wunderbar sein, aber es ist nur ein Fingerhut voll dessen, was Ich euch überreiche. Ich gieße Liebe und eine bestimmte lyrische Weisheit über euch hinab, die weiter reicht als alle Worte, die ihr extrahiert. Meine Botschaften hier sind weitaus mehr als ihre Botschaft. Botschaften sind nicht genug. All die Botschaften in der Welt kennen ist nicht genug. Die Botschaft, die Ich euch gebe, ist mehr als jede Synopse von ihr. Was Ich euch gebe, kann nicht definiert werden. Der Intellekt extrahiert. Das Herz nimmt entgegen. Es ist hier an der Stelle für euch nichts zu lernen, außer bei Mir zu sein. Das Innerste Meiner Botschaft kann nicht in Worten eingefasst werden. Die Worte sind Meinem Herzen peripher.

Wir könnten sagen, mein Übergeben eines Heavenletter an euch ist wie Mein Flechten eures Haars. Ich nehme deine Haare in Meine Hände, und jedes Anheben meiner Hand, jede Drehung und Wendung für dein Haar, die Ich ihm gebe, jedes Ziehen, jedes Überlappen, jedes Anschmiegen, jedes Anheben deiner Haare hebt etwas in dir an. Ich flechte deine Haare. Ich fasse deine Haare an und bewege sie, und einige gehe Ich noch einmal an, und Mein Akt des Flechtens hat eine größere Auswirkung als deine Locken. Du sitzt, während Ich flechte. Das Flechten Meiner Liebe läuft durch dein Haar und es läuft durch dich. Wenn Wir damit fertig sind, ist das geflochtene Haar aufs Lieblichste, aber die Handlung des Flechtens ist mehr als das daraus hervorgebrachte Erzeugnis.

Meine Briefe sind dir ein Prozess, um in ihn einzutreten. Sieh sie als eine Mahlzeit, die Ich dir serviere. Würdest du an dem Essen herumstochern, was Ich vor dich hinstelle? Würdest du den Teller wegschieben? Und ist nicht das Erleben des Kostens dessen, was Ich vor dich hinstelle, mehr, als das Essen selbst oder als die Vitamine, die es enthält? Ich dinge dich mehr als bloß auf einer Ebene.

Wenn ein Essen, das Ich vor dich hinstelle, an einem Tag nicht nach deinem Geschmack ist, liegt denn wahrlich kein Wert darin, dass du dich zusammen mit Mir hingesetzt hast? Möchtest du dich nicht gerne mit Mir zusammen hinsetzen? Wir müssen nicht miteinander reden, oder Wir können uns mit einem nutzlosen Geplappere befassen, oder Wir reden im Kreis herum, oder Wir treffen den Nagel auf den Kopf. Was macht das aus? Von Belang ist, dass Wir zusammensitzen.

Wir sind zusammen für die Verlobung mit Uns Selbst. Wir sitzen und halten einander an der Hand. Das reicht aus. Etliche Augenblicke mit Mir tragen viel bei. Du weißt nicht notwendigerweise, was du von Unserem Treffen mitnimmst.

Studiere Mich nicht. Du warst ausreichend damit beschäftigt, in deinem Leben zu studieren. Ich bin nicht dazu da, studiert zu werden. Gib Mich nicht in Einzelheiten an.

Sei Meine Liebe, möchtest du das nicht?

Worin besteht hier für dich heute Meine Botschaft? Vergiss das. Sei einfach bei Mir, und erlaube Mir, bei dir Platz zu nehmen. Sitze nicht so aufrecht. Mache dir keine Notizen. Ruhe dich einfach in Mir aus.

Lasse Mich an deinem Herzen ziehen. Lasse Mich weben, was immer Ich webe. Lasse Mich deine Augenbraue streicheln. Lasse Mich Sorgenfalten glätten. Lasse Mich diese wenigen Augenblicke mit dir genießen. Was bist du in Eile, um etwas zu lernen? Was musst du so früh zu Ende bringen? Verweile einfach bei Mir.

Laufe nicht an Mir vorbei. Greife nicht einfach nach einem Lunchpaket. Setze dich zu Mir, und lasse Mich Meine Liebe für dich weben. Weswegen deine Eile, um etwas von Mir zu erlangen? Lasse Mich dich einfach genießen.

Gib Mir dein Herz, nicht deinen Geist. In der Welt ist genug Geist, und vielleicht nicht genug Herz. Auf jeden Fall, Ich bitte dich um dein Herz. Ich möchte es mit dem Meinen verflechten. Lasst Unsere Herzen einander die Ellbogen reiben. Setze dich eine Weile zu Mir.

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HEAVEN #692 – 11.9.2002 – Your Perspective

DEINE PERSPRKTIVE

In deinem Herzen gibt es etwas, was du Mich fragen möchtest, wenn du bloß wüsstest, was. Aber du wirst das schaffen. Du wirst das herausfinden, und dein Herz wird ganz eine Blume in voller Blüte sein.

Vielleicht ist folgendes deine Frage: „Lieber Gott, wie öffne ich Dir mein Herz mehr?“

Oder folgende Frage: „Lieber Gott, wie öffne ich mein Herz für Deine anderen Kinder mehr, die ich, wie mir gesagt ist, bin, und die dennoch so weit weg zu sein oder gar im Widerspruch zu mir zu sein scheinen?“

Oder vielleicht lautet deine Frage: „Oh, lieber Gott, wie komme ich mit mir selbst zurecht? Wie kann ich mich selbst mehr ermutigen als entmutigen? Wie bekomme ich mich selbst aus dem Sumpf des Denkens heraus, in dem ich mich gegenwärtig befinde? Wie werde ich, was ich sein möchte? Wie werde ich, was Du möchtest, dass ich es sei?“

Du bemerkst natürlich, dass du und Ich verschiedene Dinge anschauen. Du schaust argwöhnisch auf Mich wie auf eine Art fremden Gegenstand, während Ich, in Wirklichkeit, das intimste Innere von dir bin. Oder du schaust auf Mich, dass Ich mehr als ein Gott bin, oder du siehst Mich vielleicht als einen Gott, Der Enttäuschungen bereitet.

Du siehst andere Menschen ebenfalls weit von dir entfernt, während Ich dich als Eins sehe. Du solltest genauer hinsehen.

Was dich betrifft, so schaust du auf deine Unvollkommenheit, und Ich sehe deine Vollkommenheit. Du schaust auf die Kräuselungen, die du verursachst, und Ich schaue dich an. Aufgrund dessen wohin du schaust, wirst du vielleicht denken, dass du nicht bereits dasjenige bist, was Ich Meinerseits gerne sehe, dass du es sein möchtest. Denkst du, Ich schaue darauf, bei dir Fehler zu finden? Denkst du, dass Vollkommenheit im Sinne der Welt die Vollkommenheit ist, auf die Ich schaue? Alle eure Weltdinge, pro oder kontra, sind im Vergleich zu mir nichts; Ich sehe, was dahinter und jenseits jeder Präsentation liegt, die ihr der Welt darbietet. Und Mein Blick auf dich hängt davon ab, was du bist, und nicht von deinem Betragen. Du striegelst Meine Gunst nicht mehr, als du Meine Missgunst anziehst. Du gewinnst bei Mir keine Punkte, auch keine Minuspunkte.

Ich bin nicht blind. Ich weiß, du machst Fehler, begehst Irrtümer, triffst unheilige Wahlen. Doch, wenn dein Kind gehen lernt und es fällt hin, schimpfst du nicht mit ihm. Du hebst es auf. Du täuschst nicht vor, dass es nicht hingefallen ist, aber du verstehst, es ist ein Kind, was lernt. Denkst du womöglich, dass Ich weniger bin als du? Weniger gewahr, weniger fürsorglich, weniger an die Hand nehmend? Denkst du, Ich gebe nur so und so viele Chancen, und keine mehr? Denkst du, Ich hege Vorurteile gegen dich? Denkst du, Ich reibe mir meine Hände vor Schadenfreude, um dich bei einem Fehler zu erwischen? Was, denkst du, ist Mein Gesichtspunkt?

Du siehst also, was für einen Unterschied dasjenige, was du anschaust, für deine Perspektive macht. Was du anschaust, wird das, wodurch du schaust. Was du anschaust, wird ein Teil deiner Sicht. Es wird dazu, wie du deine Augen öffnest oder sie zusammendrückst.

Ein Teil deiner Wahlfreiheit besteht darin, anzuschauen was immer du möchtest und wie immer du es möchtest . An der Stelle gibt es keine Grenzen. Hier ist kein einseitiger Weg für dich, um mit Mir, der Welt oder dir selbst in Verkehr zu treten. Es gibt viele Wege. Das ist die Bedeutung der freien Wahl.

Schaue höher. Lange höher. Wohin du schaust, ist, wohin du dich streckst. Wohin du schaust, ist, was du siehst.

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HEAVEN #693 – 12.9.2002 – That Which You Are

DAS WAS DU BIST

Lasst Uns heute in der Stille der Liebe dasitzen. Lasst Uns in Unserer Liebe sein. Lasst Uns zusehen, wie sie Uns heimsucht. Sie ist da. Lasse sie heute wie den Nebel auf Uns fallen.

Unsere Liebe kommt in Formen. Manchmal ist sie ein Wirbel. Manchmal ist sie wie Regentropfen. Manchmal ist sie wie eine grandiose Gartenlaube, die Uns zudeckt. Manchmal ist sie wie ein kleines rechteckiges Stück Papier, das vom Himmel herunter schwebt. Manchmal ist sie wie Wasser, in dem Wir uns waschen. Manchmal ist sie Funken des Lichts. Sogar ein Ritz der Liebe ist so groß wie die ganze Welt und dennoch ist die Liebe größenlos.

Und sie kommt auch in zahlreichen Farben. Manchmal in hellem Gelb. Manchmal in einem rosa Farbton. Manchmal ist sie klares Himmelsblau. Und manchmal ist sie weiß wie Nelken. Oder grün wie hervordringende Grasblätter.

Wie alle erhabenen Dinge, ist die Liebe nicht auf irgendeine Form, auf eine Farbe, Größe oder Machart beschränkt. Von ihr gibt es kein Bild. Sie ist überhaupt nicht definierbar. Das Beste, was wir über Liebe sagen können, ist, dass Wir sie lieben. Ich nehme an, Wir können sagen, wir haben sie und geben sie, was allerdings ist es, was Wir haben und was Wir geben? Wer kann das genau sagen.

Was ist Liebe, außer ein Sinn, so wie die fünf Sinne, aber die Liebe, von der Wir reden, geht über jene alle hinaus. Sie kann nicht gemessen werden. Sie kann nicht gewogen werden. Sie kann weder gezeichnet noch gehört werden – nur erkannt werden.

Und dennoch ist Liebe nicht schwer nachvollziehbar.

Sie ist eine Beuterin, und sie ist käfiglos. Sie befreit Uns. Wir halten sie inne, aber Wir können sie nicht festhalten. Wir befinden uns in ihrer Leibeigenschaft und dennoch sind Wir ungebunden, so ungebunden wie die Liebe selbst. Denn Liebe bindet nicht. Es gibt keine Bänder, um zu lieben, wiewohl Wir an sie gebunden sind. Wir reiten auf der Liebe, und dennoch ist sie reiterlos.

Dasjenige, was Liebe ist, hat keine Zeit. Sie hat keine Momente. Dasjenige, was startet und stoppt, ist nicht Liebe. Es mag sein, es war ein Bild von ihr, ein Anheben von ihr, jedoch dasjenige, was Liebe ist, ist nicht zeitlich begrenzt. Es ist nicht abhängig von einer, oder einer anderen Sache. Weder erkaltet noch altert sie, und sie ist mehr als eine Flamme, einerlei wie hell sie scheint.

Wir können sie nicht aufpumpen. Genauso wenig können wir bei ihr die Luft ablassen.

Sie existiert immer, nicht bloß manchmal. Sie ist nie mehr oder weniger. Sie ist immer präsent und kann nicht abwesend sein.

Sie braucht weder eine Entourage noch Fanfaren, um sie anzukündigen. Wir können ihr nicht entrinnen, obschon sie gelegentlich Unserem Bemerken entgeht.

Was mehr kann über die Liebe gesagt werden, als was bereits gesagt worden ist, diese Liebe, die jeglicher Beschreibung trotzt. Und die wir dennoch so gut kennen.

Und wie kommunizierst du sie? Sie kommuniziert sich selbst. Liebe tanzt mit sich selbst. Sie existiert unabhängig von dir. Du bist weder der Erschaffer von ihr noch der Handhaber von ihr. Liebe ist nicht etwas, was du tust. Du bist der Zuseher von ihr, der Lauscher auf sie, der Hervorrufer von ihr, der Bemerker von ihr. Du bist sie.

Du bist Liebe in all ihren Formen und Ausbildungen und in ihrer Formlosigkeit.

Wie ist es dann, dass du denken kannst, du seist ohne Liebe, dass du lieblos, unfreundlich, nicht liebenswert, beschränkt, entsetzlich und all die Adjektive, die du auf dich und auf Andere beziehst, seist? Wie kommt es, dass du an dich denken kannst, so, als ob all diese Liebe nicht existiert, unterdessen du der natürliche und neutrale Betrachter und Zulieferer von ihr bist? Wie durcheinander kannst du sein, unterdessen du nicht bejahst, dass du die Essenz der Liebe selbst bist?

Sieh dem ins Auge. Du bist nichts als Liebe. Deine Wahrheit ist Liebe. Du bist nicht alle die anderen Dinge, die du gedacht hast, du seist sie. Sie sind nicht du. Sie sind nur Schatten von dir, von dir, der du schattenlos bist.

Sei heute in deiner Wahrheit der Liebe. Das ist alles, was du wahrhaftig sein kannst. So sei es. Sei heute Meine Liebe in der Welt, dasjenige, was du bist.

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HEAVEN #694 – 13.9.2002 – God And You

GOTT UND DU

Ich bin ein Trompetensignal. Ich bin ein echter Ton, der dich ruft. Alle Klänge in der Welt rufen dich. Dein Ohr erwidert auf sie alle, so sehr, dass du manchmal abgelenkt wirst. Dennoch kannst du, inmitten all des anderen Lärms, Meinen Ruf immer noch hören. Er ist ein Unterfang. Manchmal ist es der Stille Meines Tones zuzuschreiben, dass du ihn von all dem Gewühle unterscheidest.

Inmitten all der anderen Klänge indes ruft der Ton Meiner Trompete. Er ist in allen anderen enthalten. Du wirst ihn vielleicht als einen Schlag erhaschen, als einen sanften Rhythmus, als einen weichen Widerhall, den du von irgendwoher hörst. Du bist dir nicht sicher von wo. Vielleicht kommt es vom Inneren deines Herzens her, wo Meine Trompete schallt, oder sie ist in aller Stille zwischen den Atemzügen niedergelegt.

Du kannst gewiss sein, auf jeden Fall rufe Ich dich. Ich bin der Rufer, und du bist der Beantworter. Genauso wie Ich dich in der Stille rufen kann, kannst du Mir in der Stille antworten. Du antwortest Mir einfach durchs Zuhören. Oder durch Hochschauen.

Das macht nichts, was Wir einander sagen. Unter Uns ist eine gesellige Stille. Ich kann einfach Hmmm zu dir sagen, und das ist wunderbar. Du antwortest Ahh, und das ist wunderbar. Was gibt es überhaupt, was Wir uns zu sagen haben. Was gibt es zu sagen, das dem gleichkommt, was Wir einander sind. Wir sind jenseits der Worte. Wir, Die Wir uns jenseits von Zeit und Raum befinden, Wir sind bestimmt jenseits der Worte, die sich selbst in Zeit und Raum hineintreiben. Worte sind bloß Echos von etwas anderem, was namens- und wortlos ist. Es gibt keine Worte dafür, was Wir einander sind. Wir sind.

Worte versuchen abzuschildern, was Wir einander sind, aber keine Worte geben den Sinn von was Wir sind wieder. Wir sind jenseits von Bedeutung. Dass Wir sind, ist die unumstößliche Bedeutung.

Du setzt Meinen Namen nie vergeblich ein. Du kannst ihn nicht genug sagen. Wenn du zu jemandem sagst: „Gott segne dich“, ist das kein Anliegen oder Vorschlag. Was du in Wirklichkeit sagst, ist: „Gott segnet dich“, denn zu jedem Augenblick tue Ich das. Segnen ist dasjenige, was Ich bin. Ich bin der Segen von dir. Ich tue nichts anderes als segnen. Doch was bedeutet das? Es bedeutet nicht, Ich murmele Worte über dir. Es bedeutet, Ich bin bei dir. Wie könnte Ich weniger oder etwas anderes sein als ein Segen? Das ist Meine Mission.

Ich segnete die Welt in die Schöpfung. Mit jedem Atemzug segne Ich. Segnen ist nicht etwas, wo Ich mir aus dem Weg zu gehen habe, um es auszuführen. Es ist genauso natürlich wie Atmen, natürlicher. Etwas anderes als dich segnen kann ich nicht tun.

Deine Aufgabe besteht darin, zur Kenntnis zu nehmen, wo Ich Segnungen für dich hinterlassen habe, anders ausgedrückt, dich selbst damit bekannt zu machen, wo Ich bin, und, wo Ich bin, ist überall, und das schließt dein eigenes zärtliches Herz mit ein, dieses so oft außer Acht gelassene Herz.

Meine Segnungen scheinen unsichtbar, bis du sie siehst, aber sie sind da, direkt da draußen offen vor dir. Du bist viele Male an ihnen vorbeigegangen. Nimm einen anderen Blick ein. Du stolperst über Meine Segnungen.

Und, dass du eine Meiner Segnungen bist, darf deiner Kenntnis nicht entgehen. Und, dass du Mir eine Segnung bist, darf deiner Kenntnis nicht entgehen. Das Auge Gottes liegt stets auf dir, scheint Licht auf dich, versucht alles, um dein Auge einzufangen. Ich winke mit der Hand, Ich blase Meine Trompete, Ich nicke, Ich rufe dich zu Mir her. Du, komme. Ich bin genau hier. Lehne dich an Mich. Ich bin genau hier. Ich schaue direkt auf dich.

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HEAVEN #695 – 14.9.2002 – The One Who Waits

DER EINE, DER WARTET

Lasse es sein, dass du in Mir Wonne hast. Lasse deine Gedanken an Mich keine Bedrohung für dich sein. Ich schwebe über dir, nicht als eine Wolke, sondern als der Sonnenschein. Und befürchte nie, dass Ich zu hell scheine. Deine Augen sind auf die Meinen vorbereitet.

Dass du nichts von Mir zu befürchten hast, geht nicht leicht in dich hinein. Es hat es schwer, hinein zu sinken. Ich sage dir, das Leben ist leicht.

In aller Höflichkeit nickst du mit deinem Kopf, und meinst dann: „Ja, Gott, aber ….“

Vielleicht denkst du darüber nach, dass du in Meiner Macht stehst. Worin du dich wirklich befindest, ist Meine Liebe. Ich halte dich in Meiner Liebe. Ich setze dich in Meiner Liebe frei. Ich spiele nicht mit dir herum. Ich teste dich nicht. Ich liebe dich. Was du als eine Bedrängnis siehst, ist das Schiff des Lebens selbst.

‚Alles ist leicht‘ stellt das dar, was Ich dir gerne sagen würde. „Ja, Gott, aber ….“, sagst du. „Wie steht es um die Prüfungen? Es ist mit Irrtum, Niedergang und Herzschmerz befrachtet.“

Nun sage Ich zu dir: „Ja, aber …“

Dass das Leben das ist, was du aus ihm machst, klingt nach deinem Geschmack zu oberflächlich. Das allerdings ist die Wahrheit dabei. Das ist die Kette und der Schuss dabei. Alles ist so, wie du sagst, dass es ist. Und, dennoch, sogar in demjenigen, was du als Wirren ansiehst, sogar in demjenigen, was ganz entschieden Wirren darstellt, ist ebenfalls Herrlichkeit. Du hast die Wirren flüchtig zu sehen bekommen. Genauso gut könntest du die Herrlichkeit flüchtig zu sehen bekommen. Die Herrlichkeit ist immer da, aber du bist derjenige, der sie zu sehen hat.

Ich sage dir, die Pracht Gottes ist überall.

Du befürchtest, du segelst auf einem ruderlosen Schiff, dass du einzig von der Gnade der Meere abhängst. Ja, aber …. Ich sage, es ist eine freundliche See, auf der du segelst.

Du bist dir selbst ausgeliefert. Du bist der Entscheider darüber, was du dir anschaust und wie du es siehst. Sogar auf der Oberfläche des Lebens gibt es für dich mehr zu sehen. Selbstverständlich kannst du auch die Tiefen ausloten.

Die Herrlichkeit ist in dem Augenblick. Dieser Augenblick aus sich selbst heraus ist prächtig. Dieser Augenblick. Die Istheit dieses Augenblicks gilt es zu genießen. Du bist auf der Erde am Leben, um diesen Augenblick zu genießen. Denke daran. Du befindest dich auf einem unbereisten Territorium. Du bist der erste Schritt in es hinein. Dieser Augenblick ist unwiderruflich der deine. Dieser Augenblick ist ein Tautropfen, und du bist derjenige, der ihn auffängt. Koste ihn. Lass ihn nicht vorübergehen. Wringe aus diesem Augenblick alle die Freude aus, die er beherbergt.

Bist du in diesem Moment nicht bei Mir? Was immer die Farben des Augenblicks sind, bist du nicht bei Mir? Ist das jetzt soeben nicht zum Jauchzen, jetzt dieser Augenblick bei Mir? Warum auf später warten? Warum auf ein Leben nach dem Tode warten, um zu erkennen, wo du bist? Du kannst Mich jetzt haben, UND du kannst Mich später haben.

Es gibt keine Schritte, die du zu unternehmen hast, um Mich zu finden. Ich bin überall. Das bedeutet nicht nur sonst irgendwo. Ich bin auch hier. Ich bin auch jetzt eben hier. Ich bin nicht einfach ein Nachttisch. Ich bin ein Appetizer und die Hauptmahlzeit. Ich bin alles davon. Ich bin jederzeit vor dir. Du kommst mit Mir nie zu Ende. Ich biete Mich Selbst dir jetzt soeben an. Inmitten all dessen, was sich dir zuträgt, BIN Ich.

Bewahre Mich nicht für später auf. Lege Mich nicht in einen Schrein. Ich bin keine Schachtel Schokolade, die es zu einer besonderen Gelegenheit aufzuheben gilt. Die Gelegenheit ist jetzt. Ich bin ebenso greifbar, wie greifbar selbst greifbar ist. Sei auch du greifbar. Ich bin in ebendiesem Ticken der Uhr zugänglich. Sei auch du zugänglich. Es gibt keinen Bedarf, Mich aufzuschieben. Du brauchst nicht deine Haare in Locken zu legen oder sonst irgendetwas zu ändern, bevor du deine Augen zu Mir öffnest. Alles, was du zu tun hast, ist, sie zu öffnen. Wage es.

Es bist nicht du, der auf Mich wartet, um vor dir in Erscheinung zu treten. Es bin Ich, Der auf dich wartet, um vor Mir zu erscheinen.

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HEAVEN #696 – 15.9.2002 – The Reciprocity of God

DIE WECHSELSEITIGKEIT GOTTES

Bei vielen unter euch, die nach Mir gesucht haben, herrscht etwa das Empfinden, Ich sei weit weg. Vielleicht habt ihr euch zu sehr bemüht. Ihr habt das Mich Finden zu einer Übung gemacht. Ihr habt Mich in Schritte verbracht. Zu Mir gibt es keine Schritte. Du hast nicht hierhin oder dorthin zu klettern, um Mich zu lokalisieren. Sei einfach zu Mir offen. Halte nach Mir Ausschau, aber wirklich, es gibt keinen Bedarf, um ein Rennen nach Mir anzusetzen, denn du läufst dann auf der Stelle. Anerkenne, dass Ich bei dir bin, und alles, was du zu tun hast, ist, das zur Kenntnis zu nehmen.

Du brauchst keine Landkarte. Für Mich gibt es keine Landkarte. In aller Wahrheit, zu Mir gibt es keinen Pfad. Wo musst du gehen, um Mich zu finden?

Wir können des Fortganges unserer Erörterung willen sagen, dass die Freude ein Pfad zu Mir ist. Du kannst in Freude über Mich stolpern. Aber Ich bin mir nicht sicher, ob du weißt, was Freude wirklich ist. Freude, ein anderer Name für Mich, ist weder Zerstreuung noch Unterhaltung noch Entkommen, indes bin Ich bei jenen ebenfalls nicht abwesend. Setze Mich mit Freude gleich. Oder mit Erfüllung. Oder mit Liebe. Oder mit Friede. Oder mit Herrlichkeit. Oder mit Schönheit. Oder mit Schöpfung. Was immer es ist, Ich bin da.

Es wird etwa etliche geben, die durch Leiden zu Mir kommen. Leiden rief ihre Aufmerksamkeit zu Mir. Leiden war nicht der Weg zu Mir; es war ihr Augenöffner. Leiden brachte sie Gesicht an Gesicht, nicht bei Mir, sondern bei ihrem Sehnen nach Mir.

Vielleicht bist du ein geheimer Ersehner. Ein unerklärter Ersehner. Irgendwo in dir bist du ein Ersehner von Mir. Das kann nicht anders sein, weil Mein Sehnen nach dir derart welterschütternd ist, dass du das Beben von ihm nicht verfehlen kannst.

Dein Sehnen, ob in eine Stimme verbracht, ob stimmlos, ob bemerkt, ob unbemerkt, ist ein Echo des Meinen. Je größer dein Empfinden des Sehnens, desto gewahrer bist du wohl Meines Sehnens nach dir. Indes ist niemand Mir näher als du. Du bist so nahe wie Ich BIN.

Ich bin ein Öffentlicher Ersehner. Ich sehne mich schamlos nach dir. Ich habe in der Sache keine Zurückhaltung, wenn es auf dich hinausläuft. Ich setze dir nach. Ich springe direkt vor dich. Du gehst in einem Labyrinth von Spiegeln, und, wo immer du hinschaust, Ich tauche plötzlich auf. Es mag sein, du siehst Mich nicht, aber Ich gehe dir nach, und erscheine vor dir in jedem Augenblick. Schaue weiterhin.

Ich hinterlasse für dich eine Spur, Brotkrumen Meiner Liebe. Ich bringe in der Baumrinde Zeichen an, so dass du wissen kannst, wo du Mich finden wirst. Ich laufe für dich nicht zu schnell. Ich mache es dir nicht schwer, Mich einzuholen. Du denkst, Ich könne an dir vorbei schlüpfen, doch vielleicht läufst du derart schnell, dass du an Mir vorübergehst.

Stelle dir heute vor, dass Ich überall bin, und genau überall, wohin du gehst. Stelle dir vor, Ich bin jetzt soeben bei dir, Ich verschwende einfach Meine Liebe auf dich, wirble Meine Liebe rund um dich, stäube aus jeder Richtung Liebe auf dich, Liebe auf deinen Kopf, Liebe unter deine Füße, Liebe in unanfechtbarer Weise. Stelle dir vor, dass jeder in der Welt, dem du begegnest, Ich ist, in der einen oder anderen Form Ich ist, jedoch stets Ich. Ich bin nicht deine Einbildung, aber du magst mich vorzustellen haben. Mich direkt vor dir, machst du Mich im eigentlichen ausfindig. Rühre deine Einbildungsgabe, und dann wird sie in der Tatsache verankert werden. Vielleicht glaubst du nicht so richtig, dass Ich überall bin, aber vielleicht kannst du glauben, du nimmst Mich mit dir überall hin. Keine Portion von Mir, sondern Mich, Gott Insgesamt. Die Wahrheit lautet, Ich gehe nirgendwo ohne dich hin, und du gehst nirgendwo ohne Mich hin. Wir sind unzertrennlich. Nichts teilt Uns. Nicht der Tod. Nicht das Leben. Nichts. Kein Krieg. Kein Friede. Weder Dürre noch Flut. Nicht Armut, nicht Überfluss. Nichts.

Wir sind wechselseitig. Du kannst nicht davon abkommen. Nur in Gedanken kannst du das. Bringe deine Gedanken zu Mir zurück.

Es ist nicht so, dass dein Durst nach Mir unstillbar ist. Es ist bloß so, dass du mehr von Mir entdeckst, dass du mehr von Mir möchtest. In diesem Sinne ist dein Durst unstillbar. Und, lass uns dem ins Auge sehen, es gibt immer mehr von Mir. Was bedeutet ewig anderes als unstillbar? Bleibe dabei und fülle dich selbst mit Mir auf. Nimm mehr und mehr entgegen. Ich möchte dir immer mehr von Mehr geben, mehr von deiner eigenen Anerkenntnis von Mir. Es gibt mehr, was auf dich zukommt.

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HEAVEN #697 – 16.9.2002 – You Are the Light of the World

DU BIST DAS LICHT DER WELT

Denke, was es bedeutet, ein Teil des Universums zu sein. Das sind nicht bloß Worte, die man so sagt. Und sie sind nicht einfach gesagt, um dir das Empfinden zu geben, mit eingeschlossen oder wichtig zu sein. Was du darüber denkst, befindet sich nicht im Innersten deiner Bedeutsamkeit. Was du nach außen gibst, ist die Bedeutsamkeit. Entweder du behältst die Welt wie sie ist, oder du gibst ihr eine neue Form. Ich erschuf das Universum, und nun hältst du es in deinen Händen. Du kannst mit der Welt alles tun, was du möchtest.

Ich autorisiere dich dazu, sie auf eine neue Ebene zu bringen. Die Welt neu zu machen. Die Welt kann das sein, als was du sie haben möchtest.

Du möchtest, dass die Welt liebevoll und freundlich ist. Dann musst du liebevoll und freundlich sein. Das ist die einzige Art und Weise, wie du einen wesentlichen Wandel in der Welt hervorbringen kannst. Darin liegt dein Beitrag. Auf diese Weise hebst du die Welt zu sich selbst empor.

Du hältst das erwachende Licht, nach dem die Welt so sehr lechzt. Und demnach scheinst du das Licht, und du scheinst es überall. Scheine es nur in etliche Stellen, und die Welt ist ungleichgewichtig. Ebendas ist bereits passiert. Und jetzt wird dein Licht alles im Universum segnen, nicht bloß ausgewählte Orte.

Wenn du dir ein Kleid nähst, achtest du auf alle Säume. Du verstärkst nicht die eine Stelle und eine andere nicht. Jeder Saum zählt. Jeder Stich zählt. Jeder Stich trägt zu dem Kleid als Gesamtem bei.

Von dort her, wo du bist, bist du der Dirigent der Welt. Wenn du ein Unternehmer bist, dirigiert du sie. Wenn du ein Beschäftigter bist, lenkst du sie. Wenn du Mutter oder Vater bist, leitest du sie. Wenn du das Kind bist, dirigierst du sie. Wenn du die Krankenschwester oder der Arzt bist, du dirigierst sie. Wenn du Patient bist, du dirigierst sie. Wenn du der Gefängniswärter bist, du dirigierst sie. Wenn du der Gefangene bist, du dirigierst sie. Du hast im Universum ein Sagen. Ob du nun laut oder leise sprichst, deine Stimme wird vernommen.

Was immer an Handlungen du aufnimmst, sie werden rund um die Welt vorangekündigt.

Du magst sagen: „Aber, Gott, ich bin nur eine einzige Person. Wie viel Gutes kann ich denn tun?“

Ich sage zu dir: „Alles Gute in der Welt.“

Du sagst zu Mir: „Aber, Gott, Gutes tun ist wie stromaufwärts schwimmen.“

Ich sage zu dir: „Ich sage dir nicht, hinauszugehen und die Welt zu ändern. Ich sage dir, dass du sie mittels deiner Gedanken und Taten leitest. Es liegt dir nicht an, den Lauf der Zeiten zu ändern. Genauso wenig liegt es dir an, mit ihr zu schwimmen. Es liegt dir nicht an, die Welt zu zensieren. Es liegt dir nicht an, ihr über den Kopf zu streicheln. Dein Wert liegt darin, sie empor zu heben, und du hebst sie mit Licht empor. Der Zustand der Dinge in der Welt mag dir nicht gefallen, richte deine Aufmerksamkeit allerdings höher. Was immer um dich herum vor sich geht, finde das Gute, und damit wirst du es vervielfältigen. Sei das Licht, das Ich dir gegeben habe, und scheine es. Mit jedem Atemzug, den du nimmst, sagst du der Welt jetzt etwas. Unweigerlich diktierst du es ihr. Bleibe nicht in der standardmäßigen Voreinstellung. Hebe deine Gedanken höher, hebe dein Herz hoch, und damit wirst du die Welt anheben. Nimm Mein Licht entgegen, und scheine es. Das ist nichts Neues, was Ich dir sage.

Du kannst die Welt dort belassen, wo sie ist, oder du kannst sie anheben. Sei dir heute des Scheinens deines Lichts bewusst.

Es gibt keine verborgenen Winkel. Es gibt keine Geheimnisse. Es gibt kein Davonkommen mit irgendwas. Alles ist bekannt, und alles befindet sich in einem Nachhall. Wende dich nun der Welt zu, so wie du dich Mir zuwenden würdest. Halle jetzt Mein Licht wider, sodass die Erde heute sich zum Himmel erhebt.“

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HEAVEN #698 – 17.9.2002 – In Concert

IN EINVERNEHMEN

Sobald dich Traurigkeit überkommt, warum auch immer, oder aus gar keinen Grund, sei darüber nicht traurig. Traurigkeit kommt und geht. Lasse sie kommen und lasse sie gehen. Du musst nicht so sein und nicht so. Du musst nicht dein Bild des Vollkommenen sein. Du kannst auch Traurigkeit empfinden. Sie wird vorübergehen und es der Freude erlauben, von neuem einzutreten. Erlaube es deiner Traurigkeit, ihren Lauf zu nehmen. Entbinde sie. Sie ist schlicht eines der vielen Dinge, die auf dir im Leben niedergehen. Du brauchst dir nicht allzu viel aus ihr zu machen.

Natürlich meine Ich nicht, dass du ihr nachgibst. Ein Augenblick der Traurigkeit kommt zum Vorschein, und du siehst ihr zu, wie sie geht. Du brauchst sie nicht mehr aus der Tür zu scheuchen, als du sie einzuladen brauchst zu bleiben. Die Traurigkeit kam also eine Weile zu dir herunter. Und jetzt, so wie der Regen, geht sie wieder. Sie kam nicht auf dein Geheiß. Du hast sie nicht erwartet. In derselben Weise kann sie wieder gehen. Sie wird gehen. Traurigkeit gehört im Grunde genommen nicht dir zu, egal, wie sehr du das meinst. Sie ist ein Zusatz. Sie ist ein Blatt, das fällt und dann wieder fortgeht.

Es sind im eigentlichen Gedanken der Traurigkeit, die bei dir anlangen. Es ist Nostalgie. Du bist Heimweh krank. Oder Heimatkrank. Es gab etwas, was du einmal hattest und jetzt nicht. Du hattest einmal eine Mutter und einen Vater und eine gewisse Position im Leben, was du nicht mehr länger hast, und du hast ein Empfinden, dass etwas fehlt. Selbstverständlich, du hast es nicht verfehlt. Du hattest es, aber jetzt bist du dessen ledig, einer anderen Zeit an einer anderen Stelle bar, die einst zu sein schien und jetzt nicht zu sein scheint. Du entsinnst dich nicht des Himmels oder, dass du ihn verlieren kannst, und dennoch sehnst du dich nach ihm gleichermaßen.

Was lehrt dich die Traurigkeit? Sie lehrt dich, nicht traurig zu sein. Sie lehrt dich, diesen Augenblick des Jetzt kostbar zu halten. Das ist ein frühreifer Augenblick, der vor deinen Augen in Erscheinung tritt und dann in einem Blinzeln entschwindet. Hier heute, ist dieser Augenblick des Jetzt in einer Minute vergangen. Ist dieser Augenblick von dir nicht wie ein Mensch, der sich als kostbar empfindet? Was immer du fühlen magst, ist nicht dieser Augenblick eine Köstlichkeit, die einen Schatz überragt? Ist nicht dieser Augenblick mehr, als was er jetzt soeben besagt?

Denke einfach, du verbringst jeden Augenblick mit Mir. Ich BIN. Ich entschwinde nicht. Ich trübe nicht ein. Ich kann nicht verloren gehen. Ich kann nicht vorübergehen. In jedem Augenblick der Existenz, durch dick und dünn, BIN Ich. Ich bin nicht schwer nachvollziehbar. Und ich bin keine Illusion. All das andere ist Illusion. All das andere ist ein Augenblick, wie er an den Himmel geschrieben ist. Und Ich bin mit dir, einerlei, was an den Himmel geschrieben ist. Unbesehen dessen, dieser Augenblick hält Mich. Wir sind löslich, du und Ich, und können nicht auseinandergenommen werden. Was kann Traurigkeit anderes sein, als eine Abirrung von Unserer Liebe, als ein Augenblick nicht bemerkten Glückes, schlicht ein geschäftiger Gedanke der Unterbrechung, ein ausgedachtes Zwischenspiel zwischen Unserem Gesang. Wir sind in Einvernehmen, Du und Ich. Es gibt nicht einen einzigen Augenblick der Trennung zwischen Uns, nicht einen einzigen, einzig, deine Gedanken sind weggewandert. Unsere Musik spielt die ganze Zeit, einzig du gerätst, mitunter, dann und wann, vielleicht für eine größere Strecke, in Ablenkung. Aber du bist von etwas abgelenkt. Du kannst nicht von nichts abgelenkt sein. Es gibt etwas, auf dem dein Geist liegt, damit du von ihm abgelenkt werden kannst. Selbstverständlich, du lenkst dich mit einer Vielzahl von Dingen von dir selbst ab.

Wir könnten sagen, dass Wir uns zusammen in einem Konzert befinden. Ein großes Orchester in einem herrlichen Saal. Jedes Instrument ist am Wirken. Jedoch hörst du, aus irgendeinem seltsamen Grund, lediglich die niedrigen Töne. Aus einem unerfindlichen Grund hörst du die hohen Töne nicht. Vielleicht erinnerst du etliche hohen Töne von vor langer Zeit, aber jetzt hörst du sie nicht, und demzufolge sagst du, das Orchester spiele sie nicht, es spiele nur Klagelieder, nur aneinander prallende Töne, und du spürst Bedauern um all die schöne Musik, die du nicht hörst.

Ich aber bin neben dir, und alle Töne, die die Morgendämmerung der Schöpfung vorangekündigt hat, sind nach wie vor am Singen. Pssst. Höre zu.

Wir sind eine gewöhnliche Veranstaltung.

Wir gehen zusammen in ein Konzert, und Wir sind das Orchester, was die Musik spielt. Wir sind jedes Instrument. Wir sind jede herrliche Note.

Derjenige, der der Musik zuhört, ist auch der Komponist von ihr. Derjenige, der die Musik komponiert hat, lauscht ihr auch. Töne werden gespielt. Sobald sie einmal gespielt sind, dauern sie an. Ein Ton wird gespielt, und er scheint zu entschwinden, und dennoch hört er zur selben Zeit nie auf. Er ist nicht zum Halten zu bringen. Er spielt immer.

Alles am Leben ist ein großes Orchester. Töne gehen im Zickzack hin und her. Viele Überkreuzungen.

Wenn die Musik als Ganzes gehört wird, ist sie prächtig. Es ist herrlich, wie jeder Ton schallt und sich harmonisiert und derart köstlich in die Musik hinein verschmilzt, dass du es schwer hast, ihn zu hören.

Die Musik des Universums ist ein schönes Netz, das die Welt in vollkommener Harmonie bewahrt.

Aus einem ursprünglichen Ton entspringen viele.

Der ursprüngliche Ton bewahrt alle anderen. In einem Atemzug sind sie innegehalten, oder freigesetzt. Alle Töne sind am Spielen. Wie Murmeln kannst du diejenigen, die du möchtest, herausholen.

Du musst dein Ohr nicht verschließen, um nur die höchsten Töne zu hören. Du brauchst nur auf sie zu lauschen, und die anderen entfallen. Sie sind ohnehin bloß der Nachhall des ursprünglichen Einen Tons, der entlang seines Weges etwas von sich selbst verloren zu haben scheint.

Vielleicht hat die Musik gedacht, sie könne ihre eigenen Töne erfinden, dass sie aus sich selbst heraus auftreten könne, dass sie ihre eigene Musik machen und aufgrund ihres eigenen Rechtes spektakulär sein könne. Und so wurden die Töne separiert, und dennoch, gleich, wie sehr sie abweichen könnten, waren sie nach wie vor Töne aus dem ursprünglichen Einen Ton.

Und auf diese Weise seid ihr Meine Musik. Was immer ihr an Aufgepepptem spielt, ihr seid Meine Musik. Damit annonciere Ich euch demnach der Welt. Ihr seid Meine Musik, die spielt. Ich möchte, dass man euch hört. Spielt euer Stück, und dann hört eine Weile dem Meinen zu, und seht, wie sie sich miteinander vermengen, wie sie füreinander gemacht, wie sie verbündet sind, was für ein schönes Einssein.

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HEAVEN #699 – 18.9.2002 – God’s Will for You

GOTTES WILLE FÜR DICH

Du befindest dich an der Schwelle von etwas Großem. Du bist auf dem Gipfel, und du denkst, du lehnst dich über einen Abgrund. Alles, was du zu tun hat, ist anstatt nach unten nach oben zu schauen. Der Sprung, vor dem du Angst hast ihn zu machen, ist überhaupt kein Sprung. Tatsache ist, die Größe, über der du schwebst, kommt zu dir. Sie ist bereits gekommen. Wo bist du gewesen? Du bist bereits empor gehoben und bist auf der anderen Seite. Es gibt keine andere Seite. Höre Mich.

Du befindest dich auf einer Mission von Gott. Deine Mission ist Gott-gemacht, nicht Menschen-gemacht. Der Mensch ist nicht dein Gott. Ich bin das. Doch das Leben in der Welt ist die Mission, auf der du dich befindest. Du bist kein Zuschauer, dennoch bist du unparteiisch. Du spielst eine Führungsrolle. Vielleicht erreichst du nicht die Torauslinie, aber die Rolle ist dein.

Es ist im eigentlichen keine Rolle, die du spielst. Du nimmst sie nicht als gegeben an. Sie ist die deine, bis du das jedoch wirklich erkennst, hast du sie wohl als gegeben anzunehmen. Du hast viele andere Dinge als gegeben angenommen. Du nimmst es als gegeben an, dass du auf der Erde bist, um die Herrlichkeit Gottes Fortbestand zu verleihen. Das mag dir wie eine gigantische Aufgabe erscheinen, aber das ist es überhaupt nicht. Du hast dich nicht zu der Gelegenheit aufzustellen. Du bist die Gelegenheit. Dazu wurdest du geboren. Das ist das, was du bist, ein Demonstrator, ein Veranschaulicher Gottes.

Das ist eine heilige Aufgabe, indes ist es überhaupt keine Aufgabe. Es ist schier du selbst sein. Ist das eine Aufgabe – Entzücken geben? Denkst du, Ich arbeite schwer? Denkst du, Ich ruhe Mich nie aus? Denkst du, Ich schufte? Ich tue nichts als der Gott sein, der Ich bin. Alles, was Ich zu tun hatte, war an dich denken, und dann tratst du hervor. Im eigentlichen hatte ich nicht an dich zu denken. Ich begehrte dich, und du kamst zum Vorschein. Ich hatte keine Blaupausen anzufertigen. Wie leicht ist es doch, Meine Arbeit zu tun! Sie ist keine Arbeit. Sie ist Mein Vergnügen. Wie leicht ist es dir doch, ebenfalls Mein Vergnügen zu tun!

Du tust Meinen Willen, nicht deiner eigenen Anstrengung halber, sondern Meines Willens halber. Mein Wille ist nichts Beschwerliches. Mein Wille und Meine Liebe sind ein und dasselbe. Durch die Liebe, die Ich in dich investierte, lebst du auf der Erde und bringst Mich zum Nachhall. Sei dir dessen bewusst. Das ist alles, was du zu tun hast. Bestrebe, dass du Meinen Willen als ein liebevolles Menschenseinswesen auf der Erde tust. Meinen Willen tun ist das liebevolle Menschenseinswesen, das du bist, sein, nicht dieser Meister der Verkleidung, der du deines Erachtens warst, nicht dieser Auferlegende, nicht dieser streithafte Advokat von was ich nicht wusste was, nicht dieser Entwaffner von Liebe, nicht dieser Meister der Illusionen, nicht dieser erlesene Verhehler der Wahrheit, nicht dieser fantasiereiche Nomade, der du deines Erachtens warst, nicht dieser Läufer zu wer weiß nicht wohin, nicht dieser Umgeher der Wahrheit, sondern Meinen Willen durch die Wahrheit sein tun, nichts als Meine Wahrheit sein, Mein Verkünder auf Erden sein, der Verkünder von Mir und Meiner Liebe. Dafür wurdest du hierher gesandt. Zu nichts anderem. Das ist alles, was du zu tun hast.

Alle Listen der Dinge, die du zu tun hast, sind beiläufig. Was du zu tun hast, ist, Meine Liebe zu erfüllen, Meinen Traum von dir, der kein Traum ist, zu erfüllen. Meine Träume sind keine Fantasie. Meine Träume werden Wirklichkeit. Und Ich träumte von dir als einem Zulieferer Meiner Liebe. Ich malte dich Mir aus – und tue das immer noch -, wie du die Tage des Lebens auf und ab gehst, wie du überall Meine Liebe verstreust, wie du Meine Liebe aufs Leichteste verstreust, wo immer du gehst, einerlei, wer sonst noch da ist, und einerlei, was sich sonst noch zuträgt. Erinnere dich Meiner Liebe und gib sie in aller Freude. Dafür stehen du und Meine Liebe.

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HEAVEN #700 – 19.9.2002 – The Story You Are In

DIE ERZÄHLUNG, IN DER DU DICH BEFINDEST

Du bist ein Samen, der sprosst. Und dennoch erwartest du von dir selbst, dass du jetzt soeben voll ausgewachsen bist. Was deine Evolution anbelangt, bist du ungeduldig. Aber du kannst dich nicht entwickeln ohne Entwickeln. Du bist nicht des Endresultates halber hier. Du bist nicht hier auf der Erde, um so rasch wie du kannst zu Ende zu kommen. Das Leben ist keine Tortilla, die du rasch umwendest, zusammenfaltest und dann ab damit.

Möchtest du dir das Leben als ein Vergnügen vorstellen?

Befindest du dich nicht inmitten einer Erzählung, wo die ganze Zeit mehr passiert und wo du aus jedem Augenblick mehr herausfindest? Du kennst die Auflösung nicht. Was muss die Auflösung mit dir zu tun haben? Deswegen bist du nicht hier. Das Ende ist ohnehin nur ein weiteres Blatt. Du bist über die Seite hinaus.

Gräbst du in deinem Leben nicht nach Gold? Auch dann, wenn du Gold findest, bist du damit nicht durch. Du drehst das Gold und dich selbst immer wieder in dem Licht herum, sodass neue Facetten zum Vorschein kommen.

Du, der du unveränderbar bist, änderst dich direkt vor deinen eigenen Augen.

Du bist wie ein Brotteig, und das Leben ist die Hände, die dich kneten.

Du wirst immer und immer wieder übergewälzt.

Du bist Ton, der geformt wird, und gleichwohl formst du dich selbst.
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Das Leben von dir ist dein.

Zu der einen Zeit bist du in einem Kriminalroman. Zu einer anderen Zeit in einer Liebesgeschichte. Zu einer anderen Zeit in einer Kriegsgeschichte. Zu einer anderen Zeit in einer Reisebeschreibung. Ein andermal in einem Gedicht. Und das Ganze wieder zurück. Und du bist Du, veränderbar zur selben Zeit, wann du unveränderlich bist. Die Tatsache von dir ist ewig. Das Verhalten von dir ist hüh und hott.

Das Leben ist etwas Laufendes. Und du bist laufend in ihm.

Wirst du das Leben kostbar behalten? Das deine und dasjenige Anderer? Wirst du diesen gesamten Prozess der Entdeckung kostbar behalten? Wirst du aus ihm lernen und mittels deiner Gegenwart lehren?

Dieses Ding namens Leben. Es ist großzügig. Es ist ein Bienenkorb voller Aktivität und es ist eine Nabe der Stille. Du kannst nicht so recht mit ihm gleichziehen. Es ist immerzu vor dir, diese Sache namens Leben. Auch dann wenn du dich inmitten von ihm befindest, du bist ein Beobachter. Ja, du bist der Schauspieler und das Publikum. Es gibt nichts, was du nicht bist, und dennoch liegen neue Gefilde vor dir.

Du und das Leben sind köstlich, und Mir köstlich. Ich begründete dich, und du bist der Apfel Meines Auges. Du bist mein Namensvetter.

Und du bist ein Jäger und ein Hamsterer. Du schaust dich nach mehr um, unterdessen du das Mehr bist.

Was Ich an Prämien gewähre, gab Ich dir, unterdessen Ich dir die Erde gab, um darin zu spielen. Ich gab sie dir nicht, um dir darin Sorgen zu machen. Aus einem Spielplatz ist sie zu einem Schlachtplatz geworden, und du ein Kämpfer in ihr. Du hast das Gefühl, du ringst jeden Tag um etwas. Sei nunmehr ein Unkämpfer. Sei ein Frieden-Geber. Friede ist ein natürlicher Zustand, aber das bedeutet nicht, du stehst still.

Zerteile deine Energie nicht. Lasse sie ausströmen. Wuchere nicht, dich teilend, mit deiner Energie aus. Bewahre sie, während du sie ausstrahlst. Oder gib sie Mir zurück. Mir, Dem Einen, Der dich verjüngt.

Du hast entweder aus dem Leben zu viel gemacht oder nicht genug. Ich sage dies mit großer Liebe für dich, für dich, der das Gefühl hat, er befinde sich in der Wildnis.

Du hast mehr an Leben, um in es einzutreten.

Sei das Zentrum des Strudels. Die Peripherie und das Zentrum sind ein und dasselbe, aber das eine ist weit weggeschleudert und das andere dreht sich herum, dort wo es ist, niemals aus sich selbst heraus, niemals weit weg.

Ich sage dir, dass dieses Leben, an dem du so oft verzweifelst, dir ein kolossales Geschenk ist. Es ist eine Prämie. Es ist eine Entlohnung für dich. Und du bist eine Entlohnung für das Leben.

Betritt diesen Tag mit einer großen Vorfreude, denn Ich gebe dir heute einen neuen Tag.

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HEAVEN #701 – 20.9.2002 – The Fallibility of Events

DIE FEHLBARKEIT DER EREIGNISSE

Wenn es immer in deinem besten Interesse läge, alles so zu haben, wie du es möchtest, wäre es dasjenige, was du hättest. Wonach es auch immer aussieht, das Unpassende, das dich heimsucht, ist nicht dein Niedergang. Hättest du Meine Sicht, würdest du das erkennen. Aber du hast nicht Meine Sicht. Du hast die deine. Manchmal bricht dir dein Herz angesichts dessen, was über dich hereinkommt. Im eigentlichen ist es deine Anhaftung, die zerbricht.

Auch dann wenn du bejahen könntest, dass das Gute, einerlei wie verhüllt es in Erscheinung treten mag, von was auch immer geschieht herstammen kann, könntest du es nach wie vor noch nicht lieben. Du würdest etwas anderem den Vorzug geben.

Zunächst einmal, bei Meinen schönen Kindern ist eine Neigung zu verzeichnen, sich von dem Wandel abzuwenden, insbesondere von dem Wandel, der nicht von ihnen selbst gemacht ist. Oder der nicht ihrem Bestreben entstammt, ihm überhaupt noch nicht entstammt. Ihr würdet lieber den Wandel oder einen bestimmten Wandel aufschieben, während ihr euch Zeit nehmt, um darüber nachzudenken. Zuweilen allerdings hat eine Handlung vonstatten zu gehen. Zuweilen braucht ihr einen Stups oder einen Schubs oder einen Stoß, und ihr schnallt es. Ist das nicht so?

Aus bekannten und unbekannten Gründen – etwas erreicht euch, oder ihr erreicht etwas.

Es mag sein, es wurde euch viele Male zuvor angeboten, ihr habt es nicht beachtet, und dann eines Tages, rückt es direkt vor euch ein. Das Leben pfercht euch manchmal ein.

Beim Zurückschauen könnt ihr gelegentlich die Fäden in eurem Leben verfolgen, die zu einemletztlichen Guten zusammen geknüpft sind. Manchmal könnt ihr es im Leben von Anderen sehen, und nicht in eurem eigenen. Und manchmal, ohne eure Einbildungskraft besonders zu dehnen, könnt ihr es sehen. Es gibt Dinge im Menschlichen Leben, die dem Verstehen trotzen. In Menschlichen Begriffen gibt es für sie keine zufriedenstellende Erklärung. Es gibt einfach keine.

Es ist leicht, die schönen Vorkommnisse zu bejahen, die das Verstehen übersteigen. Ihr bejaht sie bereitwillig genug. Ungewünscht kommt euch etwas Wunderbares zu, und ihr hat nichts dagegen, dass ihr nicht wisst, mit welchem Verdienst ihr es erworben oder wie ihr es verdient habt oder ob das der Fall war. Ihr habt dieses Befragen beiseite gelegt. Ihr seid mit Segnungen, die euch zukommen, überhäuft, und ihr hebt sie bereitwillig auf. So wie ihr es solltet. So wie ihr es solltet.

Wenn allerdings etwas erfolgt, was euch nicht schön erscheint, stellt ihr es nachträglich und in Zukunft infrage. Ihr fechtet es an. Ihr müht euch mit ihm ab. Euer Widerstand ist der eigentliche Kampf. Die Gegnerschaft liegt in eurem Widersetzen. Etwas ist geschehen, und ihr versagt euch ihm. Es ist bereits geschehen, und ihr protestiert. In jedem Falle bekämpft ihr die Vergangenheit.

Ihr habt zu wissen, dass ihr aufgrund etwas, was passiert, nicht weniger geliebt seid. Ebenso nicht mehr geliebt. Ihr seid geliebt. Ihr seid Meine Geliebte. Was ihr als Unglück anseht, hat eine Unterseite an sich. Der Tod hat, nicht anders als das Leben, seine eigene Wohltätigkeit. Glück und Unglück scheinen beide mit dem einher zu kommen, was ihr einen Preis nennt. Bei dem Glück nennt ihr es Belohnung. Bei dem Unglück nennt ihr es Bestrafung. Ihr kennt nicht immerzu den Unterschied, Meine Geliebten.

Ihr könnt das Verstehen von Leiden im Leben nicht in euch aufnehmen. So einfach ist das nicht. Ich möchte euch nicht sagen, dass Leiden etwas Gutes ist. Ich möchte euch nicht sagen, dass Ungerechtigkeit gut ist. Ich möchte euch nicht sagen, dass Hunger gut ist.

Ich möchte euch allerdings sagen, dass alles für etwas ist. Alles dient einem Zweck, der über die Sache hinausgeht. Ihr seid, wo ihr seid, nicht als ein Resultat, sondern für einen Zweck. Denkt nicht so sehr über Belohnung und Bestrafung nach, sondern an den Zweck. Belohnung und Bestrafung sind Ansammlungen der Vergangenheit. Zweck liegt in der Gegenwart. Du bist aus einem Zweck, wo du bist. Welcher ist es?

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HEAVEN #702 – 21.9.2002 – The Changing Seasons

DIE WECHSELNDEN JAHRESZEITEN

Macht Mich nicht zu einem Grund. Macht Mich nicht zu einer Entschuldigung. Macht aus Mir, was ihr wollt, aber macht aus Mir keine Erklärung dafür, was ihr tut. Benutzt Mich nicht, um etwas zu beweisen.

Es ist besser, eure Liebe für Mich oder die Liebe eines Anderen für Mich nicht zu messen. Es ist besser, nicht anzuheben, eure Liebe für Mich zu beweisen oder zu beweisen, dass die Liebe eines Anderen nicht existiert.

In Meinem Namen gab es Kriege, und es gab Selbstmorde und Unbarmherzigkeit, alles um individuelle Lehenspflicht und Rechtschaffenheit zu erweisen, und angeblich die Meine.

Denke nie, dass du Mich mehr liebst, als es ein anderer tut. Es mag sein, du tust das bewussterweise, aber es liegt dir nicht an, das in Betracht zu nehmen. Deine Liebe für mich ist nicht die deine, um sie in Besitz zu nehmen. Sie ist ein Geschenk, was dir überreicht ist, nicht um darauf stolz zu sein, sondern um es zu verbreiten.

Alle erhalten Meine Liebe gleich. Meine Liebe kennt keine Grenzen, bestimmt nicht jene Grenzen, die durch die Welt aufgestellt werden. Keiner bedeutet Mir mehr als ein anderer. Etliche haben mehr Gewahrsein Meiner Liebe, jedoch ist Meine Liebe kein Kuchen, den du aufschneidest, wobei einige ein größeres Stück und einige ein kleineres bekommen. Auf jeden Fall seid ihr weder das Messinstrument noch der Ablesende des Messinstruments.

Liebt Mich aus ganzem Herzen, und ihr werdet in eurem Herzen keinen Raum haben, um einen Anderen zu messen.

Wenn die Jahreszeiten wechseln, nehmt ihr das nicht persönlich. Ihr denkt nicht, ihr habt den Winter oder den Frühling veranlasst, ihr denkt nicht, sie sind eine Belohnung und eine Bestrafung, die ihr hervorgebracht oder die ihr euch zugezogen habt, sodass ihr dabei eine Lektion erhaltet. Ganz gewiss, ihr könnt aus den Jahreszeiten lernen, aber sie sind vor euch weder als eine Falle noch als eine Medaille gesetzt.

Wenn der Winter kommt, kannst du über ihn grummeln, jedoch nimmst du deine Stiefel, deinen Hut, einen warmen Mantel und einen Schal heraus. Du gehst mit ihm einher, Seite an Seite. Der Winter nimmt seinen Lauf, und du lebst dein Leben nicht im Winter wie im Frühling. Du bist vom Winter getrennt. Er ist kein Angriff auf dich. Er ist etwas, was kommt, und etwas, was geht.

Wenn das Frühjahr und der Sommer kommen, bist du immer noch du, du siehst jetzt die Welt in Blüte und du kannst deinen Mantel und deinen Hut fortpacken. Du koexistierst mit den Jahreszeiten. Jahreszeiten sind Jahreszeiten, und du bist Du.

Wenn allerdings andere Gegebenheiten über dich kommen, nimmst du sie persönlich. Du kämpfst links und rechts mit ihnen. Du erhebst Einwände gegen sie. Sie sollten nie passiert sein.

Bitte denke nie daran, dass die Ereignisse im Leben mehr spezifisch auf dich zielen, als es die Jahreszeiten tun. Sobald gewisse Vorkommnisse scheinbar spezifisch auf dich gerichtet sind, so mindere deren Einwirkung, indem du mit ihnen einhergehst, bis sie sich von dir fortwenden. Im großen Bild, euch ist nichts persönlich, ihr Lieben.

Ihr seid weder Sieger noch Opfer.

Ihr seid ein zitterndes Menschenseinswesen, das erlebt, was das Leben bringt, und was ihr ihm bringt.

Öffne die Tür deines Herzens, egal zu welcher Jahreszeit.

Was kannst du heute willkommen heißen, was du zuvor nicht willkommen geheißen hast? Wen kannst du willkommen heißen? Was kannst du in deinem Leben fördern, was du gestern nicht gefördert hast? Wo kannst du hüpfen, wo du gestern gestolpert bist? Welche Herrlichkeit kannst du einem anderen Herzen geben und damit deinem eigenen? Welche Straße zu deinem Herzen oder zu demjenigen eines Anderen wirst du heute auftun? Was wirst du heute aus Mir und der Welt machen? Welchen Schatz der Liebe wirst du enthüllen, und welchen Schatz wirst du finden?

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HEAVEN #703 – 22.9.2002 – God Says

GOTT SAGT

Obschon Ich hier in allgemeinen Bezügen rede, werde Ich spezifisch zu dir. Wenn du dies liest, spreche Ich zu dir. Wenn du dies hörst, spreche Ich zu dir. Ihr seid alle derart intim miteinander und mit Mir verbunden. Meine Worte werden einen Akkord in euch anschlagen, und ihr werdet durch etwas, was Ich sage, berührt.

An jedem Tag sage Ich das gleiche. Ich sage, die Liebe zu sein, die ihr seid. Ich sage, Meine Liebe zu sein. Ich sage, Wir sind Eins, und du und Ich sind nie isoliert. Wir sind ein Teil von allem in der bekannten und so genannten unbekannten Existenz. Wir sind ein Teil und Wir sind die Summe und die Gesamtsumme. Wir sind Teil der Welt und Wir sind alle der Ewigkeit. Wir begegnen uns alle auf einmal. Wir begegnen uns jetzt soeben und für immer. Wie schön sind Wir in Unserer Gesamtheit!

Was sonst sage Ich euch immer?

Ich sage euch, eurem Herz zu folgen. Das ist nicht immer die bequeme oder die leichte Art. Aber es ist der einzige Weg – eurem Herzen der Herzen folgen, was tief in euch das Meine ist. Eurem Herzen folgen, wie Ich es gesagt habe, ist nicht eure Räder drehen oder dieser oder jener Laune folgen. Eurem Herzen folgen ist nicht immer zu eurem Vergnügen, weil eurem Herzen folgen nicht immer das darstellt, was die Welt von euch erbittet. Ihr folgt einem größeren Herzen als eurem eigenen. Ihr folgt der Wahrheit Meines Herzens in euch. Es ist nicht eurem Herzen folgen, etwas zu tun, was eurem Empfinden nach falsch ist. Gleich, welche Ehre eine Handlung begleitet, Ehre, die weniger als die Wahrheit eures Herzens darstellt, ein zu großer Preis wird dafür erhoben. Ihr braucht die Ehre der Welt nicht, um glorreich zu sein. Alleine die Wahrheit braucht ihr dazu.

Ich sage euch, zueinander freundlich zu sein, denn alles hat seinen Wert. Es hat eine Menge wert. Wenn du in deinem Herzen für einen Anderen keine Liebe fühlen kannst, kannst du immer noch sanft sein und Freundlichkeit bieten. Deine Freundlichkeit hat nicht bemerkt zu werden. Sie muss schlicht gegeben werden.

Denke nicht, dass du besser als ein anderer bist, auch dann, wenn du jemandem Freundlichkeit gibst, der nicht freundlich zu dir war. Sofern du ein größeres Gewahrsein hast, hast du ein größeres Gewahrsein. Das bedeutet nicht, du bist besser. Das bedeutet, du hast mehr Glück. Das bedeutet, du hast mehr Glück, als du es ein anderes Mal hattest. Meine Segnungen gehen an alle gleich hinaus. Etliche sind dazu in der Lage, Meine Segnungen leichter als ein Anderer aufzunehmen. Wenn du das bist, ist das dein gutes Glück. Andere haben das ihre zu ihrer Zeit. Du bist gleichwertig. Du bist nicht mächtiger als ein Anderer. Du wirst wohl mehr zur Kenntnis nehmen.

Du übervorteilst einen Anderen nicht, weil das dich betrügen ist. Du betrügst dich um die Gelegenheit, das zu tun, was du deinem Herzen nach als das richtige empfindest. Das Leben ist nicht etwas, das heimlich rundherum weitergereicht wird. Das Leben liegt offen da, und es ist zum Nehmen da, nicht zum Verstecken.

An jedem Tag sage Ich euch, dass ihr eine Menge wert seid, viel mehr als ihr denkt, viel mehr als ihr erkennt. Das ist das Mysterium des Lebens, dass derjenige, der derart beschenkt ist, seine Geschenke nicht anerkennt und der Welt deren Nutzern nicht zur Verfügung stellt, dass derjenige, der derart beschenkt ist wie ihr, seine Geschenke verleugnen möchte. Nimm deine Geschenke zur Kenntnis, indem du sie gibst. Dann sind sie vor dir, und du kannst sie sehen. Alles was du tun sollst, ist, die Geschenke weiterzureichen, die von Mir zu dir gelangt sind. Du bist kein Schmuggler Meiner Geschenke. Du bist ein aufrechter Geber von ihnen.

Und woran sonst kannst du dich erinnern, was Ich dir jeden Tag sage?

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HEAVEN #704 – 23.9.2002 – God Raises You

GOTT HEBT DICH HOCH

Dir wurde die Welt auf einem goldenen Teller angedient.

Dir wurde alles gegeben, dir wurde nichts versagt. Jedoch siehst du das jetzt so.

Du wirst vielleicht sehen, dass dir in deiner Kindheit etliches vorenthalten worden sei, und jetzt enthältst du dir nach wie vor selbst etwas vor, mit der nacherzählten Geschichte davon. Hinfort, Vergangenheit.

An jedem Tag startet jeder gleich. Mache dir nichts aus den angeblichen Ungleichheiten. Sie sind Hemmnisse, die du dir machst. Der gleiche Tag ist dir gegeben, wie er einem anderen gegeben ist. Die Frage lautet nicht, was dir kredenzt wird. Die Frage lautet, was du anschaust, und was du entgegennehmen möchtest.

Lasse dir das Leben heute nicht vor dir entgehen, indem du nach etwas anderem die Hand ausstreckst, indem du auf etwas anderes wartest oder es anforderst, und in der Zwischenzeit ziehst du aus der Gegenwart für dich selbst keinen Nutzen. Was geschieht, geschieht, und es liegt nicht dir an, mit dem, was kommt, zufrieden gestellt oder nicht zufrieden gestellt zu sein, vielmehr, von dort aus weiter zu gehen. Was kommt, kommt, und es liegt dir an, damit voranzukommen.

Stampfst du mit deinem Fuß auf das Leben? Schlägst du nach ihm? Schmollst du? Behandelst du es wie eine Rechnung, die du dich weigerst zu öffnen? Vergräbst du es? Ignorierst du es? Ziehst du deine Schultern bei ihm hoch? Machst du es zu einem Witz? Trödelst du mit ihm herum? Mäanderst du durch es hindurch? Nimmst du es am Kragen und schüttelst du es? Gehst du durch es hindurch? Lässt du dich auf es ein? Freundest du dich mit ihm an? Lachst und weinst du bei ihm? Hältst du dich an es? Leuchtest du etliche Ecken aus? Lässt es im Stich? Vergisst du es? Heißt du es links und rechts willkommen? Machst du Seilspringen mit ihm? Tollst du durch es hindurch? Tauchst du in es ein? Bietest du dem Leben die Stirn? Macht es viel oder wenig aus dir? Bestürzt es dich? Hebt es dich hoch? Konditioniert es dich? Beherrscht es dich? Weichst du von ihm ab? Machst du im Leben deinen eigenen Weg, oder gehst du den Weg eines Anderen? Verspottest du das Leben? Verachtest du es? Gibst du ihm nach? Schlägst du es durch und durch? Bekämpfst du es? Vermeidest du es? Bedrängst du es? Grüßt du es? Streichst du ihm über die Schulter und sagst du Hallo zu ihm? Befehligst du es herum? Beirrst du es? Entwirrst du es? Denkst du zu viel über es nach? Nimmst du an ihm teil? Was tust du mit dem Leben?

Du hast es vielfach so gesehen, dass das Leben dich behandelt. Sieh es nun so, wie du mit dem Leben umgehst.

Das Leben und du gehen Seite an Seite, und manchmal tragt ihr beide zu verschiedenen Zeiten verschiedene Gewänder. Aber es ist das Leben, und es bist du, Seite an Seite. Ohne das Leben gehst du nirgendwohin.

Und dann bin da Ich, und Ich leiste dir ebenfalls Gesellschaft, stille Gesellschaft. Mitunter scheint es so, dass du Mich mit dem Leben durcheinanderbringst. Ganz bestimmt hältst du Mich für das Leben verantwortlich. Das Leben aber ist auch dein Gang. Ich kann es nicht für dich gehen. Ich kann nicht jedes Gestrüpp vor dir aufheben. Nicht einmal jeden Baumstamm, der umfällt. Denn du bist dabei zu lernen, im Leben zu gehen.

Doch wisse folgendes: Was auch immer sich in deinem Leben zuträgt, du fällst nicht. Was auch immer du denken magst, das ist eine Unmöglichkeit. Du kannst stolpern. Du kannst kippen. Aber du kannst nicht fallen. Es gibt keinen Ort um zu fallen, mit Ausnahme in Meine Arme, und das ist ganz und gar kein Fallen. Das ist ein Aufstieg.

Meine Kinder sind in dieser Welt verdutzt. Sie machen zu viel aus ihr, während sie zur gleichen Zeit zu wenig aus ihr machen, oder sie machen aus einigen Dingen zu viel und nicht genug aus anderen. Macht mehr aus euch selbst und mehr aus Mir. Erhebt euch mit jedem Schritt im Leben zu Mir. Ich strecke Meine Hand aus.

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HEAVEN #705 – 24.9.2002 – Ride a Wild Horse

REITE EIN WILDES PFERD

In der Welt ist das Leben unvorhersagbar. Es flitzt hin und her. Es bleibt nicht stehen. Es ist ein Nachtflug. Es ist ein Nichtsnutz. Es läuft wie beim mit dem Hintern fliegen. Es ist ein Impromptu. Ein ad libitum. Es ist Umlageverfahren. Es ist Improvisation.

Und dennoch, unter alledem verläuft ein Strom, der seinen Weg vorantreibt, voll der Kenntnis, der Gewissheit und des Zweckes, ohne irrige Wendungen. Der Strom folgt seinem Flussbett. Der Strom und das Flussbett stehen so miteinander in Beziehung. Der zweckvolle Lauf des Stromes ist dir unsichtbar. Auch dann wenn du denkst, du kennst es, was vor sich geht, ist das womöglich nicht der Fall.

Und so versuchst du, das Leben anzuweisen, die Zügel zu übernehmen, und es zu steuern, wie du es passend siehst. Aber du weißt nicht, dass du sozusagen die Zügel eines weggelaufenen Pferdes in der Hand hast, und dass dein Festhalten der Zügel unnütz ist, einfach bloß Form, einfach ein Bild. Das Pferd des Lebens steuert dich. Dennoch bist du es, der das Pferd reitet. Das Pferd wird dich dort hinnehmen, wohin es geht. Du kennst nicht in aller Gänze die Bestimmung, aber oh, wie du reitest! Ah, das macht dein Leben aus.

Deine Absicht, dein Bestreben, sie sind eine machtvolle Kraft im Leben. Mit der Kraft einer Vision kannst du das Pferd dazu bewegen, sich zu beruhigen und den Ritt leicht zu nehmen oder die Richtung zu wechseln. Du kannst nicht gegen das Pferd ankämpfen, denn es wird nie müde, du aber. Das Pferd indes ist nie reiterlos, verstehst du?

Es ist nicht ein Widerstand gegenüber dem Pferd, der es befriedet. Dein Widerstand macht das Pferd nicht mürbe. Er nutzt sich ab. Deswegen ringst du nicht mit dem Pferd. Du reitest es. Es ist dein Ritt, und du bist der Reiter. Reite ungesattelt.

Das Pferd, auf dem du reitest, ist kein Karussell-Pferd, das nur auf die eine, auf keine andere Weise gehen kann. Auch ist es kein Eisernes Pferd, das eingeschränkte Spuren aufweist, denen man folgen kann. Das Pferd, auf dem du reitest, ist nie willfährig. Es wird nie zahm, und dennoch geht es manchmal auf die friedvolle Weise daher, die du möchtest.

Es ist unbestreitbar, dass das Pferd des Lebens dich überraschen wird. Es ist voller Überraschungen. Doch das weißt du bereits. Du brauchst nicht abgeworfen zu werden. Du bist derjenige, der das Pferd auf dem hügeligen Terrain und auf den Ebenen und in den Städten und Großstädten reitet. Du kannst nie von dem Pferd herunterkommen. Auch dann wenn du schläfst, bist du auf ihm. Reite es also. Du bist der Reiter.

Ob du wach bist oder schläfst, Ich führe dein Pferd. Dieses eigensinnige Pferd ist darauf aus, Meinen Willen zu tun so wie du. Ihr habt das gemeinsam. Ihr seid Waffenbrüder. Das Pferd rennt eigentlich nicht weg. Es schaut sich nach seiner Richtung um, die ihm festgelegt wird. Es folgt den Sternen, denen du folgst. Auf die eine oder andere Weise – es geht auf dich ein. Wie du, befindet es sich nicht in Isolierung, demnach wirken alle anderen Reiter auf es ein. Vielleicht hast du die Sterne fehl gedeutet. Vielleicht bist du in deiner Benommenheit auf dem schnell reitenden Pferd bloß dem Reiter vor oder neben dir gefolgt, oder du bist von denen hinter dir voran geschoben worden.

Vielleicht hast du nicht einmal gewusst, das du ein Vorreiter bist. Vielleicht hast du nicht gewusst, was du deinem Pferd zuflüsterst. Vielleicht hast du nicht gewusst, wie du es zu größeren Feldern der Ehre drängen kannst. Vielleicht hast du nicht gewusst, wie es zu füttern ist. Vielleicht hast du nicht gewusst, wie du dein Herz unversehrt halten kannst. Vielleicht hast du deinen Hut verloren.

Folgendes allerdings möchte Ich dir sagen. Deinen Weg kannst du nie verlieren. Dein Weg wird gefunden werden. Wie auch immer das Pferd, auf dem du reitest, aussieht, du kannst es nach Zuhause reiten.

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HEAVEN #706 – 25.9.2002 – Beyond Ego

JENSEITS DES EGO

Es ist nicht immer leicht zu unterscheiden, wann das Ego, oder wann dein Selbst redet. Die meiste Zeit, das muss Ich bekennen, ist es dein Ego, was entmutigt wird. Es zerbricht sich den Kopf. Vielleicht hat es dein Ego nötig, vernachlässigt zu werden. Vieles an deinem Menschlichen Belang kreist um das Ego. Hinauf oder herunter. Das Ego ist eine gleitende Skala.

Nun kannst du die alten Kleider des Ego hinter dir lassen.

Von welchem Wert ist dir das Ego, mit Ausnahme, dass es dich an die Wahrheit erinnert. Das Ego ist ein schwacher Ersatz für das Licht, das du ausstrahlst. Wer braucht das Ego, sobald er die wahre Identität innehat?

Lasse das Ego am Wegesrand fallen. Lache über es. Es lacht über dich. Das Ego ist Glanz und Gloria. Es trägt ein Kostüm, das dir nicht geziemt. Es kommt in einem Aufzug eines Clowns daher.

Und dennoch ist es leicht, dass man denkt, das Ego sei wichtig, sei dir und der Welt wichtig. Die Belohnungen, die das Ego als Verdienst einfährt, pumpen dich bloß eine Weile auf, oder sie zerschmettern dich eine Weile. Es gibt etwas, was das Ego in seine rechte Größe zurechtstutzt. Das Ego versucht, das Licht rücksichtslos an sich zu reißen. Die Wahrheit braucht das nicht, denn sie ist das Licht.

Hinter der Vergoldung des Egos liegt das Gold von dir.

Und dieses Gold ist, was Wir hier ausgraben, denn es ist dein Glück, und das Meinige.

Es gibt nichts für dich zu zeigen. Wir sprechen nicht über Show. Manifestation ist keine Show. Die Wahrheit ist keine Show. Sie ist keine Produktion. Sie ist schlicht Seienshaftigkeit ohne Fanfaren. Das Ego ist der Trommelwirbel. Die Wahrheit ist der König und die Königin, deren Ankunft bevorsteht. Es gibt keinen, der nicht König oder Königin ist. Kleider machen das nicht. Verhalten macht das nicht. Titel machen das nicht. Der Applaus oder die Reverenz, die einem schlichten Kind von Mir überkommen, macht es nicht dazu. Die Wahrheit macht es dazu.

Die Heiligen Drei Könige erklärten es dazu.

Und Ich erkläre es.

Alle die eintreten, sind der König oder die Königin oder der Prinz und die Prinzessin. Ein jeder von euch ist aus königlichem Standard. Die Welt möchte es euch anders erzählen, aber was weiß die Welt?

Du weißt es jetzt aber, und jetzt kannst du dich von all den Bemühungen, um die du dich scharst, entspannen. Könige und Königinnen sorgen sich nicht um die Einzelheiten. Sie halten ihre Augen hoch. Und das eben ist heute deine Aufgabe.

Lasse deine Sicht höher gehen. Das ist weder Egoismus noch Uneigennützigkeit. Es ist tiefer und vielleicht weiter sehen. Und das ist alles, was du zu tun brauchst. Hochschauen. Könige und Königinnen schauen hoch. Sie schauen nicht auf ihre Füße. Und sie beugen sich nicht zu jedem Menschen. Reverenz bezieht sich auf eine höhere Ordnung als auf die Aufteilungen der Welt.

Um des Himmels willen, du bist Mein Namensvetter. Ich habe dir nicht umsonst den Namen gegeben. Tilge die Ausflucht, unter der du gelebt hast, und erhebe dich zu deinem Erbe. Es ist so etwas Kleines, um deine Rechte und Privilegien in Anspruch zu nehmen. Es braucht überhaupt nichts. Das Ego ist bloß hereinmarschiert und hat dir etwas anderes gesagt.

Das Ego ist überfrachtet mit Problemen und schiebt sie verschmitzt in dein Gewahrsein, und du denkst, die Probleme gehörten zu dir. Denke einen Augenblick lang, wie groß der Anteil an deinem Leben ist, den das Ego eingenommen hat, und wie viel es doch eingedrungen ist. Es ist nichts als ein Eindringling, und es hat keine Scham. Es macht kein Federlesens. Das Ego ist eine Schnellreparatur, ein Schmerzmittel, das einen eingebauten Alarm besitzt, eingestellt um ausgelöst zu werden, vorherbestimmt um auszurasten und um dich mit dem Fragen und dem Wundern zu hinterlassen. Oder um dich beim Vergessen zu belassen.

Vergiss nun das Ego. Es ist all seine Beachtung nicht wert. Du bist die Beachtung wert.

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HEAVEN #707 – 26.9.2002 – Listen with Your Heart

HÖRE MIT DEINEM HERZEN

Sofern Kommunikation zweiwegig ist, ist sie Liebe. Zuhören ist Liebe. Verstehen ist Liebe. Sogar Streiten kann Liebe sein. Du weißt das. Hinter dem Rauch und der Wut gibt es Liebe, die versucht, gehört zu werden. Lausche.

Ich bin nicht der Einzige, dem die Menschen nicht genug zuhören. Sie hören dir ebenso wenig zu. Doch das ist nicht dein Belang. Dein Absehen ist es, wie du zuhörst. Du kannst die Welt mittels deines Zuhörens in einen ganz neuen Schritt versetzen.

Ein Zuhörer ist ein seltenes Wunder. Zuhören ist eine große Gabe. Ein Zuhörer ist ein Geber.

Es ist höflich, zuzuhören, indes ist es mehr als eine Liebenswürdigkeit. Die Kunst des Zuhörens legt für Andere einen Teppich aus, auf dem sie gehen können. Es ist ein allerhöchstes Angebot.

Gesegnet seien Jene, die zuhören, denn sie sind der Unterspann des Lebens.

Du weißt von jetzt an, dass es dein Herz ist, mit dem du zuhörst. Die Wörter sind eines, das Herz aber, ah, das Herz, ist etwas anderes. Es ist das Herz, bei dem du dein Ohr anlegst.

Jemand wird etwa durch dein Zuhören sein eigenes Herz entdecken. Dein Zuhören ruft das Öffnen des Herzens hervor, des deinen und desjenigen des Anderen.

Ich bin der Einzige, dem du dein Herz voll und ganz zu deinem eigenen Vorteil übergibst. Ich habe aus deinem Zuhören nichts zu gewinnen – ausgenommen dich. Natürlich bist du derjenige, was Ich möchte. Ich möchte dich sehr, sehr gern. Multipliziere mit einem ganzen Universum das, wie sehr du mich möchtest, und du hast eine Ahnung von einem Tautropfen Meines Bestrebens für dich, Meine Liebe zu erkennen.

Zur selben Zeit bin Ich aufs Äußerste anerkennend, so du Mir zuhörst, denn dann kann Ich aufatmen und weiß, dass Ich auf dich zählen kann. So ist es auch von Meinem Nutzen, dass du das Flüstern Meiner Liebe hörst. Höre es über all dem Lärm und Getöse, und Wir sind zusammen glücklich.

Zuhören bedeutet nicht gehorchen. Es bedeutet ein Empfänger sein.

Jeder und alles sagt etwas zu dir. Jedoch was? Jedoch was sollst du lernen? Und was wirst du zuhören? Du möchtest nicht deine ganze Zeit damit verbringen, der Wiederholung deiner selbst zuzuhören. Deine Weisheit reicht nur so und so weit.

Also lausche Meiner Weisheit, sodass du mehr Weisheit erlangst. Lausche der Meinen, sodass du dich in der Freude der Liebe überschlägst.

Lausche jetzt Meiner Stimme.

Ich sage, Zuhören ist das gleiche wie willkommen heißen. Und wer auf der Welt braucht nicht mehr, willkommen geheißen zu werden? Niemand hat davon zu viel, ganz zu schweigen von genug.

Dein Wachstum entstammt deinem Zuhören. Nicht deinem Reden. Höre laut zu. Lasse deinen Zuhörsinn rundum bekannt werden. Blättere ihn hin.

Deine Bereitwilligkeit zuzuhören ist ein großer Lieferant. Wenn du darauf achtest zuzuhören, wird dein Herz wie ein umgepflügtes Feld, das parat ist, bepflanzt zu werden. Welche Samen werden auf dein bereites Herz fallen? Was wirst du hören, welches du noch nie zuvor gehört hast?

Vielleicht wirst du große Liebe hören. Vielleicht wird es ein Wiederaufflammen von Liebe geben. Liebe steht immer in den Startlöchern. Sie geht seit geraumer Zeit für etwas drauf.

An der Liebe ist nichts Neues, dennoch ist sie immer neu.

Wusstest du, dass dich die Liebe in der Gegenwart hält?

Liebe und Zuhören sind solch eine Huld und Gunst, die du erweist. Je mehr du liebst, umso mehr liebst du und umso mehr wirst du vielleicht geliebt. Je mehr du zuhörst, umso mehr hörst du zu, und umso mehr wird dir vielleicht zugehört. Aber weder liebst noch hörst du zu aufgrund dessen, was das für dich einfährt. Du liebst und hörst zu, weil das das Natürliche für dein Herz ist. Das ist das Behagliche. Das bringt dir Erleichterung wie nichts sonst.

Etwas anderes kann veranlassen, dass du vergisst, aber vergessen ist nicht das gleiche wie sich behaglich fühlen. Es ist Meine Liebe und Mein umfassendes Zuhören, was dich behaglich fühlen lässt. Ahme Mich nach, und du wirst vielen Herzen Erleichterung verschaffen.

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HEAVEN #708 – 27.9.2002 – Being in Your Truth

IN DEINER WAHRHEIT SEIN

Lasst Uns ermitteln, was es bedeutet, in der Wahrheit zu sein.

Lasst Uns ermitteln, was es nicht bedeutet. Es bedeutet nicht, jemandem zu sagen, dass du es nicht magst, wie er sich anzieht oder sich scheitelt. Es ist weder das Reformieren der Welt, noch der Ausdruck deiner Gedanken oder Präferenzen zu jedem Zeitpunkt, wenn sie bei dir einlaufen. Wir sprechen von UNSERER Wahrheit, nicht davon, was deines Erachtens hier und dort immer mal darunter verstanden worden ist.

Sobald du gänzlich in deiner Wahrheit gegründet bist, wenn du voll und ganz in ihr stehst, wird es keinen Bedarf geben, über sie nachzudenken oder herauszufinden, was sie ist. Du wirst da sein. Wenn du dich in diesem Zustand des Gewahrseins namens Liebe befindest, bist du in der Wahrheit. Du bist noch nicht ganz dort. Du bist näher dran, aber nicht vollauf. Lasst uns in der Zwischenzeit herausfinden, was jene Liebe tief in dir heraus bringt und was dir mehr über dich selbst erzählt.

Als ein souveränes Selbst, das im Universum herumwirbelt, obliegt es dir zu erkennen, was mit dir vor sich geht. Es obliegt dir zu erkennen, was bei dir ursprünglich ist, welche Gedanken die deinen sind, was adoptiert worden ist, und wo dein Herz in aller Unschuld liegt und wo nicht; das Ganze nicht als eine Analyse, sondern als ein Hineinsinken.

Deine Wahrheit könnte es sein, den allgemeinen Empfindungen zu folgen. Sie könnte es sein. Aber sehr wahrscheinlich nicht. Am wahrscheinlichsten bist du ein Außenseiter, der sich selbst noch nicht bemerkt hat. Was liebt dein Herz an sich selbst? Was macht es glücklich? Vielleicht nicht alle die Dinge, wie du es gedacht hast, weil sich dein Herz jetzt soeben von sich selbst wegirrend fühlt. Werde mit deinem Herz bekannt und damit, was es dir erzählt.

Wir sprechen über die innere Wahrheit, derer du dich selbst gewahr machst. Was für eine Kreatur bist du? Wer bist du, sobald das Ego nicht im Spiel ist, sobald anpassen nicht im Spiel ist, sobald Wahrheit das Hauptaugenmerk und nicht die Präsentation das Hauptaugenmerk bildet? Nicht dasjenige, was deine Rolle im Leben ist, nicht dasjenige, was genau dein Platz ist, sondern, wo du jetzt soeben in deinem Herz der Herzen dich aufhältst?

Wenn du in deiner Wahrheit bist, ist eine große Stille. In deiner Wahrheit schließt du einen großen Frieden mit dir selbst. Es existiert keine Anstrengung, wenn du dich in deiner Wahrheit befindest. Wenn du in deiner Wahrheit bist, gibt es keine Geheimnisse. Du verbirgst dich nicht selbst. Du richtest kein Gesicht zur Welt hin. Du stellst dich selbst hin.

Du rennst von der Welt nicht fort. Du begegnest ihr.

Bevor du eine Frage beantwortest, denkst du einen Augenblick darüber nach, was deine Antwort eigentlich ist. Deine Antwort ist vielleicht nicht das, was sie immer war. Vielleicht hast du keine Antwort. Vielleicht hast du nur eine Frage.

Egal, wie weit entfernt du dich von deiner inneren Wahrheit befunden hast, schwinge dich jetzt zu ihr herum.

Das ist keine Revolte. Das ist nicht etwas aufgeben und ausstreichen. Es geht schlicht darum, dich selbst zur Kenntnis nehmen und von dort aus weiter gehen. Es geht schlicht darum, dich selbst jetzt an die Hand nehmen. Und, soviel du dazu in der Lage bist, Licht reflektieren, einzig mit dem Gedanken, zur Kenntnis zu nehmen, wo dein Herz jetzt soeben ist und dem gebührend nachzugehen.

Das bedeutet nicht, nie das zu tun, was du nicht möchtest, jedoch bedeutet es, daraus keine Gewohnheit werden zu lassen. Es bedeutet, dich nicht allzu sehr vom Protokoll leiten zu lassen, oder zum wenigsten zu wissen, wann du das tust.

Wenn du, als Beispiel, ein Bad nimmst, so nimm es nicht, weil du es musst, nicht weil es von dir erwartet wird, sondern nimm es der reinen Freude am Wasser wegen, aus der reinen Freude an etlichen Augenblicken, wann du herumplantschst, so du du bist, wann du die Augenblicke von dir in einer Badewanne genießt. Genieße dich.

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HEAVEN #709 – 28.9.2002 – Hands Off

HÄNDE WEG

An das Konzept des ‚Kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten‘ kann man leicht glauben, nicht so leicht ist es zur Ausführung zu bringen. Der Unterschied zwischen einem Anderen helfen und aus dessen Dingen herausbleiben ist nicht immer ausgeprägt. Es gibt keine Formel. Die Linie zwischen jemandem helfen und eindringen ist in der Tat eine feine Linie.

Wenn ein Mensch sein Pferd schlägt, und du hältst seine Hand zurück, denkt er, du drängst dich hinein. Du weißt es besser. Du weißt, falls du nicht dazwischen gehst, billigst du Grausamkeit. Das Pferd ist eine hilflose Kreatur, die in diesem Augenblick keinen Beschützer hat, außer dir, der soeben da ist. Andere Situationen sind nicht derart klar.

Wann gehst du zu weit, und wie weißt du das?

Wann ist es an dir zu helfen, und wann ist das, was du gibst, überhaupt nicht helfen?

Wann ist es dich mitten in eine Sache einmischen, und wann ist es achtbar?

Was die täglichen Ereignisse anbelangt, wer bist du, um zu wissen, was das Leben eines Anderen sein sollte, und um dich herbeizulassen, dort einzuschreiten?

Ist es gar dein Platz, für einen Anderen zu beten, worum er nicht gebeten hat? Sollte deren Leben demgemäß verlaufen, welche Wahl sie treffen oder was sie tun?

Anstatt zu Mir zu beten, dass ein Anderer seinen Weg ändert, stelle sie in Mein Licht. Belasse die Anordnung ihres Lebens zwischen ihnen und Mir. Es ist nicht so, das du nichts tust. Jemanden in Mein Licht stellen ist eine große Angelegenheit, dennoch ist es so, dass du die Anderen sich selbst hinsetzen lassen mögest. Deine Rolle ist nicht diejenige eines Sozialarbeiters. Lasse diejenigen, die für sich selbst sprechen können, für sich selbst sprechen. Hilf dir selbst mehr. Du brauchst keinen Ritt auf dem Rücken Anderer. Sei dir selbst gegenüber ein Menschenfreund.

Bemitleide keinen Menschen. Was gibt dir das Recht dazu? Wie immer das Leben eines Anderen sein mag, sie ziehen es vor, dass es ihr Leben ist. Sie könnten sich das deine nicht wünschen. Was immer das Leben eines Anderen sein mag, sie ziehen das Vergnügen aus ihm heraus, das Vergnügen was das ihre ist. Jeder Mensch muss seinen eigenen Tabak kauen. Du kannst das nicht für ihn tun.

Du erkennst nicht immer, was für einen Anderen das Gute ist, nicht mehr, als du dein eigenes erkennst.

… das soll der Mensch nicht scheiden.

Ich rate dir nicht an, dass du gegenüber Anderen gleichgültig ist. Ich bitte dich, besonnener zu sein.

Des Öfteren ist deine Hilfe nicht gewürdigt worden, und du bist verwirrt zurückgeblieben. Vielleicht war es keine Hilfe. Es gab etwas in deiner Absicht, was dir ein gutes Gefühl gab, und stattdessen fingst du an, dich zurückgesetzt zu fühlen. Sei nicht so gierig, dich selbst einzubringen. Warte, bis du gefragt bist. Und auch dann ….

Etliche Meiner Kinder helfen mir zu viel. Gehöre du nicht dazu. Setze dich nicht über das Leben eines Anderen hinweg. Übernimm nicht die Führung. Lasse sie ihr eigenes Pferd reiten, und du reitest das deine. Du bist nicht der Aufseher für einen Anderen.

Es liegt nicht dir an, zu sagen, was ein anderer Erwachsener tun oder nicht tun sollte. Das wäre hochtrabend von dir. Auch dann, wenn du durch Zufall richtig liegst, wäre es immer noch hochtrabend von dir.

Dein Leben ist keine ausgemachte Sache. Es befindet sich nicht am Ende des Stocks eines anderen Menschen. Dein Leben ist das deine, und dasjenige eines anderen ist das seine. Sollte es nicht so sein?

Niemand weiß es gewiss, was einem Anderen gut und recht ist. Sei kein Zwischenhändler zwischen einem Anderen und dessen Leben. Es ist dessen Leben. Einerlei, welche guten Absichten dich leiten, sei im Leben eines Anderen nicht derart aktiv. Sei deinem eigenen gegenüber treu. Sei Mir treu. Erhebe dich über das Weltliche im Leben.

Hände weg ist eine große Hilfe.

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HEAVEN #710 – 29.9.2002 – Fears Are like Potholes

ÄNGSTE SIND WIE SCHLAGLÖCHER

Ängste sind Einbildung. Sie sind nur insoweit real, wie du es sagst. Im allgemeinen machst du viel aus ihnen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Angst und gesundem Menschenverstand. Ich empfehle dir, dass du eine stark befahrene Straße nicht überquerst, ohne dich in beide Richtungen umgesehen zu haben.

Du brauchst nicht alle deine Ängste zu überwinden. Dein Leben ist für mehr da, als deine Ängste rückgängig zu machen. Aber genauso wenig brauchen deine Ängste das Fundament deines Lebens zu sein. Du brauchst dein Leben nicht zu verbringen, indem du vor ihnen zur Seite springst. Sind Ängste tatsächlich derart verhängnisvoll?

Wenn du meinst, du müsstest alle deine Ängste bezwingen, verleihst du ihnen eine zu hohe Wichtigkeit. Sie sind kein mächtiger überwältigender Gegner. Sie sind Ängste. Du hast ihnen gegenüber nichts zu beweisen oder nichts über sie zu beweisen.

Du kannst sie wie Schlaglöcher ansehen. Du bist nicht jedes Mal außer dir, wenn dir ein Schlagloch begegnet. Du gehst über es hinweg oder um es herum, und du machst darüber in deinem Tagebuch keinen Eintrag. Schlaglöcher sind einfach da, das ist alles.

Eingebildete Ängste sind grundlos. Ganz bestimmt ist diejenige grundlos, vor einer Gruppe von Menschen zu reden. Hast du wirklich so viel Angst vor der öffentlichen Meinung? Denkst du, dass dich ein Publikum steinigen wird? Dein Ego geht eine Gefahr ein, das ist alles. Was ist die große Sache dabei, wenn du glatt auf dein Gesicht fällst? Was meinst du, wird passieren? Denkst du, die ganze Welt wird dich verbannen? Vielleicht wird sie dir sogar applaudieren.

Ist das die gleiche Angst wie dir darüber Sorgen machen, was jemand von dir denken wird, bloß um Vieles vergrößert?

Angst vor Finanzverlusten. Das schwebt über dir. Du meinst, Geld und öffentliche Meinung seien dein Lebensunterhalt.

Die Angst vor dem Verlust der Gesundheit. Oh, das ist etwas Wirkliches, sagst du. Es wurde zum Realen gemacht. Verleihe der Krankheit nicht derart viel Ehrfurcht. Erleide sie nicht im Voraus.

Die Angst vor dem Tod des Körpers? Sie ist die unbegründetste unter allen. Das ist bloß eine weitere Angst vor dem Wandel. Das ist bloß eine Angst, Grenzen abzureißen. Das ist bloß eine Angst, den Körper und das äußere Leben, über das du dich so sehr beklagst, los zu lassen. Es ist eine große Angst, dass du sagst, du könnest etwas verlieren.

Darin liegt die Prämisse deiner Ängste. Du betest den Verlust an. Du betest ihn auch dann an, wenn du erkennst, dass du dasjenige, was dir auf ewig eigen ist, nicht verlieren kannst. Und du kannst das nicht verlieren, was dir niemals anlag, es zu besitzen. Gleichwohl, du stellst den Verlust auf eine Plattform, und du betest die Möglichkeit von ihm an.

Wenn du ein Buch zur Bibliothek zurückbringst, hast du nicht das Empfinden, dass du einen Verlust hinnehmen musstest. Du hast bloß etwas zurückgegeben, bei dem alle Parteien einvernehmlich waren, dass du es tun würdest. Du gerätst an die Bücher, bei denen du weißt, du hast sie zurückzugeben, nicht so sehr in Anhaftung. Lies sie, genieße sie, denn dafür sind sie da. Sie sind nicht für den Zweck da, sie in deinem Haus zu bewahren oder auf das Regal zu stellen. Sie sollen dorthin zurückgelangen, woher sie kamen.

Wenn du jemandem die Hände schüttelst, spürst du dann, du habest deine Hand verloren? Oder wenn du fertig bist mit dem Hand Schütteln, hast du dann die Hand verloren, die du geschüttelt hast? Was kann von dir fortgenommen werden, was dein eigen ist?

Dein Leben ist unzweifelhaft das deine. Es ist für immer das deine, so wie es das immer war. Dein Körper kann dahinscheiden, nicht aber du. Das ist eine derartige Unmöglichkeit, nicht einmal wert, darüber nachzudenken.

Du hast eine Eigentümerschaft an deinen Gedanken, deinen Handlungen, an deinen Erwiderungen, an deinem Herz, an deinem ewigen Leben. Alles andere, bei dem du denkst, es sei dir eigen, ist eine falsche Mutmaßung. Deswegen machst du dir derart viele Sorgen, es zu verlieren; du weißt, im eigentlichen ist es nicht an dir, um es für immer zu behalten, oder auch nur so lange zu behalten, wie du es möchtest. Du wartest immer darauf, dass dir das, was dir nicht zu Eigen ist, weggenommen wird.

Jetzt soeben, jetzt soeben in deinem Herzen, schleudere all das, was nicht wirklich das deine ist, zum Himmel. Anstatt in deiner Einbildung um es Angst zu haben, lasse es jetzt in deiner Einbildung los. Du brauchst dich nicht mehr länger sorgen über die Stunde des Fortganges deines Körpers oder über den Zustand von ihm, während er auf der Erde weilt, oder wegen irgendeiner anderen Sache, an der du dich so stark festhältst, dass es nicht aus Göttlichem Recht heraus das deine ist.

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HEAVEN #711 – 1.10.2002 – You Are a Bare Beginner

DU BIST EIN BLOSSER BEGINNER

Was befindet sich auf dem Grunde deines Herzens? Was ist der vergrabene Schatz dort? Was ist tief innen in dir, was nach dir ruft?

Vielleicht ist es all das nicht, woran du gedacht haben magst. Vielleicht insgesamt eine ganz andere Art von Gesang. Vielleicht das Gegenteil dessen, was du erwartet hast.

Was Wir mit Bestimmtheit wissen, ist, dass es in deinem Herzen eine verschlossene Kiste gibt, und sie ist dafür vorbereitet, aufzuspringen, und dies zusammen mit dir. Du bist bereit, zum ersten Mal in die Welt hinein zu bersten. Was immer du bis zu diesem Zeitpunkt von dir selbst geoffenbart hast, es war bloß ein Preview. Der Film fängt jetzt wirklich an.

Wisse immer, dass du ein Beginner bist. Wenn du anfängst zu denken, du seist ein Experte für das Leben oder im Wissen, hast du die Verbindung verloren. Wenn du dich gut eingesessen fühlst, hast du dich selbst mit Kohlepapier kopiert und bist infolgedessen nicht mehr länger ein Original. Es ist kein Plagiat, denn du selbst bist es, den du kopierst, jedoch ist es nichtsdestotrotz immer noch eine Imitation.

Das alles wissen oder das meiste wissen ist nicht unschuldig. Es ist klüger, zu erkennen, dass du nicht alles weißt. Das ist weiser, und das liegt auch näher an der Wahrheit.

Das Problem beim Verehren all des Wissens, was du dir erworben hast, lautet, dass es dich in eine zu kleine Richtung geleitet. Alles, was du weißt, hat eigentlich keinen riesigen Wert. Alles was du BIST, das ist eine andere Geschichte. Was du bist und was du Mir bist, das ist untrennbar miteinander verwoben. Was du weißt, ist kleine Kartoffeln, kaum der Erwähnung wert, im Vergleich dazu, was Wir sind.

Aber ihr alle kennt Leute, die denken, sie wüssten alles über etwas. Und bist du nicht einer von ihnen?

Versuchst du in deinem spirituellen Verfolg Wissen zu erlangen, oder versuchst du, dich selbst mit Mir bekannt zu machen? Versuchst du, dich selbst mächtiger zu machen, oder Mir Beachtung zu schenken? Was versuchst du zu erweisen, und wem gegenüber – dir selbst gegenüber, der Welt, der verlängerten Vergangenheit gegenüber? Mir gegenüber hast du nichts zu beweisen. Ich erbitte weder einen Nachweis von dir, noch bitte ich dich um eine größere Kenntnis. Ich bitte dich nicht um deinen Geist. Ich bitte dich um dein Herz. Gib es Mir.

Das wird oft als Hingabe bezeichnet, aber so recht sehe Ich es so nicht. Dein Herz ist bereits Mein, deswegen bitte Ich dich nicht um eine Hingabe von dir, auch nicht um ein Zugeständnis, sondern nur um dein Gewahrsein des wahren Zustandes der Dinge. Ich bitte dich um einen Durchbruch.

Du bist ein bloßer Beginner. Das zu sein ist etwas Gutes. Und wenn du das weißt, ist das ein Durchbruch.

Was ist die Vergangenheit los lassen anderes, als dir selbst stattzugeben, in die Gegenwart einzutreten? Was ist angehäuftes Wissen anderes als die Vergangenheit, nach vorne gesetzt? Das Wissen wird in der Welt angebetet, jedoch ist es im Vergleich zu Unschuld gering.

Jeder Tag ist neu. Er ist nicht alt.

Und jeden Tag bist du neu.

Christus sagte, wie ein kleines Kind zu sein. Kleine Kinder und Tiere sind Unschuld, und ihre Unschuld bringt sie weit. Sie nimmt sie zu Mir. Tatsächlich ist es so, anders als bei euch, sie haben nie gedacht, dass sie auseinander waren.

Bei den Kindern trifft das Wissen um die Trennung später ein, so wie es auch dich erreicht hat. Die Welt reicht es weiter. So viel zum Wissen.

Als Adam und Eva von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und böse aßen, stellten sie erworbenes Wissen über Unschuld. Sie wurden nicht gewaltsam aus dem Garten Eden vertrieben. Mit ihrer Betonung auf das Wissen zogen sie sich selbst dort heraus.

Reines schlichtes Gewahrsein übertrifft Wissen.

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HEAVEN #712 – 2.10.2002 – The Love of God

DIE LIEBE GOTTES

Was ist in deinem Herzen Mir zu sagen? Ich habe das ganze Sprechen bestritten. Genau jetzt, wenn du vor Mir wärest (was natürlich bist), was würdest du dann sagen? Nimm dir alle Zeit, die du brauchst. Sage es alles. Was, findest du, hast du zu sagen?

Vielleicht nicht viel. Angesichts etlicher Momente, wo du dich bei Mir geborgen fühlst, findest du, dass all die Aufregung und der Qualm abgeklungen sind. Fortgeschwebt wie Rauchsträhnen. Du kannst sie nicht einfangen. Vielleicht ist keine Aufregung oder Qualm mehr da. Bemühe dich soviel du kannst, du kannst dich sogar nicht mehr daran erinnern, worüber du so aufgebracht warst, oder was es auf der Erde gab, das dich derart aufgeregt hat.

Im Angesicht der Augenblicke mit Mir, können sich deine Gedanken selbst nicht sammeln. Gepackt in der Umarmung Meiner Liebe bist du außer der Gedanken. Es gibt bloß du und Ich, und eine derartige Herrlichkeit zwischen uns, dass du nichts zu sagen hast. Du bist wortlos dabei, dass du dich jenseits der Worte befindest. Du bist sprachlos dabei, dass du dich jenseits der Rede befindest. Du befindest dich in einem Element, wo es keinen Aufruf zur Rede gibt. Was gibt es da nach alledem zu sagen.

Welche Klänge oder welches Murmeln kommt etwa Unserer Liebe gleich oder ist ihr von Interesse?

Wenn du dich nicht Mir nahe fühlst, hast du eine Menge zu sagen, eine Menge Klagen und unendliche Fragen; wenn du dich allerdings Mir ganz nahe fühlst, versagen sich dir die Worte. Wenn du dich Mir wirklich nahe fühlst, weißt du, Ich bin mitten in dir. Du weißt, Wir befinden uns ganz und gar nicht auf gegensätzlichen Seiten. Du weißt, Wir sind tiefe Freunde, die noch nie auseinandergegangen sind, so, als könnten Wir das. So, als wäre dieses Auseinandersein etwas anderes als bloß ein scheußlicher Traum. So, als ob dieses Empfinden des Auseinanderseins nichts anderes als ein Spiel gewesen sein könnte, ein Spiel, in das du wirklich hineingeraten bist, das du mit ganzem Herzen und deiner ganzen Seele, Tag und Nacht, gespielt hast. Ich gehe davon aus, so eine Art Versteckspiel, bloß, du bist der einzige, der sich versteckte. Ich war das nicht. Ich war immer draußen im Freien. Du hast Mich bloß nicht gesehen.

Wir beide riefen einander. Du brauchtest eine Weile, um Mich zu hören, aber Ich hörte dich immer und hielt dich. Du warst immer in Meiner Sicht und immer in Meinen Armen. Du krümmtest dich und spieltest das Spiel, um des Spieles willen. Und manchmal hast du vergessen, was oder Wen du suchtest.

Manchmal gingst du Lockvögeln hinterher.

Manchmal schlurftest du entlang, nicht einmal auf Suche. Du warst suchenslos, nicht wissend, wonach zu suchen ist.

Selbstverständlich, ist es die Wahrheit – du hast nichts hinterherzujagen, solange alles direkt vor dir liegt. Keinem Fassungsvermögen. Auf keinen Fall einem Fassungsvermögen. Soweit du es erkanntest, warst du ohne Hoffnung. Du siehst, wie fehlinformiert ein Menschenseinswesen sein kann.

Doch jetzt weiß du es besser. Wonach du suchst, ist direkt zur Hand. Beginne hochzuschauen und du wirst sehen, dass alles, wonach du gesucht hast, bereits direkt in deinem Handinneren liegt, direkt auf der Spitze deiner Nase, direkt im Zentrum deines Herzens, genau dort, wo der Gott der Liebe immerfort war.

Egal, wie weit weg du dich von Mir empfunden hast, das war alles Fantasie. Was dir derart real erschien, war das Unreale. Und nun gehst du von dem Unrealen ab und verfällst in die Wahrheit. Jetzt, wenn du jetzt hochschaust, beginnst du die Lage des Landes zu sehen. Du beginnst zu sehen. Und sobald du siehst, beginnst du zu erkennen, was du bereits die ganze Zeit über erkannt hast, jedoch nicht wagtest zu betrachten. Betrachte Mich jetzt. Ich bin vor dir.

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HEAVEN #713 – 3.10.2002 – Love on Earth as in Heaven

LIEBE AUF ERDEN WIE IM HIMMEL

Es war einmal, vor nicht allzu langer Zeit, da hattet ihr alles Wissen des Himmels. Das Wissen des Himmels ist Liebe. Und ihr hattet das höchste Wissen, dass ihr Liebe seid, die Gesamtheit von ihr, und dass das der Himmel war.

Und jetzt, wo ihr euch auf der Erde befindet, lernt ihr das Wissen der Erde. Das Wissen auf der Erde ist das gleiche Wissen der Liebe, indessen, auf der Erde habt ihr darauf zu kommen. Es ist alles da, ist euch ausgehändigt, alles inwendig in euch enthalten und nachgehalten, doch ihr müsst in dem Sinne dahinter kommen, dass ihr es anzuerkennen habt, und dass ihr stattgebt, zum Licht des Tages herauszukommen. Die Liebe ist nicht anders hier und da. Liebe ist Liebe, nur siehst du sie anders, wenn du denkst, sie ist außerhalb von dir, sodass du sie von weit weg her siehst.

Auf der Erde sehnt ihr euch nach wahrer Liebe, die bei euch anlangt, unterdessen ihr es seid, die die Liebe hinaus zu stellen haben – dann würdet ihr sie kommen sehen. Was die Liebe angeht, seid ihr zögerlich. Ihr fürchtet, sie ist ein Hurrikan, und ihr fürchtet, sie von der Leine zu lassen.

Ihr denkt, Liebe ist etwas, was passiert, oder etwas, was ihr tut, unterdessen sie das ist, was ihr seid. Wir können sagen, ihr gebt sie, das Geben freilich ist nicht mehr als das Seien in eurer Wahrheit, sodass die Liebe, die ihr seid, in Aktion wahrgenommen werden kann, indes die Liebe selbst überhaupt keine Aktion ist. Sie ist ein Seinszustand. Sie ist dein Seinszustand. Du kannst ihrer nicht verlustig gehen. Aber du kannst sie versteckt halten, vor dir selbst und vor der Welt. Darin warst du recht gut. Würde diese deine Energie in die Offenbarung deiner eingeborenen ungefesselten Liebe hinein laufen, was für eine Revolution wäre das! Die Welt würde in unbefleckter Freude hochschnellen.

Wie kann es sein, dass, unterdessen alles, was du und was all die anderen Seinswesen auf der Erde sind, Liebe ist, diese Liebe verborgen ist, dass sie unenthüllt, maskiert, gesucht, unentgolten, fortgefallen, und so weiter ist? Wie kann dieselbe Liebe, die im Himmel und auf der Erde ist, derart zerfetzt, derart zerzaust, derart verwunden sein, dass sie manchmal sogar als Hass bezeichnet wird? Wie kann das sein, dass du dich von dir selbst weg wendest und in Anderen nach dir selbst schaust? Wie kann es sein, dass du, du, durch den das Blut der Liebe fließt, denkst, du seist blutleer, unterernährt, mangelhaft, zusammenhanglos, unbezeichnet, erniedrigt, abgeleugnet, entzaubert, enteignet, ohne Gewand?

Wie kannst du soweit von der Wahrheit entfernt sein, unterdessen es das Leichteste in der Welt ist, dich selbst als Liebe gegenüber der Welt zu demaskieren? Wovor hat deine Liebe Angst? Dass sie entdeckt wird? Denkst du, es sei ein verweichlichter Akt, der Liebe, die du bist, zuzujubeln und beizustimmen?

Mir scheint es, wenn ich einen Blick auf den Zustand der Welt werfe, dass es etwas Kühnes wäre, das zu tun. Irgendwie braucht es, in den Zu- und Ausgängen der Welt, Mut, um das schöne Seinswesen zu sein, das du bist. Sogar in der Privatheit deines Herzens braucht es Mut. Es ist ein Wagnis. Es braucht unerschütterliche Ruhe.

Es scheint, du hast in dieser Welt wie ein polternder Held zu werden, um deine Liebe zu verkünden, du hast auf Tische zu springen, du hast über Kronleuchter zu hüpfen, du hast die Wände der Trennung rauf und runter zu laufen. Dein Gegner ist das Elend. Du entbindest es mit der Liebe, denn es ist bloß eine Verkleidung. Demaskiere es. Einzig Liebe ist real. Alles andere ist Simulation. Alles andere ist eine Art Brettspiel, bei dem du mitmachst und das du sooo arg ernst nimmst.

Entflechte dein schlagendes Herz der Liebe. Nimm es heraus. Tische ihm auf. Ängstlich, die Liebe zu sein, die du bist?, das ist lächerlich. Was Ich sage, muss so sein.

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HEAVEN #714 – 4.10.2002 – The Key of Life

DER SCHLÜSSEL DES LEBENS

Im Leben sieht ihr euch auf der Straße vielen Gabelungen gegenüber. Die Wahl fällt euch schwer, so, als stünde etwas Kolossales auf dem Spiel. Ob es nach rechts oder links geht, ist vielleicht keine monumentale Entscheidung, bestimmt nicht so groß, wie ihr dachtet.

Tatsache ist, das reale Leben ist leichter, als zu entscheiden, welche Abzweigung in der Straße zu nehmen ist, weil es viele Male gibt, wann du dich im Grunde genommen nicht für den einen oder anderen Weg zu entscheiden brauchst. Im Leben gibt es viele Routen, die man zur selben Zeit nehmen kann. Im Zweifel, verfolge beide, oder drei oder vier, oder finde eine fünfte. Wenn es zahlreiche Wahlmöglichkeiten gibt, wer hat gesagt, du hättest eine zu wählen, und damit sei die Sache erledigt? Du weißt nicht genau, was du lieber studieren möchtest – Astronomie oder Biologie. Studiere beides. Was hält dich davon ab?

Und wenn es eine Situation gibt, wo eines dem anderen vorgezogen werden muss – man kann nun einmal nicht zwei Frauen auf einmal heiraten -, und du weißt nicht, was zu tun ist -, dann lautet vielleicht deine Wahl, überhaupt nicht zu wählen. Wer sagte, du musst das?

Wer diktiert dein Leben?

In einem gewissen Sinne bist du der Entscheider deines Lebens. In einem anderen Sinne hast du keine Entscheidungen zu treffen. Das Leben trifft Entscheidungen für dich.

Das Leben stellt sich dir selbst dar. Etliche Dinge kommen leicht heran, und etliche schwer. Du bist nicht zu jeder Zeit der Handhaber des Lebens. Immerzu bist du definitiv der Empfänger von ihm
.
Sobald eine Entscheidung gefällt werden muss, hast du dich nicht dazu zu entscheiden, bei der Sache überreizt zu werden. Du stehst neben jedweder Entscheidung, die du fällst. Du entscheidest nicht, wer du bist. Du entscheidest nur etwas. Du triffst eine Wahl. Das ist alles.

Erwiderungen auf Entscheidungen schmelzen dahin, und eine kurze Zeit später erinnerst du dich der Entscheidungen nicht einmal mehr. Sie schienen zu der Zeit die Crux deines Lebens, und jetzt weißt du, sie waren überhaupt nichts. Auf welcher Straße du auch hergekommen bist, du bist, wo du bist. Du bist hierher gekommen. Wie du hierher gekommen ist, ist gleichfalls eine Mutmaßung. Es mag sein, du bist auf einem nicht bekannt gegebenen Weg und nicht auf dem Weg, an den du denkst, hierher gekommen. Das Zurückverfolgen deines Lebens verrichtet nicht mehr, als es verfolgen, wie du dazu in der Lage bist. Es ist kein Anleitungsbuch. Und es hinterlässt keine Spur für sonst jemand.

Du hast dich auf den Weg gegeben. Das ist alles, was du weißt. Doch vielleicht liegt hierin große Weisheit. Vielleicht entfaltete sich dein Leben genau so richtig. Was immer du denken magst, vielleicht tat es das. Sehr wahrscheinlich tat es das. Sehr wahrscheinlich bist du jetzt soeben am richtigen Fleck zum richtigen Zeitpunkt. Sehr wahrscheinlich bist du nicht fehl am Platz sondern vor Ort.

Was du als Hindernisse angesehen hast, war für dich womöglich Vorwärtstreibendes.

Du befindest dich jetzt in dieser oder jener Situation, segne sie. Sie ist die deine. Und sie wurde dir gegeben. Ob du sie gesucht hast oder nicht, du hast sie erhalten. Stoße sie nicht weg. Und wenn sie nicht nach deinem Geschmack ist, dann neige dich schlicht einem anderen Weg zu.

Alle guten Dinge kommen zu dir. Das Gute, was kommt, ist womöglich nicht das Gute, auf das du abzieltest. Vielleicht gefällt dir das Geschenk nicht, das du bekommst. Wirf es nicht weg. Hebe es hoch, und unter ihm wirst du womöglich eine Schatztruhe finden, die auf dich wartet. Du hattest sie unter all den Verpackungen zu finden, und du hattest sie zu öffnen. Es war ein Schatz, verborgen, einzig bis du ihn geöffnet hast.

Welchen Schatz im Leben möchtest du heute öffnen?

Du bist der Schlüssel, der alle Schatztruhen öffnet.

Du bist der Schlüssel. Und du bist die Schatztruhe.

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HEAVEN #715 – 5.10.2002 – The Words You Speak

DIE WORTE, DIE DU SPRICHST

Einige Dinge, die Ich sage, scheinen dir schier Worte zu sein. Es gab für dich Worte, die auf dich geplappert wurden, bevor das für dich viel oder überhaupt was bedeutete. In der Tat, wenn du jetzt im Leben Worte hörst, siebst du sie durch, um herauszufinden, was wahr und was aufpoliert ist.

Schaue nun, was von der Art in deinen eigenen Worten ist, und was ein Zusatz ist. Arbeitet dein Geist in jedem Augenblick, huscht er mal hierhin, mal dorthin? Was Ich zu dir sage – denke nicht soviel, weil es bei dem Gedanken den Anfang nimmt, dass du beim Reden den Bogen über- oder unterspannst. Würden die Gedanken dich nicht zum Gefangenen nehmen, wäre deine Rede freier und ehrlicher gegenüber deiner Wahrheit.

Dein Reden, so wie dein Leben, wurde durch ein Regime des Denkens übernommen. Spontaneität wurde in ein Hinterzimmer verbannt. Lasst uns dem ins Gesicht sehen: Die Macht deiner Gedanken hat dich von der Wahrheit zurückgehalten. Die gleiche Macht kann die Wahrheit nach vorne führen, und du gemeinsam mit ihr. Lasse deine Zügel von ihr los.

Oh, eben sagen, was wahr ist.

Dein Ärger ist nicht echt. Auch nicht deinem Verdruss, nicht deiner Ungeduld, und dem Wirt anderer Dinge, die vor die Liebe hingeworfen werden, wird es erlaubt, die Nase über die Krempe hinaus zu stecken. Ist die Wahrheit nicht öfters wie Aschenputtel? Wird die Schönheit nicht öfters verstoßen und die Hässlichkeit an ihrer Stelle nach vorne geschoben? Doch trotz all der Verkleidung, der Vortäuschung und des Glamour passt der Wahrheit der Glaspantoffel, nichts anderes. Es gibt nichts, was besser passt als die Wahrheit. Und was ist so selten? Die Wahrheit ist so neuartig, sie bringt dich zum Lachen. Ja, die Wahrheit ist eine Neuheit. Wenn es ein Lachen gibt, hast du die Wahrheit bemerkt, und sei es nur die Wahrheit der Torheit.

Wenn du den Kern deiner Wahrheit nicht zum Ausdruck bringst, bist du ein Schauspieler, der seine Rolle spielt. Gut oder schlecht, du spielst sie. Du bist vielleicht in einer Gussform des Denkens stecken geblieben, und bist noch nicht so richtig daraus hervor geschlüpft.

Du bedauerst den Verlust des Gedächtnisses. Du kannst dich all der kleinen Dinge nicht mehr erinnern. Du betrauerst ihren Verlust. Fakten im Leben erinnern ist zu einem Zeitvertreib geworden. Nicht die Wahrheit erinnern. Die Wahrheit wurde umzingelt, die Wahrheit, das Stiefkind des Lebens, nicht so recht respektiert, auch nicht der höflichen Gesellschaft zugewiesen.

Der Mensch hat Angst, seine Wahrheit zu kennen, und deswegen ist er zögerlich, sie auszusprechen. Wenn er sie ausspricht, ist sie öfters herausgeschlüpft und überrascht ihn genauso stark wie sonst jemanden drum herum. Doch dann beginnt er sich zu fragen – beginnst du dich zu fragen – „Warum wird Vortäuschung mehr geschätzt als Wahrheit? Warum ist das, was am meisten geschätzt wird, nicht schätzenswert?“ Du sinnst darüber nach, weil ein eingepasster Juwel genauso gut aussieht wie ein echter Edelstein, und weil er als echt durchgeht, und weil sogar diejenigen, die wissen, dass er nicht echt ist, mit der Vortäuschung ihren Weg nehmen, dass er echt sei.

Die Wahrheit ist ein großer Ausruher. Nun möchte Ich dich mit der Wahrheit entspannen.

Du bist Mein Kind. Du bist nichts anderes. Du bist unschuldig vom Kern heraus. Im Leben, egal, was die Welt meint, welcher Art Experte du seist, oder was du denken magst, du seist es, im Leben, da bist du grün. In den Schatten deines Herzens befürchtest du womöglich, dass du ein Thronbewerber bist, aber es sind die Angst und die Vortäuschung, die dich davon fernhalten. Lasse von der Angst und der Vortäuschung ab, und du wirst anfangen zu erkennen, worum es bei dir geht. Nur dann erhältst du einen kurzen Blick auf die Majestät, aus der du gemacht bist, als die Wahrheit von dir, nicht irgendein von weitem herbei geflogener Gedanke, nicht irgendein weithergeholtes Geschwafel, sondern die Wahrheit hautnah, die Wahrheit in deinen Augen, in deinen Lippen und geäußert in den Worten, die du sprichst.

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HEAVEN #716 – 6.10.2002 – Riding High

IN DER HÖHE REITEN

Die Unschuld ist es, mit der ihr Mich würdigt. Nicht mit der differenzierten Erfahrenheit. Differenziertheit denkt, sie kennt Mich bereits. Die Unschuld findet Mich immer und immer wieder in voller Überraschung. Die Unschuld sieht mehr von Mir, weil sie es nicht erwartet, nicht in derselben Weise, wie das die Erfahrenheit tut. Die Erfahrenheit hat ihre Standards und möchte, dass Ich es ihr gutschreibe, dass sie ihnen nachkommt. Die Differenziertheit hat bereits eine Menge über Mich entschieden und organisiert Mich mit dem, was sie bereits weiß, oder was sie denkt, sie wisse es. Die Unschuld sieht Mich jedes Mal neu, genauso wie die Unschuld jeden Frühling so begrüßt, als wäre er der erste, als wäre ein Krokus, der aus dem Schnee heraus sprießt, ein unerhörtes Ereignis. Bei der Unschuld ist nichts Routine. Unschuld kennt schier Erneuerung, Auferstehung, als hätte es ein Früher nie gegeben.

Erfreue dich an der Unschuld. Dann bist du der neu gefallene Schnee. Dann bist du der Krokus, der seinen Kopf heraus schiebt. Dann bist du der Wisser.

Wache jeden Morgen mit einem neuen Herzen auf. Springe aus dem Bett, als wäre es das erste Mal. Lebe dein Leben mit neuen Augen, Augen, die nie zuvor gesehen haben, mit frisch geborenen Augen, mit neuen vom Himmel, mit klaren Augen, die nichts zum Leben heranbringen außer, was direkt vor ihnen zu liegen kommt. Keine alten Bilder zum Wegwerfen oder zum Aufbewahren. Schlicht klar sehende Augen, die alles zum ersten Mal betrachten und deswegen sehen, was ist, und nicht das, was zu sein schien – nur das, was zu diesem Zeitpunkt der vollkommenen Ewigkeit ist. Wieso die Vergangenheit mit sich herumtragen? Sie liegt schwer auf deinen Schultern.

Nimm deine bewölkte Brille ab. Womit ist sie getönt worden? Verschaffe dir reine Linsen, die weder Farbe noch Schatten einbringen.

Hast du die Brille eines Richters getragen? Eines Filmrezensenten? Eines Literaturkritikers? Eines Lehrers? Eines Autobahnpolizisten? Welche Entgegenhaltungen hast du in deiner Hand parat?

Nimm deine Schatten ab.

Sei weiten Auges.

Du kannst sicher sein, dass Ich kein altes Foto von dir bei Mir führe. Ich sehe dich immerzu neu. Selbstverständlich sehe Ich Ewigkeit von dir, jedoch schleppe ich deinen Auftritt nicht mit Mir herum und streiche dabei Dinge an oder durch. Ich mache keine Aufzeichnung. Ich versorge dich einfach. In Meinem Herzen. Dort geborgen und warm, du in Meinem Herzen. Lasse Mich in dem deinen ebenso sein.

Welche Aufzeichnung hast du von Mir aufbewahrt? Gibst du Mir ein Zeugnisblatt, oder legst du es beiseite und genießt du Mich einfach, Mich, nie alt, immer neu? Wenn Ich heute deine Entdeckung bin, bin Ich neu. Lasst uns unzeitgemäß sein, du und Ich. Lasst Uns schlicht dieser mit den Händen greifbare Moment immer und immer wieder sein. Keine Überbleibsel. Einfach neu. Unser erstes Date. Und natürlich ist es das. Einerlei wie viele Male Wir uns getroffen haben, dies ist das erste Mal. Dies ist Unser einziges Treffen. Wir kommen wie nie zuvor zu ihm. Wir kommen zu ihm in der Unschuld Unserer Liebe.

Du bist Mir das, was du Mir bist. Du bist nicht weniger. Du kannst nicht mehr sein.

Kannst du dir gar die Energie vorstellen, die du haben wirst, sobald du dies bejahst? Dass du Mein eigenes Herz bist? Dass du Mir über deinen Gesichtskreis hinaus wertvoll bist? Dass du Meine höchste Schöpfung bist? Dann kannst du dich einfach all deines früheren Denkens entledigen. Was für eine Erleichterung würde dir das verschaffen! Das ist es, was die Wahrheit darstellt. Sie ist eine große Erleichterung. Sie ist jeden Tag neu beginnen. Von vorn anfangen ist nicht das gleiche wie neu beginnen, weil von vorn anfangen eine Anlagerung bewahrt. Neu beginnen ist nur jetzt soeben beginnen, genau jetzt, während Wir in der Höhe reiten, während Wir die Wellen der Ewigkeit reiten.

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HEAVEN #717 – 7.10.2002 – Swimmers of Eternity

SCHWIMMER DER EWIGKEIT

Nichts ist im Universum vergeudet, dementsprechend kann dein Leben nicht nichts sein. Es mag sein, dein Leben ist nicht dasjenige, was du dir wünschst, aber es ist dein Leben. Deine Träume mögen noch nicht Wirklichkeit geworden sein. Einwände halten dich von der Erfüllung deiner Bestrebungen ab. Einwände halten dich zurück. All die Gründe, die du herbeibeschwörst, damit sich seine Träume nicht erfüllen – unterdessen es nur einen einzigen Grund gibt, der nötig ist, um sie zu erfüllen, und dieser Grund ist der Traum selbst

Dein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, ist nicht die Erfüllung. Das hat sich dir immer und immer wieder erwiesen. Das Rennen gewinnen ist nicht die Erfüllung. Welches Kurzlebige auch immer, es ist nicht Erfüllung. Es ist bloß eine zeitweilige Pause. Das Bestreben ist die Erfüllung. Das darauf abgesehen haben ist die Erfüllung. Der Akt des Ausstreckens ist die Erfüllung. Das Erlangen ist bloß die Zeichensetzung. Vielleicht ein Ausrufezeichen. Was zu Ende gebracht ist, ist erledigt. Was nicht zu Ende gebracht ist, ist das Unternehmen.

Es ist wahr, alles im Relativen ist relativ. Einer durchschwimmt den Ärmelkanal. Ein Anderer schwimmt durch den Pool. Ein Kind plantscht in der Badewanne. Das ist alles das gleiche. Du hast teilgehabt. Und du hast mit Freude daran teilgehabt. Meine Hoffnung ist es, dass das so war. Es bis zur anderen Seite schaffen ist schlicht etwas, wovon du sagen kannst, du hast es getan. Aber das Schwimmen, das Plantschen, das Bewegen der Arme – oh, darin liegt die Erfüllung.

Jeder schafft es durch das Leben. Das ist fraglos. Du wirst am anderen Ende ankommen. Das ist vorherbestimmt.

Es ist demnach das Mittlerweile, das du auskostest, nicht schier das Durchkommen. Durchhaltefähigkeit, darauf bist du nicht aus. Genuss, das ist es. Genuss ist erstrebenswert. Nicht viel anderes. Mittlerweile bist du im Leben, und du lebst es bis zu jenem Maße, wie du es lebst. Es ist das Mittlerweile, das dich rührt.

Die Weite deines Lebens steht nicht auf dem Spiel. Du weißt, es ist weitaus weiter, als du es begreifst. Die Weite steht nicht infrage. Die engere Nähe steht infrage. Dieser Augenblick ist.

Das Leben ist etwas, in das du eintrittst, und du betrittst es in jedem Augenblick. Dein Leben hat jetzt soeben seinen Anfang. Dein Zeh befindet sich an der Startlinie. Du bist für das Leben gegürtet. Es gibt nichts zu tun, außer in es einzutreten. Du trittst auf deine eigene Weise in das Leben ein, denn das Leben liegt dir an, mit ihm umzugehen, wie du es möchtest.

Das Leben ist weder etwas, von dem du dich absonderst, noch etwas, was du nur Anderen darbietest. Doch wird die Zeit kommen, wann du den Unterschied zwischen dir und Anderen nicht erkennst, und du wirst erkennen, dass dein Leben etwas ist, was der Welt kredenzt wird. Dein Leben ist dein eigener Knochen zum Kauen, allerdings nicht bloß dein eigener Knochen. Du bist ein Teil des Massenlebens, und du bist ein Schlüsselspieler. Was immer du von dir und von deinem Leben denkst, du bist ein Schlüsselspieler. Auf deinem Hemd muss keine Ziffer angebracht sein. Du musst nicht einmal ein Hemd haben.

Du musst nicht einmal einen Namen haben. Du trägst einen einzigen Namen. Kind Gottes.

Die Welt wurde dir gegeben, und du wurdest der Welt gegeben. Es geht hier etwas ziemlich Wechselseitiges vonstatten. Du hegst, und du bist der Gehegte. Du bist der Gastgeber und du bist der Gast. Du bist derjenige, der dient, und derjenige, der bedient wird. Welchen Titel die Welt dir auch gibt, er ist von keiner Tragweite. Unterteilungen sind willkürlich. Die Wahrheit nicht. Die Wahrheit ist die gleiche. Die Wahrheit holt sich keine Favoriten heraus.

Du bist von großer Wichtigkeit. Du bist der eine, der in der Ewigkeit schwimmt. Du bist der Beweger der Wellen. Täusche dich selbst nicht darüber, dass du oder dein Leben nicht von Belang ist. Du zählst.

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HEAVEN #718 – 9.10.2002 – Like Stones

WIE STEINE

Du hältst an Ideen fest, als wären sie eine Lebenslinie. Das ist wie wenn sich jemand zu seiner Hilfe an einem Seil festhält, was mit nichts in Verbindung steht. Du denkst, die Stärke deiner Auffassungen hält dich sicher. Oder die Stärke deiner Glaubensvorstellungen. Du befürchtest, dass du, sofern du dich nicht an ihnen festhältst, oder sofern alle deine Prämissen nicht korrekt sind, sodann abdriftest. Indes bist du gegenwärtig auf den Gedanken, an denen du du so teuer festhältst, abgetrieben. Viele Ideen sind nichts als mit Luft gefüllte Ballons, die dich scheinbar an einer Stelle halten. Sie heben dich nirgendwohin. Tatsächlich halten sie dich unten. Du benutzt sie als den Boden unten und scheust einen fliegenden Teppich.

Was wäre, wenn du deine Ideen los lässt? Was wäre, wenn du sie in deiner Hand wie Steine umdrehen würdest, und wenn du sie als das Hütchen an der Kompassnadel sehen würdest, was sie sind. Was wäre, wenn deine wertvollen Ideen überhaupt nicht wertvoll sind.

Ideen sind wie Brisen, die daherströmen, und, du mögest sie nicht gefangen nehmen. Was du gefangen nimmst, bindet dich. Die Glaubensvorstellungen, an denen du so sehr festhältst, sind bloß Beschränkungen.

Wirf deine Ideen in die Luft hoch, und schau, welche bleiben und welche fortgehen mögen.

Ideen sind wie Orangen, mit denen du jonglierst. Sie sind nicht dafür bestimmt, einfach ruhig in deiner Hand zu bleiben. Sieh Meinungen als etwas, was du nicht aufzubewahren hast.

Wenn dein Geist mit Gewissheit angefüllt ist, was kann ihn dann betreten? Was hat dich dazu gebracht zu denken, du müsstest dir sicher sein, dass du recht hast? Du brauchst weder richtig noch falsch zu liegen. Das ist nicht die vorliegende Frage.

Du brauchst dich nicht selbst zu verfechten. Wo liegt darin die Liebe? Lass sind die Ideen von Richtig und Falsch los, und mehr Liebe wird hereinströmen. Was kann Gewissheit des Rechten und Gewissheit des Falschen anderes sein als der Verurteilung sich selbst ihre Abgabe zu überreichen. Du ersuchst, von Verurteilung abzulassen, aber du hältst an ihren Prämissen fest.

Lasse deine Gedanken los. Speichere sie nicht. Schlage sie nicht an der Wand an. Lagere sie nicht in einer Schublade. Gehe von deinem wertvollen Denken fort, und fange von vorne an.

Frühere Ideen nahe an deinem Herzen behalten ist an der Vergangenheit festhalten. Die Vergangenheit ist dafür da, um aus ihr hervorzutreten. Die Vergangenheit ist dafür da, um dich vorwärts aufzupulvern, ansonsten ist sie Treibsand.

Was wäre, wenn alles, was du bisher gedacht hast, dich in die Irre geführt hat? Trotz all des Denkens, an dem du festgehalten hast, hast du Fortschritte gemacht. Nicht wegen ihm.

Erhasche dir neues Denken von der Sonne und den Sternen. Genug von den alten Erdgedanken. Alle die Dringlichkeiten, die von dir abgehen werden, sobald du von vergangenem Denken abgehst. Vergangenes Denken ist abgestandene Energie. Nimm einen frischen Atemzug des Denkens.

Lasse Mich deiner alten Gedanken entleeren. Welche Gedanken kannst du denn behalten, unterdessen du bei Mir bist? Gedanken verlassen dich. Gedanken verblassen. Liebe wird das Höchste. Gedanken der Liebe sind nicht Liebe. Einzig Liebe ist Liebe, diese blendende Energie des Seins, dieses Licht, was heller und heller wird, diese aufknospende Energie des Lichts, die lediglich mit dem Seien zu tun hat.

Du hast dich selbst mit Gedanken verbeult. Lasse sie stehen. Gib dem Seien statt. Die Quelle des Seins inwendig in dir wird erscheinen, und deine Weisheit wird über das sterbliche Denken hinausgehen.

Dein Denken macht dich nicht vollständig. Dein Denken hat dich fragmentiert. Vielleicht ist es an der Zeit, von vorne anzufangen. Du hast Ansprüche auf ein Territorium angemeldet, das du nicht mehr länger willst. Es ist bloß so, dass du gezögert hast, um der Eigentümerschaft willen los zu lassen. Was brauchst du alte Gedanken, um deinen Kopf auszustopfen?

Räume deinen Geist auf. Leere ihn aus. Vollpacken ist nicht Vollheit. Dein Geist ist ein Pfad, kein Gepäckraum eines Dampfschiffes.

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HEAVEN #719 – 10.10.2002 – In the Next Moment or So of the Infinity

IM NÄCHSTEN AUGENBLICK, ODER SO, DER EWIGKEIT

Ich erschuf dich, und du wirst immer noch erschaffen. Ich bin mit dir noch nicht fertig. Alle Blaupausen sind vor langer Zeit angefertigt worden, aber nach wie vor wirst du geformt. Ich bin dich am Formen. Oder, Wir können sagen, du formst dich selbst, unterdessen du deinen Weg nimmst. Ja, du erschaffst dich selbst. Du liest all die Teile auf und legst sie sind zusammen. Du sammelst lose oder fehlende Teile von dir auf, und machst ausfindig, wohin sie gehören.

Du, der du bereits Ganzheit bist, befindest dich nichtsdestotrotz im Prozess der Vollendung. Du bist lebendig. Falls du, während du dein Leben auf der Erde lebst, bereits festgesetzt wärst, falls alles mit dir erledigt wäre, welche Hoffnung könnte es dann in der Welt geben? Doch glücklicherweise bist du noch nicht in allem festgelegt. Du bist nach wie vor am Werden. Du bist der Ton, der aus dem Rad des Töpfers hervorkommt. Du bist ein Gefäß, freilich kommt immer noch mehr von dir zum Vorschein, es wird angeschmiegt, hoch und hoch gezogen.

Du bist der Film, der entwickelt wird. Das Foto wurde aufgenommen, aber es ist noch nicht erschienen.

Du bist ein großes Geschenk, das noch nicht geöffnet worden ist. Bis du gänzlich geöffnet bist, bist du nicht offenbart worden. Demnach ist da noch mehr, was kommt.

Nun trittst du aus deiner vorher ausgedachten Form heraus.

Was immer du an Herrlichkeit manifestiert hast, wie weit immer du gekommen bist, einerlei, welche blauen Bänder du trägst, du hast kaum begonnen. Das ist etwas Gutes. Sei nicht entmutigt. Hättest du bereits alles offenbart, was du bist, was würde dann mit der Gelegenheit passieren? Du, der du änderungslos ist, befindest dich im Prozess der Veränderung. Dein Wandel ist Wachstum. Und du wächst heran. Du wächst größer. Du wächst zu der Höhe heran, die an dir ist, zu ihr heranzuwachsen, und danach sodann zu einer anderen Höhe.

Sage nie wieder: „So bin ich eben.“ Oder: „Das bin ich eben.“ Oder: „Genau das bin ich.“ Du beginnst noch nicht einmal zu erkennen, deswegen ist es viel zu früh, dich selbst endgültig festzulegen. Es gibt nie die richtige Zeit zu sagen, du habest bereits alles manifestiert, was an dir ist zu manifestieren. Nicht alles ist gesagt und getan. Du bist nicht in der Zeit und im Raum eingefroren. Jegliche Bilder, die du gegenwärtig auf der Erde von dir selbst hast, sind alte Bilder, und nun ist die Zeit da, neue aufzunehmen.

Das werden keine Studiofotografien sein. Du wirst für sie nicht Pose stehen. Es werden natürliche Fotos sein, im Sonnenlicht aufgenommen. Du wirst dir nicht gewahr sein, dass sie gemacht werden. Du kannst nicht darum bitten, sie ansehen zu können, so, als wären sie ein Zeugnisbericht von dir. Du wirst dich nicht nach Reporten umschauen. Du wirst das Berichten selbst ausführen. Du wirst pur durch dein eigenes Sein einen Fortschrittsbericht erstellen. Du wirst das Leben enthüllen, indem du es immer neu lebst. Du wirst die Möglichkeiten des Lebens dir selbst und Anderen enthüllen. Du wirst Mich enthüllen, und, indem du das tust, wirst du Andere sich selbst enthüllen, und wirst beginnen, wirst schlicht beginnen, das Ausmaß von wer du bist und das Ausmaß der Wunder, die du dabei bist auszuführen, zu erkennen.

Wenn du deine Aufgaben auf der Erde vollendet hast, wieso solltest du hier noch weiter bleiben? Du bist nicht hier auf der Erde, um eine Strafe abzubrummen. Du bist nicht hier, um Däumchen zu drehen oder um die gleichen Gedanken hin und her zu wenden. Du bist nicht hier für nichts. Du bist für etwas hier. Du gehst nicht einfach vorüber oder durchquerst das Leben. Du befindest dich nicht auf einem nutzlosen Schlendergang. Du bist kein Tourist. Du bist der Tourführer. Du nimmst Andere mit auf eine Tour der Schöpfung. Du bist ein Tourführer der Schöpfung. Nun wirst du das wissen.

Du bist der einzige, der die Decke von dem schönen Kunstwerk an der Wand wegzieht, sodass es alle sehen können. Indem du das tust, siehst du und enthüllst du, dass du und alles bei dir in den großartigen Gemälden an den Wänden der Zeit wiedergegeben sind – und in der großartigen Kunst, die noch nicht an der Wand hängt, oder die noch nicht gemalt ist oder an die bis jetzt oder im nächsten Augenblick, oder so, der Ewigkeit noch nicht einmal gedacht wird.

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HEAVEN – #720 – 11.10.2002 – Beyond Dimension

JENSEITS VON DIMENSION

In diesem Augenblick der Ewigkeit drängen sich Engel rund um dich. Vergiss das nie. Du bist nie alleine meint ebendas. Sogar wenn du mitten im Ozean abgetrieben wärst, wärst du nicht allein. Sogar wenn du durch den Raum blitztest, wärst du nicht allein. Sogar inmitten von Krieg und Katastrophen, bist du nicht allein, denn Ich bei dir und eine Schar von Engeln desgleichen. Und dennoch fühlst du dich oft alleine, vielleicht mit Anderen zusammen geklumpt, die sich auch allein erfüllen, aber allein in einer Wildnis des Denkens. Eingetaucht in Meiner Liebe, fühlst du dich zuweilen ohne sie. Ich bin jetzt bei dir und eine Schar von Engeln versengt dein Herz.

Wir können Engel ein Dahinströmen Meiner Energie nennen. Wir könnten sagen, obschon das inakkurat ist, dass Engel bei dir anlangen, bevor Ich das tue, und dass sie Mir in Meinem Wirbelstrom folgen und bei dir bleiben, nachdem Ich weggegangen bin, wiewohl sie Kuppen Meiner Energie, Vorläufer und Rudimente sind. Aber Ich komme nie an und gehe nie fort. Wir sprechen in Metaphern über das Licht der Realität, das Ich bin. Engel sind mehr Realität, als irgendetwas anderes, an das du denkst, Realität ist, aber Engel sind Metaphern. Schöne, jedoch eine Redeweise, ein Bezugspunkt für Meine Lichtenergie, die im Universum herumwirbelt. Ich bewege mich nie. Ich bin immer still, aber Ich strahle weit aus, demnach zu dir, Ich erscheine um hineinzukommen und herauszugehen, in diesem und jenem. Ganz bestimmt ist das deine Erfahrung von Mir, dass Ich mehr zu etlichen Zeiten und weniger zu anderen Zeiten bin. Das ist selbstverständlich eine Unmöglichkeit, aber gleichwohl deine Erfahrung.

Ich bin dir am Intimsten. Ich bin in jedem deiner Atemzüge. Das Universum ist mit Mir gefüllt, und du bist ein Teil des Universums. Du musst mit Mir ebenso gefüllt sein.

Ich werde oft gefragt, ob Ich eine Form habe und gesehen werden kann. Habe Ich, Der Ich den Kosmos geschaffen habe – habe Ich eine Form, und kann Ich gesehen werden, und, um es mehr auf den Punkt zu bringen, wirst du Mich je sehen? Ich, Der Ich der Schöpfer der fünf Sinne bin, bin Ich über sie hinaus? Wirst du Mich mit deinen Augen sehen, Mich mit deinen Fingern berühren, Mich mit deinen Ohren hören, Mich mit deiner Zunge schmecken, einen Geruch von Mir mit deiner Nase aufnehmen? Ist das, was du willst? Ist das der Beweis, nach dem du lechzt? Muss Ich für dich körperlich sein, dass du Mich erfasst?

Meine Antwort an dich ist zweifach. Ja, Ich kann im Physischen gesehen werden. Nein, Ich kann nicht. Die Antwort indes ist gut so, nicht zweideutig. Du hast Schönheit gesehen, die über Worte hinausgeht. Ich bin noch mehr. Du hast an einer Rose gerochen, und Ich bin noch mehr. Du hast Götterspeise gekostet, und …. Du hast die Haut eines Säuglings berührt, und Ich bin noch mehr. Du hast himmlische Musik gehört, und du hast erst begonnen zu hören. Ich bin mehr. Ich BIN das Mehr.

Freust du dich nicht darüber, dass Ich über das hinausgehe, was deine Sinne wahrzunehmen vermögen? Meinst du wirklich, Ich wäre mehr, falls du Mich bloß sehen könntest, usw.? Ich wäre weniger. Wie enttäuscht wärst du, wenn Ich auf das körperliche Feld begrenzt wäre. Oh, wehe! Du würdest deine Hände in Verzweiflung ringen, wenn das der Fall wäre.

Glücklicherweise ist es nicht so. Ich bin nicht begrenzt. Ich bin unbegrenzt. Wie die Liebe bin Ich. Braucht es keine große Liebe zu einer Rose, zu wachsen und sich selbst zu offenbaren? Was ist die Blume anderes als die Liebe der Rose, Liebe augenscheinlich gemacht? Lange vor ihrer Blüte war die Liebe nichtsdestotrotz da. Die Rose in der Blüte ist weder mehr noch weniger, sondern nur augenscheinlicher. Die Ölessenz der Rose ist die Ölessenz der Rose. Du kannst es nicht in deiner Hand einfangen. Nur in deinem Herzen. In dein Herz.

Sei auf keinen Nachweis von Mir aus. Der Nachweis von Mir ist streitig. Aber die Essenz von Mir ist unbestreitbar, obschon auch sie angefochten wird.

Existiert Liebe? Wieviele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können ist dasselbe wie zu fragen: Kann die Liebe abgesteckt und dokumentiert, in Zeit und Raum festgehalten werden? Liebe ist immer in Bewegung. Von ihr kann kein Bild genommen werden, nicht von der Liebe selbst, und dennoch, was ist erhabener als ein Tropfen der Liebe. Was ist doch im Universum schier ein Anheben der Macht der Liebe, die derart weit über die Eindämmung hinausreicht.

Wo immer du bist, da bin Ich. Wohin immer du gehst, da bin Ich. Wohin immer du dich wendest, da bin Ich. Jetzt, du, du, enthülle du dich selbst Mir.

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HEAVEN #721 – 12.10.2002 – God Knows

GOTT WEISS

Versuche folgendes: Wenn du morgens aufwachst, dann sage zu dir selbst: „Gott schaut sich jetzt soeben nach mir um. Gott schaut sich immer nach mir um.“

Erinnere dich im Laufe des Tages an diese Worte, und lasse sie durch dich laufen. Sie sind weitaus mehr Wachmacher als Kaffee. Sie sind weitaus nahrhafter als Krapfen.

Wenn du abends zu Bett gehst, ruhe in jenen Worten. Lasse sie die Decke sein, die dich zudeckt. Lasse sie dich einpacken. Nimm diese Worte, und sie werden dir förderlicher sein als alle Schlafmittel. Oder als alle Schmerzmittel, die du nehmen kannst. Das Angedenken, das Mir in deinem höchsten Interesse am Herzen liegt, ist eine Multi-Vitamin-Tablette, und Mineralien dazuhin.

Wenn du abends zu Bett gehst, ja, erinnere dich, du gehst zu Bett zu mehr als zum Schlafen. Du gehst zu Bett, um in Meinen Armen zu ruhen. Was anderes als das kannst du tun, während du abends deinen Kopf nieder legst. Diejenigen, die es schwer haben, einzuschlafen, fürchten womöglich ihre Gedanken, ersetzte sie demnach durch die Gedanken, die Ich dir gebe. Die Angst davor, welche Gedanken dich überkommen, beruht auf der tieferen Angst davor, vermeintliche Kontrolle los zu lassen. Kontrolle los lassen ist das gleiche wie in Meinen Armen ruhen. Es ist nichts mehr als das. Wieso sollte jemand Angst haben oder zögern, in Meinen Armen der Liebe zu ruhen? Und erinnere dich dessen, während du aufwachst, du bist nach wie vor in den gleichen Armen der Liebe.

Kontrolle los lassen ist deine Arme zum Himmel hochheben und dich nach den Meinen ausstrecken. Kontrolle los lassen ist Kontrolle (eingebildete) gegen Zutrauen (echtes) eintauschen. Habe Zutrauen in Mich. Falls nicht Zutrauen, dann habe die Vorstellung, dass du stets in Meinem Herzen und Sinn weilst. Ganz bestimmt ist es so, du bist nie außerhalb von ihnen.

Anstatt zu Mir zu beten, dass Ich deine Seele bewahre, wisse, dass Ich eben das tue, und das Ich das ohne Versagen und ohne erinnert zu werden zu müssen, tue. Du bist derjenige, der erinnert zu werden braucht. Ich möchte sagen, ja, in völliger Korrektheit sagen, du bist derjenige, der erinnert zu werden braucht, dass du dich entschließt, dein Schicksal mit Mir zu teilen. Es gibt sonst niemanden, mit dem du dein Schicksal teilen könntest, außer du ziehst es vor, dem Aufruhr vor dem Frieden den Vorzug zu geben.

Ich bin alles was ist. Das sollte ein ermunternder Gedanke, kein Angst machender Gedanke sein. Außer Mir, was gibt es sonst, um sich darauf zu verlassen? Die Schwächen der Welt?

Auf Mich vertrauen ist nicht mehr als wissen was ist.

Ich bin in deinem Leben ein permanentes, fest eingebautes Teil, so wie du in dem Meinigen. Wir sind unwiderruflich einander anvertraut. Ich bin dir zur Verwahrung anvertraut, so wie du der Meinen. Du ruhst in Mir, und Ich ruhe in dir. Anders kann es nicht sein. Wer wollte es anders haben? Kannst du an etwas denken, was du demgegenüber vorziehen würdest?

Die ganze Zeit über hast du gesagt, dass du dir, wenn du Gott wärest, eine andere Welt ausdenken würdest. Gib das zu. Du hast Vorstellungen darüber, was du hinzutun, und was du wegnehmen würdest, worauf allerdings beruhen deine Ideen? Auf momentanen Ängsten, auf Kummer, auf Wünschen; das allerdings ist nicht genug, um darauf eine Welt zu errichten. Vielleicht würdest du dir eine aufgebahrte Welt ausdenken, eine ohne Ungewissheit, völlig auskartiert, keine irrigen Wendungen, eine voller Blumen, ein leichtes Leben, Freude und Schmerz, Gesundheit und nie Krankheit, Wahrheit und nie Irrtum, einzig Leben, nie Tod. Das ist die Welt, die Ich zeichnete, aber du hast sie nicht so gesehen.

Du würdest eine Welt ohne Schmutz aufzeichnen, so dass du nie zu putzen hast, worin allerdings würde die Nahrung wachsen? In welchem Boden würden bloß Blumen wachsen? Und das Gute, was Unkräuter ausrichten, was würde sie in deinem Plan ersetzen? Sage Mir, wie weit vermag eingedämmtes Denken dich zu nehmen?

Demnach also, Ich erinnere dich daran, dass Ich Mich in jeder Minute nach der umsehe, und, Ich weiß, was Ich tue.

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HEAVEN #722 – 13.10.2002 – Your Soul and You

DEINE SEELE UND DU

Genieße die Freuden des Lebens. Eine Tasse Tee. Ein Spaziergang. Eine Begegnung mit einer anderen Seele. Ein Abschied. Nimm an dem Leben teil, während du ein Menschenseinswesen auf der Erde bist, entsinne dich jedoch, du bist eine Seele. Das ist kein Problem. Es findet keine Schlacht statt zwischen deinem Menschsein und deiner Seele. Jeder ist für den anderen da. Sie sind Gefährten. Dein Menschsein ist eine Gelegenheit. Deine Seele und dasjenige, was du als du bestimmst, sind keine gegensätzlichen Seiten. Du bist nicht einer ODER der andere. Du bist aufs Tiefste Teil des je anderen, und da ist kein Widerspruch zu verzeichnen, außer, du sagst das.

Dein Menschsein reicht über deinen Körper hinaus, indes erfährst du dein Menschsein mittels der Sinne des Geistes und des Körpers. Dein Menschsein überbringt deine Individualität, und deine Seele fährt mit dir zusammen los. Deine Seele ist kein pflichtbewusster Einwender. Sie liebt es, mit dir zusammen zu gehen. Sie ist ein Teil von dir.

Bringe Seele nicht mit Gewissen durcheinander. Die Seele ist um vieles veredelter, als es das Gewissen je sein könnte. Sieh die Seele als einen schönen Strom, der inwendig in deinem Menschsein fließt. Er läuft mit dir. Als das heranwachsende Menschenseinswesen, das du bist, hast du eine bewusstere Mitwirkung auf der Menschlichen Seite, die Seele ist aber wohl-unterrichtet über dich.

Es ist eine Menschliche Sache, eine Seele zu haben. Es ist eine Lebensangelegenheit. Es läuft nicht mehr darauf hinaus, dass du dein Menschsein für deine Seele aufgibst, als du deine Seele für dein Menschsein aufgibst. Stelle keines von beidem auf die Seite. Bewahre beides. Was immer du denken magst, sie sind kompatibel. Das muss so sein, worin läge sonst der Nutzen, Menschlich zu sein?

Schäme dich nicht, ein Menschenseinswesen zu sein. Es ist nicht so, wie du womöglich gedacht hast, dass deine Menschliche Seite deinen Niedergang darstellt, und deine Seele deine Erlösung. Es ist schlicht so, dass deine Seele eine umfassendere Vision besitzt. Sie kennt ihren Ort im Kosmos, während du, dieses individuelle Menschenwesen, dabei bist, deinen Ort auf der schlichten Erde zu finden.

Bitte nimm zur Kenntnis, dass du für deine Seele genauso gut bist wie sie für dich gut ist. Ihr seid einander Partner, die Seele weniger lärmend, aber das meint nicht stille. Und das meint auch nicht, dass du, du individueller Mensch, stets ohne Weisheit bist, denn du weißt weitaus mehr, als du dir selbst Glauben schenkst. Ihr verlasst euch aufeinander, du und deine Seele, ihr seid keine Gegenbegriffe.

Hier ist kein Abtausch oder keine Pattsituation vorzufinden. Hier ist ein Begegnungsort.

Erinnere dich: Deine Seele ist glücklich, ein Teil von dir zu sein, erfreut, vielleicht stolz. Deine Seele ist ein lebenswichtiger Aspekt von dir. Sie ist weder außerhalb von dir noch dir entgegengesetzt. Sie ist dein.

Und wo existiert die Seele, dieser intime Funke von dir? Bin Ich deine Seele? Wenn Ich sage, Ich bin inwendig in dir und du erkennst Mich in deinem Herzen, bedeutet das, dass Ich deine Seele bin?

Ich bin der Schöpfer deiner Seele, und Ich bin der Schöpfer von dir. Deine Seele existiert bei Mir. Deine Seele wächst ebenso wie du. Deine Seele ist dir voraus, aber so weit hinten bist du nicht. Du und deine Seele befinden sich in diesem Miteinander.

Deine Seele ist ewig. Nicht dein Ego. Seelen verschmelzen in das Einssein auf eurer Reise, und dennoch ist es eure Reise.

Gar auch dann, wenn deine Seele im Himmel ist, machst du immer noch Erfahrungen, aber du erfährst alleine die Vollheit der Liebe. Das ist alles, was du im Himmel erkennst. Das bedeutet nicht, dass du, als du, verschollen gingst. Das bedeutet, du bist gefunden. Du entdeckst dich selbst, dass du und deine Seele eins sind, und dass Ich mit euch Eins bin. Du bist Mein, und deine Seele ist Mein, und Wir sind Eine Herrlichkeit, versammelt um Eine Erfahrung Unser Selbst, und somit gelangst du dazu dich zu erinnern.

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HEAVEN #723 – 14.10.2002 – Remembering and Forgetting

ERINNERN UND VERGESSEN

Ich spreche oft mit dir über das Loslassen der Vergangenheit. Loslassen ist mit Vergessen verwandt. Zum Mindesten ist Loslassen etwas von der Vergangenheit zur Seite legen. Einen Gutteil des Restes der Zeit spreche Ich mit dir über das Erinnern.

Was du vergisst, ist unwichtig. Du brauchst es nicht bei dir zu behalten. Du brauchst keine große Menge an Informationen mit dir herumzutragen. Damit stopfst du deinen Kopf voll. Ich rate dir, ihn aufzuräumen. Nimm eine Menge Vergessen vor. Lasse Fakten und große Haufen des Wissens los, denn es verwirrt deine Arterien.

Unerlässlich zu erinnern ist Unsere Verbundenheit. Ja, erinnere dich Meiner. Erinnere dich Meiner Existenz. Erinnere dich Meiner Präsenz bei dir. Dich Meiner erinnern reinigt deine Adern. Du wirst klarer-denkend. Du kannst dich nicht an alles erinnern und klar-denkend sein.

Du kannst deinen Schrank nicht bis Oberkante vollpacken und ihn aufgeräumt halten. Du wirst dich durch einen vollgestopften Schrank hindurch zu hamstern haben, bevor du findest, was du suchst. Immer und immer wieder. Jedes Mal. Das gleiche bei deinem Kühlschrank. Du hast Dingen Bewegung zu verschaffen, um zu finden, was du möchtest, oder gar um zu sehen, was du hast. Behalte nur wenige Dinge, nicht alles. Dann kannst du sehen.

Und so ist es gut, dass du deine Pfade in deinem Geist sauber hältst.

Lange Zeit deines Lebens wurdest du darin unterwiesen, dich dieser Sache und jener Sache zu erinnern. Nun sage Ich dir, zu vergessen. All die Leckerbissen des Wissens, die du hast, es ist in Ordnung so, sie zu vergessen. Dein Leben ist keine Quizshow. Genauso wenig ist es eine Gerichtsverhandlung. Du brauchst kein Zeugnis für deine Existenz oder für deinen Wert herbeibringen. Fakten und Einzelheiten sind bloß Fakten und Einzelheiten, und sie stellen nicht das dar, woraus du gemacht bist, und sie stellen nicht das dar, wofür du gemacht bist.

Dich Meiner entsinnen ist deinen Pfad säubern. Dich Meiner entsinnen ist eine Schneeschaufel. Dich Meiner entsinnen beseitigt den Schutt.

Also, wiewohl Ich sage: „Entsinne dich Meiner“, ist das nicht genau das, was Ich meine. Ich kenne in deiner Sprache kein Wort dafür, was Ich meine. Ja, es ist gut, einen Gedanken an Mich zu haben, aber Ich meine keinen Gedanken alleine.

Was Ich sagen möchte, ist womöglich: „Nimm eine Anerkenntnis von Mir ein.“

„Wende dich Mir zu.“

„Denke mit deinem Herzen an Mich.“

„Suche nach Mir.“

„Schau, wie nahe Ich bin.“

„Schau dich nach Mir in einer Menge um.“

„Halte, Tag und Nacht, Ausschau nach Mir.“

„Sei klar damit, dich näher an Mich zu begeben.“

„Erwarte Mich.“

„Mache dich selbst wieder mit Mir bekannt.“

„Heiße Mich willkommen.“

„Begleite Mich.“

„Halte unsere Verabredung ein.“

Ich meine all das, wenn Ich sage, dich Meiner zu erinnern. Demnach siehst du, Ich meine im eigentlichen nicht, in deinem Kopf Gedanken an Mich zu halten. Ich meine eigentlich, indes Meiner eingedenk zu sein. Besinne dich selbst Unseres ewigen Bestands.

Meine Ich auch, Mich zu lieben? Liebe ist kein Befehl, den Ich erteile. Genauso wenig eine Anweisung. Mich anerkennen ist genug. Selbstverständlich kannst du Liebe nicht von Anerkennung trennen. Jedes Mal wenn du Mich entdeckst, eilt die Liebe herein, Liebe begegnet Liebe, Liebe plumpst in sich selbst, Liebe quillt über, Liebe um ihrer selbst halber, Liebe aus Gelegenheit zur Liebe, Liebe am Hüpfen, schlafende Liebe, die aufwacht, sodass sie sich selbst überall sehen kann.

Wir begegnen uns einander jetzt soeben in diesem Augenblick. Unsere Herzen berühren sich. Wo befinden sich deine Gedanken jetzt? Unsere Unverzüglichkeit der Liebe lässt nicht viel Raum für Gedanken. Wer möchte in Meiner Umarmung denken? Welche Einkaufsliste ist wohl in deinem Sinn, während Wir in Unserer Liebe füreinander eingetaucht sind? Was etwa kann weggelassen werden? Was gibt es außer Uns auf der Erde, um sich daran zu erinnern?

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HEAVEN #724 – 15.10.2002 – The Oneness of All Life

DAS EINSSEIN ALLEN LEBENS

Alles was Menschen tun, ist ein Anlauf, das Einssein zu erreichen. Alles.

Sogar der Krieg ist ein Bemühen um das Einssein, ein klägliches Bemühen, indes gleichwohl ein Anlauf, Einssein zu erlangen, indem das ausgelöscht wird, was als der Andere gesehen wird.

Ärger ist ein Versuch, um das zu beseitigen, was bei deinem Empfinden des Einsseins dazwischenzukommen scheint.

Die ganze Trennung, die du ausführst, ist ein Bemühen um das Einssein. Du stellst Andere von dem Raum frei, in dem du bist, sodass nur Einssein übrig bleibt. Und dann, wenn du alleine zurückbleibst, nennst du das Einsamkeit. Oder, sofern eine gewisse Anzahl in einem Einvernehmen mit dir zurückbleibt, nennst du das ein Team oder eine Hilfe.

Fragen, die du dir oft, bewusst oder nicht, stellst, sind: Was bist du mir? Was bin ich dir?

Damit lädst du herbei, und damit stößt du weg. In einer weit entfernten Ecke deines Herzens weißt du immer, das bist du selbst, den du selbst wegstößt oder den du einlädst. Tief innen weißt du, es gibt keinen Anderen. Alle Verbrechen sind Verbrechen gegen dich selbst.

Jede Unterhaltung, die du führst, vereint oder entzweit.

Oh, ja, du möchtest geeint werden. Aber Einverständnis ist nicht Vereinung. Genauso wenig ist Nicht-Einverständnis Aufgetrenntheit, außer du denkst dir das so.

Manchmal hast du es gerne, mit jemandem zusammen zu arbeiten, doch die meiste Zeit ist das ein Kampf, deswegen hast du es auch gerne, getrennt zu arbeiten. Allerdings, ob du nun eine Allianz mit einem Anderen verkündest oder nicht, du bist in ihr zusammen, denn alles, was du tust, und alles, was sie tun – alles wirkt auf den anderen ein, und alle sind beeinflusst. Du hast zahlreiche stille Partner. Nähe oder Entfernung ist nicht von Belang. Alles ist Nachbarschaft.

Hau ruck! Entweder du verbreitest Licht oder du verbirgst es. Du einst oder du trennst auf. Das eine nennt man Freude, und das andere nennt man Leid und Weh.

Du hast keine Wahl außer zu wählen.

Es gibt keine Seiten, aber du musst wählen. Wähle nicht per Voreinstellung. Wähle per Bestreben.

Wähle die Allianz. Mache alle zu Alliierten. Sei allen ein Alliierter.

Es ist etwas Kleines, Andere zu trösten, und es braucht nicht viel Zeit, in der man das tun kann.

Lege deine Schwerter nieder. Sie sind Ego. Schwerter und Ego können niedergelegt werden.

Lasse dein Herz sich selbst sein. Lasse es ein Laserlicht der Liebe sein. Lasse es Stahl und Berge durchschneiden. Lasse es Ströme hinunterfließen. Lasse es die Felder einsäen und sie ernten. Lasse dein Herz Schimmer an jedweder Küste hinzutun, wohin es dich nimmt. Lasse dein Herz das Dschungelgewächs durchschneiden. Lasse dein Herz das Wilde zähmen. Lasse dein Herz nichts zähmen, alles umarmen. Lasse dein Herz das Wunder der Schöpfung würdigen. Lasse dein Herz das Instrument von ihr sein, das Instrument, durch Liebe geschmiedet. Belaste nicht länger dein Herz. Nimm es aus der Jacke heraus, die du um es herum geschnallt hast.

Du hast so viel Angst davor, was die Welt von dir denkt, sodass du dich selbst entmächtigst. Du hast so viel Angst davor, ein Einfaltspinsel zu werden, dass du saftlos wirst und dich selbst hereinlegst.

Heute bekommst du das Leben in den Griff, indem du deinen Griff los lässt. Lasse dein Leben ein großes Gemisch sein, was es ist. Rühre dein Leben mit deinem Herzen um. Verknüpfe Liebe mit mehr Liebe.

Das Einssein, auf das du aus bist, ist dein. Alles ist fertig. Lediglich du versuchst ununterbrochen, etwas aus ihm zu machen. Anerkenne es stattdessen.

Da ist Ein Universum. Universum meint Einssein. Es gibt nicht etliche Universen. Gleich wie viele Galaxien, gleich wie viele Planeten, es gibt Ein Universum, das in dem Einssein Meiner Liebe geschaffen wurde. Und Ich erschuf dich. Wie getrennt, denkst du, bist du vom Universum? Woraus, denkst du, bist du gemacht? Und woraus, denkst du, ist ein Anderer gemacht? Was machst du aus dem, was Ich sage, und was machst du aus dir selbst? Mache aus jenem, was du möchtest. Du bist was Ich sage.

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HEAVEN #725 – 16.10.2002 – The Occasion of Our Oneness

DIE GELEGENHEIT UNSERES EINSSEINS

Erinnere dich oft an Mich. Welcher natürlichen Dinge kannst du dich bedienen, um dich an Mich zu erinnern? Ich rege das an, sodass du dir mehr des Reichtums Unserer Musik und des Reichtums miteinander gewahr bist. Rufe Mich in deinen Sinn; sei dir Unserer Unzertrennbarkeit gewahr. Du wirst wohl bereits wissen, dass Ich immerfort mit dir herumgehangen habe, und dass es keinen einzigen Moment gibt, wann Ich nicht bin, fühle das indes jetzt. Ich bin dir so nahe, dass Ich inwendig in dir bin.

Wenn du genügend los lässt, um wahrlich einen Halt von Mir zu fassen zu bekommen, fühlst du dich fast übermannt, unfähig zu irgendwas anderem. Es ist so, wie wenn Ich ein starkes Parfum angelegt habe, was du sehr magst, und wobei ich aber Angst habe, zu viel davon zu nehmen. Oh, gut, du kannst nie zu viel von Mir nehmen. Ich übermanne dich nicht. Ich ermächtige dich. Ich erfülle dich mit Macht. Die Macht, mit der Ich dich erfülle, nennt man Liebe, dementsprechend tunke Ich dich in Liebe ein, und fülle eine jede Zelle von dir mit Liebe. Du wirst schlicht in Meiner Liebe überflutet. Wieso das nicht öfters bewusst erfahren?

Für dich ist es wichtig, Meine Liebe zu spüren. Das ist insgesamt wichtig, aber im besonderem es ist dir wichtig, wer Meine Worte liest. Da du bereits die Macht Meiner Liebe kennst, kennst du auch die Ohnmacht, während Meine Liebe nicht in deinem Gewahrsein ist. Lasse dir oftmals den ganzen Tag hindurch einen Anflug von Mir zukommen.

Nein, stelle keine Zeituhr. Aber vielleicht jedes Mal, wenn du auf die Uhr schaust, oder wenn du dich fragst, wie viel Uhr es ist, möchtest du Mich freundlich in den Sinn rufen und Meine Liebe aufsuchen, die durch dich strömt, die wie Kastagnetten durch dein Herz wirbelt, wie Tubas, die Liebe in dein Herz hineinpumpen, wo die Saiten deines Herzens Meine Violine ausweisen, so, als hörtest du Mich zu dir in einer Stimme singen, die derart angenehm ist, dass du sie kaum fassen kannst. Ich schlage Meine Trommeln. Horche auf den Schlag. Sei überschwänglich.

Du erkennst in diesen Augenblicken, wie nahe Wir verwoben sind. Es gibt keine fallen gelassenen Stiche. Es gibt nur diese Nähe namens Liebe, und sie ruft dich jetzt, weckt dich auf und schafft es, dass du dich auf einmal in sie zurücklehnst. Oh, du hörst das Murmeln Meines Herzens.

Wenn du aufschreist, antwortet Meine Liebe. Und wenn du nicht aufschreist und deine Gedanken haben sich von Mir absentiert, lehnst du dich nach wie vor in Meinen Armen, geborgen in Meiner Liebe, nie von ihr weg, einzig zuweilen aus dem Sinn. Wie stark Ich doch bin in dir! Wie stark Ich bin! Spiele jetzt Meine Liebe mit der Schellentrommel, Meine Liebe. Oh, ja, lasse das Tambourin Meiner Liebe erklingen.

Außer bei den Gedanken, wie viel Uhr es ist, was kann dich sonst an Mich erinnern?

Wie steht es darum – wisse jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, dass Ich es zum Klingeln bringe. Oder die Türglocke läutet, um dich an Mich zu erinnern.

Oder jedes Mal, wenn du deinen Stift fallen lässt oder einen Fehler machst, möchtest du dich dann freundlicherweise entsinnen, dass Ich im Gange bin?

Oder wenn die Sonne sich bewegt und das Licht sich ändert. Oder wenn eine Brise die Blätter an den Bäumen zum Rascheln bringt. Wenn es heiß ist, oder wenn es kalt ist. In der Ruhe, und sogar in der ruhigeren Stille. Wenn du aufstehst und wenn du dich hinsetzt. Wenn du isst und wenn du gegessen hast. Wenn du glücklich bist, und wenn du traurig bist. Wenn du zufrieden bist, und wenn du unzufrieden bist. Gibt es irgendeine Gelegenheit, die keine Gelegenheit darstellt, um sich an Mich zu erinnern? Kannst du dir eine denken? Lasst Uns diese Gelegenheit Unseres Einsseins jetzt soeben hernehmen, um Uns ihrer zu erinnern.

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HEAVEN #726 – 17.10.2002 – The Flame of Love

DIE FLAMME DER LIEBE

Dein Leben verläuft nicht planmäßig, und dennoch ist es nicht zufällig. Du, der du ein Vortrieb Meines Gedankens bist, treibst dich selbst voran. Du bist kein Spielzeug zum Aufziehen. Es gibt nicht bloß gewisse Richtungen, in die du gehen kannst. Du kannst in alle Richtungen gehen. Du bist nicht batteriebetrieben. Du läufst mit unbefristeter Energie. Du läufst auf Liebeenergie. Nenne es Solarenergie, wenn dir das passender erscheint. Es ist Meine Energie, mit der du betrieben wirst.

Liebe ist reibungslos. Was ist Reibung anders als versperrte Liebe?

Nimm in Betracht, alles ist Liebe, und wohin führt dich das? Da ist Liebe pur und da ist Liebe verzerrt, und da ist alles was ist. Und das Menschliche Leben deckt Liebe pur und Liebe aufgehalten ab. Liebe fällt in der Welt an vielen Stellen in den Zwischenraum. Aber alles ist Liebe, in dieser oder jener Weise geformt, jedoch alles die gleiche Liebe. Wie Pasta, die viele Formen hat, und doch Pasta bleibt, so bleibt Liebe Liebe.

Das einzige, was in deinem Herzen sein kann, ist Liebe. Aber ein Quetschen hier und ein Quetschen da an deinem Herzen wirkt sich auf die natürliche Liebe aus, sodass sie dabei missgestaltet hervorkommen kann. Hernach geht es dann darum, die strammen Stellen in deinem Herzen zu entflechten und das Strömen der Liebe zu entengen.

Du bist bereits Liebe, demnach musst du dich nicht selbst in sie hineinreden. Du musst nicht liebevoller oder mit einem größeren Herzen werden. Du hast bereits das volle Maß. Einerlei, wer du bist oder wo du gewesen bist und was du getan hast, du bist das volle Maß der Liebe. Alles, was du zu tun hast, ist, die Einschränkungen für sie zu beseitigen. Oh, das ist, wie wenn du einen zu engen Schuh ausziehst.

Was für eine Erleichterung ist es, dein Herz von der Knechtschaft zu befreien! Das bedarf keiner Anstrengung. Du sollst es nicht probieren. Alles was du zu tun hast, ist, die selbst auferlegten Hindernisse los zu lassen. Ein Haupthindernis ist die Vorstellung, dass du nicht Liebe bist, oder dass du in deinem Herzen keine Liebe auffinden kannst. Du wirst vielleicht zugeben, dass sie einmal da war, aber du denkst, sie sei Stück um Stück fortgeflogen. Du denkst vielleicht, du hast zu viel von ihr weggegeben. Entsperre deine Liebe, und sie wird bei dir bleiben.

Du hast der Liebe nicht zuzuwinken, damit sie zu dir kommt. Liebe kommt ungebeten. Sie ist bereits da. Du bist der Liebe voll. Du hast sie bloß mit dem Ellenbogen ein wenig weggestoßen.

Du bist ein Transporteur Meiner Liebe. Das ist alles was du bist. Das ist das Meiste, was du sein kannst, und weniger bist du nicht. Alles Mindere ist Selbsttäuschung.

Ich nenne dich nicht umsonst Meine Liebe. Du bist Meine Liebe, die dir gegeben ist, und du bist Meine Liebe, die zu Mir zurückgegeben wird. Egal wie du sie aufschneidest, du bist Meine Liebe. Du bist aus Meiner Liebe gemacht, und du bist derjenige, den Ich liebe. Bei dieser Münze gibt es keine zwei Seiten. Du bist die gleiche Meine Liebe.

Du denkst vielleicht, du bist eine zerstäubende Kerze, aber du hast dich zuvor geirrt. Du hast dich die meiste Zeit geirrt, wer du bist und was deine Fähigkeiten sind. Du bist Licht aufs Höchste, weil du Mein Licht bist. Du, der du in Meinem Bilde gemacht wurdest, bist Mein Licht, Mein Licht in reflektierter Weise. Du bist der Spiegel, und du bist das, was du in dem Spiegel siehst, und du bist das Licht, das alles umfängt.

Sage nicht zu dir selbst, dass du das bereits alles wusstest. Es mag sein, du hast davon gehört, aber du hast es weder verstanden noch bejaht. Noch nicht. Noch nicht vollständig. Oh, sobald du das tust, sobald du die Wohltätigkeit dessen bejahst, aus der Ich dich gemacht habe, sobald du die Wahrheit der erschaffenen Seinswesen bejahst, sobald du dich selbst und alles, was mit dir einhergeht, bejahst, oh dann, dann wirst du ein derartiges Licht auf der Erde sein, dass du durch das Licht in der Flamme der Liebe geblendet wirst.

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HEAVEN #727 – 18.10.2002 – God Consciousness

GOTTESBEWUSSTSEIN

„Dein Wille, nicht mein Wille“ meint Mein Bewusstsein, nicht das deine.

Ich bin versucht, nicht mehr zu sagen. Lasse es das sein. Lasse dich damit befüllt werden. Lasse dich damit dich hinsetzen.

Aber Ich möchte der Versuchung widerstehen, und ein wenig mehr mit dir darüber reden.

Falls es nicht Mein Wille ist, Meine Geliebten, ist es euer Mangel an Verständnis.

Mein Wille herrscht in jedem Fall vor. Aber im Grunde genommen ist es nicht Mein Großer Wille über deinem kleinen Willen. Wir reden hier über den Bedeutungsumfang.

Falls ihr wüsstet, was Ich weiß, würdet ihr anders sehen, aber es geht um mehr als das.

Also, Bewusstsein ist nicht bloß Wissen. Es ist Gewahrsein, das mehr als Wissen innehat. Ich sage in Wirklichkeit nicht, dass du, wenn du die Straße hinunterschaust, vielleicht über Lebenszeiten hinweg die Straße hinunterschaust, einen Atemzug nehmen würdest und verstündest und Unwissenheit aufgeben würdest. Eine Einzelheit des Wissens ist nicht ausreichend. Eine Einzelheit des Wissens ist bloß eine Einzelheit des Wissens.

Du WEISST bereits, dass der Tod eines geliebten Angehörigen eine herrliche Sache ist. Du hast davon gehört. Es mag sein, du akzeptierst das rückhaltlos mit deinem Geist. Oder du grummelst vielleicht, dass das so sein soll. Oder du hast vielleicht das Gefühl, das sei lächerlich. Indes sagt in jedem Fall dein Leiden: „Was nun? Was machen wir jetzt? Ich möchte meinen Angehörigen jetzt hier haben.“

Wir reden hier nicht über Leiden jetzt, Belohnung später. Ungeachtet all dessen, was du über Mich gehört hast, ich glaube nicht an Opfer. Ich glaube nicht an etwas aufgeben, um zum Schluss etwas zu gewinnen. Das schmeckt zu sehr nach einem Handel. Wie auch immer, das ist nicht der Punkt, denn die Tatsache ist: Es existiert nichts zum Aufgeben. Nichts kann aufgegeben werden.

Was Ich zu sagen versuche, ist, dass die Auffassung des Opfers sich in eine Illusion einkauft, in die Illusion, dass etwas wahrhaft verloren werden kann. Es liegt keine Illusionen in der Auffassung, dass etwas Großartiges vor einem liegt. So ist es, egal wie du darüber denkst. Etwas Großartiges liegt vor einem, unbesehen dessen, was du jetzt tust und welchen Handel du abschließt oder unbesehen jedweder ungezählter Gedanken, die du hast.

Die Sache, die es zu erkennen gilt, freilich ist, dass etwas Großartiges jetzt soeben IST, und dass das alles ist was ist. Der ganze Rest, mit dem du dich abfindest und der dich verlockt – all das ist ein Vorüberziehen der Zeit, das hin und her Wiegen einer Katze, ein Faden über einem anderen, hinein und heraus und wieder zurück. Die Konfiguration ist geändert, aber die Schnur ist die gleiche.

Wie erhebt sich deine Bewusstheit zu der Meinigen? Ich höre dich sagen: „Sage mir, Gott, bitte, wie das zu machen ist. Sage mir, wie ich in Dein Bewusstsein gelange. Ich werde das unverzüglich tun. Ich habe das Leiden satt, und bin der Unwissenheit müde. Ich möchte voll und ganz Deine Bewusstheit. Ich habe genug von der meinen. Hier, mit Kusshand, nimm meine eigene. Ich bin meiner Kleinheit überdrüssig. Ich habe es satt, mit dem Leben zu ringen. Sage mir, wie es geht, zu Dir heranzuwachsen.“

Ich habe vorhin darauf hingewiesen , dass dein Wille und Mein Wille in Wirklichkeit gleich sind. Sofern das stimmt, sind sodann dein Bewusstsein und Mein Bewusstsein Eins. Trotzdem sie in der Praxis nicht so recht gleich sind, sind sie es. Im Grunde genommen sind Unsere Bewusstseine nicht von gleicher Größe.

Hier nun die Sache: Es ist nicht so, dass das deine mangelhaft ist. Es ist so, dass du dazwischen zu viel hineingestopft hast. Denke nicht, Ich mache dir Vorwürfe oder ähnliches. Das alles ist eine andere Ausdrucksweise dafür – du bist ein Menschenseinswesen, das die Menschliche Erfahrung erfährt. Du hast zu viel zwischen Uns hineingestopft. Du hast dir zu viel aus den Dingen gemacht. Aus etlichen Dingen, und nicht genug aus anderen.

Fürs Erste, habe in deinen Gedanken: „Gott, Dein Bewusstsein. Dein Bewusstsein alleine. Gib mir was ich bin.“

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HEAVEN #728 – 19.10.2002 – Ego Consciousness

EGO-BEWUSSTSEIN

Du bist dir viel stärker deiner Kleinheit bewusst als deiner Größe. Wenn dem nicht so wäre, würdest du nicht so viel Zeit darauf verwenden, dich selbst auf allerhand Weise aufzupumpen, wie du es tust. Du wirst in der Tat mehr an Mich denken und mehr wie Ich denken. Du wirst anfangen, Mich mehr zu repräsentieren als deine Geringheit. Anstatt zu denken ‚Oh, was sollte ich tun‘, könntest du dich selbst fragen, könntest du dich in zweifelhaften Situationen fragen ‚Was würde Gott tun?‘

Wenn du dir Meine Schuhe anziehst, wird dein Problem sofort in die Hälfte geschnitten, oder in drei Viertel, oder es ist überhaupt nicht mehr da. Vielleicht bleibt die Situation. Wenn du anfängst, so zu denken, wie Ich es tue, hat das Problem keine andere Wahl, als sich selbst neu zu konfigurieren. Was war das Problem überhaupt? Wie immer die Lage ist, in den meisten Fällen, dein Problem ist nichts mehr als das Ego. Sogar bei deinen größten Problemen, welchen Namen sie auch immer tragen, das Ego hält sich versteckt oder es steigt zum Star auf. Sobald du dich allerdings zu Meiner Bewusstheit erhebst, wirtschaftet sich das Ego herunter. Puff! Es ist klug genug zu wissen, dass es in Meinem Licht nicht bleiben kann. Es zieht sich zurück.

Es stimmt, du fängst an zu erkennen, wie sehr das Ego dein Leben anführt, dieser schäbige kleine Zuchtmeister Ego deinerseits. Stehe jetzt für dein Ego nicht ein. Tätschle ihm nicht über den Rücken. Fange nicht an zu denken, dass es für dich lebenswichtig ist. Würdest du nicht daran denken, du brauchtest es, so du würdest du es nicht haben. Das Ego dient nur dazu, dich in dem alten Denken zu belassen, und deswegen dort, wo du bist.

Falls du in den letzten vierundzwanzig Stunden beleidigt wurdest, war das Ego mit im Spiel. Du wurdest beleidigt, weil dich jemand oder das, was du in hohem Maße darreichst oder in genügend hohem Maße darreichst, nicht geschätzt hat, deswegen bist du pikiert. In beleidigtem Zustand trägst du ein Spruchband über deiner Brust, das besagt: „Ich bin mehr, als du mir Glauben schenkst.“

Die größere Wahrheit lautet, dass DU mehr bist, als du dir selbst Glauben schenkst, sonst würdest du nicht an etwas Anstoß nehmen. Könntest du bejahen, dass du alles bist, was Ich sage, dass du es seist, so würdest du in dem Feld des Ego keine Partie spielen. Du wolltest es nicht. Du könntest es nicht.

Du würdest in dem Feld der Liebe spielen. Es hat keinen Musikpavillon, aber es ist ein größeres Feld. Es ist ein endloses Feld, das Feld der Liebe. Es hat keine Umgrenzungen, unterdessen das Ego links und rechts nichts als Grenzen hat.

Du denkst vielleicht, du habest, was die Fortsetzung deines Ego betrifft, keine Wahl, so, als würde es außerhalb von dir existieren, und als sei es wie das Wetter, dem du machtlos gegenüber stehst. Das ist einer deiner irrigen Gedanken. „Ich kann mir nicht helfen“, sagst du. „So und so, das gibt mir ein schlechtes Gefühl. Das und das gibt mir ein schlechtes Gefühl.“

Da steht eine weitere, oft eingesetzte Technik des Ego zur Hand, auf die du dich verlassen hast. Anstatt dass du ein schlechtes Gefühl hast, ist die andere Partei schlecht oder dumm oder unbedeutend. Du stellst eine Verurteilung aus, dies als ein Mittel, um dein Ego zu beschwichtigen. Das Ego möchte dich gerne zu einem Märtyrer machen, zu einem Selbstgerechten. Es möchte dich zu einem Menschen machen, der mit dem Finger zeigt. Es möchte, dass es selbst das letzte Wort behält.

Erinnere dich, Ich bin, der Erste und der Letzte, und Mein Wort ist … Liebe.

Das Leben geht es Öfteren nicht so, wie du es möchtest. Die Leute in ihm mögen das nicht, was du möchtest, und nicht einmal das, was sie möchten, weil das Ego, so wie bei dir, ihr Chefberater war. Hast du nicht über das Leben dahergeplappert, hast du es dir nicht zur Brust genommen, hast du nicht versucht, es zu reformieren, sodass es deinen Richtlinien gemäß ist? Hast du nicht das Leben wie ein Brettspiel angesehen, dabei du der Beweger der Menschen auf ihm?

Alldieweil bist du derjenige unter den Menschen auf dem Brett, der sich in dem Geschehen befindet zu entdecken, dass er über dem Brett steht, und dass seine Bewegungen keinen Bedarf innehaben, durch dasjenige herbei signalisiert zu werden, was ein anderer Spieler tut, genauso wenig durch irgendwelche Regeln des Spieles, vielmehr indes durch ein Verlangen, ein anderes Spiel zu spielen, ein neues Spiel auf einer anderen Ebene ohne Regeln, mit Ausnahme der Regel der Liebe.

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HEAVEN #729 – 20.10.2002 – How High Is the Sky?

WIE HOCH IST DER HIMMEL?

Etwas Wichtiges geht vor, aber du kannst es nicht genau ausmachen. Was du nicht genau ausmachen kannst – das ist dein Wachstum. Was du ausmachen kannst, das hast du bereits in dich aufgenommen. Das was du nicht ausmachen kannst, ist etwas, was empordringt, etwas was dir soeben um die Ecke herum ins Gesichtsfeld kommt. Es ist am Horizont, noch nicht so recht zu unterscheiden, und dennoch streckst du dich nach ihm aus.

Freue dich über das, was du noch nicht so richtig ergreifen kannst, denn es ist die Weite. Das, was du noch nicht in deiner Hand hast, lässt dich erkennen, dass es da mehr gibt. Du magst diese Spalte Konfusion nennen. Sofern es ein Mahlstrom ist, ist es ein Mahlstrom von Partikeln des Lichts. Ein neuer Stern erscheint, und er wartet darauf, dass du ihn ergreifst.

Du sehnst dich danach, dich niederzulassen. Du wärest gerne ein Siedler, bist eingezogen, bleibst an einer Stelle, aber du bekommst heraus, dass du ein Pionier bist, einer, der sich immer in ein neues Territorium begibt. Aber, ah, ist es das Territorium, das neu ist, oder bist du es, der die noch nicht entdeckte Ebene ist? Bist du, du, der du der Entdecker bist, auch die Entdeckung? Bist du der Reisende oder bist du auch die Reise und der gesamte Weg dabei? Was suchst du zu entdecken, und wer sucht es? Vielleicht sucht es dich.

Attraktion ist wechselseitig. Die ganze Pracht des Lebens sucht dich, und du tastest nach ihm herum, denn das stellt eine Art und Weise des Suchens dar. Das ist gut so. Du grabscht. Auf diese Weise wirst du etwas finden. Du wirst das Licht finden.

Ich suche dich, und du suchst Mich. Wir sind Sucher voneinander. Wir suchen die Anerkenntnis voneinander. Wir suchen das, was Wir bereits haben, indes nicht besitzen. Ich habe Mein volles Gewahrsein von dir inne, aber Ich suche aufs Emsigste dein Gewahrsein von Mir. Ich habe dich wohlgeborgen direkt neben mir an Meinem Herz, indessen du noch nicht richtig weißt, wo du bist. Und demnach suchst du deinen Ort im Leben. Du suchst, gegründet zu werden, und dennoch hast du dieses Grübchen an Gewahrsein, dass du schweben musst.

Du bereitest dich auf den Flug vor. Du bereitest dich auf Sprünge des Bewusstseins vor. Du schwingst dich über Masten, und jedes Mal kommst du höher. Den Himmeln sind keine Grenzen, so wie es auch für dich keine Grenze gibt. So weit das Auge sehen kann, es ist überhaupt nicht weit. Komme näher, und du wirst anheben, über den Horizont zu sehen. Lehne dich ein bisschen hinüber. Mach dir keine Sorgen, du wirst nicht fallen. Du kannst nur emporsteigen.

Dass es keine Richtung außer nach oben gibt, bedeutet nicht, dass du dich unten befindest. Du bist weit oben, als du gestartet hast, und du kannst niemals nach unten gehen, denn dein Bewusstsein ist dir eigen. Du bist ein Seemann auf den Himmlischen Meeren. Zu Land oder zur See, du bist ein Seefahrer, ein Segler. Du schaust nicht so richtig zur Küste hin. Du suchst nicht nach einer sicheren Bucht. Du schaust nicht zum Land hin, obschon du im Blick hast, niederzugehen. Du suchst nach den Hohen Meeren, um darauf zu segeln, denn dort bist du Zuhause.

Du schaukelst auf den Wellen des Lebens, und du erhebst dich über sie desgleichen.

Für dich gibt es keine gerade Linie. In der Natur gibt es bloß Krümmungen, und du bist ein Teil der Natur. Die Erde ist rund, ist zuguterletzt rund. Überall wo du bist, bist du genauso nahe am Zentrum. Du bist sehr nahe am Herzen des Lebens. Es kann dir nicht entkommen. Du hörst seinen Puls. Es pulsiert dich in Wellen. Die Wellen regen dich. Aber du kannst dich nicht an den Wellen festhalten.

Indes halte Ich dich, und Ich halte dich hoch.

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HEAVEN #730 – 21.10.2002 – The Rule of Heart

DIE REGEL DES HERZENS

Ich bringe dich immerzu näher zu Mir. Was immer du denkst und fühlst, was immer du nicht denkst und nicht fühlst, Ich BIN, und Ich verwöhnen Mich selbst damit, dich mit Mir zu nehmen. Ich stelle sicher, dass du zu Meiner Freude mit Mir zu den Feldern größerer Freude kommst.

Wie schwer es doch für dich ist, diese Idee zu beherzigen! Du denkst, deine herumirrenden Gefühle seien dein Führer, und dass du ihnen nachgehen müssest. Du hast sie zu deinen Richtlinien ernannt. Unterdessen Ich Mich Selbst ernannt habe. Ich ziehe dich unwiderstehlich zu Mir. Du bist in Meinem Netz gefangen. Du schwimmst immer noch im Wasser, deswegen wirst du es einfach noch nicht mitbekommen haben.

Aber um was für ein Netz handelt es sich, in dem du gefangen bist! Es ist ein Netz der Liebe. Lasse dich in es eingeholt sein. Lasse es dein Trapez sein. Schaukle mit ihm. Wie weit kannst du doch fliegen! Du bist aus einer Kanone Meiner Liebe hinausgeschossen. Einmal im Flug, bist du noch nicht niedergegangen. Du bist nie niedergegangen. Doch denkst du, du befindest dich an einer Stelle, dort umrissen, wo immer dein Körper jetzt eben gerade so ist. Du bist durch nichts beschränkt, jedoch beschränkst du dich selbst.

Wenn du dich selbst nicht auf deine wahllosen Gefühle beschränkst, beschränkst du dich selbst auf auferlegte Regeln. Du nagelst dich mit Latten des „Du sollst“ und des „Du sollst nicht“ zu, unterdessen alles, was du zu tun hast, ist, mit Mir langzukommen.

Es gilt, dich selbst nicht zu einem Gegenstand des Denkens zu machen. Du bist kein Befolger. Worin liegt da die Freiheit? Du bist ein Seinswesen. Du brauchst nicht in etwas gemacht zu werden, dort etwas abgeschnitten, hier etwas angestückt. Ich habe dich bereits ausgedacht. Du bist ein Seinswesen des freien Willens. Höre auf dein Herz des Seins, und du kannst ausschließlich deine Nähe zu Mir erkennen. Richtiges Handeln ohne die Liebe hinter sich ist nicht viel. Das Leben, das Ich dir gegeben habe, ist nicht dafür bestimmt, in der Durchführung äußerer Regeln eingeweicht zu werden, vielmehr aus innerer Liebe heraus. Ausschließlich ein Herz der Liebe kann richtiges Handeln zur Ausführung bringen.

Entsinne dich, die Liebe, von der Ich spreche, ist keine restriktive Liebe, festgesetzt, zu einem einzigen Ort zu gehen, jedoch nicht zu einem anderen. Die Liebe, von der Ich spreche, hat keine Favoriten. Oder Wir können sagen, sie hat bloß Favoriten. Sie ist eine Liebe, die nirgendwohin geführt werden muss. Sie ist eine Quelle der Liebe, die auf sich selbst fällt. Die Liebe, von der Wir sprechen, ist nicht aus augenblicklichen Gefühlen gemacht. Sie ist vielmehr eine Basis, von der du ausgehen kannst, und die dich zu ebenbürtigem Handeln ermuntert.

Dein Leben ist nicht dafür bestimmt, ein Leben der Zurückhaltung zu sein, dich selbst vor Schläue oder Gier oder Blutvergießen zu bezähmen. Es ist dafür bestimmt, ein Leben zu sein, wo es für derartige Kleinheit keinen Platz gibt. Wieso sollte ein Kind von Mir je den Wunsch haben, sich mit solchen ungelenken Dingen, die so weit von der Liebe entfernt sind, einzulassen? Das Leben auf der Erde ist dafür bestimmt, eine Arena des Herzens zu sein, nicht des erstickten Herzens, nicht des Räuberherzens, sondern des frei gesetzten Herzens.

Eine Mutter sagt einem kleinen Kind, seine Spielzeuge mit anderen zu teilen. Es mag sein, das Kind kommt seiner Mutter nach, nicht aus einer Wahl heraus, sondern weil es keine Wahl hat. Teilhaben lassen ohne das Glück des Herzens ist nicht teilhaben lassen. Das Spielzeug geben ist nichts. Das Herz geben ist alles. Mit dem Herzen gibt es geschmeidiges Strömen. Ohne Herz gibt es Reibung.

Dein Herz ist eine gefährdete Spezies auf der Erde. Verschaffe ihm, dass es sich in die Höhe treibt. Lasse es auf die verdunkelte Welt scheinen. Mache mehr Herz. Lasse dein Herz überall vibrieren. Lasse es im Tandem mit dem Meinen schlagen. Lasse es ein einzelnes und einziges Herz sein, das auf der Erde schlägt. Lasst Uns die Welt zu einem heiligen Ort machen, zu einem Hafen für den Himmel, zu einer schönen Raststätte, zu einem Depot für Herzen, wo sie zu ihrer ursprünglichen Herrlichkeit instand gesetzt werden, zu einem Ferienort, der voller Anklänge an die Wahrheit ist. Lasst einen Jubel auf das Herz hören. Lasst uns Trommeln schlagen, nicht Theorie. Lasst uns heute wahrhaft sein.

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HEAVEN #731 – 22.10.2002 – Money and the Good You Do

GELD UND DAS GUTE, DAS DU TUST

Geld ist ein Mikrokosmos der Welt. Es ist ein großer Lieferant der Welt. Aus sich selbst heraus ist es nichts. Es ist das, was die Menschen aus ihm machen oder mit ihm tun.

Jemand, der es hat, teilt es. Ein anderer, der es hat, behält es für sich. Ein anderer nimmt dasjenige eines Anderen. Ein weiterer gibt das aus, was er nicht hat. Ein weiterer mahnt immer wieder, seine Schulden eingetrieben zu bekommen. Ein anderer tilgt.

Geld kann ein großer Segen sein. Es kann auch ein großer Knochen der Auseinandersetzung sein. Oder die gesamte Angelegenheit des Geldes kann bestritten werden.

Der Gedanke an Geld macht dich glücklich oder traurig oder bitter oder unzufrieden und verdrießlich und hoffnungsvoll oder hoffnungslos.

Das Innehaben von Geld wird mit Macht gleichgesetzt. Das Zurückhalten von ihm durch jemanden, der es hat, ist ebenfalls machtvoll. Besitz von Geld ist Dominanz. Mangel an Geld wird mit Schwäche gleichgesetzt, und bringt einen, der es nicht hat, zu dem Gefühl der Unterwürfigkeit.

Geld hat großen Weltwert. Was für eine Wertungsliste ist doch aus ihm gemacht worden! Aus unbedeutendem Papier ist Wichtiges gemacht worden, laut dessen, was auf ihm aufgedruckt ist. Oh, viel wert ist auf das Geld gesetzt worden, auf Papierstücke, die zerrissen werden und in einen Fluss geworfen werden können, genauso auf intakte Papierstücke, die für Gold angesehen und rund um die Welt gereicht werden. Oder, bloße Darstellungsarten von Geld gelangen genauso dazu, gezählt und transferiert zu werden, ohne dass je Hände daran rühren.

Aber auch Geld, das nie deine Hand berührt, übt seine Macht aus. Es ist in der Bank. Oder im Markt. Du bist mit ihm rauf oder runter.

Das Wort „Geld“ ist mit dem Wort für Hand verbunden. Geld wird herumgereicht. Berührung stand mit Geld in Beziehung, und das Wort „Berührung“ wird immer noch mit Geld assoziiert. Doch jetzt, so scheint es, ist dieses Geld aus deiner Hand fort.

Wer besitzt das Geld? Was ist dessen große Attraktion, und was ist das Treiben zu ihm hin?

Und was ist es überhaupt? Sicherlich, ohne es möchtest du nie sein. Du weißt, du möchtest ohne es nicht sein, ohne diesen Mikrokosmos der Welt der Menschen.

In der Welt ist Geld alles, und doch wissen alle, es ist nichts. Gleichwohl geht die Suche nach ihm dir nach. Du bist getrieben, es zu besitzen, es zu bewahren oder es auszugeben. Geld ist im Menschlichen Leben wie ein Dämon, sofern du nach ihm scharrst. Aber es kann ein Erzengel sein, wenn es der Menschlichen Leinwand des Lebens von Nutzen ist.

Welchem Gott dienst du mit dem Geld, Mir oder dem Ego? Nicht Geld ist dein Lebensunterhalt. Ich bin das. In welcher Währung zahlst du bei Mir ein? Es gibt bloß ein Mindestmaß, das du Mir einzahlen kannst, und das ist das Herz. Die Hand ist mit dem Herzen verbunden. Die Hand, die Geld entgegennimmt oder gibt, ist mit dem Herzen verbunden. An wen möchte dein Herz etwas geben? Bete, dass dein Herz sich danach sehnt, etwas auszugeben, und nicht bloß einzunehmen.

Gib dein Herz jetzt. Du, der du jetzt kaufen kannst, und später bezahlen, gibt jetzt dein Herz aus. Warte nicht. Hebe dein Herz nicht für einen besseren Tag auf, so wie du dir das Geld für einen Regentag aufhebst. Gib dein Herz jetzt aus.

Wenn dir große Reichtümer zuteil geworden sind, was möchte dein Herz mit ihnen tun? Wie viele Anschaffungen werden vor einem Gedanken an Mich vonstatten gehen? Fühle dich nicht schlecht. Ich schimpfe nicht mit ihr. Ich stelle bloß heraus, wo Ich scheinbar auf deiner Liste stehe. Beziehe dich zustimmend auf dich selbst, sollte Ich überhaupt auf deiner Liste stehen.

Verstreue deine Segnungen zurück zu Mir, denn du weißt, dass Ich es bin, Woher alle Segnungen entströmen. Ich verlange dir keinen Handel ab. Ich sage dir bloß, wie du am Besten in der Welt lebst.

Der Austausch von Geld ist ein weiterer Anlauf zur Ganzheit. In Wirklichkeit möchtest du dich mit der Gesamtheit der Menschheit verbunden wissen und im Einssein verschmolzen finden. Wie immer du dich mit dem Geld einlässt, es ist deine Suche nach Einssein. Das Gute, was du tust, kommt zu Mir zurück.

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HEAVEN #732 – 24.10.2002 – For Those Who Take On Too Much

FÜR JENE, DIE ZU VIEL ÜBERNEHMEN

Dieser Heavenletter ist nicht für jeden gemeint. Er ist für Etliche bestimmt. Vielleicht wirst du dich selbst hier an dieser Stelle erkennen. Jedoch ist diese Botschaft vielleicht nicht für dich. Aber für etliche von euch.

Es gibt Leiden. Dein eigenes, und dasjenige eines Anderen. Das Leiden eines Anderen gehört ihm zu. „Gehören“ ist nicht das richtige Wort, weil Leiden niemandem gehört. Leiden ist etwas Hinzugefügtes. Wie auch immer, mache den Schmerz eines Anderen nicht zu dem deinen. Übernimm ihn nicht. Du erweist niemandem einen Dienst, indem du ihn übernimmst. Du erweist ihm einen schlechten Dienst.

Das bedeutet nicht, gegenüber dem Schmerz eines Anderen unempfindsam oder gleichgültig zu sein. Mache ihn bloß nicht zu deinem eigenen. Übernehme ihn nicht. Du kannst ein guter mitempfindender Mensch sein, ohne den Schmerz eines Anderen zu absorbieren. Du verringerst den seinen nicht. Du verdoppelst ihn, weil du ihn gleichfalls zu dem deinen gemacht hast.

Hilf dem Hungernden, aber das bedeutet nicht, selbst zu hungern. Hilf dem Kranken, aber nimm seine Krankheit nicht auf dich.

Wenn du den emotionalen Schmerz eines Anderen übernimmst, versuchst du, ihn an seiner Stelle zu lösen, unterdessen es ihm anliegt, ihn zu lösen. Du mischst dich ein. Du bringst dich in ihrem Wachstum dazwischen. Du versuchst, ihr Leben umzuordnen. Du sagst ihnen, was zu tun und wie es zu tun ist. Du übernimmst.

Womöglich mögen sie das und du magst das, früher oder später allerdings hast du dich der Musik zu stellen. Du hast bei dir eine Bombe versteckt. Du bist zu weit gegangen. Plötzlich findest du dich selbst verantwortlich und dennoch bist du es nicht. Anstatt dass sie in ihrem Leben vorankommen, sind sie in das deinige eingebettet. Du möchtest, dass ein Anderer vorankommt, aber er hat seine eigenen Bewegungen auszuführen. Komme du mit den deinen voran.

Die Tentakel des Schmerzes eines Anderen bringen keine Freundschaft zu Wege.

Sei ein echter Freund und schätze die Befähigung eines Anderen, das zu überragen, dem er sich gegenübersieht. Öfters ist es so – dem er sich gegenübersieht, ist seine Vergangenheit. Du kannst sie für ihn nicht umbrechen. Er muss aus seiner Vergangenheit herauskommen, und du hilfst ihm dabei nicht mit Bemitleidung, nicht indem du mit der Zunge schnalzt, und nicht damit, auf seiner Seite wie verrückt herum zu flitzen.

Weil jemand eine schlimme Kindheit hatte, stehst du deswegen bei ihnen in der Schuld? Weil jemand Striemen auf dem Rücken hat, musst du dann ebenfalls in deinen Rücken schneiden? Musst du ihren Schmerz an den deinen leimen? Du kannst nicht der Retter eines Anderen sein.

Manchmal freilich möchtest du dich lieber den Problemen eines Anderen gegenübersehen als deinen eigenen.

Manchmal stellen etliche unter euch, keinesfalls alle, dein eigenes Leben bloß. Du machst sozusagen ein anderes Individuum zu deinem Leben, zu deiner Berufung, zu deinem Hobby. Und du hast vergessen, dein eigenes Leben und deinen Ort im Kosmos zu schätzen.

Du bist nicht hier, um bei einem Anderen eine gründliche Veränderung durchzuführen. Du bist nicht hier, um ihr Leben auf Kosten des deinen zu bergen.

Christus hat nicht den Schmerz der Anderen übernommen. Er sah über ihren Schmerz hinaus, und das auch musst du. Er tilgte den Schmerz nicht. Er sah mit Meinen Augen die Wahrheit, die existierte. Er sah Gesundheit und loderndes Licht. Er vergrößerte das Licht im Anderen. Er verlieh ihrem Licht Glaubwürdigkeit, und nicht ihrer Unbeständigkeit. Christus übernahm nicht jemandes Bürde. Er ehrte ihn, und damit half er ihm.

Du hilfst einem Anderen wahrhaft, sobald es deine Freude ist. Du hilfst einem Anderen nicht, sobald es dein Schmerz ist.

Liebe ist nicht schmerzlich. Geben ist nicht schmerzlich. Wenn Lieben und Geben Schmerz verursachen, ist dasjenige, was du tust, weniger als Liebe und weniger als Geben. Zu viel Geben ist nicht Geben. Es ist in Abrede stellen.

Du bist hier, um deinen Weg zur Freude zu finden.

Weite deine Sicht aus.

Heilige litten nicht. Sie waren nicht von der Gnade des Schmerzes eines Anderen abhängig.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ja. Beginne mit dich selbst lieben.

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HEAVEN #733 – 25.10.2002 – Nonexistent Time

NICHT-EXISTENTE ZEIT

Wenn du das Gefühl hast, du müssest dich beeilen, kannst du erkennen, dass du in Illusion befangen bist. Sofern etwas jetzt zu sein hat, jetzt in diesem Moment zu sein hat, umrandest du die Oberfläche des Lebens. Du legst dich selbst herein, dass dann, sofern du dasjenige nicht erzielst, was du beschieden hast zu erzielen, eine Katastrophe passiere. Deine Prämisse ist anscheinend, dass du es, sofern du es nicht rechtzeitig hinbekommst, nicht zuende bringst. Ich habe dich zu fragen: Worin liegt die Dringlichkeit? Und du musst dich das ebenfalls fragen.

Eile ist der Schrei des modernen Lebens. Nach außen gerichtet, nach außen gerichtet, schneller, schneller, tuckern die Räder des modernen Lebens. Das muss gemacht werden. Mach schnell, mach schnell. Und dann kommt da was Neues, das an die Stirnseite läuft, und du rennst hinter der Zeit her, versuchst, zu dieser illusorischen Zeit aufzuschließen. Sie ist illusorisch und ausweichend. Gib der Zeit das ihr Gebührende. Sie hat bereits gewonnen. Du wirst nie zu ihr aufholen oder dich vor sie stellen können. Aber du kannst dich von ihrer Leibeigenschaft befreien.

Zeit ist kein leutseliger Aufseher. Sie ist ein Sklavenmeister mit einer Peitsche. Es ist bloß ein Trick der Zeit, du müssest ihr gehorchen.

Bestimme dein eigenes Schritttempo. Du gewinnst kein Rennen. Du gewinnst ein Leben. Mache das deine mehr bezaubernd als hastend.

Jedes Empfinden der Dringlichkeit kommt von einem Empfinden der Zeit.

Ein anderer Name für Dringlichkeit und ihrem Schritt der Zeit ist Drama. Drama spielt sich auf der Bühne ab.

Jedes Individuum hat sein eigenes Gespür an Zeit und Zeiteinteilung. Der eine, der ein verrückter Sauser ist, sieht einen anderen als Trödler. Ein Trödler mag ein Trödler sein, oder er ist vielleicht ein gemächlich Dahergehender. Wenn jemand die ganze Zeit trödelt, zieht er vielleicht seine Füße hinter sich her. Oder sein Geist und sein Herz sind anderswo.

Bei Mir gibt es kein Hasten. Da ist keine Langsamkeit, denn da ist keine Zeit. Es ist heiter ohne die Drängnisse der Zeit. Versuche es einmal. Es gibt kein Ticktack. Kein die Uhr stellen. Da ist schier Seien, und Seien hat sozusagen seinen eigenen Ansturm, einen Ansturm von Liebe.

Wieso sollte ein Kind von mir die Wahl treffen, im Leben außer Atem zu geraten? Woher kommt Ängstlichkeit, außer von einem Empfinden, was nicht zuende gebracht ist oder was nicht rückgängig gemacht werden kann. Ängstlichkeit ist ein Restbestand von einem Rennen, das du gelaufen bist.

Um das Leben zu leben, hast du es zu leben. Du kannst bei ihm nicht vorbeihuschen und seinen Gehalt extrahieren. Sei im Leben kein Hastender. Sei ein Sehenswürdigkeiten anschauender Tourist. Schlinge dein Getränk nicht hinunter. Koste es. Nimm es in acht. Erkenne, was du trinkst. Der Punkt ist, nicht hinter dieses Glas zu fassen und ein anderes zu holen. Der Punkt ist, es ganz auszutrinken und zu wissen, wie es schmeckt. Du bist nicht im Leben, um über es einfach hinwegzusteigen.

Was wäre, sofern du heute der Ebbe und Flut des Lebens mehr Aufmerksamkeit schenktest und mit ihr gingest? Was wäre, sofern du im Leben mehr ein Gehender als ein Rennender wärst? Würde dir mehr fehlen, oder würde dir mehr zukommen?

Ich frage euch also: Was ist eure Hast? Worauf rennt ihr zu? Und wo habt ihr euren Anfang genommen?

Was für ein Empfinden bereitet euch das Empfinden von Zeit? Indes habt ihr euch zu ihr hinunter gebeugt und sie zu eurer Meisterin gemacht. Ihr habt sie zu einer Tyrannin gemacht. Und zu einer, die ihr nie zufrieden stellen könnt, so viel ihr es auch versucht.

Was allerdings wäre, falls ihr eine Zeitlang aus der Zeit herausträtet, falls ihr eine kurze Zeitlang nicht in ihr wärt. Nicht eigentlich an den Seitenlinien, sondern einfach nicht mitten im Tumult. Vielleicht euch über das Getümmel erhebend. Aus der Fiktion der Zeit heraus – werdet ihr Luft und Atem bekommen, und ihr werdet eine Ruhepause, ihr werdet Leben haben.

HEAVEN #736 – 28.10.2002 – The Stirring of Your Heart

DAS RÜHRENDE DEINES HERZENS

Sieh es so, du bist bei einem Bahnhof angelangt. Welchen Zug nimmst du nun? Wohin gehst du von hier aus? Vielleicht zurück, dorthin wo du deinen Anfang genommen hast, und das ist bei Mir. Gleich, welchen Namen der Bahnhof hat, du triffst die Wahl und machst dich auf den Weg, es geht zu Mir. Ich bin dein Abfahrtspunkt, und Ich bin auch deine Ankunft. Und Ich bin der Zug, den du erwischst. Ich bin erhaschbar. Und du musst Mir nicht einmal hinterher jagen. Ich bin der Vogel in der Hand.

Ich bin der Eine, Der dich aussendet, und Ich bin der Eine, Der dich begrüßt. Ich bin hier an jeder Biegung. Es gibt kein wo Ich sonst sein kann, außer bei dir. Du aber kannst an einer Million von Plätzen sein – du kannst denken, du bist eine Million andere Plätze -, jedoch gibt es nur einen einzigen Platz um zu sein. Das ist bei Mir, und du bist bereits hier bei Mir, wenn du das doch bloß wüsstest.

Wenn du morgens aufwachst, wachst du zu Mir auf. Wenn du deine Augen öffnest, bin Ich es, was du siehst – zum wenigsten bin Ich es, woran du denken kannst, und was du wissen kannst. Ich bin vor dir. Ich rufe dich wach. Auch dann wenn du mit trostlosem Auge aufwachst, bin Ich vor dir. Du wirst Mich nie überrumpeln. Ich bin immer tief deiner gewahr. Du bist in Meinem Sinn, und du bist in Meinem Herzen, und das ist alles was ist. Das ist nicht weniger, als du erwartest. Es ist das Mehr.

Es gibt nirgends, wo Ich nicht bin. Es gibt kein Feld des Lebens ohne Mich. Es gibt kein Leben ohne Mich. Die Unmöglichkeit heißt, ohne Mich zu sein. Das ist die einzige Unmöglichkeit, die Ich dir zueignen möchte. Das ist unmöglich, und das ist unerdenklich.

Es gab nie eine Zeit, als Ich nicht war, und es gibt keine Zeit, wo Ich bin. Zeit existiert nicht.

Ich bin nicht in deiner Einbildung. Ich bin die entschiedene Substanz von dir. Du schwingst dich auf Meiner Brust herum, und du denkst, du bist irgendwo sonst. Du denkst, Ich bin hergestellt, oder Ich bin eine Idee, die irgendwie Anklang fand, und dass Ich nirgendwohin gehöre, so, als könnte Ich nicht überall sein (so, als gebe es ein Irgendwo mehr als es Zeit gibt). Ich fülle keinen Raum auf. Ich nehme keine Zeit ein. Dennoch bin Ich Alles.

Du bist Meine Liebe in manifestierter Form, und demnach scheint es dir so, dass du außerhalb von Mir bist, unterdessen du fortwährend Mir inwendig bist, und Ich bin dir inwendig. Du bist Meine Identität, so wie Ich die deine bin. Du hast eine große Verantwortung, und du hast keine. Was du hast, ist eine erstklassige Platzierung in Meinen Herzen. Wir können sagen, du bist der Schlag Meines Herzens. Du bist Meine Impulse, die herausgehen. Du bist Meine Impulse der Liebe, mit dem Gedanken, dass sie sich selbst suchen, aber es ist die Rückkehr zu Meinem Herzen in deinem Gewahrsein, was du suchst.

Du hast Mich nicht verloren. Ich kann nicht verloren gehen. Aber du suchst einen Gedanken an Mich. Du sehnst dich danach, Mich zu erfassen. Du verlierst dich selbst nicht in Mir. Du findest dich selbst bei Mir, weil Ich bin, wo du lokalisiert bist. Wenn du irgendwo bist, bist du bei Mir. Und du bist in der Tat irgendwo. Wo und Ort sind Metaphern für die einzige Sache, die es gibt. Alles was außerhalb von Mir im Denken platziert ist, ist eine Metapher. Ich bin die einzige Nicht-Metapher, die es gibt oder die sein kann.

Ich bin die Summe von Ihm Allem. Freilich gibt es nichts zum Hinzufügen. Alles ist vollständig. Du bist vollständig, und du bist voll und ganz bei Mir, so wie Ich bei dir bin. Es gibt keine Alternative. Du könntest dich genauso gut damit machen – mit dieser Erforschung namens Leben -, denn du rührst Mein Herz.

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HEAVEN #737 – 29.10.2002 – Convergence

KONVERGENZ

Denke mehr an Liebe als ein Billigung. Denke an Liebe geben, weniger an Bemessung. Billigung ist etwas derart Dürftiges. Liebe ist ganz anders.

Öfters setzt du Billigung mit Liebe gleich. Du brauchst keine Billigung. Billigung ist so eine Art Vornehmtuerei, die du bejahst oder von Anderen hinzulädst. Als ob du dir äußere Billigung gönnen musst, bevor du wagst, weiterzugehen. Sei dein eigener Bewilliger. Sei dein eigener Entscheider über das Sich Erlauben. Du brauchst kein Gewährungssiegel.

Auf die Welt warten, dass sie dir Dispens erteilt, ist dich aufhalten. Sobald du einmal das ‚Geh voran‘ der Welt erhältst, ist es ohnehin enttäuschend. Es ist nicht so hilfreich, wie du dachtest.

Es ist so, wie wenn du darauf wartest, auf Ehrenwort entlassen zu werden. Und du wartest immer und immer wieder. Indes bist du nicht angekettet. Du bist bereits frei. Du brauchst weder eine Erlaubnis noch eine Billigung. Du brauchst dein eigenes Herz und deine eigene Gestattung, von denen du dich leiten lässt. Du wartest nur auf dich selbst.

Hundert Beifallsbekundungen vonseiten der Welt bedeuten nichts im Vergleich zu einem einzigen Impuls von deinem Herzen. Im Herzen liegt Macht. Keiner weiß, bis zu welchen Höhen du emporschweben kannst, sobald du den Löwen deines Herzens frei lässt. Dein Herz springt heraus und befreit die ganze Welt mit seiner Energie. Entschließe dein Herz. Du bist wie ein Kolben des Universums.

Lasse dein Herz nicht länger im Leerlauf laufen.

Genauso wenig brauchst du es hochdrehen.

Es läuft schon auf vollen Touren.

Es ist bereit, hervorzuschnellen und alle Begrenzungen zu überschreiten, die die herumirrende Welt gesetzt hat.

Lasse dein Herz dein Metronom sein.

Zustimmung ist eine derartige Kraft in der Welt. Für sie lebst du. Sie ist viel zu dürftig.

Und deine Zustimmung wird auch nicht benötigt. Niemand hat es nötig, auf sie zu warten. Deine Billigung besagt nur etwas über dich.

Fehler finden und Billigung sind nicht so weit voneinander entfernt. Zwei Enden der gleichen Schlange. Wie eine Wippe, rauf und runter. Wie viel bedeutet deine Zustimmung? Von welcher Schrulle lässt sie sich leiten, und wie lange dauert sie an? Unersättlich ist die Billigung.

Du brauchst schlicht ein O.K. von dir selbst. Du brauchst dein eigenes dich wagen. In dieser Welt du selbst sein erfordert großen Mut. Sobald du aufstehst, wirst du gesehen. Beim Herumlümmeln vermischst du dich mit dem Hintergrund. Hebe dich heraus. Stehe auf. Was macht das denn schon, wenn jemand sagt, du sollest dich hinsetzen. Vielleicht hat dieser es auch nötig, aufzustehen.

Du bist nicht mehr länger ein Kleinkind, das durch Andere in der Welt herum getragen wird.

Du bist ein unabhängiges Seinswesen.

Du bist von keinem Menschen abhängig.

Du bist alleine von der Liebe in deinem Herzen und wann und wo du sie hinauslässt abhängig. Öffne die Tore deines Herzens, und sei ein Schöpfer der Welt.

Du hast mit zu Geringem gehandelt. Nun ist es an der Zeit, zu deinem Abenteuer aufzubrechen. Du bist jemand, der größere Horizonte braucht. Biege dein Herz gerade. Es war zu lange unterwürfig. Das Herz ist vorgesehen zu bestimmen.

Entsperre deine Liebe, sodass die Welt befreit werden kann.

Du hast gedacht, die Welt hält dich an, jedoch bist du es, der die Welt anhält. Das ist fantastisch, weil du jetzt deine Mission kennst. Vielleicht verhöhnen die Menschen deine Auffassung, mit etwas Folgenreichem befasst zu sein, aber du stehst für Folgenreichtum. Du stehst für weitaus mehr, als womit du dir selbst aufgewartet hast. Nimm mehr vom Leben. Du hast dich von ihm lange genug zurückgezogen. Nun ist die Zeit da, um sich mit Mir zusammenzufinden.

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HEAVEN #738 – 30.10.2002 – The Greatness You Own

DIE GRÖSSE, DIE DIR ZUEIGEN IST

Du hast vielleicht gedacht, unbekümmert bedeute achtlos. Unbekümmert bedeutet ohne Anhaftung. Unbekümmert ist nicht achtlos. Unbekümmert hält schlicht nicht fest. Es lässt los.

Fürsorge, so wie ihr es kennt, ist öfters anhaften. Du heftest und bindest dein Herz an, unterdessen deinem Herzen und seinem Gegenstand aus deren Natur heraus stattgegeben werden muss, frei zu sein. Du kannst in deinem Herzen große Liebe haben. Mein Verlangen ist es, dass du das hast, jedoch, das was du liebst, hast du, aber besitze es nicht. Nimm es nicht zu deinem Eigentum. Anhaften ist besitzen. Anhaften ist kontrollieren. Es ist Angst davor, los zu lassen.

Sobald du Kunst oder Musik erschaffst, mit deinem ganzen Herzen erschaffst, liebst du das, was du erschaffst. Es kam von dir, aber es ist nicht das deine. Es ist ein Geschenk, das zu dir kam, und es ist ein Geschenk, das du gibst. Und so ist es mit allem im Leben. Es ist schlicht etwas, was du weiterreichst. Es gibt nichts zum Behalten, weil das Konzept des Behaltens das gleiche ist wie das Konzept des Stilllegens, wie eine Bewegung einstellen, wie es an einer Stelle halten, wie es gefangen halten, wie es anketten, es einschließen, es immobilisieren.

Alles was zu dir kommt, ist nicht das deine. Es ist in deiner Hand. Es ist neben dir. Es ist dir nahe. Es ist in Sicht. Aber es ist nicht das deine. Sammle, ohne ihn behalten. Ein Diamant in einem Glasbehälter ist nicht mehr ein Diamant, oder, er ist nicht mehr dein und eingeschlossen, als wenn er lose auf dem Tisch liegt. Alles in der Welt ist ebenso viel dein, wie es eines jeden anderen ist. Im Hinsicht auf Entgegennehmen ist die Freude dein; dasjenige, was dir Freude gibt, ist indes nicht dein.

Eine gute Parallele ist ins Theater gehen. Du gehst in eine Vorstellung. Du siehst sie dir an. Sie gefällt dir sehr. Man spielt direkt vor dir. Und dann verlässt du das Theater. Du erinnerst dich an das wunderbare Stück, in dem du untergetaucht bist. Aber es war nie das deine, um es zu konfiszieren. Du lässt es da. Du hegst in deinem Herzen eine Zuneigung für es. Im Herzen finden alle Transaktionen statt, und das ist der Ort, wo sie bleiben, um frei zu sein. Das Herz bindet nicht. Es löst. Der Puls des Herzens ist Bewegung, anderenfalls verstopft es.

Sei heute unbekümmert. Liebe, wo immer du bist und was immer bei dir vorbeikommt, und dann passiere es. Du bist ein Lustwandler durch das Leben, kein Einpeitscher.

Es ist genug, dass du bei der Herrlichkeit Zeuge bist. Verpacke sie nicht. Nimm sie nicht nachhause. Rahme sie weder ein noch glorifiziere sie.

Aber Ich – ah! – Ich bin eine andere Story. Ich bin dein. Nimm Mich überall mit. Ich springe mit dir. Ich, Der Ich überall bin, soll nirgendwo dagelassen werden. Ich bin gänzliche Begleitung. Alle haben Mich. Ich bin nicht in Teilen, jedoch bin Ich überall an allen Stellen. Niemand ist ohne Mich. Ich bin so nahe daran, angeeignet zu werden, wie alles andere, was du je erkennen wirst. Ich bitte dich, Mich in Besitz zu nehmen. So wie du Mich besitzt, so befreist du dich selbst.

Unbekümmert ist Mich sehr gut kennen. Du kannst nicht gramerfüllt sein und Mich kennen. Du bist gramerfüllt, wenn du dich auf dich selbst verlässt. Meine Schultern sind breit. Ich trage alles, aber Ich kenne keine Bürde.

Vielleicht bist du einer unter jenen Menschen, die sich von anderen nicht helfen lassen können. Du hast das Gefühl, du musst alle Pakete selbst tragen. Du hast das Gefühl, du hast die ganze Arbeit zu machen. Du hast das Gefühl, ohne dich kann die Welt sich nicht behaupten. Indes bist du dazu bestimmt, lastenfrei zu sein. Du bist dazu bestimmt, wie Ich zu sein, wo alles leicht ist, und nichts schwer. Lasse deine Sorgen. Setze dich selbst frei. Nimm Mich in Besitz.

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HEAVEN #739 – 31.10.2002 – You Also Stand

DU STEHST GLEICHFALLS

Das Ego ist schonungslos. Es hält dich in seiner Knechtschaft.

Wie fein jedoch ist die Linie zwischen deinem Selbstwertempfinden und deinem Ego. Selbstwertempfinden ist fundamental. Selbstwertempfinden ist dein Empfinden der Berechtigtheit, hier auf der Erde zu sein, und dieses Empfinden musst du haben. Das ist eine Notwendigkeit. Das ist ein Titel. Du bist hier. Und du bist hier willkommen. Du gehörst hierhin. Du sollst weder weggeschickt noch außer acht gelassen werden. Nimm dich selbst genauso viel in Fürsorge, wie du das bei einem Anderen tun würdest.

Gib dir selbst bekräftigende Zustimmung, dich selbst darzulegen. Ohne Ego sein bedeutet nicht, dass du ausgestrichen bist. Es bedeutet nicht, gegenüber Anderen unterwürfig zu sein. Auch du stehst. Du scheinst im Erdenlicht genauso wie im Meinen.

Du warst ein Schatz, der Erde und dir selbst gegeben. Deine Selbsthaftigkeit verleugnen ist Mich verleugnen. Ich möchte nicht verleugnet sein, indes hast du dich selbst verleugnet.

Sei nicht rechtfertigend, was dein Sein auf der Erde betrifft, und wie du den kleinen eingebildeten Platz einnimmst, den du einnimmst. Du schuldest keine Erklärung. Du schuldest keine Nichtachtung für dich. Dein Leben ist keine Frage des was ein anderer denkt. Was denkst DU?

Sofern du und Ich das gleiche denken sollen, dann musst du deine Meinung deiner Rechtmäßigkeit anheben. Das bedeutet nicht, dass du immer recht hast. Richtig oder falsch ist nicht das Thema. Dein Recht, sozusagen eine Stimme abzugeben, ist das Thema.

Du bist eine Stimme auf dem Antlitz der Erde. Du bist kein Schwächling. Du bist kein Nachgedanke. Du bist keine Fußnote. Du bist nicht konsequenzenlos. Du bist von großer Konsequenz. Du bist nicht selbst-bedeutend, aber du bist bedeutend. Du bist von Belang. Du bist hier aus einem Grund, und der Grund kann nicht heißen, dich vom Reden zurückzuziehen.

Lege dich selbst dir selbst gegenüber dar. Du bist derjenige, der nicht zuhört. Mache keinem Anderen einen Vorwurf. Es gibt hier keinen Vorwurf. Hier ist Gewahrsein. Selbst-Verwirklichung meint nicht Selbst-Tilgung.

Alle Vögel singen. Nicht einer gibt vor, er sei nicht hier. Alle singen ihre Weise in voller Lust. Ein Rotkehlchen ist ein Rotkehlchen und eine Schwarzkehl-Nachtschwalbe ist eine Schwarzkehl-Nachtschwalbe. Ihre Gesänge müssen nicht die gleichen sein. Aber singen müssen sie. Der Ausdruck des Gesanges muss zugelassen sein.

Und du bist nicht stimmlos.

Ich sandte dich nicht zur Erde, um eine Ziffer zu sein. Ich sandte dich nicht, um unsichtbar zu sein. Ich sandte dich nicht, damit du dich versteckst. Ich sandte dich, um deine Markierung auf der Erde anzubringen. Ich sandte dich, um wahrhaftig zu sein. Es ist deine Reise im Leben, die du unternimmst, nicht diejenige eines anderen. Und jener muss nicht die deine nehmen.

Ich weiß, das alles ist nicht ganz leicht für dich. Du möchtest so gerne das sein, was Ich möchte, und du möchtest auf Mein Geheiß ego-frei sein, aber das Ego loslassen ist nicht das gleiche wie versuchen vorzugeben, dass es bereits ganz fort sei.

Du bist hier, um in deiner Wahrheit zu sein, nicht in derjenigen eines Anderen. Wer wird deine Wahrheit repräsentieren, wenn nicht du? Du bist nicht hier auf der Erde, um aus der Sicht hinaus zu schlüpfen.

Du sehnst dich nach Harmonie. Aber verhehlen ist nicht Harmonie. Dein Recht, auf der Erde zu sein, aufgeben ist nicht Harmonie. Einvernehmen vorgeben ist nicht Harmonie. Etwas vortäuschen ist eine Form von Kontrolle. Es ist die Kunst, den Anderen um eine Nasenlänge voraus zu sein. Du bist nicht besser als ein Anderer. Und du bist nicht weniger. Du bist gleich. Du hast gleiches Stimmrecht. Du hast ein Sagen, und du könntest es durchaus sagen. Sei wo du bist. Tritt hervor.

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HEAVEN #740 – 1.11.2002 – Fairer Fields

HEITERERE GEFILDE

Manchmal wirst du vom Leben geschüttelt. Du bist dadurch in Staunen versetzt, was dich heimsucht. Du wirst aus einem Muster heraus geschüttelt. Du wolltest, dass alles so bleibt, wie du es dir gedacht hast. Aber du wurdest von deiner Stange herunter geschlagen. Du hattest geschüttelt zu werden, anderenfalls hättest du dich nicht bewegt. Du wärst verblieben, wie du warst, und infolgedessen wäre die Gelegenheit an dir vorbeigegangen. Ein Stolperstein erheischte deine Aufmerksamkeit, und du mochtest ihn nicht. Für lange Zeit ist das Leben für dich ein Tauziehen, und du zerrst und ziehst, und du weißt nicht, was du dich widersetzt.

Wieso bist du immer und immer wieder verdutzt, wenn es für dich eine andere Straße zu nehmen gilt? Was ist an dem Überraschenden derart überraschend? Weswegen stößt dich das Unerwartete vor den Kopf? Was bedeutet es, dass etwas nicht den Lauf nimmt, den du dafür angesetzt hast? Du bist hingestürzt, doch was ist Falsches daran?

Du hast nicht immer auf der Spitze des Berges zu sein. Wer sagte so etwas? Unten hat genauso sein Gutes wie oben.

Wenn etwas von dir los geschüttelt worden ist, lasse es gehen. Du hast ihm zu viel Wichtigkeit verliehen. Wenn du einen Zapfen tiefer gesetzt wirst, dann vielleicht deswegen, weil du dich hernach mehr nach oben bewegen kannst. In jedem Fall, du wurdest dort, wo du warst, herausgenommen, vielleicht in eine andere Realität.

Wenn ein Haus umgeweht wird, baue ein anderes.

Wenn der Wind aus deinen Segeln genommen ist, lasse es sein.

Wenn du dich bestürzt fühlst, vielleicht ist das das gleiche, wie wenn du dich von deiner Gelegenheit abwendest. Dein Leben soll nicht abgeschlagen werden.

Was immer die Rüschen auf der Oberfläche sind, nichts ist verändert. Wir sind nach wie vor. Liebe ist. Das Unveränderbare verändert sich nicht.

Wenn die Gewässer erregt sind, dann sieh das so, dass der eine oder andere Schlick zur Oberfläche gelangt. Ist die Zeit dafür nicht da? Hast du gedacht, später sei besser als früher? Du warst nicht bereit, sagst du. Nun gut, du bist bereitet worden.

Du hattest dein Herz auf eine bestimmte Weise eingestellt, und nun öffnet sich dein Herz zu einem höheren Kanal. Das ist alles, was geschehen kann. Du wirst in ein größeres Gewahrsein hinein geleitet. Du gehst in eine andere Dimension. Ebendas hast du immer gewollt, bloß, du wolltest nicht von der gegenwärtigen so richtig abgelöst werden.

Gelegenheit ist dir links und rechts begegnen. Schenke ihr etwas Glauben. Gib ihr eine Chance.

Gütigkeit geht dir nach. Lasse sie dich einholen.

Die Hiebe im Leben sind vielleicht Arme, die anheben, dich hochzuheben. Dein Widerstand macht die blauen Flecken. Versuche stattdessen zu lieben. Liebe, was zu dir kommt. Grabe tief in ihr, und sieh, womit du hochkommst. Vielleicht wirst du gezwungen, in eine andere Richtung zu gehen, wo ein großer Schatz liegt. Wenn du nicht herumgedreht worden wärest, hättest du ihn verfehlen können. Befindest du dich nicht auf einem Abenteuer? Jedenfalls, es gibt keinen ausgetretenen Pfad für dich, auf dem du entlanggehen kannst.

In deinem Leben gibt es Umwälzungen. Du kannst nicht stillstehen. Das ist nicht zugelassen. Du musst dich zu heitereren Gefilden begeben. Deine Augen und dein Herz haben sich weiter zu öffnen.

Du denkst, du hast Scherereien. Ein Problem ist eine sehr relative Sache. Es ist eine Einladung. Verfechte das Konzept des Problems nicht. Du brauchst dich in ihm nicht zu befinden. Problem ist ein Schild, das du auf Gegebenheiten anbringst. Gegebenheiten sind rund um dich herum, aber Schwierigkeiten, das ist ein Plünderer, den du einlässt.

Wenn dich etwas verwüstet, dann gibt es etwas Irriges, dem du dich entziehen musst. Entziehe dich nicht der Wahrheit. Wenn du dich verwüstet fühlst, bist du von der Weite, die die deine ist, weggegangen. Sie ist die deine jetzt soeben. Du bist die Weite. Du bist nichts sonst.

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HEAVEN #741 – 2.11.2002 – Harmony

HARMONIE

Harmonie meint nicht verhehlen. Harmonie ist nicht nachgeben. Harmonie ist kein Verliebtsein-In. Sie ist nicht Einvernehmen über alles oder über das Meiste, aber sie ist Einvernehmen, dass es Raum gibt für alle und für deren Herzen und Gemüter. Die Wege der Anderen haben mit den deinen nicht zusammenzulaufen. Harmonie ist freisinnige Offenheit.

So wie alle ihre eigenen Pfade haben, so haben alle ihre Gedanken, Vorstellungen, Bedürfnisse und Wünsche, und für alldas ist im Universum und in deinem Leben Platz. Du bist kein Pflücker und Auswähler der Ansichten eines Anderen.

Sobald du Andere freisetzt dazu, wo sie sind, weist sich Harmonie aus. Sobald sie nicht mit dir übereinzustimmen haben, erscheint Harmonie. Wenn du stattgibst, dann allein kann Harmonie eintreten.

Stillhalten erschafft keine Harmonie.

Jedem sein Recht, zu sein, stattgeben bringt Harmonie.

Harmonie ist das Gefühl, dem Universum gegenüber freundlich zu sein.

Harmonie kann eingeladen werden, aber sie kann nicht gezwungen werden. Es ist nicht so, dass du Harmonie zu jedem Preis haben mögest. Es ist so, dass Harmonie nichts kostet. Ebendas ist der Punkt.

Sieh dir Harmonie als eine bequeme Couch, in die du hinein sinkst.

Sieh Harmonie als das gleiche wie Ehrlichkeit. Sie sind verwandt.

Harmonie unter Vortäuschung ist keine Harmonie. Harmonie unter Zurückhaltung ist keine Harmonie. Offene Ehrlichkeit ist Harmonie. Karten auf den Tisch ist Harmonie.

Jeder möchte Harmonie, so sagen die Menschen, aber sie denken, das habe einen Preis. Dieser Irrtum des Denkens hält die Harmonie fern.

Es gibt keine Investition in Harmonie. Genau das ist der Punkt. Lasse die Investition los, und du hast Harmonie.

Illusion von Harmonie ist nicht Harmonie.

Es existieren zahlreiche irrtümliche Vorstellungen über Harmonie. Deswegen gibt es nicht mehr von ihr.

Du denkst vielleicht, Harmonie ist überspannt. Aber deswegen meinst du, sie ist nicht real. Du denkst, es kann nur eine Schau der Harmonie geben, während harte Empfindungen, weggepackt solange man es kann, darunter gären. Das mag deine Erfahrung sein. Und später am Tag bricht die in Flaschen abgefüllte Disharmonie heraus. Dann kann sie sich auflösen. Heraus in das Freie, so kann sie sich lösen. Unterdrückte Disharmonie ist nicht Harmonie.

Was ist so schwer an einer ehrlich vorgebrachten Meinungsverschiedenheit?

Was ist so gut an einem unehrlichen Einvernehmen?

Sei vorsichtig, was du häutest. Es kann dich später beißen.

Du hast eine Verantwortung, ehrlich zu sein. Es liegt kein Vorteil darin, es nicht zu sein.

Ehrlichkeit meint nicht auf Schwächen hinweisen. Ehrlichkeit meint nicht wählerisch sein. Es meint, du weißt darum, du hast das Recht, das Privileg und die Verantwortung, in deiner Wahrheit zu sein. Das meint nicht gleicher Meinung sein. Das meint nicht debattieren. Es meint, dort sein, wo du bist. Es meint offen sein gegenüber der Menschlichkeit und der Seele eines jeden Seinswesens, die deinige miteingeschlossen.

Harmonie, so wie Ehrlichkeit, ist eine Herangehensweise an das Leben.

Es ist wie beim Einkaufen. Beim Einkaufen kaufst du nicht alles. Und du stößt nicht alles weg. Du wirfst einen Blick auf die Orangen. Vielleicht fasst du sie an. Etliche kaufst du, und etliche nicht. Du hast nicht das Gefühl, mit den Orangen, die du deiner Wahl nach nicht kaufst, in einem Widerstreit zu stehen.

In einer Bibliothek ziehst du die Bücher heraus, die du möchtest. Die anderen beschimpfst du nicht. Und du musst nicht alle die Bücher lesen, die du herausgenommen hast. Zu einem bestimmten Zeitpunkt stellst du sie an ihren Platz auf dem Regal zurück. Bibliotheksbücher gehen hinein und heraus.

Und Leute und Ideen gehen in deinem Leben hinein und heraus. Sie kommen herein und sie gehen hinaus. Einige behältst du, und einige nicht. Nichts wird bewerkstelligt, dass sie kommen, und nichts wird erzwungen, dass sie gehen. Das ist ein natürliches Strömen. Das ist Harmonie, dem Leben stattgeben, dem hinein und heraus Weben, sich selbst zu weben.

Du gibst statt, aber das ist nicht das gleiche wie genehmigen. Stattgeben meint, du weißt eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Weder dir, noch von dir. Gib statt.

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HEAVEN #742 – 3.11.2002 – Unfinished Love

UNBEENDETE LIEBE

Jede Liebe ist unbeendet. Weißt du das nicht?

Das meint, jede Liebe ist nicht endend.

Liebe, die du in der Vergangenheit gegeben hast, setzt sich fort. Jede Freundlichkeit, die du je gegeben hast, setzt sich fort. Die Wellen der Liebe setzen sich fort. Du reitest auf ihnen. Sie transportieren dich. All die Liebe, die du hingereicht hast, setzt sich fort, hingereicht zu werden.

Jede Verbindung, die du je mit dem Herzen eines Anderen geschlossen hast, setzt ihr Ausströmen fort. Wie viele Jahre vergangen sind, das macht nichts, denn in der Sache der Liebe gibt es keine Zeit. Liebe ist gegenüber Zeit exklusiv. Liebe ist ebenso momentan, um sich in die Ecken der Zeit einzupassen.

Liebe hat nirgendwohin zu gehen. Sie wird nie sesshaft. Sie nimmt alles in ihrer Mahd mit sich.

Der gesamte Kurs deines Lebens ist ein Reisebericht der Liebe. Dein Leben weist dich auf Dinge hin. Liebe übernimmt die Hauptrolle in deinem Leben. Fange an, das zur Kenntnis zu nehmen. Fange an, alle die Liebe, die gegeben wird, zu bemerken. Und die entgegengenommen wird. Still gegeben, und still entgegengenommen. Nicht in einem Crescendo gibt sich die Liebe selbst preis, sondern in einem Flüstern, in einem unentwegten Flüstern. Lausche.

Liebe ist die Substanz, aus der du gemacht bist. Ich erkläre sie. Liebe ist der Staub, und Liebe ist die Flamme. Liebe ist das Medium des Lebens, und das Medium deines Lebens. Liebe strömt, und nimmt dich mit sich. Du weißt bloß nicht immer, was vor sich geht. Du weißt nicht immer, wo du bist. Die meiste Zeit weißt du nicht, wo du bist.

Du denkst, Liebe sei etwas anderes als du. Du denkst, Liebe sei etwas, was du dann und wann in Stücken aufliest. Du denkst, sie sei etwas, was dir mitunter übermittelt wird, vielleicht wenn du gut bist, aber du weißt nicht, wie gut du bist und wie viele Liebe du übermittelst.

Du bist so gut, um dich bei dir selbst zu behalten.

Manchmal bemerkst du dich selbst einzig in Anderen.

Demnach, nimm fortan die Liebe in Anderen zur Kenntnis, und du wirst deine eigene sehen.

Fange an, Liebe zu bemerken, die kleinen Nachweise von ihr. Nachweise mögen klein sein, Liebe indes ist nie klein. Das kann sie nicht sein. Klein sein ist ein Widerspruch zur Liebe. Klein sein kann nicht in die Größe der Liebe passen. Lediglich Größe geziemt ihr.

Liebe ist süße und kann nicht als sauer aufgefasst werden.

Liebe ist zweckreich und machtvoll. Sie ist die größte Macht auf Erden, und sie ist deine größte Macht. Jetzt ist, sobald du deine Liebe für die Schöpfung und für alle erschaffenen Seinswesen los leinst. Jetzt ist, sobald du den Umhang, den du getragen hast, ablegst, und dir selbst gegenüber die Liebe zu dir selbst erklärst. Du bist der einzige, der den Titel kennen muss, den du trägst. Male allerdings die Liebe selbst als ausgeschmücktes Wappen über das gesamte Universum hinweg.

Das Universum hat auf deine Liebe gewartet, um sich selbst gegenüber sich selbst zu enthüllen.

Sage diesen Morgen zu dir selbst:

„Ich bin Liebe. Ich bin sonst nichts. Es gibt in der ganzen Welt für mich nichts anderes zu sein, als Liebe. Es ist das Leichteste in der Welt, die Liebe zu bestätigen, die ich bin. Ich bin ausschließlich Liebe. Ausschließlich Liebe ist. Ich gleite auf Liebe. Ich vertäue mich in Liebe. Ich bin Gottes Verkörperung der Liebe. Von Liebe kam ich, und zur Liebe gehe ich. Mein Leben ist auf der Liebe gegründet, denn eine andere Basis für das Leben gibt es nicht.

Liebe wird nie alle. Für sie gibt es keine Unterseite. Ich bin eine bodenlose Zeche der Liebe. Ich bin eine plafondlose Höhe der Liebe. Liebe in meinem Herzen wohnt auf Erden, so wie sie im Himmel wohnt. Ich bin ein Inkubus, ein Alb oder Waldgeist der Liebe. Meine Gene sind Liebe. Meine DNA ist Liebe. Was in meinen Adern zirkuliert, ist Liebe. Meine Zellen sind Liebe, tief inwendig in ihnen, und mein Atem ist Liebe, denn es ist Gott, den ich einatme und den ich ausatme.

Ich stehe auf dem Gipfel der Liebe. Von diesem Gipfel aus sehe ich das Leben, wie es ist, nicht wie es den Anschein erweckt zu sein. Vom Gipfel der Liebe her sehe ich sehr gut, und ich sehe in die Augen eines jeden, dem ich begegne, und ich sehe Gott dort, und ich heiße die Liebe willkommen, die ich sehe, und die Liebe, die ich säe. Liebe heißt sich selbst willkommen. Und ich bin all die Liebe in der Welt und im Himmel. Ich BIN.“

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HEAVEN #743 – 3.11.2002 – Good Is for All

GUTES IST FÜR ALLE

Wie du säst, so sollst du ernten, bedeutet nicht so recht das, wofür man es nimmt. Hier geht es um kein Karma. Das ist kein Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das bedeutet bloß, wenn du die Route 66 West nimmst, wirst du in den Westen fahren. Wenn du Rte 66 East, wirst du in den Osten fahren. Das bedeutet, wenn du in eine bestimmte Richtung gehst, stellt das die Richtung dar, die du genommen hast. Wenn du eine Schotterstraße nimmst, wirst du dort Schotter finden. Wenn du einen Sonnenpfad nimmst, befindest du dich auf ihm. Die Entscheidungen, die du triffst, sind die Entscheidungen, die du triffst. Klar, du kannst sie ändern. Wenn du von einer bestimmten Straße herunterfährst, bist du von ihr herunter. Du kannst umkehren. So wie du säst bedeutet nicht, du wirst für die Vergangenheit bestraft oder entlohnt. Begib dich aus diesem Denken heraus.

Wenn du lächelst, ist es wahrscheinlicher, dass dir Lächeln entgegnet.

Wenn du freundlich bist, ist es wahrscheinlicher, dass du Freundlichkeit findest.

Wenn du glücklich bist, ist es wahrscheinlicher, du wirst Glück anziehen.

Aber es ist nicht unvermeidlich. Du kannst eine dich selbst vereitelnde Straße dahergehen und gleichwohl Inspiration und Huld aus dem Himmel begegnen. Überall gibt es Blumen, an welcher Straße auch immer. Gleichfalls gibt es in den meisten Straßen Steine, auf welchem Weg du dich auch befindest.

Auf welcher Straße du dich auch immer zu einem gegebenen Zeitpunkt befindest, es gibt andere Menschen auf ihr, und sie tragen ihr eigenes Transportgut bei sich. Du bist nicht für jede Handlung derjenigen verantwortlich, die dir über den Weg laufen. So wie du mit dir, sogar auf der Schnellstraße, gelegentlich überkreuz bist. Das bedeutet nicht, dass der Mensch, dem du begegnest, für deine Verdrießlichkeit verantwortlich ist, während er zufällig in deiner Nähe ist, als du sie zum Ausdruck bringst.

Einerlei auf welchem Weg du bist, niemand verdient Verdrießlichkeit. Jeder verdient Freundlichkeit und Schönheit, egal auf welchem Pfad er sich befindet, und sie sollen sie erhalten und haben.

Beneide diejenigen nicht, die einen schwierigen oder, in deinen Augen, falschen Pfad gewählt haben. Beneide sie nicht, dass auch sie Gütigkeit erhalten, auch dann, während sie, so wie du das siehst, sie nicht verdienen. Denke nicht, dass du dadurch, dass sie eine Segnung erhalten, abgelehnt wirst.

Genauso, denke nicht, dass du, der du nur gut bist, falsch behandelt wirst, während dich etwas Unpassendes heimsucht. Dein Leben ist nicht immer eine Frage, was du verdienst oder was nicht. Dein Leben ist kein Rechensystem. Glasperlen werden wie auf einem Abakus hin und her bewegt. Eine Unparteilichkeit weist sich aus. Es ist das Beste, nichts persönlich zu nehmen. Weder die Blumensträuße noch die Steine. Einerlei, wer du bist und was du getan hast, alle Jahreszeiten sind auf dem Wege zu kommen.

Habe nicht das Gefühl, dass du eine schwere Last der Vergangenheit trägst. Und Ich meine alle Vergangenheit. Ich meine die Vergangenheit deiner Vorfahren und die Historie der Menschen.

Du brauchst keine Absolution. Es gibt nichts, von dem du dich ablöst. Falls du das Gefühl hast, dass du freigesprochen werden musst, dann spreche Ich dich frei. Das Leben selbst ist ein Freisprechen. Das Leben ist eine Lichtung, Leben ist dieser Augenblick der Nicht-Zeit.

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HEAVEN #744 – 4.11.2002 – The Freeing Your Heart

DAS FREISETZEN DEINES HERZENS

Ja, das Leben entfaltet sich, du auch. Entfalten ist öffnen. Sieh das Leben und sieh dich als schöne Blüten, die sich öffnen. Du befindest dich im Geschehen des Öffnens. Die Vergangenheit sein lassen ist das gleiche wie öffnen. Öffnen ist das gleiche wie in Empfang nehmen. Beseitige die Zudecke der Vergangenheit, und du wirst enthüllt.

Enthülle dich selbst dir selbst.

Alles Mindere als die Wahrheit ist minder als du.

Du bist Mein allerhöchstes Geschenk an Mich selbst.

Ich bin glücklich mit dir. Bist du glücklich mit Mir?

Möchtest du heute das Glück kennenlernen?

Wieso nicht kennenlernen, was du wirklich kennenlernen möchtest?

Du lernst, in deine Schuhe zu passen. Das bedeutet Mir näher kommen. Du lernst Meine Art, auf die Welt zu schauen. Du lernst Meine Denkart. Und du lernst Mein Herz kennen, das zuguterletzt das gleiche wie das deine ist.

Du lernst die Wahrheit kennen. Du wirst damit vertraut, die Unwahrheit gehen zu lassen. Was schätzt du mehr? Du kannst nicht beides haben, die Wahrheit und das alte Denken. Du, der du aus der Höhe Meines Herzens erdacht wurdest, hast dich falsch erdacht.

Jedwede Begrenzungen, die du dir selbst auferlegst, sind Begrenzungen, die du dir selbst auferlegst. Ich habe sie dir nicht angesetzt.

Manchmal fragst du, wie Ich, Gott, das getan haben konnte, und dementsprechendes in deinem spezifischen Leben. Was, meinst du, habe Ich getan? Ich gehe nicht durch die Welt und schwinge links und rechts mit einem scharfen Schwert. Ich bin kein Gott der Rache. Ich setze Mich nicht mit dem Konzept der Rache in Beziehung.

Ich gab dir nicht den freien Willen, damit du dich wegen ihm bestrafst.

Frage dich selbst nicht, was du getan hast, um das zu verdienen, was dich heimsuchte. Wenn du daran denkst, eine Quelle für eine Schwierigkeit zu finden, schaust du durch das falsche Ende des Teleskops. Verbinde nicht gegenwärtige Ereignisse in deinem Leben mit früheren. Das Leben wird vergeudet, wenn man so viel über es nachdenkt und sich abmüht, sich eines Beweggrundes zu versichern. Du kannst ohnehin nie die Antwort finden. Vielleicht ist das, was jetzt geschieht, das, was jetzt geschieht, und es war gar nicht durch eine vorhergehende Handlung deinerseits oder Meinerseits verursacht. Allerdings ist gleichzeitig alles verbunden, jedoch stellt das eine sich windende Straße dar, der du nicht nachzugehen vermagst.

Wenn du die Straße entlangläufst und ein Haus steht in Flammen, hast du dies verursacht, indem du hier entlang kamst? Musst du das Leben verbringen, indem du nachverfolgst, wie es seinen Anfang nahm?

Dass es keine Zufälle gibt, bedeutet nicht, dass du alles verursachst. Es bedeutet, du bist präsent. Im Leben startest du in der Mitte. Dir wird ein Teil einer Story überreicht. Der Rest liegt dir an, ihn zu Ende zu bringen. Ob du das Zündholz anmachst oder nicht, oder wie du es anmachst oder weswegen oder weswegen nicht – wichtig ist, was du jetzt tust. Was machst du, um das Feuer zu löschen?

Du bist nicht der gleiche Mensch wie Jahre zuvor, oder wie in einem anderen Leben, oder wie zwei Stunden zuvor. Du bist immer am Aufblühen. Du bist im Menschlichen Leben immerzu neu. Lasse dich selbst neu sein. Lasse die Vergangenheit in allen ihren Formen los. Befreie dein Herz jetzt.

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HEAVEN #745 – 5.11.2002 – The Tides of Life

DIE GEZEITEN DES LEBENS

Du hast dich im Leben bemüht, ausgefuchst zu sein. Du hast versucht, aus ihm schlau zu werden, vor einem Ereignis wie auch nach ihm. Du hast im Leben auf Risiko gespielt, so, als wäre es der Aktienmarkt oder ein Buchmacher-Geschäft. Das Leben ist nicht dafür bestimmt, errechnet zu werden.

Das Leben ist ein Strom, in den du hineingehst, kein Rechnungsführungsbuch.

Das Leben ist Wasser, in dem du watest oder in das du eintauchst. Gehe mit dem Kopf als erstes, nicht mit dem Verstand. Betrete einfach den Strom des Lebens. Stehe nicht fest. Versuche zu schwimmen.

Hast du nicht versucht, das Leben anzuhalten? Hast du dich nicht fest eingepflanzt in einem Anlauf, aus dir einen Wellenschutz zu machen? Das Leben ist indes für Wellen da. Was sind Wellen anderes als Wogen?

Das Leben steht nicht still. Was still steht, ist nicht Leben. Ein Foto fängt Leben ein, aber nur einen Teil davon. Ein Fotograf erfasst einen Moment, aber das Foto ist nicht das Leben selbst. Das Menschenleben ist Bewegung. Keine Pausen im Strom. Sogar im Schweben existiert Bewegung. Schlafen ist nicht still. Es ist aktiv. Deine Füße hochlegen bremst den Fluss des Lebens nicht, durch den du fließt. Der Strom des Lebens ist ständig. Das Strömen ist unbesiegbar. Spürst du nicht, wie du durch die Strömungen des Lebens aufrecht gehalten wirst?

Versuche nicht, das Leben abzuzäunen. Du hältst es nicht auf Distanz.

Das kannst du im Voraus wissen. Was immer du zu überragen hast, wirst du überragen. So einfach ist das. Die Wellen können dich zum Wackeln bringen, wie sie es mögen, aber du kommst hoch und erhebst dich. Immer und immer wieder erhebst du dich. Ein Sinken gibt es nicht; das meint, es gibt kein Sinken ohne ein Emporsteigen. Infolgedessen gibt es kein Sinken. In Wahrheit existiert eine einzige Bewegung im Leben, und die lautet hoch. Du befindest dich auf einer Kurve des Lebens, und die Kurve verläuft nach oben. Du bist der Mond am Zunehmen.

Es gibt kein Heben und Fallen. Es gibt nur einen Stoß, und Stöße gehen nach unten, um danach hoch zu gehen. Die Gezeiten des Lebens schwingen dich hoch.

Wenn du dich bei Mir in der Stille befindest, in der Stille Meiner Arme ruhst, treibt dich das Leben nach wie vor an. Die einzige Bewegung des Lebens ist vorwärts. Bei Mir bist du über dem Strom, und dennoch bewegt er dich. Diese Kraft des Lebens ist machtvoll.

Bin Ich diese Kraft des Lebens? Es muss so sein. Trage Ich dich nicht in Meinen Armen? Halte Ich dich nicht über dem Wasser hoch? Während Ich dich oben halte, kämpfst du unten? Jedwede Gespaltenheit ist eurerseits, Meine Teuren.

Wir sind eins, aber ihr seid nicht ein-dimensioniert. Ihr lebt auf vielen Ebenen. Ihr habt nur gegenüber etlichen die Augen verschlossen. Es geht viel um euch herum vor. Auf allen Seiten. Jetzt soeben schwimmst du tief in Meinem Herzen. Während du dich in Meiner Umarmung befindest, schlagen deine Arme wild um sich und befasst du dich mit allerhand ferneren Sachen. Wisse, Ich trage dich. Deine Aufgeregtheiten und Sorgen sind für nichts und wieder nichts. In Meinen Armen kannst du nicht ertrinken.

Du bist immer in Meinen Armen. Du bist in Meiner Obhut. Deine Sorgen sind dein. Sie sind nicht Mein. Deine Sorgen sind ebenso im Grunde nicht die deinen, denn du hast sie ausgefertigt. Du hast sie hergestellt. Weil du dir Sorgen machst, denkst du, du müssest das Leben hinausschieben, indessen du es derweilen zu leben hast. Nicht einfach durch es hindurch kommen, sondern dich mit ihm zusammentun. Anstatt im Leben durch und durch eingepackt zu werden, lasse dich durch es hinreißen. Dafür steht das Leben, nicht für all das Leiden, das du zur Ausführung bringst. Betrachte das Leben als Meinen köstlichen Segen, den Ich dir aushändigte. Demgemäß wirst du dein Leben anders sehen müssen.

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HEAVEN #746 – 6.11.2002 – Doors

TÜREN

Einen Großteil der Zeit verläuft das Leben nicht nach deinen Auffassungen, wie es sollte. Es verläuft öfters unabhängig von deinen Ideen. Du denkst, das Leben habe dich übersprungen oder etwas ausgelassen. Nimm in Betracht, sofern du das möchtest, das Leben ist recht so, und du hast dich geirrt. Das wird in deinem Denken ein Wendepunkt sein. Nimm in Betracht, was immer dein Leben jetzt soeben ist, es ist das deine. Was immer in deinem Leben erscheint, es ist das deine, um dir zu begegnen. Es kam an deine Tür.

An deiner Tür klopft es. Wer immer anklopft, es ist deine Tür, an der er klopft. Vielleicht hast du zu diesem Zeitpunkt keinen Besucher eingeladen, oder nicht diesen Besucher eingeladen, aber an deiner Tür klopft es, und es liegt dir an, darauf einzugehen. So viel hängt davon ab, nicht davon, wer oder was an der Türe ist, sondern wie du begrüßt, was dort ist. Dein gesamtes Leben handelt vom Türen öffnen und sehen, was da ist, und davon, wie das Leben von hieraus zu nehmen ist.

Du klagst über dieses und jenes, und alles ist so unfair und überflüssig, sagst du. Doch irgendwie war es vonnöten. Sofern nicht für dich, dann für etwas, was über dich hinausgeht. Jedenfalls ist das, was es jetzt soeben ist, da. Erbeten oder unerbeten. Willkommen geheißen oder nicht willkommen geheißen, eingeladen oder nicht eingeladen, jemand oder etwas steht an deiner Tür. Welchen Unterschied bringt es, wie sie hierherkamen? Sie sind da. An deiner Tür klopft es, und es ist deine Sache, darauf einzugehen. Du kannst es nicht die ganze Zeit ignorieren.

Lasst Uns einmal sagen, jemand kommt schuldlos ins Gefängnis. Zu einem bestimmten Zeitpunkt muss er aufhören damit, wild um sich herumzuschlagen, und muss das sein, was er jetzt sein möchte. Wie auch immer die Gegebenheiten, das ist sein Leben, und es steht ihm an, sich darin zu bewegen. Ungerechtigkeit kann für ihn kein Abschreckungsmittel sein. Es gibt zu viel Ungerechtigkeit in der Welt, als dass sie für ein Kind Meiner zu einem Abschreckungsmittel wird.

In einem gewissen Sinne sind alle Meine Kinder im Gefängnis. Und alle versuchen herauszukommen. Eure Erfahrung im Leben ist, einen Weg zu finden, dass das Leben in der Welt euch nicht von eurer Bestimmung forthält. Euer Leben ist vielleicht nicht dasjenige, was ihr bestellt habt, aber, was zugeliefert wird. Ihr wolltet eine andere Pizza, aber es kam eine mit Sardellen. Was tust du jetzt? Eine Pizza kannst du zurückgehen lassen, davon gehe Ich aus, nicht aber das Leben. Du kannst es nicht zurückspulen. Genauso wenig vorspulen. Hier ist es, genauso wie es ist. Und jetzt bist du der nächste Sprecher. Was sagst du und was tust du?

Die Geschichte eines jeden ist die Geschichte eines Tellerwäschers, der zum Millionär wird. Das ist die Handlung deines Lebens. Was tust du jetzt? Wohin gehst du von hier aus? An deiner Tür klopft es. Vielleicht sagst du, es ist das Ungemach, was anklopft. Ungemach ist dir ein Fremder. Kein Verwandter. Ungemach ist nicht dein Geburtsrecht. Gütigkeit und Huld sind dein Geburtsrecht. Sei gut und barmherzig zu dir selbst, einerlei, was an deine Tür klopft.

Dein ganzes Leben über öffnest du Türen und öffnest du Pakete. Da gibt es Verpackungen, und da gibt es die Gegenwart selbst. Sei ein eifriger Öffner. Vielleicht befindet sich unten in der Schachtel etwas Wunderbares, ein Juwel, über den du hinweggegangen wärest, als du dabei, was du bis jetzt zu sehen bekommen hast, genervt oder vor den Kopf gestoßen warst.

Vielleicht brauchst du es, vor die Tür zu gehen, in die Welt hinaus zu gehen und ihr ein Zulieferer zu sein. Vielleicht hast du Türen, bei denen du selbst anzuklopfen hast. Vielleicht bist du ein helles Licht, das an der Tür eines Anderen ankommt. Vielleicht hast du es nötig anzuklopfen und Türen vor dir zu haben, die dir geöffnet werden. Sofern du einfach dastehst, wirst du wahrscheinlich lange Zeit warten. Lasse es wissen, dass du da bist. Sofern du noch keinen Weg heraus gefunden hast, kannst du vielleicht einen Weg hinein finden. Ich habe Zutrauen in dich.

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HEAVEN #747 – 7.11.2002 – The Holy of Holies

DER HEILIGE DER HEILIGEN

Was, meint ihr, ist Heiligkeit? Denkt ihr, sie liegt jenseits von euch? Denkt ihr, Heiligkeit sei etwas Übermenschliches? Denkt ihr, dazu sind gewöhnlich Sterbliche nicht fähig? Denkt ihr, Heiligkeit sei eine Rarität?

Heiligkeit ist nichts, was über der Masse angesiedelt ist. Heiligkeit ist nicht heiliger als du. Du bist Heiligkeit.

Du hast gedacht, du seist Grobheit, Unwissenheit. Du hast gedacht, du seist schier ein Menschenseinswesen, und von Menschenseinswesen hast du nicht viel gehalten. Du hast oft gedacht, du seist bis zum Anschlag an die Unmenschlichkeit grausam. Davon hast du gelesen, gehört und es vielleicht gesehen. Günstigenfalls hast du den sterblichen Menschen als schwach, als fehlbar, als kämpfend, leidend, zurückliegend, nichtig, krallend gesehen, beim Versuch, auf einem schlüpferigen Berg namens Leben einen Brückenkopf weit Halt zu bekommen.

Und so bist du in die Fußstapfen der Unvollkommenheit getreten, und hast dich selbst deprimiert. Du hast Heiligkeit aus deinem Leben entlassen, sie nicht nur zu etwas Unerreichbarem sondern auch zu etwas Unerwünschtem gemacht. Wer sollte wirklich die Wahl treffen, diesen sich selbst opfernden Inbegriff der Tugend sein zu wollen, als die sich deines Erachtens Heiligkeit erweist?

Das Adjektiv heilig kann sich nur auf das beziehen, was deines Erachtens der Heiligkeit nicht innewohnt. Das Wort „Heiligkeit“ kam auf, weil die Menschheit reine Liebe als etwas dachte, was ihr fremd sei. Sie dachte, Heiligkeit sei übermenschlich, und sie wusste, es gab nur Menschen. Menschlich wurde als ein Sub-Stratum erachtet, als eine Gegebenheit, für die man sich zu entschuldigen habe, als eine Verlegenheit. Und damit wurde Heiligkeit zu etwas außerhalb des Menschseins.

In Wahrheit ist Heiligkeit eine entschieden Menschliche Eigenschaft. Heiligkeit ist nicht etwas außerhalb deines Gefildes. Heiligkeit ist nicht tugendhaft. Ihr nennt Engel nicht heilig. Ihr behauptet, sie seien es. Ihr nennt sie Engel. Sie sind Engel. Sie sind das, was sie sind. Ihr akzeptiert es als Tatsache, dass sie heilig sind. Und ebenso seid ihr es. Heiligkeit ist eine natürliche Qualität des Menschseins. Heiligkeit ist nicht weit weg von euch.

Ihr nennt Mich heilig. Ich bin der Heilige der Heiligen genannt worden. Gut, wer sind die Heiligen, unter denen Ich der Heiligste bin, wenn nicht ihr?

Christus, den ihr einvernehmlich als heilig bezeichnet, war ein sterblicher Mensch. Falls er höher als ihr stand, dann deswegen, weil er seine Verbundenheit mit Mir und somit seinen wahren Status erkannte. Du kennst den deinen nicht, oder du wirst an ihn nicht glauben. Du zögerst, deine volle Höhe zu erreichen. Was, denkst du, würde passieren, wenn du dich zur vollen Höhe, zu der du geboren wurdest, erheben würdest?

Heiligkeit sieht die Dinge, so wie sie sind. So einfach ist das. Heiligkeit ist nicht etwas außerhalb deiner Reichweite. Sie gehört gewöhnlichen Bürgern des Universums, solchen wie du, zu.

Heiligkeit ist nicht Opfer. Sie ist keine Parade. Sie ist schlicht Menschlichkeit aufs Erlesenste. Jeder Dienst, den du mit der Liebe überreichst, ist heilig. Jeder Tropfen Liebe, den du gibst, ist heilig. Liebe hat ihre eigene Höhe, so wie du. Bei dieser Höhe gibt es allerdings keine Decke. Sie reicht zum Himmel, und der Himmel hat gleichfalls keine Linie über sich gezogen.

Begrenzungen sind desgleichen euch, Meinen Geliebten, nicht zu Eigen.

Wenn ihr euch einander zur Hand geht, das ist Heiligkeit. Wenn ihr über die Augenbraue eines Anderen wischt, das ist auch heilig. Wenn ihr anderen Kreaturen auf der Erde Liebe gebt, was ist das anderes als Heiligkeit? Kleine Augenblicke der Freude sind geheiligt. Gib dir selbst Freude, und billige dir selbst Freude zu. Heiligkeit ist weder anstößig noch unerreichbar. Sie ist ein tägliches Geschehen. Und sie ist ein tägliches Geschehen in deinem Leben.

Ist dies ein heiliger Moment mit Mir? Ich halte dich in Meiner Heiligkeit. Betrachte das.

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HEAVEN #748 – 8.11.2002 – The Folly of Judgement

DIE TORHEIT DER VERURTEILUNG

Wenn du dich entmutigt fühlst, bist du von deinem Herzen abgewichen. So einfach ist das. Wenn du bemerkst, dass du von deinem Herzen abgeirrt bist, bestrafst du dich selbst mit Entmutigung. Das ist deinerseits eine weltliche Gewohnheit. Du entmutigst dich selbst, weil du eine Verurteilung betrieben und dich selbst als schuldig befunden hast. Du wirst deine abgegebene Einschätzung immer als korrekt ansehen, aber der Akt der Verurteilung ist unangemessen und bringt dir auf die eine oder andere Art Schmerz. Letzten Endes versetzt du dein Herz und nimmst anstelle dessen Schuldzuweisung entgegen. Du bist ein schwerer Zuchtmeister. Du wirst keinen Irrtum dulden. Und das ist dein Irrtum.

Du irrst dich bei jedem Fehler, den du machst. Du irrst dich im Hinblick auf seinen Ort in deinem Leben. Du hast ihn wie ein großes Ereignis angesehen, unterdessen er nur ein Zwischenfall ist. Du schlägst dir auf die Hand, weil dir ein Bleistift hinunter gefallen ist. Du schießt mit Dolchen auf dich selbst. Du beschimpfst dich. Angelegentlich eines Vorkommnisses nennst du dich töricht. Du nennst dich unschön. Du nennst dich zerbrechlich. All das ist unwahr. Auf welcher Grundlage auch immer, deine Denunzierungen sind unwahr. Denunziere dich selbst nicht. Hebe dich empor.

Verurteilung ist willkürlich. Wo der eine oder andere Akt in der Skala des Lebens hinfällt, ist nicht deine Entscheidung. Ist niemandes Entscheidung. Jedes Urteil erschafft Schaden. Sowohl großes Lob als auch Verdammung schadet. Beide sind irrig. Jemand ist nicht besser, weil er Beifall bekam, und er ist keinesfalls wegen einer Verdammung schlimmer. Jemand ist nicht besser, weil er die Hauptstraße anstelle der Staatsstraße hinunter ging. Jemand ist nicht schlechter, weil er sich herumdrehte oder eine falsche Bewegung machte. Gäbe es auf der Erde keine Verurteilung, wäre jeder so glücklich.

Verurteilung scheuert dich ab. Sie nutzt dich ab. Richter oder Beurteilter, das erhebt seine Maut.

Verurteilung kommt von dem Konzept des Fehlers. Sie ist an die falsche Stelle schauen. Du weißt nicht, was ein Fehler ist, weil du nicht weißt wohin etwas führt. Du kennst nicht den Unterschied zwischen Irrtum und Vielversprechendheit. Du denkst, du kennst den Unterschied. Im Nachhinein denkst du so, aber wer kümmert sich darum; was ist das Gute des Rückblicks. Du kannst dich der Verurteilung nicht entwinden. Sie hat bereits ihre Partie gespielt und ging vom Platz. Verurteilung ist eine große Torheit. Gewinnen oder verlieren, sie verliert.

Was immer an Irrtum sich zugetragen hat, er ist Vergangenheit. Führe nicht soviel Überprüfung aus. Vergeude deine Augenblicke der Ewigkeit nicht auf einer Zeugniskarte. Verdamme nicht. Gib dir selbst einen Passierschein. Sei wachsam, welche Selbst-Verleugnungen du machst, denn sie werden dir folgen.

Schimpfe mit dir selbst für das Schimpfen.

Wisse heute, ein Pfad der Rechtschaffenheit hinterlässt keinen Platz für Verunglimpfung. Rechtschaffenheit ist nicht hochfahrend, anderenfalls ist sie keine Rechtschaffenheit.

Nimm in Betracht, du gehst immerzu in die richtige Richtung. Wie eine Blume, so gehst du in Richtung Sonne. Du schiltst nicht mit einer Blume, weil sie groß oder klein ist, oder rot oder weiß, oder dass sie noch nicht geblüht hat. Bestimmt kränkst du sie nicht. Was tust du? Du pflegst sie. Du wässerst sie. Du erwartest, dass sie blühen wird. Zu ihrer Zeit wird sie blühen.

Kannst du dir selbst gegenüber nicht genauso freundlich sein, wie du es zu einer Blume bist? Kannst du nicht zu einem anderen Menschenseinswesen so freundlich sein, das auch deine Freundlichkeit nötig hat? Kannst du nicht auf der Erde anstelle von herumreiten wohlwollend sein. Kannst du nicht das Licht Meines Herzens betreten?

Selbstverständlich kannst du das. Und selbstverständlich willst du das. Wieso nicht Verurteilung los lassen, Verurteilung, die einzig aus der Vergangenheit herkommt? Wenn du dich in der Gegenwart befindest, gibt es keinen Platz für Verurteilung. Sie kann nicht existieren. Sie kann nur eindringen und dich von deinem Herzen fortnehmen.

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HEAVEN #749 – 9.11.2002 – A Daytime Star

EIN TAGESSTERN

Dein Herz ist ein Musikinstrument von großer Wandlungsfähigkeit. Es spielt zahlreiche Akkorde. Sein Tonumfang ist hoch, und er ist niedrig. Dein Herz hat ein Repertoire. Und nun vergrößern Wir, was dir zugänglich ist. Es gibt in deinem Herzen Töne, die du nicht gespielt hast. Du hast nicht einmal richtig gewusst, dass sie da sind

Ich klimpere auf deinem Herzen. Du beginnst Mein Klimpern zu spüren. Dort ist eine fast unmerkliche Lieblichkeit zu finden. Ich tunke deine Herzenssaiten in Honig ein.

Die Schwingung deines Herzens hat immerzu überallhin gereicht, doch jetzt reicht sie mit höherer Macht überallhin. Sie erreicht sogar dich. Du beginnst, dich selbst zu hören. Bestimmt ist es so, Gütigkeit und Barmherzigkeit sollen in dein Herz strömen. Dein Herz ist ein Kanal der Liebe, und du bist der Lauscher auf sie.

Dein Herz ist ein Ozean. Dein Herz ist ein Krug Meiner Liebe. Dein Herz, ebenso wie deine Augenbrauen, sind dafür bestimmt, ohne Furchen zu sein.

Wenn du deinem Herzen Schleusen angelegt hast, ist jetzt die Zeit dafür da, die Gezeiten der Liebe durchzulassen. Habe kein Zögern. Öffne die Schleusen deines Herzens weit, und lasse alles, was dich betritt, dich betreten. Für dein Herz gibt es nichts anderes zu tun. Schließen ist keine Option. Ich verstehe, wieso du versuchst, dein Herz zu schließen, aber Ich erfasse auch die Vergeblichkeit.

Ein Herz schließen ist mühselig. Und du kannst das deine alleine für sich nicht schließen. Du schließt auch die Herzen Anderer, so, wie ein geöffnetes Herz mitschwingt und andere Herzen öffnet. Alle Herzen sind wie Weihnachtslichter miteinander verbunden, oder wie die Töne eines Weihnachtsliedes, keine einzige Note ist da, um ausgelassen zu werden. In deinem Herzen ist Platz für alle Töne. Ich habe sie dorthin verbracht.

Wirf die Tore deines Herzens weit auf. Tore waren hier nie vorgesehen. Nimm sie aus den Angeln. Dein Herz ist freigesetzt, um über das Universum und wieder zurück zu strömen.

Drehe die Lichter deines Herzens an. Dein Herz ist dafür bestimmt zu scheinen. Scheine auf, Ernte Herz.

Oh, dein Herz. Was für ein Privileg ist das Herz eines Menschen, gemacht in Meinem Bilde!

Ich werde durch dein Herz angezogen. Ich sehe Mich selbst dort. Ich liebe es, in den Spiegel deines Herzens zu schauen. Gesegnet sei dein Herz. Gesegnet seist du, du, der es wie einen Heiligen Gral vor dir her trägt. Gesegnet seist du, der Mich sieht, wie Ich in deinem Herzen sitze.

Manchmal behandelst du dein Herz wie ein verwundetes Tier, und verbringst es in Isolation. Du gibst ihm wenig zu essen. Egal. Nun ist die Zeit da, dein Herz mit Überschwänglichkeit zu behandeln. Gib ihm einen Nachtisch. Gib ihm alle Nachtische, die es möchte. Lasse dein Herz Anmut ein- und herausgießen wie Creme aus einem riesigen Krug.

Wehe dem Herz, das sich der Liebe widersetzt. Es widersetzt sich nur deswegen, weil es fürchtet, dass die Liebe fort genommen werden kann. Ein Herz, was sich der Liebe widersetzt, missversteht sich selbst. Es beschränkt sich selbst aus Selbst-Erhalt. Es weiß einfach nicht, dass das Herz beschränken es nicht erhält, sondern es zum Welken bringt.

Klemme dein Herz nicht fest. Kümmere dich um dein Herz wie um einen Garten Eden. Ein starkes Herz ist gegenüber dem Strömen des Lebens nicht widerständig. Es weiß, es ist ein galoppierender Teil von ihm. Verschaffe deinem Herzen mit Liebe Bewegung. Lasse ihm zu, die pulsierende Stärke zu sein, die es ist. Nimm die Scheuklappen von deinem Herzen weg, und fortan kann es sehen. Rühre dein Herz. Löse es. Es ist Mein Geschenk an dich und an die Welt. Horte es nicht. Lasse dein Herz aus den auferlegten Begrenzungen hervortreten. Lasse dein Herz in das Licht des Tages herauskommen und wie einen Tagesstern scheinen, Licht auf Licht.

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HEAVEN #750 – 10.11.2002 – Go Higher

GEHE HÖHER

Wir haben früher darüber geredet, das Leiden Anderer nicht auf sich zu nehmen, darüber, dass mitempfindend sein nicht bedeutet, den Schmerz eines Anderen zu übernehmen. Du hast bereits erfahren, dass Sympathie, sobald du in ihr kochst, eine klebrig-süße Substanz werden kann, an der du festkleben bleibst, und, du und der so genannte Andere gelangen nirgendwohin.

Es gibt im Leben jedoch einen Bereich, wo du nicht geneigt bist, Sympathie aufzubringen. Vielleicht hast du stattdessen Wut. Das ist dann der Fall, wenn jemand, vielleicht sogar ein Fremder, rüde oder unfreundlich oder barbarisch ist. Wenn du durch die Bemerkungen oder Handlungen eines Anderen angestachelt wirst, ist Mitempfinden das Letzte in deinem Geist. Indes bedürfen diejenigen, die angreifen, eines großen Verständnisses. Missverstehe Mich hier nicht. Ich sage nicht, dass ihr Angriff o.k. ist. Ich sage, dass sie leiden, anderenfalls würden sie nicht verletzen. Sie fühlen sich gekränkt, und demnach kränken sie und demnach fördern sie den Zustand der Kränkung. Das braucht ihr nicht.

Wenn ihr einen Angriff annehmt und gleichartig darauf reagiert, habt ihr den Schmerz eines Anderen an euch genommen und ihn zu eurem eigenen gemacht. Ihr habt deren Emotion und deren Schmerz ausgeliehen. Ihr habt euch selbst auf deren Wellenlänge angepasst, und ihr spürt den Missklang, den jene empfinden. Ihr schlagt zurück oder ihr lauft weg, doch eure sich fortsetzenden Gedanken verschlimmern die Verletzung. Und so weiter.

Ihr habt bereits mit den Emotionen des Hasses und des Ärgers Bekanntschaft gemacht. Sie sind nicht angenehm. Sie sind nicht beneidenswert. Wieso dann solltest du sie beköstigen?

Du hast über die Emotionen eines Anderen nicht das Sagen, jedoch über die deinen. Es ist nicht so, dass du deine Emotion kontrollieren mögest. Es ist so, dass du die Sache anders siehst. Emotionen folgen deiner Sicht. Sieh anders, und du schreitest voran, und die Welt schreitet mit dir voran.

Jeder von euch auf der Erde hat eine Zuweisung, das Leben besser zu machen, nicht, eine bessere Mausefalle zu bauen, sondern ein besseres Auskommen miteinander zu errichten. Es ist an euch, die Menschheit aufrechtzuerhalten und euch selbst und Andere höher zu heben. Ihr könnt nicht auf einen Anderen warten. Euer Name steht für eben diese Sache.

Anstatt wegen des Schmerzes und der Zerstörung in der Welt zu weinen, gebt das Gegenteil von Schmerz und Zerstörung aus. Gebt etwas Freude und baut die Gütigkeit auf der Erde aus. Was du in deinem Leben tust, wie du mit Anderen in Verkehr trittst, wie du auf der Erde in Empfang nimmst und gibst, ist von höchster Bedeutung. Es hat allerhöchste Bedeutung. Euch scheint es wie eine Mission Impossible zu sein, aber es ist Magnificence Possible.

Ich bitte euch nicht, töricht zu sein. Ich bitte euch, eure Definition von Torheit neu zu definieren.

Ich bitte euch, das Muster aufzubrechen. Ich bitte euch, aus der Knechtschaft herauszutreten.

Ich bitte euch, Mich auf der Erde zu repräsentieren.

Alle Klagen in der Welt, all das Hinweisen, all das Beurteilen gibt weder Mich gut wieder, noch auch euch. Ihr wollt eine gute Repräsentation.

Geht höher.

Ihr geht höher, indem ihr los lasst. Es gibt etwas, was ihr los zu lassen habt. Wisst ihr, was es ist? Lasst es jetzt los. Lasst all den Schlamm los, der euch unentwegt dreckig machte. Um höher zu klettern, müsst ihr eine Sprosse los lassen und hoch langen. Gibt es eine andere Möglichkeit?

Lasse los und lange höher. Du kennst noch nicht die Höhen, die du zu erklimmen vermagst. Du bist ein hohes Seinswesen auf der Erde. Du bist nicht niedrig. Sofern du ausschließlich niedrig auf dem Boden sein kannst, was dann ist der Punkt beim Himmel?

Hebe deinen Kopf hoch. Erhebe deine Augen. Sieh über das Gefecht hinaus.

Wenn Ich inwendig in dir bin, bist du unbegrenzt. Wenn Ich existiere, bist du unbegrenzt. Ich existiere, und Ich bin inwendig in dir, und du bist unbegrenzt. Nimm im Leben einen neuen Standpunkt ein. Komme aus dem alten heraus.

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HEAVEN #751 – 11.11.2002 – All Else Is Naught

ALLES SONSTIGE IST NICHTIG

Liebe ist aus ihrer ganzen Natur her freigiebig. Liebe, die knauserig gegeben wird, ist nicht Liebe, denn Liebe hat kein Maß. Keine Teelöffel. Keine Eimer. Nichts, was sie in sich hält. Liebe kennt keine Grenzen, und sie überflutet sie alle. Liebe füllt das gesamte Universum. Liebe kennt nur sich selbst, und alles ist sie selbst. Ich kenne dich. Ich kenne dich besser als sonst jemand. Andere mutmaßen bloß. Ich weiß. Ich sehe dich vom Grunde her. Alle die Decken verschwinden in Meinen Augen. Ich sehe die Wahrheit von dir. Du erhebst dich in Meiner Wahrheit.

Du verbrauchst einen Gutteil des Lebens im Versuch, das aufzufüllen, was du in dir selbst als Lücken siehst. Lasse die Lücken sein. Du brauchst nicht alles zu werden – du bist bereits alles. Die Lücken sind dienlich. Sie sind eine Fortsetzung von dir. Genauso wie es zwischen Häusern Raum gibt, sind inwendig in dir Auslassungen. Du bist nur dafür vorgesehen, du zu sein, eine Konglomeration der Liebe. Alle Knoten und Täler sind dein.

Die Welt erbittet alles von dir. Die Welt möchte, dass du in Mathematik, in den Naturwissenschaften, in Sprachen und Literatur gut bist. Ich möchte, dass du dich als ein Menschenseinswesen auszeichnest. Als Mein Kind auf der Erde, der Erde gegeben, um die Unerhörtheit des Lebens zu enthüllen. Da ist eine Gezeitenwelle des Lebens, und du befindest dich auf ihr, und du bist sie. Du bist eine Kraft auf der Erde. Ihr seid eine in Wechselbeziehung stehende Spezies. Eine inter-galaktische, eine inter-Liebe Spezies.

Du befindest dich nicht bloß auf einem Pfad der Liebe. Du bist der Pfad der Liebe.

Alle Meine Kinder sind Straßenschilder, die auf die Sterne des Himmels weisen.

Alles was ihr tun könnt, ist hinweisen. Du bist derjenige, der den Weg zeigt. Du bist ein Weg-Zeiger.

Wieso auf der Erde solltest du jemanden in irgendeine andere Richtung weisen?

Macht dir das Angst? Spürst du eine große Verantwortung und eine große Unfähigkeit? Dein Pfad ist nicht Verantwortlichkeit. Dein Pfad ist Liebe.

Um zu leben, ist alles, was du zu tun hast, jene Schnitzel und Überbleibsel von allem sonstigen wegzunehmen und sie ins Meer zu werfen. All jene Lumpenfetzen der Verbitterung und der Wunden und all der unbeantworteten Fragen, mache sie los. Wer braucht Antworten auf Fragen, sobald er in Liebe untergetaucht ist?

Antworten auf Fragen sind Irrlichter, weil eine Frage zu einer ferneren führt. Die Liebe aber beantwortet sich selbst.

Die Liebe ist eine Umlaufbahn, und du befindest dich auf ihr.

Die Liebe ist dein Zweck und deine Bestimmung und deine Quelle.

Du bist sie, alles verpackt in einem.

Du bist Mein göttlicher Zweck.

Das ist keine Verantwortlichkeit sondern Segen.

Ist es kein Segen, dass du Füße hast zum Gehen?

Ist es kein Segen, dass du eine Seele hast, um dich zu sehnen? Was ist Sehnen anderes als dich in eine Richtung zu lehnen? Die Richtung, in die du dich lehnst, ist der Himmel. Der Himmel zieht dich zu sich. Es ist unvermeidbar, dass du den Himmel erkennen wirst. Was immer du bis zu diesem Punkt kennen gelernt hast, du befindest dich in Richtung Himmel. Du könntest das genauso gut zugeben. Du warst bemüht, dir das nicht einzugestehen, war das nicht der Fall?

Kenne deine Richtung, und sodann ist es einfach, dorthin zu gehen. Es gibt dabei nichts Schweres. Es ist einfach, wohin du gehst, und das ist einfach in Wahrheit, wohin du schon immer unterwegs warst.

Du glaubtest an all die Eigentümlichkeiten von unterwegs. Du hast die Vergangenheit dich befördern lassen, unterdessen du es bist, der dich selbst befördern muss.

Dich selbst lieben meint dich selbst kennen, nicht die Irrtümer deiner selbst, nicht deine Versagen, nicht deine Enttäuschungen, sondern das schlagende Herz von dir. Was außer der Liebe hält dich lebendig? Alles andere hält dich ab.

Liebe ist das Öl des Lebens. Ein anderes gibt es nicht. Alles andere ist nichtig.

Tue dem unbegrenzten Anteil der Erde hinzu.

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HEAVEN #752 – 12.11.2002 – The Immutability of Love

DIE UNABÄNDERLICHKEIT DER LIEBE

Wann immer du die Frage „Warum? “ in Bezug auf das persönliche Leben stellst, hast du eine Beurteilung ausgesprochen, oder du hast eine bereits bestehende herangezogen. Wann immer du in Bezug auf Vorkommnisse in deinem Leben oder im Leben von Anderen „Warum?“ fragst, schlägst du auf etwas ein. Die Frage „Warum?“ ist dein verhüllter Protest. „Warum?“ ist eine Schuldzuweisung. Wenn du sagst: „Warum ist dies geschehen?“, sagst du eigentlich: „Wie, Gott, wie konntest Du dies tun oder zulassen? Wie konntest Du bloß!“

Ihr tadelt, Meine lieben Kinder, weil ihr fehlverstanden habt, was geschehen ist. Ihr seid verdutzt. Ihr habt das Gefühl, ihr seid mit etwas geschlagen worden, und ihr spürt das Gewicht der Hiebe. Ihr habt eine zerbrechliche Welt errichtet, die ins Wanken gerät, weil ein Gegenstand in der Welt von einem scheinbaren Ort zu einem anderen bewegt wird.

Wenn du wie ein Bollwerk dastehst, um dein Territorium zu beschützen, bist du dem Wind ausgeliefert. Wenn du dich hinkniest, wirst du weniger angeblasen. Das ist die Moral der Geschichte von der Pappel und der Eiche.

Klar, der reale Mythos lautet, dass du denkst, du habest das im Besitz, was du nicht hast, und du habest das nicht im Besitz, was du hast. Gib Gott das, was Gottes ist. Alle sind in Meiner Hut, nicht in der deinen. Und du bist in Meiner Hut.

Andere Menschenseinswesen gehören dir nicht mehr, als du ihnen gehörst. Ihr seid Passanten des Nachts und des Tages. Ihr seid alle wie die Sonne, die aufgeht und niedergeht. Die Sonne kommt zu euch, aber ihr habt sie nicht im Besitz. Ihr nehmt ihr Licht in Empfang, aber es ist nicht an euch, es aufzubewahren. Die Sonne scheint immer, aber ihr spürt nicht immer ihre Strahlen. Sie ist immerzu da, dennoch scheint sie zu gehen und zu kommen.

Deine Familie und deine Freunde befinden sich in deinem Leben nur so lange, wie sie das tun. Alles bleibt nicht so, wie es ist. Anderenfalls wäre es nicht das Leben.

Im Menschlichen Leben gibt es Begrüßen, und gibt es Weggehen. Den Anschein hat es. Das Begrüßen ist real. Das Weggehen nicht, aber ihr glaubt an das Fortgehen. Ihr glaubt, eure geliebten Angehörigen gehen weg, oder ihr geht weg. Ihr glaubt, dass der Tod einen Anspruch auf euch erhebt, und dass es mit euch vorbei ist. Aber der Tod erhebt keinen Anspruch auf einen Anderen und ihr bleibt nicht zurück.

Das gibt den Trauerfall wieder – es ist der Glaube an den Verlust. Aber ihr könnt nicht verlieren, was euch nicht ansteht im Besitz zu haben. Es bewegt sich schlicht zu einer anderen Leinwand des Lebens, zu einer, die vielleicht außerhalb eurer Sicht liegt, jedoch bloß für eine Weile, solange, bis ihr ihnen bewusst wieder begegnet. Auch darin, was ihr den Tod nennt, gibt es kein Weggehen. Die Präsenz des Anderen wird mehr wie Meine Präsenz. Du kannst jenen Anderen nicht anfassen, jedoch ist die Präsenz in aller Macht da. Liebe ist unanfassbar.

Die Ereignisse im Leben gehören dir nicht mehr zu als die Menschen in ihm.

Nicht einmal dein Leben ist dein eigen. Lediglich deine Interpretation ist dein eigen. Dein Leben ist nicht nur für dich bestimmt, denn du bist Teil einer weitaus größeren Tapisserie. Du bist ein Faden des Lebens, so wie es jeder ist, und Fäden werden hinein und heraus gewoben.

Wieso ist der Tod des Körpers ein derartiger Schock für dich? Das, was unumgehbar ist, kommt als eine Überraschung.

Es steht dir indes nicht gut zu, an die Abwesenheit der geliebten Angehörigen zu denken. Es ist gut für dich, an die Gegenwart von Liebe zu denken. Sieh mehr die Bedeutung als den Fakt.

Es gibt in deinem Leben eine großartige Bedeutung für jeden und alles, und die Bedeutung heißt Liebe. Das ist alles, was sie sein kann. Nicht Liebe, um sich zu ergeben aus, sondern Liebe, um freizusetzen. Nichts dämmt das Strömen der Liebe ein. Die Liebe auf der körperlichen Ebene ist nur ein einzelner Aspekt der Liebe.

Du bist ein freies Atom der Liebe, und dir laufen andere Atome der Liebe über den Weg. Gemeinsam seid ihr Liebe. Und, indem ihr euch voranbewegt, seid ihr nach wie vor Liebe. Versagt euch dem nicht, was ihr seid. Liebe wird nicht verwundet. Dein Herz wird nicht veräußert. Veräußere demnach keine Liebe von deinem Herzen.

Liebe ist etwas Gegebenes. Meine Liebe ist etwas Gegebenes. Liebe ist immerzu bei dir. Meine Liebe ist immerzu bei dir. Die Liebe in deinem Herzen kann gerührt werden, jedoch nicht entleert. Fülle dein Herz mit Meiner unschätzbaren Liebe, denn sie ist dir gegeben, um alles Sonstige zu überdauern.

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HEAVEN -753 – 13.11.2002 – Unending Stream of Consciousness

NIE ENDENDER STROM DER BEWUSSTHEIT

Du glaubst an Worte. Du glaubst, dass sie auf verschiedene Weise konjugiert werden sollen. Wörter, so und so zusammengestellt. Vielleicht beschreiben sie einen herrlichen Glanz oder einen riesigen Schmerz, Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit. Die gleichen Wörter umarrangiert können allerhand Dinge abschildern. Die Worte sind begrenzt, aber die Kombinationen und der Tonfall sind unbegrenzt.

Schau dir das aktive Leben auf die gleiche Weise an, wie du dir die Worte anschaust. Das Leben ist ein fortwährendes Umarrangieren. Es gestaltet sich um. Wörter sind Wörter. Und Leben ist Leben. Indes ist eine Neigung zu verzeichnen, das Leben als unwiderruflich zu betrachten, so, als hätte der Verlauf, den es nimmt, ausschließlich eine einzelne Konfiguration oder Möglichkeit. Das gleiche Leben kann auf zahlreiche Wege genommen werden. Deswegen ist das Leben mehr, wie es genommen wird, als was es ist.

Dir scheint vielleicht ein Zufall im Leben wie ein Affront. Einem anderen kommt er nicht zur Kenntnis.

Schätze das Leben mehr. Und du hast es nicht so sehr für bare Münze zu nehmen.

Wenn du das Leben als einen Strom siehst, bist du nicht so sehr erschrocken, falls es sich dahin oder dorthin wendet. Vielleicht bist du es, der es nötig hat, sich von dem Strom zu einer anderen Ecke mitnehmen zu lassen und von einem anderen Gesichtspunkt her zu schauen.

Sofern dein Leben eine Interpretation ist, die du machst, dann kannst du es, egal wie, verändern. Du hast bestimmte Kreuzungspunkte übersehen. Wie bei jedem anderen Terrain, das Leben ist nicht saumlos. Es hat neue Absätze und neue Kapitel. Das gleiche Ereignis kann unendlich in verschiedenartigen Wörtern geschrieben werden. Ein Absatz kann ausgeweitet oder gekürzt werden. Es kann Betonung erhalten, oder im Vorübergehen erwähnt werden. Es kann nur aus einem Satz bestehen, oder es kann ein Roman sein.

Alles am relativen Leben ist vorübergehend. Jedoch ist das Leben, so wie die Wörter, auf etwas geschrieben. Es gibt etwas unterhalb der Wörter. Es gibt etwas oberhalb und unterhalb aller Wörter. Und es gibt mehr am Leben, als dem Auge begegnet. Es gibt mehr an deinem Leben, als du ihm gutgeschrieben hast.

Lasst Uns sagen, das Papier, auf dem dein Leben geschrieben ist, ist Licht. Du schreibst ein Skriptum, aber der Hintergrund ist Licht. Und du bist Licht. Du, der du Licht bist, schreibst etwas auf Licht. Du machst Ausführungen auf ihm. Die Ausführungen sind für das Licht Oberfläche und verändern es nicht. Was immer an Bemerkungen auf ihm zur Ausführung gelangt, das Licht ist unverändert.

Und wenn die Bemerkungen fahler werden, bleibt das Licht hell.

Wenn du in einer ununterbrochenen Kette von Wörtern untergetaucht bist, wenn du vergisst, worauf dein Leben geschrieben ist, wenn du die Anmerkungen siehst und das Licht vergisst, so hast du deine Augen bloß auf einen Teil der Erzählung gerichtet. Die ganze Story kann nicht geschrieben werden, weil sie in Fortsetzung ist. Sie kann nur im Prozess des Schreibens selbst sein.

Wörter für sich genommen sind Symbole von Klängen, die auf Papier gesetzt werden. Das Leben für sich genommen ist eine Bewegung über das Licht. Wörter versuchen dasjenige andauernd zu machen, was nicht andauernd ist. Und die Skizzen deines Lebens versuchen ebenfalls dasjenige andauernd zu machen, was nicht andauernd ist. Alle Manifestationen des Lebens sind nicht permanent. Sie sind bloß Kratzer über das Licht.

Und dennoch, vieles vom Menschlichen Leben wird mit dem Ansinnen verbracht, die Oberfläche so zu behalten, wie sie ist, und das kann man als Festhalten an der Vergangenheit bezeichnen.

Alles Physische ist Materie, und das Physische ist euch eine Menge von Belang, doch ist es weder die Substanz von euch noch euer Leben. Euer Leben ist weitaus mehr, als dasjenige, was in ihm passiert. Euer Leben ist weitaus mehr als jedwede Abschilderung von ihm. Beschreibungen sind begrenzt. Dein Leben nicht.

Dein Leben kann nicht erhascht werden. Es trotzt der Beschreibung. Jegliche Vermutung deines Lebens, jede Beurteilung von ihm ist ungenügend, unangemessen, uninformiert. Dein Leben ist nicht aus einem Spektakel gemacht, und dennoch ist jedes Leben spektakulär. Wörter aneinandergereiht wie nie zuvor, Wörter verschüttet in einem nie endenden Strom der Bewusstheit.

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HEAVEN #754 – 14.11.2002 – The Light You Write By

DAS LICHT, BEI DEM DU SCHREIBST

Kurz und bündig gesagt, dein Leben ist das, was du sagst, es sei es.

Das Leben ist nicht unehelich.

Das Leben ist ein täglicher Eintrag. Blättere dich nicht durch die hinteren Seiten. Und überschlage nicht nach vorne.

Heute schreibst du dein Leben.

Bei der Handschrift geht es nicht um Vollkommenheit. Du siehst zu, dass du schreibst.

Was schreibst du dir heute auf? Was gibst du hinaus? Was ist zwischen den Zeilen geschrieben? Und was ist überhaupt nicht geschrieben?

Heute liegt eine Seite vor dir. Sie wartet darauf, dass du deinen Eintrag auf ihr machst. Mach zu.

Du bist der Schreiber deines Lebens heute.

Was möchtest du gerne über es schreiben? Schreibe es.

Du, der du jenseits aller Beschreibung bist, beschreibst dich heute selbst.

Du bist eine Charakterstudie, und es bist du selbst, den du studierst.

Du wählst eine Besetzung von Charakteren, und du wählst eine Abfolge von Ereignissen. Die Charaktere und die Ereignisse sind die Handlung deiner Story. Um Himmels willen, lasse Mich nicht aus. Meine Rolle ist groß.

Sieh Mich als das Licht, das durch ein Fenster zu deinem Blatt Papier hereinkommt. Aale dich in den Strahlen Meines Lichts. Hebe dein Gesicht direkt hier hoch zu Meinen Strahlen. Mein Licht wird über dich sprühen und dich verjüngen. Ich arbeite an der Oberfläche wie auch darunter. Ich bin der Jungborn, denn bei Mir gibt es keine Zeit, lediglich Zeitlosigkeit.

Du, der du alterslos bist, alterst in Meiner Gegenwart nicht. Dort wo Wir existieren, wirft nichts einen Schatten. Was kann Unser Licht zudecken oder es lange zudecken. Äußeres Leben ist bloß ein Guckguck-Spiel. Aber unter all den Äußerlichkeiten bist du und bin Ich. Sei dir Unseres ewigen Lichts eingedenk.

Mache einen Augenblick lang Pause und sieh dir unsere Lebendigkeit gemeinsam an.

Worauf sind Wir heute aus? Was ist Unsere Agenda?

Schreibe heute mit Freude in dein Tagebuch. Nimm Mich mit, und du wirst Freude haben. Ich kenne bloß Freude. Begleite Mich. Schau durch Meine Augen. Sieh, was Ich sehe. Sieh Glanz. Unser helles Licht überscheint alles andere.

Unser gemeinsames Buch hat kein Ende, das Ende indes ist bekannt. Das Ende ist der Anfang, und der Anfang ist für immer.

Wir können sagen, Ich bin der Verleger deines Buches. Du aber bist der Schreiber. Unter meiner Schirmherrschaft schreibst du es. Ich habe etliches dabei zu sagen, aber nicht alles. Ich gebe dir einen Vorschuss auf deine Autobiografie. Ich gebe dir alle Schreibmittel, Tinte, Papier und Notizbücher, die du haben möchtest. Ich gebe dir sogar einen Computer. Und damit schreibst du dein Leben. Jeder Tag ist ein neues Kapitel. Setze deine Einbildungskraft ein.

Was wird den heutigen Tag zu einem richtigen Tag machen. Das eine oder andere äußere Vorkommnis? Oder du? Oder du und Ich? Ich denke, du und Ich werden das sein. Das ist immer Meine Idee. Dein Leben und das Meine sind so miteinander verflochten. Es ist verwickelt Unser Leben. Und dennoch ist es so einfach, dass du es oft verfehlst. Dass Wir zusammen sind, ist die Hauptsache. Wo Wir gehen, ist nebensächlich. Welche Schuhe Wir tragen, macht überhaupt nichts. Unsere Herrlichkeit hängt von Uns ab und nicht davon, was Wir tragen oder aufheben oder liegen lassen oder wie irgendwas aussieht. Unter den Strahlen Meines Lichts – Unseres Lichts – ist alles schön, und alle sind unter dem Abguss Meines Lichts.

Ich halte dich fest in Meinem Licht. Es bleibt bei dir. Es kippt nie nach vorne oder fällt nicht nach hinten. Wo immer Mein Licht scheint, scheint es auf dich. Ich bin das Licht, das dein Leben beleuchtet. Und Ich bin das Licht, bei dem du schreibst. Ich werde dir immerzu Mein Licht geben, um mit ihm zu sehen. Sieh Mich als eine schöne Lampe, die herrliches Licht auf die Seite deines Lebens wirft.

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HEAVEN #755 – 15.11.2002 – The Way of Life

DER WEG DES LEBENS

Am Loslassen von Anhaftungen findest du schwer, dass du an ihnen geheftet bist. Du bist an sie geheftet, weil du festhältst. Du hältst fest, weil deine Sicht begrenzt ist. Du kannst deinen Geist nicht willentlich ändern. Du kannst ihm nicht befehlen, sich zu ändern. Damit sich dein Denken ändert, hast du anders zu sehen. Ein Element muss abgehen, damit ein neues eintreten kann. Etwas muss abtreten, damit du für etwas anderes offen bist.

Eine vorgefasste Idee muss abtreten.

Du möchtest gerne bestimmte Anhaftungen los haben. Du würdest es gerne, falls du es könntest. Du würdest sie los lassen, wenn du nicht dächtest, dass sie für dein Überleben lebenswichtig sind.

Eine Voreinstellung deinerseits lautet, dass Überleben bedeutet, alles so zu belassen, wie es ist. Das Gegenteil ist wahr. Das Überleben in der Welt hängt vom Wandel ab.

In vielen Fällen war dein Geist wie ein Radio mit nur ein oder zwei Stationen. Die Möglichkeiten deines Geistes sind aber unendlich. Öfters hast du die Antwort sofort, und dann findest du Wege, um die Antwort zu untermauern. Das meint sich auf einer einzigen Spur befinden. Und es obliegt dir, davon wegzukommen.

Versuche das Gegenteil dessen, was du denkst, in Betracht zu nehmen. Nimm eine andere Antwort, und sieh, wohin sie führt.

Dein Geist ist nicht dafür vorgesehen, flau zu sein. Er hat sich zu ändern. Du kannst deinen Geist nicht ändern. Er hat sich laut seinem eigenen Einvernehmen zu ändern. So wie in den Cartoons muss im Geist eine Glühbirne angehen. Eine neue Anordnung des Denkens gelangt zur Ausführung, und alles wird umkonfiguriert.

Offenheit ist nicht das gleiche wie hohlköpfig. Was, denkst du, würde passieren, wenn deine Überzeugungen nicht derart fest wären? Was wäre, wenn du dich ein wenig rührtest? Was wäre, wenn du einen deiner Gedanken beiseite rücktest? Du kannst ihn immer wieder zurücklegen. Sofern du das Licht nicht siehst, wirst du ihn zurücklegen.

Du hast dir selbst zahlreiche Ziele gesetzt, und du jagst ihnen immer hinterher. Betrachte deine Ziele aufs Neue. Vielleicht schnaufst und puffst du gänzlich grundlos. Vielleicht möchtest du nicht länger dasjenige, was du immer wolltest oder dachtest, du wollest es. Wirf einen Blick darauf. Du musst nicht auf derselben Spur weitergehen.

Bei einem Tanz egal welcher Art gibt es Drehungen und Wendungen. Ein Tanz benötigt Variation. Eine Pose ist kein Tanz. Ein Tanz ist aus seiner eigenen Natur heraus Bewegung, andernfalls ist er kein Tanz. Und so auch beim Leben. So mit dem Leben. Du kannst es nicht an der gleichen Stelle behalten. Du kannst es nicht posieren. Du kannst es nicht festnageln.

Du hast die Dinge nicht so zu tun, wie du sie immer getan hast, auch nicht so, wie sie die Welt immer getan hat. Sogar das Bewiesene ist unbewiesen. Dieser Augenblick ist noch nie zuvor gelebt worden, und dementsprechend ist alles neu.

Alles ist jetzt soeben für dich vor Ort. Ein Orchester ist nahe daran, zu beginnen. Der Dirigierstab ist erhoben. Bevor die Flöten spielen können, muss der Stab sich bewegen, und damit das Signal abgeben, dass die Musik beginnt.

Und so ist es bei dem Leben. Es signalisiert dir, zu beginnen. Du hast dich vielleicht zum Leben hin rüber zu rücken. Vielleicht hast du deinen Geist anders herum zu drehen.

Du denkst, deinen Geist ändern bedeutet, du hast einen Fehler gemacht, oder du hättest ihn nicht zu ändern. Was du gedacht hast, mag damals recht gewesen sein, aber jetzt ist es womöglich nicht mehr richtig. Doch das ist nicht von Belang. Du hast jetzt die Gewässer zu testen. Wir sprechen nicht über Fehler im Leben. Wir sprechen über das Leben leben.

Leben ist Möglichkeiten. Öffne dich ihnen. Früher ergangene Schlussfolgerungen verschließen dich gegenüber dem Leben. Möglichkeiten öffnen dich. Sei für die Möglichkeiten vor dir offen.

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HEAVEN #756 – 16.11.2002 – What Do You Chase?

WONACH JAGST DU?

Dein Leben ist in zahlreichen Strömen gemacht, um darin zu fischen. Manchmal hängst du derart viel in einem einzigen Strom des Lebens herum, dass du die anderen übersiehst, und dir selbst keinen Glauben schenkst. Manchmal legst du deine Aufmerksamkeit auf den einzigen Strom, der deinem Empfinden nach mangelhaft ist. Du erstrebst ihn mehr, weil er mangelhaft ist, als um seiner selbst willen. Manchmal bist du um des Erfolges der einen oder anderen Art halber derart aufgedreht, dass du vergisst, wer du bist, und was du hier auf dem Planeten tust. Der alleinige Strom des Lebens auf der Erde ist aus vielen Strömen, die zusammenlaufen, gemacht.

Alle Ströme sind schön. Genieße das Bad. Alle Ströme bewahren Schätze. Es gibt keinen Bedarf, ausschließlich nach einem Schatz zu tauchen. Wenn du geschäftlichen Erfolg oder Erfolg in der Karriere oder beim Geld als deinen hauptsächlichen oder einzigen Zweck erstrebst, versagst du dich womöglich dir selbst gegenüber. Manchmal bist du getrieben, unterdessen du der einzige bist, um treibend zu sein.

Was motiviert dich? Und wieso hast du das Gefühl, du müsstest dasjenige verfolgen, was du verfolgst? Manchmal eilst du Straßen entlang, die dich in kurzen Abständen zum Stoppen bringen, und dennoch hast du das Gefühl, du müssest sie entlanggehen. Vielleicht sind es kurze Straßen, und sie gehen nicht weiter. Was ist es, was dich dazu bringt, dass du derart schnell rennst und hechelst?

Vielleicht hast du das Gefühl, du seist getrieben, dir selber etwas zu beweisen. Oder vielleicht hast du jemandem gegenüber etwas zu zeigen, was du tun kannst, was auch immer. Etwas, bei dem du das Gefühl hast, dass du es beweisen musst, ist ein roter Hering.

Dasjenige, was dich antreibt – ist es inwendig oder auswendig? Ist es eine Gepflogenheit? Oder hast du das Gefühl, du musst hinter etwas herrennen, und befürchtest du, dass es für dich etwas anderes, um dahinter herzurennen, nicht gibt?

Lasse dein erstes Ziel im Leben die Freude sein. Freude ist das Mittel, um alles zu erlangen. Nicht das Ringen.

Du kannst die gleichen Handlungen wie ein Anderer ausführen und nicht die gleichen Entlohnungen ernten. Kopierst du die Töne eines Anderen oder deine eigenen? Das Herz hinter der Handlung zählt. Lasse es dein eigenes Herz sein. Lasse dein eigenes Herz zum Vorschein kommen und genügend sein. Lasse es glücklich sein.

Ich sage euch nicht, euren Traum aufzugeben. Ich sage euch, sicherzugehen, dass es der eure ist. Oder er kann der Meine sein, genauso wie der eure. So oder so, ihr werdet Freude über alle Maßen haben. Sofern ihr euer Leben bemessen müsst, bemesst es in Freude und nicht in Leistung. Oder lasst die Freude eure Leistung sein.

Manchmal befindet ihr euch beim Rennen in eine einzelne Richtung, und ihr bemerkt, ihr seid auf einem Wagen einer Musikkapelle festgesetzt, und werdet entlang gezogen. Ihr könnt nicht richtig mithalten, und dennoch wisst ihr nicht so recht, wie ihr da runter kommt. Ihr wisst nicht, wie ihr da hoch gekommen seid oder warum, und dennoch rennt ihr immer noch in die gleiche Richtung, eure Füße brennen euch, aber euer Herz erlahmt. Es ist nicht so, dass ihr euer Herz dort einzubringen habt. Es ist so, dass ihr finden müsst, wo euer Herz ist.

Segelt nach euren eigenen Sternen und nicht nach denjenigen Anderer. Sonst tragt ihr eine Kleidung, die euch nicht ansteht, und ihr befindet euch auf einer Leerfahrt.

Ehrgeiz ist ein Geltungsbereich. Ihr seid mit ihm nicht verheiratet. Ihr könnt euren Ehrgeiz verwandeln. Ihr könnt ihn abliefern. Und ihr könnt euch ausruhen. Und ihr könnt es euch leicht machen.

Das Leben ist keine Beute, die ihr jagt. Du bist kein Windhund. Und es gibt kein Ziel, das du erreichen musst.

Vielleicht gehst du schneller, sobald du langsamer machst. Ganz bestimmt gehst du besser.

Lasse Freude dein Ziel sein. Gib ihr statt, bei dir anzulangen. Sammle sie ein. Hebe sie überall auf. Und lasse sie überall fallen. Dein Lustwandeln auf dem Pfad des Lebens ist von Belang. Dort wo du rennst, zählt nicht so viel, jedoch wohin du steuerst, das zählt.

Und somit muss Ich dich fragen: Wohin des Weges?

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HEAVEN #757 – 17.11.2002 – Royalty All

KÖNIGTUM ÜBER UND ÜBER

Ihr seid alle Cinderella [Aschenputtel] und ihr seid alle der Prinz. Ihr bleibt so lange an der Feuerstelle, bis ihr eines Tages entlangkommt, um euch selbst zu retten. Ihr seid auch die Märchen-Gottesmutter, die über euch einen Zauberstab schwingt. Mit dem Schwingen des Zauberstabs erwacht Cinderella zu einer Realität, die sich in ihr schlafen gelegt hat. Nicht der Zauberstab hat Cinderella transformiert. Nicht der schöne Umhang hat sie transformiert. Man hat sie das bloß wissen lassen. Unter den ausgebrannten Holzstückchen [‚cinder‘, engl.; Anm.d.Übers.] war sie immer Ella. Der Zauberstab wir ihr bloß ein Signal davon, was bereits so war. Und demnach war der Zauberstab ebenfalls sie selbst.

Die böse Stiefmutter war auch ein Teil von Cinderella, die sie im Elend und von der Freude fort hielt. Und die böse Stiefmutter ist auch ein Teil von euch, denn ihr behandelt euch selbst manchmal nicht besser. Ihr
könnt die böse Stiefmutter als Gegebenheiten außerhalb eurer Kontrolle ansehen, und gleichwohl, wer hält euch mehr ab als ihr selbst?

Die bösen Stiefschwestern sind einige der Gedanken, denen ihr dient, die euch indes nicht gut dienlich sind.

Euer laufendes Leben ist aus dem Inhalt der Märchen gefertigt. Ungeheuer existieren scheinbar außerhalb von euch, jedoch sind sie eure eigenen zahlreichen Ängste, offen gelegte Ängste.

Wenn alle Charaktere in den Märchen Phasen von euch darstellen, was sind dann die Charaktere in eurem Leben? Sie sind wie eure Gedanken. Es gibt Gemeine und es gibt das Königtum. Du widerhallst sie. Du lädst sie beide in deinen Geist. Dem Königlichen deutest du, willkommen zu sein, und die Gemeinen lässt du eindringen. Wer sonst außer dir lässt sie in deinen Geist und in dein Herz eintreten? Du lässt sie übernehmen, und wenn du die Inhalte deines Herzens und Geistes nicht magst, beschuldigst du die Gemeinen. Und auf diese Weise nennst du dich ein Opfer der Umstände, und bezeichnest du das Leben als einen Münzwurf.

Der Schlüssel liegt ebenfalls in dir. Da ist eine Schatztruhe, und auch sie bist du. Du bist ebenso der Inhalt der Schatztruhe. Der ganze Schatz liegt inwendig in dir. Er ist dir von Natur zugehörig. Was nicht Schatz ist, ist nicht inwendig zugehörig, allerdings kannst du einen Nicht-Schatz adoptiert haben, ihn dir zueigen gemacht haben, in diesem Sinne hast du ihn somit wohl verwahrt. Hast du nicht gedacht, dass du ohne Probleme der einen oder anderen Art nicht leben oder nicht lange leben kannst? Das nennst du Schicksal, oder: wie es eben so ist, aber, ist das alles Schicksal? Könnte einiges davon vorsätzlich und vorbedacht worden sein?

Achte darauf, woran du deine Gedanken festmachst. Deine Gedanken sind die Saat, die du säst.

Mache dich zu einem Wertschätzenden. Aus der Wertschätzung her fließt dein Prinzentum. Es hat so zu sein, dass du vom Königshause bist, denn, bist du nicht von Mir? Das Kind eines Königs oder einer Königin ist ein Prinz oder eine Prinzessin. Das kann anders nicht sein.

Beginne jetzt damit, wertschätze dich selbst, denn von dir her fließen alle Segnungen. Sie fließen ebenfalls von Mir her, aber du bist Meine Verstetigung, und demnach bringst du Meine selben Segnungen voran. Du, der du die Segnungen bist, du bist auch der Segner, und du bist auch derjenige, den du segnest. Auf diese Weise bist du jedermann in deinem Leben. Du kannst nicht einen Anderen segnen, ohne dass Schimmer der Segnungen auf dich herabfallen.

Aber, ah, genauso steht es mit der Kritik oder der Ächtung. Die Asche fällt auch auf dich.

Wo immer du dich jetzt soeben befindest, erhole dich und wische die Asche ab. Du brauchst sie nicht. Bejahe deinen Status, und sei der Status, denn dazu habe Ich dich ernannt. Ich habe dich in die Welt hinausgeworfen, damit du Mein Licht ausbezahlen und die Dunkelheit entwerten kannst. Ich streiche mit einem Zauberstab Meines Lichts über dich, und jetzt erkennst du, du bist be-lichtet. Du bist ohnehin Mein Licht auf Erden. Also sei es.

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HEAVEN #758 – 18.11.2002 – And So Are You

UND SO SEID IHR

Wenn Ich euch als einen Schatz ansehe – und das tue Ich -, könnt ihr euch dann nicht gleichfalls so sehen? Ich halte euch in Meinem Ansehen nicht höher, als ihr seid. Ich halte euch dafür, was ihr seid. Ich verehre euch nicht. Ich setze euch nicht nach oben. Aber Ich ehre euch mit all Meinem Herzen. Eure Schwächen bringen Mich nicht dazu, euch weniger zu ehren. Und es gibt nichts, was Mich dazu bringt, euch mehr zu ehren. Ihr seid Meine Geehrten. Ihr seid das Subjekt Meines Ehrens.

Was ist Meine Ehrung genau, und mitunter fragt ihr euch, was sie überhaupt Gutes darstellt. Mein Ehren ist eine Eigenschaft des Wissens. Es ist Sichtung. Und es ist eben dieselbe Qualität, die Ich Ehrung nenne, um welche Ich euch bitte. Ich erbitte sie von euch, denn, sobald du einen Anderen ehrst, ehrst du dich selbst. Es ist in deinem Herzen, dass die Liebe sich regt, und mit sich selbst vertraut wird. Je mehr du ehrst, desto mehr ehrst du.

Es findet an der Stelle eine ziemliche Übertragung statt.

Es macht etwas aus, dass du etwas Erhabenes ehrst. Eine Lappalie ehren ist nett, aber es erhebt dich nicht zu größeren Höhen. Um etwas als erhaben zu sehen, hast du eine umfassendere Sicht zu haben. Du siehst ganze Landschaften nur mit einer weiten Linse. Du musst eine Perspektive haben, um die Weite zu sehen. Teile sind keine Landschaft. Einer Landschaft kommt Ganzheit zu. Wenn du in ihr mittendrin stehst, kann dir die Ganzheit entgehen, und du siehst nicht das großartige Bild. Du weißt nicht einmal, was es darüber hinaus zu sehen gibt.

Und deswegen wirst du, sobald du bei Mir gesellig und bewandert bist, der Ganzheit gewahrer, und die Essenz der Ganzheit fällt auf dich herab und du integrierst sie. Du einverleibst sie dir immer und immer wieder, solange bis du schier Ganzheit kennst.

Während du heute Meine Worte liest, einverkörperst du Unsere Ganzheit. Ein Flüstern von ihr langt bei dir an. Du kannst mehr davon nehmen. Bei Mir ist es schön, gierig zu sein. Tatsächlich sage Ich nicht bloß, das ist in Ordnung, Ich rate dazu. Verschlinge Mich. Nimm große Schlücke. Benutze beide Hände. Nimm alles, worauf deine Augen sich niederlassen.

Ich bin eine fortlaufende Quelle an Energie. Du kannst Mich nicht aufbrauchen, und du kannst, was Mich betrifft, nicht egoistisch sein. Je mehr du von Mir hast, desto mehr von Mir gibst du. Je mehr du Meine Eigenschaften siehst, desto mehr werden die Meinen durch dich enthüllt. Nicht immerzu gesehen, nicht genügend gesehen, jedoch mehr und mehr gesehen.

Während du mehr von Mir siehst und infolgedessen mehr von Mir verehrst und in dich aufnimmst, umso umfassender und weiter wirst du. Mein Horizont wird der deine. Die Begrenzungslinien, die du im Leben gezogen hast, werden schwächer, und du findest dich in den vollen Sonnenschein Meiner Herrlichkeit eingetaucht.

Sieh Mich als eine Bräune, die du erhältst, immer ein bisschen auf einmal. Vielleicht zunächst nicht wahrnehmbar, jedoch ist es unvermeidlich, je mehr du dich dem aussetzt, desto mehr siehst du, wie du gebräunt bist. Und die Bräune wird unauslöschlich. Nichts wäscht sie ab.

Oder sieh Mich als eine Melodie, von der du vor langer Zeit gehört hast, die du aber nicht selbst oder nicht deutlich gehört hast. Es ist dir so, du fängst an, die sie gelegentlich aus einer gewissen Entfernung zu hören. Je mehr du hinhörst, desto klarer wird das Lied, bis du es ununterbrochen in deinem Kopf hörst. Es wird die Weise, die alle anderen in den Schatten stellt. Du begreifst, es ist die Weise, aus der alle anderen hervorgehen. Die Töne sind der Schlüssel. Ein wiederkehrendes Thema hat sich dir endlich zugetragen.

Oder, sieh Mich als Sonnenuntergang, ein Untergang voller Farben, die du dir früher nur vorgestellt hast, jetzt aber siehst. Die Farben sind wie die Töne der Musik, die in deinem Kopf herumgeht. Dein Gewahrsein von Mir übernimmt dein Gewahrsein, und du erkennst, du erkennst ganz wirklich, dass Ich alles überall bin, und so auch du.

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HEAVEN #759 – 19.11.2002 – The Day Dawning Today

DER TAG, DER HEUTE ANBRICHT

Schön ist der Tag, der heute anbricht. Du machst dich mit einem frischen Gleichgewicht auf den Weg. Nichts ist übertragen. Die ganze Vergangenheit ist dort, wo sie war, und heute wartet neue Herrlichkeit auf dich. Jeder Tag ist nach einem frischen Regen. Alles ist feucht, und der Schmutz ist weggewaschen, wohlbereitet für dich.

Ein neuer Tag bricht jeden Tag an. Ein neuer Tag ist auch für dich ein Signal, dich in neuem Licht zu erheben. Möglicherweise gehst du auf den gleichen Straßen, doch bist du auf ihnen, so wie du heute bist, noch nie zuvor entlanggegangen. Denke daran.

Es ist so, wie wenn dir eine neue Welt gegeben wurde, jeden Tag eine frisch gebadete neue Welt. Ein Tag, der in der Sonne des göttlichen Lichts funkelt. Ein frischer Tag. Ein Tag, von dem du noch nie zuvor gehört hast. Ein Willkommens-Tag. Dieser Tag heute, zu dem du dich erhebst, steht weit offen. Unbeansprucht. Noch nie zuvor gebucht. Er ist nicht dafür bestimmt, ein Übertrag zu sein.

Alles, was du überträgst, macht dich müde.

Was wäre, wenn Ich dich jeden Tag wieder entzündete? Tatsache ist, Ich tue das. Du kannst im Voraus wissen, dass Ich an der Arbeit war und einige Spielmarken Meiner selbst für dich hinterlassen habe, so eine Art Signal, dass Ich hier war. Frage dich selbst, was es ist.

Wenn du in der Minute, in der du aufstehst, kein Signal von Mir siehst, dann schaue dich nach ihm im Verlauf des Tages um. Ich habe viele Hinweise da und dort hinterlassen, viele direkt im Freien, und alles, was du zu tun hast, ist sie zur Kenntnis nehmen. Zähle die Schilder, die Ich dir heute hinterlassen habe. Wachse ihnen zu. Und dann verausgabe sie.

Heute ist ein Tag, an dem du verausgabst. Gib verschwenderisch aus. Drehe ihn im Kreis herum. Sieh das Heute als ein Spinnrad, und, wo der Knäuel landet, das weiß niemand.

Was kannst du heute aufheben? Was wird dir direkt über die Füße laufen? Welchen Tanz möchtest du heute tanzen, und welches Lied singen?

Welcher Vogel wird zu dir singen, sodass du erkennst, dass Ich bin? Welche Hupe wird erklingen und das gleiche signalisieren? Welcher Schritt wird Schwung aufnehmen, weil du, so wie der Vogel, so wie das Hupen, an Meiner Stelle Guten Tag sagst? Welche Glocken werden heute angehen, weil du hier bist?

Mit was für einem Eifer du doch jetzt dem Tag begegnen möchtest. Du wirst dich in ihm hinstellen und aus lauter Freude auf deine Brust schlagen, dass du bist, und dass der Tag ist, und dass er sich für dich wie eine neue Reihe von Kleidungsstücken ausweist, alle dafür bereitgelegt, dass du sie anziehst.

Und so beginnst du deinen Gang durch einen Tag namens heute. Du kommst zum Heute. Du hast es erreicht. Und nun öffnest du es. Es ist bereits offen, und dennoch öffnest du es auch. Und du sagst: „Ich bin hier.“

Ebendas sage Ich zu dir jeden Tag. „Ich bin hier.“ Das sage ich auch zu Mir. Lasse Mich das von dir hören. Lasst es Uns im Chor sagen: „Ich bin hier.“

So wie Ich heute für dich hier bin, so bist du für Mich hier. Ja, du bist für Mich hier. Ich begegne dir heute. Wir begegnen uns von Angesicht zu Angesicht. Wir schütteln uns die Hände. Wir flüstern einander zu. Und Wir begleiten einander. Eben das tun Wir jeden Tag, und dennoch ist jeder Tag neu, und es ist so, als treffen Wir uns zum ersten Mal.

In Wahrheit ist es das erste Mal, weil wir nie voneinander fortgegangen sind. Das erste Mal setzt sich fort. Bei ihm gibt es keine Pause.

Also, was ist ein Tag? Eine Art Durchgang, obschon weder Zeit noch Raum existieren. Wo und wann und früher oder später existieren nicht. Nur jetzt existiert. Wir leben in einer immer präsenten Präsenz. Wir leben gemeinsam in dieser Welt der Menschen, während Wir im Himmel unseren Aufenthalt haben. Während Wir zusammen sind, ist es Himmel. Und Wir sind immerzu zusammen. Wir sind unzertrennlich. Wir haben kein Bestreben, auseinander zu sein, und Wir haben diese Fähigkeit dazu nicht. Alles, wozu Wir fähig sind, ist Eins sein.

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HEAVEN #760 – 20.11.2002 – Rise Higher

ERHEBE DICH HÖHER

Was du vielleicht Schicksalswende nennst, kann eine gerade Straße sein. Du kannst in der Kehre untergetaucht sein und hernach andere Gedanken haben.

Weil du bei einem Tanz so herum wirbelst, bedeutet nicht, dass du nicht auch andersherum wirbeln wirst.

Ein Tanz ist auf einer Bühne. Die Tänzer bewegen sich, aber sie befinden sich auf keiner Reise. Sie gehen in die Höhe und sie bücken sich.

Um ein Band auf einem Päckchen in eine schöne Schleife zu bringen, musst du es zuerst ein wenig herumwickeln und dann einen Knoten binden. Das Band läuft in verschiedene Richtungen. Und es kommt als eine Schleife hervor. Gerade wurde zu kreisförmig, und ein weiteres Mal kreisförmig, und die Niedlichkeit, um die es dir geht, ist schließlich da.

Die Hände werden vor Freude in die Höhe gehoben, um das Päckchen vor ihnen zu öffnen. Die Schleife wird auseinander gezogen und der Deckel wird abgenommen, um etwas dahinter zu sehen zu bekommen.

Manchmal enthält eine große Schachtel einen winzigen Juwel.

Manchmal enthält eine kleine Schachtel eine Eintrittskarte für den Broadway oder einen Flugschein nach Paris.

Bevor du es aufmachst, weißt du nicht, was drin ist.

Das Leben ist vor dir. Es wartet auf dich, dass du es jetzt soeben öffnest. Und alles, was es braucht, ist deinen Eifer. Wenn du von dem Päckchen des Lebens erwartest, dass es eine bestimmte Sache für dich beinhaltet, und es ist etwas anderes, bist du enttäuscht. Aber das Leben ist zum Geöffnetwerden da, und es liegt dir an, zu sehen was da ist. Du magst überrascht sein. Du magst entzückt sein. Du magst zurückgestoßen sein. Aber Leben ist Leben. Und es wird dir zugestellt. Und du wirst es abholen. Du kannst ihm gut zureden, aber du kannst ihm nichts abfordern, denn das Leben hat einen eigenen Sinn aus sich selbst heraus.

Im Leben werden Stiche genäht, und etliche gehen so, andere so. Ihr jedoch, Meine Geliebten, geht immer höher.

Ihr könnt nicht auf die eine und einzige Weise im Leben posieren und dort für immer bleiben. Ihr müsst euch im Leben herumbewegen, sonst ist es kein Leben. Stillstehen ist nicht Leben auf der Erde. Doch gleich, welche Szenerie, die Bühne ist die gleiche, und auf ihr geht ihr eures Platzes nicht verlustig.

Wer sagte denn, dass das Leben so und nicht so sein solle?

Habe keine Angst vor dem Leben. Es ist auf jeden Fall das deine. Komme ihm auf halbem Wege entgegen.

Du hast ein bestimmtes Maß an Bestimmung im Leben, und es eilt zu dir oder du zu ihm. Ganz in die Mitte des Lebens hinein geschleudert bist du. Du wirst vielleicht versuchen, vor ihm zurückzuweichen, doch dann setzt du rückwärts in es hinein. Du befindest dich in einem Zug des Lebens. Gleich in welches Abteil du im Zug gehst, du bist nach wie vor in ihm.

Setze dich dann ein wenig zurück. Benetze dein Herz im Leben, wie Finger in einem Strom voller Wasser. Du hast dein Herz nicht in die eine oder andere Richtung festzusetzen. Leicht ist das Herz und gegenüber allen Richtungen offen.

Umarme weniger deine Erwartungen und das Leben mehr. Du wirst dich nicht so durchgerüttelt fühlen. Du neigst dazu, mit deinen Erwartungen aufrecht zu sitzen, und damit bist du nicht schmiegsam. Du bist unbarmherzig, was deinen Stand anbelangt, wie dein Leben zu dir zu kommen habe. Lasse eine wenig deine Erwartungen an das Leben los, und mehr Gütigkeit des Lebens wird Eingang finden. Erwartungen sind wie Scheuklappen.

Erwarten ist festhalten. Wenn du dich festhältst, wirst du fordernd. Du wirst verbittert, dass das Leben zu dir im Gegensatz gestanden hat. Doch kann es sein, dass du es warst, der zu stark an dem festgehalten hat, was das Gegenteil zum Leben ist, und demnach hast du es gequetscht.

Alles, was du tun kannst, ist, dich selbst dem Leben zu öffnen. Ein neuer Gipfel kommt vor dir zum Vorschein, und du erhebst dich mit ihm.

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HEAVEN #761 – 21.11.2002 – Love Spilling Everywhere

LIEBE ÜBERALL AM ÜBERLAUFEN

Die Energien im Leben scheinen derart ins Nichts zu gehen – freilich kann nicht nichts für nichts sein. Da ist etwas aus jeder Handlung oder Nichthandlung auszuwringen. Da ist etwas für dich drin. Eine Botschaft vielleicht. Eine Anwandlung an Wahrheit. Ein Fleck auf dem Horizont, den du fast aber noch nicht so richtig ausmachen kannst.

Du hast manchmal das Gefühl, dass du deine Liebe an den falschen Orten vergeudet hast. Für die Liebe ist es ein Unding, vergeudet zu werden. Verwandelt das dein Denken ein wenig? Seit wann hängt die Liebe in deinem Herzen davon ab, was andere Herzen tun? Kümmere dich nicht um die Liebe aus dem Herzen Anderer. Wir reden über das deine.

Spüre Mich jetzt soeben in deinem Herzen erscheinen. Spüre Mich, wie Ich dein Herz anrühre und rühre. Es ist ein Heranrauschen von Liebe in deinem Herzen, und Ich meine, sie ist für dich da, um sie aufzufinden. Das ist die Liebe, deren Gewahrsein du bedarfst. Alle sonstige Liebe, die von hier und dort bei dir ankommt, ist eine Gedächtnishilfe an den Schatz, der inwendig in dir wohnt. Sieh die Liebe, die andere Menschen zu dir haben, als eine Kelle, die dein eigenes Herz umrührt und dort den Inhalt nach oben führt, sodass du ein Gewahrsein darüber hast, was inwendig in deinem Herzen enthalten ist. Ja, dein Herz ist eine Pumpe. Du denkst, es pumpt Blut. Es pumpt Liebe. Liebe ist es, wofür dein Herz da ist.

Dein Herz ist nicht dürr. Du hast ein wohlentwickeltes Herz. Vielleicht ist es nicht genügend durchtrainiert. Es mag vielleicht wie ein mächtiges Ross, das begierig ist auf Abenteuer, gezügelt sein, ihm wurde vielleicht gesagt, es habe zu warten, auf Gewissheit zu warten. Doch gibt es keine Gewissheit, so wie du das meinst, oder etwa doch?

Vergoltene oder nicht vergoltene Liebe ist nicht die Frage. Liebe, die gegeben ist, das ist die Frage. Liebe, gegeben ihrer eigenen Freude halber, nicht wegen eines Zieles in Sichtweite, nicht für eine Belohnung, sondern Liebe, gegeben, weil es an dir ist zu geben, und Liebe, gegeben, weil es ihr Recht darstellt, gegeben zu werden, und Liebe, gegeben, weil sie in deinem Herzen zugegen ist.

Was, denkst du, ist Liebe? Sie ist nichts zum Verwahren. Du kennst es, was es bedeutet, Dinge zu lange da und dort aufzubewahren.

Verausgabe deine Liebe jetzt. Mehr wird herankommen, um dein Herz bis zum Überfließen aufzufüllen. Es ist dafür bestimmt, überzulaufen. Es ist nicht dafür bestimmt, eingedämmt zu sein. Irrtümlicherweise hast du das allerdings gedacht. Du dachtest, deine Liebe sei wie China-Porzellan, das für spezielle Gelegenheiten aufgehoben wird.

Wenn ein Krug mit Rahm voll ist, ist er dafür bestimmt, den Rahm in Folge in etwas anderes zu gießen, in eine Tasse Kaffee oder in eine Schale mit Haferflocken. Den Rahm in etwas anderes gießen ist weder den Krug noch den Rahm vergeuden. Der Rahm in einem Krug hat eine Bestimmung jenseits des Kruges. Liebe hat eine Stimmung jenseits des Lagergefäßes deines Herzens.

Liebe in deinem Herzen ist für überall vorgesehen. Es gibt keinen fadenscheinigen Bestimmungsort, sobald es auf Liebe hinausläuft. Alle sind dafür bestimmt, die deine zu haben. Die Liebe in deinem Herzen ist nicht an dir, sie zu behalten. Ganz und gar nicht. Sie ist dein, um sie in den Winden zu zerstreuen. Sie muss hinaus. Lasse die Liebe in deinem Herzen eine Pusteblume sein, die du überallhin bläst, und du lässt sie niedergehen, wo sie möchte.

Dein Herz ist nicht für sicheres Verwahren da. Es ist nicht für sicheres Geben. Es ist zum Geben. Das reicht. Das Geben hat keine vorherbestimmte Route zu haben.

Bevor Liebe allerdings aus dem Herzen heraus gegeben werden kann, hat sie zur Kenntnis genommen zu werden. Das lege Ich euch deswegen jetzt ans Herz, jetzt in diesem Augenblick, ihr spürt euer Herz, wie es mit Meiner Liebe in ihm aufknospt, wie Meine Liebe ihre Weise in den Vordergrund schiebt, wie Meine Liebe aus eurem Herzen überquillt, wie Unsere Liebe überallhin geht.

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HEAVEN -762 – 22.11.2002 – A Fine Line

EINE FEINE LINIE

Du fragst dich oft, wie der Unterschied zwischen Kontrolle ausführen und Verantwortung übernehmen darzulegen ist. Du weißt es ist besser nicht zu kontrollieren, dennoch ist es öfters ein Rätsel, wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen, ohne Kontrolle auszuüben. Ist Hände weg besser als es auf etwas abgesehen haben? Wie weißt du, wann es festzuhalten, und wann es los zu lassen gilt? Lasse alles los. Linien sind nicht für immer gezogen.

Ein Sagen haben ist nicht das gleiche wie kontrollieren. Beharrlich sein, bis du gehört wirst, ist nicht das gleiche wie kontrollieren. Ehrlich sein ist nicht das gleiche wie kontrollieren.

Passivität kann eine Form der Kontrolle sein, und sie wird vielleicht ein Ergebnis zeitigen, was du nicht möchtest. Laissez-faire ist nicht das gleiche wie deinen Griff lockern. Aufgeben ist nicht das gleiche wie los lassen. Was ist es, was du los lässt?

Es gibt einige Dinge, die in deinem Zuständigkeitsbereich liegen. Andere wiederum nicht. Das ist die Crux dabei. Und wie weißt du das?

Wenn du Lehrer in einem Klassenzimmer bist, ist es besser, dass deine Kinder mit Freude, und nicht mit Angst arbeiten. Angst ist kontrollieren; Freude nicht. Du schränkst nicht die Hand eines jeden Kindes ein. Aber du gibst Aufgabenstellungen. Und die Kinder zeigen sie dir, und du schätzt ihre Arbeit. Wenn ein Kind einen Schreibfehler gemacht hat, tust du nicht so, als wäre das nicht der Fall oder als würdest du ihn nicht bemerken. Sofern das Kind nein sagt, ich habe das Wort richtig geschrieben, sagst du nicht aus einem Wunsch heraus, nicht zu kontrollieren – in Ordnung so. Kontrolle los lassen bedeutet nicht das gleiche wie alles ist möglich. Es bedeutet nicht ignorieren, was direkt vor dir liegt.

Ein Busfahrer lenkt den Bus. Er behält seine Hände am Lenkrad. Er weiß, wohin der Bus gehen soll, und er ist derjenige, der das bewerkstelligt. Er stellt seine Verantwortlichkeit aus einem Bestreben, nicht zu kontrollieren, nicht in Abrede.

Deine Bedürfnisse bekannt machen ist nicht Kontrolle. Es ist deine Bedürfnisse bekannt werden lassen.

Ein Arbeitgeber tut gut daran, dir ein bestimmtes Maß an Freizügigkeit einzuräumen, dich wertzuschätzen, doch manchmal gibt es einen bestimmten Finanzplan, und ihm muss Folge geleistet werden.

Wie lässt du die Arbeit demjenigen zugehören, der mit ihr umgeht, und bewahrst gleichwohl deine Verantwortung – bedeutet das, das Arbeitsergebnis los zu lassen? Wie nicht angehaftet sein und dennoch fürsorglich sein und ein Sagen haben? Wie bringst du all das zusammen?

Wie, auf der anderen Hand, während die Verantwortlichkeit nicht auf deiner Seite liegt, und während du einen besseren Weg im Auge hast, was tust du dann? Beißt du dir dann auf die Zunge?

Auf deine Zunge beißen ist nicht Kontrolle los lassen. Auf deine Zunge beißen ist unterdrücken. Es ist besser, zum Ausdruck zu bringen, als nicht zum Ausdruck zu bringen. Aber das bedeutet nicht, mit deinen Füßen aufzustampfen.

Erstreben ist nicht das gleiche wie kontrollieren.

Du hast nicht um das Ziel zu kämpfen. Du hast überhaupt nicht zu kämpfen.

So gut du es kannst, lasse deinen Austausch mit Anderen keinen Wettbewerb sein. Habe nicht einmal die Idee eines Wettbewerbs. Verantwortlichkeit haben ist nicht das gleiche wie zu gewinnen versuchen.

Wenn etwas in deiner Verantwortung liegt, hast du nicht die Autorität auszuführen, die bereits auf deiner Seite liegt. Du bist derjenige, der seine Autorität zu kennen hat. Sobald Verantwortung bei dir liegt, ist sie die deine. Du nimmst sie dir nicht; du hast sie bereits. Das ist nicht das gleiche wie seinen Kopf durchsetzen.

Du tastest nach dem Seil des Lebens, während du es erklimmst. Verantwortung haben ist nicht das gleiche wie alles wissen. Es gibt auch eine Verantwortlichkeit, zuzuhören.

Lasse dir Gewogenheit zueigen sein, und Gewogenheit wird dir folgen.

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HEAVEN #763 – 23.11.2002 – Where You Are

WO DU BIST

Du bist in der Mitte des Lebens. Du wartest nicht auf die Mitte des Lebens. Dort befindest du dich jetzt so eben. Manchmal hattest du das Gefühl, dass du dich in den Außenbezirken des Lebens befindest, aber das ist nicht möglich. Wie auch immer dein Leben zurzeit erscheinen mag, du befindest dich in der Mitte von ihm. Und es gibt keinen anderen Platz, als in der Mitte zu sein. Beginnen, beenden, du bist in der Mitte. In der Mitte findest du dich selbst und beginnst du. Du könntest sagen, dein Leben hat in der Mitte begonnen.

Es gibt keine langsame Ouvertüre. Dir wird nicht in das Leben hinein nachgegeben. Es ist, als wärest du auf einen Schlag da, wie du in der Mitte des Flusses entlang paddelst. Es ist schwer zu bestimmen, wie du hierhergekommen bist und was du hier tust, aber du paddelst trotzdem.

Wie wenn du in der Mitte eines Liedes, was Ich summte oder du summtest, beginnst. Du gehst von dort aus, wo du dich selbst befindest. Ein Ton wird gesungen, und ein anderer geht ihm hinterher, und alldieweil paddelst du stromaufwärts, stromabwärts, du paddelst und paddelst.

Deine Ruder sind dein Herz. Dein Herz bewegt dich entlang. Dein Herz ist wie eine Flagge eines Wachpostens, die dir signalisiert: „Hier lang. Nach hierhin. Folgen Sie mir.“

Oder dein Herz ist der Leuchtturm, der dich zur Küste hin winkt.

Oder dein Herz ist das Wogen der Wellen, die dich tragen.

Du bist in der Mitte des Lebens. Und dennoch hast du irgendwie gewartet, dass es seinen Anfang nimmt. Im Leben gibt es kein Warten. Es mag sein, du siehst zu, wie es vorbeigeht, dennoch bist du mitten im Strom von ihm. Vielleicht siehst du dir selbst zu.

Zusehen ist in Ordnung. Warten nicht. Warten ist treiben lassen. Du bist nicht dafür bestimmt, dich dahintreiben zu lassen. Du befindest dich auf dem Boot. Du kannst ebenso gut durch das Leben waten, aber du könntest dich genauso gut auch selbst entlang paddeln.

Sofern das Leben ein Feld ist, bist du ein Pflüger.

Das Leben kommt selbstverständlich zur gleichen Zeit zu dir. Es eilt entlang. Allerdings stehst du nicht einfach bloß da. Du begegnest ihm. Du begrüßt es. Du lebst es.

Du kannst dich hinsetzen und eine Mahlzeit essen und ihr nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Unbesehen, du hattest eine Mahlzeit. Aber du kennst den Unterschied, wenn du dich hinsetzt und eine Mahlzeit genießt. Das gleiche Essen, so gegessen, ist eine Mahlzeit. Anders gegessen, ist es ein Fest. Selbstverständlich, man kann es auch so verschlingen, dass du nicht erlebst, was du gegessen hast. Du hast einfach gegessen.

Beim Leben, da kannst du nicht zu viel haben. Das Leben ist nicht mehr oder weniger. Es mag danach aussehen. Du denkst vielleicht, es verlaufe in den Zwischenzeiten seiner Momente. Doch alles Leben, was ist, hast du. Es ist dein. Es ist für dich, und dein Leben ist ebenso für Mich. Ich bin im Leben neben dir. Du denkst womöglich, Ich sei auf dem anderen Ufer, jedoch, nein, Ich stehe direkt neben dir. Ich bin bei dir den ganzen Strom rauf und runter. Ich bin nie irgendwo sonst. Ich bin nie irgendwo weg. Ich bin immer, wo du bist, Ich nehme auf, was du aufnimmst, Ich nehme dich auf, Mein entzückendes Kind.

Nimm in Betracht, du befindest dich in dem Bühnenstück in der Schule, und Ich bin dein Publikum. Ich applaudiere. Ich feuere an. Es hat nur den Anschein, dass Ich irgendwo anders bin, aber eigentlich bin Ich direkt vorne auf der Bühne bei dir.

Wenn das Leben eine Parade ist, befindest du dich in ihr. Aber bestimmt ist das Leben mehr als eine Parade. Es ist mehr wie ein Panorama. Für das Leben gibt es kein Ende. Und immer marschiere Ich bei dir. Ich setze den Schlag. Genauso gut könntest du im Gleichschritt mit Mir marschieren.

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HEAVEN #764 – 24.11.2002 – A Great Being of Light

EIN GROSSARTIGES SEINSWESEN DER LIEBE

Gäbe es ein einzelnes Thema deines Lebens, welches wäre es? Wenn du dir eines herauszulesen hättest, welches? Wenn nur ein einziger Aspekt des Lebens, den du wählen könntest, existieren würde, ganz ernsthaft, was würdest du wählen?

Wenn es nur ein einziges Adjektiv gäbe, das zu dir in Beziehung gesetzt werden kann, was wolltest du gerne sein? Was würdest du wählen? Freundlich, reich, freigebig, intelligent, kreativ, unternehmerisch, begierig, angenehm, beharrlich, sachte, hart, nach außen gewandt, nach innen gewandt, schnell, geduldig, rasch in die Bewegung, lieblich, scharf, populär, interessant, jung, weise, entzückend, ernsthaft, amüsant, lebhaft, auf der Hut, still, energiegeladen, athletisch, mit starker Wahrnehmung, weit sehend, aktiv, besonnen, standhaft, merkurisch, voller Einbildungskraft, fest auf der Erde stehend, meditativ, introvertiert, exportiert, fantastisch, empfindsam, stark – habe Ich etwas ausgelassen? Es muss etwas geben, dem Ich nicht Rechnung getragen habe.

Gleichwohl, wenn du ein Wort zu wählen hättest, um dich zu beschreiben, du könntest das nicht, denn du weißt dass an dir mehr ist als irgend ein einzelnes Adjektiv. Du bist zahlreiche Dinge. Du bist sogar ein Amalgam von Gegensätzen bei etlichen Gelegenheiten.

Und Andere sind ebenfalls nicht das enge Feld, das sie zu sein scheinen. Jemand ist nicht von einer einzigen Art. Jemand ist nicht nur geduldig. Jemand ist nicht nur bedachtsam oder hastig oder freundlich oder unfreundlich. Du bist viele Dinge. Vielleicht gibt es in der Welt kein Adjektiv, was zu dir dann und wann in Bezug gesetzt werden kann, indes gibt es kein einziges einzelnes, das dich auch nur anfänglich beschreibt.

Hinter all den Adjektiven bist du. Du bist, wie Ich es bin, jenseits der Abschilderung. Denn du bist weitaus mehr, als das Auge zu sehen vermag.

Gestern sagte Ich dir, dass du dich in der Mitte befindest.

Heute sage Ich, dass du dich schier am Anfang befindest. Du hast kaum einen ersten Schritt genommen. Es gibt einen Bogen, wie einen Regenbogen, dem du nachgehst, und du steigst nach oben. Es ist, als ruhest du auf einem zunehmenden Mond, und es gibt eine ganze andere Seite, die du noch durchmessen wirst.

Was wäre, wenn Ich sagte, dass du die Sonne und der Mond bist, alles zusammen in einem verpackt? Was wäre, wenn Ich sagte, dass du das Land und der Himmel und die oberen Gefilde der Realität bist? Was wäre, wenn Ich sagte, dass du die Essenz der Existenz bist, und dass dein Leben existiert, um das herauszufinden. Was wäre, wenn Ich sagte, dass es kein Adjektiv für das Sein gibt? Und infolge kein Adjektiv für dich. Dass alle Adjektive dich bloß umschreiben, jedoch keinesfalls alles über dich aussagen.

Du bist kein Mysterium. Du bist keine unbekannte Größe. Du bist bekannt. Ich kenne dich. Und nun fängst du an, dich selbst zu kennen. Bis jetzt hast du bloß die Oberfläche abgeschöpft. Du bist weit über die Kräuselungen hinaus, die dir zugeordnet werden. Du bist ebenso die Tiefen wie die Höhen. Du bist im Kosmos ein immenser Faktor. Du bist wesentlich. Das war immer so. Unbesehen wie du dich selbst siehst, du hast nicht viel genug gesehen.

Wenn du denkst, auf dich kommt es nicht so sehr an, wenn du denkst, du zählst nicht, dann hast du dich nicht für eine große Kraft im Leben gehalten.

Ein Delegierter in einer Botschaft hat eine Mission. Sie ist ihm vielleicht delegiert worden, aber er hat sie auszuführen. Ein Botschafter ist ein Botschafter des Landes, das er repräsentiert. Er trägt eine gewisse Autorität dessen, wovon er ein Repräsentant ist. Er befindet sich in einem anderen Land, aber er repräsentiert das Land, woher er kam.

Du bist ein Delegierter, den Ich zur Erde gesandt habe. Du bist Teil einer Befehlskette. Du regierst die Erde. Du hast ein Herrschaftsgebiet. Du hast vielleicht den wichtigen Part, den du spielst, vergessen, dennoch bist du ein Funktionär. Du bist ein naher Stern auf der Erde, von den Himmeln heruntergefallen. Und nun greifst du dich auf und fängst an, das Licht auszustrahlen, das immerzu dein und Mein war. Du bist ein großes Seinswesen des Lichts, des Lichts, was Mein ist.

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HEAVEN #765 – 25.11.2002 – Who Sits on the Throne?

WER SITZT AUF DEM THRON?

Warum solltest du auch nur in Betracht nehmen, dass, sobald du mit jemandem nicht einer Meinung bist, diese Meinungsverschiedenheit ein Symptom für dein nutzloses Ego sei, was sich selbst behauptet? Du könntest die Wahrheit zur Geltung bringen. Selbstverständlich, die Möglichkeit existiert immer, dass dein Ego pikiert ist und es auf seine Weise haben möchte, doch warum ist das deine erste Inbetrachtnahme? Habe ein wenig mehr Glauben in deine Vorstellungen und darin, wo du stehst.

Es kann das Ego sein. Es kann auch die Wahrheit sein. Und selbstverständlich, es kann ein jeweiliger Anteil von ihnen sein. So könnte es sein. Doch wieso nicht als erstes in Betracht ziehen, und sei es nur für einen Augenblick, dass es die Wahrheit ist, für die du eintrittst, nicht dein Ego. Achte dein Ego nicht so hoch. Es ist nicht immer dein Frontläufer. Es befindet sich nicht immer im Hohen Stuhl. Du bist mehr als die Rüschen deines Ego.

Sieht es nicht danach aus, zum wenigsten manchmal danach aus, dass du dich allzu rasch beschuldigst? So, als ob das, was du an Unterscheidungen feststellst, sekundär sein müsse, im Vergleich dazu, was ein Anderer feststellt, so, als ob die Meinungen und Mutmaßungen eines Anderen automatisch mehr wert wären als die deinen.

Du kannst eben jetzt anfangen, schenke deinem Herz Glaubwürdigkeit. Gib ihm den vollen Wert. Sobald du deinem wahren Herzen mehr Beachtung verleihst, ist das Ego weniger obenauf. Sobald du dich selbst nicht genügend respektierst, eilt mithin das Ego mit wahrer Wollust herein, um dich von der Spur abzubringen und um sich selbst zu vergrößern.

Sobald das Betreff des Ego aus dem Wege ist, spricht das Herz. Sie müssen nicht miteinander übereinstimmen, aber alles wird simpel. Um die Meinungen wird mit einer Münze geworfen, etliche werden aufgefangen. Und etliche verworfen.

Alles, was du sagst, ist nicht richtiger, weil du es sagst, als es falsch ist, weil du es sagst.

Wie leicht ist es doch, wenn Gedanken kommuniziert werden und nicht gekauft oder verkauft! Wenn die Gedanken aus dem Empfinden deines Herzens kommen, sind sie flüssig. Sie sind wie ein Lied, das hinausgeht, was aber nicht eingeschlossen zu werden hat. Indessen werden alle Töne gehört. Das Lied wird gespielt, und das Lied findet Gehör. Es sang seine Weise und hatte sein Sagen auf der Leinwand des Universums. Nichts wurde gegen etwas abgewogen. Alles wurde vernommen.

So auch hast du es nötig, mehr auf dein Herz zu achten, nicht auf dein Ego, sondern auf dein Herz. Sobald du die Wahrheit deines Herzens aussprichst, wirst du sie besser hören. Du würdest sie besser hören. Also musst du reden, und du musst hören. Entsage nicht zu rasch dem Ruf deines Herzens.

Genauso wenig gibt es auf der Seite des Gegenübers eine Nachfrage an dich, zu argwöhnen, dass das Ego des Anderen mit im Spiel ist. Verzichte auf alle diese Ehre für das Ego. Sieh, dass du und jeder andere ego-los ist. Gehe von dieser Prämisse aus. Sieh, was passiert. Das Ego schaut sich nach sich selbst um, um die Hauptrolle zu spielen. Bücke dich nicht zu ihm hinunter, weder in dir selbst noch in einem Anderen. Verbanne das Ego auf die Seitenlinien. Lasse es ein Mauerblümchen sein. Und es wird dahinwelken. Es wird seinen Abgang machen. Erlaube es ihm. Gib ihm Raum dafür.

Ohne Augen auf ihm hat sich dein Ego auszusondern.

Sieh es heute so, dass du ein egoloses Seinswesen bist, was du in Wahrheit bist. Dieser Anstoß, den du Ego nennst, hat nichts mit dir zu tun. Das genau ist der Punkt. Es ist von dir getrennt. Es ist nichts. Es ist nichts mehr als eine Lappalie, und dennoch hast du dich vor ihm verbeugt wie vor einem mächtigen König. Das Ego trägt nur das schmucke Geschirr. Es ist nichts als ein Gaukler, eine Stechmücke, die an deiner Augenbraue vorbeifliegt. Du hast vielleicht das Kostüm, was es trägt, in Stand gehalten. Das Ego ist bloß Kostüm. Wirf alle Kostüme hinaus. Du brauchst kein Thronanwärter zu sein. Und die Wahrheit braucht keinen Thron. Sie braucht nur sich selbst.

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HEAVEN #766 – 26.11.2002 – Infinite Heart

UNENDLICHES HERZ

Wenn du festhältst, kontrahierst du. Wenn du los lässt, dehnst du dich aus. Wenn ihr das Geben eines Anderen bemesst, zieht ihr eure Herzen zusammen und infolgedessen deren Geben. Sobald ihr maßlos seid, dehnt ihr euch aus. Seit wann habt ihr gedacht, eure Rollen bestehe darin, den Input und den Output zu messen, so, als wäre das, was ihr seid und was ihr gebt, durch die Offenheit oder Geschlossenheit des Herzens eines Anderen begrenzt?

Wenn ihr messt, setzt ihr Grenzen.

Ihr, die er unbegrenzt seid, seid nicht dafür bestimmt, Grenzen zu setzen.

Ihr seid dafür bestimmt, euch auszudehnen.

Das Leben ist nicht Meterware, die ihr abmesst und abschneidet.

Wenn euer Herz gestrafft ist, hackt ihr genauso das Geben eines Anderen ab wie das eure.

Ihr seid hier auf der Erde, um eure Herzen zu öffnen, nicht um sie zu verschließen.

Ihr seid nicht hier, um zu nehmen. Ihr seid hier, um zu geben. Ihr seid nicht hier, um Input oder Output abzumessen, weder den euren noch denjenigen von Anderen.

Er sei nicht hier, um schmallippig zu sein.

Kleinheit misst. Größe gibt.

Austausche sind nicht dafür vorgesehen, abgehackt zu werden.

Anstatt einen Omer zu geben, gebt zwei. Besser noch, gebt ohne Maß. Euer Herz ist maßlos.

Seht auf eure eigenen Felder. Hütet eure eigene Herde.

Errichtet keine Wälle.

Lasst euer Herz ein Empfangsareal sein, kein Eisengitter oder Draht oder Glas. Falls allerdings euer Herz eine Tür sein muss, die sich öffnet und schließt, dann lasst es eine Drehtür sein, durch die alles herein und hinaus kommen kann.

Gleiches Maß ist nicht eure Domäne. Vollheit ist es.

„Beschränkung“ ist ein anderes Wort für „Kleinheit“. Kontraktion macht klein. Du, der du Meine Größe bist, kannst nur kleiner gemacht werden. Du kannst nicht größer gemacht werden, denn, sofern du dein Herz kontrahiert hast, dein Herz, was groß ist, dann hast du es nötig, es in seine rechtmäßige Größe und Gestalt, welches maßlos ist, zurückzuversetzen. Sobald du aufhörst, dein Herz einzugrenzen, wird es sich ausdehnen. Es ist die entschiedene Natur deines Herzens, sich auszudehnen.

Dein Herz ist kein zarter Setzling, der umgesetzt werden muss, damit er wachsen kann.

Dein Herz befindet sich bereits an einer Stelle, die groß genug ist, und du kannst es ihm stattgeben, genau dort zu wachsen, wo es ist. Es ist bloß dein Geist, der auf die Größe deines Herzens Einfluss nimmt. Dein Geist erzählt dir, ein Anderer solle mehr geben, und damit erlaubst du es einer Fraktion deines Herzens, sich selbst in den Blick zu nehmen. Dein Herz ist keine Zurückhaltemauer. Dein Herz ist nicht dafür vorgesehen, ein Hemmnis zu sein. Dein Herz ist nicht dafür vorgesehen, nur so und so weit zu gehen. Sobald ein Anderer sein Herz eindämmt, so öffne deines mehr, anstatt das gleiche zu tun und es zu verschließen. Was immer ein Anderer tut, enge dein Herz nicht ein. Das ist Armut.

Du bist der Eigentümer von großen Reichtümern. Du hast einen derart großen Reichtum des Herzens, dass du keinen Bedarf innehast, dir darüber Sorgen zu machen. Sei nicht geizig mit deinem Herzen, so, als gäbe es nur so viel und nicht mehr und als müssest du deswegen mit ihm sorgfältig umgehen. Oh, nein, dein schönes Herz ist da, um zu geben. Es ist da, um beim Geben überzufließen. Entlaste dein Herz.

Miss dein Herz nicht in Teelöffeln. Nicht einmal in Schöpfkellen. Hebe dein Herz empor und gieße seinen Inhalt in aller Freiheit aus. Lasse dein Herz seine Bestimmung erfüllen. Sofern du den Ertrag deines Herzens bemessen musst, dann bemesse ihn in Unendlichkeit. Bemesse ihn in Freigebigkeit. Gib mehr, weil das die Natur deines Herzens darstellt. Entbinde es. Nimm die Quetschungen der Straffheit ab.

Du bist nicht hier, um Anderen Lektionen zu erteilen.

Du bist nicht hier, um zu sehen, dass Andere genügend geben. Dein Herz, und somit dein Leben, ist nicht davon abhängig, was Andere geben. Dein Herz hängt von deinem Geben ab. Mache dein Herz auf. Lasse Meine Liebe durch.

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HEAVEN #767 – 27.11.2002 – Hearts Laden with Love

HERZEN MIT LIEBE BELADEN

Wenn dein Herz sich traurig fühlt, und dies aus keinem bestimmten Grund, außer, dass es traurig ist, gibt es ein augenblickliches Heilmittel, und Ich bin der Heiler. Das stimmt. Ich bin in deinem Herzen recht wohl eingebettet. Und du kannst Mich mit Traurigkeit ersetzen. Du kannst Mich einzig mit Traurigkeit übersehen. Gehe tiefer nach innen, und du wirst sehen, dass Traurigkeit bloß eine Überdeckung der kolossalen Liebe ist, die in liebenswürdige Weise in deinem Herzen Wohnung hat.

Sobald die Traurigkeit von einer äußeren Ursache herrührt und sobald deine Traurigkeit dem Anschein nach beträchtlich ist, stimmt das, was Ich oben gesagt habe, immer noch. Du hast Mich zugedeckt, dieses Mal vielleicht mit einer weniger hellen Kreide.

Decke Mich auf. Schäle Schichten der Traurigkeit ab und erblicke das Licht inwendig in dir. Es ist hell.

Sieh Mich als ein Licht, das in deinem Herzen flackert. Ich umfange dein Herz. Ich fülle es mit Licht auf. Ich bin in deinem Herzen eine ewige Kerze. Mein Licht ist das gleiche, wie es immer ist. Vielleicht hat sich ein Schatten über es geworfen, sodass es danach aussieht, als sei es abgedunkelt. Aber das ursprüngliche Licht ist wie es immer war, das volle Spektrum. Du hast aber einen Dimmerschalter hinzugefügt oder du hast weggeschaut. Die gute Sache dabei ist, dass du, wenn du den Raum deines Herzens verdunkelt hast, ihn wieder beleuchten kannst.

Oder, öffne das Fenster deines Herzens, und poliere es.

Das Herz ist im Innern schön, und es ist voller Liebe. Liebe wird nicht abgeschwächt. Es mag sein, der Nachweis von Liebe wird in einer Ecke versteckt gehalten, aber sie kann dort nicht lange bleiben, ganz bestimmt nicht für immer. Sogar nach vielen Regentagen kommt die Sonne heraus. In diesem Falle ist dein Herz die Sonne, und du wirst die Liebe in deinem Herzen auspacken und sie verschwenderisch für die gesamte Welt aufflackern lassen, und danach wird die Welt erhellt sein.

Signale der Liebe können womöglich verloren gegangen sein. Das ist alles, was fehlen kann. Der Gehalt der Liebe ist nicht verändert. Die Dimensionen der Liebe sind nicht verändert. Einzig die Abgabe von Liebe schwankt von Zeit zu Zeit. Die Signale der Liebe werden womöglich schwächer, indes nicht die Liebe, nicht die Liebe. Die Liebe wird nur so lange verdunkelt, wie sie verdunkelt ist, aber die Liebe selbst kann nicht weniger als unversehrt sein. Das einzige, was aus deinem Herzen abgängig sein kann, ist dein Ausgeben der Signale deiner Liebe. Signalisiere als erstes dir selbst Liebe, denn du bedarfst ihrer. Am allermeisten hast du deine eigene Liebe für dich selbst nötig.

Meine Liebe ist unzerstörbar. Die Liebe vonseiten der Welt ist für dich von Belang, doch eigentlich zählt sie überhaupt nicht. Du wirst vielleicht denken, die Welt und die Menschen in ihr schlagen auf dich ein, aber es bist du, der dich selbst schlägt.

Du brauchst eine bessere Meinung. Die Meine ist besser. Die Meine ist um vieles besser.

„Meinung“ ist an der Stelle nicht das richtige Wort, denn Ich habe keine Meinung; Ich habe die Wahrheit, und die Wahrheit ist weitaus besser als Meinung. Meinungen haben keinen großen Wert, du hast dich jedoch von ihnen leiten lassen, von den deinen und denjenigen der Anderen. Und deswegen gehen deine Gedanken über dich selbst hoch und runter, in die Höhe und in die Tiefe, hin und her, in dieser Art und jener Art, abhängig davon, woher der Wind zu einem bestimmten Zeitpunkt bläst. Jedoch ist dein Herz keine Feder.

Dein Herz ist beladen mit Liebe. Ein schweres Herz kann nur mit Liebe beladen sein. Die Liebe inwendig in deinem Herzen ist vielleicht tief hinunter gefallen, und deswegen musst du sie herauf heben und sie dazu bringen, dass sie gezeigt wird, und, gezeigt, zum allermeisten dir selbst. Denn du, der du der Halter großer Liebe bist, hast es nötig, der Betrachter von ihr zu sein. Blicke her, alle die Liebe, die in deinem Herzen scheint. Und nun, während du all diese Liebe an Meiner Stelle vermachst, sieh her, nun wird dein Herz erhellt.

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HEAVEN #768 – 28.11.2002 – Take the High Road

NIMM DEN GEWISSENHAFTEREN WEG

Allzu oft denkst du vielleicht in Begriffen von Kosten, anstatt von Nutzen. Und somit denkst du in Begriffen der Angst, anstatt des Glückes. Und mithin hältst du dich selbst ab.

Wenn du eine Idee hast, was hast du mit ihr angestellt? Wie viele Ideen hast du aufgegeben?

Sobald du einen Impuls hast, brauchst du dich nicht getrieben zu fühlen, aber du kannst ihm einen Versuch geben. Du kannst etwas probieren, was du bisher noch nicht versucht hast. Was hält dich deiner Vorstellung nach dort, wo du bist? Wo du bist, ist gut, aber Mir scheint es, dass du dich gerne in Bewegung setzen möchtest. Um dich zu bewegen, hast du einen Start zu machen. Rücke auf. Im Leben aufrücken ist wie eine Treppe hinauf springen. Du möchtest hinaufgehen, und deswegen machst du das. Du wartest nicht darauf, dass das Ende der Treppe zu dir herunter kommt. Du steigst hoch.

Unbesehen dessen, du befindest dich auf einer Rolltreppe, und sie führt nach oben. Wenn du dich allerdings in deine eigene Schwungkraft hinein lehnst, wird dein Aufstieg dynamischer, und er wird womöglich eine Überraschung für dich. Dein Leben öffnet sich wie eine Blume. Das Langerwartete erscheint jetzt.

Hast du nicht etliche Bestreben hin und her überdacht im Hinblick auf Gefahr, Risiko und Sicherheit? Und damit hast du dich weggedreht. Lasse dich nicht so leicht von etwas abbringen.

Zum wenigsten, sofern du ein Bestreben ausprobiert hast, und dein Ansporn hat dich auf der Strecke verlassen, nun, das ist so, denn du hast es versucht, und du weißt darum, du hast es versucht. Du hattest den Ausgang nicht zu haben, den du angestrebt hast. Du hattest nicht die ganze Strecke zu laufen. Das Heranziehen eines Augenblicks, bevor er erlischt, galt es innezuhaben, denn du kannst in kein Rennen eintreten, nachdem es gelaufen worden ist.

Ich sage, ein wenig mehr Respekt für deine Impulse innezuhaben. Gib ihnen eine Chance. Sieh, wohin sie dich nehmen oder wohin nicht. Probiere das Leben ein wenig mehr aus. Wage dich hinaus. Der Kreis, den du rund um dich selbst gezogen hast, ist vielleicht nicht die Sicherheit, wie du es dir gedacht hast. Vielleicht befindest du dich jetzt in der Wildnis, und die Sicherheit liegt womöglich außerhalb der Linien, die du gezogen hast. Das Vertraute ist vertraut, doch das ist alles, was du über es sagen kannst.

Begrenzungen warten darauf, dass du sie durchbrichst. Wie lange warten sie und wie lange wartest du? Wartest du, oder betrittst du die Partie?

Du bist mutig genug. Du hast allerdings auf einen Horizont geschaut, der, wie du es gedacht hast, mit Gefahr befrachtet war. Die Wahrheit ist, es gibt kein Spießrutenlaufen, das du zu durchmessen hast, um dasjenige zu erreichen, was das Leben dir hinhält. Vielleicht ist alles, was du zu tun hast, hinausstrecken. Vielleicht warst du so geschäftig darin, mögliche Hemmnisse aufzuzählen, dass du vergessen hast, was jenseits von ihnen liegt. Wer wäre nicht zögerlich, wenn er all die Hemmnisse sähe, die du siehst? Du musst nicht dauernd auf Hindernisse schauen. Das ist nicht so weise, wie du es gedacht hast. Es ist so leicht, an alle Hindernisse zu denken, während du genauso leicht über sie hinaus denken kannst.

Zuweilen bist du dir nicht recht sicher, was es festzuhalten und was es los zu lassen gilt. Mache mit dem Loslassen jener Ängste den Anfang, die dich gefangen halten. Bejahe die Freiheit. Was für eine andere Sache, schlicht die Idee der Freiheit! Stelle dir vor, wann du die Freiheit selbst hast. Lasse dich nicht von der Gefahr packen. Lasse dich von Möglichkeiten packen. Dann bist du von der Vergangenheit und ihren Ängsten frei, die dich von dem Horizont vor dir abgehalten haben.

Etliches Denken legt deinen Ausdruckswunsch still. Etliches Denken macht ihn auf. Sei auf dem Ausschau nach einem Denken, das sich ausdehnt, das dich nicht umzäunt. Alle die Warum-nicht-dies-zu-tun legen dich still. Lasse deine eigenen Gedanken oder diejenigen Anderer dich nicht von mehr und von weiter, und von mehr und von umfassender abschneiden. Mache das Wort mehr zu einem Refrain.

Derjenige Ratgeber ist rar, der dir sagt, aus den Grenzen auszubrechen. Doch Ich bin Derjenige.

Ich sage dir nicht, alles zu riskieren. Ich sage dir, dass du nichts riskierst.

Sei nicht spröde und textsicher.

Sei das beste Du. Das beste Du ist derjenige, der dir bereits zugestoßen ist zu sein. Wer du bist. Nimm den gewissenhafteren hohen Weg. Wage es, abzuweichen. Nimm eine neue Straße. Lasse dich durch deinen eigenen Pfad leiten.

Ich sage dir jetzt, so zwischen Uns, dir steht die offene Straße auf den Leib geschrieben.

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HEAVEN #769 – 29.11.2002 – The Open Door of Heaven

DIE OFFENE HIMMELSTÜR

Denke nicht, dass dein Leben, wenn dein Körper abtritt, blitzartig an dir vorbei zu rauschen hat, bevor du zum Himmel zugelassen bist. Der Durchgang, den du Tod nennst, handelt nicht von einer Rückschau auf dein Leben. Tod und Eintritt in den Himmel drehen sich nicht darum, all das zu sehen, was du getan hast, bei dem es besser wäre, wenn du es nicht getan hättest, oder nicht um all das, was du nicht getan hast, und was du gerne getan haben wolltest. Dein Eintritt in den Himmel handelt nicht in einem größeren Maße von Augenblicken, die du verfehlt hast, als von Augenblicken, die du gerne rückgängig gemacht wissen möchtest. Es existiert keine Nachfrage nach einem Aufrechnen, um deinen Eingang in den Himmel zu zensieren. Absolut nicht.

Stellt das nicht ebendas dar, was du dein ganzes Leben lang getan hast. Hast du nicht dein Leben mit einem vergangenen Aufrechnen dessen, was du bereust, gefüllt. Denkst du wirklich, du wirst gebeten, vor der Zugangserlaubnis zum Himmel ebendas noch einmal zu tun? Sollte ein derartiges Buchführen eine Vorbedingung zum Himmel sein, so hast du das bereits über und über während deines Aufenthaltes auf der Erde erfüllt. Wieso sollte es ein weiteres Mal von dir erbeten werden? Zu welchem Zweck? Du bist bereits mit alldem bestvertraut, was du Fehler nennst. Du brauchst sie nicht noch einmal aufzunehmen. Du hast sie, wie es aussieht, ohnehin schon allzu gewissenhaft aufgenommen.

Ums Himmels willen, der Eingang in den Himmel lässt all das zurück! Du brauchst keinen Pass, um den Himmel zu passieren. Du brauchst keine Absolution. Setze dich selbst jetzt von der Vergangenheit los, und du wirst dich im Himmel befinden, während du auf der Erde weilst. Lasse diese ungeziemende Vergangenheit los. Sei mit ihr durch. Es ist die Vergangenheit.

Lasse diese unter einem schlechten Stern stehende Vergangenheit los. Ich sage dir nicht, dich durch ihre Seiten aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich sage dir, wirf dieses alte Buch hinaus. Wieso solltest du es immer wieder durchgehen, und wieso sollte Ich, dein Schöpfer, dir aus dem Weg gehen, damit du ebendas tun kannst? Wieso sollte Ich DAS zu deinem Pfad zum Himmel machen?

Wer erhielte Zugang zum Himmel, falls alle angesammelten Fehler in Betracht genommen würden? Welches Menschenseinswesen in menschlichen Bezügen würde hineingelangen? Der Himmel ist nicht ausschließend. Er ist dort, wo es für dich zu sein gilt. Er ist ohne weiteres Aufhebens ganz rechtmäßig der deine. Der Eintritt in den Himmel macht kein Examen erforderlich, auch keinen Nachweis einer Klassenstufe. Der Himmel ist eine offene Tür. Alles, was es benötigt, ist Liebe, und davon habe Ich genug für alle. Trete in meine Liebe ein, und sodann ist sie die deine. In den Himmel passieren ist in Meine Liebe passieren. Das ist euch immerfort zugänglich. Ich kenne euren Wert. Ihr kennt ihn nicht.

Bloß weil dein Kind Tinte verschüttet, hältst du es nicht draußen vor der Tür. Es hat sein Zuhause bei dir, keineswegs auf der Grundlage seines Auftretens, sondern auf der Grundlage der Tatsache, dass es da lebt. Zuhause ist dort, wohin es gehört, Tinte verschüttet hin oder her. Das Kind in deiner Obhut ist dein Kind in deiner Obhut. Du schickst es nicht ins Exil dafür, weil es ein Kind ist. Sein Wert liegt in der Liebe, nicht in der Auszeichnung des Auftretens. Und Ich bin deine Eltern, und dein Zuhause ist bei Mir. Nirgendwo sonst als bei Mir ist für dich ausreichend zuhause. Nirgendwo sonst bist du so willkommen, wie du es bei Mir bist. Ich schließe niemanden von Meinen Armen der Liebe aus. Bejahe das.

Das mal beiseite gelassen – du bist wegen nichts schuldig. Deine Übertretungen traten auf, weil du es nicht besser wusstest, und das nächste Mal wirst du die Vergangenheit überragen, denn aus der Unwissenheit entkommt Wissen. Beschwere dein Herz nicht mehr länger. Du befindest dich jetzt auf dem Weg zu Mir.

Genau jetzt, anstatt all deine Sünden und Unterlassungen zusammen zu packen, beginne all das Gute zur Kenntnis zu nehmen, das du in deinem kurzen Durchgang des Lebens getan hast. Sofern du eine Aufzeichnung machen musst, dann handelt sie davon. Viel Gutes, was du getan hast, wurde nicht bemerkt. Bezeichne es jetzt.

Erwäge in deinem Geist, dass du an einem langen Zaun entlang läufst, und du fasst mit den Fingern an jede Zaunlatte in stillem Eingedenken an all das Gute, das du getan hast. Du wirst diesen Gang nie zuende bringen, denn das Gute, das du getan hast, ist endlos. Doch beginne jetzt damit, markiere die Gütigkeit, die du ausgerichtet hast. Behalte deine Gütigkeit laufend in deinem Gemüt. Dann bist du in deiner Wahrheit, und in der Meinen.

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HEAVEN #770 – 30.11.2002 – Truth Settles Your Heart

WAHRHEIT BERUHIGT DEIN HERZ

Du fürchtest dich zu sagen: „Wald, Gott“, weil du nicht hören willst, was du nicht hören willst. Du befürchtest, die Wahrheit über dich ist nicht gut. Du hast Angst, du wirst ein schlechtes Zeugnis bekommen oder wirst durchfallen. Doch Ich erteile keine Zeugnisse. Die Menschen tun das genug. Die Menschen tun das zu viel.

Die Wahl ist nicht dafür da, um vor ihr Angst zu haben. Die Wahrheit beruhigt ein Herz, sie rührt es nicht auf. Aber du Hältst Standards hoch, denen du besser begegnen könntest, sofern sie nicht zu deinen Befehlen machen würdest.

Als Kind bist du zu einem Kinderfest gegangen, und deine Mutter hat dir gesagt, dich aufrecht hinzusetzen und nichts zu verkleckern. Du hattest bereits recht gut die Absicht, dich aufrecht hinzusetzen und nichts zu verkleckern, aber irgendwie bist du mit dem Befehl eingefroren, und, was für dich ein Leichtes war zu tun – leicht, solange du es nicht an dich selbst zu verweisen hattest -, steigt plötzlich von irgendwo her zu dir herunter und wird zu etwas Schwerem, was es zu erledigen gilt. Und da hast du gelernt, dir selbst Befehle zu erteilen im Hinblick auf allzu viele Dinge, bei denen du so etwas nicht nötig hast. Du nimmst unnötige Warnungen und Anforderungen ein.

Du schreibst dir selbst, für dein Betragen, für deine Handlungen, für deine Gedanken eine Vorschrift aus. Und dann wirst du dir bei einem bestimmten Punkt vielleicht sagen: „Zum Teufel damit. Das ist zu schwer.“

Eine Rolle spielen IST zu schwer. Die Sache ist: Für dich gibt es keine Rolle zu spielen.

Du brauchst keine Vorschrift. Eine Vorschrift setzt Begrenzungen, und Begrenzungen sind für dich nicht gut, und du bist auch nicht in ihnen gut. Ich bitte dich nicht, vollkommen oder unvollkommen zu sein. Du bist jenseits von Regulierungen. Du bist jenseits all dessen, worum dich die Welt bittet. Ich bitte, dass du derjenige bist, der du bereits bist. Um das zu tun, hast du einzig das schöne Seinswesen zu würdigen, das zu sein du geschaffen wurdest und das du bist. Du spannst dich an, wenn du denkst, du habest ein anderer oder etwas anderes zu sein oder du müssest einem unmöglichen Standard gerecht werden. Du zerbrichst dir den Kopf, um dich schuldig zu finden, während du im Grunde genommen dein eigener Souverän bist. Ich gab dir Möglichkeiten, nicht Unmöglichkeiten.

Du bist bereits Mein Kind, und Ich sage dir, du bist gut. Du bist nicht schäbig. Doch wenn du dir selbst sagst, du müssest dieser oder jener Superlativ an Gütigkeit sein, empfindest du dich gegenüber der Aufgabe im Voraus unwert und niedergeschlagen. Manchmal möchtest du lieber überhaupt nichts versuchen, weil du eine Historie der Niederlage mit dir herum trägst, und du setzt dich andauernd mit ihr in Beziehung. Lege das nieder. Wirf es beiseite. Lies es nicht mehr länger
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Ich gebe dir eine frische Karte. Jeden Tag eine neue. Das ist keine laufende Strichliste. Ich habe bereits deinen Namen und deine Klasse eingetragen. Ich schrieb als deinen Namen: „Mein Geliebter, Meine Geliebte“. Ich schrieb, dass du bestanden hast, ja, mehr als bloß durchgekommen. Und unter Bemerkungen schrieb Ich: Zum nächsten Tag aufgerückt. Es gibt nichts, was ihr zu leisten habt. Was ihr zu tun habt, ist – hier sein.

Der Name eurer Schule lautet Glorie. Der Lehrplan ist Freude. Und alles, was ihr zu tun habt, ist anzufangen, das zu sein, was ihr wahrlich seid. Es ist leicht, ihr zu sein. Es ist schwer, jemand anderes zu sein. Ihr seid, was Ich sage. Ihr habt nichts gerecht zu werden, mit Ausnahme dem, was ihr seid. Für euch ist es schwer, euch zu erinnern, wer ihr seid, und deswegen erinnere Ich euch. Schaut nach den Erinnerungsstützen von wer ihr seid. Ich hinterließ sie überall. Schaut euch nach ihnen um, und ihr werdet sie sehen.

Lasst die Sonne euer Herz durchbohren. Lasst die Neuheit euch grüßen. Alles ist vor euch. Und ihr seid vor euch. Die Gütigkeit und Schönheit, auf die ihr aus seid, ist euer. Was gibt es für euch anderes zu tun, als euch zu offenbaren. Offenbart die Wahrheit von euch jetzt. Ich setzte sie vor euch hin. Seht sie jetzt.

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HEAVEN #771 – 1.12.2002 – Hear the Applause

HÖRT DEN BEIFALL

Irrtum ist ein Konzept, was ganz gut weg gepackt werden kann.

Wie einfach das Leben wäre ohne dieses Konzept!

Wie viel eures Lebens wird damit verbracht, eine Handlung oder Nicht-Handlung eurerseits oder von Anderen zu betrauern? Das Leben ist nicht dafür vorgesehen, weder aufgehäuft noch eingeschätzt zu werden. Das Leben ist eine Halle, die ihr durchquert. Ihr seid nicht dafür bestimmt, deren Inhalte aufzubewahren.

Wenn das Leben eine Passage ist, könnt ihr es nicht existent halten. Nur dieser Moment kann existent sein. Entlastet euch selbst von der Vergangenheit, die ihr tragt. Schreitet aus ihr heraus.

Der Durchlauf von Zeit ist illusorisch, und dennoch haltet ihr die Vergangenheit ständig im Auge. Manchmal hat es den Anschein, dass die Vergangenheit, sogar die erst kürzlich vergangene, euch von größerem Interesse ist, als der Augenblick jetzt soeben. Die Apfelsine, die ihr letztes Jahr gegessen habt, wird zu einem Idol des Lebens oder zu einem Verderben. Unterdessen allerdings liegt eine noch nicht gekostete Frucht vor euch, saftig auf dem Baum des Lebens. Was immer die Umwege sind, dies ist der Augenblick, den ihr erklommen habt. Er ist genau jetzt parat für euch, ihn zu pflücken. So oder so, diesen Baum könnt ihr nicht mehr hinunter gehen. Ich reize euch nach voran, und, doch leicht zu gehen. Lasst die Überbleibsel der Vergangenheit liegen.

Ein Empfinden der Scheu hält euch in der Scheu. Es graut euch davor, was euch heimsuchen könnte. Also habt ihr Angst, euch hervor zu wagen. Einen Großteil der Zeit graut euch davor, was geschehen ist, und ihr haltet daran fest. Was unbehaglich war, bewahrt ihr auf, so, als müsstet ihr das, so, als würdet ihr, wenn ihr alle eure vergangenen Siebensachen mit euch herumtragt, – was sein? – sicher sein? Weiser sein? Nicht kritisiert sein? Nicht kritisierbar sein? Tragt ihr vergangene Wunden mit euch herum, damit ihr denken könnt, ihr würdet nicht wieder verletzt werden? Was immer ihr herum getragen habt, jetzt ist die Zeit da, es los zu lassen. Die Vergangenheit ist schier ein Schatten von euch. Ihr seid das Reale. Leert eure Taschen von der Vergangenheit aus.

Alle Schlüssel der Vergangenheit passen nicht in die Gegenwart. Hört auf, sie herumzutragen.

Tragt euch selbst, und tragt Mich.

Die Lösungen der Vergangenheit lösen nicht die Gegenwart. An der Stelle gilt es, euer Denken zu ändern: Es gibt nichts in der Gegenwart, was gelöst werden muss. Sie hat gelebt zu werden. Ihr könnt die Gegenwart nicht mehr ungeschehen machen, als die Vergangenheit. Wie wisst ihr, dass dieser Augenblick anders sein sollte, als er ist? Wie wisst ihr, was geschehen soll und was nicht?

Ich spreche nicht über Schicksal. Ich spreche über euch. Ich spreche über euch, die vielleicht befürchten, dass ihr das Leben einzuzäunen habt, während ihr unterdessen, in der ganzen scheinbaren Zwischenzeit, dafür vorgesehen seid, es zu umarmen.

Wie im Leben – wenn ihr auf dem Weg seid, jemandem mit einem großen Lächeln zu begegnen, und ihn als erstes begrüßt, habt ihr den Ton gesetzt für die Art und Weise des Anderen, euch zu grüßen.

Seid so mit dem Leben. Wachst zügig zu ihm heran. Haltet euch nicht zurück. Ihr könnt es ohnehin nicht zurückhalten. Begegnet ihm, und begegnet ihm mit Selbstbewusstsein.

Nehmt nicht in Betracht, nicht einmal für einen Augenblick, dass ihr Fehler machen werdet. Nehmt stattdessen in Betracht, zum wenigsten für einen Augenblick, welche Wunder ihr vollbringen werdet. Nehmt in Betracht, dass ihr genau der richtige seid, um auf diesem Zweig des Lebens die richtige Note zu spielen. Ihr seid der Star von ihm, und ihr geht auf die Bühne, und ihr werdet willkommen geheißen, und ihr bekommt den Applaus.

Mit Sicherheit könnt ihr wissen, Ich applaudiere euch. Ich applaudiere euch dafür, im Leben zu sein. Ich applaudiere euch dafür, es zu ehren und zu umschließen. Ihr könnt jetzt sicher sein, dass ihr an der Reihe seid, in es einzutreten, einfach so wie es ist, einfach so wie ihr seid. Der Vorhang ist hochgezogen, und jetzt tretet ihr ein. Hört den Applaus.

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HEAVEN #772 – 2.12.2002 – Where You Have Walked

WO DU GEGANGEN BIST

Wenn du spürtest, dass du tatsächlich Mein Augapfel bist, wie anders wärst du dann? Was wäre dann so schwer für dich, wenn du tief in deinem Herzen Meine unschätzbare Liebe für dich kenntest? Was könnte dich zum Halten bringen? Auf was anderes als auf Meine Liebe könntest du, in diesem Falle, Anspruch erheben?

Dein Schritt würde leichter, deine Haltung änderte sich. Deine Gesichtsfarbe würde erglühen. Deine Augen würden scheinen. Nichts würde dein Lächeln fortnehmen, denn du würdest wissen, ein für allemal wissen, wie sehr du geliebt wirst, wie viel du Mir bedeutest und Mich beschäftigst. Ich bewahre dich in Meiner Tasche auf, wie einen einzigartigen Edelstein, den ich als Schatz verwahre. Fortwährend gehe Ich mit dir nach draußen, damit man dich anschaut und verehrt. Ich höre nicht einen einzigen Moment lang auf, an dich zu denken.

Dass du aufhörst, an Mich zu denken, ist wohletabliert. Obschon, du kannst nur einen einzigen Gedanken auf einmal in deinem Kopf behalten. Die Sache, die demnach zu tun ist, lautet, einfach etliche Momente herzunehmen, um sich mit deinem Erkennen Meiner Liebe, die in deinem Herzen platziert ist, aufzumachen. Der Akt des Entsinnens Meiner Liebe für dich wird deine Beziehung glätten, und wird dir mehr als genug Energie überreichen, um dich heute in die Arena des Lebens auf den Weg zu machen.

Die Arena des Lebens ist wie das Gemälde eines Künstlers. In ihm gibt es Viele, Raum für alle, für jedermann. Die Arena, die du heute betrittst, ist eine Szene. Du heuerst da an. Viele gehen, einer nach dem anderen, vorüber, wie in einem Tanz, und viele halten an, um zu schauen, um in deine Augen zu schauen. Begegne ihren Augen. Ihr seid keine Fremden. Ihr seid heute in einer Liebesszene eingeklinkt. Ihr seid Teil des Panoramas des Lebens. Ihr seid darin ein Spieler.

Hättet ihr nur diesen einen Augenblick und diese eine Szene, so würdet ihr sie des Schatzes halber, den sie darstellt, kennen. Ihr würdet sie nicht versäumen und keine andere herbeiwünschen. Ihr würdet sie tief in eurem Herzen halten, und ihr würdet teilhaben, und ihr würdet eure Teilnahme lieben. Hügelaufwärts, hügelabwärts, ihr würdet über diese Szene des Lebens hinweg fegen, wie eine Seele, die dafür bestimmt ist, sie zu teilen und untereinander auszutauschen. Ihr wollt wirklich nicht der einzige in der Szene sein. Ihr wollt kein gestelltes Portrait. Ihr wollt über die Seite der Landschaft hüpfen und einen Abdruck hinterlassen.

Der Titel eures Gemäldes heißt: „Liebe ist hier“ oder „Liebe kommt an diesem Weg vorüber“.

Dann in kleineren Buchstaben steht da: „Die Liebe, die hier ermutigt wird, ist nie fortgezogen. Sie verbleibt still hier. Sie dauert fort und dauert bis über die Zählung hinaus an. Dass die Liebe auf diese Weise vorübergeht, bedeutet, dass jedermann sie sehen soll, denn alle Liebe in der Welt ist geteilt und am Austauschen. Dass die Liebe hier belassen wurde, bedeutet nicht, es existiere ein Mangel an ihr, oder dass es vonnöten sei, sie für dich da zu belassen. Auch du hast für alle genug Liebe. Die Liebe, die im Gefolge dieses Gemäldes belassen wurde, ist ein Talisman deiner Liebe. Sie ist eine leichte Erinnerungsstütze, dass Liebe dasjenige ist, was du hast, und, dass sie das ist, was du bist. Die Liebe wurde hier hinterlassen wie Morgentau, damit du erkennen kannst, dass Liebe alles ist, was es gibt, und dass Liebe alles ist, was du vermachen kannst. Hinterlasse deine Liebe ohne Feierlichkeiten. Hinterlasse sie an allen Ecken, um als eine Erinnerung zu funkeln, dass du an der Stelle vorbeigekommen bist.

Und dann wirst auch du der Erinnerer an Liebe sein, wenn Andere an der Stelle vorbeikommen. Genügend Liebe-Pinselstriche auf diesem Gemälde, und alle werden die Tiefen von Gottes vollen Taschen der Liebe kennenlernen, und alle werden hineinlangen, und alle werden sie verabreichen, der schieren Freude an ihr halber. Lediglich Liebe ist, und lediglich Liebe wird erkannt, und lediglich mit Liebe wird man vertraut sein, da du hier vorüber gegangen bist.“

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HEAVEN #773 – 3.12.2002 – Keep a Lookout for What You Want

HALTE NACH DEM AUSSCHAU, WAS DU MÖCHTEST

Wenn du dich traurig fühlst, weißt du bereits, du schaust dir die Dinge von unten her an. Finde nun einen anderen Winkel, aus dem du herblickst. Bei jedem Unbehagen gibt es eine andere Seite, die du sehen kannst. Eine Stirnfalte ist ein Ausdruck deines Gesichts, und ein Lächeln ein anderer. Jedoch sind Beide Ausdrücke des gleichen Gesichts. Sofern du das eine kannst, kannst du das andere. Welchem gibst du den Vorzug? Und was hat mehr Hand und Fuß?

Ist Trübsal für dich sinnvoll? Wenn du sie nicht möchtest, weswegen hofierst du ihr dann so? Weswegen lässt du es, dass sie dich für sich springen lässt? Weswegen machst du einen Kotau vor ihr, wenn du sie doch lieber nicht haben möchtest? Oh, falls du den roten Teppich für die Heiterkeit ausrollen würdest, so wie du das für die Trübsal tust, wie glücklich wärest du doch dann!

Du hast dich dauernd nach Verzweiflung umgesehen. Du warst über sie verstohlen, jedoch hieltst du eifrig Ausschau nach Zurücksetzung oder Enttäuschung oder Herzschmerz. Darin warst du gut. Niemand kann gegen dich weiterkommen.

Fange nun an, das Leidende und Empfindliche weiterzuwinken. Fange es nicht ein. Sei nicht auf der Hut vor ihm. Sei neutral. Du brauchst es nicht willkommen zu heißen und es nicht herein geleiten. Lasse ihm seinen Lauf, und du gehst deiner Wege. Zeige den Schwierigkeiten eine kalte Schulter. Sei nicht derart einladend ihnen gegenüber, nicht derart offen, nicht derart empfänglich, nicht derart hingegeben und gewissenhaft.

Drehe dein Herz einen kleinen Winkel. Begib dich auf den Ausschau nach dem, was du möchtest. Du verdienst, was du möchtest, sonst würdest du es nicht erstreben. Erstrebe Gutes, was zu dir kommen möge, und wisse, du verdienst es. Entleere dein Herz vom Schmerz. Einerlei, was kommt, du bist derjenige, der es hier befestigt und der es vielleicht hier gehalten hat, der es vielleicht um seines lieben Lebens willen festgehalten hat. Du hast Salz in deine eigene Wunde gestreut. Du hast es zu einer Gewissheit gemacht. Du hast es in deinem Herzen abgesondert und dort verwahrt. Wirf es jetzt hinaus.

Du sagst, du kannst nicht anders? Du fühlst dich schlecht, vom Leben geschlagen, durch gewisse Wendungen des Lebens oder durch alles in der Hinsicht. Du sagst, dein Herz schmerzt, und alles, was ein schmerzendes Herz tun kann, sei Schmerz, so, als hättest du bei ihm kein Sagen, so, als gäbe es nichts, was du mit ihm unternehmen könnest, so, als schlösse sich die Traurigkeit ein, und als würde der Freude nichts anderes übrig bleiben, als draußen zu bleiben.

Ganz im Gegensatz zu dem, was du glaubst: Die Freude hat es nicht schwerer, dein Herz zu betreten, als die Traurigkeit. Darin besteht eigentlich dein Vorrecht. Pessimistisch oder optimistisch sind zwei Wahlmöglichkeiten, die du hast. Du sagst, du seist auf Freude versessen, aber du beherbergst Traurigkeit. Entscheide dich endlich.

Wie, meinst du, ist dir Traurigkeit dienlich? Welche Qualitäten hat sie, dass du sie begrüßt? Ist dein Empfinden der Entbehrung umfänglicher als dein Empfinden für das Geschenk?

Du zählst Sorge wie große Summen von Geld. Immer und immer wieder zählst du sie.

Sorge ist wie fotografieren mit einem dunklen Filter über der Linse. Mehr ist sie nicht. Beseitige den Filter. Beseitige dich aus der Szene und werde unparteilich. Blätter fallen von den Bäumen, Schnee fällt, Freunde enttäuschen. Du fühlst dich nicht betrogen, weil Bäume ihre Blätter fallen lassen, oder weil der Regen zu Schnee wird, sobald allerdings Freunde dahinschwinden, machst du eine Riesensache daraus. Mit ihr erstichst du sogar dein Herz immer und immer wieder.

Nimm das Messer heraus. Die Handlungen Anderer haben mit dir nichts zu tun. Du bist weder besser oder minder aufgrund irgendeines Vorkommnisses auf dem Antlitz des Lebens. Gib niemandem die Rolle des Enttäuschers bei, denn das macht dich zum Opfer. Niemand hat so viel das Sagen über dich. Aber du hast so viel das Sagen über dich selbst.

Dein Herz ist widerstandsfähig. Verzärtle es nicht so. Hebe es hoch und stelle es wieder her.

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HEAVEN #774 – 4.12.2202 – A Matter of Opinion

EINE SACHE DER MEINUNG

Wenn Ich euch anrate, dass ihr Vertrauen in euch selbst habt, ist es nicht Meine Absicht, euch die Meinung anzuraten, ihr hättet immer recht. Es existiert nach wie vor ein Unterschied zwischen Meinung und Tatsache. Eine Meinung, einerlei wie stark sie ist, ist immer noch eine Meinung. Selbst wenn sich Viele mit dir in Einvernehmen befinden, bedeutet das bloß, dass es Viele gibt, die so wie du empfinden. Bestätigung ist schier Bestätigung. Sie ist nicht Tatsache. Vervielfältigte Meinung ist gleichwohl Meinung. Meinung ist nicht Gewissheit.

Sobald du deine Meinung zur Tatsache erklärst, schneidest du die Kommunikation ab. Die Kommunikation wird beendet, weil du sie mit deinem Nachdruck abgeschnitten hast. Du hältst die Tür geschlossen. Deine Abgabe von absoluten Statements lässt keinen Raum für Diskussion, nur für Auseinandersetzung, und wer möchte sich gerne mit dir auseinandersetzen? Der Andere wird es höchstwahrscheinlich vorziehen, sich zurückzuziehen und dich alles so denken lassen, was du willst.

Welche Befriedigung liegt im Rechthaben? Und wieso auf Erden meinst du, du habest recht? Und sogar, wenn du recht hast, was ist um so Etliches prächtiger daran, recht zu haben, als es entsetzlich ist, nicht recht zu haben. Gibt es Falsches? Der eine denkt so, und du anders. Das ist dir nicht neu. Wieso bist du immer überrascht, wenn jemand mit dir nicht einer Meinung ist?

Genauso wenig sollst zu einem Verhehler werden. Nein, du sollst nicht Wischi-waschi und nicht beschwichtigend werden. Aber du kannst ein Zuhörer werden. Du kannst neutraler sein, nicht ausweichend. Direktsein ist gut, doch kannst du etliche „So scheint es mir“ einstreuen, um dich deiner Fehlbarkeit zu erinnern und um dem Gegenüber Wohlbefinden zu überreichen.

Und zögere nie, einem Anderen zu sagen: „Du könntest recht haben.“ Übe dich darin zu sagen: „Du könntest recht haben.“ Sieh, wie sich das auf deinen Lippen anfühlt.

Das ist so etwas Liebenswertes, was du einer anderen Menschen-Seele, die, nicht anders als du, nach der Wahrheit strebt, sagen kannst. Lehne dich mit der Liebe in deinem Herzen zu der Wahrheit
hin, was Anderen den Raum gibt, ihren Herzen gleichfalls freien Raum zu überlassen.

Schneide, mit aller Macht, nicht das Herz eines anderen Menschenseinswesen ab. Du würdest das nicht tun, sofern du daran dächtest. Indes sind Herzen auf der Erde rechts und links durch Gedankenlosigkeit abgeschnitten worden.

Was ist es, was Meine Menschenkinder denken, es stehe auf dem Spiel, wenn jemand anders ist als sie? Gibt es irgendeinen Grund, wieso jemand so zu sehen hat wie du? Wie ist dir dies auf kurze oder lange Sicht von Vorteil? Geht es um die Selbstbefriedigung deines Egos, dass du derart nach Zustimmung lechzt?

Habe heute die Vorstellung, dass jemand, wenn er nicht mit dir einer Meinung ist, dich ehrt. Hast du nicht etwa gemeint, er würde dich verunglimpfen?

Du, der du so sehr an das Konzept der Freiheit glaubst, musst ihr tatsächlich den Weg freigeben.

Sieh verschiedene Auffassungen wie einen Diamanten, und wende den glänzenden Diamanten von einer Facette zur nächsten. Unbesehen aus welchem Winkel man auf ihn blickt, er ist immer noch ein Diamant. Zwei oder mehr Herzen ergeben nach wie vor einen Diamanten.

Erwäge, dass jede Meinung wie ein Stock ist, der die Welt aufrechterhält. Sofern du das erkennen würdest, würdest du keinen Stock wegnehmen mögen.

Nimm in Betracht, dass jede Meinung eine einzelne Stufe einer Freitreppe ist, und eine jede führt höher.

Sieh Meinungen wie Akrobaten, die hoch, einer über dem anderen, stehen.

Sieh Meinungen wie einen Kartenstapel. Es geht nicht so sehr darum, in welcher Ordnung die Karten ausgebreitet werden. Am Ende werden sie alle gemischt.

Lasse Meinungen fallen, wie sie es mögen. Sie sind zuguterletzt bloß Meinungen.

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HEAVEN # 775 – 5.12.2002 – All That Your Life Is Made Off

ALLES, AUS DEM EUER LEBEN GEMACHT IST

Hast du erwartet, das Leben sei eine gerade Linie? Dann wäre das Leben einzig eine Dimension. Das Leben ist viel-dimensioniert. Gar dann, wenn nichts vor sich zu gehen scheint, geht Vieles vor sich.

Dein Leben ist aus zahlreichen Elementen gefertigt. Es ist stereoskopisch. Die Multi-Dimensionen und Multi-Farben deines Lebens winden sich ihren Weg immer höher. Ihr erkennt nicht alles, woraus euer Leben gemacht ist.

Manchmal werdet ihr über euer Leben und über das Leben im allgemeinen blasiert. Ihr gähnt aufgrund dessen, was ihr nicht seht. Ihr habt Vorhänge über euer Leben gezogen. Ihr wart vielleicht bestrebt, nur so und so weit zu sehen und zu gehen, und nicht weiter. Vielleicht gebt ihr einem einzigen Pfad in eurem Leben den Vorzug, wenn auch einem schweren. Ihr habt Angst, euren Platz im Leben zu verlieren. Ihr erachtet euren Platz in ihm als euer Leben.

Das Leben ist aber mehr. Ihr seht Studien als etwas Vielverzweigtes, das Leben indes nur als einen Zweig, und dennoch hat das Leben mehr Ströme als Algebra oder Geometrie oder Sinusgleichungen, Chemie oder Physik oder Biologie, als Geschichte oder Literatur oder Ökonomie, als Theater, Bühnenausstattung, Licht und Beschallung, doch nach wie vor seht ihr das Leben einspurig. Das Leben ist definitiv ein gemischtes Gebräu. Es ist nicht immer zu eurem Genuss.

Und dieses Leben, in dem ihr euch befindet – ihr schwimmt in ihm. Ihr paddelt. Ihr trinkt. Ihr planscht. Ihr schwebt. Ihr kickt. Ihr taucht euch unter, und ihr taucht hinein und heraus. Ihr macht Purzelbäume. Ihr seht es aus verschiedenen Richtungen an, bäuchlings, in Rückenlage, aufrecht, sitzend und ihr denkt euch wohl, ihr stellt euch in Pose. Ihr denkt euch vielleicht, das Leben sei etwas Flaches, bei dem ihr auf- und abspringt, immer und immer wieder. Ihr denkt vielleicht, ihr verschlingt es oder es verschlingt euch.

Ihr schuftet im Leben , und ihr räkelt euch in ihm. Ihr boxt mit ihm, und ihr meint, es schlägt euch nieder. Ihr schaut, dass ihr euch über es erhebt. Ihr wollt es aufbewahren, und dennoch wollt ihr, dass ihr es besiegt und dass ihr als Gewinner hervorgeht.

Doch das Leben ist gewöhnlich, und das Leben ist außergewöhnlich, beides ist äußerst verwickelt. Ihr könnt die Fäden nicht trennen. Ohne sie könnt ihr auch nicht sein. Ihr befindet euch im Lebensstrom des Lebens. Ihr seid ein wesentlicher Part des Lebens. Ihr seid die Oberfläche, und die Tiefe. Und dennoch lotet ihr so wenig aus. Manchmal gar nichts. Das Lebendigste ist euer Leben, und dennoch gähnt ihr mitunter.

Das Leben ist solch ein Geheimnis, solch ein Rätsel, ein Gräuel, ein Bilderrätsel, eine harte Nuss, eine Springende Bohne. Ihr vergesst seine Einfachheit. Es enthält den Beginn zahlreicher Geschichten, und bei den meisten kennt ihr das Ende nicht, oder nicht, worauf die Bedeutung dabei hinausläuft, oder nicht einmal den Weg, der bereits betreten ist. Ihr wisst nicht einmal, wo ihr euch jetzt soeben im Leben befindet. Öfters meint ihr, ihr befindet euch auf einem Abhang, und ihr wisst nicht, welcher Weg zu nehmen ist. Hinter euch seht ihr die angreifenden Tiger und vor euch einen Abgrund. Vor euch vielleicht, in ferner Zukunft, seht ihr ein Paradies. Ihr meint, ihr könnt es weit entfernt sehen, vielleicht ist es indes für eure Wünsche zu verschwommen oder zu neblig. Ihr fürchtet, es handle sich nicht um festen Grund, und ihr zögert, von dort abzugehen, wo ihr seid.

Ich rede nicht vom Tod. Ich rede über das Leben. Ich rede über dein Leben. Bist du nicht zögerlich, in ihm weiter zu gehen? Bist du nicht argwöhnisch im Hinblick darauf, wohin dich dein nächster Schritt nehmen wird? Was widersetzt du dich, es gehen zu lassen, bevor du es wagst, zu etwas Größerem hochzuspringen? Nach welchen Mottosprüchen lebst du?

Ich versuche dir zu sagen, dass es keinen Unterschied zwischen nun und später oder hier und jetzt und künftig gibt. Du bist Teil einer weiten Ebene, die sich so weit in die Ewigkeit und in die Ganzheit hinein erstreckt, auf die ihr aus seid. Ich strecke Meine Hand zu euch aus, und Ich möchte euch über dieses Gelände, was ihr das Leben nennt, hinüber helfen. Streckt ihr eure Hand aus, damit Ich sie festhalten kann.

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HEAVEN #776 – 6.12.2002 – Welcome Yourself

HEISSE DICH SELBST WILLKOMMEN

Das Ego beiseite gelassen – du bist das Zentrum des Universums. Du bist keine Speiche. Du bist die Achse. Das gesamte Universum geht inwendig in dir voran, durch dich, es hallt immerfort durch dich nach. Fasse ins Auge, dass das Gesamt der Schöpfung in dir enthalten ist. Stelle dir deinen Kopf bildlich als so groß wie das Universum vor, dabei ist dein Herz das Radio, das Impulse von der ganzen Welt und um sie herum empfängt und sendet, deine Ohren sind die Antenne. Du bist der Verbinder zu jedermann und zu allem weiteren. Du bist nicht bloß ein Klavier. Du bist die Musik. Du bist das ganze Orchester. Oh, in der Tat, dein Denken war zu klein geraten.

Wie traurig es ist, dass du dich irrst, wenn du denkst, du seist ein schieres Individuum auf diesem einen Planeten. Ob du dir dessen gewahr bist oder nicht, ob du es gerne hast oder nicht, du bist eine Verrechnungsstelle der Schöpfung insgesamt. Du bist kein Echo. Du bist dasjenige, was das Echo widerhallt. Es ist nicht nur so, dass du mit jedermann und allem verbunden bist. Du bist der Verbinder, und du bist dasjenige, was verbunden ist.

Auf diese Weise werden deine Gedanken allerorts vernommen. Du bist der Sender von Gedanken, wie auch der Empfänger deiner eigenen.

Wir gelangen nun zu einer anderen Ebene des Einsseins. Oh, gewiss, da ist das Poetische, doch jetzt reden wir über die bodenständigen Güter. Du erachtest das Einssein als poetisch, weil du seine Schönheit spürst, aber seine Aktualität hast du noch nicht empfunden. Wenn du Mein Atem bist, bist du Mein Einer Atem. Und Alles ist in Meinem Atem umfangen.

Für dich gibt es nirgends, wohin du reisen kannst, da alles in dir enthalten ist. Wenn du einen anderen Aussichtspunkt aufsuchst, was auch immer sein Name ist, du vergegenständlichst schier, was bereits inwendig in dir ist. Du reist zu dir selbst, zu dir, ausgebreitet über das physische Universum. Ausschließlich dich selbst vermagst du zu entdecken. Einen anderen Ort gibt es nicht. Es gibt Niemanden Sonst.

Sind das elektrisierende Neuigkeiten? Du bist DER Impuls Des Universums. Du bist nicht bloß ein Partikel. Du bist alles von ihm. Du bist Es. Du bist lebensentscheidender als du es je geträumt hast. Der Traum lautet, dass du dachtest, du seist ein Körper, ein abgesonderter unter anderen abgesonderten. Du hattest Ambitionen, die nicht größer als ein Zehnagel sind. Du kannst nicht nur eine Fraktion sein. Du kannst schier die Eine Ganzheit sein. Du bist Das.

Du dachtest, du befändest dich an den Randbezirken von etwas. Du dachtest, du seist ein unbedeutender Saumknoten, der eigentlich dem Zweck nicht wirklich dient, einfach eben so da, der es aussitzt, der dem hinterher geht, und der dabei der letzte unter allen ist. Aber du bist der Starter, und du bist die Energie.

Du kannst nicht vom Kurs abkommen, da du der Kurs bist. Du bist der Fluss, und du bist der Ozean, aus dem der Fluss herkommt.

Du kommst, um dich zu Mir zu scharen, aber du kannst dich nicht vereinen mit etwas, was immerzu vereint ist. Du kannst dich nicht mit der Ewigkeit zusammentun, wenn du die Ewigkeit BIST. Du kannst weder die Anfänge noch die Enden auffinden, denn es gibt keine. Du bist der Seien-Alles. Es gibt kein Ende bei alledem.

Du hast dich nicht mitbekommen, weil du denkst, du seist zu klein. Wenn du siehst, dass du das Gesamt des Universums bist, wirst du anfangen, größer zu denken. Du bist kein FLECK auf dem Universum. Du bist Schöpfung.

Wenn du so willst, wenn es dir hilft, dann sieh, dass sich weitentfernte Länder und Menschen auf deiner Fingerkuppe befinden. Wie weitentfernt ist deine Hand? Nicht weit. Sehr nahe, wenn du sie an dein Herz oder über deine Augenbraue oder an deine Kehle legst. Was an Näherem gibt es überhaupt? Es gibt kein Näher und kein Weitentfernt.

Du bist der sogenannte Big Bang des Universums. Du bist Alles von Ihm. Wir sind derart Eins, es existiert nichts Sonstiges. Es gibt neben dem Einssein nichts anderes, um es anzuschauen. Dem Universum ist schier ein einzelnes Auge zueigen.

Ich heiße dich zu Meiner Sicht willkommen.

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HEAVEN #777 – 7.12.2002 – From Individual to Greatness

VOM INDIVIDUUM ZUR GRÖSSE

Die ganze Zeit und Energie, die ihr für euer eingebildetes Selbst verwandt habt. All die Sorgen. All die Details. All das, was ihr wollt und was jemand gesagt hat und all die sonstigen nichtexistenten Erdrealitäten. Ihr habt das Leben zu einem Brettspiel gemacht, so, als wäre es das das ganze Theater, das daran geheftet wird. Nun wisst ihr es besser. Nun werdet ihr aus all dieser Dichte herausgelangen. Ihr habt euren Kopf an einem zu kleinen Tiegel gestoßen. In der Kleinheit gefangen sein ist bloß eine andere Darstellungsweise für Egoismus.

Nunmehr, unterdessen ihr anfangt, das Riesige eures Umfangs zu erkennen, erkennt ihr, es gibt nichts, in was ihr gefangen genommen werden könnt. Ihr seid derart groß, dass nichts existiert, in das ihr hineinpasst. Nichts kommt euch gleich. Ihr könnt nicht in etwas Kleineres hineinpassen. Ihr könnt nicht hineinpassen, und ihr könnt dort nicht hingehören. Ihr könnt euch selbst nicht derart auf den Arm nehmen. Und ebendas habt ihr getan.

Für euch gibt es keine Grenzen. Grenzen sind Fiktion. Fiktion ist weniger geläufig als Wahrheit. Wahrheit ist simpel. Wahrheit ist nicht all die Dinge, die im Leben passieren. Das ganze Leben ist ein zufälliges Zusammentreffen, indes sind die Vorfälle nicht Leben.

Es ist im Grunde genommen nichts Flaches, mit Mir zu koexistieren, so, als wäre dies etwas, was es zu erstreben und zu erreichen gelte. Wir sind. Das reicht. Es gibt nichts zu erzielen. Es ist bereits.

Und dennoch sage Ich euch immerzu, euch nach Mir umzutun. Jetzt sage Ich euch, euch nach euch selbst umzusehen. Euch selbst finden, wo ihr seid, nicht, wo ihr dachtet zu sein. Ihr habt euch nur deswegen außerhalb nach Mir umgesehen, weil ihr dachtet, es gebe ein außerhalb von euch.

Kein Wunder, das Leben schien euch mühselig. Ihr habt an eine Welt geglaubt, die nicht da war – die nicht da ist. Ihr glaubtet an die Welt und folgtet ihren zahlreichen Diktaten, so gegensätzlich sie auch waren. Ihr wusstet, sie ergeben keinen Sinn, und demnach nanntet ihr die Welt wild und machtet ihr Mir Vorwürfe. Ich machte euch, einzig euch.. Und die Tragweite von euch umfasst die Sterne und die Sonne und den Mond und das Firmament und all die Schönheit der Natur und all die Gütigkeit in den Herzen der Menschen. Schönheit und Gütigkeit sind nicht getrennt von euch. Sie sind ihr. Doch die Welt des Menschen ist des Menschen Fertigung, dessen Gedanken haben sich selbst geknebelt.

Jedoch ist sie bloß Erscheinlichkeit, diese Welt, wie sie einem bekannt ist. Sie ist eine nichtexistente Welt, nur ein ausgefertigtes Muster, dem immer und immer wieder nachgegangen wurde, automatisch nachgegangen wurde, so, als sei dieses alte, abgetragene trübselige Muster das einzig zugängliche und mögliche. Das Muster der Welt wurde allerdings nicht im Himmel angefertigt. Ihr habt das getan.

Und nun fertigt ihr ein anderes Muster an. Ihr tut das mit eurem Herzen. Ihr schreitet aus dieser kleinen Person in einem Körper heraus, die ihr eures Erachtens wart, und werdet zu der Herrlichkeit der Schöpfung, die schier Gütigkeit und Schönheit und Frieden erschafft. Die Flagge der Liebe entfaltet sich selbst. Du bist der Entfalter. Du, Mein schönes gesegnetes Kind, du wirst die Welt befrieden und sie neu konfigurieren. Du. Einzig du. Du wirst einer herumirrenden Welt wahres Wissen von sich selbst überbringen. Es gibt nur Einen von Uns, um das zu tun, und demnach möchtest es du, du und Ich, tun, und es wird zur Ausführung gebracht werden. Du wirst ein Modell des Himmels machen und es die Welt nennen, und es wird näher an der Realität sein als je zuvor. Die Realität wird auf der Erde Wirklichkeit werden, und Liebe wird herrschen, und du wirst es so zur Ausführung gebracht haben.

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HEAVEN #778 – 8.12.2002 – Where You Put Your Faith

WORAUF DU DEINEN GLAUBEN SETZT

Wie viele Male empfehle Ich euch, auf euer eigenes Herz zu hören? Was meint das eures Erachtens? Es meint, ihr führt euer eigenes Denken und Fühlen aus. Weder habt ihr das, was ein Anderer sagt, zu verwerfen, noch es zu befolgen. Ihr sollt nicht auf einen Anderen blicken. Ihr seid nicht dazu verpflichtet, den Glaubensüberzeugungen oder Haltungen Anderer zu folgen. Ihr seid nicht einmal verpflichtet, den Meinen zu folgen. Ihr habt im Leben Wahlmöglichkeiten, und ihr seid es, die sie wählen. Ich treffe sie nicht für euch. Ganz bestimmt steht es keinem Menschen an, darüber zu entscheiden, was euch ansteht zu tun.

Der freie Wille wurde euch nicht leichthin überreicht. Er ist nicht so eine Art Freizeitvergnügen oder Hobby, das ihr euch unter bestimmten Bedingungen, unter anderen nicht, zunutze macht. Das ist selbstverständlich, Ich gebe euch nicht zu verstehen, auf der falschen Straßenseite zu fahren oder eine Revolution anzufangen. Ich spreche nicht davon, dass das Leben euch immerzu dienlich sein, oder dass etwas, was ihr erstrebt, euch zu Befehl sein und so sein muss. Ich spreche davon, dass es im Leben Wahlmöglichkeiten gibt, und dass die Wahlen euch anstehen, sie zu treffen.

Ihr braucht für eure Wahlen weder eine Entschuldigung noch Ausflüchte noch eine Rechtfertigung. Ihr braucht euch selbst nicht mehr dafür zu verurteilen, dass ihr eurem Herzen folgt, als sonst jemand das Recht hierfür innehat. Das Leben ist zu kostbar, als dass ihr aus ihm austretet oder als dass ihr ein Herrschaftsgebiet von ihm einem Anderen übergebt.

Euer Leben ist keine Angelegenheit, über die abgestimmt wird. Selbst wenn du der einzige bist, der sieht und fühlt, wie du es tust, ist es deine Wahl. Niemand sonst hat das Sagen über dich. Wen gibt es, der sagt, deine Entscheidung sei nicht stichhaltig? Auf alle Fälle ist es dein Leben, das du ausführst. Niemand sonst ist für dein Leben und deine Entscheidungen verantwortlich .Du bist der einzige, der erntet, und der einzige, der zahlt. Du bist kein Bauer auf einem Schachbrett, den jemand anfasst und bewegt.

Es geziemt dir nicht mehr, Herrschaft über das Leben eines Anderen auszuüben. Befasse dich mit deinem eigenen.

Sobald du den Diktaten Anderer nachkommst, kommst du den Diktaten deiner eigenen Ängste nach. Seit wann musst du den Herrscher deines Lebens fürchten? Angst pfercht dich ein. Allerhand Ängste werden dein Leben einschränken, sobald du ihnen stattgibst. Wenn du deinen Ängsten stattgibst, sind sie dann nicht die Herrscher von dir?

Schau auf deine Ängste, so wie du auf Autos schaust, wenn du die Straße überquerst. Du kannst zwischen ihnen hindurch gehen. Weil Verkehr ist, bedeutet nicht, dass du nicht rüberkommen kannst. Du musst nicht augenblicklich davon ausgehen, dass dir das misslingt und dass du es deswegen nicht darfst.

Ist dein Leben nicht wichtiger als das Überqueren einer Straße?

Und, sollte dir manchmal jemand helfen wollen, rüberzukommen, ist das schön, aber die Entscheidung, die Straße zu überqueren oder nicht, liegt auf deiner Seite. Und, falls du dich in der Straßenmitte entscheidest zurückzugehen, ist das auch deine Wahl. Wenn du weiter über die Straße gehst, werden du und der Andere, sobald ihr drüben seid, auseinander gehen. Jeder geht seinen Weg. Wer kann da sagen, dass ein anderer Weg ein besserer sei? Jemand wird dir helfen, jedoch nur so weit. Niemand kann dich den ganzen Weg, den du nimmst, mitnehmen. Nur du selbst.

Christus schränkte die Wahlen der Anderen nicht ein. Er weitete sie aus. Er half Anderen über den Strom. Er schaffte die Angst ab. Er gab sie nicht öffentlich bekannt. Er nahm kein Selbstvertrauen fort. Er gab Zutrauen. Er sagte jedem, wo das Königreich ist. Er sagte nicht, er sei der einzige, der Zugang zu ihm habe. Er sagte, du habest ihn genauso wie er. Er sagte, du könntest es besser als er. Ich sage, habe mehr Zutrauen in dich, und das ist das Gleiche wie Zutrauen zu Mir haben.

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HEAVEN #779 – 9.12.2002 – The Igniter of Men’s Hearts

DER ENTFACHER DER HERZEN DES MENSCHEN

Schönheit ist überall. Weite ist überall. Suche sie heute freilich auf. Hofiere heute der Schönheit und der Weite, so wie du es bei einem reichen Mann oder bei einer schönen Frau tun würdest. Für sie würdest du dir selbst aus dem Weg gehen. Für sie hättest du eine derartige Bedachtnahme. Ihnen würdest du die Türen öffnen. Vor ihnen würdest du dich selbst auskehren. Sei heute genauso fürsorglich mit der Schöpfung.

In der Schöpfung gibt es heute etwas für dich. Sei bestrebt, es zu finden. Heute lautet deine Mission, dich auf den Ausschau nach Größe zu begeben, so, als würde dein Leben davon abhängen. Dein Leben hängt nicht davon ab, weil dein Leben daraus gemacht ist, was du siehst. Habe die Absicht, mehr, höher, größer zu sehen. Finde dasjenige, wonach du heute Ausschau hältst. Die Sache dabei ist: Du wirst dasjenige finden, wonach du suchst.

Suche demnach heute nach etwas anderem, nach etwas mehr, nach etwas, was einem wie dir würdig ist. Mache heute das Universum auf. Wie bei einer knusprigen Schokolade, finde heraus, was drinnen ist. Während du die Schokolade kostest, schaust du gewöhnlich nicht prüfend über die Schachtel, um zu sehen, wer sie gemacht hat, oder? Schaue heute auf der Erde nach meinem Aufkleber.

Schaue dir das Universum an. Koste seinen Geschmack. Und hernach wirst du Mich bestätigen. Horche auf das Konzert des Lebens. Es ist wahr, du kannst Mich in dem Gesang eines kleinen Vogels genauso finden wie in der Weite des Horizonts, suche Mich allerdings heute auf dem weiten Horizont.

Sobald du an einem Horizont der Schönheit stehst, die derart erhaben und derart weit ist, beginnt die Schönheit in dich hinein zu sickern. Vor der Größe stehen hilft dir, deine eigene Größe zu erkennen. Größe verkleinert dich nicht. Alleine Größe kann Größe sehen. Größe ist ein Echo von dir. Schaue das an, was vor dir ist.

Trete heute aus dem Weltlichen heraus und schreite in die Herrlichkeit hinein. Sie ist für dich gemacht. Ich erschuf die Herrlichkeit für dich, damit du sie bewunderst und in dich aufnimmst. Wofür sonst wäre sie, außer als eine Gedächtnisstütze an dich und als eine Gedächtnisstütze an Mich?

Starre heute in den Himmel hoch und finde dich selbst dort hinein geschmückt. Wo immer du hinschaust, wirst du dich selbst finden. Heute indes schaust du nach Großartigerem. Heute schaust du nach Größe. Heute gehst du nicht durch die Abstellkammer. Heute gehst du direkt zum Universum und öffnest seine Vordertür voll und ganz. Sobald du das tust, öffnest du es für mehr als für dich selbst. Du machst die Welt auf, denn sie schaut dorthin, wo du das machst. Wohin du weist, dorthin schauen alle Augen.

Sprich heute einen Zauberspruch über die Welt. Hilf ihr, höher zu schauen. Hilf ihr, mehr zu sehen, als sie gesehen hat. Hilf ihr, anstatt in die Politik in die Weite verwickelt zu sein. Hilf ihr, auf die Wahrheit zu starren. Hebe heute dadurch, was deine Augen sehen und was deine Ohren hören, die Herzen der Welt empor. Dehne das Universum aus, sodass es alle klarer sehen können. Lasst uns heute der Welt das Geschenk der Sicht überreichen. Fange damit an. Sei der erste. Es gibt nichts, worauf zu warten ist. Öffne deine Augen. Auf diese Weise öffnest du die Welt und enthüllst ihr Mein Herz. So wie du läufst, so läuft die Welt. Nicht andersherum ist es vorgesehen. Du bist ein Vergöttlicher der Welt und der Entzünder der Herzen der Menschen.

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HEAVEN #780 – 10.12.2002 – Set Sail

SETZE SEGEL

Sobald du das Wort „Irrtum“ tilgst, tilgst du auch das Wort „Problem“. Wenn du aufhörst, Irrtümer zu sehen, und wenn du aufhörst, Probleme zu sehen, bleibt hernach für dich Liebe zu sehen übrig. Es gibt keine Probleme, ausgenommen du sagst es. Was du gegenwärtig als ein Problem siehst oder gar als eine Tragödie, erwäge, es als deine große Chance zu sehen. Es ist eine große Chance, das neu zu sehen, wofür du auf der Erde bist.

Du bist der Held deines Lebens, und du bist es immer und immer wieder.

In jedem Augenblick und bei jeder Gelegenheit deines Lebens kannst du es auf eine andere Weise ansehen. Du musst es auf eine andere Weise ansehen.

Hätte Kolumbus die Segel gesetzt, sofern er seine Reise als ein Problem gesehen hätte? Er hatte seine Vision einer Erde, die rund ist, und er traf die Wahl, seine Vision mit anderen zu teilen. Er dachte nicht an seine Ehre oder an Reichtum. Er dachte an Wahrheit. Er hatte die Segel zu seiner Reise schon lange gesetzt, bevor sie kristallisierte, und lange, bevor er bloß wusste, worum es ging.

Nenne dein Leben ein Abenteuer. Und rufe zu deinem Leben, was du willst.

Du sagst, etliche Dinge seien Probleme, einerlei, wie du sie bezeichnest. Krankheit, Tod, Alter. Jedoch bist du so unterwiesen worden, darüber zu denken. Du kannst anders darüber denken. Du kannst über sie denken – es werden zu einem neuen Horizont Segel gesetzt .

In der Krankheit kannst du ein Held sein. Im Tod kannst du das. Du hast kein opferhafter Porträtmaler einer Tragödie zu sein. All das, was du Hindernis nennst, ist ein Reset deines inneren Herzens. Du bist dafür bestimmt, dich zu der Gelegenheit des Lebens zu erheben.

Was immer du in deinem Leben als Problem gesehen hast, hat dich auf einen neuen Kurs gebracht. Das Leben schreibt sich ständig neu um. Weder bleibt in der Welt nichts das gleiche, noch sollte es so sein.

Dennoch hattest du die Vorstellung, dein Leben sollte das gleiche bleiben. Du sollst nicht altern, nicht stolpern und auch sonst nichts anderes als das, was du wählst, so, als wäre alles andere ein Irrtum, der zugedeckt oder ungeschehen gemacht werden sollte. Du bist vielleicht dafür ausgebildet worden, zu denken, dass du dem Tod, der Krankheit oder jedem Vorkommnis, was du persönlich nicht gewählt hast, zu trotzen habest.

Entsinne dich, Kolumbus brach nach Indien auf, und er fand Amerika. Was wäre, wenn das Herz von Kolumbus, als er die Küste erreichte, nicht gesungen hätte? Was wäre, wenn er mit seinen Füßen gestampft und seinen Irrtum bereut hätte? Nein, er freute sich daran, was gekommen war. Und demnach hat dein Schiff nicht dem Kurs zu folgen, den du angesetzt hast. Ein Hindernis ist dann der Fall, wenn du denkst, so müsse das sein. Du wirst zum Hindernis, sobald du die Entdeckung Lügen strafst.

Du bist nicht dafür bestimmt, mit dem Leben rigide umzugehen. Du warst dafür bestimmt, fließend zu sein. Nur für eine einzige Richtung die Segel setzen und eine Anforderung für ein vorgeschriebenes Ergebnis formulieren, das entkommt der Angst darüber, was einen heimsuchen kann oder bereits heimgesucht hat.

Viel an deiner Angst entstammt der Gepflogenheit. Du bist an sie gewöhnt. Jedoch ist Angst nicht dafür vorgesehen, dein Führer zu sein.

Fürchte weder die Krankheit noch den Tod noch den Verlust an Liebe noch sonst irgendetwas, weil du dich im Schlepp des Lebens befindest. Das Leben kann dich in eine Richtung ziehen, an die du nie gedacht hast, bei der allerdings Gold für dich ausgelegt ist, damit du es entdeckst. Alles ist nicht verloren. Etwas ist immer erlangt.

Bevor du geboren wurdest, hast du die goldene Gelegenheit namens Leben akzeptiert. Bejahe es jetzt noch einmal. Bejahen ist nicht vereiteln, obschon du so gedacht hast. Sobald du bejahst, kommst du voran. Sobald du nicht bejahst, schimpfst und schäumst du und vergeudest deinen Anteil am Leben.

Du kannst alle Seekarten beachten, die du möchtest, jedoch alles, was du im Leben wissen kannst, ist, dass du Segel setzt.

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HEAVEN #781 – 11.12.2002 – Be the First

SEI DER ERSTE

Welche Gelegenheiten für Liebe werden sich dir heute präsentieren?

Du kannst sicher sein, viele oder die meisten oder alle Gelegenheiten für die Liebe werden kein großes Drama sein. Sie werden unter keinem Schlaglicht stehen. Sie werden keine Neonreklame haben. Es werden für sie keine Trompeten oder Fanfaren erklingen.

Die Gelegenheit zu lieben kommt womöglich auf verdeckte Weise, doch wird sie täglich kommen. Du könntest ein Ereignis oder ein Gespräch als eine Gelegenheit für Ärger oder Misshelligkeiten ansehen, lasst es uns jedoch als das bezeichnen, was es rechtmäßig ist, das meint, es ist eine Gelegenheit für Liebe. Sei kein Opportunist, der darauf wartet, Liebe entgegenzunehmen, sondern sei ein Geber von ihr.

Du bist öfters so rasch darin, dir einen Angriff zuzuziehen, und zögerlich darin, Liebe auszugeben, so, als würde sie dich etwas kosten. Alles, was sie kosten kann, ist Ego. Alles, was deinen Ausdruck der Liebe zu verhindern vermag, ist Ego. Oder Wir können sagen, es ist deine geistige Verfassung. Es ist übermäßig viel über dich selbst nachdenken, unterdessen du nicht viel genug an dich selbst denkst.

Sobald du dich wahrhaft wertschätzt, wirst du Liebe zu dem Königreich, Was Kommt, austeilen. Sage Mir, was an Ego stellte Mein Sohn Christus zur Schau?

Er hatte es nicht zu verachten oder ihm nicht zu widerstehen. Seine Gedanken lagen nicht auf sich selbst. Seine Gedanken lagen auf Mir. Und sobald du dich selbst in Mir untertauchst, oder sobald du Mich in dich eintauchen lässt, ist dein Herz, so wie das Meine, voll der Liebe. Dein Herz ist bereits voll der Liebe, indes kann es sein, du hortest sie, du stopfst sie hinein, du hältst sie zurück, in Erwartung einer besseren Gelegenheit. Es mag sein, du siehst dich um, was ein Anderer tut oder sagt, bevor du Meiner Liebe stattgibst, durch dich hindurch zu fließen. Es ist Meine Liebe, die du in deinem Herzen in Reserve hältst. Hast du die Liebe für besondere Gelegenheiten aufzusparen? Die Liebe allerdings soll nicht gelagert werden.

Sobald du Anderen im selben Ausmaß dienst, wie du wahrnimmst, dass sie dir dienen, bist du eigennützig. Eigennützigkeit ist zu restriktiv. Das macht dich schier zu einer Reflexion dessen, was vor dir zu sein scheint. Der Mond reflektiert etwas Erhabenes, und du bist bestimmt, das ebenfalls zu tun. Um das zu tun, musst du über die Körnchen von Staub und Kleingeld, die die Arena deines Lebens zu durchziehen scheinen, hinaus schauen. Ganz bestimmt möchtest du nicht durch sie geblendet sein und dich selbst in Knechtschaft von ihnen begeben, so, als würdest du ihnen die Meisterschaft über dich einräumen.

So wie der Mond bist du eine Reflexion der Sonne. Die Sonne scheint. Die Sonne hält sich nicht zurück. Ihr Scheinen ist nicht von der Art der Aufmerksamkeit, die sie empfängt, abhängig. Sie wartet überhaupt nicht auf deine Aufmerksamkeit. Sollte die Sonne ausschließlich auf das reagieren, was zu ihr hin übermittelt wird, wie viel Licht würde sodann die Sonne scheinen? Glücklicherweise hat die Sonne aus sich selbst heraus ein Gemüt und einen Willen, und sie übermittelt über die gesamte Welt ihr Licht, unbesehen dessen, was ihr ausgereicht wird. Und der Mond reflektiert dieses beständige Licht. Der Mond reflektiert keine Straßenlichter. Der Mond erkennt, woher sein Licht kommt.

Und gleichwohl, vergisst du nicht mitunter den Reichtum der Liebe, die dir ansteht, auf der Erde zu reflektieren? Mit Bestimmtheit bist du für mehr vorgesehen, als Erde auf die Erde zu reflektieren. Die Weltlichkeit ist es nicht, die dir zu reflektieren ansteht. Nicht die Kleinheit. Dir steht an, Mein Herz zu reflektieren, nichts weniger als das. Was ist so schwer daran, Meinen Herzschlag durch den deinen zu lassen.

Mache dir die Gelegenheiten zu nutzen, Liebe zu geben, Gelegenheiten, die sich dir heute darbieten. Tunke dich in dein Herz des Meinen, und gib Liebe an unwahrscheinlichen Orten aus. Gib nicht Fehlverhalten für Fehlverhalten. Gib stattdessen Liebe. Nicht später. Sondern jetzt. Sei der Erste.

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HEAVEN #782 – 12.12.2002 – The Ocean of Love

DER OZEAN DER LIEBE

Dein Leben ist eine weite Ebene. Und alle reisen mit dir auf der gleichen neulich entdeckten Ebene. Und alle, die reisen, sind Pioniere, jene, die vor dir gereist sind, und jene, die hinter dir kommen. Du bist ein Pionier in deinem eigenen Leben, und du findest deine eigene Spur über die weite Ebene. Sie ist unkartiert. Zuweilen war es dir so, als wärest du in einem Dschungel, als würdest du mit deiner Machete den Busch niederschlagen. Und manchmal hast du gedacht, du reist auf einer Pritsche, die vom Wind getragen wird. Und manchmal hast du gedacht, du befindest dich in einem Kutschen-Rennen. Und manchmal hast du überhaupt nicht viel darüber gedacht.

Jedoch reist du auf einer weiten Ebene, allerdings bist du kutschenlos, außer du bezeichnest deinen Körper als deine Kutsche. Der Grund dabei ist, dass du dich auf dieser planen Ebene von einer derartigen Weite auf der Reise befindest. Dein Auge kann nicht die entferntesten Dimensionen sehen, allerdings spürst du manchmal über das hinaus, was du siehst. Manchmal erspürst du das Spielfeld des Lebens als dimensionslos. Manchmal tust du das. Manchmal spürst du deine Ewigkeitshaftigkeit und die Unendlichkeit deines Lebens, und worauf es gespielt wird. Und manchmal hast du zu pausieren.

Ist es nicht erstaunlich, wie Gedanken an deine eigene Sterblichkeit zu einem kurzen Blick auf die Immerhaftigkeit zu führen vermögen? Die Ebene, von der wir reden, ist die unsichtbare Leinwand deines Lebens. Du gehst auf ihr, und du bist unentwegt auf ihr, Schritt für Schritt, und dennoch wird der Horizont vor dir, matt auftauchend, matt in die Erinnerung gebracht, weil in der wahren Dimensionslosigkeit dieser Welt der Horizont ebenfalls hinter dir liegt, ebenfalls auf allen Seiten von dir, und ebenfalls eben dort, wo du bist. Die Ebene, auf der du reist, ist nicht so weit, wie du dachtest, und dennoch ist sie dimensionslos, und ihr steht kein Ende an. Sie ist sehr nahe und sehr fern, beides zugleich.

Vielleicht scheint es dir, du fährst auf einer Rolltreppe. Oder in einem Ballon. Vielleicht wirst du entlanggezogen. Vielleicht bist du magnetisiert, und alles bewegt sich mit dir.

Auf jeden Fall trödelst du nicht herum. Es ist keine allzu große Anstrengung, deinen Fuß zu heben. Hüpfe entlang. Sei ausgelassen auf deinem Weg. Gehe leichten Fußes. Gehe lebendig. Du gehst auf der Ewigkeit. Das Feld des Lebens ist das Feld der Ewigkeit, und du bist ein Spiel auf ihm. Wenn du dich auf dem Feld befindest, was kannst du anderes tun als spielen?

Dieser Augenblick ist ewig, ebenso wie dieser Augenblick gleichzeitig nie war und nie zeitlich festgelegt werden kann. Dieser Augenblick befindet sich im Strom des Lebens, und, wie bei einem Bergfluss, wer kann einen schimmernden Teil von ihm wegschnappen? Er kann nicht zum Halt gebracht werden, und er kann nicht gefangen genommen werden. Indes bist du in einer Bewegung befangen, selbst während alles still und immerzu vital ist.

Du bist vom Leben verdutzt. Es entfaltet sich, war indes nie entfaltet. Es verwandelt sich, ist aber unveränderbar. Es scheint sich zu bewegen, dennoch ist es unbeweglich. Der Ozean hat Ebbe und Flut, und gleichwohl sind die Tiefen still. Du scheinst zu altern, und dennoch bist du alterslos. Du siehst, und du siehst nicht. Die Körperlichkeit des Lebens übermannt dich. Du bist Teil des Universums, und dennoch bist du alles von ihm. Das Leben ist für dich zu viel, um es auszuloten, dennoch ist es nicht unauslotbar. Es geht über dein Verständnis hinaus, und befindet sich gleichwohl in deiner Reichweite. Dein Leben liegt direkt vor dir, und du bist im Begriff, es zu leben.

Auf jeden Fall erkennst du in diesem augenblicklosen Augenblick, dass du lebendig bist, und dass du dich inmitten deiner Reise über die Ebene befindest, Pioniere allesamt, mit jedem Schritt, im Entdecken der Details und der Erhabenheit. Wie hoch ist der Himmel vor dir? Erreichbar direkt vor dir.

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HEAVEN #783 – 13.12.2002 – You Are Far More

DU BIST WEITAUS MEHR

Je weiter du siehst, desto selbst-enthaltener bist du, denn, je weiter du siehst, desto weniger brauchst du. Das schließt das Weniger an Mühen des Lebens mit ein. Je weiter du siehst, desto mehr umschließt du. Je mehr du umschließt, desto weniger bekümmert bist du. Die Besorgnisse werden weniger, die dich in deiner Einschätzung des Lebens erreichen. Sie sind nicht so groß, wie sie einmal waren, und nicht mehr so zahlreich. Das Empfinden der Besorgtheit hat seine Vorherrschaft verloren.

Eine Zeit wird kommen, wann du bei allem, was dich im Menschlichen Leben heimsucht, nicht aufgelöst ist, denn, von einem höheren Ort her, siehst du eine andere Konfiguration. Dort wo du sitzt, erbringt einen Unterschied darin, was du siehst. Es erbringt den ganzen Unterschied.

Etwas, was dir vor Jahren einen großen Aufstand darstellte, scheint jetzt nicht mehr so furchterregend oder in Beschlag nehmend zu sein. Mit Sicherheit ist es nicht mehr so monumental, wie es einst war, als du dich inmitten von ihm befandst. Demnach, während sich deine innere Vision ausweitet, bist du weniger inmitten davon. Das Leben mag das gleiche sein, aber deine Sicht hat eine höhere Neutralität. Du hast ganz natürlich mehr Gelassenheit. Aufgrund deiner Sicht hat sich alles gestreckt. Es ist gegen dich weitergekommen. Du bist der Enge entronnen.

Du befindest dich an der Vorderfront der Entdeckung. Du bist dabei, die Bedeutsamkeit des Lebens zu entdecken. Du entdeckst deine große Bedeutsamkeit, unterdessen du deine Sichtungen gegen die Unbedeutendheit weiterkommen lässt. Du machst ausfindig, dass dasjenige, was in deinem Leben passiert, beiläufig ist. Ja, Vorkommnisse auf dem Antlitz deines Lebens sind nicht dein Leben. Dein Leben ist weitaus mehr als jedwede Kleckse auf ihm.

Die Wahrheit lautet, so schwer das auch zu glauben ist, dass dasjenige, was im Leben passiert, wenig oder nichts mit dir zu tun hat. Selbstverständlich war deine Prämisse, dass all das, was in deinen Bereich der Erfahrung oder des Gewahrseins hinein gerät, dein Leben ist. Doch ist das so, als würde jemand sagen, Kleider machen Leute. Selbstverständlich denkst du ebenfalls, dass das wahr ist, obschon du weißt dass eine derartige Veranschlagung irreführend ist.

Und ebenso ist es mit dem Leben. Dein Leben ist im Grunde genommen nicht aus Hurra’s oder Juhu’s gemacht. Die Gesamtsumme deines Lebens bildet nicht etwas, was du zusammenzählst oder von dem du etwas abziehst. Bei deinem Leben gibt es keine Plus-oder Minus-Spalte. Du bist abseits von den Vorkommnissen. Sie sind nicht mehr als Autos, die vorbeifahren. Einige sind blendend. Einige sind schnell. Einige sind langsam. Einige sind verbeult. Du entnimmst deine Identität nicht den Autos, die an dir vorbeifahren. Ereignisse sind nichts mehr als etwas, was an dir vorbei geht. Sie bleiben nicht für immer. Du vergisst sie sogar nach und nach. Wie viel haben im Eigentlichen vorübergehende Vorkommnisse mit dir zu tun?

Wir können es anders anschauen. Du gehst an Kaufhäusern vorbei. Du schaust in einen Süßwarenladen. Du wirst nicht zu der Süßigkeit. Du schaust in ein Sanitätsgeschäft. Du wirst nicht zu den medizinischen Geräten in dem Schaufenster. Du blickst auf sie. Du gehst an dem vorbei, was in dein Sichtfeld gerät. Du bist nicht so sehr beeinflusst durch dasjenige, was passierst. Du denkst nicht, dass alles, was du siehst, dein Leben sei.

Dein Leben ist mehr als das, was in ihm passiert. Du bist dein Leben. Du bist der Wahrnehmer von ihm. Du nimmst Leichtigkeit und du nimmst Schwere wahr. Wie bei allen Dingen hast du die Wahl. Und du kannst wählen, nicht hin und her gepeitscht zu werden, eben wie der Wind jetzt zu einem bestimmten Moment bläst.

Du bist unerschütterlich. Du wirst nicht durch die Vorkommnisse in deinem Leben hin und her geworfen. Genauso wenig hast du das zu sein. Genauso wenig brauchst du weiterhin zu glauben, dass du verletzlich bist. Du bist kein zerbrechliches Wesen. Du bist ein mächtiges Wesen. Du bist weitaus mehr, als was einem widerfährt.

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HEAVEN #784 – 14.12.2002 – Reminders of Love

ERINNERUNGSSTÜTZEN DER LIEBE

Liebe ist Union. Sie ist ein Gewahrsein der Vereinung, die bereits ist. Du bist ein Faden des Universums, der mit jedem anderen Faden verbunden ist. Du bist mit jeder einzelnen Seele im Himmel oder auf der Erde verflochten. Und es gibt keinen Weg, um dich von irgendjemand oder von Mir zu trennen, mit Ausnahme in deiner Einbildung.

Auf etlichen Wegen hast du aus deinem Leben eine Horrorshow gemacht, alles, weil du dir voneinander getrennte Teile vorstellst. Du siehst Schatten vor dir, und du begreifst nicht, dass dein Auge sie dorthin wirft. Der einzige Schatten ist dein eigener. Auf dem ganzen Antlitz der Erde gibt es nichts anderes als dich.

Du hast dir Andersheit geträumt, und du hast sie zu deiner Hauptstütze gemacht. Du hast die Fantasie zur Realität ernannt. Und dir wurde ein bestimmter Name zugeteilt, sozusagen aus dem Hut herausgezogen, was dich selber noch mehr von der Realität getrennt hat. Du bist weder George noch Sally.

Ich gab dir einen Namen, und der Name lautet Liebe. Das ist dein Name, der zu dir passt. Du schwingst in ihm. Nenne dich heute Liebe, denn das stellt die Wahrheit von dir dar. Welches Geschlecht du auch hast, der Name Liebe passt zu dir. Liebe ist weder männlich noch weiblich. Liebe ist jenseits aller anderer Identität, ausgenommen ihrer eigenen, ausgenommen der Identität deiner selbst.

Was möchte die Liebe – was möchte Meine Liebe – heute tun? Wie wirst du auf die Welt schauen, auf dieses Phantasma deines Geistes, und welche Worte, die die Welt abschildern, werden deinem Mund entkommen? Sobald Liebe es weiß, sie ist Liebe, was kann Liebe anderes sprechen als Liebe. Welches Lied kann die Liebe singen außer das Lied der Liebe. Welche Bewegung kannst du ausführen, die nicht Liebe ist? In welche Schmährede kannst du eintreten?

Du wirst sehen, wie still Liebe ist, und wie kommunikativ sie ist. Liebe sagt, Liebe sagt immer und immer wieder, Wir sind Eins.

Und du bist Eins mit Mir, und Ich bin Eins mit dir.

Liebe ist nichts mehr als Einssein, und sie ist nicht weniger.

Liebe braucht nicht erlassen zu werden. Sie ist. Liebe ist dein Sein. Seien IST. Das ist der Fakt des Lebens. Alles andere ist es nicht.

Aufruhr ist es nicht. Sie ist eine Fantasie, die unentwegt auf der Erde fortgesetzt wird. Aufruhr wird fortgesetzt, weil es das Seienshafte aufwiegelt und dich davor bewahrt, es sich dir anzuschauen. Das wird unter außengeleitet verstanden. Du schaust nach der Lawine und nach dem Sturm. Du schaust dich nach Beunruhigung um. Du hast darauf geschaut, deine Aufmerksamkeit von dem Einssein wegzubringen, so, als wäre das Einssein zu köstlich, um Teil deines täglichen Lebens zu werden, oder, andererseits, so, als wäre das Einssein nicht das Leben sondern ihm zum Schaden. Und die ganze Zeit über ist die Eigenschaft des Lebens Einssein.

Was dich von deinem Gewahrsein des Einsseins abschreckt, ist das Körperliche. Ausschließlich das Körperliche. Jemand macht einen Ton, den du nicht magst, oder jemand zieht sich so an, wie du es nicht magst, oder jemand riecht nicht so, wie du es magst, usw., und dementsprechend bist du von der Liebe fortgezogen. Handelte es sich nicht um das Körperliche, so wäre die Liebe nie außerhalb deines Gewahrseins.

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HEAVEN #785 – 15.12.2002 – The Flow of Love

DAS STRÖMEN DER LIEBE

Sobald du in die Tiefen deines Herzens hinabsinkst, ist da Gold. Es ist dort für dich, damit du es auffindest. Es wurde dort wie eine Konterbande aufbewahrt. Es mag sein, du hast den Inhalt deines Herzens vergessen, derart aufgestapelt, wie er war. Du hast andersartige Emotionen, als Vorwand, auf das oberste Ende deiner Liebe gestellt, und du gelangtest sogar dazu, deiner eigenen Vertuschung zu glauben, so, als gäbe es nichts anderes mehr, was sich auf der Spitze zeige. Kraule dich nun durch die zufälligen Emotionen, wirf das Anscheinende hinaus, nimm das Gold zur Kenntnis, packe es hoch, so wie du es mit einem großen Goldklumpen tun würdest, und halte ihn hin, sodass jeder sehen kann, sodass jeder erkennen und sich daran freuen kann. Nimm dein Herz aus dem Versteck heraus.

Ist das nicht seltsam, dass man die Liebe im Herzen des Menschen mit Metall in Vergleich bringt? So, als sei das gelbe Gold der Höhepunkt, und als könnten eure Augen aus dem Vergleich aufleuchten, und als könntet ihr die Liebe in eurem Herzen als etwas wert erachten. Wenn doch der Mensch den Wert der Liebe bereits erkennen würde, und wenn er damit das Metall mit der Liebe in Vergleich setzte und dabei doch akzeptierte, dass das Metall bloß ein unbedeutendes Glimmern im Vergleich zu dem Licht, was die Liebe gibt, darstellt. Sofern der Mensch nach dem Gold in seinem Herzen suchte und es abbaute – sofern das Erste zuerst käme -, was wären dann die Möglichkeiten des Lebens auf der Erde?

Es hat den Anschein, dass die materielle Welt dem Gold, das aus dem Boden heraus gegraben wurde, mehr Wert beigeordnet hat als der Liebe, die aus dem Menschenherz entströmt.

Klar, der Mensch war gerne der Auffassung, dass das Gold andauere und die Liebe nicht.

Glaubt Mir, wenn Ich sage, euer Herz ist voller Liebe. Denkt ihr, dass die minderen Emotionen realer seien? Sie bersten derart leicht aus euch heraus, weil ihr sie das tun lasst. Ihr habt keine Angst, Ärger oder Entrüstung von euch zu geben. Zum wenigsten haltet ihr jene Emotionen nicht vor euch selbst verborgen.

Sobald es aber auf die Liebe in eurem Herzen hinausläuft, begrabt ihr sie immer und immer wieder. Wie kann sie wachsen, unterdessen ihr sie zurückstoßt? Die Liebe in eurem Herzen gehört nach draußen in den Sonnenschein, frei ohne jegliche Bindungen.

Die Liebe in eurem Herzen ist unberechenbar. Es gibt für euer Herz kein unteres Ende, weil die Liebe dort endlos ist. Ich sollte das wissen. Sie ist Mein dort in deinem Herzen. Ich füllte dein Herz mit Meiner Liebe auf, und Meine Liebe ist ewig, nie-endend, sie erschöpft sich nie, aber sie hat es nötig, aufgedeckt zu werden, damit du sie sehen kannst. Dein Herz liebt es überzufließen. Wärest du ehrlich – es gibt keinen Winkel, wohin deine Liebe nicht gerne scheinen möchte. Das ist die Wahrheit deines Herzens. Dein Geist hat dich zu etwas anderem überredet. Die Liebe in deinem Herzen wurde zusammen- oder offen-gequetscht, das Herz indes ist nicht zum Quetschen da. Die Tore deines Herzens waren halb geöffnet, aber dein Herz braucht überhaupt keine Tore. Keine Tore für das Menschliche Herz. Einzig Offenheit. Lasse die Liebe in deinem Herzen strömen und spritzen, wohin sie will.

Die Fontäne deines Herzens ist nicht dafür bestimmt, begrenzt oder zurückgezogen zu werden. Sie ist von nirgendwoher freigestellt. Dein Herz ist nicht verhandelbar. Über es wurde bereits beschieden. Dein Herz hat eine Ohrmarke für überall.

Du denkst, dein Herz sei nicht fähig. Du denkst, dein Herz müsse vor Leprakranken oder vor anderen Seinswesen, die du als minder als du selbst erachtest, zurückschrecken. Hierin liegt die Täuschung, dass irgendjemand minder als du selbst sei, und dass du weniger oder mehr als sonst wer seist. Besitztümer der Welt oder Attribute deines Geistes oder die Attraktivität deines Körpers haben nichts mit der Herkunft deines Herzens und damit, wo es strömt, zu tun. Nichts ist deinem Herzen ein Hindernis. Ausschließlich du hast an alle Hindernisse geglaubt. Besser, an Liebe glauben. Fange an, die Liebe zu verkleckern, und du wirst anfangen, den nicht endenden Strom von ihr und ihre Verbundenheit mit Mir zu erkennen.

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HEAVEN #786 – 16.12.2002 – Shine God’s Light Brightly

SCHEINE GOTTES LICHT HELL

Sobald dein Leben weniger auf dich selbst und auf deine persönlichen Angelegenheiten zentriert ist, wirst du mehr in dem Seienshaften des Universums inbegriffen werden. Dein Leben öffnet sich. Dabei geht deine Aufmerksamkeit mehr von dir weg, weg von deiner Nachgiebigkeit dir selbst gegenüber, weg von all den Aussagen, die du aufgesetzt hast; du bemerkst, wie wesentlich du für das Universum bist, und dein Leben wird großartiger. Anstatt das Leben als etwas zu sehen, was dir ausgehändigt oder über dir verhängt ist, denkst du daran, das Leben als eine Segnung und dich selbst als eine Freundlichkeit, die der Menschheit verliehen ist, zu sehen. Du fängst an, dich als jemand zu sehen, der Größerem dient als sich selbst, und dementsprechend befindest du dich selbst größer. Du wirst weniger von einem Weinenden.

Eben durch den entschiedenen Wandel in deinem Betragen bringst du Anderen erfreuliche Nachrichten. Indem du über dich selbst hinausgehst, verehrst du dich selbst mehr. Anstatt zu fassen zu bekommen oder zu klammern, gibst du. Ohne jegliche Anstrengung gibst du. Du entdeckst, du bist ein Geber. Sobald du zu einer höheren Ebene hinaufgehst, bist du höher, und der ganze Ausblick vor dir ändert sich. Du siehst Größeres.

Es ist, als kämest du aus einem Loch im Boden heraus, und als würdest du dahinterkommen, dass es ein größeres Universum gibt, als dir bekannt war. Während du in dieses neue Universum hinein schreitest und auf ihm dich ergehst, wirst du zu einem anderen Seinswesen, anders als dasjenige, was in dem Loch lebte. Je mehr Licht du um dich herum siehst, desto beleuchteter wirst du. Das scheint etwas Natürliches. Es geschieht ganz natürlich an dir.

Sei guten Mutes. In die Strahlen der Sonne eintreten ist das gleiche wie aus der Dunkelheit heraustreten. Dunkelheit liegt hinter dir. Das Leben ist vorne. Und du bist durch die Sonne beleuchtet. Und jetzt kannst du sehen.

Es stimmt, das Licht kann auf dich herab steigen. Es stimmt, du kannst in das Licht hineinschreiten. Oder du kannst entdecken, dass du bereits im Licht bist. Oder du kannst entdecken, es gab niemals etwas anderes als Licht, und du warst immerfort in ihm. Wenn du im Licht bist, teilst du dein Licht mit dem Universum. Das ist keine große Sache. Das Licht kann nicht anders. Du bist ein stiller Vergießer von Licht.

Anonymerweise gießt du Licht aus. Unterdessen du das umfassendere Bild betrittst, vermag dein Licht einzig weiter hinaus zu strahlen.

Ich habe euch alles Licht gegeben, was ihr braucht, um Meinen Willen auf der Erde zu tun. Mein Wille besteht darin, dass ihr auf eine Welt, die gegenüber ihrem eigenen Licht verdunkelt ist, Licht ausgießt. Die Welt hat zu viel auf sich selbst gehört. Sie hat vergessen, dass sie Teil von etwas Größerem ist, von etwas Größerem als die Angelegenheiten der Menschen und als die Aufwendung von Reichtum. Und demnach weiß die Welt nicht darum, woraus sie gemacht ist, und was sie sein kann. Du jedoch beginnst zu erkennen. Und du fängst an, die Welt mit deiner Gegenwart zu segnen, mit deiner Gegenwart, die, wie du von jetzt ab weißt eine Reflexion der Meinen ist. Und somit bringst du Mein Licht zur Welt.

Du hast es nicht Gottes Licht zu nennen. Du kannst es schlicht Licht nennen. Ich habe keine Eigentumsgesetze, was Mein Licht anbelangt. Ich gebe es, und Ich möchte, dass es genommen wird. Ich habe nichts dagegen, anonym zu sein. Es gibt ein Großes Licht im Universum, das schreit danach, auf alle zu scheinen. Wichtiger als woher es kommt, ist, dass es scheint. So wie es sich herausstellt, bist du dafür hergenommen, dieses Licht zu scheinen. Ich gab es dir, damit du es hell scheinen wirst. Auf diese Weise bist du das Licht der Welt. Ich habe dich in Meinem Namen gesandt, indes hast du nicht Meinen Namen zu sprechen. Es reicht aus, dass du kennst, woher das Licht kommt. Es reicht aus, dass Ich BIN, und dass Ich vor dir bin, vor dir, um deinen Weg zu anzuleuchten.

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HEAVEN #787 – 17.12.2002 – The Ocean from Which All Streams Flow

DER OZEAN, AUS DEM ALLE STRÖME HERAUS FLIESSEN

Spürst du nicht, wie dein Leben in einen größeren Strom mit einer größeren Schwungkraft hineinfließt? Hast du nicht in Ebbe und Flut des Lebens Eingang gefunden? Doch, und dich bringt das irgendwo hin. Er bringt dich zu Mir, der Ozean, dem alle Ströme entfließen.

Wo immer du lebst, und wie immer dein Leben aussieht, du kannst nicht Ozeanlos sein. Der Ozean, dem du entkamst, begleitet dich überallhin. Saumlos. Vollkommen. Faktisch. Entlang des Weges tauschen Wir Botschaften aus. Du fragst. Ich antworte. Du machst dir Sorgen. Ich besänftigte dich. Du trägst Klagen vor. Ich höre dir zu. Du betest, und Ich erhöre deine Gebete, bevor du sie äußerst. Ich bin still im Lärm, und laut in der Stille. Ich bin ein ansprechbarer Gott.

Du befindest dich im Strömen des Lebens, und du streckst dich nach Mir aus, nach Mir, Der bereits unzertrennlich ist und derart intim eine Dimension deines Lebens darstellt, dass du öfters gedacht hast, du seist irgendwo ohne Mich. Oder du hast gedacht, Ich sei irgendwo, außerhalb der Reichweite, außerhalb Hörweite, außerhalb Sichtweite und teilnahmslos gegenüber deinem Kreischen. Weil Ich freundlich auf dich herab lächle, denke nicht, Ich sei dir gegenüber teilnahmslos. Du und dein Leben zählen. Du bist Mir aufs Äußerste von Belang. Allerdings mache Ich mir keine Sorgen über dich. Ich sorge mich nicht, weil Ich dich kenne. Ich weiß, wo du bist, und was geschieht. Du aber behauptest andere Dinge. Du stellst dir den Zustand deines Lebens vor, das sei die eine Sache, unterdessen Ich weiß, sie ist anders. Vielleicht beginnst du nunmehr, dich an die Wahrheit zu halten.

Ich bin mit deinem Verfolg des Lebens vertraut, jedoch nicht in es verpackt – vielmehr, Ich bin nicht in dasjenige eingeschlagen, was du deiner Neigung nach als dein Leben ansiehst, denn Ich sehe mir keine Seifenopern an. Ich bin immerzu bei dir, um auf dich acht zu geben. Ich befinde mich einfach nicht in dem Drama. Musst du das?

Wir, du und Ich, sind derart stark in einer Umarmung umschlungen, dass nichts jemals dazwischen zu kommen vermag. Nur, du konzentrierst dich vielleicht soviel auf andere Dinge, dass du Unser Verlöbnis vergisst. Allerdings bloß eine Weile, denn Ich bin nicht zu vergessen. So wie bei einigen Einzelheiten im Leben, du vergisst etliche, und dann erinnerst du dich ihrer, und sagst du dir selbst: „Wie bloß konnte ich das vergessen?“

Binde keinen Faden an deinen Finger oder stelle keinen Alarm ein. Erinnere dich anstelle dessen mit einem Akt der Freundlichkeit oder einem Akt der Akzeptanz an Mich. Sei der Geber, und du wirst anfangen, deinen rechtmäßigen Status einzunehmen, und du wirst sehen, wie nahe du Mir bist. Wenn du aufhörst, soviel über dich selbst nachzudenken, werde Ich in Sicht sein. Sobald du Größeres denkst, wirst du besser sehen. Du siehst, was bereits die ganze Zeit da war. Du bist abgeschweift. Du bist von deiner Wahrheit abgegangen. Nunmehr kommst du zurück.

Mit jeder Handlung der Freundlichkeit entblößt du dich selbst des zu vielen Denkens über dich selbst. Zu viel über dich selbst nachdenken ist Getrenntheit. Getrenntheit ist Egoismus, und mit jedem egoistischen Gedanken trennst du dich fernerhin von dir selbst. Du kannst nicht einfach Ichbezogenheit fortschaufeln. Du hast sie zu ersetzen. Ersetze sie mit anderen Gedanken, etwa mit: „Was kann ich für Gott tun?“ Das wird dich unweigerlich dazu führen, etwas zu tun, was dich aus dir selbst heraus führt. Sobald du deine Welt für Mich ausweitest, weitest du deine Gütigkeit gegenüber der Menschheit aus.

Dein Leben ist aus kleinen Dingen zusammengesetzt, nicht aus großen, wie du gedacht hast. Vielleicht hast du durcheinandergebracht, was groß und was klein ist. Vieles dessen, was deines Erachtens groß war, war bloß klein. Viele der Gelegenheiten, die du als klein und unbedeutend angesehen hast, waren groß.

Einzig Liebe Ist. Nichts sonst. Alles Sonstige ist unbedeutend. Triff die Wahl dafür, was dein Herz anfüllt, und du wirst das Meinige erfüllen.

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HEAVEN #788 – 18.12.2002 – Bless Each Soul on Earth

SEGNE JEDE SEELE AUF DER ERDE

Das Leben ist wie ein Geschäft, in dem es alles mögliche gibt. Da sind derart viele Dinge dargeboten. Du kannst sie nicht alle kaufen, genauso sprechen dich nicht alle Waren an. Das müssen sie auch nicht. Jedoch sind sie für jemanden hier; es gibt jemand, der die Waren möchte, die du nicht möchtest.

Manchmal, nur manchmal, denkst du, der Laden des Lebens sollte reguliert werden. Du würdest etliche der Varietäten fortschaffen. Du würdest die Wahlen Anderer einer Genehmigung unterziehen. Manchmal würdest du gern etwas herauslesen und für Andere wählen. Du vergisst, jede Seele auf der Erde hat seinen eigenen Herrschaftsbereich.

Du hast genug zu tun, deine eigenen Entscheidungen zu fällen. Du hast genug, für dich selbst eine Auslese und die Wahl zu treffen. Aus einer kleinen oder weiten Entfernung vom Leben eines Anderen her scheint es leichter, für einen Anderen zu entscheiden. Besser, dem Leben ein Segner sein, als jemand, der auch nur das winzigste Bruchstück von ihm aus der Umgebung eines Anderen wegnimmt. Sei kein Gesetzgeber.

Je weniger Erforderlichkeiten du für dich selbst oder für Andere aufstellst, desto sachter ist das Leben. Je sachter du das Leben machst, desto sanfter findest du es. Entscheidungen, die du für Andere triffst, sind harte Mauern, in die sie springen, und auch du springst in sie.

Sobald du einmal etwas von einem Anderen fortnimmst, bestellst du dich selbst als Wächter, um sicherzustellen, dass deiner vorgeblichen Rechtsprechung nachgekommen wird. Ein Wächter muss der Definition nach von einem bestimmten Aussichtspunkt herkommen, anderenfalls sind seine Gesetze zu nichts nutze. Er wird zu einem Nein-Sager.

Sei vielmehr ein Freiheit-Geber. Gib zunächst dir selbst Freiheit, Freiheit davon, Einspruch zu erheben, was Andere tun oder nicht tun sollten. Ich gab dir die Freiheit der Wahl. Hast du mehr Autorität als Ich?

Manchmal gerätst du derart stark in deine eigene Selbstgerechtigkeit, dass du Andere im Stich lässt. Du entlässt sie aus der Welt. Du ziehst sie sozusagen heraus. Mit der Pinzette stellst du sie auf die Seite.

Wirf nun die Pinzetten deines Geistes fort.

Lasse dich in eine umfassendere Perspektive nieder. Sieh Größeres. Keine Kurzsichtigkeit mehr für dich, Meine Geliebte, Mein Geliebter. Du bist von umfassender Sicht und zu groß, um dich in mit Stacheldraht versehenen Gedanken unterzutauchen. Nun befindest du dich in einem neuen Horizont des Denkens. Befördere dich selbst zu einer neuen Aussicht, bei der Kleinheit nicht möglich ist.

Währenddessen deine Sicht weiter wird, macht dein Herz das gleiche. Wie verbunden dein Herz doch mit deiner Sicht ist! Deine Sicht pumpt dein Herz hoch oder zieht es herunter. Habe Mitempfinden für alle Seelen in der Welt, selbst wenn sie eine andersartige Sicht als du haben. Sei so beschäftigt, auf Mich zu schauen, dass du weder Zeit noch Verlangen hast, auf Andere herunter zu schauen. Von einer höheren Sicht her schaust du nicht hinunter. Du siehst hinein und du siehst höher, und, im Verlauf deiner Freisetzung, bringst du Andere mit dir.

Mache dich selbst und Andere von der Knechtschaft frei. Alle Gesetze, die du ausgibst, sind Unfreiheit. Dereguliere deine Gesetze. Es gibt ein einziges Gesetz, und das ist das Gesetz der Liebe.

Stelle sicher, dass du gut mit dir selbst umgeht. Lockere deinen Griff auf dich selbst und auf dein Leben. Das Leben leben ist nicht dafür bestimmt, straff zu sein. War dein Leben nicht so? Du hast dich selbst beschränkt. Du hast dich selbst vom Leib gehalten. Entspanne dich. Entspannen meint gehen lassen. Lasse los, was auch immer, was du festgehalten hast. Entspanne deinen Griff. Entspanne deinen Zugriff auf das Leben. Lasse es seinen Weg gehen. Je mehr du das Leben los lässt, desto näher kommt es zu dir heran, und desto mehr von ihm wirst du haben.

Natürlich setze Ich Leben mit Liebe gleich. Hast du nicht die Liebe in deinem Herzen zu Gunsten von Gesetzen abgeblockt? Wenn du dich selbst von den Beschränkungen, die du dir selbst und Anderen auferlegt hast, befreist, tritt Liebe in Erscheinung.

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HEAVEN #789 – 18.12.2002 – A Matter of Love

EINE ANGELEGENHEIT DER LIEBE

Es gibt keinen Bedarf, auszuprobieren zu lieben. Ausprobieren wirkt störend auf die Liebe ein. Ausprobieren ist Antithese der Liebe. Ausprobieren ist nicht bloß unnötig, es ist kontraproduktiv. Liebe ist keine Handlung, die du zur Ausführung bringst. Sie ist etwas, was ist. Sofern du in diesem Augenblick nicht voll der Liebe bist – sofern du dir in diesem Augenblick in deinem Herzen weniger als voll der Liebe gewahr bist -, hast du sie blockiert. Das Herz blockiert sich nicht selbst. Du hast versucht, es aus dem einen oder anderen Grund zu hemmen. Du hast über die Liebe in deinem Herzen Verfügungen ausgegeben. Du hast versucht, sie zu bestimmen. Dein Geist hat das getan.

Ausschließlich dein Geist erlaubt sich die Freiheit, die Liebe zu regulieren.

Liebe ist nicht etwas, was du austeilst oder zurückhältst. Liebe liebt. Sobald du das Erscheinen der Liebe in deinem Herzen verleugnet hast, ist das der Zeitpunkt, wann du das Empfinden hast, du müsstest versuchen zu lieben. Weil du sie verleugnet hast, denkst du, sie sei nicht da, und deswegen müssest du etliches von ihr irgendwie aufscheuchen.

Wir haben unterschiedliche Definitionen von Liebe, du und Ich.

Liebe ist eine natürliche Begebenheit. Sie ist nicht etwas, was du unterstellst. Sie ist etwas, was dir selbst zufließt. Liebe ist kein Auftreten. Sie ist kein Vertrag. Sie ist keine angeleitete Übung. Mache sie zu keinem Dekret. Ich sage: Lasse Liebe sein. Versuche nicht einmal, sie zu entkorken.

Beseitige das Wort „versuchen“ aus deinem Wortschatz. Versuchen ist ermüdend.

Du kannst bewussterweise eine Freundlichkeit ausführen. Du kannst bewussterweise bedachtsam sein. Jedoch kannst du nicht bewussterweise lieben. Liebe ist kein Akt des Willens. Liebe ist nicht etwas, das du nicht hast und was du infolgedessen zu erwerben hast. Eine Schau der Liebe ist nicht das gleiche wie Liebe. Eine Nachahmung der Liebe ist nicht das gleiche wie Liebe. Spielmarken der Liebe sind Spielmarken der Liebe. Liebe ist, was sie ist, oder sie ist es nicht. Liebe ist nicht weniger als Liebe.

In aller Gewissheit, trage die Absicht in dir, dass die Liebe, die in deinem Herz angeklammert ist, sich selbst zum Ausdruck bringt. Und lasse sie sodann alleine. Lasse die Liebe ihre eigene Richtung nehmen. Du kannst sie nicht zum Fließen bringen. Du kannst sie nicht zwingen; es besteht auch kein Bedarf dafür. Gib der Liebe statt, sich aus sich selbst heraus zu erheben. Sie ist ihre eigene Gelegenheit. Sie ist ihr eigener Vorkaufsberechtigter.

Du kannst dich nicht dazu bringen, jemanden oder etwas zu lieben.

Wisse, dass du von einer Plattform der Liebe her kommst. Liebe steht nicht einmal infrage.

Lasse zu. Lasse zu. Versuche nicht einmal, zuzulassen.

Sobald du das Gefühl hast, dass du nicht so viel oder so gut liebst, wie du meinst, du solltest es, dann richte etliche Aufmerksamkeit auf Mich. Du wirst anfangen, das Strömen der Liebe zu spüren, wie sie ganz aus sich selbst heraus, wie Milch in den Busen einer Mutter, herein kommt. Es ist leichter, Mich zu lieben, als sonst jemanden oder sonst etwas in der Welt. Das liegt daran, weil die Liebe sich selbst erkennt, und weil Ich der Ursprung der Liebe bin. Ich bin deine Wahre Liebe. Du und Ich lieben schneller als man gucken kann. Wir lieben, weil es Unsere Natur ist, und etwas anderes können Wir nicht tun. Liebe ist kein Bemühen. Alles andere ist Bemühen.

Einige dich mit dem Schwung der Liebe, die inwendig in deinem Herzen ist. Sei ehrlich mit deiner Liebe. Liebe meint nicht, was du denkst, was sie bedeutet. Du wirst nicht zu einem Geheimcode der Liebe. Du bist ein Bewohner der Liebe. Du brauchst nicht Liebe auszuteilen wie ein Süßigkeitenautomat. Liebe strömt aus. Liebe ist nie total verknallt. Sie braucht keine Verkündigungen. Sie braucht keine Kennzeichnung. Sie braucht dein Gewahrsein, einzig ihr Gewahrsein ihrer selbst.

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HEAVEN #790 – 19.12.2002 – The World Is an Errant Lover

DU WELT IST EIN HERUMIRRENDER LIEBHABER

Sobald du spürst, dass die Welt in dir nicht bewandert ist, dass sie dich ignoriert, dass du noch nicht an ihren Küsten angelangt bist, dass dich etwas von dem Beifall oder bloß von der Kenntnisnahme aufseiten der Welt weghält, dann hast du zu erkennen, dass du in die Falle deines eigenen Ego gegangen bist.

Du sehnst dich nach einem Durchbruch. Es gibt keinen Durchbruch, der von außen kommt. Der Durchbruch liegt inwendig in dir. Entflechte dich selbst von deinem Ego.

Ich möchte damit nicht gesagt wissen, dass die Billigung der Welt ein Maßstab für dich darstellt. Sie ist kein Thermometer dafür, was inwendig in dir vor sich geht. Ich sage, dass es inwendig in dir etwas gibt, was die Welt ersucht, dich zur Kenntnis zu nehmen, und das ist es, was du zu durchbrechen hast – dieses Drängen, die Anerkenntnis der Welt zu erlangen. Die Kenntnisnahme der Welt ist nicht so etwas Großes, wie du meinst. Die Kenntnisnahme der Welt ist ein kleineres Gestöber. Nicht etwas, von dem du dich abhängig machst, selbst wenn du es getan hast. Gar dann, wenn sie zuhauf über dich kommt, ist sie nicht viel. Sie ist gering. Sie erfüllt nie. Die Wohltaten der Welt sind ein augenblicklicher kurzer Impuls auf dem Bildschirm des Lebens. Wie beim Geld, die Akzeptanz der Welt vergeht schnell. Die Münzen der Welt kaufen nicht alldas, was du erhofft hast.

Sie verändern bloß die Oberfläche deines Lebens, und die Oberfläche ist es nicht, worum es dir geht. Die Oberfläche reicht nicht aus. Auf der Oberfläche liegt nicht deine Erfüllung. Alle die Blumensträuße der Welt sind bloß Blumensträuße von der Welt. Früher oder später wirst du sie als mangelhaft befinden. Vielleicht hast du sie zu haben, damit du siehst, wie sie sind.

Du hast Meine Segnungen, einerlei, wie die Welt dich einordnet. Du hast weder mehr noch weniger Meiner Segnungen. Bringe nicht all die Segnungen der Welt mit den Meinen durcheinander. Vielleicht denkst du, Ich ziehe dich mehr vor, sobald die Welt dir gibt, was du möchtest, jedoch sind Meine Segnungen konstant. Die Welt kann ihnen nichts hinzutun. Die Welt kann nichts von ihnen wegnehmen. Die Welt ist ein herumirrender Liebhaber.

Lasse alles an der Welt unberücksichtigt, was sie von dir möchte. Vielleicht ist die reale Sache diejenige, dass du Meine Segnungen ignorierst.

Ist nicht Meine Liebe für dich all das Gold in China wert? Und dennoch möchtest du Meine Liebe auf der Anzeige der Welt abwiegen. Die Skalen der Welt sind oft inakkurat. Sie heben dich hoch oder stufen dich zurück. Und dennoch, die Welt vermag dich nicht zu den Höhen anzuheben, die du in Wirklichkeit bist und die du verdienst. Du bist kein Kellner oder keine Kellnerin. Du bist mehr wert als ein großes Trinkgeld von der Welt.

Was ist es, was die Anerkennung vonseiten der Welt, wie du dir denkst, für dich tun wird? Was, denkst du, bedeutet es dir oder Mir? Es kann die Räder ölen. Es kann für dich Türen öffnen, jedoch alleine in der Welt. Die Türen des Himmels sind bereits offen. Es gibt keine Schlösser. Es gibt nichts, um es durchzudrängen. Also, vielleicht mit Ausnahme, die Dichtigkeit, an die du dich klammerst.

Schenke der Gunst der Welt nicht so viel Glauben. Befasse dich mehr mit demjenigen, was du für Mich tust. Was immer du tust, tue es für Mich. Gib Mir etliche deiner Aufmerksamkeit und vielleicht etwas weniger dem Anspornen der Welt. Es ist so einfach. Je mehr von deinem Leben du auf dem Altar des Himmels darbietest, desto weniger wirst du für die Auf und Ab der Welt verletzlich. Trainiere mit Mir, und deine Muskeln werden stark. Arbeite für Mich. Das reicht. Stelle Mich zufrieden. Schaue nicht so sehr nach der Erfüllung von der Welt.

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HEAVEN #791 – 20.12.2002 – The Amazing Brightness

DIE ERSTAUNLICHE HELLE

Du stellst dir selbst eine Falle namens Sicherheit. Du möchtest gerne über alles gewiss sein, und du denkst, das sollest du sein. Um in der Welt ein Empfinden der Gewissheit zu haben, musst du das Leben an einem Ort halten, musst du es regulieren, es zurückhalten, seinen Weg umkehren, und dies, als wäre das Leben ein tänzelndes Pferd unter deiner Hand. Sobald dann die Zügel von dir fortgenommen sind, bist du entrüstet, enttäuscht, geknickt, oder verärgert, frustriert, lustlos.

Wenn Ich dir sage, dass du dich in der Sicht auf die Welt nicht an der Gewissheit festhalten musst, bedeutet das nicht, dass Ich dich dazu ermutige, ungewiss zu sein. Ganz bestimmt kannst du nicht wissen, worin die nächste Kurve in der Straße besteht. Du kannst und wirst nicht eine ganze Menge Dinge im Voraus wissen. Dessen kannst du dir gewiss sein.

Du kannst dir auch gewiss sein, dass es im Himmel und auf der Erde einen Gott gibt, Der für dich einen Zeitgeber gesetzt hat. Ich, Der es besser weiß, als sich der Illusion der Zeit zum Opfer zu geben, Ich stelle nichtsdestotrotz einen Zeitgeber, um Schritte in deiner Evolution zu signalisieren. Du bist ganz festgesetzt.

Du stehst in allem in Obhut. Dein Leben ist nicht so willkürlich, wie du gedacht haben magst. Alles ist gut. Alles ist recht. Du bist in Ordnung.

Halte ein wenig Glauben in Mich, und du wirst mehr Glauben in die Richtung haben, in die du gehst. Dein Schritt wird sicherer werden. Du wirst nicht am Leben verzweifeln, sobald du bejahst, dass Ich bin, und dass Ich für dich wurzele. Ich sporne dich an. Und Ich warte an jedem Wegweiser und bei jedem Schritt in der Zwischenzeit auf dich. Ich bin nicht nur bei den Höhepunkten deines Lebens anwesend. Denkst du, Ich sei gelegentlich abwesend? Habe etliche Sicherheit inne, dass Ich gegenwärtig bin.

Die Wege der Welt sind schwankend. Du fühlst dich durchgeschüttelt. Doch braucht das große Beben nicht die Innenheit von dir zu beeinflussen. Die innersten Tiefen von dir sind gegenüber den oberflächlichen Ereignissen immun. Was immer sich zuträgt oder sich nicht zuträgt, du bist unberührt.

Glaube ist nicht Annahme. Glaube ist Wissen. Er ist nicht Vermuten. Er ist nicht Hoffen. Er ist nicht Wünschen. Er ist Wissen.

Die Augen der Welt sagen dir, nach einem Beweis Ausschau zu halten. Schaue nicht nach einem Beweis von Mir. Schaue nach Mir. Ich bin hier. Schaue nicht nach einem Nachweis dessen, was ewig ist. Nachweis ist nicht Ewigkeit. Aller Nachweis in der Welt ist flatterhaft. Ich bin das indes nicht. Du ebenfalls nicht.

Schau dich nach einem größeren Anlaufort um als demjenigen, in dem du dich platziert hast. Du bist nicht ein derartiger Mikrokosmos, wie du gedacht hast. Im Grunde genommen schenktest du möglicherweise, ohne darüber nachzudenken, dem Gedanken Glauben, dass du auf der Oberfläche der Welt unbedeutend seist. Die Oberfläche der Welt ist weniger bedeutsam als du, und dennoch warst du ihr gegenüber botmäßig.

Du, der du Mein konstanter Gedanke bist, zählst. Ich bin gewiss in Kenntnis deines Wohlseins, und das ist ein einzelner großer Unterschied zwischen Uns. Du bist dir deines Wohlseins ungewiss. Oh, wenn du doch bloß anfingest, wie Ich zu sehen – selbst aus dem Winkel deines Auges heraus wie Ich zu sehen -, wie verdutzt würdest du sein durch das Vielversprechende von dir. Wage es, und sei es bloß für einen Augenblick, durch das helle Licht, das du bist, geblendet zu werden. Wage es.

Du bist durch Schatten geblendet worden. Komme nun in das Licht und sei durch die Helle benommen und zum Erstaunen gebracht. Deine Augen werden sich bald daran gewöhnen, und fortan – wie brillant wird dein Licht über das Universum funkeln. Glaube ein wenig an dich selbst. Glaube mehr an dich selbst. Glaube genügend an dich selbst, sodass du deinen Halt an den Zügeln des Lebens lösen und zu einem höheren Bereich herauf schreiten kannst, der die Größe der Liebe, der ungeschönten Liebe personifiziert, der reinen Liebe, des reinen Seins, des reinen Lichts, der Reinheit des Herzens und Geistes, wie sie allesamt über den Horizont des Lebens auflohen. Willkommen.

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HEAVEN #792 – 21.12.2002 – Thick as Butter

DICK WIE BUTTER

Verweile eine Zeit lang bei Mir. Das ist so etwas Kleines, mit dem Rummel aufzuhören, und Mir ein Nicken auszureichen. Das ist so etwas Kleines, und dennoch belebt es dich und das Universum. Jedoch, wie kann ein simpler Gedanke, der zu Mir gerichtet ist, derart viel Macht in sich tragen?

Zunächst, zahlreiche deiner Gedanken liegen auf Aspekte des Lebens, die nicht dir oder sonst jemandem dienlich sind. Du weißt was Ich meine. Grummelnde Gedanken. Sich wiederholende Gedanken. Sorgenvolle Gedanken. Irgendwie sind zahlreiche deiner Gedanken der Vergangenheit entnommen, wobei ein oder zwei von einer vorgestellten Zukunft dazwischen geworfen sind. Du zerhackst die Vergangenheit. Und du machst dir über die Zukunft Sorgen.

Sobald du an Mich denkst, wirst du in die Gegenwart gezogen, denn Ich bin unverzüglich. Sobald du an Mich denkst, hallst du mit Mir wider, und damit erhebst du dich zu einer höheren Schwingung. Rücke in diesem Fall rüber näher zu Mir. Mehr rüber näher zu Mir in deinem Herzen. Spüre Meine Gegenwart. Ich bin jetzt soeben bei dir.

Vielleicht liegt dir etwas in deinem Hals, dennoch brauchst du keine Worte, um mit Mir zu verkehren. Ein stilles Nicken der Anerkennung reicht aus. Worte aber sind auch gut. Sie sind wie Butter, die du auf das Brot schmierst. Nimm auf alle Fälle viele Butter, denn das liebst du.

Du hast Meine Erlaubnis, mit Mir ein Gespräch zu führen. Nenne es unwirklich, oder nenne es stimmig, es ist auf Mein Geheiß, dass du zu Mir sprichst und Meine Antworten hörst. Einerlei wie blass Meine Antworten dir zu sein scheinen, deine Gedanken und die Meinen weisen die Kräfte des Universums ein. Deine Gedanken kleben Mich in deinem Bewusstsein an dich, und somit geht ihre Zauberei vor sich. Gedanken über Minderes als die Majestät der Wahrheit pfriemeln das Leben fort. Zahlreiche deiner Gedanken sind nichts mehr als verstaubte unnütze Gegenstände in den Ecken. Sobald aber deine Gedanken auf Mir liegen, wirfst du die Vordertüren weit auf und schreitest in den vollen Sonnenschein des Lebens hinaus. Du bist dafür bestimmt, im Sonnenschein zu leben, nicht in den Ecken. Kehre deine Taschen des Lebens von innen nach außen, und schaue dir alles an, was in ihnen ist.

Du bist hier, um das Leben zu erkunden. Und Ich bin Teil des Lebens. Ich bin ein großer Teil von ihm. Auf die eine oder andere Weise bin Ich das Meiste von Ihm. In aller Bescheidenheit, Ich bin Alles von Ihm. Nimm Mich infolgedessen mit dir. Komme mit Mir. Sie sind das gleiche. Drängle dich selbst ein wenig. Sei Mein Freund. Jogge mit Mir.

Vielleicht hast du zuvor entschieden, dass Ich, sofern Ich überhaupt existiere, Mich in einer Entfernung von Raum und Zeit befinde. Du magst Mich als Jemand gedacht haben, der sich hoch auf einem Berggipfel außerhalb deiner Reichweite befindet. Du magst Mich als Jemand bestätigt haben, Der sich herabgelassen hat, sich mit Superwesen aus der biblischen Vergangenheit zu treffen, jedoch hast du Mich nicht heute als zugänglich gesehen. Dementsprechend hast du Mich, sofern du Mich überhaupt vergegenwärtigt hast, als Hoch und Mächtig ausgemalt, und hast das Nahe vergessen. Meine Schwingung ist hoch, und Ich bin mächtig, jedoch bin Ich ebenso dir nahe, sodass sich dein Atem und Mein Atem miteinander vermengen. Sofern Wir Eins sind, wie kann es möglich sein, dass Ich weit weg bin? Ich bin dein Gott, und du bist mein Geliebter, Meine Geliebte, Mir teuer und Mir nahe.

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HEAVEN #793 – 22.12.2002 – Be like a Western Cowboy

SEI WIE EIN WESTERN COWBOY

Sieh die Passage des Lebens als etwas, was dir sichtbar ist, und was dich dennoch nicht zum Gegenstand hat. Beobachte das Leben, anderenfalls rennst du. Wenn du rennst, beeilst du dich. Du treibst das Leben an. Du reibst dir die Hände, und begibst dich in das Gewühle. Du denkst, hier ist ein Rennen, und du musst es gewinnen. Da ist kein Rennen, und du hast es nicht zu gewinnen. Ziehe dich ein wenig zurück. Du bist nicht der Renner des Lebens. Du bist ein Passant. Das Leben rennt vorbei, und es zieht dich mit sich, doch geht es ohne deine Hilfe rasch genug. Das Leben hat seinen eigenen Schritt. Du hast den deinen.

Du hast bereits das Leben, somit besteht kein Bedarf, es zu gewinnen. Und das Leben geht ohne dein Schnauben und Puffen rasch genug voran. Schnell und langsam entstammen der Zeit, und du bist ewig. Es gibt kein Rennen zu gewinnen, und, sofern es das gäbe, rennen ist nicht der Weg, um es zu gewinnen.

Lustwandle durch das Leben. Nimm eine Verschnaufpause. Ruhe eine Weile. Hole Luft. Gehe früher zu Bett. Schlafe später. Lasse dieses Gerippe sich ausruhen, das du mit dir selbst herumträgst. Natürlich bist du nicht dein physischer Körper. Du bist weitaus mehr. Gleichzeitig kannst du deinen Körper in aller Freundlichkeit behandeln. Gib ihm eine Pause. Du hast ihn angetrieben. Schone ihn, so wie du es mit einem lieben Pferd tun würdest.

Laufe am Leben nebenher. Kein Bedarf, es zu überholen. Sei ihm ein Partner.

Das Leben ist nicht so ernst, wie du es gedacht hast. Du scheinst das Gefühl zu haben, es gebe eine Art Dringlichkeit. Wo rennst du, und worauf rennst du zu? Sofern es eine Notlage gibt, gilt es, die Sache langsam anzugehen.

Was hast du zu gewinnen, indem du dich beeilst? Fahrleistung?

Sieh das Leben als eine Mahlzeit. Du kannst sie gemächlich einnehmen. Du hast sie nicht hinunter zu schlingen. Schneller ist nicht besser.

Vielleicht hast du gedacht, der Sabbat sei ein Tag abseits vom Leben. Er ist ein Tag, um es zu kosten. Es gibt nie einen Tag, der vom Leben weg ist. Wach oder im Schlaf, du befindest dich inmitten von ihm. Aber du kannst dich zurücknehmen. Du kraulst dich rasch genug durch das Leben. Puuh, verdaue nun.

Sei wie ein Western Cowboy, der entlangschlendert. Er sieht, was vor sich geht. Ihm entgeht kein Streich. Er ist in seiner Erwiderung nicht langsam, aber er vergeudet keine Bewegung. Er ist nicht immer ein Action Held. Seine Stärke liegt in seiner Ruhe. Er ist stark, und er hat keinen Bedarf, damit zu prahlen. Was immer er tut, das ist von Belang. Seine Stille spricht. Ein Westernheld ist mit einem Philosophen verwandt. Er besinnt seine Bewegungen. Er betrachtet seinen Ort in dem Drama, in dem er sich befindet.

Er ist kein Elefant in einem Porzellanladen. Sofern das Leben ein Porzellanladen ist, verhält sich der Westernheld in ihm freundlich. Eile und Freundlichkeit sind nicht kompatibel. Wenn du unter Eile bist, lässt du Dinge fallen oder du stolperst. Nicht dass es nicht in Ordnung wäre, Dinge fallen zu lassen oder zu stolpern. Jedoch bist du dem nicht hinterher. Schließe das Leben ein, anstatt es zu jagen.

Du eilst, um herauszufinden, welches dein Zweck ist. Lasse ihn zu dir kommen. Lasse ihn auf dich herab dämmern. Du hast nicht einmal zu wissen, worin er besteht, um ihn zu erfüllen.

Setze dich nun zurück. Es ist in Ordnung so. Heute gebe Ich dir den Mut, es langsamer anzugehen.

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HEAVEN #794 – 23.12.2002 – The Most You Can Do in Life

DAS MEISTE, WAS DU IM LEBEN TUN KANNST

Wenn du dir eine Liste machst von Menschen, denen du zu dieser Weihnacht ein Geschenk machen möchtest, so schreibe die Überschrift ‚Liebe Geben Dieses Jahr‘ darüber. Bevor du ein Geschenk findest, was du kaufen möchtest, schicke diesem Menschen, in deinem Geist und Herzen, Liebe. Dann kaufe es, packe es ein und verschenke es. Liebe ist das Geschenk. Es ist gut, sich daran zu erinnern, was du mehr gibst als das, was du einkaufst.
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Was du gibst, ist von Mir. Sobald du im Sinn hast, dass Ich dich dafür ausgewählt habe, ein Geschenk zu geben, werden deine Vorbereitungen eine andere Dimension annehmen. Du wirst nicht so sehr das Gefühl haben, dass eine Aufgabe vor dir steht, die du auszuführen hast. Du wirst anfangen zu spüren, dass du Geschenke zu geben hast. Dein Herz wird leichter sein und sich mehr einbringen, eben das, wofür Herzen bestimmt sind.

Selbst dann, wenn du ein Geschenk aus einem Empfinden der Verpflichtung, und nicht der Liebe, verschenkst, wirst du darauf kommen, dass du, sobald du anerkennst, dass alle Geschenke im Universum von Mir stammen, Freude entdeckst. Es ist leichter, Meinetwegen Einkäufe zu tätigen. Ich bin die Quelle aller Geschenke. Du bist ein Zwischenhändler. Du dienst an Meiner Stelle. Das ist die schlichte Wahrheit. Der ursprüngliche Heilige Nikolaus wusste das. Und nun weißt du es.

Das Meiste, was du im Leben tun kannst, ist Liebe weiterreichen. Das ist alles, was du tun kannst. Alles weitere ist Verpackung. Jegliche Liebe hat ihren Ursprung bei Mir, und darin habe Ich nie Halt gemacht. Infolgedessen ist die Liebe fortlaufend.

Die Liebe, die zu erkennen ist, ist in deinem eigenen Herzen.

Wenn du zu dieser Jahreszeit die Geburt Christi ins Auge fasst, siehst du der Reichlichkeit der Liebe ins Auge. Die Liebe, die schon in den Herzen der Menschen war, hat Christus angerührt. Er erinnerte euch an die Liebe, schlicht an die Liebe. Jedwede Liebe, die ihr voranbringt, erinnert euch an die Bedeutung des Lebens.

Liebe ist keine Theorie, keine Vortäuschung oder Höflichkeit. Sie ist nicht etwas, was für besondere Gelegenheiten reserviert ist. Die Bedeutung des Lebens ist Liebe. Ohne sie gibt es keine Bedeutung. Glücklicherweise hat das Leben eine große Bedeutung, denn da ist eine große Liebe, und du hast sie. Es ist an dir, sie zu geben. Alles Mindere als Liebe ist schlicht nicht so.

Christus gab dem Leben Bedeutung. Er erneuerte den Sinn. Er erfand es nicht. Er war ein Besucher auf der Erde, so wie du. Er setzte die Liebe in seinem Herzen ein. Er erklärte sie. Er ging mit der Liebe nicht leichtsinnig um. Er reichte sie nicht hinaus wie Coupons. Er strömte sie aus. Er enthüllte sie. Er enthüllte sie allen, die sehen konnten. Du kannst sehen. Du hast gesehen.

Liebe ist nicht das eine oder andere Mal. Sie ist oft. Sie ist immer. Und du bist ein Instrument Meiner Liebe. Christus war nicht mehr ein Instrument Meiner Liebe, als du. Aber, oh, wie er es gespielt hat.

Aus welchem Grund sollte Ich dich wohl auf die Erde gesetzt haben, ausgenommen aus dem gleichen Grund?

Du bist nicht für dich selbst auf der Erde. Du bist für Mich auf der Erde. Infolgedessen bist du auf der Erde, um zu lieben.

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HEAVEN #795 – 24.12.2002 – Where You Look

WOHIN DU SCHAUST

Du fragst dich manchmal, ob sich die Welt in den Angelegenheiten der Liebe überhaupt geändert hat. Du weißt materiell hat sie sich geändert. Du kannst in einem Flugzeug fliegen. Der Mensch ist zum Mond geflogen. Dennoch fragst du dich, ob das Herz des Menschen Fortschritte gemacht hat. Du siehst Gefühllosigkeit und Unfreundlichkeit in Hülle und Fülle. Für Meine Kindern scheint es so zu sein, ein einzelner gefühlloser Akt macht tausend gute zunichte.

Wisst bitte in eurem Herzen, trotz all dessen, was ihr in den Zeitungen lest, im Fernsehen seht, im Radio hört oder was ihr sogar direkt vor euch im Supermarkt zu sehen bekommt, das Leben ist gut, und das Herz des Menschen ist gut. Ein Großteil eures Wohlseins hängt davon ab, wohin ihr schaut. Wohin ihr schaut ist das gleiche wie Hervorheben. Welche Ereignisse umrandest du? Worauf du ein Schlaglicht setzt, gibt dir einen Rückfluss, der zureichend für sich selbst ist. Was du betonst, kann dich beißen, oder es kann dich segnen. In jedem Fall klebt es eine Briefmarke auf dich. Es liebkost dein Herz oder es prügelt es. Triff die Wahl.

Auf der Post suchst du die Briefmarken aus, die du möchtest. Schaue nicht fortwährend auf jene, die du nicht möchtest. Und diejenigen, die du nicht möchtest, kaufst du nicht.

Im Leben allerdings werden deine Augen zu dem hingezogen, wohin du sie lieber nicht hingezogen wissen möchtest, und dennoch gehen sie dorthin. Tatsache ist, manchmal schaust du dich nach dem um, wo du sicher bist, dass es dich erschreckt. Es ist fast so, als wolltest du den Horror der Herzen der Menschen bestätigt wissen.

Wir könnten sagen, alles, worauf du blickst, befürwortest du. Mit Sicherheit, du kaufst es. Du gibst dem Negativen, was sein Geld wert ist. Du verbreitest es pur durch dein Anstarren. Du vervielfältigst es durch dein nach Luft Ringen bei ihm.

Was du anschaust, wird eine Botschaft zum Universum. Was möchtest du ihm sagen? Möchtest du der Welt sagen, dass sie eine Schmach ist? Dass sie es eigentlich besser wissen sollte? Dass es höchste Zeit dafür ist, dass sie sich wieder in Ordnung bringt?

Worauf richtet sich deine Aufmerksamkeit? Worauf möchtest du sie gerichtet wissen? Folge Meinen Augen.

Ich sage euch nicht, irgend etwas über die Welt und über die Art und Weise der Menschen vorzutäuschen. Ich sage euch, worauf ihr euren Brennpunkt richtet. Setzt euer Schlaglicht auf die Gütigkeit. Sie ist da. Sie ist sehr wohl da. Bestätigt sie. Bringt sie auf der Vorderseite heraus. Und mehr und mehr Gütigkeit wird zum Vorschein kommen. Die Gütigkeit ist immerzu da, sie wurde aber im Hintergrund übersehen, wie eine zweite Garnitur. Nun ist die Zeit da, dass die Gütigkeit aus den Winkeln hervor kommt und in der Welt eine Hauptrolle spielt.

Du bist der Bringer von ihr. Du bist hier auf der Erde, um das Licht des Menschen zu enthüllen. Du bist der Hinweiser. Du bist derjenige, der den Weg zeigt.

Alles, was du zu tun hast, ist, die Welt um eine Kerbe hochzuheben. Du tust das, indem du deine Augen von dem Trübseligen wegnimmst und indem du das Liebliche anschaust. Das kannst du. Selbst wenn du der einzige sein solltest, du kannst das.

Wenn du bestrebt ist, dass die Welt geändert werden soll, ernenne Ich dich dazu, sie zu ändern. Kritisiere sie weniger. Ermutige sie mehr. Halte die Welt an dein Herz, und sie wird umgestaltet werden. Nimm deine Scheuklappen ab, sodass die Welt anfangen kann, sich selbst in Meinem Licht zu sehen.

Werde mit der Macht des einen Menschlichen Herzens vertraut. Mit dem deinigen.

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HEAVEN #796 – 24.12.2002 – Holy Birth

HEILIGE GEBURT

Die Heiligen Drei Könige folgten den Sternen. Sie folgten nicht der Welt. Sie machten sich auf, um etwas Schönes zu finden, und demnach fanden sie es.

Ein Stern stieg zur Erde herunter. Ein Kind wurde geboren. Das ist ebenfalls die Geschichte deines Lebens, einzig, man ließ deiner Geburt nicht das ihr Gebührende zukommen.

Zur Kenntnis nahm man die Geburt dieses Kindes in Bethlehem. Die Aufmerksamkeit lag auf ihm, so wie es sein sollte. Es wurde vom Himmel zur Erde gegeben wie eine Segnung, und es wurde wie eine Segnung in Empfang genommen. Die Menschheit bekam ihre Großeltern.

Sofern jedem Kind das ihm Gebührende gegeben und sofern es als ebendieser Säugling begrüßt würde, würde die Gesegnetheit der Geburt rundum bekannt werden, und Neugeborene insgesamt wären der Segen für die Welt, eben das, wofür sie vorgesehen sind. Wie Ich es dargereicht habe, dass sie es sind.

Wie immer die Umstände deiner Geburt waren, bewillkommne dich jetzt.

In einer Krippe oder in einem Krankenhaus geboren, in den Reichtum oder in die Armut hinein geboren, deine Geburt war vielversprechend. Nunmehr bedarf sie, dass sie als solches bekannt wird. Du hast es nötig, das zu wissen.

Erlöse dich von den Umständen.

Du bist ein Kind Gottes. So sei es.

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HEAVEN #797 – 25.12.2002 – A Beautiful Juwel

EIN SCHÖNER JUWEL

Du hast es bereits zuvor gehört: Mache jeden Tag zu Weihnachten. Mache jeden Tag zu deinem Geburtstag. Mache jeden Tag zu einer Feier.

Eine Feier bedarf keines speziellen Gedenkens. Der Grund zum Feiern heute ist, weil das Leben selbst ein Geschenk ist. Öffne dieses Geschenk des Lebens heute. Nimm die Verpackung ab. Öffne das Heute ganz weit. Es ist Mein Geschenk an dich. Es liegt direkt vor dir.

Kein Tag ist je zuvor gewesen. Jeder Tag ist unglaublich neu. Du bist an diesem Tag ein neuer Reisender. Du bist der pionierhafte Entdecker von ihm. Niemand hat jemals zuvor diesen Tag bereist. Und niemand kann das Heute besser entdecken als du. Heute ist das deine, so viel wie das eines jeden. Rühre das Heute gut um.

Mit was für einem Eifer betrittst du heute den Tag? Oder mit Traurigkeit? Wie du deinen Tag betrittst, richtet deinen Kompass aus. Nicht, dass Traurigkeit schlecht ist, allerdings, sofern sie nicht das ist, was du möchtest, wieso sie dann deinem Tag andienen? Begrüße den Tag, so wie du gerne begrüßt werden möchtest. Ist nicht der Tag gekommen, um dich zu besuchen?

Ein Tag trifft dich auf halbem Wege. Er kann nur so weit gehen. Du hast bis zu ihm hin zu gehen. Schüttle mit ihm die Hände. Halte dich nicht zurück. Sei kess.

Was wäre, wenn heute, heute an Weihnachten, oder am Tag danach, oder an jedem Tag in einem beliebigen Jahr, der beste Tag sein könnte, der dir je bekannt war, und was wäre, wenn das nur der Anfang wäre? Was macht einen Tag zu einem guten Tag? Deine Aufnahme von ihm erbringt das. Wie du den Tag in Empfang nimmst, erbringt das. Das ist kein Glücksfall. Warte nicht auf den Glücksfall, um zu erklären, dass dein Tag gut ist. Warte nicht auf deinen Tag, dass er in voller Blüte auf dich hinabsteigt, so, als wärest du der einzige Empfänger von ihm. Du bist ein Empfänger und ein Passant. Du bist ein Spieler, und heute ist das Feld, in dem du spielst. Generiere deinen Tag, denn er ist es, was du hinterlässt.

Wie du heute den Anfang nimmst, ist vom gleichen Belang, wie du bei irgendetwas anderem den Anfang nimmst. Wenn du ein Projekt halben Herzens beginnst, wie weit kommt es mit ihm?

Rette das Heute und alle Tage vor der Verdrießlichkeit oder der Langeweile.

Ein Tag ist wie alles andere. Wenn du ein Buch liest, um seine Schwächen herauszufinden, wirst du sie finden. Wenn du Menschen begegnest und dich nach ihren Fehlern umschaust, oh, und wie du sie finden wirst. Wenn du dich auf dem Ausschau befindest, um mit demjenigen, was du hörst, nicht einverstanden zu sein, wirst du nicht einverstanden sein. Auf der anderen Seite, du kannst ein Buch lesen, um etwas Gutes in ihm zu finden, und du wirst es finden. Du kannst Menschen mit der Absicht begegnen, um ihr Gutes zu sehen, und du wirst es zu sehen bekommen. Du kannst dem zuhören, was jemand sagt, um die Wahrheit in ihm zu finden, und du wirst sie finden. Du wirst ziemlich genau das finden, wonach du suchst. Du wirst sehen, wonach du dich umsiehst, denn eben dafür bist du bereit.

Selbstverständlich gibt es da Ausnahmen, und du hattest sie.

Gleichwohl, anstatt nach einer Straße zu schauen, die mit Gold gepflastert ist, streue Gold vor dich hin. Was du vor dich hin streust, wird dort sein. Was du vor dich hin streust, wird dich mehr anziehen.

Ich habe das gesagt. Du bist ein Magnet. Du bist kein vollkommener Magnet, aber du wirst, im Großen und Ganzen, das zu dir heranziehen, was das Auge deines Geistes vor dich hin stellt. Lasse infolgedessen das Auge deines Geistes Segnungen vor dich hin stellen. Das meint nicht, dass alle deine Begehren heute erfüllt werden. Das meint, du wirst zum wenigsten etliche Gesegnetheit in deinem Wirbelstrom hinterlassen.

Ich betraue dich damit, jeden Tag wie einen schönen Juwel zu behandeln, den du in der Sonne hin und her wirbelst.

Hebe deine Geister. Gehe über Zeit und Raum heute hinaus. Es gibt keinen anderen Tag. Die knappe Vergangenheit ist illusorisch. Mache dich mit der Ewigkeit bekannt. Sie ist genau vor dir in diesem Augenblick des Heute platziert. Bringe das Heute zum Leben und gebäre es.

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HEAVEN #798 – 26.12.2002 – One More Half Step

EIN WEITERER HALBER SCHRITT

Bewillkommne das Universum. Ich rate dir, es willkommen zu heißen. Warte nicht darauf, dass es dich willkommen heißt. Sei der erste.

Zögere nie, in etwas der erste zu sein. Du hast nicht der erste zu sein, wisse jedoch, dass du es sein kannst. Sobald du einen Impuls hast, der dir dein Herz öffnet, schaue nicht über deine Schulter, um zu sehen, was sonst noch bei dir am Kommen ist.

Erster sein meint, dass du dich nicht nach Billigung durch die Augen eines Anderen umsiehst. Du wartest nicht darauf, um zu sehen, wie darüber, was du sagst, oder was du tust, gedacht wird. Du kannst das im Voraus nicht wissen. Diejenigen, die deine Idee verächtlich machen könnten, können später in Erscheinung treten, um sie zu befürworten. Demnach, das Leben ist dafür da, um geliebt zu werden, und nicht, um so viel im Denken und in Erwägungen verbracht zu werden.

Du wirst vielleicht alle Winkel in Betracht genommen haben, und womöglich hast du einige verfehlt. Zwischenzeitlich ist die Flut zurückgegangen, und du befindet dich immer noch an der Küste, und tätigst deine Berechnungen.

Fange in diesem Augenblick mit deinem Leben an. Wirf deine Schultern zurück, und mache dich auf den Weg, um neues Glück zu suchen. Dein Glück ist deine Bestimmung. Stroh, Holz oder Ziegelsteine sind nicht deine Bestimmung, jedoch liegt inmitten des Materiellen der Welt dein Glück. Dein Glück ist das, wofür du stehst. Und demnach machst du dich auf den Weg, um dich inmitten der Illusion der Welt selbst zu suchen.

Tritt für dich selbst hervor. Du bist eine Armbrust des Universums.

Aufbrechen, um sein Glück zu suchen, ist aufbrechen zu deinem Abenteuer im Leben. Sei auf dein Glück aus, und du wirst ihm begegnen. Es eilt kopfüber zu dir hin, zu dir, der sich nach ihm umsieht. Es kann nicht anders.

Niemand sonst hat dein Glück. Ausschließlich du. Infolge bist du derjenige und der einzige, der es sucht.

Du wirst zahlreiche Steine umdrehen, die nicht das sind, was du suchst, und dennoch sind sie Hinweise für dich, und sie sind für dich Signale, dass du vorangekommen bist. Deine Bestimmung liegt direkt vor dir. Sie ist draußen im Freien, und du wirst sie sehen. Sie wird deinen Namen rufen.

Du wirst deine Bestimmung schrittweise finden. Viele Schätze machen dein Glück aus. Viele Zeichen deuten auf dich. Es gibt nicht nur einen Pfeil, um ihm zu folgen. Einer zu einer Zeit, du gehst dorthin, wohin sie sich nehmen, und dann wirst du finden, wohin es als nächstes geht.

Du magst das Bestreben haben, dass dein gesamtes Leben vor dir ausgelegt wird, wie ein Brettspiel, bei dem du nach deiner Bestimmung hin und her springen kannst. Das Leben indes ist genauso mit vielen Richtungen versehen, wie es mit vielen Schätzen versehen ist.

Desgleichen kann es sein, dass du jetzt nicht weißt wo du stehst, oder worauf du stehst. Was du wissen kannst, ist, dass du irgendwo bist. Du befindest dich auf der Spur. Und nun bleibst du dran und gehst weiter.

Du begibst dich auf den Weg nach vorne, nach dorthin, wo du begonnen hast.

Wo immer sich dein Leben in diesem Augenblick befindet, ob du sie nun sehen kannst oder nicht, die Sterne sind oberhalb von dir, und da ist der Mond, der durch die Sonne angeschienen wird. Da ist ein Leitstern, dem du folgst, und er wird dich führen. Er wird dich direkt zu Mir führen. Wir können sagen, Ich warte auf dich. Worauf Ich warte, ist eine Kenntnisnahme von Mir. Ich versteckte mich nicht. Es mag sein, du schaust nicht.

Du magst denken, dass du noch weiterzugehen hast, unterdessen Ich alldieweil direkt hier bin. Es geziemt dir, folgendes zu wissen: Ich bin genau um die Ecke. Habe eine Begeisterung für dein Leben, während du dich zu ihm auf den Weg machst, und du wirst Mich rascher finden.

Dein Glück späht auf dich. Komme, einen weiteren halben Schritt, und du wirst Mir auf der Spur sein.

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HEAVEN #27.12.2002 – 27.12.2002 – Today Is Another Story

HEUTE IST EINE ANDERE GESCHICHTE

Deine Verbundenheit mit Mir ist nichts Zerbrechliches. Deine Wahrnehmung Unseres Einsseins ist es indes.

Manchmal horchst du auf zu viel anderes, und kannst Meinen Herzschlag nicht hören. Du hörst nur die Verneinung der Welt und dein monotones Echo des Dröhnens der Welt. In jenen Zeiten verblasst Unsere Union in Vergessenheit, so, als gäbe sie es überhaupt nicht. Deine Myriaden an Gedanken übertönen Mich, so, als gäbe es für Mich keinen Raum, für Mich, Der überhaupt keinen Raum verbraucht. Hin und wieder, wann du ein Anheben des Herzens am meisten nötig hast, ist dies dann der Fall, wenn du es schwer hast, Mich zu hören, schwer hast, Meine Hand auf der deinen zu sehen, schwer hast in Bezug auf das Leben und schwer in Bezug auf dich selbst.

Wenn du nicht so schwer auf dir liegen würdest, würdest du nicht verzweifeln. Deinetwegen verzweifelst du. Es sind nicht die Umstände, wie du es dir gerne vorstellst. Es bist du selbst, den du anklagst. Du klagst dich selbst dafür an, dass du nicht etwas, was dir runter kommt, gerecht wirst, etwas, bei dem du dich entschieden hast, du solltest ihm gerecht werden. In der einen oder anderen Art hat dich die Welt nicht gewürdigt, und du nimmst das als einen Dolch in deinem Herzen. Du beginnst zu spüren, dass du keinen Erfolg hattest, weil etwas nicht so ist, wie es deines Erachtens hätte sein sollen.

Tilge Gestern aus deinem Herzen. Die Vergangenheit ist eine zu große Last, um sie zu tragen. Sie kann dich nur herunter ziehen. Lasse die Vergangenheit fallen, und dein Herz ist erleichtert.

Theoretisch verstehst du es, verstehst du etwas vom Loslassen der Vergangenheit. Jedoch hängst du an ihr wie an einer alten Schachtel, die du durchzusortieren hast. Du hast Angst, es befindet sich darin etwas Wertvolles, was du hinaus werfen könntest. Obwohl es keinen Raum gibt, um sie aufzubewahren, obwohl sie dich herunter zieht, obwohl sie eine Bürde ist, bewahrst du sie im Keller oder auf dem Dachboden auf. Du bewahrst die Vergangenheit auf, wie einen alten, von Motten zerfressenen Schal, von dem du dich nicht trennen magst. Du möchtest ihn behalten, um ihn für den Fall herausnehmen zu können, wo du mit einer Hand über ihn streichen möchtest. Er hält eine Assoziation inne, die los zu lassen du noch nicht so richtig bereit bist.

Das mag so eine einzelne Gegebenheit sein, wann dein Geist sich vor dein Herz setzt. Dein Herz sagt, ihn aufzubewahren, selbst dann, wenn dich das aufhält. Dein Geist indessen sagt: „Was machst du da? Wirf ihn hinaus!“

Die Vergangenheit ist eine Sucht, und sie hat dich unter ihrer Knute. Bereits ein Augenblick zuvor ist die Vergangenheit. Das kann dir den Anschein machen, dass du nicht zu ihr aufholen kannst, und dennoch lässt du die Vergangenheit sich an dich klammern. Glücklich oder traurig, die Vergangenheit muss sich zurückziehen. Du kannst das Band durchschneiden und die Vergangenheit dort lassen, wo sie liegt. Das kannst du. Räume die Vergangenheit aus deinem Weg. Sobald du aus der Vergangenheit heraus flutscht, landest du im Heute. Du erscheinst unschuldig, unschuldig ohne Vorhersagen, denn Vorhersagen fußen auf gestern. Sobald du nicht mehr länger an gestern denkst, bedauerst du nicht mehr. Sobald du die Vergangenheit hinter dir lässt, ist Versagen kein Konzept mehr, ganz bestimmt keines, wonach du lebst.

Du kannst heute bei etwas nicht zu niedrig liegen, weil es nichts gibt, was du unterschreiten kannst. Ohne Vergangenheit in deiner Obhut – wonach hast du zu bemessen werden? Es gibt keine Schachtel, in die das Heute hineingelegt werden kann. Du hüpfst heute entlang ohne Bemessungen, ohne Vergleiche und ohne lange Gesichter. Heute kann sein, was es ist. Würdest du nicht heute genießen, sofern du keine Aufbauten der zahlreichen Gestern hättest?

Heute kann nur zum Erfolg führen. Es ist hier, alles ist bereit für dich. Es ist ein Blumenfeld. Es muss kein Feld voller Rosen und Osterglocken für dich sein, damit du hindurch spazieren kannst. Trete in das Feld namens heute ein.

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HEAVEN #800 – 28.12.2002 – Be There

SEI DORT

Zu dieser Zeit des Jahres sagt dir sogar die Welt, das Alte wegzuwerfen und das Neue zu begrüßen. Sogar die Welt sagt dir, an einen neuen Start zu gehen. Sofern du einen Vorsatz aufstellen möchtest, so nimm dir vor, die Vergangenheit los zu lassen. Dieser eine Vorsatz nimmt einfach alles in Bedacht. So vieles aus deiner Vergangenheit hängt über. Die Vergangenheit ist sogar konkretisiert in Rechnungen und Schulden. Sie schlägt auf dich ein.

Die Vergangenheit wurde in einem alten Notizbuch geschrieben. Nimm nun ein neues heraus. Du kannst das neue kaum erwarten.

Machen dich neue Schule nicht glücklich? Denke daran, was ein Neues Jahr für dich zu tun vermag.

Wo existiert das Neue Jahr? Es ist ein Konzept. Infolgedessen existiert es inwendig in dir. Du machst eine äußere Kennzeichnung darauf, was du einen Kalender nennst, und du bezeichnest eine bestimmte Seite als den Anfang des Neuen Jahres. Es ist klar, es beginnt in jedem Augenblick. Reiße die gebrauchten Blätter des Kalenders häufig weg.

Merke dir dein Jahr für deine Gegenwart in ihm vor. Sei dort.

Sofern du keine Aufzeichnungen über die Tage, die Jahre oder Stunden oder Minuten führtest, wie sähe das Leben sodann aus? Würdest du dich selbst entfesseln? Würdest du mehr in das Herz des Lebens hineinsinken, als auf seiner Oberfläche zu laufen? Würde das Leben mehr zu einer Hängematte und weniger zu einem Bohrhammer werden?

Und all das, weil du zum Neusein hoch geschaltet wurdest.

Die Sonne an diesem Morgen geht auf, als sei sie noch nie zuvor aufgegangen, als hätte sie das nicht unzählige Male bereits zuvor getan. Und demnach, selbst das, was das gleiche bleibt, kann neu sein. Die Sonne hat nicht das Alte abzuschütteln, weil sie ihm gegenüber neutral ist. Die Sonne absorbiert nicht als allererstes das Alte. Die Sonne läuft in aller Nachsicht ihren Kurs durch das Leben und sammelt kein Moos an. Sie bittet um nichts, und dennoch ist sie universell geliebt. Sie dreht sich entlang und strömt ihr Licht aus, ohne sich an ihm festzuhalten, und infolge segnet sie die Welt. Und, bist du keine Sonne auf der Erde, die das Licht strahlt? Erachte nun die Sonne am Himmel als ein Vorbild für Anstrengungslosigkeit. Oh, was du doch auf der Erde sein kannst.

Der Mond reflektiert die Sonne, und ist nicht achtsam auf sie. Der Mond hat nicht das Gefühl, er sei ein geringeres Licht. Der Mond setzt sich nicht in Vergleich. Er ist nie wehmütig. Er ist zufrieden, das kühlende Licht zu sein, das er ist.

Sterne sind immerzu draußen, werden aber nicht immer gesehen. Sie weinen deswegen nicht. Sie strahlen ihr Licht, unbesehen dessen, wer sie bemerkt oder wer sie segnet. Sterne sind Sterne, und Sterne tun, was Sterne tun. Sie profitieren alle von der Schöpfung und bitten in Erwiderung um nichts. Ein Stern wäre unglücklich, wenn er sein Licht zurückhielte.

Demnach also, seid wie die Sterne und scheint universell.

Die Sonne, der Mond und die Sterne dienen ohne zu fragen Tag und Nacht. Sie fragen nie, warum sie oben am Himmel sind, oder warum sie nicht irgendwo anders sein oder etwas anderes tun können. Sie kennen ihren Zweck, und sie verrichten ihn. Ihr Zweck lautet, Licht zu scheinen. Sie bitten nicht um mehr. Sie bitten nicht, mit dem Glück eines Anderen überhangen zu werden. Sie machen ihren Weg, wie sie sind. Sie wissen, wer sie sind und was ihnen zu tun anliegt. Selbst die Sonne reflektiert Mein Licht, und bittet nicht um ein größeres. Was könnte größer sein? Die Sonne, der Mond und die Sterne halten ihr Auge auf Mir, und dementsprechend werden sie durch das Universum geleitet.

Egolos sind diese Energien.

Du hast mehr Freiheit als alle die schönen Lichter am Himmel. Du kannst hingehen, wohin du möchtest. Du hast keiner Umlaufbahn nachzukommen. Jeder Tag ist deine Wahl.

Was hält dich davon ab, die gleiche Lieblichkeit und Zufriedenheit wie diejenige der Sonne, des Mondes und der Sterne zu enthüllen? Was?

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HEAVEN #801 – 29.12.2002 – The Will of God Is Love

DER WILLE GOTTES IST LIEBE

Das Konzept von Mir ist vielleicht schwer zu erfassen. Vielleicht ist es noch schwerer, an Mich zu glauben. All das ist nicht von Bedeutung. Es zählt, dass du glaubst, dass eine große Liebe für dich existiert. Kenne Meine Liebe. Das musst du. Ich möchte dir sagen warum.

Sobald du dich geliebt fühlst, befindest du dich auf dem einen Weg. Sobald du dich ungeliebt fühlst, befindest du dich auf dem anderen. Du wickelst dein Leben auseinander gemäß der Liebe, die in deinem Herzen sich erkenntlich zeigt.

Du bist nicht bloß geliebt, du bist liebenswert. Nicht bloß liebevoll bist du, du bist wert, geliebt zu werden. Bitte missverstehe dich nicht als weniger als die Liebe des Universums. Liebe erschuf dich Liebe. Endlos ist der Strom der Liebe, der sich auf dich ergießt.

Weil du Mich nicht gesehen oder Meine Hand nicht auf der deinen gespürt hast, bedeutet nicht, dass du Meine Liebe nicht empfinden kannst. Meine Liebe, so wie die Sonne, aalt sich auf dir. Meine Liebe, so wie eine Parade, tritt vor dir in Erscheinung. Meine Liebe, so wie eine Rose, liefert ihre Essenz aus, ob du ihr nun Beachtung schenkst oder nicht. Obgleich du vielleicht an ihr vorbeigehst, Meine Liebe wird niemals an dir vorbeigehen.

Wenn eine sanfte Brise deinen Nacken streift, dann entsinne dich Meiner Liebe. Sie wird dir soeben verkündet. Vögel, die singen, trällern Meine Präsenz. Der Tagesanbruch und das Tagesende verkünden Meine Liebe.

Meine Liebe für dich ist immens. Höre sie. Lasse sie dich flott halten. Du kannst einen Aufschwung gebrauchen. Die rauhen Ecken der Welt sind durchaus gut darin, dich zu dämpfen. Lasse Meine Liebe dich zu deiner eigenen Höhe empor heben. Du reichst genau bis zu Meinem Herzen.

Unbesehen deines Zustandes des Glaubens an Mich, Mein Glaube an dich ist groß. Er ist groß, weil Ich dich durch und durch kenne. Ich sehe dich, wie du bist, nicht als die sich kauernde Kreatur, die sich fürchtet, an einer Tür anzuklopfen, nicht als einen Geschäftsmann im Anzug, der an der Tür anklopft, nicht als denjenigen, an dessen Tür niemand anklopft. Ich sehe dich in deiner wahren Herrlichkeit. Ich sehe dich in Liebe.

Sieh Mich als die Türlaibung, und dich als die Tür. Ich stütze dich. Du öffnest und schließt ein wenig oder eine ganze Menge, und Ich bin immerzu an deiner Seite, und unterstütze dich dabei. Wir sind scharniert, du und Ich. Untrennbar sind du und Ich.

Ich bin standhaft an deiner Seite. Selbst wenn du aufrecht dastehst, kannst du dich an Mich lehnen. Dich an Mich lehnen stärkt dich. Dich an Mich lehnen ist das gleiche wie aufrecht dastehen. Kein Bedarf, sich zu Mir zu bücken. Stehe neben Mir. Ich bin die andere Hälfte von dir.

Also, komme jetzt, stehe in aller Größe neben Mir, und bestätige Unsere Liebe, denn sie ist groß. Du liebst Mich in Wirklichkeit. Unter all den zerlegbaren Aufbauten, die du angefertigt hast, bin Ich, und ist Unsere Liebe. Ich liege unter jedweder Illusion, und unter jedweder Illusion liegt deine Liebe.

Schwerer als an Meine Existenz zu glauben ist für dich, dass Ich tatsächlich für dich bin, dass Ich freundlich bin, und dass Ich dir die Hand reiche. Keine Tricks. Ich biete Mich selbst dir dar. Ich bin geradeheraus, du aber hältst dich davor zurück, Meine Hand zu schütteln. Du musst denken, als nehme dir irgendetwas weg oder als übertrage dir eine zusätzliche Last. Ich bin Mir nicht ganz sicher, wovor du Angst hast. Etliche Dinge verstehe auch Ich nicht.

Nichtsdestotrotz, Ich bin Mir gewahr, dass du zögerst. Vielleicht denkst du, es gebe eine Art Auseinandersetzung, sobald du vor Mich hintrittst, indes wird Unsere Begegnung von Gesicht zu Gesicht eine Tröstung sein, Mein Wille ist gescheh’n, und Mein Wille ist entgegengenommen.

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HEAVEN #802 – 30.12.2002 – The Light Given to You

DAS LICHT, DAS DIR GEGEBEN WURDE

Jeder, dem du begegnest, jeder, den du kennst, sieht sich nach Mir um. Jeder, mit dem du in Kontakt trittst, hofft, Mich vermittels deiner aufzufinden. Sie mögen das nicht wissen, jetzt aber weißt du das. Das gilt auf der ganzen Linie. Ohne Ausnahme.

Transaktionen in der Welt sind von solcher Art, dass Ich zum Austausch gelangen kann. Jeder möchte mehr von Mir. Du lechzt nach mehr von Mir. Manchmal bist du verzweifelt nach mehr von Mir. Du schreist es auf verschiedene Weise hinaus.

Wiewohl du selbst Mich zu finden hast, und das niemand für dich tun kann, können Andere dir Hinweise geben, etliche so, dass es kaum bemerkt wird, gedämpft, andere dramatisch, etliche kurzlebig, etliche langlebig. Dessen ungeachtet, an jede Tür, an die du klopfst, klopfst du, um die Türen zum Himmel zu finden. Unterdessen ein Skriptum auf der Oberfläche ausagiert wird, ist ein anderes, es ist dezenter und dennoch beständiger, unter der Oberfläche auf dem Wege. Gelegentlich strafen sich die Oberfläche und das Tiefere einander Lügen.

Alle Menschen, die deinen Weg kreuzen, oder deren Weg du kreuzt, unbesehen ihres Verhaltens, suchen mittels dir nach Mir, sie hoffen über alle Hoffnung hinweg, dass du derjenige bist, der ihnen den Schlüssel zu ihrem Herzen liefert. Alle Menschen-Seelen bitten darum, zu Mir überbracht zu werden, oder dass Ich zu ihnen überbracht werde. All ihr Herumwandern ist ihre Suche nach Mir. Ob in der Bar oder in der Kirche, die Suche ist an.

Sofern du diese Wahrheit des Lebens in deinem Herzen bejahen könntest – was für einen Unterschied würde das für dein Leben und für das Leben der Anderen erbringen?

Einen beträchtlichen, so stelle Ich mir das vor.

Du teilst Mich mit Mir, denn Wir sind Sucher. Ich suche dich. Du suchst Mich. Das ist das gleiche. Zwei Magneten sehnen sich, zueinander zu kommen und nie wieder getrennt zu sein, selbst dann, wenn die Trennung Illusion ist.

Du möchtest Mir Meine Verbundenheit mit dir nicht versagen, oder nicht? Möchtest du sie einem Anderen versagen?

Alldas ist eine andere Darstellungsweise dafür, dass du Mein Emissär auf der Erde bist. Du bist dafür bestimmt, Mich zu teilen. Wir reden über deine Ebene der Operation in der Welt. Sie muss nicht notwendigerweise einen Namen haben. Hätte sie einen Namen, würde man sie mit im Namen der Liebe bezeichnen. Diese Liebe, an der du teilhaben lässt, wird nicht proklamiert. Sie gelangt nicht zu einem Auftritt. Sie kommt aus deinem kleinen Gewahrsein, aus dem Gewahrsein, dass ebendies dasjenige darstellt, was du tust, und dass ebendies dasjenige darstellt, wofür du hier auf der Erde bist.

Wir können es im Namen der Energie nennen. Im Namen der Energie teilst du Mein Licht. Du verströmst es. Zuguterletzt, alle Liebe und alle Energie kommen von einer Quelle, und Ich bin diese Quelle. Du bist eine Outsource, eine Herausverlagerung.

Du bist dafür bestimmt, ein Leuchtturm zu sein, der Andere unversehrt zur Küste geleitet. Dein Licht ist über Meilen hinweg zu sehen. Sobald vorbeifahrende Schiffe dein Licht zu erblicken bekommen, sind sie ermutigt. Du hilfst den Schiffen, ihren Weg zu finden. Ein Leuchtturm ist für alle Schiffe da. Sein Lichtstrahl scheint für alle gleich. Ein Leuchtturm ist kein Reaktor. Er ist ein Geber. Du reichst schier Licht weiter. Es ist Mein Licht, das du weiterreichst. Du reichst es ohne Fanfarenklänge weiter.

Halte bei dem ersten Menschen, den du heute siehst, in deinem Gemüt, dass du ein Ausströmer Meines Lichts bist. Alles, was du zu tun hast, ist, diesen deinen Tag mit diesem Gewahrsein seinen Anfang nehmen zu lassen, und hernach wirst du wie ein König, der alle Menschen vor sich zum Ritter schlägt.

Aus dem Licht kamst du, und Licht bist du, und Licht gibst du. Es gibt nichts anderes zum Geben, und es gibt nichts anderes, was du musst. Jedoch diese eine Sache, sie musst du regelmäßig geben, denn Licht wurde dir gegeben, um es zu scheinen.

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HEAVEN #803 – 31.12.2002 – A Portrait of You

EIN PORTRAIT VON DIR

Es gibt die eine Art, sich das Leben anzuschauen, die Art, dass es keine Fragen gibt, und dass es keine Antworten gibt. Da ist einfach Leben und du und Ich. Man kann es auch so sagen – du wirst gut daran tun, zu sehen, dass nichts auf dem Spiel steht. Von diesem Blickwinkel her würdest du im Leben weniger herumrangeln. Du würdest es dem Leben zulassen, weniger angestrengt oder überhaupt nicht angestrengt zu sein.

Vielleicht macht dich diese Auffassung verdattert. Du lebst deine Befasstheit im Leben. Gib zu, du könntest Überengagement der Unparteilichkeit vorziehen. Vieles an deinem Leben ist gegenwärtig mit Gerangel verwickelt. Du wirst gegen Kummer und Ärger und Aufregung protestieren, dennoch würdest du sie nicht gerne vermissen. Wie würdest du ihr Dahinscheiden betrauern! Worum würde es im Leben gehen, fragst du dich, falls es für dich kein Problem wäre? Was würdest du mit dir selbst anstellen? Worüber würdest du nachdenken, womit deine Zeit verbringen, und so weiter.

Wie steht es darum, wenn du versuchtest, im Leben mehr ein Beobachter zu sein und weniger einer, der in ihm hin und her läuft. Was wäre, wenn du im Leben teilnähmest, ohne durch das Leben fortgetragen zu werden? Was wäre, wenn du in dem Bereich deines gegenwärtigen Lebens verbliebest, wenn du jedoch Ferien von ihm nähmest. Du würdest in ihm bleiben, allerdings ausgeruht, und es sehen, als wäre es das erste Mal. Was wäre, wenn alles in Ordnung wäre, und nicht falsch. Was wäre, wenn du dein Leben nicht beurteiltest? Was wäre, wenn dein Leben, so wie es jetzt ist, trotz deines Eindrucks von ihm, genauso richtig ist, sogar vollkommen ist, wenn es eine vollkommene Wiedergabe einer Entfaltung darstellte, die als du gekennzeichnet ist. Was wäre, wenn es deinem Leben unmöglich wäre, durcheinandergebracht zu werden, und wenn weder du noch sonst jemand einen winzigen Teil von deren Freude wegnehmen könnte.

Es gibt im Hinblick auf dein Leben zahlreiche mögliche einnehmbare Gesichtspunkte. Ich schlage einen von ihnen vor. Wir können ihn eine interaktive Herangehensweise ohne Kummer nennen. Es ist nicht so, dass du abseits deines Lebens wärest. Du wärst in ihm gegenwärtig. Du wärst in ihm engagiert, jedoch nicht in seiner Abhängigkeit. Es ist mehr so, als würdest du die Suppe des Lebens köcheln lassen, ohne dass du dauernd herumrührst.

Sobald du ein Beobachter des Lebens wirst, könntest du überrascht sein, was du siehst. Verstrickt in dein Leben, so wie du es warst, hast du eine Menge von ihm verfehlt. Falls das Leben ein Film wäre, in dem du eine Hauptrolle spielst, wie schön wären dann die Bilder, die Szenen, das Setting. Du würdest dein Leben mit neuen Augen anschauen.

Was wäre, wenn ein großer Meister ein Porträt deines Lebens malte. Schau dir die Farben und die Texturen an, die er wählen würde, um dich und dein Leben zu porträtieren, diese amorphe Sache namens Leben. Du würdest es an eine Wand hängen. Du würdest in neuem Licht sehen. Du bist dafür bestimmt, mit neuen Augen in neuem Licht zu sehen.

Wie malst du dich selbst in diesem Neuen Jahr aus? Wohin würdest du dich für ein Porträt positionieren? In welchem Raum möchtest du sein? Oder draußen? Auf dem Meer oder auf einem Hügel? Was würden deine Hände in diesem Porträt tun? Wohin würden deine Augen blicken? Aus welchen Farben würde dein Porträt bestehen? Von welcher Richtung würde das Licht einfallen? Was ist dieses eine Wort, was dieses Bild von dir beschreiben würde?

Irgendwo in deinem Porträt wäre Ich. Vielleicht im Hintergrund. Vielleicht in einem Ausdruck deiner Augen. Vielleicht im Umschließen deiner Hand, vielleicht in dem Rosa deiner Wangen, vielleicht in dem Aufschub deines Atems. Auf jeden Fall gibt es kein Bild ohne Mich. Es gibt keine Szene in deinem Leben, wo Ich nicht bin. Es gibt keinen Moment von ihm ohne Mich. Somit, ein Porträt von dir ist auch ein Porträt von Mir.

Ein großer Künstler hat dich erschaffen. Und Er hat nie Seinen Pinselstrich von dir fort genommen.

Siehst du, was Ich soeben sage?